CHECKLISTE FALLSTUDIEN

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1 CHECKLISTE FALLSTUDIEN

2 Wie Sie professionelle Fallstudien aufbauen Was ist eine Fallstudie? Als Fallstudie (Case Study) wird ein Bericht darüber bezeichnet, wie ein Unternehmen es durch harte Anstrengung oder clevere Ideen geschafft hat, eine herausragende Leistung zu erbringen. Dies kann zum Beispiel ein erfolgreiches neues Produkt sein, eine Kehrtwende in der wirtschaftlichen Entwicklung vom Sanierungsfall hin zum effizienten Musterbeispiel oder eine gelungene Expansion in ausländische Märkte. Im sachlichen Stil einer Pressemitteilung wird darüber berichtet, wie das Unternehmen es geschafft hat, diese Leistung zu vollbringen, welche Probleme es auf dem Weg dorthin beiseite räumen musste und was die genauen Ergebnisse waren. Fallstudien werden zumeist von Firmen selbst initiiert und in Auftrag gegeben. Manchmal recherchieren Journalisten allerdings auch von sich aus über Erfolgsgeschichten, von denen sie vor allem durch Pressemitteilungen der entsprechenden Unternehmen gehört haben. Vorteile von Fallstudien Dass viele Verbraucher Werbung als wenig glaubwürdig einschätzen, liegt in der Natur der Sache. Pressemitteilungen sind meistens sehr sachlich gehalten und wecken nur selten Emotionen oder gar Begeisterung. Eine Fallstudie dagegen vereint die Vorteile der beiden Disziplinen auf derart geschickte Weise, dass sie sowohl für Konsumenten als auch für Journalisten interessant ist. Eine gut aufbereitete Fallstudie erzählt wie gute Werbung eine interessante Geschichte, enthält wie eine PR-Mitteilung belegbare Fakten, stellt die Leistung eines Unternehmens in ein positives Licht und ist dabei glaubwürdig. Eine Fallstudie funktioniert also nicht so marktschreierisch wie Werbung, vermittelt dem Verbraucher aber dennoch, wie gut das Unternehmen arbeitet und wie durchdacht seine Produkte sind. Der ausgewiesene Erfolg dient auch als Beleg für die Qualität der Produkte, die ihn erst ermöglicht haben. Dies führt im Endeffekt dazu, dass eine Fallstudie die gleichen Ziele wie Werbung erfüllt. Nutzen Sie Fallstudien daher gezielt, um das Image Ihres Unternehmens zu verbessern und somit neue Kunden zu gewinnen. Die Entwicklung einer guten Fallstudie Damit Ihre Fallstudie glaubwürdig erscheint und dem Leser in Erinnerung bleibt, sind einige Voraussetzungen notwendig. Die Fallstudie muss eine interessante, spannende Geschichte erzählen, einen klaren, nachweisbaren Erfolg ausweisen, eine klar definierte Zielgruppe ansprechen. 02

3 Auswahl der gewünschten Leserschaft: Bestimmte Kundengruppen, die Sie stärker an Ihr Unternehmen binden möchten. Potentielle Neukunden, die vom Unternehmen überzeugt werden sollen. Journalisten, die Sie als Multiplikatoren Ihrer Geschichte gewinnen möchten. Experten, die von der Qualität der Produkte überzeugt werden sollen. Mitarbeiter von Konkurrenten, die Sie abwerben möchten. Abhängig von der Zielgruppe müssen Sie die Inhalte und die Ausrichtung der Fallstudie definieren Was interessiert Ihre Leser? Was ist für sie relevant? Stehen Unternehmenskennzahlen wie der Return on Investment oder eher Produktdetails im Vordergrund? Welche Werte wollen Sie vermitteln? Über legene Produktqualität, Sicherheit, Kundenservice etc.? Was soll die Zielgruppe über Ihr Unternehmen lernen und erfahren? Der Erfolg einer Fallstudie Wie bei anderen Artikeln und Texten gilt auch für Fallstudien: Nur maximal zehn Prozent des Inhaltes bleiben im Gedächtnis des Lesers haften. Maximal drei Kernaussagen können erfolg reich (dauerhaft) kommuniziert werden. Für den Erfolg Ihrer Fallstudie ist es also entscheidend, dass die kommunikativen Ziele und die Kernbotschaften von Anfang an klar festgelegt und definiert sind. Jede Verwässerung dieser Ziele dagegen gefährdet den Erfolg. Inhalte einer Fallstudie Jede gut aufbereitete Fallstudie enthält zunächst die folgenden Informationen: Name und Leistungsportfolio Ihres Unternehmens Besonderheiten und Alleinstellungsmerkmale Ihrer Firma Das Marktumfeld, in dem sich Ihr Unternehmen bewegt Danach beschreiben Sie das Problem, vor dem Ihre Firma stand Worin bestand das Problem? Welche Verbesserungen sollten erzielt werden? Welche konkreten, messbaren Ziele ergaben sich hieraus? Tipp: Je größer das Problem und je höher die Zeile, desto beeindruckender wirkt die Leistung Ihres Unternehmens. Allerdings führen Übertreibungen schnell zu Unglaubwürdigkeit, die Sie auf jeden Fall vermeiden sollten. Wenn die Ausgangslage klar ist, beschreiben Sie, wie Ihre Lösung aussah und wie Sie zu ihr kamen. Wie sind Sie dabei genau vorgegangen? Welche Schritte mussten Sie unternehmen? Welche Hindernisse gab es auf dem Weg? Was war letztendlich Ausschlag gebend für den Erfolg? 03

4 Damit Ihre Fallstudie glaubwürdig und nachvollziehbar wird, müssen Sie Ihre Kernaussagen mit belegbaren Fakten untermauern. Welche Unternehmenskennzahlen haben sich wie genau verbessert? Zum Beispiel: Der Umsatz von Produkt X stieg um 15 Prozent. Welchen Mehrwert hatten die Kunden des Unternehmens von der Entwicklung? Wer profitiert sonst noch (zum Beispiel Gemeinden, Ihre Mitarbeiter, wohltätige Einrichtungen)? Tipp: Nur wenn sich Ihre Leser in der Entwicklung, die Sie darstellen, und den daraus resultierenden Vorteilen wiederfinden, werden sie sich durch Ihre Fallstudie persönlich angesprochen fühlen und sie in Erinnerung behalten. Entscheidend für die Überzeugungskraft Ihrer Fallstudie sind die Gewichtung der oben genannten Inhalte und die klare Fokussierung auf Ihre vorab definierte Zielgruppe. 04

5 NIKU Media AG Alle Rechte vorbehalten. All rights reserved. Herausgeber: NIKU Media AG, CH-8184 Bachenbülach/Zürich - Satz & Layout: Benjamin Metz; Alle hier vorliegenden Inhalte sind urheberrechtlich geschützt. Die Vervielfältigung, Verbreitung und Übersetzung ist nicht gestattet. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlags reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden. Der Nachdruck, auch auszugsweise, ist verboten und wird als Rechtsverletzung strafrechtlich und zivilrechtlich verfolgt. 1. Auflage 2011

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