Engagement von Menschen mit Behinderungen. Praxisleitfaden. Erfahrungen aus dem Projekt Selbstverständlich Freiwillig. Hamburg. Mit Arbeitsmaterialien

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1 Hamburg Landesverband der Inneren Mission e.v. Freiwilliges Engagement Praxisleitfaden Engagement von Menschen mit Behinderungen Erfahrungen aus dem Projekt Selbstverständlich Freiwillig Mit Arbeitsmaterialien und Erklärungen in Leichter Sprache

2 2 Selbstverständlich Freiwillig Impressum Kontakt Impressum Kontakt Diakonisches Werk Hamburg Projekt Selbstverständlich Freiwillig Britta Marie Habenicht Königstraße Hamburg Tel.: freiwillig.de Redaktion: Anke Pieper Text: Britta Marie Habenicht, Anke Pieper Leichte Sprache: Übersetzung K Produktion, Prüfung: Monika Jaekel Fotos: Peter Eichelmann, Markus Scholz, S Tina Wedekind, S. 22 (l) Aktion Mensch / Thilo Schmülgen. Gestaltung: Jenny Poßin Hamburg, Oktober 2013 Hinweis: Wir freuen uns, wenn Sie die Ihnen mit diesem Praxisleitfaden zur Verfügung gestellten Arbeitsmaterialien für Ihre Tätigkeit nutzen, kopieren und an Kollegen weitergeben. Jede kommerzielle Nutzung der Inhalte bedarf der Genehmigung.

3 Hamburg Menschen mit Behinderungen engagieren sich 3 Inhalt 4 Innovativ und sozial Vorwort Gabi Brasch, Diakonisches Werk Hamburg 5 Nachmachen erwünscht! Sabine Koßmann und Britta Marie Habenicht, Diakonisches Werk Hamburg 6 Teilhabe durch Engagement Andrea Vasse, Hamburger Behöre für Arbeit, Soziales, Familie und Integration 8 Helfen macht stark Detlef Boie, Mitbegründer des Projekts blickt zurück und nach vorn 10 Inklusion fördern Das Projekt in Kürze 12 Ich möchte in meiner Freizeit etwas Sinnvolles tun Melanie L. ist freiwillig aktiv im Tierschutz 14 So machen wir es Bausteine des Projekts Selbstverständlich Freiwillig 21 Gelungenes und Stolpersteine Resümee der Projektleitung Arbeitsmaterialien für Freiwillige, Einsatzorte und Behindertenhilfe In Leichter Sprache: 26 Was ist Freiwilliges Engagement und wie finde ich ein Freiwilliges Engagement? 31 Fragebogen für Freiwillige 41 Workshop für Menschen mit Behinderungen: Freiwilliges Engagement was ist das? 43 Tipps für die Verwendung von Einfacher Sprache 46 Checkliste für Mitarbeitende in Einsatzorten 48 Checkliste für eine barrierefreie Freiwilligenbörse 50 Checkliste für Mitarbeitende der Behindertenhilfe 52 Beispiel-Liste mit möglichen Einsatzorten für Menschen mit Behinderungen 54 Links und Literaturhinweise 55 Was ist Diakonie und was macht das Diakonische Werk Hamburg?

4 4 Selbstverständlich Freiwillig Innovativ und sozial Vorwort Innovativ und sozial Vorwort Eine schöne Idee zieht Kreise. Vor drei Jahren startete das Projekt Selbstverständlich Freiwillig im Diakonischen Werk Hamburg. Es konnte 2010 Aktion Mensch für drei Jahre als Unterstützer gewinnen und war 2011 einer der Preisträger beim innovatio-sozialpreis. Ende September diesen Jahres schließlich präsentierte es sich sogar in Brüssel, auf Einladung der dortigen Beauftragten bei der Europäischen Union der Diakonie Deutschland, Katharina Wegner, bei einer Veranstaltung zum Thema Soziale Innovation. Innovativ ist an diesem Projekt, wie es Menschen zusammenbringt: Menschen mit Behinderungen begleiten Bewohner eines Pflegeheims zum Gottesdienst, sie führen Hunde aus dem Tierheim Gassi, schenken beim Seniorennachmittag Kaffee aus oder helfen beim Sportwettkampf. Sie tun es mit Freude, sie erhalten dafür Dank und Wertschätzung, es entstehen neue Kontakte und neue Erfahrungen für alle. Menschen mit Behinderungen, von denen viele in ihrem Alltag selbst Unterstützung brauchen, sind aktiv als Freiwillige - das ist ein wunderbarer Perspektivwechsel für alle Seiten. Er vollzieht sich nicht von selbst. Das Projekt Selbstverständlich Freiwillig arbeitet dafür in mehrere Richtungen. Es berät Freiwilligenagenturen und Freiwilligenmanager in den Einsatzorten in allen ihren Fragen. Es lädt Menschen mit Behinderungen ein, in Workshops auszuloten, ob und was an freiwilliger Tätigkeit zu ihnen passen könnte. Und es betreibt Öffentlichkeitsarbeit. Nach drei Jahren legt das Projekt Selbstverständlich Freiwillig mit dieser Publikation einen eindrucksvollen Erfahrungsbericht vor. Wir erhalten Einblicke in seine Entstehungsgeschichte und in die Praxis. Den Fachkollegen werden praxiserprobte Arbeitsmaterialien und Checklisten teils in Leichter Sprache - kostenlos zur Verfügung gestellt. Dies auch, weil das Projekt sich vorgenommen hat, dass seine Arbeit eines Tages überflüssig werden möge. Bei der Lektüre wird aber auch deutlich: Bis dahin liegt noch ein gutes Stück Weg vor uns. Inklusion ist zwar in aller Munde, aber dennoch meist nur Ziel, noch nicht Realität. Deshalb freue ich mich, dass dem Projekt eine Anschlussfinanzierung gelungen ist: Für anderthalb Jahre wird Selbstverständlich Freiwillig aus zweckgebundenen Kollektengeldern der Ev.-Luth. Kirche Deutschland weiter gefördert. Gabi Brasch Vorstand Diakonisches Werk Hamburg

5 Hamburg Menschen mit Behinderungen engagieren sich 5 Nachmachen erwünscht! Liebe Leserinnen und Leser, wir freuen uns sehr, dass Sie jetzt diesen Praxisleitfaden in den Händen halten und wir ihn kostenlos verteilen können an alle, die ihn lesen möchten. Er ist außerdem im Internet zu finden und steht zum Download bereit. Im ersten Teil stellen wir Ihnen das Projekt vor, sie schauen durch eine Reportage in die Praxis hinein und können die einzelnen Bausteine kennenlernen, aus denen sich unsere Arbeit zusammensetzt. Es ist unser Anliegen, dass dieser Praxisleitfaden Ihnen in Ihrer Tätigkeit nützlich sein möge. Zu diesem Zweck finden Sie im zweiten Teil eine ganze Reihe von Arbeitsmaterialien zum Teil in Leichter Sprache. Sie sind dafür gedacht und gemacht, von Ihnen eingesetzt, kopiert und weitergereicht zu werden! Wir wünschen Ihnen eine angenehme und inspirierende Lektüre! Sabine Koßmann, Fachbereichsleitung Freiwilliges Engagement Britta Marie Habenicht Projektleitung Selbstverständlich Freiwillig Praxisleitfaden Selbstverständlich Freiwillig + Arbeitsmaterialen + Erklärungen in Leichter Sprache + Fragebogen in Leichter Sprache Den Praxisleitfaden finden Sie als Download unter: Über das Projekt

6 6 Über die Chance der Partizipation hinaus belegen Untersuchungsergebnisse von Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer, Mediziner, Psychologe und Philosoph an der Universität Ulm, den gesundheitlichen Nutzen des zivilgesellschaftlichen Engagements: Wer einem anderen Menschen hilft, tut damit etwas für seine Gesundheit und sein Wohlbefinden. Die Voraussetzungen für das Freiwillige Engagement von Menschen mit Behinderungen werden als prinzipiell positiv bewertet. Gemeinnützige Einrichtungen und Vereine zeigen sich häufig noch skeptisch und wenig informiert über die Möglichkeiten, die Menschen mit Behinderungen für eine freiwillige Tätigkeit mitbringen. Ehrenamtliches Engagement ist aber langfristig nur umsetzbar, wenn die Ziele und die notwendigen Rahmenbedingungen beschrieben sind: Organisationen, Einsatzorte und Freiwilligenagenturen müssen sich vorstellen können, Menschen mit Behinderungen zu vermitteln oder ihnen in ihrer Einrichtung eine freiwillige Tätigkeit anzubieten. Und nicht zuletzt braucht es Förderer, die Menschen mit Behinderungen aktiv darin bestärken, ihr Interesse am Engagement in die Tat umzusetzen. Dazu gehören persönliche Kontakte, die individuell Brücken bauen, aber auch neue Kooperationsbeziehungen zwischen den Einrichtungen der Behindertenhilfe und der Engagementszene. Inklusive Engagementstrukturen sind Voraussetzungen für eine Win-win-Situation von Menschen mit Behinderungen und gemeinnützigen Einrichtungen. Für die Verstetigung und Ausweitung ihres Engagements braucht es Barrierefreiheit und barrierefreies Denken und Handeln, Gesprächskompetenz - zum Beispiel Kenntnis in Leichter Sprache - und Kenntnisse über Besonderheiten von Menschen mit Behinderungen. Seit Ende letzten Jahres arbeitet unsere Behörde an einem Konzept für eine Freiwilligenstrategie Unter vielen Themen und Facetten des Engagements wird auch die Gestaltung neuer Zugangswege für Menschen mit Behinderungen zu einem Freiwilligen Engagement eine bedeutende Rolle spielen. Wir freuen uns, dass in Hamburg das Pilotprojekt Selbstverständlich Freiwillig der Diakonie in diesem Bereich seit 2010 fachliches Know-how vorhält und praktische Erfahrungen sammelt - als eines von wenigen derartigen Projekten bundesweit. Zur Entwicklung der Freiwilligen- Selbstverständlich Freiwillig Teilhabe durch Engagement Teilhabe durch Engagement Grußworte aus der Hamburger Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration Andrea Vasse, Referentin für das Thema bürgerschaftliches Engagement in der Hamburger Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration Es ist ein gesellschaftlich bekanntes und anerkanntes Bild, sich für Menschen mit Behinderungen einzusetzen. Mobilität und gesellschaftliche Teilhabe sind vielfach ohne den Einsatz freiwillig Engagierter nicht denkbar. Doch eine immer größer werdende Zahl von Menschen mit Behinderungen ist selbst freiwillig aktiv. Inklusion im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention bedeutet eben auch, ihnen eine freiwillige Tätigkeit zu ermöglichen. Aktiv für Andere zu werden, ist ein Weg zur gleichberechtigten Teilhabe an der Gemeinschaft. Es bietet Menschen mit Behinderungen eine Chance, die Gesellschaft mitzugestalten und Verantwortung zu übernehmen. Es ermöglicht einen Perspektivwechsel beim sprichwörtlichen Geben und Nehmen. Menschen mit körperlichen wie geistigen Behinderungen sind häufig zu einem großen Teil ihres Lebens Hilfeempfänger. Im freiwilligen Engagement bietet sich für sie die Möglichkeit, selbst Gebende zu sein. Die wohl bekannteste Form des Engagements von Menschen mit Behinderungen ist die der Selbsthilfe im Gesundheits- und Sozialbereich. Eine Umfrage von Aktion Mensch zeigt, dass sich aktuell rund 40 Prozent der Menschen in Deutschland ehrenamtlich engagieren und sich weitere 25 Prozent vorstellen können, dies in Zukunft zu tun. Dabei ist die Frage, ob der Engagierte eine Behinderung hat, zunächst nicht von Belang, denn sowohl der Umfang des Engagements als auch die Handlungsfelder von Menschen mit und ohne Behinderungen sind durchaus vergleichbar. Menschen mit Behinderungen nutzen dabei vielfach ihre spezifische Kompetenz und ihre besonderen Lebenserfahrungen.

7 Hamburg Menschen mit Behinderungen engagieren sich 7 strategie führen wir auch eine Veranstaltung in Kooperation mit unter anderem dem Projekt Selbstverständlich Freiwillig durch, bei der wir Menschen mit Behinderungen, ihre Interessenverbände, Träger der Behindertenhilfe und Freiwilligenagenturen zusammenbringen, um gemeinsam die Agenda für das Freiwillige Engagement von Menschen mit Behinderungen in Hamburg zu entwickeln. Empfang des Ersten Bürgermeisters mit Engagierten von Selbstverständlich Freiwillig am 6. Dezember 2012 Freiwilligenstrategie 2020 Im Dezember 2012 hat die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) von der Hamburgischen Bürgerschaft den Auftrag erhalten, das Konzept für eine Freiwilligenstrategie 2020 zu erarbeiten. Dieses strategische Gesamtkonzept soll zur Erweiterung und Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements in der Stadt beitragen. Die Freiwilligenstrategie wird zurzeit in unterschiedlichen Arbeitsgruppen sowie in Veranstaltungen zusammen mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern, Mitwirkenden aus Wirtschaft, Stiftungen und Behörden erarbeitet. Nur so können Vorschläge aus verschiedenen betroffenen Bereichen berücksichtigt und in die Tat umgesetzt werden. Ziel ist es, mit dieser Strategie eine langfristige Weiterentwicklung des Freiwilligen Engagements voranzubringen. Die Entwicklung einer Freiwilligenstrategie für Hamburg nimmt folgende Aspekte besonders in den Blick: Neue Zugangswege und neue Zielgruppen Aus- und Fortbildung im freiwilligen Engagement Internet, Social Media und Freiwilligen-Server Anerkennungskultur Förderung der Freiwilligendienste. Der Aufbau moderner Formen der Kommunikation im Bürgerschaftlichen Engagement durch Internet und Social Media ist dabei genauso entscheidend wie die Gestaltung neuer Zugangswege ins Engagement für Menschen mit Behinderungen.

8 8 Selbstverständlich Freiwillig Helfen macht Stark Helfen macht stark Detlef Boie, Mitbegründer des Projekts blickt zurück und nach vorn Detlef Boie, Freiwilligenkoordinator im Rauhen Haus, Mitglied der Steuerungsgruppe des Projekts Selbstverständlich Freiwillig Als wir, die Freiwilligenkoordinatoren diakonischer Einrichtungen in Hamburg, vor rund fünf Jahren das Projekt Selbstverständlich Freiwillig gemeinsam im Diakonischen Werk entwickelten, ahnten wir noch nicht, wie stark das Engagement von Menschen mit Behinderungen ist. Die Tatsache, dass das Projekt Selbstverständlich Freiwillig inzwischen seit drei Jahren aktiv ist und viel Interesse hervorruft, ist heute die schönste Bestätigung dafür, dass wir damals eine gute Idee hatten! Hervorgegangen ist sie aus Arbeitstreffen für Freiwilligenkoordinatoren, die das Diakonische Werk organisiert hat. Es waren zunächst einzelne Beobachtungen, die uns nachdenklich machten und uns zeigten, dass wir selbst Menschen mit Behinderungen zu wenig als mögliche Freiwillige im Blick hatten und noch vorwiegend als diejenigen, denen andere helfen. Wir hatten damals von einem Mann in Schleswig-Holstein gehört, der eigentlich ganz selbstständig hätte leben können, wenn er nicht durch einen Unfall immer wieder alles vergessen hätte. Er konnte sich nicht an Zeiten erinnern und auch nicht an die Wege, die er gehen musste. Er brauchte Hilfe dabei. Und dann hat sich eine Freiwilligenagentur darum gekümmert und eine Frau gefunden, die arbeitslos war, Langeweile und eine andere Behinderung hatte, aber sie konnte sich alles merken und kannte sich gut aus. Also half die Frau dem Mann. Sie holte ihn zuerst täglich ab und brachte ihn dahin, wo er hinwollte. Sie wiederholte das so oft, bis er es wieder gelernt hatte und die Wege automatisch selbst fand. Beide hatten eine Beeinträchtigung, aber beide konnten auch etwas und zusammen waren sie ein gutes Team. Dann waren wir in Schweden und haben uns Arbeitsprojekte für Menschen mit Behinderungen angesehen. Auch dort habe ich eine Geschichte in Erinnerung von einer Frau, die immer Angst hatte, wenn es draußen regnete und gewitterte, wenn es blitzte und donnerte. Aber sie liebte Tiere, insbesondere Hunde. Deshalb wollte sie in ein Arbeitsprojekt, wo sie Hunde ausführen konnte, deren Besitzer tagsüber arbeiten mussten. Und es kam, wie es kommen musste: Eines Tages war das Wetter schlecht. Es blitzte und donnerte und trotzdem mussten die Tiere ausgeführt werden. Und da nahm die Frau, die Angst vor Gewitter hatte, allen Mut zusammen, holte den Hund aus dem Haus und beruhigte ihn: Du musst keine Angst haben, das ist nicht so schlimm, das Gewitter ist bald vorbei. Und daraus habe ich gelernt: Helfen macht stark! Diese beiden Geschichten haben die Perspektive von uns Freiwilligenkoordinatoren verändert: Wir brauchen allerdings nicht hauptsächlich Freiwillige, die sich für Menschen mit Behinderungen engagieren. Was wir vor allem brauchen, sind Freiwillige, die sich mit ihnen engagieren. Ich wette, nach fünf Jahren wird jedes Mensch-ärgere-Dich-nicht-Spiel im Treffpunkt einer Behinderteneinrichtung langweilig. Da kann man doch auch gemeinsam etwas Nützliches anpacken und das selbstverständlich freiwillig! Wir begannen, über ein Konzept nachzudenken. So bildete sich die spätere Steuerungsgruppe des Projekts. Unsere Vision: Jeder Mensch kann sich nützlich machen, wenn er oder sie es will! Es ist gut, dass wir so viele soziale Einrichtungen in Hamburg haben, die sich um Kinder, Jugendliche, behinderte und alte Menschen kümmern, aber sind deshalb unsere Gesellschaft und unsere Gemeinschaften sozial? Nein, das finde ich nicht. Viele Menschen sind trotzdem allein, arbeitslos, ausgegrenzt und einsam. Und je größer die Beeinträchtigung ist, umso hilfloser können sie werden. Deshalb wird jeder Mensch gebraucht, der oder die etwas für die Gemeinschaft tun kann. Unsere moderne Gesellschaft möchte Gleichberechtigung. Jede und jeder soll dazugehören, ob schwarz, weiß, jung, alt, stark oder schwach. Also muss oder soll auch der Tatendrang von Menschen mit Behinderungen in gleicher Weise zur Geltung kommen können. Die Projektleiterin Britta Habenicht und wir, die Steuerungsgruppe des Projekts und viele Menschen mit Behinderungen, haben in den letzten drei Jahren gezeigt, was alles möglich ist: Motorradgottesdienst, Hilfe bei der Disco, bei Special Olympics, oder im Tierheim, Kerzen anzünden in der Kirche und vieles mehr.

9 Hamburg Menschen mit Behinderungen engagieren sich 9 Freiwillige im Einsatz zum Beispiel beim Kaffeeausschenken in der Kirchengemeinde, als Helfer im Tierheim oder beim Vorlesen im Seniorenheim. Alle in Hamburg sollen wissen: Ohne die Hilfe von Menschen mit Behinderungen läuft hier gar nichts! Damit das bekannter wird, halten wir folgende Punkte für wichtig: 1. Wo lernt man zuallererst, dass man etwas kann? Wo kann man lernen, dass man wichtig ist? Wenn nicht zu Hause, dann in der Schule! Und wenn nicht in der Schule, dann in irgendeiner Einrichtung, die für die Eingliederung von Menschen mit Behinderungen verantwortlich ist. Liebe Lehrer, liebe Pädagogen: Immer wenn Ihr daran denkt, dass Menschen mit Behinderungen Hilfe brauchen, denkt im gleichen Atemzug auch daran, dass sie helfen können. Nehmt es auf in die Hilfeplanung unter dem Titel Helferplanung! 2. Wir müssen auf die Suche gehen, Flyer verteilen, es weitersagen, dass überall da, wo Freiwillige gesucht werden, auch Aufgaben anfallen, die von Menschen mit Behinderungen erledigt werden können und seien diese Aufgaben auch noch so klein wie Blumengießen oder Fische füttern im Aquarium oder Postverteilen oder Hilfe im Gottesdienst. Einsatzorte, wir finden Euch! 3. Es gibt schon so viele Aktivitäten in Hamburg, um Freiwillige zu suchen - die Aktivoli-Messe im Januar und bald in jedem Stadtteil eine Freiwilligenagentur. Einige Agenturen haben sich schon mit dem Thema befasst und ihre Unsicherheit im Umgang mit behinderten Menschen überwunden. Wir hoffen, dass die Agenturen genauso wie das Projekt Selbstverständlich Freiwillig, Menschen finden, die sich zusammentun, mit ihrer Lust und ihren Stärken und dass sie ein gutes Team werden, um sich gemeinsam zu engagieren. 4. Und nun an alle, insbesondere an die Behörden und die Politik: Selbstständig wird man nicht über Nacht. Wenn man ein Leben lang erzählt bekommt, dass man etwas nicht kann oder dass andere es schneller können, ist es schwer, Mut zu entwickeln. Mut wächst langsam und nicht allein. Ermutigung braucht Begleitung und Zeit. Deshalb bitten wir Sie neben allem Engagement auch um finanzielle Unterstützung. Ich wünsche mir bundesweit viele Nachahmer dieses Projekts. Der Praxisleitfaden kann hoffentlich eine Hilfe dabei sein. Und Hamburg und allen anderen Orten wünsche ich viele weitere Engagierte ob mit oder ohne Behinderungen!

10 10 Selbstverständlich Freiwillig Inklusion fördern - das Projekt in Kürze Inklusion fördern Das Projekt in Kürze Selbstverständlich Freiwillig ist ein Projekt des Diakonischen Werks Hamburg, das das Freiwillige Engagement von Menschen mit Behinderungen fördert. Es startete 2010 als eines der ersten seiner Art. Für Selbstverständlich Freiwillig arbeitet neben der Projektleitung vor allem eine Steuerungsgruppe (bestehend aus Freiwilligenkoordinatoren von den Trägern der Behindertenhilfe: Rauhes Haus, alsterdorf assistenz west, alsterdorf assistenz ost und Pestalozzi-Stiftung Hamburg), die wie ein Beirat agiert. Die Projektleiterin ist im Diakonischen Werk Hamburg angestellt und hat ein Budget für Honorarmitarbeiter sowie Sachmittel. Das Projekt will in mehrerlei Hinsicht Inklusion durch Umdenken fördern. Zunächst einmal bei Menschen mit Behinderungen selbst. Sie, die oft selbst vielfältige Unterstützung im Alltag brauchen, können selbst zu aktiven Helfern werden. Sie beschäftigen sich mit dieser Möglichkeit, sie trauen sich das zu, manche setzen das um, andere entscheiden sich dagegen. Manchmal ist es nur ein kleiner Schritt zum Aktivwerden, bei einigen ist es ein längerer, mitunter komplizierter Prozess. Weil es neu ist, weil manchmal vorübergehend Hilfe für die Helfer organisiert werden muss und weil Freiwilliges Engagement von Menschen mit Behinderungen in unseren Förderstrukturen noch nicht mitgedacht ist. Deshalb wurde für das Projekt der kühne, programmatische Titel Selbstverständlich Freiwillig gewählt, damit das Ziel klar vor Augen bleibt, auch wenn es noch nicht in Sichtweite ist. werden, ich freue mich, andere Menschen zu treffen, ich kann etwas Neues lernen, es tut mir gut, aktiv zu sein. Eine Bemerkung kommt hinzu, die allgemein zustimmendes Kopfnicken hervorruft: Ich fühle mich angenommen, mit meiner Behinderung. Das Projekt Selbstverständlich Freiwillig ist regelmäßig in Einrichtungen der Behindertenhilfe präsent und informiert dort Menschen mit Behinderungen und Mitarbeitende über die Möglichkeit des Freiwilligen Engagements von Menschen mit Behinderungen. Außerdem richtet das Projekt Informations- und Fachveranstaltungen aus. Die Zielgruppe der Verantwortlichen für die Vermittlung und Koordination von Freiwilligenarbeit kann auf diese Weise ausloten, ob und in welchen Bereichen sie Menschen mit Behinderungen als Freiwillige in ihrer Einrichtung einsetzen können. Hieraus ist bereits ein umfangreiches Netzwerk entstanden. Selbstverständlich Freiwillig konnte schon viele Menschen mit Behinderungen dabei unterstützen, sich als Freiwillige zu engagieren. Einige haben schon wieder aufgehört, neue Freiwillige fangen an, manche sind schon lange mit dabei: Maik A. begleitet sonntags Bewohnerinnen und Bewohner eines Pflegeheims zum Gottesdienst, Henning D. schenkt beim Seniorennachmittag Kaffee ein, Stefan S. ist als Helfer bei Sportwettkämpfen wie den Special Olympics zur Stelle und Melanie L. führt in ihrer Freizeit Hunde aus dem Tierheim aus. Viele haben am Workshop teilgenommen, einige über das Projekt ihre Einsatzorte gefunden, etliche besuchen regelmäßig den Freiwilligen-Stammtisch. Ihre dort geäußerten Motivationen sind weitgehend identisch mit denen aller anderen Freiwilligen: Es macht mir Spaß, mich zu engagieren, es ist schön, anderen zu helfen, gebraucht zu Auch mit Freiwilligenagenturen steht das Projekt Selbstverständlich Freiwillig in engem Kontakt. Es bietet Fortbildungen an zu den Themen Beratung und Vermittlung von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen, Beratung und Vermittlung von Menschen mit Lernschwierigkeiten / geistigen Behinderungen oder Verwendung von Einfacher Sprache in der Beratung. Demnächst wird das Projekt innerhalb des Curriculums ein Modul für die Ausbildung von Beraterinnen und Beratern in Freiwilligenagenturen entwickeln. Nicht zuletzt betreibt Selbstverständlich Freiwillig Öffentlichkeitsarbeit mit gedrucktem Informationsmaterial, teils in Leichter Sprache, mit einem Video-Film und Präsenz im Internet sowie auf der Aktivoli-Freiwilligenbörse Hamburg und anderen Veranstaltungen und umfangreicher Pressearbeit mit guter Resonanz.

11 Hamburg Menschen mit Behinderungen engagieren sich 11 Publikationen von Selbstverstständlich Freiwillig Broschüre Faltblatt in Leichter Sprache Plakat in Einfacher Sprache Das Projekt wendet sich an Menschen mit jeder Form von Behinderung. Die Erfahrung zeigt, dass Menschen mit körperlichen Behinderungen eine Möglichkeit für ihr Engagement eher mit Hilfe konventioneller Freiwilligenstrukturen selbst Aktion Mensch förderte das Projekt drei Jahre lang, 2011 gehörte Selbstverständlich Freiwillig zu den Preisträgern des Innovatio-Sozialpreises. Seit Herbst 2013 wird es fortgeführt mit zweckgebundenen Kollektengeldern der Ev.-Luth. Kirche organisieren können. Schwieriger ist es für Menschen mit Deutschland. Lernschwierigkeiten oder psychischen Erkrankungen. Entsprechend geht es im Projekt darum, auf allen Seiten Ängste und Unsicherheiten abzubauen und günstige Rahmenbedingungen für das Engagement dieser Menschen zu schaffen. Solche Projekte sind gelebte Inklusion, denn sie zeigen, dass Menschen mit jeder Form von Behinderung auch ehrenamtlich arbeiten können und nicht nur Nutznießer engagierter Freiwilliger sind. Es zeigt wieder einmal, dass so viel möglich ist, wenn sich jemand hinsetzt und einfach mal abseits von dem Normalen ein Projekt entwickelt, das zudem für alle auch einen gesellschaftlichen Nutzen bringt. Wunderbar. Sabine Tesche, Leiterin des Ressorts Von Mensch zu Mensch beim Hamburger Abendblatt

12 12 Selbstverständlich Freiwillig Melanie L. ist Freiwillig Aktiv im Tierschutz Ich möchte in meiner Freizeit etwas Sinnvolles tun Melanie L. ist freiwillig aktiv im Tierschutz Beinahe jeden Samstagmorgen macht sich Melanie L. mit der U-Bahn auf den Weg von Hamburg-Farmsen, wo sie wohnt, zum Tierheim in der Süderstraße. Sie hat dann eine Arbeitswoche in der Sieben, einer Siebdruckerei in Ottensen für Menschen mit und ohne Behinderung hinter sich, wo sie T-Shirts bedruckt, zeichnet und Geschichten schreibt. Um 11 Uhr geht sie zu den Katzen. Das Freiwillige Engagement ist ihr sehr wichtig: Ich würde sonst am Wochenende vielleicht viel vor dem Fernseher sitzen. Ich möchte aber viel lieber etwas Sinnvolles tun! Die Tierpfleger und -pflegerinnen begrüßen sie, man kennt sich. Seit einem Jahr kommt Melanie L. regelmäßig. Die ersten Male begleitete sie eine Mitarbeiterin des Projekts Selbstverständlich Freiwillig. Melanie L. tut, wofür die Hauptamtlichen nur wenig Zeit haben: spielt mit den Tieren, streichelt sie, schenkt ihnen Aufmerksamkeit. Zunächst engagierte sie sich bei den Hunden, seit einiger Zeit kümmert sie sich auch um Katzen. Heute besucht sie zuerst Tyson. Ein betagter diabetischer Kater, der die Streicheleinheiten sichtbar genießt, ihr den Kopf hinhält und schnurrt. Ja, ich weiß, du magst das! Du bist ein ganz Lieber! Melanie L. nimmt sich Zeit. Sie redet freundlich auf das Tier ein, trägt aber sicherheitshalber Handschuhe. Beim letzten Mal hatte Tyson sie plötzlich gekratzt. In den penibel sauberen Käfigen hinter seinen Auslauf warten ungefähr 20 Katzen auf ein neues Zuhause. Die ehemaligen Besitzer dieser Tiere sind verstorben, mussten ins Krankenhaus, ins Pflegeheim oder ins Gefängnis. Ungefähr 450 Katzen leben im Tierheim, das der Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.v. unterhält. Das Tierheim ist die amtliche Annahmestelle für Fundtiere in Hamburg, alle Hamburger Behörden, Feuerwehr und Polizei geben Tiere hier ab. Manche bleiben nur ein paar Wochen und finden schnell neue Besitzer, andere verbringen Monate oder Jahre hier. Melanie L. verabschiedet sich von Tyson und geht in ein weiteres Katzenhaus. Hier gibt ihr eine Pflegerin eine Rassekatze auf den Arm, die in einer Messie-Wohnung gefunden wurde. Melanie L. streichelt vorsichtig die Katze. Sie ist angespannt. Ob das gut geht? Die Katze schaut ebenfalls etwas unsicher. Nach einer Weile gibt sie das Tier zurück an die Pflegerin, schaut noch grüßend in den einen oder anderen Käfig. Viele der Katzen streichen an den Gitterstäben entlang. Am liebsten würde Melanie L. noch bleiben, hier und da ein Köpfchen kraulen. Aber jetzt ist es Zeit für die Hunde. Bevor sie den Raum verlässt, holt sie eine kleine Tüte Katzenfutter aus ihrem Rucksack. Die Pflegerin bedankt sich. Es ist halb eins, die Freiwillige macht eine kurze Pause, isst ein Brötchen. Sie hatte schon einmal auf eigene Faust eine ehrenamtliche Tätigkeit begonnen. Als es dann jedoch Unstimmigkeiten gab, hörte sie auf. Vom Projekt Selbstverständlich Freiwillig las sie in einem Artikel, rief an und ließ sich von Britta Habenicht beraten: Ich mag sehr gern Tiere, bin mit Katzen und einem Hund aufgewachsen. Deshalb habe ich mich entschieden, etwas für Tiere zu tun. Gemeinsam mit Britta Habenicht hat sie im Tierheim das erste Gespräch mit Susanne David geführt. Die gelernte Tierpflegerin und Hundetrainerin ist dort Ansprechpartnerin für die Freiwilligen. Seit einem Jahr engagiert sich die 43jährige Melanie L. schon in Hamburgs größtem Tierheim. Susanne David hatte bereits früher Kontakt zum Projekt Selbstverständlich Freiwillig und betreut darüber hinaus bereits eine ganze Reihe von Freiwilligen mit Behinderungen. Sehr wichtig ist für Melanie L. die Vernetzung über Selbstverständlich Freiwillig: Dort finde ich immer jemand, der mir mal zuhört. Sie geht auch regelmäßig zum Freiwilligen-Stammtisch. Da erfahre ich, was die anderen so machen und habe mich schon mit einigen anderen Freiwilligen angefreundet. Melanie L. ist eine von insgesamt rund 200 Freiwilligen, die das Tierheim unterstützen. Etwa ein Dutzend von ihnen steht jetzt um 13 Uhr bereit, um einen Hund auszuführen. Alle haben dafür zuvor wie Melanie L. ein Seminar besucht und den Gassi-Geh- Führerschein gemacht. Sie wurde dabei von einer Mitarbeiterin des Projekts begleitet. Seitdem organisiert sie ihr Engagement komplett selbst und spricht sich mit Susanne David ab. Aus dem Hundehaus und dem offenen Zwinger dringt aufgeregtes Gebell, ein Pfleger legt nach und nach einigen Hunden rote Leinen an, öffnet die Gittertür und übergibt sie an Freiwillige. Einige Tiere bekommen Maulkörbe angelegt. Melanie L. nimmt sich die Leine von Balou, einem kleinen rotbraunen Hund, der geschäftig mit dem Schwanz wedelt. Balou kennt sie noch nicht, andere Hunde hat sie schon mehrere Male ausgeführt. Ist sie traurig, wenn ein Hund weg ist, weil er einen neuen Besitzer gefunden hat? Manchmal bin ich kurz ein bisschen traurig, aber dann freue ich mich!, sagt sie.

13 Hamburg Menschen mit Behinderungen engagieren sich 13 Ohne Freiwillige geht es gar nicht! Susanne David ist Freiwilligen-Koordinatorin und Hundetrainerin beim Tierheim Süderstraße Melanie L. und Susanne David beim Hundetraining im Tierheim Balou liebt es, mit einem Ball zu spielen, sagt Susanne David, und drückt Melanie L. einen roten Schaumstoffball in die Hand. Sie gehen zusammen auf eine Hundewiese, hier darf Balou frei herumlaufen. Bald darauf fordert er Melanie L. energisch zum Spiel auf. Sie ist einfach zuckersüß mit den Tieren freut sich die Hundetrainerin über die engagierte Freiwillige. Balou flitzt kreuz und quer über die Wiese, hinter dem Ball her. Melanie L. wartet geduldig, als Balou sich kurz darauf von einer Hündin auf der Nachbarwiese ablenken lässt und bellend am Zaun klebt. Susanne David schnappt sich die Leine und holt den Hund wieder heran. Dank einiger Leckerli motivieren sie Balou, über eine Art Brücke zu laufen und sich in eine Röhre aus rotem Stoff hineinzutrauen. Es liegt Susanne David am Herzen, regelmäßig zu schauen, wie es den Freiwilligen und den Tieren miteinander geht. Bei Melanie L. erlebt sie eine große Sensibilität für Tiere. Die Hundetrainerin lobt die Freiwillige und ermutigt sie noch, sich durchzusetzen, wenn das Tier nicht hören will. Jetzt geht es raus ins Grüne. Melanie L. führt Balou raus aus dem Tierheim. Balou läuft, bleibt stehen, schnuppert, hebt das Bein und läuft weiter. Er entdeckt einen anderen Hund, bellt, zieht plötzlich an der Leine, will nicht da längs, wo die Freiwillige geht. Sie wird unruhig, ein bisschen nervös, dann zieht sie ihn jedoch beherzt wieder in ihre Richtung. Die 90 Minuten Gassi- Zeit vergehen schnell. Melanie L. kehrt mit Balou zum Tierheim zurück, genau wie die anderen Freiwilligen. Balou ist jetzt müde und froh, dass es heimwärts geht, spürt Melanie L.. Wieder zurück am Hundehaus läuft Balou ohne Melanie L. noch einmal anzusehen am Pfleger vorbei schnurstracks zurück in seinen Zwinger. Ja, so ist das, meint Melanie L. mit ihrer ernsten Stimme, aber wenn ich Tiere mehrmals besucht habe, dann erkennen sie mich wieder. Wenn ich das bemerke, ist das schön. So war es mit Tyson heute Morgen. Wir überlegen gemeinsam mit jedem Interessierten, was geht und was passt. Zu uns kommen auch einige Menschen im Rollstuhl, sie kommen mit Begleitern. Zusammen führen sie dann Hunde aus. Das läuft wunderbar. Wir haben Taubstumme unter den Freiwilligen. Manchmal rufen sie plötzlich laut. Beim ersten Mal bekommt der Hund vielleicht einen Schreck, weil er das nicht kennt. Er lernt dann schnell, dass es nicht gefährlich für ihn ist und er keine Angst zu haben braucht. Es ist gut, dass unsere Hunde viele verschiedene Menschen kennenlernen, dadurch werden sie viel gelassener! Für unsere Arbeit mit Freiwilligen ist also nicht entscheidend, ob jemand eine Behinderung hat oder nicht. Wichtig ist für uns, ob jemand mit unseren Tieren zurechtkommt, ob er zuverlässig und körperlich ausreichend fit ist. Man muss zum Beispiel sicher genug auf den Beinen sein, um einen Hund eigenständig ausführen zu können. Wir schauen auch immer, dass die Aufgabe und der Mensch zueinander passen. Das Freiwillige Engagement soll für Mensch und Tier angenehm verlaufen, niemanden überfordern oder gefährden. Mit verhaltensauffälligen Hunden gehen zum Beispiel grundsätzlich nur die Profis raus. Ohne die Freiwilligen würden wir gar nicht zurechtkommen, und wir könnten noch mehr von ihnen beschäftigen! Wir haben rund 80 hauptamtliche Mitarbeiter. Sie versorgen die Tiere, führen regelmäßige ärztliche Kontrollen durch, verabreichen wo nötig Spezialnahrung und Medikamente. Doch für etwas anderes bleibt nie genug Zeit: Hunde und Katzen sind es gewohnt, mit Menschen zu leben. Sie brauchen die sozialen Kontakte. Deshalb ist es sehr wichtig, dass die Freiwilligen kommen und sich Zeit für sie nehmen! Hamburger Tierschutzverein von 1841 e. V. Süderstraße Hamburg Telefon:

14 14 Selbstverständlich Freiwillig Bausteine des Projektes So machen wir es Bausteine des Projektes Im Folgenden werden die verschiedenen Bausteine vorgestellt, aus denen das Projekt Selbstverständlich Freiwillig besteht. Es ist ein Projekt des Diakonischen Werks Hamburg, angesiedelt im Fachbereich Freiwilliges Engagement. Referenten/ Referentinnen Öffentlichkeitsarbeit Übersetzung in Leichte Sprache Begleitung von Freiwilligen Erarbeitet und ausgeführt werden die Bausteine von der Projektleiterin, unterstützt von Mitarbeitenden des Diakonischen Werks Hamburg. Dabei stehen dem Projekt Honorarmittel und Sachmittel für folgende Bereiche zur Verfügung: Welche Honorar- und Sachmittel pro Baustein benötigt werden, wird im Folgenden unter dem Punkt Kosten aufgeführt. Nicht extra aufgeführt sind die Personalkosten für die Projektleiterin sowie für Büromaterial und das Bereitstellen von barrierefrei zugänglichen Büro- und Beratungsräumlichkeiten. Angebote für Menschen mit Behinderungen: Flyer in Leichter Sprache Inhalt: Flyer in Leichter Sprache mit Bebilderung zum Thema Was ist Freiwilliges Engagement? Was ist das Projekt Selbstverständlich Freiwillig? An wen kann ich mich wenden, wenn ich Freiwillige/ Freiwilliger werden möchte? (siehe Arbeitsmaterialien: Leichte Sprache, S. 26) Ziele: Menschen mit Behinderungen in Leichter Sprache informieren anschauliches Informationsmaterial auch für Menschen ohne Behinderungen Mitarbeitende der Behindertenhilfe und Angehörige zum Gespräch mit Menschen mit Behinderungen über Freiwilliges Engagement anregen Kosten: Übersetzung in Leichte Sprache und Prüfung Erwerb der Nutzungsrechte für die Bilder (siehe Layout und Druck Fragebogen in Leichter Sprache Inhalt: Fragebogen in Leichter Sprache mit Bebilderung für Menschen mit Behinderungen, die sich für Freiwilliges Engagement interessieren. Angelehnt an Fragebögen von Freiwilligenagenturen wurde ein neuer Fragebogen konzipiert und in Leichte Sprache übersetzt. Im Mittelpunkt stehen Stärken des/der Freiwilligen und Einschränkungen, die eine Rolle spielen für das Engagement, sowie Unterstützungsbedarf. (siehe Arbeitsmaterialien: Fragebogen für Freiwillige, S.31) Ziele: Informationen und Fragestellungen für Menschen mit Behinderungen verständlich darstellen Fragebogen von Menschen mit Behinderungen ausfüllbar Mitarbeitende der Behindertenhilfe, Angehörige und interessierte Menschen mit Behinderungen zum gemeinsamen Sprechen über Freiwilliges Engagement anregen Kosten: Übersetzung in Leichte Sprache und Prüfung Erwerb der Nutzungsrechte für die Bilder (siehe Layout und Druck

15 Hamburg Menschen mit Behinderungen engagieren sich 15 Video über Freiwilliges Engagement Inhalt: Freiwillige mit Behinderungen aus dem Projekt Selbstverständlich Freiwillig werden bei ihrer Tätigkeit gezeigt. Dabei wird erklärt, was Freiwilliges Engagement heißt. (das Video sehen Sie auf: Über das Projekt) Ziele: den abstrakten Begriff Freiwilliges Engagement verständlich machen durch die Beispiele von Freiwilligen bei Informationsveranstaltungen für Menschen mit Behinderungen als Einstieg in das Thema nutzen allgemeine Öffentlichkeitsarbeit Kosten: Produktion des Videos (inklusive Sprecherstimme) Besonderheiten: kostenintensiv in der Herstellung, wenn professionelle Filmer beauftragt werden Es müssen bereits Menschen mit Behinderungen freiwillig aktiv und bereit sein, sich filmen zu lassen. Workshops in Leichter Sprache Inhalt: Vermittlung von Grundlagen zum Thema Freiwilliges Engagement in einem dreistündigen Workshop (inklusive Kaffeepause). Mit Methoden der Erwachsenenbildung werden die verschiedenen Themenbereiche in der Gruppe bearbeitet: So kann man helfen! Was heißt Freiwilliges Engagement? Was mache ich gerne? Was will ich nicht tun? Habe ich Zeit für ein Freiwilliges Engagement? Wie finde ich eine freiwillige Arbeit? Welche Unterstützung brauche ich dafür? Die Zusammensetzung der Gruppen (jeweils 8-12 Personen) kann dabei sehr heterogen sein und sich gegenseitig bereichern. Wir haben gute Erfahrungen gemacht mit Gruppen, die sich zusammensetzen aus Menschen mit Lernschwierigkeiten, Menschen mit psychischen Erkrankungen und Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen. (siehe Arbeitsmaterialien: Kurskonzept, S. 41) Ziele: das Thema Freiwilliges Engagement in der Gruppe erörtern, gemeinsam lernen und reflektieren Interessierte über das Thema informieren bei der Entscheidung helfen, ob Freiwilliges Engagement in Frage kommt gemeinsam mit Spaß am Thema arbeiten, heterogene Gruppe bereichert sich gegenseitig ein Angebot der Erwachsenenbildung für Menschen mit Behinderungen Kosten: Honorar für Referenten/in Raummiete / Bewirtung Fahrdienste für Menschen mit Behinderungen (Taxi bestellen) Werbematerial (Layout und Druck, Übersetzung in Leichte Sprache) Besonderheiten: relativ aufwendig zu bewerben Fahrdienste zu organisieren ist aufwendig und kostenintensiv

16 16 Selbstverständlich Freiwillig Bausteine des Projektes Beratung und Vermittlung Inhalt: Zu Beginn des Projekts hat die Projektleiterin viele Menschen in ihrem Büro direkt beraten und in Einsatzorte vermittelt. Mittlerweile begleiten sie und ihre Honorarmitarbeiterin interessierte Menschen mit Behinderungen lieber in Freiwilligenagenturen und unterstützen dort bei der Beratung. Es wird angestrebt, dass Menschen mit Behinderungen an denselben Stellen beraten werden wie Menschen ohne Behinderungen auch. Es sollen keine Extra-Strukturen geschaffen werden! (Adressen von Freiwilligenagenturen in Hamburg: Engagement finden und bundesweit siehe: Freiwilligenagenturen) Ziele: Ansprechpartner und Anlaufstelle für Menschen mit Behinderungen und Behindertenhilfe bekannt machen Unterstützung beim Gang zur Freiwilligenagentur Beratung der Freiwilligenagentur im Umgang mit Menschen mit Behinderungen Kosten: Mitarbeiter/in für die Begleitung in Freiwilligenagenturen Besonderheiten: Begleitung ist zeitintensiv, wird übernommen von der Projektleiterin oder von einer Honorarmitarbeiterin Freiwilligen-Stammtisch Inhalt: Austauschtreffen für Freiwillige mit Behinderungen, ca. alle 6-10 Wochen. Gespräche über die eigenen Erfahrungen, Spaß und Schwierigkeiten beim Engagement. Ab und zu inhaltliche Inputs (u.a. zum Thema Kommunikation mit Rollenspiel zu typischen heiklen Situationen am Einsatzort. Beispiel: Freiwilliger hört nicht richtig zu und macht dann etwas kaputt ) Ziele: Austauschtreffen für Freiwillige mit Behinderungen Stärkung der Freiwilligen und der Gruppe gemeinsam mit Spaß am Thema arbeiten, heterogene Gruppe bereichert sich gegenseitig ein Angebot der Erwachsenenbildung für Menschen mit Behinderungen Kosten: Honorarmitarbeiter/in, der/die den Stammtisch leitet Raummiete / Bewirtung Fahrdienste Besonderheiten: relativ aufwendig zu bewerben Fahrdienste zu organisieren (Taxi bestellen) ist aufwendig und kostenintensiv nicht inklusiv, da Extra-Treffen nur für Menschen mit Behinderungen

17 Hamburg Menschen mit Behinderungen engagieren sich 17 Angebote für Mitarbeitende der Behindertenhilfe, Freiwilligenagenturen und Einsatzorte: Informationsveranstaltungen für Mitarbeitende der Behindertenhilfe Inhalt: Das Thema Freiwilliges Engagement wird mit Beispielen von Freiwilligen und Einsatzorten den Mitarbeitenden der Behindertenhilfe in Dienstbesprechungen von ambulanten und stationären Teams, Leitungskreisen oder bei Extra- Terminen anschaulich näher gebracht. Es wird erarbeitet, für wen Freiwilliges Engagement als Freizeitgestaltung in Frage kommt, wie ein Einsatzort gefunden wird und wie Unterstützung und Begleitung aussehen können. (siehe Arbeitsmaterialien: Checkliste für Mitarbeitende der Behindertenhilfe, S. 50) Oftmals stellte sich heraus, dass bereits Menschen mit Behinderungen ehrenamtlich tätig sind. Nur wird dies bei Menschen mit Behinderungen häufig eher therapeutisch betrachtet und nicht als Freiwilliges Engagement benannt. Hier versucht das Projekt, Aufklärung zu betreiben. Ziele: Perspektivwechsel bei Mitarbeitenden der Behindertenhilfe Mitarbeitende befähigen, das Thema Engagement mit ihren Klienten zu besprechen Mitarbeitende informieren, wie ein Engagement gefunden werden kann, und welche Einsatzorte in Frage kommen Kosten: Raummiete / Bewirtung Besonderheiten: Mitarbeitende fühlen sich oft im Berufs-Alltag bereits stark belastet. Nicht alle sind neuen Themen gegenüber aufgeschlossen. Die Finanzierung von oftmals notwendiger Begleitung und Unterstützung im Engagement ist bundesweit noch nicht geklärt. (siehe Arbeitsmaterialien: Checkliste für Mitarbeitende in Einsatzorten / Exkurs: Kosten, S. 47) Häufig hängt es also im Einzelfall vom Engagement einzelner Assistenten oder Angehöriger beziehungs weise vom besonderen Engagement der Träger ab, ob ein freiwilliger Einsatz möglich wird. Angebotsliste mit möglichen Einsatzorten für Menschen mit Behinderungen: Inhalt: Erstellung einer Liste mit möglichen Einsatzorten, die aktuell Freiwillige suchen und offen sind für Menschen mit Behinderungen. Ziele: Informationen für Menschen mit Behinderungen und für Mitarbeitende der Behindertenhilfe über Möglichkeiten des Engagements Verbesserung der Vorstellung, welche Tätigkeiten im Engagement möglich sind Werbung für Freiwilliges Engagement bei Menschen mit Behinderungen und Mitarbeitenden Kosten: Layout und Druck Besonderheiten: es können nur einige wenige Einsatzorte und Tätigkeiten erfasst werden sehr aufwendig, wenn die Liste wirklich aktuell gehalten werden soll nicht inklusiv, da Angebote aufgelistet sind, die speziell für Menschen mit Behinderungen gedacht sind

18 18 Selbstverständlich Freiwillig Bausteine des Projektes Beratung zur Barrierefreiheit am Beispiel der Aktivoli-Freiwilligenbörse Inhalt: Beratung des Organisationsteams der jährlich stattfindenden Freiwilligenbörse in Hamburg zur Barrierefreiheit. Es wird angeregt: Werbematerialien in Leichte Sprache zu übersetzen, Vorträge auch in Leichter Sprache anzubieten, die Beschilderung zu verbessern, den Rollstuhleingang kenntlicher zu machen und das Mobiliar unter Aspekten der Barrierefreiheit zu überprüfen. Vor allem aber müssen alle Beteiligten darüber informiert werden, dass Menschen mit Behinderungen zur Börse kommen und dass diese auch Interesse an einem Engagement haben. (siehe Arbeitsmaterialien: Checkliste Freiwilligenbörse, S. 48). Ziele: die Freiwilligenbörse für das Thema Freiwilliges Engagement von Menschen mit Behinderungen sensibilisieren die Freiwilligenbörse inklusiver und barrierefreier machen Aussteller und beteiligte Organisationen über das Thema informieren interessierten Menschen mit Behinderungen den Zugang zur Börse ermöglichen Kosten: Honorar für die Beratung zu barrierefreien Veranstaltungen durch Fachpersonen neue Beschilderung Werbematerialien in Leichter Sprache (Übersetzung in Leichte Sprache, Prüfung, Layout, Druck) Honorar für Referentin/Referenten für Vortrag in Leichter Sprache während der Börse Unterstützer für Menschen mit Sehbehinderungen, Hörbehinderung oder anderen Behinderungen auf der Freiwilligenbörse Besonderheiten: An der Freiwilligenbörse sind viele Menschen beteiligt. Wichtig ist, dass Informationen bis zu den Personen gelangen, die am Tag der Börse vor Ort sind und die Stände betreuen. Beratung von Einsatzorten Inhalt: Anhand von Informationsschreiben und Veranstaltungen werden Einsatzorte über die Möglichkeit informiert, Menschen mit Behinderungen als Freiwillige zu gewinnen. Ein zweimal jährlich stattfindender Fachaustausch für Einsatzorte beschäftigt sich mit unterschiedlichen Themen rund um das Engagement von Menschen mit Behinderungen. Ziele: Einsatzorte dafür gewinnen, auch Menschen mit Behinderungen als eine Zielgruppe von Freiwilligen zu betrachten Einsatzorte dafür qualifizieren, Menschen mit Behinderungen zu begleiten Unsicherheiten im Umgang mit Menschen mit Behinderungen abbauen Kosten: Raummiete / Bewirtung Werbematerialien (Layout, Druck) Versand von Informationsmaterial

19 Hamburg Menschen mit Behinderungen engagieren sich 19 Fortbildungen für Mitarbeitende in Freiwilligenagenturen: Inhalt: Freiwilligenagenturen sind in Hamburg diejenigen Stellen, an denen interessierte Bürger beraten werden, die sich freiwillig engagieren wollen. Dort werden sie im Erstgespräch beraten und an Einsatzorte vermittelt. In mehreren Modulen bietet das Projekt Mitarbeitenden von Freiwilligenagenturen Fortbildungen an. Unsere Themen: Umgang mit Menschen mit Behinderungen, Beratung von Menschen mit psychischen Erkrankungen und Beratungsgespräche in Einfacher Sprache (siehe Arbeitsmaterialien: Tipps für die Verwendung von Einfacher Sprache, S. 43). Ziele: Unsicherheiten im Umgang mit Menschen mit Behinderungen abbauen haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende in Freiwilligenagenturen qualifizieren, damit sie sich kompetent fühlen Menschen mit und ohne Behinderungen gleichermaßen zu beraten (inklusiver Ansatz) Wissen zu psychischen Beeinträchtigungen und anderen Behinderungen vermitteln Kosten: Honorar für Referentin/Referenten Raummiete / Bewirtung Werbematerial (Layout und Druck) Besonderheiten: In Hamburg gibt es viele verschiedene Freiwilligenagenturen in verschiedener Trägerschaft. Die Motivation, an einer Fortbildung teilzunehmen, ist recht unterschiedlich. Informationen für die Öffentlichkeit und Fachöffentlichkeit: Allgemeine Öffentlichkeitsarbeit: Inhalt: Formulierung von Pressetexten, Kommunikation mit Redakteuren von Zeitungen, Zeitschriften, Radio, Fernsehen und Fachmedien. Abstimmen von Interview- und Drehterminen mit Freiwilligen, etc. Darstellung des Projekts in eigenen Veröffentlichungen (Flyer, Broschüre). Bereitstellung einer eigenen Website für das Projekt () Hier ist es ein Vorteil, sich im Rahmen der allgemeinen Website des Diakonischen Werks Hamburg präsentieren zu können. Beobachtet wurde, dass über die Website vor allem fachliche Kontakte zustande kamen. Fachkollegen, oft solche von außerhalb Hamburgs, informierten sich zunächst dort und suchten dann den telefonischen Kontakt. Bei der Öffentlichkeitsarbeit insgesamt wirkt die Zugehörigkeit zum Diakonischen Werk überaus positiv. Das Projekt profitiert vom Bekanntheitsgrad und von der großen Anerkennung, die die Diakonie allgemein genießt. Es nutzt zudem vorhandene Strukturen, Ressourcen und Kontakte der Öffentlichkeitsarbeit der Diakonie und spart dadurch Kosten. Auch die dreijährige Förderung durch Aktion Mensch unterstützte besonders die Öffentlichkeitsarbeit des Projekts, weil sie für die Erreichung des Projektziels von zentraler Bedeutung ist. Ziele: Sensibilisierung für das Thema in der Öffentlichkeit Vorantreiben des Perspektivenwechsels: Vom Hilfeempfänger zum Helfer Information der Fachöffentlichkeit über das Projekt Kosten: Honorar für Fotograf/in (wichtig für Pressearbeit sind gute Fotos!) Autoren/-innen-Honorar für die Erstellung von Pressetexten und Kontakten zur Presse, sowie Texten fürs Internet (wichtig für die Pressearbeit sind gute Texte!) Kosten für das Domain-Hosting Kosten für Gestaltung und Pflege des Internetauftritts

20 20 Selbstverständlich Freiwillig Bausteine des Projektes Wanderausstellung: Inhalt: Mehrere Roll-Ups mit Fotos von Freiwilligen mit Behinderungen bei ihrer Tätigkeit werden ausgestellt. Dort findet jeweils eine Informationsveranstaltung statt, bei der mit Informationsmaterialien und mit unserem Video gearbeitet wird; wo passend auch in Leichter Sprache. Ziele: Öffentlichkeit für das Thema sensibilisieren Möglichkeiten des Freiwilligen Engagements für Menschen mit Behinderungen zeigen Informationsveranstaltungen unterstützen Kosten: Honorar für Fotograf/in Herstellung der Roll-Ups (Layout und Druck) Honorar für Mitarbeiter/in, die Informationsveranstaltungen durchführt Kurierdienst zum Transport der Ausstellung Layout und Druck und Übersetzung in Leichte Sprache von Informationsmaterialien und Werbematerialien Besonderheiten: Koordination der Ausstellung und Akquise von Ausstellungsorten sehr zeitintensiv Koordination des Transports sehr zeitintensiv Kooperationspartner vor Ort müssen die Ausstellung vor Ort bewerben, damit genug Besucher kommen. Veranstalten eines Fachtages Inhalt: Fachöffentlichkeit aus Behindertenhilfe, Freiwilligenszene und Einsatzorten für Freiwillige wird eingeladen zu einem Fachtag mit Arbeitsgruppen zu den Themen: Begegnung auf Augenhöhe Menschen mit Behinderungen im Engagement, Engagement von Menschen mit psychischen Behinderungen und Menschen mit Behinderungen in der Jugendfeuerwehr. Ziele: Erhöhung des Bekanntheitsgrades des Themas in der Fachwelt Weiterbildung für Mitarbeitende in Behindertenhilfe und Freiwilligenengagement Kosten: Honorar für Referenten und Moderation plus Fahrtkosten Raummiete / Bewirtung Werbematerial (Layout, Druck, Verschickung) Übersetzung in Gebärdensprache, Leichte Sprache oder Schriftsprache Schwierigkeiten: Kostenintensiv und aufwendig

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