2012: Damit müssen Sie rechnen

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "2012: Damit müssen Sie rechnen"

Transkript

1 S T A R T E N E N T W I C K E L N F O R T F Ü H R E N 2012: Damit müssen Sie rechnen Die Zeichen stehen auf Sturm: Börsen im Sinkflug, Konjunkturindikatoren im Minus und die Angst vor Inflation und dem Kollaps der europäischen Einheitswährung geht um. Unternehmer stellen sich die Frage: Wie geht es 2012 weiter? Konjunkturforscher, Währungsexperten, Volkswirte und Anlagespezialisten der WGZ BANK beantworten die drängendsten Fragen zu den Themen Rezession, Weltwirtschaft, Geldentwertung, Euro und Börse. Auch wenn ihnen eine neue Wirtschaftskrise erspart bleibt, kommen Chefs um eine Erkenntnis nicht herum: Wir leben derzeit in einer sehr unsicheren Welt, meint Professor Dr. Michael Bräuninger, Forschungsdirektor am Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut HWWI (siehe Interview auf den Seiten 22 und 23). Langfristig zu planen, wird da immer schwieriger. Unternehmen müssen sich flexibel zeigen und schnell auf veränderte Bedingungen reagieren. Die Betriebe sind dafür aber gut gerüstet, sagt Bräuninger. 14 Initiativbanking 4/2011

2 1. Droht der Rückfall in die Rezession? ABSCHWUNG IM ANMARSCH. Die Konjunkturindikatoren zeigen nach unten, Unternehmer stellen sich auf Auftragseinbrüche ein. Dabei verlangsamt sich das Wachstum lediglich auf Normalmaß, beruhigen Wirtschaftsforscher. Illustrationen: Torsten Wolber Im August 2011 war die Party vorbei: Mit einem Mal krachte ein Konjunkturindikator nach dem anderen ein. Den Anfang machte das traditionell vorauslaufende Stimmungsbarometer des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim. Zwei Drittel der rund 350 Finanzmarktexperten, die das Institut Monat für Monat befragt, erwarteten im August einen Rückgang der Konjunktur im zweiten Halbjahr An die 38 Prozent mehr Pessi misten als Optimisten zeigte der ZEW-Index; es war der heftigste Stimmungseinbruch seit der Lehman-Krise. Und die Stimmung hatte sich bereits zum sechsten Mal in Folge verschlechtert. Selbst eine ausgewachsene Rezession hielten manche Volkswirte, Analysten, Bankdirektoren und andere Finanzprofis, die sich regelmäßig an der Umfrage beteiligen, inzwischen für wahrscheinlich. Auch der ifo-geschäftsklimaindex verschlechterte sich, genauso der Einkaufsmanagerindex für die Industrie, den das Londoner Marktforschungsinstitut Markit erhebt. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) klopfte die Stimmung in einer Blitzumfrage unter den Mitgliedern seines Mittelstandsausschusses ab. Ergebnis: Noch spüren die meisten Mittelständler keine Auswirkungen auf ihre derzeitige Geschäftslage. Dennoch erwarten die Unternehmer, dass die Nachfrage demnächst nachlässt. Die ersten Betriebe spielen durch, was zu tun ist, wenn 2012 Aufträge wegbrechen. Denn Warnsignale gibt es: Konsumnahe Unternehmen, etwa in der Schmuck- und Möbelindustrie, bemerken eine wachsende Zurückhaltung ihrer Kunden. Und Industriebetriebe berichten, dass Aufträge zurückgestellt werden, weil Kunden Liquidität sicherheitshalber im Unternehmen halten wollen. Aber droht wirklich eine Rezession? Dafür habe er keine Anhaltspunkte, sagt Dr. Dirk Schlotböller, Referatsleiter Konjunktur, Wachstum, Unternehmensbefragungen beim DIHK: Die Verbraucher sind zwar verunsichert und einzelne Unternehmer stellen Investitionen zurück. Auch von den Staatsausgaben der Eurozone seien erst einmal keine Wachstumsimpulse mehr zu erwarten, denn die Regierungen müssten nun sparen. Aber solange die Eurokrise nicht weiter eskaliere, werde sich das Wachstum lediglich verlangsamen (siehe Die Szenarien für 2012 auf Seite 16). Und das, so Schlotböller, könnten deutsche Mittelständler weitgehend verkraften. Wir erwarten für 2012 ein Wachstum. Hotline: 0800/ Initiativbanking 4/

3 S T A R T E N E N T W I C K E L N F O R T F Ü H R E N Professor Dr. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln: Deutsche Unternehmen liefern die Maschinen für die wirtschaftliche Aufholjagd der Schwellenländer. Denn deutsche Unternehmen, betont Schlotböller, seien auf dem Weltmarkt bestens positioniert. Und sie hätten sich in den vergangenen zehn Jahren erfolgreich schlanker aufgestellt: Wir haben flexiblere Arbeitszeiten, und die Lohnzurückhaltung der vergangenen Jahre hat den Kostennachteil deutscher Betriebe abgebaut. Es werde vor allem das weiter kräftige Wachstum aus den Schwellenländern sein (siehe Wohin steuert die Weltwirtschaft? auf Seite 17), das den hiesigen Mittelstand im kommenden Jahr vor dem Absturz bewahrt. Die Nachfrage aus Brasilien, Indien, China und Russland machte Unternehmer zunehmend unabhängiger von der Konjunktur in Euroland. DIE SZENARIEN FÜR 2012 Auch Konjunkturforschern fällt es derzeit schwer, klare Prognosen abzugeben. Dr. Marcus Kappler, Experte für Wachstums- und Konjunkturanalysen am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim, erläutert die Szenarien für 2012: Szenario 1 (hohe Wahrscheinlichkeit): Das Wachstum verlangsamt sich Deutschland hat einen kurzen Boom hinter sich; Unternehmen sind mit gewaltigen Wachstumsraten aus der tiefen Krise von 2009 wiederauferstanden. Dieser Aufschwung ist im letzten Quartal 2011 etwas früher zum Stillstand gekommen als erwartet bewegen sich die Firmen wieder auf die Normalauslastung zu. Wir schwenken auf den langfristigen Wachstumspfad ein, sagt Kappler. In diesem wahrscheinlichsten Konjunkturszenario, von dem die Wirtschaftsinstitute mehrheitlich ausgehen, wird das Bruttosozialprodukt 2012 um 0,8 bis 1,1 Prozent zulegen. Damit ist der steile Aufschwung zwar vorbei. Eine Rezession aber ist nicht zu erwarten. Szenario 2 (mittlere Wahrscheinlichkeit): Die Konjunktur kommt wieder in Fahrt Das Wachstum 2012 könnte sich sehr schnell wieder erhöhen, wenn es der europäischen Politik gelingt, ein tragfähiges Konzept zur Sanierung von Eurostaaten vorzulegen, sagt Kappler. Wenn die Eurostaaten einen wirksamen, dauerhaften Rettungsmechanismus etablieren und Griechenland spürbare Fortschritte bei der Konsolidierung macht, werden sich die Märkte wieder beruhigen. Schon Anfang 2012 könnten Unternehmen dann ihre Investitionen hochfahren. Die Finanzierungsbedingungen sind hierzulande immer noch sehr gut, findet Kappler. Der hohe Beschäftigungsstand auf dem Arbeitsmarkt würde zusätzlich die Binnennachfrage ankurbeln; das Ergebnis wäre womöglich ein erneuter Rückpralleffekt wie bei der Erholung nach der Finanzkrise. Diese Entwicklung hängt indes davon ab, dass die Euromanager ein stringentes Konzept beschließen, das über den bisherigen Schutzschirmmechanismus hinausgeht. Und dass die Märkte daran glauben. Szenario 3 (geringe Wahrscheinlichkeit): Griechenland-Schock bringt eine echte Rezession Der aus Sicht von Wirtschaftsforschern schlimmste Fall tritt ein: Europas größtes Sorgenkind, Griechenland, kollabiert, weil die Schutzschirme doch nicht ausreichen oder die Regierung in Athen gegen Auflagen verstößt. Kreditinstitute könnten in der Folge wieder aufhören, sich untereinander Geld zu leihen; die Risikoprämien für Kredite würden steigen. Dies würde der Realwirtschaft wohl eine Rezession bescheren, die aber nicht so dramatisch ausfallen muss wie Die Finanzbranche ist deutlich robuster als vor der Lehman-Insolvenz, meint Konjunkturforscher Marcus Kappler. Die Investitionen in der Eurozone würden sinken, mit negativen Folgen auch für die deutsche Wirtschaft. Aber vielleicht könnten sich die Schwellenländer diesmal abkoppeln, so Kappler. Ein sicherer Risikofaktor blieben dagegen die USA: Wenn der Arbeitsmarkt in den Vereinigten Staaten nicht in Schwung kommt, könnte dies die Rezession verstärken. 16 Initiativbanking 4/2011

4 2. Wohin steuert die Weltwirtschaft? ROBUSTE ENTWICKLUNG. Schwellenländer wie China gewinnen mehr und mehr die Kraft, die Weltkonjunktur aus sich selbst heraus zu tragen. Das hilft deutschen Unternehmen, die dort konsequent Marktanteile gewonnen haben. Foto: IW Köln Das Jahr 2011 begann furios: Die Weltkonjunktur strotzte geradezu vor Kraft, meint Dr. Klaus-Jürgen Gern, am Institut für Weltwirtschaft in Kiel (ifw) für Konjunkturanalysen zuständig. In den Schwellenländern gab es einen regelrechten Boom, die Erholung der US-Wirtschaft schien Tritt zu fassen, die Eurozone befand sich auf Wachstumskurs. Jetzt dreht sich das, urteilt Gern. In den westlichen Industrienationen kehrt Ende 2011 beinahe Stagnation ein. Und dieser Trend, so der Wirtschaftsforscher, bleibe auch 2012 bestehen. Nach zwei positiven Quartalen werde die Wirtschaft in Deutschland im letzten Quartal 2011 vermutlich schrumpfen; für Anfang 2012 erwartet er eine schwarze Null oder sogar einen weiteren Rückgang. Zum Ende des Jahres werde sich die Konjunktur dann so weit erholt haben, dass der Saldo schließlich leicht positiv ausfallen dürfte. Westeuropa insgesamt werde nur leicht darüber liegen, die USA, deren Bevölkerung im Gegensatz zur Eurozone weiter wächst, könne 2012 ein Plus von bis zu 1,5 Prozent erreichen. Aber auch das ist zu wenig, um die Arbeitslosigkeit dort zu senken, betont Gern. Und Schwellenländer wie China, Indien oder Brasilien? Die kommen von einem sehr hohen Expansionsniveau, meint der Konjunkturforscher. China etwa ist 2010 um sagenhafte 10,3 Prozent gewachsen, Indien legte um 10,1 Prozent zu. Und während der Euroraum 2011 wohl nicht einmal einen Zuwachs von zwei Prozent schaffen wird, liegen die beiden asiatischen Wirtschaftsmächte immer noch zwischen acht und neun Prozent. Dieser Boom hat den Schwellenländern indes auch hohe Inflationsraten beschert: In China liegt die Teuerung 2011 bei mehr als fünf Prozent, in Indien sogar bei mehr als neun. Deshalb bremsen die Regierungen das Wachstum jetzt aus Eigeninteresse, erklärt Gern. Um die Wirtschaft abzukühlen. Da 2012 gleichzeitig die Nachfrage aus den Industrieländern nachlässt, wird sich also auch das Wachstum der Schwellenländer verlangsamen. Und damit wird der Zuwachs deutscher Exporte in diese Weltregionen geringer. Gleichzeitig sind die aufstrebenden Volkswirtschaften Asiens und Südamerikas nicht mehr so stark wie früher von Aufträgen aus den USA oder der Eurozone abhängig im Gegenteil: Sie sind selbst zu einem Motor der Weltwirtschaft geworden. China hat es geschafft, die Binnennachfrage zu beleben und hat die Qualität seiner Produkte verbessert, bestätigt Professor Dr. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft e.v. (IW) in Köln. Auch andere Staaten neben den BRIC-Ländern Brasilien, Russland, Indien und China befänden sich in einem Aufholprozess, berichtet Hüther. Die Türkei etwa durchlebe einen anhaltenden Wirtschaftsboom. Ähnliches gelte für die ehemaligen Ostblockstaaten. Deutsche Unternehmen profitierten von dieser wachsenden Eigenständigkeit der Schwellenländer. Sie sind es, die diesen Staaten mit ihren Maschinen und Anlagen bei der wirtschaftlichen Aufholjagd helfen, meint Hüther. In den vergangenen Jahren hätten hiesige Betriebe sogar noch weitere Marktanteile in Entwicklungs- und Schwellenländern dazugewonnen. Inzwischen haben sie in vielen Marktsegmenten ein Alleinstellungsmerkmal. Die Weltkonjunktur, so Hüther, trübe sich zwar ein. Trotzdem ist er für den Mittelstand optimistisch. Denn erstens betreffe dies exportorientierte deutsche Unternehmen weniger als Firmen anderer westlicher Staaten. Und zweitens gebe es mit Blick auf die Entwicklung der Weltwirtschaft einen deutlichen Unterschied zum Herbst 2008: Damals hatten wir vor dem Ausbruch der Krise schon einen deutlichen Einbruch bei den Auftragseingängen, sagt Hüther. Das ist diesmal nicht der Fall. Hotline: 0800/ Initiativbanking 4/

5 S T A R T E N E N T W I C K E L N F O R T F Ü H R E N 3. Droht bald eine Inflation? NOCH KEINE GEFAHR. Nicht nur die US-Zentralbank flutet die Märkte mit immer mehr Geld, auch die Europäische Zentralbank EZB kauft bereits Staatsanleihen auf pumpt also Euros in die Märkte bleiben die Preise aber stabil, sagen Experten. Erst mittelfristig könnte die Teuerungsrate steigen. Es war ein Griff in die Trickkiste. Nachdem Ben Bernanke, Chef der US-amerikanischen Zentralbank Federal Reserve, die Zinsen fast auf null gesenkt und zusätzlich noch Bankanleihen gekauft hatte, ohne dass die Wirtschaft wieder in Schwung gekommen wäre, verkündete er Mitte September schließlich den Twist : Bis Mitte 2012 wird die Fed langfristige Staatsanleihen im Wert von rund 400 Milliarden US-Dollar erwerben und zu ihrer Finanzierung kurzfristige Bonds verkaufen. Ein solcher Tausch von Lang- in Kurzläufer, den die Zentralbank schon 1961 vollzogen hat, soll die ohnehin niedrigen langfristigen US-Zinsen weiter senken, ohne dass Bernanke den Leitzins verändern oder zusätzliches Geld ins System leiten muss. Doch Verbraucher und Unternehmen reagierten kaum auf die Ankündigung. Trotz billigster Kredite und kreativer Kniffe will die US-Konjunktur einfach nicht anspringen. Einige amerikanische Geldpolitiker fordern inzwischen schon negative Zinsen. Ein Twist ist eine der letzten Möglichkeiten für eine Notenbank, der Wirtschaft noch einen Impuls zu geben, wenn die Leitzinsen bereits bei null oder nahe null stehen, erklärt ifw- Konjunkturforscher Klaus-Jürgen Gern. Schon seit der Finanz- und Wirtschaftskrise kauft die US-Zentralbank in großem Stil Staatspapiere, um die Wirtschaft und die Regierung mit mehr Geld zu versorgen man spricht von einer quantitativen Lockerung. Ähnlich geht die Europäische Zentralbank vor, wenn sie Staatsanleihen von Krisenländern wie Griechenland oder Spanien kauft. Allerdings will die EZB mit dieser Strategie nicht in erster Linie die Geldmenge ausweiten, sondern den Euro stabilisieren. Und noch sind auch die Leitzinsen in Euroland mit 1,5 Prozent vergleichsweise hoch. Unabhängig von den Motiven: Nach dem Lehrbuch müsste eine derart lockere Geldpolitik irgendwann das Wirtschaftswachstum befeuern. Und die Inflation. Genau das fürchten Anleger, die in Sachwerte wie Gold flüchten. Doch Wirtschaftsforscher glauben nicht an die hohe Geldentwertung: In den USA wollen Haushalte und Unternehmen keine weiteren Kredite aufnehmen, oder sie können es gar nicht. Daher versandet die Liquiditätsflut einfach. Und in der Eurozone versickert das Geld im Finanzsektor. Professor Dr. Wolfgang Gerke, Geldmarktexperte und Präsident des Bayerischen Finanz Zentrums e.v. in München, glaubt ebenfalls nicht, dass die Inflation 2012 spürbar zulegt. Schon Ende 2011 dürfte der Inflationsschub aus den Energiepreisen wieder nachlassen und im kommenden Frühjahr noch mehr. Die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit mancher Eurostaaten lässt sich Experten zufolge nicht mit einer Abwertung der Währung, sondern nur über Produktivitätsgewinne und Lohnzurückhaltung ausgleichen. Dennoch: Die EZB werde von der Politik immer stärker gedrängt, nach dem Vorbild der Fed Fiskalpolitik zu betreiben, warnt Gerke. Es wäre fatal, wenn auch Europa diesen Weg einschlägt. Die Fed versucht, realwirtschaftliche Probleme zu lösen, indem sie Geld druckt. Allerdings: Mittelfristig, innerhalb der kommenden fünf Jahre, kann sich der Finanzexperte auch in Euroland Teuerungsraten von drei bis vier Prozent vorstellen. Die Zielgröße von unter zwei Prozent wird jedenfalls nicht mehr lange zu halten sein. 18 Initiativbanking 4/2011

6 4. Was wird aus dem Euro? FEUERTAUFE. Das gemeinsame europäische Geld wurde schon häufig totgesagt. Derzeit scheint die Währungsunion das erste Mal wirklich auf der Kippe zu stehen. Doch es gibt für die meisten Experten keine Alternative zum Euro. Und auch der Abwertungsdruck wird 2012 nachlassen. Euroskeptiker haben derzeit Hochkonjunktur. Die Überlebenschancen des Euro sind geringer denn je, poltert Professor Dr. Wilhelm Hankel, Währungsspezialist, Buchautor und von Beginn an Gegner der Gemeinschaftswährung. Die Politik versuche, gegen die Märkte zu agieren, die aber tolerierten die Staatsverschuldung von Problemstaaten wie Griechenland heute ganz einfach nicht mehr ohne Risikoaufschlag. Hankel fürchtet, dass die EZB die Eurozone weiter mit billigem Geld versorgt, gleichzeitig aber das Wachstum stagniert und die Arbeitslosenzahlen steigen. Die Stagflation, die daraus entsteht, warnt der Ökonom, ist die gefährlichste Situation, die denkbar ist weil man sie praktisch nicht beherrschen kann. SO SICHERN SIE SICH GEGEN WÄHRUNGSSCHWANKUNGEN AB Die Wechselkurse schwanken und dürften auch 2012 volatil bleiben. Mit diesen Instrumenten schützen sich Unternehmer: Devisentermingeschäft: Ein Importeur vereinbart mit der Bank einen fixen Terminkurs, etwa von 1,38 US-Dollar pro Euro. In drei Monaten kann beziehungsweise muss er zu diesem Wert US-Währung kaufen. Das Wechselkursrisiko ist ausgeschaltet. Der Importeur zahlt drauf, wenn der Kurs steigt. Devisenoptionsgeschäft: Ein exportorientiertes Unternehmen erwirbt das Recht, in drei Monaten die US-Währung zu 1,28 je Euro zu kaufen. Liegt der Kurs unter diesem Niveau, löst es dieses Recht ein. Liegt der Kurs höher, lässt das Unternehmen es verfallen und kauft zum höheren Kurs. Für die Absicherung wird eine Prämie fällig. Devisenoptionsgeschäft mit Chance: Wie beim Devisenoptionsgeschäft erhält der Kunde einen Absicherungskurs. Steigen die Kurse, darf er dies aber nur bis zu einer bestimmten Obergrenze nutzen. Liegt der Kurs zum Fälligkeitstag über der Obergrenze, gilt der niedrigere Absicherungskurs. Kassageschäft: Unternehmen kaufen oder verkaufen mit überschüssiger Liquidität US-Dollars je nachdem, wie der Kurs gerade steht. Vorteil: Sie haben stets eine Devisenreserve zum optimalen Kurs zur Verfügung. Hotline: 0800/ Initiativbanking 4/

7 S T A R T E N E N T W I C K E L N F O R T F Ü H R E N Stefan Grothaus, Volkswirt bei der WGZ BANK: Beide großen Währungsräume haben Schwierigkeiten. Die Probleme im Euroraum sind aber kritischer. Stefan Grothaus, Volkswirt bei der WGZ BANK, teilt Hankels Pessimismus nicht. Kein Staat wolle aus dem Euro aussteigen. Und selbst wenn es sich nicht vermeiden ließe: Der Euro würde dies ebenso überstehen wie den Zahlungsausfall einzelner Mitgliedsstaaten. (Siehe Ausblick: Warum der Euro stabil bleibt.) Doch klar ist: Das Unionsgeld wertet tendenziell ab. Für einen Euro bekam man 2011 zeitweise deutlich weniger als 1,30 Dollar und nur noch knapp einen Schweizer Franken Ende 2010 hatte der Kurs noch bei über 1,35 Franken gelegen. Die Schweizerische Notenbank hat ja bereits die Notbremse gezogen, sagt Grothaus. Sie hat dem Franken gegenüber dem Euro eine Untergrenze verpasst. Die Schweizerische Nationalbank steuert sofort gegen, sobald der Kurs auf unter 1,20 Franken zu fallen droht. Damit wollen die Schweizer verhindern, dass ihre eigene Währung zu stark aufwertet und die Produkte einheimischer Unternehmen im Euroraum zu teuer werden. Ähnliches könnte bei entsprechendem Aufwärtsdruck auch in Schweden und Norwegen passieren. Und was den US-Dollar angeht: Beide Währungsräume haben derzeit mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen, sagt Grothaus. Die Probleme im Euroraum sind aber als kritischer einzuschätzen. Folge: Ein gegenüber dem US-Dollar schwächerer Euro erscheint Ökonomen für 2012 das wahrscheinlichste Szenario zu sein. AUSBLICK: WARUM DER EURO STABIL BLEIBT Stefan Grothaus, Volkswirt der WGZ BANK, ist überzeugt, dass die europäische Gemeinschaftswährung die Krise übersteht. Seine Argumente im Überblick: Hohe Staatsverschuldung? Kein neues Phänomen. Enorme Staatsdefizite, wie sie die Staaten der Eurozone derzeit aufhäufen, sind keineswegs außergewöhnlich. Nach Kriegen, Krisen und in historischen Umbruchsituationen haben Staaten zu allen Zeiten Schulden gemacht oder sind gar zahlungsunfähig geworden. Für den Harvard-Ökonomen Kenneth Rogoff sind Liquiditätsengpässe sogar ein universelles Phänomen des Übergangs. Die Schuldenquoten der europäischen Staaten sind derzeit immer noch niedriger als in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg. Entschuldung durch Inflation? Keine Option. Ökonomen wie Professor Dr. Charles Blankart von der Humboldt-Universität Berlin fürchten, dass die Schuldenstaaten des Euroraums der Versuchung erliegen könnten, sich ihrer Verpflichtungen durch Gelddrucken zu entledigen. Jetzt, wo alle überschuldet sind, ist Inflation ein noch attraktiverer Weg als im Zeitalter des Nationalstaats. Das würde den Euro nachhaltig schwächen. Doch Europas Regierungen haben sich für die Haushaltskonsolidierung und eine wachstumsorientierte Politik entschieden. Bis auf Weiteres schieben Notenbanken Inflationsbegehrlichkeiten einen Riegel vor. Neues Euroregime? Im Aufbau. Schließlich kommt dank der Griechenland-Krise wieder Bewegung in die Diskussion um ein besseres Euroregime. Das muss keine gemeinsame Wirtschaftsregierung sein, wie sie von einigen EU-Politikern gefordert wird. Auch die Ende September vom Bundestag beschlossene erweiterte deutsche Beteiligung am Euro-Stabilisierungsfonds bringt mehr Sicherheit für den Euro. Der Brüsseler Thinktank Bruegel schlägt sogar ein Insolvenzverfahren für Eurostaaten vor. 20 Initiativbanking 4/2011

8 5. Wie geht es an den Börsen weiter? ACHTERBAHNFAHRT. Für Anleger könnte 2012 zur Zitterpartie geraten. Denn die anhaltende Unsicherheit wirkt sich auch auf die Kurse von Aktien und Anleihen aus. Ohne etwas Mut zum Risiko werden Renditen kaum möglich sein. Man braucht nichts zu beschönigen: Die Aktienmärkte haben 2011 bitter enttäuscht. Vor allem die Börsen der Eurozone stürzten ab, besonders die deutsche. Der DAX kämpfte Mitte September mit der 5.000er-Marke. Die Aktienindizes, sagt Dr. Frank Wohlgemuth, Leiter Research der WGZ BANK, hätten seit Längerem schon eine Abkühlung der Konjunktur eingepreist. Es ist die Angst vor der Krise. Da werden diejenigen Märkte abgestraft, die am meisten von der Weltwirtschaft profitieren. Fundamental sei der DAX-Einbruch aber kaum zu begründen. Um den aktuellen Einbruch zu rechtfertigen, müssten die Gewinne der DAX-Unternehmen 2012 um 30 bis 40 Prozent zurückgehen, so Wohlgemuth. Das entspricht sicher nicht der Situation der Realwirtschaft. Auch wenn er sich nicht auf eine Trendwende festlegen kann, weil dafür die Situation noch zu unsicher ist: Researchexperte Wohlgemuth sieht Hinweise darauf, dass die Kurse sich im Verlauf des Jahres 2012 wieder fangen könnten. Zum einen würden Unternehmensinsider derzeit viele Aktien der eigenen Firmen kaufen. Das ist in der Regel ein positives Zeichen. Und in der Vergangenheit sei das durchschnittliche Kurs-Buchwert-Verhältnis sehr selten unter 1 gefallen. Dann wäre bei einem DAX-Niveau von Punkten der Boden erreicht. Für 2012 erwartet Wohlgemuth weiter eine hohe Volatilität der Märkte auf einem ähnlichen Niveau. Investieren wird dadurch nicht gerade leichter (siehe Geldanlage 2012 ). GELDANLAGE 2012 Foto: Bernd Nörig Sichere Renditen sind 2012 schwer zu bekommen. Anleger können aber gut verzinste Unternehmensanleihen und Bonds aus Nichteuroländern beimischen. Anlagen in Schwellenländern und in Gold bleiben interessant. Aktien: bleiben volatil Unternehmensanteile, insbesondere in den alten Industrienationen, sind derzeit günstig bewertet. Theoretisch können Anleger diesen Umstand nutzen und 2012 bei fundamental starken Titeln einsteigen. Wer die Papiere lange halten kann, macht sicher wenig falsch. Privatanleger sind derzeit mit breit gestreuten Fonds aber besser bedient. Anleihen: Blick über den Tellerrand Regierungsbonds aus den USA oder der Eurozone rentieren so schlecht, dass sie nicht einmal die Inflationsrate ausgleichen. Interessanter sind Anleihen aus wirtschaftlich soliden Staaten mit höheren Zinsniveaus, wie etwa Norwegen, Lettland, Tschechien oder auch der Türkei. Hier kommt indes ein Währungsrisiko hinzu. Auch die Anleihen von Unternehmen guter Bonität sind spannend. Edelmetalle: Gold weiter attraktiv Auch wenn die zehnjährige Goldrallye unlängst eine Korrektur erfahren hat: Der Aufwärtstrend des Edelmetalls dürfte auch 2012 intakt bleiben, was Gold zu einem möglichen Investment macht. Viele Anleger fürchten eine mögliche Inflation, suchen einen sicheren Hafen. Getrieben wird der Goldpreis im kommenden Jahr aber eher von den Käufen verschiedener Notenbanken, etwa der chinesischen. Rohstoffe: derzeit riskant Liefen Rohstoffinvestments in der Vergangenheit oft in entgegengesetzte Richtung zu den Aktienkursen, bewegen sich beide Anlagen inzwischen beinahe im Gleichschritt: Schwächeln die Börsen, folgen die Preise für Erdöl, Stahl oder Kupfer nach. Da die Preise vieler Industrierohstoffe stark schwanken, ist das nur etwas für Anleger mit hoher Risikoneigung. Emerging Markets: Wachstumschancen Schwellenländer sind 2012 interessante Anlageziele. Denn selbst wenn sich das Wachstum in China oder Indien verlangsamt, liegen die Wachstumsraten, und damit auch Inflation, Anleihezinsen und Börsenkurse, immer noch auf einem hohen Niveau. Es besteht insbesondere ein Wechselkursrisiko. Fonds können die bessere Wahl sein. Hotline: 0800/ Initiativbanking 4/

Marktkommentar Zinsen Euro-Zone

Marktkommentar Zinsen Euro-Zone Ausblick auf die Finanzmärkte Marktkommentar Zinsen Euro-Zone Kurzfristige Zinsen Eurozone Die Geldmarktzinsen der Eurozone dürften noch über einen längeren Zeitraum im negativen Bereich verharren. Dafür

Mehr

der die und in den von zu das mit sich des auf für ist im dem nicht ein eine als auch es an werden aus er hat daß sie nach wird bei

der die und in den von zu das mit sich des auf für ist im dem nicht ein eine als auch es an werden aus er hat daß sie nach wird bei der die und in den von zu das mit sich des auf für ist im dem nicht ein eine als auch es an werden aus er hat daß sie nach wird bei einer um am sind noch wie einem über einen so zum war haben nur oder

Mehr

Zusätzliche Schwankungen bringt die (kurzfristige) Erholung des US-Dollars. Dazu kommt dass Öl ein beliebtes Spekulationsobjekt ist.

Zusätzliche Schwankungen bringt die (kurzfristige) Erholung des US-Dollars. Dazu kommt dass Öl ein beliebtes Spekulationsobjekt ist. Quartalsupdate Januar März 2010 für Rohstoffe (30.12.09) Kurzfassung: Das fundamentale Umfeld hat sich für Rohstoffe seit dem 2. Halbjahr 2009 verbessert. Trotzdem haben sich die Preise von Rohstoffen

Mehr

Gold? Öl? Wein? "Kaufen"

Gold? Öl? Wein? Kaufen 27.1.2013 Gold? Öl? Wein? "Kaufen" Pimco-Gründer Bill Gross verwaltet den größten Publikumsfonds der Welt. Im Interview spricht er über Inflation, Währungskrieg und darüber, was ihn an München reizt. Von

Mehr

Finanzmarktperspektiven 2015

Finanzmarktperspektiven 2015 Finanzmarktperspektiven 2015 Makroökonomischer Ausblick Bruno Gisler Unabhängig, umfassend, unternehmerisch. Und eine Spur persönlicher. Makroökonomisches Fazit vom November 2013 Die Industriestaaten werden

Mehr

% % % Zinsen. Rentenmarkt. 6.2 Rentenfonds. Anleihekurse. Staatsanleihen Unternehmens- Anleihen Pfandbriefe. Zeit

% % % Zinsen. Rentenmarkt. 6.2 Rentenfonds. Anleihekurse. Staatsanleihen Unternehmens- Anleihen Pfandbriefe. Zeit Fondsarten 6.2 Rentenfonds Rentenfonds investieren in verzinsliche Wertpapiere (weitere Bezeichnungen sind Renten, Anleihen, Obligationen, Bonds u. a.). Sie erzielen vor allem Erträge aus den Zinszahlungen.

Mehr

AQUILA MONITOR. Unabhängig, diszipliniert, transparent. Unabhängig, umfassend, unternehmerisch. Und eine Spur persönlicher.

AQUILA MONITOR. Unabhängig, diszipliniert, transparent. Unabhängig, umfassend, unternehmerisch. Und eine Spur persönlicher. AQUILA MONITOR März 2015 Unabhängig, diszipliniert, transparent. Und eine Spur persönlicher. Unabhängig, umfassend, unternehmerisch. Und eine Spur persönlicher. Inhalt: Executive Summary Makroökonomische

Mehr

Kapitel 2 So führt Ihre konservative Strategie zu beachtlichem Anlageerfolg

Kapitel 2 So führt Ihre konservative Strategie zu beachtlichem Anlageerfolg Kapitel 2 So führt Ihre konservative Strategie zu beachtlichem Anlageerfolg Im Zweifelsfalle immer auf der konservativen Seite entscheiden und etwas Geld im trockenen halten! Illustration von Catherine

Mehr

Department of Finance, Accounting and Statistics WU Wirtschaftsuniversität Wien. Finanzmarkttrends 2014, WK Steiermark, Fachgruppe Finanzdienstleister

Department of Finance, Accounting and Statistics WU Wirtschaftsuniversität Wien. Finanzmarkttrends 2014, WK Steiermark, Fachgruppe Finanzdienstleister Finanzmärkte 2014 O. Univ.-Prof. Dr. Engelbert J. Dockner Department of Finance, Accounting and Statistics WU Wirtschaftsuniversität Wien Finanzmarkttrends 2014, WK Steiermark, Fachgruppe Finanzdienstleister

Mehr

Die Notenbank feuert aus allen Rohren Die Nationalbank rechnet mit einer tiefen Rezession und sieht Deflationsgefahren

Die Notenbank feuert aus allen Rohren Die Nationalbank rechnet mit einer tiefen Rezession und sieht Deflationsgefahren News Aktuelles aus Politik, Wirtschaft und Recht 13.03.09 Nationalbank Die Notenbank feuert aus allen Rohren Die Nationalbank rechnet mit einer tiefen Rezession und sieht Deflationsgefahren Die Nationalbank

Mehr

Investieren statt Spekulieren

Investieren statt Spekulieren Das richtige Rezept für jede Marktlage Referent : Stephan Albrech, Vorstand Albrech 1 Übersicht 1. Kreditkrise: Ursachen und Verlauf 2. Folgen der Krise für die Realwirtschaft 3. Folgen für die Kapitalmärkte

Mehr

Pressemitteilung Seite 1

Pressemitteilung Seite 1 Seite 1 Essen, den 18. März 2008 RWI Essen: Deutsche Konjunktur derzeit im Zwischentief Das RWI Essen geht für das Jahr 2008 weiterhin von einem Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,7%

Mehr

Privatanleger sehen Schuldenkrise nicht gelöst

Privatanleger sehen Schuldenkrise nicht gelöst 12. Dezember 2013 DZ BANK AG Deutsche Zentral- Genossenschaftsbank Pressestelle Privatanleger sehen Schuldenkrise nicht gelöst Privatanleger mit mehr Börsen-Optimismus, aber ohne Euphorie / Risiken durch

Mehr

Wenn alle nur noch kaufen, fehlen irgendwann die Käufer für einen weiteren Kursanstieg und der Aufschwung ist vorbei.

Wenn alle nur noch kaufen, fehlen irgendwann die Käufer für einen weiteren Kursanstieg und der Aufschwung ist vorbei. Anlage C zu Quartalsupdate Aktien Teil II Der Optimismus an den Märkten ist ein Risiko! 1. Einleitung Wenn alle nur noch kaufen, fehlen irgendwann die Käufer für einen weiteren Kursanstieg und der Aufschwung

Mehr

Quartalsupdate Oktober Dezember 2013 für Devisen (30.09.13)

Quartalsupdate Oktober Dezember 2013 für Devisen (30.09.13) Kurzfassung: Quartalsupdate Oktober Dezember 2013 für Devisen (30.09.13) Das Comeback des US-Dollar, kurzfristig unterbrochen durch die Entscheidung der US- Notenbank die Reduzierung der Anleihekäufe nicht

Mehr

Die goldenen Zeiten für die Kapitalanlage sind vorbei

Die goldenen Zeiten für die Kapitalanlage sind vorbei Die goldenen Zeiten für die Kapitalanlage sind vorbei Prof. Dr. Norbert Walter am 7. Juni 2011, Darlehnskasse Münster, Münster 2011 WALTER & TÖCHTER Consult 7. Juni 2011, Darlehnskasse Münster, Münster

Mehr

Konjunktur und Wachstum im Jahr 2012. Vortrag von Dr. Richard Böger auf dem Kapitalmarktforum der Bank für Kirche und Caritas eg am 08.

Konjunktur und Wachstum im Jahr 2012. Vortrag von Dr. Richard Böger auf dem Kapitalmarktforum der Bank für Kirche und Caritas eg am 08. Konjunktur und Wachstum im Jahr 2012 Vortrag von Dr. Richard Böger auf dem Kapitalmarktforum der Bank für Kirche und Caritas eg am 08. November 2011 1 Agenda 1. Rückblick auf die Prognosen vom Oktober

Mehr

1.140.000.000.000 Euro. Fürs Erste.

1.140.000.000.000 Euro. Fürs Erste. Seite 1 von 5 1.140.000.000.000 Euro. Fürs Erste. rottmeyer.de /1-140-000-000-000-euro-fuers-erste/ von Thorsten Polleit Zusammenfassung Der EZB-Rat gibt den Startschuss zum QE also zur Monetisierung der

Mehr

Die Chance des Jahres bei Unternehmensanleihen?

Die Chance des Jahres bei Unternehmensanleihen? Obligationen-Kaufprogramm der EZB Die Chance des Jahres bei Unternehmensanleihen? von Michael Rasch, Frankfurt, 1.Mai 2016 Foto: Fotolia Ab Juni will die Europäische Zentralbank Firmenanleihen kaufen.

Mehr

Buß- und Bettagsgespräch 2010. 17. November 2010

Buß- und Bettagsgespräch 2010. 17. November 2010 Buß- und Bettagsgespräch 20 17. November 20 Inhaltsverzeichnis Rückblick auf die Agenda 20 3 Aktuelle Themen 5 3 Strategien für 2011 6 - Hochverzinsliche Anlageklassen 7 - Schwellenländer 9 - Rohstoffe

Mehr

Ausblick für Konjunktur und Finanzmärkte Internationale Aktionswochen 2015

Ausblick für Konjunktur und Finanzmärkte Internationale Aktionswochen 2015 Ausblick für Konjunktur und Finanzmärkte Internationale Aktionswochen 215 Patrick Franke Senior Economist Verl, 18.3.215 Geldpolitik seit der Krise 2 Finanzkrise? Schuldenkrise? Konjunkturelle Schwäche?

Mehr

Unsicherheit bremst die Wirtschaft

Unsicherheit bremst die Wirtschaft Informationen aus dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln Konjunktur 22.11.2016 Lesezeit 4 Min Unsicherheit bremst die Wirtschaft Die starke Verunsicherung durch die globalen politischen und ökonomischen

Mehr

Marktkommentar Zinsen Euro-Zone

Marktkommentar Zinsen Euro-Zone Ausblick auf die Finanzmärkte Marktkommentar Zinsen Euro-Zone Kurzfristige Zinsen Euro-Zone Die Geldmarktzinsen der Eurozone dürften noch über einen längeren Zeitraum auf einem rekordtiefen Niveau bleiben.

Mehr

Studie zum Anlegerverhalten im vierten Quartal 2009

Studie zum Anlegerverhalten im vierten Quartal 2009 Studie zum Anlegerverhalten im vierten Quartal 2009 Aktienmärkte: immer weniger Pessimisten Gesamtwirtschaft: sprunghafte Zunahme der Optimisten Preise und Zinsen: Inflationserwartung steigt weiter an

Mehr

Investmenttipps 2011

Investmenttipps 2011 Investmenttipps 2011 Mag. Herbert Autengruber Aktien seit März 2009: Aufwärts Börsen seit März 2009: Aufwärts zwei besondere Merkmale: 1. Emerging Markets: Wirtschaft und Aktien steigen deutlicher als

Mehr

Die Schweiz und die Frankenstärke: Herausforderungen

Die Schweiz und die Frankenstärke: Herausforderungen Die Schweiz und die Frankenstärke: Herausforderungen Prognose Rundschau, Kanton Thurgau 24. Juni 2015 Serge Gaillard, Direktor EFV Aufbau Wieso ist die Schweiz gut durch die Finanz- und Schuldenkrise gekommen?

Mehr

TOP SELECT DYNAMIC - Newsletter Nr. 1

TOP SELECT DYNAMIC - Newsletter Nr. 1 AKTIENKULTUR IN DEUTSCHLAND EINE WÜSTE? Grundsätzliches Ein alter Hut: wer eine vergleichsweise hohe langfristige Rendite an den Finanz- und Kapitalmärkten erzielen will, muss das Risiko eingehen, dass

Mehr

Erfolgreich Anlegen in den Emerging Markets. Mag. Klaus Hager Raiffeisen Salzburg Invest Kapitalanlage GmbH

Erfolgreich Anlegen in den Emerging Markets. Mag. Klaus Hager Raiffeisen Salzburg Invest Kapitalanlage GmbH Erfolgreich Anlegen in den Emerging Markets Mag. Klaus Hager Raiffeisen Salzburg Invest Kapitalanlage GmbH 2 Emerging Markets sind kein Nebenschauplatz 3 83% Bevölkerungsanteil 75% der Landmasse Anteil

Mehr

Kredit in Schweizer Franken: Und was jetzt? 16. März 2015, Marc Brütsch Chief Economist Swiss Life

Kredit in Schweizer Franken: Und was jetzt? 16. März 2015, Marc Brütsch Chief Economist Swiss Life Kredit in Schweizer Franken: Und was jetzt? 16. März 2015, Marc Brütsch Chief Economist Swiss Life «Ein gutes Verständnis der schweizerischen Geldpolitik ist für Kreditnehmer und Kreditgeber von Frankenkrediten

Mehr

MAVEST WOCHENBERICHT (38.KW) 19.09.-23.09.2011

MAVEST WOCHENBERICHT (38.KW) 19.09.-23.09.2011 1 MAVEST WOCHENBERICHT 38. KW 2011 MAVEST WOCHENBERICHT (38.KW) 19.09.-23.09.2011 (25. September 2011) Die Volatilität ist zurück. In der Berichtswoche traf es Rohstoffe ganz besonders hart. Die Kursbewegungen

Mehr

Deka-Deutschland Balance Kundenhandout. Oktober 2011

Deka-Deutschland Balance Kundenhandout. Oktober 2011 Deka-Deutschland Balance Kundenhandout Oktober 2011 1 In Deutschlands Zukunft investieren Die Rahmenbedingungen stimmen Geographische Lage Deutschland profitiert von der zentralen Lage. Diese macht das

Mehr

Warren Buffett über das Risikomanagement: Erst wenn die Ebbe kommt, sieht man wer ohne Badehose ins Wasser gegangen ist.

Warren Buffett über das Risikomanagement: Erst wenn die Ebbe kommt, sieht man wer ohne Badehose ins Wasser gegangen ist. Ausgabe Nr. 26 3. August 2011 Seite 1 von 8 Warren Buffett über das Risikomanagement: Erst wenn die Ebbe kommt, sieht man wer ohne Badehose ins Wasser gegangen ist. Unsere Themen: Schwerpunktthema Schwellenländer

Mehr

Geldpolitik: Die geteilte Welt

Geldpolitik: Die geteilte Welt Geldpolitik: Die geteilte Welt 1. Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler sollen... 1. die wesentlichen Aufgaben von Zentralbanken ermitteln. 2. herausarbeiten, inwieweit und aus welchen Gründen sich

Mehr

So bereiten sich Anleger auf die Fed-Zinswende im Dezember vor

So bereiten sich Anleger auf die Fed-Zinswende im Dezember vor Fünf Vermögensverwalter raten So bereiten sich Anleger auf die Fed-Zinswende im Dezember vor Eine Leitzinserhöhung durch die US-Notenbank Fed im Dezember gilt derzeit als wahrscheinlich. Das private banking

Mehr

14. DKM-Kapitalmarkt-Forum 25. November 2015. Rückblick auf die Kapitalmärkte 2015 und Erwartungen der DKM für 2016. Andreas Brauer, DKM

14. DKM-Kapitalmarkt-Forum 25. November 2015. Rückblick auf die Kapitalmärkte 2015 und Erwartungen der DKM für 2016. Andreas Brauer, DKM 14. DKM-Kapitalmarkt-Forum 25. November 2015 Rückblick auf die Kapitalmärkte 2015 und Erwartungen der DKM für 2016 Andreas Brauer, DKM Überblick Rückblick auf die Kapitalmärkte 2015 Erwartungen der DKM

Mehr

Deutsche Bank Private Wealth Management. PWM Marktbericht. Markus Müller, Leiter Investment Office Frankfurt am Main, 27.

Deutsche Bank Private Wealth Management. PWM Marktbericht. Markus Müller, Leiter Investment Office Frankfurt am Main, 27. PWM Marktbericht Markus Müller, Leiter Investment Office Frankfurt am Main, 27. Juni 2011 USA Erholung verläuft frustrierend langsam Äußerungen von Ben Bernanke im Nachgang zur US-Notenbanksitzung Ben

Mehr

Marktkommentar Zinsen Euro-Zone

Marktkommentar Zinsen Euro-Zone Ausblick auf die Finanzmärkte Marktkommentar Zinsen Euro-Zone Kurzfristige Zinsen Euro-Zone Nach dem für uns doch überraschenden Zinsschritt von 0,50 % auf 0,25 % erwarten wir vorerst ein Beibehalten des

Mehr

Rhein-Main KOMPASS Der Wirtschaftstrend-Report der Helaba

Rhein-Main KOMPASS Der Wirtschaftstrend-Report der Helaba Rhein-Main KOMPASS Der Wirtschaftstrend-Report der Helaba Konjunkturumfrage Herbst 2011: Wirtschaft im Bezirk der IHK Frankfurt am Main steht auf stabilen Beinen Die regionale Wirtschaft steht weiterhin

Mehr

Insgesamt verhaltende Nachfrage bei gutem Zugang zu Firmenkrediten

Insgesamt verhaltende Nachfrage bei gutem Zugang zu Firmenkrediten Zur Lage der Unternehmensfinanzierung 28. Februar 2013 Insgesamt verhaltende Nachfrage bei gutem Zugang zu Firmenkrediten Das Jahr 2012 endete mit einem konjunkturell schwachen Quartal, im laufenden Jahr

Mehr

Wie entwickeln sich die Zinsen? Die Zeit wird es uns zeigen.

Wie entwickeln sich die Zinsen? Die Zeit wird es uns zeigen. Juli 2013 Was passiert, wenn die Zinsen steigen? Wird mein Geld seine Kaufkraft behalten? Ist mein Lebensstandard bis in hohe Alter gewährleistet? Die Zeit wird es uns zeigen. Begriffsdefinition Die meisten

Mehr

Hintergründe, Strategien und Chancen, die Sie kennen müssen

Hintergründe, Strategien und Chancen, die Sie kennen müssen Janne Jörg Kipp Rolf Morrien Staatsbankrott voraus! Hintergründe, Strategien und Chancen, die Sie kennen müssen 1. DIE GRUNDANNAHMEN Es gibt einige Grundannahmen, von denen wir in diesem Buch ausgehen.

Mehr

Die heimliche. EntEignung. So schützen Sie Ihr Geld vor Politikern und Bankern

Die heimliche. EntEignung. So schützen Sie Ihr Geld vor Politikern und Bankern Die heimliche EntEignung So schützen Sie Ihr Geld vor Politikern und Bankern FBV Michael Rasch Michael Ferber Inhalt Vorwort 13 Prolog Die Retter der Welt sind zum Risiko geworden 17 Einleitung Die grossen

Mehr

Aufschwung mit Risiken

Aufschwung mit Risiken Informationen aus dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln IW-Konjunkturprognose 08.04.2014 Lesezeit 3 Min Aufschwung mit Risiken Weil die Weltkonjunktur wieder Fahrt aufgenommen hat, macht auch die

Mehr

Quartalsupdate Januar März 2012 für Aktien Teil I (30.12.11) Die Entscheidung im DAX ist gefallen Bärenattacke Fortsetzung Bärenmarkt

Quartalsupdate Januar März 2012 für Aktien Teil I (30.12.11) Die Entscheidung im DAX ist gefallen Bärenattacke Fortsetzung Bärenmarkt Quartalsupdate Januar März 2012 für Aktien Teil I (30.12.11) Kurzfassung: (Intermediate Term: Zeitraum 3 Monate) Die Entscheidung im DAX ist gefallen Bärenattacke Fortsetzung Bärenmarkt Die Kursverluste

Mehr

Eine Währung sucht ihren Weg

Eine Währung sucht ihren Weg Informationen aus dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln Wechselkurse 05.02.2015 Lesezeit 4 Min Eine Währung sucht ihren Weg Der Euro fällt und fällt das macht kaum jemanden so nervös wie die jahrzehntelang

Mehr

Gothaer Studie zum Anlageverhalten der Deutschen. Gothaer Asset Management AG Köln, 17. Februar 2014

Gothaer Studie zum Anlageverhalten der Deutschen. Gothaer Asset Management AG Köln, 17. Februar 2014 Gothaer Studie zum Anlageverhalten der Deutschen Gothaer Asset Management AG Köln, 17. Februar 2014 Agenda 1. Vorbemerkung 1. Studienergebnisse 2. Fazit 2 1. Vorbemerkung Vierte repräsentative Studie über

Mehr

Von der Niedrig- zur Negativzins-Welt

Von der Niedrig- zur Negativzins-Welt Von der Niedrig- zur Negativzins-Welt Wellenreiter-Kolumne vom 02. November 2014 Ein Hypothekendarlehen mit 10jähriger Laufzeit ist in Japan für 1,3 bis 1,5 Prozent zu haben. Daran hat sich in den letzten

Mehr

Spängler IQAM Invest: Wo sollen Anleger 2014 investieren?

Spängler IQAM Invest: Wo sollen Anleger 2014 investieren? fondsprofessionell.at & fondsprofessionell.de vom 05.12.2013 http://www.fondsprofessionell.at/news/news-products/nid/spaengler-iqam-invest-tochter-verschmilzt-vollstaendig-mitmutter/gid/1012123/ref/2/

Mehr

DAS INVESTMENT.COM. Indien: Unbemerkt auf der Überholspur

DAS INVESTMENT.COM. Indien: Unbemerkt auf der Überholspur Indien: Unbemerkt auf der Überholspur Dieses Jahr blickten Anleger vor allem auf die Turbulenzen in China und den Zinspoker der US-Notenbank. Dabei entging vielen, dass Indiens Wirtschaftswachstum stark

Mehr

Gothaer Studie zum Anlageverhalten der Deutschen. Gothaer Asset Management AG Köln, 23. Januar 2015

Gothaer Studie zum Anlageverhalten der Deutschen. Gothaer Asset Management AG Köln, 23. Januar 2015 Gothaer Studie zum Anlageverhalten der Deutschen Gothaer Asset Management AG Köln, 23. Januar 2015 Agenda 1. Vorbemerkung 2. Studienergebnisse 3. Fazit 1. Vorbemerkung Repräsentative Studie über das Anlageverhalten

Mehr

AKTUELLE ETF-TRENDS IN EUROPA

AKTUELLE ETF-TRENDS IN EUROPA JANUAR 216 AKTUELLE ETF-TRENDS IN EUROPA Der europäische ETF-Markt erreichte im Jahr 215 ein neues Rekordhoch. Die Nettomittelzuflüsse summierten sich im Verlauf des Jahres auf 72,2 Milliarden Euro und

Mehr

AHK World Business Outlook. Ergebnisse einer Umfrage bei den deutschen Auslandshandelskammern, Delegationen und Repräsentanzen

AHK World Business Outlook. Ergebnisse einer Umfrage bei den deutschen Auslandshandelskammern, Delegationen und Repräsentanzen AHK World Business Outlook Ergebnisse einer Umfrage bei den deutschen Auslandshandelskammern, Delegationen und Repräsentanzen 2 AHK World Business Outlook Der AHK World Business Outlook wurde in diesem

Mehr

Wirtschaftsaussichten 2015

Wirtschaftsaussichten 2015 Prof. Dr. Karl-Werner Hansmann Wirtschaftsaussichten 2015 Vortrag beim Rotary Club Hamburg Wandsbek 5. Januar 2015 Hoffnungen in 2015 1. Wirtschaftswachstum positiv (global, EU, Deutschland) 2. Reformfrüchte

Mehr

Privatanleger erwarten anhaltend negative Realzinsen

Privatanleger erwarten anhaltend negative Realzinsen 25. Juni 2013 DZ BANK AG Deutsche Zentral- Genossenschaftsbank Pressestelle Privatanleger erwarten anhaltend negative Realzinsen Jeder Vierte will auf Niedrigzinsen reagieren und Anlagen umschichten /

Mehr

Postbank Research. Januar USA: Konjunktur dürfte sich 2017 deutlich beschleunigen Inflationsrate setzt ihren Aufwärtstrend fort

Postbank Research. Januar USA: Konjunktur dürfte sich 2017 deutlich beschleunigen Inflationsrate setzt ihren Aufwärtstrend fort Postbank Research Januar 2017 USA: Konjunktur dürfte sich 2017 deutlich beschleunigen Inflationsrate setzt ihren Aufwärtstrend fort Zinsentwicklung im Euroraum EWU: BIP wächst im 3. Quartal erneut um 0,3%

Mehr

Constant-Maturity-Swap (CMS)

Constant-Maturity-Swap (CMS) Constant-Maturity-Swap (CMS) Appenzell, März 2008 Straightline Investment AG House of Finance Rütistrasse 20 CH-9050 Appenzell Tel. +41 (0)71 353 35 10 Fax +41 (0)71 353 35 19 welcome@straightline.ch www.straightline.ch

Mehr

ASSET MANAGER BAROMETER VON BÖRSE ONLINE UND FINCOMM JANUAR 2016 FRAGE

ASSET MANAGER BAROMETER VON BÖRSE ONLINE UND FINCOMM JANUAR 2016 FRAGE Der DAX ist zum Jahresstart stark unter Druck geraten. Schlechte Industriedaten aus China schickten den Index auf Talfahrt. Seit Anfang Dezember hat der DAX über 1.000 Punkte verloren. Wie schätzen Sie

Mehr

Handel mit Staatsanleihen: Der Tabubruch

Handel mit Staatsanleihen: Der Tabubruch Handel mit Staatsanleihen: Der Tabubruch 1. Kompetenzen Die Schülerinnen und Schüler sollen... 1. die derzeitigen Entwicklungen im Markt für Staatsanleihen, die hierfür verantwortlichen Ursachen sowie

Mehr

Solider Haushalt, starke Wirtschaft. Fakten über Wachstum und Wettbewerb, Schulden und Zinsen

Solider Haushalt, starke Wirtschaft. Fakten über Wachstum und Wettbewerb, Schulden und Zinsen Solider Haushalt, starke Wirtschaft Fakten über Wachstum und Wettbewerb, Schulden und Zinsen Solider Haushalt, starke Wirtschaft Fakten über Wachstum und Wettbewerb, Schulden und Zinsen Spiegel-Online

Mehr

Schwellenländer kämpfen ums Überleben ihrer Währungen

Schwellenländer kämpfen ums Überleben ihrer Währungen Schwellenländer kämpfen ums Überleben ihrer Währungen Schwellenländer wie Malaysia pumpen Milliarden Dollar in den Markt, um den Verfall ihrer Währungen zu stoppen. Doch es hilft nichts. Inzwischen droht

Mehr

Das Gelddrucken der EZB ist nicht geeignet, Deflation zu verhindern

Das Gelddrucken der EZB ist nicht geeignet, Deflation zu verhindern Das Gelddrucken der EZB ist nicht geeignet, Deflation zu verhindern Prof. Dr. Karl-Werner Hansmann Universität Hamburg Vortrag vor dem Alumni Universität Hamburg e.v. am 10. April 2014 1 Gliederungsübersicht

Mehr

Vermögensverwalterin im Interview Frauen haben oft ein besseres Händchen

Vermögensverwalterin im Interview Frauen haben oft ein besseres Händchen Vermögensverwalterin im Interview Frauen haben oft ein besseres Händchen von Jessica Schwarzer 19.04.2014 Wo kommt die Rendite her? Diese Frage treibt konservative Anleger und ihre Berater um. Vermögensverwalterin

Mehr

BA-CA Konjunkturindikator

BA-CA Konjunkturindikator http://economicresearch.ba-ca.com BA-CA Konjunkturindikator April 2007 B A - C A E C O N O M I C S A N D M A R K E T A N A L Y S I S Autor: Stefan Bruckbauer Impressum Herausgeber, Verleger, Medieninhaber:

Mehr

Innova 98 Stand per 31.03.2015

Innova 98 Stand per 31.03.2015 Die Lebensversicherung Die Innova 98 (Tarif I98) ist eine klassische Lebensversicherung gegen Einmalprämie und beinhaltet eine Garantie von 100 %des investierten Sparkapitals. Zusätzlich kommt ein Plus

Mehr

So solltet Ihr auf Draghis EZB-Hammer reagieren

So solltet Ihr auf Draghis EZB-Hammer reagieren Seite 1 von 5 EWIG MIESE ZINSEN So solltet Ihr auf Draghis EZB-Hammer reagieren 14.03.2016 Finanzen100 Mario Draghi ist guter Laune - viele Anleger nicht ( 360b / Shutterstock.com ) Vergesst Rentenpapiere.

Mehr

Informationen aus dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln

Informationen aus dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln Informationen aus dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln Euro 19.06.2014 Lesezeit 4 Min Das Trilemma der EZB Als der Eurokurs vor kurzem über 1,40 Dollar zu steigen drohte, wurde lauthals gefordert,

Mehr

Vorsichtige Zinswende möglich

Vorsichtige Zinswende möglich Informationen aus dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln Niedrigzinspolitik 12.06.2014 Lesezeit 4 Min Vorsichtige Zinswende möglich In der Banken- und Schuldenkrise waren niedrige Leitzinsen ein probates

Mehr

Quartalsupdate Oktober Dezember 2013 für Anleihemarkt (Zinsen) 30.09.13

Quartalsupdate Oktober Dezember 2013 für Anleihemarkt (Zinsen) 30.09.13 Quartalsupdate Oktober Dezember 2013 für Anleihemarkt (Zinsen) 30.09.13 Kurzfassung: Zwei wichtige Fragen beschäftigen die Anleger a) Wie weit werden die Renditen für Staatsanleihen noch steigen? b) Liegt

Mehr

Studie zum Anlageverhalten der Deutschen. Gothaer Asset Management AG Köln, 10. April 2013

Studie zum Anlageverhalten der Deutschen. Gothaer Asset Management AG Köln, 10. April 2013 Studie zum Anlageverhalten der Deutschen Gothaer Asset Management AG Köln, 10. April 2013 Agenda 1. Vorbemerkung 2. Studienergebnisse 3. Fazit 2 1. Vorbemerkung Dritte repräsentative Studie über das Anlageverhalten

Mehr

RWI : Positionen RWI ESSEN. Wim Kösters, Christoph M. Schmidt, Torsten Schmidt und Tobias Zimmermann. #25 vom 3. Juli 2008

RWI : Positionen RWI ESSEN. Wim Kösters, Christoph M. Schmidt, Torsten Schmidt und Tobias Zimmermann. #25 vom 3. Juli 2008 Wim Kösters, Christoph M. Schmidt, Torsten Schmidt und Tobias Zimmermann RWI : Positionen #25 vom 3. Juli 2008 RWI ESSEN RWI : Positionen #25 vom 3. Juli 2008 Herausgeber: Rheinisch-Westfälisches Institut

Mehr

Währungsrisiken Herausforderungen für den Mittelstand IHK-Außenwirtschaftskonferenz 03. Dezember 2009

Währungsrisiken Herausforderungen für den Mittelstand IHK-Außenwirtschaftskonferenz 03. Dezember 2009 Währungsrisiken Herausforderungen für den Mittelstand IHK-Außenwirtschaftskonferenz 03. Dezember 2009 Florian Dust Paul P. Maeser Deutsche Bank - Capital Market Sales Wer wir sind Globale Expertise Individuell

Mehr

P R E S S E M E L D U N G. Zahlungsverzögerungen in China auf hohem Niveau: 80 Prozent der Unternehmen betroffen

P R E S S E M E L D U N G. Zahlungsverzögerungen in China auf hohem Niveau: 80 Prozent der Unternehmen betroffen Hongkong / Mainz, März 2015 Zahlungsverzögerungen in China auf hohem Niveau: 80 Prozent der Unternehmen betroffen 2015 langsameres Wachstum und mehr notleidende Kredite zu erwarten Eine neue Studie von

Mehr

Wirtschaft & Finanzen

Wirtschaft & Finanzen Konjunktur In Deutschland ist die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal erwartungsgemäß um 0,4% gestiegen. Neben dem Konsum hat der Außensektor wieder deutlicher zum Wachstum beigetragen. Die Frühindikatoren

Mehr

Goldindikatoren Teil 6 Johannes Forthmann

Goldindikatoren Teil 6 Johannes Forthmann Goldindikatoren Teil 6 Johannes Forthmann It was the best of times, it was the worst of times, it was the age of wisdom( Gold), it was the age of foolishness. ( Papiergeld?) Charles Dickens A Tale of Two

Mehr

Quantitative Easing der EZB Fluch und Segen zugleich?

Quantitative Easing der EZB Fluch und Segen zugleich? Quantitative Easing der EZB Fluch und Segen zugleich? Agenda Mandat der EZB Definitionen Inflation Klassische Instrumente der Geldpolitik der EZB Quantitative Easing Diskussion Mandat der EZB Artikel 127

Mehr

Bert Flossbach stellt sich Ihren Fragen: "Wir können unser Geld abschreiben"

Bert Flossbach stellt sich Ihren Fragen: Wir können unser Geld abschreiben Bert Flossbach stellt sich Ihren Fragen: "Wir können unser Geld abschreiben" Fondsmanager Bert Flossbach Neues Format bei DAS INVESTMENT.com: Bei MyInterview können unsere Leser eigene Fragen an einen

Mehr

Wir informieren Sie!

Wir informieren Sie! Wir informieren Sie! 1. Aktuelles vom Markt 2. Portfolio per 3. Bericht des Fondsmanagers per 4. Vermögensaufstellung per 1 AKTUELLES August 2015 24.08.2015 20.08.2015 2 Portfolio Strategische Asset Allokation

Mehr

... China QUANT. Eine aktuelle China-Einschätzung ... 1

... China QUANT. Eine aktuelle China-Einschätzung ... 1 China QUANT Eine aktuelle China-Einschätzung 1 Das aktuelle Umfeld» Die großen Börsen der meisten Industrieländer durchlaufen zur Zeit eine ausgedehnte Konsolidierung. In deren Gefolge haben auch die asiatischen

Mehr

Währungsanalyse COT Report FOREX

Währungsanalyse COT Report FOREX Währungsanalyse COT Report FOREX Yen-Daytrader schließen ihre Shortpositionen Dollarindex fällt Jahrestief Europas Arbeitslosenquote steigt auf 9.1 Prozent Machtkampf USA China KW23/2009 Marktgerüchte

Mehr

Initiativbanking Das Mittelstandsmagazin der WGZ BANK

Initiativbanking Das Mittelstandsmagazin der WGZ BANK 2011 Initiativbanking Das Mittelstandsmagazin der WGZ BANK ISSN 1861-4213 So wird 2012: Wie es im neuen Jahr mit Konjunktur, Preisen, Börsenkursen und Euro weitergehen kann Die Konkurrenz überholen. Jetzt

Mehr

Gothaer Studie zum Anlageverhalten der Deutschen. Gothaer Asset Management AG Köln, 11. Februar 2016

Gothaer Studie zum Anlageverhalten der Deutschen. Gothaer Asset Management AG Köln, 11. Februar 2016 Gothaer Studie zum Anlageverhalten der Deutschen Gothaer Asset Management AG Köln, 11. Februar 2016 Agenda 1. Studiendesign 2. Studienergebnisse 3. Fazit 1. Studiendesign Repräsentative Studie über das

Mehr

Inhalt. Money makes the world go round 5. Die Banken 17. Was Geldmärkte ausmacht 31

Inhalt. Money makes the world go round 5. Die Banken 17. Was Geldmärkte ausmacht 31 2 Inhalt Money makes the world go round 5 Warum es ohne Geld nicht geht 6 Geld ist nicht gleich Geld 7 ede Menge Geld: die Geldmengen M1, M2 und M3 8 Gebundene und freie Währungen 10 Warum es deneuro gibt

Mehr

Schuldenkrise in Europa Auswirkungen auf die Finanz- und Realwirtschaft

Schuldenkrise in Europa Auswirkungen auf die Finanz- und Realwirtschaft Schuldenkrise in Europa Auswirkungen auf die Finanz- und Realwirtschaft Prof. Dr. Clemens Fuest Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Mannheim Braunkohletag, Köln, 16. Mai 2013 I. Ursachen

Mehr

Finanzmarktperspektiven 2015

Finanzmarktperspektiven 2015 Finanzmarktperspektiven 2015 Anlagepolitische Konklusionen Giovanni Miccoli Unabhängig, umfassend, unternehmerisch. Und eine Spur persönlicher. Anlagepolitisches Fazit vom November 2013 Wir bevorzugen

Mehr

Union Investment startet zwei neue Rentenlaufzeitfonds

Union Investment startet zwei neue Rentenlaufzeitfonds Union Investment startet zwei neue Rentenlaufzeitfonds UniRenta Unternehmensanleihen EM 2021 UniRenta EM 2021 Frankfurt, 29. September 2014 Union Investment bietet ab sofort die Rentenlaufzeitfonds UniRenta

Mehr

Der aktuelle Zins-,Aktien-,Devisenmarktreport Oktober 2015 Mögliche Anlageklassen

Der aktuelle Zins-,Aktien-,Devisenmarktreport Oktober 2015 Mögliche Anlageklassen Szenarien Der aktuelle Zins-,Aktien-,Devisenmarktreport Oktober 2015 Beschreibung Mögliche Anlageklassen Hauptszenario (hohe Aktuelles Kapitalmarktumfeld Die US-Notenbank hat die Zinswende zunächst verschoben

Mehr

Der aktuelle Zins-,Aktien-,Devisenmarktreport November 2015

Der aktuelle Zins-,Aktien-,Devisenmarktreport November 2015 Der aktuelle Zins-,Aktien-,Devisenmarktreport November 2015 Hauptszenario (hohe Negativszenario (niedrige Positivszenario (geringe Beschreibung Aktuelles Kapitalmarktumfeld Europäische Zentralbank stellt

Mehr

News Aktuelles aus Politik, Wirtschaft und Recht 10.01.11 Geldschöpfung Verlag Fuchs AG

News Aktuelles aus Politik, Wirtschaft und Recht 10.01.11 Geldschöpfung Verlag Fuchs AG News Aktuelles aus Politik, Wirtschaft und Recht 10.01.11 Geldschöpfung Geldschöpfung durch die Geschäftsbanken Durch die Gewährung von Krediten schaffen die Geschäftsbanken neues Geld. Der Anteil von

Mehr

Zwischenmitteilung. gemäß 37x WpHG innerhalb des zweiten Halbjahres des Geschäftsjahres 2009 der Vilmaris GmbH & Co. KGaA VILMARIS

Zwischenmitteilung. gemäß 37x WpHG innerhalb des zweiten Halbjahres des Geschäftsjahres 2009 der Vilmaris GmbH & Co. KGaA VILMARIS Zwischenmitteilung gemäß 37x WpHG innerhalb des zweiten Halbjahres des Geschäftsjahres 2009 der Vilmaris GmbH & Co. KGaA VILMARIS Vilmaris GmbH & Co. KGaA Inhalt 3 Konjunkturelle Entwicklung 4 Geschäftsverlauf

Mehr

Börsianer Bonmot: Die Nacht ist am dunkelsten vor dem Morgengrauen.

Börsianer Bonmot: Die Nacht ist am dunkelsten vor dem Morgengrauen. Ausgabe Nr. 27 21. Oktober 2011 Seite 1 von 8 Börsianer Bonmot: Die Nacht ist am dunkelsten vor dem Morgengrauen. Unsere Themen: - Aktienmärkte: Fest im Griff der Eurokrise - Rohstoffe: Die Preise werden

Mehr

Frankfurter Handelsplatz kaum helfen, seine magere Devisenbilanz aufzubessern.

Frankfurter Handelsplatz kaum helfen, seine magere Devisenbilanz aufzubessern. Große FX-Bewegung steht bevor Wellenreiter-Kolumne vom 07. Mai 2014 FX steht für Foreign Exchange. Der Währungsmarkt stellt mit einem handelstäglichen Volumen von 5,3 Billionen US-Dollar den größten Finanzmarkt

Mehr

Studie zu Kapitalanlagen in Deutschland

Studie zu Kapitalanlagen in Deutschland Studie zu Kapitalanlagen in Deutschland Das Zweite GfK Finanzmarktpanel in Zusammenarbeit mit Schroders September Studiendesign Durchführendes Institut: GfK Marktforschung im Auftrag von Schroders Durchführungszeitraum:

Mehr

LS Servicebibliothek 2: BONDS RENTENHANDEL

LS Servicebibliothek 2: BONDS RENTENHANDEL LS Servicebibliothek 2: BONDS RENTENHANDEL Mit aktuellen News kann der Rentenhandel spannend werden. 20 Schweizer Franken: Arthur Honegger, französischschweizerischer Komponist (1892-1955) Warum ist außerbörslicher

Mehr

abcdefg Einleitende Bemerkungen von Jean-Pierre Roth Mediengespräch

abcdefg Einleitende Bemerkungen von Jean-Pierre Roth Mediengespräch abcdefg Mediengespräch Bern, 14. Juni 2007 Einleitende Bemerkungen von Jean-Pierre Roth Die Schweizerische Nationalbank erhöht das Zielband für den Dreimonats-Libor mit sofortiger Wirkung um 0,25 Prozentpunkte

Mehr

CONSORSBANK AKTIEN-REISEFÜHRER. ENTDECKEN SIE JETZT ZENTRALEUROPA!

CONSORSBANK AKTIEN-REISEFÜHRER. ENTDECKEN SIE JETZT ZENTRALEUROPA! CONSORSBANK AKTIEN-REISEFÜHRER. ENTDECKEN SIE JETZT ZENTRALEUROPA! ENTDECKEN SIE JETZT ZENTRALEUROPA. GEBÜHRENFREI INTERNATIONALE AKTIEN HANDELN! WILLKOMMEN BEI DER SECHSTEN ETAPPE UNSERER WELTREISE! Während

Mehr

Marktkommentar Zinsen Euro-Zone

Marktkommentar Zinsen Euro-Zone Ausblick auf die Finanzmärkte Marktkommentar Zinsen Euro-Zone Kurzfristige Zinsen Euro-Zone Die Geldmarktzinsen der Eurozone dürften noch über einen längeren Zeitraum auf einem rekordtiefen Niveau bleiben.

Mehr

Konjunkturelles Tal noch nicht durchschritten

Konjunkturelles Tal noch nicht durchschritten Medienmitteilung BIP-Prognose für die Schweiz Konjunkturelles Tal noch nicht durchschritten Basel, 11.09.2015 Die Schweizer Wirtschaft hat sich im zweiten Quartal besser entwickelt als erwartet. Vor allem

Mehr

Wir informieren Sie!

Wir informieren Sie! Wir informieren Sie! 1. Aktuelles vom Markt 2. Portfolio per 3. Bericht des Fondsmanagers per 4. Vermögensaufstellung per 1 AKTUELLES Mai 2015 Indizes: 13.5.2015 Barclays EuroAgg TR Unhedged EUR: -3,14%

Mehr

Deutsche Bank Private Wealth Management. PWM Marktbericht. Kai-Arno Jensen, Leiter Capital Markets Frankfurt am Main, 06.

Deutsche Bank Private Wealth Management. PWM Marktbericht. Kai-Arno Jensen, Leiter Capital Markets Frankfurt am Main, 06. PWM Marktbericht Kai-Arno Jensen, Leiter Capital Markets Frankfurt am Main, 06. August 2012 Notenbanken Retter in der Not? Komplexe Krisenbewältigung Konsolidierung dämpft Anstieg der Einkommen Notwendiger

Mehr

Deutsche Bank Private Wealth Management. PWM Marktbericht. Björn Jesch, Leiter Portfoliomanagement Deutschland Frankfurt am Main, 18.

Deutsche Bank Private Wealth Management. PWM Marktbericht. Björn Jesch, Leiter Portfoliomanagement Deutschland Frankfurt am Main, 18. PWM Marktbericht Björn Jesch, Leiter Portfoliomanagement Deutschland Frankfurt am Main, 18. Juli 2011 Euro erneut im Mittelpunkt des Marktgeschehens Euro versus ausgewählte Währungen Minimum-Maximum-Bandbreite

Mehr