2 Vortrag oder Präsentation: Wo liegt der Unterschied?

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1 Die Präsentation 1 Was ist eine Präsentation? Eine oder mehrere Personen stellen für eine Zielgruppe ausgewählte Inhalte (Sachaussagen oder Produkte) vor. Ziel ist es, diese Zielgruppe zu informieren und zu überzeugen. Die Darstellung wird unterstützt durch bildhafte Mittel. An die Darstellung schließt sich eine Fragerunde und oder eine Diskussion an. 2 Vortrag oder Präsentation: Wo liegt der Unterschied? Ein Vortrag informiert, vermittelt Wissen. Eine Präsentation informiert, vermittelt Wissen und will beeindrucken, beeinflussen, überzeugen, will den Auftraggeber einen Nutzen verkaufen. Manchmal sind die Grenzen fließend. 3 Aufbau der Präsentation 1 Eröffnung - Begrüßung 2 Wert für die Zuhörer - Was haben die Zuhörenden von der Präsentation? 3 Darstellung des Themas: - Präsentationsziel 4 Argumentation - Begründung, Beweis 5 Abschluss - Zusammenfassung - Fragen, Diskussion - Dank 4 Vier Kategorien der Beurteilung einer Projektarbeit im Team 4.1 Dokumentation ausschlaggebend für die Bewertung der Dokumentation sind: - Aufbau - Inhalt

2 - Verständlichkeit - Literaturverzeichnis (siehe auch: Die schriftliche Arbeit ) 4.2 Präsentation ausschlaggebend für die Bewertung der Präsentation sind: - Einleitung, Einstieg - Kontakt zum Zuhörer, Interaktion - fachliche Verständlichkeit - Medieneinsatz - Sicherheit - Persönlicher Stil - Akustische Verständlichkeit - Mimik, Gestik - Gesamteindruck 4.3 Kolloquium ausschlaggebend für die Bewertung des Kolloquiums sind: - Kritikfähigkeit - Argumentationssicherheit - Identifikation mit der Aufgabe - Allgemeine Reflexionsfähigkeit - Gesamteindruck 4.4 Prozessbeurteilung Für die Prozessbeurteilung werden Selbsteinschätzung, Gruppeneinschätzung und Lehrereinschätzung berücksichtigt. Folgende Kriterien werden dafür herangezogen: Kooperationsfähigkeit: - kann anderen zuhören - ist zur Zusammenarbeit mit Partnern in der Gruppe bereit - arbeitet an gemeinsamen Planungen mit - hält sich an vorgegebene Regeln

3 4.4.2 Selbständigkeit: - kann Anregungen aufnehmen und umsetzen - ist nicht ständig auf die Hilfe anderer angewiesen - bringt Arbeiten ohne ständiges Drängen zum Ende - kann sich selbst Wissen und Fertigkeiten aneignen - identifiziert sich mit der Aufgabe - kann Information selbstbestimmt einholen Leistungsbereitschaft: - arbeitet ohne ständig aufgefordert zu werden - lässt sich nicht ablenken - hält auch bei Schwierigkeiten durch - erledigt die Aufgaben zügig - strengt sich an Umgang mit Konflikten und Kritik: - akzeptiert Argumente, kann nachgeben - kann nach Diskussionen Entscheidungen akzeptieren - kann eigenes Verhalten begründen - kann sich durchsetzen aber auch zurücknehmen - kann eigene Interessen für Gruppenziele zurücknehmen - ist kompromissfähig Verlässlichkeit: - bringt eigene Arbeitsmaterialien mit - hält sich an Vereinbarungen - gibt Informationen zeitrelevant weiter - kann übernommene Aufgaben durchhalten - ist bereit, Verantwortung zu übernehmen

4 4.4.6 Produktivität: - hat Ideen, ist kreativ - findet alternative Lösungswege und begründet diese - kann Initiative und Eigeninitiative entwickeln - kann Meinungen kritisch überprüfen/hinterfragen - versteht Aufgabenstellungen 5 Bemerkungen zur Powerpoint-Präsentation Das Programm Powerpoint wird oft für Präsentationen eingesetzt. Im Gegensatz zur einfachen Folie für den Tageslichtprojektor hat es deutliche Vorteile: - Kostenersparnis: Ausdruck und teure Folien werden gespart - Vereinfachung des Vortrags: die glatten Folien können nicht durcheinander geraten, herunter fallen, - Darstellung: beim fest installierten Beamer ist das projizierte Bild schon perfekt ausgerichtet und meist größer als das des Tageslichtprojektors Doch für eine gelungene Präsentation sollten einige Punkte beachtet werden: - Die Schriftfarbe sollte sich deutlich vom Hintergrund absetzen, gefährlich sind aus diesem Grund Bilder als Hintergrund vor Schrift. - Die Schriftgrad sollte mindestens 18 betragen, um auch aus der letzten Reihe ohne Anstrengung lesbar zu sein. Gut für Text eignet sich 24, für Überschriften Je nach Art der Präsentation kann es gut sein, auf jeder Folie den Gliederungspunkt anzuzeigen, damit der Zuhörer den Überblick behält und im Thesenpapier den Vortrag besser verfolgen kann. - Die eingesetzten Bilder sollten eine hohe Auflösung besitzen. Ist ihre Qualität schon auf dem Bildschirm nicht gut, wird sie bei der Projektion noch schlechter. - Unter jeder Abbildung, jedem Diagramm oder Tabelle sollte die Quelle vermerkt sein. Gut ist auch, wenn unter Definitionen ein Hinweis auf die Literatur zu sehen ist. Der Zuhörer erhält auf diese Weise schon während der Präsentation einen Eindruck, welche Quellen wesentlich sind. - Weniger Text, mehr anschauliche Abbildungen etc.: das prägt sich mit einer guten Erklärung besser ein. - Animationen und Geräusche von Powerpoint sollten gut überlegt verwendet werden. Wenn jede neue Überschrift erst einen Salto schlägt und mit einem Knall platziert wird, kann das die Nerven und das Wohlwollen des Publikums kosten.

5 Trotz allem: Mit Powerpoint wird man leicht dazu verleitet, einen einfachen Vortrag zu führen, ohne mit den Zuhörern in Interaktion zu treten. Die Beiträge des Publikums können ja auch nur schwer in die fertige Präsentation aufgenommen werden. Ein Einsatz von anderen Medien (Wandkarte, Tafel, Tageslichtprojektor, Film, originale Gegenstände, Atlanten, Globus, Dia, ) bringt Abwechslung und hindert die Zuhörer daran, irgendwann im Halbdunkeln einzuschlafen.

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