Verhaltenskybernetik, Feldenkraismethode, Moderner Tanz IfK Kinästhetik in der Pflege Hatch/Maietta/Bauder

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2 Verhaltenskybernetik, Feldenkraismethode, Moderner Tanz IfK Kinästhetik in der Pflege Hatch/Maietta/Bauder Seit 1999 Viv-Arte Kinästhetische Mobilisation Bauder Mißbach

3 Unternehmens- Philosophie Allgemeine Grundwerte Individuelle Trainings Lebensqualität Aus der Praxis Erfahren, Unterschiede merken, Wirkung reflektieren Pädagogisches Verständnis Für die Praxis Gesundheits-/ Krankenpflege Bewegungsund Beziehungsförderung

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5 Leichter, gesunder Transfer? 1.Verständnis für physiologische Bewegung 2.Fähigkeiten zum Führen und Folgen 3.Kreativität zum Entwickeln von Strategien

6 Strategien entwickeln? 1. Bewegungs-und Steuerungskriterien berücksichtigen 2. Probleme und Ressourcen von Klienten erkennen 3. Vorgehensweise entwickeln 4. Auswirkung reflektieren

7 1. Tätigkeit: Hinsetzen an Bettkante 2. Bewegungskriterien: Kontinuierliches Be- und Entlasten Stamm Extremitäten - Stamm 3. Steuerungskriterien: Eigenbewegung übertragen Widerstand merken und reagieren

8 Volle Konzentration für: 1.Kommunikation mit dem Patienten über das taktil-kinästhetische Sinnsystem 2.Überwachung der Zu-und Ableitungen visuell 3.Vorbereitung der Extremitäten für die Gewichtsübernahme

9 Weshalb so viel Nähe zum Patienten: Ergänzen der fehlenden Haltefunktion Vertrauen gewinnen Verbessern der Körperwahrnehmung Sich fähig erfahren Weshalb ohne Selbstkontrolle Hinsetzen? Sekundärprobleme verhindern Stoffwechsel anregen Belastbarkeit trainieren Atmung stimulieren

10 Sinne merken Unterschiede in: Zeit Raum Anstrengung Kinästhetisches Sinnsystem (Körperbewusstsein) Unterschiedliche Körperspannung Unterschiedlicher Druck zur Umgebung

11 Bewegungsinteraktionen sind einmalige nicht wiederholbare Erlebnisse. Jedes Mal erfahren wir Neues über uns selbst und unsere Bewegungspartner.

12 Direkteste Form von Informationsaustausch Führen und folgen über Berührung und Bewegung: Auf gleicher Ebene beziehen Eigenbewegung übertragen Unmittelbar anpassen

13 In diesen direkten körperlichen Trackingprozessen (Vgl. K.U.Smith) entwickelt sich ein besseres Gespür für die Dosierung der Anstrengung. Gleichzeitig gemeinsame Bewegungsinteraktionen erzeugen SOZIALVERHALTEN Fördern Kreativität und Fertigkeiten KÖRPER Wohlbefinden durch Anregen von Stoffwechsel, Hormonen etc. Gleichzeitig gemeinsame Bewegungsinteraktionen Stärken Körperbewusstsein und Selbstbewusstsein PSYCHE

14 Etwa 20 % der Bundesbürger erkranken ein- oder mehrmals im Leben daran. Nach Angaben der WHO leiden weltweit 121 Millionen Menschen an Depressionen. (2020 sollen Depressionen die zweithäufigste Krankheit sein)

15 Reaktive Depression Endogene Depression Stark veränderte Lebensbedingungen Störungen im cerebralen Stoffwechsel Beziehungskonflikte Körperliche Behinderungen Abnahme der Leistungsfähigkeit Medikamente

16 Das Bewusstsein,, wurde zu einem armseligen Rinnsal. Meine Erlebniswelt verdorrte und verkümmerte (...). Meine Welt war zusammengeschrumpft auf das Bett zum Schlafen. (Piet Kuiper, Professor für Psychiatrie; er litt 3 Jahre an einer schweren Depression)

17 Vermindertes Körperbewusstsein Subjektives Gefühl der Gelähmtheit Konzentrationsschwierigkeiten Veränderte Beziehung zur Umgebung Schwere Gliedmaßen Tiefe Verspannungen Äußerlich schlaffer Tonus Reduzierte Belastbarkeit Verminderte Durchblutung Reduzierter Stoffwechsel Gehemmte Motorik Gleichgewichtsstörungen Mechanische Bewegungsabläufe Reduzierte Alltagshandlungen

18 Zielsetzung: Normalisierung des Verhaltens und Handelns Grundlegende Therapien Begleittherapien medizinisch sozial psychotherapeutisch psychoedukativ Sporttherapie Entspannungstraining Tanztherapie Musiktherapie etc Behandlungserfolg ist stark abhängig von positiver Beziehung zum Behandelnden

19 Begleittherapie, am ehesten der Sporttherapie zuzuordnen Thematik: Führen und Folgen über Bewegung und Berührung Vorwiegendes Arbeiten auf der körperlichen Ebene Mit wenig Leistungsdruck und Freude

20 Aufbau und Neuentwicklung des Körperbewusstseins Verbesserung der Wahrnehmungs-, Konzentrations-und Koordinationsfähigkeit Verbesserung der Befindlichkeit Verbesserung der Alltagsmotorik Verbesserung der Beziehungsfähigkeit und sozialer Fertigkeit Verbesserung der körperlichen Belastbarkeit

21 Zug- und Druckerfahrungen 1.In Beziehung zu materieller Umgebung? 2.In Beziehung zu andern Menschen ohne Berührung? 3.In Beziehung mit anderen Menschen über Berührung?

22 Schrittweise Steigerung der Komplexität der Bewegungsübungen und Anforderungen Level 1: passive Einzelbehandlungen Level 2: passive, teilaktive und aktive Bewegungsübungen Level 3: Gruppenaktivitäten

23 Anwendung bei starken körperlichen Symptomen und für den Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung Ziele: Beziehung zum Patienten aufbauen Verspannungen lösen Körperbewusstsein anregen Entspannung ermöglichen Leichtigkeit empfinden

24 Die aufrechte Haltung ist eine Leistung; angeboren muss sie doch erst erlernt werden und wenn sie längst zum gesicherten Besitz geworden, fordert sie immer erneut Mühe und Anstrengung ( Zitat Straus 1960, Psychologie der menschlichen Welt)

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28 Anwendung wenn Vertrauen vorhanden, loslassen möglich ist, der Muskelktonus ausgeglichener ist Ziel: Körperbewusstsein verfeinern Koordination erleichtern Körperliche Beziehung zulassen können Etwas kleines leisten, beitragen können Spaß an ungewohnten Bewegungen entdecken

29 Anwendung wenn Eigenaktivität möglich ist und körperliche Beziehung zu anderen Menschen keine Angst macht Ziele: Körperbewusstsein verfeinern Sich konzentrieren Andern etwas gutes Tun Etwas wagen, Erfolge genießen (Selbstbewusstsein) Belastbarkeit, Beweglichkeit, Kraft und Kondition trainieren Freude empfinden Erleben, wie gemeinsames Bewegen das Wohlbefinden verbessert

30 Bewegungen auf beweglicher Unterstützungsfläche sind eine große Herausforderung für das gesamte Bewegungssystem

31 Vertrauen aufbauen, motivieren Regelmäßig anbieten Keine Über- und keine Unterforderung (Vermeiden von Mißerfolgssituationen) Stärkung der Selbstverantwortlichkeit Wirkungen reflektieren Lernschritte bewusst machen

32 Beurteilung erfolgt durch Patient und Pflegeperson Interaktion Ich habe tagsüber Schmerzen (Skala 1-10) Ich fühle mich antriebslos (Skala 1-10) Ich fühle mich müde und lustlos (Skala 1-10) Die Berührung war angenehm (Skala 1-10) Ich spüre meinen Körper besser (Skala 1-10) Möglichkeiten der Entspannung während der Behandlung 1=kann sofort loslassen, 2=kann nach 1-5 Minuten loslassen, 3= nach 5-10 Minuten 4= nach Minuten, 5= 15-20Minuten, 6= mehr wie 20 Minuten, 7= muss nach 20 Minuten abgebrochen werden, 8= muss nach 15 Minuten abgebrochen werden, 9= muss nach 10 Minuten abgebrochen werden, 10 muss nach 5 Minuten abgebrochen werden

33 Funktionale Anatomie: Körperliche Bedingungen Skala 1-10: normal bis sehr starke Abweichung Muskeltonus erhöht: Lokalisieren Muskeltonus schlaff: Lokalisieren Fehlhaltung in: Lokalisieren Einschränkung der Gelenksbeweglichkeit in: Lokalisieren Innere Anspannung Gefühl des gelähmt seins

34 Menschliche Bewegung 1= Ziel wird mit Leichtigkeit erreicht bis 10= Ziel wird gar nicht erreicht: Skala Gehen vor Behandlung Gehen nach Behandlung Hinlegen und Aufstehen vor Behandlung Hinlegen und Aufstehen nach Behandlung Ungewohntes Aufstehen und Hinlegen vor Behandlung Ungewohntes Aufstehen und Hinlegen nach Behandlung Menschliche Funktion Ich schlafe nachts: Skala 1-10: 1= sehr gut, 10=gar nicht Meine Verdauung ist O Obstipation oder O Diarrhoe: Skala 1-10: 1= Normal, 10=sehr starke Abweichung Ich schaffe die notwendigsten Alltagsfunktionen: Skala 1-10; 1= mit Leichtigkeit, 10 = gar nicht

35 Anstrengung Ich kann meine Atmung auch bei grösseren Leistungen leicht anpassen: Skala 1-10, 1= ja, 10 = Ich bin sehr schnell ausser Atem Ich bin schnell aufgeregt und verkrampfe mich: Skala 1 10, 1=nie, 10= immer Ich ziehe mich bei Problemen zurück: Skala 1 10, 1=nie, 10= immer Vor Behandlung: Blasse Gesichtsfarbe, kein Ausdruck: Skala 1 10, 1=rosig, 10= fahl Nach Behandlung: Blasse Gesichtsfarbe, kein Ausdruck: Skala 1 10, 1=rosig, 10= fahl Beziehung über Druck kann gehalten und leicht reguliert werden: Skala 1 10, 1=mit Leichtigkeit, 10= gar nicht Umgebung Ich habe Angst vor oder während der Behandlung: Skala 1 10, 1=nie, 10= immer Ich kann loslassen und die passiven Bewegungen genießen: Skala 1 10, 1=ja ich geniesse alles und entspanne mich, 10= ich kann gar nichts geniessen und nicht entspannen

36 1994 Günzburg erste Erfahrungen Uni Ulm Programmentwicklung Heidenheim Erprobung Beobachtung von sehr positiven Reaktionen der Patienten Förderung der Vertrauensbasis zwischen Patient und Pflegenden Schwierigkeiten von einzelnen Pflegenden mit Nähe und Distanz Organisatorische Schwierigkeiten (Zeit, Raum) Feste Therapiezeiten und geeignete fest gebuchte Räumlichkeiten

37 Level 1: 3 Tage Unterricht, 3 x Praxisbegleitung für alle Teilnehmer Level 2: 3 Tage Unterricht, 6 x Praxisbegleitung für alle Teilnehmer Level 3: 6 Tage Unterricht, 3 x Praxisbegleitung für alle Teilnehmer

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