Betriebs-Check Gesundheit

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1 Betriebs-Check Gesundheit 1. Rahmenbedingungen für Betriebliche Gesundheitsförderung Um die Gesundheit der Mitarbeiter nachhaltig zu fördern, sind bestimmte Rahmenbedingungen erforderlich. Sind Wohlbefinden und Gesundheit der Mitarbeiter zentrales Anliegen in Ihrem Betrieb? (zum Beispiel Berücksichtigung von Gesundheitsaspekten bei Unternehmensentscheidungen, in dem Führungskräfte gesundheitsförderliche Ziele und Werte vorleben oder Ressourcen für Gesundheitsförderung zur Verfügung gestellt werden.) Gibt es in Ihrem Betrieb einen festen Ansprechpartner für Arbeitsschutz, Arbeitsmedizin oder Personalangelegenheiten? Finden in Ihrem Betrieb regelmäßige Treffen zu Gesundheitsfragen oder Fragen der Arbeitssicherheit statt? Werden die Beschäftigten bei Fragen und Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit am Arbeitsplatz informiert und mit einbezogen?

2 2. Daten zur Gesundheit Eine gezielte Betriebliche Gesundheitsförderung setzt die Analyse der betrieblichen Gesundheitslage voraus. Führt Ihr Betrieb eine Fehlzeitenstatistik? Wird in Ihrem Betrieb die Gefährdungsbeurteilung laufend aktualisiert beziehungsweise bei Bedarf geändert? Werden in Ihrem Betrieb regelmäßig betriebsärztliche Untersuchungen durchgeführt? Nutzen Sie externe Unterstützung (zum Beispiel durch Krankenkassen oder Berufsgenossenschaften) zur Analyse von Gesundheitsdaten? Führt Ihr Betrieb regelmäßig Arbeitsplatzbegehungen durch?

3 3. Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung Eine erfolgreiche Betriebliche Gesundheitsförderung muss mit ihren Maßnahmen auf verschiedenen Ebenen von möglichen Ressourcen und Belastungen ansetzen: dem individuellen Verhalten und den betrieblichen Rahmenbedingungen Gesundheitsangebote Gibt es in Ihrem Betrieb Angebote zur Stressbewältigung? Gibt es in Ihrem Betrieb Angebote zur Mitarbeiterführung? Gibt es in Ihrem Betrieb Angebote für gesunde Bewegung? Gibt es in Ihrem Betrieb Angebote zur gesunden Ernährung? Gibt es in Ihrem Betrieb Angebote zum Thema Sucht am Arbeitsplatz?

4 3.2. Arbeitsbedingungen Sind die Arbeitsplätze so gestaltet, dass keine übermäßigen körperlichen Belastungen auftreten (zum Beispiel Einsatz von Hebehilfen)? Sind die Arbeitsplätze so gestaltet, dass besonders starke psychische Belastungen verhindert werden (zum Beispiel Möglichkeiten zum Rückzug)? Sind Arbeitsabläufe so gestaltet, dass keine übermäßigen körperlichen Belastungen auftreten (zum Beispiel durch Arbeitsplatzrotation, Kurzpausensystem)? Sind Arbeitsabläufe so gestaltet, dass besonders starke psychische Belastungen verhindert werden (zum Beispiel durch Kombination von Tätigkeiten mit verschiedenen Anforderungen, ausreichend Unterstützung)? 3.3 Weiterbildungen Gibt es für Mitarbeiter die Möglichkeit neben der fachlichen Weiterbildung auch soziale Kompetenzen weiter zu entwickeln, die für die Arbeit erforderlich sind (zum Beispiel Weiterbildungsangebote zu Themen wie: Führung, Kommunikation, Konfliktbewältigung)?

5 4. Erfolgskontrolle Erfolgskontrollen zeigen, ob Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung die beabsichtige Wirkung erzielen konnten und ob gegebenenfalls weitere Maßnahmen erforderlich sind. Gibt es eine Erfolgsbewertung von Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung im Unternehmen (zum Beispiel durch Befragungen von Mitarbeitern)? Quelle: AOK-Baden-Württemberg Nächste Seite: Auswertung

6 Betriebs-Check Gesundheit Auswertungen 1 7 Fragen mit Ja beantwortet: Ihre Betriebliche Gesundheitsförderung umfasst positive Ansätze. Allein die Tatsache, dass Sie sich mit dem Thema Gesundheit und Gesundheitsförderung beschäftigen, lässt gute Ausgangsvoraussetzungen für den weiteren Ausbau der Betrieblichen Gesundheitsförderung vermuten. Hier noch einige Tipps für Ihre weitere Arbeit: Überzeugen Sie Entscheidungsträger und Meinungsmacher in Ihrem Betrieb von dem Nutzen gesunder und zufriedener Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Dies sind in jedem Fall die Geschäftsführung/Inhaber, wenn vorhanden Betriebsrat und die übrigen Kollegen Setzen Sie sich realistische Ziele, was Sie bspw. in einem Jahr erreicht und aufgebaut haben wollen. Teilen Sie die Aufgaben in kleine Arbeitsschritte auf, die Sie leicht bewältigen können. Verteilen Sie die Aufgaben auf unterschiedliche Zuständigkeiten Fragen mit Ja beantwortet: Die Betriebliche Gesundheitsförderung in Ihrem Betrieb hat bereits viele notwendige Rahmenbedingungen (Strukturen), die für einen Erfolg wichtig sind, erfüllt. Weiter so, Sie sind auf dem richtigen Weg! Ihr Engagement ist eine gute Basis für eine routinemäßige und nachhaltige Etablierung von Gesundheitsförderung in Ihrem Betrieb. Hier noch einige Tipps für Ihre weitere Arbeit: Stellen Sie gemeinsam mit anderen Kolleginnen und Kollegen fest, was Ihnen noch von der ursprünglichen Zielplanung fehlt und wie Sie diese Arbeitsschritte verteilt auf Zuständigkeiten in Ihrem Unternehmen weiter verfolgen können. Versuchen Sie die bereits vorhandenen Strukturen, Prozesse sowie Maßnahmen eingehender in die betriebliche Routine zu überführen (z.b. Gesundheitsthemen als Routinepunkte in Mitarbeiterbesprechungen einzuführen). Nutzen Sie die fundierten und vielfältigen Angebote externer Partner, z.b. der AOK, um die betriebliche Gesundheitsförderung weiter auszubauen und zu institutionalisieren Fragen mit Ja beantwortet: Gesundheit und Arbeitszufriedenheit und damit auch betriebliche Produktivität mit dem Instrument der betrieblichen Gesundheitsförderung zu fördern, ist in Ihrem Betrieb eine Selbstverständlichkeit. Das ist ein großer Erfolg! In der Planung und Umsetzung von Rahmenbedingungen für mehr Gesundheit im Betrieb und konkreten Maßnahmen sind Sie weit fortgeschritten bzw. haben diese nachhaltig im Betrieb verankert.

7 Hier noch einige Tipps für Ihre weitere Arbeit: Diskutieren Sie mit den anderen Kolleginnen und Kollegen, mit welchen Rahmenbedingungen und Maßnahmen Sie welche Erfolge aber auch Probleme hatten. Lassen Sie diese Erfahrungen in den nächsten Maßnahmen und der Gestaltung von betrieblichen Rahmenbedingungen einfließen ( lernende Organisation ). Rühren Sie die Werbetrommel in Ihrem Betrieb mit erfolgreichen Maßnahmen, aber sprechen Sie auch über mögliche Umsetzungsprobleme und beziehen Sie möglichst alle Beschäftigten ein. Hilfreich sind z.b. Informationsveranstaltungen für die Belegschaft, ein Newsletter zum Thema betriebliche Gesundheitsförderung oder regelmäßige Informationen am Schwarzen Brett. Bauen Sie Ihre Außenkontakte aus, indem Sie Ihre positiven Erfahrungen und mögliche Probleme auch z.b. anderen Betrieben darstellen und diese aus Ihren Erfahrungen lernen bzw. Ihnen noch Anregungen geben können (z.b. Aufbau von Netzwerken oder Anschluss an bestehende Netzwerke interessierter Betriebe in der Region). Noch Fragen? Bei Fragen zum Aufbau eines betrieblichen Gesundheitsmanagements oder zur betrieblichen Gesundheitsförderung wenden Sie sich an Michael von Knobloch, Salus HR: oder besuchen Sie unsere Webseite:

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