Der Euro im Alltag: Kontoführung in Euro/Überweisungen/Homebanking

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1 Der Euro im Alltag: Benutzung als Bargeld Ab dem 1. Januar 2002 werden die Euro-Banknoten in Umlauf gebracht und der Euro kann als Bargeld verwendet werden. Bis zum 28. Februar 2002 werden nach einer Vereinbarung, welche die Verbände der Automatenwirtschaft, des Handels und sonstiger Dienstleistungen sowie der Kreditwirtschaft im Einvernehmen mit dem Bundesministerium der Finanzen geschlossen haben, Deutsche Mark noch als Zahlungsmittel entgegengenommen mit bestimmten Einschränkungen, z. B. im Einzelhandel bezüglich der DM-Münzen. Die Herausgabe von Wechselgeld erfolgt dann allerdings nur noch in Euro. Nach diesem Termin werden nur noch die Deutsche Bundesbank und die Landeszentralbanken Deutsche Mark annehmen und kostenlos in Euro-Guthaben umrechnen bzw. in Euro-Bargeld umtauschen. Schon vor der offiziellen Einführung des Euro-Bargelds am 1. Januar 2002, ab dem 17. Dezember 2001 nämlich, gibt es so genannte Starter Kits, in denen Euro-Münzen im Gegenwert von 20 DM enthalten sind. Hierdurch soll es der Bevölkerung ermöglicht werden, sich an die neuen Münzen zu gewöhnen. Benutzt werden dürfen diese aber erst vom 1. Januar 2002 an. Der Euro im Alltag: In welchen Staaten gilt er? Unmittelbar kann der Euro zunächst in den Ländern der Europäischen Währungsunion eingesetzt werden. Das sind Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal, Spanien und Griechenland. Nicht also z. B. Großbritannien, Dänemark, Schweden und Norwegen. Außerdem kann mit dem Euro in Andorra, Monaco, San Marino und im Vatikan bezahlt werden. Auch in einigen Gebieten in Übersee, die enge Beziehungen zu Frankreich und den Niederlanden unterhalten, ist er offizielles Zahlungsmittel, so z. B. Französisch-Guyana, Guadeloupe, Martinique und Reunion. In den übrigen Ländern kann der Euro in andere Währungen umgetauscht werden. Der Euro im Alltag: Kontoführung in Euro/Überweisungen/Homebanking Ab dem 1. Januar 2002 werden Kontoauszüge für Inlandswährungskonten nur noch in Euro erstellt. Die Kontostände werden zum festen Kurs (1 Euro = 1,95583 DM) umgerechnet. Bis zu diesem Zeitpunkt kann die Buchung von Kontoumsätzen und die Erstellung von Kontoauszügen noch in der vom Kunden gewählten Währungseinheit erfolgen, also entweder in DM oder in Euro. Bei DM-Konten wird zu Informationszwecken von vielen Banken auch heute schon der Euro-Saldo ausgewiesen. Überweisungsaufträge sind gegenwärtig bereits in Euro zulässig. Ab dem 1. Januar 2002 können Überweisungen in Inlandswährung nur noch in Euro vorgenommen werden. Bis zum 31. Dezember 2001 in DM ausgestellte, aber erst nach diesem Zeitpunkt bei der Bank eingereichte Überweisungen werden von der Bank unter Beachtung des gesetzlichen Umrechnungskurses und der offiziellen Umrechnungsregeln in Euro überführt. Ab dem 1. Januar 2002 kann auch beim Homebanking das Konto nur noch in Euro geführt werden. Es empfiehlt sich deshalb, die eingesetzte Software auf ihre Euro-Fähigkeit hin zu überprüfen. Dies kann zum Beispiel geschehen, indem man bereits jetzt versucht, einen Überweisungsauftrag in Euro abzuwickeln. Der Euro im Alltag: Kreditkarten/Geldautomaten Die von den Banken ausgegebenen Kreditkarten bleiben über den 1. Januar 2002 hinaus bis zu dem auf ihnen angegebenen Datum gültig. Die mit ihnen im Euroland vorgenommenen Zahlungen erfolgen ab dem 1. Januar 2002 in Euro, in anderen Ländern - wie bisher - in der jeweiligen Landeswährung. Barverfügungen an Geldautomaten sind bis Ende 2001 nur in DM möglich. Ab dem 1. Januar 2002 erhält man am Automaten statt DM nur noch Euro. Der Euro im Alltag: Schecks/Euroschecks/Reiseschecks Bis zum 31. Dezember 2001 können Schecks wahlweise in DM oder in Euro ausgestellt werden, unabhängig davon, ob das entsprechende Konto in DM oder in Euro geführt wird. In den Scheckvordruck ist deshalb einzutragen, in welcher Währung der Auftrag erteilt wird. Etwaige Umrechnungen nimmt die Bank zum gesetzlichen Umrechnungskurs kostenlos vor. Allerdings besteht vor dem 1. Januar 2002 für kein Unternehmen eine Pflicht, in Euro ausgestellte Schecks anzunehmen. Ab dem 1. Januar 2002 können Schecks in Inlandswährung wirksam nur noch in Euro ausgestellt werden. Auch alte Vordrucke sind dann in Euro auszufüllen. Ab dem 1. Januar 2002 sind Unternehmen nicht verpflichtet, einen in DM ausgestellten Scheck anzunehmen. Banken werden in der Übergangszeit trotzdem Schecks annehmen, die auf DM lauten. So können Schecks, die man vor dem Jahreswechsel in DM erhält, auch 2002 noch eingelöst werden. Euroschecks werden im Ausland teilweise schon heute nicht mehr angenommen. Dies liegt daran, dass das System der Euroschecks ausläuft. Möglich ist es indes, mit einer Euroscheckkarte im Ausland am Geldautomaten Geld abzuheben.

2 - 2 - Während solche Automaten bisher die jeweilige nationale Währung ausgeben, erhält man ab dem 1. Januar 2002 an ihnen nur noch Euro. Die Verwendung von DM-Reiseschecks ist ab dem 1. Januar 2002 im Ausland nicht mehr möglich. Sie sollten deshalb bald verwendet oder bei der Bank - möglichst kostenlos - umgetauscht werden. Der Euro im Alltag: Daueraufträge Grundsätzlich ist es nicht erforderlich, bestehende Daueraufträge wegen der Einführung des Euros umzustellen. Etwas Anderes gilt nur dann, wenn sich der zu zahlende Betrag aus anderen Gründen verändert. Ansonsten rechnen die Banken die ihnen in DM erteilten Daueraufträge ab dem 1. Januar 2002 in Euro um und führen sie entsprechend aus. Der Euro im Alltag: Sparkonten/Bausparkonten Sparkonten wie Sparbücher, Festgelder, Sparbriefe und andere Spareinlagen werden ab dem 1. Januar 2002 auf Euro umgestellt. Dies geschieht durch eine automatische Umrechnung mit dem festen Umrechnungskurs, der hierfür festgelegt wurde. Es handelt sich um eine Währungsumstellung, nicht um eine Währungsreform. Eine Änderung der Vertragsurkunden etc. ist nicht erforderlich. Auf Wunsch der Kunden werden die Banken solche Umschreibungen aber vornehmen. Legt der Kunde der Bank z. B. ein Sparbuch vor, so wird sie die Umstellung auf den Euro im Sparbuch vermerken und den entsprechenden Betrag eintragen. Am 1. Januar 2002 werden auch Bausparkonten und Bausparverträge auf den Euro umgerechnet. Das heißt, alle Bausparverträge, Bausparguthaben, Sparbeiträge, Entgelte, Bauspardarlehen und Tilgungsbeiträge werden zu dem festgelegten Umrechnungskurs auf die neue Währung umgestellt. Die Vertragsbedingungen ändern sich hierdurch nicht. Der Grundsatz der Vertragskontinuität gilt auch hier. Der Euro im Alltag: Umtauschfrist für DM-Bargeld inkl. Gedenkmünzen Die Euro-Bargeldeinführung ist für die Zeit vom 1. Januar bis zum 28. Februar 2002 vorgesehen. Auch danach ist es möglich, DM-Beträge in Euro umzutauschen. Gebührenfrei, ohne betragsmäßige Begrenzung und unbefristet werden die Deutsche Bundesbank und die Landeszentralbanken DM-Bargeld in Euro umtauschen. Inwieweit und wie lange privatwirtschaftliche Kreditinstitute nach dem 28. Februar 2002 noch DM-Bargeld umtauschen und ob sie hierfür Gebühren erheben werden, ist zur Zeit noch offen. Es ist deshalb zu empfehlen, DM-Bargeld möglichst bis zum 28. Februar 2002 umzutauschen. Auch DM-Gedenkmünzen als gesetzliche Zahlungsmittel können entsprechend umgetauscht werden. Dies geschieht allerdings nur zum Nominalwert, der weit unter dem Sammlerwert liegen kann. Beim Umtausch größerer Beträge ist das Geldwäschegesetz zu berücksichtigen. Der Euro im Alltag: Umtausch ausländischer Währungen Bargeld in den bisherigen Währungen der Euro-Länder sollte am Besten noch im laufenden Jahr 2001 ausgegeben oder in Deutsche Mark umgetauscht werden. Die Umtauschmöglichkeit bezieht sich allerdings schon heute nur auf Banknoten, nicht auch auf Münzen. Während der Umtausch bei den Landeszentralbanken kostenlos erfolgt, kann er bei privaten Institutionen gebührenpflichtig sein. Bei den Landeszentralbanken ist der kostenlose Umtausch ausländischer Währungen auch noch nach dem 31. Dezember 2001 möglich, allerdings nur noch in Euro und nur noch bis zum 31. März Der Euro im Alltag: Telefonkarten/Briefmarken Telefonkarten behalten auch nach dem 1. Januar 2002 ihre Gültigkeit. Sie brauchen nicht umgetauscht zu werden. Abgerechnet wird ab dem kommenden Jahr der jeweilige Eurobetrag. Briefmarken, deren Wert allein in Pfennigen angegeben ist, behalten bis zum 30. Juni 2002 ihre Gültigkeit. Anschließend können Sie voraussichtlich bis zum 31. Dezember 2002 in Euro-Briefmarken umgetauscht werden. Briefmarken bleiben trotz Währungsunion Sache der einzelnen Euro-Länder. Das bedeutet, dass Touristen oder Geschäftsleute in Deutschland gekaufte, auf Euro lautende deutsche Briefmarken nicht auch im Ausland zum Frankieren benutzen dürfen. Informationen zum Euro für Unternehmer: Bargeld Mit Ablauf des 31. Dezember 2001 verliert die Deutsche Mark ihre Eigenschaft als gesetzliches Zahlungsmittel, ab dem 1. Januar 2002 kann der Euro als Bargeld verwendet werden. Die wichtigsten Informationen zum Thema Bargeld :

3 - 3 - Die Deutsche Mark darf noch bis 28. Februar 2002 im Zahlungsverkehr verwendet werden, wobei das Wechselgeld in der Regel in Euro herausgegeben werden soll. Nach diesem Zeitpunkt erfolgt ein kostenloser Umtausch nur noch durch die Bundesbank bzw. die Landeszentralbanken. Seit 1. September 2001 gibt die Bundesbank Euro-Bargeld an Kreditinstitute zur Weitergabe an Geschäftskunden ab. Bei sehr hohem Bargeldbedarf ist diesbezüglich der Abschluss eines so genannten Subfrontloadingvertrags mit der Bank notwendig; im Übrigen können bei den Banken Notenmischungen im Wert von 800 Euro und Münzmischungen im Wert von 275 Euro bestellt werden. Ab dem 17. Dezember 2001 werden Kreditinstitute Münzhaushaltsmischungen im Gegenwert von 20 DM = 10,23 Euro an Bürger in Umlauf bringen. Trotz unterschiedlicher Gestaltung der Münz-Rückseiten in den einzelnen Teilnehmerländern sind alle Euro-Münzen in allen zwölf Staaten der Währungsunion ab dem 1. Januar 2002 gültig. Informationen zum Euro für Unternehmer: Bargeldloser Zahlungsverkehr Die Kreditinstitute stellen alle Konten - auch Kredit- oder Darlehenskonten - spätestens zum 1. Januar 2002 automatisch und gebührenfrei zum festgelegten Umrechnungskurs auf Euro um. Alle Überweisungen (auch z. B. Daueraufträge) werden ab dem 1. Januar 2002 in Euro ausgeführt, Zahlungs- bzw. Überweisungsaufträge, Lastschriften und Schecks dürfen nur noch in Euro ausgestellt werden. Electronic-Banking-Produkte sind in der Regel schon eurofähig. Ab dem 1. Januar 2002 dürfen auch auf diesem Wege keine DM-Aufträge mehr erteilt werden. Im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr können Zahlungsaufträge auch nach dem 31. Dezember 2001 mit den gewohnten Formularen in Euro erteilt werden. Eine Erhöhung der Meldefreigrenze nach der Außenwirtschaftsverordnung ist geplant. Außerdem ist zur Vereinfachung des Auslandszahlungsverkehrs die Einführung einer international gültigen Kontonummer (International Bank Account Number, IBAN) vorgesehen. Von Banken ausgegebene EC-Karten, Kunden-, Kredit- und Geldkarten brauchen nicht umgetauscht werden, sie bleiben über den 1. Januar 2002 hinaus bis zum Ablauf des auf der Karte angegebenen Zeitraumes gültig. Ab dem 1. Januar 2002 erfolgen alle Kartenzahlungen bzw. abrechnungen in Euro. Informationen zum Euro für Unternehmer: Preisauszeichnung Nach der Preisangabenverordnung muss bis zum 31. Dezember 2001 gegenüber Endverbrauchern der anzugebende Endpreis in DM beziffert werden. Euro-Preisangaben sind bis zu diesem Zeitpunkt gegenüber Endverbrauchern nur zusätzlich zur DM-Preisangabe und gegenüber gewerblichen Kunden grundsätzlich zulässig. Ab 1. Januar 2002 ist eine Preisauszeichnung in Euro verbindlich vorgeschrieben, die zusätzliche Angabe der entsprechenden DM-Preise ist freiwillig möglich. Bei einer parallelen Darstellung der Preise müssen die offiziellen Umrechnungs- und Rundungsregeln befolgt werden, durch die optische Gestaltung der Auszeichnungen darf nicht die Gefahr einer Verwechslung entstehen. Informationen zum Euro für Unternehmer: EDV Anforderungen an EDV-Systeme Im günstigsten Fall ist die im Unternehmen verwendete Software spätestens zum Stichtag mehrwährungs- bzw. eurofähig. Die Softwarehersteller bieten in der Regel im Rahmen bestehender Wartungsverträge diesbezüglich entsprechende Updates an. Alternativ hierzu können auch spezielle Umrechnungsprogramme (Konverter oder Schnittstellen) eingesetzt werden. Erfüllt die Software die vorgenannten Anforderungen nicht, so ist eine direkte Stichtagsumstellung durchzuführen. Integrierung des Euro-Kürzels in bestehende Programme Neuere Programme wie Windows 98 und Windows 2000 haben das Euro-Kürzel bereits integriert. Im Übrigen bieten die Hersteller der Betriebssysteme im Internet verschiedene Dateien zum Download an, z. B. für Windows 3.11 und Windows 95 sowie Windows NT 4.0 unter Umrechnung von historischen Daten Es besteht keine Pflicht zur Umrechnung historischer Daten, zu Auswertungs- und Vergleichszwecken könnte dies jedoch empfehlenswert sein. Dazu sollten an einem festzulegenden Stichtag alle im Programm gespeicherten Werte von DM in Euro umgerechnet werden; alternativ könnte man sich auch auf die Umrechnung spezieller, für Auswertungen zwischengespeicherter Werte beschränken.

4 - 4 - Informationen zum Euro für Unternehmer: Rechnungswesen Bereits in der Übergangsphase vom 1. Januar 1999 bis zum 31. Dezember 2001 konnte jeweils zum Beginn eines Wirtschaftsjahres die Umstellung von DM auf Euro erfolgen. Ab dem 1. Januar 2002 ist die Buchführung in Euro obligatorisch. Dazu folgende Hinweise: Bei der Euro-Umstellung werden die Wirtschaftsgüter nicht neu bewertet. Alle Beträge werden mit dem offiziellen Umrechnungskurs gewinn- und steuerneutral umgerechnet. Bilanzierung von Umstellungskosten: Aktivierungspflichtige Ausgaben, z. B. die Anschaffung von Vermögensgegenständen, sind zu aktivieren, wobei es im Einzelfall zu einer Änderung der Abschreibungsdauer kommen kann. Nicht-aktivierungsfähige Kosten gehören im Geschäftsjahr der Verausgabung zu den sofort abzugsfähigen Betriebsausgaben. Aufwendungen für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände, z. B. selbst entwickelte Software, dürfen als Bilanzierungshilfe in der Handelsbilanz, nicht jedoch in der Steuerbilanz aktiviert werden. In jedem Fall ist eine Umstellungsbilanz zu erstellen, die als Jahresabschlussbilanz des Vorjahres (in DM) bzw. als Eröffnungsbilanz des neuen Wirtschaftsjahres (in Euro) dient. Stille Reserven werden durch die Euro-Umstellung nicht aufgelöst, da die Buchwerte der letzten DM-Bilanz zum offiziellen Kurs umgerechnet werden. Statistische Meldungen haben ab 1. Januar 2002 in Euro zu erfolgen. Informationen zum Euro für Unternehmer: Allgemeines Vertragswesen Für alle Verträge mit Partnern im gesamten Gebiet der Europäischen Union gilt das Prinzip der Fortgeltung der Verträge. Damit soll verhindert werden, dass die Euro-Umstellung zu inhaltlichen Änderungen führt oder Vertragsparteien das Recht zur einseitigen Änderung oder Beendigung eines Vertrags haben. Bei Verträgen mit Partnern in Drittstaaten hat diese Bestimmung jedoch nur deklaratorischen Charakter, so dass in diesen Fällen das auf den Vertrag anwendbare nationale Schuldrecht maßgeblich ist. Bei solchen Verträgen bietet es sich an, einen Gerichtsstand innerhalb eines Teilnehmerstaates zu vereinbaren. Spätestens zum 1. Januar 2002 gelten DM-Verträge als auf Euro umgestellt, wobei die erforderliche Umrechnung anhand der fixierten Wechselkurse zu erfolgen hat. Für die Geltendmachung von Forderungen im gerichtlichen Mahnverfahren nach dem 31. Dezember 2001 sind neue Formulare mit Angaben nur in Euro zu verwenden. Informationen zum Euro für Unternehmer: Gesellschaftsrecht Für börsennotierte Gesellschaften besteht die Verpflichtung, zum 1. Januar 2002 die Umstellung und Glättung ihres Kapitals und ihrer Aktien vorgenommen zu haben. Nichtbörsennotierte Gesellschaften sind grundsätzlich nicht zur Umstellung auf die neuen Euro-Signalbeträge verpflichtet. Bei einer Kapitalerhöhung oder herabsetzung nach dem 31. Dezember 2001 erfolgt eine Eintragung ins Handelsregister allerdings nur dann, wenn die Nennbeträge auf glatte Euro-Beträge umgestellt werden. Neugründungen von Gesellschaften erfolgen ab dem 1. Januar 2002 obligatorisch in Euro. Informationen zum Euro für Unternehmer: Personalwesen, insbesondere Arbeitsrecht Die Einführung des Euro hat keine Auswirkung auf den Bestand von Arbeitsverhältnissen. Arbeitsverträge gelten ohne inhaltliche Änderungen fort. Gehalts- und Versicherungsbeiträge werden wie bei sonstigen Verträgen auf die neue Währungseinheit umgestellt. Bezugnahmen in Arbeitsverträgen auf DM nach dem 1. Januar 2002 sind - unter Berücksichtigung des offiziellen Umrechnungskurses und der geltenden Rundungsregeln - als Bezugnahmen auf den Euro zu verstehen. Zum 1. Januar 2002 müssen alle Arbeitgeber ihre Buchführung auf Euro umgestellt haben, ab diesem Termin sind alle in Lohnabrechnungen anzuführenden Größen in Euro anzugeben. Gehalts- bzw. Tarifvertragsvereinbarungen, deren vereinbarte Dauer über den Umstellungszeitpunkt hinauswirken, behalten ihre Gültigkeit. Informationen zum Euro für Unternehmer: Personalwesen, insbesondere Sozialversicherungsrecht Wird die Umstellung der Lohn- und Gehaltsabrechnung auf Euro zum 1. Januar 2002 vorgenommen, sind keine besonderen Meldungen zur Sozialversicherung erforderlich.

5 - 5 - In allen Meldungen, die Meldezeiträume bis 31. Dezember 2001 enthalten, insbesondere auch in der Jahresmeldung für das Kalenderjahr 2001, ist das Bruttoarbeitsentgelt in DM anzugeben. Gleiches gilt für die Abmeldungen, die einen Zeitraum vor dem 1. Januar 2002 betreffen. Ebenso wie bisher Pfennig-Beträge werden zukünftig auch Cent-Beträge nicht in den Meldungen angegeben. Der jeweilige Euro-Betrag ist kaufmännisch zu runden, d. h. Abrundung bei Cent-Beträgen bis 49 Cent und Aufrundung bei Cent-Beträgen ab 50 Cent. Bereits feststehende Rechengrößen in der Sozialversicherung für das Jahr 2002: Geringfügigkeitsgrenze: 325,00 Euro Geringverdienergrenze für Auszubildende: 325,00 Euro Mindestbemessungsgrundlage bei Verzicht auf die Rentenversicherungsfreiheit wegen Geringfügigkeit: 155,00 Euro Weitere Werte wie z. B. die Beitragsbemessungsgrenzen, die Versicherungspflichtgrenze der Krankenversicherung und die Bezugsgröße werden erst Ende des Jahres 2001 bekannt gegeben. Informationen zum Euro für Unternehmer: Vertrieb/Marketing Produktpreise verlieren bei direkter Umrechnung häufig ihre kundengerechte Optik. Durch eine Änderung des Produkts oder der Verpackungsgröße könnte eine optimale Preisstellung erreicht werden. Die mittel- und langfristige Preiskalkulation sollte den veränderten Rahmenbedingungen angepasst werden. So können marketinggerechte und transparente Preise die Kalkulation ebenso beeinflussen wie der Wegfall der Wechselkursschwankungen und Kurssicherungskosten innerhalb der EWU-Staaten. Auch bei bestehenden langfristigen Aufträgen und engen Lieferverflechtungen mit Unternehmen der Großindustrie können Nachkalkulationen notwendig werden. Sämtliche Preislisten, Kataloge, Rechnungen, Quittungen, Belege und sonstige vergleichbare Unterlagen sollten spätestens am 1. Januar 2002 umgestaltet sein. Mitarbeiter mit Kundenkontakt sollten eingehend geschult werden, damit Kundenanfragen zum Euro beantwortet werden können. Der Euro und Steuern: Änderungen bei der Umsatzsteuer umgerechnet. In der Umsatzsteuer ergeben sich folgende Änderungen: Erwerbsschwelle beim innergemeinschaftlichen Erwerb Lieferschwelle bei der Versandhandelsregelung Wertgrenzen zur Bestimmung des Voranmeldungszeitraums: Voranmeldungszeitraum ist der Kalendermonat bei einer Umsatzsteuer des Vorjahres von mehr als Voranmeldungszeitraum ist das Kalenderjahr bei einer Umsatzsteuer des Vorjahres von weniger als In allen übrigen Fällen ist das Kalendervierteljahr der Voranmeldungszeitraum Euro Euro Euro 512 Euro Umsatzgrenzen bei der Besteuerung als Kleinunternehmen: Gesamtumsatz des vorangegangenen Kalenderjahres Euro Voraussichtlicher Gesamtumsatz des laufenden Kalenderjahres Euro Umsatzgrenzen für die Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten: Gesamtumsatz des vorangegangenen Kalenderjahres Euro Gesamtumsatz des vorangegangenen Kalenderjahres bei Unternehmen in den neuen Bundesländern Euro Rechnungsbetrag bei Kleinbetragsrechnungen 100 Euro Der Euro und Steuern: Einkommensteuer für Unternehmer umgerechnet. Für Unternehmer ergeben sich insbesondere folgende neue Signalbeträge:

6 - 6 - Jahresfreigrenze bei Geschenken an Geschäftsfreunde: 40 Euro Pauschbeträge für Mehraufwendungen für Verpflegung bei einer Abwesenheit von: 24 Stunden 24 Euro mindestens 14 Stunden, aber weniger als 24 Stunden 12 Euro mindestens 8 Stunden, aber weniger als 14 Stunden 6 Euro Geringwertige Wirtschaftsgüter 410 Euro Sonder- und Ansparabschreibung für kleine und mittlere Betriebe ( 7g-Abschreibung): Betriebsvermögen des vorangegangenen Jahres Euro Einheitswert des Betriebs der Land- und Forstwirtschaft Euro Gesamtbetrag der gebildeten Rücklagen Euro Für Existenzgründer: Gesamtbetrag der gebildeten Rücklagen Euro Betriebsveräußerung: Freibetrag Euro Grenzbetrag Euro Höchstbetrag für die Anwendung des halben Steuersatzes Euro Wertgrenzen zur Buchführungspflicht für Gewerbetreibende und Land- und Forstwirte: Umsätze Euro Land- und forstwirtschaftliche Flächen Euro Gewinn Euro Der Euro und Steuern: Private Einkünfte und Eigenheimzulage umgerechnet. Bei privaten Einkünften sind insbesondere folgende neue Signalbeträge zu beachten: Einkünfte aus Kapitalvermögen Werbungskosten-Pauschbetrag: Ledige 51 Euro Verheiratete 102 Euro Sparer-Freibetrag: Ledige Euro Verheiratete Euro Sonstige Einkünfte Werbungskosten-Pauschbetrag für wiederkehrende Bezüge (insbesondere Renten) Freigrenze für Einkünfte aus gelegentlichen Leistungen Freigrenze für Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften (Spekulationsgewinne) 102 Euro 256 Euro 512 Euro

7 - 7 - Veräußerung von Beteiligungen an Kapitalgesellschaften Freibetrag Euro Grenzbetrag Euro Durch die Umstellung von DM auf Euro erhöht sich das Freistellungsvolumen bei den Einkünften aus Kapitalvermögen von bisher DM auf Euro (Ledige) und von DM auf Euro (Verheiratete). Bei der Eigenheimzulage ergeben sich folgende Beträge: Einkunftsgrenze: Ledig Euro Verheiratet Euro Fördergrundbetrag: Neubau Euro Altbau Euro Kinderzulage 767 Euro Der Euro und Steuern: Änderungen bei der Gewerbesteuer umgerechnet. Bei der Gewerbesteuer ergeben sich folgende Änderungen: Abrundung des Gewerbeertrags auf volle Freibetrag beim Gewerbeertrag von Personenunternehmen Staffelstufen zur Ermittlung des Steuermessbetrags Wertgrenze zur Abgabe einer Gewerbesteuererklärung: Gewerbeertrag von mehr als 50 Euro Euro Euro Euro Der Euro und Steuern: Änderungen bei Arbeitnehmern umgerechnet. Für Arbeitnehmer insbesondere folgende neue Signalbeträge: Entfernungspauschale für die Wege zwischen Wohnung und Arbeitsstätte: bis 10 km 0,36 Euro ab 10 km 0,40 Euro für jeden vollen Entfernungskilometer. Der Jahreshöchstbetrag beträgt Euro. Werbungskosten- (Arbeitnehmer-) Pauschbetrag: Euro Freibeträge für Abfindungen bei Auflösung des Dienstverhältnisses: bei Vollendung des 55. Lebensjahrs und 20-jähriger Betriebszugehörigkeit Euro bei Vollendung des 50. Lebensjahrs und 15-jähriger Betriebszugehörigkeit Euro in allen anderen Fällen Versorgungs-Freibetrag Euro Euro Der Euro und Steuern: Steuererklärungen und Steuerzahlung Steuererklärungen, Steueranmeldungen und Zusammenfassende Meldungen sind für Besteuerungszeiträume nach dem 31. Dezember 2001 ausschließlich in Euro zu erstellen. Für Besteuerungszeiträume vor dem 1. Januar 2002 bedeutet dies, dass die Steuererklärungen weiterhin grundsätzlich in DM zu erstellen sind. Dabei spielt es keine Rolle, zu welchem Zeitpunkt die Erklärungen usw. abgegeben werden.

8 - 8 - Die Steuerfestsetzung, also der Steuerbescheid, wird ab 2002 in Euro erfolgen. D. h. die fälligen Nachzahlungen und Erstattungen werden in Euro ausgewiesen, auch wenn sie Besteuerungszeiträume vor dem 1. Januar 2002 betreffen. Die Umrechnung der DM-Beträge in Euro für Besteuerungszeiträume vor dem 1. Januar 2002 erfolgt nach dem festgelegten Umrechnungsschlüssel (1 Euro = 1,95583 DM). Eine so genannte Glättung der krummen Euro-Beträge, die sich durch diese Umrechnung ergeben, erfolgt für Besteuerungszeiträume vor dem 1. Januar 2002 nicht. Die Anpassung und Glättung der Besteuerungsgrenzen, Freibeträge, Pauschbeträge usw. erfolgt erst zum 1. Januar Ab dem 1. Januar 2002 sind fällige Steuernachzahlungen in Euro zu leisten, unabhängig davon auf welchen Besteuerungszeitraum sich die Steuerzahlungen beziehen. Der Euro und Steuern: Familienförderung Zum 1. Januar 2002 wurde das Familienförderungsgesetz Kindergeld, Kinderfreibeträge usw. geändert. In Euro ergeben sich folgende Beträge: Kindergeld: Für das erste, zweite und dritte Kind jeweils 154 Euro Für das vierte und jedes weitere Kind jeweils 179 Euro Kinderfreibetrag (ledige/verheiratete Eltern) Freibetrag für den Betreuungs-, Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf (ledige/verheiratete Eltern) 1.824/ Euro 1.080/ Euro Anrechnungsgrenze der eigenen Einkünfte und Bezüge des Kindes zur Gewährung von Kindergeld bzw. Kinderfreibetrag bei Kindern, die das 18. Lebensjahr vollendet haben Euro Kinderbetreuungskosten: Höchstbetrag für Aufwendungen, die als außergewöhnliche Belastungen geltend gemacht werden können Mindestbetrag der entstandenen Kinderbetreuungskosten (Nichtberücksichtigungsgrenze) Ausbildungsfreibetrag Anrechnungsgrenze der eigenen Einkünfte und Bezüge des Kindes zur Gewährung des Ausbildungsfreibetrages Euro Euro 924 Euro Euro Haushaltsfreibetrag Euro Der Euro und Steuern: Erbschaft- und Schenkungsteuer Zum 1. Januar 2002 werden die Freibeträge, Tarifstufen usw. bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer auf den Euro umgestellt. Somit ergeben sich folgende Beträge: Freibetrag für Ehegatten Freibetrag für Kinder Freibetrag für übrige Personen der Steuerklasse I (z. B. Eltern) Freibetrag für Erwerber der Steuerklasse II (z. B. Geschwister) Freibetrag für Erwerber der Steuerklasse III (z. B. nichtehelicher Lebenspartner) Freibetrag für Hausrat Freibetrag für Betriebsvermögen Schädliche Entnahmen bei Gewährung des Freibetrages für Betriebsvermögen Euro Euro Euro Euro Euro Euro Euro Euro

9 - 9 - Tarifstufen der Steuersätze: Steuersatz bei Steuerklasse I Steuersatz bei Steuerklasse II Steuersatz bei Steuerklasse III bis Euro bis Euro bis Euro bis Euro bis Euro bis Euro über Euro Der Euro und Steuern: Altersentlastungsbetrag und Sonderausgaben umgerechnet. Es ergeben sich folgende Signalbeträge: Altersentlastungsbetrag Euro Sonderausgaben Sonderausgaben-Pauschbetrag 36 Euro Höchstbeträge für Vorsorgeaufwendungen (z. B. Lebensversicherungen usw.): Grundhöchstbetrag (Ledige/Verheiratete) / Euro Vorwegabzug / Euro Höchstbetrag für Unterhaltsleistungen an geschiedene/dauernd getrennt lebende Ehegatten Euro Höchstbeträge für Berufsausbildung oder Weiterbildung: Bei auswärtiger Unterbringung Euro Sonstige Fälle 920 Euro Spenden Höchstbetrag für Spenden an Stiftungen Euro Höchstbetrag bei Neugründungen von Stiftungen Euro Spenden an politische Parteien: Höchstbetrag beim Sonderausgabenabzug (ledig, verheiratet): / Euro Höchstbetrag für die Steuerermäßigung (ledig, verheiratet) 767 / Euro Der Euro und Steuern: Außergewöhnliche Belastungen umgerechnet. Es ergeben sich folgende Beträge: Aufwendungen für Unterhalt/Berufsausbildung: Höchstbetrag Euro Grenzbetrag der eigenen Einkünfte des Unterstützten Euro

10 Beschäftigung einer Hilfe im Haushalt: Höchstbetrag bei Hilflosigkeit/schwerer Behinderung 924 Euro Sonstige Fälle 624 Euro Heimunterbringung: Bei Unterbringung zur dauernden Pflege 924 Euro Sonstige Fälle 624 Euro Pauschbetrag bei Behinderungen Grad der Behinderung: 25 und Euro 35 und Euro 45 und Euro 55 und Euro 65 und Euro 75 und Euro 85 und Euro 95 und Euro Bei hilflosen und blinden Steuerpflichtigen Euro Hinterbliebenen-Pauschbetrag Pflege-Pauschbetrag 370 Euro 924 Euro Diese Informationen geben im allgemeinen Rechtsprechung und Finanzverwaltungsanweisungen nur auszugsweise wieder. Wir bitten deshalb, die Beiträge bei Anwendung im Einzelfall mit den ungekürzten Veröffentlichungen zu vergleichen, um Informationsfehler, für die wir eine Haftung nicht übernehmen können, zu vermeiden. Ohrndorf & Partner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft - Steuerberatungsgesellschaft

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