Die Kundeninformation der Ruf Gruppe. Mit VisiWeb ans Ziel an der Suissetraffic in Bern

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1 Nr. 2, September Jahrgang, Auflage Ex. Die Kundeninformation der Ruf Gruppe suissetraffic 2011 Inhalt VisiWeb treibt es auf die Spitze 3 Ins Herz der Alpen mit VisiWeb 4 Halle 3.0, Stand F028 Mit VisiWeb ans Ziel an der Suissetraffic in Bern Vom 6. bis 9. September wird der Messeplatz Bern zum Kompetenzzentrum des öffentlichen Verkehrs in Europa. Die Messeplattform führt internationale und nationale Aussteller und Experten in den Fachbereichen Bahn- und Bustechnologie, Infrastruktur, Transport-IT und Verkehrsdienstleistungen zusammen. Die thematischen Schwerpunkte bilden das Eröffnungssymposium mit Bundesrätin Doris Leuthard sowie die Fachtagungen mit Leitthemen rund um Mobilität. Fahrgastinformation aus der Cloud Datenqualität höchster Güte 6 8 Auch Ruf ist wieder dabei an der Suissetraffic mit den Geschäftsbereichen Telematik und Multimedia und zeigt zahlreiche Höhepunkte und Neuigkeiten. Besuchen Sie uns in Halle 3.0 am Stand F028 und erfahren sie alles über Visi- Web, das umfangreiche Fahrgastinformations-Gesamtsystem für Bahnen, Busse, Bahnhöfe und Haltestellen. VisiWeb erleben Am Ruf Stand erleben Sie an der Zugswand wie VisiWeb in Fahrzeugen als Gesamtsystem mit seiner umfassenden Modularität funktioniert. Lassen Sie sich ausserdem vom attraktiven und gleichzeitig stabilen Design der Visi- Web-Informations-Stele für Stationen überzeugen. VisiWeb steht für ein integriertes Gesamtsystem. Erfahren Sie am Stand mehr über VisiWeb in folgenden Bereichen: Visuelle Fahrgastinformation Die vielseitigen VisiWeb-Anzeigemedien finden Sie an unserem Stand. Von grafikfähigen TFT-Flachbildschirmen bis hin zu unterschiedlichen LCD- und LED-Anzeigen für den Einsatz in Bussen, Bahnen und an Haltestellen. Fahrgastinformation an Stationen Für Stationen bietet VisiWeb ein innovatives und modulares System als Informationsmittelpunkt an Bahnhöfen und Haltestellen an. Die Fahrgäste erhalten an den multifunktionalen Stelen alle Informationen, die sie für ihre Reise benötigen. Integrierte Monitore zeigen die nächsten Abfahrten sowie Sondermeldungen an. Die interaktive Funktionen ermöglichen den Reisenden auch einen Haltewunsch abzusetzen oder mit der Betriebszentrale Kontakt aufzunehmen. Infotainment Im öffentlichen Verkehr sollen Infotainment Systeme in Bus, Tram und Zügen die Fahrgäste sowohl gezielt über den Reiseverlauf informieren, als auch während der Reise unterhalten. Sie stellen «Schnell, transparent und dialogstark» Entlastung für das Pfarramt Unterengstringen Lettershop ausgelagert12

2 2 Nr ruf informiert Editorial Kundeninformationssysteme diskrete Lotsen im öffentlichen Verkehr Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser Nirgends auf der Welt wird pro Kopf so viel Bahn gefahren wie in der Schweiz. Gemäss den neuen, vom Internationalen Eisenbahnverband UIC ermittelten Werten erlebte 2010 hierzulande jeder von uns Bahnkilometer. Und die Zahlen zeigen weiterhin nach oben. Die elektronische Kundeninformation ist bald flächendeckend in den Fahrzeugen anzutreffen. Die dargebotenen Informationen beschränken sich aber oftmals auf den «Schönwetterfall» des ÖV-Systems. In einem nächsten Schritt wird es darum gehen, den Fahrgästen Informationen auch bei Betriebshavarien sofort, verständlich und weiterhelfend anzubieten, ohne dass hierfür ein Heer von Mitarbeitenden des ÖV-Betreibers zwecks mündlicher Information ausschwärmen muss. Ruf arbeitet kontinuierlich an der Entwicklung und Verbesserung solcher Informationssysteme. Zwei Artikel in diesem «Ruf Informiert» greifen die Themen «Information in Fahrzeugen und an Haltepunkten» anhand von Lösungen für Bahnbetriebe im Touristikumfeld auf. Ein weiterer Artikel beschäftigt sich mit Überlegungen zu einer zukünftigen, mehr personalisierten Kundeninformation im ÖV. Am 6. September startet in den Hallen der BERNEXPO in Bern die suissetraffic, die internationale Fachmesse des öffentlichen Verkehrs. Ruf präsentiert sich im bekannten Gewand am eigenen Messestand mit Lösungen, welche das ganze Spektrum an innovativen Kundeninformations- und -unterhaltungssystemen für Fahrzeuge und Stationen beinhalten. Als Premiere zeigen wir das neue Videoüberwachungssystem auf Streaming- Basis, welches punkto Funktionalität einen neuen Meilenstein setzt.gerne heissen wir Sie an unserem Stand F028 in Halle 3.0 an der suissetraffic willkommen! somit wichtige Funktionen bereit, welche die Bedürfnisse der Fahrgäste im Bereich Sicherheit und Komfort abdecken. Mit den VisiWeb-Doppel-TFT-Monitoren lassen sich der Fahrtverlauf und Infotainment gleichzeitig darstellen. Das neue VisiWeb Multimedia Streaming System ermöglicht das zeitgleiche Abspielen von Filmen, News, Wettermeldungen oder Werbung auf mehreren Monitoren. Videoüberwachung Zur Steigerung des Sicherheitsgefühls der Fahrgäste und zum Schutz vor Vandalismus Auf einen Blick setzen immer mehr Verkehrsbetriebe in Fahrzeugen oder an Stationen erfolgreich Videoüberwachungssysteme ein. Notsprechsysteme Im Notfall ist eine Kommunikation mit dem Lokführer oder der Einsatzzentrale unerlässlich. In Kombination mit der Videoüberwachung hat der Lokführer oder die Einsatzzentrale die Situation immer unter Kontrolle und kann im Bedarfsfall weitere Hilfe zum Einsatzort schicken. n Internationale Fachmesse des öffentlichen Verkehrs Veranstaltungsort: BEA bern expo AG, Bern, Schweiz Messedauer: 6. bis 9. September 2011 Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag, 9.00 bis Uhr. Freitag, 9.00 bis Uhr Ihr Fred Engler CEO Ruf Telematik

3 ruf informiert Nr VisiWeb treibt es auf die Spitze Die Zugspitze ist mit 2'962 m ü.m. Deutschlands höchster Gipfel. Seit 1930 fährt die Bayerische Zugspitzbahn BZB mit Zahnradtechnik auf den Berg. Mit an Bord ist auch das Fahrgastinformationssystem VisiWeb von Ruf, welches die Touristen mit umfassenden Informationen und Sicherheitshinweisen versorgt. Nach dem Beginn des Baus der Jungfraubahn auf das Jungfraujoch 1896 und der Eröffnung der Gornergratbahn 1898 in der Schweiz gab es auch erste Pläne für eine technische Erschliessung der Zugspitze. Ein erstes Gesuch lehnte Prinzregent Luitpold von Bayern 1899 allerdings ab, weil er «keinerlei Verkehrsbedürftnis» sah erteilte der Bayerische Staat eine Konzession für die Bahn und noch im selben Jahr wurde mit dem Bau begonnen. Nach nur zweijähriger Planungs- und Bauzeit nahm die meterspurige, gemischte Adhäsions- und Zahnradbahn der BZB 1930 ihren Betrieb auf. Der Bau war damals eine Meisterleistung, da keine genauen Karten des Gebiets existierten. Nur dank der neuentwickelten Fotogrammetrie konnte das Gebiet in kürzester Zeit vermessen werden. Anspruchsvolle Strecke Das Netz der Bayerischen Zugspitzbahn ist klein, aber anspruchvoll. Denn die 19 km lange Strecke hält für die Fahrzeuge fast jede technische Herausforderung ausser der Geschwindigkeit bereit. Erst gibt es eine Talstrecke mit Reibungsbetrieb und einer Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h. Es folgt eine Zahnstangenstrecke mit 15% Steigung, auf der max. 30 km/h gefahren werden. Schliesslich geht es mit 20 km/h ins Gebirge, wo die Strecke sogar mit 25% steigt, um nach einem steilen, engen Tunnel mit kleinen Radien die Bergstation zu erreichen. Diese bietet den Gästen nach erlebnisreicher Fahrt eine atemberaubende Aussicht. Neue Fahrzeuge mit hohem Komfort Seit Betriebsaufnahme in den 30er-Jahren standen die bisher vier Fahrzeuggenerationen der BZB schon auf dem jeweils aktuellen technischen Niveau beschaffte die BZB vier Doppeltriebwagen bei Stadler Rail in Bussnang. Die Fahrzeuge weisen einen hohen Komfort für die Fahrgäste auf, sie sind klimatisiert, verfügen über eine Luftfederung und fahren leiser und sanfter als ihre Vorgänger. Fahrgastinformation Die Triebwagen sind mit dem Fahrgastinformationssystem VisiWeb ausgerüstet, das den Passagieren im Innenraum umfassendes Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG Infotainment bietet. Ausserdem informieren aussen an den Fahrzeugen, an der Stirnwand wie auch im Bereich der Einstiegstüren LED- Anzeigen über das Fahrziel. Die Anforderungen an das Informationssystem einer touristisch orientierten Bahn weichen von denen im Personen-Nahverkehr ab, wo die Fahrgäste aus routinierten Pendlern bestehen, die vor allem bei Unregelmässigkeiten informiert werden müssen. Hier geht es darum, die Passagiere mit einer Kombination aus visueller und audiophoner Information umfassend zu orientieren und auch zu unterhalten. Infotainment und Sicherheit Die Ansagen erfolgen automatisch in Deutsch und Englisch. Bei Störfällen orientieren gespeicherte Audio-Texte über die zu treffenden Massnahmen. Daneben kann sich der Zugführer direkt an die Fahrgäste wenden, oder umgekehrt, können die Passagiere über eine der drei Info- und Notsprechstellen mit dem Zugführer Kontakt aufnehmen. Zudem wird beim Betätigen dieser Sprechstellen automatisch eine Videokamera eingeschaltet, die das Bild ins Cockpit überträgt. Insgesamt umfasst die Videoüberwachungsanlage acht Kameras, womit sich der ganze Innenraum überwachen lässt. Das automatische Einschalten der Kameras erfolgt auch beim Betätigen der Notbremse, bei Brandalarm und beim Öffnen einer Türe während der Fahrt. Ein wesentliches Element für das Wohlbefinden der Fahrgäste stellen die acht TFT- Monitore dar, die von allen Sitzplätzen gut einsehbar sind. Gerade bei einer Bahn mit längeren Tunnelfahrten muss das Informationssystem neben klassischen Informationen auch unterhalten. Daneben erfüllt es, ähnlich wie in der Luftfahrt, eine Sicherheitsaufgabe, indem es Verhaltensregeln und Informationen bei Unregelmässigkeiten verbreitet. Das gesamte System, mit allen Komponenten und Funktionen, wird zentral vom VisiWeb-Bordrechner gesteuert, den die mehrmals täglich gefahrenen 2'000 m Höhenunterschied sprichwörtlich kaltlassen. n Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG / Mountain Management

4 4 Nr ruf informiert Ins Herz der Alpen mit VisiWeb Die Ruf Gruppe hat die Ausschreibung zur Ausrüstung aller 43 Stationen der Matterhorn Gotthard Bahn mit einem Kundeninformationssystem, der Installation einer Videoüberwachung und dem Aufbau der Steuerung in der Leitzentrale gewonnen. Ideenskizze der multifunktionalen Informationsstele. Die Matterhorn Gotthard Bahn (MGB) liegt im Herzen der Alpen. Sie verkehrt heute auf der Strecke Zermatt Brig Disentis und Andermatt Göschenen. Die Züge legen eine Strecke von rund 144 Kilometern zurück, fahren durch 29 Tunnels und 20 Galerien und über 60 Brücken. Faszinierend ist die Vielseitigkeit der Regionen. Bilderbuchähnlich und beinahe romantisch verkehrt die rote Schmalspurbahn durch Berglandschaften betörender Schönheit. Ausgangspunkt ist Zermatt (1'605 m ü.m.). Vom Matterhorndorf aus führt die Strecke durchs Mattertal und anschliessend das Rhonetal hinauf nach Brig (670 m ü.m.). Weiter geht die Reise durchs malerische Goms und durch den Furkatunnel hindurch in den Kanton Uri. Auf dem Oberalppass erreicht die Bahnlinie den höchsten Trasseepunkt (2'033 m ü.m.). Endstation für die Matterhorn Gotthard Bahn ist in Disentis (1'130 m ü.m.), mit direktem Anschluss an die Rhätische Bahn.

5 ruf informiert Nr Etappierung Die Arbeiten zur Realisierung des Kundeninformationssystems sind in mehrere Etappen aufgeteilt. In einem ersten Bauabschnitt werden bis September nächsten Jahres von insgesamt 43 Stationen die ersten zehn zwischen Visp und Fiesch mit einem Kundeninformations- und Videoüberwachungssystem ausgerüstet. Gleichzeitig wird in der Leitzentrale der MGB ein zentrales System zur Steuerung und Überwachung der Kundeninformation installiert und in Betrieb genommen. Multifunktionale Informationspunkte an den Stationen Während die zentralen Systeme in der Leitstelle für den Fahrgast nicht sichtbar sind, so sollen die neuen Kundeninformations-Stelen an den Stationen mit einem attraktiven und gleichzeitig stabilen Design auffallen. Ziel der multifunktionalen Gestaltung ist, dass der Fahrgast alle für seine Reise benötigten Informationen an diesen zentralen Informationspunkten erhält. Auf einem grossen Monitor werden die nächsten Abfahrten gezeigt, und die Fahrgäste werden über Sondermeldungen sowie Störungen oder Änderungen im Fahrplan informiert. Nicht zuletzt werden auch touristische Informationen und Angebote der MGB dargestellt. Zur Ergänzung der dynamischen Systeme weist die Stele zudem zusätzliche Flächen für den Aushang gedruckter Informationen auf. Die zentrale Infosäule bietet interaktive Funktionen an. Hier können die Reisenden einen Haltewunsch bei Stationen mit «Halt auf Verlangen» absetzen oder die Betriebszentrale anrufen. Beim Drücken einer speziell gekennzeichneten Taste werden die nächsten Abfahrten vorgelesen. Diese mit einem klar verständlichen TTS-Modul (text to speech) realisierte Funktion unterstützt vor allem sehbehinderte Fahrgäste. Videoüberwachung Hochauflösende Videokameras im Perronbereich überwachen den gesamten Stationsbereich, die Bilder werden gemäss den gesetzlichen Bestimmungen aufgezeichnet und werden bei Zwischenfällen für die Aufklärung herangezogen. Extremes Alpenklima Die extremen Umweltbedingungen in den Alpen, grosse Höhenunterschiede, sehr starke Temperaturschwankungen, vor allem zwischen Tag und Nacht, starke Schneefälle sowie grosse Schneehöhen und eine intensive Sonneneinstrahlung stellen hohe Anforderungen an die Aussensysteme. Hier sorgt eine ausgeklügelte Klimasteuerung in den Stelen für eine Kühlung der Bauteile bei Sonnenschein oder für eine Zuheizung im Winter. Vor allem bei einem Kaltstart des Systems bei sehr tiefen Aussentemperaturen werden die Bauteile für einen problemlosen Start auf eine Mindesttemperatur vorgeheizt. Zentrale Systeme Die Komponenten in der Leitzentrale bilden die Grundlage für ein funktionierendes und zuverlässiges Informationssystem. Der zentrale Server erhält die betrieblichen Informationen über standardisierte Schnittstellen von den umliegenden Systemen wie der Stellwerktechnik. Kombiniert mit den eigenen Informationen werden daraus die Inhalte für die Kundeninformationssysteme erstellt. Normalerweise läuft das System vollautomatisch und ein Eingriff von Mitarbeitern in der Leitstelle ist nicht notwendig. Sollte dies einmal nicht der Fall sein, so steht den Mitarbeitern eine übersichtliche Bedienoberfläche im bekannten Windows-«Look and Feel» zur Verfügung. Fazit Mit diesem Auftrag stärkt die Ruf Gruppe ihre Position im Markt für stationäre Informationssysteme und baut ihre führende Position weiter aus. Zusammen mit den Lösungen für Fahrzeuge steht den Bahnbetreibern ein umfassendes Gesamtsystem für Fahrgastinformation, Fahrgastsicherheit und Betriebsführung zur Verfügung. n

6 6 Nr ruf informiert Die Zukunft der Informationssysteme im öffentlichen Verkehr Fahrgastinformation aus der Cloud In der IT-Welt ist der Begriff Cloud Computing in aller Munde. Welche Bedeutung hat das für Fahrgastinformationssysteme in den Fahrzeugen und Stationen heute und in Zukunft? Studien haben gezeigt, dass Fahrgastinformation in Echtzeit von den Fahrgästen als eine erhebliche Serviceverbesserung wahrgenommen wird. Reisende, die wissen wie lange sie noch warten müssen erleben ihre Wartezeit subjektiv als deutlich kürzer. Die Fahrgäste sollten also jederzeit über die aktuelle Betriebslage informiert sein. Damit die Reisenden nicht eine Flut von Informationen zu bewältigen haben, sind zielgerichtete und effektive Informationen notwendig. Heutige Informationssysteme berücksichtigen jedoch nicht die individuelle Route des Fahrgasts. Dieser muss sich aus der Datenfülle die für ihn relevanten Informationen herausfiltern und die Auswirkungen auf seinen Fahrtverlauf selbstständig bestimmen. Stand der Technik im Individualverkehr Ein gutes Beispiel für effektive und personalisierte Echtzeitinformationen im Individualverkehr sind die modernen GPS-Navigationsgeräte. Geräte der neusten Generation sind ständig mit einem Server verbunden, der die Verkehrslage auf dem Strassennetz laufend berechnet. Ein Echtzeit-Verkehrsinfosystem erkennt Staus, die von gängigen Systemen nicht erfasst werden. Als Messwerte dienen die anonymisierten Bewegungsprofile von Mobiltelefonnutzern und die Bewegungsprofile der Navigationsgeräte selbst. Dazu kommen weitere Daten von Betreibern und Überwachungssystemen. So lässt sich zuverlässig der Ist-Zustand im Strassennetz berechnen und den individuellen Geräten in den Fahrzeugen für eine Routenberechnung zur Verfügung stellen. Situation heute im ÖV Im öffentlichen Verkehr gibt es viele gute Ansätze, die Daten stehen an verschiedenen Orten zur Verfügung, aber ein koordiniertes System ist vielfach nicht anzutreffen. Die typische Reise mit einem öffentlichen Verkehrsmittel beginnt mit der Planung zu Hause oder im Büro. Dabei wird die Route mit den fixen Fahrplandaten, den Soll- Daten, berechnet. Die berechnete Route stellt also den Idealzustand dar, etwaige kurzfristige Änderungen werden nicht eingerechnet. Viele Betreiber stellen dem Fahrgast an diesem Punkt der Planung zwar bereits Echtzeitinformationen zur Verfügung, die einen Einfluss auf die Berechnung haben können. Allerdings schlägt ihm das System aufgrund der geänderten Verkehrslage keine neue, bessere Route vor. Die Informationen zum Umsteigebzw. Zielort erhält er jeweils nur über die im Fahrzeug vorhandenen Informationssysteme oder über andere Quellen. Erwartungen der Fahrgäste Fahrgäste erwarten an den Etappen ihrer Reise folgende zielgerichtete Informationssysteme: n Stationen: Im Zugangsbereich an Haltestellen und in Bahnhöfen informieren Generalanzeiger über die nächsten Abfahrten. Auf dem Weg zum Perron geben grosse Monitore Auskunft über die aktuellen Abfahrtszeiten und über Störungen im Bahnnetz. n Perron: Angekommen am Perron bestätigen weitere Anzeigesysteme die Wahl des richtigen Gleises, sie informieren laufend über aktuelle Veränderungen. Gezielte akustische Informationen ergänzen die visuellen im Bahnhofsbereich. Bei Einfahrt des Fahrzeugs informieren Front- und Seitenanzeigen über das Ziel der Fahrt. n Im Fahrzeug: Monitore in den Fahrzeugen geben den Fahrtverlauf in Form einer Perlenschnur wieder, ergänzt mit aktuellen Ankunfts- und Abfahrtszeiten. Im Fernverkehr werden Sitzplatzreservationen mit kleinen Displays über den Sitzplätzen angezeigt. Neben der Anzeige des nächsten Haltepunkts auf dem Monitor erfolgt auch eine akustische Ankündigung. n Anschlüsse: Bei Einfahrt in eine Station erscheint auf den Monitoren im Fahrzeug eine Auflistung der Anschlüsse, egal ob Bus, Tram oder Bahn. Bei Verspätungen wird der Fahrgast über das Abwarten eines Anschlusses oder über einen alternativen Anschluss benachrichtigt. Pfeile auf den Innenanzeigen zeigen die Aussteigeseite an. Die genannten Informationssysteme geben dem Fahrgast zwar Auskunft über die Verkehrslage des jeweiligen Reiseabschnitts, aber die Auswirkungen auf seinen Fahrtverlauf muss dieser selbst ableiten. Aktuelle Informationssysteme in den Fahrzeugen und an Haltepunkten Schaut man sich die heutigen Informationssysteme in den Fahrzeugen an, so sind diese komplex aufgebaut, benötigen viel Hardware und die entsprechende Verkabelung. Die Kommunikation der Geräte untereinander erfolgt über Ethernet in den Fahrzeugen. Die Fahrplandaten werden auf den Bordrechnern in den Fahrzeugen abgelegt. In der Regel wird zum Fahrplanwechsel der Jahresfahrplan abgelegt, mittelfristige Fahrplanänderungen werden laufend hinzugefügt.

7 ruf informiert Nr Auch die stationären Systeme an Bahnhöfen und Haltestellen nutzen zur Datenverteilung die Ethernet-Technologie, bzw. sie sind über Funk angebunden. Die ständige Anbindung stationärer Systeme an die zentralen Systeme ermöglicht eine einfache Versorgung mit Plandaten und Echtzeitdaten. Wie sieht Fahrgastinformation in der Cloud aus? Wie bereits erwähnt, ist der Begriff Cloud Computing in aller Munde. Kann diese Technologie die Zukunft der Fahrgastinformation mitgestalten und was bedeutet das für die Technik? Und vor allem: welchen Nutzen haben Betreiber, Hersteller und Fahrgäste? Individualisierte Informationen Primäres Ziel aller Überlegungen und Ideen muss es sein, dass die Fahrgäste jederzeit aktuelle und individuelle Informationen erhalten. Die technischen Fortschritte in der IT-Welt stellen zahlreiche Hilfsmittel zur Verfügung, dieses Ziel zu erreichen. Zusätzlich müssen die Informationen der Betreiber für übergreifende Fahrplanauskünfte über entsprechende Schnittstellen miteinander vernetzt werden. Mobile Systeme in der Cloud In den Fahrzeugen steht die Verlagerung der Datenhaltung und der Rechenleistungen an externe Systeme in der Cloud im Vordergrund. Diese Verlagerung setzt eine Anbindung der Fahrzeuge über leistungsfähige Mobilfunksysteme voraus. Neben einer guten Netzabdeckung müssen die gefahrenen Geschwindigkeiten (HGV bis 320 km/h) und die Topographie (Tunnel, Brücken) berücksichtigt werden, damit jederzeit eine Verbindung in die Cloud gewährleistet ist. In zukünftigen Systemen ist jede Komponente in einem Fahrzeug oder an einer Station über Mobilfunk mit dem zentralen Rechner verbunden und wird von dort gesteuert. Dies erspart einerseits die Verkabelung im Fahrzeug, andererseits muss nicht in jedem Fahrzeug die Rechenleistung zur Verfügung gestellt werden. Vorteile der Onlineanbindung: n aktuellste Daten n schnelle Updates n einfache Diagnose und Wartung der Komponenten n Adressieren einzelner Geräte und/oder Gerätegruppen Um angesteuert zu werden, müssen die einzelnen Komponenten und Wagen eines Zugs eindeutig identifizierbar sein, damit diese den Systemen in der Cloud bekannt sind. Dynamische Standortbestimmung Definierte Komponenten im Fahrzeug übernehmen unter anderem die Standortbestimmung des Zuges. Die GPS-Ortungsdaten werden fortlaufend in die Cloud übertragen. Mit einem laufenden Soll-Ist-Abgleich wird die Fahrplanabweichung bestimmt. Diese Information wird dem Gesamtsystem zur weiteren Verwendung zur Verfügung gestellt. Zusatznutzen für die Fahrgäste Über Access-Points in den Fahrzeugen haben die Fahrgäste stets Zugriff auf Informationen rund um den Fahrplan. Sie können den aktuellen Standort anzeigen lassen, bei Verspätungen und Störungen im Netz Alternativrouten berechnen sowie sonstige Serviceleistungen in Anspruch nehmen. Vorteile für Diagnose und Wartung Die einzelnen Komponenten sind ständig über die Cloud mit den Service- und Wartungssystemen der Betreiber und/oder Hersteller verbunden. Sie können Informationen zum aktuellen Status übertragen. Bei kritischen Problemen oder Ausfällen erfolgt die sofortige Alarmierung über die Service- und Wartungssysteme und entsprechende Massnahmen werden eingeleitet. Personal Mobile Devices Die persönlichen, mobilen Informationssysteme der Fahrgäste wie Smartphones werden in Zukunft stärker in die Fahrgastinformation mit einbezogen und das Abrufen individualisierter Informationen ermöglichen: n Routenplanung vom Start bis zum Ziel n Wegleitung zu Start- und Umsteigehaltepunkten und zum Ziel n Pushnachrichten bei Änderungen und Vorfällen auf gewählter Route n Informationen zu Vorfällen und Streckenänderungen n Anbieten von Alternativverbindungen und Routen n Anzeige der Restfahrzeit, Restreisezeit n Die Komponenten im Zug werden sich auf notwendige Systeme reduzieren: n Videokameras (Aufzeichnung und Liveauswertung in der Cloud) n Anzeigen aussen am Fahrzeug (Identifikation des richtigen Zuges durch den Fahrgast) n Lokführer-Bedienpanel n Akustische Systeme (für geplante Ansagen und für Durchsagen in Notfällen) n Notsprechstellen (reduzierte Anzahl) Stationäre Systeme in der Cloud Bahnhöfe und Haltestellen lassen sich problemlos in die Cloud integrieren. Damit lassen sich die stationären Systeme in das Gesamtsystem integrieren und haben so Zugriff auf alle notwendigen Informationen, d.h. auf die Echtzeitdaten, Ortungsdaten der Fahrzeuge, Zugreihung und Sonderinformationen. Vorteile für Betreiber und Fahrzeugbauer Im zukünftigen Gesamtsystem stehen alle systemrelevanten Informationen in der Cloud zur Verfügung: n Fahrplanabweichungen n Ein-/Aussteiger (Fahrgastzählung) n Geschwindigkeitsprofil n Ortungsinformationen n Diagnosedaten n Gerätestatus n Logdateien Diese Daten lassen sich für umfassende statistische Auswertungen sowie zur Überwachung der Systeme und zur Wartungsdisposition nutzen. Sie können über Schnittstellen an Umsysteme weitergegeben werden. Neben der ständigen Verfügbarkeit der Daten bestehen weitere Vorteile für die Betreiber und die Fahrzeugbauer. Da weniger Komponenten in einem Fahrzeug eingebaut werden müssen, sinkt der Energieverbrauch und das Gewicht der Einbauten für das Informationssystem. n

8 8 Nr ruf informiert egdv Datenqualität höchster Güte Das Internet verspricht ein Arbeiten zu jeder Zeit und an jedem Ort. Dennoch sind viele Dokumente nur auf Papier verfügbar. Die Sankt Galler Gemeinde Rebstein will das ändern. Sie macht mit der elektronischen Geschäfts- und Dokumentenverwaltung (egdv) von Ruf Informatik erste Praxiserfahrungen. Die Gemeinde Rebstein liegt eingebettet in die reizvolle Landschaft des Mittelrheintals. Naherholungsgebiete, der nahe Bodensee, Schutzzonen und eine ausserordentliche Fernsicht auf die Schweizer, Österreicher und Liechtensteiner Alpen sorgen für eine besondere Lebensqualität. Der Freizeit- und Erholungswert ist hier besonders hoch. Die nahe Autobahn schafft den Anschluss an die Zentren der übrigen Schweiz und ins nahe und ferne Ausland. Datenautobahn in Gang setzen Urs Graber, Gemeinderatsschreiber und Verantwortlicher für die IT, hat sich hohe Ziele gesteckt: «Wir wollen über unsere Homepage den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Unternehmen medienbruchfreie Verwaltungsdienstleistungen anbieten.» Und er doppelt gleich nach: «Und das mit möglichst wenig Mehraufwand für die Verwaltung.» Die Gemeinde mit mehr als 4'000 Einwohnern möchte den Anschluss an die Erfordernisse des E-Government auf der Datenautobahn nicht verpassen. Der siebenköpfige Gemeinderat und die Bürgerversamm- «Wir wollen über unsere Homepage den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Unternehmen medienbruchfreie Verwaltungsdienstleistungen anbieten.» Urs Graber, Gemeinderatsschreiber und Verantwortlicher für die IT lung haben sich deshalb vor einem Jahr für die egdv-lösung von Ruf Informatik entschieden. Eine Lösung, die als Grundlage für die vollständige digitale Integration der Fachbereiche innerhalb der Verwaltung und der Gemeindeexekutive dient. Sie bringt zudem die Voraussetzungen mit, gegen aussen mit Nachbargemeinden, dem Kanton, dem Bund, den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Unternehmen über den elektronischen Weg Dokumente auszutauschen. Bis heute sind die modulübergreifenden Grundfunktionalitäten und die Module Registraturablage, Posteingangsverwaltung und Vertragsverwaltung installiert worden. Rebstein hat danach im Herbst 2010 für Ruf als Pilotgemeinde den Betrieb aufgenommen und wird die egdv-lösung sukzessive mit den Modulen Adressdossier, Sitzungsmanagement und Finanzbelegverwaltung ausbauen. Ablösung des Papiers Auch wenn eine fertige Gesamtlösung im Bereich der Geschäfts- und Dokumentenverwaltung gekauft wurde, seien Anpassungen und Eigenleistungen zu erwarten gewesen, räumt Urs Graber ein. Besonders wichtig ist die gute Vorbereitung: Bei der Registraturablage muss man eine Systematik erarbeiten, nach welchen Kriterien die Dokumente abgelegt werden sollen. Rebstein wendet dazu den Registraturplan des Kantons SG an, denn das System soll auch in zehn bis zwanzig Jahren noch einfach zu bewirtschaften sein. Grundsätzlich wird in der Verwaltung von Rebstein seit dem 1. Januar 2011 jedes Dokument elektronisch erfasst und verschlagwortet abgelegt. Die Umstellung des Papierarchivs auf die digitale Sammlung hat mehrere Vorteile, betont der Gemeinderatsschreiber. Da sei etwa die sofortige Verfügbarkeit beispielsweise aller kantonalen Vernehmlassungen, Schreiben und Erlasse. Wenn Graber einen Bürger am Telefon habe, der sich nach dem Stand seines Verfahrens erkundige, könne er gleich während des Gesprächs die Antwort liefern. Ein Plus sei die schnelle Dokumentensuche auch für internen Gebrauch. Akten seien dank den verschiedenen Suchmöglichkeiten relativ rasch zusammengestellt. «Bereits bei der Einführungsphase ist es wichtig», so Graber, «dass in der Verwaltung genügend Kapazität bereitgestellt wird.» Wenn Personen überfordert sind und eine Abneigung entwickeln, geht die Einführung nicht voran. Für die Gemeindeverwaltung ist der elektronische Datenaustausch dort sinnvoll, wo die Gesetzgebung diesen zulässt. Verstärkte Transparenz Ausdrücklich erwünscht ist das durchgängige Arbeiten mit Dokumenten im System. Ein gutes Beispiel hierfür sieht Graber in der Festwirtschaftsbewilligung, die von einem Antrag bis zur Verrechnung medienbruchfrei abgewickelt werden könne. Die Bewilligung würde somit direkt in der Lösung erstellt, elektronisch signiert und per versandt. Zudem liessen sich die Dokumente elektronisch ablegen und nur bei Bedarf ausdrucken. Dies ist für alle transparent; jeder Vorgang wird mit Zeit und Urheber vermerkt und ist somit nachvollziehbar. Ein Briefwechsel über ein Bewilligungsverfahren bleibt von der ersten unverbindlichen Anfrage per , der schriftlichen Erteilung des Gesuchs bis zur Abrechnung rückverfolgbar. Das ermöglicht es allen Mitarbeitenden der Instrumente der elektronischen Geschäfts- und Dokumentenverwaltung

9 ruf informiert Nr Verwaltung zu eruieren, in welcher Phase ein Geschäft gerade steht. Workflow als Grundfunktionalität Ein weiterer Pluspunkt der elektronischen Datenbewirtschaftung ist die Tatsache, dass elektronische und klassische Briefpost einheitlich behandelt werden. Ein klarer Arbeitsprozess kann über Workflows in der Applikation abgebildet werden. In einen Workflow können unterschiedliche Personen eingebunden werden. Für jede Aufgabe, die innerhalb eines Workflows bearbeitet wird, können der für die Bearbeitung zur Verfügung stehende Zeitrahmen und zu verwendende Werkzeuge vorgegeben werden. Darüber hinaus kann ein beendeter Workflow einen nachgelagerten Workflow anschieben. Die Gemeinde Rebstein hat nunmehr ca. 20 Gemeindeprozesse wie beispielsweise Freigabeund Visumverfahren elektronisch abgebildet. Sie stehen somit der Verwaltung und dem Bürger papierlos zur Verfügung. Ruf egdv Grundfunktionen auf einen Blick: n Erfassen (scannen, importieren, klassifizieren) n Verwalten (Registerablage, Dossiers) n Suchen und finden (Volltextsuche, kombinierte Recherchen) n Verteilen (Workflow, Wiedervorlage, Abonnement) n Archivieren (Aufbewahrungsfristen, Revisionssicherheit, Langzeitarchiv) Suisse Public 2011 ipad2-gewinner An der diesjährigen Fachmesse für öffentliche Betriebe und Verwaltungen wurden mehr als 500 Wettbewerbskarten in die Urne geworfen. Nach der Messe wurden vier Tagespreise verlost. Ruf Informatik gratuliert den glücklichen ipad2-gewinnern: n Thomas Fleischmann, Gemeinde Eschenz n Philipp Riniker, Gemeinde Windisch n Jürg Sennhauser, Gemeinde Lachen n Lucia Uebersax, Fachpresse.com GmbH Thomas Fleischmann (rechts): «Danke für das ipad2! Ich werde mich mit den neuen Technologien auseinandersetzen.» Exekutive profitiert Für das Sitzungsmanagement betreibt der Gemeinderatsschreiber in der Vorbereitungsphase jeweils viel Aufwand. Von der neuen Ruf Lösung verspricht er sich auch da eine Effizienzsteigerung. Klar attraktiver wird die Arbeit für die Gemeinderäte. Diese können sich dann in die Akten vertiefen, wenn sie es wünschen. Zu erwarten ist auch, dass die Qualität der Vorbereitung der einzelnen Geschäfte besser wird, da sämtliche Dokumente den betreffenden Personen rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Bisher waren die Unterlagen für die Gemeinderäte nur in der Kanzlei einsehbar. Mir der neuen Lösung informiert sich der Gemeinderat im Voraus über die Traktandenpunkte, die vierzehntäglich behandelt werden. Der Zugriff erfolgt dabei auch bequem via Webclient von ausserhalb der Verwaltung. n Gemeinde Rebstein «Stein und Rebe» sind die Symbole des Gemeindewappens. Sie verkörpern die Geschichte und die Gegenwart der attraktiven Wohngemeinde. Sorgten die Reben früher für das nötige Einkommen der Dorfbewohner, so sind sie heute Zeichen und Merkmal einer landschaftlichen Idylle. n Einwohner: 4'270 (2010) n Haushalte: 1'890 (2010) n Fläche: 4,26 km 2 n Arbeitsplätze: über 1'000 n Vereine: über 50 Zunehmend fragen Nutzer die elektronische Erledigung von Behördengängen nach. Digitale Identität und rechtsgültige Unterschrift kommen immer öfter zum Einsatz. Der elektronische Identitätsnachweis SuisseID verhilft beim Umgang mit vertraulichen Daten. Ruf Informatik AG und SwissSign AG verstärken ihre Zusammenarbeit. Swiss- Sign als Tochter der Schweizerischen Post Philipp Riniker (links): «Das ipad2 wird mich beruflich und privat begleiten und unterstützt mich bei der täglichen Arbeit.» Jürg Sennhauser (rechts): «So eine grosse Verpackung und so ein kleines Ding!» E-Government profitiert von SuisseID gehört zu den Experten für Sicherheitslösungen und bietet seit Mai 2010 die SuisseID an. Mehr dazu finden Sie in der nächsten Ruf Informiert Ausgabe 3/2011.

10 10 Nr ruf informiert Neues Ticketing-System im Ruf Service Desk «Schnell, transparent und dialogstark» Ein rascher, effizienter IT-Support ist ein gewichtiger Produktivitätsfaktor in den Unternehmen. Beim IT-Anbieter Ruf erfolgt gegenwärtig eine umfassende Neuausrichtung dieses Services. Herzstück des neu definierten Supportsystems ist das optimierte Ticketing. «Wir werden schneller und bieten den Kunden einen besseren, persönlicheren und nachvollziehbaren Service», erklärt Roman Grob, Leiter des Customer Service & Support (CS&S). Im September wird das neue System den rund 2'500 Ruf Kunden zur Verfügung stehen. Andreas Stüssi, Leiter des Service Desk: «Es ist eine Herausforderung, die ganzen Prozesse zu ändern. Die Arbeit am neuen Datenbanksystem ist spannend, und ich bin zuversichtlich, dass der Start in der ersten Septemberhälfte klappen wird. Gegenwärtig sind wir in der Testphase des Systems und es sieht sehr gut aus.» Neudefinition aller Supportprozesse «Nur ein neues Tool würde nichts bringen», stellt Roman Grob, Leiter des Supportbereiches, fest. «Wir definieren alle Prozesse und Workflows neu». Das Ticketing-System und die geänderten Prozesse sollen helfen, dass 75% der Anfragen im First-Level-Team gelöst werden können. 25% der Fälle gehen in den Second Level, in die ebenfalls neu gebildeten Fachgruppen. Um dies zu erreichen, wird der Service Desk und der First-Level-Bereich auf gegen zehn Stellen ausgebaut. Der Second Level umfasst gegenwärtig 36 Mitarbeitende. Grosse Transparenz für den Nutzer «Der grosse Vorteil des neuen Ticketing- Systems», so Andreas Stüssi, «ist die hohe Transparenz für den Kunden einerseits und die schnelle Reaktion auf Anfragen andererseits. Unsere Kunden erhalten via Mail alle Informationen zu ihrem Fall. Vom Eingang über die Bearbeitung bis zur Lösung werden alle Statusänderungen angezeigt, dokumentiert und kommuniziert. Im Userportal der Ruf Webpage kann sich der Kunde jederzeit über den Status aller Anfragen informieren. Mit dem neuen System hat der Kunde die Übersicht und kann proaktiv werden. Bei 35'000 Meldungen, die jährlich bei uns eingehen, ist es nicht ganz einfach die Übersicht zu behalten. Das Ticketing-System ist daher mit einem durchgehenden Ampelsystem für alle Bearbeitungsschritte ausgerüstet. Stehen alle Ampeln auf Grün, haben wir den Idealfall. Bei Orange ist eine schnelle Reaktion unserseits angesagt und Rot soll möglichst vermieden werden. Mit dem neuen Ticketing-System wird der Support kundenfreundlicher, schneller und informativer», zeigt sich Stüssi überzeugt. Direkter Dialog mit dem Kunden «Ein weiterer Vorteil», so Stüssi, «ist der schnelle, direkte Kontakt des Kunden mit dem zuständigen Supporter. Ein direkter Kontakt per Mail ist nun einfach möglich. Und der Kunde muss sein Anliegen nur einmal erklären. Dies ist nicht nur direkter, sondern auch angenehmer und ressourcenschonender für beide Seiten.» «Neu an diesem System», so Roman Grob, «ist auch, dass nicht wir, sondern der Kunde den Fall abschliesst. Ist für uns ein Problem gelöst, erhält der Kunde ein Mail und bestätigt die Lösung seines Problems mit einem einfachen Klick auf einen Link. Andernfalls bleibt der Auftrag bei uns weiterhin pendent. So können wir die Kundenzufriedenheit weiter erhöhen.» Technische Innovation allein genügt nicht «Ein guter Support», so Leiter Roman Grob, «besteht aus guten Mitarbeitenden und einem guten technischen System. Beides haben wir nun. Und mit Start des Systems im September werden wir uns weiter verbessern. Um die Reaktionszeit noch weiter zu verkürzen, sind wir gegenwärtig daran, unsere interne Wissensdatenbank zu optimieren. Dabei werden Hunderte von Standardproblemen mit den jeweiligen Lösungsansätzen verknüpft. Dies wird zunehmend dazu führen, dass auf Anfragen hin auch fast zeitgleich die Lösung präsentiert werden kann.» n

11 ruf informiert Nr Finanzverwaltung- und Pfarramtsführung Entlastung für das Pfarramt Die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Niederamt liegt zwischen Aarau und Olten. Die weit verzweigte Kirchgemeinde arbeitet seit mehr als zehn Jahren mit den bewährten Ruf Lösungen und sieht sich immer wieder vor neuen Herausforderungen. Evangelisch-reformierte Kirche Lostorf Neun politische Gemeinden, sieben Ortskirchgemeinden (Schönenwerd/ Eppenberg-Wöschnau, Niedergösgen, Stüsslingen-Rohr, Däniken, Gretzenbach, Obergösgen, Lostorf) bilden die Evang.-ref. Kirchgemeinde Niederamt im Kanton Solothurn. Die Kirchgemeinde wurde 1899 gegründet und umfasst heute rund 5'500 Mitglieder. Was sich auf den ersten Blick einfach anhört, ist in Wirklichkeit ein fein austariertes System von Neben- und Miteinander. Die Fäden laufen in vier Pfarrämtern, deren drei Sekretariatsstellen und der Finanzverwaltung zusammen, wobei die Verwaltung der Finanzen, Löhne und Steuern für die ganze Kirchgemeinde durch Susanna Simmen übernommen wird. Die passionierte Finanzverwalterin bekleidet dieses Amt seit dem Jahr 2000 und bringt entsprechend fundierte Geschäftskenntnisse mit. Bei der Pfarramts- und Finanzführung up to date Seit mehr als zehn Jahren arbeitet eine der grössten solothurnischen Kirchgemeinden mit den Kirchenfachlösungen von Ruf Informatik. Die Module Finanzbuchhaltung, Lohnbuchhaltung und Steuerfakturierung wurden mit regelmässigen Updates auf dem neusten Stand gehalten wurde dann die erste Generation der Pfarramtsführung durch die neuste, die Version 4, abgelöst. Die professionelle Lösung mit den wichtigsten Funktionen wie der Integration der Stammund Kirchdaten, der Einteilung der Adressen in Kreise, der flexiblen Struktur von Haushalten oder der Durchgängigkeit in die weiteren Ruf Module steht heute bei über 500 Kirchgemeinden im Einsatz. Ab Steuerjahr 2011 hat die Kirchgemeinde Niederamt die Steuerfakturierung an die neun politischen Gemeinden übertragen, um damit die Finanzverwaltung der Kirchgemeinde Niederamt zu entlasten. Ausbaupotenzial sieht Susanna Simmen in erster Linie beim elektronischen Mutationstransfer in die Pfarramtsführung und an die Adressverwaltung für den monatlich erscheinenden Kirchenboten. Befreiter Zugriff dank Outsourcing Ebenfalls im Jahr 2010 wurde das System von einer Inhouse-Lösung auf eine Rechenzentrumslösung umgestellt. Breitbandige Netz- Evangelisch-reformierte Kirche Däniken werkverbindungen zwischen den Standorten erleichtern den Datenaustausch wesentlich. Früher wurden Mutationen immer bei Susanna Simmen an einem zweiten PC lokal getätigt und die neu erfassten Daten und die Mutationsdaten per Diskette oder auf CD- ROM vom Kirchgemeindeverwaltungsbüro zu den Pfarrämtern manuell übertragen. Was früher viel Arbeit verursachte, ist heute kein Thema mehr. Lokal installierte Geräte, die früher ab und zu Systemunterbrüche verursachten und wieder neu aufgesetzt werden mussten, gibt es in der neuen Lösung nicht mehr. Zudem reduzierte sich der Arbeitsweg der drei aussenliegenden Sekretariatsstellen beträchtlich. Als weiteren Vorteil sieht Susanna Simmen die Auslagerung bestimmter Aufgaben wie der Datensicherung, der Programm-Updates oder dezidierter Zugriffsrechte, die sich im Hintergrund abspielen. Zudem betont die Finanzverwalterin: «Die Umstellungsarbeiten vor rund einem halben Jahr liefen in der Finanzverwaltung unterbruchfrei und es funktionierte alles auf Anhieb so, wie ich es von meiner vorgängig genutzten Inhouse-Lösung her kannte.» «Wir sind mit der Fachlösung für Kirchgemeinden sehr zufrieden. Sie ist logisch aufgebaut und deckt praktisch sämtliche Funktionalitäten ab.» Susanna Simmen, Finanzverwalterin Support-Bereich nutzen Für die neuste Version der Pfarramtsführung wurden die drei Sekretariatsstellen durch den Customer Service und Support geschult, um die neuen Funktionalitäten zu erlernen, wie einmutiert wird, wie Auswertungen gestaltet werden. «Die Ruf Produkte sind logisch aufgebaut, vieles kann ich weitergeben», schildert Susanna Simmen. Entsprechend moderat fiel für die drei Sekretariatsstellen bis anhin der Schulungsaufwand aus. Trotz weitreichender Produkterfahrung kommt es ab und zu vor, dass an den Ruf Service Desk wenden müssen. Rund 50 Mitarbeitende sorgen dann dafür, dass mit den Ruf Lösungen ein möglichst störungsfreier Ablauf bei der Führung der Geschäfte gewährleistet wird. Wachsende Herausforderungen Wie in vielen Kirchgemeinden kämpft man auch im Niederamt mit den schwindenden Mitgliederzahlen. Damit einher gehen weniger finanzielle Mittel für die zahlreichen Sozialaufgaben, Personalaufwendungen oder den Unterhalt der Liegenschaften. «Interessant auf der anderen Seite» so Susanna Simmen, «die steigende Nachfrage nach Kasualien (Taufe, kirchliche Trauung, Abdankung usw.), die auf Wunsch von konfessionslosen Bewohnern der neun politischen Gemeinden erbracht werden und die in Rechnung gestellt werden können. Dabei steht die individualisierte Konsumhaltung, wie wir sie beispielsweise vom Detailhandel her kennen, einer gewissen Solidarität zur evang.-ref. Gemeinschaft konträr gegenüber. Hier werden wir weiterhin als Kirchgemeinde von einer gesellschaftlichen Veränderung gefordert, die eigentlich in Zukunft nur eine gut funktionierende Kirchgemeinde meistern kann.» n Produktportfolio, das bei der Evang.-ref. Kirchgemeinde Niederamt im Einsatz steht: n WWSoft Pfarramtsführung n WWSoft Finanzbuchhaltung n WWSoft Lohn n WWSoft Steuern n Outsourcing (ASP)

12 12 Nr ruf informiert Ruf Lettershop-Dienstleistungen für die eigentliche Steuerarbeit ein. Damit rechnen sich auch die für die Lettershop- Dienstleistungen anfallenden Kosten, denn die Verarbeitung durch die Gemeindeverwaltung kostet ja auch. So gesehen ist die Auslagerung eine Win-Win-Situation.» Unterengstringen Lettershop ausgelagert Die Gemeindeverwaltung Unterengstringen betreibt ihre Branchenlösung GeSoft seit vier Jahren im Outsourcing. Nicht nur bei der IT, auch bei der Massenverarbeitung von Dokumenten setzt Unterengstringen auf Auslagerung. Der Lettershop von Ruf nimmt der Gemeinde diese wiederkehrende Arbeit ab. Die Zürcher Gemeinde Unterengstringen liegt im Limmattal am Südhang des Gubrists. Die Nähe der Stadt Zürich und die guten Verkehrsverbindungen tragen mit dazu bei, dass Unterengstringen als bevorzugte Wohnlage erscheint. Die Wälder am Gubrist und in der Hard sind beliebte Erholungsräume, welche sich im südlichen Teil der Gemeinde mit den Besitzungen des Kloster Impressum Herausgeber: Ruf Gruppe Rütistrasse Schlieren Tel Fax «ruf informiert» erscheint 3 jährlich. Nachdruck mit Quellenangabe gestattet. Redaktion, Konzept und Gestaltung: Ruf Gruppe Marketing Services «ruf informiert» ist kostenlos erhältlich. Fahr und dem Hardwald entlang der Limmat ausdehnen. Als Besonderheit liegt Mitten in Unterengstringen auch ein Stück Aargau: Das Gebiet des Klosters Fahr ist eine Enklave und gehört zur aargauischen Gemeinde Würenlos. Massenverarbeitung Wie auf jeder Gemeinde- oder Stadtverwaltung fallen auch in Unterengstringen jährlich oder monatlich wiederkehrende Aufwände im Zusammenhang mit der Massenverarbeitung von Dokumenten, Formularen und Rechnungen an. Dabei handelt es sich vor allem um die Verarbeitung und den Versand von Steuererklärungen, Steuer- und Werkrechnungen, sowie Stimmrechtsausweisen für Wahlen und Abstimmungen. Arbeitsentlastung und Zeitgewinn In jeder Verwaltung entsteht dadurch ein Aufwand, welcher Teile der Organisation mit Tätigkeiten belastet, die eigentlich nicht zu den Kernkompetenzen der Mitarbeitenden gehören. Aus diesem Grund entschied sich Unterengstringen schon vor Jahren diese zwar wichtigen, aber zeitraubenden Arbeiten an den Lettershop von Ruf auszulagern. Ein logischer Schritt für Werner Müller, Gemeindeschreiber-Stv. und Bausekretär der Gemeinde Unterengstringen: «Das Outsourcing der Massenverarbeitung bringt eine enorme Arbeitsentlastung. Der Entscheid für eine Auslagerung war für uns naheliegend. Vor allem weil Menge und Komplexität in letzter Zeit eher zugenommen haben.» Einer der Hauptnutzen sieht Müller vor allem in der Effizienzsteigerung in der Verwaltung: «Es geht um Tätigkeiten, die vorher u.a. von den Mitarbeitenden im Steueramt erledigt werden mussten. Das fällt nun weg. Die dadurch gewonnene Zeit setzen wir nun «Das Outsourcing bringt eine enorme Arbeitsentlastung.» Werner Müller, Gemeindeschreiber-Stv. Einfache Abwicklung von Steuerrechnungen Wie komfortabel und reibungslos die Abwicklung eines Lettershop-Auftrags ist, zeigt sich am Beispiel des Steuerrechnungsversands. Im Steuermodul von GeSoft werden die Daten vom Steueramt-Mitarbeiter aufbereitet. Danach wird der Drucker «Ruf Lettershop» angewählt und mit einem simplen Klick auf «Versenden» mehr braucht man in Unterengstringen nicht zu tun stehen die Daten für die Verarbeitung im Ruf Rechenzentrum bereit. Die weitere Verarbeitung übernehmen Ruf-Mitarbeitende. Die Datenschutzvereinbarung verbürgt für Diskretion und die Sicherheit der Daten und Dokumente. Die Druckdaten enthalten einen OMR-Code. Dieser steuert automatisch die Falz- und Kuvertiermaschine, womit garantiert ist, dass sensiblen individualisierten Daten die richtigen Dokumente ins Kuvert gelangen. Testen Sie den Ruf Lettershop Stellen Sie den Ruf Lettershop auf die Probe. Bei Fragen erreichen Sie Markus Neuweiler unter Telefon oder n Mehr Power für Ihr iphone 4 Neu im Rufshop: Mit der Schutzhülle von Energizer verdoppeln Sie die Batterielaufzeit Ihres iphone 4. n Schutzhülle und Batterie in einem n Elegantes Design n Angenehm und griffig in der Hand n Einfach in der Handhabung n Doppelte Energie n Laden über USB Bestellen Sie die Energizer Power Skin im Rufshop zum Aktionspreis von CHF (inkl. MwSt und Versand) Die Aktion gilt nur bei Bestellung im

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