33. Berliner Krankenhaus-Seminar

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2 Agenda A B C D E RHÖN-KLINIKUM AG, Daten und Fakten Grundlagen für die Bilanzierung Organisation der Finanzbuchhaltung zur Erstellung von Jahresabschlüssen Unterschiede in der Bilanz- und G+V-Struktur zwischen HGB und IFRS am Beispiel des Konzerns der RHÖN-KLINIKUM AG Fazit Seite 2

3 A RHÖN-KLINIKUM AG, Daten und Fakten Unsere Philosophie Privater Gesundheitsdienstleister mit höchsten Ansprüchen an Patientenorientierung Qualität Preiswürdigkeit der Leistung für jedermann zu jeder Zeit Seite 3

4 A RHÖN-KLINIKUM AG, Daten und Fakten Unternehmensprofil Börsengang 1989 als erster deutscher Klinikkonzern seitdem kontinuierliche Steigerung von Umsatzerlösen und Gewinn derzeit betreiben wir 39 Kliniken an 31 Standorten Marktanteil 2,0 % am Gesamtmarkt 20,0 % am Markt der privaten Krankenhausträger Seite 4

5 A Aktien RHÖN-KLINIKUM AG, Daten und Fakten Grundkapital von , aufgeteilt in Stammaktien (seit 1991 börsennotiert) Vorzugsaktien ohne Stimmrecht (seit 1989 börsennotiert) Anteil am Grundkapital je Stückaktie: 1,00 Vorzugsaktien im M-DAX gelistet (Rang 45*) Marktkapitalisierung: rd. 1,34 Mrd * *Stand: 29. April 2005 Seite 5

6 Aktionärsstruktur Stammaktien Familie Münch 24% Institutionelle Anleger 33% Free Float 16% HVB Group 27% Vorzugsaktien 63 % Free Float 37 % Institutionelle Anleger Seite 6

7 Stammaktien 800% 700% 600% 500% 400% 300% 200% 100% 0% M-DAX RHÖN-KLINIKUM Stämme Seite 7

8 Vorzugsaktien 800% 700% 600% 500% 400% 300% 200% 100% 0% M-DAX RHÖN-KLINIKUM Vorzüge Seite 8

9 Kennzahlen Betten (e) über Patientenbehandlungen über Mitarbeiter rd Umsatzerlöse 615 Mio Mio Mio Konzerngewinn 45 Mio 76 Mio 80 Mio Cash-Flow 86 Mio 137 Mio 140 Mio Seite 9

10 B Grundlagen der Bilanzierung Konzernaufbau Rechtsgrundlagen zur Bilanzierung Abschlussfrequenz Bilanzadressaten EDV Tochterunternehmen KHBV, HGB, STR, Gesellschafter, Fiskus, Banken jährlich SAP-R3 Konzernobergesellschaft HGB, STR Aktionäre (Ausschüttung), Fiskus, Banken, Kapitalmarkt (Analysten) jährlich SAP-R3 Konsolidierung Konzern IAS/IFRS, Börsenordnung der Frankfurter Wertpapierbörse Aktionäre, Kapitalmarkt (Analysten) quartalsweise SAP-LC Folge: Umbewertung und Umgliederung der Einzelabschlüsse von Tochtergesellschaften von HGB auf IAS Seite 10

11 B Grundlagen der Bilanzierung Übergang von HGB auf IFRS zum Jahresabschluss mit Probeabschlüssen für die Jahre 1998 und 1997 Wie: Organisation als Projekt mit externer Beratung durch Wirtschaftsprüfer Festlegung von Ausweisfragen und Bewertungsmethoden Festlegung von Berichtsstrukturen (Jahres- und Quartalsabschlüsse) Festlegung von Verfahrensabläufen Für das Geschäftsjahr 1999 wurde ein Parallelabschluss gefahren und die Unterschiede in der Bilanzstruktur und im Ergebnis offen im Geschäftsbericht kommuniziert Seite 11

12 B Grundlagen der Bilanzierung Bilanz Gewinn- und Verlustrechnung Anhang Lagebericht Eigenkapitalveränderungsrechnung Kapitalflussrechnung Anlagengitter Bestandteile des Jahresabschlusses freiwillig freiwillig HGB Gliederung nach HGB Gliederung nach HGB Angaben nach HGB Inhalte nach HGB Bestandteil des Anhangs Gliederung nach IFRS Gliederung nach IFRS Angaben nach HGB zzgl. Spezifischer IFRS/IAS- Angaben (Notes) Inhalte nach HGB zzgl. Spezifischer IFRS/IAS- Angaben (Notes) Pflicht Pflicht IFRS Bestandteil des Anhangs Seite 12

13 C Organisation der Finanzbuchhaltung Ablaufschema bei der Aufstellung eines Konzernabschlusses Ausgangspunkt: Ergebnis: Ergebnis: Ergebnis: Abschlüsse der Tochterunternehmen und der Konzernobergesellschaft nach HGB /KHBV => Wechsel der Berichtsstruktur von KHBV/HGB auf IFRS/IAS Abschlüsse der Tochterunternehmen und der Konzernobergesellschaft nach IFRS/IAS Berichtsstruktur => Umbewertung von Geschäftsvorfällen gemäß den IFRS/IAS Abschlüsse der Tochtergesellschaften und Konzernobergesellschaft in Berichtsstruktur und Bewertung nach IFRS/IAS => Konsolidierungsmaßnahmen Konzernabschluss Seite 13

14 C Organisation der Finanzbuchhaltung Wechsel der Berichtsstruktur von KHBV/HGB auf IFRS/IAS Konzernweite Vorgaben: standardisierte Kontenpläne standardisierte Kontierungsrichtlinien standardisierte Bewertungsrichtlinien Berichtsstrukturen sind organisiert als Verknüpfungen von Konten. Seite 14

15 C Organisation der Finanzbuchhaltung Umbewertungen (bzw. Parallelbewertungen) von Geschäftsvorfällen gemäß HGB/KHBV und IFRS/IAS - wesentliche Posten - - IFRS-Maßnahmen - Anlagevermögen: Unfertige Erzeugnisse: Unterschiedliche Afa-Sätze, steuerliche Sondervorschriften Gewinnabschläge entfallen Derivate: Steuerabgrenzung: Rückstellung: Forderungen/Verbindlichkeiten: Marktwertmethode Ansatzpflicht der aktiven Steuerabgrenzung Eliminierung der Aufwandsrückstellung, Eliminierung von Rückstellungen mit einer Wahrscheinlichkeit von unter 50 % Abzinsung von langlaufenden Posten Seite 15

16 C Organisation der Finanzbuchhaltung Konsolidierungsmaßnahmen Eliminierung von Zwischengewinnen: Aufwands- und Erfolgskonsolidierung: Schuldenkonsolidierung: Kapitalkonsolidierung: Konzerninterne Leistungen sind ohne Bedeutung, deshalb Vorgabe ohne Gewinnaufschlag => Zwischengewinneliminierung entfällt. Organisiert über EDV mittels Partnerkennzeichen Organisiert über EDV mittels Partnerkennzeichen Afa auf Konzernfirmenwerte, Ergebniszuordnung auf Minderheiten Seite 16

17 C Organisation der Finanzbuchhaltung Organisation der Konzernsteuerung Konzernsteuerung erfolgt nach IFRS/IAS; Konzerndaten werden ausschließlich nach IFRS/IAS kommuniziert Problem: Aber: Monatliche Daten laufen auf HGB-Basis auf IFRS/IAS-Planwerte müssen auf HGB-Vorgaben umgerechnet werden Durch Quartalsabschlüsse erfolgen regelmäßige Überprüfungen. Seite 17

18 D Internationale Rechnungslegungsstandards Unterschiede in der Konzern-Bilanz- und G+V- Struktur zwischen HGB und IFRS Bilanzstrukturen im Konzern ( ) Bilanz nach Bilanz nach Abweichung IAS HGB m m m % Anlagevermögen Latente Steuern Umlaufvermögen Flüssige Mittel RAP Summe Eigenkapital inkl. Minderheiten Sonderposten nach KHG Steuerlicher Sonderposten Rückstellungen Latente Steuern Verbindlichkeiten RAP Summe Seite 18

19 D Internationale Rechnungslegungsstandards Unterschiede in der Konzern-Bilanz- und G+V- Struktur zwischen HGB und IFRS G+V-Strukturen im Konzern (2004) G & V nach IAS G & V nach HGB Abweichung m m m % Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erlöse Materialaufwendungen Personalaufwendungen Erträge aus Fördermittel Erträge aus Auflösung SoPo Aufwendungen aus Fördermittel Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Operatives Ergebnis Finanzergebnis Ergebnis d. gew. Geschäftstätigkeit Ertragsteuern Jahresüberschuss Seite 19

20 E Fazit Internationale Rechnungslegungsstandards 1. Für die RHÖN-KLINIKUM AG stellt sich nicht die Frage, ob sie umstellen soll, da diese Frage letztlich als Eintrittsvoraussetzung für die Notierung im Primärstandard (M-DAX) gefordert und auch beantwort wurde. 2. Die Ausrichtung des Konzerns auf eine internationale Anleger- bzw. Kreditgeberschaft sowie eine internationale Vergleichbarkeit der Abschlüsse verbietet einen Rückgang auf nationale Bilanzierungsgepflogenheiten. 3. Der Wechsel in der Bilanzierung auf der Ebene der Tochtergesellschaften von HGB/KHBV auf IFRS/IAS ist für die nahe Zukunft aus arbeitsökonomischen Gründen sowie höherer Informationsaktualität absehbar. 4. HGB und KHBV-Abschlüsse entstehen künftig nicht mehr unmittelbar aus den Konten, sondern durch Überleitungsrechnungen. Die Betriebssteuerung der Tochtergesellschaften wird auf IFRS/IAS- Ergebnisse umgestellt werden. Seite 20

21 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit Seite 21

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