-Info-Post. Bundesverband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung Nr. 03 vom Spruch der Woche

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1 -Info-Post Bundesverband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung Nr. 03 vom Spruch der Woche Man täte gut daran, ruhig und gelassen, frei von egozentrischen Wunschvorstellungen und unbeeindruckt von der medialen Dauergeschwätzigkeit betend den Beginn des neuen Petrusdienstes zu begleiten. (Dr. Andreas Püttmann) Die Redaktion wünscht allen Leserinnen und Lesern ein gesegnetes Osterfest. Wie hat es Karl Barth so treffend formuliert: Wer die Osterbotschaft gehört hat, der kann nicht mehr mit tragischem Gesicht herumlaufen und die humorlose Existenz eines Menschen führen, der keine Hoffnung hat. Dem ist unseres Erachtens nichts hinzuzufügen. Und nun auf einen Blick die Themen in Kürze KKV-Bundesverband - KKV zur Studie des deutschen Kinderhilfswerks: Nicht klagen, sondern wagen - KKV zum "Equal Pay Day": Lohngerechtigkeit bleibt auf der Agenda! - Urlaubsmüttervorschlag der jungen Unternehmer ist unverfroren und überflüssig! - KKV begrüßt die Wahl des neuen Papstes - Prof. Kirchhof Politik kann nur verteilen, was sie vorher abgeschöpft hat - Lebensmittelskandale: "Wir brauchen Ehrbare Kaufleute vor und hinter der Ladentheke!" - Der arbeitsfreie Sonntag beginnt bereits am Samstagabend - Woche für das Leben vom Und hier das Allerletzte: Ein unsäglicher Artikel in der taz: Junta-Kumpel löst Hitlerjunge ab KKV-Bundesvorsitzender schreibt an Chefredakteurin KKV-Diözesanverbände, Landes- bzw. Regionalverband sowie Fördererkreis für Bildungsarbeit - LV Bayern: Betriebe sollen Regeln finden zum Schutz der Freizeit Aus dem kirchlichen Bereich - Vatikan erwartet von Priesterbruderschaft vorbehaltlose Anerkennung der kirchlichen Lehre. - Das Kompositionsprinzip von Gottes Römischer Symphonie - Kommentar zum Pontifikatsbeginn - Kirchenhistoriker über historisches Treffen: Großer Stil - Arme Kirche und Entweltlichung : Zwei Seiten derselben Medaille? Aus dem politischen und wirtschaftlichen Bereich - Frankreich: Protestmärsche gegen Ehe für alle - Papst an Diplomaten: Not und geistliche Armut lindern - Alois Glück: Zielsetzung stimmt. Aber wird die Zielgruppe auch wirklich erreicht? Verschiedene Angebote - Angebot der Konrad-Adenauer-Stiftung und jetzt die neuesten Infos etwas ausführlicher aus dem KKV-Bundesverband KKV zur Studie des deutschen Kinderhilfswerks: Nicht klagen, sondern wagen Katholischer Sozialverband ruft zu mehr Engagement in der Politik auf

2 2 Unzufriedenheit mit der Politik wird nicht dadurch gelöst, dass man auf die da oben schimpft, sondern in dem man sich selbst engagiert. Also nicht klagen, sondern wagen." Mit diesen Worten wirbt der Bundesvorsitzende des KKV, Bernd-M. Wehner, für mehr Eigeninitiative und Engagement in der Politik. Gleichzeitig ruft er insbesondere die Jugendlichen auf, in den politischen Parteien mitzuwirken und somit Politik aktiv mit zu gestalten. Politik sei "kein schmutziges Geschäft" sondern so gut oder so schlecht, wie die in ihr handelnden Personen. Hintergrund des Appells ist das Ergebnis einer Studie des deutschen Kinderhilfswerks wonach zwei von drei Jugendlichen in Deutschland ihre Interessen von der Bundesregierung nicht genügend vertreten sehen. Auf kommunaler Ebene hätten sogar nur 15 Prozent den Eindruck, dass sich Politiker für die Meinung junger Menschen interessierten. I KKV zum "Equal Pay Day": Lohngerechtigkeit bleibt auf der Agenda! Katholischer Sozialverband fordert Debatte nach Fakten / Benachteiligung in Sozialberufen beenden "Die Diskriminierung von Frauen auf dem Gehaltszettel ist noch lange nicht beendet." Mit diesen Worten fordert Bernd-M. Wehner, Bundesvorsitzender des KKV, "weitere Fortschritte im Gesamtkontext einer gerechten, verantwortungsbewussten Lohnpolitik". Gerade in den - zu großen Teilen von Frauen ausgeübten - Sozialberufen gebe es eine eklatante Schieflage: "Während körperlich schwere Arbeit in der Industrie fast immer auf dem Lohnzettel ausgeglichen wird, zählen zusätzliche Belastungen im sozialen Dienst am Menschen bis heute kaum." I "Urlaubsmüttervorschlag der jungen Unternehmer ist unverfroren und überflüssig!" Katholischer Sozialverband: Entscheidungsfreiheit respektieren und familienfreundliche Arbeitswelt schaffen! Als "unverfroren, lebensfern und schlichtweg überflüssig" bezeichnet Bernd-M. Wehner, Bundesvorsitzender des KKV, die Aufforderung von Lencke Wischhusen, Bundesvorsitzende der Jungen Unternehmer, an junge Mütter, "während der Ferienzeit ihre Babypause zu unterbrechen und als Urlaubsvertretung in der Firma zu arbeiten". Vielmehr seien gerade in Deutschland die Arbeitgeber weiter gefordert, "selbst mehr zu tun, um ein familienfreundliches Arbeitsumfeld und flexible Arbeitszeiten zu garantieren. Das bringt uns wirklich weiter - und nicht bloß eine Schlagzeile in der Bild." I KKV begrüßt die Wahl des neuen Papstes Sein Name ist Programm und Aufforderung zugleich Mit großer Freude begrüßt der KKV die Wahl des neuen Papstes. Mit seinem Namen Franziskus setzt der Kardinal aus Buenos Aires gleichzeitig ein Zeichen, dass nicht Äußerlichkeiten zählen, sondern das gelebte Christsein, so der KKV-Bundesvorsitzende, Bernd-M. Wehner, in einer ersten Stellungnahme. Seine Aufforderung als Kardinal, das Evangelium nicht im stillen Kämmerlein zu leben, sondern damit rauszugehen, um Zeugnis abzulegen, bringe dies zum Ausdruck. Gleichzeitig sei es aber auch eine Aufforderung für uns Katholiken in der Wohlstandsgesellschaft glaubwürdiger unser Christsein zu bezeugen. Er liegt damit auch ganz auf der Linie seines Vorgängers Papst Benedikt XVI., der in seiner Freiburger Rede die Entweltlichung der Kirche gefordert hatte. Sein Hinweis damals, dass sich Kirche nicht auf die äußeren Dinge stützen dürfe, sondern vom Evangelium her leben müsse, zeige worauf es wirklich ankomme, so Wehner. Hierzu seien aber alle Christen aufgefordert und zwar jeder Einzelne an seinem Platz. I Prof. Kirchhof Politik kann nur verteilen, was sie vorher abgeschöpft hat

3 3 Jeder muss für sein Handeln Verantwortung übernehmen - Auch der Staat muss ehrbarer Kaufmann sein Von 1949 bis 2008 haben sich die Schulden Deutschlands auf 1,6 Billionen Euro summiert. Gleichzeitig wurden in dieser Zeit insgesamt 1,5 Billionen Euro nur für die Zahlung von Zinsen aufgewendet. Mit diesen Zahlen machte Prof. Dr. Paul Kirchhof auf einer Veranstaltung des KKV- Fördererkreises für Bildung, der KKV Ortsgemeinschaft Mannheim und des ökumenischen Bildungszentrums sanctclara in Mannheim das ganze verheerende Ausmaß der Staatsverschuldung deutlich. Der Staat nehme Kredite auf, um seinen Bürgern mehr zu bieten, als wir uns leisten könnten. Dabei sei nicht nur die Kultur des Maßes verloren gegangen, sondern der Staat belaste durch diese Politik die Kinder und Kindeskinder mit Rückzahlungen und Zinspflichten. Wir haben einen Generationenvertrag ohne Zustimmung der künftigen Generationen abgeschlossen, so der Direktor des Instituts für Finanz- und Steuerrecht der Universität Heidelberg. Das ist schlicht und einfach unseriös. Schließlich könne auch der Staat prinzipiell nur soviel Wohltäter sein, wie er als Steuereintreiber Übeltäter sei. Bei seinen weiteren Ausführungen zeigte Kirchhof auf, wie Deutschland aus der Schuldenfalle herauskomme und wie ein neues Steuersystem mehr Gerechtigkeit und Vereinfachung bringen könne. I KKV besorgt über Lebensmittelskandale: "Wir brauchen Ehrbare Kaufleute vor und hinter der Ladentheke!" Konsumenten in der Mitverantwortung: "Billigster Preis und höchster Gewinn kein Konzept mit Zukunft!" "Ernsthaft besorgt" zeigt sich Bernd-M. Wehner, Bundesvorsitzender des KKV, angesichts der aktuellen Lebensmittelskandale in Europa: "Sie zeigen uns, dass Verantwortungsbewusstsein, Ethik und Ehrbarkeit nicht nur an den Finanzmärkten fehlen. Auch der Lebensmittelmarkt scheint damit drastisch unterversorgt". Als einer der vier großen katholischen Sozialverbände plädiert der KKV deshalb "für ein neues Wertebewusstsein bei Händlern und Verbrauchern sowie eine Renaissance des Ehrbaren Kaufmanns - vor und hinter der Ladentheke." Gerade im Lebensmittelbereich, so Wehner, "sind wir alle gefragt: Wer nur auf den billigsten Preis oder die höchste Gewinnmarge schielt, wird den Weg zur Qualität verfehlen." I Der arbeitsfreie Sonntag beginnt bereits am Samstagabend Katholischer Sozialverband ist "Sonntagsschützer" Plädoyer gegen Sonntagsarbeit Ich bin Sonntagsschützer! Mit dieser klaren Aussage wirbt der KKV für den am 3. März anstehenden Europäischen Tag für den arbeitsfreien Sonntag. Das Datum erinnert an ein Edikt des römischen Kaiser Konstantins vom 3. März 321 n. Chr., mit dem der erste staatliche Sonntagsschutz in Europa etabliert wurde. Wenn es darum geht, so KKV-Bundesvorsitzender Bernd-M. Wehner, den Sonntag als allgemeinen Ruhetag in deutschem und europäischem Recht zu stärken - umsetzen müssen wir die Idee vor Ort." So plädiert der Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung auch an Wirtschaft und Industrie, Sonntagsarbeit dort zu vermeiden, wo sie nicht nötig sei. Eine klare Absage erteilt der katholische Sozialverband zusätzlichen verkaufsoffenen Sonntagen. Da aber der Sonntag bereits am Samstagabend beginnt, fordern wir den Handel auf, die Öffnungszeiten an Samstagen auf längstens 20 Uhr besser noch auf 18 Uhr zu begrenzen. I Den vollständigen Wortlaut der Pressemitteilungen finden Sie unter Woche für das Leben vom Engagiert für das Leben Zusammenhalt gestalten Im Vorwort des Themenheftes schreiben Erzbischof Dr. Robert Zollitsch und Dr. h.c. Nikolaus Schneider: Der laufende Dreijahreszyklus der Woche für das Leben steht unter dem Thema Engagiert für das Leben. In diesen Jahren soll darauf hingewiesen werden, dass sich auch in hochentwickelten Gesellschaften ein gerechtes und solidarisches menschliches Miteinander nicht einfach von selbst einstellt. Ein solches Miteinander ist aber eine Grundvoraussetzung dafür, dass Menschen sich wohlfühlen, Familien gründen und mit Vertrauen und Zuversicht Alltag und Zukunft gestalten. I Die Vielfalt nimmt zu und will gestaltet sein. Dabei hat der Staat nicht die Aufgabe, alles Zusammenleben zentral zu regeln. I Benötigt wird eine engagierte Zivilgesellschaft in freiwilligen Zusammenschlüssen, in Nachbarschaftsinitiativen, Familienzentren, Freizeitvereinen Idie dazu beitragen, dass Menschen ihr Leben gestalten und, wo nötig, Halt und Struktur finden können.

4 Anmerkung der Redaktion: Unser Schwerpunktthema Aufbruch für Werte. Gemeinsam eine aktive Bürgergesellschaft gestalten. lässt grüßen! Mehr unter 4 Und hier das Allerletzte: In der gedruckten Ausgabe der taz vom erschien ein Artikel unter der Überschrift Junta- Kumpel löst Hitlerjunge ab über die Wahl von Papst Franziskus. Verfasser ist Deniz Yücel. Ein fast wortgleicher Artikel, datiert vom , allerdings mit der Überschrift Alter Sack der Xte, findet sich auf der Website der taz unter: Hier heißt es u.a.: Der neue Papst ist, den bislang vorliegenden Informationen nach zu urteilen, ein reaktionärer alter Sack wie sein Vorgänger, der seinerseits einem reaktionären alten Sack gefolgt war, der wiederum einen reaktionären alten Sack beerbt hatte. Alter Sack I. folgte Alter Sack II., Alter Sack II. aber folgte Alter Sack III., in einem fort, jahrein, jahraus. Ob dieser oder jene alte Sack nun eine Schwäche für die Schwachen ( katholische Soziallehre ) hatte oder sich lieber mit esoterischem Klimbim ( katholische Dogmatik ) beschäftigte, ist in etwa so relevant wie die Frage, ob er nebenher Briefmarken sammelte oder lieber doch Schmetterlinge. Der neue alte Sack, der künftig unter dem Künstlernamen Franziskus auftreten wird, 8 Im Hinblick auf die unglaubliche Beschimpfung des neuen Papstes hat der KKV-Bundesvorsitzende folgenden Brief an die Chefredakteurin der taz geschickt: Sehr geehrte Frau Pohl, als ich den o.a. Artikel gelesen habe, fiel mir nichts mehr dazu ein. Ich muss gestehen, mir fehlen auch jetzt noch die Worte. Welcher Hass gegen die Katholische Kirche muss Deniz Yücel haben, um so etwas zu schreiben? Wie kann man 1,2 Milliarden Katholiken auf der Welt so beleidigen? Das ist keine Satire. Das ist schlicht und ergreifend schlechte Kinderstube vornehm ausgedrückt oder einfach nur krank. Eine Frage hätte ich aber gerne beantwortet: Würde Deniz Yücel das gleiche Pamphlet auch gegen den Islam schreiben? Gern erwarte ich Ihre Antwort und verbleibe bis dahin mit freundlichen Grüßen Termine April "QUO VADI, ARABIA?", KKV Bildungswerk Bayern, Bildungszentrum Wildbad Kreuth Ausschreibung jähriges Jubiläum des KKV Wiesbaden Ausgebucht! KKV Frühjahrsreise zum Golf von Sorrent Ausschreibung Anmeldung den KKV-Diözesanverbänden, dem Landes- bzw. Regionalverband sowie dem Fördererkreis für Bildungsarbeit LV Bayern Delegiertenversammlung am : Betriebe sollen Regeln finden zum Schutz der Freizeit KKV Bayern befasste sich mit dem Problem ständiger Erreichbarkeit von Arbeitnehmern Arbeitnehmer sind in der heutigen Zeit in weit höherem Maße auch in ihrer Freizeit für berufliche Belange erreichbar als noch vor einigen Jahren. Die Erwartungen der Betriebe an ihre Mitarbeiter, aber auch die Ansprüche von Mitarbeitern an sich selbst sind gestiegen. Möglich gemacht haben dies die modernen elektronischen Kommunikationsmittel. Eine Rolle spielt dabei aber auch die Flexibilisierung der Arbeitszeit. Die ständige Verfügbarkeit zeigt jedoch inzwischen zunehmend ihre negativen Auswirkungen und wird daher zunehmend problematisiert. Der KKV Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung hat daher eine Kampagne gestartet unter dem Motto Jeder hat ein Recht auf Unerreichbarkeit". Der KKV Landesverband Bayern befasste sich auf seiner Delegiertenversammlung am 9. März 2013 in München mit dem Thema. Er beschloss dazu... Mehr unter: dem kirchlichen Bereich

5 5 Der Vatikan erwartet nach Worten von Kurienerzbischof Gerhard Ludwig Müller von der traditionalistischen Priesterbruderschaft St. Pius X. eine vorbehaltlose Anerkennung der kirchlichen Lehre. Jeder Papst müsse darauf bestehen, dass dazu alle Konzilien einschließlich dem Zweiten Vatikanischen Konzil gehörten, sagte der Präfekt der Glaubenskongregation am Montag der KNA. Wer das nicht anerkennt, ist kein Katholik, so Müller. Wenn die Piusbruderschaft in die Einheit mit der Kirche zurückkehren wolle, sei die Unterzeichnung der von der Glaubenskongregation verfassten dogmatischen Präambel eine Vorbedingung. (kna) Quelle: Radio Vatikan Das Kompositionsprinzip von Gottes Römischer Symphonie Wochenkommentar zum Pontifikatsbeginn von Andreas Püttmann/ Radio Horeb Für römische Katholiken, aber auch für viele Christen anderer Konfessionen stand die vergangene Woche noch ganz im Zeichen des Pontifikatswechsels. Höchst aufmerksam wurde der neue Papst beobachtet, kleinste Gesten und Details gedeutet. Man kann sich geradezu an die Diskussion über das Zweite Vatikanische Konzil erinnert fühlen: Einer Hermeneutik des Bruches steht eine der Kontinuität gegenüber. Eine Glaubensgemeinschaft, die sich vom Heiligen Geist inspiriert und letztlich von Gott selbst geführt denkt und deren Lebenselixier das Immergültige im historisch Wandelbaren ist, wird natürlich hochsensibel auf Kurskorrekturen und scheinbare Widersprüche reagieren. Was die einen ersehnen, weil sie längst eine andere Kirche wollen, das gilt den anderen als Risiko der Abweichung vom rechten Weg und fatales Signal, dass die Kirche statt eines Corpus Christi mysticum letztlich doch nur Menschenwerk sein könnte. Wie sollte sich Christus als Haupt der Kirche auch widersprechen, indem er seinen Vicarius auf Erden konterkarieren ließe, was Er zuvor durch dessen Vorgänger selbst wirken ließ? So sehr man also Verständnis dafür haben mag, dass Progressive und Konservative derzeit begierig oder bangend auf Veränderungen im Vatikan fokussiert sind, so mutet es doch etwas überdreht an, wie manche Beobachter im Kaffeesatz lesen und aus Kleidungsstücken, kolportierten Satzfetzen oder ersten Gesten der Begrüßung schon ein ganzes Pontifikatsprofil ableiten. Als hätte nicht soeben das Konklave den neunmalklugen Vorhersagern eine Lektion erteilt. Der Geist weht wo und wie er will. I Den kompletten Beitrag finden Sie unter Kirchenhistoriker über historisches Treffen: Großer Stil Der Münsteraner Kirchenhistoriker und Leibniz-Preisträger Hubert Wolf sieht in der Begegnung von Papst Franziskus und seinem Vorgänger Benedikt XVI. einen historischen Moment. Dafür gebe es kein Vorbild, sagte er dem Münchner Kirchenradio. Die Geste des amtierenden Kirchenoberhaupts, seinen Vorgänger zu besuchen, zeuge von sehr großem Stil. Die Begegnung sei von großer Bedeutung: Ich glaube, die beiden haben eine weltgeschichtliche Stunde. Die Rollen seien klar festgelegt. Papst Franziskus, der die Kirche leite und Benedikt XVI., der seine Rückzugsankündigung umsetzen müsse. Wenn das gelingt, dann hätte das eine große Signalwirkung für künftige Päpste, erklärte Wolf. (Kirchenradio) - Mehr in Text und Ton Der Tag der Päpste: Ein Kommentar Von Pater Bernd Hagenkord Quelle: Radio Vatikan Arme Kirche und Entweltlichung : Zwei Seiten derselben Medaille? Lateinamerika erfährt nach der Wahl von Papst Franziskus ganz neu Aufmerksamkeit: Von dem kirchlichen Leben dort könne die europäische Kirche einiges lernen. Das sagt im Interview mit Radio Vatikan der Adveniat-Bischof Franz-Josef Overbeck. Wenn Papst Franziskus eine arme Kirche und eine Kirche der Armen wolle, könne das auf verschiedene Weise verstanden werden. Es gibt eine Armut, die einfach nur bedrückend ist und die weder wünschenswert noch selig zu preisen ist. Der abzuhelfen sind wir alle aufgerufen. Es gibt aber auch eine andere Armut, die ich mit der Bereitschaft zur Bescheidenheit und der Bereitschaft zu Tiefe beschreiben würde. Die kann man am heiligen Franziskus von Assisi lernen und an Menschen, die bereit sind, viel abzugeben oder wenig zu haben. Die Weise des Vertrauens, die mir in Lateinamerika immer entgegenkommt, ist ein solches Beispiel für echte Bescheidenheit. So eine Armut kann ich uns auch nur wünschen! (rv) Hier unser großes Dossier mit Bischof Overbeck und Adveniat-Prälat Klaschka Quelle: Radio Vatikan dem politischen und wirtschaftlichen Bereich Frankreich: Protestmärsche gegen Ehe für alle Schon wieder sind an diesem Sonntag in Frankreich Hunderttausende von Menschen gegen die

6 6 gesetzliche Anerkennung der gleichgeschlechtlichen Ehe auf die Straße gegangen. Sie forderten den sozialistischen Präsidenten François Hollande auf, das Vorhaben fallen zu lassen, das eines seiner zentralen Wahlversprechen war. Um die Demonstranten am Betreten des Prachtboulevards Champs- Elysées zu hindern, setzte die Polizei mehrmals Tränengas ein. France de Lantivy war eine der Veranstalterinnen der Demo von diesem Sonntag; sie sagte im Gespräch mit Radio Vatikan: Die Demonstration ging vom Triumphbogen im Stadtviertel La Défense bis zum Triumphbogen (an den Champs-Elysées): Die Hauptstadt war wirklich bis zum Rand gefüllt mit Menschen; wir waren so viele, dass wir nicht mehr marschieren, sondern nur noch stehen bleiben konnten. Alle hörten den Rednern zu, darunter Staatsanwälten, Juristen, adoptierten Personen, die die negativen Folgen einer so genannten,ehe für alle von allen Seiten beleuchteten. Es war wie eine riesige Open-Air- Konferenz: Über eine Million Menschen haben das Gesetzesvorhaben deutlich verurteilt. (rv) Hier mehr in Text und Ton Quelle: Radio Vatikan Papst an Diplomaten: Not und geistliche Armut lindern Durch die Diplomaten und Botschafter aus der ganzen Welt, die beim Vatikan akkreditiert sind, begegnet der Papst alle Völkern. Das betonte Papst Franziskus an diesem Freitagmorgen bei einer Audienz für das beim Vatikan akkreditierte Diplomatische Corps. In seiner Ansprache vor 180 Diplomaten rief der Papst zum Kampf gegen Armut in der Welt auf und ging dabei nochmals auf seine Namenswahl Franziskus, Fürsprecher der Armen ein. Ebenso warnte er mit Bezug auf den durch Benedikt XVI./Josef Ratzinger geprägten Begriff der Diktatur des Relativismus vor geistlicher Armut und ihren Folgen: Es kann keinen wahren Frieden geben, wenn jeder sein eigener Maßstab ist, wenn jeder immer und einzig sein eigenes Recht einfordern kann, ohne sich gleichzeitig um das Wohl der anderen aller zu kümmern, angefangen von der Natur, die alle Menschen auf dieser Welt verbindet. (rv) Hier mehr in Text und Ton Hier die ganze Ansprache des Papstes in deutscher Übersetzung Quelle: Radio Vatikan Die Zielsetzung stimmt. Aber wird die Zielgruppe auch wirklich erreicht? Diese Frage stellt der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, im Zusammenhang mit dem Gesetzentwurf zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt. Der Entwurf wurde jetzt vom Berliner Kabinett gebilligt. In der praktischen Umsetzung habe ich die Sorge, dass das Gesetz an der Lebenswirklichkeit der Betroffenen vorbei geht, so Glück. Er bezweifle außerdem, ob das Recht auf Kenntnis der eigenen Abstammung im konkreten Einzelfall wirklich den selben Stellenwert hat wie das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Das neue Gesetz könne aber helfen, heimliche Entbindungen und die Abgabe von Kindern in Babyklappen überflüssig zu machen, erklärte der ZdK-Präsident. Das sei ebenso zu begrüßen wie der hohe Stellenwert, den das Gesetz der Beratung der betroffenen Frauen einräumt. (pm) Quelle: Radio Vatikan Verschiedene Angebote Konrad-Adenauer-Stiftung Seminar Zukunft der Volksparteien: erneuerbar durch erneuerbare Energien? am 17./18. Mai 2013 Schloss Eichholz in Wesseling bei Bonn Die Volksparteien in Deutschland und Europa haben mit dem rasanten gesellschaftlichen Wandel, den sich immer stärker ausdifferenzierenden und individualisierenden Politikerwartungen und Partizipationswünschen der Bürgerinnen und Bürger nur bedingt Schritt halten können mit der Folge, dass ihnen Mitglieder wie Wähler in großer Zahl abhanden zu kommen drohen. Aber definieren sich die Volksparteien überhaupt noch über Zahl und Größe und nicht vielmehr über das Angehen der großen Zukunftsfragen, die uns alle bedrängen? Die CDU hat mit der Einleitung der Energiewende eine dieser großen Zukunftsfragen angepackt, was freilich vielen zu schnell ging. Andererseits: Sortiert sich durch die drängenden Zukunftsprobleme die Parteienlandschaft etwa ganz neu und vor allem wie? Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigt sich das o.a. Seminar. Hören Sie, was Experten aus Politik und Wissenschaft dazu zu sagen haben und diskutieren Sie mit Ihnen. Und vor allem: Lassen Sie uns wissen, wie Sie die Zukunft der Volksparteien sehen. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme. Zur Anmeldung geht es hier:

7 Der KKV ist der Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung. Er ist ein katholischer Sozialverband mit rund 80 Ortsgemeinschaften in ganz Deutschland, die sich der gesellschaftlichen Mitte zugehörig fühlen. Weitere Informationen zum KKV finden Sie unter Die KKV-Info-Post können Sie jederzeit unter der -Adresse abbestellen. Impressum: KKV-Bundesverband, Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, Bismarckstr. 61, Essen, Tel , Verantwortlich: Bernd-M. Wehner, Knipprather Str. 77, Monheim am Rhein Telefon: , 7

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