DV-Strategie an Hochschulen aus Sicht eines RZ-Leiters 24. Jan. 2008

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1 DV-Strategie an Hochschulen aus Sicht eines RZ-Leiters 24. Jan Dr. Markus von der Heyde Servicezentrum für Computersysteme und -kommunikation

2 Überblick Begriffsdefinition drei Thesen Hintergründe zu den Thesen Beispiel für DV-Strategie Zusammenfassung 2/ 29

3 Definition Strategie Strategie - aus Wikipedia (Stand Jan. 2008) Eine Strategie ist ein längerfristig ausgerichtetes planvolles Anstreben einer vorteilhaften Lage oder eines Ziels. Strategie und Taktik hängen eng zusammen: Beide zielen auf den richtigen Einsatz bestimmter Mittel in Zeit und Raum, wobei sich Strategie im Allgemeinen auf ein übergeordnetes Ziel bezieht, während Taktik den Weg und die Maßnahmen bestimmt, kurzfristigere Zwischenziele zu erreichen. 3/ 29

4 Vorstellung der Thesen drei Bestandteile der DV These 1: Die DV-Strategie bindet Technologien, Personen und Prozesse mit ihren Daten zusammen und muss diese ganzheitlich weiterentwickeln. Technologie DV- Strategie Personen Prozesse 4/ 29

5 Vorstellung der Thesen Kräfte und Wirkung Steuerung durch den Markt / von außen Entwicklungsgeschwindigkeit Flexibilität (Lösungen/Schnittstellen) Steuerung durch Kosten Prozessvernetzung und -integration Konsolidierung und Homogenität Abhängigkeiten Steuerung durch Hochschulpolitik Profilierung 5/ 29

6 Vorstellung der Thesen Kräfte und Wirkungen (II) Markt Kosten Politik These 2: Eine DV-Strategie wird durch interne und externe Kräfte geformt. Diese Kräfte sind nicht mit den Zielen des DV-Einsatzes zu verwechseln. 6/ 29

7 Vorstellung der Thesen Ziele des DV-Einsatzes Ziele der Hochschule in Forschung und Lehre sind Grundlage der DV-Ziele Organisation der Geschäftsprozesse in Form der öffentlichen Verwaltung Rechts- und Regelkonformität in der BRD These 3: DV ist ein Werkzeug, um die Erreichung der eigentlichen Ziele der Hochschule effizient und effektiv zu unterstützen. Die Zielvorgaben sind durch die HS-Leitung zu formulieren! 7/ 29

8 zu These 1 Hintergründe zu These 1 Die DV-Strategie bindet Technologien, Personen und Prozesse mit ihren Daten zusammen und muss diese ganzheitlich weiterentwickeln. 8/ 29

9 zu These 1 Technologien Konsolidierung: Stabilität Effektivität Automatisierung Innovation: neue Möglichkeiten neue Szenarien Server Speicher Clients Sicherheit Dienste Identitäten Netzwerk 9/ 29

10 zu These 1 Personal Motivation Weiterbildung Auswahl und Bindung Projektstellen vs. Dauerstellen Projekt- vs. Produktivbetrieb Team und Struktur 10 / 29

11 zu These 1 Prozess- und Kundenorientierung Erwartung Qualität Flexibilität Zielgruppe Bedarf Effizienz Begriffe sind stark verlinkt und bilden Prozesskette bestehende Standards können genutzt werden DV-Strategie muss das schwächste Glied beachten 11 / 29

12 zu These 1 Beteiligte und deren Blickwinkel Gremien vs. Einzelpersonen Flexibilität vs. eingeschliffene Vorgänge Innovation vs. konservative Standpunkte Team vs. Einzelkämpfer Entscheidungsbefugnis Fachkompetenz Kompromisse und Handlungsfähigkeit im Kontext der lokalen Situation 12 / 29

13 zu These 1 Wieviel Organisationsstruktur braucht eine Strategie? Entscheidungs -kompetenzen lose Kopplung Ressourcen Org. Zieldefinitionen fachliche Expertise systemischer und kybernetischer Ansatz ganzheitliche Betrachtung explizite Beachtung der Rückkopplungen Dezentralität 13 / 29

14 zu These 2 Hintergründe zu These 2 Eine DV-Strategie wird durch interne und externe Kräfte geformt. Diese Kräfte sind nicht mit den Zielen des DV-Einsatzes zu verwechseln. 14 / 29

15 zu These 2 Problem von Zeit & Geld Kostenverlagerung zu Personal Innovationsdruck geringe Kosten von Komponenten lange Projektlaufzeiten steigende Komplexität und Vernetzung 15 / 29

16 zu These 2 Definition: Exzellenz Exzellenz (als Eigenschaft) - aus Wikipedia (Stand Jan. 2008) Exzellenz ist ein Ausdruck für besondere Qualität, das zugehörige Eigenschaftswort ist exzellent. Lange Zeit wurde es nur als subjektives Werturteil benutzt. Heute wird Exzellenz zunehmend auch als objektives Güte-Prädikat verwandt und mit bestimmten überprüfbaren Qualitätskriterien versehen. Hochschulpolitik In der Hochschul- und Wissenschaftspolitik ist Exzellenz zu einem Fachausdruck geworden. Ausgehend von den englischen Begriffen network of excellence oder center of excellence kommt ihm heute eine besondere Bedeutung bei der öffentlichen Forschungsfinanzierung zu, was 2006 insbesondere in der deutschen Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder zum Ausdruck kam. Eine eindeutige Definition dieses Begriffes wird dabei jedoch vermieden. 16 / 29

17 zu These 2 Beitrag der DV-Strategie zur Exzellenz Leistungsfähigkeit & DV-Versorgung Netzwerk in F&L vs. DV-Vernetzung Finanzierung & DV-Optimierung Gibt es eine Profilierung der Hochschule über verwendete Werkzeuge? 17 / 29

18 zu These 3 Hintergründe zu These 3 DV ist ein Werkzeug, um die Erreichung der eigentlichen Ziele der Hochschule effizient und effektiv zu unterstützen. Die Zielvorgaben sind durch die HS-Leitung zu formulieren! 18 / 29

19 zu These 3 Zielvorgaben Mögliche Probleme bei der Zieldefinition: Unsicherheit in der fachlichen Definition der Ziele im DV-Bereich Ungenügende Kommunikation mit dem Dienstleister Unsystemische Ziele (z.b. HS-Politik) Eigenschaften guter Zielvorgaben: Messbarkeit der Zielgröße übergreifende Anwendbarkeit 19 / 29

20 als Beispiel DV-Strategie an der Bauhaus-Universität Einordnung strategischer Zusammenhang: Zieldefinition Technologie Gremien & Personal Digitales Bauhaus = zentrale Dienste zur Bewahrung dezentraler Funktion 20 / 29

21 als Beispiel Einordnung der Hochschule Walter Gropius forderte 1923 eine neue Einheit von Kunst und Technik interdisziplinäre Verbindung von Kunst und Wissenschaft vier Fakultäten: Architektur, Bauingenieurwesen, Gestaltung, Medien mit rund 4000 Studierenden 21 / 29

22 als Beispiel Zieldefinitionen Bündelung der DV-Kompetenzen und zentralen IT-Dienste im SCC integrative DV-Versorgung für Lehre, Forschung und Verwaltung Bereitstellung einer kunden- und serviceorientierten IT-Dienstleistung abgestimmtes Gleichgewicht zwischen dezentraler und zentraler IT-Versorgung 22 / 29

23 als Beispiel Technologische Aspekte Konsolidierungsprojekte der letzten Jahre zeigen zunehmend ihre Wirkung: elearning Portale Workflow IdM Backup WCMS Datennetz Speicher Server 23 / 29

24 als Beispiel Beteiligte Personen und Gremien Bündelung der Anforderungen auf: Leitungsebene: SCC-Fachbeirat (unter Vorsitz Prorektor) Arbeitsebene: DV-Org Verwaltungsebene: Regelgespräche starke Verankerung des SCC in der Verwaltung Zuordnung zum Kanzler strategische Entscheidungsbefugnis beim Prorektor direkte Einbindung der HS- Leitung Tagesgeschäft und Ressourcen beim Leiter SCC 24 / 29

25 als Beispiel Personelle Aspekte Weiterbildung (individuell und im Team) Fachberatungen zum internen Austausch Motivation durch Entscheidungsbefugnisse und Verantwortung Mitarbeiter-Vorgesetzen-Gespräche langfristige Planung Kooperation auf Landes- und Bundesebene Schulung von qualifizierten Nutzern als Mittler in der Fachabteilung 25 / 29

26 als Beispiel Strategischer Zusammenhang Kunden Visionen Ideen Daten Infrastruktur Prozesse Sicherheit DV-Strategie Technologien Flexibilität Qualität Innovation 26 / 29

27 als Beispiel Rückblick auf die Thesen Eine DV-Strategie muss Technologien, Personen und Prozesse zusammen betrachten und ganzheitlich weiterentwickeln. Eine DV-Strategie wird durch interne und externe Kräfte geformt. Diese Kräfte sind nicht mit den Zielen des DV-Einsatzes zu verwechseln. DV ist ein Werkzeug, um die Erreichung der eigentlichen Ziele der Hochschule effizient und effektiv zu unterstützen. Die Zielvorgaben sind durch die HS-Leitung zu formulieren! 27 / 29

28 Zusammenfassung Ohne Ziele bzw. Vorgaben ist eine DV- Strategie nicht zu entwickeln. Ohne Ressourcen fehlt der Spielraum zur Umsetzung. Ohne verteilte Kompetenz wird eine Strategie nicht übergreifend wirken können. Formulieren Sie die Ziele und bündeln Sie Kompetenz und Ressourcen um DV im Sinne der Hochschule wirken zu lassen. 28 / 29

29 Fragen? 29 / 29

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