Dr. med. Brigitte Hoffmann. Augsburg,

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1 Bis dass der Tod uns scheidet Hausärztliches Selbst-Verständnis Augsburg,

2 Hausärzte, die ihre Patienten über Jahrzehnte kennen, dürfen diese nicht mehr beim Sterben betreuen Der Spezialist ersetzt den Hausarzt in der Sterbebegleitung!

3 Allgemeinmedizin- Generalist und nicht Spezialist Prof. Dr. H.-H. Abholz Die Denkart bei einem Hausarzt und einem Spezialisten ist häufig frappierend anders: es wird deutlich, dass der eine die Krankheit und der andere den Kranken im Zentrum seiner Orientierung hat; denn was für die Krankheit gut ist, muss nicht immer für den Kranken als gut angesehen werden Generalisten werden in einer Welt zunehmender Spezialisierung zu Fremdkörpern

4 Für den Studenten ist beängstigend, dass man als Generalist für alles zuständig ist. Spezialisierung bietet Erleichterung von Verantwortung! Die akademische Allgemeinmedizin unterrichtet nicht einzelne Krankheitsbilder, sondern Konzepte!! - solche zum Umgang mit dem schwierigen Patienten - dem Sterbenden - zur Funktion von Hausbesuchen - zur ärztlichen Entscheidungsfindung zwischen studienbasiertem Wissen und individualisierender Entscheidung es geht um doctoring doctoring, also um das ärztliche Handeln!

5 Palliativmedizin i i ist die aktive, ganzheitliche Behandlung von Patienten mit einer progredienten, weit fortgeschrittenen Erkrankung und einer begrenzten Lebenserwartung zu der Zeit, in der die Erkrankung k nicht iht mehr auf kurative Behandlung anspricht und die Beherrschung der Schmerzen, anderer Krankheitsbeschwerden, psychologischer, sozialer und spiritueller Probleme höchste Priorität besitzt.

6 Palliativmedizin mache ich schon immer weshalb soll ich teure Kurse dafür bezahlen? Palliativmedizin wird immer wichtiger und erfordert Qualität Braucht Sterbebegleitung zusätzliches Wissen?

7 Leitsätze der Palliativmedizin i i Hoffnung auf ein Leben und Sterben in Würde Wahrhaftigkeit in der Kommunikation Respekt vor der Würde des Menschen im Leben, im Sterben und danach Nicht das Sterben, sondern die Qualität des verbleibenden Lebens steht im Mittelpunkt Nicht das medizinisch-technisch Machbare steht im Vordergrund, sondern das medizinisch-ethisch ethisch Vertretbare

8 Hilfe zum Leben und Hoffnung für den Sterbenden Lernen durch Zuhöhren excellence in symptom control

9 Eine gute Palliativmedizin versucht einer vermuteten Symptomentwicklung durch vorzeitigen Behandlungsbeginn zuvorzukommen (antizipatives Handeln und nicht Krisenintervention) Größtmögliche Sicherheit aber auch Autonomie für das Betreuungsnetz vor Ort Verzicht auf belastende, unnütze Therapiemaßnahmen Keine Diagnostik ohne Konsequenz

10 Bedürfnisse und Wünsche sterbender Menschen nach Dr. Kübler-Ross nach Hause kommen nicht allein gelassen werden Selbstbestimmungsrecht Fragen nach dem Sinn des Lebens ohne Schmerzen und ohne Entstellungen leben excellence in symptom control Sterbebegleitung ist Haltung, Kompetenz und de Erfahrung! Dr. E. Kübler-Ross

11 Palliative Versorgung erfordert Zeit und Bezahlung Wird d Zeit als Qualität in unserer Gesellschaft bzw. bei den Krankenkassen überhaupt noch in Geld bemessen?

12 Zeit..in dieser besonderen Lebensphase für Kommunikation mit dem Patienten und seinen Angehörigen; g mit allen an der Begleitung g beteiligten Teams Netzwerkarbeit um Bedürfnisse wahrnehmen zu können muss der Arzt zuhören, fühlen, Geduld haben er muss einen Augenblick anhalten, stehen bleiben - da sein... Zeit und Raum schenken im richtigen Augenblick

13 Wird AAPV nicht mehr bezahlt, wenn SAPV kommt? SAPV nimmt uns Hausärzten die Butter vom Brot! SAPV wird für die Erbringer die Lizenz zum Gelddrucken! Konkurrenzdenken aus Angst um s finanzielle Überleben in unserem Gesundheitssystem!

14 Ist heute ärztliche Tätigkeit noch etwas Wert? Überbezahlte Diagnostik Keine Diagnostik in der Palliativmedizin ohne Konsequenz Überbezahlte e e Spezialisierung e in der Palliativmedizin steht nicht mehr das Medizinisch- technisch Machbare, sondern das medizinisch-ethisch ethisch Vertretbare im Vordergrund wird zukünftig Palliativmedizin angemessen bezahlt?

15 wenn ja, werden AAPV und SAPV gegeneinander in Konkurrenz gestellt? Weder AAPV noch SAPV werden bis heute von den Krankenkassen bezahlt (stand 9/09 1 SAPV Team u. 1 SAPPV Team haben einen Vertrag mit den KK) Die Sterbebegleitung g braucht viel AAPV und wenig SAPV! Deshalb muss AAPV wieder angemessen, außerhalb der RLV, finanziert werden!

16 Die SAPV ist nicht Bestandteil der vertragsärztlichen Versorgung und damit auch nicht von der Gesamtvergütung erfasst ( 37 b SGB V) Die Verhandlungen in der SAPV zeigen, dass - bei einer allgemeinen chronischen Unterfinanzierung der ärztlichen und pflegerischen Arbeit - auch in der SAPV die geforderten Leistungen in keinem Verhältnis zur Bezahlung stehen

17 Nicht Konkurrenz sondern respektvolle Vernetzung! Sterbebegleitung braucht ein multiprofessionelles Team in einem respektvollen, gleichberechtigten g Miteinander Der Patient und die betroffenen Menschen in seinem Umfeld brauchen Haltung, Kompetenz und Erfahrung Die SAPV braucht vernetztes Arbeiten innerhalb gewachsener Strukturen über Sektorengrenzen hinweg

18 Wann beginnt SAPV und wann endet sie? Die Suche nach der Abgrenzung AAPV und SAPV! Abgrenzung, was vernetzt werden soll????

19 sind Grenz-Ziehungen möglich? Welches Beschwerdebild erlaubt eine SAPV? bei welchem Schweregrad? wie wird der Schweregrad festgelegt? Wie sieht eine besonders aufwändige Versorgung aus? Verschlechterung zur Unzeit Wer hilft? In Phasen der Verschlechterung SAPV und dann wieder AAPV?

20 Neue Bürokratie mit Zettel ausfüllen - da mache ich nicht mit Krankenkassen fordern für jede Leistung die finanziert i wird Rechenschaft und Prüfbarkeit und Misstrauen fördert Bürokratie

21 wir sollten endlich anfangen!!! gleichberechtigt, vertrauensvoll und respektvoll über AAPV und SAPV zu diskutieren beides kompetent leben, Erfahrungen sammeln, darüber gemeinsam reflektieren, ggf. neue Entscheidungen treffen das in den Alltag umsetzten, was wir alle für uns in einer Sterbebegleitung erwarten

22 Die Zeit verrinnt, weil das Perfekte eingefordert wird, ohne dabei zu wissen, wie es aussehen soll! Augsburg,

Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrter Herr Eichstädt, sehr geehrte Frau Tschanter,

Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrter Herr Eichstädt, sehr geehrte Frau Tschanter, Verband der Privaten Krankenversicherung e.v. Glinkastraße 40 10117 Berlin Telefon: 030/204589-52 Mobil: 0173/9688852 PC-Fax: 0221/9987-1545 E-Mail: anja.radtke@pkv.de Internet: www.pkv.de e-mail an: Sozialausschuss

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