Dokumentation 7. Integrationskonferenz. 30. Januar Koordinationsstelle. Integration

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1 Dokumentation 7. Integrationskonferenz 30. Januar 2015 Koordinationsstelle Integration

2 7. Integrationskonferenz Lokale Strategien gegen Rassismus und Diskriminierung Dokumentation Inhalt Vorwort 4 Einladung 5 Ablaufplan Integrationskonferenz 30. Januar Einleitende Präsentation 7 Willkommenskultur stärken, Spielräume kreativ nutzen: 17 Lokale Strategien gegen Rassismus und Diskriminierung Der lange Weg zur diskriminierungsfreien Gesellschaft: 18 Lokale Strategien gegen Rassismus und Diskriminierung in Nürnberg Von Diskriminierung zum Vorteil der Vielfalt 24 Präsentation: From Discrimination to Diversity Advantage 30 World-Café zentrale Ergebnisse 36 Thema der Integrationskonferenz 2016 Abstimmungsergebnis 52 Impressum Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Integrationskonferenz 56 Herausgeber: Redaktion: Fotos: Stadt Erlangen, Bürgermeister- und Presseamt Koordinationsstelle Integration Rathausplatz 1, Erlangen Tel.: 09131/ Fax: 09131/ Web: Patrick Rösch, Silvia Klein, Till Fichtner Liudmila Zheltonog und Alena Tarasov Satz und Layout: Vanessa Drummer Druck: 150 Stück, Hausdruckerei Erlangen, April

3 Vorwort Moderne europäische Städte pagne C4i- Communication für Integration 4, die in Er- Dabei arbeitete er die zentrale Stellung eines akti- sind pluralistisch, hier leben langen unter dem Namen Kommunikation für Vielfalt 5 ven und fortwährenden Austausches verschiedener Menschen aus vielen Kulturen und in Nürnberg als Nürnberg ist bunt 6 darauf abzielt, gesellschaftlicher Gruppen untereinander heraus, bei nebeneinander, begegnen sich Vorurteile gegen Zuwanderer mit Fakten zu widerlegen. dem weder bestimmte Altersgruppen noch soziale im Alltag und tauschen sich Schichten außen vor gelassen werden dürften. Hier- aus. In Erlangen leben Men- Im Rahmen von Kommunikation für Vielfalt etablier- bei hätten Städte, so Wood, die besondere Verantwor- schen aus über 120 Nationen te die Stadt Erlangen eine Kommunikationspartner- tung, Möglichkeiten des Austausches zu fördern und zusammen, in manchen Grund- schaft mit dem Weltkonzern Siemens. Das Unterneh- bewusst das Potential von Vielfalt zu nutzen, anstatt schulen haben bereits über men engagiert sich nun aktiv durch thematische Vielfalt aus einer Problemperspektive zu behandeln. 50% der Kinder einen Migrati- Ausstellungen, wie die Flix Comic-Zeichnungen ge- onshintergrund. gen Vorurteile, Kulturevents und interne Kommunika- Im World-Café konnten abschließend alle Konferenz- tion für den Abbau von Vorurteilen gegen Flüchtlinge beteiligten gemeinsam Ideen sammeln und Strategi- Doch friedliches kulturelles Miteinander in unseren der Kommunen hat die Stadt Erlangen bereits in der und Asylbewerber in Erlangen. en entwickeln. Klar wurde dabei, dass die Schaffung Städten ist kein Selbstläufer. Vielmehr gebieten wie- Vergangenheit Schwerpunkte gesetzt, um ihr Motto effektiver Strategien gegen Rassismus und Diskrimi- derkehrende rechtsgerichtete Vorkommnisse, sich Offen aus Tradition auch aktiv mit den Bürgerinnen Auf der Konferenz wurde besonders das aus der nierung kein Ziel, sondern ein Prozess ist, der sich intensiv und umfassend mit Strategien gegen Ras- und Bürgern dieser Stadt zu leben. Kooperation zwischen der Stadt Erlangen und der stets neu an die gegebenen Umstände anpassen und sismus und Diskriminierung zu befassen. Die noch Siemens AG erwachsene Teilprojekt zur Arbeitsm- neue Personengruppen und Ideen einbeziehen muss. immer andauernden NSU-Prozesse, PEGIDA-Bewe- Doch Aktionen gegen Rassismus und Diskriminie- arktintegration von Asylbewerbern vorgestellt. Die gungen oder die zunehmende Anzahl von Anschlä- rung dürfen nie statisch und gleichbleibend sein. Siemens AG bietet in einer ersten Pilotrunde jungen, Die Integrationskonferenz diente damit als Plattform, gen auf Asylbewerberheime, zum Beispiel in Vorra Vielmehr liegt die Herausforderung in effektiver Anti- hochqualifizierten Flüchtlingen ein Praktikum im Be- auf der Vertreterinnen und Vertreter verschiedener in unmittelbarer Umgebung, sind nur drei Beispiele, diskriminierungsarbeit darin, Rassismus und Vorurtei- reich ihrer jeweiligen beruflichen Expertise an, um Organisationen, Unternehmen, der Zivilgesellschaft, die mit aller Dringlichkeit das Thema Rassismus und len kreativ und unkonventionell in einer sich schnell Erfahrungen im deutschen Arbeitsmarkt zu ermög- Parteien und der Stadtverwaltung zusammen kom- Diskriminierung neu auf die Tagesordnung bringen. wandelnden Welt zu begegnen. Es bedarf Konzepte, lichen. Die Praktika werden von Seiten des Diversity men, um neue Impulse für ihre Arbeit mitzunehmen, die alle gesellschaftlichen Gruppen ansprechen und Managements der Siemens AG mit einem umfas- gemeinsam Ideen auszutauschen und konkrete Die Stadt Erlangen legt ausdrücklich einen politi- dieses wichtige Thema in die Mitte des öffentlichen senden Begleitprogramm flankiert, inklusive interkul- Maßnahmen zu diskutieren. schen Schwerpunkt auf effektive Integrationsarbeit Diskurses rücken. turellem Training für aufnehmende Abteilungen und und auf Prävention gegen Rassismus und Diskri- Orientierungsschulungen für die Flüchtlinge. Das Pro- Wir würden uns freuen, wenn diese Ideen den Ent- minierung. Die Koordinierungsstelle Integration ist So wurde die Integrationskonferenz 2015 mit dem jekt soll im Anschluss an die Evaluierung des Pilots scheidungsträgern in der Stadt Erlangen, in den entsprechend zentral in der Stadt verankert und Film Rechts gegen Rechts 1 eingeleitet, der zeigt, wie unternehmensintern sowie auf andere Unternehmen Unternehmen und Organisationen, aber auch in Ver- positioniert integrationspolitische Maßnahmen als mit einer kreativen Idee gegen Naziaufmärsche vor- ausgeweitet werden. einen und jedem Einzelnen in der Stadtgesellschaft Querschnittsaufgabe. gegangen wurde. Das Video hat mittlerweile über 1,5 als Anregung dienen würden. Millionen Fans auf der Online Videoplattform YouTube. Martina Mittenhuber vom Nürnberger Menschen- Mit ihrem Leitbild Integration hat sich die Stadt Erlan- rechtszentrum erläuterte die Notwendigkeit städti- Annasophia Heintze Silvia Klein gen verpflichtet, jeglicher Form von Rassismus und Weitere innovative Konzepte wurden im Foyer vor der scher Antidiskriminierungarbeit und zeigte praktische Kommunikation für Koordinationsstelle Diskriminierung mit Entschiedenheit entgegenzutre- Konferenz vorgestellt, wie die AGABY Initiative gegen Vorschläge zur Bekämpfung von Alltagsrassismus auf. Vielfalt Integration ten. Mit der Beteiligung an der ECCAR Initiative Euro- Diskriminierung in Bars und Diskotheken 2, die Living Li- päische Städte gegen Rassismus, den Internationa- brary der Stadtbibliothek 3, die es schafft marginalisier- Phil Wood, leitender Berater des Europarates, forderte len Wochen gegen Rassismus und der Umsetzung des Programms XENOS zur interkulturellen Öffnung ten Gruppen Gehör zu verschaffen und Austausch zu ermöglichen sowie Teilprojekte der Europäischen Kam- die Konferenzteilnehmer zu einem Perspektivwechsel bezüglich der Frage, wer in Städten integriert sei, auf. 1) 2) 3) 4) 5) 6) 4 5

4 Einladung Ablaufplan der Integrationskonferenz 2015 Sehr geehrte Damen und Herren, zur 7. Integrationskonferenz der Stadt Erlangen am Freitag, den 30. Januar 2015, 12:30 bis 18:00 Uhr, Rathaus, Foyer und Ratssaal, 1. OG, laden wir Sie herzlich ein. Das Thema der 7. Konferenz lautet Lokale Strategien gegen Rassismus und Diskriminierung und wurde wie es bereits gute Tradition ist von der Konferenz im Januar 2014 ausgewählt. Mehrere Akteurinnen und Akteure haben ihre Ideen und Vorschläge in zwei Vorbereitungstreffen eingebracht. 12:30 bis 13:30 Uhr Imbiss und Best Practice 13:30 Uhr Eröffnung und Begrüßung 13:45 Uhr Phil Wood, leitender Berater beim Europarat für lokale Integrationspolitik, wird den thematischen Einstieg her- und Beispiele aus europäischen Städten vorstellen. Der Vortrag ist auf Englisch, Simultanübersetzung Englisch-Deutsch steht zur Verfügung. 14:45 Uhr Martina Mittenhuber vom Nürnberger Menschenrechtsbüro berichtet über erfolgreiche lokale Projekte. 15:00 Uhr Oberbürgermeister Dr. Janik und der Regionalleiter der Siemens AG, Heinz Brenner, zeichnen die Botschafter für Vielfalt aus. Ab 15:30 Uhr laden wir Sie ein, in einem World- Café Ideen zu diskutieren und innovative Konzepte zu entwickeln. Gegen 17:30 Uhr findet im Ratssaal die Präsentation der zentralen Ergebnisse statt, danach wählen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Thema der Integrationskonferenz Wir würden uns freuen, wenn Sie uns durch Ihre aktive Mitarbeit unterstützen würden und bitten Sie, sich bis 22. Januar 2015 unter erlangen.de anzumelden. Mit den besten Wünschen für die bevorstehenden Feiertage und ein glückliches Neues Jahr verbleiben wir Dr. Florian Janik Dr. Elisabeth Preuß Oberbürgermeister Bürgermeisterin 12:30 bis 13:30 Uhr, Foyer des 1. OG Get together mit Imbiss und Best Practice: Diskos, Bars und Kneipen ohne Rassismus (München und Nürnberg) C4i Kommunikation für Vielfalt: Comic-Ausstellung der Flix Come as you are and leave different Picknick Bankett: Erlangens Tafel der Vielfalt Laufgelage XXL: in drei Gängen durch Erlangen Nürnberg ist bunt Vorurteile in den Müll Internationale Beispiele: Loures (Portugal), Sabadell (Spanien) Living Library (Stadtbibliothek) 13:30 bis 15:20 Uhr, Ratssaal Moderation: Silvia Klein und Annasophia Heintze Begrüßung durch Oberbürgermeister Dr. Florian Janik Vortrag Martina Mittenhuber: Der lange Weg zur diskriminierungsfreien Gesellschaft Impulsreferat Phil Wood: From Discrimination to Diversity Advantage mit Simultanübersetzung und Fragen aus dem Publikum Beitrag Heinz Brenner: Flüchtlinge als Praktikanten bei der Siemens AG Auszeichnung der FürsprecherInnen für Vielfalt 15:30 bis 17:00 Uhr, World-Café Moderation: José Luis Ortega Lleras Entwicklung von Ideen zum Thema in einer angeregten Kaffeehausatmosphäre. Drei Gesprächsrunden zu drei unterschiedlichen Fragestellungen. 17:00 bis 18:00 Uhr, Ratssaal Präsentation der zentralen Ergebnisse in einer Word Cloud Abstimmung über das Thema für die Integrationskonferenz 2016 Dank und Verabschiedung: Silvia Klein 6 7

5 Einleitende Präsentation Diskriminierung 7. Integrationskonferenz der Stadt Erlangen Herzlich willkommen! Wortbedeutung discriminare : unterscheiden, trennen, absondern unfaire Behandlung, die sich auf einer rechtswidrigen Grundlage abstützt und der eine angebrachte und neutrale Rechtfertigung fehlt. Rassismus Thema: Lokale Strategien gegen Rassismus und Diskriminierung Ideologie, welche die Menschheit in eine Anzahl von biologischen Rassen mit genetisch vererbbaren Eigenschaften einteilt und die so verstandenen Rassen hierarchisch einstuft. 8 9

6 Wo findet Diskriminierung statt? Vorurteile gegen Zuwanderer Ausländer nehmen den Deutschen die Arbeitsplätze weg. Zuwanderer wollen sich nur Sozialleistungen erschleichen. Das sind doch alles nur Wirtschaftsflüchtlinge, deren Asylantrag gar nicht anerkannt wird. Islam und Muslime das bedeutet nur Unruhe und Terror. Ausländer sind besonders kriminell. Wir werden überfremdet. Quelle: Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit Asylbewerberzahlen 2013 ins Verhältnis gesetzt Quelle: Quelle: https://d28wbuch0jlv7v.cloudfront.net/images/infografik/normal/infografik_2036_asyl antraege_in_europa_n.jpg 10 11

7 Hauptherkunftsländer ECCAR Europäische Städte gegen Rassismus Seit dem Jahr 2004 ist Erlangen Mitglied der Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus 10-Punkte-Plan Bekämpfung von Rassismus und Diskriminierung durch Bildung und Erziehung Stadt als aktive Förderin gleicher Chancen Bessere Unterstützung für die Opfer von Rassismus und Diskriminierung Quelle: Eskalation des Rassismus Internationale Wochen gegen Rassismus in Erlangen Quelle: https://www.mut-gegen-rechtegewalt.de/sites/aas15.aegir.wegewerk.org/files/styles/artikel_ hauptbild/public/infografik_1_halbjahr_0_mut_artikel.jpg?itok =Lu8V03rt 12 13

8 Willkommenskultur stärken, Spielräume kreativ nutzen Lokale Strategien gegen Rassismus und Diskriminierung Leitbild Integration der Stadt Erlangen Sehr geehrte Damen und Herren, ich darf Sie auch von meiner Seite zur 7. Integrationskonferenz herzlich willkommen heißen. auf Strategien gegen Rassismus und Diskriminierung viel vorangebracht. Wir sind sehr aktiv in der Antirassismus-Arbeit: Wir gestalten die Wochen gegen Rassismus und sind aktiv in Netzwerken hier in #10 Jeglichen Formen von Rassismus und Diskriminierung tritt die Stadt Erlangen mit Entschiedenheit entgegen. Im Rahmen der geltenden Gesetze und individuellen Rechte garantiert sie allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern die Wahrung ihrer religiösen und kulturellen Identität. Lokale Strategien gegen Rassismus und Diskriminierung ist der Titel der Konferenz. Es ist schon erstaunlich, dass dieser Titel vor einem Jahr ausgewählt wurde und jetzt so unglaublich aktuell ist. So erstaunlich aktuell, weil Menschen in unserem Land mit Deutschlandfahnen auf die Straße gehen, Wir sind das Volk brüllen und darauf abzielen, andere Menschen auszugrenzen. Sie richten sich dabei gegen Personen, die hier leben, die zu uns gehören, die unsere Nachbarn sind. Und sie behaupten, dass diese Menschen nicht zu unserem Land gehören der Region und auf europäischer Ebene. Außerdem haben wir das Projekt Kommunikation für Vielfalt, das mit kreativen Methoden Menschen mit ihren Alltagsvorurteilen konfrontiert und sie dazu anregt, diese zu hinterfragen. Seit rund drei Jahren verfolgen wir als Stadtverwaltung ein großes Projekt zur Entwicklung der Willkommenskultur. Die meisten der Anwesenden kennen ja das Projekt XENOS Programm zur interkulturellen Öffnung der Kommunen, das jetzt abgeschlossen Dr. Florian Janik Oberbürgermeister und hier nicht willkommen sind. wurde. Die allerersten Maßnahmen daraus werden auch langsam sichtbar. Diese Maßnahmen waren Wir hatten in Erlangen eine sehr beeindruckende wichtig, aber verhältnismäßig leicht umzusetzen. Wir Veranstaltung zum Holocaust-Gedenktag. Bei der haben etwa eine tolle neue Internetseite, die sich an Veranstaltung haben Schülerinnen und Schüler ei- Bürgerinnen und Bürger wendet, die neu in unsere nes Gymnasiums in Herzogenaurach das Leben von Stadt kommen und willkommen geheißen werden. KZ-Häftlingen dargestellt. Sie haben gezeigt, wie die Überlebenden und die Nachkriegsgesellschaft mit Zukunftsprojekt: Umbau der Ausländerbehörde diesen Erfahrungen umgegangen sind. Die Schluss- Die große und schwierige Aufgabe liegt nun aber sätze der Jugendlichen bewegten mich und alle noch vor uns: der Umbau unserer Ausländerbehörde weiteren Anwesenden sehr: Die Lehre für uns aus zu einer Behörde, die wirklich eine Willkommensbe- dem, was damals passierte, ist, dass das nie wie- hörde ist. Die Bereitschaft der Kolleginnen und Kol- der passieren darf. Wir müssen für das, was unser legen, der Führungskräfte und des Stadtrats dazu ist Grundgesetz ausmacht, offen sein und für die Werte groß. Dennoch wird dieser Prozess viel Kraft kosten. unserer Demokratie streiten. Das sagten Neuntkläss- Es geht darum, die Arbeitsabläufe einer Administrati- lerinnen und Neuntklässler, nachdem sie sich mit on zu verändern, die bisher stark von der Geschichte unserer Geschichte beschäftigt hatten. Diese Sätze der Migrations- und Integrationspolitik in unserem sind ein sehr starkes Zeichen und ein Auftrag für Land geprägt ist. Lange war es das wichtigste Ziel uns, genau daran weiterzuarbeiten. der Gesetze, Zuwanderung zu begrenzen. Migrantinnen und Migranten wurden in unserem Land eher Erlangen fängt nicht bei Null an weggeschickt als willkommen geheißen. Erst in den Tatsächlich haben wir auch jede Menge zu tun. Als vergangenen Jahren hat sich das geändert. Den- Stadt Erlangen können wir sagen: Wir fangen nicht noch prägen die genannten Traditionen nach wie bei null an. In den letzten Jahren haben wir in Bezug vor Verständnis und Arbeit von Ausländerbehörden

9 Ich möchte ausdrücklich betonen: Es handelt sich Niemand in der Stadtverwaltung und -gesellschaft sicherlich an der guten Arbeit der Kolleginnen und wir lokale Strategien gegen Rassismus und Diskrimi- hier um kein Spezifikum der Erlanger Ausländerbe- fragte danach, ob wir das denn überhaupt machen Kollegen in der Stadtverwaltung. Mein besonderer nierung wirksam voranbringen wollen, brauchen wir hörde. Hinter den nach wie vor erkennbaren Defiziten sollen, sondern es sind alle zusammengekommen Dank gilt jedoch vor allem den vielen Ehrenamtli- Menschen, die offen sagen: steckt kein böser Wille von Einzelnen, sondern die in und haben ihre Aufgabe bestmöglichst erfüllt. Ich chen, die immer da sind, wenn wir sie brauchen. Jahrzehnten entstandene Struktur einer Administrati- denke gerne an die Aufgeschlossenheit und Motiva- Wir wissen aber auch, dass ein solch großes ehren- Es gibt keinen Grund, Vorurteile zu haben. on, einer Bürokratie. Diese zu verändern ist ein großer tion meiner vielen Kolleginnen und Kollegen zurück, amtliches Engagement vielleicht für drei Monate gut Es gibt keinen Grund, ablehnend zu sein. und aufwändiger Prozess und ich bin froh, dass wir auch wenn es die schwierigsten Stunden meiner machbar ist, nach sechs Monaten wird es jedoch Flüchtlinge sind Menschen wie Du und ich. Wie diesen Prozess in einem so guten Klima angehen. bisherigen Amtszeit gewesen sind. anstrengend. Und wir sehen, dass uns die Aufgabe im Rest der Bevölkerung gibt es da Personen, Ich weiß, dass die Erwartungen bei vielen sehr hoch noch lange, mindestens bis zum Ende des Jahres, die man mag, aber auch welche, die man nicht sind, aber ich bitte Sie um ein wenig Geduld, da Erlanger Willkommenskultur in der Praxis: begleiten wird. Deshalb ist es wichtig, dass wir die besonders leiden kann. solche Prozesse Zeit brauchen, um zu gelingen. Aufnahme von Flüchtlingen vielen Ehrenamtlichen so gut wie möglich unterstüt- Und: Alle Menschen mit Migrationshintergrund Einige der Beteiligten sitzen heute hier im Saal und zen, damit sie dieser Aufgabe nachgehen können. sind ganz normale Menschen, die hier in der Bisher ist die Bereitschaft des Stadtrates vorhanden wirken daran mit, dass die Menschen, die zu uns Denn ohne dieses Engagement wären wir als Stadt Stadt gut ankommen und hier leben. gewesen, diese Schritte zu gehen. Der Umbau von kommen und Schutz suchen, diesen auch finden mit unserem Latein am Ende. der Ausländer- zur Willkommensbehörde ist ein über und sich, soweit es denn geht, hier in Erlangen zu- Ich finde das heutige Konferenzthema so passend, alle Fraktionsgrenzen hinaus geteiltes Projekt. Wir hause fühlen können. Uns ist auch allen klar, dass die Um das leisten zu können, haben wir uns gerade weil wir deutlich machen können, wie eine ganze wissen alle: Warme Worte der Politik genügen nicht. Massenunterkünfte, in denen die Menschen keinerlei beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge für Reihe von Fortsetzungsprojekten begonnen wird und Das Projekt wird Ressourcen und Geld kosten. In den Privatsphäre haben, keine Dauerlösung sein können. ein Projekt beworben, mit dem wir, aufbauend auf wie unsere bisher erfolgreiche Arbeit fortgeführt wer- kommenden zwei Jahren werden wir große Heraus- Vor uns liegen noch unheimlich große Aufgaben. Als den Ergebnissen aus den Projekten XENOS und den kann. Im Konferenzprogramm ist auch viel Zeit forderungen zu meistern haben. Danach können wir Stadt werden wir diesen Prozess weiterhin aktiv und Communication for Integration, die bisherigen An- für Ihre Anregungen vorgesehen. Nutzen Sie diese hoffentlich sagen, dass wir wichtige Schritte in der mit Ressourcen begleiten. Ich muss deshalb heute sätze in der Flüchtlingsarbeit weiter voranbringen Möglichkeit, um klar zu machen, in welche Richtung Umsetzung einer Willkommenskultur gegangen sind. unsere Bürgermeisterin Elisabeth Preuß entschuldi- können. Wir hoffen auf eine positive Antwort in den es aus Ihrer Sicht denn gehen muss. Weisen Sie uns gen, die gerade in München mit der Bayerischen nächsten Wochen. auf blinde Flecken hin, die wir als Stadtverwaltung An dieser Stelle möchte ich auch betonen: Uns ist Staatsregierung über die kritischen Fragen bei der vielleicht noch nicht im Blick haben. schon einiges gelungen. Ich denke beispielweise da- Flüchtlingsaufnahme verhandelt und deshalb leider Große Unterstützung durch Ehrenamtliche ran, wie wir die Notunterkunft für Flüchtlinge hier bei nicht bei der Konferenz dabei sein kann. Ich bin mir sicher: Ohne die Unterstützung der vielen Die Konferenz verbindet eine inhaltliche Diskussion mit uns in Erlangen eingerichtet haben. Im September Ehrenamtlichen hätten wir eine andere Stimmung der Erarbeitung praktischer Vorschläge für Erlangen wurden wir über Nacht aufgefordert, innerhalb von Dass wir in Erlangen die Herausforderung, die Flücht- in der Stadt. Mittlerweile bringen sich hunderte Eh- und findet genau zum richtigen Zeitpunkt statt, um in drei Tagen 300 Menschen hier aufzunehmen. linge unterzubringen, so gut meistern konnten, liegt renamtliche ein. Sie sprechen mit anderen Men- diesem und im nächsten Jahr lokale Strategien ge- schen über ihre Tätigkeit und ihre vielen positiven gen Rassismus und Diskriminierung gut zu gestalten. Erlebnisse. Wie wichtig das für das offene Klima in unserer Stadtgesellschaft ist, dürfen wir keinesfalls Ich bedanke mich bei Ihnen, dass Sie mit Ihrer Teil- unterschätzen. Ich erinnere mich noch gut an die nahme so großes Interesse zeigen. Und ich freue Geburt des ersten Kindes in der Zeltstadt am Freibad mich auf viele spannende Diskussionen und auf West, und wie dieser, eigentlich bedrückende Mo- viele interessante Anregungen von unseren Referen- ment, doch positiv durch die ganze Stadt ging. Dies tinnen und Referenten. liegt vor allem daran, dass wir Ehrenamtliche haben, die nicht nur gewissenhaft ihre Arbeit machen, son- Dr. Florian Janik dern diese auch positiv nach außen tragen. Wenn Oberbürgermeister 16 17

10 Der lange Weg zur diskriminierungsfreien Gesellschaft Lokale Strategien gegen Rassismus und Diskriminierung in Nürnberg Nürnberg Stadt des Friedens und der Menschen- am Leitbild zu reflektieren, Defizite aufzuzeigen und kohärenten Erfassung der Vorfälle flächendeckende Bei strafrechtsrelevanten oder strukturellen Erschei- rechte: Dieses Leitbild verabschiedete unser Stadtrat anzusprechen, Initiativen anzustoßen und immer Erkenntnisse zur Ermöglichung struktureller Vorge- nungsformen wird an die in Frage kommenden juris- im Jahr 2001 als Antwort auf die Geschichte Nürn- wieder die Zivilgesellschaft zu ermuntern, eine ge- hensweisen und damit zur Politikberatung zu gewin- tischen Wege verwiesen. In jedem Schritt des Verfah- bergs insbesondere während der Zeit des National- lebte Kultur der Menschenrechte zu etablieren. In un- nen. Dazu steht ein umfassendes Erfassungs- und rens gilt es, die Selbsthilfekompetenz (empowerment) sozialismus als kommunalpolitischen Auftrag für serem Selbstverständnis sind wir deshalb auch ein Auswertungssystem zur Verfügung. der Ratsuchenden zu stärken. Eine enge Vernetzung Gegenwart und Zukunft. Wir sind der festen Über- Bindeglied zwischen der Kommunalpolitik sowie der pflegen wir mit den spezifischen Beratungsstellen wie zeugung, dass die in den Menschenrechten enthal- Stadtverwaltung einerseits und der Zivilgesellschaft Im Mai 2011 wurde ein Beauftragter für Diskrimi- dem Frauenbüro und dem Behindertenbeauftragten, tenen Werte die wichtigsten Voraussetzungen für auf der anderen Seite. nierungsfragen bestellt. Seine Zuständigkeit erstreckt den Gesundheits- und Polizeibehörden sowie zivilge- Martina Mittenhuber Leiterin des Nürnberger Menschenrechtsbüros ein menschenwürdiges Zusammenleben darstellen und dass die Menschenrechtsidee als eine moderne Konzeption politisch-sozialer Gerechtigkeit durchaus Das Leitbild einer Stadt des Friedens und der Menschenrechte impliziert für Nürnberg die Verpflichtung sich auf Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt Nürnberg sowie, unabhängig vom Wohnsitz der Betroffenen, auf Diskriminierungen, die im Stadtgebiet sellschaftlichen Organisationen wie den LSBTI-Vereinen (Lesben, Schwule, Bisexuelle,Transgender und Transsexuelle) und der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. als normative Klammer und Regulativ in einer von zu einer aktiven Antidiskriminierungskultur, deren Zie- geschehen. Die Antidiskriminierungsstelle ist eine Vielfalt und individualisierten Lebensformen gepräg- le der Abbau institutioneller und struktureller Diskrimi- niedrigschwellige, weisungsunabhängige Beratungs- Rechtliches und inhaltliches Fundament der Bera- ten Gesellschaft gelten kann. nierung ebenso sein müssen wie Beistand und Abhilfe einrichtung im Sinne einer Ombudsstelle. tungsarbeit ist zunächst das AGG. Dazu kommen im Einzelfall. Eine ganz besondere Bedeutung kommt weitere Merkmale, da sich die in den internationalen Urbanität zum Beispiel bedeutet Vielfalt: Auch die zudem der Prävention in Form von Informations- und Ihr Instrumentarium reicht, je nach Spezifik und Es- Menschenrechtsdokumenten enthaltenen Diskrimi- Nürnberger Bevölkerung zeichnet sich durch eine Öffentlichkeitsarbeit zu, zeigen doch zahlreiche Erhe- kalationsstufe, in Einzel- und Teamberatung von der nierungsverbote meist auf offene Merkmalskatalo- hohe Diversität und Ausdifferenzierung von Gruppen bungen, dass eine überwältigende Mehrheit Betrof- Einigungsunterstützung und dem Schlichtungsver- ge beziehen und ausdrücklich unabgeschlossen und Milieus aus, wie sie für städtische Zentren ty- fener ihre Diskriminierungserfahrungen nicht anzeigt. such bis hin zum Einsatz von Mediation. bleiben. So musste der Merkmalskatalog erweitert pisch ist. Unter menschenrechtlicher Prämisse darf werden, etwa um immer signifikanter werdende so- es dabei kein Über- und Unterordnungsverhältnis Dasselbe gilt für Angriffe, Bedrohungen oder schwe- Letztere gewinnt als alternative Form der Streitbewälti- ziale und wirtschaftliche Statusfragen, zum Beispiel zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen re Belästigungen. Auch hier pflegen die Befragten gung zunehmend an Bedeutung, denn viele Betroffene Sozialhilfebezug oder Langzeitarbeitslosigkeit und geben. So gehört es zu den Anforderungen an eine ihre Viktimisierungserfahrungen mehrheitlich nicht scheuen den Gang vors Gericht und suchen stattdes- es wurden Phänomene wie Mobbing und sexuelle menschenrechtsbasierte Politik, nicht nur den Frei- bei der Polizei zu melden. Im Allgemeinen wird von sen nach einem Modus vivendi mit der Gegenpartei. Belästigung mit aufgenommen. In Anwendung eines raum persönlicher Lebensgestaltung mit den Anfor- einer Dunkelziffer von achtzig Prozent ausgegangen. derungen eines sozialen Miteinanders abzuwägen, Die Gründe hierfür sind vielfältig: fehlende Antidiskri- sondern jene individuellen Fähigkeiten zu fördern, die minierungskompetenz, Angst, Unwissen über Bera- für ein friedvolles und solidarisches Zusammenleben tungsstellen, Resignation und Verbitterung. in unserer städtischen Gesellschaft nötig sind. Einzelfälle und strukturelle Aufgabenbereich des Nürnberger Diskriminierungserfahrungen Menschenrechtsbüros Nicht von ungefähr steht an erster Stelle des 1 Seit 1997 hat das Menschenrechtsbüro die Feder- des AGG (Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes) führung für Konzeption und Koordinierung der Men- die Verhinderung von Benachteiligung und erst an schenrechtsaktivitäten in Nürnberg. Dies geschieht in zweiter Stelle deren Beseitigung. der Regel in Form von Kooperationen mit Partnern innerhalb und außerhalb der Stadtverwaltung. Unsere Darum ist auch übergeordnetes Ziel unserer Antidis- Aufgabe ist es, Entscheidungen von Kommunalpo- kriminierungsarbeit in Nürnberg über die Einzelfallbe- litik und Verwaltung hinsichtlich ihrer Ausrichtung arbeitung hinaus, mittels einer systematischen und 18 19

11 horizontalen Ansatzes werden alle Diskriminierungs- zentralen Herausforderungen bei der praktischen merkmale als gleichwertig betrachtet. Durchsetzung des AGG. Auf diese Erkenntnis hat der Gesetzgeber mit der Schaffung einer speziellen Wo wird das Menschenrechtsbüro tätig? Beweislastregelung reagiert, wonach bereits beweis- Jährlich suchen etwa 200 Menschen die Beratungs- bare Indizien dazu führen, dass die Person, der Dis- stelle auf, in 60 % der Fälle ist der Tatbestand der Dis- kriminierung vorgeworfen wird, beweisen muss, dass kriminierung erfüllt, rund 20 % weisen strafrechtliche kein Verstoß gegen das AGG vorliegt. Relevanz auf. An der Spitze der betroffenen Lebensbereiche lagen Klagen über Behörden (einschließlich Wichtig war dieses Regelung bei einem Thema, das Polizei). Es folgen Beschwerden in den Bereichen uns vor zwei Jahren stark beschäftigte: Beim Men- Bildung, Arbeitsplatz und Arbeitssuche. Es schlossen schenrechtsbüro gingen damals wiederholt Klagen sich Diskriminierungen auf dem Wohnungsmarkt, im ein, dass einige große Nürnberger Clubs und Dis- Gesundheitswesen, der Nachbarschaft, in Gaststätten kotheken jungen Männern mit südländischem und und Diskotheken an. dunkelhäutigem Phänotyp den Einlass verwehrt hatten, also ein sog. racial profiling stattfand. Um Bei den Diskriminierungsmerkmalen lag an erster einen Eindruck über die Einlasspraxis zu gewinnen, Bildungsangebote che Zielgruppen: Schulklassen ebenso wie die städ- Stelle die ethnische Herkunft. An zweiter Stelle stan- wurden die genannten Diskothekenbetriebe zu ihren Der wohl wirkungsvollste Diskriminierungsschutz tischen Nachwuchskräfte, Beschäftigte menschen- den Behinderung und chronische Krankheit. Danach Öffnungszeiten unangemeldet besucht und mit Hilfe jedoch manifestiert sich in einer umfassenden Im- rechtssensibler Berufsgruppen wie der Polizei, der folgten sozialer Status, Geschlecht, Lebensalter, Re- von Testpersonen das Verhalten der Security und wei- plementierung der Menschenrechtsbildung in schu- Sozial- und Migrationsarbeit sowie im Pflegebereich. ligion, sexuelle Identität und Weltanschauung. Diese terer Verantwortlicher erkundet. Obwohl die Türsteher lischen und außerschulischen Lernprozessen. Denn Nürnberg mit seiner umfassenden kommunalen Reihung entspricht der sozialen Realität einer Groß- meist keine Gründe für die Zurückweisung nannten, hier entwickeln Menschen die Fähigkeit, ihre eige- Menschenrechtsarbeit und seiner reichen zivilge- stadtgesellschaft mit hohem Migrations-, Asylsu- zeigte sich im Einzelfall, dass Hautfarbe und ethni- nen Rechte kennen zu lernen, wahrzunehmen und sellschaftlichen Infrastruktur ist hier auf einem guten chenden- und Flüchtlingsanteil. sche Zuordnung sehr wohl ein Auswahlkriterium sich solidarisch für die Rechte anderer einzusetzen. Weg, wenngleich das utopische Ziel der diskriminie- waren. In den anschließenden Diskussionen mit den Hier gilt es, jenseits der aus meiner Sicht natürlich rungsfreien durch das realistische Ziel der diskrimi- Diskriminierungsschutz Geschäftsführenden und der Security wurde deutlich, notwendigen interkulturellen Bildung, grundsätzliche nierungsarmen Gesellschaft ersetzt werden sollte. Aufgabe und Anliegen der Antidiskriminierungsarbeit dass diese sich mitunter keiner Schuld bewusst waren Haltungen wie Respekt, Begegnung auf Augenhöhe, des Menschenrechtsbüros ist es auch, innerhalb und und das eigene Hausrecht oft überinterpretierten. In auch Toleranz einzuüben. Die Bildungsangebote des Martina Mittenhuber außerhalb der Verwaltung Bewusstsein für diskrimi- einer Reihe von Gesprächen wurden dann zusammen Menschenrechtsbüros richten sich an unterschiedli- Leiterin des Nürnberger Menschenrechtsbüros nierungsfreies Handeln zu schaffen. So versuchen wir Empfehlungen erarbeitet, deren Kernstück es war, Ein- nach und nach relevante gesellschaftliche Bereiche lassvorbehalte in einer nachvollziehbaren und geset- zu durchdringen und wenn nötig, Gegenmaßnahmen zeskonformen Hausordnung festzuschreiben und ein zu ergreifen. So enthält zum Beispiel seit einigen Jah- transparentes Beschwerdemanagement einzurichten. ren jede gaststättenrechtliche Zulassung in der Stadt eine so genannte Antidiskriminierungsklausel und Wir wollen aber nicht nur rügen und anklagen, wir lo- mit den 22 größten Immobilienunternehmen wurde ben auch hin und wieder: Zum Beispiel mit dem Nürn- ein Code of Conduct zur Diskriminierungsfreiheit bei berger Preis für diskriminierungsfreie Unternehmens- Vermietung und Verkauf von Wohnraum verhandelt. kultur damit würdigt der OBM außerordentliches Engagement für die Menschenrechte und eine Kultur Der Nachweis von Diskriminierungen ist eine der der Gleichbehandlung in ortsansässigen Firmen

12 7. Integrationskonferenz Lokale Strategien gegen Rassismus und Diskriminierung Dokumentation EUROPÄISCHE STÄDTEKOALITION GEGEN RASSISMUS Von Diskriminierung zum Vorteil der Vielfalt 2. MÄRZ 20 5 INTERNATIONALER TAG ZUR BESEITIGUNG DER RASSENDISKRIMINIERUNG Ich bin sehr erfreut darüber, wieder in Bayern, mit dem mich schon lange vieles verbindet, sein zu zu werden. Das uns steht in diesem Fall für die Nationalstaaten und Bürger der Europäischen Union. dürfen. Während es in meinem Heimatland zurzeit Das würde allerdings beinhalten, dass diese Bürger starke politische Stimmen gibt, die verlangen, dass bereits alle in der Gesamtheit in der homogenen Graphics : Evans Mbugua / Photos : Antonioguillem, Samuel Borges, Scott Griessel, wong yu liang, Sabphoto, Aaron Amat, jminso679, paulo Jorge cruz, Andres Rodriguez Großbritannien seine Grenzen vor der Arbeitnehmerfreizügigkeit innerhalb der Europäischen Union verschließt, war ich im Jahr 1981 sehr dankbar für die Chance, eine Arbeit in München annehmen zu können. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die britische Wirtschaft in einem desaströsen Zustand. Es herrschten Massenarbeitslosigkeit, soziale Unruhen und Krawalle auf den Straßen der Städte. Ich kam nach München und fand in einem Hotel eine Arbeit. Es hatte damals den Anschein, als würde der Großteil der körperlichen Arbeit in den Städten durch eingewanderte Briten und Iren erledigt werden, ganz ähnlich wie es heutzutage für Osteuropäer der Fall ist. Ich war sehr dankbar für meinen Job und die bayerischen Gastfreundschaft, die ich erleben durfte und die aufrecht erhalten werden muss. Ich habe nicht vor, die Probleme von Vorurteilen und Diskriminierung direkt anzugehen. Ich erkenne die fortdauernde Wichtigkeit von rechtlichen und inoffiziellen Methoden, mit dem die Probleme benannt und minimiert werden sollen, weiterhin an. Ich möchte allerdings einen ergänzenden Ansatz vorschlagen, Vorstellung einer westlichen Zivilisation und eines egalitären Gemeinwesens miteinander verbunden sind. In welchem Ausmaß sind wir allerdings selbst integriert? Sind die Banker und Hedgefonds Manager, die mehrere Millionen Euro an Boni verdienen und in geschlossenen Wohnanlagen leben, in den Rest der Gesellschaft integriert? Und was ist mit der gewaltigen Zahl von arbeitslosen Jugendlichen auf dem ganzen Kontinent. Wie integriert können sie sich fühlen? Was ist mit den wütenden und verärgerten Menschen, die sich in unseren Städten fremdenfeindlichen Kundgebungen anschließen? Und mit den stummen Millionen von älteren Europäern, die von uns isoliert und vergessen werden? Halten sie sich für integriert? Sobald man anfängt auf diese Art und Weise auf den Begriff zu blicken, fängt man an sich zu fragen, ob der integrierte Europäer eine Minderheit oder gar ein Mythos ist. Integration ist ein viel komplexeres Konzept als man es sich anhand des sprachlichen Gebrauchs der Politiker und der Medien vorstellen kann. Aus meiner Sicht sollte man es als einen Prozess sehen, der für Phil Wood Leitender Berater beim Europarat für lokale Integrationspolitik durch den Vielfalt zu einer attraktiveren und vorteil- jeden relevant ist, nicht einfach nur für den Migran- haften Alternative verwandelt werden kann. ten. In einer zusehends globalisierten Welt, in der viele alte Selbstverständlichkeiten und Institutionen Der Begriff Integration zu zerfallen scheinen, sind wir alle mit der Herausfor- WEITERE INFORMATIONEN UNTER : Lassen Sie mich das mit ein paar Fragen einleiten. Wir alle sollten immer wieder Tatsachen hinterfragen, derung konfrontiert, mit der Geschwindigkeit der Veränderungen mithalten zu können. Der Migrant mag insbesondere bestimmte Wörter und Handlungen, ein sichtbares Symptom dieses Prozesses sein, aber die wir als selbstverständlich ansehen. Zum Beispiel, er kann ganz bestimmt nicht für diesen verantwort- was wir wirklich mit dem Begriff Integration mei- lich gemacht werden, er bringt sogar Ressourcen nen? Der Begriff wird häufig als Kurzform für den und Lösungen mit, die den Alteingesessenen mo- Prozess genutzt, bei dem es denjenigen, die nicht mentan sogar noch fehlen können. ECCAR e.v., c/o Landeshauptstadt Potsdam, Dr. Ursula Löbel, Friedrich-Ebert-Str. 79/81, Potsdam zu uns gehören, ermöglicht wird, einer von uns 23

13 scheinen viele dieser Praktiken Intercultural Cities genseitig verstehen oder Kompromisse eingehen. Sie (die auf Ruhe, guter Ernährung Der Europarat erkannte dies, nachdem er das Pro- erhalten den Frieden, indem sie schwierigen Fragen und viel Kontakt zu Mitmen- gramm Intercultural Cities (dt. Interkulturelle Städte ) und sich gegenseitig aus dem Weg gehen. Indem schen beruhen) als rückwärts- auflegte. In Partnerschaft mit einem Netzwerk aus sie das tun, stapeln sie ein Lagerfeuer auf, das sie gewandt, irrelevant oder sogar über 60 Städten bemüht sich das Projekt darum, gute möglicherweise irgendwann verbrennen könnte. In unerwünscht zu gelten egal, Praxisbeispiele, mit denen Bedingungen zum Vorteil einer Interkulturellen Stadt akzeptieren wir Meinungs- wie gut sie wirken. Möglicher- der Vielfalt geschaffen werden, zu identifizieren, in verschiedenheiten und sehen sie als notwendigen weise ist es an der Zeit, sich politische Richtlinien umzusetzen und zu verbreiten. Prozess eines Dialoges an, durch den sich eine Ge- neu zu besinnen, wer es am Die Grundlage dafür ist die Überzeugung, dass wir sellschaft einem unaufhörlichen Wandel unterzieht, besten weiß. diese Angelegenheiten nicht dem Glück oder Zufall der aber auch geführt werden muss, bevor er sich überlassen können. Die Politik hat die Aufgabe, Werk- in einen unversöhnlichen Konflikt verwandelt. Daher Ich sehe diese Geschichte als zeuge, Mittel, Institutionen und Räume zu stellen, die müssen jede und jeder, der an der Schnittstelle zwi- großartiges Beispiel für den es ermöglichen, in interkulturelle Interaktion zu treten. schen den Kulturen arbeitet, den Umgang mit Dif- Voneinander lernen Vorteil der Vielfalt die Idee, dass Vielfältigkeit und Die große Mehrheit der Menschen ist natürlich nicht ferenzen und die Erwartung von Konflikten als das Ich verlange ein radikales Umdenken. Wir müssen Diversität effektiver und flexibler sind als Gleichheit rassistisch oder fremdenfeindlich veranlagt. Aber ge- Schlüsselelement seiner beruflichen Tätigkeit sehen. aufhören, den Migranten als jemanden zu sehen, der und Eintönigkeit, auch wenn sich die Befürworter von nauso wenig gehen die meisten Menschen aktiv auf Die Tage, an denen diese Themen einige wenige keine Ressourcen und Qualitäten besitzt oder als je- letzterem für die Klügsten halten. Ich sammle gerne Fremde oder Neuankömmlinge zu, um sie kennen- Experten weitergeleitet wurden, sind vorbei. Heute manden, der mit unserer Unterstützung von seiner solche Geschichten und finde sie in vielen Berei- zulernen. Genauso wenig werden sie positiv darauf liegt es in der Verantwortung von jedem Mitglied der Kultur in unsere umgepolt werden muss (was unter chen des Lebens. Ein weiteres Beispiel hierfür wäre reagieren, wenn man ihnen sagt, dass sie genau Gesellschaft ja selbst dem Stadtplaner, dem Ver- der Annahme passiert, dass unsere Kultur die über- eine Reinigungsfirma in Dänemark, die bewiesen hat, das tun müssen das könnte sogar das komplette kehrsplaner oder dem Ökonom. Eine Interkulturelle legene ist). Wir im Westen reden uns gerne selbst- dass ethnisch-gemischte Teams produktiver sind Gegenteil auslösen. Folglich brauchen wir eine Politik, Stadt kann nur in Kulturen entstehen, die offen, hori- beschönigend ein, dass unsere rationale Kultur und als solche, in denen Menschen mit gleichem eth- die feinfühlig und überzeugend ist, und im Einklang zontal und frei von bürokratischen Vorbehalten und Technologie alle Antworten auf die Fragen dieser nischem Hintergrund arbeiten. Oder die italienische mit den natürlichen Rhythmen der Gesellschaft steht. Abgrenzung sind. Welt birgt. Es wird allerdings immer offensichtlicher, Politikerin, die festgestellt hat, dass die politische dass diese Annahme unrealistisch. Als Beispiel wä- Kultur ihrer Stadt durch ausländische Neuankömm- Wandel durch Dialog Die Hauptabsicht des Intercultural Cities Projekts ist ren hier amerikanische Epidemologen zu nennen, linge, die die niedrigen Standards der öffentlichen Die Politik muss auch den Mut dafür besitzen Men- es, den Städten zu helfen, eine Strategie und einen die das alarmierende Wachstum einer seelischen Dienste, die von den eigenen Landsleuten mit einem schen mit verschiedenen Hintergründen und Aus- Aktionsplan zu entwickeln, um ihre zukünftige Rich- Erkrankung unter amerikanischen Frauen untersuch- gleichgültigen Schulterzucken akzeptiert wurden, sehen in räumlich begrenztem städtischem Umfeld tung zu weisen. Der erste Schritt dafür ist es, den ten Wochenbettdepression. Als sie tiefer in die Sta- nicht tolerieren wollten, erfrischt und neu belebt wur- zusammenkommen zu lassen, wo es zweifellos Po- Interkulturellen Index zu vervollständigen, mit dem tistiken forschten, fanden sie eine gesellschaftliche de. Keine Gesellschaft ist so perfekt, dass sie keine tenzial für Meinungsverschiedenheiten geben wird. existierende Stärken und Unzulänglichkeiten identifi- Gruppierung, die keine dieser Probleme vor und nach neuen Dinge durch neue Menschen lernen könnte. Die Interkulturelle Stadt, die ich vorschlage, ist kein ziert werden können. Als Erlangen diesen Index ab- der Geburt erleidet Mütter mit lateinamerikanischen Utopia der ewigen Harmonie. Im Gegenteil, es ist ein geschlossen hatte, wurde angedeutet, dass bei der Wurzeln. Auf der Suche nach Erklärungen fanden sie Für jede Organisation, Gemeinschaft und Nation, die lauter, dreckiger und wilder Ort, in dem sich die Men- Integration von Migrantinnen und Migranten mög- heraus, dass lateinamerikanische Migrantenfamilien einen Vorteil durch Vielfalt generieren möchte, liegt die schen konstant im Prozess der Debatte, Verhandlung licherweise die Entwicklung einer Willkommenskul- traditionelle Praktiken und Bräuche aus ihren Hei- größte Herausforderung darin, Bedingungen zu schaf- und Lösung ihrer Differenzen befinden. Deswegen tur übersehen wurde. Man muss der Stadt Erlangen matländern anwenden. Diese sollen den Müttern fen, die diesen Prozess erleichtern. Es gibt viele Be- sage ich, dass Toleranz eine notwendige Voraus- dafür gratulieren, welche Ansätze sie dafür gefunden helfen, Stress zu überwinden. In einem Land, das weise dafür, dass kulturelle Vielfalt ein spaltender und setzung ist, die alleine allerdings nicht ausreicht. In hat, um auf diese Herausforderung zu reagieren, und sich selbst für seine wissenschaftlichen und medizi- sozial schädlicher Faktor werden kann, wenn sie auf Gesellschaften, in denen Toleranz das äußerste Ziel welch große Fortschritte die Stadt in Richtung Willkom- nischen Leistungen und seine Pharmaindustrie feiert, ablehnende oder feindlich gesinnte Bedingungen trifft. ist, müssen sich diese Differenzen nie erklären, ge- menskultur in den letzten drei Jahren vollbracht hat

14 Ein möglicher nächster Schritt für Erlangen wäre der gemeinsames Mittagessen oder gemeinsame Un- mindestens drei Sprachen lernen und die gegen- Zusammenkommen von Nachbarn, die sich bisher Beginn eines Prozesses zu einer Strategieentwick- terhaltungen, gefördert, in denen es den Nachbarn seitigen Bräuche respektieren. Der Jugoslawienkrieg voreinander fürchteten und gegenseitig mieden und lung. Es gibt viele Beispiele dafür, wie andere Städte ermöglicht wurde, Feste in den Straßen oder Vier- zerstörte diese Gemeinschaft und drängte jede Grup- nun in den gemeinsamen Kaffeepausen zwischen diesen Prozess angingen. Sie können das auf ihrer teln zu feiern. Außerdem wurde die Bildung eines pe in ihre eigene ethnische Enklave. Heute herrscht Schichten miteinander sprachen, wichtiger als die Projekt-Webseite nachlesen. Die Strategie, die mir am Nachbarschafts-Ausschusses unterstützt, der darüber in Subotica ein mürrischer Frieden: jede Gruppe be- Erneuerung der Straße selbst. besten gefällt, wurde in Barcelona entworfen. Sie ist entscheiden sollte, wie öffentliche Gelder ausgege- wacht eifersüchtig die Grenzen der eigenen Kultur, visionär und elegant formuliert und strukturiert und ben werden, und es wurde stark in die Erneuerung ist unfähig dazu Kompromisse einzugehen und re- Durch die gemeinsamen Gespräche fanden sie her- hat die Bürgerinnen und Bürger und die verschiede- von Grünflächen und die Schaffung von neuen öf- agiert überempfindlich gegenüber der leisesten An- aus, dass nicht nur die Roma, sondern niemand im nen Organisationen in den Prozess eingebunden. Wir fentlichen Räumen investiert. Die jetzige Lage steht deutung einer Beleidigung gegen die eigene Kultur. Viertel einen Rechtsanspruch auf sein Land oder eine sollten uns in Erinnerung rufen, dass Strategien nicht in einem starken Kontrast zu der Situation von vor anständige Wasserversorgung besaß. Nikolić brachte nur bedruckte Dokumente sind, sondern lebendige zehn Jahren, als öffentliche Bänke routinemäßig ent- Die Stadt ist an internationalen Handelsrouten ge- seine rechtlichen Kenntnisse ein und so entstand der und dynamische Prozesse, die, wenn sie gut durch- fernt wurden, da Zusammenkünfte Jugendlicher oder legen, hatte gut ausgebildete Arbeitskräfte und ver- erste multi-ethnische Nachbarschaftsrat der Stadt, der geführt werden, Energiequellen und Ideen für die Alkoholiker befürchtet wurden. Heute gelingt eine An- suchte verzweifelt, Investitionen anzuziehen, um das den Stadtrat und die Stadtwerke zur Rechenschaft ganze Gesellschaft werden können. Ein Beispiel für näherung an die jungen Menschen, besonders da Land wirtschaftlich weiterzuentwickeln. Aber diese zog. Das Modell des Nachbarschaftsrats von Peščara die Kreativität des Interkulturellen Plans Barcelonas der Nachbarschafts-Ausschuss nun die neuen Insti- Entwicklung blieb aus, da die Investoren durch die wurde in anderen Stadtteilen von Subotica aufge- ist das bemerkenswerte Projekt Antirumoures, das tutionen Young Mayor (dt. Jugendliche Bürgermeis- gesellschaftliche Spaltung abgeschreckt wurden. griffen, so dass die Stadt nun endlich wieder, wenn auch als Inspiration für das Erlanger Projekt Kom- ter) und Young Cabinet etabliert hat, für die jährlich auch zögernd, miteinander kommunizieren kann. munikation für Vielfalt diente. jugendliche Entscheidungsträger in den Rat gewählt Ein Thema, das viele Gesellschaften gemein haben, werden, was eine breite Beteiligung und Begeiste- ist die Abneigung gegen Roma, die in großen Zahlen Die wichtige Botschaft ist hierbei, dass in Momenten Lewisham: Nachbarschaft neu gestalten rung unter den jungen Menschen auslöste. als Kriegsflüchtlinge in ihre Stadt gekommen wa- von mangelhafter Kommunikation oder Unnachgie- Eine weitere Mitgliedsstadt des Intercultural Cities ren. Sie zogen in verlassene Häuser in Gebieten, die bigkeit zwischen verschiedenen Gruppen manchmal Projekts, die Erlangen etwas sagen dürfte, ist der Subotica: Gräben überwinden durch stark vernachlässigt wurden, schlechte Infrastruktur ein Außenseiter das Eis brechen kann. Die Existenz Londoner Vorort Lewisham. Südöstlich der Metropole gemeinsamen Straßenbau und unklare Eigentumsrechte hatten. Besonders im eines gemeinsamen Problems oder Bedrohung ist liegend ist Lewisham die Heimat einer vielfältigen Mit einem letzten Beispiel möchte ich betonen, dass Stadtteil Peščara zerfiel die Hauptstraße in einen Zu- der beste Weg, um sich über gegenseitige Beschul- Bevölkerung, die hauptsächlich jeden Tag zur Arbeit eine Interkulturelle Stadt durch Planung und akri- stand, dass sie kaum noch begehbar war und das digungen und Verdächtigungen hinwegzusetzen. fährt, studiert, sich außerhalb des Vorortes Unterhal- bische Vorbereitung erschaffen werden kann, aber Leben für alle erschwerte. Kein Kind konnte mehr tung sucht und nur zur Schlafenszeit in das Viertel zurückfährt. Das Problem in Lewisham lag nicht in auch genügend Raum Überraschung und spontane Kreativität erhalten bleiben sollte. Eine Interkulturelle zur Schule gehen egal ob Roma oder Serbe. In dieser angespannten Situation kam Stevan Nikolić Ein solcher Wandlungsakt muss nicht immer spektakulär sein eine schlichte Straße kann Symbolcha- den Unterschieden zwischen den verschiedenen eth- Stadt sollte ein Ort sein, in der Augen und Ohren of- vom Bildungszentrum der Roma ins Spiel, der sagte, rakter erhalten, wenn sie der Schlüssel für kulturellen nischen Gruppen, die dort lebten, sondern im fehlen- fen sind für neue Möglichkeiten, auch wenn sie von dass die Lage nur verbessert werden kann, wenn Wandel ist, der den Vorteil der Vielfalt für alle offen- den Bezug zur Nachbarschaft und den dort lebenden den ungewöhnlichsten Stellen kommen. die gesamte Gemeinschaft zusammenarbeitet und sichtlich werden lässt. Menschen. Einfach ausgedrückt schien niemand die das Problem gemeinsam anpackt. Es gelang ihm, Zeit zu haben, seine Nachbarn kennenzulernen oder Subotica ist eine Stadt mit Einwohnern im Nor- eine große Menge an Asphalt zu erwerben und ei- Phil Wood seinem unmittelbaren Umfeld viel Aufmerksamkeit den Serbiens, nahe der Grenze zu Ungarn. Im Laufe nen Mann mit einem Bagger und vielen Schaufeln Leitender Berater beim Europarat für zu schenken im hektischen Zyklus aus Fahrtwe- ihrer Geschichte war sie stets multi-ethnisch geprägt anzuheuern, so dass eines Morgens die Arbeit be- lokale Integrationspolitik gen, Arbeit und Schlaf. Lewishams Antwort bestand ohne die Existenz einer dominierenden ethnischen ginnen konnte. Als neugierige Nachbarn kamen, um aus einer direkten Intervention, um die Gesellschaft Mehrheit. Die größten Gruppen waren Ungarn, Serben zu sehen was passiert, wurden auch ihnen Schau- zu einem größeren Miteinander zu ermuntern. Auf und Kroaten, aber auch viele andere wichtige Minder- feln in die Hand gedrückt und innerhalb weniger der niedrigsten Ebene wurden Initiativen wie etwa heiten. Bis in die 1980er Jahre mussten alle Kinder Tage wurde die Straße saniert. Für Nikolić war das 26 27

15 Präsentation: From Discrimination to Diversity Advantage A CHANGE IN MINDSET How does the city think of its diversity? a threat? a nuisance? an opportunity? What do we really mean by integration For whom? From what? Into what? Diversity Advantage You get a richer environment, you have more insights. We have an absolute advantage from having many cultures. Stefano Marzano CEO Phillips Design Heterogeneous groups are more innovative than homogeneous groups but only if they: Have a common goal Are set a task which requires innovation Are in an environment that supports innovation Have their identity differences validated Respect each other Otherwise they perform worse 28 29

16 Migrants are vital to political life in my city because they raise their voices and say they won t accept things. They are not used to the Italian way. The bureaucracy finds this disturbing. Elena Fiorini - Genova Latino migrants to the United States? Almost Maternity in the Developed World 50% - 85% of new mothers can experience some form of the baby blues 15% - 25% may suffer postpartum depression including psychosis. La Cuarentena 30 31

17 Integration policy matrix BEING INTERCULTURAL Guest worker Economic rights Civil & social rights Cultural rights Community building & cohesion interdisciplinary interdepartmental Assimilation intersectoral Multiculturalism interagency interpersonal Interculturalism intergenerational IT WON T HAPPEN BY ACCIDENT There need to be: Reasons to interact Incentives to interact Places, institutions agents and tools of interaction 32 33

18 World-Café zentrale Ergebnisse, dargestellt in einer Word Cloud World-Café zentrale Ergebnisse, dargestellt in einer Word Cloud Frage 1 Sie sind aus beruflichen Gründen für fünf Jahre nach Indonesien gezogen. Die ersten Wochen sind spannend und neu, aber nach kurzer Zeit schon fühlen Sie sich durch einige Vorfälle diskriminiert. Was ist Ihnen passiert? Frage 2 Sie haben eine Wohnung nicht bekommen, ein interessanter Job wurde kurzfristig an einen anderen vergeben, in der Disco sind Sie vom Türsteher abgewiesen worden Sie sind Opfer von rassistischer Diskriminierung geworden. Was würden Sie sich wünschen, um sich mit diesem Problem nicht allein gelassen zu fühlen? 34 35

19 World-Café zentrale Ergebnisse, dargestellt in einer Word Cloud World-Café Impressionen Frage 3 Sie ärgern sich über Vorurteile und Diskriminierung in unserer Gesellschaft und möchten deshalb selber etwas tun! Welche Vorschläge bringen Sie an Ihrem Arbeitsplatz, im Sportverein, im Musikverein, in der Schule etc. ein, um Antidiskriminierung präventiv voranzutreiben? 36 37

20 World-Café Impressionen World-Café Zusammenfassung der Notizen auf den Tischdecken Mögliche Diskriminierungserfahrungen Statt Wahrnehmung des Individuums sofort Rückschlüsse auf Herkunftsgesellschaft Konfrontation mit Stereotypen und Vorurteilen über meine Kultur Reduzierung auf deutsche/europäische Herkunft und Hautfarbe Missverständnisse aufgrund von Unwissenheit über Kultur, Normen und alltägliche Regeln Ausgrenzung aufgrund mangelnder Kenntnisse über Kultur und Sprache Ausgrenzung aufgrund anderer Religion Ausgrenzung aufgrund des Andersseins Ausgrenzung der Kinder in Schule und Freizeit Geschlechtsspezifische Diskriminierung und Missverständnisse Verstoß gegen landestypische Männer- und Frauenrolle Ablehnendes Verhalten trotz Bemühungen zur Kontaktaufnahme Ausgeschlossenheit durch soziale Distanz Differenzierte Behandlung oder Ungleichbehandlung im öffentlichen Raum, im Job und bei der Wohnungssuche Reduzierung auf Vermögenswerte Missgunst und Neid Ausschluss von Informationen und politischer Beteiligung Maßnahmen gegen Diskriminierung a) institutionell b) Bildung und Fortbildung Einrichtung einer Antidiskriminierungsstelle bei der Stadt Erlangen: Information, Aufklärung und Beratung Mediationsstelle bei der Stadt Erlangen Unabhängige Anlaufstelle gegen Diskriminierung Ehrenkodex für Makler gegen Diskriminierung bei Wohnungssuche Immobilienmakler Award Ausschreibung eines Diversity Awards für Firmen, Organisationen, Vereine Präventionsarbeit mit Wohnungsbaugesellschaften, Arbeitgebern und Discobetreibern Professionelle Betreuung durch Mentor/Paten als Person des Vertrauens anonymisiertes Bewerbungsverfahren kostenloses Jahr für neue Mitbürger in Musik- und Sportvereinen, etc. Urban Gardening auf städtischem Grund unter fachlicher Anleitung Schaffung von neuen Begegnungsorten Anreize für Vereine zur präventiven Arbeit Menschenrechtsbildung in Kooperation mit dem Lehrstuhl an der Universität Erlangen Sensibilisierung der Erzieher und Lehrkräfte durch geeignete Fortbildungen Sensibilisierung und stärkere Informations- und Aufklärungsarbeit der gesamten Stadtgesellschaft Bewusstseinsschaffung von Diskriminierung an Schulen, Unis und Betrieben Training an Schulen: Was ist Diskriminierung? Was ist Rassismus? Fortbildungen an Universitäten und in Betrieben Ermunterung der gesellschaftlichen Gruppen zu Zivilcourage

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