1. Durch das Vorhaben möglicherweise betroffene europäische Vogelart. 2. Erhaltungszustand nach Ampel-Schema (HMULV 2011, Anlage 3)

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1 Baumfalke Seite 1 von 4 1. Durch das Vorhaben möglicherweise betroffene europäische Vogelart Baumfalke (Falco subbuteo) 2. Erhaltungszustand nach Ampel-Schema (HMULV 2011, Anlage 3) Hessen Unbekannt günstig Ungünstig bis unzureichend Ungünstig bis schlecht x 3. Charakterisierung der betroffenen Art 3.1 Lebensraum, Verhaltensweisen und Verbreitung Der Baumfalke baut kein eigenes Nest, sondern nutzt zur Brut die Nester anderer Vogelarten, vorwiegend vorjährige oder auch diesjährige Krähennester, aber auch Nester von Ringeltaube, Kolkrabe, Elster und anderen Arten. Er steht somit in enger Abhängigkeit zum Vorkommen und Brutgeschehen dieser anderen Vogelarten. Der Baumfalke ernährt sich überwiegend von Kleinvögeln und Fluginsekten, die er im Flug fängt. Die vom Baumfalken für die Jagd auf Kleinvögel und Insekten benötigten physiologischen Anforderungen sind außerordentlich. So ist der Baumfalke in der Lage, eine Großlibelle aus einer Entfernung von 200 Metern als Beutetier zu erkennen und die Jagd aufzunehmen (Chapman 1999). Schwalben und Mauersegler werden ebenfalls als Beutetiere gegt. Da der Baumfalke auch während mondheller Nächte in der Lage ist, auf Jagd zu gehen, um aufgrund optischer Reize Fledermäuse zu erbeuten, gehen die sehphysiologischen Leistungen dieser Art weit über unser Vorstellungsvermögen hinaus. Für den Verlust oder Einschränkungen des Lebensraumes ist vorwiegend die Veränderung von Landschaftsstrukturen durch die Umwandlung von Grünland in Ackerflächen verantwortlich. Weitere Gefährdungsfaktoren für den Baumfalken sind neben dem Lebensraumverlust vor allem forstbauliche Maßnahmen, veränderte klimatische Bedingungen sowie Einflüsse durch Umweltgifte oder natürlicher Feinddruck. Ein Kollisionsrisiko mit Windenergieanlagen ist für Baumfalken aufgrund dieser hervorragenden physiologischen Eigenschaften so gut wie auszuschließen, auch wenn sehr vereinzelt Nachweise für ein solches Geschehen vorliegen. Richarz et al. (2012) gehen davon aus, dass sich aktuell kein erhöhtes Kollisionsrisiko nachweisen lässt. Eine Einschränkung des Nahrungsraumes des Baumfalken durch WEA ist ebenfalls nicht zu erwarten, da ein ausreichendes Maß an Nahrungsraum in der Umgebung des Standortes zur Verfügung steht. Von Brauneis (1999) liegen Untersuchungen vor, die belegen, das adulte Baumfalken, die von Jungvögeln begleitet werden, diese nicht in die Nähe von WEA führen. Da die Flugfähigkeit der Jungvögel kurz nach dem Flügge werden noch nicht voll ausgebildet ist, stellt diese Maßnahme eine sinnvolle Lebensraumbeschränkung durch den Baumfalken selbst dar. Hinzu kommt, dass der Baumfalke nur einen sehr geringen Anteil an den Kollisionsopfern der Greifvögel an Windenergieanlagen aufweist. Ein Kollisionsrisiko mit Windenergieanlagen ist für Baumfalken aufgrund dieser hervorragenden physiologischen Eigenschaften so gut wie auszuschließen, auch wenn sehr vereinzelt Nachweise für ein solches Geschehen vorliegen. In Hessen ist der Baumfalke weitgehend flächendeckend verbreitet. 4. Vorkommen der Art im Untersuchungsraum X nachgewiesen - potenziell Der Baumfalke wurde innerhalb des Untersuchungsraumes als Brutvogel nachgewiesen. Der Horststandort befindet sich am Rand der nördlichen der beiden möglichen Teilflächen für die Windenergienutzung. 5. Prognose und Bewertung der Tatbestände nach 44 BNatSchG 5.1 Entnahme, Beschädigung, Zerstörung von Fortpflanzungs- oder Ruhestätten ( 44 Abs. 1 Nr. 3 BNatSchG) Können Fortpflanzungs- oder Ruhestätten aus der Natur entnommen, beschädigt oder zerstört werden? (Vermeidungsmaßnahmen zunächst unberücksichtigt) Fortpflanzungsstätten dieser Art könnten vom geplanten Vorhaben betroffen sein, da sich ein Horste dieser Art innerhalb des Untersuchungsraumes nachweisen ließ. Da der Baumfalke kein eigenes Nest baut, sondern die Nester anderer Arten nutzt, sind Vorhersagen über die Dauer der Nutzung eines Horstes nicht möglich Sind Vermeidungsmaßnahmen möglich? X entfällt Der Baumfalke nimmt künstliche Nistplattformen sowohl innerhalb von Waldbereichen als auch an Gittermasten an. Der mögliche Verlust der Fortpflanzungsstätte kann somit ausgeglichen werden.

2 Baumfalke Seite 2 von Wird die ökologische Funktion im räumlichen Zusammenhang ohne vorgezogene Ausgleichs- Maßnahmen (CEF) gewahrt? ( 44 Abs. 5 Satz 2 BNatSchG) X Der Eingriffsbereich des Vorhabens ist in Bezug auf den Aktionsradius dieser Art als sehr kleinflächig einzustufen. Aus diesem Grund wird die ökologische Funktion im räumlichen Zusammenhang auch ohne vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen gewahrt Wenn Nein - kann die ökologische Funktion durch vorgezogene Ausgleichs-Maßnahmen (CEF) gewährleistet werden? X entfällt Der Verbotstatbestand Entnahme, Beschädigung, Zerstörung von Fortpflanzungs- oder Ruhestätten" tritt ein. 5.2 Fang, Verletzung, Tötung wild lebender Tiere ( 44 Abs.1 Nr.1 BNatSchG) Können Tiere gefangen, verletzt oder getötet werden? (Vermeidungsmaßnahmen zunächst unberücksichtigt) Die vom Baumfalken für die Jagd auf Kleinvögel und Insekten benötigten physiologischen Anforderungen sind außerordentlich. So ist der Baumfalke in der Lage, eine Großlibelle aus einer Entfernung von 200 Metern als Beutetier zu erkennen und die Jagd aufzunehmen. Schnell fliegende Arten wie Schwalben und Mauersegler werden ebenfalls als Beutetiere gegt. Ein Kollisionsrisiko mit Windenergieanlagen ist für Baumfalken aufgrund seiner hervorragenden physiologischen Eigenschaften so gut wie auszuschließen, auch wenn sehr vereinzelt Nachweise für ein solches Geschehen vorliegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass im Bereich des Planungsraumes gende oder durchziehende Individuen des Baumfalken durch das Planungsvorhaben oder dessen Folgen getötet oder verletzt werden, geht daher nicht über das übliche Tötungsrisiko für diese Art hinaus, so dass unterstellt werden kann, dass der Verbotstatbestand der Tötung oder Verletzung nicht erfüllt ist. Eine signifikante Steigerung des Tötungsrisikos ist auszuschließen Sind Vermeidungs-Maßnahmen möglich? X entfällt Durch den Verzicht von Gittermasten wird die Attraktivität der WEA selbst als Brutplatz deutlich herabgesetzt. Da Gittermastbruten von Baumfalken bekannt geworden sind, stellt der Verzicht auf Gittermasten eine vorbeugende Vermeidungsmaßnahme da (AG Greifvögel NRW 1996, Dierk 1997, Kirmse et al. 1998, Langgemach & Sömmer 2001) Werden unter Berücksichtigung der Vermeidungsmaßnahmen in Verbindung mit der Entnahme, Beschädigung, Zerstörung von Fortpflanzungs- oder Ruhestätten" Tiere gefangen, verletzt oder getötet? Wenn JA kann die ökologische Funktion der Fortpflanzungs- oder Ruhestätten im räumlichen Zusammenhang erfüllt werden? ( 44 Abs. 5 Satz 2 BNatSchG); wenn JA kein Verbotstatbestand! X entfällt Werden unter Berücksichtigung der Vermeidungsmaßnahmen wildlebende Tiere gefangen, verletzt oder getötet ohne Zusammenhang mit der Entnahme, Beschädigung, Zerstörung von Fortpflanzungs- oder Ruhestätten"? Siehe 5.2.3

3 Baumfalke Seite 3 von 4 Der Verbotstatbestand Fangen, Töten, Verletzen" tritt ein 5.3 Störungstatbestand ( 44 Abs. 1 Nr. 2 BNatSchG) Können wild lebende Tiere während der Fortpflanzungs-, Aufzucht-, Mauser-, Überwinterungs- und Wanderungszeiten erheblich gestört werden? X Aufgrund des fehlenden Meideverhaltens des Baumfalken sind Störungen für diese Art auszuschließen. Jedoch kann durch die Errichtung der WEA während der Brutzeit eine Störung entstehen, wenn sich der von dieser Art genutzte Horst im Umfeld der zu errichtenden WEA befindet Sind Vermeidungs-Maßnahmen möglich? X entfällt Bauzeitbeschränkung. Die Anlagen sollten außerhalb der Brutzeit der Baumfalken errichtet werden Wird eine erhebliche Störung durch Maßnahmen vollständig vermieden? X entfällt Der Verbotstatbestand erhebliche Störung" tritt ein. 6. Ausnahmegenehmigung nach 45 Abs. 7 BNatSchG erforderlich? 6.1 Tritt einer der Verbotstatbestände des 44 Abs. 1 Nr. 1-4 BNatSchG ein? (Unter Berücksichtigung der Wirkungsprognose und der vorgesehenen Maßnahmen; wenn NEIN Prüfung abgeschlossen) 7. Zusammenfassung Folgende fachlich geeignete und zumutbare Maßnahmen sind in den Planunterlagen dargestellt und berücksichtigt worden: Vermeidungsmaßnahmen CEF-Maßnahmen zur Funktionssicherung im räumlichen Zusammenhang Unter Berücksichtigung der Wirkungsprognose und der vorgesehenen Maßnahmen tritt kein Verbotstatbestand des 44 Abs. 1 Nr. 1-4 ein, so dass keine Ausnahme gem. 45 Abs. 7 BNatSchG, ggf. in Verbindung mit Art. 16 FFH-RL erforderlich ist. 8. Literatur AG Greifvögel NRW 1996 (Arbeitsgruppe Greifvögel Nordrhein-Westfalen der GRO und WOG) (1996): Die Bestandsentwicklung und der Bruterfolg des Baumfalken (Falco subbuteo) in Nordrhein-Westfalen von Charadrius 32: Brauneis, W. (1999): Der Einfluss von Windkraftanlagen auf die Avifauna am Beispiel der Solzer Höhe bei Bebra-Solz im Landkreis Hersfeld-Rotenburg, - Untersuchung im Auftrag des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) Landesverband Hessen e.v. - Ortsverband Alheim-Rotenburg-Bebra: 91 S. Bebra.Dierk, W. (1997): Bruten des Baumfalken (Falco subbuteo) auf Hochspannungsmasten. Beiträge zur Naturkunde Niedersachsens 50:

4 Baumfalke Seite 4 von 4 Chapman, A. (1999): The hobby. Arlequin Press Chelmsford, 220 S. HMULV (2011): Hessisches Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Referat Artenschutz, Naturschutz bei Planungen Dritter, Landschaftsplanung (Hrsg.): Leitfaden für die artenschutzrechtliche Prüfung in Hessen. Hilfen für den Umgang mit den Arten des Anhangs IV der FFH-RL und den europäischen Vogelarten in Planungs- und Zulassungsverfahren 2. Fassung (Mai 2011). Kirmse, W.; D. Schneider & W. Weise (1998): Baumfalke Falco subbuteo L., In: Steffens, R. ; D. Saemann & K. Größler: die Vogelwelt Sachsens. Gustav Fischer Jena: S: LAG-VSW (2007): Abstandsregelungen für Windenergieanlagen zu bedeutsamen Vogellebensräumen sowie Brutplätzen ausgewählter Vogelarten. Ber. Vogelschutz 44: Langgemach, T. & P. Sömmer (2001): Baumfalke. In: Arbeitsgemeinschaft Berlin-Brandenburgischer Ornithologen: Die Vogelwelt von Brandenburg und Berlin. Verlag Text und Natur, Rangsdorf, S Richarz, K., M. Hormann, M. Werner, L. Simon, T. Wolf, L. Störger & W. Berberich (2012): Naturschutzfachlicher Rahmen zum Ausbau der Windenergienutzung in Rheinland-Pfalz Artenschutz (Vögel, Fledermäuse) und NATURA Gebiete. Gutachten im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Verbraucherschutz, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz.

5 Baumpieper Seite 1 von 3 1. Durch das Vorhaben möglicherweise betroffene europäische Vogelart Baumpieper (Anthus trivialis) 2. Erhaltungszustand nach Ampel-Schema (HMULV 2011, Anlage 3) Hessen Unbekannt günstig Ungünstig bis unzureichend Ungünstig bis schlecht x 3. Charakterisierung der betroffenen Art 3.1 Lebensraum, Verhaltensweisen und Verbreitung Der Baumpieper ist Brutvogel der offenen und halboffenen Landschaft und benötigt eine lichte, nicht zu schattige und gut ausgeprägte Krautschicht, hohe Singwarten und ausgeprägte Freiflächen. Deckungsgrade der Baum- oder Strauchbestände von mehr als 60 % werden überwiegend gemieden. Sichtschutz bietende Grasbulten müssen für den Nestbau vorhanden sein, ferner sind vor allem während der Brutzeit günstige Nahrungsbedingungen in der Umgebung des Nestes erforderlich. Wälder können ebenfalls als Lebensraum für den Baumpieper geeignet sein, wenn aufgrund intensiver Durchforstung der Zwischenraum zwischen einem lückigen Kronenschluss und einer lockeren, vorwiegend von Beerensträuchern dominierten Bodenschicht überwiegend frei von Vegetation ist. Die Nahrung besteht vorwiegend aus Insekten, jedoch können im Frühhr und Herbst auch vegetarische Anteile hinzukommen. Die artspezifische Zusammensetzung der Nahrung ist vorwiegend vom Angebot abhängig und reicht über Dipteren, Raupen und Heuschrecken hin zu Spinnen, Köcherfliegen und Hautflüglerlarven. Der Baumpieper ist von Mitteleuropa bis nach Jakutien verbreitet. Der Bestand für Deutschland wurde für 2005 mit bis Brutpaaren angegeben (Südbeck et al. 2007). Der Baumpieper ist ein Landstreckenzieher, der in den Savannen Westafrikas und Ostafrikas überwintert. Ende März bis Anfang April erreicht der Baumpieper die Brutgebiete. Die Abgrenzung des Territoriums erfolgt sowohl durch akustische als auch durch optische Signale. Gefährdungsursachen für den Baumpieper bestehen vor allem im Lebensraumverlust durch die Intensivierung der Landwirtschaft mit Trockenlegung und Umbruch von Grünland sowie einer Ausräumung der Landschaft und Entfernung von Hochstammobstbaumbeständen oder einer Aufforstung von Heide- und Moorflächen. Direkte Verfolgung während des Zuges sowie klimatische Veränderungen in den Überwinterungsgebieten tragen ebenfalls zur Gefährdung dieser Art bei. Der Baumpieper wird nicht als Art geführt, die sensibel auf Windenergienutzung reagiert (Richarz et al. 2012). In Hessen ist der Baumpieper in geeigneten Habitaten flächendeckend mit bis Brutpaaren verbreitet (HMULV 2011). 4. Vorkommen der Art im Untersuchungsraum X nachgewiesen - potenziell Der Baumpieper wurde innerhalb des Untersuchungsraumes mehrfach mit Brutverdacht nachgewiesen. Die Nachweise erstrecken sich sowohl auf die einzelne Schlagfluren als auch auf die lichten Nadelwaldbereiche auf bayerischer Seite. 5. Prognose und Bewertung der Tatbestände nach 44 BNatSchG 5.1 Entnahme, Beschädigung, Zerstörung von Fortpflanzungs- oder Ruhestätten ( 44 Abs. 1 Nr. 3 BNatSchG) Können Fortpflanzungs- oder Ruhestätten aus der Natur entnommen, beschädigt oder zerstört werden? (Vermeidungsmaßnahmen zunächst unberücksichtigt) Es ist nicht auszuschließen dass Fortpflanzungsstätten dieser Art sind vom geplanten Vorhaben betroffen sind, da die genauen Standorte der geplanten WEA noch nicht bekannt sind. Eine mögliche Schädigung ist während der Brutzeit möglich Sind Vermeidungsmaßnahmen möglich? X entfällt Da eine Schädigung von Fortpflanzungsstätten nur während der Brutzeit möglich ist, kann eine Bauzeitbeschränkung (Bau nur außerhalb der Brutzeit) die Einschlägigkeit der Zerstörung von Fortpflanzungsoder Ruhestätten verhindern.

6 Baumpieper Seite 2 von Wird die ökologische Funktion im räumlichen Zusammenhang ohne vorgezogene Ausgleichs- Maßnahmen (CEF) gewahrt? ( 44 Abs. 5 Satz 2 BNatSchG) X Durch den Eingriff und die Baufeldfreimachung können Habitatstrukturen geschaffen werden, die vom Baumpieper besiedelt werden können Wenn Nein - kann die ökologische Funktion durch vorgezogene Ausgleichs-Maßnahmen (CEF) gewährleistet werden? X entfällt Der Verbotstatbestand Entnahme, Beschädigung, Zerstörung von Fortpflanzungs- oder Ruhestätten" tritt ein. 5.2 Fang, Verletzung, Tötung wild lebender Tiere ( 44 Abs.1 Nr.1 BNatSchG) Können Tiere gefangen, verletzt oder getötet werden? (Vermeidungsmaßnahmen zunächst unberücksichtigt) Eine signifikante Steigerung des Tötungsrisikos ist für den Baumpieper auszuschließen, da die Mobilität dieser Art eine Tötung während des Baus ausschließt. Trotz des Gesangsfluges dieser Art erreichen die Baumpieper nicht die Flughöhe, die von den Rotoren überstrichen wird, so dass sich eine signifikante Steigerung des Tötungsrisikos ausschließen lässt Sind Vermeidungs-Maßnahmen möglich? X entfällt Werden unter Berücksichtigung der Vermeidungsmaßnahmen in Verbindung mit der Entnahme, Beschädigung, Zerstörung von Fortpflanzungs- oder Ruhestätten" Tiere gefangen, verletzt oder getötet? Siehe Wenn JA kann die ökologische Funktion der Fortpflanzungs- oder Ruhestätten im räumlichen Zusammenhang erfüllt werden? ( 44 Abs. 5 Satz 2 BNatSchG); wenn JA kein Verbotstatbestand! X entfällt Werden unter Berücksichtigung der Vermeidungsmaßnahmen wildlebende Tiere gefangen, verletzt oder getötet ohne Zusammenhang mit der Entnahme, Beschädigung, Zerstörung von Fortpflanzungs- oder Ruhestätten"? Siehe Der Verbotstatbestand Fangen, Töten, Verletzen" tritt ein 5.3 Störungstatbestand ( 44 Abs. 1 Nr. 2 BNatSchG) Können wild lebende Tiere während der Fortpflanzungs-, Aufzucht-, Mauser-, Überwinterungs- und Wanderungszeiten erheblich gestört werden? X

7 Baumpieper Seite 3 von 3 Reaktionen oder Verhaltensänderungen des Baumpiepers auf Windenergieanlagen sind bisher nicht bekannt geworden (Richarz et al. 2012), so dass davon ausgegangen werden kann, dass keine Störung für diese Art gegeben ist. Jedoch kann bei einer Baufeldfreimachung und der Errichtung der WEA während der Brutzeit eine Störung für den Neststandort nicht ausgeschlossen werden Sind Vermeidungs-Maßnahmen möglich? X entfällt Durch den Bau und die Errichtung der WEA nur außerhalb der Brutzeit kann eine Störung ausgeschlossen werden Wird eine erhebliche Störung durch Maßnahmen vollständig vermieden? X entfällt Der Verbotstatbestand erhebliche Störung" tritt ein. 6. Ausnahmegenehmigung nach 45 Abs. 7 BNatSchG erforderlich? 6.1 Tritt einer der Verbotstatbestände des 44 Abs. 1 Nr. 1-4 BNatSchG ein? (Unter Berücksichtigung der Wirkungsprognose und der vorgesehenen Maßnahmen; wenn NEIN Prüfung abgeschlossen) 7. Zusammenfassung Folgende fachlich geeignete und zumutbare Maßnahmen sind in den Planunterlagen dargestellt und berücksichtigt worden: Vermeidungsmaßnahmen CEF-Maßnahmen zur Funktionssicherung im räumlichen Zusammenhang Unter Berücksichtigung der Wirkungsprognose und der vorgesehenen Maßnahmen tritt kein Verbotstatbestand des 44 Abs. 1 Nr. 1-4 ein, so dass keine Ausnahme gem. 45 Abs. 7 BNatSchG, ggf. in Verbindung mit Art. 16 FFH-RL erforderlich ist. 8. Literatur HMULV (2011): Hessisches Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Referat Artenschutz, Naturschutz bei Planungen Dritter, Landschaftsplanung (Hrsg.): Leitfaden für die artenschutzrechtliche Prüfung in Hessen. Hilfen für den Umgang mit den Arten des Anhangs IV der FFH-RL und den europäischen Vogelarten in Planungs- und Zulassungsverfahren 2. Fassung (Mai 2011). Richarz, K., M. Hormann, M. Werner, L. Simon, T. Wolf, L. Störger & W. Berberich (2012): Naturschutzfachlicher Rahmen zum Ausbau der Windenergienutzung in Rheinland-Pfalz Artenschutz (Vögel, Fledermäuse) und NATURA Gebiete. Gutachten im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Verbraucherschutz, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz. Südbeck, P., H.-G. Bauer, M. Boschert, P. Boye & W. Knief (2007): Rote Liste der Brutvögel Deutschlands. 4. Fassung, 30. November Ber. Vogelschutz 44:

8 Graureiher Seite 1 von 3 1. Durch das Vorhaben möglicherweise betroffene europäische Vogelart Graureiher (Ardea cinerea) 2. Erhaltungszustand nach Ampel-Schema (HMULV 2011, Anlage 3) Hessen Unbekannt günstig Ungünstig bis unzureichend Ungünstig bis schlecht x 3. Charakterisierung der betroffenen Art 3.1 Lebensraum, Verhaltensweisen und Verbreitung Bevorzugte Kolonie- und Horststandorte sind zum einen bewaldete Hangbereiche von Tälern und zum anderen baum- oder gehölzbestandenen Flussinseln bzw. Auwaldreste. Der Graureiher ist in Hessen flächendeckend verbreitet. Die nächsten Kolonien des Graureihers sind vor allem entlang der Kinzig zu finden. Der Graureiher wurde überfliegend über der Vorhabensfläche während einer Begehung nachgewiesen. Der Graureiher kann als Koloniebrüter und aufgrund seiner Flugweise durch Windkraftnutzung beeinträchtigt werden. Bei WEA- Planungen sind Lebensraumentwertung (Schutz der Fortpflanzungsstätte nach 44 Abs. 1 Nr. 3 BNatSchG, einschl. räumlich-funktionaler Bedeutung) zu beachten. Störungen sind im Regelfall aufgrund Gewöhnungseffekten und Nistplatzökologie vernachlässigbar (Richarz et al. 2012). Der Bestand in Hessen wird mit Revieren (Stübing et al. 2010) bzw (HMULV 2011) angegeben. 4. Vorkommen der Art im Untersuchungsraum X nachgewiesen - potenziell Der Graureiher wurde überfliegend über der Vorhabensfläche während einer Begehungen nachgewiesen. 5. Prognose und Bewertung der Tatbestände nach 44 BNatSchG 5.1 Entnahme, Beschädigung, Zerstörung von Fortpflanzungs- oder Ruhestätten ( 44 Abs. 1 Nr. 3 BNatSchG) Können Fortpflanzungs- oder Ruhestätten aus der Natur entnommen, beschädigt oder zerstört werden? (Vermeidungsmaßnahmen zunächst unberücksichtigt) Fortpflanzungsstätten dieser Art sind vom geplanten Vorhaben nicht betroffen, da sich weder geeignete Strukturen für eine Nestanlage noch Kolonien im Umfeld des Planungsraumes nachweisen ließen Sind Vermeidungsmaßnahmen möglich? X entfällt Wird die ökologische Funktion im räumlichen Zusammenhang ohne vorgezogene Ausgleichs- Maßnahmen (CEF) gewahrt? ( 44 Abs. 5 Satz 2 BNatSchG) X Der Eingriffsbereich berührt keine Koloniestandorte. Aus diesem Grund sind für diese Art keine vorgezogenen Ausgleichmaßnahmen erforderlich Wenn Nein - kann die ökologische Funktion durch vorgezogene Ausgleichs-Maßnahmen (CEF) gewährleistet werden? X entfällt Der Verbotstatbestand Entnahme, Beschädigung, Zerstörung von Fortpflanzungs- oder Ruhestätten" tritt ein.

9 Graureiher Seite 2 von Fang, Verletzung, Tötung wild lebender Tiere ( 44 Abs.1 Nr.1 BNatSchG) Können Tiere gefangen, verletzt oder getötet werden? (Vermeidungsmaßnahmen zunächst unberücksichtigt) Eine signifikante Steigerung des Tötungsrisikos ist für den Graureiher auszuschließen, da sich Planungsraum weder bevorzugte Nahrungsreviere noch Koloniestandorte befinden Sind Vermeidungs-Maßnahmen möglich? X entfällt Werden unter Berücksichtigung der Vermeidungsmaßnahmen in Verbindung mit der Entnahme, Beschädigung, Zerstörung von Fortpflanzungs- oder Ruhestätten" Tiere gefangen, verletzt oder getötet? Siehe Wenn JA kann die ökologische Funktion der Fortpflanzungs- oder Ruhestätten im räumlichen Zusammenhang erfüllt werden? ( 44 Abs. 5 Satz 2 BNatSchG); wenn JA kein Verbotstatbestand! X entfällt Werden unter Berücksichtigung der Vermeidungsmaßnahmen wildlebende Tiere gefangen, verletzt oder getötet ohne Zusammenhang mit der Entnahme, Beschädigung, Zerstörung von Fortpflanzungs- oder Ruhestätten"? Siehe Der Verbotstatbestand Fangen, Töten, Verletzen" tritt ein 5.3 Störungstatbestand ( 44 Abs. 1 Nr. 2 BNatSchG) Können wild lebende Tiere während der Fortpflanzungs-, Aufzucht-, Mauser-, Überwinterungs- und Wanderungszeiten erheblich gestört werden? Reaktionen oder Verhaltensänderungen des Graureihers auf Windenergieanlagen sind als sehr gering einzuschätzen (Langgemach & Dürr 2012). Diese Art zeigt nur ein sehr kleinräumiges Meidungsverhalten gegenüber WEA im Nahrungsgebiet (Reichenbach & Steinborn 2007). Aus diesem Grund ist der Lebensraumverlust als sehr gering anzusehen, so dass davon ausgegangen werden kann, dass keine Störung für diese Art gegeben ist Sind Vermeidungs-Maßnahmen möglich? X entfällt Wird eine erhebliche Störung durch Maßnahmen vollständig vermieden? X entfällt Der Verbotstatbestand erhebliche Störung" tritt ein.

10 Graureiher Seite 3 von 3 6. Ausnahmegenehmigung nach 45 Abs. 7 BNatSchG erforderlich? 6.1 Tritt einer der Verbotstatbestände des 44 Abs. 1 Nr. 1-4 BNatSchG ein? (Unter Berücksichtigung der Wirkungsprognose und der vorgesehenen Maßnahmen; wenn NEIN Prüfung abgeschlossen) 7. Zusammenfassung Folgende fachlich geeignete und zumutbare Maßnahmen sind in den Planunterlagen dargestellt und berücksichtigt worden: Vermeidungsmaßnahmen CEF-Maßnahmen zur Funktionssicherung im räumlichen Zusammenhang Unter Berücksichtigung der Wirkungsprognose und der vorgesehenen Maßnahmen tritt kein Verbotstatbestand des 44 Abs. 1 Nr. 1-4 ein, so dass keine Ausnahme gem. 45 Abs. 7 BNatSchG, ggf. in Verbindung mit Art. 16 FFH-RL erforderlich ist. 8. Literatur HMULV (2011): Hessisches Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Referat Artenschutz, Naturschutz bei Planungen Dritter, Landschaftsplanung (Hrsg.): Leitfaden für die artenschutzrechtliche Prüfung in Hessen. Hilfen für den Umgang mit den Arten des Anhangs IV der FFH-RL und den europäischen Vogelarten in Planungs- und Zulassungsverfahren 2. Fassung (Mai 2011). Langgemach, T. & T. Dürr (2102): Informationen über Einflüsse der Windenergienutzung auf Vögel. - Stand Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz - Staatliche Vogelschutzwarte des Landes Brandenburg. Reichenbach, M. & H. Steinborn (2004): Langzeituntersuchungen zum Konfliktthema Windkraft & Vögel. 3. Zwischenbericht., Oldenburg. Richarz, K., M. Hormann, M. Werner, L. Simon, T. Wolf, L. Störger & W. Berberich (2012): Naturschutzfachlicher Rahmen zum Ausbau der Windenergienutzung in Rheinland-Pfalz Artenschutz (Vögel, Fledermäuse) und NATURA Gebiete. Gutachten im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Verbraucherschutz, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz. Stübing et al. (2010) : Vögel in Hessen. Die Brutvögel Hessens in Raum und Zeit. Brutvogelatlas.

11 Grauspecht Seite 1 von 3 1. Durch das Vorhaben möglicherweise betroffene europäische Vogelart Grauspecht (Picus canus) 2. Erhaltungszustand nach Ampel-Schema (HMULV 2011, Anlage 3) Hessen Unbekannt günstig Ungünstig bis unzureichend Ungünstig bis schlecht x 3. Charakterisierung der betroffenen Art 3.1 Lebensraum, Verhaltensweisen und Verbreitung Der Grauspecht kommt im gesamten Bundesland Hessen vor und bevorzugt großflächige, strukturreiche Landschaftsausschnitte mit kleineren Lichtungen, Kahlschlägen oder Waldwiesen. Hauptlebensraum sind aufgelockerte Buchenmischwälder mit Altholzbestand im Hügel und Bergland, sowie reich strukturierte Eichen- Hainbuchen-Wälder. Obstbaumbestände an Waldrandlage sind ein ebenfalls geeigneter Lebensraum. Der Grünspecht besiedelt vorwiegend halboffene Mosaiklandschaften, wie Parkanlagen, Streuobstbestände, Feldgehölze sowie Randzonen von Laub- und Mischwäldern. Die Nahrung besteht überwiegend aus Ameisen und anderen kleinen Insekten. Vor allem der Rückgang der Nahrungsressourcen durch Pestizideinsatz stellen eine Gefahr für diese Vogelart dar (Bauer & Berthold 1996), deren Bestand aber in der Bundesrepublik nicht als gefährdet eingestuft wird. Nachweise von Störreizen, die von Windkraftanlagen ausgehen und Störwirkungen hervorrufen, liegen für diese Arten nicht vor, solange keine Horstbäume zerstört werden. 4. Vorkommen der Art im Untersuchungsraum X nachgewiesen - potenziell Der Grauspecht wurde mit einem Brutpaar innerhalb des Untersuchungsraumes (500m Radius) um die grenzen der möglichen Flächen für die Windenergienutzung nachgewiesen. 5. Prognose und Bewertung der Tatbestände nach 44 BNatSchG 5.1 Entnahme, Beschädigung, Zerstörung von Fortpflanzungs- oder Ruhestätten ( 44 Abs. 1 Nr. 3 BNatSchG) Können Fortpflanzungs- oder Ruhestätten aus der Natur entnommen, beschädigt oder zerstört werden? (Vermeidungsmaßnahmen zunächst unberücksichtigt) Fortpflanzungsstätten dieser Art sind vom geplanten Vorhaben nicht betroffen, da sich keine geeigneten Strukturen für eine Nestanlage (Baumhöhle) innerhalb des Planungsraumes nachweisen lassen Sind Vermeidungsmaßnahmen möglich? X entfällt Wird die ökologische Funktion im räumlichen Zusammenhang ohne vorgezogene Ausgleichs- Maßnahmen (CEF) gewahrt? ( 44 Abs. 5 Satz 2 BNatSchG) X Der Eingriffsbereiche berührt keine möglichen Brutstandorte dieser Art. Aus diesem Grund sich für diese Art keine vorgezogenen Ausgleichmaßnahmen erforderlich Wenn Nein - kann die ökologische Funktion durch vorgezogene Ausgleichs-Maßnahmen (CEF) gewährleistet werden? X entfällt Der Verbotstatbestand Entnahme, Beschädigung, Zerstörung von Fortpflanzungs- oder Ruhestätten" tritt ein.

12 Grauspecht Seite 2 von Fang, Verletzung, Tötung wild lebender Tiere ( 44 Abs.1 Nr.1 BNatSchG) Können Tiere gefangen, verletzt oder getötet werden? (Vermeidungsmaßnahmen zunächst unberücksichtigt) Eine signifikante Steigerung des Tötungsrisikos ist für den Grauspecht aufgrund seiner strukturgebundenen Lebensweise (Bäume und Boden) auszuschließen Sind Vermeidungs-Maßnahmen möglich? X entfällt Werden unter Berücksichtigung der Vermeidungsmaßnahmen in Verbindung mit der Entnahme, Beschädigung, Zerstörung von Fortpflanzungs- oder Ruhestätten" Tiere gefangen, verletzt oder getötet? Siehe Wenn JA kann die ökologische Funktion der Fortpflanzungs- oder Ruhestätten im räumlichen Zusammenhang erfüllt werden? ( 44 Abs. 5 Satz 2 BNatSchG); wenn JA kein Verbotstatbestand! X entfällt Werden unter Berücksichtigung der Vermeidungsmaßnahmen wildlebende Tiere gefangen, verletzt oder getötet ohne Zusammenhang mit der Entnahme, Beschädigung, Zerstörung von Fortpflanzungs- oder Ruhestätten"? Siehe Der Verbotstatbestand Fangen, Töten, Verletzen" tritt ein 5.3 Störungstatbestand ( 44 Abs. 1 Nr. 2 BNatSchG) Können wild lebende Tiere während der Fortpflanzungs-, Aufzucht-, Mauser-, Überwinterungs- und Wanderungszeiten erheblich gestört werden? Reaktionen oder Verhaltensänderungen des Grauspechts gegenüber Windenergieanlagen sind nicht bekannt Sind Vermeidungs-Maßnahmen möglich? X entfällt Wird eine erhebliche Störung durch Maßnahmen vollständig vermieden? X entfällt Der Verbotstatbestand erhebliche Störung" tritt ein. 6. Ausnahmegenehmigung nach 45 Abs. 7 BNatSchG erforderlich? 6.1 Tritt einer der Verbotstatbestände des 44 Abs. 1 Nr. 1-4 BNatSchG ein? (Unter Berücksichtigung der Wirkungsprognose und der vorgesehenen Maßnahmen; wenn NEIN Prüfung abgeschlossen)

13 Grauspecht Seite 3 von 3 7. Zusammenfassung Folgende fachlich geeignete und zumutbare Maßnahmen sind in den Planunterlagen dargestellt und berücksichtigt worden: Vermeidungsmaßnahmen CEF-Maßnahmen zur Funktionssicherung im räumlichen Zusammenhang Unter Berücksichtigung der Wirkungsprognose und der vorgesehenen Maßnahmen tritt kein Verbotstatbestand des 44 Abs. 1 Nr. 1-4 ein, so dass keine Ausnahme gem. 45 Abs. 7 BNatSchG, ggf. in Verbindung mit Art. 16 FFH-RL erforderlich ist. 8. Literatur Bauer, H. G. & Berthold, P. (1996): Die Brutvögel Mitteleuropas: Bestand und Gefährdung. Wiesbaden, Aula-Verlag, 715 S.

14 Habicht Seite 1 von 3 1. Durch das Vorhaben möglicherweise betroffene europäische Vogelart Habicht (Accipiter gentilis) 2. Erhaltungszustand nach Ampel-Schema (HMULV 2011, Anlage 3) Hessen Unbekannt günstig Ungünstig bis unzureichend Ungünstig bis schlecht x 3. Charakterisierung der betroffenen Art 3.1 Lebensraum, Verhaltensweisen und Verbreitung Der Habicht ist in der nördlichen Nadelwaldzone von West-Europa bis an den Pazifik verbreitet und kommt auch im Mittelmeergebiet vor. Schwerpunkt der Verbreitung in Mitteleuropa sind Russland, Deutschland und Skandinavien inklusive Finnland. Mitteleuropa ist flächendeckend besiedelt (Bauer et al. 2005).Die für ein Vorkommen des Habichts zwingend erforderlichen Habitatvoraussetzungen beschränken sich in Europa auf einen für die Horstanlage geeigneten (über ca. 60 Jahre alten) Baumbestand und ein ausreichendes Angebot mittelgroßer Vögel und Säugetiere als Beute. Innerhalb ihres europäischen Verbreitungsgebietes besiedeln Habichte daher Wälder aller Art und Größe. Der Habicht kommt sowohl in großen, geschlossenen Waldgebieten wie auch in der offenen Kulturlandschaft vor, wenn dort zumindest einzelne Feldgehölze vorhanden sind. Die Hauptgefährdungsursache für den Habicht ist ganz offensichtlich die direkte Verfolgung durch den Menschen. Zusätzlich kann der Kahlhieb von Altholzbeständen, das Fällen von Horstbäumen und eine Erschließung der Wälder für Forstwirtschaft und Freizeitbetrieb eine Gefährdung dieser Art mit sich bringen. 4. Vorkommen der Art im Untersuchungsraum X nachgewiesen - potenziell Der Habicht wurde während der Erfassungen mehrfach innerhalb der möglichen Planungsräume als auch in deren Umfeld nachgewiesen. Diese Art brütet versteckt innerhalb von Altholzbereichen. 5. Prognose und Bewertung der Tatbestände nach 44 BNatSchG 5.1 Entnahme, Beschädigung, Zerstörung von Fortpflanzungs- oder Ruhestätten ( 44 Abs. 1 Nr. 3 BNatSchG) Können Fortpflanzungs- oder Ruhestätten aus der Natur entnommen, beschädigt oder zerstört werden? (Vermeidungsmaßnahmen zunächst unberücksichtigt) Fortpflanzungsstätten dieser Art sind vom geplanten Vorhaben nur dann betroffen sein, wenn geeignete Horstbäume dem Vorhaben zum Opfer fallen. Dies kann durch eine geeignete Wahl der WEA-Standorte vermieden werden Sind Vermeidungsmaßnahmen möglich? X entfällt Wahl der Standorte für die WEA in Bereichen, die aufgrund ihrer Altersstruktur nicht geeignet sind, Horste von Habichten aufzunehmen Wird die ökologische Funktion im räumlichen Zusammenhang ohne vorgezogene Ausgleichs- Maßnahmen (CEF) gewahrt? ( 44 Abs. 5 Satz 2 BNatSchG) X Bei Anwendung der Vermeidungsmaßnahmen berühren die möglichen Eingriffsbereiche keine möglichen Brutstandorte dieser Art. Aus diesem Grund sind für diese Art keine vorgezogenen Ausgleichmaßnahmen erforderlich Wenn Nein - kann die ökologische Funktion durch vorgezogene Ausgleichs-Maßnahmen (CEF) gewährleistet werden? X entfällt

15 Habicht Seite 2 von 3 Der Verbotstatbestand Entnahme, Beschädigung, Zerstörung von Fortpflanzungs- oder Ruhestätten" tritt ein. 5.2 Fang, Verletzung, Tötung wild lebender Tiere ( 44 Abs.1 Nr.1 BNatSchG) Können Tiere gefangen, verletzt oder getötet werden? (Vermeidungsmaßnahmen zunächst unberücksichtigt) Eine signifikante Steigerung des Tötungsrisikos ist für den Habicht aufgrund seiner Mobilität und der strukturgebundenen Lebensweise auszuschließen Sind Vermeidungs-Maßnahmen möglich? X entfällt Werden unter Berücksichtigung der Vermeidungsmaßnahmen in Verbindung mit der Entnahme, Beschädigung, Zerstörung von Fortpflanzungs- oder Ruhestätten" Tiere gefangen, verletzt oder getötet? Siehe Wenn JA kann die ökologische Funktion der Fortpflanzungs- oder Ruhestätten im räumlichen Zusammenhang erfüllt werden? ( 44 Abs. 5 Satz 2 BNatSchG); wenn JA kein Verbotstatbestand! X entfällt Werden unter Berücksichtigung der Vermeidungsmaßnahmen wildlebende Tiere gefangen, verletzt oder getötet ohne Zusammenhang mit der Entnahme, Beschädigung, Zerstörung von Fortpflanzungs- oder Ruhestätten"? Siehe Der Verbotstatbestand Fangen, Töten, Verletzen" tritt ein 5.3 Störungstatbestand ( 44 Abs. 1 Nr. 2 BNatSchG) Können wild lebende Tiere während der Fortpflanzungs-, Aufzucht-, Mauser-, Überwinterungs- und Wanderungszeiten erheblich gestört werden? Reaktionen oder Verhaltensänderungen des Habichts gegenüber Windenergieanlagen sind nicht bekannt Sind Vermeidungs-Maßnahmen möglich? X entfällt Wird eine erhebliche Störung durch Maßnahmen vollständig vermieden? X entfällt Der Verbotstatbestand erhebliche Störung" tritt ein.

16 Habicht Seite 3 von 3 6. Ausnahmegenehmigung nach 45 Abs. 7 BNatSchG erforderlich? 6.1 Tritt einer der Verbotstatbestände des 44 Abs. 1 Nr. 1-4 BNatSchG ein? (Unter Berücksichtigung der Wirkungsprognose und der vorgesehenen Maßnahmen; wenn NEIN Prüfung abgeschlossen) 7. Zusammenfassung Folgende fachlich geeignete und zumutbare Maßnahmen sind in den Planunterlagen dargestellt und berücksichtigt worden: Vermeidungsmaßnahmen CEF-Maßnahmen zur Funktionssicherung im räumlichen Zusammenhang Unter Berücksichtigung der Wirkungsprognose und der vorgesehenen Maßnahmen tritt kein Verbotstatbestand des 44 Abs. 1 Nr. 1-4 ein, so dass keine Ausnahme gem. 45 Abs. 7 BNatSchG, ggf. in Verbindung mit Art. 16 FFH-RL erforderlich ist. 8. Literatur Bauer, H. G. & Berthold, P. (1996): Die Brutvögel Mitteleuropas: Bestand und Gefährdung. Wiesbaden, Aula-Verlag, 715 S.

17 Hohltaube Seite 1 von 3 1. Durch das Vorhaben möglicherweise betroffene europäische Vogelart Hohltaube (Columba oenas) 2. Erhaltungszustand nach Ampel-Schema (HMULV 2011, Anlage 3) Hessen Unbekannt günstig Ungünstig bis unzureichend Ungünstig bis schlecht x 3. Charakterisierung der betroffenen Art 3.1 Lebensraum, Verhaltensweisen und Verbreitung Als Höhlenbrüter besiedelt die Hohltaube zur Brutzeit im allgemeinen Wälder aller Größen mit Altholzbeständen und geeigneten Höhlen. Ganz überwiegend zeigt sich heute eine enge Bindung an den Schwarzspecht, da dessen angelegte Höhlen häufig die einzigen passenden Höhlen im Wirtschaftswald sind. Neben dem hauptsächlichen Vorkommen in geschlossenen Wäldern werden vereinzelt Baumgruppen in Wiesengelände oder um Gehöfte, parkartige Landschaft, Obstplantagen, Feldgehölze und städtische Parks besiedelt (Bauer & Berthold 1996). Die Verteilung der Hohltauben innerhalb des Waldes ist oft ungleichmäßig, was vorwiegend auf die Verfügbarkeit von Nisthöhlen zurückzuführen ist. Die Nahrung der Hohltaube ist vorwiegend vegetarisch und setzt sich aus Früchten, Samen und Knospen zusammen. Auch Beeren, sowie grüne Teile von Pflanzen und Blätter, Bucheckern und Koniferensamen werden verzehrt. 4. Vorkommen der Art im Untersuchungsraum X nachgewiesen - potenziell Die Hohltaube wurde vor allem in die alten Laubwaldbereichen des Planungsraumes sowie in den umliegenden Flächen nachgewiesen, wo auch Nachweise des Schwarzspechtes vorliegen. 5. Prognose und Bewertung der Tatbestände nach 44 BNatSchG 5.1 Entnahme, Beschädigung, Zerstörung von Fortpflanzungs- oder Ruhestätten ( 44 Abs. 1 Nr. 3 BNatSchG) Können Fortpflanzungs- oder Ruhestätten aus der Natur entnommen, beschädigt oder zerstört werden? (Vermeidungsmaßnahmen zunächst unberücksichtigt) Fortpflanzungsstätten dieser Art sind vom geplanten Vorhaben nur dann betroffen sein, wenn geeignete Höhlenbäume dem Vorhaben zum Opfer fallen Sind Vermeidungsmaßnahmen möglich? X entfällt Keine Errichtung von WEA innerhalb der von den Hohltauben bevorzugt genutzten Flächen Wird die ökologische Funktion im räumlichen Zusammenhang ohne vorgezogene Ausgleichs- Maßnahmen (CEF) gewahrt? ( 44 Abs. 5 Satz 2 BNatSchG) X Die möglichen Eingriffsbereiche berühren keine möglichen Brutstandorte dieser Art. Aus diesem Grund sich für diese Art keine vorgezogenen Ausgleichmaßnahmen erforderlich. Sollte angestrebt werden, innerhalb der Laubwaldbereiche Windenergieanlagen zu errichten, so kann durch ein künstliches Höhlenangebot der Brutbestand der Population gestärkt werden Wenn Nein - kann die ökologische Funktion durch vorgezogene Ausgleichs-Maßnahmen (CEF) gewährleistet werden? X entfällt Der Verbotstatbestand Entnahme, Beschädigung, Zerstörung von Fortpflanzungs- oder Ruhestätten" tritt ein.

18 Hohltaube Seite 2 von Fang, Verletzung, Tötung wild lebender Tiere ( 44 Abs.1 Nr.1 BNatSchG) Können Tiere gefangen, verletzt oder getötet werden? (Vermeidungsmaßnahmen zunächst unberücksichtigt) Eine signifikante Steigerung des Tötungsrisikos ist für die Hohltaube aufgrund ihrer Mobilität und der strukturgebundenen Lebensweise (Bäume und Boden) auszuschließen Sind Vermeidungs-Maßnahmen möglich? X entfällt Werden unter Berücksichtigung der Vermeidungsmaßnahmen in Verbindung mit der Entnahme, Beschädigung, Zerstörung von Fortpflanzungs- oder Ruhestätten" Tiere gefangen, verletzt oder getötet? Siehe Wenn JA kann die ökologische Funktion der Fortpflanzungs- oder Ruhestätten im räumlichen Zusammenhang erfüllt werden? ( 44 Abs. 5 Satz 2 BNatSchG); wenn JA kein Verbotstatbestand! X entfällt Werden unter Berücksichtigung der Vermeidungsmaßnahmen wildlebende Tiere gefangen, verletzt oder getötet ohne Zusammenhang mit der Entnahme, Beschädigung, Zerstörung von Fortpflanzungs- oder Ruhestätten"? Siehe Der Verbotstatbestand Fangen, Töten, Verletzen" tritt ein 5.3 Störungstatbestand ( 44 Abs. 1 Nr. 2 BNatSchG) Können wild lebende Tiere während der Fortpflanzungs-, Aufzucht-, Mauser-, Überwinterungs- und Wanderungszeiten erheblich gestört werden? Reaktionen oder Verhaltensänderungen der Hohltaube gegenüber Windenergieanlagen sind nicht bekannt Sind Vermeidungs-Maßnahmen möglich? X entfällt Wird eine erhebliche Störung durch Maßnahmen vollständig vermieden? X entfällt Der Verbotstatbestand erhebliche Störung" tritt ein. 6. Ausnahmegenehmigung nach 45 Abs. 7 BNatSchG erforderlich? 6.1 Tritt einer der Verbotstatbestände des 44 Abs. 1 Nr. 1-4 BNatSchG ein? (Unter Berücksichtigung der Wirkungsprognose und der vorgesehenen Maßnahmen; wenn NEIN Prüfung abgeschlossen)

19 Hohltaube Seite 3 von 3 7. Zusammenfassung Folgende fachlich geeignete und zumutbare Maßnahmen sind in den Planunterlagen dargestellt und berücksichtigt worden: Vermeidungsmaßnahmen CEF-Maßnahmen zur Funktionssicherung im räumlichen Zusammenhang Unter Berücksichtigung der Wirkungsprognose und der vorgesehenen Maßnahmen tritt kein Verbotstatbestand des 44 Abs. 1 Nr. 1-4 ein, so dass keine Ausnahme gem. 45 Abs. 7 BNatSchG, ggf. in Verbindung mit Art. 16 FFH-RL erforderlich ist. 8. Literatur Bauer, H. G. & Berthold, P. (1996): Die Brutvögel Mitteleuropas: Bestand und Gefährdung. Wiesbaden, Aula-Verlag, 715 S.

20 Mauersegler, Mehlschwalbe, Rauchschwalbe Seite 1 von 3 1. Durch das Vorhaben möglicherweise betroffene europäische Vogelart Mauersegler (Apus apus), Mehlschwalbe (Delchion urbicum), Rauchschwalbe (Hirundo rustica) 2. Erhaltungszustand nach Ampel-Schema (HMULV 2011, Anlage 3) Hessen Unbekannt günstig Ungünstig bis unzureichend Ungünstig bis schlecht x 3. Charakterisierung der betroffenen Art 3.1 Lebensraum, Verhaltensweisen und Verbreitung Mauersegler, Mehlschwalbe und Rauchschwalbe nutzen den Luftraum des Planungsraumes zur Nahrungssuche, die im Flug stattfindet. Die Nistplätze des Mauerseglers befinden sich in den umliegenden Ortslagen. Aus dem Spessart sind auch baumbrütende Mauersegler bekannt. Rauchschwalbe und Mehlschwalbe brüten ebenfalls in den angrenzenden Ortslagen. Aufgrund der Nutzung des Planungsraumes als Nahrungshabitat der genannten Arten sowie der Aktionsradien um den Neststandort kann auch ohne Vermeidungsmaßnahmen ausgeschlossen werden, dass Fortpflanzungsstätten dieser Art verloren gehen. Die Nahrungsräume werden durch das Vorhaben nicht in einer Weise beeinträchtigt, so dass eine Störung im Sinne des Artenschutzrechtes anzunehmen ist. Der Brutbestand in Hessen wird für alle drei Arten auf mehr als Brutpaare geschätzt (HMULV 2011). 4. Vorkommen der Art im Untersuchungsraum X nachgewiesen - potenziell Mauersegler, Rauchschwalben und Mehlschwalben konnten während der Brutzeit im Luftraum des Planungsraumes bei der Nahrungssuche beobachtet werden, ohne dass aus diesem Verhalten ein Flächenbezug hergestellt werden könnte. 5. Prognose und Bewertung der Tatbestände nach 44 BNatSchG 5.1 Entnahme, Beschädigung, Zerstörung von Fortpflanzungs- oder Ruhestätten ( 44 Abs. 1 Nr. 3 BNatSchG) Können Fortpflanzungs- oder Ruhestätten aus der Natur entnommen, beschädigt oder zerstört werden? (Vermeidungsmaßnahmen zunächst unberücksichtigt) Fortpflanzungsstätten dieser Art sind vom geplanten Vorhaben nicht betroffen, da sich diese in den umgebenden Ortslagen befinden. Baumbrütende Mauersegler wurden innerhalb des Untersuchungsraumes nicht nachgewiesen Sind Vermeidungsmaßnahmen möglich? X entfällt Wird die ökologische Funktion im räumlichen Zusammenhang ohne vorgezogene Ausgleichs- Maßnahmen (CEF) gewahrt? ( 44 Abs. 5 Satz 2 BNatSchG) X Der Eingriffsbereiche berührt keine Brutplätze der drei Arten. Aus diesem Grund sind für keine dieser Arten vorgezogene Ausgleichmaßnahmen erforderlich Wenn Nein - kann die ökologische Funktion durch vorgezogene Ausgleichs-Maßnahmen (CEF) gewährleistet werden? X entfällt Der Verbotstatbestand Entnahme, Beschädigung, Zerstörung von Fortpflanzungs- oder Ruhestätten" tritt ein.

21 Mauersegler, Mehlschwalbe, Rauchschwalbe Seite 2 von Fang, Verletzung, Tötung wild lebender Tiere ( 44 Abs.1 Nr.1 BNatSchG) Können Tiere gefangen, verletzt oder getötet werden? (Vermeidungsmaßnahmen zunächst unberücksichtigt) Eine signifikante Steigerung des Tötungsrisikos ist für Mauersegler, Mehlschwalbe und Rauchschwalbe auszuschließen Sind Vermeidungs-Maßnahmen möglich? X entfällt Werden unter Berücksichtigung der Vermeidungsmaßnahmen in Verbindung mit der Entnahme, Beschädigung, Zerstörung von Fortpflanzungs- oder Ruhestätten" Tiere gefangen, verletzt oder getötet? Siehe Wenn JA kann die ökologische Funktion der Fortpflanzungs- oder Ruhestätten im räumlichen Zusammenhang erfüllt werden? ( 44 Abs. 5 Satz 2 BNatSchG); wenn JA kein Verbotstatbestand! X entfällt Werden unter Berücksichtigung der Vermeidungsmaßnahmen wildlebende Tiere gefangen, verletzt oder getötet ohne Zusammenhang mit der Entnahme, Beschädigung, Zerstörung von Fortpflanzungs- oder Ruhestätten"? Siehe Der Verbotstatbestand Fangen, Töten, Verletzen" tritt ein 5.3 Störungstatbestand ( 44 Abs. 1 Nr. 2 BNatSchG) Können wild lebende Tiere während der Fortpflanzungs-, Aufzucht-, Mauser-, Überwinterungs- und Wanderungszeiten erheblich gestört werden? Reaktionen oder Verhaltensänderungen auf Windenergieanlagen sind für Mauersegler, Rauschwalbe und Mehlschwalbe bisher nicht bekannt geworden, so dass davon ausgegangen werden kann, dass keine Störung für diese Art gegeben ist. Dies gilt auch für mögliche Bauzeiten während der Brutzeit Sind Vermeidungs-Maßnahmen möglich? X entfällt Wird eine erhebliche Störung durch Maßnahmen vollständig vermieden? X entfällt Der Verbotstatbestand erhebliche Störung" tritt ein.

22 Mauersegler, Mehlschwalbe, Rauchschwalbe Seite 3 von 3 6. Ausnahmegenehmigung nach 45 Abs. 7 BNatSchG erforderlich? 6.1 Tritt einer der Verbotstatbestände des 44 Abs. 1 Nr. 1-4 BNatSchG ein? (Unter Berücksichtigung der Wirkungsprognose und der vorgesehenen Maßnahmen; wenn NEIN Prüfung abgeschlossen) 7. Zusammenfassung Folgende fachlich geeignete und zumutbare Maßnahmen sind in den Planunterlagen dargestellt und berücksichtigt worden: Vermeidungsmaßnahmen CEF-Maßnahmen zur Funktionssicherung im räumlichen Zusammenhang Unter Berücksichtigung der Wirkungsprognose und der vorgesehenen Maßnahmen tritt kein Verbotstatbestand des 44 Abs. 1 Nr. 1-4 ein, so dass keine Ausnahme gem. 45 Abs. 7 BNatSchG, ggf. in Verbindung mit Art. 16 FFH-RL erforderlich ist. 8. Literatur HMULV (2011): Hessisches Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Referat Artenschutz, Naturschutz bei Planungen Dritter, Landschaftsplanung (Hrsg.): Leitfaden für die artenschutzrechtliche Prüfung in Hessen. Hilfen für den Umgang mit den Arten des Anhangs IV der FFH-RL und den europäischen Vogelarten in Planungs- und Zulassungsverfahren 2. Fassung (Mai 2011).

23 Kranich Seite 1 von 4 1. Durch das Vorhaben möglicherweise betroffene europäische Vogelart Kranich (Grus grus) 2. Erhaltungszustand nach Ampel-Schema (HMULV 2011, Anlage 3) Hessen Keine Angabe günstig Ungünstig bis unzureichend Ungünstig bis schlecht x 3. Charakterisierung der betroffenen Art 3.1 Lebensraum, Verhaltensweisen und Verbreitung Der Kranich wird in Hessen regelmäßig auf dem Durchzug während des Frühhrs und während des Herbstes beobachtet, da Hessen fast vollständig in dem ca. 300 km breiten Zugkorridor der "westziehenden Population" liegt (Wehr 1995, Weingärtner 1996, Kreuziger 2000). Die Anzahl der rastenden Kraniche in Hessen schwankt von Jahr zu Jahr aufgrund der bestehenden Witterungsverhältnisse (Erlemann 2001) nimmt jedoch aufgrund steigender Populationszahlen in den letzten Jahren deutlich zu. Regelmäßige Rastplätze können für den Kranich im Planungsraum ausgeschlossen werden. Nachweise ziehender Kraniche liegen für den Planungsraum vor. Für diese Art werden als Gefährdungsursachen Freileitungen (Bauer & Berthold 1996) sowie Windkraftrotoren, Sendemasten und gegen den Himmel gerichtete Laserstrahlen genannt, die die Kraniche von Ihrer Zugrichtung abbringen bzw. zu Orientierungsproblemen führen können. Die Empfindlichkeit dieser Art gegenüber Windenergieanlagen wird als hoch eingeschätzt (Nowald 1995, Brauneis et al. 1999). Insbesondere zwischen Rast- und Nahrungsflächen können Windenergieanlagen eine Barrierewirkung besitzen. Tamm et al. (2004) nennen als allgemeine Gefährdungsursachen die bauliche Erschließung der Brut- und Rastgebiete, vor allem durch Windkraftanlagen, Stromleitungen und Straßen; Störungen durch Freizeit- und Jagdbetrieb sowie die Habitatverschlechterung durch Intensivierung der Landwirtschaft. Bei dem Planungsraum handelt es sich jedoch nicht um ein Rastgebiet des Kranichs, in dem regelmäßig größere Anzahlen dieser Art nachgewiesen werden können. Die allgemeinen Maßnahmen zum Schutz dieser Art Verzicht auf weitere Windkraftanlagen... in den relevanten Habitaten der Art (Tamm et al 2004, S. 76) wird somit vollauf Rechnung getragen. Der Planungsraum wird von Kranichen sowohl während des Herbstzuges als auch während des Frühhrszuges überflogen. Rastplätze sind im Planungsraum jedoch nicht bekannt zumal der eigentliche Planungsraum auch nicht als Rastgebiet für den Kranich geeignet ist. Bei besonderen Witterungslagen (Gegenwind, tief hängende Wolken) kann es während Massenzugtagen des Kranichs zu geringen Flughöhen dieser Art kommen. Trotz der Höhe der geplanten WEA sowie des Planungsraumes können Störungen während der Zugtage so gut wie ausgeschlossen werden. Aus diesem Grund ist es aus artenschutzfachlicher Sicht nicht notwendig, Minimierungsmaßnahmen zu treffen. 4. Vorkommen der Art im Untersuchungsraum X nachgewiesen - potenziell Aktuelle Erfassungen im Jahr 2012 wurden nicht vorgenommen, jedoch zählt der Planungsraum zu den Bereichen, die regelmäßig von den Kranichen überflogen werden. In diesem Falle wird für den Kranich eine worst-case-betrachtung vorgenommen. 5. Prognose und Bewertung der Tatbestände nach 44 BNatSchG 5.1 Entnahme, Beschädigung, Zerstörung von Fortpflanzungs- oder Ruhestätten ( 44 Abs. 1 Nr. 3 BNatSchG) Können Fortpflanzungs- oder Ruhestätten aus der Natur entnommen, beschädigt oder zerstört werden? (Vermeidungsmaßnahmen zunächst unberücksichtigt) Der Kranich brütet nicht innerhalb des Planungsraumes und besitzt in diesem Bereich auch keine regelmäßigen Rastplätze. Aus diesem Grund können weder Fortpflanzungs- noch Ruhestätten dieser Art beeinträchtigt werden Sind Vermeidungsmaßnahmen möglich? X entfällt

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