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1 CONN CTIONS 44 Konvergenz der Netze die Glasfaser als verbindendes Medium Seite 4 Flughafen Lublin: R&M mit Firstclass-Lösung Seite 12 Neuer FO Field von R&M: Echte Alternative zum Spleissen Seite 22 Fortschritt bei FTTH-Technologie Seite

2 editorial Bereit für die Zukunft Geschätzte Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartner Wie in der letzten CONNECTIONS-Ausgabe angekündigt, bin ich seit Anfang September 2012 als Geschäftsführer für R&M tätig. Es ist mir eine grosse Freude und Ehre, als erster externer CEO zusammen mit der teilweise neu zusammengesetzten Geschäftsleitung die Geschicke dieses Unternehmens leiten zu dürfen. Im letzten Jahr haben wir verschiedene Massnahmen eingeleitet, um R&M auf einen langfristigen Wachstumspfad zurückzubringen. Wir setzen alles daran, dieses Wachstumsziel erfolgreich umzusetzen. Dies dank motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, unserer hohen Innovationskraft und einem verstärkten Marketing. Zudem haben wir in unsere dezentralen Verkaufsorganisationen investiert, um Sie unsere Kunden vor Ort noch besser bedienen zu können. Das neue Jahr haben wir mit viel Elan in Angriff genommen. Es ist unser erklärtes Ziel, die Qualitätsmarke R&M international weiterzuentwickeln und in den strategischen Segmenten dank innovativen Lösungen nachhaltig zu etablieren. Dabei bauen wir auf unseren bestehenden Werten auf. Wir schaffen überzeugende Verkabelungslösungen mit maximaler Übertragungssicherheit und höchster Leistungsfähigkeit. Unsere Begeisterung für Technologie und Innovation treibt uns an, Lösungen von höchster Qualität mit exzellentem Service anzubieten. ist für die Zukunft vorbereitet und positioniert sich als Lösungsanbieter für die Bereiche Office Cabling, Data Center, FTTx, Industrial Cabling und Health Care. In dieser Ausgabe unseres Kundenmagazins beschreiben wir schwerpunktmässig die Konvergenz der Netze, präsentieren Ihnen unter anderem neu entwickelte Produkte wie das zukunftsgerichtete MPO Modul, Hintergrundinformationen zu Trends im FTTH-Bereich und informieren Sie über erfolgreiche Kundenlösungen auf der ganzen Welt. Für den grössten Unfallversicherer der Schweiz bauten wir z.b. nicht nur in einem denkmalgeschützten Gebäude eine Officeverkabelung der neusten Generation, sondern auch ein brandneues, redundantes Data Center des Tier 3, das an Qualität kaum mehr zu überbieten ist. Ich freue mich darauf, Ihnen zusammen mit Management und Mitarbeitenden in naher Zukunft weitere wegweisende Produkte, Systeme und Lösungen präsentieren zu können Die Kommunikationstechnologie befindet sich im Wandel. Immer mehr Menschen wollen überall und in jeder Situation online sein. Laufend senden und empfangen wir Bits und Bytes. Computer, Telefon, Internet und Unterhaltungselektronik werden zu ständigen Begleitern und verschmelzen miteinander. Hardware und Software von Smartphones bis hin zu Data Centern werden immer leistungsfähiger. Die Verschmelzung von Systemen stellt neue An forderungen an die Netzwerktechnik. R&M Michel Riva CEO 2 I CONN CTIONS 3I

3 Inhaltsverzeichnis FOCuS TreNdS SuCCeSS Konvergenz der Netze die Glasfaser als verbindendes Medium 4 Schritt für Schritt zum schnelleren Netz 8 Glossar der Übertragungstechnik Heute: Bandbreite vs. Datenrate 26 Fortschritt bei FTTH-Technologie 30 Flughafen Lublin, Polen R&M mit Firstclass-Lösung 12 Lavasa, Indien Zukunftsweisendes Netzwerk für Sprache, Bild und Daten in einer futuristischen Stadt 15 NewS Venus Multifunktionale Verteilerboxen für den FTTH-Access 14 R&M unterwegs Roadshow Das HD MTP System Sicherer, einfacher und schneller 18 FO Field von R&M Echte Alternative zum Spleissen 22 Qualified Partner Program 35 Neues Data Center Handbuch 39 COrpOraTe Schulungen bei R&M und vor Ort beim Kunden 34 Menschen nachhaltig verbinden Der neue CSR-Report 38 INhaberSeITe Lernen durch Erfahrung 43 Hotel Holiday Inn, Kiew R&M-Komfort verwöhnt anspruchsvolle Gäste 16 Hypermärkte HyperOne, Ägypten Robuste und hochsichere Verkabelungslösung von R&M 20 Suva Hauptsitz, Luzern Mehr Sicherheit für Schweizer Versicherte 24 Schweizerische Bundesbahnen (SBB) Glasfaser begleitet die Eisenbahn in die Zukunft 28 Lviv International Airport, Ukraine Das grösste Drehkreuz im westukrainischen Luftverkehr 32 Communauté Urbaine de Bordeaux (CUB), Frankreich Ein vorkonfektioniertes Netz 36 Bild Titelseite: Glasfasernetze verbinden die Welt. Impressum: CONNECTIONS 44 März 2013 Herausgeber: Reichle & De-Massari AG, Binzstrasse 32, CHE-8620 Wetzikon, Schweiz E-CONNECTIONS: Redaktionsteam: René Eichenberger, Redaktionsleitung, Erica Monti, Anita Kiser, Peter Cristea, Bernward Damm Layout: Tollkirsch GmbH, Winterthur, Anna Göhner Druck: Druckzentrum Stallikon; Gesamtauflage: Exemplare CONNECTIONS erscheint zweimal jährlich und kann beim Herausgeber bestellt werden. Nach druck mit Erlaubnis der Redaktion gestattet. Groupama, Frankreich R&M rüstet Data Center der Spitzenklasse aus 40 Aurecon, Melbourne, Australien Erste Cat. 6 A UTP-Lösung in Australien stammt von R&M 41 Warwick University, Coventry, Grossbritannien Neues Data Center 42 CONN CTIONS 3I I 3

4 Focus Konvergenz der Netze die Glasfaser als verbindendes Medium Wir sind im Fussballstadion. Tausende von Sportfans zücken ihr Smartphone, machen Schnappschüsse oder kurze Videos vom spannenden Spiel. Gleich laden sie alles auf ihre Social-Media-Seite hoch, um die Eindrücke mit Freunden und Familie zu teilen. Wissen Sie, was für ein riesiges Datenvolumen hier auf einen Schlag bewegt wird? Hochauflösende Videos werden in Echtzeit direkt von der Skipiste nach Hause auf Omas internetfähigen Fernseher geschickt. Es sind wohl Hunderte Gigabytes oder sogar Terabytes während des Spiels. Zwischen den Smartphones, Mobilfunkantennen, Kommunikationsnetzen, Verteilern und Rechenzentren werden in solchen Situationen enorme Datenmengen transportiert. Die Szene soll nur ein Beispiel sein für jüngste Trends in der Welt der Informations- und Telekommunikationstechnik (ICT). Mehr und mehr Menschen wollen überall und in jeder Situation online sein. Laufend senden und empfangen wir Bits und Bytes. Computer, Telefon, Internet und Unterhaltungselektronik werden zu ständigen Begleitern und verschmelzen miteinander. Programme und Rechenleistung bezieht man aus fernen Rechenzentren, Daten legt man in Clouds ab. Das Traumauto konfiguriert man virtuell und dreidimensional, anstatt es beim Händler anzuschauen. Hochauflösende Videos werden in Echtzeit direkt von der Skipiste nach Hause auf Omas internetfähigen Fernseher geschickt Auch die Dinge des alltäglichen Bedarfs z.b. die Heizungs-, Energie- und Gebäudesteuerung, das Bankkonto, die Wet tervorhersage und ärztliche Diagnose, die 3-D-Konstruktion neuer Maschi I CONN CTIONS 3I

5 nen und medizinischer Implantate, die Fahrzeugnavigation und Verkehrsregelung unendlich vieles lässt sich bereits digitalisieren und über komfortable, standortunabhängige internetgestützte Informationstechnik verteilen und nutzen. Stetige Leistungssteigerung Noch vor wenigen Jahren galt es als grosser Fortschritt, wenn man das sogenannte Triple Play erreichte: Telefon, Internet und Fernsehen vereint über einen xdsl- oder Kabelanschluss eines einzigen Netzanbieters. Man nannte es Konvergenz = das Zusammenwachsen von Informationstechnik, Internet und Medien zu einem ganzheitlichen Kommunikationspaket. Heute reichen die Erwartungen und Visionen weit darüber hinaus. Hardware und Software vom Smartphone bis zum Rechenzentrum werden immer leistungsfähiger. Sie bieten täglich neue, überraschende Funktionen. Die Effekte solcher Innovationen und trendiger Informations- und Komfortbedürfnisse verstärken sich gegenseitig. Der Megatrend der Konvergenz scheint uns einer grenzenlosen Kommunikation in Echtzeit näher und näher zu bringen. Fest- und Mobilfunknetze, Clouds und Apps bringen erstaunliche Symbiosen und dadurch neuartige Geschäftsmöglichkeiten hervor. Auch Smartphones sind ein Produkt der Konvergenz: Sie vereinen Telefon, Personal Digital Assistant, Digitalkamera, Unterhaltungselektronik, Internetzugang, Spielkonsole, Messtechnik, Navigationsgerät, mobiles Büro und einiges mehr. Die Nachfrage explodiert Allerdings: Mit jeder neuen Anwendung steigt n das zu transportierende Datenvolumen, n der Bedarf an allgegenwärtiger, mobil verfügbarer Internetverbindung, n der Wunsch nach verlust- und verzögerungsfreier Übertragung. Der globale Datenverkehr übers Internet wächst jährlich um 32%. Folglich verdoppelt sich die Nachfrage nach Bandbreite im Festnetz derzeit alle 18 bis 20 Monate. Vor allem Videoübertragungen sorgen für eine hohe Auslastung der Netze. YouTube berichtete im August 2012, dass pro Minute weltweit etwa 72 Stunden Videomaterial auf die Plattform hochgeladen werden. Jährliche Wachstumsrate: 100%. Pro Monat laden die YouTube-Besucher drei bis vier Milliarden Stunden Videos in ihren Internetbrowser. Der Speicherspezialist EMC schätzt das im Jahr 2012 weltweit erzeugte und gespeicherte digitale Datenvolumen auf 2,8 Zettabyte. Bis 2020 könnten es 40 Zettabyte werden. Diese Zahl entspreche der 57-fachen Anzahl der Sandkörner auf allen Stränden der Erde, hat EMC ausgerechnet Cisco-Prognosen vom Mai 2012 besagen, dass sich der globale Datenverkehr im Internet (IP Traffic) bis Ende 2016 vervierfacht. Mobile Geräte, insbesondere Smartphones und Tablet-PCs, werden dann mehr als 60% des IP Traffics liefern. Die bevölkerungsreichen Länder wie China, Indien oder Brasilien stehen erst am Anfang der massenhaften Verbreitung von Computern, Smartphones, Internet- und Mobilanwendungen. Erst ein Drittel der Menschheit ist «online». Nur 600 Mio. Teilnehmer haben einen fixen Breitbandanschluss. YouTube berichtete im August 2012, dass pro Minute weltweit etwa 72 Stunden Videomaterial auf die Plattform hochgeladen werden. Im 2016 übersteigt die Zahl der Geräte mit Internetanschluss (IP Devices) die Zahl der Menschen um das Dreifache, prognostiziert Cisco. Vernetzte Geräte wie Smartphones, Stromzähler, Überwachungskameras oder Autos mit Navigationssystemen das «Internet der Dinge» erzeugen ständig Daten. All CONN CTIONS 3I I 5

6 diese Geräte brauchen einen Netzwerkanschluss oder eine Antenne, um kommunizieren zu können. Bedarf an Infrastruktur Aber noch gibt es Hindernisse. Oft fehlt die notwendige Infrastruktur, die es uns erlaubt, immer und überall online zu sein. Oder sie ist zu langsam. Dabei interessiert es die Anwender kaum, wie die Daten von A nach B kommen. Sie wollen eigentlich nur auf «Send» oder «Download» klicken, egal welches Gerät und welchen Netzzugang sie gerade benutzen, und dann soll beim Provider alles sofort, unkompliziert, nahtlos und verlustfrei funktionieren. Aus Verbrauchersicht ist Konvergenz zwischen den verschiedenen Übertragungswegen und Diensten eine Selbstverständlichkeit. Wie sollen also die vielen Daten, Signale, Bilder, Filme, Musik und Apps künftig verzögerungsfrei transportiert werden? Herkömmliche Kupfer- und Koaxialkabelnetze, aber auch Mobilfunknetze stossen aus physikalischen Gründen immer mehr an ihre Grenzen, wenn das Wachstum des Datenvolumens und der Trend zur Digitalisierung des Alltags weiter anhalten und danach sieht es wohl aus. Welche Technologie kann die Herausforderungen der Zukunft am besten abdecken? Die Antwort ist eindeutig: Langfristig können flächendeckende Glasfasernetze nur im Verbund mit anderen Technologien den nötigen Datendurchsatz und die gewünschte Übertragungsgeschwindigkeit für alle Teilnehmer liefern. Die Glasfaser hat sich zum Rückgrat der Netze entwickelt. Glasfaser unschlagbar bei langen Übertragungswegen Aus technischer Sicht spricht vieles für die Glasfaser. Bei Bandbreite, Datenrate und Reichweite lässt sie den Kupferdraht weit hinter sich. Elektromagnetische Felder stören die Lichtsignale nicht. Schirmung und Erdung werden überflüssig. Glasfaserkabel sind dünn und leicht, zug- und schlagfest. Qualifizierte Installateure können sie leicht verlegen. Montage und Wartung von Verteilern und Steckverbindungen erfordern jedoch eine besondere Sorgfalt. Es besteht Handlungsbedarf, wenn die Netzbetreiber den Bedürfnissen nach Verfügbarkeit, Bandbreite und Speed nachhaltig gerecht werden wollen. Sie sollten Glasfaser-Infrastrukturen weiter ausdehnen und immer näher zu den Kunden bringen. Dafür braucht es breite öffentliche Unterstützung also gewissermassen die Konvergenz von Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Administrationen. Einige Länder in Nord- und Osteuropa, im Mittleren Osten und in Asien oder auch die Schweiz leisten Pionierarbeit und gehen konsequent den Weg in die Fiber Society. An vielen Standorten über nehmen Wettbewerber der etablierten Telekombetreiber wie Stadtwerke, Kommunen, Energieversorger und Kabelnetzbetreiber die Schritt- EMC schätzt das im Jahr 2012 weltweit erzeugte und gespeicherte digitale Daten volumen auf 2,8 Zettabyte. Bis 2020 könnten es 40 Zettabyte werden. Diese Zahl entspreche der 57-fachen Anzahl der Sandkörner auf allen Stränden der Erde I CONN CTIONS 3I

7 Die Spleissmuffe mit dem Single Circuit Management bringt Netzbetreiber überall ans Ziel. macherrolle und investieren in neue Glasfasernetze. Fragt sich, wie Netzbetreiber den Spagat zwischen Marktbedürfnissen und Glasfaser-Trend, Investitionsaufwand und Rentabilität schneller überwinden können. Das Schlagwort Konvergenz könnte auch hier den Weg in die Zukunft weisen: Wo man Kräfte bündelt, Synergien sucht und verschiedene Investitionen miteinander verbindet, lässt sich der Netzausbau leichter vorantreiben. Eine Reihe gelungener Public-Private-Partnerschaftsprojekte bestätigt diesen Ansatz. Konvergente Lösung Wie man Konvergenz aufseiten der Netzwerktechnik umsetzt und damit den Glasfaserausbau forciert, zeigen die Entwicklungen von R&M. Das Verkabelungssystem R&Mfoxs vereint Glasfaser-Lösungen für alle Ebenen vom Data Center oder Central Office der Netzbetreiber über Core, Feeder und Access Network bis zum Antennenstandort oder privaten Hausanschluss. Es besteht Handlungsbedarf, wenn die Netzbetreiber den Bedürfnissen nach Verfügbarkeit, Bandbreite und Speed nachhaltig gerecht werden wollen. Sie sollten Glasfaser-Infrastrukturen weiter ausdehnen und immer näher zu den Kunden bringen. Fünf Faktoren rationalisieren die Installation und Wartung von R&Mfoxs- Komponenten: das modulare Prinzip der Verbindungs- und Verteilertechnik, das einheitliche Single-Circuit-Management-(SCM-)System für die Administration der Fasern, Schnellmontagetechnik, kompromisslose Qualitätssicherung und wir kungsvolle Sicherheitsfeatures. Mit R&Mfoxs reduzieren sich Lernaufwand, Montage- und Wartungszeiten um 30% im Vergleich zu herkömmlichen Glasfaser-Verkabelungssystemen. Gut geplante Haus- und Wohnungsanschlüsse lassen sich in nur noch einer Stunde herstellen. Verteilergestelle, Stras senkabinen, Muffen, Hausübergabepunkte und das Teilnehmermanagement konfiguriert man flexibel nach den Bedürfnissen, Architekturen, Markt-, Regulierungs- und Standortbedingungen der Netzbetreiber. Schliesslich unterstützt die R&M-Lösung ganz im Sinne der Konvergenz auch Hybrid-Infrastrukturen im Drop-, Feeder- und Access- Bereich, im Hausübergabepunkt und in der Gebäudeverkabelung. Damit lässt sich die Vereinigung von Kupfer- und Glasfaser-Infrastruktur oder die partielle bzw. schrittweise Migration leicht bewältigen. n Andreas Rüsseler CMO CONN CTIONS 3I I 7

8 Focus Schritt für Schritt zum schnelleren Netz Wie können Netzbetreiber mehr Bandbreite näher zum Kunden bringen? Das ist eine entscheidende Frage auf dem Weg zur Gigabit-Society. Die moderne Netzwerktechnik bietet verschiedene Ansätze. Schritt für Schritt geht es mit den Technologien voran. Solange der Idealzustand einer flächendeckenden Glasfaser-Infrastruktur nicht erreicht ist (siehe Hauptartikel), werden Netzbetreiber auf ein breites Spektrum an Lösungen zurückgreifen je nach Strategie, Geschäftsmodell, Investitionsmöglichkeiten, Markt- und Standortbedingungen. Häufig versuchen grosse Telekommunikationsunternehmen, vorhandene Infrastrukturen sukzessive aufzurüsten. Zu Beginn des Breitband-Booms war ADSL die Lösung der Wahl. Man konnte die vorhandenen Kupferadern nutzen und mehrere Kilometer bis zum Teilnehmer überbrücken, aber höchstens 10 Mbit/s Übertragungsgeschwindigkeit anbieten. Inzwischen haben viele Netzbetreiber die Glasfaser vom Core Network ausgehend bis zu Verteilerpunkten in Stadtquartieren und Dörfern ausgedehnt und den Flaschenhals der letzten Meile auf ein bis zwei Kilometer alter Kupferver kabelung verkürzt. Das ermöglicht VDSL mit einem Angebot von immerhin 50 Mbit/s Downstream-Geschwindigkeit. Damit entstehen für heutige Teilnehmerbedürfnisse akzeptable Übertragungsbedingungen. Langfristig reicht auch dieser Level nicht aus. Glasfaser kommt näher, Kupfer überlebt Getrieben vom Investitionsschutz der klassischen Telekomanbieter (Incumbents) heisst ein neuer Trend DSL- Vec toring. Glasfaser-Infrastrukturen werden bis auf wenige Hundert Meter Quelle Grafik links: Cisco Visual Networking Index (VNI), Global IP Traffic Forecast, Quelle Grafik rechts: Alcatel-Lucent, I CONN CTIONS 3I

9 an die Verbraucher herangeführt (Fiber to the Street, FTTS). Das erhöht die Download-Geschwindigkeit auf bis zu 100 Mbit/s auf der letzten Meile. Die bestehende Kupferinfrastruktur wird mithilfe aktiver Rauschunterdrückung für die nächsten Jahre nach wie vor gute Dienste auf den letzten 200 bis 300 Metern leisten. Für 2015 wird ein weiterer DSL-Standard erwartet: G.fast soll die letzten physikalischen Möglichkeiten der alten Telefon- bzw. Kupferverkabelung ausschöpfen und bis zu 500 Mbit/s bereitstellen. Unter sehr guten Rahmenbedingungen sind auch Datenraten von 1 Gbit/s möglich. Für 2015 wird ein weiterer DSL-Standard erwartet: G.fast soll die letzten physikalischen Möglichkeiten der alten Telefon- bzw. Kupferverkabelung ausschöpfen und bis zu 500 Mbit/s bereitstellen. Weitere Leistungssteigerungen lassen sich nur mit Fiber to the Home (FTTH = Glasfaserverkabelung bis ins Haus bzw. bis in die Wohnung) erreichen. Siehe dazu auch unseren Trendbericht «Fortschritt bei FTTH-Technologie» auf Seite 30. Parallel zu den Incumbents haben die Kabelnetzbetreiber ebenfalls ihre Zugangsnetze aufgerüstet. Der Übertragungsstandard DOCSIS ermöglicht ihnen Angebote mit 100 Mbit/s Download-Geschwindigkeit, während der Upload auf 10 Mbit/s beschränkt ist. Der nächste Schritt ist, das Ethernet-Protokoll mit dem Koaxkabel zu vereinen EPoC genannt. Der Standard soll 2014 verabschiedet werden und bis zu 10 Gbit/s im Up- und Download zulassen, sofern die entsprechenden Frequenzen zur Verfügung stehen. Dies wird dem Trend hin zum erhöhten Uploadbedarf gerecht Mobilfunknetze stellen eine weitere Möglichkeit der flächendeckenden Breitbandversorgung dar. Derzeit führen die Netzbetreiber die 4. Generation ein, LTE (Long Term Evolution) genannt. Diese Technologie stellt bis zu 50 Mbit/s Download- und 25 Mbit/s Upload-Geschwindigkeit bereit. Da es sich um ein CONN CTIONS 3I I 9

10 Shared Medium handelt, wird die verfügbare Datenrate auf die aktiven Teilnehmer aufgeteilt. Dies ist nur durch die Ein Suchvorgang in Google verursacht in weniger als einer Sekunde einen Datenaustausch zwischen bis zu 100 Rechnern. Solche Dimensionen lassen sich nur noch mittels Hochleistungsverkabelung bewältigen. Verkleinerung von Funkzellen möglich, was zu einer Erweiterung der Anzahl Antennenstandorte führt, hauptsächlich in Ballungsräumen. Die Antennen werden in zunehmendem Mass über Glasfaser (FTTA Fiber to the Antenna) angeschlossen und verdrängen dabei die herkömmliche koaxiale Anschlusstechnik. Was passiert im Haus? Selbst wenn die Daten mit berauschender Geschwindigkeit im Haus ankommen, ist noch längst nicht sichergestellt, dass die einzelnen Verbraucher gleichermassen davon profitieren. Eine voll ständige Breitbandversorgung darf nicht am Hausübergabepunkt enden. Diese komplexe Thematik wird zu einem späteren Zeitpunkt eingehend behandelt. Effizienz ist gefragt Am anderen Ende der Leitung in den Central Offices und Data Centern der Netzbetreiber verändert sich die Netzwerkwelt wesentlich dramatischer und Grafik: R&M 10 I CONN CTIONS 3I

11 Im Jahr 2020 würde die Informations- und Kommunikationstechnik mit heutigen Technologien rund 50% des weltweit zur Verfügung stehenden Stroms verbrauchen, wenn sich die derzeitigen Trends un gebrochen fortsetzen. Die Chip- und Elektronikhersteller und die Betreiber von Netzen und Data Centern müssen also alles daransetzen, durch Technologie-Innovation den Energieverbrauch zu optimieren. schneller als draussen im Feld oder in Büros und Wohnungen. Kein Wunder, müssen sie doch das wachsende Datenvolumen auffangen, verarbeiten und vermitteln. Das erzeugt vor allem innerhalb der Data Center zwischen Servern, Speichern und Verteilern einen enormen Datenverkehr. Beispiel: Ein Suchvorgang in Google verursacht in weniger als einer Sekunde einen Datenaustausch zwischen bis zu 100 Rechnern. Solche Dimensionen lassen sich nur noch mittels Hochleistungsverkabelung bewältigen, die immer öfter aus Glasfaser besteht und noch in diesem Jahrzehnt die Leistungsschwelle von 100 Gigabit/s Ethernet überschreitet. Die technische Entwicklung bei den Transceiver-Chips zielt bereits auf die 400-Gigabit-Leistungsklasse ab. Bei aller Euphorie über die Entwicklung der Netze darf man nicht vergessen, dass diese Technologie sehr viel elektrische Energie benötigt. Im Jahr 2020 würde die Informations- und Kommunikationstechnik mit heutigen Technologien rund 50% des weltweit zur Verfügung stehenden Stroms verbrauchen, wenn sich die derzeitigen Trends ungebrochen fortsetzen. Heute liegt der Konvergenz Die OECD hat in ihrem Report «Towards a Global Information Society» den Prozess der Konvergenz beschrieben. Danach geht es bei der Konvergenz um das Zusammenwachsen der Nachrichtentechnik, Informatik und der Medien, die auf einer interaktiven multimedialen Plattform vereinigt werden. Unter der Konvergenz von Netzen versteht man die Fähigkeit, Kommunikationsmedien mit unterschiedlichen Übertragungstechniken zusammenzuführen. So können lokale Netze (LAN) mit Stadtnetzen (MAN) und Weitverkehrsnetzen (WAN) zusammenwachsen, Festnetze und Mobilfunknetze, Individualnetze und Verteilnetze, Leitungsvermittlung kann mit Datenpaketvermittlung konvergieren, Sprachnetze mit Datennetzen, Corporate- Netze mit IP-Netzen oder private Netze mit VPNs (aus ITWissen.info). Ergänzende Definition aus elektronik-kompendium.de: Konvergenz ist die Vereinigung zweier Welten durch eine oder mehrere Innovationen. Voraussetzung für Konvergenz ist die Digitalisierung der Endgeräte, Dienste und Infrastrukturen. Verbrauchsanteil noch unter 10%. Die Chip- und Elektronikhersteller und die Betreiber von Netzen und Data Centern müssen also alles daransetzen, durch Technologie-Innovation den Energieverbrauch zu optimieren bei einer Steigerung der Energieeffizienz um jährlich 15% würde er stabil bleiben. Die grosse Herausforderung lautet also: immer mehr Daten noch schneller, sicherer und energieeffizienter zu transportieren. Auch die physikalischen Infrastrukturen werden in Zukunft der Prämisse der Energieeffizienz unterliegen. n Dr. Peter Cristea Head of Technology & Pre-Development CONN CTIONS 3I I 11

12 Success R&M mit Firstclass-Lösung für den Flughafen Lublin Seit zwei Dekaden erlebt Polen ein ungebremstes Wachstum, was sich auch in zahlreichen Investitionen der öffentlichen Hand unter anderem in die Verkehrsinfrastruktur ausdrückt. Bereits in der Planungsphase wurde der Flughafen als schönster ganz Polens bezeichnet, was der fertige Bau bestätigt. Neben dem Ausbau des Strassennetzes werden Flughäfen, besonders die internationalen, für eine erfolgreiche Volkswirtschaft immer wichtiger. Seit dem Beitritt des Landes zur EU erhielten solche Projekte erste Priorität. Beispielhaft dafür ist der Flughafen Lublin. Lublin ist mit über Einwohnern die neuntgrösste Stadt Polens. Pläne für den Bau eines internationalen Flughafens bestanden schon lange. Mit der Einführung europäischer Strukturen in Polen liessen sie sich endlich realisieren. Die durch die Zentral- und Regionalregierungen zusammen mit einem Zuschuss der Europäischen Kommission finanzierten Bauarbeiten begannen im Frühjahr Bereits in der Planungsphase wurde der Flughafen als schöns- ter ganz Polens bezeichnet, was der fertige Bau bestätigt. Der dreiflügelige Terminal bedeckt eine Fläche von mehr als m 2. Der Flughafen verfügt über einen direkten Bahnanschluss in die Innenstadt. Gegenwärtig sind die Die R&M-Lösung n Kat. 7 S/FTP Kabel 1200 MHz, 40 km n Komplett ausgerüstete 24-Port-Panels Cat.6 A, 30 St. n Cat.6 A Anschlüsse, 642 St. n Fiberoptisches Kabel OS2, 12 km n UniRack Spleissverteiler SC Duplex, 50 St. 12 I CONN CTIONS 3I

13 räumlich getrennten Ankunfts- und Abflugabfertigungen für eine Million Passagiere pro Jahr ausgelegt. Künftige Erweiterungen wurden in der Planung bereits berücksichtigt. R&M führte alle Vorzüge des R&Mfreenet Systems ins Feld, das sich für die rauen Bedingungen in einem Flughafen so perfekt eignet R&M Polen wurde als Hersteller strukturierter Verkabelungslösungen bereits 2009 in einer frühen Planungsphase beigezogen. R&M führte alle Vorzüge des R&Mfreenet Systems ins Feld, das sich für die rauen Bedingungen in einem Flughafen so perfekt eignet. Aus nahe liegenden Gründen waren die Anforderungen sehr streng. Sicherheit und Zuverlässigkeit des gesamten Flughafens hängen schlussendlich von der Qualität der IT-Infrastruktur ab. R&M konnte zeigen, dass sein freenet System nicht nur überaus funktionell ist, sondern auch äusserst sicher in Bezug auf seine Zuverlässigkeit. Es erfüllt zudem sämtliche Anforderungen, die die modernste im Flughafen eingesetzte IT- Technologie verlangt. Ein weiterer wich- tiger Aspekt besteht in der Modularität und Flexibilität der R&M-Lösung, die dem Planer beim Entwurf der IT-Architektur absolut freie Hand lässt. All diese Vorteile zusammen sorgten dafür, dass R&M als Lieferant für die passive IT-Infrastruktur zum Zug kam. Zum Schutz vor den auf Flughäfen verbreiteten externen Einflüssen basiert die strukturierte Verkabelung auf doppelt geschirmten S/FTP Kat. 7 Kabeln mit einer Bandbreite bis über 1200 MHz. Die hohe Leistungsfähigkeit der Kabel garantiert nicht nur eine einwandfreie Funktion der gegenwärtigen, sondern auch aller denkbaren künftigen Anwendungen. Der Flughafen Lublin entspricht in Bezug auf Sicherheit und Qualität dem neusten Stand der Technik. Er hat bereits eine ganze Reihe von internationalen Auszeichnungen erhalten. Die R&M-Lösung ist perfekt auf die Bedürfnisse abgestimmt, und das Unternehmen wird auch in Zukunft alles tun, um einen einwandfreien Betrieb auf dem neuen Flughafen im Herzen Europas sicherzustellen. n Piotr Kiejno R&M Polen CONN CTIONS 3I I 13

14 News Venus: Multifunktionale Verteilerboxen für den FTTH-Access Die Venus-Familie ist komplett. Für die Feinverteilung in FTTH-Netzen, für Gebäudeeintrittspunkte und Inhouse-Verkabelung stellt R&M jetzt vier verschiedene Grössen der Venus Box zur Verfügung. Mit Kapazitäten von 4 bis 864 Spleissoder 2 bis 192 Patch-Verbindungen decken die Venus Boxen jetzt praktisch alle Packungsansprüche an Fiber-Optic- Feinverteilungen ab von kleineren Installationen mit einigen wenigen Fasern bis hin zu grösseren Gebäudeeintrittspunkten. Venus FML, die kleinste Box der Venus- Familie, lässt sich unauffällig an der Fassade, im Keller oder auf den einzelnen Etagen platzieren. Die Venus FML bietet Platz für bis zu 6 Fasern bzw. 4 Kupplungen. Sie ist für R40-Standard-Spleisskassetten und Standard-Steckverbinder aus dem R&M-Sortiment ausgelegt. Die Venus FLA mit Single Circuit Management (SCM) ist die Lösung für kleinere Wohneinheiten und bis zu 12 Teilnehmer. Sie zeichnet sich durch erhöhte Flexibilität aus: In die Box passen 144 Glasfaserverbindungen, aufgeteilt auf 6 Kassetten à 24 Spleisse. Oder 6 Kassetten mit je einem 1:32 Splitter. Oder 24 Steckverbinder der Typen E-2000 *, SC oder LC. Für die Rückwand der Venus FLA bietet R&M individuell modifizierbare Aufnahmen auch für Aktivkomponenten wie DSLAM, Konverter, Switch oder Antenne. Bei einer kombinierten Bestückung mit einem Kassettenträger und vier Patch- Einschüben reicht der Platz für 96 LC-, SC- oder E-2000 *-Steckverbindungen. Mit High Density LC duplex liegt das Packungsvolumen sogar bei 192 Patch- Verbindungen. Bis zu vier Einschübe mit 1:32 Splitter passen ebenfalls in die FXXL Box. Die werksseitig angebrachten Aussparungen für Kabeleingänge und -ausgänge erleichtern die Installation und ermöglichen den Einsatz von Dropwire- oder Kabel-Einsätzen zur Abdichtung der Box gemäss Schutzklasse IP43 bzw. IP54. Weitere Wandgehäuse der Venus-Familie namens FLA2 und FXL sind bereits in Entwicklung und werden in Kürze verfügbar sein. n * E-2000, hergestellt in Lizenz der Diamond SA, Losone Das grösste Modell ist die FXXL Box. Mit ihr steht Netzbetreibern eine multifunktionale Verteilerplattform für grössere Übergabepunkte im Innen- oder Aussenbereich zur Verfügung. Die FXXL bietet Platz für 864 Spleiss-Verbindungen auf zwei Kassettenträgern. Je nach Bedarf bestückt man die Box mit SE-, SC- und Splitter-Kassetten aus der Single-Circuit-Management-(SCM-)Systemfamilie von R&M. So können zum Beispiel mit SC-Kassetten bis zu 72 Fasern bzw. Teilnehmer separiert werden Patrick Schilter Product Manager 14 I CONN CTIONS 3I

15 Success Zukunftsweisendes Netzwerk für Sprache, Bild und Daten in einer futuristischen Stadt Die erste von HCC (Hindustan Construction Company) geplante Hügelstadt Indiens heisst Lavasa und liegt im Westen, in der pittoresken Landschaft der Sahyadri Mountains. Die futuristische Siedlung ist das erste urbanistische Infrastrukturprojekt Indiens seit der Unabhängigkeit. Das Grundkonzept «Leben Arbeiten Lernen und Geniessen» im Einklang mit der Natur zieht Menschen aus dem gesamten gesellschaftlichen Spektrum des Landes an. Das IT-Netzwerk in Lavasa umfasst mehr als über das gesamte Areal verteilte Anschlüsse. Zur Ausführung gelangte, nach einem gründlichen technologischen Auswahlverfahren, schliesslich eine Verkabelungslösung von R&M. Die Herausforderung In einer futuristischen Stadt wie Lavasa spielt aktuellste Technologie in allen Bereichen eine zentrale Rolle. Unternehmen und Privatpersonen sind auf ein jederzeit verfügbares Netzwerk angewiesen und erwarten absolute Zuverlässigkeit und hohe Skalierbarkeit über lange Betriebszeiten hinweg. Die grösstmögliche Installationsdichte soll gleichzeitig den Platzbedarf von Netzwerk- und Serverräumen verringern. Das gesamte Projekt verlangte sowohl bei der Planung wie auch beim Material «R&M lieferte uns eine Netzwerkverkabelung, die punkto Leistungsfähigkeit höchste Standards erfüllt. Die Produkte sind robust und formschön gestaltet. Die 25-Jahre-Garantie lässt uns gelassen in die Zukunft blicken.» Abhijeet Waddkar, IT-Verantwortlicher im Lavasa-Projekt nach einer Lösung auf höchstem Niveau. Die Evaluationsphase umfasste eine Reihe von technischen Präsentationen. Jedes Produktdetail wurde begutachtet. Eine gleichbleibend hohe Leistungsfähigkeit musste im gesamten Netz garantiert sein. Produktpräsentationen und Musterofferten bildeten ebenfalls einen Teil des Auswahlverfahrens. R&M erwies sich nach dieser umfassenden Evaluation und nicht zuletzt dank der anerkannten Zuverlässigkeit als der adäquate Lieferant. Die Lösung R&M empfahl Open Frame Racks mit Angled Panels sowie ein fiberoptisches Backbone für 10 Gbps. Die vorgeschlagene Lösung zieht künftige Erweiterungen und technische Neuerungen bereits in Betracht. Sie bietet hohe Datengeschwindigkeiten, Skalierbarkeit und jederzeit sofort verfügbaren Zugang ins fiberoptische 10 Gbps Ethernet. Die Angled Panels bilden die Basis eines offenen Rack-Systems, das eine sehr hohe Anschlussdichte in den Racks zulässt und das Kabelmanagement optimiert. Verschiedene Unternehmen und institutionelle Abonnenten wie Hotels, Spitäler, Schulen und Büroflächen verfügen über eigene Vertei lerkabinen, die über Multimode-Kabel (OM3) in einer sternförmigen Topologie mit dem zentralen Netzwerkraum verbunden sind. Farbcodierte Ausgänge und Anschlusskabel vereinfachen die Identifikation und sorgen für ein sicheres Netzwerk- Management. Sämtliche Kabel verlaufen durch Kanäle im Unterboden oder über den Blinddecken in den zentralen Hub-Raum. Die Lieferung für das mehr als 5000 Anschlüsse umfassende Netzwerk erfolgte ohne Probleme oder Verzögerungen, obwohl jedes Gebäude ein indivi du elles Design aufweist. Auch gelegen t liche kurzfristige Nachbestellungen während der Installation bewältigte die R&M-Logistik problemlos. n Rajesh Rajan R&M Indien CONN CTIONS 3I I 15

16 Success Hotel Holiday Inn Kiew: R&M-Komfort verwöhnt anspruchsvolle Gäste Das 2012 eröffnete Viersternehaus Holiday Inn in Kiew ist bereits das zweite Hotel der InterContinental Hotels Group in der ukrainischen Hauptstadt. Das im Zentrum der Stadt gleich gegenüber der katholischen Sankt-Nikolaus- Kirche gelegene Hotel bietet insgesamt 208 Zimmer auf zwölf Etagen. Weiter gibt es Konferenzräume, ein Fitness- Center, eine Bar mit Sommerterrasse in der Lobby und eine Lounge Bar mit Panoramaaussicht. Das Farb- und Gestaltungskonzept ist der Frische und Ein fachheit verpflichtet. Gotische Formen vermitteln ein Gefühl von Strenge und Geradlinigkeit. Die Lage im Stadtzentrum und die Nähe zum Finanzdistrikt und zum Regierungsviertel machen das Holiday Inn in Kiew zur idealen Adresse für Geschäftsreisende und für Touristen. Bis zum Olympiastadion, Schauplatz des UEFA-Fussball- EM-Finals 2012, sind es bloss fünf Minuten zu Fuss. Haustechnik und Engineering des Projekts wurden von der Firma Sald (System Integrator) geplant und ausgeführt, einem Partner von Synergia SE, der exklusiven Vertretung für R&M-Lösungen DIE R&M-LÖSUNG n Cat. 6 A S/FTP Installationskabel (1,5 km) n Kat. 5E UTP Installationskabel (62 km) n Kat. 5E UTP Module (1200 St.) in Steckdosen n Cat. 6 A FTP Module und Anschlusskabel für die Verbindung zum Backbone n Kat. 5E UTP Rangierfelder (55 St.) n Anschlusskabel n Farbcodiertes Sicherheitssystem n VS Compact 19" Verteilsysteme (15 Module 25-paarig, 70 Module 10-paarig) in der Ukraine. Die 1994 gegrün dete Sald Ltd befasst sich mit der Planung und Installation komplexer Haus technik für Banken, Bürogebäude, Geschäftszentren, Hotels, Einkaufszentren, Wohnhäuser, öffentliche Gebäude etc. Seit Bestehen hat Sald über 1500 Projekte von der einfachen Standardinstallation bis zu hochkomplexen Systemen erfolgreich realisiert. Andrey Kuraksa, IT-Verantwortlicher Sald Ltd: «Sald verfügt über wirklich viel Erfahrung im Bereich der ukrainischen Hotellerie. Das Holiday Inn ist ein Hotel mit internationalem Standard und Teil der weltbekannten InterContinental- Hotelgruppe. Der Auftrag wurde im Rahmen der EURO 2012 realisiert. Beide Aspekte verliehen diesem Projekt eine besondere Priorität. Was die Netzwerkausrüstung betrifft, brauchten wir einen bekannten, international tätigen Lieferanten, der höchste Qualität garantiert. R&M steht für Schweizer Qualität. Zusätzlich verfügt das Unternehmen über aussergewöhnliche Referenzen von bekannten, international tätigen Hotelketten. Die Entscheidung für eine R&M- Lösungen lag also auf der Hand. In der Ukraine wird R&M durch die Firma Synergia SE vertreten, einen unserer langjährigen Partner. Es ist auch diesen Synergien und der ausgezeichneten Zusammenarbeit auf allen Ebenen zu verdanken, dass wir das Projekt Holiday Inn Kiew so erfolgreich realisieren konnten.» n Yuliya Dzevik Verkauf, Synergia SE, Ukraine 16 I CONN CTIONS 3I

17 News Von April bis Juli steht das komplette Fiber Optic Cross Connections System R&Mfoxs im Mittelpunkt der mobilen Ausstellung. Dieses modular aufgebaute System vereint alle Faktoren, die Netzbetreiber für eine gelungene FTTH- Zukunft brauchen. Das bewährte Single Circuit Management (SCM) von R&M ist die Basis für das reibungslose, hochverdichtete Faser- und Teilnehmermanagement auf allen Plattformen, seien es Optical Distribution Frame, Kabelverzweiger, Haubenmuffe oder Hausübergabepunkte. Die Konzentration auf wenige, leicht beherrschbare und beliebig skalierbare Kernkomponenten vereinfacht Planung, Montage, Wartung und Umrüstung und reduziert die Gesamtbetriebskosten. Das R&Mfoxs System zeichnet sich durch einfaches Handling und weitgehend werkzeuglose Schnellmontagetechnik aus. Vorkonfektionierte und werksgeprüfte Einheiten müssen nur noch in die Gehäuse eingeklickt werden. Viele Verteileranlagen und Haus anschlüsse lassen sich jetzt im Vergleich zu herkömmlichen Verkabelungssystemen bis zu 30 % schneller herstellen. Die Roadshow befasst sich mit Themen wie der Entwicklung von PON-Netzwerken und den entsprechenden Auswirkungen auf Layer 1. Wir sprechen über den weltweit wachsenden Hunger nach immer mehr Bandbreite und die dadurch erzwun gene Entwicklung neuer PON-Techno logien in Glasfasernetzen. Diese technische Entwicklung wirkt sich auch auf die passive Infrastruktur aus. Kunden und Partner können vor Ort die Produkte testen R&M unterwegs: Roadshow 2013 R&M startet im Frühjahr 2013 eine Roadshow und bringt Kunden und Partner mit den Branchenexperten von R&M zu den Themen FTTH und Data Center zusammen. Die Systeme R&Mfoxs und R&Mfreenet werden an verschiedenen Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz präsentiert. Ab August widmet sich der zweite Teil der Roadshow den R&M-Lösungen für flexible und zuverlässige Data-Center- Netzwerk-Infrastrukturen. Das grosse Spektrum der von R&M angebotenen Data-Center-Produkte erleichtert die Auswahl des optimalen Infrastruktur- Designs, spart Kosten durch kürzere Ins tallations- und Rekonfigurationszeiten und macht das Netzwerk zukunftssicher. Zur End-to-End-Modu larität gehören verschiedene Übertragungs technologien innerhalb der gleichen Plattform. Planung, Installation und Betrieb ver einfachen sich dadurch erheblich. Mit unserer rekordverdächtigen Demonstration einer 40G-Übertragung haben wir bewiesen, dass überlegene Qualität massgeblich für die Netzwerkleistung ist und auch bei Ihren Ethernetund Fiber-Channel-Links für maximale Datenraten und Zuverlässigkeit sorgt. Unser uniphy-system erkennt automatisch Änderungen in der Infrastruktur und erstellt aktuelle Dokumentationen in Form von Netzwerkzeichnungen und kundenspezifischen Berichten. Das integrierte Management von Arbeitsaufträgen sorgt dafür, das MACs während des gesamten Lebenszyklus effizient und kontrolliert ausgeführt werden. R&M ist der richtige Partner für jede Organisation, die Wert auf vertrauenswürdige Beratung und massgeschnei- derte Verkabelungs-Infrastruktur legt. Wir unterstützen unsere Kunden bei der Optimierung ihrer Bandbreitenanforderungen für Computersysteme und Speichernetzwerke der nächsten Generation. n Mehr zu R&M Data Center: Mehr zu R&Mfoxs: Andreas Blöchlinger Head of Marcom & E-Media CONN CTIONS 3I I 17

18 News Das HD MTP System sicherer, einfacher und schneller Das Wachstum der Glasfaser-Links im Data Center führt zu Platzproblemen. Mit der biegsamen Multimode- Glasfaser BIMMF und innovativer Verbindungstechnik lassen sich grosse Fortschritte erzielen, wie das HD MTP System von R&M beweist R&M hat sich der akuten Sorgen von Data Centern angenommen. Das gesamte fiberoptische Programm für Data Center wird 2013 auf biegeunempfindliche Multimode-Glasfaser umgestellt. Im Data Center wächst die Zahl der Netzwerkports. Die Verkabelung muss extrem verdichtet werden, damit sie sich überhaupt noch unterbringen lässt. Bei Glasfaser-Infrastrukturen gibt es da ganz besondere Herausforderungen. Gleichzeitig gehört es zu den grössten Sorgen von Data Center Managern und Netzwerk-Administratoren, dass ein Teil ihres Netzwerks ausfallen könnte. Das Risiko liegt entweder im Bereich des Patchens oder im Bereich der Trunkverkabelung. Beim Patchen wird nicht immer nach Vorgabe gearbeitet und der minimale Biegeradius unterschritten. Bei der Trunkverkabelung kann die Unmenge an Kabeln zu mechanischem Stress und Quetschungen führen. R&M hat sich der akuten Sorgen von Data Centern angenommen. Die Konsequenz: Wir stellen 2013 das gesamte fiberoptische Programm für Data Center auf biegeunempfindliche Multimode-Glasfaser (BIMMF = Bend-Insensitive Multimode Fiber) um. Als Plattform für BIMMF-Anwendungen führt R&M ein neues, modulares Verkabelungssystem in den Data-Center- Markt ein. Es setzt bislang unerreichte Massstäbe bei der Portdichte und der effizienten Raumausnutzung, bei der Sicherheit, der Modularität und beim Installationskomfort. Neues Data Center Sortiment Das neue System für Data Center besteht aus Typ S MTP Modulen, MTP Adapterplatten, HD Panels, MTP Trunkkabeln und Patchcords. R&M liefert die Typ S MTP Module vorkonfektioniert aus. Einfaches Handling durch Schnellmontagetechnik und die hundertprozentige Werksprüfung tragen dazu bei, Fehler bei der Instal lation auszuschliessen. Darüber hinaus ist das HD System heute schon uniphy-tauglich, sodass sich die Administration und Überwachung der zahlreichen Verbindungen automatisieren lässt. Lernen Sie das HD MTP Sortiment im Detail kennen: n MTP Trunks: Der Trunk besteht aus einem optischen Kabel mit werksseitig 18 I CONN CTIONS 3I

19 der Kabelführung. Dieses saubere und einfache Verfahren spart Installationszeit und reduziert den Stress für die Infrastruktur auf ein Minimum. konfektionierten MTP Steckern an beiden Enden. Die MTP Trunks gibt es in verschiedenen Fasertypen. Bei der Bestellung von MTP Trunks empfiehlt R&M, an beiden Enden die «Male»-Stecker mit Führungsstiften vorzusehen. Der Vorteil: Bei einer späteren Migration zu 40G Ethernet kann man den Trunk weiterverwenden. Das Netzwerk muss nur noch ausgebaut, aber nicht mehr umgebaut werden n MTP Module: Die Typ S Module konvertieren MTP Stecker im Trunk zu Steckern, die in Transceivern gebraucht werden. So schöpft man den knappen Platz wesentlich effizienter aus. Einige Features der Typ S Module rationalisieren den Installationsprozess. Sie ermöglichen den Einsatz der gleichen Module und Patchkabel an beiden Einfaches Handling durch Schnellmontagetechnik und die hundertprozentige Werksprüfung tragen dazu bei, Fehler bei der Installation auszuschliessen. Enden, ohne dass man die Duplexstecker umkehren oder etwas anderes konfigurieren muss, um die Polarität zu erhalten. Diese wird durch eine clevere Faserführung im Inneren der Module erreicht. Mit der frontseitigen Farbcodierung identifiziert man den Faser- und Schlifftyp auf einen Blick. Rückseitig sind die Tx- und Rx-Schnittstellen klar gekennzeichnet. Die Module tauscht man mit wenigen Handgriffen aus, wenn sich die Ansprüche an die Konnektivität ändern. Die Trunkverka belung bleibt an ihrem Platz im Doppelboden oder in Der Einsatz von BIMMF ist eine zusätzliche Garantie für den stabilen Data- Center-Betrieb, aber keine Lizenz für achtloses Patchen. 1G Ethernet ist noch ziemlich nachtragend. Hingegen darf man sich bei 10G und 40G keine Fehler mehr leisten. Daher wird eine verlustfreie und sauber geführte Verkabelung wichtiger als je zuvor. n Dr. Thomas Wellinger Market Manager Data Center CONN CTIONS 3I I 19

20 Success Die erste Filiale dieses Grossmarkts wurde an einer Ausfallstrasse von Sheikh Zayed eröffnet. Dort werden über verschiedene Artikel angeboten. Im Sommer wird der Grossmarkt täglich von über Kunden besucht. Im Winter fällt die Besucherzahl auf immer noch beachtliche pro Tag. Dieser überwältigende Erfolg sollte mit dem Bau einer zweiten Filiale in Tenth of Ramadan City, an der Wüstenstrasse von Kairo nach Ismailia gelegen, wiederholt werden Wichtige Herausforderung beim Bau der neuen Filiale war die Installation einer robusten Netzwerk-Infrastruktur, die den verschiedensten Prozessen eines grossen Detailhandelsunternehmens gerecht wird. Die Verkabelung muss sich in einer rauen Umgebung mit grossen Temperaturschwankungen und starken, von zahlreichen Kühlanlagen und Öfen emittierten elektrischen Feldern bewähren. Diese Widerstandsfähigkeit ist absolut unerlässlich für die einwandfreie Funktion des Netzwerks. Nebst der physischen Robustheit muss das Netzwerk auch hohe Sicherheitsansprüche erfüllen, beispielsweise bei sensiblen Online-Applikationen oder beim Geldverkehr an den Kassen. «R&M ist im Markt für höchste Produktqualität bekannt und die 25-Jahres-Systemgarantie unterstreicht die hohe Professionalität des Schweizer Unternehmens.» Amr Afify, Network Unit Manager HyperOne Amr Afify, Netzwerkverantwortlicher bei HyperOne, erklärt: «Als wir uns zum Aufbau einer neuen Filiale entschlossen, nahmen wir jedes Detail unter die Lupe, um eine möglichst langlebige Infrastruktur zu sichern. Bei der Evalua Robuste und hochsichere Verkabelungslösung von R&M für die Netzwerk-Infrastruktur des Hypermarkts HyperOne HyperOne ist einer der grössten Hypermärkte Ägyptens. Auf einer riesigen Verkaufsfläche wird eine schier unüberschaubare Auswahl von Produkten angeboten, darunter alle erdenklichen Frischwaren, Verbrauchsartikel, Non-Food-Artikel, Textilien und Einrichtungsgegenstände. 20 I CONN CTIONS 3I

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