Der IT-Betrieb im Bundesministerium des Innern. Dr. Christoph Latsch Referatsleiter Z6 - Informations- und Kommunikationstechnik.

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1 Dr. Christoph Latsch Referatsleiter Z6 - Informations- und Kommunikationstechnik

2 Die Nachfrage Das Angebot Der sichere Betrieb Der virtuelle Betrieb Der grüne Betrieb Der Umgang mit Komplexität Der (grüne) Betrieb

3 Die Nachfrage Etwa 2500 Nutzer in drei Behörden (BMI, BKM und BDBOS) benötigen Informations- und Kommunikationsdienstleistungen in fünf Städten, vier Hauptliegenschaften, sechs weiteren Liegenschaften und etwa einhundert Home Offices. Standardbedarf ist Bürokommunikation, Festnetztelefon. Es werden ca. zweihundertundvierzig weitere Softwarelösungen nachgefragt; Konvergenz IT-TK wird Schlüsseltechnologie Der Bedarf an mobilen Lösungen steigt stetig. 3

4 Das Angebot (1) 2500 APC, 700 Notebooks / Netbooks, 150 Thin Clients Windows XP SP 3, MS Office 2007, IE8, Acrobat Writer 8 Fileablage auf Gruppenlaufwerk, persönlichem Laufwerk Mobiler IVBB-Zugang (NCP), UMTS / Edge, WLAN Full Desktop (Citrix) 3500 TK-Endgeräte Festnetztelefone Faxgeräte, Multifunktionsgeräte normale Handys Handhelds Kryptohandys, Kryptofaxe, Elcrodat 50 VK-Ausstattungen am Arbeitsplatz (Webcam) 4

5 Das Angebot (2) Große Anwendungen DOMEA, EPOS, MACH, GSB, Bibliothek. Auch groß, aber speziell IMSware, Elver, IMS, ZAM, Xphone, Helpline. Über 200 fachspezifische Entwicklungen Access, Java, VB, Perl,.Net 150 MS SQL, 25 Oracle, 4 MySQL Konsolidierung läuft! frei surfen (ReCoBS); Multimedianutzung 5

6 Der sichere Betrieb Grundschutzempfehlungen, Vorgaben UP Bund nahezu umgesetzt, Zertifizierung nach ISO spätestens Anfang 2011 (Dokumentationsmaschinerie läuft auf Hochtouren...) Redundanzen bei Servern (vmotion, auch liegenschaftsübergreifend) Netzwerk (LAN(Core)- und WAN-Komponenten doppelt) Fileablagen (Storage wird zwischen Liegenschaften gespiegelt) Applikationsarchitekturen (cold-, warm-, hot- Standby, Loadbalancing, HA-Lösungen Datenbankcluster (z. B. RAC) 6

7 Der virtuelle Betrieb (1) Serverbetrieb wird seit 2005 virtualisiert z. Zt. ca. 100 echte Server 2 Cluster mit 4 ESX-Servern (je 8 Quadcore CPU, 512 GB Ram) mit 190 produktiven Servern, 100 Testservern Terminalserverfarm Exchangeserver (nicht mehr lange) SQL-Cluster Oracle RAC Neue Server nur auf ESX. Ausnahmen müssen gut begründet werden! 7

8 Der virtuelle Betrieb (2) Seit 2004 wird Storage virtualisiert SAN / NAS Einführung mit EMC-Systemen 2009 Wechsel auf HP EVA Keine dedizierten Datenlaufwerke mehr Server haben nur noch Systemplatten 2010 Virtualisierungsschritt mit F5 Acopia Netto-Datenbestand 30 TB 8

9 Der virtuelle Betrieb (3) Anwendungsvirtualisierung Ab

10 Der grüne Betrieb s. o. s. u. 10

11 Der Umgang mit Komplexität (1) Verfügbarkeitsanforderungen, Abhängigkeit von IT, Antwortzeitverhalten, Redundanzprobleme, Zusammenspiel von echten und virtuellen Systemen, Virtualisierungsschichten, Clusterverhalten, QoS auf dem Netz, WAN-Laufzeiten, Transaktionssteuerung, synchrone / asynchrone Datenhaltung, Backupzeiten, Restoredauer, Wiederanlaufzeit, unterschiedliche Patchstände, Changemanagement, Sicherheitslücken, Exploits, Migrationsaufwände, Wartungsfenster. Beherrschbar? Behalten Sie den Überblick? Die Aufwände steigen überproportional! 11

12 Der Umgang mit Komplexität (2) Die DOMEA-Akte stellt neue Anforderungen an den Betrieb: 24x7 Verfügbarkeit Wiederanlaufzeit maximal 8 Stunden Anspruchsvolles Antwortzeitverhalten Komplexe Systemarchitektur 12

13 Der Umgang mit Komplexität (3) DOMEA-Architektur im BMI, stark vereinfacht 13

14 Der Umgang mit Komplexität (4) Ein Flaschenhals der DOMEA-Applikation ist das Abarbeiten der Queries auf dem RAC. Das Zusammenspiel von RAC-Komponenten untereinander und von RAC und Storage ist mannigfaltigen Einflüssen unterworfen. Daher wurde der Appliance-Gedanke aufgegriffen: Einsatz der ORACLE Exadata Database Machine. Vorbehalte bei den Admins: Man mag keine Black Boxes! 14

15 Der Umgang mit Komplexität (5) 3 Half Database Machines 15

16 Der Umgang mit Komplexität (6) Die Messwerte überzeugen Domea Standard Domea Exadata Faktor Backup schreiben 1 h 10 min 6 Full Export 3 h 25 min 30 min 7 Index erzeugen 1 h 35 min 1 min 45 sec 55 Volltextkatalog erzeugen 3 h 20 min 1 min 35 sec 300 TOP SQL Ausführungszeiten 6 h 10 min 8 sec 2700 Während des ganzen Testzeitraums läuft das System stabil Einsatz für andere Anwendungen wird geprüft 16

17 Der (grüne) Betrieb 2020 (1) Ab 2015 bezieht das BMI einen neuen Dienstsitz in Berlin (nähe Kanzleramt, Hauptbahnhof) 17

18 Der (grüne) Betrieb 2020 (2) Für die unabhängige Versorgung mit IKT-Services auch im Falle besonderer Lagen wird ein Rechenzentrum errichtet. Das Rechenzentrum wird energetisch an das Heiz- / Kühlsystem der Gesamtliegenschaft gekoppelt. Zur thermischen Bewirtschaftung des Hauses wird Geothermie genutzt. Im Winter wird das Haus mit Erdwärme und mit Prozesswärme aus dem Rechenzentrum beheizt. Im Sommer wird Wärme in das Erdreich zurückgepumpt. 18

19 Der (grüne) Betrieb 2020 (3) 19

20 Der (grüne) Betrieb 2020 (4) Der Beitrag der IT wird geringer ausfallen, als zunächst geplant: Server, Clients, aktives Netzwerk und Peripherie erzeugen immer weniger Abwärme. Entsprechend mehr Erdwärme wird benötigt. 20

21 Der (grüne) Betrieb 2020 (5) Beitrag zur Stadtbildverschönerung: Keine herkömmlichen Rückkühlwerke auf dem Dach. 21

22 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Fragen? 22

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