BIP. Land A Land B Land C Kapitaleinheiten Outputmenge

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1 Aufgabe 1 (Typ A) / Aufgabe 8 (Typ B): Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (6 Punkte) a) Nehmen Sie an, in Land A betrug das im Jahr Geldeinheiten und im Jahr Geldeinheiten. Nennen Sie die allgemeine Formel für die Wachstumsrate des und ermitteln Sie diese dann für Land A. Allgemeine Formel: g t t t-1 t-1 A Wachstumsrate für Land A: g , b) Der Wirtschaftsminister von Land A erwartet für die Zukunft ein konstantes Wachstum. Geben Sie zunächst die allgemeine Formel an, mit der man den Zeitraum berechnen kann, der zur Verdoppelung des erforderlich ist. Ermitteln Sie dann die Verdoppelungszeit für Land A. (Konnten Sie Aufgabenteil a) nicht lösen, gehen Sie von einer Wachstumsrate in Höhe von 14% aus.) 70 allgemeine Formel: t Verdoppelung 100 g Verdoppelungszeit: t A Verdoppelu ng 10 Jahre 100 0, bzw. t A Verdoppelu ng 5 Jahre 100 0,14 14 Aufgabe 2 (Typ A) / Aufgabe 7 (Typ B): Produktionsprozess und Produktivität (4,5 Punkte) a) Ermitteln Sie rechnerisch (mit Lösungsweg), in welchem Land der Produktionsfaktor Kapital die höchste Produktivität aufweist. Land A Land B Land C Kapitaleinheiten Outputmenge Land A: 500/200 2,5 Land B: 20/5 4 Land C: 50/40 1,25 Die Produktivität von Kapital ist in Land B am höchsten. b) Welche Inputs fließen außer dem Produktionsfaktor Kapital noch mit in den Produktionsprozess ein? Arbeit, Boden, Technologischer Fortschritt, Vorprodukte Aufgabe 3 (Typ A) / Aufgabe 4 (Typ B): ILO Labor-Force-Konzept (1 Punkt) Nennen Sie ein Kriterium, das eine Person im erwerbsfähigen Alter erfüllen muss, um im Rahmen des Labor-Force-Konzepts der ILO als erwerbstätig eingestuft zu werden. hat in der Berichtswoche wenigstens eine Stunde gegen Bezahlung gearbeitet oder ist selbständig oder arbeitet in einem Betrieb mit, der von einem Familienmitglied geführt wird

2 Aufgabe 4 (Typ A) / Aufgabe 2 (Typ B): Auswirkungen einer Deflation (4 Punkte) Im Zusammenhang mit der derzeitigen Wirtschaftskrise warnen Ökonomen immer wieder vor der Gefahr einer möglichen Deflation. a) Erläutern Sie, welche Folgen eine solche Entwicklung des Preisniveaus für Geld- und Sachwertbesitzer hätte. Das Vermögen von Geldwertbesitzern würde real höher verzinst, als es der Nominalzinssatz angibt, da sich die Realverzinsung aus Nominalzinssatz und Deflationsrate zusammensetzt. Geldwertbesitzer würden demnach von einer Deflation profitieren. Die Preise für Wertgegenstände von Sachwertbesitzern würden sich hingegen entsprechend der Deflationsrate verringern, so dass sich zunächst real keine Wertveränderung ergibt. Investieren jedoch Individuen aufgrund der hohen Realverzinsung zunehmend in Geldvermögen, sinkt die Nachfrage nach Sachvermögen und der (Real-)Preis sinkt. b) Überlegen Sie dann, welche Auswirkungen Unternehmen, die tarifvertraglich entlohnte Arbeitnehmer beschäftigen, sowie diese Arbeiter selbst bei einer Deflation zu erwarten haben. Die Umsätze der Unternehmen verringern sich aufgrund der sinkenden Preise, die aufgrund der Deflation vorherrschen. Gleichzeitig bleiben jedoch die tarifvertraglich fixierten Nominallöhne bis zur nächsten Tarifverhandlung konstant, so dass der Gewinn der Unternehmen sinkt. Die Arbeitnehmer profitieren hingegen bei konstanten Nominallöhnen und sinkendem Preisniveau von einer Zunahme ihrer Reallöhne. Aufgabe 5 (Typ A) / Aufgabe 9 (Typ B): -Deflator (5 Punkte) a) Nehmen Sie an, in einer beispielhaften Volkswirtschaft betrug das nominale im vergangenen Jahr 44 Mrd. Euro und der -Deflator nahm einen Wert von 110 an. Berechnen Sie das reale der betrachteten Volkswirtschaft für das vergangene Jahr. (Lösungsweg angeben!) no min al 44 Mrd. 44 Mrd. Deflator x Mrd. x 110 real b) Erläutern Sie die Bedeutung eines -Deflators in Höhe von 110. Ein -Deflator in Höhe von 110 zeigt, dass das nominale das reale um 10% übersteigt. Diese Differenz ist nicht auf Produktionssteigerungen, sondern allein auf Preissteigerungen zurückzuführen. Aufgabe 6 (Typ A) / Aufgabe 1 (Typ B): Höchst- und Mindestpreise (8,5 Punkte) a) Ermitteln Sie rechnerisch, ob auf einem Markt, der durch die Angebotskurve Q A 5 + ½ P und die Nachfragekurve Q N 20 - ¼ P beschrieben wird, ein Mindestpreis P min 25 wirksam ist. Möglichkeit 1: Gleichsetzen von Q A und Q N, um den GG-Preis zu ermitteln: 5 + ½ P 20 - ¼ P 3 P P * Da P* < P min, ist der Mindestpreis in Höhe von 25 wirksam. Möglichkeit 2: Ermitteln, ob das Angebot die Nachfrage bei P min übersteigt: Q A (P min ) ,5 17,5 Q N (P min ) 20-6,25 13,75

3 Da Q A (P min ) > Q N (P min ) ist der Mindestpreis in Höhe von 25 wirksam. b) Berechnen Sie für einen Markt mit der Angebotskurve Q A P sowie der Nachfragekurve Q N P die Höhe der Überschussnachfrage bei einem wirksamen Höchstpreis P max 50. (Eine Überprüfung der Wirksamkeit ist an dieser Stelle nicht gefordert!) Q N (P max ) - Q A (P max ) (400-50) - ( ) c) Betrachten Sie das folgende Marktbild eines Gütermarktes mit unwirksamen Mindestpreis. Zeichnen Sie in die Grafik eine Verschiebung der Angebots- oder der Nachfragekurve ein, die dazu führt, dass der Mindestpreis wirksam wird. Kennzeichnen Sie dann das neue Marktgleichgewicht. P S 1 Entweder die Verschiebung der Angebotskurve oder die der Nachfragekurve war einzuzeichnen. P* 1 S 2 P min P* 2 D 2 D 1 Q* 2 Q* 1 Q* 2 Q d) Nennen Sie eine mögliche Ursache der von Ihnen in Aufgabenteil c) gewählten Verschiebung der Angebots- oder der Nachfragekurve. Angebotskurve: - Erwartungen, die das Angebot des betrachteten Gut erhöhen - sinkende Inputpreise - technologischer Fortschritt, der die Produktionskosten verringert - Erhöhung der Anzahl der Anbieter Nachfragekurve: - sinkende Preise von Substituten - steigende Preise von Komplementen - Erwartungen, die die Nachfrage nach dem betrachteten Gut verringern - sinkendes Einkommen, wenn das betrachtete ein normales (superiores) Gut ist - steigendes Einkommen, wenn das betrachtete ein inferiores Gut ist - Veränderung des Geschmacks / der Vorlieben in einer Weise, die zu einem Rückgang der Nachfrage nach dem betrachteten Gut führt. - Verringerung der Anzahl der Käufer (eine mögliche Ursache für die entsprechend gewählte Verschiebung war zu nennen)

4 Aufgabe 7 (Typ A) / Aufgabe 3 (Typ B): Größen der VGR (8 Punkte) Gegeben sind folgende volkswirtschaftlichen Größen: Bruttoinlandsprodukt () 1000 Sparen (S) 200 Nettoinvestitionen (I n ) 200 Abschreibungen (D) 100 Verfügbares Einkommen (verf. E.) 550 Nettonationaleinkommen (NNE) 550 Ermitteln Sie auf dieser Basis die folgenden Größen. Geben Sie dabei ihren Rechenweg und das Ergebnis an. a) Nettoinlandsprodukt (NIP) NIP - D b) Außenbeitrag (X-M) C verf. E. - S (X - M) - I br - C - I n - D - C c) Saldo der Primäreinkommen mit der übrigen Welt (Saldo PE) Saldo PE NNE - NIP d) Sind in dem von Ihnen unter c) ermittelten Saldo die geleisteten oder die empfangenen Primäreinkommen größer? gel. PE > empf. PE (da Saldo PE < 0) (Begründung nicht erforderlich) e) Welche Größe benötigen Sie zusätzlich, um das Volkseinkommen ermitteln zu können? Nettoproduktionsabgaben (PA - Z) Aufgabe 8 (Typ A) / Aufgabe 10 (Typ B): Verständnis der VGR (6 Punkte) Geben Sie je eine kurze Erklärung für die folgenden vier an Hand der VGR ermittelten Feststellungen. a) Die Bruttowertschöpfung ist größer als das Bruttoinlandsprodukt. Die Nettogütersteuern sind negativ, d.h. die Gütersubventionen sind übersteigen die Gütersteuern. b) In einer geschlossenen Volkswirtschaft nehmen Konsum und Anlageinvestitionen bei konstantem Bruttoinlandsprodukt zu. Die Vorratsänderungen sinken. c) Das Nettonationaleinkommen sinkt trotz konstanten Arbeitnehmerentgelten und konstanten Unternehmens- und Vermögenseinkommen. Die Nettoproduktionsabgaben sinken. Aufgabe 9 (Typ A) / Aufgabe 5 (Typ B): Größen des Arbeitsmarkts (10 Punkte) Gegeben sind folgende Größen der Arbeitsmarktstatistik. Erwerbspersonen 30 Mio. Selbständige 4 Mio. Arbeitslose (weite Def.) 5 Mio. Stille Reserve 2 Mio. Ermitteln Sie auf dieser Basis die folgenden Größen. Geben Sie dabei ihren Rechenweg und das Ergebnis an. a) Registrierte Arbeitslose reg. AL AL (weite Def.) - SR 5 Mio. - 2 Mio. 3 Mio. b) Arbeitnehmer AN EP - Selbst. - reg. AL 30 Mio. - 4 Mio. - 3 Mio. 23 Mio. oder AN ET - Selbst. 27 Mio. - 4 Mio. 23 Mio.

5 c) Erwerbstätige ET AN + Selbst. 23 Mio. + 4 Mio. 27 Mio. oder ET EP - reg. AL 30 Mio. - 3 Mio. 27 Mio. oder ET EPP - AL (weite Def.) 32 Mio. - 5 Mio. 27 Mio. d) Erwerbspersonenpotenzial EPP ET + AL (weite Def.) 27 Mio. + 5 Mio. 32 Mio. oder EPP EP + SR 30 Mio. + 2 Mio. 32 Mio. oder EPP AN + Selbst. + reg. AL + SR 23 Mio. + 4 Mio. + 3 Mio. + 2 Mio. 32 Mio. oder EPP AN + Selbst. + AL (weite Def.) 23 Mio. + 4 Mio. + 5 Mio. 32 Mio. oder EPP ET + reg. AL + SR 27 Mio. + 3 Mio. + 2 Mio. 32 Mio. e) Standard-Arbeitslosenquote reg. AL 3 Mio. S tan dard ALQ % EP 30Mio. Aufgabe 10 (Typ A) / Aufgabe 6 (Typ B): Absolute Handelsvorteile (7 Punkte) a) Betrachten Sie folgende Tabelle. Gesamtproduktion pro Woche Autos Boote Land A Land B Ermitteln Sie nun, welches Land den absoluten Vorteil bei der Produktion von Autos und Booten besitzt. Autos: Land A Boote: Land A b) Füllen Sie nun die abgebildete Tabelle aus und stellen Sie fest, welches Land den komparativen Vorteil bei der Herstellung von Autos und Booten besitzt. Opportunitätskosten je Auto (in Booten) Boot (in Autos) Land A 3/2 2/3 Land B 2 1/2 Autos: Land A Boote: Land B c) Nehmen Sie an, das Land mit dem komparativen Vorteil im Autobau würde dem Land mit dem komparativen Vorteil im Bootsbau 100 Autos liefern, falls sich beide Länder auf ein Tauschverhältnis einigen können, das sich für beide Handelspartner lohnt. Nennen Sie eine mögliche Anzahl an Booten, die das Land mit dem komparativen Vorteil im Bootsbau dann liefern müsste, damit der Handel zustande kommt. Begründen Sie ihr Ergebnis. mögliche Anzahl an Booten: zwischen 151 und 199 Booten Land A will je Boot weniger als 2/3 Autos aufgeben, da es sonst Boote selbst zu geringeren Kosten produzieren könnte. D.h. wenn es 100 Autos liefert, will es mehr als 150 Boote bekommen (dann ist das Verhältnis von Autos zu Booten kleiner als 2/3 und damit kleiner als die Opportunitätskosten). Land B will je Auto weniger als 2 Boote aufgeben, da es sonst Autos selbst zu geringeren Kosten produzieren könnte. D.h. wenn es 100 Autos bekommt, will es weniger als 200 Boote liefern (dann ist das Verhältnis von Booten zu Autos kleiner als 2 und damit kleiner als die Opportunitätskosten.

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