»DIE AUSNAHME, DIE RABENMUTTER, DIE KÄMPFERIN«Unbewusste Bias in der medialen Darstellung von Top-Managerinnen

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3 HERING SCHUPPENER 1 VORWORT Wenn es um die Gleichberechtigung von Männern und Frauen geht, leben wir in einer Welt, die reich ist an Bekenntnissen. Die Medien- und Filmwirtschaft geht hier mit gutem Beispiel voran, da ihr Einfluss auf unsere Wahrnehmung unbestritten hoch ist. So heißt es beispielsweise im Pressekodex des Deutschen Presserats unter Ziffer 12: Niemand darf wegen seines Geschlechts [ ] diskriminiert werden. Ähnliche Formulierungen finden sich im Rundfunkstaatsvertrag oder in den Selbstverpflichtungserklärungen und Richtlinien anderer Organe der Freiwilligen Selbstkontrolle wie etwa der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF), der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK), oder auch dem Deutschen Werberat. Dabei liegt es insbesondere im Wesen von Selbstverpflichtungen, dass sie keineswegs nur ein wünschenswertes Verhalten kodifizieren und letzteres somit als Selbstverständlichkeit anerkennen. Vielmehr lässt bereits die Notwendigkeit einer solchen Verpflichtung vermuten, dass zwischen Bekenntnis und Selbstverständlichkeit doch noch manches im Argen liegt. Wie sehr, das zeigen die Ergebnisse der vorliegenden Untersuchung über die Darstellung von Top-Managerinnen in den deutschen Leitmedien. Denn diese kommt zu dem Ergebnis, dass die Berichterstattung über Frauen in Führungsetagen nach wie vor und in hohem Maße stereotype Eigenschaften aufweist. Das ist zunächst wenig verwunderlich, denn der Rückgriff auf Stereotype ist uns allen gemein. Ohne sie wären wir schlicht überfordert angesichts der Flut an Eindrücken und Informationen,

4 2 VORWORT der wir tagtäglich ausgesetzt sind. Journalistinnen und Journalisten bilden dabei selbstverständlich keine Ausnahme, wie schon 1947 Walter Lippmann schrieb: Without standardization, without stereotype, without routine judgements, without a fairly ruthless disregard of subtlety, the editor would soon die of excitement. Während die Vorteile auf der Hand liegen, kommen die Nachteile jedoch deutlich weniger aufdringlich daher. So ist der Preis, den die Medien für die Einfachheit zahlen, nicht nur eine gnadenlose Reduktion der Komplexität ein Umstand, den Hans Thomas einst mit den Worten quittierte: So viel Wahrheit wie in der Zeitung steht, gibt es gar nicht. Vielmehr bedeutet der unbewusste Rückgriff auf Stereotype auch, dass wir Widersprüchliches häufig gar nicht erst wahrnehmen. So ist es durchaus möglich, sich voller Leidenschaft zur Gleichberechtigung von Mann und Frau zu bekennen, während man gleichzeitig derselben durch eine klischeebehaftete und stereotype Darstellung von Frauen in Führungspositionen den Anschein der Normalität verweigert. Echte Gleichberechtigung erfordert also mehr als nur Bekenntnisse. Eine echte Gleichberechtigung nimmt ihren Anfang im Bewusstsein für die Klischees und Stereotype, die nach wie vor am Werk sind, wenn es um die Charakterisierung von Frauen in Führungsetagen geht. Die vorliegende Untersuchung will sich vor diesem Hintergrund also keineswegs damit zufrieden geben, jene Klischees und Stereotype mittels einer quantitativen Untersuchung zu benennen. Vielmehr verbinden wir mit ihr einen Appell nicht nur, aber insbesondere an die Medien. Denn schon Lippmann wies darauf hin, dass die Medien für beides verantwortlich gemacht werden können, die Beständigkeit wie auch die Veränderung von Stereotypen.

5 HERING SCHUPPENER 3 Wir hoffen, dass diese Untersuchung einen Beitrag dazu leistet, insbesondere Letzterem zukünftig mehr Gewicht einzuräumen. Dann bedarf es vielleicht auch irgendwann keiner Selbstverpflichtung mehr. Wir bedanken uns recht herzlich bei allen Interviewpartnerinnen, die sich die Zeit genommen haben, ihre Erfahrungen offen und ausführlich mit uns zu teilen. Auch möchte ich mich ganz besonders bei meinen Kolleginnen und Kollegen bedanken hier seien insbesondere Anna-Lena Lämmle, Fiona Erbacher und Maximilian Hofmann genannt, ohne deren unermüdlichen Einsatz die Studie kaum möglich gewesen wäre. Frankfurt am Main, im März 2020 Jan Hiesserich

6 4»DIE AUSNAHME, DIE RABENMUTTER, DIE KÄMPFERIN«IMPRESSUM Herausgeber, Projektmanagement, Redaktion: Hering Schuppener Design: visuphil, Fotografie: S. 15 New York Times, twitter.com, S. 17 Renate Künast, S. 20 Janina Kugel, twitter.com, Matti Hillig (Marion Horn), Tom Wagner (Fränzi Kühne), Jürgen Mai (Simone Menne), Philippe Ramakers (Tina Müller), Laurence Chaperon (Janina Kugel), Continental AG (Ariane Reinhart)

7 HERING SCHUPPENER 5 INHALT Executive Summary Editorial In Zahlen In Worten Marion Horn Fränzi Kühne Janina Kugel Simone Menne Tina Müller Dr. Ariane Reinhart...78 Über die Autoren Über Hering Schuppener... 88

8 6»DIE AUSNAHME, DIE RABENMUTTER, DIE KÄMPFERIN«EXECUTIVE SUMMARY Zentrale Erkenntnisse 1. Top-Managerinnen werden oft als Ausnahme beschrieben, das Medieninteresse ist entsprechend groß. Häufig werden dabei individuelle Eigenarten besonders hervorgehoben. 2. Frauen in Führungspositionen sehen sich in der Berichterstattung meistens mit veralteten Rollenmustern und entsprechenden gesellschaftlichen Erwartungen konfrontiert. 3. Das Aussehen von Frauen nimmt in den untersuchten Medien rund ein Drittel mehr Raum ein als das von Männern. Managerinnen empfinden ihr Auftreten auch als stärker bewertet. 4. Medien diskutieren bei Frauen das Familien-, Liebes- und Privatleben oder die Kindheit im Durchschnitt doppelt so häufig wie bei Männern. Unsere Gesprächspartnerinnen bestätigen, dass ihre fachlichen Beiträge deshalb weniger im Vordergrund stehen. 5. Stereotyp männliche Führungseigenschaften werden beiden Geschlechtern zugeschrieben bei Frauen aber häufig negativer konnotiert. 6. In der medialen Darstellung treiben Managerinnen oft den Wandel, während ihre Kollegen eher als Bewahrer gelten. 7. Top-Managerinnen sehen sich als mediale Vorbilder für andere Frauen. Unsere Gesprächspartnerinnen ermutigen Kolleginnen,

9 HERING SCHUPPENER 7 selbstbewusst mit den Medien umzugehen und eine klare Strategie zu verfolgen. 8. Den Medien wird eine große gesellschaftliche Verantwortung zugeschrieben. Es sei auch an ihnen, eigene Bias zu hinterfragen und traditionelle Rollenbilder aufzubrechen. Empfehlungen für Managerinnen 1. Nicht verstecken! Die Medien bieten eine höchst relevante Bühne für die eigenen Botschaften und Überzeugungen. Wichtig dabei: Wer sich bewusst gegen eine Positionierung entscheidet, mindert keineswegs das Risiko, medial falsch verstanden zu werden. Vielmehr wird die Deutungshoheit sichtbar aus der Hand gegeben. 2. Vorbereiten! Wer professionellen Umgang erwartet, muss sich professionell vorbereiten. Dabei gilt es, vor Gesprächen Ziele und Erwartungen bewusst zu hinterfragen und eine eigene Agenda zu entwerfen. Empfehlenswert sind Medientrainings, da hier der Blick für die eigenen Ziele geschärft und das Bewusstsein für die persönliche Wirkung geschaffen werden kann. 3. Keine falsche Bescheidenheit! Seien es Interviews, Podiumsdiskussionen oder Vorträge das Interesse an der eigenen Person sollte als Chance begriffen werden. Die Gesprächsführung sollte aktiv übernommen und eigene Erfolge thematisiert werden. Zielund Rollenkonflikte beispielsweise in Form von Fragen nach Familie und Karriere sollten nicht einfach nur hingenommen, sondern als solche benannt werden, um ein Bewusstsein für die unterschiedlichen Herausforderungen zu schaffen. Ähnliches gilt für vermeintlich triviale Fragen nach Aussehen oder dem Inhalt der Handtasche. Hier darf bewusst die Gegenfrage gestellt werden: Würden Sie das einen Mann auch fragen?

10 8»DIE AUSNAHME, DIE RABENMUTTER, DIE KÄMPFERIN«EDITORIAL Am Tag seines Amtsantritts trägt Thomas Meyer dem aufgeflogen war, dass der Unternehmens ermöglichte. Nach- einen feinen Anzug in Konzern Umsatzzahlen manipuliert hatte, wurden einige Spitzen- Königsblau. Er steht ihm ausgezeichnet; er betont seinen muskulösen Körperbau und seine großen, brach ein und der Vorstandsvorposten neu besetzt. Der Aktienkurs blauen Augen. Er strahlt Eleganz sitz wurde immer unbeliebter. Er aus. In den gespannten Gesichtern war zur richtigen Zeit am richtigen seiner Zuschauer liest man die unausgesprochene Frage: Wie ist es Nun muss er beweisen: Schafft Ort, heißt es von seiner Mentorin. ihm gelungen, es an die Spitze er es, dem Druck standzuhalten? eines Weltkonzerns zu schaffen? Mit Stress dürfte Thomas Meyer gut Schon in seiner Kindheit galt er als umgehen können. Neben seinem besonders fleißig und ehrgeizig. Vollzeitjob ist er auch Vater. Der Meine Mutter sagte einmal zu mir: Kinderwunsch war in jedem Fall gut Glaube an dich, dann schaffst du alles, erklärt er selbst seinen Antrieb. Karriere nicht aufs Spiel setzen. Mit überlegt. Schließlich wollte er seine Jahrelange harte Arbeit und die richtigen Kontakte haben ihm schließ- mit der Mutter der Kinder ist er Mitte 30 kam seine Tochter zur Welt lich die Position als Chief Executive inzwischen nicht mehr zusammen. Officer bei der Alpha AG verschafft. Eine neue Liebe hat sich gefunden. Letztlich war es eine Krise des Systems, die ihm den schnellen Aufmert sich eine Kinderfrau. Wenn er auf Dienstreisen geht, kümstieg bis in das höchste Amt des

11 HERING SCHUPPENER 9 Klingt ungewöhnlich? Sicherlich. Was interessiert die Anzugfarbe des CEOs, wenn das Unternehmen in der Krise steckt? Was nun zählt sind Erfolgswille, Kompetenz und Tatendrang. Über Männer in Top-Positionen würde man so kaum schreiben. Über Frauen hingegen schon. Tatsächlich sind die einleitenden Zeilen keineswegs frei erfunden. Alle Textabschnitte sind angelehnt an Auszüge aus veröffentlichten Artikeln über Top-Managerinnen deutscher Leitmedien einzig Name und Geschlecht wurden geändert. Wie kann das sein? Was sagt anders als bei Männern die Kleidung oder der Kinderwunsch über die Fähigkeiten einer Frau im Top-Management aus? Sind dies Einzelfälle oder steckt mehr dahinter? Wie steht es um die mediale Darstellung von Top-Managerinnen? Es stimmt ja: Männer sind keine Frauen. Und Frauen keine Männer. Insofern sollte zunächst nicht verwundern, wenn die Berichterstattung über Managerinnern und Manager Unterschiede aufweist. Dass thematische Interessen und Schwerpunkte oder auch die Perspektive auf die Dinge voneinander abweichen, ist zu erwarten. In einer nach Diversität strebenden Gesellschaft ist das auch ausdrücklich gewünscht. Auch die Tatsache, dass Frauen in Führungsetagen ein höheres Interesse zuteil wird, ließe sich noch relativ einfach

12 10 EDITORIAL erklären. Denn bedauerlicherweise sind Top-Managerinnen noch immer eher die Ausnahme als die Regel. Nach Erkenntnissen der Allbright-Stiftung waren 2019 gerade einmal 9,3 Prozent der deutschen Vorstände weiblich. Oder um es deutlicher zu sagen: Über 90 Prozent der Vorstände waren Männer 1. Frauen in Führungspositionen haben Seltenheitswert. Dass berichtet wird, ist demnach weniger überraschend. Wie berichtet wird hingegen schon. Denn nur weil Frauen in Führungsetagen deutlich unterrepräsentiert sind, erklärt dies nicht zwingend die Unterschiede in der Art und Weise, wie Top-Managerinnen und Top-Manager medial dargestellt werden. Wo also liegen die größten Unterschiede? Und wie lassen sich diese erklären? Was bedeutet dies für die Wahrnehmung von Top-Managerinnen? Und wie kann man dem begegnen? Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, diesen Fragen nachzugehen. Dabei sollen zunächst mögliche Unterschiede in der Art und Weise der medialen Darstellungsweise von Männern und Frauen in Führungspositionen herausgearbeitet werden. In welchen Dimensionen treten Unterschiede auf? Sind diese Unterschiede rein deskriptiv? Oder lassen sie gar Rückschlüsse auf unbewusste Bias und Rollenstereotype zu? Um dieses Ziel zu erreichen, verfolgt die Arbeit ein Multi-Methoden-Design aus einer quantitativen Inhaltsanalyse und sechs semistrukturierten Experteninterviews mit Vertreterinnen aus Wirtschaft und Journalismus. In der quantitativen Inhaltsanalyse wurden 850 Artikel großer deutscher Tageszeitungen und Wirtschaftsmagazine 2 auf ihre Darstellung von weiblichen und männlichen Führungskräften in Vorständen, Geschäftsführungen und Bereichsleitungen untersucht. Dabei galt unser Erkenntnisinteresse in erster Linie nicht der

13 HERING SCHUPPENER 11 Eigendarstellung der Akteure. Der Fokus der Untersuchung liegt auf der Fremddarstellung sowie auf Zuschreibungen, die im Ermessen der Journalistinnen und Journalisten liegen. Vor diesem Hintergrund wurden keine Interviews, sondern Berichte, Porträts oder Features, in denen die Manager/innen beschrieben werden, untersucht. Die Inhaltsanalyse, basierend auf einem aus bisherigen Forschungsergebnissen abgeleiteten Codebuch, bot im ersten Schritt die Möglichkeit, subjektive Wahrnehmungen zu validieren und quantifizieren. Das Codebuch erfasst 82 Variablen darunter die Thematisierung des Erscheinungsbildes, des Liebeslebens, des Familienlebens oder der Kindheit der Manager/innen. Daneben analysierten wir auch die in unserem CEO-Navigator 3 als typisch definierten Rollenbilder einer Führungskraft jeweils ergänzt um die Tonalität und Gewichtung innerhalb eines Artikels. Die quantitative Untersuchung wurde um semistrukturierte Interviews mit sechs deutschen Top-Managerinnen erweitert. Dabei galt unser Interesse den persönlichen Erfahrungen unserer Gesprächspartnerinnen sowie der individuellen Einordnung unserer Ergebnisse. Gesprochen haben wir mit (in alphabetischer Reihenfolge): Marion Horn, Publizistin und ehemalige Chefredakteurin der Bild am Sonntag, Janina Kugel, vormals Personalvorständin von Siemens, Fränzi Kühne, Mitbegründerin von TLGG und Aufsichtsrätin, Simone Menne, vormals Finanzvorständin der Lufthansa AG und Aufsichtsrätin, Tina Müller, Vorsitzende der Geschäftsführung von Douglas, sowie mit Dr. Ariane Reinhart, Personalvorständin bei Continental.

14 12 EDITORIAL So titelte das manager magazin 6/2019 über Tina Müller

15 HERING SCHUPPENER 13 Wenn das Frau sein zur Headline wird Sowohl die quantitative Untersuchung als auch unsere Gespräche untermauern den Eindruck gravierender Unterschiede in der medialen Darstellung von Top-Managerinnen und Top-Managern. Zwar sind Einordnungen, die den Seltenheitswert von Frauen in Führungspositionen betonen, bspw. Die Erste auf dieser Position, eine seltene Erscheinung noch faktisch begründet. Insbesondere durch die Kontextualisierung und Unterstreichung des Anders seins entsteht jedoch häufig der Eindruck, dass Frauen dort noch immer als unnatürlich oder fehl am Platz wahrgenommen werden. Die Folgen sind keineswegs trivial. Denn immer dann, wenn die Gleichbehandlung einer Personengruppe infrage gestellt wird, schlägt die Stunde sogenannter unbewusster Bias. In der folgenden Einordnung prägen Stereotype den Diskurs nicht, ohne sich dabei gängiger Klischees oder auch Vorurteilen zu bedienen. In der Konsequenz weicht eine neutrale und faktische Berichterstattung häufig einer wertenden, wie auch Janina Kugel berichtet: Die Berichterstattung über Frauen fällt oft deutlich wertender aus als die über Männer. Bei Frauen wird nicht nur über die Leistung im jeweiligen Verantwortungsbereich geurteilt, sondern auch über die Persönlichkeit. Wie für Rollenstereotype üblich, erfolgt eine solche Wertung nur in den seltensten Fällen explizit. Dies wäre auch kaum in Einklang zu bringen mit dem Bestreben der meisten Verantwortlichen im Medienbetrieb, Gleichberechtigung von Männern und Frauen als gesellschaftliches Ziel anzuerkennen. Vielmehr äußert sich eine solche Wertung subtil und oftmals unbewusst.

16 14 EDITORIAL Bereits die Auswahl bestimmter Einordnungen, Auslegungen oder Charakterisierungen ebenso wie die Auswahl bestimmter Themenschwerpunkte haben unmittelbare Auswirkungen auf die Art und Weise, wie Frauen in Führungspositionen wahrgenommen und bewertet werden. Am deutlichsten zeigt sich dies bei der Darstellung von Managerinnen und Managern im Umgang mit Herausforderungen in Situationen also, in denen ihre Führungskompetenz unter Beweis gestellt wird. Die Zuschreibung von Charaktereigenschaften bekräftige vorhandene Stereotype, wie Simone Menne betont: Attribute wie ehrgeizig, zielstrebig und durchsetzungsstark werden interessanterweise immer nur Männern zugeschrieben. Frauen dagegen seien kommunikativ, empathisch und fleißig. Es gibt klare Stereotype, und das ist eines der Probleme, warum so wenig Frauen in Führungspositionen kommen, stellt Simone Menne fest. Nicht immer kommen solche Zuschreibungen jedoch so harmlos daher, wie Ariane Reinhart ergänzt: Wenn über einen Mann berichtet wird, wie taff er ist, klingt das immer gut. Bei Frauen wird dagegen suggeriert, sie seien zickig. Dabei zeigt sich bereits eine deutlich negativ konnotierte Einordnung, die insbesondere die Nachteile des Anders seins betont, wie auch Tina Müller beschreibt: Über einen Novartis-Manager wurde in deren Newsletter kürzlich geschrieben, dass er innerhalb eines Jahres zwei Drittel seines Top-Managements ausgetauscht hat. Er wird deshalb als Goldjunge bezeichnet. Ich hingegen war in einer ähnlichen Situation die harte Managerin, als ich ein neues Team zusammengestellt habe. Ein Mann ist also durchsetzungsstark, packt an, gestaltet, geht nach vorne. Bei einer Frau heißt es häufig: Sie ist überehrgeizig und hart.

17 HERING SCHUPPENER 15 Aber auch vermeintlich harmlose Themensetzungen sind geeignet, tradierte Rollenbilder in ihrer augenscheinlichen Normalität zu bestätigen. So zeigen die Ergebnisse der Untersuchung, dass beispielsweise das Erscheinungsbild von Frauen 50 Prozent mehr Raum in der Berichterstattung einnimmt als bei Männern eine Beobachtung, die Tina Müller bestätigt: Fast jeder Artikel über mich beginnt so: Ihre dunkle Lockenmähne, ihr roter Lippenstift, ihr dies und das und jenes Es gibt kaum Berichterstattung, in der meine äußere Erscheinung nicht zur Sprache kommt. Ein gängiges Phänomen, das nicht auf Deutschland beschränkt ist. So veröffentlichte die New York Times am Tag des Amtsantritts von Nancy Pelosi, Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, einen Tweet. Inhalt: Nancy Pelosi, wearing a hot pink dress, ascended to the marble dais in the center of the House chamber to accept the wooden gavel. Der Tweet wurde später mit dem Hinweis gelöscht, er sei poorly framed. So viel Einsicht ist jedoch selten, das Interesse an Äußerlichkeiten nach wie vor groß. Sei es Fränzi Kühne, die auf ihren Undercut angesprochen wird oder Ariane Reinhart, der in einem manager magazin-beitrag bescheinigt wird, sie erinnere sehr attraktiv an Mattel 4 die Betonung der äußeren Erscheinung nimmt einer Sachdebatte erkennbar den Raum. Tweet der New York Times im Januar 2019, wurde kurze Zeit später gelöscht

18 16 EDITORIAL Neben vermeintlich stereotypen Charakterisierungen und Äußerlichkeiten fällt jedoch auch die Kontextualisierung von Karrierewegen und Lebensentwürfen ins Auge. Wer es als Frau an die Spitze schafft, scheint dies nicht selten insbesondere externen Faktoren wie Glück, familiärer Bande oder dem Netzwerk und weniger der eigenen Kompetenz zu verdanken. Dabei zeigen die Ergebnisse der Untersuchung auch: Die externen Faktoren des Aufstiegs von Männern werden positiver bewertet als die ihrer Kolleginnen. Dahinter steht die Idee, dass eine Frau, die es auf so eine Position schafft, eine Persönlichkeit mitbringen muss, die nicht der Regel entspricht. Wenn Männer Karriere machen, entsprechen sie hingegen voll und ganz der Norm, bestätigt Tina Müller die Eindrücke. Ähnliches lässt sich auch bei wiederkehrenden und eher traditionellen Rollenmustern beobachten, die beispielsweise über gezielte Fragen nach Familienstand und Kinderwunsch eine Wertung erfahren. In der Berichterstattung über Frauen nimmt das Familienleben rund 2,5-mal so viel Raum ein wie bei Männern. Janina Kugel bekräftigt: Bei Interviews mit Frauen stehen im Kurzporträt immer Informationen zu Kindern und Partner dabei. Der familiäre Hintergrund spielt eine Rolle, auch, wenn er im Interview gar nicht zur Sprache kam. Das ist bei Männern ( ) anders. Die Wirkung sei dabei nicht zu unterschätzen, schließlich würden die Fragen oder Beschreibungen häufig ins Wertende abdriften: Frauen sind dann Rabenmütter oder müssen sich die Frage gefallen lassen, wie viel Zeit sie noch für ihre Kinder haben können. In der medialen Darstellung, aber auch auf Konferenzen, Podiumsdiskussionen oder in Interviews wird scheinbar und immer wieder verwundert gefragt, wie beides vereinbar sei: Mutter und Karriere, Frau und Führung, Mitgefühl und Durchsetzungsfähigkeit. Ganz so, als verweigerten sich die bestehenden Kategorien ihrer Passung.

19 HERING SCHUPPENER 17 An keiner anderen Stelle treten Rollenstereotype und ihre Folgen stärker zutage als an diesem Punkt. Schließlich haben die daraus resultierenden Ziel- und Rollenkonflikte nur so lange Bestand, wie auch die ihnen zugrunde liegenden Stereotype ihre Gültigkeit behalten. Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass die mediale Darstellung von Top-Managerinnen in weiten Teilen klassische Rollenstereotype bekräftigt. Das Bild einer Frau an der Spitze wird durch einen verstärkten Fokus auf Familienleben, Aussehen und vermeintlich geschlechterspezifische Charaktermerkmale trivialisiert. Dabei jedoch von einer Absicht der Medienmacher zu sprechen, lässt sich mit unseren Ergebnissen nicht untermauern. Eine gut gemeinte mediale Berichterstattung entfaltet ihre entgegengesetzte Wirkung meist erst durch den Rückgriff auf unbewusste Bias. Wir alle greifen täglich auf diese unbewussten Stereotype zurück, die wir unser Leben lang gelernt haben und die zu unserem Weltverständnis gehören. Doch gerade darin liegt auch die Gefahr, wie die Untersuchung zeigt. Denn solange einer echten, gelebten Gleichberechtigung durch die Art und Weise der medialen Darstellung der Anschein der Normalität untersagt bleibt, werden auch die lautesten Forderungen führender Medienvertreter nach Gleichberechtigung wenig mehr als Lippenbekenntnisse bleiben. Tweet von Renate Künast im November 2019

20 18 EDITORIAL Auf dem Weg zu einem neuen Rollenverständnis Vor diesem Hintergrund verbinden wir mit der vorliegenden Untersuchung auch den Wunsch, einer notwendigen Debatte über die mediale Darstellung der Frauen und der daraus resultierenden Verantwortung der Medien Vorschub zu leisten. Ausdrücklich schließen wir uns der Forderung von Janina Kugel an: Es wird Zeit, das gesellschaftliche Bild der Rollenverteilungen zu verändern. Dabei sollten die Möglichkeiten der Medien nicht überschätzt werden, wie Marion Horn zu Recht betont: Medien können keine neue Welt bauen. Aber sie können Strömungen verstärken oder reduzieren und Bilder zementieren oder aufweichen. Gerade hinsichtlich gesellschaftlicher Debatten kommt den Medien somit eine wichtige Rolle zu. Medien bestimmen die Agenda, worüber und wie die Gesellschaft nachdenkt und spricht. Sie können auf Missstände hinweisen, den Diskurs moderieren und ihm Gewicht verleihen. Da sollten Medien Verantwortung übernehmen, so Marion Horn. Schließlich seien Frauen keine Randgruppe, sondern die Hälfte der Welt. Augenblicklich würden jedoch noch viel zu oft Männer die Welt für Männer erklären, ein Befund, der von zahlreichen Studien untermauert wird. So weist beispielsweise eine vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderten Untersuchung darauf hin, dass Frauen in den Chefredaktionen deutscher Leitmedien weiterhin deutlich unterrepräsentiert sind. Insbesondere bei Regionalmedien kämen auf 100 männliche Chefredakteure im Durchschnitt lediglich acht Chefredakteurinnen. 5 Und auch eine Studie der Universität Rostock zur audiovisuellen

21 HERING SCHUPPENER 19 Diversität bekräftigt die Dominanz von Männern im Medienalltag. Äußern sich beispielsweise Experten in den Medien, so sind diese in vier von fünf Fällen männlich. 6 Wie relevant dies für eine klischeebehaftete Berichterstattung sein kann, zeigt auch unsere Untersuchung. So thematisieren männliche Journalisten wesentlich häufiger das Liebesleben, ebenso das Familienleben oder die Kindheit von Managerinnen, als ihre weiblichen Kolleginnen. Marion Horn plädiert denn auch dafür, genau dort anzusetzen. Schließlich würde sich wenig ändern, solange im Fernsehen und in der Zeitung meist nur Männer sprechen. Dass dies funktionieren kann, zeigen angelsächsische Medien. Der Britische Guardian betont die Notwendigkeit einer paritätischen Repräsentation von Männern und Frauen mit der Aussage: If she can t see it, she can t be it. 7 Ähnliche Ziele verfolgen die Financial Times und die britische BBC. Letztere rief gar ein freiwilliges 50:50-Projekt ins Leben. Das Ziel: In möglichst vielen Bereichen der britischen Rundfunkanstalt sollten 50 Prozent Frauen arbeiten und auftreten. Innerhalb von nur einem Jahr analysierten mehr als 500 Teams der BBC ihr Programm mit dem Ziel, ebenso vielen Frauen wie Männern Platz zu geben freiwillig. Das Ergebnis: Lag die Anzahl der weiblichen Reporter und Programmverantwortlichen Mitte 2018 noch bei rund 27 Prozent, verdreifachte sie sich innerhalb eines Jahres auf rund 74 Prozent. 8 Neben der Notwendigkeit einer deutlich ausgeglicheneren Repräsentation von Frauen im Medienbetrieb betonen unsere Gesprächs partnerinnen jedoch auch die individuelle Verantwortung der Medienmacher. So seien Diversity Trainings, wie sie beispielsweise im Management bereits häufig Praxis seien, durchaus auch für Journalistinnen und Journalisten zu empfehlen. Tina Müller sagt hierzu: Dabei geht es exakt darum, erst einmal erkennen zu lernen, wie viel Voreingenommenheit es im Umgang zwischen Mann und Frau und in

22 20 EDITORIAL gemischten Teams eigentlich noch gibt. Solche Trainings machen einem bewusst, wie voreingenommen man womöglich selbst ist und in welche Klischeefallen man hineintappen kann. Einzig den Appell an die Medien zu richten, sei jedoch kaum ausreichend, bekräftigen die meisten Gesprächsteilnehmerinnen. Schließlich bringe es nichts, wenn die Medien Frauen mehr Raum einräumten, es aber an Frauen mangele, die diesen dann auch zu nutzen wüssten. Vor diesem Hintergrund sei es auch an den Top-Managerinnen, die eigene Rolle zu reflektieren, selbstbewusst auf Missstände hinzuweisen und die mediale Aufmerksamkeit für sich zu nutzen. Twitter-Profil von Janina Kugel im Februar 2020 So schreibt Janina Kugel in ihrem Twitter-Profil selbstbewusst, sie sei woman and mother. Ihre Begründung: Weil ich ein Role Model bin, ein Vorbild für andere Frauen. So könne sie sich gängigen Zielund Rollenkonflikten verweigern und zeigen, dass es normal geworden ist, was manche offenbar noch nicht für normal halten - nämlich Karriere und Privatleben unter einen Hut zu bringen. Eventuell kann ich so zur Normalisierung von Diversität beitragen, sagt sie.

23 HERING SCHUPPENER 21 Simone Menne spricht sich für eine professionelle Vorbereitung, beispielsweise in Form von Medientrainings, aus: Frauen müssen klug genug sein, sich in der Medienberichterstattung so zu positionieren, dass auch etwas anderes als Stereotype rüberkommt. Die, die es wollen, kommen mit ihrer Message auch in die Zeitung. Eine Aussage, die Marion Horn bestätigt: Sie müssen lernen, die Spielregeln mitzubestimmen. ( ) Wer von Journalisten professionell behandelt werden will, muss professionell mit ihnen umgehen. Insbesondere sei der Wille zur höheren Visibilität und die Abkehr einer übertriebenen Furcht vor den Medien unbedingt notwendig, um dem Gefühl der Normalität Vorschub zu leisten: Erfolgreiche Frauen sollten auf die Bühne gehen und sich zeigen. Aus schlechter Presse lernen und besser vorbereitet weitermachen. ( ) Denn es ist wichtig. Wer nicht redet, wird eben nicht gehört. Eine Aussage, die Janina Kugel eindrucksvoll bekräftigt. Schon ein wenig mehr Sichtbarkeit, so sagt sie, könnte auf dem Weg zur Gleichstellung Wunder wirken. 1 Allbright Stiftung, Entwicklungsland Deutsche Konzerne entdecken erst jetzt Frauen für die Führung, Im Mediensample enthalten: Die Zeit, Süddeutsche Zeitung, Handelsblatt, Frankfurter Allgemeine Zeitung sowie Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, manager magazin, Die Welt sowie Welt am Sonntag, Wirtschafts- Woche, Börsen-Zeitung. 3 Jan Hiesserich, Der CEO-Navigator: Rollen bestimmung und -kommunikation für Topmanager, manager magazin.de, Andrea Roses Stilcheck: 22 Wirtschafts-Spitzenfrauen in der Modekritik, ProQuote Medien e.v., Welchen Anteil haben Frauen an der publizistischen Macht in Deutschland? Eine Studie zur Geschlechterverteilung in journalistischen Führungspositionen, Universität Rostock, Prof. Dr. Elizabeth Prommer und Dr. Christine Linke, Audiovisuelle Diversität? Geschlechterdarstellungen in Film und Fernsehen in Deutschland, The Guardian, If she can t see it, she can t be it : why media representation matters, BBC, The BBC announces results of 50:50 Project which reveals big increase in female representation,

24 22»DIE AUSNAHME, DIE RABENMUTTER, DIE KÄMPFERIN«IN ZAHLEN Die nachfolgenden, wichtigsten Ergebnisse unserer Inhaltsanalyse beziehen sich auf ein Sample von 850 Artikeln großer deutscher Tageszeitungen und Wirtschaftsmagazine 1. Das Codebuch zur Analyse erfasst 82 Variablen, die von organisationsbezogenen und medienspezifischen Eigenschaften hin zu Persönlichkeits- und Rollenmerkmalen reichen, und auch Tonalität sowie Gewichtung einzelner Variablen innerhalb eines Artikels betrachten. Zur besseren Anschaulichkeit eines bestimmten Merkmals haben wir beispielhafte Zitate ergänzt.

25 HERING SCHUPPENER 23 Wie viel Raum nehmen Artikel in der Berichterstattung ein, die ein bestimmtes Merkmal thematisieren? 21% 24% Privatperson 14% 19% Kindheit 8% 11% Familienleben 9% 14% Liebesleben 6% 16% Frauen Männer Wie groß ist der Anteil an Artikeln von Journalistinnen und Journalisten, in denen ein Merkmal im Zusammenhang mit Managerinnen thematisiert wird? Visionär(in) 16% 23% Führungspersönlichkeit Führungspersönlichkeit 10% 28% Kindheit 12% 18% Familienleben 13% 21% Liebesleben 10% 21% Journalistin Journalist

26 24 IN ZAHLEN Das Geschlecht der Journalisten spielt eine Rolle In Artikeln über weibliche Führungskräfte werden unterschiedliche Themen angesprochen, je nachdem, ob ein Mann oder eine Frau über sie schreibt. Männliche Journalisten thematisieren demnach wesentlich häufiger das Liebesleben, ebenso das Familienleben oder die Kindheit von Managerinnen. Auch die Rolle als Führungspersönlichkeit und Visionärin schreiben Journalisten weiblichen Entscheidungsträgern wesentlich häufiger zu als es Journalistinnen tun. Welchen Raum nimmt ein Merkmal in der Berichterstattung nach Geschlecht ein? DAS FAMILIENLEBEN NIMMT 2,5-MAL SO VIEL RAUM EIN 69% Frauen 31% Männer Das Familienleben spielt in der Berichterstattung zu Frauen eine weit bedeutendere Rolle als bei männlichen Führungskräften und nimmt 2,5-mal so viel Raum ein. Und das, obwohl die Forschung herausfand, dass unabhängig vom Geschlecht fast jeder der Familie einen höheren Stellenwert als der Arbeit einräumt. 2 Unsere Ergebnisse zeigen, dass das Thema Familienleben in der Berichterstattung über weibliche Führungskräfte (14 %) im Vergleich zu Männern (9 %) häufiger vorkommt. Außerdem wird in Texten über Managerinnen dem Thema 50 % mehr Raum eingeräumt. (Hiltrud Werners) Sohn wurde nebenbei groß, erzählt sie einmal. Ihre Tochter wurde zwischendurch geboren. Zeit Online (08/2018)

27 HERING SCHUPPENER 25 DEUTLICH HÄUFIGERE THEMATISIERUNG DES LIEBESLEBENS 78% Frauen 22% Männer Über private Beziehungen von Managerinnen (16 %) wird deutlich häufiger berichtet als über die von Managern (6 %). Wenn das Liebesleben beschrieben wird, nimmt es in Artikeln über weibliche Führungskräfte ein Viertel mehr Raum ein. Insgesamt erfährt das Liebesleben von Managerinnen damit 3,5-mal so viel Berichterstattung wie das ihrer Kollegen. Mit Mitte 30 wurde (Janina Kugel) Mutter mit dem Vater ihrer Kinder war sie bald nicht mehr zusammen, man wohnt aber weiterhin nah beieinander. Eine neue Liebe hat sich gefunden. manager magazin (12/2018) ZWEIMAL SO STARKER VERWEIS AUF DIE KINDHEIT 71% Frauen 29% Männer Journalistinnen und Journalisten sprechen die Kindheit der Managerinnen (11 %) häufiger als die der Manager (8 %) an. Berücksichtigt man die Gewichtung des Themas, so nimmt die Kindheit der Managerinnen mehr als doppelt so viel Raum ein als bei ihren männlichen Kollegen. Hatten Sie (Tina Müller) als Teenager eine wilde Phase, sodass Ihre Eltern sagen mussten: Stopp, Tina? stern (05/2018)

28 26 IN ZAHLEN Auch die Tonalität hinsichtlich der Kindheit unterscheidet sich bei Männern und Frauen deutlich. Die Vergangenheit von Männern wird generell wesentlich positiver betrachtet als die von Frauen. Schon ihre Mutter hatte (Ariane) Reinhart vorgelebt, dass Frauen sich durchboxen können. ( ) Sie geht noch zur Grundschule, da trennen sich die Eltern. ( ) Die berufstätige Mutter kauft ihr ein Pony und zahlt es auf Raten ab. Zeit Online (08/2018) GENAUERE BETRACHTUNG DES PRIVATLEBENS 58% Frauen 42% Männer Über das Privatleben wurde in unserem Mediensample öfter bei Frauen (19 %) als bei Männern (14 %) berichtet. Damit ist das Auftreten von Managerinnen oder Managern im privaten Umfeld gemeint und ihre Rolle, die sie in Familie und Bekanntenkreis einnehmen. Kunst, das war schon immer ihre Leidenschaft und ihre Entspannung. (Simone Menne) malt seit Jahrzehnten, vor allem schräge Vögel, Papageien und so etwas. Handelsblatt (08/2018) Ab sofort keine Freizeit mehr, ruft sie auf die Frage nach ihren Hobbies. Es folgt ein gewinnendes Lachen, das man auch als typisch amerikanisch bezeichnen könnte. Dann erzählt sie, dass sie ein großer Fan von Yoga ist und von Peloton Bike. Das ist eine neue Sportart aus den USA, bei der man zuhause auf einem Hometrainer in die Pedale tritt und dabei online mit anderen Menschen verbunden ist. Süddeutsche Zeitung (10/2019)

29 HERING SCHUPPENER 27 FÜHRUNGSPERSÖNLICHKEIT DER FRAUEN SELTENER, ABER AUSFÜHRLICHER BETRACHTET 56% Frauen 44% Männer Die Rolle als Führungspersönlichkeit wird Männern auf Führungsebene etwas häufiger (24 %) zugeschrieben als ihren Kolleginnen (21 %). Gehen Artikel auf die Führungspersönlichkeit ein, dann bei Männern jedoch weniger ausführlich als bei Frauen. Insgesamt hält sich die Berichterstattung zur Führungspersönlichkeit von Managerinnen und Managern dementsprechend in etwa die Waage. (Erich) Sixt steht zu seinen Meinungen und Prinzipien. Er fühlt sich damit immer wieder bestätigt. Eine Mischung aus Keckheit, Mut und Vorsicht hat ihn zu einem der erfolgreichen Unternehmer gemacht. Frankfurter Allgemeine Zeitung (05/2018) (Hiltrud) Werner, das kann man gleich eingangs sagen, ist als Chefin nicht unumstritten; ihre Führungskultur und ja Strenge wurden schon öffentlich thematisiert. Zeit Online (08/2018) MANAGERINNEN NEHMEN HÄUFIGER DIE ROLLE DES CHANGE AGENTS EIN 61% Frauen 39% Männer Die Rolle des Change Agents gilt als Treiber von Wandel oder ist dafür zuständig, ein Unternehmen auf mittlere bzw. lange Sicht auf die Zukunft vorzubereiten. Bei beiden Geschlechtern ist die Rolle des Change Agents in den Medien fast ausschließlich positiv konnotiert.

30 28 IN ZAHLEN Dieser Rolle wird bei Frauen anderthalbmal so viel Raum gegeben wie bei ihren männlichen Kollegen. Der Wille, etwas zu verändern, wird Frauen (19 %) etwas häufiger zugeschrieben als Männern (17 %) und es wird in einem höheren Detailgrad darüber berichtet. Ihre Spielräume nutzt sie (Janina Kugel) jedoch, um neue Themen zu besetzen. Sie hat den Zukunftspakt angestoßen, ein 100 Millionen Euro schweres Programm zur Weiterqualifizierung der Beschäftigten für die digitale Arbeitswelt. manager magazin (12/2018) Doch nun führt Inga Beale die Firma Lloyd s of London. Die Engländerin denkt gar nicht daran, alte Traditionen fortzuführen. Süddeutsche Zeitung (03/2018) MANAGER NEHMEN HÄUFIGER DIE ROLLE DES BEWAHRERS EIN 45% Frauen 55% Männer Die Rolle als Verwalter/in bzw. Bewahrer/in signalisiert intern sowie extern Kontinuität und Evolution statt Revolution und wird bei Männern (4 %) häufiger thematisiert als bei Frauen (3 %). Gehen Artikel auf die Rolle als Bewahrer/in ein, dann bei Managerinnen etwas ausführlicher als bei ihren Kollegen. Dieses Rollenbild wird bei Männern jedoch deutlich positiver umschrieben als bei Frauen. Die Turbulenzen beim Autozulieferer ZF Friedrichshafen haben vorläufig ein Ende: Mahle-Chef Wolf-Henning Scheider ist der neue starke Mann am Bodensee. Handelsblatt (01/2018)

31 HERING SCHUPPENER 29 Aufsichtschef Gerd Krick wertet die Berufung von Stephan Sturm, den er laut Mitteilung als idealen Nachfolger von Schneider sieht, als Zeichen für die Kontinuität in der Führung des Unternehmens. Handelsblatt (06/2016) MANAGERINNEN SIND EHER FÜRSPRECHER FÜR UNTERNEHMEN 64% Frauen 36% Männer Als Corporate Citizens werden Managerinnen (9 %) häufiger als Manager (4 %) definiert. Corporate Citizens übernehmen gesellschaftliche und repräsentative Aufgaben und vertreten das Unternehmen nach außen. Zieht man in Betracht, wie ausführlich ihnen die Rolle zugeschrieben wird, hat das Rollenbild der Corporate Citizens für Frauen eine etwa doppelt so große Bedeutung wie für ihre Kollegen. Dieses Rollenbild wird bei weiblichen Führungskräften außerdem wesentlich positiver betrachtet als bei Männern. Die Managerin (Christiana Riley) muss das angespannte Verhältnis zu den Regulierern verbessern, Kunden beruhigen, Mitarbeitern die neue Strategie vermitteln. Handelsblatt (01/2020) Mehr Offenheit kann sich (Tanja) Rückert auch nach außen hin vorstellen. Ihr neuer Arbeitgeber habe zwar gute Produkte, aber wir reden nicht genug über die Innovationen, die es bei uns gibt. Süddeutsche Zeitung (12/2018)

32 30 IN ZAHLEN BETRACHTUNG EXTERNER FAKTOREN BEIM KARRIEREAUFSTIEG 58% Frauen 42% Männer Über externe Gründe für Beförderungen wird in der Berichterstattung zu Managerinnen ausführlicher geschrieben als dies bei ihren männlichen Kollegen der Fall ist. Während 7 % der Artikel über weibliche Führungskräfte sich mit externen Umständen ihres Aufstiegs beschäftigen, tun dies lediglich 5 % der Artikel über ihre männlichen Kollegen. Auffällig ist besonders die Tonalität: Die externen Faktoren des Aufstiegs von Männern werden positiver bewertet als die ihrer Kolleginnen. Und drittens ist (Tina Müller) eine der wenigen Frauen in Deutschland, die es aus eigenen Kräften, noch dazu ohne familiäre Bande nach oben geschafft hat. Handelsblatt (12/2017) Wie bei vielen Frauen ( ) war es auch bei Hiltrud Werner eine Krise des Systems, die ihr den schnellen Aufstieg bis in die höchste Position ermöglichte. Zeit (08/2018) AUSFÜHRLICHERE BESCHREIBUNG DES AUSSEHENS 55% Frauen 45% Männer Zwar wird über das Erscheinungsbild von Männern (10 %) etwas häufiger geschrieben als über das Auftreten von Frauen (8 %). Das Aussehen von Frauen wird jedoch ausführlicher beschrieben als das bei ihren männlichen Kollegen der Fall ist. Dementsprechend nimmt das Erscheinungsbild von Frauen 30 % mehr Raum ein als bei Männern.

33 HERING SCHUPPENER 31 Aber ihre Nägel! Die funkeln, wie man es bei Frauen, die so weit gekommen sind, selten sieht. Daumen und Ringfinger sind raffiniert mit kleinen Steinchen in Szene gesetzt. So dezent (Hiltrud) Werners Kleidung ist, so exzentrisch ist ihr Nageldesign. Zeit (08/2018) FRAUEN HÄUFIGER ALS EXPRESSIV-CHARISMATISCH BESCHRIEBEN KOGNITIV 53% Frauen 47% Männer SOZIAL 54% Frauen 46% Männer EXPRESSIV-CHARISMATISCH 59% Frauen 41% Männer Etwa die Hälfte der untersuchten Artikel personalisierte Managerinnen (55 %) sowie Manager (49 %) kognitiv. Das bedeutet, sie thematisierten etwa gleich stark, wie kompetent die Person ihre Rolle ausfüllt und ob sie in der Erreichung bestimmter Ziele und Zwecke erfolgreich ist. Auch der soziale Modus, sprich die Darstellung der Führungskraft vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Normen, Fairness und sozialer Verantwortung spielt in der Berichterstattung bei Frauen (7 %) in etwa eine gleich große Rolle wie bei Männern (6 %). Stärker fällt der Unterschied zwischen den beiden Geschlechtern in Bezug auf die charakteristische, individuelle

34 32 IN ZAHLEN Eigenart (expressiv-charismatischer Modus) der beschriebenen Person aus. Charisma, Authentizität und Attraktivität weiblicher Führungspersönlichkeiten wird mit 43 % wesentlich häufiger als bei männlichen Kollegen (30 %) thematisiert. Charisma, Sichtbarkeit in den sozialen Medien und eine gehörige Portion Machtinstinkt. Personalvorständin Janina Kugel hat aus sich selbst eine Marke gemacht. manager magazin (12/2018) 1 Im Mediensample enthalten: Die Zeit, Süddeutsche Zeitung, Handelsblatt, Frankfurter Allgemeine Zeitung sowie Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, manager magazin, Die Welt sowie Welt am Sonntag, WirtschaftsWoche, Börsen-Zeitung. 2 Robin Ely & Michael Kimmel, Thoughts on the Workplace as a Masculinity Contest, 2018.

35 HERING SCHUPPENER 33 IN WORTEN Marion Horn Fränzi Kühne Janina Kugel Simone Menne Tina Müller Dr. Ariane Reinhart...78

36 34»DIE AUSNAHME, DIE RABENMUTTER, DIE KÄMPFERIN«

37 HERING SCHUPPENER 35»MANAGERINNEN WERDEN OFT UNFAIR BEWERTET!«Nach fast 20 Jahren als Chefredakteurin bei BILD und BILD am SONNTAG verließ Marion Horn im November 2019 den Axel Springer-Verlag. Horn ist überzeugt: Managerinnen müssen die Spielregeln selbst festlegen.

38 36»MANAGERINNEN WERDEN OFT UNFAIR BEWERTET!«Frau Horn, berichten Sie über Frauen in Führungspositionen anders als über Männer? Ich fürchte, davon sind wir alle nicht frei, ich auch nicht, denn Frauen in Führung sind immer noch so selten, dass sie besondere Aufmerksamkeit bekommen, genauer angeschaut werden. Von Frauen und von Männern. Wir werden ja durch ziemlich altmodische Rollenbilder geprägt. Also mir hat meine Mutter jedenfalls keine Märchen vorgelesen, in denen die Prinzessin die coole, kraftvolle Socke war, ihre Optik kein Thema und sie den Prinzen seiner Schönheit wegen in ihr großes Schloss geschleppt hätte. Es hilft, sich der Stereotypen über Männer und Frauen bewusst zu sein. Und ich bin mir dessen bewusst. Trotzdem verwendet auch die BILD am SONNTAG Stereotype. Journalismus spielt auch mit Klischees. Das finde ich nicht schlimm. Was zählt, ist, dass Menschen fair behandelt werden. Und dass wahr ist, was berichtet wird. Warum sind weibliche Stereotype so beliebt bei Journalisten? Sie sind nicht beliebter als in anderen Berufen. Übrigens auch die Stereotype über Männer. Väter, die länger als zwei Monate Elternzeit nehmen, werden ja auch schief angeguckt, weil sie nicht das typische Sie-bleibt-beim- Kind-er-verdient-das-Geld leben. Journalisten sind keine Fabelwesen. Die guten bemühen sich um Objektivität, aber sie können die Welt auch nur mit ihren Augen sehen und bewerten. Ich will das verdeutlichen: Journalisten haben auch Lebensmodelle. Je nachdem, ob sie Frau oder Mann sind, Mutter oder Vater, Doppelverdiener, Alleinerziehend oder in der klassischen Hausfrauenehe

39 HERING SCHUPPENER 37 lebend all das hat Einfluss darauf, wie sie die Managerin beurteilen, mit der sie eine Geschichte machen. Und bis heute stellt sich halt eher bei Frauen die Frage Kinder oder Karriere. Deshalb wird das in so vielen Artikeln über Managerinnen erwähnt. Diese Lebensfrage, bzw. wie man beides unter einen Hut bekommt und womöglich sogar eine lebendige Partnerschaft, das interessiert Menschen. Denn das hat ganz konkret etwas mit dem eigenen Leben der Leserinnen und Leser zu tun. Und es hilft, die Persönlichkeit einzuordnen. Das alles ist erstmal nichts Schlechtes. Mist ist aber, dass Managerinnen so oft unfair bewertet werden, auf dieses Private reduziert werden. Das macht man bei Männern ja auch nicht.»journalismus spielt auch mit Klischees. Das finde ich nicht schlimm. Was zählt, ist, dass Menschen fair behandelt werden.«sie haben sich selbst in einem Kommentar mal als Rabenmutter bezeichnet. Warum? Um das Wort zu veräppeln. Es war mir wichtig, klarzustellen, dass niemand perfekt ist. Natürlich hat man weniger Zeit für die Familie, vor allem aber für sich selbst, wenn man im Beruf engagiert ist. Ich wünschte, Frauen würden aufhören, perfekt sein zu wollen. Es gibt keine perfekten Familien. Es muss reichen, wenn wir Mann und Frau versuchen, die besten Eltern zu sein, die wir sein können.

40 38»MANAGERINNEN WERDEN OFT UNFAIR BEWERTET!«Einige Frauen in Führungspositionen lehnen Interviews inzwischen ab, weil sie es nicht ertragen, auf ihre Rolle als Mutter oder auf ihre Frisur reduziert zu werden. Ist das der richtige Weg? Auf keinen Fall. Es ändert sich doch endlich was! Kein Unternehmen, das bei Verstand ist, verwehrt Frauen den Zugang in hohe Positionen. Und Medien wollen die Geschichten von diesen Frauen erzählen, eben weil es so besonders ist. Erfolgreiche Frauen sollten auf die Bühne gehen und sich zeigen. Aus schlechter Presse lernen und besser vorbereitet weitermachen. Wenn ich nach den ersten vernichtenden Artikeln über mich nicht mehr mit Journalisten geredet hätte, wäre ich nie Chefredakteurin der größten deutschen Sonntagszeitung geworden. Aber ich verstehe dieses ich nehme meine Förmchen und verlasse die Sandkiste sehr gut, sage oft ab, weil es halt auch anstrengend ist und die Gefahr birgt, falsch verstanden zu werden. Ich hatte irgendwann keine Lust mehr, immer zu diesen Frauenfragen zu sprechen. Mein Beruf ist Journalistin, nicht Mutter. Ich habe erst vergangenes Jahr wieder angefangen, Podiumsdiskussionen anzunehmen. Denn es ist wichtig. Wer nicht redet, wird eben nicht gehört.»wenn ich nach den ersten vernichtenden Artikeln über mich nicht mehr mit Journalisten geredet hätte, wäre ich nie Chefredakteurin der größten deutschen Sonntagszeitung geworden.«

41 HERING SCHUPPENER 39 Wie können Managerinnen die Berichterstattung über sich beeinflussen? Sie müssen lernen, die Spielregeln mitzubestimmen. Also z. B. schon im Vorfeld des Interviews durch Profis im eigenen Team zu klären, in welche Richtung die Fragen gehen, mit welchem Spin der Artikel wann wie erscheinen soll und wer die Fragen stellen wird. Festlegen, welche Botschaft man selbst platzieren will. Wer von Journalisten professionell behandelt werden will, muss professionell mit ihnen umgehen. Fränzi Kühne, Mitgründerin der Berliner Digitalagentur TLGG, beklagt, dass sie in Artikeln immer wieder als unkonventionell dargestellt wird, weil sie einen Undercut trägt. Warum schießen sich Journalisten bei Frauen oft auf solche Äußerlichkeiten ein? Das geht nicht nur Frauen so. Viele Journalisten schreiben voneinander ab, weil sie als Vorbereitung auf den Termin alte Zeitungsartikel lesen und dann mit einer Prägung ins Gespräch gehen, und die ist eventuell nicht korrekt, oder nicht mehr korrekt. Als Chefredakteurin fand ich es immer sinnvoll, die Protagonisten am Anfang des Artikels einmal so vorzustellen, wie das Publikum sie bisher kennengelernt hat. Also etwa: Das ist Fränzi Kühne die mit dem Undercut. Aber dann muss sofort etwas Neues kommen, etwa im Gespräch mit XXXX hat sie überraschend konservative Positionen vertreten. Sonst ist es auch langweilig und Leser bzw. Leserinnen schalten ab. In den Chefetagen deutscher Medien sitzen vor allem Männer. Ist das ein Teil des Problems? Monokulturen funktionieren nirgendwo besonders gut. Ich habe selbst erlebt, dass männliche Chefs oft erst nach dem

42 40»MANAGERINNEN WERDEN OFT UNFAIR BEWERTET!«Aussehen, Alter oder dem Schuhabsatz der Protagonistin einer Geschichte fragen. Die meisten Journalistinnen, mit denen ich gesprochen habe, sind ziemlich genervt von solchen Testosteronis in Leitungsfunktionen. Ich bin es auch. Sie haben die BILD-Chefredaktion in einem Interview als Mad Men -Welt beschrieben. Wie meinen Sie das? Als ich im Jahr 2001 als stellvertretende Chefredakteurin zur BILD kam, war ich die einzige Frau im Team und die Männer in der Chefredaktion litten nicht an mangelndem Selbstbewusstsein. Sie kannten sich augenscheinlich alle gut, haben sich mit Spitznamen angesprochen und waren sich immer schnell einig, was eine Geschichte ist und wie sie erzählt werden müsse. Meine Meinung zählte nicht viel. Halt ein bisschen wie in der TV-Serie. Was hat sich seitdem verändert? Kai Diekmann hat das schnell verändert, es sind sehr viele Frauen in Führungspositionen gekommen, die vorher männlich besetzt waren. Ich glaube sogar, die sogenannten seriösen Zeitungen hängen da oft noch hinterher. Diekmann hat die Regel Auf der Shortlist für eine Position steht zum Schluss eine Frau und ein Mann eingeführt. Und man brauchte sehr gute Argumente, nicht die Frau zu nehmen. Trotzdem ist der Frauenanteil bei der Zeit immer noch höher als bei BILD, wie eine Studie des Vereins Pro Quote Medien vom Januar 2020 zeigt. Kann ich nicht beurteilen, ich bin bei BILD ja schon vor fast sieben Jahren raus zu BamS. Ich empfehle aber anzuschauen, welche Ressorts die Frauen wirklich leiten. Sind es so mächtige wie Politik oder Wirtschaft oder

43 HERING SCHUPPENER 41 Nachrichten oder Sport? Ich bin überzeugt, Redaktionen sollten paritätisch besetzt sein. Aber man kann männliche Mitarbeiter ja nicht feuern, weil sie Männer sind. Und nur den Frauenanteil zu erhöhen, ändert auch noch nichts. In Führungspositionen werden häufig solche Frauen gesetzt, die den Männern ähnlich sind. Und die machen dann genau das Gleiche wie ihre männlichen Kollegen. Und: Es ändert sich zu wenig, wenn die Männer sich weiter wie Cowboys verhalten. Männer müssen ihre Macho-Attitude ablegen, wenn wir erfolgreichen, interessanten Journalismus haben wollen. Es ist ein zäher Prozess.»In Führungspositionen werden häufig solche Frauen gesetzt, die den Männern ähnlich sind. Und die machen dann genau das Gleiche wie ihre männlichen Kollegen.«Was raten Sie Nachwuchsjournalistinnen? Selbstbewusstsein. Disziplin. Echtheit. Und Humor. Sonst wird man verrückt. Und nicht fiepsen, unbedingt die Stimme trainieren. Natürlich werden einem die guten Positionen nicht nachgeschmissen, aber alle Medien suchen jetzt kluge, gut ausgebildete Journalistinnen. Und sich von den Selbstzweifeln nicht verrückt machen lassen. Ich kenne das, habe nach weit über 30 Jahren in diesem Beruf Momente, in denen ich denke: Morgen wird jemand herausfinden, dass ich es nicht kann. Immer

44 42»MANAGERINNEN WERDEN OFT UNFAIR BEWERTET!«dran denken: Der Mann neben dir, der hat diese Zweifel nicht. Behalt sie für dich und überhole ihn lässig. Ruhig mal einen Job annehmen, den man bei Start noch nicht kann. Machen Männer ohne jeden Skrupel. Managerinnen fordern von den Medien, mehr Verantwortung zu übernehmen. Haben Medien die Macht, die Berichterstattung über Frauen zu verändern? Medien können keine neue Welt bauen. Aber sie können Strömungen verstärken oder reduzieren und Bilder zementieren oder aufweichen. Da sollten Medien Verantwortung übernehmen. Wie? Im Moment erklären noch viel zu oft Männer die Welt für Männer. Solange im Fernsehen und in der Zeitung meist nur Männer sprechen, wird sich wenig ändern. Terrorexperten, Virologen, Wirtschaftsexperten, alles Männer. Dabei gibt es exzellente Expertinnen für jedes Thema. Verantwortungsvolle Medien haben eine Datenbank mit weiblichen Experten. Es gibt keinen Grund, dass immer nur Männer den Erklärbär geben. Ich habe mein Team oft damit genervt, männliche Expertenzitate in Artikeln durch Frauen-Experten zu ersetzen. Dafür wurde ich auch kritisiert. Im Sinne von: Du disst ja Männer. Aber warum sollten Zeitungen mehr Frauen zu Wort kommen lassen, wenn sie vor allem von Männern gelesen werden? Weil es richtig ist. Frauen sind keine Randgruppe, wir sind die Hälfte der Welt. Das ist die Wahrheit. Und Medien fühlen sich ja der Wahrheit verpflichtet. Außerdem glaube ich, dass die großen, interessanten Themen sowieso

45 HERING SCHUPPENER 43 Männer und Frauen gleichermaßen interessieren. Männer und Frauen sind also gleich? Nein, das sind sie nicht. Frauen sind anders und Männer auch. Beide haben verdient, gleichwertig, gleichberechtigt und fair behandelt zu werden. Ich weiß nicht, wie ich die Welt sehen würde, wäre ich ein Mann. Sicher aber anders. Vielleicht sollten wir alle weniger auf die Unterschiede, sondern auf die Gemeinsamkeiten der Geschlechter gucken. Brüste oder lange Wimpern oder Kinder haben so viel bzw. so wenig Einfluss auf die Leistung einer Frau wie die Brustbehaarung oder die Wahl der Unterhosen bei einem Mann. Und jetzt dürfen Sie ruhig mal lachen.»medien können keine neue Welt bauen. Aber sie können Strömungen verstärken oder reduzieren und Bilder zementieren oder aufweichen.«

46 44»DIE AUSNAHME, DIE RABENMUTTER, DIE KÄMPFERINICH HABE ES SELBST IN DER HAND!«Wer Fränzi Kühne zum Gespräch trifft, kommt ums»du«nicht herum. Die Mitgründerin der Berliner Digitalagentur TLGG und bei ihrer Berufung jüngste Aufsichtsrätin Deutschlands bei der freenet AG macht sich nichts aus Konventionen auch nicht im Umgang mit den Medien.

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48 46»ICH HABE ES SELBST IN DER HAND!«Fränzi, wer dich googelt, findet massiv Lesestoff. Begegnen dir Journalisten anders als deinen männlichen Kollegen? Das ist schwer zu sagen. Wenn ich Interviews gebe, ist es immer ein Eins-zu-Eins-Gespräch. Allerdings wurde ich ein Jahr nach diesem Pressezirkus rund um den Antritt als jüngste Aufsichtsrätin Deutschlands von Martina Merz angesprochen, der Aufsichtsratschefin von Thyssenkrupp. Sie fand es komisch, auf welche Themen Journalisten mich in Interviews immer und immer wieder ansprechen. Bis dahin hatte ich das überhaupt nicht infrage gestellt. Ich dachte eben, diese Themen seien das Interessanteste, was es zu besprechen gibt. Welche Fragen waren das? Was ich für bevorstehende Aufsichtsratssitzungen in meinen Koffer packe. Welche Schuhe ich beim abendlichen Termin tragen werde. Oder ob mich Aufsichtsratskollegen mit meinem Undercut auch wirklich ernstnehmen. Insgeheim habe ich mich schon gewundert und gefragt, wann die mich endlich auf Digitalisierungsthemen ansprechen. Damit mir die Einseitigkeit der Gespräche bewusst wurde, habe ich allerdings diesen Schubser benötigt. Was hast du in dem Moment gedacht, als dir diese Einseitigkeit bewusst wurde? Wie unglaublich langweilig ich das finde, wenn alle Medien immer wieder dasselbe schreiben. Der Moment war tatsächlich ein Weckruf für mich. Seitdem erzähle ich die Geschichte anders, ignoriere Fragen zu meinem Undercut und mache verstärkt auf Digitalisierungsprobleme aufmerksam.

49 HERING SCHUPPENER 47 Apropos Undercut Digitalexperte Sascha Lobo trägt einen roten Irokesenschnitt, und dennoch geht es in der Medienberichterstattung über ihn größtenteils um Inhaltliches. Warum spielt sein Aussehen nicht so eine große Rolle wie deins? Ich glaube, dass Sascha Lobo seinen roten Iro selbst zum Markenzeichen gemacht hat. Ihm ist bewusst, wie er auftritt, und er setzt sein Auftreten gezielt ein. Die Marke Fränzi Kühne gibt es dagegen nicht und ich will mich auch nicht so positionieren. Ich will mir beim Friseur nicht überlegen müssen: So kann ich mir die Haare nicht schneiden lassen, sonst büße ich mein Markenzeichen ein. Pressearbeit läuft bei mir nebenbei, und mein Hauptfokus liegt auf meiner Firma sowie meinen Aufsichtsratstätigkeiten. Bist du mittlerweile in den Medien mehr Digitalexpertin als junge Frau und Mutter? Nein. Das ist das Ernüchternde. So sehr ich das kontrollieren will: Die Journalisten schreiben es trotzdem nicht Du wirst also immer noch häufig gefragt, wie du dein Familienleben und deine Karriere unter einen Hut bekommst? Nein, nicht mehr ganz so häufig. Das ist schon ein paar Jahre her und einfach nicht mehr spannend. Die Anfragen, bei denen ich merke, dass es wieder schwerpunktmäßig um diese Themen geht, nehme ich gar nicht mehr an.»insgeheim habe ich mich schon gewundert und gefragt, wann die mich endlich auf Digitalisierungsthemen ansprechen.«

50 48»ICH HABE ES SELBST IN DER HAND!«Wie entscheidest du ansonsten, wem du ein Interview gibst und wem nicht? Ich schaue erstmal, für welches Medium und Format das Interview ist. Ich sortiere und selektiere, einfach, weil ich mir mittlerweile selbst schon nicht mehr zuhören kann. Falls im Gespräch trotzdem Fragen zu meiner Tochter oder meinen Kleidungsstil kommen, sage ich ganz offen, dass ich drüber nicht mehr reden möchte. Das Witzige ist, dass Journalisten das auch mal gerne aufnehmen und sagen: Ja ich weiß, sie möchten nicht mehr darüber reden, aber da bleibe ich hart. Wann sagst du Medienanfragen ab? Zum Beispiel fragen Frauenzeitschriften, die sich hauptsächlich mit Mode und Beauty beschäftigen, ständig an. Da lehne ich immer vehement ab. Warum? Weil diese Magazine eben nicht die Frauen lesen, die ich gern mit meinen Digitalisierungsthemen erreichen möchte. Interessant sind eher Formate wie beispielsweise von der Industrie- und Handelskammer, die den gesamten Mittelstand erreicht. Bei solchen Gesprächen geht es dann auch eher um inhaltliche, fachspezifische Dinge. Da weiß ich: Hier kann ich meine Inhalte gut platzieren. Welche Unterschiede stellst du je nach Medium fest? Es ist meiner Meinung nach weniger abhängig vom Medium als von der Person, die das Interview führt, ob diese Familien- und Aussehens-Themen angesprochen werden.

51 HERING SCHUPPENER 49»Die Berichterstattung habe ich ja durchaus selbst in der Hand. Deswegen habe ich zuletzt meine Strategie geändert.«spielt das Geschlecht des Journalisten denn eine Rolle? Nein. Männer entschuldigen sich eher nochmal für stereotypische, klischeehafte Fragen: Ich weiß, das darf ich eigentlich nicht fragen, aber Frauen dagegen vermischen das mit einem vermeintlichen privaten Interesse: Ich bin ja in einer ähnlichen Situation, wie ist es denn bei dir? Kannst du dich noch an deinen ersten Kontakt mit Journalisten erinnern? Ja, dabei ging es allerdings nicht direkt um mich, sondern um die Agentur TLGG, die ich mitgegründet und bis Anfang dieses Jahres geführt habe. Im Jahr 2009 haben wir eine Kampagne für die SPD gemacht. Dazu hatte das New Business Magazin angerufen und mir fiese Fragen am Telefon gestellt. Ich habe versucht, darauf zu antworten, bin aber ins Schleudern gekommen. Ein paar Tage später kam dann die gedruckte Ausgabe mit einem ganz furchtbaren Interview über diese Kampagne. Was war daran so furchtbar? In dem standen Dinge, die ich so nicht gesagt habe. Seitdem dachte ich viele Jahre lang, dass ich mit gar keinem Journalisten mehr spreche. Ich habe auch eine längere Medienpause eingelegt. Richtig los ging es mit dem Pressemarathon dann erst wieder mit einem Bericht im

52 50»ICH HABE ES SELBST IN DER HAND!«Spiegel über freenet und meinem Aufsichtsrats-Antritt. Wie hast du diesen Bericht wahrgenommen? Da dachte ich: Krass, wow, ich bin Deutschlands jüngste Aufsichtsrätin und Der Spiegel berichtet darüber. Ich war unglaublich stolz. Doch insbesondere über die unzähligen Folgeberichterstattungen und das starke Interesse an mir und dem Antritt habe ich mich gewundert. Ich bin doch nur in einen Aufsichtsrat gegangen, dachte ich mir. Das war unerwartet, ich war Null darauf vorbereitet. Was wünschst du dir künftig in der journalistischen Berichterstattung? Die Berichterstattung habe ich ja durchaus selbst in der Hand. Deswegen habe ich zuletzt meine Strategie geändert. Im ersten Jahr habe ich medial alles mitgenommen, was ging. Im zweiten Jahr habe ich angefangen, zu selektieren. Und jetzt bin ich dabei, meinen Auftritt zu ändern, vermehrt Vorträge zu halten, um gar nicht erst die falschen Fragen gestellt zu bekommen. Bei diesen Formaten steht vermehrt das Fachliche im Vordergrund. Spreche ich dann doch mal mit Journalisten, habe ich mir eine neue Taktik angeeignet: Ich beantworte auch gelegentliche lapidare Fragen mit dem, was ich gerne fachlich sagen möchte eben ohne, dass es auf die eigentliche Frage passt. Das habe ich mittlerweile perfektioniert. Und was wünschst du dir speziell von Journalisten? Dass sie Verantwortung übernehmen, Frauen im gleichen Maß wie Männer mit fachlichen Themen zu positionieren. Journalisten haben so viel Einfluss auf die Sichtbarkeit von Frauen und ihre Themen in der Öffentlichkeit. Ich denke, aufgrund der aktuellen Berichterstattung haben es Frauen

53 HERING SCHUPPENER 51 in Unternehmen nach wie vor schwerer. Männer können einfach nicht glauben, dass ihre weiblichen Kollegen oder Vorgesetzten auch großes, fachliches Know-how haben könnten.»ich denke, aufgrund der aktuellen Berichterstattung haben es Frauen in Unternehmen nach wie vor schwerer.«

54 52»DIE AUSNAHME, DIE RABENMUTTER, DIE KÄMPFERINICH WILL ZEIGEN, DASS BEIDES GEHT: KINDER UND KARRIERE«Janina Kugel war bis Ende Januar Vorstandsmitglied und Leiterin des Personalwesens bei Siemens. Sie fordert: Medien müssen ihre Verantwortung anerkennen und helfen, alte Rollenmuster zu überwinden.

55 HERING SCHUPPENER 53

56 54»ICH WILL ZEIGEN, DASS BEIDES GEHT: KINDER UND KARRIERE«Frau Kugel, in Artikeln über Sie stolpert man immer wieder über Begriffe und Attribute wie Popstar, starke Frau, Königin von Siemens, und so weiter. Wie finden Sie das? Blöd. Sehr blöd. Als mich zum ersten Mal ein Journalist als Popstar bezeichnete, war ich echt sauer. Auch, weil Medien ja nicht selten voneinander abschreiben da taucht so ein Begriff dann ganz schnell überall auf. Passt mir das? Nein. Zumal ich mich selbst nie als Popstar bezeichnen würde und den Vergleich merkwürdig finde. Ich bin Managerin Punkt. Aber ich habe mich daran gewöhnt. Wer in der Öffentlichkeit steht, muss mit solchen Attributen leben. Bei Männern gibt es die ja auch, nur sind es eben andere als bei Frauen. Wie bewerten Sie die Berichterstattung über Männer und Frauen in der Wirtschaft allgemein? Die Berichterstattung über Frauen fällt oft deutlich wertender aus als die über Männer. Bei Frauen wird nicht nur über die Leistung im jeweiligen Verantwortungsbereich geurteilt, sondern auch über die Persönlichkeit. Auch das Äußere wird immer wieder bewertet. Mir fällt nur ein einziger Mann ein, über dessen Aussehen und dessen Anzüge ständig geschrieben wird, und das ist Heiko Maas. Noch ein Punkt: Bei Interviews mit Frauen stehen im Kurzporträt immer Informationen zu Kindern und Partner dabei. Der familiäre Hintergrund spielt eine Rolle, auch, wenn er im Interview gar nicht zur Sprache kam. Das ist bei Männern ebenfalls anders. Woran liegt das? Zum einen daran, dass es noch nicht so viele Frauen in Führungspositionen gibt. Berichte über Führungsfrauen

57 HERING SCHUPPENER 55 haben dementsprechend Seltenheitswert. Zum anderen hängt es mit dem gesellschaftlich geprägten Rollenverständnis in Deutschland zusammen. Egal, was eine Frau beruflich macht, sie ist trotzdem in erster Linie Ehefrau und Mutter. Und nicht selten schwingt bei einer Frau in Führungsrolle mit, ob sie denn diese (Norm-)Rollen auch noch ausfüllt und gerne auch wie gut oder schlecht. Damit geht eine Erwartungshaltung einher: Frauen müssen über ihren Job hinaus viel mehr leisten, zum Beispiel den Haushalt schmeißen und die Kinder betreuen. Diese Erwartungshaltung gibt es Männern gegenüber nicht. Früher haben meine Kollegen in Vorstandssitzungen immer erzählt, welche Zeitungen sie morgens schon gelesen hatten. Ich habe dann gesagt: Ich habe nur den Wirtschaftsteil geschafft, weil ich am Morgen noch Brotboxen präpariere und die Kinder schulfertig mache, außerdem noch dieses und jenes im Haushalt erledige. Macht sich die von Ihnen angesprochene Erwartungshaltung auch in Medienberichten bemerkbar? Ja. Es ist ja auch okay, nach Familie und Muttersein zu fragen, für ein Porträt etwa. Für ein fachliches Interview ist das aber nicht wichtig. Die Fragen oder Beschreibungen driften zudem oft ins Wertende ab. Frauen sind dann Rabenmütter oder müssen sich die Frage gefallen lassen, wie viel Zeit sie noch für ihre Kinder haben können.»bei Frauen wird nicht nur über die Leistung im jeweiligen Verantwortungsbereich geurteilt, sondern auch über die Persönlichkeit.«

58 56»ICH WILL ZEIGEN, DASS BEIDES GEHT: KINDER UND KARRIEREFrauen sind dann >Rabenmütter< oder müssen sich die Frage gefallen lassen, wie viel Zeit sie noch für ihre Kinder haben können.«sie haben schon mehrfach über den unconscious bias gesprochen, also über unbewusste Denk- und Rollenmuster. Unterliegen dem auch Journalisten? Bei Journalisten sehe ich das ganz häufig. Oft sind sie auch beeinflusst von Rang und Namen der Gesprächspartner: Manche Medien, etwa das Handelsblatt, berichten fast ausschließlich über CEOs. Sie sprechen nur mit Vorständen, die meist Männer sind. Das ändert sich nur ganz langsam. Aber die wahren Experten für Themen wie Künstliche Intelligenz oder Vergütungssysteme sitzen oft eine Etage niedriger, im mittleren Management, da gibt es viel mehr Frauen. Aber so etwas kann nur ins Bewusstsein dringen, wenn man sich darüber im Klaren ist. Gibt es bestimmte Kategorien, Rollen und Attribute, die Führungsfrauen von den Medien immer wieder zugeschrieben werden? Ja. Durchsetzungsstark, eloquent, hart, machtgierig, dominant, so etwas kommt immer wieder. Da kann ich nur sagen: In eine Top-Führungsposition schaffen es Menschen, die ein gewisses Ego haben, ein Machtempfinden und ganz viel Ehrgeiz. Egal welches Geschlecht sie haben. Aber die gleichen Attribute werden bei Frauen anders bewertet als bei Männern, auch wenn sie den gleichen Job machen.

59 HERING SCHUPPENER 57 In ihrem Twitter-Profil steht unter anderem, Sie seien woman and mother. Das haben Sie ja bewusst da hineingeschrieben. Warum? Weil ich ein Role Model bin, ein Vorbild für andere Frauen. Das ist mir zum ersten Mal bewusst geworden, als ich jeweils kurz nach der Geburt meiner Kinder wieder im Büro war und wildfremde Frauen in der Firma mich gefragt haben, wie ich Karriere und Muttersein unter einen Hut bekomme. Schließlich gibt es viele Beispiele dafür, dass Frauen in ihren Unternehmen auf dem Abstellgleis landen, wenn sie für die Kinder eine Auszeit nehmen. Anfangs habe ich mich gefragt, ob ich eigentlich ein Vorbild sein will. Geplant hatte ich das nämlich nicht, für mich war es immer normal, dass Karriere und Kinder sich vertragen. Das liegt auch an meiner beruflichen Sozialisierung, die zu großen Teilen in Skandinavien und in den USA stattgefunden hat. Inzwischen ist mir klar, dass mein Weg nicht für jeden normal ist. Deshalb habe ich entschieden, die Vorbildrolle anzunehmen. Ich will zeigen, dass Frauen Karriere und Kinder vereinbaren können. Es wird Zeit, das gesellschaftliche Bild der Rollenverteilungen zu verändern. Sehen Sie sich als Feministin oder finden Sie solche Bezeichnungen überflüssig? In Deutschland ist der Begriff Feministin sehr negativ konnotiert. Zu Unrecht. Im Prinzip geht es beim Feminismus nämlich schlicht um die Forderung, dass Menschen aller Geschlechter gleichgestellt sind. Wenn tatsächlich alle gleich behandelt werden und Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Herkunft, ihrer Sexualität oder ihrer Religion gleiche Möglichkeiten haben, dann

60 58»ICH WILL ZEIGEN, DASS BEIDES GEHT: KINDER UND KARRIERE«können wir aufhören, über Dinge wie Feminismus zu sprechen. Bis dahin bleibt es wichtig, eine entsprechende Haltung klar zu artikulieren. Und ja, ich bin Feministin wäre ja komisch, wenn ich als Frau und mit meinem beruflichen Werdegang keine wäre, oder? In einem Artikel über Sie heißt es, Sie würden Trendthemen wie Diversity besetzen. Wie empfinden Sie eine solche Wortwahl? Bodenlos, aber bezeichnend für die Situation unserer Gesellschaft. Und die Negierung, dass strukturelle Diskriminierung in unserer Gesellschaft leider die Norm ist. Auch deshalb betone ich mein Frau- und Muttersein in sozialen Medien. Damit klar wird, dass manches inzwischen normal geworden ist, was manche offenbar noch nicht für normal halten. Eventuell kann ich so zur Normalisierung von Diversität beitragen. Mir hat übrigens mal eine Freundin erzählt, dass Kinder aus dem Berliner Stadtteil Neukölln einen Vortrag von mir gesehen haben und begeistert waren. Weil sie gesehen hatten: Da ist eine schwarze Frau, die hat s geschafft. Über so etwas freue ich mich, während ich über Unverschämtheiten wie Trendthema Diversity im Zweifel einfach hinwegsehe. Was wünschen Sie sich von den Medien mit Blick auf deren Berichterstattung über Frauen? Medien sollten sich ihrer Verantwortung bewusst sein und dass sie das Rollenbild in Deutschland wesentlich prägen. Und dass sie eine Rolle darin haben könnten, das gesellschaftliche Bild zu verändern. Also sollten Journalisten Männern die gleichen Fragen stellen wie Frauen, auch wenn es um vermeintlich weibliche Themen wie

61 HERING SCHUPPENER 59 Kinderbetreuung geht. Aber das halte ich allerdings für ziemlich unrealistisch. Deshalb formuliere ich einen etwas realistischeren Wunsch: Gewisse Adjektive sollen aus der Berichterstattung verschwinden und Frauen nicht mehr ständig bewertet werden. Medienmachern sollte außerdem bewusst sein, dass Bilder und Überschriften teilweise eine stärkere Aussagekraft haben als Worte. Mehr sichtbare Weiblichkeit, mehr sichtbare Menschen mit anderen kulturellen Hintergründen, mehr sichtbare Diversity in den Medien könnte auf dem Weg zur Gleichstellung Wunder wirken.»medien sollten sich ihrer Verantwortung bewusst sein und dass sie das Rollenbild in Deutschland wesentlich prägen.«

62 60»DIE AUSNAHME, DIE RABENMUTTER, DIE KÄMPFERINWER DIE SPIELREGELN VERLETZT, KRIEGT KEIN INTERVIEW MEHR«Simone Menne, ehemalige Lufthansa- Finanzvorständin und Multi-Aufsichtsrätin, hat jahrelange Erfahrung mit den Medien. Sie weiß: Der richtige Umgang mit Journalisten ist entscheidend.

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64 62»WER DIE SPIELREGELN VERLETZT, KRIEGT KEIN INTERVIEW MEHR«Frau Menne, erinnern Sie sich an Ihre erste Begegnung mit den Medien? Ja, damals war ich noch Hauptabteilungsleiterin bei Lufthansa Technik ein total nettes Interview über Frauen in Führungspositionen. Die Journalistin, die damals die Fragen stellte, begleitet mich heute noch. Das war allerdings nichts im Vergleich zur medialen Aufmerksamkeit, die ich dann als Finanzvorständin bekommen habe. Waren Sie schon einmal unzufrieden mit einem Artikel beziehungsweise einer Schlagzeile über Sie? Die schlimmste Headline war im Nachrichtenmagazin Der Spiegel : Frau Menne hat noch Welpenschutz ein Zitat von einem Aufsichtsrat. Da war ich echt sauer. Über einen Mann würde man das weder sagen noch schreiben. Ich habe intern auch lautstark kommuniziert, dass ich das unschön fand. Übersetzt hieß der Ausspruch: Frau Menne hat einen Fehler gemacht, sie ist ja noch ganz neu in der Position, deswegen hat das keine Konsequenzen. Bei einem Mann hätte man eher geschrieben: Herr XY hat zwar etwas übersehen, aber die Situation noch gerettet. Was hätten Sie denn gerne über sich in den Medien gelesen? Über meinen Führungsstil hat beispielsweise noch nie jemand berichtet. Attribute wie ehrgeizig, zielstrebig und durchsetzungsstark werden interessanterweise immer nur Männern zugeschrieben. Es gibt klare Stereotypen, und das ist eines der Probleme, warum so wenig Frauen in Führungspositionen kommen. Frauen sind kommunikativ, empathisch und fleißig. Einmal wurde ich als loyal und fleißig beschrieben. Das hat mich geärgert.

65 HERING SCHUPPENER 63»Frau Menne hat noch Welpenschutz ein Zitat von einem Aufsichtsrat. Da war ich echt sauer. Über einen Mann würde man das weder sagen noch schreiben.«warum? Für mich hieß das: Sie ist nicht fähig, sitzt fleißig im Hintergrund und hält dem Vorstandsvorsitzenden den Rücken frei. Kommen Journalisten schon mit vorgefertigten Annahmen oder Vorstellungen ins Gespräch rein? Alle glauben, dass ich sehr selbstbewusst bin. Insbesondere nachdem ich in einem Interview mal gesagt habe: Ich traue mir zu, CEO zu sein. Darauf kommen immer wieder viele zu sprechen. Ist ja kein verwerflicher Ausspruch Sollte man meinen. Bereits vor Veröffentlichung des Interviews rief mich ein Aufsichtsrat an und meinte: So etwas sagt man nicht. Warum? Wäre er interviewt worden, hätte er genau dasselbe gesagt, da bin ich mir sicher. Doch eine Frau sollte so etwas nicht sagen, das gehört sich einfach nicht. Von uns wird vornehme Zurückhaltung erwartet. Wir sollen lieber darauf warten, angesprochen zu werden. Sie wussten also, dass eine solche Reaktion folgen würde. Warum haben Sie es dennoch in dieser Form autorisiert? Personalberater Heiner Thorborg hat sich in den Medien gerne zitieren lassen: Er kenne keine Frau, die in den

66 64»WER DIE SPIELREGELN VERLETZT, KRIEGT KEIN INTERVIEW MEHR«kommenden zehn Jahren CEO eines Dax-Unternehmens werden könnte. Da waren einige von uns ganz schön angefasst und haben gerade deshalb deutlich gesagt, was wir wollen. Ich habe den Journalisten damals sogar noch darauf hingewiesen, dass ich diese Schlagzeile cool fände. Sie spielen regelrecht mit den Medien, oder? Ich scheue mich zumindest nicht davor. Ich hatte nicht umsonst gelbe Pumps und ein blaues Kostüm an auf der Bilanzpressekonferenz der Lufthansa. Die Medien haben aber nicht nur meine Kleiderwahl interpretiert, sondern mein komplettes Auftreten: Was hat es zu bedeuten, dass ich vor Carsten Spohr durch die Tür gehe? Ist das seine Höflichkeit? Oder mein Machtbewusstsein? Geht er zuerst, ist er unhöflich. Gehe ich zuerst, bin ich machtbewusst. Egal, was wir getan hätten, die Medien hätten sich daran festgebissen. Ich finde das eher amüsant, als dass es mich ärgert. Apropos Machtbewusstsein: Viele Frauen in Führungspositionen beklagen, dass Macht bei Männern positiv und bei Frauen negativ konnotiert ist. Auf jeden Fall, das ist halt so. Deswegen habe ich auch mal gesagt, dass ich Macht gut finde, was direkt zur Schlagzeile wurde. Wenn Sie keine Macht haben, sind Sie ohnmächtig. Wer positiv gestalten will, braucht Macht. Das ist auch einer der Beweggründe, warum man überhaupt Vorstand werden will. Das Problem: Als Frauen sind wir so sozialisiert, dass wir eher die empathische, soziale Kümmerin sind. Männern wird es eher zugestanden, der Anführer sein zu wollen. Das Paradoxe ist: Mitarbeiter wollen häufig

67 HERING SCHUPPENER 65 eine starke Führung auch wenn alle Teamplay und flache Hierarchien propagieren. Wenn Sie jemand kritisiert oder maßregelt lässt Sie das zweifeln? Nein. Mein großer Vorteil ist und sonst wäre ich auch nicht da, wo ich bin, dass ich immer recht unabhängig war. Mein Glück war nie davon abhängig, ob ich nun diese eine Stelle behalte oder nicht. Ich habe mich nie verbogen. Klar sollte man sich Kritik anhören und überlegen, was davon gerechtfertigt ist. Aber wenn es dabei nur um Benimmregeln geht, lässt mich das kalt. Welche Art der Kritik nehmen Sie denn gerne an? Ich hatte mal eine Beraterin, die mein Auftreten während einer Pressekonferenz beobachtete und mir sagte, ich hätte im Gebiet des CEO gewildert. Damals war ich CFO und habe während der Pressekonferenz über Strategie gesprochen, was tatsächlich nicht mein Kompetenzbereich war. Solche Kritik nehme ich schon ernst. Sind Sie jemals auf der Karriereleiter abgestürzt? Ja, ein Mal. Das war schrecklich. Es gab eine Lufthansa- Ausgründung Lufthansa Revenue Services, die ich in Norderstedt begleitet habe. Als ein kaufmännischer Geschäftsführer gesucht wurde, habe ich meinen Hut in den Ring geworfen und klar gesagt: Ich habe die ganze Arbeit gemacht. Wenn ihr jemand anderen nehmt, bin ich weg. Ich habe den Job bekommen. Ich hatte damals zweifarbige Haare und einen Ohrring mit einer Kette an der Ohrmuschel. Damals hat der Finanzvorstand der Lufthansa zum Produktionsvorstand gesagt: Achten Sie darauf, dass das alles immer seriös bleibt.

68 66»WER DIE SPIELREGELN VERLETZT, KRIEGT KEIN INTERVIEW MEHRFrauen müssen klug genug sein, sich in der Medienberichterstattung so zu positionieren, dass auch etwas anderes als Stereotype rüberkommt.«wie kam es zur Niederlage? Ich habe ein IT-Projekt verantwortet, das zu lange gedauert hat und zu teuer war. Irgendwann hat der Aufsichtsratsvorsitzende entschieden, dass ich meinen Job los bin. Ich wurde also von einer Hauptabteilungsposition runtergestuft auf eine Abteilungsposition. Viele Leute haben mir da gesagt: Kein Mann hätte das mitgemacht und auf Privilegien verzichtet. Werden Sie häufig gefragt, warum Sie keine Kinder haben? Einmal hat mich jemand gefragt, ob ich Kinder wolle. Meine Antwort, die die Pressestelle übrigens rausgestrichen hat: Ich wäre nicht Vorstand, wenn ich Kinder hätte. Die Pressestelle wollte mich schützen, denn diese Aussage wäre schnell umgedreht worden. Dann hätte ich ja implizit gesagt: Alle Frauen, die Kinder haben und einen Vorstandsposten, sind Rabenmütter. Faktisch ist es so: Ich vermute, dass ich nicht so viel Energie in den Job gesteckt hätte, wenn ich Kinder gehabt hätte. Sie sind inzwischen als Galeristin aktiv. Wie haben Sie es geschafft, das Narrativ von der Ex-Finanzchefin auf Künstlerin zu drehen? Ich habe die Presse angeschrieben und die Journalisten gefragt, ob sie Lust haben, über meine Eröffnung zu berichten. Eine Aufsichtsrätin und Ex-Finanzvorständin,

69 HERING SCHUPPENER 67 die nun als Galeristin arbeitet, ist natürlich etwas Exotisches. Die Presse will ja auch sehen, ob ich das auch hinkriege. Der Künstler, mit dem ich ausgestellt habe, war enttäuscht. Der hat in der Berichterstattung gar keine Erwähnung gefunden. Die Kombination aus Multi-Aufsichtsrätin und Galeristin ist interessant für einige Medien, die Kunst alleine nicht. Was raten Sie jüngeren Führungskräften im Umgang mit der Presse? Medientraining ist wichtig. Häufig sitzt zwar auch ein Pressesprecher dabei, der das Gespräch überwacht, aber man sollte nicht in Fallen tappen. Können Sie ausschließen, dass?, ist eine typische Fangfrage, die man nicht beantworten sollte. Ich bestehe auch darauf, meine Zitate vor Veröffentlichung autorisieren zu lassen. Wer die Spielregeln verletzt, dem gebe ich kein Interview mehr Punkt. Auf welche Fragen antworten Sie nicht abgesehen von Fangfragen?! Bei manchen Themen habe ich einfach keine Lust mehr, etwas dazu zu sagen. Das kommuniziere ich dann auch klar. Immer wieder werde ich zu Frauenthemen gefragt, aber reden möchte ich eigentlich über Digitalisierung und was Aufsichtsräte tun. Geht es um Frauenthemen, stehe ich bei den Wirtschaftsmedien aber ganz oben auf der Liste. Wünschen Sie sich mehr Verantwortung von den Medien im Umgang mit Stereotypen? Sagen wir es so: Stereotype eröffnen Frauen auch Möglichkeiten. Ich habe immer Sorge, dass wir uns zu viel selbst reglementieren. Wenn wir in jeder

70 68»WER DIE SPIELREGELN VERLETZT, KRIEGT KEIN INTERVIEW MEHR«Berichterstattung gendern, dann fesseln wir uns selbst. Ich würde lieber sagen: Frauen müssen klug genug sein, sich in der Medienberichterstattung so zu positionieren, dass auch etwas anderes als Stereotype rüberkommt. Die, die es wollen, kommen mit ihrer Message auch in die Zeitung. Im Umkehrschluss heißt das: Lieber eine Frage über Kinder und Aussehen tolerieren und im Umkehrschluss die eigene Message platzieren? Ja. Ich bin durchaus bereit, mich zu persönlichen Fragen zu äußern es hilft mir ja.»attribute wie ehrgeizig, zielstrebig und durchsetzungsstark werden interessanterweise immer nur Männern zugeschrieben.«

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72 70»DIE AUSNAHME, DIE RABENMUTTER, DIE KÄMPFERIN«

73 HERING SCHUPPENER 71»WIR MÜSSEN RAUS AUS DER GENDER- KLISCHEEFALLE«Tina Müller hat sich im Marketing von Henkel und Opel einen Namen gemacht und ist seit November 2017 CEO des Premium-Beauty-Händlers Douglas. Sie findet: Zu viele Journalisten haben Vorurteile gegenüber erfolgreichen Frauen.

74 72»WIR MÜSSEN RAUS AUS DER GENDER-KLISCHEEFALLE«Frau Müller, das Handelsblatt nennt Sie ein Ausnahmetalent und betont, dass Sie zu den wenigen Frauen gehören, die es an die Spitze geschafft haben. Das manager magazin bezeichnet Sie als Deutschlands härteste Managerin. Wird Ihnen all das gerecht? Lassen Sie es mich so sagen: Es gibt immer noch wenige Frauen im Top-Management, und deshalb werden sie als etwas Seltenes oder als etwas sehr Ungewöhnliches beschrieben und man verfällt häufig in Klischees, die dem Facettenreichtum einer Persönlichkeit nicht gerecht werden. Dahinter steht die Idee, dass eine Frau, die es auf so eine Position schafft, eine Persönlichkeit mitbringen muss, die nicht der Regel entspricht. Wenn Männer Karriere machen, entsprechen sie hingegen voll und ganz der Norm. Und was heißt das für die Wahrnehmung von Männern in den Medien? Männer gelten nicht direkt als Ausnahmetalent, nur weil sie auf einem gewissen Level angekommen sind. Sie können den Unterschied am manager magazin sehen: Über einen Novartis-Manager wurde in deren Newsletter kürzlich geschrieben, dass er innerhalb eines Jahres zwei Drittel seines Top-Managements ausgetauscht hat. Er wird deshalb als Goldjunge bezeichnet. Ich hingegen war in einer ähnlichen Situation die harte Managerin, als ich ein neues Team zusammengestellt habe. Ein Mann ist also durchsetzungsstark, packt an, gestaltet, geht nach vorne. Bei einer Frau heißt es häufig: Sie ist überehrgeizig und hart.

75 HERING SCHUPPENER 73»Es gibt immer noch wenige Frauen im Top-Management, und deshalb werden sie als etwas Seltenes oder als etwas sehr Ungewöhnliches beschrieben.«wie kam es zu dieser doch recht kritischen manager magazin-titelgeschichte über Sie als Deutschlands härteste Managerin? Ich nehme an, dass der Journalist mit einer Reihe an Männern gesprochen hat, die das Unternehmen verlassen hatten. Wenn ein Mann von einer Frau ausgewechselt wird, ist das für ihn sicherlich schlimmer, als wenn die verantwortliche Führungskraft männlich gewesen wäre. Ein Prozess, der unterbewusst abläuft. Und dass solche Kandidaten entsprechend negativ über die Frau sprechen, die das verantwortet, liegt auf der Hand. Glauben Sie, dass Redaktionen solche unterschwelligen Ressentiments bewusst einsetzen? Davon gehe ich sehr stark aus. Manche Medien neigen dazu, immer stärker zu pointieren. Ich glaube, dass durch die Digitalisierung der Medien eine Headline heute reißerischer sein muss. Die Leute lesen zunehmend weniger, viele Leser bevorzugen es knackig und provokant, klischeehaft und einseitig, damit sie sich für eine Geschichte interessieren. Zudem funktionieren negative Headlines besser als positive eine Tatsache, die auf grundlegenden psychologischen Mechanismen beruht.

76 74»WIR MÜSSEN RAUS AUS DER GENDER-KLISCHEEFALLE«Tauchen in Berichten über weibliche Führungskräfte immer wieder dieselben Klischees auf? Ja, wenn Klischees auftauchen, dann sind es häufig dieselben. Ariane Reinhart beklagt sich darüber, dass es in der Presse ständig um ihr Aussehen geht, ganz anders als bei Männern Das ist absolut richtig. Fast jeder Artikel über mich beginnt so: ihre dunkle Lockenmähne, ihr roter Lippenstift, ihr dies und das und jenes Bei mir werden weniger die Klamotten kommentiert, weil sich der Rest besser kommentieren lässt, nämlich Haare und Lippenstift. Es gibt kaum Berichterstattung, in der meine äußere Erscheinung nicht zur Sprache kommt. Kommen Journalisten in Interviews auch ansonsten immer wieder mit denselben Themen an? Ja, in der Tat. Neben den Business Themen geht es auch immer wieder darum, dass ich eine der wenigen Frauen auf einer CEO-Position bin, und dass so eine Frau besonders ehrgeizig und taff sein muss. Unterstellen Medienvertreter Frauen in Führungspositionen also, wie Männer geworden zu sein? Nein, das war vielleicht früher mal so, aber aus dieser Phase sind wir endlich raus. Unterschwellig scheinen viele Journalisten aber noch zu denken: Wenn eine Frau so weit gekommen ist, muss sie besonders ehrgeizig sein. Oder man schreibt einer Frau in vergleichbarer Position kurzerhand männliche Attribute zu und glaubt, dass sie damit ausreichend porträtiert ist.

77 HERING SCHUPPENER 75»Ein Mann ist also durchsetzungsstark, packt an, gestaltet, geht nach vorne. Bei einer Frau heißt es häufig: Sie ist überehrgeizig und hart.«haben Sie das Gefühl, dass Journalisten die Geschichte zur Person oft schon vor dem Interview im Kopf haben? Das kann man nicht verallgemeinern. Es passiert eher dann, wenn schon einmal in einem Medium prominent über den- oder diejenige geschrieben worden ist. Denn bevor Journalisten zu einem Interview kommen, lesen sie vergangene Berichterstattung zum besagten Protagonisten. Dadurch besteht die Gefahr, dass sich ein bestimmtes Bild von einer Person wie ein roter Faden durch jedes Interview zieht. Wie würden Sie sich die Berichterstattung über weibliche Führungskräfte wünschen? Ich würde mir wünschen, dass es keine Unterschiede in der Berichterstattung gibt. Äußerlichkeiten, die nichts mit der Sache zu tun haben, sollten nicht kommentiert werden. Zudem sollten wir uns alle immer wieder fragen: Bin ich gerade in die Falle getappt, eine Frau wegen ihres Geschlechts mit anderen Adjektiven zu betiteln, als ich es bei einem männlichen Manager getan hätte? Die meisten Journalisten würden Ihnen entgegnen, dass sie das gar nicht tun. Dass sie total neutral sind Das stimmt. Und weil das auch viele Manager denken, gibt

78 76»WIR MÜSSEN RAUS AUS DER GENDER-KLISCHEEFALLE«es Führungskräftetrainings zum Thema Diversity. Dabei geht es exakt darum, erst einmal erkennen zu lernen, wie viel Voreingenommenheit es im Umgang zwischen Mann und Frau und in gemischten Teams eigentlich noch gibt. Solche Trainings machen einem bewusst, wie voreingenommen man womöglich selbst ist und in welche Klischeefallen man hineintappen kann. Ich bin sicher, dass diese Studie ein entsprechendes Bewusstsein schaffen wird und die Achtsamkeit erhöht.»bei mir werden weniger die Klamotten kommentiert, weil sich der Rest besser kommentieren lässt, nämlich Haare und Lippenstift. Es gibt kaum Berichterstattung, in der meine äußere Erscheinung nicht zur Sprache kommt.«

79 HERING SCHUPPENER 77

80 78»DIE AUSNAHME, DIE RABENMUTTER, DIE KÄMPFERIN«

81 HERING SCHUPPENER 79»WÄREN WIR ALLE NUR ABZIEHBILDER, WÄRE DAS SCHRECKLICH«Dr. Ariane Reinhart ist seit 2014 Mitglied des Vorstands von Continental und zuständig für Personal und Nachhaltigkeit. Sie sagt, Unterschiede seien etwas Gutes, nicht nur zwischen den Geschlechtern. Das sollten auch Medien stärker betonen.

82 80»WÄREN WIR ALLE NUR ABZIEHBILDER, WÄRE DAS SCHRECKLICH«Frau Reinhart, sind Sie in Interviewsituationen eigentlich noch nervös? Nein, überhaupt nicht. Mit Interviews ist es so wie mit allen Aspekten einer Karriere: Mit der Zeit bekommt man Übung. Ich bin jetzt bei Continental seit fünfeinhalb Jahren. Mit der Zeit sind Medienkontakte für mich zur Normalität geworden. Dazu kommt, dass ich sehr gute Unterstützung habe: Wir haben eine sehr stark ausgeprägte Feedback- Kultur bei Continental, nach jedem Interview erhalte ich Feedback von unserer Pressestelle. Zusätzlich habe ich einen sehr guten Coach zu Hause. Mein Mann war Topmanager und zuvor Politiker. Er hat also viel Erfahrung im Umgang mit Medien und konnte mir schon den einen oder anderen guten Tipp geben. Das heißt, Sie hatten zwei Medientrainings. Richtig. Lesen Sie Berichte über andere Führungsfrauen wie Tina Müller oder Janina Kugel? Selbstverständlich. Und teilweise ärgere ich mich auch darüber. Wenn beispielsweise betont wird, wie hart eine Managerin sei. Eigentlich ist das ja positiv. Wenn über einen Mann berichtet wird, wie taff er ist, klingt das immer gut. Bei Frauen wird dagegen suggeriert, sie seien zickig. Haben Sie den Eindruck, dass Journalistinnen und Journalisten unterschiedlich fragen und berichten? Nein, das nicht. Es gibt ja im Wirtschaftsjournalismus auch mehr Männer als Frauen.

83 HERING SCHUPPENER 81 Man hat Sie in Artikeln als hanseatisch kühl bezeichnet. Ein Conti-Manager wurde mit den Worten zitiert, er wisse nicht, wofür Sie stehen. Treffen Sie solche Aussagen? Das lässt mich natürlich nicht ganz kalt. Insbesondere bei HR-Themen hat ja jeder immer eine Meinung, eine Idee, das Thema gilt als eher metaphysischer, softer Faktor. Deshalb haben wir uns in den vergangenen Jahren stark auf ein KPI-gesteuertes HR-Management fokussiert und entschieden, nur Dinge zu machen, die einen echten, messbaren Mehrwert bringen. In einem anderen Bericht heißt es, Sie seien abwartend und belauernd. Nehmen Sie sich selbst so wahr? Nun ja, ich höre sehr genau zu. Und meine Methode ist es, immer wieder Fragen zu stellen. Das habe ich mir über die Jahre antrainiert. Diese Technik ist besser, als gleich in den Konflikt zu gehen, vor allem, wenn man als Frau allein unter Männern ist. So können die männlichen Kollegen selbst auf Antworten kommen. Der eine oder andere legt das vielleicht als abwartend und belauernd aus. Ich bin durchaus straight und nenne die Dinge gerne beim Namen. Diese Offenheit findet vielleicht nicht jeder gut. Aber auch hier möchte ich die Frage stellen: Würde man die gleichen Eigenschaften in der Art einem Mann zuschreiben?»wenn über einen Mann berichtet wird, wie taff er ist, klingt das immer gut. Bei Frauen wird dagegen suggeriert, sie seien zickig.«

84 82»WÄREN WIR ALLE NUR ABZIEHBILDER, WÄRE DAS SCHRECKLICH«Haben Sie das Gefühl, dass Sie mehr auf sich achten müssen, weil Medien bei Frauen auch immer wieder das Äußere thematisieren anders als bei Männern? Das Gefühl habe ich schon immer, aber nicht wegen der Medien. Ich bin durchaus ein eitler Mensch und achte auf mein Äußeres. Ich bin auch froh, dass ich keine dunklen Anzüge tragen muss. Ich trage gerne Farbe, ich trage gerne Kleider. Ich bin gerne eine Frau. Dennoch ist mir natürlich bewusst, dass Medien es werten, wenn ich zum Beispiel ein pinkes Kostüm anhabe. Warum ist das so? Wissen Sie es? Was ist Ihre Vermutung? Meine Vermutung ist, dass in vielen Köpfen immer noch sehr alte Rollenbilder verankert sind. Und dass es ein weiter Weg ist, bis wir das überwunden haben. Dazu eine Anekdote: Ich war neulich auf einer Veranstaltung in Berlin. Da sagte ein Mann, früher am Flughafen hätten immer diese hübschen, blonden Stewardessen gesessen, heute sei ja alles automatisiert. In solchen Momenten wird deutlich, dass alte Rollenmuster fest in vielen Köpfen verankert sind. Da sehe ich die Medien durchaus in der Pflicht: Sie müssen darauf achten, dass sie diese Muster nicht zusätzlich bedienen. Bei Wahlen ist es ja so, dass das Aussehen von männlichen Kandidaten so gut wie nie thematisiert wird. Bei Frauen geht es oftmals darum. Diese Wertung hat auch etwas mit Macht zu tun, das finde ich fatal. Von Frauen werden oft unvorteilhafte Bilder genommen.

85 HERING SCHUPPENER 83 Müssen Frauen zwangsläufig unter diesen Umständen leiden oder gibt es Strategien, mit denen sie sich ein dickes Fell zulegen können? Ich ärgere mich zwar über manche Berichte, aber ich leide nicht darunter. Bei manchen Berichten habe ich schon das Gefühl, dass Medien Frauen bewusst beschädigen wollen. Sie haben vorhin gesagt Ich bin gerne Frau. Haben Sie das Gefühl, dass Sie sich dafür entschuldigen müssen? Nein, ganz im Gegenteil. Das Wichtigste ist, man selbst zu sein. Wenn ich mit meinen Vorstandskollegen zusammensitze, kann ich ganz anders argumentieren als sie. Ich stelle auch ganz andere Fragen, habe eine andere Perspektive. Man kann das Frausein nutzen nicht im Sinne von Kokettieren, sondern um zu sagen: Ich bin anders. Es entsteht kein Wert, wenn alle gleich sind. Dann kommt am Ende immer das gleiche Ergebnis. Es gilt also, Unterschiede positiv zu sehen und zu nutzen.»man kann das Frausein nutzen nicht im Sinne von Kokettieren, sondern um zu sagen: Ich bin anders. Es entsteht kein Wert, wenn alle gleich sind.«

86 84»WÄREN WIR ALLE NUR ABZIEHBILDER, WÄRE DAS SCHRECKLICH«Sie sind als Frau in der Autobranche mittlerweile keine Exotin mehr. Sie wurden oder werden aber teilweise so dargestellt. Dienen Sie als Aushängeschild? Natürlich ist speziell die Automobilbranche ein sehr männlich dominiertes Business. Aber egal in welcher Branche, egal in welchem Unternehmen Führungsfrauen sind immer Rollenvorbilder. Und zwar nicht nur nach außen, sondern auch und vor allem nach innen. Ich möchte ja, dass es noch viel mehr Frauen in die Führungsetagen schaffen und somit in meine Fußstapfen treten. Das ist übrigens ein Thema, das mir momentan Sorgen macht weil ich eine Stagnation erkenne. Was genau meinen Sie damit? Im vergangenen Jahr sind vier weibliche Führungskräfte aus Dax-Unternehmen ausgeschieden. Ein gewaltiger Aderlass, angesichts der wenigen weiblichen Vorstände. Ich verstehe zwar, dass Kolleginnen keine Lust mehr auf den Vorstandsposten haben und lieber Aufsichtsrätinnen werden, das ist weniger stressig. Haben Sie einen Wunsch an die Medien? Ich wünsche mir, dass unsere Töchter und Enkeltöchter die Frau-Mann-Diskussion nicht mehr führen müssen. Ich wünsche mir mehr gelebte Chancengleichheit. Jeder Mensch hat Talente und Qualitäten. Wären wir alle nur Abziehbilder, wäre das schrecklich.»ich wünsche mir, dass unsere Töchter und Enkeltöchter die Frau-Mann-Diskussion nicht mehr führen müssen.«

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88 86»DIE AUSNAHME, DIE RABENMUTTER, DIE KÄMPFERIN«ÜBER DIE AUTOREN Jan Hiesserich ist Managing Director im Kapitalmarktteam von Hering Schuppener. Er berät Kunden vor allem in Fragen der M&Aund CEO-Reputation sowie bei der kommunikativen Entwicklung ihrer Unternehmensstrategien. Zuvor betreute er für die führenden britischen und spanischen Beratungsunternehmen Maitland sowie Llorente & Cuenca zahlreiche internationale Mandate in den Bereichen M&A- und Finanzkommunikation von London und Madrid aus. Jan Hiesserich ist Autor des Buches»Der CEO-Navigator«(Campus, 2013) und Co-Autor des Buches»Der CEO im Fokus«(Campus, 2015). Er studierte Internationale Beziehungen, Leadership, Politische Wissenschaften und Finance an der Wharton- und Harvard Business School sowie den Universitäten Bonn, Prag und Warwick (UK). Anna-Lena Lämmle ist Associate im Kapitalmarktteam von Hering Schuppener in Frankfurt. Sie berät Kunden bei der strategischen Positionierung sowie Finanz- und CEO-Kommunikation. Dabei betreut sie Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen mit einem Schwerpunkt im Finanz- und Mobilitätssektor. Vor ihrem Eintritt bei Hering Schuppener arbeitete Anna-Lena Lämmle über zwei Jahre für die Kommunikationsabteilung ihrer Universität und verbrachte einen Forschungsaufenthalt im Medienprogramm der Konrad-Adenauer-Stiftung in Südafrika. Sie hat einen Abschluss in Kultur und Wirtschaft mit Schwerpunkt in Medien- und Kommunikationswissenschaft der Universität Mannheim.

89 HERING SCHUPPENER 87 Maximilian Hofmann ist Associate im Kapitalmarktteam von Hering Schuppener in Frankfurt. Er berät Mandanten in Fragen der strategischen Positionierung und Finanzkommunikation. Sein Schwerpunkt liegt dabei auf Unternehmen aus dem Finanz- und Automobilsektor. Vor seinem Einstieg bei Hering Schuppener arbeitete Maximilian Hofmann unter anderem als selbstständiger PR-Berater, für die BMW Group und mit dem DIRK e.v. an einem Forschungsprojekt zur Digitalisierung der Investor Relations. Er hat einen Abschluss in Kommunikationswissenschaft, Betriebswirtschaftslehre und Psychologie der Université de Fribourg (Schweiz) und studierte Communication Management im Master an der Universität Leipzig sowie der Ohio University (USA). Jan Hiesserich, Anna-Lena Lämmle Maximilian Hofmann

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