Klimaschutzziele im internationalen und nationalen Kontext DI Andreas Drack

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1 25. Seminar Biologischer Forstschutz 5/6. Juni 2012 Klimaschutzziele im internationalen und nationalen Kontext DI Andreas Drack Klimaschutzbeauftragter des Landes Oö. gemeinsamer Ländervertreter

2 Inhalte Klimaschutzziele im internationalen und nationalen Kontext 20 Jahre internationaler Klimaschutz (inkl. Querverweise Klimaschutz in der EU) nationaler Klimaschutz (inkl. Querverweise Klimaschutz in der EU)

3 Meilensteine Klimarahmenkonvention 1992 CoP1 Berliner Mandat 1995 Kyoto-Protokoll 1997 (CoP3) BAPA 1998 (CoP4) Lockerungen bei Senken und der Begrenzung der flexiblen Instrumente Marrakesch Accords 2001 (CoP7) Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls (MoP1) Bali Action Plan 2007 verbindliches Regelwerk für den Klimaschutz nach 2012: Kyoto-Nachfolgeregelung, vergleichbare Regelungen unter der Klimarahmenkonvention Copenhagen Accord 2009 (CoP15): Kein Durchbruch, dafür freiwillige pledges Cancun 2010 (CoP16): 2 Grad Ziel Durban 2011 (CoP17): Nachfolgeprozess für Kyoto-Protokoll (Beschluss CoP18 Qatar) bzw. Weltklimavertrag

4 Die wichtigsten Entscheidungen von Durban Fahrplan für ein neues umfassendes und verbindliches Rechtsinstrument ("Durban Platform for Enhanced Action = ADP ): Annahme 2015, Inkrafttreten 2020 Grundsatzentscheidung betreffend eine 2. Verpflichtungsperiode unter dem Kyoto-Protokoll: Beginn 2013, Länge noch offen Umgang mit Überschuss AAU aus der ersten Kyoto-Periode 20%-Reduktionsziel der EU internationaler Druck, auf 30% zu erhöhen Operationalisierung des Green Climate Fund: ab 2020 jährlich 100 Mrd. USD von öffentlichen und privaten Gebern Grundsatzentscheidungen für REDDplus Anpassung: Unterstützungsprozess für die ärmsten Entwicklungsländer (LDC)

5 Staaten im Kyoto Protokoll

6 Wirkung des Kyoto Protokolls?

7 neues Instrument Emissionszertifikate Emissionsrechte: kostenlose Zuteilung bzw. Versteigerung, dann Handel (Cap and Trade) projektbezogene Zertifikate: Generierung in speziellen Verfahren ( Additionality ), dann Handel Zertifikate auch für (freiwillige) Kompensationen von Emissionen Vorteil Steuerbarkeit von Zielen bei Cap and Trade, Kostenoptimierungen bei Maßnahmensetzungen; Nachteil Aufwand

8 Emissionszertifikate Kyoto-Protokoll Assigned Amount Units AAUs: Handel mit Emissionsrechten nur zwischen Staaten im Kyoto-Protokoll ökologische Version Green Investment Scheme GIS Einheit AAUs Projektbezogener Mechanismus Joint Implementation JI: Gemeinsame Projekte von Staaten im Kyoto-Protokoll mit Reduktionsverpflichtungen; Einheit ERUs Projektbezogener Mechanismus Clean Development Mechanism Reduktionen durch Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern; Einheit CERs

9 Europäische Union Handel mit Emissionsberechtigungen für Großemittenten EU-ETS Einheit EUAs Anlagen in 30 europäischen Staaten (mehr als 50% der CO2- Emissionen) Handelsperioden ; ; (von 1,97 Mrd CO2 auf 1,72 Mrd (79% der Emissionen von 2005)) Einbindung des internationalen Flugverkehrs seit 2012 Verbindung zu den projektbezogenen Mechanismen: Währungen kompatibel; beschränkte Nutzung möglich (Linking Directive) EU-Klima- und Energiepaket (20/20/20 Ziele): zusätzlich Handel mit Emissionsberechtigungen zwischen EU-Staaten auch Handel mit Statistik bei Ziele für Erneuerbare

10 Marktbetrachtung

11 Klimaschutz ab 2013

12 Exkurs Regeln betreffend Land- und Forstwirtschaft

13 Landnutzung im Kyoto-Protokoll Kyoto-Protokoll ( ) Artikel 3.3: Landnutzungsänderung (Aufforstung/Entwaldung) Artikel 3.4: Landnutzung (Waldbewirtschaftung, Ackerland, Grünland und Ödlandbegrünung) freiwillig anrechenbar Regeln zur Aufweichung der Kyoto-Ziele verwendet, die - kaum bzw. falsche Anreize setzen, bzw. - auf Freiwilligkeit beruhen Ö rechnet sich daher keine Aktivität des Art. 3.4 an

14 Sektor Landnutzung Ergebnis Durban Ergebnis Konferenz 2011 (Durban): Fertigstellung der Regeln für eine 2. Verpflichtungsperiode Wichtigste Änderung: Regelung für Waldbewirtschaftung: verpflichtende Anrechnung vis-a-vis eines Referenzwertes Obergrenze bei der Anrechnung (Gutschriften) zur Vermeidung von potenzieller hot air Berücksichtigung von Holzprodukten, um Anreiz für kaskadische Holznutzung zu setzen Sonderregelung bei Extremwetterereignissen zur Minimierung des Compliance -Risikos

15 nationaler Klimaschutz Nationales Klimaschutzgesetz seit November 2011 in Kraft Prozessgesetz Zeitplan und Zuständigkeiten bez. Klimaschutzstrategien zur Erfüllung von EU- bzw. internationalen Zielvorgaben Verantwortlichkeitsmechanismus Derzeit intensiver Verhandlungsprozess bez. des 16% Reduktionsziels im Nichtemissionshandelsbereich Nationale Klimawandel-Anpassungsstrategie Entwurf vorliegend Im Juni Beschluss Ministerrat sowie Landesumweltreferentenkonferenz dreijähriger Berichtsrhythmus

16 Danke für Ihre Aufmerksamkeit!

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