D e r N ü r n b e r g e r W e g

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1 D e r N ü r n b e r g e r W e g Workshop am 15. Januar 2013 Wie ist die häusliche Versorgung im Sozialraum zu verbessern? Wie können Wohn- und Lebensqualität im Quartier erhalten und ausgebaut werden? Wie können vorhandene Dienstleister und Netzwerke über eine Koordinationsstelle miteinander verknüpf werden? Wie können Doppelstrukturen dabei vermieden werden? Welche Dienste fehlen, um den Gesamtbedarf des Einzelnen zu decken? Wie sind die Schnittstellen von haupt-, nebenund ehrenamtlich Tätigen zu definieren? Wie ist das Ehrenamt zu honorieren? Wie ist zu gewährleisten, dass das Angebot auch Geringverdienern zugutekommt? Welche Rolle übernehmen die einzelnen Akteure? Wie kann eine nachhaltige Verstetigung des Erreichten gewährleistet werden?

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3 D e r N ü r n b e r g e r W e g Schaffung einer Koordinationsstelle und eines projekt- und trägerübergreifenden Netzwerks zur häuslichen Gesamtversorgung Wie ist die häusliche Versorgung im Sozialraum zu verbessern? Wie können Wohn- und Lebensqualität im Quartier erhalten und ausgebaut werden? Wie können vorhandene Dienstleister und Netzwerke über eine Koordinationsstelle miteinander verknüpf werden? Wie können Doppelstrukturen dabei vermieden werden? Welche Dienste fehlen, um den Gesamtbedarf des Einzelnen zu decken? Wie sind die Schnittstellen von haupt-, nebenund ehrenamtlich Tätigen zu definieren? Wie ist das Ehrenamt zu honorieren? Wie ist zu gewährleisten, dass das Angebot auch Geringverdienern zugutekommt? Welche Rolle übernehmen die einzelnen Akteure? Wie kann eine nachhaltige Verstetigung des Erreichten gewährleistet werden? 3

4 Mit diesen Fragen beschäftigten sich die anwesenden Vertreter/innen von 16 Organisationen beim Workshop am 15. Januar 2013, zu dem DMH ev eingeladen hatte. Christoph Arnold begrüßte die anwesenden Personen und stellte heraus, dass es im Hinblick auf die Zielgruppe der Senioren vorrangig darum gehe, trotz etwaiger Einschränkungen selbständig in den eigenen vier Wänden verbleiben zu können. Geplant ist die Einrichtung einer Koordinationsstelle, die nicht nur ein möglichst allumfassendes Dienstleistungsangebot vermittelt, sondern dem Ratsuchenden auch 24 Stunden und 7 Tage pro Woche zur Verfügung steht. 4

5 Prof. Dr. Martina Wegner von der Hochschule für angewandte Wissenschaften in München befasst sich in ihrem Vortrag mit der Notwendigkeit neuer Akteurskonstellationen und der Bedeutung der Kommune. Der Staat zeige durch das Auflegen von Bund- und Länderprogrammen seit Jahren eine große Bereitschaft, auf diese gesellschaftlichen Herausforderungen zu reagieren und auch seitens der Wirtschaft und ehrenamtlicher Akteure sei ein wachsendes Engagement zu erkennen. 5

6 Viele, den Alltag bestimmende Qualitäten können nur über die Gestaltung des lokalen Umfelds erreicht werden. 6

7 Erfolgsentscheidend sei es, möglichst frühzeitig exakte Ziele zu formulieren und das Netzwerk flexibel und lebendig zu halten (alle Folien des Vortrags finden Sie im Anhang). 7

8 Eva Göttlein und Stefan Boos moderieren das World Café und den Pfad der Möglichkeiten. Im World Café werden gemeinsam Themen erarbeitet, die für ein funktionierendes Versorgungsnetzwerk erforderlich sind. Details entnehmen Sie bitte der beiliegenden Fotodokumentation, im Folgenden werden nur einige Ergebnisse beispielhaft aufgegriffen. 1) Medizinisch-pflegerische Aspekte: Die Pflegenden brauchen bessere Bezahlung, weniger Bürokratie, mehr Flexibilität und Zeit für die Bedürftigen. Pflegende und Angehörige brauchen Schulungen und Supervision, um Entlastung zu erfahren. Eine Koordinationsstelle mit qualitätssichernden Maßnahmen ist grundsätzlich erforderlich. Versorgung und Beratung müssen rund um die Uhr gewährleistet sein. 8

9 2) Ehrenamtliche bzw. nachbarschaftliche Aspekte: Wertschätzung und soziale Anerkennung haben bei der Inanspruchnahme dieser Dienstleistungen zentrale Bedeutung. Bei Konflikten muss professionell geschlichtet werden. Akteure müssen sorgfältig ausgewählt und geschult werden. Dabei sollte auf bestehende Organisationen zurückgegriffen werden. Schnittstellen zur lokalen Wirtschaft sind exakt zu definieren. Ehrenamtliche können durchaus professionelle Leistungen erbringen. 9

10 3) Sozio-kulturelle Aspekte: Generationsübergreifende Aspekte müssen gefördert, Migrantinnen und Migranten integriert werden. Ausgangspunkte können multifunktionale Treffpunkte, vielleicht sogar eine Kontaktbörse sein. Als Informationsdrehscheibe könnte eine Quartierszeitung dienen. Neben den Veranstaltungen an sich gilt es auch, die Mobilität der Bewohnerinnen und Bewohner über zu organisierende Fahrdienste zu ermöglichen. Wobei als eine Idee auch eingebracht wurde, Veranstaltungen in kleinerem Rahmen bei den Quartiersbewohnern zu Hause anzubieten. 10

11 Pfad der Möglichkeiten Aus dem Kreis der anwesenden Personen bzw. Organisationen werden zu vorgegebenen Themen Ideen, Angebote, Möglichkeiten und Erfahrungen gesammelt. Ziel ist es hierbei, die Rolle der einzelnen Organisationen zu finden. Die wichtigsten Ergebnisse sind: 11

12 1) Ehrenamtliche bzw. nachbarschaftliche Aspekte: - Kooperation mit Studierenden / Hochschule München - Vorlesen für Kinder, Bücherangebot, Fahrgemeinschaften, Hausaufgabenbetreuung / anderswohnen Koordination hauswirtschaftlicher Dienste / DMH ev - Einbeziehen der Seniorenkreise der Kirchengemeinden / Stadtmission - Aufbau eines Tagesangebots (Kaffeenachmittag zu Hause) / Paritätischer - Initiierung neuer Projekte in Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen / ZAB - Vermittlung von Ehrenamtlichen / ZAB - Beratung und Begleitung von Menschen mit verkürzter Lebenserwartung durch Ehrenund Hauptamt / Hospiz Team - Kommunikation des Angebots an eigene Kunden / ESW - Evaluation / Begleitung von Prozessen bei Engagement, Nachbarschaftshilfe usw. / Hochschule München - Wohnungsbaugenossenschaft und Nürnberger Weg als Zentraler Weg! Dadurch fast 100%ige Gewährleistung der dauerhaften Nutzung der Wohnung /? 12

13 2) Sozio-kulturelle Aspekte: - Angebote außerhalb des Quartiers nutzen / Stadtmission - Lesungen im Wohnprojekt, Reisevorträge, Lernen mit Kindern / anderswohnen Räumlichkeiten für Begegnungen / ESW - Stadtteil gestalten, Hindernisse identifizieren und abbauen / Seniorennetzwerk Südost - gemeinsame Ausflüge / DMH ev - Öffentlichkeitsarbeit, Quartierszeitung / Stefan Boos - Begegnungsraum und Freiflächen nutzen / anderswohnen fachlicher Input für Corporate Citizenship und nachhaltige Entwicklung / Hochschule München - wissenschaftliche Begleitung / Hochschule München 13

14 3) Medizinisch-pflegerische Aspekte: - Systemübergreifendes Handeln ist durch rechtliche Rahmenbedingungen nicht möglich / Stadtmission - Träger im Quartier zur Beteiligung motivieren / Stadtmission - Angebot neutraler, kostenfreier Pflegeberatung im PSP / PSP - Angebot von palliativer Versorgung und von spezialisierter palliativer Versorgung / SAPV Team Nürnberg - Umbau von Wohnungen (Finanzierungsberatung) / ESW 14

15 3) Sonstiges Aspekte: - Gemeinschaftsprojekte zwischen Senioren, Alleinerziehenden und Jugendlichen des CJD um gegenseitige Ressourcen zu nutzen / CJD - Entwicklung eines Qualitätsmanagement Systems (Ziele und Standards definieren und sichern) / DMH ev - Vernetzung der eigenen Mitgliedorganisationen mit dem Projekt (z.b. Jung hilft Alt) / Paritätischer - Weitere Begleitung des Nürnberger Wegs, Gewinnen weiterer Akteure / Stefan Boos - Problem: Doppelstrukturen schaffen Verwirrung und Unklarheit / Stadtmission & Seniorennetzwerk Südost - Planen und Betreiben eines barrierefreien Infoportals / Netz der Möglichkeiten eg - Klare Abgrenzung der Zuständigkeiten / Eberhard Schneider - So viel Ehrenamt wie möglich, so viel Profiarbeit wie nötig / Eberhard Schneider - Definition von Schnittstellen zu vorhandener Beratung / PSP - Koordinationsstelle einrichten / DMH ev - Verbesserung der Wohnungsbauförderung / Amt für Wohnen und Stadtentwicklung - Doppelstrukturen vermeiden / Seniorennetzwerk Südost - Stereotype Jung-Alt-Mittel erkennen, überwinden / Seniorennetzwerk Südost - Netzwerkarbeit / Stefan Boos 15

16 Christoph Arnold weist am Ende der Veranstaltung auf die besondere Bedeutung des Ehrenamtes bzw. die komplexe Aufgabe der Integration ehrenamtlicher Leistungen in den Gesamtbetrieb hin. Der Honorierung dieses Engagements komme eine ganz besondere Bedeutung zu. Um ein möglichst hohes Maß an Kundenzufriedenheit zu erzielen, sei möglicherweise die frühzeitige Einführung eines Qualitätsmanagementsystems angeraten. Nächste Schritte sind die Erweiterung der Koordinationsstelle in Abstimmung mit dem Seniorennetzwerk Süd-Ost, weitere Abstimmungen mit potentiellen Kooperationspartnern und die Einbindung der lokalen Wirtschaft im Quartier. Zu gegebener Zeit wird zu einem weiteren Workshop eingeladen, um das Konzept gemeinsam weiterzuentwickeln und den Prozess transparent zu halten. Das Team des Nürnberger Wegs bedankt sich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die konstruktive Zusammenarbeit und die wertvollen Beiträge im Workshop. Eva Göttlein / Fon: , , Stefan Boos / Fon: , , Christoph Arnold / Fon: , , Anlagen: - Präsentation Prof. Dr. Martina Wegner / Hochschule München - Anwesenheitsliste mit Kontaktdaten - Artikel zum Nürnberger Weg aus Journal der Stiftung Lebendige Stadt / arn 16

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