Konjunktur holt Schwung

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1 Konjunktur holt Schwung Konjunkturlagebericht Ergebnis der IHK-Umfrage bei der lippischen Wirtschaft im Winter 2013

2 Konjunktur holt Schwung Die Geschäftslage zur Jahreswende wird von den lippischen Unternehmen überwiegend als gut bzw. befriedigend eingestuft. Die Konjunktur hat sich im letzten Quartal des Vorjahres auf einem guten Niveau gehalten. Die Zukunftsprognosen für 2014 haben sich deutlich verbessert. Die lippische Wirtschaft könnte in diesem Jahr stärker wachsen als bislang vorhergesagt. An der aktuellen Konjunkturumfrage haben sich 210 Unternehmen mit rund Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Lippe beteiligt. Weltweit beschäftigen diese Unternehmen rund Personen. Der Konjunkturklimaindex kletterte von 117,5 auf 122,1 Punkte. Industrie und Bau verteilen wieder die besten Konjunkturnoten. Aber auch Handel und Dienstleistungsgewerbe profitieren von der positiven Stimmung. Von wenigen Ausnahmen abgesehen sind fast alle Branchen zufrieden. Zwar klagen manche Betriebe nach wie vor über zu wenige Aufträge, doch zeigen sich die Unternehmen für die Zukunft optimistisch. Sie erwarten, dass die Konjunktur an Schwung gewinnt. 2

3 Fast vier von zehn Unternehmen bewerten ihre aktuelle wirtschaftliche Situation mit gut. Hintergrund sind gefüllte Auftragsbücher und besser ausgelastete Kapazitäten. Ein Wermutstropfen bildet die Ertragslage, die mit der positiven Umsatzentwicklung nicht Schritt halten konnte. Schlechte Konjunkturnoten verteilen ein Achtel der Antwortenden, weil die Wettbewerbslage schwierig und der Kostendruck hoch ist. Der Blick in die Zukunft ist bei einem Drittel aller Unternehmen optimistisch. Sie rechnen in den nächsten Monaten mit besseren Geschäften. Neukunden sollen gewonnen und neue Märkte mit innovativen Produkten erobert werden. Überschattet wird das positive Klima aber durch steigende Arbeitskosten und den zunehmenden Fachkräftemangel. Darüber hinaus haben in der Industrie bezahlbare Energiekosten eine hohe Bedeutung. Die größte Skepsis herrscht bezüglich der Einschätzung der Entwicklung der Inlandsnachfrage. Rund ein Achtel blickt daher pessimistisch in die Zukunft. 3

4 Die insgesamt positive Stimmung wirkt sich auch auf die Investitionstätigkeit aus. Die Neigung, mehr zu investieren, ist größer als im letzten Jahr. Vor diesem Hintergrund ist es für die Unternehmen von entscheidender Bedeutung, sichere Rahmenbedingungen für Investitionen zu haben. Industrie Die lippischen Industrieunternehmen beurteilen ihre Geschäftslage zur Jahreswende besser als die Gesamtwirtschaft. Allerdings hat sich die Einschätzung der gegenwärtigen wirtschaftlichen Situation tendenziell im Vergleich zum Sommer 2013 verschlechtert. Der Anteil derjenigen, die gute Konjunkturnoten verteilen ist zwar von 33,5 Prozent leicht auf 37,1 Prozent gewachsen, aber gleichzeitig hat sich der Anteil der Unzufriedenen auf 17 Prozent verdreifacht. Die Industrieunternehmen haben unter der schlechten Konjunktur der Euro-Zone gelitten. Stagnierende bzw. schrumpfende Umsätze und ein starker Kostendruck aufgrund gestiegener Energie- und Arbeitskosten prägen diese Beurteilung. Ein Viertel der Unternehmen informiert über gesunkene Auftragseingänge, die zum Teil durch den Wegfall von Kunden, zum Teil aber auch durch Billigimporte bedingt waren. Neben der Möbelindustrie 4

5 klagen die Metallindustrie sowie der Maschinen- und Fahrzeugbau und auch die Kunststoffindustrie über Einbußen. Besser sieht es in Elektrotechnik und in der chemischen Industrie aus. Zuversicht steigt Die Delle aus 2013 scheint überwunden. Zur Jahreswende steigt die Zuversicht für Mehr als vier von zehn Unternehmen (Sommer 2013: drei von zehn Unternehmen) äußern sich optimistisch zur Zukunft. Allerdings hat sich auch der Anteil der Skeptiker auf ein Sechstel verdoppelt. Unter dem Strich ist der Saldo aus Positiv- und Negativmeldungen aber größer geworden. Diese Aussage trifft insbesondere auf die Elektrotechnik, die chemische Industrie sowie den Maschinen- und Fahrzeugbau zu. Diese Branchen bewerten die Auftragsbestände zwar zum Teil niedriger als im Sommer letzten Jahres, aber die Auftragseingänge zum Jahresanfang scheinen offensichtlich anzuziehen. Neue Produkte, neue Märkte Die lippischen Industrieunternehmen hoffen auf eine gute Geschäftsentwicklung. Sie wollen durch dauerhafte Akquise ihren vorhandenen Kundenstamm erweitern. Aber auch neue Märkte sollen erobert werden. Mit neuen Produkten und noch besserem Service sollen Umsatzpotenziale, die zurzeit noch brach liegen, erschlossen werden. 5

6 Die heimische Wirtschaft verspricht sich von den positiven Konjunkturmeldungen aus einigen der südeuropäischen Länder Impulse für den eigenen Export. Große Sorgen bereiten den lippischen Industrieunternehmen die Entwicklung der Inlandsnachfrage und der Energiepreise sowie der Arbeitskosten. Der Fachkräftemangel könnte in 2014 ebenfalls zu einem Hemmnis werden. Investitionsneigung rückläufig Die Investitionsaktivitäten der heimischen Industrie sind im abgelaufenen Jahr hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Auch die Investitionsneigung ist rückläufig. Positiv ist anzumerken, dass der Anteil derjenigen, die die Investitionsbudgets ausgeweitet haben oder dies planen, größer ist, als der Anteil derjenigen, die den Rotstift angesetzt haben bzw. Streichungen beabsichtigen. Investitionsmotiv Nummer eins bleibt der Ersatzbedarf gefolgt von Rationalisierung und Kapazitätsausweitung. Investitionen zur Produkt- bzw. Prozessinnovationen verlieren demgegenüber an Bedeutung. 6

7 Export wächst Die heimische Wirtschaft hat ihre gute Wettbewerbsposition auf den Weltmärkten nicht überall halten können. Dies gilt nicht für die chemische Industrie sowie den Maschinen- und Fahrzeugbau. In diesen Branchen, die eine Exportquote von über 50 Prozent haben, ist eine deutliche Verbesserung eingetreten. Die Entwicklung in der Möbelindustrie verlief ähnlich. Diese Branche erwirtschaftet inzwischen 18 Prozent im Ausland. Die Elektrotechnik, Lippes größte Einzelbranche mit einer Exportquote von über 60 Prozent, konnte sich auf den Auslandsmärkten behaupten. Wie bereits in den Vorjahren wird die Auslandsnachfrage vermutlich auch in diesem Jahr wieder die wirtschaftliche Entwicklung in Lippe beflügeln. Unverändert setzt jeder zweite Industriebetrieb auf steigende Exportmengen in den nächsten Monaten. Bei einigen Unternehmen zeichnen sich Großaufträge ab. Andere werden neue Märkte gerade auch im asiatischen Raum für sich erschließen. Sowohl die Elektrotechnik, als auch der Maschinen- und Fahrzeugbau sowie die chemische Industrie setzen verstärkt auf ein Exportwachstum. Markterschließung Lippische Unternehmen setzen nicht nur auf steigende Exportmengen. Sie nutzen die Wachstumsstärke der Regionen außerhalb Deutschlands und werden deshalb auch in 2014 im Ausland expandieren und investieren. Während in der Vergangenheit Auslandsinvestitionen verstärkt getätigt wurden, um Kosten zu sparen, hat dieses Argument in der jetzigen Umfrage an Bedeutung verloren. Nur vereinzelt ist der Ausbau einer Produktion im Ausland aktuell von Kostenargumenten geprägt. Mittlerweile ist die Markterschließung als Investitionsmotiv bei zwei Fünfteln (Winter 2012: ein Fünftel) an die erste Stelle gerückt. Hauptmotiv ist und bleibt aber der Ausbau des Vertriebes bzw. des Kundendienstes. Der Anteil derjenigen, die sich im Ausland verstärkt engagieren wollen, liegt unverändert bei einem Siebtel. Es sind insbesondere größere Unternehmen, die Auslandsinvestitionen planen. Ein Fünftel der Antwortenden wird das Investitionsniveau des Vorjahres konstant halten. 7

8 Knapp zehn Prozent der lippischen Unternehmen planen weniger Geld im Ausland zu investieren. Kundennähe ist der herausragende Grund für Aktivitäten außerhalb Deutschlands. Handelshemmnisse bzw. die Absicherung von Wechselkursschwankungen sind nur für jedes vierte lippische Unternehmen entscheidend. Lieferantennähe, Fachkräftepotentiale bzw. die Sicherung des Rohstoffbezuges sind von untergeordneter Bedeutung für Auslandsengagements. Auf die Beschäftigung in Lippe haben sich Auslandsaktivitäten bei jedem zehnten Betrieb positiv ausgewirkt. Sechs von zehn Unternehmern sicherten die heimischen Arbeitsplätze durch das Engagement im Ausland. Nur ein verschwindend geringer Teil von einem Prozent hat in Folge von Auslandsinvestitionen heimische Arbeitsplätze abgebaut. Bei einem Drittel hatten die Investitionen keinen Einfluss auf die heimische Entwicklung. Bei den Zielregionen gibt es für lippische Betriebe zwei Favoriten: Die alten EU-Länder sowie Russland. Mit Abstand folgen China, Nordamerika und Asien. Die neuen EU-Länder stehen als Zielregion hinten an. Handel: Zufriedenes Weihnachtsgeschäft Das Konjunkturbarometer im Handel ist gestiegen. Die Geschäftslage hat sich zur Jahreswende hin wieder verbessert. Dies ist im Einzelhandel zum Teil auf das erfolgreiche Weihnachtsgeschäft zurückzuführen. Da vielfach Gutscheine und Bargeld verschenkt wurden, erhofft sich der Handel auch noch für Januar 2014 positive Nachwirkungen. Nach dem Motto Shoppen statt sparen begünstigen die niedrigen Zinsen große Anschaffungen. Die Sparneigung ist aktuell so niedrig wie nie seit der Wiedervereinigung. Weitere Stütze der Konsumneigung ist die hohe Beschäftigung. Die stabile Lage auf dem Arbeitsmarkt reduziert die Angst der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, ihren Job zu verlieren. Für den stationären Einzelhandel trübt sich das Bild aufgrund der starken Umsatzverschiebungen in Richtung Online-Handel ein. 8

9 Außerdem nehmen in den Innenstädten die Klagen zu, dass die Kundenfrequenz auch in guten Lagen rückläufig ist. Insgesamt beurteilen zwei Fünftel der lippischen Händler ihre gegenwärtige wirtschaftliche Situation mit gut. Zehn Prozent sind unzufrieden. Skeptische Prognosen Ob das Konsumniveau in diesem Jahr gehalten werden kann, ist fraglich. Der Anteil der Skeptiker hat im Handel von drei Prozent auf 14 Prozent stark zugenommen. Insbesondere der Einzelhandel blickt kritisch in die Zukunft, da neue Mitbewerber auf den Markt drängen und die einzelhandelsrelevante Kaufkraft permanent sinkt. Ein Viertel der lippischen Händler sieht die Entwicklung in den nächsten Monaten unverändert optimistisch. Durch Fortbildung soll die Kompetenz der Beschäftigten gesteigert werden. Mit guten Ideen und interessanten Sortimenten sowie einem verstärkten Marketing wollen die Händler für eine Erweiterung des Kundenstammes sorgen. Die Umsatzprognosen fallen zurückhaltend aus. Ein erfreuliches Bild scheint sich bei den Erträgen abzuzeichnen mit der Folge, dass die Investitionsneigung leicht anzieht. Größte Hürde bei der Ausweitung der Investitionen ist der Eigenkapitalmangel. 9

10 Als größtes Risiko sieht der Handel für seine zukünftige Entwicklung die Kaufzurückhaltung der Konsumenten. Hohe Energiepreise belasten ihn ebenso wie die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Im Vergleich zur letzten Umfrage klagt der Handel verstärkt über gestiegene Arbeitskosten und einen zunehmenden Fachkräftemangel. Dienstleister: Konjunkturbarometer steigt Die Geschäftslage im lippischen Dienstleistungsgewerbe hat sich zur Jahreswende verbessert. Fast vier von zehn Unternehmen bezeichnen sie unverändert als gut. Der Anteil der Unzufriedenen ist von 17,4 Prozent auf elf Prozent gesunken. Positive Meldungen kommen vom EDV-Gewerbe sowie Architektur- und Ingenieurbüros. Auch die Werbeagenturen sind zum Teil wieder positiv gestimmt. Bei den Unternehmensberatern hat sich die konjunkturelle Lage von gut in Richtung befriedigend verschoben. Die Auftragslage in diesen Branchen ist überwiegend gut, die Kapazitäten sind ausgelastet. Angesichts der großen Nachfrage nach Immobilien überrascht die gute Beurteilung der wirtschaftlichen Situation in der Immobilienwirtschaft nicht. Im Verkehrsgewerbe hat sich die Geschäftslage wieder 10

11 verschlechtert. Die Auftragslage ist in dieser Branche unbefriedigend. Hohe Kraftstoffkosten und im Speditionsgewerbe die Maut sowie die niedrigen Frachtpreise belasten die Unternehmen. Optimismus Die Stimmung bei den Dienstleistern hat stark angezogen. Der Blick in die Zukunft ist weit optimistischer als im Sommer letzten Jahres. Dies trifft insbesondere für fast alle Branchen zu, die unternehmensbezogene Dienstleistungen anbieten. Eine Ausnahme bildet das EDV-Gewerbe. In diesem Bereich erwartet die Mehrheit angesichts der positiven aktuellen Geschäftslage für die Zukunft keine weiteren Verbesserungen. Ähnlich ist die Situation in der Immobilienwirtschaft. Das Verkehrsgewerbe prognostiziert ebenfalls überwiegend eine Fortsetzung der jetzigen wirtschaftlichen Situation, die sich allerdings auf niedrigem Niveau bewegt. 11

12 Während im letzten Jahr die Umsätze und Erträge im Dienstleistungsgewerbe rückläufig waren, hofft die Branche in diesem Jahr auf eine Wende. Allerdings hat diese Einschätzung kaum Einfluss auf die Investitionsneigung, sie bleibt gering. Bau: gute Geschäfte Die Bauwirtschaft hat gut zu tun. Die Auftragsbücher sind voll, die Kapazitäten sind sehr gut ausgelastet. Die aktuelle Geschäftslage wird 12

13 wie im Sommer von allen als gut bzw. befriedigend bewertet. Allerdings hat sich der Anteil derjenigen, die gute Konjunkturnoten verteilen, verringert. Im Gegenzug ist der Anteil derjenigen, die zufrieden sind, gestiegen. Insbesondere der boomende Wohnungsbau hat zu dieser Einschätzung geführt. Die Umsätze sind im letzten Jahr gestiegen. Der Druck auf die Erträge hat nachgelassen. Investiert wurde wenig im Baugewerbe. Der Blick in die Zukunft ist bei einem Drittel optimistisch. Die Bauunternehmen hoffen, dass sich die Nachfrage nach neuen Wohnungen angesichts der niedrigen Zinsen auf hohem Niveau halten wird. Gleichzeitig erwarten sie, dass auch die Nachfrage nach Renovierungen nicht nachlassen wird. Sie prognostizieren daher steigende Umsätze und eine verbesserte Ertragslage. Die Investitionsneigung zieht an. Hauptmotiv ist der Ersatzbedarf, aber auch Kapazitätserweiterungen kommen bei einigen Unternehmen in Betracht. Ein Achtel der lippischen Bauunternehmen ist skeptisch. Ein Teil befürchtet, dass die Zinsen wieder steigen könnten. Außerdem stoßen sie auf Finanzierungsengpässe. 13

14 Kreditwirtschaft: Zufrieden Die Kreditinstitute sind mit ihrer wirtschaftlichen Situation zufrieden. Allerdings weisen einige Unternehmen darauf hin, dass die niedrigen Zinsen und der starke Wettbewerb ihre Geschäftstätigkeit beeinträchtigen. Dies drückt auf die Margen. Für 2014 erwarten die Banken und Sparkassen keine stärkere Veränderung. Sie rechnen wegen des niedrigen Zinsniveaus mit einer anhaltenden Kreditnachfrage und einer positiven Einlagenentwicklung. Die niedrigen Zinsen bedeuten jedoch gleichzeitig, dass sich die Ertragslage der Kreditinstitute kaum verbessert. Als Risiko nennen Banken und Sparkassen ein Wiederaufflammen der europäischen Staatsschuldenkrise und die steigenden Regulierungsanforderungen. Im letzten Jahr hat sich die Kreditvergabe an Privathaushalte auf hohem Niveau bewegt. Für 2014 wird eine Fortsetzung dieses Trends prognostiziert. Die Darlehensvergabe an Unternehmen hat im letzten Quartal 2013 angezogen. Dies betrifft sowohl die Finanzierung von Betriebsmitteln als auch von langfristigen Darlehen. Da die Investitionsbereitschaft in den Unternehmen anzieht, wird im laufenden Jahr mit einer weiter steigenden Kreditnachfrage gerechnet Unternehmensfinanzierung Für die Mehrheit der lippischen Unternehmen sind die Kreditkonditionen gleich geblieben. Ein Fünftel meldet bessere Geschäftsbedingungen. Nur sechs Prozent klagen über eine Verschlechterung. Für Unmut sorgen die gestiegenen Anforderungen an Sicherheiten und die Dokumentationspflichten. Zwei Prozent der antwortenden Unternehmen mussten Kreditablehnungen hinnehmen. Entspannter Arbeitsmarkt Im letzten Jahr haben in Lippe mehr Betriebe zusätzliches Personal eingestellt als erwartet. Bei einem Drittel der Unternehmen wurde der Mitarbeiterstab ausgeweitet. Ein Sechstel musste sich von Arbeiternehmern bzw. Arbeitnehmerinnen trennen. Für die Zukunft disponieren die Unternehmen wieder vorsichtiger. Die überwiegende 14

15 Mehrheit hält die Zahl der Beschäftigten konstant. Ein Sechstel plant weitere Neueinstellungen. Ebenfalls ein Sechstel will die Zahl der Beschäftigten reduzieren. Als Grund werden zum einen sinkende Nachfrage und Kostendruck, zum andren Optimierung der Produktionsabläufe genannt. Impulse für den Arbeitsmarkt kamen in der Vergangenheit aus Industrie und Handel. Auch Dienstleister und Kreditinstitute konnten unerwartet zusätzliches Personal einstellen. In diesem Jahr steigt die Einstellungsbereitschaft im Handel weiter an. Insbesondere der Einzelhandel denkt an Neueinstellungen. In den anderen Branchen wird sich der Mitarbeiterstab kaum verändern. Nennenswerte positive Veränderungen zeichnen sich jedoch im Maschinen- und Fahrzeugbau ab. Kunststoff-, Industrie- und Elektrotechnik sind demgegenüber zurückhaltend in den Prognosen. 15

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