DAS NEUE RECHNUNGSLEGUNGSRECHT (nrlr)

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1 DAS NEUE RECHNUNGSLEGUNGSRECHT (nrlr) Gesetzgebung / Praxis Roger Siegrist Oftringen,

2 IHR REFERENT Roger Siegrist Mandatsleiter Treuhand Dipl. Treuhandexperte / Mitinhaber Fankhauser Consulting AG, Oftringen Telefon:

3 DAS NEUE RECHNUNGSLEGUNGSRECHT Übersicht über die Gesetzesrevisionen Kleine Aktienrechtsreform (OR) Revisionsrecht (OR/ RAG) ( ) Grosse Aktienrechtsreform Rechnungslegungsrecht bzw

4 DAS NEUE RECHNUNGSLEGUNGSRECHT Ziele des Referates Zusammenfassung der Anforderungen des nrlr Änderungen ggü. dem bisherigen Recht erläutern Keine unnötigen Detailausführungen, welche v. a. die Fachleute betreffen 4

5 DAS NEUE RECHNUNGSLEGUNGSRECHT Einleitung Ziel der Gesetzesrevision war: veraltetes Rechnungslegungsrecht grundlegend zu überarbeiten Leicht verständliches Rechnungslegungskonzept zu schaffen Die wirtschaftliche Lage einer Gesellschaft muss möglichst zuverlässig beurteilt werden können 5

6 DAS NEUE RECHNUNGSLEGUNGSRECHT Agenda Aufbau Grundsätze und Grundlagen Milchbüechlirechnung Schweizer Kontenrahmen KMU Gliederungsvorschriften Bewertungsvorschriften Aktiven/Passiven Anhang Verhältnis zu den Direkten Steuern Schlussbemerkungen 6

7 DAS NEUE RECHNUNGSLEGUNGSRECHT Aufbau 32. Titel OR: Die kaufmännische Buchführung und Rechnungslegung Erster Abschnitt: Allgemeine Bestimmungen A. Pflicht zur Buchführung und Rechnungslegung B. Buchführung C. Rechnungslegung D. Offenlegung und Einsichtnahme E. Führung und Aufbewahrung der Geschäftsbücher Zweiter Abschnitt: Jahresrechnung A. Bilanz B. Erfolgsrechnung C. Anhang D. Bewertung 7

8 DAS NEUE RECHNUNGSLEGUNGSRECHT Aufbau Dritter Abschnitt: Rechnungslegung für grössere Unternehmen A. Zusätzliche Anforderungen an den Geschäftsbericht B. Zusätzliche Angaben im Anhang zur Jahresrechnung C. Geldflussrechnung D. Lagebericht E. Erleichterung infolge Konzernrechnung Vierter Abschnitt: Abschluss nach anerkanntem Standard A. Im Allgemeinen B. Anerkannte Standards zur Rechnungslegung Fünfter Abschnitt: Konzernrechnung A. Pflicht zur Erstellung B. Befreiung von der Pflicht zur Erstellung C. Anerkannte Standards zur Rechnungslegung 8

9 GRUNDSÄTZE UND GRUNDLAGEN Zeitpunkt der Umsetzung nrlr? Die Umsetzung ist zwingend für das Geschäftsjahr, welches zwei Jahre nach Inkrafttreten dieser Gesetzesänderung ab beginnt. Fristen: Ab möglich, spätestens ab erforderlich. Das nrlr ist integral umzusetzen (Alles oder Nichts). 9

10 GRUNDSÄTZE UND GRUNDLAGEN Wer ist betroffen? Das nrlr gilt für alle Buchführungspflichtigen in der Schweiz (Kapitalgesellschaften, Einzelfirmen und Personengesellschaften, Vereine, Stiftungen, Non-Profitorganisationen). Die Anforderungen sind nicht mehr nach Rechtsform sondern nach Grösse der Unternehmung oder Organisation abgestuft. 10

11 GRUNDSÄTZE UND GRUNDLAGEN Unternehmensgrössen und ihre Anforderungen Unternehmungen und Organisationen Einzelfirmen <CHF Umsatz Juristische Personen <CHF Umsatz Kleinere Unternehmungen Grössere Unternehmungen Kleinstunternehmungen und -organisationen Kleinere Unternehmungen Grössere Unternehmungen Einfache Buchhaltung möglich Doppelte Buchhaltung erforderlich Erleichterungen Basisanforderungen Zusätzliche Anforderungen 11

12 GRUNDSÄTZE UND GRUNDLAGEN Sachliche und zeitliche Abgrenzungen Sachliche Abgrenzungen: Aufwendungen, welche dazu dienen bestimmte Erträge zu erzielen, müssen zeitgleich verbucht sein. Zeitliche Abgrenzungen: Aufwand und Ertrag, welche zeitraumbezogen anfallen, müssen periodengerecht verbucht werden. 12

13 GRUNDSÄTZE UND GRUNDLAGEN Kleinstunternehmen ohne Abgrenzungen Einzelunternehmungen und Personengesellschaften mit weniger als CHF Umsatzerlös im letzten Geschäftsjahr. Vereine und Stiftungen, die nicht verpflichtet sind, sich ins Handelsregister eintragen zu lassen. Stiftungen, die nach Art. 83b Abs. 2 ZGB von der Pflicht zur Bezeichnung einer Revisionsstelle befreit sind. Diese Unternehmungen und Organisationen dürfen eine Einnahmen- und Ausgabenrechnung führen. Es darf auf zeitliche und sachliche Abgrenzungen verzichtet werden. Darstellung der Vermögenslage. Einhaltung der Grundsätze ordnungsmässiger Buchführung (GoB) 13

14 GRUNDSÄTZE UND GRUNDLAGEN Kleinstunternehmen mit sachlichen Abgrenzungen Juristische Personen und Organisationen mit nicht mehr als CHF Umsatz oder Finanzerträge. Diese Unternehmungen und Organisationen dürfen eine Einnahmen- und Ausgabenrechnung führen. Es darf auf zeitliche, nicht aber auf sachliche Abgrenzungen verzichtet werden. Einhaltung der Grundsätze ordnungsmässiger Buchführung (GoB) 14

15 MILCHBÜECHLIRECHNUNG Vorteile / Nachteile + Wesentlich rationeller zu führen, weniger Fachkenntnisse erforderlich. + Keine Berücksichtigung von Debitoren, Kreditoren, Rechnungsabgrenzungsposten, Rückstellungen, Warenlager, angefangene Arbeiten. +/- Bei Investitionen ins Anlagevermögen können nur die Abschreibungen geltend gemacht werden. - Die Buchführung ist kein Führungsinstrument. - Kreditgeber werden einfache Buchhaltungen bei der Kreditvergabe sehr zurückhaltend beurteilen. - SSK (Schweizer Steuerkonferenz) und ESTV (MWST) erachten dies als zulässig. 15

16 MILCHBÜECHLIRECHNUNG Generelle Anforderungen Es gelten die Grundsätze der ordnungsgemässen Buchführung. Die einfache Buchhaltung ist zeitnahe zu führen. Systematische Führung. Eine Einnahmen-Ausgabenrechnung muss pro Konto der flüssigen Mittel erstellt werden. Die Belege Dritter (z.b. Bankbelege) sind Bestandteil. Buchhaltung kann mittels spezieller Software, einer Excel-Tabelle oder auch handschriftlich geführt werden. Sie muss jedoch «unverfälschbar» sein. 16

17 MILCHBÜECHLIRECHNUNG Direkte Steuern Die Umsatzgrenze von CHF bezieht sich auf das Vorjahr. «Umsatzerlös» bedeutet: «Nettoerlös» Die Buchführungspflicht ist nicht mehr von der Pflicht eines Handelsregistereintrags abhängig. Bei der Umstellung von der einfachen auf die doppelte Buchhaltung oder umgekehrt muss die kontinuierliche Besteuerung der Periodenergebnisse sichergestellt sein. Nachweis der Vermögenslage (alle Aktiven und Passiven) zu Beginn und am Ende des Steuerjahres. 17

18 MILCHBÜECHLIRECHNUNG Kassabuch Beispiele Beispiel I: Einnahmen- und Ausgabenrechnung 18

19 MILCHBÜECHLIRECHNUNG Kassabuch Beispiele Beispiel II: Einnahmen- und Ausgabenrechnung Kassabuch anhand einer «Excel-Tabelle»! Frage: Darf das Kassabuch anhand einem Tabellenkalkulationsprogramm geführt werden? Grundsätzlich Nein vgl. auch Art. 3 GeBüV (Echtheit und Unverfälschbarkeit) Kassabuch des Jahres 2013 Datum Beleg Konto SOLL HABEN SALDO MWST Saldovortrag xxxx xxxx xxxx % Die Post, Porto % Tageseinnahmen % Tageseinnahmen % Bankeinzahlung % Office World, Büro % 19

20 MILCHBÜECHLIRECHNUNG Mehrwertsteuer Die für die Feststellung der Steuerpflicht massgeblichen Sachverhalte müssen aufgrund der Buchhaltung jederzeit leicht und zuverlässig ermittelt werden können: Umsätze, Bezugssteuer, Vorsteuern, Eigenverbrauch etc. Unterteilung der Umsätze in: steuerbare, steuerbefreite, ausgenommene Umsätze, Verkäufe von Betriebsmittel, Nicht-Entgelte, Eigenverbrauch und Privatanteile. Unterteilung der steuerbaren Umsätze nach Steuersätzen. Die Finalisierung muss möglich sein. 20

21 GRUNDSÄTZE UND GRUNDLAGEN Grundsätze ordnungsgemässer Buchführung (GoB) 1) Vollständige, wahrheitsgetreue und systematische Erfassung der Geschäftsvorfälle und Sachverhalte 2) Belegnachweis für die einzelnen Buchungsvorgänge 3) Klarheit 4) Zweckmässigkeit mit Blick auf die Art und Grösse des Unternehmens 5) Nachprüfbarkeit Diese Grundsätze gelten für alle Buchführungspflichtigen (einfache und doppelte Buchhaltung) 21

22 GRUNDSÄTZE UND GRUNDLAGEN Grundsätze ordnungsgemässer Rechnungslegung (GoR) Die Rechnungslegung muss: 1) klar und verständlich sein 2) vollständig sein 3) verlässlich sein 4) Sie muss das Wesentliche enthalten 5) vorsichtig sein 6) stetig sein (Darstellung und Bewertung) 7) Verrechnungsverbot (Aktiven und Passiven sowie Aufwand und Ertrag dürfen nicht miteinander verrechnet werden) Diese Grundsätze gelten für alle Unternehmungen und Organisationen, welche keine einfache Buchhaltung führen dürfen. 22

23 GRUNDSÄTZE UND GRUNDLAGEN Was bedeutet Vorsicht? Bei der Bewertung und bei Unsicherheit ist vorsichtig zu verfahren (Schätzung der Nutzungsdauer, Verkäuflichkeit etc.) Es muss jedoch i.d.r. nicht vom Worst-Case-Szenario ausgegangen werden. Oft wird man von einem gewichteten Risiko ausgehen (z.b. Prozessrisiken). Niederstwertprinzip Realisationsprinzip Imparitätsprinzip Eine willkürliche, übermässige Auslegung des Vorsichtsprinzips kann zu einer Abweichung vom Prinzip der Stetigkeit in Darstellung und Bewertung führen. 23

24 GRUNDSÄTZE UND GRUNDLAGEN Belegaufbewahrung (Geschäftsbücherverordnung) Aufbewahrung der Geschäftsbücher, Buchungsbelege (Rechnungen, Bestellungen, Offerten, Zahlungsbelege, Quittungen, Verträge, Ein- oder Ausfuhrveranlagungen, interne Belege, Hilfsbücher, Abrechnungen etc.) während 10 Jahren, nach Ablauf des laufenden Jahres. Geschäftsbericht und Revisionsbericht sind schriftlich und unterzeichnet während 10 Jahren aufzubewahren. Bei der MWST gilt bei unbeweglichen Gegenständen eine Aufbewahrungsfrist von 20 bzw. 26 Jahren. Unter dem alten Recht (bis Ende 2014) musste und muss Geschäftskorrespondenz ebenfalls während 10 Jahren aufbewahrt werden. Sobald ein Unternehmen das nrlr anwendet muss die Geschäftskorrespondenz nur noch dann während 10 Jahren aufbewahrt werden, wenn sie ganz oder teilweise einen Buchungsbeleg darstellt. Das ist eine wesentliche Erleichterung, da neu bspw. s nicht mehr in jedem Fall aufbewahrungspflichtig sind. 24

25 GRUNDSÄTZE UND GRUNDLAGEN Vorjahresangaben bei Umstellung auf das nrlr 1) Laufendes Jahr (nrlr) und Vorjahr (arlr) sind entsprechend den gesetzlichen Anforderungen auszuweisen und die damit zusammenhängende Unstetigkeit ist zu akzeptieren: 2) Vorjahr den Anforderungen des nrlr entsprechend anpassen: 3) Bei der erstmaligen Anwendung des nrlr kein Vorjahr aufführen: 1) Nicht empfehlenswert, da Bilanzklarheit nicht gegeben 2) Zu Vergleichszwecken ist grundsätzlich eine Anpassung des Vorjahres möglich. Es muss im Anhang darauf hingewiesen werden. Empfehlenswert wenn Umstellung des Vorjahres mit geringem Aufwand möglich ist 3) Empfehlenswert; geringster Aufwand 25

26 SCHWEIZER KONTENRAHMEN KMU Geschichte Eugen Schmalenbach Kontenrahmen, 1927 Prof. Karl Käfer Kontenrahmen für Gewerbe- Industrie- und Handelsbetriebe, 1947 Walter Sterchi Kontenrahmen KMU, 1996 Walter Sterchi, Herbert Mattle, Markus Helbling «Schweizer Kontenrahmen KMU»,

27 SCHWEIZER KONTENRAHMEN KMU Ziele Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben Möglichst geringe Anpassungen am bestehenden Kontenrahmen KMU Beibehaltung der Begriffe des neuen Gesetzes Verschlankung Was nicht zwingend in den Anhang muss, soll im Kontenrahmen abgebildet werden Nur Produktionserfolgsrechnung Grundlage für Ausbildung 27

28 GLIEDERUNGSVORSCHRIFTEN JAHRESRECHNUNG Grundsätze Neu ist die Reihenfolge der Konti im Gesetz vorgeschrieben Separater Ausweis von Positionen (ggü. Beteiligten und Organen, Beteiligungsunternehmungen) Separater Ausweis von Beteiligungen und Finanzanlagen Für die Aufteilung ob eine Position im UV / AV bzw. im Fremdkapital kurzfristig oder langfristig ausgewiesen wird gilt eine 12 Monatsfrist Separater Ausweis von verzinslichen Schulden 28

29 GLIEDERUNGSVORSCHRIFTEN Mindestgliederungsvorschriften Aktiven I. Umlaufsvermögen a. Flüssige Mittel und kurzfristig gehaltene Aktiven mit Börsenkurs b. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen c. Übrige kurzfristige Forderungen d. Vorräte und nicht fakturierte Dienstleistungen e. Aktive Rechnungsabgrenzungen 2. Anlagevermögen a. Finanzanlagen b. Beteiligungen c. Sachanlagen d. Immaterielle Werte e. Nicht einbezahltes Grund-, Gesellschafter- oder Stiftungskapital 29

30 GLIEDERUNGSVORSCHRIFTEN Mindestgliederungsvorschriften Passiven I. Kurzfristiges Fremdkapital a. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen b. Kurzfristige verzinsliche Verbindlichkeiten c. Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten d. Passive Rechnungsabgrenzung 2. Langfristiges Fremdkapital a. Langfristige verzinsliche Verbindlichkeiten b. Übrige langfristige Verbindlichkeiten c. Rückstellungen sowie vom Gesetz vorgesehene ähnliche Positionen 30

31 GLIEDERUNGSVORSCHRIFTEN Mindestgliederungsvorschriften Passiven 3. Eigenkapital a. Grund-, Gesellschafter- oder Stiftungskapital (ggf. gesondert nach Beteiligungskategorien) b. Gesetzliche Kapitalreserve c. Gesetzliche Gewinnreserve d. Freiwillige Gewinnreserven oder kumulierte Verluste als Minusposten e. Eigene Kapitalanteile als Minusposten 31

32 GLIEDERUNGSVORSCHRIFTEN Mindestgliederungsvorschriften Produktions-ER I. Nettoerlöse aus Lieferungen und Leistungen 2. Bestandesänderungen an unfertigen und fertigen Erzeugnissen sowie an nicht fakturierten Dienstleistungen 3. Materialaufwand 4. Personalaufwand 5. Übriger betrieblicher Aufwand 6. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Positionen des AV s 7. Finanzaufwand und Finanzertrag 8. Betriebsfremder Aufwand und betriebsfremder Ertrag 9. Ausserordentlicher, einmaliger oder periodenfremder Aufwand und Ertrag 10. Direkte Steuern 11. Jahresgewinn oder Jahresverlust 32

33 GLIEDERUNGSVORSCHRIFTEN JAHRESRECHNUNG Eigenkapital Von den Eigentümern bezahlte Kapitalien werden als «Kapitalreserven» aus dem Gewinn erarbeitetes Eigenkapital als «Gewinnreserven» ausgewiesen. Gesetzliche Kapitalreserven: z.b. von der ESTV genehmigte Kapitalreserven als «Reserven aus Kapitaleinlagen». Gesetzliche Gewinnreserven: 1. und 2. Zuweisung aus dem Jahresgewinn, Aufwertungsreserve. Freiwillige Gewinnreserven: Statutarische Reserven, von der Generalversammlung beschlossene Reserven, Bilanzgewinn oder Bilanzverlust. Eigene Kapitalanteile sind als Minusposten im Eigenkapital zu führen. 33

34 BEWERTUNGSVORSCHRIFTEN Allgemeine Punkte Aktiven und Verbindlichkeiten sind in der Regel einzeln zu bewerten, sofern sie wesentlich sind und nicht üblicherweise als Gruppe zusammengefasst werden. Die Bewertung muss vorsichtig erfolgen. Gemäss Botschaft des Bundesrats sollen die Wertberichtigungen nicht zu knapp und die Risiken nicht zu gering bemessen werden. Es wird im Gesetz zwischen der Erst- und der Folgebewertung unterschieden. 34

35 BEWERTUNGSVORSCHRIFTEN Einzelbewertung / Gruppenbewertung Gleichartigkeit gegeben bzw. erklärbar Debitoren Kreditoren Warenlager Gleichartigkeit nicht gegeben bzw. nicht erklärbar Beteiligungen Immobilien Immaterielle Anlagen 35

36 BEWERTUNGSVORSCHRIFTEN Beispiel zu Einzelbewertung Bezeichnung Effektiver Wert Bisher: Gruppenbewertung Neu: Einzelbewertung Liegenschaft Liegenschaft Liegenschaft Buchwert der Liegenschaften Bei der Gruppenbewertung konnten bisher Unterbewertungen mit Überbewertungen auf einzelnen Positionen kompensiert werden. Bisheriger Bilanzwert TCHF 280. Neuer Buchwert TCHF

37 AKTIVEN Grundsätze Aktivierungspflicht (diese Pflicht ist neu im Gesetz aufgeführt), sofern über die Aktiven verfügt werden kann ein Mittelzufluss wahrscheinlich ist der Wert verlässlich geschätzt werden kann Andere Vermögenswerte dürfen nicht aktiviert werden (aktivierte Kosten wie Gründungs-, Kapitalerhöhungs- und Organisationskosten sind nicht mehr zulässig.) Nicht fakturierte Dienstleistungen: Wird explizit erwähnt. 37

38 AKTIVEN Erst- und Folgebewertung Bei der Ersterfassung sind die Aktiven zu den Anschaffungs- bzw. Herstellkosten zu bewerten (sog. historische Kosten = handelsrechtliche Höchstwerte) Bei der Folgebewertung muss der nutzungs- und altersbedingte Wertverlust von Aktiven durch Abschreibungen berücksichtigt werden; anderweitigen Wertverlusten ist durch Wertberichtigungen Rechnung zu tragen. Abschreibungen und Wertberichtigungen müssen nach allgemeinen kaufmännischen Grundsätzen vorgenommen werden (Methodenfreiheit). Zu beachten ist die Stetigkeit in der Bewertung. Die Methoden «sollten» im Anhang ausgewiesen werden. Niederstwertprinzip Die Bewertung muss «verlustfrei» sein 38

39 AKTIVEN Bewertung des Anlagevermögens Der nutzungs- und altersbedingte Wertverlust muss durch Abschreibungen (linear, degressiv oder leistungsabhängig) berücksichtigt werden Neu im Gesetz ist das sogenannte «Impairment» bzw. «Wertbeeinträchtigungen» erwähnt: «anderweitige Wertverluste müssen durch Wertbeeinträchtigungen berücksichtigt werden». Somit sind die Aktiven periodisch auf interne oder externe «Anzeichen, welche auf eine Überbewertung» hinweisen, zu überprüfen. 39

40 PASSIVEN Grundsätze Ein bilanzierungspflichtiges Passivum muss gebucht werden, wenn Verbindlichkeit durch vergangenes Ereignis bewirkt wird, Mittelabfluss wahrscheinlich ist und die Höhe verlässlich geschätzt werden kann Bilanzierung zum Nennwert 40

41 ANHANG Wegfall Folgende Angaben fallen weg: Die Risikobeurteilung (nur für KMU, bei grösseren Unternehmungen im Lagebericht) «Es wurden periodisch ausreichende Risikobeurteilungen vorgenommen und allfällige sich daraus ergebende Massnahmen abgeleitet, um zu gewährleisten, dass das Risiko einer wesentlichen Fehlaussage in der Rechnungslegung als klein einzustufen ist.» Brandversicherungswert der Sachanlagen Der Betrag der genehmigten und bedingten Kapitalerhöhung Aufwertungen 41

42 ANHANG Erleichterungen Von der Pflicht zur Erstellung eines Anhangs ausgenommen sind Einzelunternehmen und Personengesellschaften, wenn sie nicht zur Rechnungslegung nach den Vorschriften für grössere Unternehmen verpflichtet sind (Bilanzsumme von mehr als CHF 20 Mio., Umsatz von mehr als CHF 40 Mio. und mehr als 250 Vollzeitstellen im Jahresdurchschnitt in zwei aufeinander folgenden Jahren). Gesellschaften welche eine einfache Buchhaltung (Einnahmen- und Ausgabenbuchhaltung) erstellen, müssen keinen Anhang erstellen. 42

43 ANHANG Obligatorische Punkte die aufgeführt werden müssen Angaben über die in der Jahresrechnung angewandten Grundsätze, soweit diese nicht vom Gesetz vorgeschrieben sind (neu) Angaben, Aufschlüsselungen und Erläuterungen zu Positionen der Bilanz und Erfolgsrechnung (neu) Den Gesamtbetrag der aufgelösten Wiederbeschaffungsreserven weitere vom Gesetz verlangte Angaben, bspw. (neu) Abweichungen von der Annahme der Fortführung Umrechnungskurse, falls in Fremdwährung bilanziert wird Abweichung vom Verrechnungsverbot oder von der Stetigkeit Allenfalls weitere Angaben, sofern diese für die Beurteilung wesentlich oder aufgrund der Tätigkeit üblich sind usw. 43

44 ANHANG Angaben, falls nicht aus der Jahresrechnung ersichtlich Firma oder Name sowie Rechtsform und Sitz des Unternehmens eine Erklärung darüber, ob die Anzahl Vollzeitstellen im Jahresdurchschnitt nicht über 10, über 50 bzw. über 250 liegt Firma, Rechtsform und Sitz der Unternehmen, an denen direkte oder wesentliche indirekte Beteiligungen bestehen, unter Angabe des Kapital- und Stimmenanteils Anzahl eigener Anteile, die das Unternehmen selbst und die Unternehmen, an denen es beteiligt ist, halten Erwerb und Veräusserung eigener Anteile und die Bedingungen, zu denen sie erworben oder veräussert wurden Der Restbetrag der Verbindlichkeiten aus kaufvertragsähnlichen Leasinggeschäften und anderen Leasingverpflichtungen, sofern diese nicht innert zwölf Monaten ab Bilanzstichtag auslaufen oder gekündigt werden können 44

45 ANHANG Angaben, falls nicht aus der Jahresrechnung ersichtlich Verbindlichkeiten ggü. Vorsorgeeinrichtungen der Gesamtbetrag der für Verbindlichkeiten Dritter bestellten Sicherheiten je der Gesamtbetrag der zur Sicherung eigener Verbindlichkeiten verwendeten Aktiven sowie der Aktiven unter Eigentumsvorbehalt rechtliche oder tatsächliche Verpflichtungen, bei denen ein Mittelabfluss entweder als unwahrscheinlich erscheint oder in der Höhe nicht verlässlich geschätzt werden kann (Eventualverbindlichkeit) Anzahl und Wert von Beteiligungsrechten oder Optionen auf solche Rechte für alle Leitungs- und Verwaltungsorgane sowie deren Mitarbeitenden Erläuterungen zu ausserordentlichen, einmaligen oder periodenfremden Positionen der Erfolgsrechnung wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag bei einem vorzeitigen Rücktritt der Revisionsstelle: die Gründe, die dazu geführt haben 45

46 DIREKTE STEUERN Verhältnis Rechnungslegung zu Steuerrecht Fokus Handelsrecht neu «fair presentation» aber mit «anything goes» noch immer vorsichtig im Resultat, da Gläubigerschutz Fokus Steuerrecht keine beliebigen Tieferbewertungen durch Bildung stiller Reserven periodengerechte Besteuerung nach dem Grundsatz der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit 46

47 DIREKTE STEUERN Prinzip Massgeblichkeit Das Handelsrecht ist bestimmend für das Steuerrecht Steuerbehörden können keine handelsrechtswidrige Buchungen verlangen Massgeblichkeit bleibt auch unter nrlr bestehen 47

48 SCHLUSSBEMERKUNGEN Die Anforderungen an die Rechnungslegung gehen nicht sehr weit und sie sind «KMUfreundlich» ausgestaltet. Das Gesetz schafft eine einheitliche Ordnung für alle Rechtsformen des Privatrechts. Bei den Anforderungen an die Rechnungslegung wird nach der wirtschaftlichen Bedeutung der Unternehmung differenziert. Grundsätze ordnungsmässiger Buchführung Grundsätze ordnungsmässiger Rechnungslegung Steuerneutral Die Generalnorm «zuverlässiges Urteil über die wirtschaftliche Lage» wird durch die Zulässigkeit von stillen Reserven relativiert. 48

49 SCHLUSSBEMERKUNGEN Höhere Anforderungen an das Fachwissen der buchführenden Personen. Mehraufwand für die Buchführungspflichtigen, aber höherer Nutzen durch mehr Transparenz. Wichtig ist eine gute Dokumentation im Rahmen des Jahresabschlusses. Anpassung des Kontenplans und der Rechnungslegung in der Jahresrechnung (auch Anhang) sind umfassender als es auf den ersten Blick erscheint. Die Reihenfolge der Konti sind vorgeschrieben. Wichtig ist auch die Unterscheidung nach der Fristigkeit und der Verzinslichkeit beim Fremdkapital. Unterschrift Vorsitzender des VR und Finanzverantwortlicher 49

50 SCHLUSSBEMERKUNGEN Was ist zu tun? Einmalig Entscheid Umstellung mit oder ohne Vorjahr Kontengliederung und Kontenbezeichnungen anpassen Chance zur Umstellung von Käfer auf KMU Ev. Budgetierung anpassen Jährlich Verzinslich nicht verzinslich Kurzfristig und langfristig Inhalt der Gruppentotale prüfen Anhang anpassen 50

51 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Fragen? 51

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