MS- Multiple Sklerose:

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1 MS- Multiple Sklerose: Die medizinisch bedeutsamste Funktion von Insulin ist die Senkung des Blutzuckerspiegels. ~ 1 ~

2 Gliederung: MS- Multiple Sklerose: 1. Was ist Multiple Sklerose? 2. Symptome 3. Der Verlauf A. Schubförmiger Verlauf B. Sekundär fortschreitender Verlauf C. Primär fortschreitender Verlauf D. Progredient schubförmiger Verlauf 4. Was ist die Ursache für diese Krankheit? 5. Wie wird diese Krankheit diagnostiziert? 6. Medikamentöse Therapie 7. Was sollte man bei der Pflege eines Erkrankten beachten? ~ 2 ~

3 MS- Multiple Sklerose: 1. Was ist Multiple Sklerose? Multiple Sklerose, MS, ED oder Enzephalomyelitits dissesminata ist eine chronische Endzündung im Zentralen Nervensystem (Gehirn und Rückenmark). Meist sind Frauen von dieser Krankheit eher betroffen als Männer und die ersten Anzeichen bei Erkrankten treten häufig ab 30 Jahren auf. Die Prognose ist sehr unterschiedlich und schwer vorhersehbar. 2. Symptome Es ist praktisch jedes Erscheinungsbild möglich, da diese Symptome zentralnervös bedingt sind. Häufig jedoch treten auf: Als Erstsymptom meist eine Retrobulbärneuritis (Sehnerventzündung), mit Sehminderung und Schmerzen auf. Später sind durch die Schädigung des Augenmuskels auch Doppelbilder bis hin zur vollkommenen Erblindung die Folge. Sensibilitätsstörungen, wie Missempfindungen wie Ameisenkrabbeln, Taubheitsgefühle, oder ein vermindertes Berührungs- und Schmerzempfinden. Motorische Störungen (v.a. spastische Lähmungen oder Muskelzuckungen in den Beinen) Störungen in der Mimik (typisches Maskengesicht durch Lähmung der Gesichtsmuskeln) Sprechstörungen (häufig werden Worte richtig gewählt, aber undeutlich ausgesprochen), Ataxie, Intentionstremor und Koordinationsstörungen (deshalb ein typischer breitbeiniger, steifer, unbeholfener Gang) Bei Rückenmarkbeteiligung: Blasen-/ Mastdarmstörungen ( Im späteren Stadium der Krankheit Harn- und Stuhlinkontinenz oder auch Harnretention) ~ 3 ~

4 Psychische Störungen (entweder als Reaktion auf die Auswirkungen der Krankheit, meist reaktive Depressionen oder durch tatsächliche hirnorganische Schädigungen) Erschöpfungssymptome (Erkrankte zeigen eine abnorm schnell Ermüdungserscheinungen) 3. Der Verlauf Im Allgemeinen werden die Verläufe in folgende Formen eingeteilt: A. Schubförmiger Verlauf (ca. 85%) Hierbei kommt es zwischen akuten Verschlechterungsphasen (sog. Schüben) immer wieder zur deutlichen oder vollständigen Rückbildung der Symptome innerhalb von Wochen oder Monaten. Solange bis dann Monate oder Jahre später der nächste Schub auftritt. B. Sekundär fortschreitender Verlauf Die Beschwerden nehmen kontinuierlich zu, wobei zumindest anfänglich oft zusätzlich Schübe vorkommen. C. Primär fortschreitender Verlauf (ca. 10%) In dieser Form nehmen die Ausfälle von Beginn an stetig zu. Insgesamt beginnt hier die Erstmanifestation später als die schubförmige und betrifft Männer und Frauen gleich häufig. D. Progredient schubförmiger Verlauf (ca. 5%) Eine von Anfang an zunehmende Behinderung wird von Schüben überlagert. 4. Was ist die Ursache für diese Krankheit? Ursache der Multiplen Sklerose sind Autoimmunprozesse, die sowohl durch erbliche Veranlagung als auch Umwelteinflüsse beeinflusst werden. In der weißen Substanz des Zentralnervensystems werden herdförmig die Markscheiden zerstört ( auch Entmarkung oder Demyelinisierung genannt). Die darauf folgenden Nervenausfälle sind durch den Verlust der Markscheiden zu erklären, weil die Nerven durch die Schädigung den Reiz nur verlangsamt oder gar nicht mehr weiterleiten können. In der Folge kommt es zu Nervenzellschäden und Vernarbungen. ~ 4 ~

5 5. Wie wird diese Krankheit diagnostiziert? Die eindeutige Diagnose von Multipler Sklerose erfordert den Nachweis von mindestens 2 Entzündungsherden im ZNS, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten entstanden und nicht durch andere Ursachen zu erklären sind. Häufig werden diese durch folgende Untersuchungen nachgewiesen: Anamnese und Untersuchung Spezielle EEGs ( getestet wird die Reaktion des Gehirns auf Sinnesreize, bei Entmarkungsherden sind diese typisch verändert) Kernspintomographie zur bildlichen Darstellung der Herde Lumpalpunktion mit Liquoruntersuchung zum Nachweis der Entzündung und einer Immunglobulinproduktion im ZNS 6. Medikamentöse Therapie Heilung dieser Krankheit ist bisher nicht möglich. Medikamente sollen die Rückbildung der Symptome fördern und die Wahrscheinlichkeit neuer Schübe vermindern. Entsprechend der Krankheitsentstehung kommen v.a. Immunsystem beeinflussende und antientzündliche Medikamente zum Einsatz: Während eines akuten Schubs werden Glukokortikoide gegeben Zur Schubprophylaxe werden Beta-Interferone ( bevorzugt abends um die unerwünschten Nebenwirkungen zu verschlafen) und Glatirameracetat subkutan gespritzt. Reservemedikamente wären intravenöse Immunglobuline, Azathioprin und Mitoxantron. Außerdem ist eine symptomatische Behandlung der belasteten Beschwerden (Spastik,Tremor, Blasenentleerungsstörungen oder Depressionen) möglich und nötig. Wichtig ist auch die regelmäßige Physiotherapie um die Mobilität und größtmögliche Selbstständigkeit zu erhalten. Es gilt: Auf 7 fette Jahre folgt der Hunger. Das bedeutet in dem Fall dass die Medikamente die bei MS helfen sollen sehr eingeschränkt sind und die Mög- ~ 5 ~

6 lichkeiten schnell ausgeschöpft sind, falls diese im Körper nicht mehr die gewünschte Wirkung erzielen. 7. Was sollte man bei der Pflege eines Erkrankten beachten? Diese Erkrankung erfordert auch bei der Pflege höchste Aufmerksamkeit. Durch eine sorgfältige Pflege können schwerwiegende Komplikation vermieden und somit die Prognose des Erkrankten verbessert werden. Zu beachten ist: - Motivation und Unterstützung zur Bewegung, Bereitstellung von geeigneten Hilfsmittel, (VORSICHT: angepasste Bewegung, keine Überforderung) - Pneumonie- und Infektionsprophylaxe, da vor allem bei der Akuttherapie mit Glukokortikoiden die Infektionsgefahr stark erhöht ist (v.a. Erkrankten darüber aufklären und den Sinn der Prophylaxen erklären) - Blasen- und Darmtraining (Ein Dauerkatheder sollte wegen der erhöhten Gefahr der Harnwegsinfektionen vermieden werden) - Bei Immobilität Dekubitus-, Thormbose- und Kontrakurenprophylaxe - Bei Bettlägerigen Bewegen und Lagern nach dem Bobath-Konzept - Förderung von Hobbys und sozialen Aktivitäten, da die Lebensqualität unbedingt gefördert werden muss um Depressionen zu vermeiden - Wegen der schnellen Ermüdung sollten genügend Schlaf- und Ruhephasen eingebaut werden - Starke Hitze sollte vermieden werden, da sie die neurologische Situation meist verschlechtert - Es sollten Kontakte zu Selbsthilfegruppen vermittelt und unterstützt werden ~ 6 ~

7 Quellen zum Bericht MS- Multiple Sklerose: Unterrichtsunterlagen verschiedener Fächer Das Buch Altenpflege heute Praxiserfahrungen Erfahrungen und Tipps der Kollegen in meinem Ausbildungsbetrieb ~ 7 ~

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