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1 Arbeit: sicher und fair! Die Befragung.» Ergebnisse mit dem Fokus auf Angestellte und daraus resultierende Herausforderungen» Foto: F1online / Imagebroker

2 Rücklauf der Befragung Der Rücklauf bei Angestellten Alle Erwartungen wurden übertroffen: Antworten Zusammensetzung der Gruppe: alle Beschäftigten aus Einkauf, Vertrieb, Marketing, F&E Meister, Techniker, Fachwirt aus produktionsnahen Bereichen und internen Dienstleistungen alle Beschäftigten mit Hochschulabschluss Angestellte nahmen an der Befragung teil Damit liegt die Beteiligung der Angestellten deutlich über ihrem Organisationsgrad (29% im Vgl. zu 21%) Von den Befragten Angestellten sind: 49,3 % Nichtmitglieder = höchster Rücklauf an Unorganisierten! 22 % sind Frauen 90 % arbeiten in Vollzeit 42 % (64.603) sind Akademiker/-innen 2

3 Rücklauf der Befragung Rücklauf und Bedeutung Betriebe Siemens Robert Bosch PA VW Audi Daimler Mercedes-Benz Continental BMW MAN Truck & Bus SAP AG Ford Werke IAV 800 Bosch Thermotechnik 800 ZF Lenksysteme 700 Anzahl Fragebögen (Akademiker/-innen) Gute Beteiligung von Angestellten an der Beschäftigtenbefragung Die große Beteiligung von Nichtmitgliedern (49,3%) zeigt, dass wir auch diese Beschäftigten erreichen können. Die Fragebögen der Angestellten konnten Betrieben zugeordnet werden große Streuung Bei den Akademiker/-innen stammen der insgesamt Fragebögen aus den seitlich dargestellten Unternehmen der Rest ist breit gestreut! Fazit: Die Ergebnisse der Angestellten kann sowohl im Hinblick auf Ihren Anteil an allen Befragten, als auch im Hinblick auf die betriebliche Streuung als relevant angesehen werden. 3

4 Zusammenfassung Kernthemen: Flexibilität, Vereinbarkeit, Weiterbildung, Rente / alter(n)sgerechtes Arbeiten Aus den Ergebnissen der Beschäftigtenbefragung lassen sich folgende vier Kernthemen ableiten, die für Angestellte besonders relevant sind. Im Rahmen dieser Präsentation wird der Fokus insbesondere auf die Ergebnisse gelegt, die dich diesen Kernthemen zuordnen lassen. Flexibilität wird von Angestellten größtenteils akzeptiert, sofern sie selbst mitbestimmen und gestalten können. Die Vereinbarkeit von Arbeit und Leben hat für Angestellte einen hohen Stellenwert. Sie wird insbesondere als Zeitsouveränität von Beschäftigten gesehen. Weiterbildung ist für Angestellte sehr wichtig. Über Betrieb und Vorgesetzte äußern sich Angestellte tendenziell positiver, haben aber zugleich keine Zeit für Weiterbildung. Rente / Alternsgerechtes Arbeiten ist für Angestellte ein wichtiges Thema. 4

5 Ergebnisse der Beschäftigtenbefragung Erstes Kernthema: Flexibilität 5

6 Befragungsergebnisse Thema: Flexibilität Frage: Wenn ihr Betrieb von Ihnen Flexibilität fordert: Wie stehen Sie grundsätzlich dazu? Die befragten Angestellten sind mit großer Mehrheit (90%) der Ansicht, Flexibilität dürfe das Privatleben nicht stark beeinträchtigen Die meisten Angestellten (82%) stimmen der Aussage zu, mit Flexibilität gut umgehen zu können. 6

7 Befragungsergebnisse Thema: Flexibilität Frage: Wie stehen Sie grundsätzlich zu Flexibilität? Insgesamt gibt es eine eher positive Einstellung zum Thema Flexibilität. Bei Angestellten ist diese noch stärker ausgeprägt als bei anderen Beschäftigten. Lediglich 21% der Angestellten stimmen der Aussage Flexibilität lehne ich ab. Sie geht vor allem zu Lasten der Beschäftigten zu. Im Vergleich: Bei Akademiker/-innen ist der Anteil mit 16% noch geringer. Unter allen Befragten liegt der Anteil bei 31%. 7

8 Befragungsergebnisse Thema: Flexibilität Frage: Ändert sich Ihre tägliche Arbeitszeit kurzfristig auf Anforderung des Betriebs? Angestellte sind häufiger von kurzfristigen Arbeitszeitänderungen auf Anforderung des Betriebes betroffen als andere Beschäftigte Bei den Akademiker/-innen liegt dieser Wert etwas höher 8

9 Befragungsergebnisse Thema: Flexibilität Flexibilität : Wichtige Erkenntnisse aus der Befragung von Angestellten Angestellte haben höhere Ansprüche beim Thema Arbeitszeitflexibilisierung. Dieses ist ein wichtiges Themenfeld für zielgruppenspezifische Maßnahmen. Flexibilität wird nicht abgelehnt, teilweise werden sogar Vorteile gesehen. Es gibt jedoch Skepsis gegenüber den betrieblichen Flexibilitätserwartungen und die Bedingung, dass diese nicht zu sehr ins Privatleben eingreifen. Deutliche Unterschiede bestehen bei Arbeitszeiten und dem Wunsch, von Zuhause aus zu arbeiten. Hier gibt es die größten Abweichungen insgesamt. Als Kompensation wünschen sich Angestellte vor allem einen Freizeitausgleich, der sich am eigenen Bedarf orientiert. An zweiter Stelle liegen verbindliche Vereinbarungen zur Beschäftigungssicherung. Problematisch: 30% der Angestellten machen sich starke oder sehr starke Sorgen um Ihren Arbeitsplatz 10

10 Befragungsergebnisse Konsequenzen Herausforderungen aus Sicht der Angestellten zum Thema Arbeitszeit/ Flexibilität Zeitsouveränität durch kollektiv abgesicherte Gestaltungsrechte Homeoffice: Regeln schaffen, die funktionieren Bei Erziehung und Pflege: Rahmen schaffen durch tarifvertragliche Regelungen Hoher Stellenwert der Familien- und Sorgearbeit 11

11 Ergebnisse der Beschäftigtenbefragung Zweites Kernthema: Vereinbarkeit 12

12 Befragungsergebnisse Thema Vereinbarkeit Frage: Wie wichtig ist Ihnen Souveränität/ Flexibilität bei der Arbeitszeit für eine Vereinbarkeit von Beruf und Leben? Angestellte wünschen sich stärker als die Grundgesamtheit der Befragten, die Arbeitszeit kurzfristig an ihre privaten Bedürfnisse anpassen zu können. Ebenfalls wichtig ist eine Absenkung der Arbeitszeit für Kinderbetreuung oder Pflege. Bei den Akademiker/innen ist der Unterschied noch etwas ausgeprägter. 13

13 Befragungsergebnisse Thema Vereinbarkeit Arbeitsbelastung/ Entgrenzung Die Hälfte aller Befragten gibt an, dass sie sich bei der Arbeit ständig oder häufig gehetzt fühlen. Dieser hohe Wert ist über alle Beschäftigtengruppen konstant! Von einer Ausweitung der Arbeitszeit in die Freizeit (z.b. Wochenende) sind alle Beschäftigtengruppen gleichermaßen betroffen. Nur 1/3 der Angestellten gab an, dass sie nie außerhalb ihrer regulären Arbeitszeit arbeiten müssen! 14

14 Befragungsergebnisse Thema Vereinbarkeit Frage: Würden Sie gerne einen Teil Ihrer regulären Arbeit von zu Hause aus erledigen? Mehr als die Hälfte der Angestellten und Akademiker/-innen möchten gerne einen Teil ihrer Arbeit von zu Hause aus erledigen Bei dieser Frage gibt es die größte Abweichung zur Gesamtheit aller Befragten! Allerdings setzt der Wunsch nach Homeoffice voraus, dass die jeweilige Arbeit auch außerhalb des betrieblichen Arbeitsplatzes zu erledigen ist. Dies ist bei Angestellten sicher häufiger möglich als in anderen Bereichen. 15

15 Befragungsergebnisse Thema Vereinbarkeit Frage: Benötigen Sie eine Kinderbetreuung, die besser zu Ihrem Arbeitsleben passt? Das Problem, dass die Kinderbetreuung nicht zu den Arbeitszeiten passt ist offensichtlich für alle Beschäftigten gleichermaßen von Bedeutung. Die meisten Beschäftigten scheinen Betreuungsmöglichkeiten für Kinder zu haben, die zu ihren Arbeitszeiten passen oder sie haben keine Kinder und haben deshalb keinen Bedarf. (Genauere Untersuchungen folgen) Insgesamt stimmen rund 70% der Befragten der o.g. Aussage (eher) nicht zu. 16

16 Befragungsergebnisse Thema Vereinbarkeit Vereinbarkeit : Wichtige Erkenntnisse aus der Befragung von Angestellten Die Vereinbarkeit von Arbeit und Leben hat für Angestellte einen hohen Stellenwert und wird insbesondere in Bezug auf Zeitsouveränität der Beschäftigten gesehen. Stärker als die Gesamtheit der Befragten wünschen sich Angestellte, die Arbeitszeit kurzfristig an ihre privaten Bedürfnisse anzupassen bzw. Arbeitszeit für Kinderbetreuung und Pflege abzusenken. Notwendig ist eine beteiligungsorientierte Arbeit der Interessenvertretung, die mit den Beschäftigten passgenaue Lösungen zur Vereinbarkeit findet (siehe auch unten: hohe Bereitschaft der Angestellten, sich zu beteiligen). 17

17 Befragungsergebnisse Konsequenzen Herausforderungen aus Sicht der Angestellten zum Thema Vereinbarkeit Flexibilität im Sinne der Beschäftigten regulieren Zeitsouveränität stärken Mitgestaltungsmöglichkeiten bei flexibler Arbeitszeit Entgrenzung gegensteuern 18

18 Ergebnisse der Beschäftigtenbefragung Drittes Kernthema: Weiterbildung 19

19 Befragungsergebnisse Thema Weiterbildung Frage: Wie wichtig ist Ihnen Weiterbildung? Achtung, die Frage ist umgekehrt formuliert! 84% der Angestellten geben an, dass sie für ihre Arbeit Weiterbildung benötigen. Bei der Gesamtheit der Befragten liegt der Wert mit 70% deutlich niedriger. 20

20 Befragungsergebnisse Thema Weiterbildung Frage: Wie gut sind Angebote und Unterstützung seitens des Betriebs? Angestellte äußern sich positiver zu Angeboten von Betrieb und Vorgesetzten als die Gesamtheit der Beschäftigten. Auch fühlen sich Angestellte und insbesondere Akademiker/innen in der beruflichen Entwicklung durch ihre Vorgesetzten aktiver unterstützt als die Grundgesamtheit. 21

21 Befragungsergebnisse Thema Weiterbildung Frage: Haben Sie Zeit für Weiterbildung? Obwohl die Angebote besser sind und auch die Wichtigkeit von Weiterbildung höher eingeschätzt wird, haben 45 % der Angestellten keine Zeit für Weiterbildung. 22

22 Befragungsergebnisse Thema Weiterbildung Drittes Kernthema: Weiterbildung Weiterbildung ist für Angestellte sehr wichtig. Die Befragten äußern sich vergleichsweise positiver zu Angeboten von Betrieb und Vorgesetzten Allerdings geben sie an, dass sie die Angebote aufgrund der hohen Arbeitsbelastung häufig nicht nutzen können. 23

23 Befragungsergebnisse Konsequenzen Herausforderungen aus Sicht der Angestellten zum Thema Weiterbildung Inanspruchnahme von Weiterbildungsangeboten durch die Beschäftigten verbessern TV Quali bekannt machen und nutzen! Reduzierung der Arbeitsbelastung 24

24 Ergebnisse der Beschäftigtenbefragung Viertes Kernthema: Rente & Alter(n)s- gerechtes Arbeiten 25

25 Befragungsergebnisse Thema Alter(n)sgerechtes Arbeiten Arbeitsfähigkeit bis ins Rentenalter Trotz der günstigeren Arbeitsbedingungen in Hinblick auf alter(n)sgerechtes Arbeiten, geht ein Drittel der Angestellten (33 %) davon aus, bei gleichbleibenden Anforderungen nicht bis 65 arbeiten zu können. Unter Akademiker/innen ist es ein Viertel (25 %). 26

26 Befragungsergebnisse Thema Alter(n)sgerechtes Arbeiten Arbeitsfähigkeit bis ins Rentenalter Maßnahmen für eine Leistungsfähigkeit bis zum Renteneintritt sehen Angestellte vor allem in einer ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung: Diese Maßnahme erhält 96 % Zustimmung, bei Hochqualifizierten 94 %. An zweiter Stelle steht die Möglichkeit, sich beruflich weiterzuentwickeln (92 % Zustimmung, Akademiker/innen ebenso). 27

27 Befragungsergebnisse Thema Rente/Alterssicherung Wünsche für den Übergang in die Rente 28

28 Befragungsergebnisse Thema Rente/Alterssicherung Frage: Sorgen Sie privat ausreichend fürs Alter vor? 58 % der Angestellten geben an, dass sie nicht oder nicht ausreichend private Altersvorsorge betreiben. Bei Akademiker/innen sind es etwas weniger, aber mit 52 % immer noch ein sehr hoher Wert. 29

29 Befragungsergebnisse weitere Themen Thema Rente/ Alter(n)sgerechtes Arbeiten Rente bzw. Alterssicherung sind für Angestellte sehr wichtig. Die meisten Angestellten haben keine ausreichende Altersvorsorge. Entsprechend findet Arbeitgeberfinanzierte Altersvorsorge hohe Zustimmungswerte. Das Thema alter(n)sgerechtes Arbeiten hat für Angestellte ebenso hohe Bedeutung wie für die Gesamtheit der Befragten. 30

30 Befragungsergebnisse Konsequenzen Herausforderungen aus Sicht der Angestellten zum Thema Rente & Alter(n)sgerechtes Arbeiten Flexible Übergänge gestalten Betriebliche Altersvorsorge ausbauen 31

31 Ergebnisse der Beschäftigtenbefragung Und jetzt?! 32

32 Befragungsergebnisse - weitere Ergebnisse Beteiligungsmöglichkeiten für Angestellte schaffen Stärkere Beteiligung von Angestellten Die Unterschiede zwischen Arbeiter- und Angestelltenbereichen bezogen auf die betriebliche Interessenvertretung in der M+E sind geringer als oft vermutet Das Gesamtbild der betrieblichen Interessenvertretung ist positiv. 35 % würden sich gerne selber stärker einbringen (gegenüber gesamt: 44 %) Handlungsbedarf! 33

33 Befragungsergebnisse Thema Vereinbarkeit Ausblick Die nächsten Monate müssten genutzt werden um die Ergebnisse mit den Angestellten zu diskutieren Vor Ort in den Betrieben und in den Gremien der IG Metall Die Präsentation zeigt: Es gibt Unterschiede zwischen den Ergebnissen der Angestellten und denen der übrigen Beschäftigten. Diese Besonderheiten müssen in die Diskussionsprozesse eingebracht werden, damit sie sich in zukünftigen Positionierungen wieder finden. Blick auf die Ergebnisse der Angestellte in den Betrieben stärken! Das Ziel: betrieb-, tarif- und gesellschaftlichen Positionen der IG Metall zu überprüfen und gemeinsam mit den Beschäftigten weiterzuentwickeln. Entwicklung tarifpolitischer Forderungen für die Tarifrunde ist eine zentrale Tagung der IG Metall geplant, auf der die Ergebnisse zusammengetragen werden. 34

34 Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit! Foto: F1online / Design Pics

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