Kostensenkung durch Reduzierung der betriebsspezifischen Leistungsaufnahme - Erfassung der gesamten Produktionskette

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1 Kostensenkung durch Reduzierung der betriebsspezifischen Leistungsaufnahme - Erfassung der gesamten Produktionskette Fogra Forschungsgesellschaft Druck e.v. www. Fogra.org Agenda 1. Energieeffizienz als Wettbewerbsfaktor 2. Energetische Analyse auf Anlagenebene 3. Energetische Analyse auf Prozessebene 4. Praxisbeispiele 5. Fogra Energie-Dienstleistungen 6. Ausblick 1

2 1. Beweggründe für Umweltschutzmaßnahmen Fogra Publikation Energetische Analyse von Druckprozessen Maßnahmenkatalog zur Optimierung bestehender Prozessstrukturen 72% der Energiekosten sind Stromkosten Strom ist die teuerste Energieform größter Hebel für Produktionskostenreduzierung 1. Motivation für Druckdienstleister Vielfältige Förderlandschaft: gesetzliche Vorschriften (EnEV) Einzelmaßnahmen (KfW, Bafa, etc.) Reduzierung von Abgaben und Steuern Spitzenausgleichs-Effizienzsystemverordnung ( SpaEfV ) Daten zur Leistungsaufnahme nötig Energieverbrauchsanalyse Erfassung von Leistungs- und Verbrauchsdaten Ermittlung des Energieverbrauchs typischer Anlagen Teilschritte der SpaEfV-Vorgaben: Energieversorgungsunternehmen (EVU) liefert nur den Gesamtlastgang Lastgänge der Verbraucher müssen produktionsbegleitend gemessen werden (2 Wochen) 2

3 1. Erfolgsfaktoren und Handlungsempfehlungen für ein ganzheitliches Energiemanagement Mittelständler profitieren von Investitionen in Energieeffizienz (PwC-Studie, April 2015): Senkung der Energiekosten durch Investitionen in Energieeffizienz um 20 %! Senkung der Gesamtkosten t um ca. 3,6 %! Gezielte Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz (Implementierung eines Energiemanagementsystems) Voraussetzung ist die Schaffung von Datentransparenz (Messsysteme, Auswerteprogramme) 2. Trennung von Anlagen- und Prozessebene Um die erforderlichen Einsparmaßnahmen umzusetzen und effektive Verbesserungsmaßnahmen im Unternehmen zu ermitteln, müssen die entsprechenden Einsparpotenziale zunächst von den Verantwortlichen in den Unternehmen erkannt werden. Fokus Anlage: Betriebsmodi Fokus Prozess: Zuordnung von Energieströmen 3

4 2. Analyse von Anlagen Energetische Analyse auf Basis der Anschlusswerte meist nicht hinreichend Anschlusswerte z.b. überdimensioniert Teillastverhalten schwer abschätzbar Einordnung anhand vorhandener Spezifikationen wie z.b. der Energy-Star anhand von TEC-Werten (Total Electricity Consumption) nicht zweckmäßig Leistungsaufnahme ist betriebsspezifisch individuelle Erfassung Geeignete Energiekennzahlen gewünscht! 2. Was ist mit vorhandenen Methoden?.stimmen Sie damit überein? 4

5 2. Definition über Maschinen- bzw. Betriebszustände Beispiel: Lastgang UV-Drucksystem, 5 Meter Druckbreite Production-Mode (2 x 9,82 m², 1 x 12,86 m²) Print-Ready-Mode (PRM) Start-up-Mode Wichtig: Typische Betriebszustände (operation modes) definieren! 2. Betriebszustände im Großformatdruck Großformatdruck weißt mehr Einflussgrößen als Kleinformatdruck auf. Daher ist eine weitere Unterscheidung des "Production-Modes" nötig. Beide repräsentieren die Spannweite der Energieeffizienz. i Drucksystemkonfiguration Best Quality (BQ) Best Productivity (BP) Beschreibung Maschineneinstellung, die die bestmögliche Druckqualität gewährleistet Maschineneinstellung, die die höchste Produktivität gewährleistet 5

6 2. Vergleich der Leistungsaufnahmen (PRM) Großformatdruck Vergleich der Leistungsaufnahme im Print-Ready-Mode PRM bei allen Maschinen miteinander vergleichbar; nicht so beim Druckmodus 2. Kennwerte für spezifische Leistung KAD: Kleinformatiger Auflagendruck GFD: Großformatiger Druck 6

7 3. Energetische Prozessanalyse Ermittlung und Auswertung von Kennzahlen zu den Lastgängen, deren Zusammensetzung und Dynamik und damit einhergehende Verwertungsmöglichkeiten: Identifizierung der Ursachen von Spitzenlasten Identifizierung von versteckten Verbrauchern Identifizierung zeitabhängiger Energiebedarfe Verbesserte Grundlastanalyse Bedarfsgerechte Prozesssteuerung Erarbeitung eines Leitfadens mit Handlungsanweisungen und Vorgaben zur Erfassung, Analyse und Bewertung von Lastgängen. 3. Durchführung einer Lastganganalyse Zweiwöchige Messung der Unterverteilungen im Unternehmen (Voraussetzung: Kenntnis der Verbraucher [Stromlaufplan]) Aufschlüsselung des Gesamtlastgangs in Verbraucher (minütliche Ausgabe der Daten [EVU: t = 15 Min]) Gesamtlastgang Individuelle Lastgänge 7

8 3. Grafische Darstellung der Messergebnisse Pivot-Tabellen erlauben bequeme Darstellung und Auswertung der Messdaten Gesamtverbrauch = Produktion + Verwaltung (z.b. Keller) 3. Vergleich mit EVU-Daten Vergleich von Werktag, Samstag und Sonntag von Summe der Fogra-Messdaten mit EVU-Daten gemittelt im zweiwöchigen Messzeitraum mit EVU-Daten (mit Standardabweichung) gemittelt über das gesamte Jahr Werktag Samstag Sonntag 8

9 4. Praxisbeispiel / Anlagenanalyse Es zahlt sich aus Bei der am Messtag vorgewählten Grundeinstellung nahmen die drei Trockner der Druckmaschinen insgesamt circa 225 KW Leistung auf. Veränderungen der Grundeinstellung zeigten, dass sich diese Werte bei Veränderung der IR-Leistung deutlich verschieben, noch stärker kommt die Veränderung bei der eingesetzten Heißluft zum Tragen. Die Leistungsaufnahme, die bei allen Maschinen im mittleren Bereich vorgewählt war, ließ sich ohne spürbare Verschlechterung der Trocknungsintensität teilweise erheblich reduzieren. Legt man die bisherigen Maschinenleistungen zu Grunde, könnte eine durchschnittliche Reduzierung der Leistungsaufnahme von nur 10 % eine Einsparung von mehr als Euro pro Jahr bedeuten. Das ist sehr viel Geld für eine relativ einfach umsetzbare Maßnahme. 4. Praxisbeispiel / Prozessanalyse Es lohnt sich Periodisch auftretender Stromverbrauch? Unterschiede zwischen OG/EG? Arbeitet um 4.00 Uhr schon jemand? 9

10 5. Fogra-Dienstleistungen Bestimmung der Energieeffizienz von Druckmaschinen Lastganganalyse für Energiemanagement Licht-Audit nach VDMA Richtlinie (für Bogenoffset) oder ISO (Fogra Richtlinien für Digitaldruck) 6. Zusammenfassung und Handlungsempfehlungen Es hat gezeigt, dass Energie eingespart werden kann, wenn die Prozesse analysiert und angepasst werden (Anlagen- und Prozessebene) Einheitliche Kriterien ermöglichen den Vergleich von Energie-Effizienzen von Anlagen Individuelle Lastgänge sind Voraussetzung für die Energiebilanz im Rahmen von Energiemanagement (keine allgemeinen Verkaufskennzahlen) Was tun? 1. Bauen Sie Kompetenz im Unternehmen auf 2. Hinterfragen Sie betriebliche bli Abläufe 3. Verschaffen Sie sich einen Überblick über die aktuelle Gesetzeslage 4. Kontrollieren Sie Ihren Energieverbrauch mit geeigneten Kennzahlen 10

11 Und zum Schluss Zu hoher Energieverbrauch? Vielen Dank! =http%3a%2f%2fwww.viversum.de%2fwidgets%2fpendel- orakel&h=399&w=400&tbnid=lmcei8rrscqxhm%3a&zoom=1&docid=eixuv3hjk0sfxm&ei=5ilhvf-gkiveuyxig- AM&tbm=isch&client=firefox-a&iact=rc&uact=3&dur=3852&page=2&start=34&ndsp=40&ved=0CIsCEK0DMEU 11

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