Brandschutzvorschriften Brandvoraussetzungen Feuerdreieck. Brandschutzvorschriften Brandschutznorm Brandschutznorm 2003

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1 Brandschutzvorschriften Brandvoraussetzungen Feuerdreieck MindMap: 0) Brandschutzvorschriften Brandschutznorm 2003 Brandschutznorm 2003 Für den baulichen Brandschutz ist die Kantonale Brandschutzbehörde (Gebäudeversicherung) zuständig Ziel des baulichen Brandschutzes ist: der Personenschutz der Sachenschutz Ausbreitung verhindern Ein wesentliches Hauptmerkmal der neuen Brandschutzvorschriften ist, dass praktisch nur noch Bauteile mit Prüfnachweis eingesetzt werden dürfen z.b Türen Prüfnachweise beinhalten Prüfversuche und/oder rechnerische Nachweise von akkreditierten Instituten. Nur in Ausnahmefällen wird eine objektbezogene Bewilligung erteilt. Prüfnachweis (Brandschutznorm 2003) Der geforderte Feuerwiderstand eines Bauteils muss nachgewiesen werden können: mit einem erfolgreichen Bestehen einer Brandprüfung mit einem Antrag an die VKF (Vereinigung kantonaler Feuerversicherung) um Erteilung einer Zulassung mit einer Zulassung und einer Erteilung einer VKF-Zulassungsnummer mit einem Eintrag in das Brandschutzregister der VKF Baustoffe sind Stoffe aus denen Bauteile gefertigt werden. z.b. Ton, Gips, Holz, Spanplatten, Duripanel, Beton etc. Baustoffe haben Brandkennziffern, diese entstehen wie folgt: Brandverhalten Zündbarkeit Abbrandgeschwindigkeit Merke: wie geprüft, so ausgeführt MindMap: 1) 1

2 Ermittlung des Brennbarkeitsgrades PRÜFKÖRPER Länge = 160mm Breite = 60mm Dicke = 4mm PRÜFVORGANG Kantenbeflammung mit einer Flammenlänge von 20mm während 15s. Messung der Zeit bis die Flamme die Oberkante erreicht oder erlischt. Klassierung 3 Klassierung 4 Klassierung 5 Baustoffe sind Stoffe aus denen Bauteile gefertigt werden. z.b. Ton, Gips, Holz, Spanplatten, Duripanel, Beton etc. Baustoffe haben Brandkennziffern, diese entstehen wie folgt: Brandverhalten Qualmverhalten Zündbarkeit Abbrandgeschwindigkeit 1&2 äusserst leicht brennb. Licht Absorption Stark 1 Lichtabsorption > 90% Ausbreitung über den ganzen Prüfkörper innerhalb von 5 20 Sekunden. Ausbreitung über den ganzen Prüfkörper erst nach 20 Sekunden. Erreicht den oberen Rand nicht. Erlischt innerhalb von 20 Sekunden. 3 leichtbrennbar 4 mittelbrennbar 5 schwerbrennbar 6q quasi nicht brennbar 6 nicht brennbar Brandkennziffer Brennbarkeitsgrad 5. 2 Qualmgrad Mittel 2 Lichtabsorption 50-90% Schwach 3 Lichtabsorption < 50% Bauteile sind (oft aus mehreren) Baustoffen gefertigte Teile eines Gebäudes. z.b. Wand, Decke, Boden, Fenster, Türe, Treppe etc. Bauteile haben Feuerwiderstandsklassen, die wie folgt entstehen: Abkürzung (EN-Norm) R EI REI Bezeichnung Tragend, Nicht Brandabschnittbildend Nicht tragend, Raumabschliessend Tragend, Raumabschliessend R E I 3 0 b b Brandeinwirkung Von mehreren Seiten Einseitig Einseitig Darstellung der Klassierung Feuerwiderstand in Minuten Stütze oder Träger Wand Decke Zusatzkriterien nbb nichtbrennbare Baustoffe bb brennbare Baustoffe C selbstschliessende Abschlüsse S begrenzte Rauchdurchlässigkeit FLUCHTWEGE Arten: Nutzen: - Fluchtwege Evakuation der im Raum Personen - Raumausgänge Einsatzachse Feuerwehr - Korridore, Balkone Vorschriften: - Treppenanlagen Wand-, Boden- und Grösse Deckenoberflächen ist abhängig von: - Gebäudenutzung müssen nichtbrennbar - Personenbelegung -sein. Geschosslage (BKZ 6q.3) Nicht Tragend, tragend, tragende bildet bildet Wand, einen kei- bildet einen Brandabschnitt. keinen Brandabschnitt. Klassierung = REIR KEINE VORSCHRIFT MindMap: 2) Brandschutzmassnahmen Merkmale: - Aufschäumender Dichtungsstreifen - Brandschutzglas min. 15mm dick. - Kennzeichnungsschild mit Zulassungsnummer - Beschläge aus Stahl (kein Kunststoff, Guss oder Aluminium) - Schwere, dicke Türblätter (keine Wabenmittellagen) Brandschutztüren Vorschriften: -Türen müssen geprüft und zugelassen sein. - Türen müssen so eingebaut werden wie sie geprüft wurden - Türen müssen im VKF Brandschutzregister eingetragen sein - VKF-Zulassungsnummer muss eindeutig erkennbar sein. 30 Minuten Feuerwiderstand ist garantiert. MindMap: 3) 2

3 Türblatt: Voll-Spanplatte, flach gepresst, Dicke 38mm bis 47mm, Rohdichte > 580kg/m 3 Kante: Eiche Massivholz 50x38mm Deckbelag: Hartfaserplatte, tt zweimal 3.2mm bis 4mm Oberfläche: Gestrichen oder Be- lag max. 1.5mm. Metallbelag bis 0.4mm Blendrahmen: Eiche Massivholz, mindestens 85mm x 45mm. 3

4 Rahmenecken: Holzdübel, gestemmt oder geschlitzt, Reaktionsklebstoff (PUR, HF) Band: Paumellenband mit oder ohne Trapezzapfen. Schloss: Dreipunkt Sicherheitsschloss oder Einpunkteinsteckschloss ohne Gussund Kunststoffteile. Schliessblech: Lappenschliessblech aus Stahl oder Edelstahl. Befestigungsmittel Dübellose Direktschrauben. Schrauben in Kunststoffdübel mit Flick- zapfen abgedeckt. 4 Stück vertikal 1 Stück horizontal Anschlag des Blendrahmens Branschutzanschlag hl band. z.b. von Gyso 4

5 Rahmenfalzdichtung z.b. HEBGO 535 in den Ecken auf Gehrung Dämmschichtbildner: Aufschäumstreifen, dreiseitig, in Nut eingeklebt. Bodenanschluss: Zulässig mit Bodensenkdichtung (Planet), Winkelschwelle oder schwellenlos Spanplatte mit Brandschutzausrüstung Beispiel: Pyroply (OSB-Platte) Herstellung wie eine Normalspanplatte feuerhemmende Zusatzstoffe (Salze) binden Sauerstoff Oberflächen der einzelnen Produkte eingefärbt (z.b: rot) Brandkennziffer: 5.3, schwerbrennbar Mauerverkleidungen, Böden, Trennwände, auch im Feuchtbereich mit konventionellen HW-Werkzeugen (wie Spannplatte) Lack, Lasur MindMap: 4) Sasmox Gipsgebundene Spanplatte. Gips ist kurzfaserig und entsprechend brüchig. Die Gipsblatte wird deshalb mit Holzspänen armiert. Die Platte besteht aus 85% Gips und 15% Holz. Mauer- und Installationsverkleidungen, Möbel, Trennwände, Verkleidungen, auch im Feuchtbereich mit konventionellen HW-Werkzeugen (wie Spannplatte) Streichen, Furnieren 5

6 Duripanel Zementgebundene Spanplatte. An sich brüchiger Zement wird mit Holzspänen armiert. Die Platte besteht etwa je zur Hälfte aus Zement und Holz. Mauer- und Installationsverkleidungen, ti id Möbel, Trennwände, auch im Feuchtbereich mit konventionellen HW-Werkzeugen (wie Spannplatte, hohe Werkzeugbeanspruchung, hohe Staubmissionen ) Streichen, Furnieren Fermacell Gipsgebundene Zellulosefaserplatte. Gips ist kurzfaserig und entsprechend brüchig. Die Gipsblatte wird deshalb mit Zellulosefasern armiert. Die Platte besteht aus 85% Gips und 15% Holz. Mauer- und Installationsverkleidungen, gut geeignet für Räume mit wechselnder Luftfeuchtigkeit leicht: ritzen und brechen, sägen, hobeln, bohren, fräsen und schleifen Montage: schrauben, nageln (Stösse Spezialkleber) Streichen, Furnieren Gipskartonplatte (Ridurit) Gips ist kurzfaserig und entsprechend brüchig. Bei der Gipskartonplatte wird der Gips durch Karton verstärkt der auf die Plattenflächen und teilweise auch an die Plattenkanten geklebt wird. Träger- und Stützenverkleidungen, Kabelkanäle, Schachtwände leicht: ritzen und brechen, sägen Montage: schrauben, nageln (Stösse Spezialkleber) Streichen Vermipan Glimmer ist ein Mineral. Er kann geschmolzen und nachher aufgebläht werden. Vermipan besteht aus solchem Blähglimmer (Vermiculit) der mit einem unbrennbaren Klebstoff zu Platten gepresst wird. Brandkennziffer: 6q3 Mauerverkleidungen, Schränke, Türen, Möbel, Trennwände usw. (alle Innenausbauanwendungen) mit konventionellen HW-Werkzeugen (wie Spannplatte, normale Abnützung) Streichen, Kunstharzbeläge, Furnier, Blech, Aluminium 6

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