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1 Weiterbildungsprogramm Für Mitarbeiterinnen in der Sozialmedizinischen Nachsorge und Fachkräfte in der Sozialen Arbeit 2016 Bunter Kreis Rheinland Dorotheenweg Bad Neuenahr

2 Inhalt 1. Einleitung Ziele Zielgruppe Grundlage... 5 Modul 1: Case Management in der Sozialmedizinischen Nachsorge... 6 Modul 2: Kommunikation... 7 Modul 3: Sozialrecht... 8 Modul 4: Sozialmedizinische Nachsorge diabeteskranker Kinder Anmeldung... 9 Konzeption Weiterbildungs- und Schulungsangebote 2

3 1. Einleitung Seit 13 Jahren koordiniert der Bunte Kreis Rheinland Sozialmedizinische Nachsorge für zu früh geborene, chronisch kranke und behinderte Kinder und Jugendliche und deren Familien und unterstützt die Familien auf ihrem Weg vom stationären Aufenthalt im Krankenhaus zurück in den Alltag. Unsere erste Kooperation schlossen wir mit der Uni-Kinderklinik in Bonn. Mittlerweile arbeiten wir mit sechs Nachsorgeteams an der Asklepios-Kinderklinik in St. Augustin, an der GFO Klinik, Marienhospital Bonn, dem Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein, Kemper Hof Koblenz, der Uniklinik Köln und dem Klinikum in Leverkusen. Unser Team ist auf 40 Mitarbeiterinnen angewachsen und wir begleiten jährlich ca. 365 Familien, sei es durch die verschiedenen Beratungsangebote, Seminare und Veranstaltungen oder durch die Sozialmedizinische Nachsorge. Durch gesellschaftliche Veränderungen, Änderungen in der Gesetzgebung und neue Methoden in der Arbeit mit Familien besteht der Bedarf, dass die mit Kindern und Familien arbeitenden Fachkräfte Kinderkrankenschwestern, Pädagogen und Sozialpädagogen weiter geschult werden und sich in der Arbeit weiter qualifizieren können. Unser Anspruch mit dem vorliegenden Weiterbildungsprogram ist, die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen unserer Nachsorgeeinrichtung laufend fortzubilden und an aktuellen Themen orientierte Weiterbildungen anzubieten. Die und Fachkräfte bieten wir darüber hinaus mit Seminaren und Informationsveranstaltungen Angebote an, die sich an ihren Bedarfen und den Rückmeldungen der durch die Einrichtung versorgten Familien richten. Konzeption Weiterbildungs- und Schulungsangebote 3

4 2. Ziele Weil es Sinn macht Erfahrungen auszutauschen. Mitarbeiterinnen in Nachsorgeeinrichtungen verfügen über umfangreiche Erfahrungen durch ihre Arbeit mit Kindern, Eltern anderen Fachkräften und Netzwerkpartnern. Unser Ziel ist, dieses Wissen zu bündeln und für die Arbeit in der Nachsorge zu nutzen. Daher wollen wir, dass die Mitarbeiterinnen ihre Arbeit reflektieren und angewandte Methoden untereinander austauschen. Ein wichtiges Anliegen ist die Vernetzung mit anderen Nachsorgeeinrichtungen in Rheinland, NRW und bundesweit. Weil es Sinn macht, die Qualität unserer Arbeit zu sichern. Sozialmedizinische Nachsorge basiert auf der Grundlage des Case Managements. Wir wollen Mitarbeiterinnen in der Nachsorge für die Arbeit qualifizieren und Kenntnisse in pädiatrischer Krankheitslehre, Verhaltensmedizin, Sozialrecht und das Angebot regionaler Dienstleistungsangebote im Sozial- und Gesundheitswesen vermitteln. Weil es Sinn macht, sich zu vernetzen. Es gibt ein breites Angebot an Unterstützung Selbsthilfegruppen, Beratungsstellen, Frühförderstellen, ambulante und stationäre Einrichtungen. Wenn wir das Wissen aller bündeln, bauen wir ein starkes Netzwerk für Familien. Unser Ziel ist, die regionalen Dienstleistungen mit ihren Angeboten für Familien transparent zu machen. 3. Zielgruppe Die Weiterbildungsangebote richten sich an alle Berufsgruppen in der Sozialmedizinischen Nachsorge, vor allem an qualifizierte Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen, Sozialpädagoginnen, Pädagoginnen und Psychologinnen sowie Ärzte. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bunten Kreis Rheinland Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anderer Nachsorgeeinrichtungen Fachpersonal anderer Einrichtungen Konzeption Weiterbildungs- und Schulungsangebote 4

5 4. Grundlage Im Meta-Nachsorgekonzept zur sozialmedizinischen Nachsorge nach 43 Abs. 2 SGB V und optionalen Leistungen eines Bunten Kreises, dem Konsensuspapier der Mitglieder des Bundesverbands Bunter Kreis e.v. und der Gesellschaft für sozialmedizinische Nachsorge in der Pädiatrie e.v. wurden Mindeststandards für die Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einer Nachsorgeeinrichtung festgehalten, dass folgende Qualifikationen für Nachsorgeeinrichtungen bei erneuter Akkreditierung Voraussetzung sind: Berufspraktische Erfahrungen: Aus den Berufsgruppen der Kinder- und Jugendmedizin sowie der Kinderkrankenpflege hat mindestens ein Teammitglied zwei Jahre Vollzeit (oder äquivalent vier Jahre halbtags) berufspraktische Erfahrung in der jeweiligen Berufsgruppe. Zusatzqualifikation: Mindestens eine Person aus dem interdisziplinärem Team hat eine nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Care und Case Management (DGCC) zertifizierte Weiterbildung zum Case Manager erfolgreich abgeschlossen oder zumindest so begonnen, dass sie in den nächsten zwei Jahren abgeschlossen wird. Kenntnisse und Weiterbildung: Darüber hinaus wird sichergestellt, dass die Nachsorgemitarbeiter - bezogen auf die in der Nachsorge zu betreuenden Ziel-gruppen und die jeweilige Berufsgruppenzugehörigkeit - über ausreichende Kenntnisse in pädiatrischer Krankheitslehre, Verhaltensmedizin, Sozialrecht und das Angebot regionaler Dienstleistungsangebote im Sozial- und Gesundheitswesen verfügen. Die Sicherstellung dieser Kenntnisse erfolgt u.a. durch Leistungsnachweise, Fort- und Weiterbildungszertifikate und -bescheinigungen oder praxisbegleitende Schulungs-, Coaching- und Hospitationsangebote. Wir qualifizieren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Sozialmedizinischen Nachsorge mit durch ein internes wie externes Qualifizierungsangebot. Mit den Schulungen erfüllen wir gleichzeitig die Anforderungen an die Re-Akkreditierungsstandards des Bundesverbandes. (vgl.: Aufstellung der Zielstandards zur Re-Akkreditierung, Version 02 vom ) Konzeption Weiterbildungs- und Schulungsangebote 5

6 Modul 1: Case Management in der Sozialmedizinischen Nachsorge Inhalt Chronisch kranke, behinderte und schwerstkranke Kinder und Jugendliche sind durch ihre Krankheit und damit einhergehenden Behinderungen stark belastet. Sozialmedizinische Nachsorge berät und begleitet Familien, damit das Leben zu Hause gelingen kann. Grundlage für die Arbeit der interdisziplinär arbeitenden Fachkräfte ist Case Management. In diesem Modul wird das Handlungskonzept Case Management vorgestellt. Praxisbezogen werden an Fallbeispielen die einzelnen Phasen der Methode besprochen. Darüber hinaus werden Handlungskonzepte für verschiedene Krankheitsbilder skizziert. Im Blickpunkt steht neben der Wissensvermittlung der Erfahrungsaustausch. - Methode Case Management - Begriffsklärung - Phasen des Case Managements auf Fallebene - ganzheitliche Versorgungsansätze - Familienorientierte Beratung - Erfahrungsaustausch Referentin: Leitung Termin Ort Kosten Margarete Reimann, Pflegerische Leitung, Case Managerin (DGCC), Pflegeberaterin Dagmar Kirsche Dienstag, 5. Juli (Beginn 9.30 Uhr) bis Mittwoch 6. Juli 2016 (Ende Uhr) Remagen 200,00 für Externe zzgl. Übernachtung 50,00 /Übernachtungsbeitrag für Mitarbeiter BK Rheinland Konzeption Weiterbildungs- und Schulungsangebote 6

7 Modul 2: Kommunikation Inhalt In der sozialmedizinischen Nachsorge befinden wir uns täglich in unterschiedlichen Gesprächssituationen. Oft sind es nur Kleinigkeiten, die über einen positiven Gesprächsverlauf entscheiden. Eine gelungene Kommunikation bildet neben den beruflichen Fertigkeiten die Basis für erfolgreiche Nachsorge. Aufbau des Moduls In diesem Modul lernen Sie, wie Sie Ihre Kommunikationsfähigkeit verbessern können. Durch die Übungen an praxisnahen Gesprächssituationen erhalten Sie gewinnbringende Impulse für Ihren Arbeitsalltag. Sie erfahren, wie Sie zukünftig Gespräche besser strukturieren und steuern können. Darüber hinaus üben Sie, auch in schwierigen Gesprächssituationen souverän zu agieren. Methoden - Grundlagen der Kommunikation - Rahmenbedingungen eines positiven Gesprächsverlaufs - Gesprächsführungstechniken und strategien - Umgang mit Widerständen und Konflikten - Einladung zum Blickwechsel: Die systemische Sichtweise - Theoretischer Input - Kleingruppenarbeit - Praktische Gesprächsübungen - Reflexion und Feedback - Erfahrungsaustausch - Gemeinsame Erarbeitung von Lösungsansätzen für die Praxis Referentin Catrin Capell Diplom-Sozialpädagogin Termin Donnerstag, 27.Oktober 2016 Ort Kosten Bonn 100,00 für Externe Konzeption Weiterbildungs- und Schulungsangebote 7

8 Modul 3: Sozialrecht Inhalt Die Mitarbeiterinnen in der Nachsorge und interessierte Fachkräfte erhalten einen Einblick in die Sozialgesetzgebung - Sozialgesetzbuch V - Soziale Rechte der Kinder in der Krankenversicherung - Sozialgesetzbuch XI - Soziale Rechte der Kinder in der Pflegeversicherung Ermittlung der Pflegebedürftigkeit, Besonderheiten bei Kindern, Änderungen ab 2017 (Neues Begutachtungs-Assessment) Leistungen in der Pflegeversicherung (Pflegeberatung, Pflegegeld, Verhinderungspflege, Kurzzeitpflege, zusätzliche Betreuungsleistungen, etc., Übergangsregelungen ab 2017, Überführung der Pflegestufen in die neuen Pflegegrade) - Sozialgesetzbücher VIII, IX, XII - Rechte der Kinder in der Eingliederungshilfe Rechtsgrundlagen Eingliederungshilfe nach KJHG (seelische Behinderung, Leistungsansprüche) Eingliederungshilfe nach Sozialhilferecht (wesentliche Behinderung, ambulante und stationäre Leistungen) Schwerbehinderung und Schwerbehindertenausweis Referentin: Frau Corinna Bell, KinderStützPunkt Kinderkrankenschwester und Pflegeberaterin für Kinder und Jugendliche Case Managerin (dgcc) Termin Donnerstag, 1. Dezember 2016 Ort Kosten Bonn 150,00 für Externe Konzeption Weiterbildungs- und Schulungsangebote 8

9 Modul 4: Sozialmedizinische Nachsorge diabeteskranker Kinder Inhalt Themenschwerpunkt ist die Sozialmedizinische Nachsorge bei an Diabetes erkrankten Kindern und Jugendlichen. Wir nehmen an allen Standorten Kinder mit Diabetes in die Nachsorge auf und wollen den Kinderkrankenschwestern dafür das nötige Know-How mitgeben und besprechen, welche Besonderheiten bei der Nachsorge von Kindern mit Diabetes zu beachten sind. - Was ist Diabetes - Umgang mit an Diabetes erkrankten Kindern - Besonderheiten in der Sozialmedizinischen Nachsorge - Fallarbeit - Erfahrungsaustausch Referentin Die Weitbildung wird inhaltlich durch Wilma Dubois gestaltet, sie leitet das Diabetes-Projekt des Bunten Kreises und hat seit vielen Jahren Kinder mit Diabetes begleitet. Sie arbeitet seit Oktober in der Diabetes- Ambulanz der Uniklinik Bonn. Termin 25. April 2016, Uhr Ort: Bunter Kreis Rheinland, Team Bonn, Adenauer Allee 119, Bonn Villa Finkler Konzeption Weiterbildungs- und Schulungsangebote 9

10 5. Anmeldung Informationen zu den Veranstaltungen Für alle Veranstaltungen werden ausführliche Seminarunterlagen erstellt, die alle Informationen zum Veranstaltungsort und die Referentinnen und Referenten enthalten. Die jeweils aktuellste Version des Weiterbildungsprogramms finden Sie auf unsere Homepage Anmeldung Für alle Veranstaltungen können sich Interessierte bei anmelden. Bei Rückfragen wenden Sie sich ebenfalls an Dagmar Kirsche unter der oben genannten - Adresse. Teilnahmegebühr Die Teilnahmegebühr kann unter Angabe der Veranstaltung und dem Namen der Teilnehmenden auf folgendes Konto überwiesen werden: - Volksbank Bonn-Rhein-Sieg IBAN DE BIC GENODED1BRS - Sparkasse KölnBonn IBAN DE BIC COLSDE33XXX Konzeption Weiterbildungs- und Schulungsangebote 10

Häusliche Kinderkrankenpflege e.v. Alte Kasseler Strasse 43 35039 Marburg Tel. 0 64 21. 68 16 06 Fax 0 64 21. 68 61 40

Häusliche Kinderkrankenpflege e.v. Alte Kasseler Strasse 43 35039 Marburg Tel. 0 64 21. 68 16 06 Fax 0 64 21. 68 61 40 Häusliche Kinderkrankenpflege e.v. Alte Kasseler Strasse 43 35039 Marburg Tel. 0 64 21. 68 16 06 Fax 0 64 21. 68 61 40 pf legen Wir sind berufserfahrene Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen beraten

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