Workshops für SchülerInnen zur interkulturellen Sensibilisierung

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1 Workshops für SchülerInnen zur interkulturellen Sensibilisierung Ein Programm von Grenzenlos Interkultureller Austausch

2 Grundgedanke Unsere Gesellschaft scheint von einer Spannung geprägt zu sein: der Spannung zwischen Globalisierung als Realität und wachsenden interkulturellen Konflikten als Gegentrend. Entspringen diese Konflikte einer zunehmenden Ent-Fremdung, oder vielleicht einer fehlenden Kommunikation untereinander? Fest steht, dass unsere Jugend davon nachhaltig geprägt wird. Der Verein Grenzenlos ist bekannt für interkulturelle Austauschprogramme, vor allem Freiwilligenprogramme in Europa und Übersee. Junge und zunehmend auch ältere Menschen machen dabei die Selbsterfahrung kultureller Integration in eine bislang fremde Welt. Interkulturelle Kommunikation passiert dabei auf sehr konkretem Wege: zwischen Menschen, die einander respektieren, weil sie es wollen. Unser Ziel ist es interkulturelles Verständnis füreinander zu erweitern. Die grenzenlose Idee Respekt zwischen Menschen jedweden Hintergrunds ist ein globales Anliegen, aber sie hat nichts mehr mit Flugzeugen und fernen Ländern zu tun. Seit Jahren engagieren wir uns auch auf lokaler Ebene. Dabei erscheint es uns notwendig, uns vordergründig an Jugendliche und junge Erwachsene zu wenden. In ungezwungenen Workshops sollen junge Menschen den Raum finden, sich mit verschiedenen Aspekten des Fremden auseinanderzusetzen und reflektierte Meinungen zu bilden. Diese Broschüre richtet sich an PädagogInnen, die die Potenziale der Jugend kennen und ihre positiven Energien fördern möchten, um auch in Zukunft zu einem wertschätzenden Umgang miteinander beizutragen. Für das Grenzenlos-Team: Birgit Fetty Generalsekretärin und Programmkoordinatorin

3 Was ist ist ein non-formales Bildungsprogramm zur persönlichen und sozialen Weiterentwicklung für alle Jugendlichen und Erwachsenen ab dem Alter von 10 Jahren. Zu den Programmzielen zählen die Sensibilisierung für interkulturelle Kontexte, der Erwerb charakterbildender Fähigkeiten und die reflektierte Meinungsbildung gegenüber Mitmenschen. Das informelle und non-formale Lernen hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen und wird mittlerweile in Wechselwirkung zur formalen Bildung als wichtiger Teil der Bildung gesehen. Wozu Um Verständnis und Respekt für kulturelle und soziale Diversität zu fördern und dabei die Angst vor dem Unbekannten abzubauen. Um Kindern und Jugendlichen unreflektierte Vorurteile bewusst zu machen und ihnen Kommunikationsweisen für einen verantwortungsvollen Umgang mit ihren Mitmenschen zu vermitteln. Um den SchülerInnen die Möglichkeit zu bieten, für sich selbst und in der Gruppe zu reflektieren und eine eigenständige Bewusstseinsbildung über Fragestellungen ihres Lebensalltags zu fördern. Geschichte wurde auf Basis des interaktiven Konzepts Lernparcours Fremdgehen des Instituts für interkulturelle Kommunikation an der Universität Passau e.v. entwickelt. Grenzenlos hat dieses Konzept aufgenommen und das Programm durch die Module Identität und Kommunikation erweitert. Nach einer umfassenden Evaluation des Konzepts wurde die Pilotphase im Frühling 2010 durchgeführt. Seit dem Jahr 2011 wird das Programm an allen Schulen Österreichs angeboten. Ablauf Die Einheiten des Workshops finden in Schulen statt. Benötigt wird ein Raum, der ausreichend Platz für die SchülerInnen bietet. Der Workshop ist systematisch strukturiert und organisiert in Bezug auf Lernziele, Lerndauer und Lernmethoden. will den SchülerInnen die bewusste Auseinandersetzung mit ausgewählten Fragestellungen ihres Lebensalltags ermörglichen. Dazu werden partizipative und interaktive Methoden herangezogen. Die TrainerInnen motivieren und leiten die SchülerInnen an, über Kommunikation, Selbstbild & Fremdbild, das Leben in der Gruppe und über das Fremde nachzudenken. Hierzu sprechen sie deren persönliche Erfahrungen an und unterstützen damit die subjektive Meinungsbildung der SchülerInnen. Dabei können die SchülerInnen die in den Methoden relevanten Fähigkeiten und Kompetenzen trainieren und ihr Reflexionsvermögen verbessern. Durch die Schaffung eines non-formalen Lernkontextes soll die formale Bildung ergänzen und Raum für persönliche Entfaltung, Meinungsbildung und Gemeinschaft bieten. Es wird empfohlen mit dem Modul Fremdgehen als Basis anzufangen, um in weiterer Folge wahlweise mit einem der beiden anderen Modulen darauf aufzubauen. Es besteht auch die Möglichkeit aus den drei Modulen ein individuelles Modul für Ihre Klasse zusammenzustellen. Ein weiteres Modul kann für denselben oder einen beliebigen Tag innerhalb von sechs Monaten bestellt werden.

4 Aufbau besteht aus drei Modulen: Lernparcours Fremdgehen Die SchülerInnen werden hier durch fünf Stationen geführt: Warm Up mit Vorurteilen, Der Hingucker, Komfortzone, Schubladendenken, So schmeckt die Welt. Dabei beschäftigen sich die TeilnehmerInnen sowohl mit Vorurteilen als auch mit Grundlagen der Kommunikation. Sie entdecken ihre Komfortzone und erfahren etwa, was es bedeutet, sich in einer neuen Sprache zu verständigen. Identität Neben dem Lernparcours Fremdgehen bieten wir zwei weitere Bausteine an: Im Mittelpunkt des Moduls Identität stehen die Themen Gruppe erleben und die eigene Perspektive auf das Selbst. Unter anderem werden folgende Fragen erörtert: Wie sehe ich mich in einer Gruppe? Wie werde ich gesehen? Stimmt mein Selbstbild mit meinem Fremdbild überein? Kommunikation Hier erfahren die TeilnehmerInnen mehr über ihre individuelle Kommunikationsweise und über Kommunikationsformen ihrer Mitmenschen von Menschen aus anderen Ländern. Zu den zentralen Fragen zählen: Was ist Kommunikation? Ist Kommunikation mehr als nur Sprache? Individuelles Modul Es wird empfohlen mit dem Modul Fremdgehen als Basis anzufangen, um in weiterer Folge wahlweise mit einem der beiden anderen Modulen darauf aufzubauen. Es besteht auch die Möglichkeit aus den drei Modulen ein individuelles Modul für Ihre Klasse zusammenzustellen. Die Ausbaumodule können für denselben oder einen beliebigen Tag innerhalb von sechs Monaten bestellt werden.

5 TrainerInnen Die TrainerInnen des verfügen über interkulturelle Erfahrungen aufgrund eigener Langzeit- Auslandsaufenthalte und professioneller Mitwirkung bei den verschiedensten Programmen von Grenzenlos. Des Weiteren können sie auf ausgiebige Erfahrung als non-formale TrainerInnen in deutscher und englischer Sprache zurückgreifen. und was geschieht danach? Im Anschluss an den Workshop bieten wir der/dem KlassenlehrerIn die Möglichkeit zur gemeinsamen Evaluierung an. Die TrainerInnen berichten von ihren Erfahrungen und diskutieren das Ergebnis. Für beide Seiten soll die nachträgliche Reflexion fruchtbar sein und den Austausch verschiedener Perspektiven ermöglichen. Kosten Ein Modul (2 Schulstunden) kostet 10 pro SchülerIn. Beratung und Vorbestellung Wenn Sie sich über die unverbindlich informieren oder die Workshops bestellen möchten, wenden Sie sich bitte an Grenzenlos, Latschkagasse 1/4, 1090 Wien, Tel.: 01/ ; Fax.: 01/ ; Wir freuen uns über Ihr Interesse!

6 WEITERE GRENZENLOS-ANGEBOTE FÜR SCHÜLERiNNEN INTERNATIONALE TEENAGE-CAMPS Jährlich gibt es rund 40 internationale Camps für Leute von 16 bis Wochen im Juli und August im europäischen Ausland, Südkorea u.a. Jugendliche aus vielen Ländern leben zusammen und gehen einer gemeinsamen Tätigkeit nach Sport, Sprachen lernen oder sinnvollen gemeinnützigen Tätigkeiten (Freiwilligencamps). Internationale Zusammenarbeit und Völker-Verständigung werden konkret erfahren. Überall wird durchgehende Betreuung durch erfahrene CampleiterInnen gewährleistet. Mehr Infos: FREIWILLIGENDIENSTE NACH DER MATURA Ein Jahr im Ausland oder auch eine Auszeit von nur einigen Monaten schafft den Freiraum, den weiteren Werdegang zu überdenken. Freiwilligendienste im Ausland geben die Gelegenheit, ungezwungen eigene Talente zu entdecken und weiter zu entwickeln. Leben bei einer einheimischen Familie und Engagement in einer gemeinnützigen Einrichtung ermöglichen kulturelle Integration und Praxis in einem Bereich eigenen Interesses. Zugleich wird eine Fremdsprache gelernt oder perfektioniert. Die Teilnehmenden können durchgehend auf die Unterstützung von Grenzenlos und einer erfahrenen Betreuungsorganisation vor Ort zurückgreifen. Mehr Infos: Verein Grenzenlos Interkultureller Austausch Latschkagasse 1/4, 1090 Wien ZVR: , DVR: Tel.:01/ , Fax: 01/ Auslandsprogramme

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