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1 Verständlich schreiben Ein Genie kann alles A ansprechend K kurz G gegliedert E einfach

2 Einfach schreiben Wortwahl: geläufige Wörter verwenden, Fremdwörter erklären konkrete Wörter wählen, abstrakte Wörter vermeiden Handlungen mit Verben ausdrücken Satzbau: ein Gedanke, ein Satz weite Satzklammern vermeiden Hauptwörter und ihre Artikel nicht zu weit voneinander trennen Täter benennen, Aktiv bevorzugen Einfach und klar sollte die Sprache sein, denn kein Leser hat Lust, etwas zwei Mal zu lesen. Einfachheit meint einerseits die Wortwahl, anderseits den Satzbau.

3 Kurz schreiben Füllwörter streichen Floskeln vermeiden Unnützes streichen Beispiel: zu diesem Zeitpunkt = jetzt zu einem späteren Zeitpunkt = später Vorsicht mit Adjektiven! Auch Kürze macht Texte verständlicher. Dabei gilt: So kurz wie möglich, aber so lang wie nötig! Wenn kein Platz mehr da ist, etwas Kompliziertes auch zu erklären, sollte das Komplizierte lieber weglassen werden.

4 Übung: Kurz schreiben Es ist ein Ding der Unmöglichkeit, dass die meisten Menschen in unserem Wohnhaus, ihren Müll nicht trennen. In der heutigen Zeit weiß echt jeder, dass verschiedene Mülltonnen auch verschieden befüllt werden sollten. Auf den Kartons von weißer Milch klebt ein Grüner Punkt. Selbstredend müssen sie in der gelben Recycling-Tonne verschwinden. Irgendwie muss sich da was ändern! unmöglich heutzutage/heute (Oxymoron)

5 Gegliedert schreiben Die inhaltliche Struktur des Textes sollte schon äußerlich sichtbar sein. inhaltlich: Informationen in der richtigen Reihenfolge anbieten Sätze müssen sich sinnvoll aufeinander beziehen optisch: Struktur sollte schon äußerlich sichtbar sein (Überschriften, Absätze, Tabellen usw.) Wichtiges von weniger Wichtigem unterscheiden

6 Ansprechend schreiben Zitate benutzen Vergleiche einbauen Zahlen plastisch machen konkrete Beispiele nennen Fragen stellen (die man auch beantworten muss) Es gibt keine festen Regeln, um ansprechend zu schreiben. In einer Reportage gibt es mehr ansprechende Zusätze als in einer Meldung. Von der Textart, aber auch von den Lesern hängt ab, wie viele Zusätze man benutzen sollte.

7 Die Einstiege W-Einstieg: Hier zählen Fakten. Was ist wichtig? Wer tut was, wann und wo? Z-Einstieg: Einstieg mit einem Zitat. Die Leser fühlen sich direkt angesprochen. F-Einstieg: Mit einer Frage als Einstieg setzen sich die Leser direkt auseinander und lesen weiter, um die Antwort zu erhalten. S-Einstieg: Der Einstieg mit einer anschaulichen Szene lässt einen Film im Kopf des Lesers ablaufen. Das ist besonders anschaulich. P-Einstieg: Mit Hilfe eines provokanten Einstieges ruft der Autor Empörung beim Leser hervor und provoziert ihn, weiter zu lesen.

8 Journalistische Darstellungsformen

9 Darstellungsformen: Meldung knappe und sachliche Information das Wichtigste und Neueste steht am Anfang Antworten auf W-Fragen Kläre alle W-Fragen, die für das Verständnis nötig sind: Was ist geschehen? Wer war beteiligt? Wo geschah es? Wann geschah es? Wie geschah es? Warum geschah es? Woher stammen die Informationen?

10 Darstellungsformen: Bericht ausführlicher als Meldung vermittelt Zusammenhänge, Vorgeschichte und Hintergründe enthält Zitate der handelnden Personen Einen Bericht, der mit einer kleinen szenischen Beschreibung oder einem Beispiel beginnt, nennt man angefeatureter Bericht.

11 Darstellungsformen: Reportage persönlich gefärbter Erlebnisbericht subjektiv, aber nicht Kommentierend liefert die wesentlichen Informationen hält den Leser den ganzen Text über bei der Stange Die Reportage ist meist länger als ein Bericht. Die Informationen sollen so verteilt sein, dass der Leser den ganzen Artikel hindurch das Gefühl hat, etwas Neues zu erfahren.

12 Darstellungsformen: Kommentar Journalist sagt seine Meinung aktuelle Ereignisse werden interpretiert und bewertet kurz, zielsicher, genau und klar gegliedert Die Glosse nimmt bissigironisch zu Tagesereignissen Stellung. Sie ist meist kürzer als der Kommentar und konzentriert sich meist nur auf einen Aspekt. Darstellungsformen: Glosse kurz gefasster, poinierter Kommentar behandelt ernste und weniger ernste Themen Stilmittel sind Ironie, Sprachspiele und Übertreibung

13 Darstellungsformen: Interview Aussagen des Gesprächspartners stehen im Mittelpunkt häufig als Ergänzung zum Bericht gibt ein Gespräch in wörtlicher Rede wieder Achtung: wörtliche Interviews müssen autorisiert werden, wenn die befragte Person dies wünscht! Das Frage-Antwort-Interview bietet sich vor allem an, wenn Argumentation und Ausdrucksweise des Gesprächspartners wichtig sind. Die Aussagen müssen wortgetreu wiedergegeben werden; Versprecher und unvollständige Sätze werden jedoch meist korrigiert.

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