Initiativbanking Das Mittelstandsmagazin der WGZ BANK

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1 2011 Initiativbanking Das Mittelstandsmagazin der WGZ BANK ISSN So wird 2012: Wie es im neuen Jahr mit Konjunktur, Preisen, Börsenkursen und Euro weitergehen kann

2 Die Konkurrenz überholen. Jetzt beraten lassen! Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt. Wir machen den Weg frei. VR-FinanzPlan Mittelstand mit der richtigen Struktur für Ihre Finanzen bringen wir Sie an die Spitze und sorgen nachhaltig dafür, dass Sie auch vorne bleiben. Sprechen Sie einfach persönlich mit einem unserer Berater ganz in Ihrer Nähe oder gehen Sie online auf vr-nrw.de Volksbanken Raiffeisenbanken

3 E d i t o r i a l Liebe Leserinnen, liebe Leser, Werner Böhnke, Vorsitzender des Vorstands der WGZ BANK 2012 wird ein gutes Jahr zumindest für die genossenschaftliche Idee. Die Vereinten Nationen haben 2012 auf Beschluss der UN-Generalversammlung zum Jahr der Genossenschaften erklärt. Damit würdigen die Institutionen der Weltgemeinschaft die herausragende Bedeutung des Prinzips der Hilfe zur Selbsthilfe bei der wirtschaftlichen Entwicklung in Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländern, aber auch den Beitrag von Genossenschaften in Politik, Bildungswesen oder beim Umweltschutz. Heute, im Zeitalter der großen Krise(n), ist eine Rückbesinnung auf genossenschaftliche Grundsätze wichtiger denn je. Die WGZ BANK sowie ihre Mitgliedsbanken vor Ort erleben gerade in diesen stürmischen Zeiten, dass sich die Orientierung an bewährten genossenschaftlichen Tugenden wie Partnerschaft, Vertrauen und Solidarität auszahlt. Seit Ausbruch der weltweiten Finanzkrise vor inzwischen mehr als drei Jahren erfahren wir in den Begegnungen mit unseren Firmenkunden Tag für Tag, wie sehr gerade mittelständische Unternehmen unsere Verlässlichkeit, unser partnerschaftliches Denken und unser Mittelstands-Know-how schätzen. Um eine konkrete Genossenschaftsidee mit Zukunft geht es auch in diesem Heft. Beispielhaft für eine moderne Kooperation ist das Projekt Neurather Gärtner, bei dem sich vier eigenständige Gärtner zum Betreiber des größten Gewächshausparks in Nordrhein-Westfalen zusammengeschlossen haben und nebenbei auch noch aktiven Klimaschutz betreiben. Viel Vergnügen bei der Lektüre wünscht Ihr Hotline: 0800/ initiativbanking 4/

4 i n d i E s E r a u s g a b E s tarte n 03 Editorial 06 Der Steuertipp: verdeckte Gewinnausschüttungen Wie Sie verhindern, dass bei verdeckter Ausschüttung Schenkungsteuer anfällt. 08 Geschmack statt Kilos Vier Gärtner schließen sich zur Genossenschaft zusammen und errichten Nordrhein-Westfalens größten Gewächshauspark. Auch die Umwelt profitiert. SEItE Der Mittelstand ist ein Gewinner Energieexperte Professor Dr. Uwe Leprich hat keine Furcht vor höheren Preisen. EntwickE ln : Damit müssen Sie rechnen Firmenchefs wie Privatanleger durchleben und durchleiden turbulente Zeiten: Die Börsen sind volatil wie nie zuvor. Die Konjunkturaussichten trüben sich ein. Die Angst vor Inflation und Eurokollaps greift um sich. Wie geht es 2012 weiter? Experten beantworten die fünf drängendsten Fragen. 22 Schnell und flexibel Wie sich Chefs mittelständischer Firmen besser auf die Zickzackwirtschaft einstellen ein Interview mit dem renommierten Wirtschaftsforscher Professor Dr. Michael Bräuninger. SEItE 14 FortF ühre n 24 Alles Gute zum Einjährigen Zwischenbilanz: ein Jahr mittelstandsmarkt der Börse Düsseldorf i m p r E s s u m SEItE Führung wird weiblicher Quote hin oder her: Innovative Firmen fördern Frauen schon heute nach Kräften. 29 Maßarbeit im Bergischen Land Aus NRW für die Welt: Porträt des Messtechnikherstellers IMS aus Heiligenhaus 30 Kurswechsel in schwierigen Zeiten Wie der fast insolvente Medizintechnikhersteller Medisana die Wende schaffte. 34 Leben: 72 Stunden in... Zürich Herausgeber: WGZ BANK AG Westdeutsche Genossenschafts-Zentralbank, Ludwig-Erhard-Allee 20, Düsseldorf, Agnes Meier (V. i. S. d. P.), Verlag und Redaktion: corps. Corporate Publishing Services GmbH, Kasernenstraße 69, Düsseldorf Chefredaktion: Wilfried Lülsdorf, Florian Flicke Redaktion: Frank Burger, Daniel Ferling, Mirjam Sander, David Selbach, Florian Sievers, Christine Weißenborn, Susanne Widrat Objektleitung: Simon Flohr Anzeigenmarketing: Center-Werbung GmbH, Wolfgang Schäfer, Graurheindorfer Straße 149a, Bonn Artdirection: marcusweyerke.de Bildredaktion: Holger Lorenz Druck: Buersche Druck- und Medien GmbH, Nordring 10, Gelsenkirchen Repro: TiMe GmbH ISSN: Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Verwendung nur mit Genehmigung WGZ BANK Bei diesem Dokument handelt es sich um erste Informationen, teilweise zur Werbung für Produkte der WGZ BANK. Es stellt keine Finanzanalyse im Sinne des 34b WpHG, Anla geberatung, Anlageempfehlung oder Aufforderung zum Handeln dar. Die WGZ BANK übernimmt keine Verantwortung oder Haftung für einen Schaden, der sich aus der Verwendung dieses Dokuments oder der darin enthaltenen Angaben ergibt. Alleinige Entscheidungsgrundlage für den Kauf bestimmter Wertpapiere sollten die Prospektangaben sein. Diese finden Sie auf unserer Homepage Ausführungen zu steuerlichen Aspekten dienen nur einer ersten Unterrichtung. Zudem kann die steuerliche Behandlung künftigen Änderungen unterworfen sein. Zur abschließenden Beurteilung der persönlichen steuerlichen Situation empfehlen wir, einen Vertreter der steuerberatenden Berufe zu konsultieren. Für die Inhalte auf verlinkten fremden Websites trägt die WGZ BANK keine Verantwortung. klimaneutral natureoffice.com DE gedruckt Titelillustration: Torsten Wolber; Fotos: Bernd Nörig, Foto Session, Kunstobjekt: Romy Classic von Andreas Reimann 04 initiativbanking 4/2011

5 S t a r t E N e n t w i c k e l n f o r t f ü h r e n Halbjahresergebnis 2011 WGZ BANK Weiter Auf solidem Kurs >>> Die WGZ BANK konnte trotz erneuter und streckenweise tiefer Verwerfungen an den Finanzmärkten in den ersten sechs Monaten 2011 bei wesentlichen Kennziffern zulegen. So lag das Betriebsergebnis nach Risikovorsorge über dem entsprechenden Wert des Vorjahres. Es nahm um 5,3 Millionen Euro auf 95,1 Millionen Euro zu. Der Halbjahresüberschuss nach Steuern kletterte von 68,3 Millionen Euro um 16,7 Prozent auf 79,7 Millionen Euro. Gleichwohl bleibt die Bank angesichts des weiter schwierigen Umfelds in ihrer Einschätzung für das Gesamtjahr 2011 vorsichtig. Unsere Ergebnisse sind angesichts der Lage an den Märkten alles andere als selbstverständlich, sagt Werner Böhnke, Vorsitzender des Vorstands der WGZ BANK. Die guten Zahlen seines Hauses sind nach Böhnkes Worten Beleg dafür, wie stark die Kombination aus solider Kapitalausstattung, enger Zusammenarbeit mit den Kunden und zugleich vorsichtigem Agieren auch in der Krise sein kann. Das bilanzielle Eigenkapital der WGZ BANK-Gruppe betrug zur Jahresmitte 3,2 Milliarden Euro, nach drei Milliarden Euro im Jahr zuvor. Die Kernkapital quote nahm im gleichen Zeitraum von 9,2 Prozent auf 10,2 Prozent zu. Exklusivumfrage mittelstand ZeiGt sich finanziell Gut Gerüstet Fotos: Kiefer/ullstein bild, OJO Images/F1ONLINE >>> Die mittelständischen Unternehmen im Geschäftsgebiet der WGZ BANK im Rheinland und in Westfalen stehen mehrheitlich auf gesunden finanziellen Beinen und können daher einer verschlechterten Konjunktur einigermaßen beruhigt entgegensehen. Das ist eines der zentralen Ergebnisse des jüngsten Stimmungsbarometers, das die WGZ BANK halbjährlich mit den Volksbanken und Raiffeisenbanken in Nordrhein-Westfalen ermittelt. Die Eigenkapitalausstattung des Mittelstands hat sich demnach weiter verbessert. So ist der Anteil der Unternehmen mit einer Eigenkapitalquote von mehr als 30 Prozent auf 41 Prozent gestiegen. Im vergangenen Winter lag dieser Wert bei 34 Prozent (siehe Grafik). Die Unternehmen haben den wirtschaftlichen Aufschwung genutzt, um ihre Eigenkapitalausstattung zu verbessern, stellt Thomas Löcker fest. Aufgrund einer unverändert guten Liquiditätsausstattung sind die Unternehmen für eine sich abzeichnende Konjunktureintrübung gut gerüstet, sagt der Leiter des Bereichs Firmenkunden der WGZ BANK. Positiv ist auch, dass laut der Umfrage vier von zehn mittelständischen Unternehmen in naher Zukunft ihr Eigenkapital weiter aufstocken möchten. Dies soll in erster Linie durch Zuführungen aus dem Gewinn geschehen. Gesunde Kapitalausstattung Eigenkapitalquote, bezogen auf die Bilanzsumme in % <10% 10 20% 20 30% >30% im Winter 2010/2011 im Sommer 2011 Quelle: WGZ BANK Hotline: 0800/ Initiativbanking 4/

6 S t a r t E N e n t w i c k e l n f o r t f ü h r e n Der Steuertipp VerdecKte GeWiNNAusschüttuNGeN und schenkungsteuer >>> Verdeckte Gewinnausschüttungen sind seit jeher ein zentrales Thema in der Betriebsprüfung von Kapitalgesellschaften. So bewerten die Finanzbehörden beispielsweise eine überhöhte Tätigkeitsvergütung als Zuwendung an den Gesellschafter. In der Regel erhöht die verdeckte Gewinnausschüttung das Einkommen der Gesellschaft der Gesellschafter muss sie als Einnahme aus Kapitaleinkünften versteuern. Verschärfend kommt ein jüngerer Erlass der Finanzverwaltung (koordinierter Ländererlass vom 20. Oktober 2010) hinzu. Verdeckte Gewinnausschüttungen sollen danach künftig zumindest teilweise auch noch mit Schenkungsteuer belegt werden, warnt Rainer Inzelmann, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer bei Schomerus & Partner Steuerberater Rechtsanwälte Wirtschaftsprüfer in Hamburg. Der Erlass behandelt zwei Fälle: 1.) Bei überhöhten Zahlungen der Gesellschaft an eine dem Gesellschafter nahestehende Person, die selbst nicht Gesellschafter ist, handelt es sich in der neuen Lesart um eine Schenkung der Kapitalgesellschaft an die nahestehende Person. Folgerichtig fällt dann Schenkungsteuer an. Ertragsteuerlich wird die verdeckte Gewinnausschüttung beim Gesellschafter erfasst; er muss sie als Kapitaleinkünfte versteuern. 2.) Bei einer überhöhten Vergütungszahlung an einen Gesellschafter unterstellen die Finanzbehörden eine Schenkung. Die Schenkung beginnt aber erst da, wo die Zuwendung oberhalb der Beteiligungsquote des Gesellschafters am Unternehmen liegt (siehe Rechenbeispiel unten). Der Einkommensteuer unterliegt die verdeckte Gewinnausschüttung dagegen in voller Höhe. Die Gesellschaft selbst kann den überhöhten Teil der Zahlung nicht, wie bisher schon nicht, als Betriebsausgabe steuerlich geltend machen. Es fallen damit auch noch Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer an. Da Zahlungen bis zur Höhe der Beteiligungsquote keine Schenkung darstellen, sind nur Gesellschaften betroffen, die mehr als einen Gesellschafter haben. Problematisch an der aktuellen Entwicklung ist die zusätzlich anfallende Schenkungsteuer, die immer dann droht, wenn mehr als ein Gesellschafter beteiligt ist, aber nicht alle gleichmäßig überhöhte Zahlungen erhalten. Die Schenkungsteuer wird nach der ungünstigen Steuerklasse III berechnet, sagt Experte Inzelmann. Nach Abzug eines Freibetrags in Höhe von Euro kalkuliert der Fiskus mit einem Steuersatz von 30 beziehungsweise 50 Prozent. Der Freibetrag greift zudem nur einmal innerhalb eines Zeitraums von zehn Jahren. Dazu ein Beispiel: A und B sind zu 60 Prozent sowie 40 Prozent an einer gemeinsamen GmbH beteiligt. A erhält eine Tätigkeitsvergütung, die das Finanzamt als um Euro zu hoch ansieht. Die Folge: eine Schenkungsteuer von Euro: Überhöhtes Gehalt = verdeckte Gewinnausschüttung Euro davon Schenkung: 40 Prozent (bei 60 Prozent Beteiligungsquote) Euro Schenkungsteuer: 30 Prozent (ohne Abzug des Freibetrags, da dieser nur einmal in zehn Jahren gewährt wird) Euro Da die Schenkungsteuer in diesen Fällen ein echter zusätzlicher Steuernachteil ist, sollte der Leistungsaustausch mit Gesellschaftern und ihnen nahestehenden Personen zukünftig noch sorgfältiger dokumentiert werden, rät Inzelmann. Die Zahlungen müssen in Art und Höhe angemessen sein. Ferner könnte sich die Gesellschaft von vornherein ein Rückforderungsrecht für den Fall einer verdeckten Gewinnausschüttung vorbehalten, wodurch zumindest die Schenkungsteuer rückwirkend entfallen sollte, empfiehlt der Hamburger Steuerfachmann weiter. 06 Initiativbanking 4/2011

7 Gesellschaftliches Engagement GrossZüGiGe GeNosseNschAftsBANKeN Buchtipp Big Apple Fotos: Schomerus & Partner, foto-begsteiger/vario Images, Fancy/F1ONLINE, Kunstobjekt: Politiker ll von Thomas Feuerstein >>> Das gesellschaftliche Engagement der genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken war 2010 so groß wie nie zuvor. Insgesamt 136 Millionen Euro an finanziellen Zuwendungen ließen die Kreditgenossenschaften und ihre Spezialinstitute den Menschen in Deutschland im vergangenen Jahr zukommen, errechnete der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.v. (BVR). 84 Millionen Euro spendeten allein Volksbanken, Raiffeisenbanken und andere Genossenschaftsbanken. Weitere 32 Millionen Euro kamen durch Sponsoring zusammen, sieben Millionen Euro durch Stiftungserträge und 13 Millionen Euro in Form von Sachspenden und anderen geldwerten Zuwendungen. Zusätzlich sind die deutschen Genossenschaftsbanken mit rund 140 Millionen Euro in Stiftungen engagiert. Vor allem Kindern und Jugendlichen kommt das Engagement zugute: Rund 92 Prozent aller gesellschaftlichen Aktivitäten von Volksbanken und Raiffeisenbanken richten sich an junge Menschen. Detaillierte Informationen zu allen Förderzahlen und viele Beispiele enthält der jüngst erschienene Bericht über das gesellschaftliche Engagement der genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken Er ist im Internet als blätterbare Onlineversion verfügbar. > Presse > Jahresberichte > Bericht über das gesellschaftliche Engagement der genossenschaftlichen FinanzGruppe Kunstausstellung Österreich Zu GAst >>> Unter dem Titel Gastspiel präsentiert die WGZ BANK noch bis zum 14. Dezember zeitgenössische Kunst von 40 österreichischen Künstlern. Die Werke sind eine Leihgabe aus der Sammlung der Raiffeisen-Landesbank Tirol. Zu sehen sind unter anderem Werke von Raimund Abraham, Peter Blaas, Carola Dertnig und Thomas Feuerstein (siehe Abbildung). Die Ausstellung in der Zentrale der WGZ BANK in der Düsseldorfer Ludwig- Erhard-Allee 20 ist kostenlos montags bis freitags zwischen 9 und 18 Uhr zu sehen. >>> Steve Jobs hat Wirtschaftsgeschichte geschrieben und das weit über das eigene Unternehmen hinaus. Welches ökonomische wie technische Vermächtnis der Anfang Oktober 2011 verstorbene Jobs hinterlässt, ist daher nicht nur eine Frage für Apple selbst. Apples Aufstieg, der auf ewig mit dem Namen Jobs verbunden sein wird, ist auch für Firmen anderer Branchen ein erstklassiges Lehrstück. FAZ -Redakteur Carsten Knop hat Jobs seit 1999 begleitet und darüber schon vor dessen Tod ein lesenswertes Tagebuch veröffentlicht (ISBN: ). Preis: 19,90 Euro. Newsletter Monatlicher Infodienst 11 Initiativbanking aktuell 2011 D e r W G Z B A N K - N e w s l e t t e r f ü r d e n M i t t e l s t a n d Inhalt Aktuell Aktuell Nachhaltig erfolgreich: wie Firmen von ihrem Engagement profitieren 430 Millionen Euro für Unternehmen Impressum/rechtliche Hinweise Finanzen + Finanzierung Sinnvolle Extras, weniger Kosten: mit Dienstwagen motivieren und Geld sparen Die weiteren Aussichten: geringerer Kreditbedarf Hinweise zum Abonnement Steuern + Recht Steuertipp: Erstattungszinsen auf dem Prüfstand Aktueller Rechtsrat für Firmenchefs Management + Marketing Schnelle Kombinationen: die besten Shortcuts unter Windows Buchtipp: Vertrieb geht heute anders Webtipp des Monats Nachhaltig erfolgreich Nachhaltiges Handeln gewinnt in mittelständischen Unternehmen immer mehr an Bedeutung und hat sich längst zu einem wichtigen Wettbewerbsfaktor entwickelt. Ein verantwortungsvoller Umgang mit der Umwelt spielt in meist schon lange für umweltbe- selbst ohne große technische Neugestellt. Diese Firmen setzen sich rechnet, dass Industriebetriebe deutschen Unternehmen eine wusstes Wirtschaften ein. Das ist erungen ihren Primärenergiebedarf um rund 15 Prozent sen- zentrale Rolle. Seitdem die Bundesregierung ihr Sechspunkteprohaltiges Handeln hat sich immer ken können. Andere Schätzungen wenig verwunderlich, denn nachgramm zur Energiewende beschlossen hat, ist er sogar noch Wettbewerbsfaktor entwickelt. stärker zu einem ernsthaften wichtiger geworden. Schließlich Dazu tragen neue Gesetze und sollen auch Unternehmen in die Regelungen bei, aber beispielsweise auch die Situation auf den Pflicht genommen werden. Ab 2013 wird der Spitzenausgleich im Beschaffungsmärkten. Denn angesichts stetig steigender Preise Rahmen der Energie- und Stromsteuer nur noch den Betrieben gewährt, die zugleich einen Beitrag kein Unternehmen mehr leisten, für Rohstoffe kann es sich heute zur Energieeinsparung leisten. verschwenderisch mit Ressourcen umzugehen. Das Karlsruher Viele mittelständische Unternehmen haben sich längst darauf ein- und Innovationsforschung hat Fraunhofer-Institut für Systemer- >>> Aktuelle Informationen zu Steuern, Recht, Finanzierungen und Management liefert der monatliche Newsletter Initiativbanking aktuell. Er richtet sich an Entscheider im Mittelstand und ist die optimale Ergänzung zum vierteljährlichen Kundenmagazin der WGZ BANK. Im Internet können sich Interessierte kostenlos für den Newsletter registrieren. Dort finden sie auch das Archiv mit früheren Ausgaben. 1 Bitte lesen Sie weiter auf Seite 2. Blindtext Fotolia.com Hotline: 0800/ Initiativbanking 4/

8 S t a r t e N e n t w i c k e l n f o r t f ü h r e n Geschmack statt Kilos Agribusiness. Heimische Produkte sind bei Verbrauchern gefragt wie nie. In Neurath wurde jetzt der größte Gewächshauspark Nordrhein-Westfalens eröffnet. Das freut auch die Kohlendioxidbilanz denn die Gärtner nutzen für den regionalen Tomatenanbau Restwärme aus dem benachbarten Kraftwerk. Zwischen sechs Uhr morgens und zwölf Uhr mittags soll die Tomate geerntet werden. Anschließend braucht die Staude Erholung und ein bisschen Pflege aber nur, bis die Sonne den Sinkflug antritt. Dann muss die Pflanze ihre Wunden, die beim Schneiden der Rispe entstehen, trocknen und Energie speichern. Die rote Frucht ist ein sensibles Gewächs. Und sie ist das begehrteste Gemüse Deutschlands. Vor allem als Produkt aus der Region fragt der deutsche Verbraucher Tomaten nach wie nie. Bislang stammen aber nur fünf Prozent aus heimischen Gefilden. Der Rest wird importiert: aus Marokko, Holland oder Spanien. Bis jetzt. Im Grevenbroicher Stadtteil Neurath wächst und gedeiht die Tomate neuerdings millionenfach unter elf Hektar Glasdach: im größten Gewächshauspark Nordrhein-Westfalens. Vier Gärtner aus dem Rheinischen kooperieren dabei mit der Vermarktungsorganisation Landgard, die in Deutschland beim Vertrieb von Blumen, Pflanzen, Obst und Gemüse führend ist. Außerdem sitzt RWE Power mit im Boot. Energiekosten um ein Drittel geringer Da Tomaten Temperaturen von 18 bis 22 Grad bevorzugen, ist eine effiziente Wärmenutzung für den Erfolg eines so riesigen Gewächshauses besonders wichtig. Aber Wärme kostet. Deshalb gibt es bislang nur sehr wenige dieser überdachten Pflanzenparks in Deutschland. Doch in Neurath liefert das Kraftwerk von nebenan die Energie. In einem rund Kubikmeter fassenden Tank wird in den Nachtstunden 70 Grad Celsius warmes Wasser, ein Abfallprodukt, gespeichert und tagsüber in die Gewächshäuser weitergeleitet. Das spart rund 30 Prozent Energiekosten und eine große Menge Kohlendioxid. Die Nutzung der Abwärme verringert den Kohlendioxidausstoß. Zusätzlich forschen die Beteiligten auf einem ein Hektar großen Versuchsfeld, ob sich auch die sogenannte Niedertemperaturabwärme, die bislang noch bei 40 Grad in den Kühltürmen des Kraftwerks verdampft, für die Tomatenzucht eignet. Das sich noch in der Entwicklungsphase befindende Heizsystem könnte, falls es funktioniert, nicht nur Nachhaltigkeit und Energie- 08 Initiativbanking 4/2011

9 Die Tomaten-Gang: bis Tonnen Tomaten jährlich wollen die Gärtner Wilhelm Baum, Dirk Drißen und Carsten Knodt (großes Bild, von rechts) in Neurath künftig ernten. Vorab waren zwölf Millionen Euro Investitionskosten für den Bau der Megagewächshäuser notwendig. Fotos: Bernd Nörig (10) effizienz noch weiter steigern, sondern auch deutschlandweit Schule machen. Die Form der Energiegewinnung ist nicht das einzige Neue in Neurath die Größe des Gewächshausparks ist es auch. Und es ist neuartig, dass sich vier Gärtner in kooperativer Form zusammenschließen. Vor ein bis zwei Generationen sei das unmöglich gewesen, so Wilhelm Baum, einer der vier Gewächshausunternehmer. Da habe das böse Sprichwort Wenn man drei Landwirte unter einen Hut bekommen will, muss man zwei erschlagen gegolten. Doch die Zeiten seien lange vorbei. Auf einen Schlag 40 neue Jobs Wir wollen den individuellen Anbau stärken sowie Synergien nutzen, sagt Baum, der einzige wie er selbst es nennt Außerirdische im Neurather Gärtnerquartett: Bislang hat er keine Tomaten wie seine Kollegen, sondern einzig Zierpflanzen angebaut. Aber eine zukunftsfähige Gemüseproduktion braucht schlagkräftige Betriebe, betont Baum. Der Zusammenschluss von vier erfahrenen Gärtnern sowie die Unterstützung von Landgard und des Kraftwerks Neurath sichern den Erfolg des Projekts und schaffen schon im ersten Bauabschnitt etwa 40 Arbeitsplätze auf allen Qualifizierungsstufen des Unternehmens. Im nächsten Jahr soll die Mitarbeiterzahl weiter erhöht werden. An den Erfolg des Projekts glaubt auch die WGZ BANK als Finanzierer. Insgesamt werden in Neurath zwölf Millionen Euro investiert. Mehr als die Hälfte davon trägt die WGZ BANK. Daneben stellt sie auch die Betriebsmittelfinanzierung. Die Finanzierung einer solchen Idee ist alles andere als Tagesgeschäft, meint WGZ BANK-Firmenkundenbetreuer Roger Jeske. Bei einer anderen Bank stünde das Projekt Neurath vermutlich sogar auf einer schwarzen Liste, vermutet er, da für viele Banken derartige Projektfinanzierungen, die mit einem ungleich größeren Risiko behaftet seien als klassische Investitionskredite, per se schon nicht infrage kämen. Doch die WGZ BANK hat sich entschlossen, die Gärtner bei der Realisierung ihres Traums tatkräftig zu unterstützen. Wir sind von dem Projekt überzeugt, sagt Jeske. Denn die Idee ist schlichtweg gut. Das Team Hotline: 0800/ Initiativbanking 4/

10 S t a r t e N e n t w i c k e l n f o r t f ü h r e n passt. Und die Wachstumsaussichten sind vielversprechend. So sehen das auch die Volksbanken an der Niers und Düsseldorf Neuss, die über Kreditunterbeteiligungen befinden. Knackig kommt gut an Nach wie vor ist die Tomate die Topgemüsesorte vor Möhre, Zwiebel, Chicorée und Salat. In Neurath gedeiht ausschließlich die neu gezüchtete und als besonders knackig sowie aromatisch geltende Sorte Lyterno, die die vier Gärtner gemeinsam mit ihrem Von Kohle und TomaTen Tomaten Das Ursprungsgebiet ist Mittel- und Südamerika. Tomaten zählen zu den Nachtschattengewächsen. Sie sind mit der Kartoffel, der Tollkirsche, der Petunie und dem Tabak verwandt. Jeder Bundesbürger verzehrt im Jahr durchschnittlich 24 Kilogramm Tomaten. Großkunden Edeka verköstigt haben. Im Moment bauen sie in den Gewächshallen primär für Netto an, die Discounttochter des Einzelhändlers. Der Kunde will die Produktion für sich allein haben, erklärt Baum. Die Nachfrage ist groß, der Markt für Tomaten in Deutschland stark gewachsen. Dabei steigt besonders das Bewusstsein für nachhaltigen Frischeanbau. Viele Verbraucher wünschen inzwischen vor allem heimische Produkte, weil sie dann wissen, wo das, was sie Landgard Landgard gehört als Erzeugergemeinschaft zu 100 Prozent den Gärtnern. Landgard ist eine der größten europäischen Vermarktungsorganisationen für Topfpflanzen, Schnittblumen, Gärtner- und Floristenbedarf sowie Obst und Gemüse und erzielte 2010 einen Umsatz von 1,8 Milliarden Euro. Derzeit unterhält Landgard unter anderem 34 Cash&Carry-Märkte inner- und außerhalb Deutschlands. rwe Power RWE Power ist der größte Stromerzeuger Deutschlands. In den Tagebauen und Kraftwerken, Veredlungsbetrieben und Forschungsprojekten, Ausbildungszentren und Verwaltungen sind mehr als Mitarbeiter beschäftigt. Das Unternehmen trägt mit einer Kraftwerksleistung von gut Megawatt zum breiten RWE-Energiemix aus Braunkohle, Steinkohle, Kernkraft, Gas und erneuerbaren Energien bei. verspeisen, herkommt. Der Lebensmitteleinzelhandel setzt verstärkt auf Regionalität. Das freut uns, sagt Gärtner Baum. Zudem braucht die Tomate von der Neurather Staude bis ins Supermarktregal höchstens 24 Stunden. Wir ernten rot, erklärt Baum. Auch das ist ein Unterschied gegenüber aus Marokko oder Spanien eingeflogenen Früchten, die meistens noch grün sind, wenn sie gepflückt werden, während des Transports nachreifen und deshalb weniger intensiv schmecken. Wir konzentrieren uns auf den Geschmack und nicht auf das Kilo, sagt Baum. Immer nur größer, schneller, weiter funktioniert auf Dauer nicht. Trotzdem kann sich die erwartete Erntemenge aus dem Gewächshauspark vom Umfang her sehen lassen: Sie liegt bei bis Tonnen pro Jahr und soll kontinuierlich wachsen. Wir könnten mehr verkaufen, meint Baum. Vor allem, weil die ersten Pflanzen in diesem Jahr erst im Juli statt wie üblich schon im Dezember gesetzt werden konnten. Der harte Winter hatte die Bauarbeiten verzögert. Inzwischen aber werden die Rispen täglich geschnitten. Mit der Ernte aus Neurath könnte schon jetzt der Bedarf etwa der Hälfte der Bürger im hiesigen Landkreis gedeckt werden. Selbst Ziergärtner Baum ist inzwischen auf den Tomatengeschmack gekommen. Er genießt die Frucht am liebsten pur, nur mit Salz und Pfeffer. 10 Initiativbanking 4/2011

11 Der MittelstanD ist ein Gewinner Die Energiewende kommt, und das ist gut so gerade für mittelständische Unternehmen, sagt der renommierte Saarbrücker WirtschaftsWissenschaftler Professor Dr. UWe leprich. Im Interview erklärt der Energieexperte zudem, warum er die Furcht vor steigenden Energiekosten und Versorgungsunsicherheiten für unbegründet hält. Foto: Thomas Ernsting/laif?: Herr Professor Leprich, der Begriff der Energiewende ist so allgegenwärtig, dass viele gar nicht mehr genau wissen, was er eigentlich alles umfasst. Können Sie ihn in wenigen Sätzen erklären? Leprich: Eine Energiewende für Deutschland bedeutet die radikale Abkehr vom bisherigen zentralistischen Großverbundsystem auf Basis von Kern- und Kohlekraftwerken sowie eine Entmachtung der dominierenden Energiekonzerne. Außerdem eine starke Dezentralisierung der Stromerzeugung auf Basis erneuerbarer Energien wie Wind, Solarenergie und Biomasse sowie mit Anlagen der Kraft- Wärme-Kopplung, die Strom und Wärme hocheffizient in Verbrauchernähe erzeugen, mitunter sogar im eigenen Keller. Die Akteurslandschaft ist vielfältig. Sie wird getragen von Stadtwerken und einem breiten energiewirtschaftlichen Mittelstand aus Anlagenbetreibern und Energiedienstleistungsunternehmen.?: Welche Szenarien können daraus entstehen? Leprich: Eine Halbierung des Energieverbrauchs bis 2050 ist möglich, wenn wir die vorhandenen Effizienzpotenziale erschließen. Der Restenergiebedarf könnte zu zwei Dritteln durch erneuerbare Energien und zu einem Drittel durch den effizienten Einsatz fossiler Brennstoffe in erster Linie Gas bereitgestellt werden. Die Nutzung erneuerbarer Energien erfolgt schwerpunktmäßig in Deutschland, allerdings kann sie ergänzt werden durch Solarstromimporte aus Südeuropa und Nordafrika sowie Offshorewindstrom aus einem Hotline: 0800/ Initiativbanking 4/

12 S t a r t e N e n t w i c k e l n f o r t f ü h r e n künftigen Powerhouse Nordsee. Das wird im Wesentlichen davon abhängen, wie schnell welche Infrastruktur national und europäisch aufgebaut werden kann.?: Ist die Energiewende alternativlos, um es mit der Bundeskanzlerin zu sagen? Leprich: Ich antworte mit Victor Hugo: Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Die Akzeptanz der erneuerbaren Energien war auch schon vor Fukushima überragend; eine große Mehrheit in Deutschland ist gegen den Betrieb von Atomkraftwerken und für Klimaschutz, damit in aller Regel auch gegen den Neubau von Kohlekraftwerken. Die Erneuerbaren konnten in den vergangenen Jahren einen bemerkenswerten Rückgang der Kosten erreichen. Die Anlagen werden immer effizienter, und immer mehr Ingenieure begreifen die Energiewende als attraktive Herausforderung, die weltweit eine enorme Ausstrahlung haben wird. Es sind also gesellschaftliche Argumente, flankiert von ökologischen, regionalökonomischen, volkswirtschaftlichen und industriepolitischen Argumenten, die die Energiewende vorantreiben. Wer heute noch auf Kernenergie und Kohle setzt, steht meines Erachtens auf völlig verlorenem Posten. Diese Alternative existiert schlichtweg nicht mehr.?: Wie beurteilen Sie das Agieren der Politik, insbesondere der Bundesregierung, bei der angestrebten Veränderung der Energieversorgung? Leprich: Das Energiekonzept 2010 der Bundesregierung vom vergangenen Herbst war bis auf die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke ja bereits eine gute Basis für die Energiewende. Allerdings stehen die sehr ehrgeizigen Ziele noch in einem gewissen Kontrast zu den bislang konkretisierten Instrumenten, die helfen sollen, diese Ziele zu erreichen. Hier muss deutlich nachgebessert werden wir brauchen viel bessere Instrumente, insbesondere für die Erschließung der Effizienzpotenziale und die stärkere Verbreitung erneuerbarer Energien im Wärme- und Verkehrssektor. Ohne eine entschlossene Politik werden wir die Energiewende nicht realisieren können die Märkte werden hier nur durch ein gezieltes Redesign und klare Rahmenvorgaben Unterstützung bieten können.?: Haben Sie vielleicht auch ein Zitat für Kritiker der Energiewende, die zwar nicht ihre Machbarkeit anzweifeln, aber vor unabsehbaren Kosten warnen? Leprich: Nein, aber Argumente: Nicht zuletzt durch Fukushima haben wir eine Vorstellung davon bekommen, wie teuer Atomenergie sein kann. Der vor allem durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe verursachte Treibhauseffekt hat volkswirtschaftliche Kosten zur Folge, die die Kosten der Vermeidungsstrategien weit übertreffen. Insofern hat das bestehende nuklear-fossile Energiesystem zweifellos die höchsten unabsehbaren Kosten im Vergleich zu den Alternativen. Alle seriösen Szenarien auf europäischer und nationaler Ebene gehen im Übrigen davon aus, dass die Energiewende mittelfristig geringere Kosten für die Volkswirtschaft aufweisen wird als die Beibehaltung des heutigen Systems.?: Konzerne, aber auch mittelständische Unternehmen fürchten einen Anstieg der Stromkosten als Konsequenz der Energiewende. Sind diese Sorgen berechtigt? Leprich: Nein. Ohne die Energiewende würden die Energiekosten mittel- und langfristig viel stärker ansteigen, da die Preise zunehmend die Knappheiten der fossilen Brennstoffe widerspiegeln und auch der Kohlendioxidausstoß in der Perspektive deutlich teurer wird. Zudem haben wir ja in diesem Jahr gesehen, dass die Stilllegung von acht Atomkraftwerken so gut wie keine Auswirkungen auf die Preise an der Strombörse gehabt hat. Schließlich: Stromkosten sind das Produkt aus Preis und Menge gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen gibt es noch hohe Effizienzpotenziale, deren Erschließung den Verbrauch und damit die Stromrechnung signifikant senken könnte. 12 Initiativbanking 4/2011

13 Professor Dr. Uwe Leprich, wissenschaftlicher Leiter des Instituts für ZukunftsEnergieSysteme ggmbh: ohne die energiewende würden die Energiekosten mittel- und langfristig viel stärker ansteigen. Foto: IZES ggmbh?: Welche Branchen könnten durch die Energiewende besonders stark belastet werden? Leprich: Mittel- und langfristig stehen alle Branchen durch die Energiewende besser da; kurzfristig werden jene Gewerbe- und Industriekunden belastet, die nicht der besonderen Ausgleichsregelung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) unterliegen und daher die volle EEG-Umlage in Höhe von 3,5 Cent pro Kilowattstunde zahlen müssen. Da es sich hier aber um keine stromintensiven Unternehmen handelt, die zudem nur zu einem kleinen Teil im globalen Wettbewerb stehen, erscheinen mir diese Übergangsbelastungen als durchaus tragbar, zumal die erneuerbaren Energien ja auch preissenkend an der Strombörse wirken. Ohnehin gilt, dass die Energiewende auf viele Schultern verteilt werden muss.?: Ist bei einer Verschiebung im Stromerzeugungsmix die Versorgungssicherheit für die Produktion noch gewährleistet? Leprich: Dazu nehmen sowohl das Bundeswirtschaftsministerium als auch die Bundesnetzagentur regelmäßig Stellung, und man kann davon ausgehen, dass sie die Situation sehr sorgfältig beobachten. Aktuell besteht nach ihren Aussagen keinerlei Anlass zur Besorgnis, und das wird auch so bleiben, wenn die Politik ihre Hausaufgaben stets zeitnah erledigt und die Akteure des Stromsektors in die Verantwortung nimmt.? : Wie schnell kann und darf eine Energiewende vonstattengehen, ohne dass dadurch die Existenz von Unternehmen und Arbeitsplätzen gerade im Mittelstand bedroht ist? Leprich: Die Energiewende ist ein gesellschaftliches Projekt, bei dem es Gewinner und Verlierer geben wird. Im Hinblick auf den Mittelstand und die Schaffung von Arbeitsplätzen, die auf einer Wertschöpfung in Deutschland beruhen, überwiegen aber eindeutig die Gewinner, sodass gerade auch im volkswirtschaftlichen Interesse die Energiewende in hohem Tempo weiter realisiert werden sollte.?: Welche Möglichkeiten haben Mittelständler, um steigende Strompreise abzufedern? Leprich: In erster Linie Effizienzmaßnahmen, die sich zumindest über ihre Lebensdauer amortisieren. Ansonsten haben Mittelständler sicherlich andere Dinge im Fokus als ausgerechnet ihre Stromrechnungen, die in der Regel nur einen sehr geringen Anteil an den Gesamtkosten ausmachen.?: Aber dennoch zehren hohe Stromkosten an den ohnehin nicht üppigen Margen. Sollten Mittelständler nicht mehr Unterstützung durch die öffentliche Hand erhalten? Leprich: Ja, im Hinblick auf eine gezielte Vor-Ort-Beratung sowie möglicherweise durch zinsbegünstigte Kredite für Effizienzmaßnahmen, die sich nicht innerhalb von zwei bis drei Jahren amortisieren. ZuR PeRson Professor Dr. Uwe leprich ist wissenschaftlicher Leiter des Instituts für ZukunftsEnergie- Systeme (IZES) in Saarbrücken und einer der führenden Energieexperten des Landes. Leprich lehrt an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes. Seine Spezialgebiete sind die Liberalisierung der Energiemärkte und deren Rahmenbedingungen, Instrumente nationaler und internationaler Energie- und Klimapolitik sowie nachhaltige Unternehmensstrategien. Hotline: 0800/ Initiativbanking 4/

14 S t a r t e N e n t w I c k e l n f o r t f ü h r e N 2012: Damit müssen Sie rechnen Die Zeichen stehen auf Sturm: Börsen im Sinkflug, Konjunkturindikatoren im Minus und die Angst vor Inflation und dem Kollaps der europäischen Einheitswährung geht um. Unternehmer stellen sich die Frage: Wie geht es 2012 weiter? Konjunkturforscher, Währungsexperten, Volkswirte und Anlagespezialisten der WGZ BANK beantworten die drängendsten Fragen zu den Themen Rezession, Weltwirtschaft, Geldentwertung, Euro und Börse. Auch wenn ihnen eine neue Wirtschaftskrise erspart bleibt, kommen Chefs um eine Erkenntnis nicht herum: Wir leben derzeit in einer sehr unsicheren Welt, meint Professor Dr. Michael Bräuninger, Forschungsdirektor am Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut HWWI (siehe Interview auf den Seiten 22 und 23). Langfristig zu planen, wird da immer schwieriger. Unternehmen müssen sich flexibel zeigen und schnell auf veränderte Bedingungen reagieren. Die Betriebe sind dafür aber gut gerüstet, sagt Bräuninger. 14 Initiativbanking 4/2011

15 1. Droht der Rückfall in die Rezession? Abschwung im AnmArsch. Die Konjunkturindikatoren zeigen nach unten, Unternehmer stellen sich auf Auftragseinbrüche ein. Dabei verlangsamt sich das Wachstum lediglich auf Normalmaß, beruhigen Wirtschaftsforscher. Illustrationen: Torsten Wolber Im August 2011 war die Party vorbei: Mit einem Mal krachte ein Konjunkturindikator nach dem anderen ein. Den Anfang machte das traditionell vorauslaufende Stimmungsbarometer des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim. Zwei Drittel der rund 350 Finanzmarktexperten, die das Institut Monat für Monat befragt, erwarteten im August einen Rückgang der Konjunktur im zweiten Halbjahr An die 38 Prozent mehr Pessi misten als Optimisten zeigte der ZEW-Index; es war der heftigste Stimmungseinbruch seit der Lehman-Krise. Und die Stimmung hatte sich bereits zum sechsten Mal in Folge verschlechtert. Selbst eine ausgewachsene Rezession hielten manche Volkswirte, Analysten, Bankdirektoren und andere Finanzprofis, die sich regelmäßig an der Umfrage beteiligen, inzwischen für wahrscheinlich. Auch der ifo-geschäftsklimaindex verschlechterte sich, genauso der Einkaufsmanagerindex für die Industrie, den das Londoner Marktforschungsinstitut Markit erhebt. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) klopfte die Stimmung in einer Blitzumfrage unter den Mitgliedern seines Mittelstandsausschusses ab. Ergebnis: Noch spüren die meisten Mittelständler keine Auswirkungen auf ihre derzeitige Geschäftslage. Dennoch erwarten die Unternehmer, dass die Nachfrage demnächst nachlässt. Die ersten Betriebe spielen durch, was zu tun ist, wenn 2012 Aufträge wegbrechen. Denn Warnsignale gibt es: Konsumnahe Unternehmen, etwa in der Schmuck- und Möbelindustrie, bemerken eine wachsende Zurückhaltung ihrer Kunden. Und Industriebetriebe berichten, dass Aufträge zurückgestellt werden, weil Kunden Liquidität sicherheitshalber im Unternehmen halten wollen. Aber droht wirklich eine Rezession? Dafür habe er keine Anhaltspunkte, sagt Dr. Dirk Schlotböller, Referatsleiter Konjunktur, Wachstum, Unternehmensbefragungen beim DIHK: Die Verbraucher sind zwar verunsichert und einzelne Unternehmer stellen Investitionen zurück. Auch von den Staatsausgaben der Eurozone seien erst einmal keine Wachstumsimpulse mehr zu erwarten, denn die Regierungen müssten nun sparen. Aber solange die Eurokrise nicht weiter eskaliere, werde sich das Wachstum lediglich verlangsamen (siehe Die Szenarien für 2012 auf Seite 16). Und das, so Schlotböller, könnten deutsche Mittelständler weitgehend verkraften. Wir erwarten für 2012 ein Wachstum. Hotline: 0800/ Initiativbanking 4/

16 S t a r t e N e n t w I c k e l n f o r t f ü h r e N Professor Dr. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln: Deutsche Unternehmen liefern die Maschinen für die wirtschaftliche Aufholjagd der Schwellenländer. Denn deutsche Unternehmen, betont Schlotböller, seien auf dem Weltmarkt bestens positioniert. Und sie hätten sich in den vergangenen zehn Jahren erfolgreich schlanker aufgestellt: Wir haben flexiblere Arbeitszeiten, und die Lohnzurückhaltung der vergangenen Jahre hat den Kostennachteil deutscher Betriebe abgebaut. Es werde vor allem das weiter kräftige Wachstum aus den Schwellenländern sein (siehe Wohin steuert die Weltwirtschaft? auf Seite 17), das den hiesigen Mittelstand im kommenden Jahr vor dem Absturz bewahrt. Die Nachfrage aus Brasilien, Indien, China und Russland machte Unternehmer zunehmend unabhängiger von der Konjunktur in Euroland. Die Szenarien für 2012 Auch Konjunkturforschern fällt es derzeit schwer, klare Prognosen abzugeben. Dr. marcus Kappler, Experte für wachstums- und Konjunkturanalysen am Zentrum für Europäische wirtschaftsforschung (ZEw) in mannheim, erläutert die szenarien für 2012: szenario 1 (hohe wahrscheinlichkeit): Das wachstum verlangsamt sich Deutschland hat einen kurzen Boom hinter sich; Unternehmen sind mit gewaltigen Wachstumsraten aus der tiefen Krise von 2009 wiederauferstanden. Dieser Aufschwung ist im letzten Quartal 2011 etwas früher zum Stillstand gekommen als erwartet bewegen sich die Firmen wieder auf die Normalauslastung zu. Wir schwenken auf den langfristigen Wachstumspfad ein, sagt Kappler. In diesem wahrscheinlichsten Konjunkturszenario, von dem die Wirtschaftsinstitute mehrheitlich ausgehen, wird das Bruttosozialprodukt 2012 um 0,8 bis 1,1 Prozent zulegen. Damit ist der steile Aufschwung zwar vorbei. Eine Rezession aber ist nicht zu erwarten. szenario 2 (mittlere wahrscheinlichkeit): Die Konjunktur kommt wieder in Fahrt Das Wachstum 2012 könnte sich sehr schnell wieder erhöhen, wenn es der europäischen Politik gelingt, ein tragfähiges Konzept zur Sanierung von Eurostaaten vorzulegen, sagt Kappler. Wenn die Eurostaaten einen wirksamen, dauerhaften Rettungsmechanismus etablieren und Griechenland spürbare Fortschritte bei der Konsolidierung macht, werden sich die Märkte wieder beruhigen. Schon Anfang 2012 könnten Unternehmen dann ihre Investitionen hochfahren. Die Finanzierungsbedingungen sind hierzulande immer noch sehr gut, findet Kappler. Der hohe Beschäftigungsstand auf dem Arbeitsmarkt würde zusätzlich die Binnennachfrage ankurbeln; das Ergebnis wäre womöglich ein erneuter Rückpralleffekt wie bei der Erholung nach der Finanzkrise. Diese Entwicklung hängt indes davon ab, dass die Euromanager ein stringentes Konzept beschließen, das über den bisherigen Schutzschirmmechanismus hinausgeht. Und dass die Märkte daran glauben. szenario 3 (geringe wahrscheinlichkeit): griechenland-schock bringt eine echte rezession Der aus Sicht von Wirtschaftsforschern schlimmste Fall tritt ein: Europas größtes Sorgenkind, Griechenland, kollabiert, weil die Schutzschirme doch nicht ausreichen oder die Regierung in Athen gegen Auflagen verstößt. Kreditinstitute könnten in der Folge wieder aufhören, sich untereinander Geld zu leihen; die Risikoprämien für Kredite würden steigen. Dies würde der Realwirtschaft wohl eine Rezession bescheren, die aber nicht so dramatisch ausfallen muss wie Die Finanzbranche ist deutlich robuster als vor der Lehman-Insolvenz, meint Konjunkturforscher Marcus Kappler. Die Investitionen in der Eurozone würden sinken, mit negativen Folgen auch für die deutsche Wirtschaft. Aber vielleicht könnten sich die Schwellenländer diesmal abkoppeln, so Kappler. Ein sicherer Risikofaktor blieben dagegen die USA: Wenn der Arbeitsmarkt in den Vereinigten Staaten nicht in Schwung kommt, könnte dies die Rezession verstärken. 16 Initiativbanking 4/2011

17 2. Wohin steuert die Weltwirtschaft? robuste EntwicKlung. Schwellenländer wie China gewinnen mehr und mehr die Kraft, die Weltkonjunktur aus sich selbst heraus zu tragen. Das hilft deutschen Unternehmen, die dort konsequent Marktanteile gewonnen haben. Foto: IW Köln Das Jahr 2011 begann furios: Die Weltkonjunktur strotzte geradezu vor Kraft, meint Dr. Klaus-Jürgen Gern, am Institut für Weltwirtschaft in Kiel (ifw) für Konjunkturanalysen zuständig. In den Schwellenländern gab es einen regelrechten Boom, die Erholung der US-Wirtschaft schien Tritt zu fassen, die Eurozone befand sich auf Wachstumskurs. Jetzt dreht sich das, urteilt Gern. In den westlichen Industrienationen kehrt Ende 2011 beinahe Stagnation ein. Und dieser Trend, so der Wirtschaftsforscher, bleibe auch 2012 bestehen. Nach zwei positiven Quartalen werde die Wirtschaft in Deutschland im letzten Quartal 2011 vermutlich schrumpfen; für Anfang 2012 erwartet er eine schwarze Null oder sogar einen weiteren Rückgang. Zum Ende des Jahres werde sich die Konjunktur dann so weit erholt haben, dass der Saldo schließlich leicht positiv ausfallen dürfte. Westeuropa insgesamt werde nur leicht darüber liegen, die USA, deren Bevölkerung im Gegensatz zur Eurozone weiter wächst, könne 2012 ein Plus von bis zu 1,5 Prozent erreichen. Aber auch das ist zu wenig, um die Arbeitslosigkeit dort zu senken, betont Gern. Und Schwellenländer wie China, Indien oder Brasilien? Die kommen von einem sehr hohen Expansionsniveau, meint der Konjunkturforscher. China etwa ist 2010 um sagenhafte 10,3 Prozent gewachsen, Indien legte um 10,1 Prozent zu. Und während der Euroraum 2011 wohl nicht einmal einen Zuwachs von zwei Prozent schaffen wird, liegen die beiden asiatischen Wirtschaftsmächte immer noch zwischen acht und neun Prozent. Dieser Boom hat den Schwellenländern indes auch hohe Inflationsraten beschert: In China liegt die Teuerung 2011 bei mehr als fünf Prozent, in Indien sogar bei mehr als neun. Deshalb bremsen die Regierungen das Wachstum jetzt aus Eigeninteresse, erklärt Gern. Um die Wirtschaft abzukühlen. Da 2012 gleichzeitig die Nachfrage aus den Industrieländern nachlässt, wird sich also auch das Wachstum der Schwellenländer verlangsamen. Und damit wird der Zuwachs deutscher Exporte in diese Weltregionen geringer. Gleichzeitig sind die aufstrebenden Volkswirtschaften Asiens und Südamerikas nicht mehr so stark wie früher von Aufträgen aus den USA oder der Eurozone abhängig im Gegenteil: Sie sind selbst zu einem Motor der Weltwirtschaft geworden. China hat es geschafft, die Binnennachfrage zu beleben und hat die Qualität seiner Produkte verbessert, bestätigt Professor Dr. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft e.v. (IW) in Köln. Auch andere Staaten neben den BRIC-Ländern Brasilien, Russland, Indien und China befänden sich in einem Aufholprozess, berichtet Hüther. Die Türkei etwa durchlebe einen anhaltenden Wirtschaftsboom. Ähnliches gelte für die ehemaligen Ostblockstaaten. Deutsche Unternehmen profitierten von dieser wachsenden Eigenständigkeit der Schwellenländer. Sie sind es, die diesen Staaten mit ihren Maschinen und Anlagen bei der wirtschaftlichen Aufholjagd helfen, meint Hüther. In den vergangenen Jahren hätten hiesige Betriebe sogar noch weitere Marktanteile in Entwicklungs- und Schwellenländern dazugewonnen. Inzwischen haben sie in vielen Marktsegmenten ein Alleinstellungsmerkmal. Die Weltkonjunktur, so Hüther, trübe sich zwar ein. Trotzdem ist er für den Mittelstand optimistisch. Denn erstens betreffe dies exportorientierte deutsche Unternehmen weniger als Firmen anderer westlicher Staaten. Und zweitens gebe es mit Blick auf die Entwicklung der Weltwirtschaft einen deutlichen Unterschied zum Herbst 2008: Damals hatten wir vor dem Ausbruch der Krise schon einen deutlichen Einbruch bei den Auftragseingängen, sagt Hüther. Das ist diesmal nicht der Fall. Hotline: 0800/ Initiativbanking 4/

18 S t a r t e N e n t w i c k e l n f o r t f ü h r e N 3. Droht bald eine Inflation? Noch keine Gefahr. Nicht nur die US-Zentralbank flutet die Märkte mit immer mehr Geld, auch die Europäische Zentralbank EZB kauft bereits Staatsanleihen auf pumpt also Euros in die Märkte bleiben die Preise aber stabil, sagen Experten. Erst mittelfristig könnte die Teuerungsrate steigen. Es war ein Griff in die Trickkiste. Nachdem Ben Bernanke, Chef der US-amerikanischen Zentralbank Federal Reserve, die Zinsen fast auf null gesenkt und zusätzlich noch Bankanleihen gekauft hatte, ohne dass die Wirtschaft wieder in Schwung gekommen wäre, verkündete er Mitte September schließlich den Twist : Bis Mitte 2012 wird die Fed langfristige Staatsanleihen im Wert von rund 400 Milliarden US-Dollar erwerben und zu ihrer Finanzierung kurzfristige Bonds verkaufen. Ein solcher Tausch von Lang- in Kurzläufer, den die Zentralbank schon 1961 vollzogen hat, soll die ohnehin niedrigen langfristigen US-Zinsen weiter senken, ohne dass Bernanke den Leitzins verändern oder zusätzliches Geld ins System leiten muss. Doch Verbraucher und Unternehmen reagierten kaum auf die Ankündigung. Trotz billigster Kredite und kreativer Kniffe will die US-Konjunktur einfach nicht anspringen. Einige amerikanische Geldpolitiker fordern inzwischen schon negative Zinsen. Ein Twist ist eine der letzten Möglichkeiten für eine Notenbank, der Wirtschaft noch einen Impuls zu geben, wenn die Leitzinsen bereits bei null oder nahe null stehen, erklärt ifw- Konjunkturforscher Klaus-Jürgen Gern. Schon seit der Finanz- und Wirtschaftskrise kauft die US-Zentralbank in großem Stil Staatspapiere, um die Wirtschaft und die Regierung mit mehr Geld zu versorgen man spricht von einer quantitativen Lockerung. Ähnlich geht die Europäische Zentralbank vor, wenn sie Staatsanleihen von Krisenländern wie Griechenland oder Spanien kauft. Allerdings will die EZB mit dieser Strategie nicht in erster Linie die Geldmenge ausweiten, sondern den Euro stabilisieren. Und noch sind auch die Leitzinsen in Euroland mit 1,5 Prozent vergleichsweise hoch. Unabhängig von den Motiven: Nach dem Lehrbuch müsste eine derart lockere Geldpolitik irgendwann das Wirtschaftswachstum befeuern. Und die Inflation. Genau das fürchten Anleger, die in Sachwerte wie Gold flüchten. Doch Wirtschaftsforscher glauben nicht an die hohe Geldentwertung: In den USA wollen Haushalte und Unternehmen keine weiteren Kredite aufnehmen, oder sie können es gar nicht. Daher versandet die Liquiditätsflut einfach. Und in der Eurozone versickert das Geld im Finanzsektor. Professor Dr. Wolfgang Gerke, Geldmarktexperte und Präsident des Bayerischen Finanz Zentrums e.v. in München, glaubt ebenfalls nicht, dass die Inflation 2012 spürbar zulegt. Schon Ende 2011 dürfte der Inflationsschub aus den Energiepreisen wieder nachlassen und im kommenden Frühjahr noch mehr. Die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit mancher Eurostaaten lässt sich Experten zufolge nicht mit einer Abwertung der Währung, sondern nur über Produktivitätsgewinne und Lohnzurückhaltung ausgleichen. Dennoch: Die EZB werde von der Politik immer stärker gedrängt, nach dem Vorbild der Fed Fiskalpolitik zu betreiben, warnt Gerke. Es wäre fatal, wenn auch Europa diesen Weg einschlägt. Die Fed versucht, realwirtschaftliche Probleme zu lösen, indem sie Geld druckt. Allerdings: Mittelfristig, innerhalb der kommenden fünf Jahre, kann sich der Finanzexperte auch in Euroland Teuerungsraten von drei bis vier Prozent vorstellen. Die Zielgröße von unter zwei Prozent wird jedenfalls nicht mehr lange zu halten sein. 18 initiativbanking 4/2011

19 4. Was wird aus dem Euro? feuertaufe. Das gemeinsame europäische Geld wurde schon häufig totgesagt. Derzeit scheint die Währungsunion das erste Mal wirklich auf der Kippe zu stehen. Doch es gibt für die meisten Experten keine Alternative zum Euro. Und auch der Abwertungsdruck wird 2012 nachlassen. Euroskeptiker haben derzeit Hochkonjunktur. Die Überlebenschancen des Euro sind geringer denn je, poltert Professor Dr. Wilhelm Hankel, Währungsspezialist, Buchautor und von Beginn an Gegner der Gemeinschaftswährung. Die Politik versuche, gegen die Märkte zu agieren, die aber tolerierten die Staatsverschuldung von Problemstaaten wie Griechenland heute ganz einfach nicht mehr ohne Risikoaufschlag. Hankel fürchtet, dass die EZB die Eurozone weiter mit billigem Geld versorgt, gleichzeitig aber das Wachstum stagniert und die Arbeitslosenzahlen steigen. Die Stagflation, die daraus entsteht, warnt der Ökonom, ist die gefährlichste Situation, die denkbar ist weil man sie praktisch nicht beherrschen kann. So Sichern Sie Sich gegen WährungSSchWankungen ab Die Wechselkurse schwanken und dürften auch 2012 volatil bleiben. Mit diesen instrumenten schützen sich unternehmer: Devisentermingeschäft: Ein Importeur vereinbart mit der Bank einen fixen Terminkurs, etwa von 1,38 US-Dollar pro Euro. In drei Monaten kann beziehungsweise muss er zu diesem Wert US-Währung kaufen. Das Wechselkursrisiko ist ausgeschaltet. Der Importeur zahlt drauf, wenn der Kurs steigt. Devisenoptionsgeschäft: Ein exportorientiertes Unternehmen erwirbt das Recht, in drei Monaten die US-Währung zu 1,28 je Euro zu kaufen. Liegt der Kurs unter diesem Niveau, löst es dieses Recht ein. Liegt der Kurs höher, lässt das Unternehmen es verfallen und kauft zum höheren Kurs. Für die Absicherung wird eine Prämie fällig. Devisenoptionsgeschäft mit chance: Wie beim Devisenoptionsgeschäft erhält der Kunde einen Absicherungskurs. Steigen die Kurse, darf er dies aber nur bis zu einer bestimmten Obergrenze nutzen. Liegt der Kurs zum Fälligkeitstag über der Obergrenze, gilt der niedrigere Absicherungskurs. kassageschäft: Unternehmen kaufen oder verkaufen mit überschüssiger Liquidität US-Dollars je nachdem, wie der Kurs gerade steht. Vorteil: Sie haben stets eine Devisenreserve zum optimalen Kurs zur Verfügung. Hotline: 0800/ initiativbanking 4/

20 S t a r t e N e n t w i c k e l n f o r t f ü h r e N Stefan Grothaus, Volkswirt bei der WGZ BANK: beide großen Währungsräume haben Schwierigkeiten. Die Probleme im Euroraum sind aber kritischer. Stefan Grothaus, Volkswirt bei der WGZ BANK, teilt Hankels Pessimismus nicht. Kein Staat wolle aus dem Euro aussteigen. Und selbst wenn es sich nicht vermeiden ließe: Der Euro würde dies ebenso überstehen wie den Zahlungsausfall einzelner Mitgliedsstaaten. (Siehe Ausblick: Warum der Euro stabil bleibt.) Doch klar ist: Das Unionsgeld wertet tendenziell ab. Für einen Euro bekam man 2011 zeitweise deutlich weniger als 1,30 Dollar und nur noch knapp einen Schweizer Franken Ende 2010 hatte der Kurs noch bei über 1,35 Franken gelegen. Die Schweizerische Notenbank hat ja bereits die Notbremse gezogen, sagt Grothaus. Sie hat dem Franken gegenüber dem Euro eine Untergrenze verpasst. Die Schweizerische Nationalbank steuert sofort gegen, sobald der Kurs auf unter 1,20 Franken zu fallen droht. Damit wollen die Schweizer verhindern, dass ihre eigene Währung zu stark aufwertet und die Produkte einheimischer Unternehmen im Euroraum zu teuer werden. Ähnliches könnte bei entsprechendem Aufwärtsdruck auch in Schweden und Norwegen passieren. Und was den US-Dollar angeht: Beide Währungsräume haben derzeit mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen, sagt Grothaus. Die Probleme im Euroraum sind aber als kritischer einzuschätzen. Folge: Ein gegenüber dem US-Dollar schwächerer Euro erscheint Ökonomen für 2012 das wahrscheinlichste Szenario zu sein. ausblick: Warum der euro Stabil bleibt Stefan Grothaus, Volkswirt der WGZ BaNk, ist überzeugt, dass die europäische Gemeinschaftswährung die krise übersteht. Seine argumente im Überblick: hohe Staatsverschuldung? kein neues Phänomen. Enorme Staatsdefizite, wie sie die Staaten der Eurozone derzeit aufhäufen, sind keineswegs außergewöhnlich. Nach Kriegen, Krisen und in historischen Umbruchsituationen haben Staaten zu allen Zeiten Schulden gemacht oder sind gar zahlungsunfähig geworden. Für den Harvard-Ökonomen Kenneth Rogoff sind Liquiditätsengpässe sogar ein universelles Phänomen des Übergangs. Die Schuldenquoten der europäischen Staaten sind derzeit immer noch niedriger als in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg. entschuldung durch inflation? keine option. Ökonomen wie Professor Dr. Charles Blankart von der Humboldt-Universität Berlin fürchten, dass die Schuldenstaaten des Euroraums der Versuchung erliegen könnten, sich ihrer Verpflichtungen durch Gelddrucken zu entledigen. Jetzt, wo alle überschuldet sind, ist Inflation ein noch attraktiverer Weg als im Zeitalter des Nationalstaats. Das würde den Euro nachhaltig schwächen. Doch Europas Regierungen haben sich für die Haushaltskonsolidierung und eine wachstumsorientierte Politik entschieden. Bis auf Weiteres schieben Notenbanken Inflationsbegehrlichkeiten einen Riegel vor. Neues euroregime? im aufbau. Schließlich kommt dank der Griechenland-Krise wieder Bewegung in die Diskussion um ein besseres Euroregime. Das muss keine gemeinsame Wirtschaftsregierung sein, wie sie von einigen EU-Politikern gefordert wird. Auch die Ende September vom Bundestag beschlossene erweiterte deutsche Beteiligung am Euro-Stabilisierungsfonds bringt mehr Sicherheit für den Euro. Der Brüsseler Thinktank Bruegel schlägt sogar ein Insolvenzverfahren für Eurostaaten vor. 20 initiativbanking 4/2011

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