Thema heute (VL 4) Was ist Supply Chain Management? Wie wird IT dabei verwendet?

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1 Thema heute (VL 4) Was ist Supply Chain Management? Wie wird IT dabei verwendet?

2 Supply Chain Management Supply Chain Management (SCM) heisst "Steuerung der Lieferkette" Früher wurden Unternehmen und Bereiche isoliert betrachtet und optimiert. SCM betrachtet alle Beteiligten an der Lieferkette, von der Kuh bis zum Luxusauto. Ein Gegenbeispiel heisst "KANBAN"...

3 KANBAN (1) Informationsfluss zwischen Senke und Quelle. KANBAN arbeitet nach dem Zieh-Prinzip ("Pull"): Verbrauch triggert Nachschub. Grundzustand: In allen Senken für jedes Teil mindestens zwei gefüllte KANBAN-Behälter. KANBAN-Karte: Nachschub-Menge, Teilenummer, Behälter-Art, Quelle und Senke. Ein leerer Behälter wird an der Quelle wieder aufgefüllt und innerhalb eines Tages geliefert.

4 KANBAN (2) Kettenbildung: Unsere Quelle wird als Senke aus vorgelagerten Quellen gefüllt, ggf. WE. Da von jedem Teil mindestens zwei gefüllte KANBAN-Behälter vorhanden sind, und der Anstoß zum Füllen eines leer gewordenen Behälters mittels KANBAN sofort gegeben wird, ist der Waren-Kreislauf und damit die Lieferbereitschaft gesichert. Nachteil: Vervielfachte Bestände insgesamt!

5 Peitschenknall-Effekt

6 Optimierungs-Ziele SCM Schnelle und zuverlässige Belieferung der internen und externen Kunden. Beschaffung und Herstellung qualitativ hochwertiger Produkte und Dienstleistungen. Kostenreduzierung in der Beschaffung, Produktion und Distribution. Reduzierung von Durchlauf- und AuftragsAbwicklungszeiten. Steigerung der Kundenzufriedenheit. Bestandsreduzierung auf allen Stufen der Wertschöpfung.

7 SCM ist die unternehmensübergreifende Koordination der Material- und Informationsflüsse über den gesamten Wertschöpfungsprozess von der Rohstoffgewinnung über die einzelnen Veredelungsstufen bis hin zum Endkunden mit dem Ziel, den Gesamtprozess sowohl zeit- als auch kostenoptimal zu gestalten.

8 Schema SCM

9 Telematik-Einsatz: Grundsätze Einsatz von Online-Technik und performanter, zuverlässiger Hard- und Software. Qualifizierte Projektleiter aus der Praxis mit solider Telematik-Basis und Logistik-Kenntnissen. Wohldurchdachte Prozess-Beschreibungen und Datenflüsse sowie Funktionen. So wenige Daten und Kontrollen wie möglich, nur so viel wie unbedingt nötig. Statt vieler Daten nur wenige gezielte und übersichtliche Informationen. Der Detaillierungsgrad der Informationen wird vom Nutzer bestimmt. Identifikations- und Informationssysteme sind Mittel zum Zweck und kein Selbstzweck.

10 Electronic SCM (escm) eprocurement: Elektronische Beschaffung und OnlineLieferantensuche. eproduction: Pull-Produktion (KANBAN) nach Kundenwünschen. emarketing: Elektronische Produkt- und Unternehmens-Darstellung. eservice: Elektronischer Service über das Internet. esales: Elektronischer Vertrieb/Verkauf von Waren und Dienstleistungen. edistribution: Verteilung und Verfolgung von Waren und Gütern. elogistics: Unterbereich von edistribution.

11 escm-überblick

12 C-Commerce

13 Kostenvorteile escm Reduzierung der Beschaffungskosten. Schneller Lieferantenvergleich per Internet. Bestandsoptimierung -> Reduzierung der Kapitalbindungs- und Lagerkosten. Bessere Planungsmöglichkeiten. Senkung der Vertriebs- und TransportlogistikKosten.

14 Prozess-Vorteile Steigerung der Produktivität. Optimale Auslastung. Senkung der Auftrags-Abwicklungs- und -Durchlaufzeiten. Erhöhung der Liefertreue. Reduzierung von Lieferzeiten. Schnellere Reaktion auf Marktveränderungen, Steigerung der Planungsqualität durch adaptive Softw.

15 Finanzielle Vorteile Anlagen: Schnellerer Umschlag des Zuflusses, Ressourcen-Freisetzung durch niedrigere Bestände. Höhere Umsätze: Zufriedene Kunden durch besseren Service, Höheres Auftragsvolumen durch schnellere Reaktion, Präzisere Prognosen des Absatz-Volumens, Insgesamt höhere Umsatz-Rendite.

16 Einzelnutzen in Prozent Erhöhung der Liefertreue Reduzierung der Lagerbestände Verkürzung der Auftrags-Durchlaufzeiten Erhöhung der Planungs-Genauigkeit Steigerung der Produktivität Reduzierung der Supply-Chain-Kosten Steigerung der Kapazitäts-Auslastung % % % % % % %

17 escm Verbreitung Fast 60% der Unternehmen setzen ERP- oder Katalog-basierte eprocurement-lösung ein. Beschaffung von Büromaterial, Ersatzteilen, Normteilen, Hilfsund Betriebsstoffen usw. Lieferantensuche national und global. KMU scheuen oft vor der Komplexität und/oder den Kosten zurück (6-stellige Beträge). KMU bevorzugen Out-of-the-Box-Lösungen für escm, aber die gibt es am Markt nicht. Verschiedene Anbieter (u.a. Microsoft) arbeiten an kleinen Lösungen.

18 Case Study: HV-Systeme Viele IT-Anwendungen in der Logistik sind mission critical, d.h. das Unternehmen kann ohne das jeweilige System nicht arbeiten. Daraus resultieren hohe Ansprüche an die Verfügbarkeit (engl. Availability) der ITSysteme. Hochverfügbare (engl. Highly Available ) ITSysteme erfordern KnowHow, hochwertige Technik und somit gewisse Investitionen!

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