Die Leistungen des BVG, die Risikoversicherung für Arbeitslose und die Vorleistungspflicht unter den Vorsorgeeinrichtungen

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Die Leistungen des BVG, die Risikoversicherung für Arbeitslose und die Vorleistungspflicht unter den Vorsorgeeinrichtungen"

Transkript

1 Die Leistungen des BVG, die Risikoversicherung für Arbeitslose und die Vorleistungspflicht unter den Vorsorgeeinrichtungen Patrick Nasciuti 20. Juni 2013

2 Agenda 1. Über PKRück und über mich 2. Grundlage der beruflichen Vorsorge 3. Die Leistungen der 2. Säule 4. Leistungsfallmanagement und Koordination 5. Die Vorleistungspflicht 6. Aktuelle Entwicklungen in der Rechtsprechung 7. Diskussion offene Fragen Seite 2

3 Über PKRück Über PKRück Die PKRück ist eine auf Pensionskassen und Sammelstiftungen spezialisierte Lebensversicherungsgesellschaft. Sie bietet Versicherungslösungen für die Deckung der Risiken Invalidität und Tod Ergänzt wird das Risikogeschäft durch ein umfangreiches Dienstleistungspaket in der Leistungsfallbearbeitung sowie im Case Management Die PKRück wurde vor 9 Jahren gegründet und zählt heute über Versicherte Seite 3

4 Über mich Über mich Beruflich MLaw Seit 2010 bei der PKRück Seit Januar 2013 Leiter Kompetenzzentrum Ressort Recht Privat Verheiratet Gemeinderatsmitglied von Claro (TI) Eine Leidenschaft für gutes Essen und Musik Seite 4

5 Agenda 1. Über PKRück und über mich 2. Grundlage der beruflichen Vorsorge 3. Die Leistungen der 2. Säule 4. Leistungsfallmanagement und Koordination 5. Die Vorleistungspflicht 6. Aktuelle Entwicklungen in der Rechtsprechung 7. Diskussion offene Fragen Seite 5

6 Das Drei-Säulen-Konzept Grundlage BVG staatliche berufliche private 1. Säule: Staatliche Vorsorge AHV und IV sowie Ergänzungsleistungen 1 2a 2b 3a 3b Zweck: Die Renten sollen den Existenzbedarf angemessen sichern Obligatorium Überobligatorium 2. Säule: Berufliche Vorsorge BVG und UVG (Betrieb) AHV IV EL BVG UVG gebunden frei Zweck: Ergänzung der Leistungen aus der 1. Säule, um die Fortsetzung der gewohnten Lebenshaltung in angemessener Weise zu ermöglichen 3. Säule: Individuelle Selbstvorsorge Zweck: Deckung des individuellen Vorsorgebedarfes, welcher mit den Leistungen der 1. und 2. Säule nicht gewährleistet ist Seite 6

7 Rechtsgrundlagen berufliche Vorsorge (1) Grundlage BVG Bundesverfassung Art. 113 Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) mit Verordnungen (BVV2, usw.) Freizügigkeitsgesetz (FZG) mit Verordnung (FZV) Bundesgesetz über die Wohneigentumsförderung mit Mitteln der beruflichen Vorsorge integriert im BVG (Art. 30a-e BVG) mit Verordnung (WEFV) Weisungen (EStV, BSV, usw.) Weitere Erlasse (ZGB, OR, usw.) BV BVG BVV FZG FZV ZGB OR Seite 7

8 Rechtsgrundlagen berufliche Vorsorge (2) Grundlage BVG Welches Gesetz wurde hier nicht erwähnt? Wieso? Warum wird im BVG nicht auch das ATSG für anwendbar erklärt?? Der Verweis auf das ATSG fehlt, weil die 2. Säule teilweise durch Zivilrecht geregelt wird und der Einbezug der weitergehenden beruflichen Vorsorge («Reglemente») in das ATSG deshalb relativ schwierig gewesen wäre, zumal ein wesentlicher Teil des ATSG Verfahrensfragen regelt, die nicht direkt für zivilrechtliche Verhältnisse zugeschnitten sind (Ursprünglich war der Einbezug zwar durchaus geplant, er wurde aber während den parlamentarischen Beratungen gestrichen) BV BVG BVV FZG FZV ZGB OR Seite 8

9 Versicherte Personen Grundlage BVG Arbeitnehmende alle AHV-pflichtigen Arbeitnehmende, deren Jahreslohn die Eintrittsschwelle von CHF übersteigt ab 1.1. nach Vollendung des 17. Altersjahres: Versicherung der Risiken Tod und Invalidität, ab 1.1. nach Vollendung des 24. Altersjahres: zusätzlich Sparen für die Altersvorsorge Arbeitslose Bezüger von Taggeldern der Arbeitslosenversicherung unterstehen der Versicherungspflicht für die Risiken Tod und Invalidität Seite 9

10 Arbeitslose Personen Grundlage BVG Arbeitslose Personen sind obligatorisch versichert, wenn sie die Voraussetzungen für den Bezug von Taggeldern der Arbeitslosenversicherung erfüllen und der massgebende Tageslohn (Arbeitslosentaggeld, zuzüglich ggf. Zwischenverdienst oder Verdienste im Rahmen eines Beschäftigungsprogrammes) den Grenzbetrag übersteigt Die Vorsorge beinhaltet einen Todesfall- und Invaliditätsschutz Ohne Altersvorsorge! Seite 10

11 Versicherungsbeginn Grundlage BVG 1. Januar Beginn Invalidenversicherung 18 Beginn Hinterlassenenversicherung 1. Januar 25 Beginn Altersversicherung bei der AHV versichert das 17. Altersjahr vollendet für die Risiken Tod und Invalidität ab 24. vollendeten Altersjahr zusätzlich für das Risiko Alter AHV-Lohn grösser als CHF (Stand 2013) Schlussalter Mann 65, Frau 64 Seite 11

12 Beispiele versicherter Lohn BVG Grundlage BVG Bruttolohn Koordinationsabzug (2013): CHF CHF Nicht versichert CHF 0 CHF Versichert CHF CHF 23'000 Versichert CHF CHF 35'000 Versichert CHF CHF 50'000 Versichert CHF CHF Versichert CHF CHF 120'000 Versichert CHF Seite 12

13 Dauer der Versicherungspflicht Grundlage BVG Beginn Antritt des Arbeitsverhältnisses Probezeit BVG-pflichtig! Ende Anspruch auf Altersleistung 1 Monat nach Auflösung des Arbeitsverhältnisses Unterschreitung des Mindestlohnes keine Versicherungspflicht bei befristeten Arbeitsverträgen bis 3 Monate bei Verlängerung: Versicherungspflicht ab Vereinbarung Seite 13

14 Arten von Stiftungen Grundlage BVG Firmeneigene Stiftung vom Arbeitgeber errichtete Stiftung Sammelstiftung mehrheitlich von Versicherungsgesellschaften errichtet (keine Solidarität unter den angeschlossenen Firmen) Gemeinschaftsstiftung Errichtet zum Anschluss von wirtschaftlich eng verbundenen Firmen (Solidarität) Verbandsstiftungen Errichtet von einem Verband; Anschluss nur für Mitglieder Seite 14

15 Die Stiftung Auffangeinrichtung (1) Grundlage BVG Durchführung BVG-Vorsorge - Zwangsanschluss Arbeitnehmer Arbeitgeber Stiftung Auffangeinrichtung BVG - Freiwilliger Anschluss - Leistungsausrichtung bei Fehlen eines Anschlusses an eine Vorsorgeeinrichtung Verwaltung Freizügigkeitskonten Durchführung obligatorische berufliche Vorsorge für arbeitslose Personen (ohne Sparprozess) Seite 15

16 Die Stiftung Auffangeinrichtung (2) Grundlage BVG Frage: Ist die Auffangeinrichtung eine staatliche Einrichtung? Antwort: Nein. Die Auffangeinrichtung ist eine privatwirtschaftliche Vorsorgeeinrichtung. Sie ist eine Sozialpartnerstiftung und wird getragen von den grossen Arbeitnehmer- und Arbeitgeberorganisationen. Die Auffangeinrichtung wird nach betriebswirtschaftlichen Kriterien geführt. Sie nimmt aber Aufgaben im Auftrag des Bundes wahr und hat daher auch hoheitliche Kompetenzen (Erstellen von Verfügungen) Seite 16

17 Beispiel einer Vorsorgelösung (mit Rückversicherung) Grundlage BVG (Rück-) Seite 17

18 Agenda 1. Über PKRück und über mich 2. Grundlage der beruflichen Vorsorge 3. Die Leistungen der 2. Säule 4. Leistungsfallmanagement und Koordination 5. Die Vorleistungspflicht 6. Aktuelle Entwicklungen in der Rechtsprechung 7. Diskussion offene Fragen Seite 18

19 Übersicht der Leistungen nach BVG BVG-Leistungen Ereignis Pensionierung Invalidität Todesfall Art der Leistung Altersrente Pensionierten-Kinderrente Invalidenrente Invaliden-Kinderrente Witwen- Witwerrente Waisenrente Seite 19

20 Invalidenleistungen nach BVG (1) BVG-Leistungen Art. 23 ff. BVG Der Anspruch auf eine Invalidenrente richtet sich nach den Bedingungen der IV, d.h. eine Leistung wird in der Regel dann fällig, wenn die versicherte Person zu mindestens 40% invalid ist und das Pensionsalter noch nicht erreicht hat Die versicherte Person muss bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, versichert gewesen sein Personen mit einem Geburtsgebrechen oder Personen, welche als Minderjährige invalid wurden, haben Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie bei Aufnahme der Erwerbstätigkeit zu mindestens 20%, aber weniger als 40% arbeitsunfähig waren und sie bei Erhöhung der Arbeitsunfähigkeit Seite 20

21 Invalidenleistungen nach BVG (2) BVG-Leistungen Art. 23 ff. BVG Der Anspruch auf eine Invalidenrente richtet sich nach den Bedingungen der IV, d.h. eine Leistung wird in der Regel dann fällig, wenn die versicherte Person zu mindestens 40% invalid ist und das Pensionsalter noch nicht erreicht hat Die versicherte Person muss bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, versichert gewesen sein Hat diese Person Anspruch auf eine IV-Rente der Pensionskasse? Eintritt VE Arbeitsunfähigkeit Austritt VE Invalidität Seite 21

22 Invalidenleistungen nach BVG (3) BVG-Leistungen Art. 23 ff. BVG Der Anspruch auf eine Invalidenrente richtet sich nach den Bedingungen der IV, d.h. eine Leistung wird in der Regel dann fällig, wenn die versicherte Person zu mindestens 40% invalid ist und das Pensionsalter noch nicht erreicht hat Die versicherte Person muss bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, versichert gewesen sein Wer ist Leistungspflichtig? Eintritt VE 1 Arbeitsunfähigkeit Austritt VE 1 Eintritt VE 2? Invalidität Seite 22

23 Invalidenleistungen nach BVG (4) BVG-Leistungen Art. 23 ff. BVG Der Anspruch auf eine Invalidenrente richtet sich nach den Bedingungen der IV, d.h. eine Leistung wird in der Regel dann fällig, wenn die versicherte Person zu mindestens 40% invalid ist und das Pensionsalter noch nicht erreicht hat Die versicherte Person muss bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, versichert gewesen sein Wer ist Leistungspflichtig? Eintritt VE Austritt VE Taggeld ALV Zuständigkeit VE Invalidität Zuständigkeit Invalidität ab (Samstag) Sept (Variante 1) Beginn Wartejahr Sept (Variante 2) Beginn Wartejahr Seite 23

24 Höhe der Invalidenleistungen BVG-Leistungen Volle Invalidenrente 1/1 Wenn im Sinne der IV mindestens 70 Prozent invalid Dreiviertelrente 3/4 Halbe Rente 1/2 Viertelrente 1/4 Wenn im Sinne der IV mindestens 60 Prozent invalid Wenn im Sinne der IV mindestens 50 Prozent invalid Wenn im Sinne der IV mindestens 40 Prozent invalid Wie lange wird diese Regelung noch gelten? Seite 24

25 Höhe der Invalidenleistungen (IV-Revision 6b) BVG-Leistungen Quelle: BSV Seite 25

26 BVG: Bindungswirkung (1) BVG-Leistungen Grundsatz Die Vorsorgeeinrichtungen sind an die Invaliditätsgradbemessung der Invalidenversicherung gebunden Zwischen 1. und 2. Säule soll damit ein einheitliches Invaliditätsverständnis sicher gestellt werden PK Seite 26

27 BVG: Bindungswirkung (2) BVG-Leistungen Ausnahmen ƒdie VE wurde nicht in das IV-Verfahren einbezogen ƒder IV-Entscheid erweist sich als offensichtlich unhaltbar ƒdie Feststellungen der IV waren für die Festlegung des Rentenanspruchs nicht wesentlich Die VE geht reglementarisch von einem anderen Invaliditätsbegriff aus Der IV-Grad wurde anhand der gemischten Methode bemessen Seite 27

28 «Sonderfall» gemischte Methode BVG-Leistungen 50% Haushalt Einschränkung 25% Einschränkung Haushalt: 25% von 50% = 12.50% 50% Erwerb Einschränkung 100% Einschränkung Erwerb: 100% von 50% = 50% IVG-rechtlicher IV-Grad: 50% % = 62.5% (63%) BVG-rechtlich massgebend? 100% Seite 28

29 Hinterlassenenleistungen nach BVG BVG-Leistungen Art. 18 ff. BVG Anspruch auf Hinterlassenenleistungen besteht, wenn der Verstorbene im Zeitpunkt des Todes versichert war oder von der Vorsorgeeinrichtung eine Alters- oder Invalidenrente erhielt Leistungen an: Überlebender Ehegatte Eingetragene Partnerinnen oder Partner Geschiedener Ehegatte Kinder des Verstorbenen «Pflegekinder» Seite 29

30 Mögliche überobligatorsiche Leistungen BVG-Leistungen Bei Arbeitsunfähigkeit - Beitragsbefreiung Im Invalidität: - Invaliditätskapital Im Todesfall: - Todesfallkapital, zusätzliches Todesfallkapital Beispiel eines Reglements mit überobligatorischen Leistungen: Seite 30

31 Übungsbeispiel BVG-Leistungen Matthias Muster, Teamleiter Innendienst, stirbt an Krebs Seraina Muster ist 46 und war 17 Jahre mit Matthias verheiratet, die beiden Söhne sind 14 und 11 Jahre alt. Was erhält Matthias Musters Familie aus der beruflichen Vorsorge? Antwort: Seraina Muster erhält eine Witwenrente aus der beruflichen Vorsorge. Die beiden Söhne haben Anspruch auf eine Waisenrente bis zu ihrer Volljährigkeit mit 18 Jahren oder bis zum Abschluss ihrer Ausbildung, jedoch längstens bis zum 25. Geburtstag Seite 31

32 Übungsbeispiel (Variante 1) BVG-Leistungen Matthias Muster, Teamleiter Innendienst, stirbt an Krebs Seraina Muster ist 24 und war 2 Jahre mit Matthias verheiratet, der Sohn ist 2 Jahre alt. Was erhält Matthias Musters Familie aus der beruflichen Vorsorge? Antwort: Seraina Muster erhält eine Witwenrente aus der beruflichen Vorsorge. Der Sohn hat Anspruch auf eine Waisenrente bis zu seiner Volljährigkeit mit 18 Jahren oder bis zum Abschluss seiner Ausbildung, jedoch längstens bis zum 25. Geburtstag Seite 32

33 Übungsbeispiel (Variante 2) BVG-Leistungen Matthias Muster, Teamleiter Innendienst, stirbt an Krebs Seraina Muster ist 46 und war 5 Jahre mit Matthias verheiratet. Was erhält Seraina Muster aus der beruflichen Vorsorge? Antwort: Seraina Muster erhält eine Witwenrente aus der beruflichen Vorsorge Seite 33

34 Übungsbeispiel (Variante 3) BVG-Leistungen Matthias Muster, Teamleiter Innendienst, stirbt an Krebs Seraina Muster ist 47 und war 4 Jahre mit Matthias verheiratet. Was erhält Seraina Muster aus der beruflichen Vorsorge Antwort: Seraina Muster erhält keine Witwenrente aus der beruflichen Vorsorge Seite 34

35 Übungsbeispiel (Variante 4) (1) BVG-Leistungen Matthias Muster, Teamleiter Innendienst, stirbt an Krebs Seraina Muster ist vor 3 Jahren ebenfalls verstorben. Die Söhne Marco (19) und Peter (17) arbeiten für die Firma des Onkels. Was erhält Matthias Musters Familie aus der beruflichen Vorsorge? Auszug aus Reglement der Pensionskasse: Auszug aus dem Vorsorgeausweis: Seite 35

36 Übungsbeispiel (Variante 4) (2) BVG-Leistungen Matthias Muster, Teamleiter Innendienst, stirbt an Krebs Seraina Muster ist vor 3 Jahren ebenfalls verstorben. Die Söhne Marco (19) und Peter (17) arbeiten für die Firma des Onkels. Was erhält Matthias Musters Familie aus der beruflichen Vorsorge? Antwort: Peter erhält eine Waisenrente und das (überobligatorische) Todesfallkapital Marco erhält nichts Seite 36

37 Übungsbeispiel (Variante 5) BVG-Leistungen Matthias Muster, Teamleiter Innendienst, stirbt an Krebs Testament «Hiermit setze ich meinen Sohn Marco zum alleinigen Erben meines gesamten Vermögens ein» Seraina Muster ist vor 3 Jahren ebenfalls verstorben. Die Söhne Marco (19) und Peter (17) arbeiten für die Firma des Onkels. Was erhält Matthias Musters Familie aus der beruflichen Vorsorge? Zürich, , M. Muster Antwort: Peter erhält eine Waisenrente und das (überobligatorische) Todesfallkapital Marco erhält nichts Seite 37

38 Agenda 1. Über PKRück und über mich 2. Grundlage der beruflichen Vorsorge 3. Die Leistungen der 2. Säule 4. Leistungsfallmanagement und Koordination 5. Die Vorleistungspflicht 6. Aktuelle Entwicklungen in der Rechtsprechung 7. Diskussion offene Fragen Seite 38

39 Das ideale Leistungsfallmanagement (1) Koordination Krankheitsbilder aus der IV-Statistik 2011: 6% 5% Krankheiten: 88% 21% 49% 17% 11% Geburtsgebrechen Krankheiten Unfall Psychische Krankheiten Krankheiten Nervensystem Knochen und Bewegungsorgane Andere Krankheiten 9 von 10 IV-Fälle waren auf Krankheit zurückzuführen Die Krankheitsbilder «Psyche» und «Bewegungsapparat» dominieren mit knapp 70% der Fälle 6.4% der Bevölkerung zwischen dem 18. Lebensjahr und dem Rentenalter erhalten eine IV-Rente Quelle: IV Statistik 2011 Seite 39

40 Das ideale Leistungsfallmanagement (2) Koordination Seite 40

41 Das ideale Leistungsfallmanagement (3) Koordination Warnsignale KTG IV BVG Vertragsbeginn Krankheit/Unfall 65 proaktiv aktiv reaktiv proaktiv aktiv reaktiv Leistungsfall verhindern durch: Prävention Gesundheitsförderung Absenzenmanagement (primär AG, KTG,BVG) Leistungsfall managen durch: Früherfassung Falltriage Koordination Case Management Leistungsfall verwalten durch: technisch-admin. Fallbearbeitung Gutachten Streitfälle Seite 41

42 Koordination infolge einer Krankheit Koordination 100 % 80 % 60 %? Überobligatorium Lohnbezug Kollektiv- Krankentaggeld- Versicherung Lebenslange IV Rente gemäss BVG Ziel der 1. und 2. Säule; 60% des letzten Lohnes bisherige Lebenshaltung angemessen fortführen IV-Leistungen AHV- Leistungen Beginn Krankheit 1. Jahr 2. Jahr Pensionierung 64/65 Seite 42

43 Koordination infolge eines Unfalles Koordination Gem. OR; 80% Lohnfortzahlungspflicht AG 100 % 90 % BVG (?) 80 % 60 % Lohnbezug UVG- Taggeld UVG- Invalidenrente lebenslänglich Max. 90% Wenn aus AHV / IV und UVG nicht erreicht werden BVG Leistungen komplementär fällig IV-Leistungen AHV- Leistungen Beginn Unfall 1. Jahr 2. Jahr Pensionierung 64/65 Seite 43

44 Agenda 1. Über PKRück und über mich 2. Grundlage der beruflichen Vorsorge 3. Die Leistungen der 2. Säule 4. Leistungsfallmanagement und Koordination 5. Die Vorleistungspflicht 6. Aktuelle Entwicklungen in der Rechtsprechung 7. Diskussion offene Fragen Seite 44

45 Vorleistungspflicht (1) Vorleistungspflicht Art. 70 ATSG: 1 Begründet ein Versicherungsfall einen Anspruch auf Sozialversicherungsleistungen, bestehen aber Zweifel darüber, welche Sozialversicherung die Leistungen zu erbringen hat, so kann die berechtigte Person Vorleistung verlangen. 2 Vorleistungspflichtig sind: ( ) d. die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge nach BVG für Renten, deren Übernahme durch die Unfall- beziehungsweise Militärversicherung oder die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge nach BVG umstritten ist. 3 Die berechtigte Person hat sich bei den in Frage kommenden Sozialversicherungen anzumelden. Seite 45

46 Vorleistungspflicht (2) Vorleistungspflicht Art. 70 ATSG beinhaltet doppelstufiges Verfahren bezüglich Prüfung der Vorleistungspflicht: «Anspruch auf Sozialversicherungsleistungen» begründet? Bsp. Bestimmung der Arbeitsunfähigkeit (Beginn?) «Zweifel» an der Zuständigkeit einer Sozialversicherung? Bsp. Anmeldung beim falscher Sozialversicherung Berechtigte Person darf Vorleistung verlangen Seite 46

47 Vorleistungspflicht (3) Vorleistungspflicht Bei bestrittener Zuständigkeit ist diejenige Vorsorgeeinrichtung vorleistungspflichtig, bei welcher die versicherte Person beim Entstehen des Leistungsanspruchs versichert ist Die Vorleistungspflicht umfasst nur die BVG-Minimalleistungen Nicht die versicherte Person, sondern die vorleistungspflichtige Vorsorgeeinrichtung muss ihre Ansprüche gegenüber der zuständigen Vorsorgeeinrichtung geltend machen Wenn die versicherte Person bei der zuständigen Vorsorgeeinrichtung einen Anspruch auf überobligatorische Leistungen hat, kann man sie darauf hinweisen, um einen Rechtsstreit mit der früheren Vorsorgeeinrichtung zu vermeiden Seite 47

48 Vorleistungspflicht (4) Vorleistungspflicht Vorleistungspflicht Was Umstrittene Systeme Krankenversicherung Art. 70 Abs. 2 lit. a ATSG Arbeitslosenversicherung Art. 70 Abs. 2 lit b ATSG Unfallversicherung Art. 70 Abs. 2 lit. c ATSG Beruflichen Vorsorge Art. 70 Abs. 2 lit. d ATSG Sachleistungen und Taggelder Taggelder Sachleistungen und Taggelder Renten (nur obligatorischen Vorsorge) Unfallversicherung, Militärversicherung, Krankenversicherung, Invalidenversicherung Unfallversicherung,, Invalidenversicherung, Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung Unfall- bzw. Militärversicherung Unfallversicherung, Militärversicherung, Beruflichen Vorsorge nach BVG Seite 48

49 Rückerstattung von Vorleistungen (1) Vorleistungspflicht Art. 71 ATSG: Der vorleistungspflichtige Versicherungsträger erbringt die Leistungen nach den für ihn geltenden Bestimmungen. Wird der Fall von einem anderen Träger übernommen, so hat dieser die Vorleistungen im Rahmen seiner Leistungspflicht zurückzuerstatten. Verrechnung wird nicht im ATSG geregelt sie ergibt sich aus einzelgesetzlichen Bestimmungen Bei definitiver Bestimmung der Leistungspflicht wird eine Rückabwicklung vorgenommen Mittels Formular «Meldeverfahren / Verrechnungsantrag ALV-IV- MV-UV-BV» wird das Verfahren standardisiert Seite 49

50 Rückerstattung von Vorleistungen (2) Vorleistungspflicht Rückforderungen der Arbeitslosenversicherung: Unter Vorleistungen versteht man, dass die versicherte Person Arbeitslosenentschädigung bezogen hat und später für denselben Zeitraum Renten der IV oder der beruflichen Vorsorge erhalten hat. Dies kann beispielsweise ein Versicherter sein, der bis zum Entscheid der IV als vermittlungsfähig gilt Vorschussleistungen der ALV können mit fälligen Leistungen der beruflichen Vorsorge für den gleichen Zeitraum verrechnet werden (Art. 94 AVIG; Folge AVIG Revision 2003) Keine Zustimmung der versicherten Person notwendig (Rückforderungen von Ergänzungsleistungen müssen sich auf eine schriftliche Abtretung oder eine gesetzliche Bestimmung stützen) Seite 50

51 Rückerstattung von Vorleistungen (3) Vorleistungspflicht Verrechnungsbeispiel von Rückforderungen der ALV mit Nachzahlungen der IV und BVG: Die Kasse stellt das Meldeverfahren / Verrechnungsantrag an die zuständige IV-Stelle (gemäss IV-Vorbescheid) zu Die IV-Stelle gibt die zuständige BVG-Verrechnungsstelle der Kasse bekannt Die Kasse stellt die Rückforderungsverfügung mit genauem Betrag aus Seite 51

52 Agenda 1. Über PKRück und über mich 2. Grundlage der beruflichen Vorsorge 3. Die Leistungen der 2. Säule 4. Leistungsfallmanagement und Koordination 5. Die Vorleistungspflicht 6. Aktuelle Entwicklungen in der Rechtsprechung 7. Diskussion offene Fragen Seite 52

53 Entwicklungen in der Rechtsprechung (1) Entwicklungen Einige zentrale Gerichtsentscheide betreffen das Verhältnis zwischen obligatorischer und umhüllender weitergehender beruflicher Vorsorge: Kinderrente möglich? Ja, falls: (BVG) IV-Rente (BVG) IV-Kinderrenten (Plan) IV-Rente OHNE IV-Kinderrenten (Plan) IV-Rente Seite 53

54 Entwicklungen in der Rechtsprechung (2) Entwicklungen BGE 8C_302/2011 vom Was die Frage nach dem invalidisierenden Gesundheitsschaden betrifft, hat das Bundesgericht - bezogen auf die somatoforme Schmerzstörung festgelegt dass eine leichte depressive Episode keine Komorbidität von erheblicher Schwere und Ausprägung darstellt Das Burnout entspricht keiner Erkrankung im Sinne der anerkannten internationalen Klassifikationssysteme; es stellt deshalb keinen rechtserheblichen Gesundheitsschaden dar Seite 54

55 Agenda 1. Über PKRück und über mich 2. Grundlage der beruflichen Vorsorge 3. Die Leistungen der 2. Säule 4. Leistungsfallmanagement und Koordination 5. Die Vorleistungspflicht 6. Aktuelle Entwicklungen in der Rechtsprechung 7. Diskussion offene Fragen Seite 55

56 Diskussion offene Fragen Seite 56

57 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Ihr Ansprechpartner Patrick Nasciuti, MLaw Kontaktangaben Telefon direkt: Adresse PKRück Weinbergstrasse 139 Postfach 8042 Zürich Seite 57

58 Die Verjährung Verjährung Rentner deklariert rentenberechtigte Kinder nicht VE richtet keine Kinderrenten aus VE erhält Verfügung der IV, darin sind Kinder erwähnt VE beruft sich auf Verjährung (für Ansprüche älter als 5 J.) Was entscheidet das BGer? Berufung auf Verjährung zulässig Berufung auf Verjährung unzulässig Seite 58

59 IV-Revision 6a - Ablauf IV-Revision 6a Seite 59

BVG - Die berufliche Vorsorge in der Schweiz

BVG - Die berufliche Vorsorge in der Schweiz BVG - Die berufliche Vorsorge in der Schweiz Seite Zürich 1I 04.09.2015 Berufliche Vorsorge Das Dreisäulenkonzept Vorsorge in der Schweiz Staatliche Vorsorge AHV IV 1. Säule Berufliche Vorsorge BVG UVG

Mehr

Informationen zum. Vorsorge-System Schweiz

Informationen zum. Vorsorge-System Schweiz Informationen zum Vorsorge-System Schweiz VORSORGE-SYSTEM DER SCHWEIZ Sozialversicherungssystem Schweiz Für Sie als Grenzgänger gehen wir hinab in die Abgründe des Schweizerischen Sozialversicherungssystems

Mehr

2. Säule, BVG Berufliche Vorsorge

2. Säule, BVG Berufliche Vorsorge 2. Säule, BVG Berufliche Vorsorge Die berufliche Vorsorge stellt als wichtiger Bestandteil der 2. Säule die angemessene Fortsetzung der gewohnten Lebenshaltung sicher. 1. Ausgangslage. Vorsorge in der

Mehr

2. Säule, BVG Berufliche Vorsorge

2. Säule, BVG Berufliche Vorsorge 2. Säule, BVG Berufliche Vorsorge Die berufliche Vorsorge stellt als wichtiger Bestandteil der 2. Säule die angemessene Fortsetzung der gewohnten Lebenshaltung sicher. 1. Ausgangslage. Vorsorge in der

Mehr

BVG. Die wichtigsten Bestimmungen der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge

BVG. Die wichtigsten Bestimmungen der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge Die wichtigsten Bestimmungen der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge Stand Januar 2007 4Grundlage und Ziel der beruflichen Vorsorge Geregelt wird die berufliche Vorsorge in der Schweiz

Mehr

REGLEMENT. Erster Teil: Vorsorgeplan B3

REGLEMENT. Erster Teil: Vorsorgeplan B3 REGLEMENT Erster Teil: Vorsorgeplan B3 Für die in den Allgemeinen Bestimmungen des Reglements umschriebene berufliche Vorsorge im Rahmen des BVG gilt ab 1. Januar 2008 für alle im Vorsorgeplan B3 versicherten

Mehr

Vorsorgereglement 2014

Vorsorgereglement 2014 Vorsorgereglement 2014 Erster Teil: Vorsorgeplan B2 Für die in den Allgemeinen Bestimmungen des Vorsorgereglements umschriebene berufliche Vorsorge im Rahmen des BVG gilt ab 1. Januar 2014 für alle im

Mehr

REGLEMENT 2009. Pensionskasse PANVICA. Erster Teil: Vorsorgeplan BA+ (proparis Vorsorge-Stiftung Gewerbe Schweiz)

REGLEMENT 2009. Pensionskasse PANVICA. Erster Teil: Vorsorgeplan BA+ (proparis Vorsorge-Stiftung Gewerbe Schweiz) Pensionskasse PANVICA (proparis Vorsorge-Stiftung Gewerbe Schweiz) REGLEMENT 2009 Erster Teil: Vorsorgeplan BA+ Für die in den Allgemeinen Bestimmungen des Reglements umschriebene berufliche Vorsorge im

Mehr

REGLEMENT. Erster Teil: VORSORGEPLAN G2

REGLEMENT. Erster Teil: VORSORGEPLAN G2 REGLEMENT Erster Teil: VORSORGEPLAN G2 Für die in den Allgemeinen Bestimmungen des Reglements umschriebene berufliche Vorsorge im Rahmen des BVG gilt ab 1. Januar 2007 für alle in Plan G2 versicherten

Mehr

5 Vorteile einer beruflichen Vorsorge bei uns.

5 Vorteile einer beruflichen Vorsorge bei uns. 3 Modulare Konzeption Ihrer Vorsorgelösung. Einfache Administration und kalkulierbarer finanzieller Aufwand für Sie. Vollversicherung mit garantierten Vorsorgeleistungen. 4 5 Professionelles Knowhow in

Mehr

REGLEMENT KASSE 1 KURZFASSUNG

REGLEMENT KASSE 1 KURZFASSUNG REGLEMENT KASSE 1 KURZFASSUNG GÜLTIG AB 01. JANUAR 2006 Der sprachlichen Vereinfachung halber werden Begriffe wie Arbeitnehmer, Versicherter, Partner, Stiftungsrat, Präsident, Rentner, Arbeitgeber- und

Mehr

Vorsorgereglement 2014

Vorsorgereglement 2014 Vorsorgereglement 2014 Erster Teil: Vorsorgeplan A40.1 Für die in den Allgemeinen Bestimmungen des Vorsorgereglements umschriebene berufliche Vorsorge im Rahmen des BVG gilt ab 1. Januar 2014 für alle

Mehr

Sozialversicherungen der Schweiz

Sozialversicherungen der Schweiz Sozialversicherungen der Schweiz Stephanie John Sozialversicherungsfachfrau FA www.svasg.ch 1 Agenda Soziales Fundament der Schweiz Die einzelnen Sozialversicherungen im Vergleich Entwicklung in den einzelnen

Mehr

Versicherungspflicht... 4 Versicherter Lohn und Beiträge... 4 Leistungen... 5 3.1 Bei Invalidität... 5-6 3.2 Im Todesfall... 6 3.

Versicherungspflicht... 4 Versicherter Lohn und Beiträge... 4 Leistungen... 5 3.1 Bei Invalidität... 5-6 3.2 Im Todesfall... 6 3. HINWEISE Das vorliegende Info-Service gibt den versicherten Personen einen Überblick über die Abläufe, Pflichten, Ansprüche und Informationsquellen bezüglich der beruflichen Vorsorge von arbeitslosen Personen.

Mehr

VORSORGEPLAN SF Selbständigerwerbende und Freischaffende

VORSORGEPLAN SF Selbständigerwerbende und Freischaffende VORSORGEPLAN SF Selbständigerwerbende und Freischaffende REGLEMENT, 1. Teil Gültig ab 1.1.2010 In Kraft gesetzt durch den Stiftungsrat am 9. November 2009 Für die in den Allgemeinen Bestimmungen des Reglements

Mehr

Obligatorische berufliche Vorsorge für arbeitslose Personen (Gültig ab dem 01.07.2015)

Obligatorische berufliche Vorsorge für arbeitslose Personen (Gültig ab dem 01.07.2015) Obligatorische berufliche Vorsorge für arbeitslose Personen (Gültig ab dem 01.07.2015) 1 Versicherte Personen (Vorsorgeplan AL) Die Grundlage für die Obligatorische berufliche Vorsorge für arbeitslose

Mehr

Existenzsicherung. Die staatliche Vorsorge gewährleistet im Rahmen der AHV/IV die Deckung des Existenzbedarfes für die gesamte Bevölkerung.

Existenzsicherung. Die staatliche Vorsorge gewährleistet im Rahmen der AHV/IV die Deckung des Existenzbedarfes für die gesamte Bevölkerung. 1. Säule, AHV/IV Existenzsicherung Die staatliche Vorsorge gewährleistet im Rahmen der AHV/IV die Deckung des Existenzbedarfes für die gesamte Bevölkerung. 1. Ausgangslage. Die Alters-, Hinterlassenen-

Mehr

Pensionskasse der Stadt Frauenfeld. Kurzreglement Berufliche Vorsorge

Pensionskasse der Stadt Frauenfeld. Kurzreglement Berufliche Vorsorge Pensionskasse der Stadt Frauenfeld Kurzreglement Berufliche Vorsorge KURZREGLEMENT BERUFLICHE VORSORGE der Pensionskasse der Stadt Frauenfeld Allgemeines Personenkreis Aufnahmezeitpunkt Vorsorgeschutz

Mehr

Erläuterungen zum Persönlichen Ausweis

Erläuterungen zum Persönlichen Ausweis Erläuterungen zum Persönlichen Ausweis Was ist der Vorsorgeausweis? Die Pensionskasse der Gemeinde Horw informiert Sie mit dem persönlichen Ausweis über Ihre berufliche Vorsorge. Sie erhalten jährlich

Mehr

Vorsorge in der Schweiz und an der Universität Basel

Vorsorge in der Schweiz und an der Universität Basel Vorsorge in der Schweiz und an der Universität Basel Stand: 1.1.2014 lic.rer.pol. Ulrich Pfister, Ressort Personal 23.05.2014 1 Ziel: Existenzsicherung Versicherer: Bund 1. Säule 2. Säule 3. Säule Obligatorisch

Mehr

Vorsorgestiftung des VSV, Durchführungsstelle, Postfach 300, 8401 Winterthur, Tel. 058 215 31 62, www.vorsorgestiftung-vsv.ch

Vorsorgestiftung des VSV, Durchführungsstelle, Postfach 300, 8401 Winterthur, Tel. 058 215 31 62, www.vorsorgestiftung-vsv.ch Vorsorgestiftung des VSV REGLEMENT 2014 Erster Teil: Vorsorgeplan R Für die in den Allgemeinen Bestimmungen des Reglements umschriebene berufliche Vorsorge im Rahmen des BVG gilt ab 1. Januar 2014 für

Mehr

Meine Pensionskasse 2015

Meine Pensionskasse 2015 Meine Pensionskasse 2015 GastroSocial Ihre Pensionskasse Der Betrieb, in dem Sie arbeiten, ist bei der GastroSocial Pensionskasse versichert. Sie deckt die Bestimmungen des Bundesgesetzes über die berufliche

Mehr

Beschreibung des Vorsorgeausweises

Beschreibung des Vorsorgeausweises Beschreibung des Vorsorgeausweises 1a 1b 2 3 4 5 6 7 8 2 1. Januar 2015 Beschreibung des Vorsorgeausweises der PKG Pensionskasse Die vorliegende Aufstellung beschreibt die einzelnen Positionen des Vorsorgeausweises

Mehr

Den Vorsorgeausweis verstehen

Den Vorsorgeausweis verstehen Berufliche Vorsorge Den Vorsorgeausweis verstehen Dieses Informationsblatt zeigt Ihnen auf, wie ein Vorsorgeausweis aufgebaut ist. Es gibt Erklärungen und enthält nützliche Informationen zu wichtigen Themen.

Mehr

Personalversicherungen

Personalversicherungen Personalversicherungen Eine Kurzorientierung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer AHV/IV 1. Säule ALV Arbeitslosenversicherung BVG Vorsorge der 2. Säule UVG Obligatorische Unfallversicherung Krankentaggeldversicherung

Mehr

Kurzreglement der Pensionskasse der Gemeinde Weinfelden

Kurzreglement der Pensionskasse der Gemeinde Weinfelden PENSIONSKASSE Finanzverwaltung Frauenfelderstrasse 10, Postfach, 8570 Weinfelden Telefon 071 626 83 45 Telefax 071 626 83 49 E-Mail finanzverwaltung@weinfelden.ch Kurzreglement der Pensionskasse der Gemeinde

Mehr

ABStadt. Luzern. Pensionsordnung für die Mitglieder des Bürgerrates. Der Grosse Bürgerrat, vom 5. Dezember 1995. 7. November 1995,

ABStadt. Luzern. Pensionsordnung für die Mitglieder des Bürgerrates. Der Grosse Bürgerrat, vom 5. Dezember 1995. 7. November 1995, Luzern ABStadt Systematische Rechtssammlung Nr. 0.4...4 Ausgabe vom. Juli 00 Pensionsordnung für die Mitglieder des Bürgerrates vom 5. Dezember 995 Der Grosse Bürgerrat, - nach Einsicht in den Bericht

Mehr

Aktives Leistungsfallmanagement: Praxisbeispiele. Andreas Heimer, Mitglied der Geschäftsleitung PKRück 13. Juni 2012

Aktives Leistungsfallmanagement: Praxisbeispiele. Andreas Heimer, Mitglied der Geschäftsleitung PKRück 13. Juni 2012 Aktives Leistungsfallmanagement: Praxisbeispiele Andreas Heimer, Mitglied der Geschäftsleitung PKRück 13. Juni 2012 Agenda Zeit Thema Referent 09:30 09:40 Begrüssung Rudolf B. Zeller 09:40 10:30 Aktives

Mehr

Merkblatt des kantonalen Steueramtes Steuerbarkeit von Renten und Kapitalleistungen

Merkblatt des kantonalen Steueramtes Steuerbarkeit von Renten und Kapitalleistungen und Merkblatt des kantonalen Steueramtes und (vom 9. Dezember 2009) Zusammenstellung der Praxis zur Besteuerung der am häufigsten anfallenden und bei den Staats- und Gemeinde steuern sowie bei der direkten

Mehr

Merkblatt für Case Management-Anbieter: Besonderheiten der Lohnfortzahlung und Beendigung des Arbeitsverhältnisses bei Krankheit und Unfall

Merkblatt für Case Management-Anbieter: Besonderheiten der Lohnfortzahlung und Beendigung des Arbeitsverhältnisses bei Krankheit und Unfall Merkblatt für Case Management-Anbieter: Besonderheiten der Lohnfortzahlung und Beendigung des Arbeitsverhältnisses bei Krankheit und Unfall Stand: 1. Januar 2015 1. Berufs- und Nichtberufsunfallversicherung

Mehr

Inhalt. Welche Leistungen erbringt die Pensionskasse? Ist das System der beruflichen Vorsorge trotz Finanzkrise sicher?

Inhalt. Welche Leistungen erbringt die Pensionskasse? Ist das System der beruflichen Vorsorge trotz Finanzkrise sicher? Inhalt Welche Leistungen erbringt die Pensionskasse? Ist das System der beruflichen Vorsorge trotz Finanzkrise sicher? Teil 1 Welche Leistungen erbringt die Pensionskasse? - Gesetzliche Mindestleistungen

Mehr

Merkblatt zur gebundenen Vorsorge-Police, gültig ab 1. Januar 2008

Merkblatt zur gebundenen Vorsorge-Police, gültig ab 1. Januar 2008 Merkblatt zur gebundenen Vorsorge-Police, gültig ab 1. Januar 2008 1. Begünstigungsordnung Verträge der Säule 3a müssen zwingend eine Begünstigung umfassen. Die Begünstigungsordnung ist in Artikel 2 BVV3

Mehr

SZKB Vorsorge. Vorsorge-Check zeigt Lücken auf. Editorial 02/2013 VORSORGE DER SCHWYZER KANTONALBANK 02/2013

SZKB Vorsorge. Vorsorge-Check zeigt Lücken auf. Editorial 02/2013 VORSORGE DER SCHWYZER KANTONALBANK 02/2013 02/2013 SZKB Vorsorge Editorial Kostenlose Übersicht Ihrer Risikoleistungen Vorsorge-Check zeigt Lücken auf Mit welchen Leistungen aus der ersten und zweiten Säule können Sie respektive Ihre Hinterbliebenen

Mehr

Sozialversicherungen 2015

Sozialversicherungen 2015 An unsere Kunden Baden-Dättwil, November Sozialversicherungen 2015 Sehr geehrte Damen und Herren Mit der nachfolgenden Zusammenstellung geben wir Ihnen einen Überblick über die Neuerungen in den schweizerischen

Mehr

1. Ausgangslage. 2. Ziel der staatlichen Vorsorge (1. Säule AHV/IV).

1. Ausgangslage. 2. Ziel der staatlichen Vorsorge (1. Säule AHV/IV). 1. Ausgangslage. Die Alters-, Hinterlassenen- und Invaliden - vorsorge ist in der Schweiz auf drei Säulen aufgebaut: Die erste Säule dient im Fall von Alter, Tod und Invalidität der Existenzsicherung.

Mehr

Stellenwechsel und Entlassung Aspekte des Sozialversicherungsrechts

Stellenwechsel und Entlassung Aspekte des Sozialversicherungsrechts Stellenwechsel und Entlassung Aspekte des Sozialversicherungsrechts 1. Einführende Überlegungen 2. Stellenwechsel/Entlassung vor Eintritt versichertes Risiko 3. Stellenwechsel/Entlassung nach Eintritt

Mehr

Versicherungen und Vorsorgeeinrichtung

Versicherungen und Vorsorgeeinrichtung Versicherungen und Vorsorgeeinrichtung 24.11.2011 1 Inhaltsverzeichnis 1 Grundsatz... 3 2 Sozialversicherungen AHV, IV, ALV, EO, MV... 3 3 Berufliche Vorsorge... 4 4 Unfallversicherung... 4 5 Krankentaggeldversicherung...

Mehr

Info-Blatt: Obligatorische Sozialversicherungen der Schweiz

Info-Blatt: Obligatorische Sozialversicherungen der Schweiz Info-Blatt: Obligatorische Sozialversicherungen der Schweiz Änderungen der Kennzahlen per 1. Januar 2015 AHV/IV- pro Monat Renten minimale monatliche Vollrente CHF 1 170 CHF 1 175 maximale monatliche Vollrente

Mehr

Leistungen bei Krankheit und Unfall

Leistungen bei Krankheit und Unfall Anhang 4 Leistungen bei Krankheit und Unfall Inhaltsverzeichnis 1. Krankentaggeldversicherung... 2 2. Obligatorischen Unfallversicherung gemäss UVG... 3 3. Zusätzliche Kranken- und Unfall-Taggeldversicherungen...

Mehr

Vorsorgeplan Perspective

Vorsorgeplan Perspective Aufbau, Beiträge und Leistungen im Überblick Gültig ab 1. Januar 2014 0 Seite 1 Damit Sie bei typischen Fragen zu Ihrem Vorsorgeplan nicht im umfangreichen Reglement nachschlagen müssen, haben wir dieses

Mehr

Leistungen. Beiträge. der Pensionskasse Syngenta. Die. und. im Überblick. Die Pensionskasse Syngenta Schweiz im Überblick

Leistungen. Beiträge. der Pensionskasse Syngenta. Die. und. im Überblick. Die Pensionskasse Syngenta Schweiz im Überblick Leistungen Die Beiträge und der Pensionskasse Syngenta im Überblick Die Pensionskasse Syngenta Schweiz im Überblick Die Pensionskasse Syngenta versichert die Mitarbeitenden von Syngenta im Rahmen der

Mehr

Lernender.ch - Das Infoportal für Lernende. 1. Säule

Lernender.ch - Das Infoportal für Lernende. 1. Säule Das 3-Säulen Prinzip 1. Säule Die Alters- und Hinterlassenenversicherung AHV ist der bedeutendste Pfeiler der sozialen Vorsorge in der Schweiz. Die AHV soll den wegen Alter und Tod zurückgehenden oder

Mehr

Berufliche Vorsorge. Wissenswertes zur 2. Säule/

Berufliche Vorsorge. Wissenswertes zur 2. Säule/ Berufliche Vorsorge Wissenswertes zur 2. Säule/ Obligatorische berufliche Vorsorge (BVG) in der Schweiz Stand Januar 2015 Inhalt Die 2. Säule im schweizerischen Vorsorgesystem 3 Gesetzliche Beitragspflicht

Mehr

BVG-Gesetzbuch. Ausgabe 2015. Nachschlagewerk zu Gesetzen, Verordnungen und Kennzahlen in der beruflichen Vorsorge. www.allianz.ch

BVG-Gesetzbuch. Ausgabe 2015. Nachschlagewerk zu Gesetzen, Verordnungen und Kennzahlen in der beruflichen Vorsorge. www.allianz.ch www.allianz.ch BVG-Gesetzbuch Ausgabe 2015 Nachschlagewerk zu Gesetzen, Verordnungen und Kennzahlen in der beruflichen Vorsorge. Gesetzestext: Die vorliegende Publikation wurde im März 2015 erstellt. Sie

Mehr

Vermeiden von IV-Fällen / Case Management. Herzlich willkommen!

Vermeiden von IV-Fällen / Case Management. Herzlich willkommen! Vermeiden von IV-Fällen / Case Management Herzlich willkommen! Agenda Zeit Thema Referent 10.00 10.10 Begrüssung 10.10 10.45 Vermeidung von Invaliditätsfällen: Praxisbeispiele Pause 11.00 12.00 Burn-out

Mehr

Die Pensionierung finanziell planen

Die Pensionierung finanziell planen Basellandschaftliche Pensionskasse Basellandschaftliche Pensionskasse Die Pensionierung finanziell planen Reto Steib, Leiter Kundendienst Versicherte 15. April 2015 Inhalt 1. Das 3-Säulenprinzip - BLPK,

Mehr

Inhaltsverzeichnis. Inhaltsverzeichnis. Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis. Inhaltsverzeichnis. Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis Vorwort... 5 Inhaltsverzeichnis... 7 Abkürzungsverzeichnis... 15 Informationsquellen... 19 A. Unterstellung unter die Sozialversicherung... 21 1. Fragestellung...

Mehr

SVS. Schweizerischer Verband der Sozialversicherungs-Fachleute. Zentral-Prüfungskommission. Berufsprüfung 2011. Berufliche Vorsorge (BV) Aufgaben

SVS. Schweizerischer Verband der Sozialversicherungs-Fachleute. Zentral-Prüfungskommission. Berufsprüfung 2011. Berufliche Vorsorge (BV) Aufgaben SVS Schweizerischer Verband der Sozialversicherungs-Fachleute Zentral-Prüfungskommission Berufsprüfung 011 Berufliche Vorsorge (BV) Aufgaben : Prüfungsdauer: Anzahl Seiten der Prüfung (inkl. Deckblatt):

Mehr

Verbesserung Ihrer Vorsorge im Beitragsprimat

Verbesserung Ihrer Vorsorge im Beitragsprimat Verbesserung Ihrer Vorsorge im Beitragsprimat Delegiertenversammlung (DV) 2015 Bern, 25. Juni 2015 Hansjürg Schwander, Direktor Thomas Bieri, Verantwortlicher Kundendienst Agenda Einleitung Der Vorsorgeausweis

Mehr

Trainingsfragen Sozialversicherungen Lösungsvorschläge

Trainingsfragen Sozialversicherungen Lösungsvorschläge Seite 1 Trainingsfragen Sozialversicherungen Lösungsvorschläge Aufgabe 1 Nennen Sie drei Soziale Risiken und ordnen Sie diese entsprechenden Sozialversicherungszweigen zu. Alter -> AHV / BVG / UVG / MVG/

Mehr

FRAUEN SOZIALVERSICHERUNGEN. vom Mutterschaftsurlaub bis zur Pensionierung. FrauenNetzwerk Oberwallis Visp, 10. Dezember 2014.

FRAUEN SOZIALVERSICHERUNGEN. vom Mutterschaftsurlaub bis zur Pensionierung. FrauenNetzwerk Oberwallis Visp, 10. Dezember 2014. FRAUEN SOZIALVERSICHERUNGEN vom Mutterschaftsurlaub bis zur Pensionierung Workshop 1 Was Frau wissen sollte zu Beruflicher Vorsorge in verschiedenen Lebenssituationen Providus AG Grubenstrasse 56 CH-8045

Mehr

Der sichere Weg durch die berufliche Vorsorge/

Der sichere Weg durch die berufliche Vorsorge/ BVG-Handbuch Der sichere Weg durch die berufliche Vorsorge/ Erläuterungen zur aktuellen Gesetzgebung der 2. Säule Stand Januar 2015 Kapitelübersicht BVG-Handbuch 1 Entstehung und Entwicklung der Vorsorge

Mehr

Vorsorge im Überblick

Vorsorge im Überblick Vorsorge im Überblick Inhalt Editorial....3 Die drei Säulen der Vorsorge in der Schweiz....4 Umfang der Versicherung...5 Beiträge, Einkauf....7 Leistungen bei Pensionierung....9 bei Invalidität...14 bei

Mehr

REGLEMENT 2008. Pensionskasse Metzger. Erster Teil Vorsorgeplan: B. (proparis Vorsorge-Stiftung Gewerbe Schweiz)

REGLEMENT 2008. Pensionskasse Metzger. Erster Teil Vorsorgeplan: B. (proparis Vorsorge-Stiftung Gewerbe Schweiz) Pensionskasse Metzger (proparis Vorsorge-Stiftung Gewerbe Schweiz) REGLEMENT 2008 Erster Teil Vorsorgeplan: Für die in den llgemeinen estimmungen des Reglements umschriebene berufliche Vorsorge im Rahmen

Mehr

Personenversicherungen für Ihr Unternehmen Vorsorge- und Versicherungslösungen aus einer Hand

Personenversicherungen für Ihr Unternehmen Vorsorge- und Versicherungslösungen aus einer Hand Personenversicherungen für Ihr Unternehmen Vorsorge- und Versicherungslösungen aus einer Hand Personenversicherungen mit umfassendem Schutz Sie haben die Verantwortung für Ihr Unternehmen und für Ihre

Mehr

Reglement PRO MEDICO STIFTUNG. Vorsorgeplan B Ausgabe 2006. Vorsorge der zweiten Säule

Reglement PRO MEDICO STIFTUNG. Vorsorgeplan B Ausgabe 2006. Vorsorge der zweiten Säule PRO MEDICO STIFTUNG Vorsorge der zweiten Säule Reglement Vorsorgeplan B usgabe 2006 lle Personen- und Funktionsbezeichnungen in diesem Reglement gelten gleichermassen für beide Geschlechter. Die reglementarischen

Mehr

VERNETZTE KOMPETENZEN VORSORGEREGLEMENT KURZFASSUNG

VERNETZTE KOMPETENZEN VORSORGEREGLEMENT KURZFASSUNG VORSORGEREGLEMENT KURZFASSUNG Inhaltsverzeichnis Worum geht es in dieser Informationsschrift? 3 Erste, zweite, dritte Säule: Was heisst das für Sie persönlich? 3 Die erste Säule: die AHV/IV Die zweite

Mehr

REGLEMENT 2012. Erster Teil Vorsorgeplan: AWB. (proparis Vorsorge-Stiftung Gewerbe Schweiz)

REGLEMENT 2012. Erster Teil Vorsorgeplan: AWB. (proparis Vorsorge-Stiftung Gewerbe Schweiz) Ifangstrasse 8, Postfach, 8952 Schlieren, Tel. 044 253 93 92, Fax 044 253 93 94 info@pkschreiner.ch, www.pkschreiner.ch (proparis Vorsorge-Stiftung Gewerbe Schweiz) REGLEMENT 2012 Erster Teil Vorsorgeplan:

Mehr

ALS Leistungsziele 5. Schriftliche Leistungsziele

ALS Leistungsziele 5. Schriftliche Leistungsziele ALS Leistungsziele 5 Schriftliche Leistungsziele Dajana Kuriger 06.11.2009 Inhaltsverzeichnis 1.7.1.4 Sozialversicherungen beschreiben...3 IV...3 EO...4 ALV...4 UVG...5 KVG...5 BVG...6 1.7.1.4 Sozialversicherungen

Mehr

9.5.02. Freizügigkeitsguthaben und private gebundene Vorsorge

9.5.02. Freizügigkeitsguthaben und private gebundene Vorsorge 9.5.02. Freizügigkeitsguthaben und private gebundene Vorsorge Rechtsgrundlagen Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge vom 25. Juni 1982 (BVG), SR 831.40 Verordnung

Mehr

Was gehört zum Nachlass? Inhalt. Klassische Nachlassinstrumente Ehevertrag, Erbvertrag, Testament

Was gehört zum Nachlass? Inhalt. Klassische Nachlassinstrumente Ehevertrag, Erbvertrag, Testament Was gehört zum Nachlass? Inhalt Klassische Nachlassinstrumente Ehevertrag, Erbvertrag, Testament Rechtsgeschäfte unter Lebenden Kauf/Schenkung (Erbvorbezug) Lebensversicherung, Rente, Nutzniessung, Vollmacht

Mehr

Steuerverordnung Nr. 12: Berufliche Vorsorge

Steuerverordnung Nr. 12: Berufliche Vorsorge Steuerverordnung Nr. : Berufliche Vorsorge 64.59. Vom 5. Juli 986 (Stand. Januar 00) Der Regierungsrat des Kantons Solothurn gestützt auf 0, Buchstabe c, 4 Absatz Buchstabe c, 4 Absatz Buchstabe h, 46,

Mehr

Wissenswertes für Neuzugezogene

Wissenswertes für Neuzugezogene 1 Integrationsförderung Generell www. Wegweiser durch das soziale Angebot der Stadt Zürich stadt-zuerich.ch/izs Integrationsförderung, 07.07.2009, BV Präsidialdepartement 1 Wissenswertes für Neuzugezogene

Mehr

Steuerliche Aspekte der 1. und 2. Säule und der Säule 3a

Steuerliche Aspekte der 1. und 2. Säule und der Säule 3a Referat Hauptversammlung Kant. Mittelschullehrerinnen und Mittelschullehrer-Verband St. Gallen vom 20. Mai 2005 Ablauf Steuerliche Aspekte der 1. und 2. Säule und der Säule 3a 1. Säule (AHV/IV) Die erste

Mehr

Reglement über die Versicherung der Mitglieder des Stadtrats und das Ruhegehalt des Stadtammanns

Reglement über die Versicherung der Mitglieder des Stadtrats und das Ruhegehalt des Stadtammanns Reglement über die Versicherung der Mitglieder des Stadtrats und das Ruhegehalt des Stadtammanns vom. Dezember 989 (Stand: 0.0.0) Der Einwohnerrat der Stadt Zofingen beschliesst, gestützt auf 5 Abs. lit.

Mehr

gültig ab 1. Januar 2015 Vorsorgeplan 196 Institute Universität Zürich

gültig ab 1. Januar 2015 Vorsorgeplan 196 Institute Universität Zürich gültig ab 1. Januar 2015 Vorsorgeplan 196 Institute Universität Zürich Gültigkeit Der vorliegende Vorsorgeplan ist gültig ab dem 01.01.2015 für die bei der Vorsorgestiftung VSAO (nachfolgend Stiftung genannt)

Mehr

Berufliche Vorsorge im Überblick.

Berufliche Vorsorge im Überblick. Berufliche Vorsorge im Überblick. Eine umfassende Übersicht zum Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG). Im Zeichen der Modernisierung. 20 Jahre nach Einführung

Mehr

Meldung einer Arbeitsunfähigkeit Formular Arbeitgeber

Meldung einer Arbeitsunfähigkeit Formular Arbeitgeber Meldung einer Arbeitsunfähigkeit Formular Arbeitgeber Seiten 1 und 2: Auszufüllen durch Arbeitgeber der arbeitsunfähigen Person Anschluss Arbeitgeber Anschluss-Nr. Telefon Strasse PLZ/Ort Versicherte Person

Mehr

Vorsorgereglement für die BVG-Basisvorsorge

Vorsorgereglement für die BVG-Basisvorsorge Berufliche Vorsorge Vorsorgereglement für die BVG-Basisvorsorge AXA Stiftung Berufliche Vorsorge, Winterthur AXA BVG-Stiftung, Lausanne AXA Vorsorgestiftung, Winterthur Columna Sammelstiftung Client Invest,

Mehr

Pensionskasse der Ausgleichskasse des Schweizerischen Gewerbes

Pensionskasse der Ausgleichskasse des Schweizerischen Gewerbes Pensionskasse der usgleichskasse des Schweizerischen Gewerbes (proparis Vorsorge-Stiftung Gewerbe Schweiz) REGLEMENT 2008 Erster Teil: Vorsorgeplan KU Für die in den llgemeinen estimmungen des Reglements

Mehr

Ehemaligentreffen. Die berufliche Vorsorge im Wandel der Zeit. Referat von: Hansjakob Bohl V E R S I C H E R U N G S - T R E U H A N D A G

Ehemaligentreffen. Die berufliche Vorsorge im Wandel der Zeit. Referat von: Hansjakob Bohl V E R S I C H E R U N G S - T R E U H A N D A G Ehemaligentreffen Die berufliche Vorsorge im Wandel der Zeit Referat von: Hansjakob Bohl Themen Begrüssung, Einleitung Rahmenbedingungen Vorsorge in der Schweiz Die berufliche Vorsorge 1. BVG-Revision,

Mehr

Ihre Vorsorge bei PUBLICA

Ihre Vorsorge bei PUBLICA Ihre Vorsorge bei PUBLICA Kurzfassung zu den Vorsorgereglementen des Vorsorgewerks ETH-Bereich für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ETH-Bereichs (VR-ETH 1) und für die Professorinnen und Professoren

Mehr

Vorsorgestiftung der Verbände der Maschinenindustrie

Vorsorgestiftung der Verbände der Maschinenindustrie Vorsorgestiftung der Verbände der Maschinenindustrie Versicherteninformation vom 11. März 2014 Marco Heusser dipl. Pensionsversicherungsexperte Inhalt Teil 1: Einleitung Teil 2: Wichtige Begriffe in der

Mehr

Soziale Sicherheit für Übersetzerinnen und Übersetzer

Soziale Sicherheit für Übersetzerinnen und Übersetzer Soziale Sicherheit für Übersetzerinnen und Übersetzer 6. Schweizerisches Symposium vom 12. September 2014 Referat von Yolanda Schweri, Rechtsanwältin Risiken für Einkommensverlust Unfall / Krankheit Arbeitslosigkeit

Mehr

Information Vorsorgeplan Beitragsprimat Übergangsbestimmungen

Information Vorsorgeplan Beitragsprimat Übergangsbestimmungen Information Vorsorgeplan Beitragsprimat Übergangsbestimmungen Bern, Januar 2015 Vorsorgereglement /-plan Beitragsprimat Gültig ab 1.1.2015 Reglement auf Homepage «Publikationen» Standardreglement mit Anhängen

Mehr

Berufliche Vorsorge für arbeitslose Personen

Berufliche Vorsorge für arbeitslose Personen AUSGABE 2012 Ergänzungsinformation zum Info-Service «Arbeitslosigkeit» Ein Leitfaden für Versicherte Berufliche Vorsorge für arbeitslose Personen gemäss AVIG und BVG 1 HINWEISE Das vorliegende Info-Service

Mehr

Unfallbedingter Erwerbsausfall in der IV, UV und obligatorischen BV - Ausgewählte Themenkreise

Unfallbedingter Erwerbsausfall in der IV, UV und obligatorischen BV - Ausgewählte Themenkreise Unfallbedingter Erwerbsausfall in der IV, UV und obligatorischen BV - Ausgewählte Themenkreise Zum haftpflichtrechtlichen Erwerbsausfall kongruente Leistungen IV-Taggelder UV-Taggelder Ersatz für Arbeitsunfähigkeit

Mehr

Sozialversicherungsrecht

Sozialversicherungsrecht Sozialversicherungsrecht ZV, Fachtagung Brunnen, 7. / 8. November 2013 Grundlagen Übersicht 1. Wozu braucht es Sozialversicherungen? / Geschichte 2. Das 3-Säulen-Konzept 3. Finanzierung / Leistungen 4.

Mehr

Pensionskasse der Credit Suisse Group (Schweiz)

Pensionskasse der Credit Suisse Group (Schweiz) Pensionskasse der Credit Suisse Group (Schweiz) Teilliquidationsreglement Januar 2013 Inhalt Seite 1 Allgemeine Bestimmungen 4 2 Voraussetzungen für die Teilliquidation 6 3 Verfahren 7 4 Individueller

Mehr

a) Vervollständigen Sie das folgende Schema zu den in der Lohnabrechnung berücksichtigten Sozialversicherungen:

a) Vervollständigen Sie das folgende Schema zu den in der Lohnabrechnung berücksichtigten Sozialversicherungen: 44.01 Bezeichnung der Sozialversicherung a) Vervollständigen Sie das folgende Schema zu den in der Lohnabrechnung berücksichtigten Sozialversicherungen: Ab - kürzung AHV EO Zweck Beiträge in % des Bruttolohnes

Mehr

Merkblatt über die Personenversicherungen

Merkblatt über die Personenversicherungen Merkblatt über die Personenversicherungen der Politischen Gemeinde Fällanden im Sinne von Art. 76 Abs. 3 der Vollzugsbestimmungen zur Personalverordnung Seiten 4-7 4 4 5 6 7 10 10 10 12-13 12 12 12 12

Mehr

Leica Pensionskasse. Vorsorgereglement

Leica Pensionskasse. Vorsorgereglement Leica Pensionskasse Vorsorgereglement Version 1. Januar 2015 Inhaltsverzeichnis A Allgemeine Bestimmungen... 1 1. Name, Rechtsgrundlagen... 1 2. Zweck... 1 3. Bezeichnungen... 1 4. Definitionen... 2 B

Mehr

Soziale Sicherheit. So sind Sie in der Schweiz gesetzlich versichert. (Stand Januar 2015) SOZIALVERSICHERUNGEN DER SCHWEIZ

Soziale Sicherheit. So sind Sie in der Schweiz gesetzlich versichert. (Stand Januar 2015) SOZIALVERSICHERUNGEN DER SCHWEIZ sozialversicherungen der Schweiz SOZIALVERSICHERUNGEN DER SCHWEIZ Soziale Sicherheit. So sind Sie in der Schweiz gesetzlich versichert. (Stand Januar 2015) Leistungen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung

Mehr

Lernender.ch - Das Infoportal für Lernende. Gefahrengemeinschaft Der Einzelne wird vor den finanziellen Folgen bestimmter Risiken geschützt.

Lernender.ch - Das Infoportal für Lernende. Gefahrengemeinschaft Der Einzelne wird vor den finanziellen Folgen bestimmter Risiken geschützt. Versicherungen Grundprinzip Gefahrengemeinschaft Der Einzelne wird vor den finanziellen Folgen bestimmter Risiken geschützt. Risikoausgleich Beträge (Prämien) werden entrichtet, um mögliche finanziellen

Mehr

Vorsorgen. Für jetzt und später. Die Ascom Pensionskasse (APK) Kurz erklärt

Vorsorgen. Für jetzt und später. Die Ascom Pensionskasse (APK) Kurz erklärt Vorsorgen. Für jetzt und später. Die Ascom Pensionskasse (APK) Kurz erklärt GESAMTVORSORGE ALLER GUTEN DINGE SIND DREI In der Schweiz stützt sich die Gesamtvorsorge auf drei Säulen Als unselbstständige

Mehr

Die obligatorische Unfallversicherung

Die obligatorische Unfallversicherung 1/7 A M T FÜ R G ES U N D H EIT FÜ R STEN TU M LIEC H TEN STEIN Merkblatt Die obligatorische Unfallversicherung 01.01.2012 9490 Vaduz, Telefon +423 236 73 42 Internet: www.ag.llv.li 9490 Vaduz Liechtenstein

Mehr

Subsidiarität Leistungsverpflichtungen Dritter

Subsidiarität Leistungsverpflichtungen Dritter Subsidiarität Leistungsverpflichtungen Dritter Verwaltung Änderungsgrund Was hat geändert Gültig ab neu 1. Mai 2011 siehe auch Subsidiaritätstool der Berner Konferenz unter www.bernerkonferenz.ch Das Subsidiaritätsprinzip

Mehr

Ihr grösstes und wichtigstes Kapital: Die Mitarbeitenden Ihres Unternehmens.

Ihr grösstes und wichtigstes Kapital: Die Mitarbeitenden Ihres Unternehmens. Ihr grösstes und wichtigstes Kapital: Die Mitarbeitenden Ihres Unternehmens. Ein Leitfaden zur beruflichen Vorsorge (zweite Säule): Obligatorische Unfallversicherung gemäss UVG Ergänzung zur obligatorischen

Mehr

Jahrbuch 2013. der Sozialversicherungen. Jährliche Kompaktübersicht

Jahrbuch 2013. der Sozialversicherungen. Jährliche Kompaktübersicht Jahrbuch 2013 der Sozialversicherungen Jährliche Kompaktübersicht AHV IV EO ALV Familienausgleichskasse Pensionskasse Krankenversicherung Unfallversicherung Militärversicherung Ergänzungsleistungen Hilflosenentschädigung

Mehr

Sozialversicherungen

Sozialversicherungen Workshop 3 Was Frau wissen sollte zu. Welche Leistungen stehen von AHV und IV zur Verfügung? Zahno Thomas Eingliederungskoordinator IV Stelle Wallis, Zweigstelle Brig Dipl. Sozialversicherungsexperte Thomas.zahno@vs.oai.ch

Mehr

4.02 Leistungen der IV Taggelder der IV

4.02 Leistungen der IV Taggelder der IV 4.02 Leistungen der IV Taggelder der IV Stand am 1. Januar 2015 1 Auf einen Blick Taggelder ergänzen Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV): Sie sollen den Lebensunterhalt der Versicherten

Mehr

DIE BERUFLICHE VORSORGE

DIE BERUFLICHE VORSORGE Eidgenössisches Departement des Innern EDI Bundesamt für Sozialversicherungen BSV DIE BERUFLICHE VORSORGE Die zweite Säule der Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge nach der 1. BVG-Revision Einführung

Mehr

Antrag auf Arbeitslosenentschädigung

Antrag auf Arbeitslosenentschädigung Arbeitslosenversicherung Eingangsdatum Antrag auf Arbeitslosenentschädigung Name und Vorname AHV-Nr. PLZ, Wohnort, Strasse, Nummer Geburtsdatum Zivilstand Zahlungsverbindung (IBAN-Nummer) Telefon P. G.

Mehr

Steueroptimierung durch die berufliche Vorsorge (BVG)

Steueroptimierung durch die berufliche Vorsorge (BVG) Kundenanlass vom Steueroptimierung durch die berufliche Vorsorge (BVG) Treuhand Cotting AG Claudine Meichtry Dipl. Steuerexpertin Schafer Versicherungen AG Edgar Schafer BVG Experte 06.09.2011 1 +41 26

Mehr

1.2015 Allgemeines Änderungen auf 1. Januar 2015

1.2015 Allgemeines Änderungen auf 1. Januar 2015 1.2015 Allgemeines Änderungen auf 1. Januar 2015 Stand am 1. Januar 2015 1 Übersicht Dieses Merkblatt informiert Sie über die Änderungen auf 1. Januar 2015 bei Beiträgen und Leistungen. Randziffern Beiträge

Mehr

Pensionskasse der Gemeinde Romanshorn Bahnhofstrasse 19 8590 Romanshorn

Pensionskasse der Gemeinde Romanshorn Bahnhofstrasse 19 8590 Romanshorn Pensionskasse der Gemeinde Romanshorn Bahnhofstrasse 19 8590 Romanshorn Vorsorge - Reglement gültig ab 1. Januar 2011 Vorsorgereglement - Inhalt Inhaltsverzeichnis Abkürzungen 4 Begriffe 5 A. Allgemeine

Mehr

H O R I Z O N T E NUMMER 37 SEPTEMBER 2010. Strukturreform und ältere Arbeitnehmer

H O R I Z O N T E NUMMER 37 SEPTEMBER 2010. Strukturreform und ältere Arbeitnehmer H O R I Z O N T E NUMMER 37 SEPTEMBER 2010 Strukturreform und ältere Arbeitnehmer Claudia Fuchs, Dr. iur., Rechtsberaterin, ist Leiterin des Kompetenzzentrums Recht der LCP Libera. Sie berät in allen rechtlichen

Mehr

Risikovorsorge richtig anpacken. Ein kleiner Ratgeber.

Risikovorsorge richtig anpacken. Ein kleiner Ratgeber. Risikovorsorge richtig anpacken Ein kleiner Ratgeber. Inhalt Haben Sie Ihre Vorsorge für den Risikofall geregelt? 4 Wie sieht Ihre Risikovorsorge aus? 6 Welche Leistungen können Sie bei einer Erwerbsunfähigkeit

Mehr

Vorsorgereglement Januar 2009

Vorsorgereglement Januar 2009 Vorsorgereglement Januar 2009 Bei juristischen Differenzen zwischen Original und Übersetzung ist die deutschsprachige Version verbindlich. Copyright by. CH-8800 Thalwil (ZH). 27. März 2009 Inhaltsverzeichnis

Mehr