Juni 2011 MAGAZIN DEUTSCHLAND. Produkte und Entwicklungen. Anwendungen und Referenzen. Aus den Unternehmen

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1 MAGAZIN DEUTSCHLAND Juni 2011 Produkte und Aus den Unternehmen

2 Luxus-Hotels sprechen e.control! Von einem Luxushotel erwartet man Spitzenleistungen. Ein gutes Beispiel ist das Kameha Grand in Bonn mit Room-Service von spega! In den Zimmern, Suiten und Allgemeinbereichen übernimmt e.control die Raumautomation gemäß VDI und dirigiert Temperatur, Be leuch tung und Sonnen schutz mit einer beeindruckenden Energie bilanz. Und nicht nur das: Im Kameha Grand steht e.control im Dialog mit dem Hotelmanagementund Buchungs system. Ungebuchte Zimmer bleiben auf Energiespar-Niveau, gebuchte werden schon vor dem Eintreffen der Gäste automatisch auf Wohlfühlen eingestellt. Besondere Wünsche inbegriffen.

3 Editorial Liebe Leserinnen, liebe Leser, In diesem Editorial stellt Dr. Gert-Ulrich Vack, ehemaliges Vorstandsmitglied der, seine Sicht auf das aktuelle Marktgeschehen dar, mit der Hoffnung, eine rege Diskussion anzustoßen. Gerne gibt ihm der Vorstand dazu Gelegenheit. Der LON geht nicht!??? Bustechnik in der Gebäudeautomation hat sich seit 20 Jahren bewährt. Im Rahmen der Standardisierung sind LON wie auch KNX und BACnet herstellerunabhängig dokumentiert, und es gibt voneinander unabhängige Anbieter, Test- und Zertifizierungssysteme, ja Hunderte von guten Referenzprojekten. Nun heißt es gelegentlich: Der LON geht nicht, ist zu aufwändig, ist proprietär. Also wird Raumautomation zum Beispiel mit Modbus ausgeschrieben (Frage: Netzwerk-Binding mit Papier und Bleistift, hart codiert in SPS-Software?), da werden deutsche Nebenstandards (AMEV-BACnet) definiert oder gleich spezielle Protokolle in geschlossenen Systemen genutzt ( RS485 ). Wird dadurch eines der Praxisprobleme gelöst? Werden damit unzureichende Mitarbeiterqualifikation und Qualität bei Planung und Ausführung von Projekten kompensiert? Wird der exorbitante Termin- und Kostendruck von den Projekten genommen? Wird Nachhaltigkeit in Betrieb und Service der Anlagen verbessert? Eine neue Generation Ingenieure und Techniker ist im Markt: Die Neigung, Projekte zusammenzu surfen wächst. Schnell und billig! Keine Zeit für Datenpunktliste und Funktionsplan nach VDI3814. LV-Texte werden zusammenplagiiert, Leistungen der Ausführungsplanung nicht bezahlt, Projekte mit Kampfpreisen geholt, Risiken durch Mehrfach-Versubbung ausgelagert und Erträge per Nachtragsmanagement optimiert. Treten in Folge Probleme auf heißt es Der LON geht nicht! Ethernet. In der Wolke werden Ressourcen, Funktionen, Daten systemweit geteilt. Es entsteht eine erweiterte Systemstruktur: Integration leistungsfähiger Bustechnologien im Feld mit IT-basierten, offenen Automationswelten mit Enterprise-Connectivity in der Cloud da, wo derzeit (noch) proprietäre Gebäudeleitsysteme und teures Gatewayengieering dominieren. Welche Positionen wird LON künftig im Markt einnehmen? Es können die Technologien und Produkte gewinnen, die nahtlos in die offene Welt der Cloud Control hineinpassen, und zwar nach unten zu Sensoren und Aktoren ( Feldebene ) und nach oben mit IT- und WEB-Technologien. LON hat gegenüber seinen beiden Mitbewerbern ausgezeichnete Voraussetzungen: ein professionelles, system- und herstellerneutrales Netzwerkmanagement mit einer Datenbank, die perfekt zur Cloud passt, Gerätekonfiguration über einheitliche Datenschnittstellen zum Verstecken von Gerätespezifik, eine robuste und leistungsfähige wie störarme Bus-Physik, die neue Chipgeneration FT5000 mit deutlich verbessertem Preis-Leistungsverhältnis. Diese Vorteile sind aber nur umsetzbar auf der Basis von Wissen, Qualitätsbewusstsein und Erfahrung. Deswegen kommt der Ausbildung von Planern und Projektleuten eine so immense, wachsende Bedeutung zu. Gute Schulung ist die halbe Miete für erfolgreiche Projekte. Mögen viele aufgeschlossene, motivierte Ingenieure und Techniker die Chance nutzen, sich in Schulungsstätten mit dem Qualifizierungskonzept Automatisieren mit LON weiterzubilden. Gewinnen werden die Schlauen und Schnellen! Schlechte Zeiten für Raumautomation mit Modbus Etwas lax gesprochen: Nein, der LON geht nicht! Und: Der LON geht super, wenn man es richtig macht! Es gilt, umzudenken, vom Ende her : Das, was heute eingespart wird, muss später doppelt und dreifach draufgezahlt werden. Dann ist da noch ein Trend am Horizont, in Nordamerika schon deutlich erlebbar: Das Verschmelzen von IT- und Automationswelten als Cloud. Dabei geht es nicht um die Protokolltunnelung über Dr.-Ing. Gert-Ulrich Vack, SysMik GmbH Dresden

4 Über das Titelbild Im Luxushotel Kameha Grand Bonn sorgt Raumautomation mit LON für hohe Energieeffizienz und für Komfort. Mehr über das Projekt von spega auf Seite 16. Foto: Impressum Das Magazin ist eine Publikation des e.v.. Das Magazin wurde 1994 als LNO Brief gegründet und 2006 umbenannt. 18. Jahrgang, Ausgabe Juni e.v. Theaterstr. 74, D Aachen Tel.: Redaktion: Dr. Günter Bleimann-Gather Dipl. Ing. Hermann Josef Pilgram TEMA Technologie Marketing AG Theaterstr. 74, D Aachen Inhalt Editorial...3 Produkte und Easylon PCIe Interface+ Gesytec ebnet LON den Weg zu PCI Express...6 SysMik: Neue Kompakt-Controller...8 ELKA: UP-Busankoppler mit FTT-Transceiver 30 % weniger Energiebedarf bei extrem flacher Bauweise...10 SysMik: INTES IntegrationsServer...11 Sauber sparen Kärcher setzt das e.control-system von spega ein...14 spega: Zimmer-Service mit e.control mal etwas anders...16 Mit LON-Technologie von ELKA lernen Wesselinger Schüler besser...17 Unitro: Saubere Gewässer durch Einsatz der LON-Technologie...18 Somfy: Sonnenstandsverfolgung reduziert Energiebedarf...19 Kieback&Peter Stuttgart nutzt und zeigt LON...20 LonMark Belimo auf der ISH 2011 Produtkinnovationen und glückliche Gewinner...22 Neuer Fachbetrieb: Ingenieurbüro Oliver Wetzel IOW GebäudeEffizienz Dialog am 28. September 2011 in Frankfurt/M...23 LON-Aufbaukurs bei DIAL: ein Erfolg...24 Stefan Holzer verstärkt Qualitätssicherung bei LOYTEC...26 Sonnenschutzsteuerungen auf der eltefa in Stuttgart WAREMA stellt Neuheiten vor...26 Gestaltung: TEMA Technologie Marketing AG Die Rechte an den Beiträgen aus dieser Publikation liegen bei den jeweiligen Autoren. Das Sekretariat der LonMark Deutschland stellt gerne einen Kontakt her, falls Interesse an einer redaktionellen Weiterverwendung besteht. Das Magazin erscheint vierteljährlich, in der Regel zum Quartalsende. Die aktuellen Mediadaten finden Sie unter Wir schicken Sie Ihnen auch gerne zu. Die Warenzeichen aller Unternehmen werden anerkannt. LONMARK Germany e.v. LONMARK International LONWORKS Installation Handbook LONWORKS in Practice for Electrical Technicians 3 rd Edition LonWorks Installation Handbook Neue, erweiterte Auflage jetzt verfügbar Echelon, LON, LonTalk, LonBuilder, LonUsers, NodeBuilder, Digital Home, Neuron, LonManager, 3150, LonWorks, LonWorld, 3120 und LonPoint sind registrierte Warenzeichen der Echelon Corporation. LONCOM TM, LonLink TM, LonSupport TM, LonResponse TM, LNS TM, Device Tone TM, LONews TM, LonMaker TM, i.lon TM und ShortStack TM sind Trademarks der Echelon Corporation. Das LonWorks Installation Handbook, die englischsprachige Ausgabe des LonWorks Installationshandbuchs, ist in einer aktuellen, erweiterten Ausgabe erschienen. Preis für Mitglieder 16 Euro, Preis für Nicht-Mitglieder 32 Euro. Bestellungen über Sekretariat,

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6 Easylon PCIe Interface+ Gesytec ebnet LON den Weg zu PCI Express Sie werden immer seltener: Server und Workstations mit der alten PCI Schnittstelle. Zeit für den Wechsel zum schon im Jahr 2004 eingeführten PCI Express (PCIe). Mit dem Easylon PCIe Interface+ macht Gesytec auch für LON den Weg frei für die neue Rechnergeneration. Vorbei die Zeit, in der auf die immer geringer werdende Auswahl an Servern und Workstations zurückgegriffen werden musste, die noch den alten PCI unterstützen. Mit dem Easylon PCIe Interface+ erhält man endlich die Freiheit, sein LON- Automatisierungsnetzwerk mit moderner Rechnerhardware zu verbinden. Das Gute daran: Man muss nur die neue Schnittstellenkarte einbauen und fertig. Alle vorhandenen funktionieren einfach weiter. Aufgrund der vollen softwareseitigen Kompatibilität von PCI und PCIe entfällt die aufwändige Anpassung vorhandener Software. Die passenden Treiber für das Easylon PCIe Interface+ stehen für alle aktuellen Windows Betriebssysteme von XP bis Windows 7 einschließlich der Server-Betriebssysteme zur Verfügung, sowohl für 32- als auch für 64-Bit Systeme. Einfaches Handling Das Easylon PCIe Interface+ besitzt einen FTT-10 Transceiver. Das LON-Netzwerk kann über eine 2-polige Schraubklemme oder einen RJ45 Stecker mit dem Interface verbunden werden. Service Taster und Status-LED sorgen für das gewohnt einfache Handling des Gesytec-Produkts. Als Steckkarte im Low-Profile-Format findet das Easylon PCIe Interface+ flexibel Platz in den unterschiedlichsten Gehäusetypen. Volle Leistungsfähigkeit Programme können die Schnittstellenkarte als VNI (Virtual Network Interface) nutzen, wobei der Rechner den logischen Teil der Protokollschichten emuliert. So können bis zu acht Schnittstellen mit eindeutiger Node-ID zur Verfügung gestellt und von Programmen genutzt werden. Damit erhalten bis zu acht gleichzeitigen Zugriff auf das LON-Netzwerk. Neben Steuerungsanwendungen wird so auch die gleichzeitige Analyse auf einer einzelnen Workstation möglich. Dabei ist es egal, ob es sich bei den um 32 Bit oder alte 16 Bit Programme handelt. Ebenfalls können MIP (Microprocessor Interface Program) und NSI (Network Services Interface) basierte Programme parallel betrieben werden. Wie alle Easylon Interfaces von Gesytec besitzt auch das Easylon PCIe Interface+ die volle RNI-Funktionalität (Remote Network Interface). Damit wird der Fernzugriff über TCP/IP, also über LAN aber auch über das Internet, realisiert. Die Überwachung eines LON-Netzwerkes ist somit nicht mehr ortsgebunden, sondern kann von jedem PC mit Internetanschluss realisiert werden. Selbst Fernwartungsmaßnahmen werden einfach ermöglicht. Mit dem Easylon PCIe Interface+ macht Gesytec Schluss mit der Beschränkung auf Server und Workstations, die nur den veralteten PCI Standard unterstützen. Dabei fällt der Wechsel für den Anwender so einfach wie möglich aus: Alle können ohne Änderung weiter benutzt werden. Mit VNI-, RNI- und MIP- Unterstützung bietet Gesytec den gesamten Komfort und die Leistungsfähigkeit moderner LonTalk-Adapter. Über Gesytec Die Gesytec GmbH aus Aachen ist seit mehr als 30 Jahren in der Entwicklung und Herstellung automatisierungsnaher Hard- und Software tätig. Gesytec bietet Produkte für die Automatisierung mit LonWorks und für die (Fern-)Überwachung von Geräten und Anlagen. Für LonWorks stellt Gesytec ein komplettes Produktangebot für (Fern-) Kommunikation, intelligente Peripherieanbindung und Netzwerkinfrastruktur zur Verfügung. Connectivity Lösungen auf Basis von Embedded- und Funk-Technologien sorgen für Fernerfassung und -steuerung von Internet bis in die Feldbusebene. Die Produkte von Gesytec werden weltweit vertrieben. Gesytec GmbH D Aachen Tel.:

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8 SysMik: Neue Kompakt-Controller Die Raumregler LCC-500 sind die ersten Mitglieder der neuen FT 5000 basierten Gerätefamilie von SysMik. LCC steht für LON-Compact-Controller und ergänzt bewährte Eigenschaften wie Zuverlässigkeit und grafische Programmierbarkeit um neue Funktionen wie konfigurierbare Universaleingänge und integrierte Aktorversorgung. Der FT 5000 ist Echelons jüngstes Modell des Neuron-Chips mit deutlich erhöhter Verarbeitungsgeschwindigkeit. Mit dem FT 5000 spart man gerätebezogene Gebühren bei der Kommissionierung mit aktuellen Tools. LCC-500 auf einen Blick Der LCC-500 kombiniert folgende Einund Ausgänge: 4 Universaleingänge für Sensoren 4 Analogausgänge 0-10/12 V, 20 ma für Aktoren 4 Triacs für thermische Stellantriebe 3 Relais für mehrstufige Lüfter Die Anschlüsse sind als Steckschraubklemmen in Mehrleitertechnik ausgeführt. Die Versorgungsspannung beträgt 24 V oder 230 V. Angeschlossene Aktoren werden durch das Gerät versorgt. Die Absicherung erfolgt im Gerät. Eine zusätzliche RJ-12-Buchse dient als LON-Diagnose-Anschluss. Die Vorteile liegen auf der Hand: die Zahl der Gerätevarianten reduziert sich und nachträgliche Änderungen von Sensortypen im Projekt vereinfachen sich. Praxisgerechte Verdrahtung Die Anschlüsse des LCC-500 sind entsprechend den anzuschließenden Komponenten in Mehrleitertechnik ausgeführt und jeder Komponente ist ein eigener Stecker zugeordnet. Beispielsweise gehört zu jedem Universaleingang ein eigener zweipoliger Stecker. Für den Anschluss von thermischen Stellantrieben gibt es je nach Ausführung bis zu drei Anschlusspole. Für pulsweitenmodulierte Antriebe genügen zwei Anschlüsse, für Antriebe mit 0-10 V-Schnittstelle drei: Versorgung, Signalleitung sowie Rückleiter. So kann der Aufwand für Verdrahtung und nicht zuletzt für Fehlersuche verringert werden, indem im Vorfeld für alle Aktoren und Sensoren Kabel mit Steckern vorkonfektioniert werden und im Projekt der Löwenanteil der Verdrahtung durch einfaches Zusammenstecken erfolgt. Stromversorgung inklusive Wichtiges Element eines erfolgreichen Projekts ist ein durchdachtes Versorgungskonzept. Aktoren sind sowohl für 24 V als auch für 230 V erhältlich. Bevor man sich in diesem Punkt allein am Gerätepreis orientiert, sollte man die möglicherweise mit Kosten verbundenen Folgen dieser Entscheidung im Auge behalten. Führt man Netzspannung an alle Verbraucher, mag das auf den ersten Blick preiswerter erscheinen, kann aber Mehrkosten im Zusammenhang mit Zwei Drehkodierschalter können applikativ ausgewertet und beispielsweise beim Einsatz als Kaskadenregler zur Master/ Slave-Umschaltung verwendet werden. Das Gerät ist sowohl für Tragschienen- als auch Wandmontage geeignet. Universaleingänge für flexible Sensoranbindung PWM V 3 level AO1 DO1 GND AO2 DO2 GND AO3 AO4 NO1 NO2 NO3 N PWM PWM DO3 N DO4 N F1 L N F1 Die LCC-500 verfügen über Universaleingänge, die wahlweise und unabhängig voneinander konfiguriert werden können für: Spannungen, 0-10 V Widerstände bis 300 kω und Widerstandstemperatursensoren für Nennwiderstände ab 1000 Ω sowie beliebige Kennlinien, z.b. Pt/Ni1000, NTC10k, NTC20k Binärsignale und potenzialfreie Kontakte Impulse bis zu 100 Hz mit nichtflüchtiger Zählwertspeicherung NT1 NT2 GND S1 S2 SVC AUX 21.5 C F2 Isolation DI GND UI1 GND UI2 GND 24 V AC UI3 GND UI4 GND pot. frei Pt kω Occ. S0 GND F2 Bild 1: LCC-500-Controller mit beispielhafter Applikationsbeschaltung sysmik.de

9 SERVER serial power status VDC INPUT or VAC, Hz AC FT FT B A B A 100Base-T LOYTEC LIP-33ECTB ~ - ~ + DC Produkte und Bild 2: LON-Compact-Controller LCC elektrischer Sicherheit nach sich ziehen. Arbeitet man konsequent mit Schutzkleinspannung, werden Netzteile benötigt. Die LCC-Gerätefamilie trägt diesen Fragen Rechnung, indem sie, je nach Gerätevariante, unterschiedliche Konzepte unterstützt. Die LCC-500 sind sowohl mit 24 V als auch mit 230 V-Versorgung erhältlich. Die 230 V-Varianten enthalten einen Trafo, der neben der Modulversorgung die 24 V-Versorgung von thermoelektrischen Stellantrieben übernehmen kann. Alternativ erlaubt das Modul, 230 V-Antriebe direkt anzuschließen. L-switch 2 1 L-switch 2 1 Projektsoftware Leistungssprung durch FT 5000 Die Applikation wird mit dem grafischen Programmiersystem IPOCS erstellt. Vorgefertigte Funktionsblöcke bis hin zu anwendungsbereiten LonMark-Profilen, bereitgestellt von SysMik oder entwickelt durch den Anwender in Form von Makros, vereinfachen die Programmierung. Darüber hinaus bietet IPOCS ein Werkzeug für die Erstellung applikationsspezifischer LNS- Plug-ins. Mit IPOCS lässt sich die Automationsaufgabe in 15 eigenständige Tasks mit eigenen Prioritäten und Zykluszeiten strukturieren. Die jüngste Neuron-Generation im LCC sorgt für etwa 10fach höhere Verarbeitungsgeschwindigkeit. Demgemäß beträgt die minimale Zykluszeit nun 10 ms statt vorher 100 ms. Diese Leistungssteigerung macht sich in zeitkritischen und komplexen durch wesentlich kürzere Reaktionszeiten bemerkbar. Innovative Gebäudeautomationssysteme Die L-INX Automation Server mit anreihbaren L-IOB I/O-Modulen vereinen freie Programmierbarkeit, standardisierte Kommunikationsprotokolle, Gateway-Funktionen, grafische Benutzeroberflächen und vieles mehr. Fazit Die neuen Kompakt-Controller LCC-500 von SysMik sind dank des FT 5000 besonders leistungsfähig. Durch die konfigurierbaren Universaleingänge, ein vielseitiges Versorgungskonzept und funktionsblockorientierte Programmierung erweisen sie sich als höchst flexibel. Nicht zuletzt sind sie kosteneffizient, indem sie steckerfertige Vorverdrahtung ermöglichen und Kommissionierungsgebühren sparen. Dipl.-Ing. Steffen Mehnert SysMik GmbH Dresden D Dresden Tel.: Offen in alle Richtungen integrieren die L-INX Automation Server LONMARK Systeme, BACnet Netzwerke, Modbus, M-Bus, DALI und OPC. LOYTEC electronics GmbH Blumeng Wien buildings under control

10 ELKA: UP-Busankoppler mit FTT-Transceiver 30 % weniger Energiebedarf bei extrem flacher Bauweise Geringer Energiebedarf, günstige Projektkosten und eine sehr geringe Einbautiefe: Das sind die Charakteristika der Busankoppler der Baureihe BA5000 ULF von ELKA. Der Busankoppler der Baureihe BA5000 ULF verfügt über einen FTT-Transceiver und ist das Bindeglied zwischen einem LON-Netzwerk und den Tastsensoren, Raumbediengeräten und Automatikschaltern der Firmen Berker, Gira und Jung. Aufgrund der technologischen Randbedingungen steht mit der FTT-Variante nun ein kostengünstiger Busankoppler für alle Bediengeräte aus dem Hause ELKA zur Verfügung. Das Gerät basiert auf der FT5000 Smart- Transceiver-Technologie aus dem Hause Echelon. In Verbindung mit LNS-FX und dem LonMaker FX entfallen die LNS- Knotenlizenzen, wodurch die Projektkosten zusätzlich gesenkt werden. Effizient und flach Auch beim Energieverbrauch erzielt der FTT-Busankoppler von ELKA Spitzenwerte. Mit einer Leistungsaufnahme von 4,7 bis 15,5 ma (abhängig vom verwendeten Anwendungsmodul und der Parametrierung) wurde der Energiebedarf gegenüber Wettbewerbsprodukten um mehr als 30 Prozent gesenkt, wodurch der BA5000 ULF unverzichtbar in modernen, energieeffizienten Automationslösungen wird. Flache Bauform: Eine geringe Einbautiefe erleichtert die Montage, z.b. in Leichtbauwänden Mit einer Einbautiefe von nur 23 mm wurde der benötigte Einbauraum nahezu halbiert. Dies bringt besonders bei der Montage des Busankopplers in Leichtbauwänden viele Vorteile. Zur Versorgung des Gerätes genügt eine handelsübliche 24 V DC Spannungsversorgung. ELKA bietet eine breite Palette an Produkten und Lösungen an, um die Versorgung kostengünstig und installationsgerecht dezentral aufzubauen. Technische Daten Typ BA5000 ULL, Art.-Nr (nur Berker und Jung) Typ BA5000-G ULL, Art.-Nr (nur Gira) Netzwerktyp: FT/LP (78 kb/s) Transceiver: FT-X2 Versorgungsspannung: 24 V DC Stromaufnahme (abhängig vom verwendeten Anwendungsmodul und der Parametrierung) Tastsensoren: 4,7 ma 8,7 ma Raumbediengeräte: 8,5 ma 15,5 ma Automatikschalter: 6,5 ma 8,9 ma Präsenzmelder: 5,5 ma 10 ma Schutzart: IP20 Abmessungen: 44 mm x 48 mm x 23 mm Montage: Installationsdose ø 60 mm Hohe Energieeffizienz: Mehr als 30 % Einsparung gegenüber dem ELKA LON Busankoppler mit LPT-Transceiver 4-polige Anschlussklemme: 24 V DC Versorgungsspannung. Eine Link-Power Spannungsversorgung wird nicht mehr benötigt ELKA-Elektronik GmbH D Lüdenscheid Tel.:

11 SysMik: INTES IntegrationsServer INTES ist die neue universelle Hardware/Software-Plattform für Webbasierte Integrationen. Stichwort: Cloud-Control. Das heißt Ressourcen, Daten und Funktionen können dezentral, z.b. über das Internet verteilt und genutzt werden. INTES steht für: Intelligente Lösungen Network-Connectivity Technologische Innovationen Enabler für Energieeffizienz Smarte Integrationen Automationsprojekte sind bezüglich der Ausführungseffizienz und Nachhaltigkeit durch verschiedene Gegebenheiten in Planung und Ausführung beeinträchtigt. Systemische und durchgängige Ansätze der Projektrealisierung werden durch planerische oder vergaberechtliche Regelungen aufgeweicht. Die ausführende Seite steht unter dem Druck der Projektrealisierung und agiert meist nur gewerke- und terminbezogen. Bei Erweiterung oder Änderung von bestehenden Anlagen wird die Situation weitaus problematischer. Die Folge sind fragmentarische Automationsinseln, welche mit unterschiedlichsten Konfigurations- und Integrationstools erstellt wurden und durch Gateways notdürftig gekoppelt sind. Bild 1: Integrationsserver INTES-2 Die SysMik GmbH Dresden stellt mit der Integrationsfamilie INTES eine Plattform bereit, welche herausragende kommunikative Eigenschaften, Durchgängigkeit über Gewerkegrenzen hinweg, funktionale und strukturelle Skalierbarkeit und per Cloud- Control mit Smart-Services die Basis für den Mehrwert der Systemintegration bietet. Cloud Control ist der Schlüssel zur Verschmelzung von IT und Automation: Das Internet wird verwendet, um Ressourcen, Hardware, Software, Informationen und Funktionen nach Bedarf zu teilen und zur Verfügung zu stellen. INTES die Plattformkomponenten stellen sich vor Die INTES Produktfamilie unterteilt sich in hard- und softwarebasierende Komponenten. Die verfügbaren Hardwareversionen (INTES-2 und INTES-6) nutzen das bekannte Betriebssystem QNX. Über die Schnittstellen RS232 und RS485 werden serielle Protokolle, z.b. M-Bus aufgeschaltet. Zwei voneinander getrennte Ethernetanschlüsse bieten eine zeitgemäße Connectivity. Damit können Automationsund Anwendernetzwerk ohne weitere Hardware voneinander getrennt werden. Steckbare Erweiterungsmodule dienen z.b. als Zugang in das Internet per GPRS oder als LON-Schnittstelle für energieeffiziente Raumautomation. Hier ein Auszug aus verfügbaren Kommunikationsprotokollen der INTES Hardware: LON (TP/FT-10, IP-852 inkl. Configurationserver) BACnet (MS/TP, IP, Ethernet, Routerfunktion und BBMD) Modbus (ASCII, RTU, TCP) KNX (KNX/IP) DALI (IP-Interface) SNMP C-Bus (IP-Interface) M-Bus (RS232, IP) ZigBee obix (IP, GPRS) M-Bus BACnet/IP, LON/IP-852 GPRS / SMS obix, Webservices, Internet DALI INTES ist auch als Softwarevariante SAX (Supervisor) für die Betriebssysteme Windows und Linux verfügbar. Diese Versionen dienen als Server für entfernte INTES-2 und INTES-6 Einheiten, welche die Verbindung zum Server über LAN, Internet oder GPRS herstellen. Umfangreiche Datenbanktreiber bieten die Integration des SAX in Enterprise- Systeme wie SQL oder Oracle. Durch die vorhandene Video- und Security-Funktionalität wird der SAX zum allumfassenden Supervisor unter Einschluss von Sicherheitsund Überwachungsfunktionen. Entwicklungstool LON ZigBee Modbus serielle Spezialprotokolle (z.b. C-Bus) Bild 2: INTES verfügen über eine Vielzahl von Treibern zur Einbindung vielfältiger Protokolle KNX Das Entwicklungswerkzeug Workplace, ist als PC-Tool in der Softwareplattform SAX sowie als Softwarekomponente jedes INTES-2 oder INTES-6 verfügbar: Im einfachsten Fall schaltet man sich passwortgeschützt per Browser auf den INTES-2 oder -6 auf und hat damit vollen Zugriff auf alle Funktionen und Konfigurationsmöglichkeiten, ganz ohne zusätzliches Tool. Die Datenbank befindet sich im INTES, wird online bearbeitet und lokal gespeichert. 11

12 Das Konfigurationstool Workplace beinhaltet umfangreiche Funktionen und Manager, um effizient und strukturiert Anlagenkonfigurationen, z.b. in verteilten Systemen durchzuführen. Spezielle kommunikationsabhängige Funktionen, z.b. bei LON das Kommissionieren und Erstellen von Bindungen, erfordern keine weiteren Tools. Über Proxy-Points lassen sich Kommunikationsbeziehungen zwischen Datenpunkten aus verschiedenen Protokollen herstellen. Workplace bietet u.a. für individuelle Automationsaufgaben ein integriertes Programmiertool, einen Webseiteneditor und ein umfangreiches Alarm- und Eskalationsmanagement. Dies sind generische und allumfassende Möglichkeiten, weit über Treiber und Datenpunktdesign hinaus (s. Bild 2). INTES: Der Problemlöser Die Eigenschaften der INTES-Plattform, Kommunikationsvielfalt, Integrationstiefe und Durchgängigkeit, eröffnen den verschiedensten Projekterfordernissen völlig neuartige Lösungsmöglichkeiten. Es erschließen sich im Bereich der Kommunikationskopplung (z.b. für LON, BACnet, KNX, Modbus oder M-Bus) auf Geräteebene. Gleichzeitig stehen individuelle Webseiten und Remoteverbindungen für Services zur Verfügung. So wurden beispielsweise Anwendungscontroller für Modbus-Brandschutzklappen realisiert, ca. 500 Klappen pro INTES. Die Laufzeitüberwachung der externen IO-Module wurde im INTES grafisch programmiert. Alle Datenpunkte wurden auf ca BACnet-Objekten an eine bestehende Gebäudeleittechnik übergeben. Weiterhin sind Optimierungen bestehender Steuer- und Regelprozesse mittels INTES-Plattform denkbar. Stichwort: Energieoptimierung/Energieeffizienz von Bestandsanlagen. Die Basisfunktionalitäten die integrierten Kommunikationsprotokolle sind gegeben. Verschiedenste, im INTES integrierte Services, wie Wettervorhersagen, Scheduler oder Historyauswertungen, können z.b. einen zu erwartenden Energieverbrauch der Anlagen berechnen. Danach werden die berechneten Sollwerte über die integrierten Kommunikationsprotokolle auf die Sollwertverschiebungen der Bestandsanlagen geschrieben. Über LON-Inseln können verschiedene Gewerke einzeln oder integriert angebunden werden. Das LON-Netzwerkmanagement, also Kommissionieren und Binden, erledigt der INTES. Eine Anbindung an entfernte Enterprise-Systeme kann bedarfsweise über obix oder einen übers Home Berlin Home Mount Everest SysMik Berlin Scheidegg Bergisch Gladbach Castrop-Rauxel Dresden Scheidegg Bergisch Gladbach Alarme Internet gekoppelten SAX (Supervisor) realisiert werden. Anwendungsfall: Verteilte Liegenschaften Frankfurt Stuttgart Der Anwendungsfall verteilte Liegenschaften stellt besondere Anforderungen an Automation und Remote-Services, verglichen mit herkömmlicher Gebäudeautomation. Alle Datenpunkte sollen zentral verfügbar und entsprechend den Kommunikationsprotokollen interoperabel ansprechbar sein. Die verschiedenen Automationsfunktionen einer Liegenschaft, das sind z.b. Heizen, Kühlen, Lüften, Licht steuern, etc. müssen flexibel den Datenpunkten der unterschiedlichsten Kommunikationstreiber zugeordnet werden können. Gleichzeitig sollen allen Datenpunkten zur Laufzeit Systemfunktionen, wie Alarm, History, Scheduler, Report zugewiesen werden können. Eine komplette Anlagen- oder Liegenschaftsvisualisierung per Webseiten ist Umfang der lokalen Automation. Unter Zuhilfenahme von Online-Kartendiensten wie z.b. Google-Maps können die Standorte in der Karte interaktiv dargestellt und Anlagenparameter ortsbezogen visualisiert werden. Dabei sind die Lizenzbestimmungen für die Nutzung der jeweiligen Dienste zu beachten. Um die gesamten Liegenschaften online und zentral zu managen, sind die folgenden Funktionen auf einem zentralen Server realisierbar: Darstellung/Bedienung verschiedener Werte oder Parameter Remote-Zugang zur Programmierung der Funktionen und Konfiguration der Datenpunkte Köln Hamburg Wert Display Sollwert 260,00 lx Istwert 655,00 lx Berlin Beleuchtung 0,00 % Belegung belegt Leipzig München SysMik - Sitz Dresden 17. Mai 2011, 11:30 Uhr Bild 3: Prinzipdarstellung einer SAX-Visualisierung. Als Startseite fungieren z.b. Karten mit dezentralen INTES-2 Stationen Dresden Automatische Datensicherung aller Liegenschaften per Zeitplan- und Kalendersteuerung Wiederherstellungsfunktion Zeitplangesteuerter Softwaredownload (Updates) Automatische History-Uploads inkl. Archivierung Synchronisierung eines Zeitplanmanagements Alarmportal inkl. Eskalationsmanagement Die ICS 500 Geräteserie, mit ihrem durchgängigen Remote-Management eröffnet der INTES-Plattform zusätzliche Möglichkeiten: auch für die Programmierung auf IO-Ebene. Gleichfalls stehen umfangreiche Services als native Funktionen bereit. Es ist beispielsweise möglich, dass ein Servicemitarbeiter aus der Anlage in Castrop-Rauxel die Controllerfunktion Sollwertverschiebung_Wetteranalyse kopiert und in Sofia einfügt. Danach kann er die Funktion in Sofia mit physikalischen oder kommunikativen Datenpunkten verbinden. Diese Handlungen kann der Servicemitarbeiter durchaus aus seinem Hotelzimmer in Brandenburg durchführen. Die Funktionen werden während der Laufzeit eingefügt, ohne Download und Neustart der Automation in der Liegenschaft (s. Bild 3). Protokollübergreifende Geräteüberwachungen, Datenpunktaufzeichnungen, Automations- und Supervisor-Funktionen für Auswertungen sind beliebte Einsatzgebiete von INTES. Die Effektivität in Nutzen und Betreiben der Anlagen steigt, ein Mehrwert in Form von Smart-Services entsteht. Grundlage bietet ein durch- 12

13 Realisierte auf einen Blick: Liegenschaftsmanagement: INTES-2, SAX mit ICS 500, LON, Modbus, M-Bus, obix. zahlreiche Gateway- und Überwachungsapplikationen: INTES-2 oder -6, BACnet, DALI, KNX, LON, M-Bus, Modbus bis ca Datenpunkte pro INTES Alarmmanagementsystem: INTES-2, INTES-6, SAX, LON, BACnet, obix Visualisierungsserver für Raumautomationsanwendungen: INTES-6, SAX mit ICS 852MX- B, BAC-net, DALI, LON Management- und Visualisierungsserver für dezentrale Anlagentechnik: INTES-2, SAX, ICS-709-B mit DALI Lichtmanagement, BACnet, LON; M-Bus Tabelle: mit INTES realisierte Projekte gängiges und protokollübergreifendes Automationskonzept. INTES bietet die Basis einer solchen smarten Lösung und ermöglicht neue Geschäftsmodelle für die Ausführungsbetriebe. Stichwort: Service- Business. INTES macht Visionen erreichbar Smart-Services stehen gelegentlich im Fokus und beschreiben die Nutzung von Funktionen im beschriebenen Marktsegment, dem Gebäude oder den Anlagen. Sie definieren verschiedene serviceorientierte Geschäftsfelder, z.b. das optimierte Betreiben einiger Kälteanlagen, das Management hunderter Liegenschaften und ebenso die Verwaltung und Auswertung tausender Zähler. INTES bietet als Plattform die Lösung, um kommunikativ und funktional solche Smart-Services zu realisieren. Der Bestand und die Verwendung aktueller Automationslösungen werden, vorausgesetzt, sie werden ganzheitlich optimiert, verknüpft oder an IT- Technologien gekoppelt. Die CeBit stand im Trend des Cloud- Computing. Die GA-Branche hierzulande steht dem noch eher verhalten gegenüber; in den USA ist das Verständnis zu Cloud-Control schon viel weiter manifestiert, siehe die jüngste Konferenz Connectivity Week in San Francisco. IT und Control migrieren ein unaufhaltsamer Trend. Eine komplexe INTES-Lösung wird ebenfalls als Cloud ausgeführt. Die Datenhaltung ist dezentral, die Daten werden systematisch an übergeordnete SAX (Supervisor) vermittelt, wobei ab dieser Ebene eine weitere Spiegelung, Spaltung und Vernetzung der Daten einsetzen kann, selbst über Ländergrenzen hinweg. INTES bietet dabei mehr als Automation: Enterprise-Conncetivity. SysMik GmbH Dresden Ihr leistungs starker Partner für Automationslösungen SysMik ist seit mehr als 20 Jahren im Markt der dezentralen Automation tätig. Der Schwerpunkt des Angebots an Produkten und Leistungen basiert auf der LON-Technologie, seit 20 Jahren und auch in Zukunft. Erste Schritte in Richtung Cloud-Control wurden 2003 gewagt. Eine langer Weg bis heute, das ganzheitliche Angebot des Unternehmens an kommunikationsfähigen Feldgeräten, Leistungen der Hard- und Softwareentwicklung sowie Dienstleistungen wie Trainings oder Konzeptentwicklungen um eine neue, bedeutende Facette zu ergänzen. Mit INTES stellt die SysMik GmbH eine anwendungsgerechte Plattform bereit, welche als Innovationsmotor für Integratoren und Betreiber einen hohen Mehrwert bietet und zugleich die Technologiekompetenz der Dresdner Firma eindrucksvoll unterstreicht. SysMik bietet individuelle Schulungen für INTES an, auch in Verbindung mit Grundlagenschulungen zu LON und BACnet, zur Methodik der Systemintegration, zur Netzwerkintegration sowie zu den programmierbaren Controllerprodukten von SysMik. Maik Nestler SysMik GmbH Dresden D Dresden Tel.:

14 Sauber sparen Kärcher setzt das e.control-system von spega ein Bei der Fa. Kärcher in Winnenden sorgt das LON-Raumautomationssystem e.control für Energieeffizienz und Komfort. Durch die nachhaltige Reduzierung von Energieverbrauch und Energiekosten sinken auch die Lebenszykluskosten. Gleichzeitig sichert die intelligente Raumautomation auch hohe Nutzungsflexibilität. Die Fa. Kärcher ist Weltmarktführer für Reinigungsgeräte. Am Kärcher-Stammsitz im baden-württembergischen Winnenden befindet sich auf dem Firmengelände die weltweit modernste Teststrecke für Kehr- und Scheuersaugmaschinen wurde das Gebäude, in dem die Teststrecke untergebracht ist, saniert und um vier Stockwerke mit Büronutzung aufgestockt. Um die Immobilie umweltgerecht und energieeffizient betreiben und hohen Komfort für die Nutzer schaffen zu können, entschied sich die Kärcher Bauabteilung für das bewährte e.control-system von spega. Überzeugt hatten die Entscheider bei Kärcher die Vorteile und vor allem der hohe Nutzen des Systems: e.control integriert Beleuchtung, Kühlung, Heizung und Sonnenschutz in ein Raumautomationssystem. Die genau nach Bedarf gesteuerte Regelung sorgt dafür, dass der Energieverbrauch auf ein Minimum reduziert wird. Gleichzeitig sorgt die intelligente Steuerung für eine sehr komfortable und angenehme Arbeitsumgebung für die Mitarbeiter. Das e.control-system trägt so entscheidend dazu bei, dass das Bürogebäude die Energieeffizienzklasse A nach DIN erreicht und voll den dort festgelegten Anforderungen entspricht. Verantwortlicher Systemintegrator bei der Realisierung der Raumautomation war die Firma Heldele. Energieeffiziensklasse A sorgt für ökologische Qualität Maßstab für die energetische Qualität eines Gebäudes ist der Primärenergiebedarf. Gebäudeautomation kann den Primärenergiebedarf senken. Die DIN EN Energieeffizienz von Gebäuden und Gebäudemanagement zeigt, wie sich die Gebäudeautomation auf die Senkung des Primärenergiebedarfs und damit auf die Energieeffizienz von Gebäuden auswirkt. Auch bei Kärcher galt es, die Büros an den Anforderungen der DIN EN auszurichten und die höchste GA-Effizienzklasse A zu erreichen. Das Raumautomationssystem von spega erfüllt diesen Anspruch über seine Funktionsvielfalt. Belegungsauswertung, Raumtemperaturregelung mit Fensterüberwachung und zeit- und präsenzabhängiger Energieniveauauswahl, Unterstützung durch den Sonnenschutz (Thermoautomatik), optimierte Tageslichtversorgung durch Lamellennachführung und kombinierte Konstantlichtregelung sind die Faktoren, die den Energieeinsatz reduzieren. Im Ergebnis konnten in Winnenden, gemessen an den gesetzlichen Mindestanforderungen der Energiesparverordnung EnEV, 25 Prozent des Wärmebedarfs, 45 Prozent des Kühlbedarfs und 60 Prozent des Strombedarfs für die Beleuchtung eingespart werden. Anfangsinvestitionen in das e.control- System im Vergleich zu den Kosten eines konventionellen Gebäudebetriebes durch die verbesserte Energieeffizienz schnell amortisieren werden. Funktionale Qualität durch hohe Flexibilität Wichtig war dem Bauherren auch, die Räume flexibel nutzen und an Veränderungen der Organisation und Nutzung anpassen zu können mit der Möglichkeit, von Einzelbüros bis hin zu Gruppen-, Kombi- und Großraumbüros zu wechseln. Der achsflexible, dezentrale und modulare Aufbau des e.control-raumautomationssystems unterstützt die geforderte Flexibilität. Die Räume auf den einzelnen Etagen lassen sich beliebig aufteilen oder auch verbinden. Funktions- und Nutzungsänderungen können softwareseitig mit Hilfe der einfach zu bedienenden Integrationstools und der e.control-plug-ins durchgeführt werden. Umverdrahtungen an den Systemverteilern oder das Öffnen von Hohlböden bzw. das Abhängen von Decken werden dabei nicht notwendig. Kärcher kann die Raumaufteilung auf Basis des Grundausbaus frei festlegen. Geringe Lebenszykluskosten verbessern ökonomische Qualität e.control Systemverteiler Kärcher legte bei der Planung großen Wert darauf, die Lebenszykluskosten für das erweiterte und modernisierte Gebäude so gering wie möglich zu halten. Ein zentraler Ansatz dafür ist die Reduzierung des Energieverbrauchs: Energiesparen ist gleichbedeutend mit Kosteneinsparung. Bei Betrachtung der Lebenszykluskosten erkannte man leicht, dass sich die höheren 14

15 Beispiel Raumaufteilung Open Space Bereich: Raumaufteilung 4 Einzelbüros Beispiel Raumaufteilung Open Space Bereich: Raumaufteilung Gruppenbüro Grundausbau mit Systemverteilern Das e.control-system besteht aus dezentralen Systemverteilern mit entsprechenden Ein- und Ausgangsmodulen und raumweise angeordneten Bediengeräten und Sensoren. Die Systemverteiler wurden von spega bereits ab Werk mit Geräten bestückt, auf Snap-in-Steckverbinder verdrahtet und funktionsgeprüft, bevor sie zum Einbau auf die Baustelle geliefert wurden und nun die Steuerung der Beleuchtung, des Sonnenschutzes, der Fensterkontakte und der Stellantriebe der Heiz- und Kühleinrichtung in den Büro- und Besprechungsbereichen übernehmen. Bedienkonzept über Webbrowser Der e.control-internetserver dialog Web ist bei Kärcher die zentrale Schnittstelle e.control Webbedienung zwischen PC und der Bedienung von Automationsfunktionen. Aus Sicht der Systemintegration stellt dialog Web ein Gerät mit bis zur 150 virtuellen Raumbediengeräten dar. Auf Grund seines statischen Netzwerkinterfaces ist e.control-internetserver dialog Web genauso einfach zu projektieren wie jedes andere e.control-raumbediengerät. Dadurch konnte die Projektierung durch einen technischen Mitarbeiter von Kärcher leicht selbst durchgeführt werden. Da die Bedienung durch den PC übernommen wird, bleiben im Raum nur noch die erforderlichen Sensoriken sichtbar. Hier lassen sich die e.control-raumbediensensoren mit allen 55er-Schalterprogrammen kombinieren. Dadurch integriert sich die Sensorik perfekt in die Raumgestaltung. Der eingesetzte Raumtemperaturregler clima RO ist ein Bediengerät mit integriertem Einzelraumregler und einem Sensor zur Raumtemperaturerfassung. Infrastruktur durchgängig und offen Der Flexibilität sind auch in Zukunft keine Grenzen gesetzt, da für die Gebäudeinfrastruktur ein durchgängiges und offenes Konzept entwickelt wurde. Über ein TCP/ IP-basierendes Netzwerk wurden alle Gebäudeteile und Stockwerke miteinander verbunden. LON-IP Router schaffen in den Stockwerken den Übergang zu den LON- Segmenten in freier Netztopologie. Auf der Managementseite sorgen Standardschnittstellen wie OPC und BACnet für die nahtlose Integration. Über Kärcher Technikbegeisterung und Innovationskraft sind zwei Merkmale, die das Unternehmen Kärcher zum weltweit größten Hersteller von Reinigungsgeräten gemacht haben. In 47 Ländern beschäftigt der Weltmarktführer mehr als Mitarbeiter. Seine Reinigungsgeräte produziert das Familienunternehmen in Deutschland, Italien, den USA, Brasilien, Mexiko und China. Für einen weltweit lückenlosen Kundendienst sorgen Servicestellen in über 190 Ländern. In den Entwicklungszentren arbeiten mehr als 600 Ingenieure und Techniker an der Konstruktion neuer Problemlösungen. Im Jahr 2010 konnte der Reinigungsspezialist sein 75-jähriges Firmenjubiläum feiern. Turan Babuscu spega - Spelsberg Gebäudeautomation GmbH Tel.:

16 spega: Zimmer-Service mit e.control mal etwas anders Das LON-Netzwerk, aufgeteilt in 40 LON-Segmente, wurde komplett mit der e.control -Software ALEX TE projektiert. Alle Informationen sind über IP Router direkt an die Gebäudeleittechnik gekoppelt. Im Dialog mit dem Buchungssystem Das Kameha Grand Bonn verbindet Luxus und Komfort mit außergewöhnlicher Architektur und geringem Primärenergieaufwand. Das Raumautomationssystem e.control von spega sorgt in den Räumen des Hotels gleichzeitig für hohe Energieeffizienz und für Komfort. Direkt am Rhein im Bonner Bogen liegt das Kameha Grand Hotel, dessen hawaianischer Name auf Deutsch das Einzigartige bedeutet. Errichtet wurde das beeindruckende Gebäude mit der charakteristischen elliptischen Form nach Plänen des Bonner Architektenbüros Karl- Heinz Schommer. Betreiber ist die Lifestyle Hospitality & Entertainment Group mit Sitz in Frankfurt. Die Bruttogeschossfläche des Gebäudes, das in Teilen bis zu fünf Etagen hoch ist, beträgt Quadratmeter. Mehr als ein Drittel davon liegen unterirdisch. Das Investitionsvolumen betrug rund 100 Millionen Euro. Insgesamt gibt es über 190 Zimmer, 63 Suiten, sieben Bars und Restaurants und einen Spa-Bereich mit Außenpool. Die sieben Veranstaltungs- und Konferenzräume bieten Platz für bis zu Menschen. Das hochwertige Innendesign stammt von dem niederländischen Designer Marcel Wanders. Es ist an neubarocke Formen angelehnt. Zur Ausstattung gehören überdimensionale Kronleuchter und ein gläserner Billardtisch. Schon vor der Eröffnung im November 2009 wurde das Kameha Grand Hotel als Mitglied bei The Leading Hotels of the World aufgenommen. Die Organisation umfasst weitweit rund 450 renommierte Hotels und bezeichnet sich selbst als weltweit führende Allianz von Luxushotels. Wer in diesem Glashaus sitzt, darf mit Scheinen werfen, schrieb das Manager Magazin zur Eröffnung der Luxusherberge. Energiekonzept Neben der Architektur und der Inneneinrichtung ist auch das Energiekonzept des Kameha einzigartig: 70 Prozent des Kälteund Wärmebedarfs deckt das Hotel durch ein geothermisches Kraftwerk im Keller, das an eine der größten Geothermie- Anlagen Europas angeschlossen ist. Roomservice nach spega-art e.control von spega übernimmt die Raumautomation und dirigiert die Temperaturregelung, Beleuchtung und Sonnenschutz in den Hotelzimmern, Suiten und Allgemeinbereichen. Über 15 Datenpunkte pro Raum werten das Raumklima, die Belegung und Fensterzustände aus. Im Kameha Grand ist e.control zusätzlich an das Hotelmanagement- und Buchungsprogramm Fidelio angebunden. So werden Zimmer oder Suiten rechtzeitig zu Buchungsbeginn auf Temperatur gebracht, während nicht gebuchte Zimmer im energiesparenden Absenkbetrieb verbleiben. Zusätzlich lassen sich automatisiert bestimmte Szenen aktivieren, sodass man auch besondere Wünsche der Gäste noch vor Ihrem Eintreffen erfüllen kann. Szenen zum Wohlfühlen Der Zugang zu den Zimmern erfolgt über Kartenleser. e.control sorgt dafür, dass Heizung, Beleuchtung und Sonnenschutzfunktionen in ungebuchten Räumen zentral ausgeschaltet bleiben. Beim Betreten eines Zimmers aktiviert die Karte das e.control -System, woraufhin eine Welcome-Beleuchtung aktiviert und der Sonnenschutz automatisch positioniert wird. Alle Räume sind mit mehreren Leuchtenkreisen versehen. lumina Lichtaktoren regeln die dimmbaren DALI-Leuchten, wobei verschiedene Szenen möglich sind. Beispiel: Schaltet der Gast die Leselampe ein, geht im wahrsten Sinne über dem Bett der Mond auf. Eine gekoppelte Leuchte projiziert dann einen wunderbaren Vollmond über die luxuriöse Schlafstätte. In den Suiten können die Gäste individuelle Einstellungen besonders komfortabel über die e.control Touchpanels dialog T vornehmen. Auch draußen alles unter Kontrolle e.control regelt auch in den Fluren und im Außenbereich des Hotels das Licht. Die Beleuchtung in den Gängen wird je nach Tageszeit automatisch gedimmt. Die Außenstrahler werden zeitbezogen geschaltet und bei Einbruch der Dämmerung aktiviert. Patrick Schilling spega - Spelsberg Gebäudeautomation GmbH Tel.:

17 Mit LON-Technologie von ELKA lernen Wesselinger Schüler besser Im Neubau der Rheinschule Urfeld in Wesseling und der sanierten Goetheschule und der Brigidaschule sorgen Raumautomationsysteme mit LON für Energieeffizienz, Komfort und gute Lernbedingungen. Die Systemintegration und Installation der Raumautomation in den drei Projekten wurde von der Firma Beckers Regeltechnik GmbH aus Neukirchen-Vluyn mit LON- Buskomponenten von ELKA ausgeführt. Die modularen Bausteine boten eine hohe Flexibilität bei der Projektierung. Sie konnten gewerkübergreifend passgenau auf die funktionalen Anforderungen jedes Raumes abgestimmt werden. Die Funktionen der intelligenten Aktoren und Sensoren reichen von der Raumbedienung über die Beleuchtungssteuerung, die Raumtemperaturregelung, die Lüftungsregelung, die Verschattung und die Erfassung der Wetterdaten bis hin zur Verschlussüberwachung. Neben einer tageslichtabhängigen Beleuchtungssteuerung in drei Zonen und einer präsenzabhängigen Temperaturregelung wurde auch die Jalousiesteuerung in Abhängigkeit der Präsenz, der Außenhelligkeit und der Raumtemperatur automatisiert, um Heiz- und besonders Kühlenergie einzusparen. In Verbindung mit der Lüftungsanlage sichern CO 2 -Sensoren von ELKA die gute Qualität der Raumluft, was für das Wohlbefinden und das Lernen und Arbeiten in den Unterrichtsräumen von grundlegender Bedeutung ist. Rheinschule Vorzeigeprojekt für Raumkomfort und Effizienz Der Neubau der Rheinschule gilt als Vorzeigeprojekt. Schon die Architektur mit dem halbrunden Baukörper ist außergewöhnlich. Weitere Qualitäten der Schule sind viel Platz, helle Räume mit viel Tageslicht und ein geringer Energieverbrauch. Die Unterrichtsräume für die 200 Grundschüler sind jeweils 80 Quadratmeter groß. Außerdem ist die Schule mit einer Mensa mit Küche, einer Bühne und einer Schülerbibliothek ausgestattet. Alle Klassenräume und Lehrerzimmer wurden nach Osten und Süden hin ausgerichtet, um die wärmende Sonneneinstrahlung und das natürliche Licht als Ressource optimal zu nutzen. Alle Klassenräume haben Präsenzmelder, die beim Betreten des Raumes die Raumtemperaturregelung auf Komfortbetrieb und die Beleuchtung in den Konstantlichtbetrieb schalten. Über einen Tastsensor im Raum können die Nutzer den tageslichtabhängigen Betrieb übersteuern und die Beleuchtung danach manuell dimmen oder schalten. Die Jalousien werden in Abhängigkeit der Betriebsart des Raumes und der Sonneneinstrahlung gefahren (Funktionen gemäß VDI 3813 Blatt 2/GA-Effizienzklasse A nach DIN EN 15232). So wird auch im Winter das einfallende Sonnenlicht sinnvoll genutzt und im Sommer eine übermäßige Erwärmung vermieden (Thermoautomatik). Bei der Inbetriebnahme ermöglicht der modulare Aufbau der LON-Komponenten von ELKA die einfache Übertragung der bestehenden Konfiguration eines Musterraums auf alle weiteren Räume, was Zeit und Kosten senken kann. ELKA-Elektronik GmbH D Lüdenscheid Tel.:

18 Unitro: Saubere Gewässer durch Einsatz der LON-Technologie In den Kläranlagen der Stadt Backnang wird in der Fernwirkanlage zur Überwachung und Steuerung von Regenüberlaufbecken das transparente LON-Protokoll gem. EN 14908/1-4 eingesetzt. Bild 1: Visualisierung Die große Kreisstadt Backnang betreibt in ihrem Einzugsgebiet drei Kläranlagen mit 24 Regenüberlaufbecken, neun Pumpwerken und diversen Sonderbauwerken. Bei den Regenüberlaufbecken (RÜB) handelt es sich um unterirdisch angelegte Rückhalte- und Funktionsbecken. Bei der in Backnang vorliegenden üblichen Mischwasserkanalisation wird die Kanalisation sowie die Kläranlage hydraulisch entlastet, indem der Mischwasserzufluss aus Regen- und Abwasser zur Kläranlage ereignisabhängig gesteuert wird. So wird bei Regenerkennung ein Programm gefahren, bei welchem bei dem bis zu 100-fachen Wasseranfall der erste Schmutzwasserstoß in einem RÜB zwischengespeichert wird, und das sehr stark verdünnte Mischwasser über den Beckenüberlauf in den nächsten Vorfluter abgeleitet wird. Nach Abklingen des Regenereignisses (Trockenwetter) erfolgt eine gesteuerte Weiterleitung des gespeicherten stark verschmutzten Mischwassers zur Kläranlage, wobei eine Sedimentbildung durch Rührwerke und Strahlreiniger verhindert wird. Da die in den RÜB s eingebaute Überwachungstechnik nicht mehr dem heutigen Standard entsprach, hat der Kunde eine Modernisierung der Fernwirkanlage zur Überwachung und Steuerung der insgesamt 34 Außenstationen beschlossen. Zwingend vorgeschrieben war ein standardisiertes, offenes Kontroll- und Datennetzwerk, um auch für die Zukunft einen herstellerunabhängigen Betrieb mit Wartung zu gewährleisten. Diese Voraussetzung erfüllt in vollem Umfang die dann ausgewählte und zum Einsatz gekommene LON-Technologie gemäß europäischem Standard EN Als besonderen Vorteil bietet das transparente LON-Protokoll alle Möglichkeiten der Datenübertragung: So kommen bei diesem Projekt Zweidraht, Powerline sowie GSM und das Internet als Übertragungsmedium zum Einsatz. Für die Überwachung und Steuerung der gesamten Anlagensteuerung der RÜB s vor Ort mit Pumpen, Kompressoren, Rührwerken, Ventilen und Schiebern sowie der Sensorik mit Füllständen, Durchfluss- und Energieverbrauchswerten werden nun erstmalig Komponenten der neuen C3-Serie von Unitro-Fleischmann eingesetzt. Bei dieser Compact-Condition- Control-Serie handelt es sich um eine völlige Neuentwicklung von kompakten, intelligenten, modularen Komponenten im 22,5 mm Aufschnappgehäuse mit integriertem Hutschienenbus (s. Bild 2). Neben den C3-8/0 und 0/8 Modulen mit 8 digitalen Ein- oder Ausgängen sowie dem C3-4 ana Analogmodul mit 4 potenzialfreien Kanälen wahlweise IN oder Out und 0-10V, bzw ma kommt für die durch Netzleitungen verbundenen RÜB s das C3-PLT-Modul für LON-Powerlineübertragung zum Einsatz. Zur Datenübertragung über große Strecken zur Zentrale in der Sammelkläranlage wird die drahtlose GPRS- Übertragung einschließlich eines TCP/IP- Remote-Managers eingesetzt. Bei dieser preiswerten paketorientierten Datenübertragung über eine virtuelle Standleitung kann mit Response-Zeiten von 2-3 sec. gerechnet werden. Diese Übertragungsart ist wesentlich günstiger als beispielsweise eine drahtgebundene Telefonleitung, da nicht die Verbindungsdauer, sondern die übertragene Datenmenge berechnet wird. Die aktuellen Daten jedes RÜB werden in der Zentrale am Bildschirm in einem Schaubild optisch dargestellt sowie in tabellarischer Form wie behördlich vorgeschrieben als RÜB-Protokoll ausgegeben und ausgedruckt. Zum Einsatz kommt die Bild 2 18

19 Visualisierungssoftware der Firma Flow- Chief in Fürth (s. Bild 1). Von der Überwachungszentrale aus können Steuerfunktionen ausgeführt werden, sowie dank der dezentralen Intelligenz der eingesetzten Überwachungs- und Steuermodule in den einzelnen Becken Parameter verändert werden, ohne dass zu diesem Zweck ein Mitarbeiter vor Ort Einstellungen vornehmen muss. So besteht z. B. auch die Möglichkeit, bei Ölunfällen das Ölwassergemisch im Becken aufzufangen zu binden und zu entsorgen. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, dass eine Wartungsfirma sich passwortgeschützt über das Internet in die gesamte Anlage einloggt, um Daten und Zustände auszulesen, sowie die einzelnen Überwachungs- und Steuerungsmodule auf ihre Funktionstüchtigkeit zur überprüfen. Durch die Erneuerung der Fernwirkanlage mit den erweiterten Überwachungsmöglichkeiten wird die Stadtentwässerung Backnang ihrer Verantwortung für den Umweltschutz in vorbildlicher Weise gerecht, wird doch durch diese Investition eine ökologisch optimierte Abwasserableitung gewährleistet. UNITRO-Fleischmann Störmeldesysteme D Backnang Tel Somfy: Sonnenstandsverfolgung reduziert Energiebedarf An einem Bürokomplex im nordfranzösischen Villeneuve d'ascq, errichtet vom Bauunternehmen Norpac, berechnet eine Sonnenschutzsteuerung von Somfy in Abhängigkeit von Tages- und Jahreszeit minutengenau den Stand der Sonne. Mit dieser Sonnenstandverfolgung wird es möglich, gezielt nur jene Behänge zu aktivieren, die unmittelbar dem Sonnenlicht ausgesetzt sind. Alle anderen Fassadenteile müssen nicht verschattet und die anliegenden Räume auch nicht unnötig mit künstlichem Licht versorgt werden. Auf diese Weise leistet die Sonnenschutzsteuerung animeo LON von Somfy einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Energieeffizienz in dem über LON-Technik gesteuerten Gebäude. Energieeffizienz und Komfort Das für das Projekt festgesetzte Verbrauchziel beträgt maximal 43 kwh/m² Primärenergiebedarf pro Jahr. Dieses Ziel kann nur erreicht werden, wenn unnötiger Energieverbrauch vermieden wird. Um Beleuchtungsenergie zu sparen, sollte der Sonnenschutz so gesteuert werden, dass das natürliche Licht optimal genutzt werden kann. Gleichzeitig musste die Einstrahlung von Sonnenlicht kontrolliert werden, um Blendung und vor allem im Sommer eine Aufheizung der Räume zu vermeiden. Ein individueller Sensor an jedem Fenster hätte eine komplizierte Verkabelung Mit der Somfy-Steuerung animeo LON lassen sich per Sonnenstandsverfolgung Foto: Somfy auch Schlagschatten genau berechnen. Der Vorteil: Die Behänge im Schatten benötigen keinen Sonnenschutz. Das spart Stromkosten für künstliches Licht und optimiert die Sichtqualität für die Gebäudenutzer. notwendig gemacht. Auch in ästhetischer Hinsicht war eine solche Lösung nicht gewünscht. Stattdessen wurde eine automatische Sonnenschutzsteuerung entwickelt, die den Schattenverlauf auf der Fassade auf Basis eines 3D-Modells des Gebäudes berechnet. Durch geographische Ortung des Modells kann der Sonnenverlauf für jeden Tag und zu jeder Stunde des Jahres simuliert und festgestellt werden, welche Markisen wann der Sonne ausgesetzt sind. Dank dieser Lösung konnten die Helligkeitssensoren auf acht reduziert werden. Integration in Beleuchtungssteuerung Der auf Basis der Sonnenstandsverfolgung gesteuerte Sonnenschutz ist in die Beleuchtungssteuerung der Räume integriert. Mit Anwesenheitssensoren wird vermieden, dass in ungenutzten Räumen unnötig Beleuchtungsenergie verbraucht wird. Tageslichtsensoren optimieren das Zusammenspiel von Beleuchtung und Sonnenschutz so, dass möglichst wenig auf künstliches Licht zurückgegriffen werden muss. Die Maximierung des Eintrags von natürlichem Licht erhöht zudem den Nutzerkomfort. Gibt es im Laufe der Lebensdauer des Gebäudes Änderungen am Gebäude oder in seinem Umfeld, kann dem mit dieser vollständig auf Simulationsberechnungen basierenden Lösung problemlos Rechung getragen werden.. Man muss nur eine erneute Kalkulation durchführen und dabei die Änderungen am Gebäude und die neuen, in der direkten Umgebung des Gebäudes eventuell entstandenen Schattenspender berücksichtigen. Somfy GmbH D Rottenburg/Neckar Tel.:

20 Kieback&Peter Stuttgart nutzt und zeigt LON Seit Anfang März 2011 arbeitet die Kieback&Peter Niederlassung Stuttgart im BusinessPark Echterdingen. In den neuen Büroräumen sorgt moderne Automation mit LON für beste Arbeitsbedingungen und Energieeffizienz. Gleichzeitig erhalten die Kunden von Kieback&Peter beim Besuch der Niederlassung einen persönlichen Eindruck von den Vorteilen der Raumautomation mit LON. Die innovativen Raumregler RCC200- L sind das Herzstück des Systems. Sie stammen aus der neuesten Generation der Kieback&Peter Einzelraumregler. Der RCC200-L eignet sich optimal für die Montage in Zwischendecken und Doppelböden. Er vereint Regler und Verteiler in einem kompletten Modul. Mit Zugentlastung, Kabelabdeckung und Stützklemmen erfüllt er alle Sicherheitsanforderungen. Ein weiteres Plus: Seine Montage ist absolut einfach. Und er spart Kosten, denn die Beschaffung und Montage des zusätzlichen Verteilers entfallen. Da energieeffiziente Gebäudeautomation in der Region Stuttgart zunehmend nachgefragt wird, expandiert die Stuttgarter Niederlassung von Kieback&Peter. Aktuell umfasst das Team von Niederlassungsleiter Uwe Hansen rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Weiteres Wachstum ist geplant und durch den Umzug in die neuen Räumlichkeiten bestens vorbereitet. Die Niederlassung bietet motivierten Bewerbern interessante Herausforderungen in einem engagierten Team von Technikern, Projekt- und Vertriebsingenieuren. Der BusinessPark Echterdingen bietet topmoderne Büroräume in professioneller Atmosphäre. Der besondere Clou ist ein Auditorium mit 100 Sitzplätzen, das für Seminare und andere Veranstaltungen genutzt werden kann. Das Bistro Cantina und die Cafe Lounge im Erdgeschoss sorgen für ansprechendes Ambiente und das leibliche Wohl von Kunden und Mitarbeitern. Energieeffizient durch technolon Einzelraumregelung Alle Büroräume der Niederlassung besitzen eine Einzelraumregelung mit dem auf LON basierenden Kieback&Peter Automationssystem technolon. Das technolon -System integriert Heizung und Kühlung, Licht- und Jalousiesteuerung sowie Präsenzsteuerung und Fensterüberwachung in eine intelligente Einzelraumregelung. Raumregler RCC200-L: Montagefreundlich und energieeffizent Die Konfiguration des Raumreglers RCC200-L erfolgt über ein auf LNS3 (LonWorks Network Services) basierendes Netzwerk Tool. Alle wesentlichen Regelparameter werden via Plugin eingestellt. Ein- und Ausgangsparameter erkennt der Bediener auf den ersten Blick. So ist die schnelle und einfache Inbetriebnahme sichergestellt. Der Raumregler RCC200-L erfüllt alle Standardanwendungen der Raumautomation: Effizient regelt er Kühl- und Heizregister, Radiatoren, Umluftkühlgeräte, Heizund Kühldecke, Lüftung, Befeuchtung, Beleuchtung und Jalousien. Zusätzlich überwacht er zum Beispiel Fensterkontakte und Luftqualität. Ein großer Vorteil des RCC200-L ist der geringe Eigenenergieverbrauch. Er ist mit einem Schaltnetzteil ausgestattet, das 80 Prozent der eingespeisten Energie nutzt. Darüber entstehen weitere Einsparungen an Wärme- oder Kälteenergie durch den 20

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