Geschäftsbericht 2007 Einzelabschluss

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1 07 Geschäftsbericht 2007 Einzelabschluss

2 Sparkassen-Finanzgruppe Bayern Sparkassen-Finanzgruppe Marktführer in Bayern Addierte Bilanzsumme im Bankgeschäft: 576 Mrd. Euro Addiertes aufsichtsrechtliches Eigenkapital (ohne BayernLB): 13,6 Mrd. Euro Addiertes Beitragsvolumen im Versicherungsgeschäft: 5,7 Mrd. Euro Mitarbeiter: BayernLB 75 Sparkassen Versicherungskammer Bayern Konzernbilanzsumme: 416 Mrd. Euro Mitarbeiter: Bank: Konzern: Bayerische Landesbausparkasse Vertragsbestand: 2,0 Mio. Verträge Bausparsumme: 48,6 Mrd. Euro Bayerische Landesbodenkreditanstalt Kreditbestand: 16,1 Mrd. Euro Förderergebnis: Wohnungen Im Konzern der BayernLB u. a. Deutsche Kreditbank AG, Berlin Landesbank Saar, Saarbrücken MKB Bank Zrt, Budapest Banque LBLux S. A., Luxemburg LB(Swiss) Privatbank AG, Zürich Hypo Group Alpe Adria, Österreich sowie eine Vielzahl weiterer Beteiligungen mit Spezialangeboten für Sparkassen Bilanzsumme: 160 Mrd. Euro Mitarbeiter: rd Geschäftsstellen: SB-Zweigstellen: 307 Beratungscenter: 360 Steuerlast: 0,23 Mrd. Euro Kundenkredite: 94 Mrd. Euro Kundeneinlagen: 124 Mrd. Euro Marktverankerung rund 40 Prozent des Mittelstands zwei Drittel des Handwerks jede zweite Existenzgründung Sparkassen-Immobilien Vermittlungs GmbH & Co. KG vermitteltes Volumen: 1,15 Mrd. Euro DekaBank Anteil bay. SKO: 9,6 % inkl. Anteil BayernLB; Konzernbilanzsumme: 106 Mrd. Euro Landesbank Berlin Anteil bayerische Sparkassen: 11,0 % Deutsche Leasing Anteil bayerische Sparkassen: 12,4 % Leasingvolumen: 57 Mrd. Euro Beitragseinnahmen: 5,7 Mrd. Euro Mitarbeiter: Kapitalanlagebestand: 33 Mrd. Euro Größter öffentlicher Versicherer in Deutschland Marktführer in Bayern und der Pfalz Im Konzern der VKB Kompositversicherer Lebensversicherer Krankenversicherer Rückversicherer Sparkassenverband Bayern Verbandsmitglieder: 75 bayerische Sparkassen und deren Träger Anteilseigner und Träger der BayernLB zusammen mit dem Freistaat Bayern Anteilseigner und Träger der Versicherungskammer Bayern

3 BayernLB-Einzelabschluss Überblick Erfolgszahlen nach HGB in Mio. EUR Veränderung in % Zinsüberschuss ,0 Provisionsüberschuss ,4 Verwaltungsaufwendungen ,9 Nettoergebnis aus Finanzgeschäften Operatives Ergebnis (Betriebsergebnis) ,3 Cost-Income-Ratio Eigenkapitalrentabilität (RoE) 45,3 % 4,0 % 52,4 % 13,5 15,7 % 1 74,5 Bilanzzahlen nach HGB in Mio. EUR Veränderung in % Bilanzsumme ,8 Kreditvolumen ,7 Gesamteinlagen ,0 Verbriefte Verbindlichkeiten ,0 Ausgewiesene Eigenmittel ,2 Bankaufsichtsrechtliche Kennzahlen nach KWG (nach Bilanzzahlen) 3 in Mio. EUR Veränderung in % Eigenmittel ,6 Kernkapitalquote 10,0 % 9,3 % 7,5 Eigenmittelquote (Gesamtkennziffer) 14,6 % 12,4 % 17,7 Anzahl aktiver Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Veränderung in % BayernLB ,4 1 Ohne positiven Sondereffekt 2 Geänderte Definition: Forderungen an Kreditinstitute, Forderungen an Kunden, Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungen 3 Werte nur bedingt vergleichbar, da Angaben 2007 gemäß SolvV und 2006 gemäß Grundsatz I

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5 Inhalt 1 Lagebericht Überblick Lage Prognosebericht Risikobericht Jahresabschluss Bilanz Gewinn- und Verlustrechnung Anhang Versicherung der gesetzlichen Vertreter Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Bericht des Verwaltungsrates 82 4 Gremien und Beiräte Generalversammlung Verwaltungsrat Bilanzprüfungsausschuss Treuhänder Sparkassenbeirat Wirtschaftsbeirat

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7 Lagebericht Überblick Lage Prognosebericht Risikobericht

8 6 Lagebericht Überblick Konjunktur Das Wachstum der deutschen Wirtschaft übertraf 2007 mit 2,5 Prozent die Erwartungen zu Jahresbeginn deutlich. Noch einmal gab es starke Impulse von der Ausfuhr und den Unternehmensinvestitionen. Lediglich der private Konsum konnte aufgrund der steuerlichen Mehrbelastungen für die privaten Haushalte insbesondere durch die Anhebung des Regelsatzes der Mehrwertsteuer zu Beginn des Jahres von 16 auf 19 Prozent keinen Beitrag zum wirtschaftlichen Aufschwung leisten. Die schon 2006 erfreuliche Entwicklung am Arbeitsmarkt setzte sich im Berichtsjahr fort: Die Zahl der Erwerbstätigen stieg um fast Personen, die der registrierten Arbeitslosen nahm in der gleichen Größenordnung ab. Nach der Jahresmitte bestimmte die sich abzeichnende Finanzmarktkrise, ausgehend vom amerikanischen Immobilienmarkt, zunehmend das Geschehen. Insbesondere die Finanzmärkte reagierten heftig: Die Aktienkurse brachen ein und die Renditen der als sicher geltenden Staatsanleihen sanken deutlich: So fiel beispielsweise die Verzinsung 10-jähriger Bundesanleihen von knapp 4,7 Prozent im Juli auf 4,0 Prozent im November Bis zum Jahresende erholte sich der Aktienmarkt wieder, da sich die Auswirkungen auf die Konjunktur in den USA und in Deutschland in engen Grenzen zu halten schienen. Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen stieg im Gegenzug zum Jahresultimo auf 4,35 Prozent. Ein nächster Richtungswechsel als Folge der sich erneut verschärfenden Finanzmarktkrise führte allerdings zum Ende des ersten Quartals 2008 abermals zu schwachen Notierungen an den Aktienmärkten, begleitet von nachgebenden Renditen bei Staatsanleihen. Geschäftsmodell und Strategie Die BayernLB ist eine auf Kernregionen fokussierte Bank und positioniert sich über ihre konzernstrategischen Töchter auf wachstumsstarken Retailmärkten. Sie agiert im engen Verbund mit den bayerischen Sparkassen und den übrigen Partnern der Sparkassen-Finanzgruppe. Zentrale Elemente des Geschäftmodells sind: Die BayernLB ist die Zentralbank der bayerischen Sparkassen und wesentlicher Bestandteil der bayerischen Sparkassen-Finanzgruppe. Die Geschäftstätigkeit ist selektiv auf Deutschland und aussichtsreiche Märkte in den europäischen Nachbarstaaten, insbesondere in Mittel- und Südosteuropa, sowie Nordamerika und Asien fokussiert. An ausgewählten Finanzzentren ist die Bank mit Niederlassungen (Hongkong, London, Luxemburg, Mailand, New York, Paris, Shanghai) oder Repräsentanzen vertreten. Ergänzt wird das Auslandsengagement durch ein dichtes Netz von Kooperationen mit führenden Banken weltweit. Die konzernstrategischen Beteiligungen Deutsche Kreditbank AG (DKB), Landesbank Saar (SaarLB), MKB Bank Zrt (MKB), Hypo Alpe-Adria-Bank International AG (HGAA), Banque LBLux S.A. und LB(Swiss) Privatbank AG, sind wesentlicher Bestandteil des BayernLB-Geschäftsmodells. Sie ergänzen die Geschäftstätigkeit vor allem auf wachstumsstarken Retailmärkten.

9 Lagebericht 7 Im Jahr 2007 wurde die Umsetzung des BayernLB-Geschäftsmodells in verschiedenen strategischen Schwerpunkten vorangetrieben: Das Segment Retailbanking erfuhr eine wesentliche Stärkung durch die 2007 erfolgte Mehrheitsbeteiligung an der Hypo Alpe-Adria-Bank International AG, mit Sitz in Klagenfurt. Der BayernLB-Konzern konnte seine bereits gute Position in Mittel- und Südosteuropa weiter ausbauen. Damit wurden die Weichen gestellt, um am Wachstum der aufstrebenden und dynamischen Märkte in dieser Region noch stärker partizipieren und das Retailgeschäft im Konzern entscheidend intensivieren zu können. Diese strategische Ausrichtung wird durch die Aktivitäten der MKB in Ungarn und deren Töchter in Rumänien und Bulgarien optimal ergänzt. Insgesamt wird die Mehrheitsbeteiligung an der HGAA einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Finanzziele der BayernLB leisten. Das internetbasierte Direktbanking konnte durch die DKB weiter ausgebaut werden und hat sich auch 2007 äußerst dynamisch entwickelt: Mit einem Plus von Neukunden wurde das bisher stärkste Wachstum verzeichnet trotz einer verschärften Wettbewerbssituation. Im Kernmarkt Bayern ist die Bank fest verwurzelt und eine treibende Kraft im Firmenkundengeschäft. Im Verbund mit den Sparkassen bietet die BayernLB ihren Kunden ein innovatives und maßgeschneidertes Produkt- und Dienstleistungsangebot. Die individuelle Beratung des Kunden steht dabei im Vordergrund. Aufbauend auf den Ergebnissen einer Firmenkundenstudie wurden Lösungen erarbeitet, die noch stärker auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten sind. So wurde gemeinsam mit Vertretern der bayerischen Sparkassen ein Kreditprozess erarbeitet, der zu einer deutlich schnelleren Kreditentscheidung führt. Im Jahr 2007 wurden Kooperationsabkommen mit der Standard Bank of South Africa, Südafrika, und der Banco Itaú-Gruppe, Brasilien, geschlossen. Ein Schwerpunkt der Kooperation ist die Begleitung deutscher Groß- und Mittelstandskunden im Ausland. Um den Steuerungsprozess in der BayernLB Gruppe zu optimieren und nicht zuletzt mit Blick auf besondere organisatorische Pflichten für Kreditinstitute ( 25a KWG) wurden so genannte Group Boards installiert. Die BayernLB Gruppe hat damit die Voraussetzungen für eine deutlich verbesserte Steuerung der rechtlich selbstständigen konzernstrategischen Beteiligungen geschaffen. Konkretes Beispiel hierfür ist die von den Konzerneinheiten der BayernLB Gruppe gemeinsam erarbeitete und 2007 beschlossene Strategie Erneuerbare Energien. Durch die koordinierten Konzernaktivitäten besteht die große Chance, sich in diesem Wachstumsmarkt zu positionieren und die vorhandenen Marktpotenziale zu heben.

10 8 Lagebericht Beteiligungsportfolio Durch den Abgang von vierzehn und den Zugang von dreizehn Gesellschaften hat sich die Anzahl der direkten Beteiligungen auf 128 Beteiligungen reduziert. Der strategisch bedeutendste Beteiligungszugang war im Oktober 2007 die Hypo Alpe-Adria-Bank International AG, an der die BayernLB zum 31. Dezember 2007 insgesamt 57,31 Prozent hielt. Durch den Kauf dieser konzernstrategischen Beteiligung eröffnet sich der Gruppe ein großes Potenzial in vielversprechenden Zukunftsmärkten Südosteuropas mit dem Schwerpunkt Retailgeschäft. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Zum 31. Dezember 2007 waren in der BayernLB insgesamt Mitarbeiter beschäftigt. Gegenüber dem Vorjahr stieg der Personalstand leicht um 21 Personen an. Im Inland sank die Mitarbeiterzahl um fünf Personen, während sie im Ausland um 26 Personen zunahm. Veränderung der Mitarbeiterzahlen in der BayernLB Veränderung absolut in % Mitarbeiterzahlen am Jahresende in der BayernLB im In- und Ausland davon Inland Ausland davon BayernLB ohne BayernLabo und LBS Bayern BayernLabo LBS Bayern davon Männer Frauen davon Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte ,4 0,1 + 4,8 + 0,8 1,3 1,3 + 0,4 + 0,4 0,7 + 5,5 Durchschnittliche Betriebszugehörigkeit (in Jahren) 14,54 14,08 + 0,46 + 3,3 Durchschnittliches Alter (in Jahren) 41,67 41,09 + 0,58 + 1,4 Als attraktiver Ausbildungsbetrieb konnte die Bank im Jahr 2007 erneut die Anzahl der Nachwuchskräfte erhöhen. Zum 31. Dezember 2007 waren 186 Mitarbeiter in verschiedenen Ausbildungsverhältnissen beschäftigt. Den größten Teil davon bildeten mit 104 Personen die Auszubildenden zum Bankkaufmann bzw. zur Bankkauffrau. Deutlich gestiegen ist die Zahl der Studenten der BayernLB an den Berufsakademien in Heidenheim und Ravensburg und seit 2007 auch an der Hochschule der Sparkassen-Finanzgruppe. Außerdem bereiteten sich im Berichtsjahr 34 Akademiker als Trainees auf ihre zukünftigen Tätigkeiten in der Bank vor.

11 Lagebericht 9 Veränderung der Nachwuchskräfte Veränderung absolut in % Nachwuchskräfte am Jahresende in der BayernLB im In- und Ausland davon Auszubildende zum Bankkaufmann/-frau ,9 7,1 Studenten in einem berufsintegrierten Studiengang an der Berufsakademie ,2 Trainees ,0 Mit 943 Mitarbeitern waren im Berichtsjahr 18,2 Prozent der Mitarbeiter in einer Teilzeitbeschäftigung. Die Quote lag 2001 bei 12,4 Prozent und ist seitdem stetig gestiegen. Dies zeigt, dass die BayernLB ihren Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf leistet. Die auf Arbeitnehmerkündigungen bezogene Fluktuationsquote der Mitarbeiter im Inund Ausland stieg auf 3,0 Prozent an (Vj.: 2,5 Prozent). Gesellschaftliche Verantwortung Die gesellschaftliche Verantwortung ist ein wesentliches Element des öffentlichen Auftrages der BayernLB wurden in den Bereichen Soziales, Bildung & Wissenschaft, Kunst & Kultur sowie Nachhaltigkeitsmanagement zahlreiche Projekte durchgeführt. Soziales Das soziale Engagement richtet sich vor allem an benachteiligte Kinder und Jugendliche sowie Behinderte. Einen zentralen Baustein für die BayernLB bildet die Unterstützung des Hilfsprojekts Sternstunden Wir helfen Kindern. Daneben findet seit mehreren Jahren in der Galerie der BayernLB eine Ausstellung von Kunstwerken statt, die von Schülern und Schülerinnen der Landesschule für Körperbehinderte gemalt und gestaltet werden. Der Erlös aus der Versteigerung kommt dem Projekt Sternstunden und der Landesschule für Körperbehinderte zugute. Die LBS übernimmt seit 2004 Patenschaften für Kindergärten und Schulen in Bayern und stattet sie mit einem international anerkannten Gewaltpräventionsprogramm aus. Darüber hinaus wird in der BayernLB der ehrenamtliche Einsatz der Mitarbeiter in Rettungsdiensten und sozialen Einrichtungen unterstützt.

12 10 Lagebericht Bildung und Wissenschaft Die BayernLB trägt mit ihrem Engagement in Bildung und Wissenschaft einerseits dazu bei, Nachwuchswissenschaftler zu fördern und andererseits die Berufsaussichten schlechter gestellter Menschen zu verbessern. Die Bank stiftet seit mehreren Jahren einen Wissenschaftspreis, der Jungakademiker für praxisnahe Dissertationen und Habilitationen auszeichnet und leistet damit einen Beitrag, Wissenschaft am Standort Deutschland attraktiv und konkurrenzfähig zu halten. Neben dem Wissenschaftspreis trägt die BayernLB auch einen speziellen Wettbewerb für Kliniken aus. Des Weiteren hat sie im letzten Jahr intensiv an der Finanzplatz München Initiative mitgewirkt und ihre Mitarbeit in der Initiative Finanzstandort Deutschland fortgesetzt. Kunst und Kultur Kunst und Kultur werden in der BayernLB mit hohem Einsatz gefördert. Die Bank hat eine eigene Kunstgalerie und macht die Werke namhafter Künstler sowie von Nachwuchskünstlern der Öffentlichkeit zugänglich. Die Kunstförderung der BayernLB konzentriert sich auf die Vergabe von Dauerleihgaben an regionale Einrichtungen sowie die Ausstellung von aktuellen zeitgenössischen Themen und bayerischen Künstlern. Neben bildender Kunst werden auch verschiedene Projekte im musikalischen Bereich unterstützt. Die BayernLB stellt unter anderem dem 1. Geiger der Münchner Philharmonie eine 300 Jahre alte Vollrath-Stradivarius zur Verfügung und sponsert die Darbietung von Musik der Renaissance in der Residenzwoche München. Nachhaltigkeitsmanagement Das 1998 eingeführte Umweltmanagement wurde sukzessive zu einem Nachhaltigkeitsmanagement weiterentwickelt. Im Jahr 2007 hat der Vorstand ein umfassendes Nachhaltigkeitskonzept verabschiedet und damit die große Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit für die BayernLB nochmals hervorgehoben. Mit der konsequenten Umsetzung dieses Nachhaltigkeitskonzeptes kommt die BayernLB nicht nur ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nach, sondern kann darüber hinaus gemeinsam mit ihren Kunden die Marktpotenziale, die sich aus dem Angebot nachhaltiger Finanzprodukte zunehmend ergeben, heben. Die BayernLB hat aber auch die wichtige Rolle der Finanzdienstleistungsbranche bei der Bekämpfung des Klimawandels und die mit dem Klimaschutz verbundenen wirtschaftlichen Möglichkeiten für sich und ihre Kunden rechtzeitig erkannt: Mit der Finanzierung von Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien, dem Handel von Emissionsrechten sowie der Abwicklung von Klimaschutzprojekten durch ihre Tochter Energy & Commodity Services (ECS) bietet die BayernLB ihren Kunden ein breit gefächertes Angebot an Finanzdienstleistungen rund um den Klimaschutz. Ende 2008 wird die BayernLB am Standort München klimaneutral arbeiten. Die BayernLB sucht den konstruktiven Dialog mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik sowie Zivilgesellschaft und bringt ihr Wissen in verschiedenen Initiativen ein. So ist die BayernLB 2007 auf regionaler Ebene dem Klimabündnis der Stadt München beigetreten; auf nationaler Ebene gehört sie seit Oktober 2007 zu den Gründerbanken des Finanzforums Klimawandel, das im Rahmen der Hightech-Strategie zum Klimaschutz durch die Bundesregierung ins Leben gerufen wurde. International engagiert sich die BayernLB bereits seit längerem im Umweltprogramm der Vereinten Nationen.

13 Lagebericht 11 Lage Ertragslage Die BayernLB konnte 2007 den Rohertrag (Summe aus Zins- und Provisionsüberschuss) um 31,3 Prozent steigern. Der Verwaltungsaufwand sank zugleich um 7,9 Prozent, wobei dies primär auf eine ausweisbedingte Verschiebung zurückzuführen ist. Bedingt durch Belastungen aus den Turbulenzen an den Finanzmärkten, die auch mitverantwortlich für das negative Ergebnis aus Finanzgeschäften waren, einem geringeren Saldo der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge sowie einem negativen Bewertungsergebnis, lag das operative Ergebnis mit 559 Mio. Euro unter dem hohen Vorjahreswert ( 50,3 Prozent). Nach Dotation der Gewinnrücklagen in Höhe von 44 Mio. Euro (Vj.: 236 Mio. Euro), wird eine unveränderte Dividende von 7 Prozent auf das Grundkapital gezahlt. Zugelegt hat der Zinsüberschuss, der mit Mio. Euro 43,0 Prozent über dem Wert des Jahres 2006 lag (1.318 Mio. Euro). Positiv beeinflusst wurde der Zinsüberschuss u. a. durch die um rund 300 Mio. Euro höheren Dividenden aus Anteilen an verbundenen Unternehmen sowie die Sonderausschüttung eines assoziierten Unternehmens in Höhe von 120 Mio. Euro. In Anlehnung an die internationalen Rechnungslegungsvorschriften gemäß IAS/IFRS wurde erstmals der Zinsaufwand für die Aufzinsung der Pensionsansprüche (70 Mio. Euro) nicht im Personalaufwand, sondern im Zinsergebnis erfasst. Der Provisionsüberschuss wird für 2007 mit 245 Mio. Euro ausgewiesen. Unter Berücksichtigung eines positiven Einmaleffekts im Vorjahr in Höhe von 58 Mio. Euro ist der Provisionsüberschuss nahezu konstant geblieben (Vj.: 305 Mio. Euro). Auf bereinigter Basis sind insbesondere die Provisionen aus dem Kreditgeschäft erfreulich gestiegen. Rückläufig war das Provisionsergebnis im Effektengeschäft aufgrund geringerer Umsätze und höheren Aufwandes für die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren. Höhere Provisionsaufwendungen belasteten zudem das Kreditkartengeschäft.

14 12 Lagebericht BayernLB in Mio. EUR Veränderung in % Zinsüberschuss ,0 Provisionsüberschuss ,4 Rohertrag ,3 Personalaufwand ,3 Sachaufwand ,1 Verwaltungsaufwand ,9 Nettoergebnis aus Finanzgeschäften Saldo der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge ,9 Risikovorsorge ,5 Bewertungsergebnis Operatives Ergebnis (Betriebsergebnis) ,3 Außerordentliche Aufwendungen Ertragsteuern ,9 Teilgewinnabführung ,2 Jahresüberschuss ,6 Einstellungen in die Gewinnrücklagen ,4 Bilanzgewinn ,1 Durch die erstmalige Erfassung des Aufwandes für die Aufzinsung der Pensionsansprüche im Zinsüberschuss wurde der Verwaltungsaufwand im Berichtsjahr um 70 Mio. Euro entlastet. Der Rückgang des Verwaltungsaufwandes um 78 Mio. Euro auf 913 Mio. Euro erklärt sich vorrangig durch diesen Effekt (Vj.: 991 Mio. Euro). Primär infolge der Angleichung des Ergebnisausweises an IAS 19 ermäßigte sich der Personalaufwand um 78 Mio. Euro auf 467 Mio. Euro (Vj.: 545 Mio. Euro). Die Sachaufwendungen reduzierten sich leicht um 0,1 Prozent auf 446 Mio. Euro. Gestiegene Gebäude kosten sowie der um 6 Mio. Euro auf 36 Mio. Euro gestiegene Aufwand für den Bayerischen Reservefonds konnten insbesondere durch geringere Beratungskosten überkompensiert werden. Das Ergebnis aus Finanzgeschäften in Höhe von 151 Mio. Euro (Vj.: 131 Mio. Euro) war durch Abschreibungen in den Investmentportfolien insbesondere infolge der Finanzmarktkrise sowie durch einen Schadensfall im Aktienbereich geprägt. Ohne Berücksichtigung dieser Sondereffekte wurde ein positives Ergebnis aus laufender Handelstätigkeit erzielt, überwiegend aus dem Handel in Zins- und Energiederivaten sowie in Devisenprodukten. Die im Jahr 2007 gestiegene Nachfrage nach Energie- und Rohstoffprodukten ermöglichte einen erfolgreichen Ausbau des Kundengeschäftes. Im Handelsbestand war ein Anstieg stiller Reserven in Höhe von 83 Mio. Euro zu verzeichnen, der aufgrund des im HGB verankerten Realisationsprinzips nicht GuV-wirksam wurde.

15 Lagebericht 13 Infolge der Auflösung nicht mehr benötigter Rückstellungen wird beim Saldo der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge ein positiver Wert in Höhe von 37 Mio. Euro ausgewiesen. Der Vorjahreswert von 138 Mio. Euro war maßgeblich durch Steuerrückerstattungen geprägt, die seit dem Berichtsjahr im Steueraufwand erfasst werden. Bedingt durch den gestiegenen Zinsüberschuss bei rückläufigen Verwaltungsaufwendungen errechnet sich eine Cost-Income-Ratio (CIR) 1 von 45,3 Prozent (Vj.: 52,4 Prozent). Wie bereits in den beiden Vorjahren erreichte die Nettorisikovorsorge im Kreditbereich (Bonitäts- und Länderrisiken sowie Pauschalwertberichtigungen) einen positiven Wert. Die Bewertung der im Zweckvermögen gebündelten Darlehen führte zu einem Aufwand, der durch eine entsprechende Auflösung von Vorsorgereserven gemäß 340f und 340g HGB kompensiert wurde. Belastet aufgrund des durch die Finanzmarktkrise ausgelösten Abschreibungsbedarfs im Wertpapier-Liquiditätsbestand wurde die Nettozuführung zur Risikovorsorge insgesamt mit 74 Mio. Euro ausgewiesen (Vj.: 104 Mio. Euro). Auch im Jahr 2007 wurden nicht-strategische Beteiligungen veräußert. Die hierbei erzielten Buchgewinne konnten jedoch den durch die Finanzmarktkrise ausgelösten Abschreibungsbedarf auf strukturierte Wertpapierportfolien nicht ausgleichen. Das Bewertungsergebnis in Höhe von 470 Mio. Euro liegt damit rund 800 Mio. Euro unter dem des Jahres Der hohe Vorjahreswert von 328 Mio. Euro resultierte maßgeblich aus der seinerzeitigen Veräußerung der Anteile an der Rennsportserie Formel 1. Bedingt durch die negativen Auswirkungen der Finanzmarktkrise, aber auch durch positive Sondereffekte des Vorjahres, lag das operative Ergebnis (Betriebsergebnis nach Risikovorsorge/Bewertung) in Höhe von 559 Mio. Euro unter dem Vorjahr (1.125 Mio. Euro). Der Rückgang des operativen Ergebnisses zeigt sich auch in der Eigenkapitalrentabilität (RoE) 2, die mit 4,0 Prozent ausgewiesen wird (Vj.: 15,7 Prozent). Der Ertragsteueraufwand stieg um 35 Mio. Euro auf 182 Mio. Euro. Durch das Unternehmensteuerreformgesetz 2008 wurde u. a. der Körperschaftsteuersatz zum 1. Januar 2008 auf 15 Prozent gesenkt. Die hierdurch erforderliche Neubewertung der latenten Steuern führte bei einem insgesamt aktivischen Saldo zu einem niedrigeren Wertansatz, der im Ergebnis zu einem nennenswerten zusätzlichen Ertragsteueraufwand führte. Der aktivische Saldo ging von 416 Mio. Euro (2006) auf 331 Mio. Euro zum Jahresultimo 2007 zurück. Durch Fälligkeiten haben sich die Einlagen stiller Gesellschafter ermäßigt. Hierdurch bedingt ist die Teilgewinnabführung ebenfalls leicht gesunken ( 5,2 Prozent auf 207 Mio. Euro). 1 Verwaltungsaufwand/Erträge aus dem operativen Bankgeschäft 2 RoE = Operatives Ergebnis Teilgewinnabführung + Veränderung Fonds für allgemeine Bankrisiken/durchschnittliches, maßgebliches bilanzielles Eigenkapital Bilanzgewinn + durchschnittlicher Fonds für allgemeine Bankrisiken.

16 14 Lagebericht Der Jahresüberschuss liegt mit 170 Mio. Euro um 188 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. Den Gewinnrücklagen wurden 44 Mio. Euro zugeführt (Vj.: 236 Mio. Euro). Für das Geschäftsjahr 2007 wird eine unveränderte Dividende in Höhe von 7 Prozent auf das Grundkapital gezahlt, die dem Bilanzgewinn in Höhe von 126 Mio. Euro entspricht (Vj.: 122 Mio. Euro). Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme stieg per Ende 2007 um 12,8 Prozent auf 330,9 Mrd Euro. Maßgeblich beeinflusst wurde der Anstieg von der Finanzmarktkrise, da mit deren Beginn Mitte 2007 der Liquiditätssicherung und -bevorratung eine besondere Bedeutung zukam. Durch die getroffenen Maßnahmen war die BayernLB unverändert jederzeit in der Lage, ihren Verpflichtungen uneingeschränkt nachzukommen. BayernLB in Mrd. EUR Veränderung in % Bilanzsumme 330,9 293,2 12,8 Geschäftsvolumen 408,1 375,9 8,6 Mit einem Zuwachs von 8,6 Prozent auf 408,1 Mrd. Euro erhöhte sich das Geschäftsvolumen (Bilanzsumme zuzüglich Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen sowie unwiderrufliche Kreditzusagen) etwas weniger als die Bilanzsumme. Aktivgeschäft BayernLB in Mrd. EUR Veränderung in % Forderungen an Kreditinstitute 126,5 113,2 11,8 davon Sparkassen 15,5 15,8 1,3 Forderungen an Kunden 97,0 85,8 13,0 Wertpapiere 85,3 76,7 11,2 Kreditvolumen* 245,7 216,0 13,7 * Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden zzgl. Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungen Die Forderungen an Kreditinstitute haben sich per Ende 2007 um 11,8 Prozent auf 126,5 Mrd. Euro erhöht. Die Mittel wurden primär kurzfristig angelegt. Vom Zuwachs der um 13,3 Mrd. Euro gestiegenen Forderungen an Kreditinstitute entfielen 9,7 Mrd. Euro auf täglich fällige Forderungen. Auch der Anstieg der Forderungen an Kunden (um 11,2 Mrd. Euro auf 97,0 Mrd. Euro) ist überwiegend auf kurzfristige Ausleihungen zurückzuführen. 7,1 Mrd. Euro des Zuwachses entfallen auf den Laufzeitbereich bis drei Monate.

17 Lagebericht 15 Der um 8,6 Mrd. Euro auf 85,3 Mrd. Euro erhöhte Wertpapierbestand setzt sich überwiegend aus Anleihen und Schuldverschreibungen zusammen. Der Anstieg resultiert maßgeblich aus dem Ankauf von Wertpapieren der bankeigenen Conduits im Nominalwert von 4,5 Mrd. Euro sowie dem Kauf von ABCPs, die von den Conduits emittiert wurden (Nominal 1,8 Mrd. Euro). Aktien und Investmentanteile wurden von 4,8 Mrd. Euro auf 1,0 Mrd. Euro reduziert. Zum 1. Januar 2007 wurden Wertpapiere der Liquiditätsreserve mit einem Buchwert von 37,5 Mrd. Euro in den Bestand der wie Anlagevermögen bewerteten Wertpapiere (Anlagebestand) umgewidmet. Die BayernLB hat nunmehr die Absicht, diese Papiere dauerhaft zu halten. Die Bewertung dieses Bestandes erfolgt zum gemilderten Niederstwert. Die Wertschwankungen wurden als nicht dauerhaft eingeschätzt; grundsätzlich wird mit der vollständigen Rückzahlung der Wertpapiere bei Fälligkeit gerechnet. Für bonitätsinduzierte Wertminderungen wurden entsprechende Abschreibungen vorgenommen. Aus Gründen der Einheitlichkeit der Bewertung wird ab dem Geschäftsjahr 2007 der gesamte Anlagebestand zum gemilderten Niederstwert bewertet. Zum Bilanzstichtag waren insgesamt Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere mit einem Buchwert von 47,4 Mrd. Euro (Vj.: 4,8 Mrd. Euro) zum gemilderten Niederstwert angesetzt, der beizulegende Zeitwert dieser Bestände belief sich auf 46,3 Mrd. Euro (Vj.: 4,7 Mrd. Euro). Insbesondere durch den Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an der Hypo Alpe-Adria- Bank International AG (HGAA) ist der Buchwert der Anteile an verbundenen Unternehmen um 2,8 Mrd. Euro auf 5,4 Mrd. Euro gestiegen. Nach dem Erwerb der Beteiligung hat sich die BayernLB im Dezember 2007 an einer Kapitalerhöhung überproportional beteiligt, sodass sie zum 31. Dezember ,31 Prozent an der HGAA hielt. Das Nominalvolumen der derivativen Geschäfte hat sich um 5,9 Prozent auf Mrd. Euro ermäßigt. Der Rückgang betrifft insbesondere Zinsderivate, in geringem Umfang auch Währungsderivate sowie Aktien- und Indexderivate. Gestiegen sind die Kreditderivate, sowohl auf der Sicherungsnehmer als auch -geberseite. Refinanzierung BayernLB in Mrd. EUR Veränderung in % Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 128,0 101,4 26,2 davon Sparkassen 14,9 9,3 61,2 Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 60,3 56,8 6,0 Verbriefte Verbindlichkeiten 106,6 102,5 4,0 Die Mittelaufnahmen bei allen in der Tabelle dargestellten wesentlichen Refinanzierungsquellen sind im Berichtsjahr gestiegen. Mit 26,6 Mrd. Euro sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten absolut am stärksten gewachsen. Die hierin enthaltenen Verbindlichkeiten gegenüber angeschlossenen Sparkassen nahmen um 61,2 Prozent bzw. 5,6 Mrd. Euro zu, was den starken Zusammenhalt in der Sparkassen-Finanzgruppe unterstreicht.

18 16 Lagebericht Der Zuwachs der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 26,2 Prozent auf 128,0 Mrd. Euro entfällt überwiegend auf den Laufzeitenbereich bis einschließlich drei Monate. Reduzierungen im Bereich über drei Monate bis ein Jahr um 4,4 Mrd. Euro steht ein Aufbau bei den über ein Jahr laufenden Verbindlichkeiten um 2,7 Mrd. Euro gegenüber. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden stiegen um 6 Prozent auf 60,3 Mrd. Euro. Inländische institutionelle Anleger und Unternehmen haben ihre Einlagen um 2,1 Mrd. Euro erhöht; um weitere 1,4 Mrd. Euro stiegen die Anlagen der öffentlichen Haushalte im Inland. Die Öffentlichen Pfandbriefe und Hypothekenpfandbriefe der BayernLB verfügen unverändert über ein AAA-Rating der Ratingagenturen Standard & Poor s, Moody s und Fitch. Unter Mitführung der BayernLB hat die BayernLabo 2007 ihre Debüt-Anleihe über 750 Mio. Euro begeben. Unter der Marke BayernLB Select wurden zahlreiche Bonus-Zertifikate und weitere innovative und maßgeschneiderte Anlageprodukte emittiert. Insgesamt stiegen die verbrieften Verbindlichkeiten um 4 Prozent bzw. 4,1 Mrd. Euro auf 106,6 Mrd. Euro. Das Wachstum erforderte auch eine Stärkung der aufsichtlichen Eigenmittel. Die nachrangigen Verbindlichkeiten stiegen von 4,2 Mrd. Euro um 3,1 Mrd. Euro auf 7,3 Mrd. Euro. Hierin enthalten ist eine 850 Mio. US-Dollar Hybridkapitaltransaktion, mit der auf Gruppenebene Kernkapital geschaffen wurde. Unverändert starke Kapitalausstattung Leicht verringert wird das bilanzielle Eigenkapital mit 9,6 Mrd. Euro ausgewiesen. Der Zuführung zu den Gewinnrücklagen in Höhe von 44 Mio. Euro steht eine Reduzierung durch fällig gewordene Einlagen stiller Gesellschafter von 184 Mio. Euro gegenüber. Bankaufsichtsrechtliche Kennzahlen* nach KWG Die Risikopositionen wurden zum 31. Dezember 2007 auf Basis der Solvabilitätsverordnung (SolvV) ermittelt. Die Kernkapitalquote betrug hiernach 10,0 Prozent (Vj.: 9,3 Prozent), die Eigenmittelquote 14,6 Prozent (Vj.: 12,4 Prozent). Die gestiegenen Kapitalquoten sind auf eine Entlastung bei den Risikopositionen aufgrund des geänderten Berechnungsschemas nach SolvV zurückzuführen. Aus diesem Grund sind die Werte nicht unmittelbar vergleichbar. BayernLB in Mrd. EUR Risikopositionen gemäß Grundsatz I (2006) bzw. Solvabilitätsverordnung (2007) 121,2 127,3 Eigenmittel davon Kernkapital 17,6 9,3 15,8 9,6 Eigenmittelquote (Gesamtkennziffer) 14,6 % 12,4 % Kernkapitalquote 10,0 % 9,3 % * auf Basis der aufgestellten Jahresabschlüsse.

19 Lagebericht 17 Prognosebericht Die im Folgenden dargelegten Prognosen über die Entwicklung der BayernLB in den Jahren 2008 und 2009 können wesentlich von den tatsächlichen Ergebnissen abweichen, wenn eine der nachfolgend genannten oder andere Unsicherheiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen. Die BayernLB übernimmt keine Verpflichtung, die Prognosen angesichts neuer Informationen oder künftiger Ereignisse im Prognosezeitraum zu aktualisieren. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Finanzmarktkrise, die im Sommer 2007 ausgehend vom amerikanischen Immobilienmarkt rasch auf Europa übergesprungen war und neben den unmittelbar betroffenen ABS-Papieren zahlreiche andere Asset-Klassen und Märkte infiziert hatte, wird auch das Geschäftsjahr 2008 prägen. Der Einfluss der Finanzmarktkrise auf die Industriebranchen ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht verlässlich abzuschätzen. Generell ist die Realwirtschaft aber nicht so stark von den Turbulenzen an den Kapitalmärkten beeinflusst, wie dies für Finanzinstitute zutrifft. Die anhaltende Dynamik der deutschen Industrie resultiert nicht zuletzt aus dem international wettbewerbsfähigen Produktangebot beispielsweise des Maschinen- und Anlagenbaus sowie der guten Positionierung in den stark wachsenden Regionen. Die höchsten Zuwachsraten der Warenausfuhr werden inzwischen nicht mehr in den klassischen Industrieländern einschließlich der USA erzielt sondern in jenen Ländern, die am stärksten von der Hausse an den Rohstoffmärkten profitieren. Trotz dieser stabilisierenden Effekte würde eine tiefe Rezession in den USA erhebliche negative Auswirkungen auf die europäische und die deutsche Wirtschaft haben. Insbesondere könnte eine lang anhaltende Finanzmarktkrise zu einer deutlichen Verschärfung der Kreditvergabestandards der Banken und einer erheblichen Margenausweitung führen (Credit Crunch). Im Frühjahr 2008 ist aber davon auszugehen, dass die Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf die europäische und vor allem auf die exportgetriebene deutsche Industrie begrenzt bleiben. Demgegenüber wird die Konjunktur in den USA als Folge der durch die Finanzmarktkrise bedingten Zurückhaltung der US-Verbraucher zumindest in der ersten Jahreshälfte deutlich an Schwung verlieren. Die deutsche Wirtschaft wird 2008 mit gut 1,5 Prozent spürbar schwächer expandieren als 2007 (2,5 Prozent). Dies geht vor allem auf eine zu erwartende Verlangsamung der Exportdynamik und der Unternehmensinvestitionen zurück. Dem steht bei einem voraussichtlichen Anstieg des verfügbaren Einkommens der privaten Haushalte um 3 Prozent ein real steigender privater Verbrauch gegenüber. Der Beitrag des privaten Konsums könnte 2008 noch größer sein, wenn nicht eine deutlich anziehende Teuerung die Kaufkraft der Einkommen schmälern würde. Die anhaltend positive Arbeitsmarktentwicklung wird sich positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung auswirken.

20 18 Lagebericht Nach Überwindung der rezessiven Phase in den USA und der Entspannung an den Finanzmärkten besteht 2009 die Chance, wieder an das kräftige Wachstumstempo der Jahre 2006/07 anzuknüpfen. Die Kapitalmärkte werden bis weit in das Jahr 2008 hinein von den Auswirkungen der Finanzmarktkrise geprägt sein, was zu vergleichsweise niedrigen oder zeitweise fallenden Renditen von Staatsanleihen Folge von Rezessionsfurcht, Leitzinssenkungserwartungen sowie einer Flucht in die Qualität und größeren Ausschlägen an den Aktienmärkten führen könnte. Sofern sich aber die Erwartung bestätigt, dass der Aufschwung in Deutschland bzw. in Westeuropa 2008 lediglich unterbrochen wird, könnten die Renditen im späteren Jahresverlauf wieder anziehen und die Aktienmärkte können an die positiven Trends der letzten Jahre anknüpfen, wenn auch weniger dynamisch. Ertrags- und Liquiditätslage Von entscheidender Bedeutung für die Gesamtergebnissituation im Jahr 2008 wird die weitere Entwicklung an den nationalen und internationalen Finanzmärkten sein. Wenngleich diese externen Rahmenbedingungen derzeit nicht verlässlich prognostizierbar sind, zeigen die ersten Monate des Jahres 2008, dass sich die krisenhafte Entwicklung aus dem zweiten Halbjahr 2007 fortsetzt bzw. sogar noch verschärft hat. Durch die gestiegenen Refinanzierungsaufwendungen wird der Zinsüberschuss belastet, sodass für 2008 von insgesamt reduzierten Erträgen ausgegangen werden muss. Die für das ungedeckte Funding im Jahr 2008 erwarteten Spreadaufschläge liegen insbesondere für Emissionsabsätze über die MTN-Programme oder im Benchmarkemissions-Segment deutlich über den Preisen des Jahres Zwar werden durch entsprechende Steuerungssysteme die höheren Beschaffungspreise für Liquidität in der Kundenkalkulation des Aktivgeschäftes berücksichtigt, eine vollständige Überwälzung ist jedoch nicht zu erwarten. Die BayernLB rechnet für 2008 zunächst mit weiteren Marktwertverlusten im konzernweiten ABS-Wertpapier-Portfolio, wobei ab dem 3. Quartal mit einer Stabilisierung gerechnet wird. Positiv wird dabei zu Buche schlagen, dass sich wesentliche Teile des BayernLB Portfolios aufgrund des hohen Anteils an AAA-Tranchen amortisieren; dabei wird erwartet, dass in den nächsten drei Jahren durch Fälligkeiten und Tilgungen etwa ein Drittel des Portfolios zurückgeführt wird. Zukünftige potenzielle Wertschwankungen der ABS-Investments der BayernLB können angesichts der Marktwertschwankungen heute allerdings nicht seriös abgeschätzt werden. Bei weiteren deutlichen Kursabschwüngen würde jedoch auch die BayernLB erheblich betroffen sein. Die BayernLB arbeitet in diesem Zusammenhang proaktiv an einer Lösung, mit deren Hilfe sie sich den Marktverwerfungen im Umfeld der ABS- Märkte und den hiermit verbundenen Schwankungen im Eigenkapital und in der GuV-Rechnung zumindest teilweise entziehen könnte werden normalisierte Verhältnisse erwartet mit der Folge, dass auch die Erträge wieder steigen werden. Die Umsetzung strategischer Initiativen im Rahmen der Fortentwicklung des Geschäftsmodells sowie die Neuausrichtung des Geschäftsfeldes

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