Dr. Jochen Pelczer 41 Jahre, verheiratet, vier Kinder

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1 Dr. Jochen Pelczer 41 Jahre, verheiratet, vier Kinder

2 Abitur in Oettingen/Ries Studium in Berlin und Ulm Bundeswehrzahnarzt in Amberg, Kempten und Sonthofen Curriculum Kinderzahnheilkunde Jahre in Kempten-St.Mang Seit 01.Januar 2013 bei Dr. Ralph Wilke

3 Wenn Du Dir die Zähne nicht putzen willst, dann gehen wir eben zum Zahnarzt! Der Zahnarzt muss dann bohren oder Dir die Zähne reißen!

4 Ich war neulich beim Zahnarzt! Da musste eine Wurzelbehandlung gemacht werden! Ich kann Dir sagen: das hat vielleicht ganz schön weh getan!

5 Wenn wir zum Zahnarzt gehen, dann machst Du dort ganz weit den Mund auf! Und wenn Du schön brav bist, dann bekommst Du ein tolles Geschenk!

6 Wie arbeitet ein Kinderzahnarzt? Wir wollen die Neugier eines Kindes wecken und den ersten Zahnarztbesuch zum spannenden Abenteuer machen!

7 Wir empfehlen den Eltern, den Tag des Zahnarztbesuches frei von Belastungen zu gestalten und dafür zu sorgen, dass Eltern und Kind ausgeruht sind.

8 Eltern sollen beruhigend gemeinte Formulierungen wie Du brauchst keine Angst zu haben, es tut bestimmt nicht weh! vermeiden. Dem Kind sollte erklärt werden, dass es kitzelt.

9 Die Umgebung ist für ein Kind neu und ungewohnt. Deshalb gehen wir schrittweise vor, um es behutsam in die Behandlung einzuführen.

10 Dem Kind soll kein Belohnungsgeschenk versprochen werden. Gerade Dinge, die sich ein Kind möglicherweise sehr wünscht, setzt es bei der Behandlung zu stark unter Druck!

11 Eltern sollen Ihr Kind darin bestärken, alleine ins Behandlungszimmer zu gehen. Sollte dies anfänglich nicht möglich sein, kann auch eine Begleitperson bei der Behandlung anwesend sein!

12 Wir fordern Eltern auf, Ihr Kind zu halten, ruhig zu halten, denn Streicheln erzeugt Gefühl und fordert das Kind auf, Berührungen noch mehr wahrzunehmen. Das führt auch dazu, mehr von den Zahnbehandlungen zu spüren. Das wollen wir ja vermeiden!

13 Wir bitten die Eltern, uns die Führung des Kindes zu überlassen und unsere Anweisungen zu befolgen, auch wenn es schwerfällt oder manches unverständlich ist. Nur durch eine gute Zusammenarbeit zwischen Eltern und Zahnarzt ist eine erfolgversprechende und Angenehme Behandlung möglich!

14 Aktuelle Empfehlungen zur Fluoridgabe (www.zzq-koeln.de)

15 Prophylaxe bei Kleinkindern

16 Ziel: Erhalt eines naturgesunden Milchgebisses

17 Basisprophylaxe bei Kleinkindern: Option 1: 1. Fluoridtabletten 2.Fluoridfreie Kinder-Zahnpasta

18 Basisprophylaxe bei Kleinkindern: Option 1: 1. Fluoridtabletten 2.Fluoridfreie Kinder-Zahnpasta

19 Basisprophylaxe bei Kleinkindern: Option 2: 1. Fluoridhaltige Kinder-Zahnpasta (erbsengroße Menge)

20

21 Hohes Kariesrisiko bei Kleinkindern: Fläschchenkaries Ursache: nächtliches Dauernuckeln

22 Risikoprophylaxe bei Kleinkindern: 1. Fluoridhaltige Kinderzahnpasta (erbsengroße Menge) 2. Ernährungslenkung Die Flasche muß weg! 3. Engmaschiges Recall 4. CHX-Lack

23

24 Prophylaxe im Kindergartenalter

25 Ziel: Erhalt eines naturgesunden Milchgebisses

26 Basisprophylaxe beim Kindergartenkind: 1. Fluoridhaltige Kinder-Zahnpasta (erbsengroße Menge) 2. Fluoridiertes Speisesalz

27

28 Selten: 1.Süsses 2.Saures 3.Klebriges

29 Hohes Kariesrisiko beim Kindergartenkind Apfelschorlenkaries

30 Risikoprophylaxe beim Kindergartenkind: 1. Fluoridhaltige Kinderzahnpasta (erbsengroße Menge) 2. Fluoridiertes Speisesalz 3. Ernährungslenkung Zahnfreundliche Süßwaren! 4. Engmaschiges Recall 5. CHX-Lack

31

32 Prophylaxe im Schulalter (6-12 Jahre)

33 Ziel: Erhalt eines naturgesunden bleibenden Gebisses

34 Herausforderung bei Schulkindern: Wechselgebissphase

35 Basisprophylaxe bei Schulkindern (6-12 Jahre): 1. Fluoridhaltige Zahnpasta 2. Fluoridiertes Speisesalz 3. Fluoridgel/Fluoridlack 4. IP

36

37 Hohes Kariesrisiko beim Schulkind (6-12 Jahre) Durchbruchskaries

38 Risikoprophylaxe beim Schulkind: 1. Fluoridhaltige Zahnpasta 2. Fluoridiertes Speisesalz 3. IP/Fluoridlack (engmaschiges Recall)

39

40 Risikoprophylaxe beim Schulkind: 1. Fluoridhaltige Zahnpasta 2. Fluoridiertes Speisesalz 3. IP/Fluoridlack (Fissurenversiegelung)

41

42 Prophylaxe im Schulalter (13-18 Jahre)

43 Ziel bei Teenagern: Gesund und Schön

44 Basisprophylaxe bei Teenagern: 1. Fluoridhaltige Zahnpasta 2. Fluoridiertes Speisesalz 3. Fluoridgel/Fluoridlack

45 Basisprophylaxe bei Teenagern: 1. Fluoridhaltige Zahnpasta 2. Fluoridiertes Speisesalz 3. IP/Fluoridlack

46 Herausforderung bei Teenagern: Kieferorthopädie

47 Herausforderung bei Teenagern: Kieferorthopädie

48 Risikoprophylaxe beim Teenager: 1. Fluoridhaltige Zahnpasta 2. Fluoridiertes Speisesalz 3. IP/Fluoridlack (ZinnFluoridSpülung)

49 Risikoprophylaxe beim Teenager: 1. Fluoridhaltige Zahnpasta 2. Fluoridiertes Speisesalz 3. IP/Fluoridlack (CHX-Lack)

50 Die erstmalige Vorstellung beim Kinderzahnarzt - Befragungen der Friedrich-Schiller-Universität Jena - Fragebogen an alle Thüringer Kinderärzte Wann sollte der erste Zahnarztbesuch erfolgen? - Welche Präventionsmaßnahmen empfehlen Sie den Eltern?

51 Die erstmalige Vorstellung beim Kinderzahnarzt Ergebnisse der Befragung: Rücklaufquote 51,5% Mehr als 90% der Kinderärzte beraten die Eltern zu Getränken, Flaschengebrauch, Zahnpflege und Zahnarztbesuch.

52 Die erstmalige Vorstellung beim Kinderzahnarzt Ergebnisse der Befragung: Zahnbürste ab dem 1. Zahn 34,9% Zahnbürste ab dem 1. Geburtstag 51,2% Zahnbürste ab dem 2./3.Geburtstag 13,9%

53 Die erstmalige Vorstellung beim Kinderzahnarzt Ergebnisse der Befragung: Zahnpasta ab dem 1. Zahn 13,9% Zahnpasta ab dem 1. Geburtstag 38,4% Zahnpasta ab dem 2./3.Geburtstag 47,7%

54 Die erstmalige Vorstellung beim Kinderzahnarzt Ergebnisse der Befragung: Vitamin D-Tabletten ohne Fluorid 23,3% Vitamin D-Tabletten mit Fluorid 20,9% Rezept für Fluoridtabletten von 37,2% (ein Großteil vom 1. bis 6. Geburtstag)

55 Die erstmalige Vorstellung beim Kinderzahnarzt Ergebnisse der Befragung: Empfehlung 1. Zahnarztbesuch nach dem 2./3./4.Geburtstag wird von 77,9% angeraten. 64% der Kinderärzte untersuchen die Zähne der Kinder und überweisen befundorientiert.

56 Die erstmalige Vorstellung beim Kinderzahnarzt Ergebnisse der Befragung: Präventionsmaßnahmen der Kinderärzte unterscheiden sich tendenziell zwischen Männern und Frauen, dem Alter und der Berufserfahrung, Angestellten und Praxisinhabern sowie ländlichen und städtischen Praxisbesitzern.

57 Die erstmalige Vorstellung beim Kinderzahnarzt - Referentenentwurf zu einem Präventionsgesetz - KZBV und BZÄK setzen sich für Einführung einer Früherkennungsuntersuchung bei Kleinkindern ein - Zahnmedizinische Gruppenprophylaxe soll Kinder mit niedrigem Bildungsstand und/oder Migrationshintergrund erreichen

58 Die erstmalige Vorstellung beim Kinderzahnarzt : Mundgesundheitsziele durch BZÄK : Agenda Mundgesundheit durch KZVB - Kleinkinder profitieren nicht in gleichem Maß wie andere Altersgruppen von den Erfolgen der zahnmedizinischen Prävention

59 Die erstmalige Vorstellung beim Kinderzahnarzt FAKTEN: - Knapp die Hälfte aller kariösen Defekte, die bei der Einschulung festgestellt werden, ist in den ersten drei Lebensjahren entstanden. - Sanierungsgrad der Milchzähne ist nicht zufriedenstellend (Versorgung unter 50%!). - Immer öfter Karies bei Kleinkindern in Gruppen- oder Individualprophylaxe feststellbar.

60 Die erstmalige Vorstellung beim Kinderzahnarzt FAKTEN: - Größtes Problem ist die sog. Nuckel- oder Saugerflaschenkaries (ECC). Sanierung häufig nur in ITN möglich. - Besonders problematisch ist die Anzahl der betroffenen Zähne, der Schweregrad der Zerstörung und das niedrige Alter der Kinder (und die daraus resultierende geringe Kooperationsfähigkeit).

61 Die erstmalige Vorstellung beim Kinderzahnarzt WUNSCH: - Zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen sollen bereits im Alter von 0 bis 3 Jahren eingeführt werden. - Der zahnärztliche Kinderpass soll mit den Früherkennungsuntersuchungen der Kinderärzte verknüpft werden sprich ein Vermerk im Kinderuntersuchungsheft mit einem Verweis an den Zahnarzt soll etabliert werden.

62 Die erstmalige Vorstellung beim Kinderzahnarzt

63 Die erstmalige Vorstellung beim Kieferorthopäden - Generell mit Beginn der 2.Wechselgebissphase - Ausnahmen: Progenie Lutschoffener Biß

64 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

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