QUARTALSBERICHT I / 2011

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1 QUARTALSBERICHT I / 2011 Mit diesem Bericht informieren wir Sie über die Geschäftsentwicklung des Pfalzwerke-Konzerns vom 1. Januar bis 31. März des laufenden Geschäftsjahres. Allgemeine Wirtschaftsentwicklung Auch im ersten Quartal des Jahres 2011 setzte sich die positive wirtschaftliche Entwicklung des letzten Quartals 2010 fort. Allerdings haben sich die Geschäftserwartungen für die kommenden Monate nach den Ereignissen in Fukushima leicht eingetrübt. Trotzdem stehen die Konjunkturampeln laut ifo Konjunkturtest nach wie vor auf Grün. Dies bestätigen auch die Auswertungen des ZEW. Demnach notieren die Konjunkturerwartungen für Deutschland im März bei 14,1 Punkten. Nachdem das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt im vergangenen Kalenderjahr um 3,6 Prozent anstieg, rechnen die Experten des Bundeswirtschaftsministeriums auch für das laufende Jahr mit einer anhaltenden wenn auch etwas weniger starken Expansion. Zwischenzeitig hat sich der Aufschwung mehr und mehr auf die Binnennachfrage verlagert und steht somit zunehmend auf zwei stabilen Säulen. Dennoch: Die längerfristigen Auswirkungen der Reakotorkatastrophe in Fukushima sowie die politischen Umwälzungen in der arabischen Welt auf die deutsche Wirtschaft sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht einschätzbar. Diese Geschehnisse im Verlauf des ersten Quartals 2011 sind ernstzunehmende Unsicherheitsfaktoren für die globale Ökonomie, die auch für die deutsche Volkswirtschaft von Bedeutung werden können. Rahmenbedingungen der Energiewirtschaft Aufgrund der hinlänglich genannten Geschehnisse in Japan werden die Ressentiments und Bedenken innerhalb der deutschen Bevölkerung gegenüber der Kernenergie immer größer. Im Verlauf der letzten Wochen war ein deutlicher Anstieg bei der Nachfrage nach Ökostrom zu verzeichnen. Die Zahl der Verbraucher, die sich für Ökostrom entscheiden und somit sowohl der Kernenergie als auch fossilen Erzeugungsformen den Rücken kehren, nimmt immer weiter zu. Bei einigen Anbietern wurden zum Teil im März pro Tag durchschnittlich 800 Neukunden im Bereich des Ökostroms verzeichnet. Bei den Ökostromprodukten der Pfalzwerke hat sich hingegen das Wechselverhalten nicht in diesem Ausmaß verändert. Bei unserer Online- Marke 1 2 3energie ist der Anteil der Ökostromkunden innerhalb der Neukunden leicht angestiegen.

2 Strom Unsere Stromabgabe- bzw. Handelsmengen haben sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt: Stromgeschäft (Angaben in GWh) Januar bis März Handel 2010 Handel 2011 Vertrieb 2010 Vertrieb 2011 Handel Vertrieb Privat- und Gewerbekunden (inkl. 123strom) Vertrieb Geschäfts- und Industrie-Kunden inkl. Netzverluste (PNG) Vertrieb Stadt- und Gemeindewerke inkl. PFM Vertrieb und Handel Strom Handel Zu Beginn des Jahres setzte sich die eher ruhige Entwicklung am Großhandelsmarkt fort. Die Terminmarktpreise bewegten sich wie bereits im letzten Quartal in einer relativ engen Handelsspanne und orientierten sich an den Schwankungen des Kohle- und Gasmarktes, die ebenfalls keine klare Richtung vorgaben. Mit dem Einsetzen der Unruhen in den nordafrikanischen Staaten kletterte die Risikoprämie für Öl, dies hatte jedoch kaum Auswirkungen auf den deutschen Strommarkt. Mit dem Erdbeben in Japan und den folgenden Auswirkungen im Atomkraftwerk Fukushima änderte sich dies rapide. Das dreimonatige Moratorium der Bundesregierung sowie der Regierungswechsel in Baden-Württemberg wirkten auf den deutschen Strommarkt wie ein Schock. In den letzten drei Wochen des ersten Quartals kletterten die Preise für Frontjahreskontrakte um fast 15 Prozent. Die Notierungen für die Brennstoffe Kohle und Gas sowie die Preise für Emissionszertifikate stiegen in vergleichbaren Größenordnungen. Der Eigenhandel der Pfalzwerke profitierte von diesen Preissprüngen. Die weitere Preisentwicklung wird maßgeblich von den ausstehenden politischen Entscheidungen der nächsten Wochen abhängen. Für die kommenden Wochen erwarten wir demnach eher steigende als fallende Preise

3 Privat- und Gewerbekunden Das erste Quartal 2011 im Segment der Privat- und Gewerbekunden war stark geprägt durch die zum 1. Januar wirksame Preiserhöhung. Nach zwei Jahren Preisstabilität waren wir nunmehr aufgrund der massiv gestiegenen Kosten im Rahmen der EEG-Abgabe gezwungen, unsere Preise um durchschnittlich knapp 2 Cent/kWh zu erhöhen. Dieser Schritt zog durchschnittlich Kundenabgänge pro Monat nach sich. Weitere 400 Kunden je Monat wechselten zu unserem Online- Produkt 1 2 3energie energie Trotz des nach wie vor progressiven und teilweise sehr aggressiven Wettbewerbs im Onlinemarkt haben wir unseren Marktanteil weiter ausgebaut. Mit über neuen Kunden verzeichneten wir einen Rekordzuwachs im ersten Quartal. Somit beliefern wir zum 31. März 2011 nunmehr Kunden über 1 2 3energie mit Strom. Industrie- und Geschäftskunden Im Verlauf des ersten Quartals ist es gelungen Abschlüsse mit einem Gesamtvolumen von rund 325 GWh zu tätigen. Besonders erfreulich ist hierbei die Gewinnung von drei Neukunden mit einem Gesamtverbrauch von etwa 125 GWh pro Jahr. Die Verträge haben zum Teil eine Laufzeit bis Im mittleren Segment der Industrie- und Geschäftskunden wurden in den ersten drei Monaten Kunden mit einer Gesamtverbrauchsmenge von ca. 200 GWh vertraglich gesichert. Die Abschlusszeiträume erstrecken hier sich zum Teil bis ins Jahr Rund 70 Prozent der Vorjahresmenge für die mittelgroßen Sondervertragskunden sind damit bereits vertraglich gesichert. Vertragsverlängerungen sowie der Ausbau der Liefermenge in Luxembourg ergänzen ein erfolgreiches erstes Quartal. Aufgrund der seit März steigenden Großhandelspreise hat sich allerdings die Abschlussbereitschaft der Individualkunden leicht reduziert. Es bleibt abzuwarten wie sich die aktuellen Geschehnisse auf die Konjunktur sowie auf die Energiepreise auswirken

4 Gas Unsere Gasabgabe- bzw. Handelsmengen haben sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt: Handel 2010 Handel Handel 2011 Handel Vertrieb 1 2 3gas Vertrieb Geschäfts- und Industriekunden Gas Vertrieb und Handel Gas 1 2 3energie Mit neuen Kunden im Bereich Gas setzte sich die erfolgreiche Entwicklung von 1 2 3energie Gas in den ersten Monaten des Jahres 2011 fort. Die Zahl der Bestandskunden liegt zum 31. März leicht über Geschäfts- und Industriekunden Etwas schwieriger gestalten sich hingegen die Vertragsverhandlungen im Bereich der Geschäftskunden Gas. Dies liegt zum einen an der aktuellen weltpolitischen Lage und zum anderen an den nach wie vor hohen Gaspreisen. Wir hoffen auf positive Effekte im Rahmen der Zusammenlegung der H- und L-Gas-Marktgebiete. Hierdurch könnte es zu einer höheren Liquidität und somit zu einer verstärkten Nachfrage kommen. Netz und Konzessionen Im Netzbereich laufen zurzeit diverse Projekte, insbesondere zur Netzautomatisierung. Dazu werden aktuell 20 Schaltanlagen und Steuerungen neu installiert, zehn weitere ferngesteuerte Anlagen befinden sich derzeit in der Planungsphase. Zudem ist der Austausch von 102 Luft-Feststoff-isolierten MS-Anlagen planmäßig angelaufen, diese Maßnahme soll bis zum Jahresende abgeschlossen werden. Nachdem zu Jahresbeginn die Anschlussbegehren von neuen Photovoltaikanlagen leicht zurückgegangen waren, ist in den letzten Wochen wieder ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. Bisher wurden in 2011 ca. 400 neue Photovoltaik-Einspeiser an das Pfalzwerke-Netz angeschlossen

5 Auch im neuen Jahr hat sich der Wettbewerb durch das Kommunalisierungs- Engagement des Gemeinde- und Städtebundes Rheinland-Pfalz, der Verbandsgemeinden sowie anderer Zweckverbände weiter verstärkt. Zudem haben die Arrondierungsbestrebungen von TWL, EnergieSüdwest sowie den Stadtwerken Speyer und Homburg den Druck auf unsere Konzessionen deutlich verschärft und verursachen eine zunehmende Verunsicherung der kommunalen Entscheidungsträger. Aufgrund unserer konsequenten Informations- und Aufklärungsarbeit konnten jedoch in den vergangenen drei Monaten 38 Konzessionsverträge mit einer Laufzeit von 20 Jahren abgeschlossen werden. Somit wurden mittlerweile in 106 Ortsgemeinden die Konzessionsverträge mit den Pfalzwerken verlängert. In weiteren elf Ortsgemeinden liegen bereits Beschlüsse der Gemeinderäte für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit den Pfalzwerken vor Energiedienstleistungen Contracting Für das Erich-Kästner-Schulzentrum in Schönenberg- Kübelberg verantwortet der Bereich Energiedienstleistung zurzeit den Umbau der Heizungsanlage. Zukünftig werden die Gebäude durch eine Holzhackschnitzel-Heizanlage mit Wärme versorgt. Hierzu werden ein Brennstoffbunker, ein Holzhackschnitzelheizkessel mit einer Leistung von 350 Kilowattstunden sowie zwei Wärmepufferspeicher installiert. Zur Spitzenlast- Abdeckung steht ein Gas-/Ölkessel zur Verfügung. DEMS Im Rahmen des EU-Projektes SEMS wird in Weilerbach an dem Aufbau eines Dezentralen Energiemanagement System (DEMS ) gearbeitet. Zusätzlich zu dem im letzten Jahr errichteten Solarpark, wurde auf dem Dach des Heizwerkes im Baugebiet Palmenkreuz eine weitere Photovoltaik-Anlage gemeinsam mit der Pfalzsolar installiert. Besonderheit dieser Anlage ist der noch zu installierende Batteriespeicher. So soll ein optimales Lastmanagement im Sinne eines Smart-Grid erreicht werden. Die Anlage wird durch das Institut für ZukunftsEnergieSysteme (IZES) messtechnisch begleitet. Neues Projekt mypower-grid Das Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik initiiert gemeinsam mit den Energieversorgern TWK (Technische Werke Kaiserslautern), den Pfalzwerken sowie dem Unternehmen Juwi das Projekt mypower-grid (mein Stromnetz). Als weiterer Projektpartner ist mit Saft-Batterien einer der führenden Hersteller dezentraler Batteriesysteme vertreten. Im Rahmen des Projekts werden verschiedene Photovoltaik-Anlagen mit Batterien ausgerüstet werden. Die Batterien sollen virtuell zu einer großen Batterie zusammengeschaltet werden. Der erzeugte und eventuell gerade nicht benötigte Strom könnte so kurzfristig zwischengespeichert werden. Er würde dann entweder zur späteren Eigennutzung zur Verfügung stehen, oder könnte zur Abdeckung von Spitzenlasten in das öffentliche Netz eingespeist werden, wenn dies erforderlich ist

6 Ausbau des Dienstleistungsangebots Mit dem Energiekonzept der Bundesregierung wurden Leitlinien für eine umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung formuliert. Einen großen Stellenwert nehmen hierbei die Punkte energetische Gebäudesanierung sowie energieeffizientes Bauen ein. Gerade mit Blickrichtung auf unsere kommunalen Partner und Kunden, werden wir diese beiden Arbeitsgebiete zukünftig in unserer Abteilung für Energiedienstleistung zügig auf- und ausbauen. Somit sind wir in der Lage ganzheitliche Energiedienstleistungskonzepte rund um effizienten Wärmeschutz, erneuerbare Energien sowie rationelle Energieanwendung anzubieten. PFALZKOM MANET Der Telekommunikationsmarkt befindet sich aktuell in einer spannenden Umbruchphase. Mehr und mehr verschmelzen die Bereiche Telekommunikation und IT zur sogenannten ITK. PFALZKOM MANET hat sich mit der Planung des DATACENTER Rhein-Neckar schon sehr frühzeitig auf diese neue Herausforderung eingestellt. Das moderne Rechenzentrum bietet die ideale Basis für innovative ITK-Lösungen. Wir gehen davon aus, dass sich der Trend des Datenoutsourcing weiter fortsetzen wird. Durch die Synergie aus Rechenzentrumsprodukten und der optimalen Netzinfrastruktur wurde eine fundierte Basis geschaffen, den komplexen Marktanforderungen durch innovative Lösungen gerecht zu werden. Auch der Bereich der Open Access Modelle wird weiter an Bedeutung gewinnen. Die zukünftigen Netzmodelle schaffen neue vielversprechende Möglichkeiten im Bereich der Breitbandversorgung. Sowohl für unsere Marktrolle als Infrastrukturlieferant im Carrierbereich als auch im Consumerbereich wollen wir die neuen Marktbedingungen positiv nutzen. Aktuell werden automatisierte Systeme und Prozesse eingeführt, um auch künftig den stetig steigenden Anforderungen Rechnung zu tragen. PFALZGAS Trotz der tendenziell nach oben ausgerichteten Bezugspreisentwicklung wurde weder zum ersten Quartal 2011 noch zum 1. April 2011 eine Preiserhöhung von Seiten der Pfalzgas durchgeführt. Dennoch stieg in diesem Zeitraum die Wechselquote im Gas-zu-Gas-Wettbewerb deutlich an. Erfreulich ist hingegen nach wie vor die Entwicklung im Bereich der Neukundenakquisition. Hier hat sich der Aufwärtstrend auch im ersten Quartal 2011 fortgesetzt. Verglichen mit dem Vorjahresquartal konnte im Zeitraum Januar bis März 2011 eine Steigerung von über 37 Prozent erzielt werden. Auch die Zahl der Umstellungen liegt mit 105 deutlich über dem Vorjahreswert von 62. Der Gasabsatz lag temperaturbedingt sowohl im Segement der Privat- und Gewerbekunden als auch im Bereich der Sonderkunen unterhalb des Planansatzes

7 Wirtschaftlich Entwicklung Pfalzwerke Konzern Auf Konzernebene betrugen die Umsatzerlöse 486,95 Millionen Euro und liegen somit 64 Millionen über dem Vorjahreswert von 422,95 Millionen Euro. Die Gesamtleistung lag ebenfalls über dem Vorjahreswert (Vorjahr: 427,44 Millionen Euro) und belief sich auf 491,43 Millionen Euo. Die Materialaufwendungen des Konzerns beliefen sich im Berichtszeitraum auf 428,31 Millionen Euro und liegen ebenfalls über dem Vergleichswert des Vorjahres von 366,46 Millionen Euro. Mit 14,97 Millionen Euro liegen die Personalauwendungen leicht unter dem Vorjahreswert von 15,13 Millionen Euro. Die Zahlen des ersten Quartals lassen für die kommenden Monate eine stabile Entwicklung erwarten. Investitionen Mitarbeiter Risikobericht Zum 31. März hat die PFALZWERKE AKTIENGESELLSCHAFT Investitionen in Höhe von 13,2 Millionen Euro getätigt allein 10,5 Millionen Euro davon betreffen Netzprojekte, wie Investitionen im Bereich der Hochspannungsleitungen und anlagen oder der Anschluss der Umspannwerke Biebermühle und Pirmasens über ein 110kV-Kabel. Verglichen mit den Vorjahreszahlen steht dies für einen Anstieg von 1,5 Millionen Euro, welcher mit den ebenfalls höheren Gesamtinvestitionen für das Jahr 2011 in Zusammenhang steht. Auf Konzernebene waren insgesamt 941 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr 927). Die Stammbelegschaft umfasste hierbei 881 Mitarbeiter (Vorjahr 872). Innerhalb des Konzerns absolvieren aktuell 66 Auszubildende ihre Ausbildung. Die Risikosituation des Pfalzwerke-Konzerns ist nahezu unverändert gegenüber dem Berichtsstand zum Jahresende. Ein wesentliches Risiko bildet die Umsetzung der Regulierungsanforderungen (Unbundling). Um dieses zu reduzieren, haben wir ein Projekt zur Umstrukturierung des Netzbereichs eingeleitet. Beim Geothermiekraftwerk in Landau stellen die Leistungsreduzierungen des Kraftwerks durch behördliche Anordnungen oder technische Ausfälle weiterhin ein Risiko dar. Hierdurch entstehende Umsatzeinbußen können zu Liquiditätsengpässen führen und die wirtschaftliche Lage der geo x GmbH negativ beeinflussen. Ende März wurde die Betriebsplanzulassung bis erneuert, sodass der Kraftwerksbetrieb bis auf weiteres fortgeführt werden kann. Die Risikoeinschätzung für das Geothermieprojekt in Insheim ist im Wesentlichen abhängig von der Erteilung der notwendigen Baugenehmigungen und den Auflagen der Betriebsplanzulassung. Deren Ausgestaltung durch die Behörden steht bislang noch nicht fest. Nach unseren Erkenntnissen bestehen keine den Fortbestand des Konzerns gefährdende Risiken

8 Ausblick Der Wettbewerb innerhalb der Energielandschaft wird zunehmend aggressiver. Die Vielzahl von preisgünstigen Angeboten hat direkte Auswirkungen auf die spezifischen Margen im Vertrieb. Um auch zukünftig erfolgreich am Markt agieren zu können, müssen einige Strukturen und Prozesse den geänderten Bedingungen angepasst werden. Aus diesem Grund wurde das Projekt Vertrieb 2015 gestartet. Im Rahmen dieses Projektes wurde ein Konzept zur Neuausrichtung der Marktbearbeitung erstellt und in großen Teilen bereits zum 1. April umgesetzt. Der Konzessionswettbewerb erreicht in 2011 quantitativ einen Höhepunkt, da sich mit aktuelle 230 mehr als die Hälfte unserer Konzessionen im Bekanntmachungsverfahren befinden. Zudem erfordern ettliche (Re-)Kommunalisierungsinitiativen sowie die flächendeckenden Arrondierungsbestrebungen zahlreicher Stadt- und Gemeindewerke eine Intensivierung der kommunalen Betreuung in allen für die Kommunen relevanten Themengebieten. Dabei verstärkt sich der Wunsch nach wirtschaftlicher Partizipation an der Energieerzeugung und verteilung seitens der Kommunen. Im Zuge der Diskussion um die netztechnischen Konsequenzen einer Energiewende wird den lokalen und regionalen Verteilnetzen eine zunehmende Bedeutung anerkannt. In Themenfeldern wie smart grid oder effizientes Netzmanagement müssen wir unsere Kompentenzen ausbauen und um verwandte Themen des smart market-ansatzes erweitern. Nur so können wir unsere Position im Netzwettbewerb und in Kooperationsverhandlungen stärken. Aufgrund neuer regulatorischer Anforderungen wird eine Überarbeitung der Unternehmensorganisation im Netzbereich in 2011 ebenfalls unumgänglich. Zu diesem Zweck wurden bereits in 2010 im Rahmen einer umfangreichen Projektarbeit verschiedene Szenarien zur Erfüllung der zusätzlichen Entflechtungsvorgaben initiiert. Die notwendigen Entscheidungen müssen in den nächsten Monaten getroffen werden, damit die Umsetzung der Neuorganisation noch in 2011 begonnen werden kann. Nur so können erhebliche Regulierungsrisiken für die zweite Anreizregulierungsperiode vermieden und kosteneffiziente Strukturen geschaffen werden. Mit freundlichen Grüßen PFALZWERKE AKTIENGESELLSCHAFT Dr. Werner Hitschler René Chassein - 8 -

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