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1 »FUTURE MEETING SPACE«Innovationswerkstatt am 28. November 2014 im ZVE»Die digitale Transformation Meet Smarter!«Prof. Dr.-Ing. Wilhelm Bauer Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, Stuttgart Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 1

2 »Nichts ist Heraklit, ca. 500 v. Chr. beständiger als der Wandel.«Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 2

3 Die Arbeits- und Lebenswelt im Wandel Zentrale Treiber der Entwicklungen Ökonomischer Wandel Arbeit der Zukunft Technologischer Wandel Sozio-kultureller Wandel Impulse und Erfordernisse an eine zukünftige Arbeits- und Lebenswelt erwachsen aus vielen Richtungen. Die Arbeit der Zukunft wird anders sein. Ob besser oder schlechter entscheiden wir selbst! Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 3

4 Wie die Digitalisierung unsere Welt verändert E-Banking E-Health Mobile Devices Tablet E-Commerce VoIP-Software Kommunikation Social Media Smartphone s Industrie 4.0 Car2X Open Innovation Cloud Computing Smart Energy Cybercrime Digital Identity IT-Sicherheit Data Analytics Edutainment Webinare Newsletter Suchmaschinen Wikis Websites, Blogs 3D-Simulationen E-Collaboration RSS-Feeds Augmented Reality Big / Smart Data Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 4

5 Megatrend DIGITAL VERNETZTE WELT Internet of Everything GESTERN: IPv4-Standard: 4,3 Milliarden IP-Adressen = 8,4 IP-Adressen pro Quadratkilometer Erdoberfläche Internet der Menschen IN ZUKUNFT: IPv6-Standard 340 Sextillionen IP-Adressen = 667 Billiarden IP-Adressen pro Quadratmillimeter Erdoberfläche Internet der Dinge Internet der Dienste Bildquelle: Bosch Software Innovations 2012 Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 5

6 Die treibenden Kräfte der Entwicklung Vernetzung Internet of Everything Cloud Sensoren Wireless and Mobile Beispiele Soziale Netze Industrie 4.0 Connected Devices/Cars Smart Buildings/Smart City/Smart Grids Smart Mobility/Smart Services Bildquelle: Werner Sobek Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 6

7 Wirtschaftliches Potenzial von Technologien Geschätztes wirtschaftliches Potenzial von Technologien verschiedener Anwendungen in 2025 in Billionen US-Dollar pro Jahr Mobile Internet Automation of knowledge work The Internet of Things Cloud technology Advanced robotics Autonomous and nearautonomous vehicles Next-generation genomics Energy storage D printing Advanced materials Advanced oil and gas exploration and recovery Range of sized potential economic impacts Low High Impact from other potential applications (not sized) Renewable energy Quelle: McKinsey Global Institute analysis, 2013 Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 7

8 Die treibenden Kräfte der Entwicklung Data Based Systems Autonomik Simulation Big Data Analytics Bio-Informatik (extreme learning machines) Selbstlernende Algorithmen Sensordatenintelligenz Beispiele Automatisiertes Fahren Selbstlernende Roboter Leichtbauroboter Sprach-/Gesichtserkennung Lab-on-Chip Drohnen Schwarmintelligenz: 500 Roboter formen»schraubenschlüssel«mensch-maschine-kooperation: Robo-Assistenten stürmen Fabriken Automatisierte Luftfracht: Dronenprototypen zu Lieferzwecken M. Rubestein Harvard University Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 8

9 Die treibenden Kräfte der Entwicklung Ökonomisches Digitale Geschäftsmodelle Open Innovation Sustainability Globale Wertschöpfung Work-Life-Integration Beispiele Collaboration Platforms Customer Experience Platforms Bikesharing/Carsharing/Ridesharing Telework Innovationen in globalen Entwicklungs- und Produktionsnetzwerken auch in virtuellen Unternehmen Customer Experience at DBS Flagship Branch (Singapore) Bildquelle: ubicentrex, Dassault Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 9

10 Die treibenden Kräfte der Entwicklung Soziokulturelles Individualisierung Communities Interdisziplinarität Offene Systeme Diversity Sharing Ökonomie Beispiele Social Communities Start-up Communities Business Portale Co-Working Co-Creation Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 10

11 SMART ENVIRONMENT: Hybride Welt Reale und virtuelle Räume als zwei Seiten einer Medaille Die reale physische Welt Die digitale virtuelle Welt Bildquellen: Google; JeKh - Fotolia.com Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 11

12 Brauchen wir heute noch physische Veranstaltungsräume? 53% 77% 60% der Experten lehnen die These ab, dass die räumliche Nähe von Personen ähnlicher Fachgebiete und Interessen für die Entwicklung von Innovationen massiv an Bedeutung verlieren. Delphi-Studie Arbeitswelten 4.0, Fraunhofer IAO, 2012 der Experten lehnen die These ab, dass Virtuelle Erlebnisse im Internet in Zukunft für die meisten Menschen beeindruckender als das»reale«erlebnis sein werden. Delphi-Studie Arbeitswelten 4.0, Fraunhofer IAO, 2012 der Befragten sehen die fehlende persönliche Kommunikation als Nachteil der virtuellen Zusammenarbeit. Quelle: Comteam Studie 2012 Die ausschließliche virtuelle Kommunikation ist negativ belegt, kann nicht alle unsere Bedarfe abdecken und bietet nicht immer die ideale Plattform. Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 12

13 Wie sieht die Zukunft von Veranstaltungen aus? Man kann es auch anders Bildquelle: businesscoachings.com Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 13

14 Was bedeuten diese Veränderungen für die Veranstaltungsbranche? Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 14

15 Konsequenz #1: Vielfältige Nutzeranforderungen Angebot und Format muss sich an individuellen Anforderungen orientieren Vielfalt und Individualität Individuelle Ansprache und Kommunikation Digital Natives Ältere Menschen als stark wachsende Nutzergruppe Informationen online Zielgruppenorientierung ist nicht mehr ausreichen, sondern es muss auf Individuen eingegangen werden. Mehrwert gegenüber der Informationsbeschaffung online wird erwartet. Bildquellen: erzieherin.de, demografische-chance.de, b4bschwaben.de, stefanieschramm.de, tietge.com, gastspiel.at, static.guim.co.uk Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 15

16 Konsequenz #2: Gebäude werden emotionaler Die reale Welt besteht aus der digitalen und physischen Umwelt. Bedeutung des physischen Erlebens steigt in einer digital-virtuellen Welt Die Sichtbarkeit von IuK-Technologien nimmt ab, aber ihre Bedeutung steigt an (Embedded IT). Smarte Infrastrukturen sind nicht nur digital, sondern auch emotional. Die Bedeutung von Natur und Umwelt für die Leistungsfähigkeit, Kreativität und Stressreduktion wird neu entdeckt. Parkroyal Hotel Pickering, Singapur Smarte Infrastrukturen sind nicht nur sensorgesteuert, prozess-/nutzeradaptiv sie nutzen auch architekturpsychologische Erkenntnisse. Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 16

17 Konsequenz #3: Bandbreite wird Standortfaktor Schnelles Internet wird (mindestens) so wichtig wie klassische Infrastruktur Die Vernetzung erhöht das Datenvolumen und löst erhöhte Anforderungen an die Bandbreite und Geschwindigkeit der Datenübertragung aus. Datenschutz- und Datensicherheitslösungen werden zusätzliche Bandbreite benötigen und die Nachfrage verstärken. Verfügbare Infrastruktur zur standortinternen Datenübertragung wird vorhanden sein und funktionieren. Die größten Gefahren : gestern und heute Kabelgebundene und kabellose Bandbreite wird zum begrenzenden Faktor gerade im ländlichen Raum. Standortfragen werden neu zu klären sein. Neben der Anbindung an Verkehrsträger und der Attraktivität des Standortes wird die digitale Infrastruktur zum Schlüsselfaktor. Bildquellen: salzkotten.de, gulas.sk Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 17

18 Konsequenz #4: nachhaltige Veranstaltungen Ressourcenverknappung und Umweltbewusstsein lassen Gebäude, Konzepte und Logistik nachhaltiger werden Umweltbewusstsein dezentrale Veranstaltungen recyclebar Gebäude umnutzbar Null-/Plus- Energie Carsharing E-Mobility Nachhaltigkeit spart nicht nur Betriebskosten sondern ist ein wichtiges Kriterium für eine wachsende, umweltbewusste Nutzergruppe. Bildquellen: energiemissie.nl, krankenversicherung-trier.de, gute-energie.baywa.de, detail.de, thf-berlin.de, img.morgenpost.de, cdn1.spiegel.de, old.group-global.org Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 18

19 Konsequenz #5: hybride Veranstaltungen Interaktion durch Integration digitaler Medien Erweiterung des physischen Veranstaltungsraums Echtzeitinfos Interaktion, Kommunikation, Partizipation, Kollaboration Mobile Services Livekommunikation Community Building Erfolgreich Veranstaltungen finden nicht nur im physischen oder im virtuellen Raum statt und unterstützen Community Building. Bildquellen: siemens.com, thalys.com, carsharing-blog.de, der-bank-blog.de, blogcdn.com, planyourmeetings.com Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 19

20 Beispiel: a.id Augmented Identity Digitale Erweiterung der physischen Welt Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 20

21 Video: Augmented Identity Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 21

22 Es ist verrückt, die Dinge immer gleich zu machen und dabei auf bessere Ergebnisse zu hoffen. Albert Einstein Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 22

23 noch ein Fingerzeig: Jeder zehnte Deutsche hält in gut zehn Jahren Identifikation per Chipimplantat für denkbar! Quelle: VDI nachrichten, 26. September 2014 Die Digitalisierung erhält menschliche Züge! Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 23

24 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit Prof. Dr.-Ing. Wilhelm Bauer Fraunhofer IAO Nobelstr Stuttgart Tel: Fraunhofer IAO, IAT Universität Stuttgart Seite 24

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