Die drei??? Band 29 Monsterpilze

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1 Die drei??? Band 29 Monsterpilze Erzähler: Es war gerade mal sieben Uhr, als Justus Jonas müde aus seinem Bett kroch und zum Fenster trottete. Eigentlich konnte ihn nichts aus den Träumen reißen, außer Hunger. Mit einem lauten Gähnen schob er die Gardine beiseite. Von hier aus konnte er den ganzen Schrottplatz überblicken. Plötzlich blieb sein Blick an einem riesigen roten Ball hängen. Er lag direkt unter dem Kirschbaum im Garten. Aber war es wirklich ein Ball? Nein, es sah vielmehr aus wie eine gigantische Kirsche. Größer als ein Fernseher. Verwirrt rieb er sich die Augen. Träumte er etwa immer noch? Niemals! Justus war diesmal ganz sicher: Unter dem Baum lag die größte Kirsche, die die Welt je gesehen hatte. So schnell er konnte, polterte Justus die Treppe herunter. Justus: Aufwachen! Alle aufwachen! Erzähler: Mit einem lauten Knall flog die Schlafzimmertür auf. Tante Mathilda riss erschrocken die Arme hoch und stieß einen so entsetzten Schrei aus, dass Onkel Titus neben ihr vor Schreck aus dem Bett fiel. Mathilda: Um Himmels Willen! Justus, was ist passiert? Brennt das Haus? Titus: Was? Was ist passiert? Justus: Nein. Viel schlimmer. Mathilda: Schlimmer? Justus: Ja, im Garten liegt eine Kirsche, fast so groß wie ein Kühlschrank. Titus: Eine Kirsche? Mathilda: Oh mein Gott! Du bist krank. Du hast Fieber und fantasierst. Titus, ruf sofort Doktor Dreyfuss an!

2 Titus: Ja, ja--- mach ich. Justus: Nein, ich brauch keinen Arzt! Es ist wahr. Los, seht doch selbst! Ein Riesending ist das. Erzähler: Tante Mathilda hörte ihm gar nicht zu, rannte ins Badezimmer und kam mit einem nassen Waschlappen zurück. Mathilda: Hier. Leg dir das auf die Stirn! Es senkt das Fieber. Gleich bekommst du noch ein Zäpfchen. Justus: Zum letzten Mal: Ich habe kein Fieber. Kommt jetzt mit in den Garten und überzeugt euch selbst. Ich bin doch nicht verrückt. Titus: Mathilda, vielleicht sollten wir tun, was er sagt. Am Ende hat er was Falsches gegessen und halluziniert. Justus: Ich halluzucke nicht! Nun kommt endlich! Erzähler: Schließlich folgten die beiden Justus in sicherem Abstand. Im Flur schnappte sich Onkel Titus das Funktelefon und wählte vorsichtshalber die Nummer vom Doktor. Im selben Moment riss Justus die Haustür auf und stellte sich auf die Veranda. Justus: So, da ist sie: Die größte Kirsche der äh eben war sie zumindest noch da. Mathilda: (flüstert) Wir dürfen ihn jetzt nicht aufregen und müssen das Spiel mitmachen. Das könnte sonst zum Schock führen. Titus: Versteh, verstehe (laut)oh ja! Jetzt sehe ich die Kirsche auch. Wirklich ein Mordsding. Mathilda, nun guck dir den dicken Otto an! So etwas hat man nicht alle Tage im Garten liegen. Justus: Aber

3 Mathilda: Eine wirklich tolle Kirsche, Justus, Titus: Wirklich toll. Mathilda: Ich werde gleich einen schönen Kuchen daraus backen. Den essen wir dann gemeinsam mit dem Doktor. Ich rufe ihn gerade an er wird sich bestimmt freuen. Und zum Nachtisch gibt es Wadenwickel und ein Zäpfchen. Titus: Genauso machen wir das. (leise zu Mathilda) der Arzt muss gleich kommen Erzähler: Erschöpft ließ sich Justus auf einen der Korbstühle fallen. Zum ersten Mal in seinem Leben dachte er darüber nach, ob er vielleicht tatsächlich verrückt geworden war. Es dauerte keine zehn Minuten und Doktor Dreyfuss fuhr mit seinem Motorroller auf den Hof. Tante Mathilda hatte ihn schon am Eingang erwartet. Mathilda: Gut, dass Sie so schnell gekommen sind. Wir wissen auch nicht, was mit dem Jungen los ist. Titus: Schnell! Hier lang! Dreyfuss: Nun warten wir s erst einmal ab. Vielleicht hat er einfach nur zu viel Sonne abbekommen! Justus: Nein, ich habe nicht zu viel Sonne bekommen. Ich bin nicht verrückt. Dreyfuss: Guten Morgen, Justus. Das haben wir gleich. Ein bisschen verrückt sind wir doch alle, oder? So, und jetzt mach mal schön ahhh! Justus: Ahhh! Dreyfuss: Prima. Nach Fieber sieht das schon mal nicht aus. Hast du vielleicht gestern zu lange Fernsehen geguckt? Manchmal träumt man ja von solchen Dingen. Ein Film über Riesenspinnen, Riesenpilze oder Riesenkirschen? Justus: Nein, ich hab nur einen Riesenhunger.

4 Mathilda: Hab ich s doch gewusst. Der Junge hat Hunger. Warte, ich hole gleich aus der Küche Kirschkuchen. Titus: Mathilda! Der Junge hat schon genug Kirschen im Kopf. Mach ihm lieber ein Wurstbrot! Erzähler: In diesem Moment kamen Peter und Bob mit ihren Rädern durch die Einfahrt gesaust und blickten verwundert auf den Motorroller. Jeder in der Stadt kannte das knallrote Gefährt von Doktor Dreyfuss. Bob lehnte sein Rad gegen die Veranda. Bob: Was ist passiert? Jemand verletzt? Justus: Nein, die wollen mir nur unbedingt ein Zäpfchen verpassen und mich in die Klapsmühle schicken. Erzähler: Dann berichtete er von der Riesenkirsche. Doch auch seine beiden Freunde wollten ihm nicht so recht glauben. Peter: Just? Du wirst doch jetzt nicht irre? Und das, wo übermorgen endlich die Ferien beginnen. Oder Moment! Na klar, das ist natürlich wieder einer deiner Justus-Witze. Und wir Idioten sind fast drauf reingefallen. Bob: Stimmt doch oder, Just? Justus: Okay, okay, es ist ja alles in Ordnung. Vielleicht habe ich nur ein wenig schlecht geträumt. Kann schon mal passieren bei der Hitze. Mathilda: Na, bitte. Alles halb so schlimm. Träume können einem manchmal dumme Streiche spielen. So, setzt euch! Ich habe Kirschkuchen für alle da. Dreyfuss: Oh, da sage ich auch nicht nein. Ihr Kirschkuchen ist ja in ganz Rocky Beach berühmt. Mathilda: Lasst es euch schmecken! Und wenn ihr schon mal da seid, dann könntet ihr mir eigentlich einen Gefallen tun.

5 Titus: Moment, die Jungs wollten mir eigentlich beim Schrottplatz helfen. Mathilda: Der Schrottplatz kann warten. Kirschen gibt es nur einmal im Jahr und ich brauche dringend noch Mehl und ein paar Eier. Sonst kann ich heute nicht weiter backen. Wartet, ich hole schnell Geld und mache euch zur Sicherheit einen Einkaufszettel. Justus: Oh, Tante Mathilda. Ich glaube, es geht schon wieder los. Mir wird ganz schwarz vor Augen. Ich würde ja gern einkaufen, aber ich fühle mich so Mathilda: Nichts da! Du bist kerngesund. Heute Abend gehst du früh ins Bett und Fernsehen gibt es auch nicht. Wozu habe ich denn den Doktor kommen lassen? Dreyfuss: So, ich fahr dann mal besser. Bei diesen Problemen kann auch kein Arzt helfen. Schönes Wochenende. Justus: Kommt mal mit. Peter: Ja? Bob: Zum Kirschbaum? Justus: Hier! Genau an dieser Stelle lag die Riesenkirsche. Seht mal, der Rasen ist sogar noch etwas platt gedrückt. Bob: Ich seh an der Stelle nur ein kleine normale Kirsche. Peter: Just, das hat nichts zu bedeuten. Der ganze Rasen ist voll mit abgefallenen Kirschen. Nun fang nicht wieder damit an! Justus: Okay, ist schon gut. Lasst uns in die Stadt fahren! Mathilda: Hier, das Geld und der Zettel! Vergesst die Eier nicht! Das Wechselgeld könnt ihr behalten.

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