1/12. Illustrierte Zeitschrift für Sicherheit und Gesundheit Revue illustrée pour la Sécurité et la Santé.

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1 Illustrierte Zeitschrift für Sicherheit und Gesundheit Revue illustrée pour la Sécurité et la Santé Anzeige: Offizielles Organ Ergonowie? Produkte und Tipps für bessere Ergonomie. Ausgabe 2012 Heute mit der aktuellen Ausgabe «Ergonowie?» von Me-First.ch: Produkte und Tipps für bessere Ergonomie im Büro. 30 Jahre Prävention in der Landwirtschaft: Interview mit Rudy Burgherr Fluchtweg entwickelt sich zur Sackgasse Belohnungskultur, Führungskultur Selbstmord bei der Arbeit oder Autopsie der Verzweiflung Trente ans de prévention dans l agriculture avec Rudy Burgherr Suicide au travail ou autopsie du désespoir Le chemin de fuite est devenu un cul de sac

2 Personen-Notruf Alleinarbeit ohne Risiko! Neu Notruf, GPS-Logistik, GPS-Rapport=ein Gerät automatischer Sensor-Notruf bei Unfällen Neu Ortung raumgenau in Gebäuden/Stollen mit ISM! Neu Ortung im Freien mit GPS weltweit auf 20 Meter NetToWin, rmeneigener Zugang zu Web-GPS-Karten-Portal für Notruf und Logistik SOS24Aid -144 übernimmt IhreVerantwortung für allein arbeitende Personen (D, F und I) gemäss Suva und VUV während 24 Std. und 365 Tagen AidComm AG CH-6330 Cham 041 / Empfohlen durch die Schweizerische Vereinigung Betriebssanität (SVBS) Die Ausbildung zur Betriebssanitäterin zum Betriebssanitäter Ihnen bieten wir folgende Kurse an zentraler LageinOlten an: Betriebsnothelferkurs (Niveau 1, 2Tage,Niveau 1) Betriebssanitätsvorkurs (BS-VK,3Tage, Niveau 2) Betriebssanitätsgrundkurs1 (BSK1,3Tage, Niveau 3) Betriebssanitätsgrundkurs2 (BSK2,3Tage, Niveau 3) Refresher in Betriebssanität (2 Tage) Fortbildungstag Betriebssanität (1 Tag) Kursdaten 2012 Niveau Februar / März /30. April 1.Mai September / Dezember BS-VK Januar / März/ Juni September / November BSK Februar / März / Juli September / November BSK Februar 2.März/ Mai November / Dezember Refresher Januar / April August / Oktober Fortbildungstag 08. März /05. Juni /24. Oktober FordernSie unverbindlichunsere Ausbildungsunterlagen an. Wicki + Ambühl AG Notfallschulung+Beratung Wendelinsmatte 12b 6242 Wauwil Tel Fax BLS-SRC+AED-SRC sind Bestandteileder Betriebssanitätskurse Sicherheit + Gesundheitsschutz Katalog 2012 anfordern oder BUL SPAA SPIA Picardiestrasse 3-STEIN 5040 Schöftland Moudon

3 Editorial Sommaire 3 Liebe Leserin, lieber Leser, Chère lectrice, cher lecteur, IZA imneuen Kleid?! Mit dieser Ausgabe erhalten Sie eine neugestaltete «IZA Sicherheit und Gesundheit». Wir haben das Layout modernisiert und die Leserführung weiter optimiert. Das Titelbild illustriert eines der Schwerpunktthemen im redaktionellen Angebot. Ebenso wollen wir mit Hinweisen auf der Titelseite auf weitere lesenswerte Beiträge im Inhalt aufmerksam machen. Der Inhalt wird auf zwei Hauptrubriken reduziert: Sicherheit und Gesundheitsschutz sowie Gebäudesicherheit/Brandschutz. Die Beiträge in deutscher Sprache sind nach dem Inhaltsverzeichnis im ersten Teil des Magazins platziert, die Beiträge in französischer Sprache im zweiten Teil des Magazins. Dieser erleichterten Leserführung wird im Inhaltsverzeichnis Rechnung getragen (siehe Seiten 5 und 6). Die übrigen Rubriken Verbände, Institutionen, Bezugsquellen, Was? Wann? Wo? und Vorschau bleiben wie bisher. Die im Oktober durchgeführte Leserschaftsanalyse hat erwiesen, dass die Leser sich nach wie vor in der gedruckten Fachpresse informieren. Die IZA wird durchschnittlich von vier Personen gelesen und dies während rund 23 Minuten. Die Werte sind gegenüber der Umfrage von 2007 unverändert gut. Zudem interessieren viele Leser auch Aspekte um die Gebäudesicherheit und den Brandschutz. Lesen Sie in dieser Ausgabe dazu den Bericht über eine Notfallübung in einem Behindertenheim (Seite 30). Bedauerlicherweise hat der Ständerat in der Diskussion um die überladene Vorlage «Via Sicura» die Velohelmtragpflicht abgelehnt und an den Nationalrat zurückgeschickt. In den letzten Monaten sind Fussgänger vermehrt Opfer von Verkehrsunfällen geworden. Fussgängerstreifen sind tückische Gefahrenzonen! Die 1995 eingeführten Regeln haben sich nicht zum Vorteil, sondern zum Nachteil des Verkehrsteilnehmers «Fussgänger» entwickelt. Das macht hellhörig. Der Bund und die Kantone hadern um praxisnahe Lösungen. Die Präventionsaktivitäten der verschiedenen Polizeiorgane im Verbund mit den an der Unfallverhütung gleichermassen interessierten Institutionen lassen zu wünschen übrig. Die Themen, die uns dieses Jahr beschäftigen werden, sind im langfristigen Aktionsplan der SUVA«Vision 250 Leben» strategisch und konzeptionell umschrieben. Er unterscheidet in Dachebene, Branchenebene und Arbeitsplatz. Auf der operativen Ebene ergeben sich drei Stufen: Kommunikation / Sensibilisierung, Schulung /Unterstützung und Vollzug (Kontrolle, Beratung). Zusätzlich bleibt Asbest ein wichtiges Thema. Innerhalb der «Vision 250 Leben» werden die Gebiete Hochbau, Maler und Gipser, Tiefbau, Holzbau, Maintenance sowie weitere Schwerpunkte mit hohen Risiken bearbeitet. Die EKAS behandelt mit «Safe at Work» Schwerpunkte in anderen Branchen wie Landwirtschaft, swisstec oder Fleisch. Nicht minder wichtig erscheinen uns die Bemühungen zur Lärmreduktion (Seite 27). Ludwig Binkert, Herausgeber Rédacteur en chef et éditeur IZA dans de nouveaux atours! Cette édition vous présente une nouvelle conception de la revue «IZA Sécurité et santé au travail». Nous avons modernisé la mise en page et continué à en optimiser la lecture. L illustration de couverture éclaire l un des sujets phares de l offre rédactionnelle.grâce à des indications sur la couverture nous souhaitons, de même, vous rendre attentif à d autres articles valant la peine d être lus. Le contenu aété ramené àdeux principales rubriques: la sécurité et la santé, ainsi que la sécurité des bâtiments et la protection incendie.les articles en allemand sont placés en tête de la revue, ceux en français dans la seconde partie. Cette présentation facilitant la lecture apparaît dans le sommaire (voir pages 5et6). Le reste des rubriques Associations, Institutions, Sources, Quoi? Quand? Où?, ainsi que l aperçu de l édition suivante n ont pas changé. L analyse du lectorat, effectuée en octobre, a montré que les lecteurs continuent à s informer par la presse écrite spécialisée. Une revue IZA est lue en moyenne par quatre personnes,etceci pendant 23 minutes environ. Par rapport à l enquête menée en 2007, ces valeurs restent au beau fixe. Beaucoup de lecteurs sont, en outre, intéressés par l aspect sécurité des bâtiments et protection incendie. Lisez à ce sujet le compte-rendu d un exercice d évacuation d urgence effectué dans une maison pour handicapés (page 46). Lors de la discussion concernant le projet trop chargé de «Via Sicura», le Conseil des Etats a malheureusement rejeté l obligation de porter le casque pour les cyclistes et l a renvoyé au Conseil national.ces derniers mois,un nombre accru de piétons ont été victimes d accidents de la circulation. Les passages pour piétons sont de traîtres zones à risque! Les prescriptions introduites en 1995 ont évolué non pas àl avantage, mais au détriment de l usager de la route «piéton». Cela éveille l attention. La Confédération et les cantons se querellent au sujet de solutions pratiques. Les actions de prévention des divers organes de police, en association avec les institutions également intéressés à la prévention des accidents,laissent àdésirer. Les sujets sur lesquels nous allons nous pencher cette année sont décrits,demanière stratégique et conceptuelle, dans le plan àlong terme de la Suva«Vision 250 vies». Ils se subdivisent en niveau faîtier, niveau de branche et poste de travail. Le plan des opérations se déroule sur trois niveaux: communication/sensibilisation, formation/soutien et exécution (contrôles, conseil). L amiante reste, de surcroît, un sujet essentiel. Les secteurs bâtiment, plâtriers-peintres, génie civil, constructions en bois, maintenance, ainsi que d autres points importants comportant des risques élevés seront traités dans le cadre de «Vision 250 vies». Avec «Safe at Work», la CFST traite de thèmes majeurs d autres branches, telles que l agriculture, Swisstec ou la viande.les efforts visant àlaréduction du bruit ne nous paraissent pas de moindre importance (page43).

4 Inhalt IZA Illustrierte Zeitschrift für Arbeitssicherheit und Gesundheit Fachzeitschrift für Arbeitssicherheit Gesundheitsschutz Gebäudesicherheit Offizielles Organ der suissepro (Schweiz.Vereinigung für Arbeitsmedizin,Arbeitshygiene und Arbeitssicherheit) Zielpublikum: Geschäftsführer,Abteilungsleiter, Sicherheitsingenieure, Sicherheitsbeauftragte,Ergonomen,Arbeitsmedizin und Arbeitshygiene,Vollzug Erscheint 6x jährlich Jahresabonnement CHF 76. (excl. Mwst) Schweizer Holz-Revue Wichtigste Zeitschrift in der Holz bearbeitenden und verarbeitenden Industrie Zielpublikum: Industrie für Zwischenprodukte, Möbelfabriken u.a.m, Gewerbe (Schreinereien, Zimmereien, Ladenplaner) und Zulieferer, Planer und Architekten Erscheint 8x jährlich Jahresabonnement CHF 52. Sicherheit und Gesundheit 3 Editorial 6 Rudy Burgherr, Geschäftsführer BUL und agriss 30 Jahre Prävention 7 Belohnungskultur,Führungskultur,Leistungskultur:Entscheidend ist die gesamte Unternehmenskultur 10 Einige Bemerkungen zu Risikomanagement 12 Reinigungsmittel in Spitälern 13 Personenschutz an der Sicherheit 2011 in Zürich 14 Viele neue Sicherheits- und Bewachungsfachleute 22 Die «wirkungslose» Subunternehmerhaftung im Entsendegesetz 25 Kantone sollen sich auf ihre eigentliche Aufgabe beschränken 26 Selbstmord bei der Arbeit 27 LärmamArbeitsplatz: Welche Massnahmen Betriebe zur Vermeidung von Gehörschäden durch Lärm treffen müssen 29 Die Schweizerische Gesellschaft für Arbeitshygiene hat einenweltweit anerkannten Ethik-Verhaltenskodex Gebäudesicherheit, Brandschutz 30 Brandschutz: «Nur so wirksam wie das schwächste Glied in der Kette»! 31 Leserschaftsanalyse der IZA 48 Produkte 52 Verbände und Institutionen 54 Bezugsquellen 58 Impressum /Agenda /Vorschau 30 Jahre Prävention, Empfehlungen einespraktikers, lesen Sie Seite 6 MarcoFetz, Personenschutz an der Sicherheit 2011, lesensie Seite13 EML Einkauf, Materialwirtschaft und Logistik Zielpublikum: Einkäufer,Logistiker, Management in Industrie und Gewerbe Erscheint 10x jährlich Jahresabonnement CHF 74. Stephan Routil: Brandschutz: «Nur so wirksam wie das schwächste Glied», lesen Sie Seite 30

5 Index Sécurité du travail et promotion de la santé 3 Editorial 32 Rudy Burgherr, directeur du SPAA et d agriss, trente ans de prévention 33 Examen professionnel pour agent professionnel de sécurité et de surveillance 34 Workaholisme,communication et sécurité (Journée de formation de la SSST) 36 Suicide au travail ou autopsie du désespoir 37 Quelques remarques sur la gestion des risques 38 La responsabilité «inefficace» du sous-traitant dans la loi sur les travailleurs détachés 40 L entourage face àl addiction 42 La protection des personnes ausalon Sicherheit 2011 àzurich 43 Le bruit au traivail: dans les cours spécialisés 44 La Société Suisse d Hygiène du Travail est dotée d un statut et d un code d éthique mondialement reconnus 45 La mise àjour du code international d éthique pour les professionnels de la santé au travail àcist SCHULUNGEN Als führender Hersteller von Zurr-, Hebe- und Auffanggurten produziert SpanSet nicht nur zuverlässige und qualitativ hochstehende Produkte, sondern sorgt auch für ihren korrekten Einsatz. Nutzen Sie unser praxisorientiertes Schulungsangebot zur beruflichen Weiterbildung. Qualifizierte und erfahrene Dozenten garantieren mit ihrem Know-how und Praxiswissen, dass die angestrebten Ausbildungsziele erreicht werden und bieten Ihnen ausserdem die Chance, Antworten auf individuelle Fragen zu bekommen, damit Sie so zu mehr Sicherheit in Ihrem Unternehmen beitragen können. DAS SCHULUNGSANGEBOT Ladungssicherung und Zurrtechnik Hebe- und Anschlagtechnik Höhensicherung /Persönliche Schutzausrüstung Sécurité du bâtiment, protection contre le feu 46 Protection incendie:«efficacecommeleplus faible maillon de la chaîne!» 52 Associations et sociétés 54 Fournisseurs 58 Impressif /Agenda /Prochain numéro Journée de formation de la SST. Workaholisme, communication et sécurité, lisez page 34 DIE SCHULUNGSORTE Alle Schulungen finden in den Seminarräumen der SpanSet AG in Oetwil am See statt. Auf Wunsch können Schulungen auch direkt vor Ort bei Ihnen (mit Ihrer Infrastruktur oder Ihren Fahrzeugen) durchgeführt werden. Michel Rohrer.La responsabilité «inefficace» du sous-traitantdans la loisur les travailleurs détachés,lisez page 38 André Kuntz et professeur MichaelKlein. L entourage face à l addiction, lisezpage40 ANTWORTTALON -FAX Senden Sie bitte ausführliche Unterlagen über das Schulungsangebot bei SpanSet Firma Name Adresse SpanSet AG Eichbülstrasse etwil am see Tel

6 6 Sicherheit und Gesundheit Rudy Burgherr, Geschäftsführer BUL und agriss 30 Jahre Prävention Ludwig Binkert Was hat Sie motiviert, sich vor dreissig Jahren für die Leitung und den Aufbau der Geschäftsstelle der Unfallverhütung in der Landwirtschaftzuengagieren? Ich habe mein Diplom als dipl. Ing. Agr. ETH 1976 abgeschlossen. Die ersten Jahre arbeitete ich als Allrounder mit verschiedenen Paralleljobs.Als ich dann 1980 eine definitive Anstellung suchte, war das Ziel, möglichst praxisnah und vielseitig arbeiten zu können. Zudem suchte icheine Aufgabe,die etwas Besonderes, Nachhaltiges zu bieten hat. Von meiner christlichen Lebenseinstellung her war es mir auch wichtig, etwas Wertvolles, Soziales tun zu können. Das alles habe ich bei der Prävention gefunden und weiterentwickeln können. Welche Aufgaben bestanden damals, und wie hat sich die Präventionsarbeit entwickelt? Das Ziel der BUList seit jeher,einen Beitrag zu leisten, um in der Landwirtschaft Unfälle und Gesundheitsschäden zu vermeiden. Die Aufgabe ist die gleiche geblieben, nur die Methoden und Möglichkeiten haben geändert. In der Prävention muss man die gleichen Botschaften wiederholen, aber mit andern Mitteln. Wie hat sich die Zusammenarbeit mit der EKASergeben und wie kam es zu agriss und zur Branchenlösung agri- TOP? Die Zusammenarbeit mit der EKAS besteht seit Damals wurde die Landwirtschaft dem UVG unterstellt. Die BUL wurde damals als Fachorganisation anerkannt und konnte deshalb einen Vertrag mit der EKAS machen. Im Jahre 2000 wurde dann eine zweite Stiftung namens agriss gegründet. Agriss hat von der BUL die Kontrollaufgaben übernommen. Dies ermöglichte der BUL, als Dienstleister im freien Markt aufzutreten, und sie konnte daher auch inzusammenarbeit mit den landwirtschaftlichen Organisationen die Branchenlösung agritop realisieren. Welches waren Höhepunkte der Kampagnen im Bereich der Landwirtschaft? Dazu zählen das erste SIPRO der EKAS «Sprossi», der erste BUL-Kalender, der Druck der ersten Broschüre «Sicherheit ist kein Zufall» mit unseren Produkten und der schweizweiten Verteilung an alle Landwirte mit einer Auflage von , der Start der internationalen Kampagne «Kinder sicher und gesund auf dem Bauernhof» die internationalen Trainerkurse «Rindvieh im Griff» usw. In welchen Bereichen (Beispiele) hatten Sie besonderen Erfolg? Wo sind noch Lücken? Wie immer im Leben, es gibt beides. Einerseits sind wir froh, dass wir eine private Stiftung sind und kein Bundesamt mit Vollzugsgewalt für alle landwirtschaftlichen Betriebe. Wir sind erfolgreich in vielen Themen und besonders auch mit Kampagnen und in der Kommunikation. Leider gibt es noch viele Themen in der Landwirtschaft, wo Sicherheit und Gesundheitsschutz besser integriert werden müssten. Dies geschieht aber nie automatisch, weil wir in den verschiedensten Organisationen zu wenig Lobby betreiben können und man einfach nicht daran denkt. Wiereagierten die Maschinenhersteller auf die Einflussnahmeder Präventionsstelle Landwirtschaft? Das ist nicht immer leicht. Die Hersteller sind froh um klare Vorgaben, wenn es alle betrifft. Es passt ihnen nicht, wenn sie den Eindruck haben, sie seien die einzigen, die es so machen müssen. Wir haben mit den Inverkehrbringern von Maschinen ein gutes Verhältnis, weil wir auch versuchen, das Ganze vonder praktischen Seite anzugehen. Selbstverständlich haben wir uns nachden europäischen Normen zu richten. Wir sind ja auchin diesen Gremien vertreten. Wieschaffen Sie es, ein Team von 28 Mitarbeitern immer wieder von neuem zu motivieren? Wir haben eine sehr interessante, vielfältige Arbeit. Die Mitarbeitenden schätzen auch den Hintergrund dieser Aufgabe,nämlich einen Beitragzuleisten, um Menschenleben zu Ruedi Burgherr retten. Die vielen Unfälle sind immer wieder Motivation zu versuchen, es noch besser zu machen. So gibt es auchstets neue Kampagnen und neue Techniken, die wir umsetzen müssen. Wir arbeiten als Team, und doch ist jeder selbständig. Es ist mir ein grosses Anliegen, dass alle die gleiche Doktrin vertreten, es müssen es aber nicht alle gleich machen. Welche Empfehlungen aus der Prävention können Sie anderen Branchen in der Industrie und Dienstleistung für erfolgreiche Unfallverhütung mit auf den Weggeben? Unsere Kunden schätzen unseren Praxisbezug und unser sichtbares Engagement für die Prävention. Die Broschüren kommen sehr gut an, dazu gehört natürlich auch der BUL- Kalender, den es seit 1991 gibt. Wir wissen, dass wir nur erfolgreich sind, wenn wir uns und unsere Anliegen gut verkaufen können. Bei den Familienbetrieben haben wir keine Vollzugsmöglichkeiten, da zählt nur ein gutes und überzeugendes Angebot von Massnahmen. Wir bieten auch BU- und NBU-Kurse für andere Branchen an, und auchdawird die Praxisnähe geschätzt. Sie sind auch in internationalen Gremien. Was hat dieser Austausch in Bezug auf die Schweiz gebracht? International sind wir sehr gut vernetzt und zwar in verschiedenen Bereichen. Wir haben ein sehr gutes Beziehungsnetz zu den Präventionsstellen im deutschsprachigen und im französischsprachigen Raum.

7 Belohnungskultur, Führungskultur, Leistungskultur: Entscheidend ist die gesamte Unternehmenskultur Sicherheit und Gesundheit 7 Unternehmenskultur das war das Thema des diesjährigen 10. Nationalen Diskussionsforums über berufsassoziierte Gesundheitsstörungen, zu dem die Suva am 22. November 2011 ins Zentrum Paul Klee in Bern eingeladen hatte. Dr.Ruedi Knutti Arbeit und Gesundheit Ob bewusst gepflegt oder kaum angesprochen, jeder Betrieb und jedes Unternehmen hat seine Kultur. Ob diese den Unternehmenszielen förderlich ist, ob die Mitarbeitenden ihre Arbeit und das Arbeitsumfeld schätzen, hängt von der Art und Qualität dieser Kultur ab. Die herrschende Unternehmenskultur beeinflusst nicht nur die Leistungsfähigkeit der einzelnen Mitarbeitenden und damit auch des ganzen Unternehmens, sie hat auch Auswirkungen auf den Umgang mit arbeitsbedingten Gesundheitsbelastungen. Für die Suvawar dies Grund genug, diesen Themenkomplex für das diesjährige Forum über berufsassoziierte Gesundheitsprobleme zu wählen. Konkret angesprochen wurden die Aspekte Belohnungskultur, Führungskultur, aber auchleistungskultur. Belohnungskultur Weshalb Wertschätzung für die Gesundheit der Mitarbeitenden so wichtig sind Prof. Dr. Johannes Siegrist 1 hatte schon 1996 auf die gesundheitlichen Folgen hingewiesen, falls die aufgrund von persönlichem Einsatz und Leistung erwartete Anerkennung und Belohnung im Beruf ausbleibt oder nurungenügend erfüllt wird. Siegrist nennt es «Berufliche Gratifikationskrise». Wie er eindrücklich zeigen kann, stellen berufliche Gratifikationskrisen ein beträchtliches Risiko für die Gesundheit dar. Heute 15 Jahre später führt die wahre oder auch nur vermeintliche Chancenlosigkeit, eine andere Stelle zu finden, zu oft dazu, dass Arbeitnehmende, die berufliche Gratifikationskrisen durchmachen, nicht die sich aufdrängenden Konsequenzen ziehen. Nicht immer ist es aber pure Aus- weglosigkeit auf dem Arbeitsmarkt, die eine Klärung der Situation verhindert. Auch die trügerische Hoffnung, die erwartete Belohnung doch noch zu erhalten oder durch Ausharren zukünftige Karrierechancen zu verbessern, können dazu verleiten, gesundheitlich ein desaströses Ungleichgewicht von Einsatz und Belohnung weiterhin auf sich zu nehmen. Alles nur Theorie? Siegrist hat keine Mühe, seine Thesen auch zubelegen. So zeigen z. B. die britische Whitehall-II- Studie, die Finnische Industriearbeiterstudie aber auch eine 2009 publizierte Studie mit chinesischen Arbeitnehmern in Peking, dass das Risiko für Herz- Kreislauf Erkrankungen bei einem schlechten Verhältnis zwischen Einsatz und Belohnung massiv ansteigt. Entsprechende Resultate finden sichauchinbezug auf depressive Erkrankungen wie auch die Beeinträchtigung der Immunabwehr. FürSiegristheisstdies: «EineguteBelohnungskultur im Betrieb stellt einen psychosozialen Schutzfaktor dar,der das Risiko stressassoziierter Erkrankungen signifikant verringert. Als gesundheitsfördernde Ressource sollte verbesserte Wertschätzung im Betrieb einen hohen Stellenwerterhalten! Führungskultur Rolle und Aufgaben der Führungskräfte bei der Gestaltung der Unternehmenskultur Die Unternehmenskultur hängt wesentlich von der Führungskultur ab.diese,so Prof. Dr. Norbert Thom 2 in seinem Referat, zeige sich insbesondere darin, wie die Führungsverantwortung wahrgenommen wird. Ein wichtiger Punkt ist für Thom, dass die Kultur einer Institu- Prof. Dr. Johannes Siegrist (FotoSuva) tion verändert werden kann und dass die Führungskräfte einen kulturprägenden Einfluss darauf haben. Führungskräfte können das gelebte Wertesystem einer Institution nachhaltig beeinflussen. Dazu braucht es Führungskonzepte, mit denen eine Soll-Kultur zum Ausdruck gebracht wird. Die Führungskultur wird dann aber vor allem durch den Führungsstil vermittelt. Zentral ist, wie Verantwortung verstanden und wahrgenommen wird. Unabdingbarist die Einhaltung des Kongruenzprinzips: «Aufgabe, Verantwortung und Kompetenz jedes Mitarbeiters müssen einander entsprechen. Sie bilden eine untrennbare Einheit.» Thom unterscheidet im Weiteren zwischen Ausführungsverantwortung, die an Mitarbeitendedelegiertund Führungsverantwortung, die nicht abgegeben werden kann. Führungsverantwortung gilt es wahrzunehmen in fünf Bereichen: Zielbildung, Organisation, Information, Kontrolle und nicht zuletzt in der Förderung der Mitarbeitenden. Sein Fazit: «Durchdie Umsetzung dieser Ver-

8 8 Sicherheit und Gesundheit antwortungsformen schaffen Führungskräfte Unternehmenskultur!». Und hiernoch ein Hinweis: Am 3. Februar 2012 hält Prof. Thom seineabschiedsvorlesungzum Thema «Innovation, Organisation und Personal Einblicke in drei Jahrzehnte Managementforschung». Es wird mit grossem Andrang gerechnet, deshalb Anmeldung bis an Alles weitere auf Leistungskultur Cognitive Enhancement: Nutzen und Risiken Gesteigerte Anforderungen, ständige Neuerungen und Flexibilität wo und wie immer gefordert: Die Leistungsgesellschaft führt zu einer entsprechenden Leistungskultur. «Cognitive Enhancement» ist für Sie, liebe Leserin, lieber Leser,vermutlich noch ein Fremdbegriff. Doch was sich dahinter versteckt, ist nicht ganz neu, erhält nun aber dank «Fortschritten» in der pharmazeutischen Forschung und Entwicklung neue Dimensionen. Dr.Michael Schaub 3 vermittelte in seinem Referat einen Überblick über die mindestens für die Schweiz noch kargen Daten zur Verbreitung dieser als leistungssteigernd angepriesenen Drogen. Gemäss Definition handelt es sich bei den Cognitive Enhancers um «Medikamente,Produkte,die Nährstoffe Prof. Dr. NorbertThom (FotoSuva) Gratifikationskrise (J.Siegrist) (vielfachinkonzentrierter Form)enthalten sowie Nahrungsergänzungsstoffe und Nahrungsmittel, die über die Grundernährung hinaus gehen, welche gezielt für die Verbesserung der Konzentration und Gedächtnisleistungen eingenommen werden.» Aus der Schweizerischen Gesundheitsbefragung ist bekannt, dass knapp 4%der Männer und knapp 2%der Frauen Kokain konsumieren. Darunter befindet sichaucheine Gruppe vonpersonen, die Kokain zur Leistungssteigerung in der Freizeit und im Beruf konsumiert. Eine Studie bei Schülernund Studenten in Deutschland 4 ergab, dass 4% mindestens einmal versucht hatten, ihre Konzentration, Aufmerksamkeit oder Wachheit mit nicht verschrieben erhaltenen, rezeptpflichtigen Medikamenten oder illegalen Drogen zu steigern. In den meisten Fällen handelte es sich umdas rezeptpflichtige Ritalin, aber auch um illegale Psychostimulanzien wie Amphetamine,Kokain oder Ecstasy.Eine Studie der deutschen Angestellten-Krankenversicherung 5 zum Thema Doping am Arbeitsplatz ergab, dass ca. 5% mind. einmal entsprechende Substanzen zu sich genommen hatten, wovon 44% angaben, diese gegen Angst, Nervosität und Unruhe und 35% gegen depressive Verstimmungen eingenommen zu haben. Und wie steht esmit der erwünschten positiven Wirkung? Da diese Medikamente primär therapeutisch eingesetzt werden, ist bei «gesunden» Menschen nur wenig über ihre Wirkung bekannt. Es ist zwar naheliegend anzunehmen, dass kurzfristig eine Konzentrationsund Aufmerksamkeitssteigerung erreicht werden kann. Wegen des Sättigungseffekts ist der Nutzen aber dochrecht fraglich. Bei Ritalin wird der Effekt subjektiv deutlich überschätzt. Modafinil, ein Medikament, das bei Narkolepsie eingesetzt wird, hält nach einmaligem Schlafentzug wach und verbessert Aufmerksamkeit, Konzentration und Gedächtnis. Bei einem Schlafentzug über mehrere Tage und Nächte bleibt zwar die Wachheit erhalten, aber die kognitive Leistungsfähigkeit bleibt reduziert. Das Fazit für Michael Schaub: «Es existieren bis dato keine gut wirksamen Cognitive Enhancers. Bei Arbeitsplatzsicherheit, realistischem Arbeitspensum, genügend Arbeitspausen, mittlerem Stressniveau sind sie auch absolut nicht nötig» (Womit wir wieder zurück bei den Empfehlungen von Johannes Siegrist sind ) Wie weit können die oben geschilderten Empfehlungen im rauen wirtschaftlichen Alltag tatsächlich auch umgesetzt wer-

9 Sicherheit und Gesundheit 9 den? Michel Charbonnet, Geschäftsführerder Aproz Sources Minérales SA 6, und Daniel Eicher, Chef der ABC- Gruppe Schönbühl 7,zeigten am Beispiel ihrer beiden Unternehmen, dass eine wie von Siegrist und Thom geschilderte Unternehmenskultur als Grundlage für betriebswirtschaftlichen Erfolg nur bestens empfohlen werden kann. Den Abschluss der Tagung und gleichzeitig den Übergang zur anschliessenden Führung durchdie Paul Klee Ausstellung machte die Arbeitsmedizinerin Prof. Dr. Brigitta Danuser 8 mit ihrem Referat zum Thema «Berufsassoziierte Gesundheitsstörungen bei Künstlern und Künstlerinnen: Paul Klee und die Sklerodermie. 1 Der MedizinsoziologeJohannes Siegrist ist insbesondere bekannt für seine Forschungsarbeiten zum Stress im Erwerbsleben. Er lehrt und forscht am Institut für Medizinische Soziologie der Heinrich- Heine-Universität in Düsseldorf.www.uni-duesseldorf.de/medicalsociology 2 Prof.Dr. Norbert Thom, Direktor des Instituts für Organisation und Personal der Universität Bern hat bis zu seiner Emeritierung Ende 2011 während 20 Jahren die Betriebswirtschaftslehre an der Universität Berngeprägt. 3 Dr.Michael Schaub ist Fachpsychologefür Psychotherapie FSP und Forschungsleiter am Institut für Sucht- und Gesundheitsforschung.www.isgf.ch 4 Quelle:Liebetal. 2010, Frankeetal Quelle: DAK Das 1947 gegründete Unternehmen Aproz Sources Minérales ist Marktführer für Mineralwasser in der Schweiz und gehört seit 1958 zur Migros-Gruppe. 7 Mit mehr als 200 Mitarbeitenden ist ABC Schönbühl in den drei Geschäftsbereichen «Kunst- und Glückwunschkarten», «Digitale Druckvorstufe und Reprotechnik» sowie «Handel mit Papeterieartikeln» tätig. ABC führt unter anderem eine eigene Kindertagesstätte und engagiert sich direkt und indirekt bei diversen sozialen Projekten. Für die Beschäftigung und Integration von Menschen mit einer körperlichen oder psychischen Behinderung wurde ABC 2009 mit dem «Berner Sozialstern» ausgezeichnet. 8 Die Arbeitsmedizinerin Prof.Dr. Brigitta Danuser ist Direktorin des Institut universitaire romand de Santé au Travail in Lausanne.www.i-s-t.ch Jetzt online anmelden! 8. Trendtage Gesundheit Luzern Mittwoch/Donnerstag 21./22.März 2012 KKL Luzern Luzerner Saal Die Patientengeneration der Zukunft Alle scheinen es zu wissen: Die neue Patientengeneration ist immer besser informiert und vernetzt. Woher aber stammt eigentlich dieses neue Wissen? Von der fast grenzenlosen Informationsquelle World Wide Web? Und welche Rolle spielen dabei Social Media?Und wernutzt diese Informations-und Kommunikationsmittel eigentlich, wer nicht? Diese und weitere Fragen diskutieren u.a. Carlo Conti Präsidentder GDK, Gesundheitsdirektor Kanton Basel-Stadt Bart de Witte IBM Benno Fuchs Luzerner Kantonsspital Christine Nickl- Weller Nickl&Partner Architekten, München Detlef Niese Novartis Pharma Tagungspartner Sponsoren Interpharma Kessler &Co Luzerner Kantonsspital Privatklinik Hirslanden Medienpartner clinicum Competence EMH Verlag Medical Tribune Rosenfluh Publikationen AG Verlag Hans Huber

10 10 Sicherheit und Gesundheit Einige Bemerkungen zu Risikomanagement (Teil 1) HerbertManser, riscare, Basel Ein Rückblick Menschen sind schon immer mit Risiken umgegangen, die ärmeren Römer hatten Sterbekassen um sich auch Grabmäler leisten zu können, erste Gilden wurden von Karl dem Grossen verboten, aus dem Mittelalter ist der Ablasshandel in Erinnerung, erste Versicherungen entstanden in der Seefahrt im 14. Jahrhundert und ab dem 16. Jh. entwickelte sich das Versicherungswesen auf immer mehr Bereiche. Aber Versicherungen sind natürlich nicht ein Risikomanagement, sondern ausschliesslich ein Risikotransfer. Im 17. Jh. wurde mit der Wahrscheinlichkeitsrechnung ein erstes Tool zur Risikoanalyse geschaffen. Risikomanagement als Begriff wurde erstmals in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts gebraucht. In den einschlägigen Journalen beschäftigten sich die Artikel bis in die sechziger Jahre mit der Absicherung gegenüber Verlusten (loss control). Ab Mitte der sechziger Jahre wurden auch Managementsysteme diskutiert. Mitte der siebziger Jahre wurde von Kepner und Tregoe ein erstes System geschaffen, das hilft potenzielle Probleme zu erkennen. Es lehnt sich sehr an die Delphi Methode an. Mit der ZurichHazardAnalysis wurde in den achtziger Jahren ein erstes systematisches Management Modell geschaffen ist für den Begriff des Risikos mindestens von zweifacher Bedeutung. Einerseits ist Ulrich Becks erfolgreiches Buch «Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne» erschienen und hat damit eine wichtige Diskussion angestossen, und andererseits haben die beiden Unfälle in Tschernobyl und in der Schweizerhalle die Wahrnehmung von Risiken in der Gesellschaft nachhaltig verändert. Eine unmittelbare Folge davon ist bei uns in der Schweiz die Störfallverordnung, andererseits aber hat sich seither auch der Umgang mit Risiken in der Arbeitssicherheit und dem Gesundheitsschutz verändert. Immer mehr wird mit Hilfe von Schutzzielen gearbeitet trat die EKAS Richtlinie 6508 in Kraft, parallel dazu wurde das Gesetz über die technischen Einrichtungen und Geräte von 1976 mit Übernahme der Maschinenrichtlinie 1996 ersetzt. Und in dieser Zeit hat sichder Umgang mit Risikensystematisiert. Im Bereich der Qualität fand etwa ab den achtziger Jahren, vor allem in der pharmazeutischen und der Lebensmittelindustrie ein Wechsel von der Qualitätskontrolle zur Qualitätssicherung statt. Dabei wurden Methoden gesucht und gefunden die Prozesse erwiesenermassen gleichbleibend sicher machen. Seit Mitte der neunziger Jahre wurden erste Normen zum Risikomanagement entworfen. Grössere Bekanntheit erreichten die österreichische ON und der australischneuseeländische AS/NZS4360. Seit 2009 ist der Internationale Standard ISO auchbei uns in der Schweiz in Kraft. Daneben gibt es eine ganze Reihe spezialisierter Normen, beispielsweise für den Medizinalbereich oder den Automobilbau aber auch für das Projektmanagement. Grafisch kann diese Entwicklung im Umgang mit Risiken so dargestellt werden Nun in einer Zeit mit grosser finanzieller Unsicherheit fragt man sich mit Alan Greenspan: «Risikomanagementsysteme die Modelle in ihrem Kern von denen wir erwarteten, sie schützen uns vor zu grossen Verlusten. Warum haben wir uns darin so getäuscht?» Dieser Frage will ich nun etwas nachgehen. Vom Umgang mit Risiken Zuerst drei Definitionen: 1. Risikoist der Einfluss des Ungewissen auf das Ziel. 2. Management sind die Aktivitäten, die benötigt werden, um eine Organisation zu koordinieren, zu steuern und zu kontrollieren. 3. System ist das beschreibende Modell, wie thematische Managementaufgaben erledigt werden. Ein Risikomanagementsystem beschreibt also,wie ein Unternehmen mit dem Einfluss des Ungewissen auf ihre Ziele umgehen will. Dabei ist neben den rechtlichen Vorgaben oft auch die allgemeine Erfahrung und der Stand der Technik zu beachten. Dies wird beispielsweise im Arbeitsgesetz (Art. 6) und im Unfallversicherungsgesetz (Art.82) explizit erwähnt. Hier wäre es interessant zu diskutieren, wie weit EKAS 6508 der allgemeinen Erfahrung (Wissen) und dem Stand der Technik unter Berücksichtigung des internationalen Umfeldes entspricht. Die meisten Menschen sind einverstanden, dass es sinnvoll ist, sich bestens auf die Zukunft vorzubereiten, aber es wirklich zu tun, ist gar nicht so einfach. Nehmen wir ein paar Punkteaus einem Risikomanagementsystem in den Fokus. Einfluss aufs Ziel Alle Methoden der Risikoanalyse bieten einige Einsicht in mögliche Einflüsse auf unsere Ziele, aber die Methoden der Wahrscheinlichkeiten sind offen für Täuschungen durch eine scheinbare Genauigkeit in den Situationen, weil verschiedene Einflüsse und Unschärfen ignoriert werden. Dies hat vielfältige Gründe. Beispielsweise ist die Datengrundlage, die wir haben, immer historisch. Wenn wir

11 Sicherheit und Gesundheit 11 Ausfallswahrscheinlichkeiten annehmen, so basieren die Erfahrungswerte auf älteren Technologien. Unsere Erinnerung ist nicht fehlerfrei. Manche Unfalluntersuchungen haben nicht die wirklichen Ursachen gefunden. Oder wenn sich das Team verändert, verändert sich auch die Gruppendynamik, oder es gibt auf einmal Verständigungsprobleme.Wenn sich die Zieleverändern, verändernsichauch die Risiken. Und wir Menschen haben eine begrenzte Wahrnehmung. Wir können unmöglich alles Mögliche denken, auch wenn wir Murphys Gesetz berücksichtigen. Wir generalisieren gerne, um das System in seiner Komplexität zu reduzieren. Das ist zwar notwendig, aber wo ist der goldene Mittelweg? Seltene Ereignisse werden gerne überschätzt, aber häufige Ereignisse unterschätzt. Oder bekannte Ereignisse werden nicht als relevant betrachtet. Eine These als Beispiel: «Es gibt so wenig berufliche Verkehrsunfälle,weil sie gar nicht als Berufsunfälle wahrgenommen werden.» Natürlich sind Checklisten, Taxonomien und dergleichen sehr hilfreiche Instrumente, trotzdem müssen immer wieder die Komplexität jedes einzelnen Punktes und auch die vielfältigen Möglichkeiten des Einzelfalles im Auge behalten werden. Die einzelnen Punkte dienen vielmehr dazu, die häufig unübersichtliche Gemengelage der vielfältigen Faktoren zu strukturieren. Die Risikomatrix 1998 veröffentlichte der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU)im Jahresgutachten nebenstehende Risikomatrix. Dies ist ein gutes Beispiel, dass sehr genau diskutiert werden muss, was ein Risiko ist. Bei der Festlegung einer Risikomatrix werden nämlich auch kulturelle Werte festgelegt. In diesem Beispiel frage ich mich, ist es tatsächlich angemessen, wenn Medusa, bei deren Anblick jeder zu Stein erstarrte, im grünen Bereich angesiedelt ist. Andererseits hat Kassandra bekanntlich vergeblich gewarnt. Hier ist die Eintretenswahrscheinlichkeit unbesehen der Folgen auf Eins zu setzen. Gut dargestellt ist hingegen Pandora, man weiss ja nicht was in der Dose steckt. Praktisch bedeutet das, tolerieren wir in einer Werkstatt mit zwanzig Mitarbeitern täglich, wöchentlich, monatlich oder höchstens jährlich eine Schnittverletzung? Was zählt überhaupt als Schnittverletzung, reicht es wenn ein Pflästerchen verabreicht werden muss oder musste die Sanität verbinden oder musste sogar genäht werden? Wie sieht es aus in einer Abteilung mit tausend Mitarbeitern, in einem Unternehmen mit hunderttausend Mitarbeitern. Ich bin der Meinung, dass diese Werte, dass die Risikomatrix unbedingt im Team vor Beginn einer Risikoanalyse stufen- und kontextgerecht abgemacht werden muss, nur so wird letztlich das Ergebnis der Risikoanalyse von den Linienverantwortlichen akzeptiert. Selbstverständlich sind dabei, gesetzliche und interne Vorgaben zu berücksichtigen. Und manchmal kommen wir weiter, wenn wir auch Zwischenziele setzen. Eine Gefahr der Risikomatrix ist, dass nun das Gefühl entsteht, man hätte eine objektive und quantitative Aussage. Das ist aber nicht so,es ist eine subjektive Einschätzung der Situation. Wir können auch mit grösster Akkuratesse und Zuverlässigkeit unserer Analysearbeit nicht in die Zukunft schauen. 99,9% sicher bedeuten: Während einer Stunde verschmutztes Trinkwasser pro Monat 8,6 Stunden/Jahr ohne Wasser/Gas/Strom täglich eine unsichere Flugbewegung in der Schweiz täglich 4 unsichere Krankhauseintritte in der Schweiz 80 Fehler pro Auto 4 Herzschlagaussetzer stündlich pro Person Ihr Ergonomie-Fachgeschäft

12 12 Sicherheit und Gesundheit Reinigungsmittel in Spitälern: Das Personal hat sie in der Hand! In Operationssälen und Aufenthaltsräumen von Spitälern und Pflegeheimen sowie in den dazugehörenden Grossküchen, Wäschereien und Sanitäranlagen ist die gründliche Reinigung und Hygiene oberste Pflicht! Desinfektionsmittel sollen Mikroorganismen töten, ätzende Reiniger hartnäckige Spuren von Fett und Kalk restlos entfernen. Es liegt daher auf der Hand, dass diese Produkte gesundheitlich nicht unbedenklich sind. Das Reinigungspersonal in Spitälern und Pflegeheimen kommt täglich mit solchen Chemikalien in Kontakt. Häufig berichten die Mitarbeitenden über Beschwerden infolgeeinatmenvon Dämpfen aus leichtflüchtigen Reinigern (z. B. Schwindel und Übelkeit nach Arbeiten mit Sterillium). Ätzende Produkte werden teilweise verdünnt verwendet, die unmittelbare und wiederholte Exposition kann aber trotzdem zu Hautreizungen führen. Ernsthaftere Hautläsionen und Augenverletzungen werden meistens durch Spritzer beim Umfüllen von unverdünnten ätzenden Produkten verursacht (Tabelle 1). Neben den Anforderungen an die Sauberkeit müssen die Mitarbeitenden somit auch die Vorschriften der Arbeitssicherheit beachten. Dazu müssen sie das Gefahrenpotenzial der Produkte erkennen, verstehen und sich vor einer Exposition mit geeigneten Massnahmen schützen können. Eine authentische, praxisorientierte Wissensvermittlung ist in einem Team aus Personen mit oft unterschiedlicher Herkunft und Sprache sehr wichtig. Geeignet ist zum Beispiel ein einstündiger Kurs mit folgendem Inhalt, welcher mit Übungen, Experimenten und Merksätzen (Tabelle 2) ergänzt wird: [1] Was für gefährliche Eigenschaften weisen die Produkte auf? > Gefahrenzeichen [2] Wo finde ichinformationen? > Etikette,Sicherheitsdatenblatt [3] Wie kann ich mich schützen? > Schutzausrüstung /vorbeugende Massnahmen [4] Was tun, was nicht tun? > Arbeitsanweisungen [5] Was muss ich tun, wenn ein Unfall/Havarie/Brand passiert? > Notfallmassnahmen Produkt Gefahren Expositionsweg/Symptome Massnahmen Sterillium und weitere leichtflüchtige Produkte (Propanol, Methanol) Microbac (Desinfektionsmittel) Alkalische Reiniger: Fettlöser Saure Reiniger: Kalkentferner Bleichmittel in der Wäscherei Den wichtigsten Beitrag zum Lerneffekt und zur Bewusstseinsbildung leistet jedoch nachmeiner Erfahrung kein Theoriekurs, sonderndie persönliche Interaktion zwischen Teamleiter und Mitarbeitenden: die Teamleiter nehmen eine Vorbildfunktion ein, indem sie sicherheitsrelevante Aspekte im Alltag selber konsequent umsetzen. Kurze Erklärungen anhand einer konkreten Situation Einatmen von Dämpfen Schwindel, Übelkeit, Reizung der Schleimhäute und Lunge, Husten Verätzung von Augen/Haut wenn unverdünnt, giftig für Wasserorganismen Nicht in die Kanalisation gelangen lassen. Spritzer beim Öffnen von Verpackungen/Umfüllen in Kleingebinde: Verätzung von Augen/Haut Spritzer beim Öffnen von Verpackungen/Umfüllen in Kleingebinde: Verätzung von Augen/Haut Vorbeugend: Gebinde immer schliessen. Raum lüften. Notfall: an frische Luft gehen. Vorbeugend: Handschuhe/Brille verwenden, Gebinde vorsichtig öffnen. Notfall: Augen/Haut spülen. Vorbeugend: Handschuhe/Brille verwenden, Gebinde vorsichtig öffnen. Notfall: Augen/Haut spülen. Vorbeugend: Handschuhe/Brille verwenden, Gebinde vorsichtig öffnen. Tabelle 1: Typische Reinigungsmittel in Spitälern und Pflegeheimen. Regel 1: Regel 2: Regel 3: Regel 4: Notfall: Augen/Haut spülen. Wenn mit unverdünnten Produkten gearbeitet wird (auch beim Umfüllen), immer Schutzbrille und Handschuhe tragen. Produkt sparsam verwenden, aber so viel wie für die gründliche Reinigung und Desinfektion nötig ist. Flaschen nicht offen stehen lassen, hohe Konzentration von Dämpfen im Raum vermeiden. Unverdünntes Produkt darf nicht mit anderen Chemikalien in Berührung kommen: Reiniger nie miteinander mischen. Regel 5: Unverdünntes Produkt darf nicht in die Kanalisation gelangen. Nur kleine Mengen (= Resten, <1Liter) mit viel Wasser in die Kanalisation spülen. Tabelle 2: Die 5 wichtigsten Regeln für den Umgang mit Reinigungsmitteln. im Alltag, unter Einbezug der Mitarbeitenden und wenn immer möglich in ihrer Muttersprache, schaffen eine gute Basis für eine hohe Akzeptanz und konsequente Umsetzung der Massnahmen für mehr Arbeitssicherheit. Dr.Annina Gaschen Neosys AG,Abteilung RisCare Kontakt:

13 Sicherheit und Gesundheit 13 Personenschutz an der Sicherheit 2011 in Zürich Ludwig Binkert Im Rahmen des Kongressangebotes der Messe Sicherheit präsentierte der VSSU (Verband Schweizerischer Sicherheitsdienstleistungs-Unternehmen) das Thema Personenschutz. Der VSSU zählt mittlerweile nahezu alle namhaften Unternehmen der schweizerischen Sicherheitsbranche zu seinen Mitgliedern. Von den rund Personen, welche in der privaten Sicherheitsbranche arbeiten, sind bei einem Mitglied des VSSU angestellt. Die Mitarbeitenden sind einem vom Bundesrat allgemeinverbindlich erklärten Gesamtarbeitsvertrag unterstellt. Die gesetzlich vorgeschriebene Paritätische Kommission Sicherheit kontrolliert die Einhaltung der Vorschriften bei allen in- und ausländischen Firmen, die Sicherheitsdienstleistungen in der Schweiz anbieten. Sie setzt sich aus je fünf Vertretern des VSSU (Arbeitgeberseite) sowie der Gewerkschaft UNiA (Arbeitnehmerseite) zusammen, welche kollektiv die Kontrollen vornehmen. Anforderungen andie Personenschützer In seinem Referat Anforderungen an die Personenschützer stellte Marco Fetz, Geschäftsführer Starco Security GmbH, die Anforderungen an Personenschützer vor. Der Personenschützer ist eine Zweitausbildung. Zu den Anforderungen gehören: Sozialkompetenz, Reife,gute körperliche Verfassung, Allgemein- und Fachausbildung, Alter zwischen 25 und 45, abgeschlossene Berufslehre/Matura, frei von Strafen, geregelte finanzielle Verhältnisse, Fremdsprachen, min. 2Jahre Einsatzerfahrung im Bereich Sicherheit, kommunikativ, beste Manieren, gepflegtes Erscheinungsbild, gesundes Selbstvertrauen, Zuverlässigkeit, positive Lebenseinstellung, stabiler Mensch mit Marco Fetz, Geschäftsführer Starco Security GmbH und Vorstandsmitglied VSSU hoher Selbstdisziplin, Fähigkeit zum Erkennen und Lösen vonproblemen, loyal und verschwiegen, sicheres,kompetentes und überzeugendes Auftreten, Feingefühl für «heikle «Situationen». Der gewerbsmässige Personenschutz aus polizeilicher Sicht Herr Eggenberger, Chef Operationen Polizei Graubünden, mit einem eindrücklichen Referenzdossier auf höchster Ebene, zeigte anhand der Organisation der Sicherheit für das World Economic Forum(WEF) Davos, wie die Faktoren rechtliche Grundlagen, Planung, Analyse und Gefährdungsstufen sehr detailliert vorbereitet werden müssen. Private Sicherheitsorganisationen sind kantonal bewilligungspflichtig. Mit dem Thema Unterschiede in Planung und Einsatz zeigte er Berührungspunkte zwischen kantonaler Polizei und privaten Sicherheitsdiensten. Diese könnte in Seminaren durchaus noch optimiert werden. Anforderungen an Anbieter von Personennahschutz aus der Sicht des Auftraggebers HeinrichMichael Zichy, MBA Akad. Krisen und Katastrophenmanager, seit 13 Jahren für honorige Klienten im Einsatz, erklärte den interessierten Zuhörern, was Wolfram Manner, Managing Director,VSSU Personenschützer für den Auftraggeber leisten müssen, wo die Fussangeln und die Sensibilität liegt. Ähnlich wie die grossen Organisationen kennt er Grundsätze, muss eine Sicherheitsanalyse erstellen und Eigenschutzmassnahmen vorsehen. Aufgrund seiner Erfahrungen brachte er die Aspekte «Mediales Risiko», «Gefährdungsstufen», «Formen des Personenschutzes», «Anforderungen» und «No Goes» in leicht verständlicher Weise an die Zuhörer. Urban Lederer, Delta Security AG, Bereich Personenschutz Spezialprojekte, schloss mit dem Thema «Mythos und Realität im Personenschutz Gefahren für Personenschützer» den Themenkreis ab. Personenschutz verlangt Seriosität, Disziplin von der Analyse, Beratung bis zur Vorbereitung (Gelände anschauen) und zum Ablauf inklusive den Szenarien. Es gibt verschiedene Systeme je nach Auftragslage und Umfang. Die Problematik des Personenschutzes sind: geringe Anerkennung, Grenzen im persönlichen Kontakt versus Bedürfnis, Fokus nicht verlieren, aus Routine wird Langeweile.

14 14 Sicherheit und Gesundheit Viele neue Sicherheits- und Bewachungsfachleute an der VSSU Diplomfeier 2011 Diana Hornung Roger Schneeberger, Generalsekretär der Konferenz der Schweizer Polizeiund Justizdirektorinnen und -direktoren (KKJPD) Der VSSU führt seit 11 Jahren Eidg. Fachausweisprüfungen durch; dieses Jahr haben sich 355 zur Prüfung angemeldet. Der VSSU verlieh nun am 02. Dezember 2011 den erfolgreichen Absolventen der «Eidg. Fachausweisprüfungen Fachmann/Fachfrau für Sicherheit und Bewachung (FSB)» und «Fachmann/Fachfrau für Personen- und Objektschutz (FPO)» ihre frisch erworbenen Fachausweise. Im Vergleich zum Vorjahr 2010 nahmen in diesem Jahr 25% mehr Kandidaten und Kandidatinnen an den eid- genössischen Fachausweisprüfungen teil. Dies ist ein neuer Rekord. Entsprechend voll war der Alte Burgerratssaal im Berner Kultur-Casino. Der Generalsekretär der Konferenz der Schweizer Polizei- und Justizdirektorinnen und -direktoren (KKJPD), Herr Roger Schneeberger, hielt die Festrede. Er beglückwünschte die frischgebackenen Fachleute zu ihrem Erfolg und betonte, wie wichtig die hohe Arbeitsqualität in unserer Branche sowie die gute Zusammenarbeit mit den Behörden ist. Als künstlerisches Intermezzo folgte ein exzellenter Auftritt des Zauberers Urs Fasel. Seine humoristisch dargebotenen Zaubertricks sorgten ebenso für staunende Gesichter wie für begeistertes Lachen. Entspannt durften nun die meisten der 173 erfolgreichen Fachleute FSB und Als bester Prüfungsabsolvent und somit Gewinner des Manuel Spreng Awards wurde Herr Stefan Brügger (links) ausgezeichnet. Die glücklichen Gewinner des VSSU Awards sind Herr Thomas Knab mit der zweitbesten und Frau Melanie Huwiler mit der drittbesten Gesamtnote. Alter Brgerratssaal im Berner Kultur-Casino FPO, die aus der ganzen Schweiz angereist waren, ihren Fachausweis persönlich in Empfang nehmen. Herr Patrik Wolf, Repräsentant des VSSU-Vorstandes, appellierte in seiner Rede an einen ständigen Ausbau der Sozialkompetenz, welche im Berufsalltag von Fachleuten FSB und FPO ebenso relevant ist wie ihre Fachkompetenz. Er dankte auch den 171 Prüfungsexperten und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Geschäftsstelle des VSSU, die für den reibungslosen Ablauf der Fachausweisprüfungen sorgten.

15 Sicherheit und Gesundheit 15 Preisverleihung Eulen-Award 2011 Ludwig Binkert Dr. med. Francois van der Linde, MPH, Präsident der Jury,durfte in Bern zahlreiche Gäste anlässlich der Vergabe des Eulenawards in der Höhe von CHF willkommen heissen. Der Eulen-Award wird seit 2007 von der Stiftung generationplus vergeben. Diese im 2006 gegründete Stiftung unterstützt innovative Projekte, die zur Verbesserung der Lebensqualität und Autonomie der älteren Menschen beitragen (www.stiftung-generationplus.ch). Namhafte Institutionen wie Gesundheitsförderung Schweiz und Firmen aus der Privatwirtschaft unterstützen die Stiftung. Die Jury hatte 43 Gesuche zu beurteilen. Fast alle Projekte erwiesen sich als sinnvoll und konnten zeigen, dass sie in der einen oder anderen Form zur Lebensqualität von Betagten beitragen. Aufgrund klarerer Kriterien wie Originalität des Projekts, Praxisorientiertheit, Nachweis der Wirksamkeit u. a. mehr wurden die Projekte beurteilt. Gewinner des Eulen-Award ist das Projekt «Runder Tische Science et Cité zum Thema Demenz». Unter der Leitung von Frau Dr. Caroline Moor vom Zentrum für Gerontologie der Universität Zürich ist ein Projekt entstanden,das Forschung und Praxis in vorbildlicher Weise verbindet. Auf Anregung des Zentrums und der Schweizerischen Alzheimervereinigung Zürich wurde ein «Runder Tisch» zum Thema Demenz einberufen. «Science et Cité»ist eine Stiftung,die mit ihrer Tätigkeit den partnerschaftlichen Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft fördert. An ihren Projekten beteiligen sich Fachleute aus Universitäten, Hochschulen und andern wissenschaftsorientierten Institutionen sowie Vertreterinnen und Vertreter der Bevölkerung. An diesem Runden Tisch wurde von 2006 bis 2009 eine wissenschaftliche Studie konzipiert, begleitet und interpretiert. Es wurden Fragen zur Lebensqualität zur körperlichen und psychischen Gesund- heit, zur Pflegesituation, zur Belastung sowie zur Zufriedenheit von Angehörigen mit ihrer Situation behandelt. Die Studie zeige die grosse Anpassungsleistung der Betreuenden, mit dieser Krankheit umzugehen und leben zu lernen. Sie zeigte aber auch, dass die Lebensqualität von Menschen mit einer Demenz mit fortschreitender Erkrankung nicht zwingend abnehmen muss. Das Besondere an diesem Projekt war die Konsequenz, welche der runde Tisch aus den Ergebnissen gezogen hat. Es wurde eine Broschüre mit dem Titel «Menschen mit einer Demenz zuhause begleiten» geschaffen. Sie beschränkt sich nicht auf allgemeine Aussagen, sondern formuliert in Form von leicht verständlichen Checklisten rund 50 Empfehlungen für betroffene Familien, Betreuende, Behörden, Medien und Gesellschaft. Sie kann auf der Homepage des Zentrums für Gerontologie heruntergeladen werden. (http:www.zfg.uzh.ch/ projekt/alt/rt-demenz/ DINGS-Broschuere.pdf. Philippe Perrenoud, Regierungsrat des Kantons Bern (links), mit den Gewinnern des Eulen-Award 2011 Die Gewinner von«fussverkehr Schweiz» Der zweite Preis geht an das Projekt «Zu Fuss ins hohe Alter» des Fachverbandes «Fussverkehr Schweiz». Das Projekt bringt den Einsatz von jüngeren Senioren im Dienst von älteren Betagten ins Spiel. Werälter wird, weiss dass der Umgang mit dem Strassenverkehr schwieriger wird, sei es wegen eigener Gebrechen oder mangelhafter Gestaltung der Verkehrsinfrastruktur. Die Preiswürdigkeit des Projekts liegt darin, dass es sich nicht auf bekannte Allgemeinheiten beschränkt, sondern dass es das direkte Wohnumfeld von Betragen analysiert. Diese werden dann in Kursen auf die Verkehrssituation in der direkten, ihnen bekannten Umgebung aufmerksam gemacht. Die Analyse erfolgt durch für diese Aufgabe speziell geschulte Seniorscouts. Diese noch «Jüngeren Alten» haben eine grosse Erfahrung im Umgang mit dem Verkehr und kennen die Gefahren und Mängel der Verkehrs Infrastruktur genau und können so noch älteren Menschen verkehrsgerechtes Verhalten glaubwürdig beibringen (siehe auch

16 16 Sicherheit und Gesundheit Über Personen absolvierten 2011 eine IPAF-Schulung Eine Rekordzahl von Personen absolvierte eine IPAF Schulung im Jahr Schulungen werden von IPAF-zugelassenen Schulungszentren durchgeführt. Hierzu gehören Bediener Kurse, für die eine PAL Card (Powered Access Licence) ausgestellt wird, sowie Management-Kurse, für die eine Bescheinigung ausgestellt wird. Die International Powered Access Federation (IPAF) hat 2011 über ihre anerkannten Schulungszentren weltweit erstmals PAL Cards ausgestellt, eine Steigerung um 13,9% gegenüber den ausgestellten PAL Cards im Jahr Eine gültige PAL Card (Powered Access Licence) ist der Nachweis, dass der Kar- teninhaber in der sicheren und effektiven Bedienung von Höhenzugangstechnik geschult ist. Eine PAL Card ist fünf Jahre lang gültig, die aktuelle Gültigkeit kann online überprüft werden unter Die PAL-Card- Bedienerschulung durch IPAF ist vom TÜV nachiso zertifiziert. Etwas über die Hälfte aller durch IPAF anerkannten Schulungszentren befinden sichmittlerweile ausserhalb Grossbritanniens. Der Verband gibt an, dass derzeit ca gültige PAL Cards in Umlauf sind. Ende 2011 hatte IPAF weltweit fast 900 Mitglieder. Über die Hälfte der Mitglieder stammen heute aus Ländern ausserhalb Grossbritanniens und die Mitgliederzahlen in Regionen wie den USA, Brasilien und Südostasien nehmen weiter stetig zu. «Die Wirtschaftsprognosen gemahnen noch immer zur Vorsicht, aber ich freue mich ausserordentlich, dass IPAF-Mitglieder eine weitere Bestleistung für die Sicherheit erbracht haben», sagt IPAF- Geschäftsführer Tim Whiteman. «Wir gratulieren allen Mitgliedern, Bauunternehmen und Schulungszentren für ihre Unterstützung bedanken und erkennen die Leistungen aller an, die zum Erfolg dieser branchengeführten, freiwilligen Schulungsinitiative beitragen. Schweisserschutz Von Kopf bis Fuss alles aus einer Hand Kopfschutz Augenschutz Gehörschutz Arbeitsbekleidung Atemschutz Hand- und Hautschutz Sicherheitsschuhe Arbeitsbekleidung Tobler Protecta AG Sicherheit Weitere von Kopf Qualitätsbekleidung bis Fuss Keltenstrasse unter Ipsach Telefon Fax Tobler 032Protecta AG Sicherheit 29 am Arbeitsplatz Keltenstrasse Ipsach Telefon Fax

17 Sicherheit und Gesundheit 17 Texcare International 2012 zeigt Lösungen, um steigenden Ansprüchen an Arbeitshygiene gerecht zur werden Maschinenbauer, Waschmittel- und Arbeitsbekleidungsproduzenten setzen auf hygienisch einwandfreie Produkte Die Anforderungen an Arbeitshygiene haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Das Bewusstsein für ein hohes Mass an Sauberkeit im Berufsalltag ist durcheine zunehmende Zahl voninfektionskrankheiten, kleinere oder grössere Lebensmittelskandale und neue Berufsbilder wie beispielsweise Gesundheitsberater und Disease Manager geschärft worden. Der Schutz von Menschen und Erzeugnissen steht im Fokus vielzähliger Branchen, darunter dem Gesundheitswesen, der Lebensmittelherstellung, der Kosmetik- und Pharmaindustrie sowie der Forschung.Indiesen Arbeitsgebieten leistet professionell aufbereitete Berufsund Schutzkleidung einen wichtigen Beitrag bei der Einhaltung hoher Hygienestandards. Als Weltleitmesse für moderne Textilpflege bietet die Texcare International vom 5. bis 9. Mai 2012 in Frankfurt am Main einen umfassenden Überblick über die jüngsten Entwicklungen, die zu einer hygienisch einwandfrei und sauberen textilen Ausstattung im Beruf gehören. Die 250 erwarteten Aussteller aus dem Maschinenbau, der Forschung, der Chemie, Textil- und Bekleidungsindustrie werden unterschiedliche Aspekte beleuchten: verlässliche Methoden zur Keimabtötung, hygienische Standards der Anlagen, fachgerechte Kleidung und sachgemässe,wieder aufbereitbaretextilien. Tragbar sauber Auch Textilien können Träger für Mikroorganismen sein. Daher wird einer fachgerechten Bekleidung in hygienesensiblen Berufen zunehmend Bedeutung beigemessen. Die Hersteller vonberufskleidungsgeweben und die Konfektionsindustrie reagieren auf die Anforderungen mit unterschiedlichen Lösungen. Eine Möglichkeit beruht auf antimikriobiellen Zusätzen auf oder in den Textilien, die eine Keimbelastung der Oberflächen verringern sollen. In der Lebensmittelindustrie, wo der Produktschutz im Vordergrund steht, setzen sich Kleidungskonzepte durch, die den Regeln der HACCP (Hazard Analysis and Critical Control Points) oder nationalen Normen wie etwa der DIN (Lebensmittelhygiene Arbeitsbekleidung in Lebensmittelbetrieben) folgen. Weitere Informationen zur Texcare International unter MAINTENANCE liegt voll auf Kurs easyfairs und der fmpro-verband verleihen 2012 erstmals den Award «Maintenance Manager of the Year» vielseitiges Messeprogramm Auf Hochtouren laufen die Vorbereitungen für die 5. MAINTENANCE Schweiz, die am 8. und 9. Februar 2012 wieder in der Messe Zürich stattfinden wird. Mehr als 80 Aussteller, darunter viele namhafte Firmen, haben sich für diese zentrale Veranstaltung der Schweizer Instandhaltungsbranche bereits angemeldet. Das erweiterte Messekonzept und viele attraktive Programmpunkte darunter als Höhepunkt die erstmalige Verleihung des Titels «Maintenance Manager of the Year» versprechen spannende Messetage, viele Informationen und beste Möglichkeiten zum Networking. «Die MAINTENANCE liegt voll auf Kurs. Wir sind sehr zufrieden mit den Anmeldezahlen und erwarten, dass die Messe ein echter Besuchermagnet wird», sagt Christian Rudin, Geschäftsführer der Schweizer Niederlassung von easy- Fairs. Neben dem breiten Angebot zu Instandhaltung/Wartung und Facility Management präsentiert die MAIN- TENANCE 2012 neu zusätzlich Trends, Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Industrielle IT-Lösungen und Produktionssicherheit, Schutz & Umwelttechnik. So erhalten Besucher einen kompletten Marktüberblick. Der Messebesuch ist unkompliziert und kostenlos: Einfach registrieren und vorbei kommen. Viele namhafte und innovative Firmen haben auf der MAINTENANCE Schweiz einen Stand reserviert darunter die Alfred Imhof AG, Belimo Automation AG, Denios AG, Dosim SA, Hörmann Schweiz, IBAarau Strom AG Servicebetriebe, Jungheinrich AG, OLAER (Schweiz) AG, Sulzer Markets & Technology AG, testo AG. Mit renommierten Ausstellern und einer stetig wachsenden Besucherzahl hat sich die MAINTENANCE Schweiz seit ihrer Premiere vor fünf Jahren inzwischen zu einer zentralen Veranstaltung für die Schweizer Instandhaltungsbranche entwickelt. Spannende Highlights dürfen Besucher auch 2012 wieder erwarten.

18 18 Sicherheit und Gesundheit Welt der Verpackung mit starkem Auftritt easyfairs -Fachmesse 2012 wieder in Zürich mit neuen Themen Zwei ereignisreiche Tage rund um Verpackungslösungen, Prozesse & Design erwarten die Fachbesucher wieder bei der nächsten VERPACKUNG Schweiz am 24. und 25. April 2012 in Zürich. Der bedeutendste Schweizer Verpackungs-Event voneasyfairs präsentiert sich zu ihrer bereits sechsten Austragung im kommenden Jahr noch grösser und vielseitiger.aussteller aus der Schweiz und dem angrenzenden Ausland stellen ihre hohe Innovationskraft unter Beweis mit neuen Schwerpunkten wie dem RETAIL INNOVATION PARK und dem Sonderbereich «Eco & Label Expo». Ein attraktives Rahmenprogramm ergänzt die Ausstellung: learnshops bieten an beiden Tagen Präsentationen und Experten-Vorträge zu Themen aus der Verpackungs-Branche sowie gefragte Themen aus Marketing und Wirtschaft. Als Top-Plattform für beste Kontaktmöglichkeiten und Neugeschäft ist die VERPACKUNG Schweiz bekannt. Ihre Anziehungskraft ist enorm: Fachbesucher hatten sich am Messetermin 2011 über neueste Trends und Highlights der Branche informiert. Auch für 2012 stehen die Zeichen auf Erfolg: Die Aussteller der kommenden VERPACKUNG Schweiz zählen zu den bekannten Branchengrössen. 182 Messestände sind bereits fest gebucht (Stand ) «das sind knapp 30 Prozent mehr Aussteller als zum selben Zeitpunkt im Vorfeld der Messe 2011», freut sich Christian Rudin, Geschäftsführer der Schweizer Niederlassung voneasyfairs.ersieht in diesem exzellenten Zuspruch auch eine Bestätigung des Messekonzeptes.«Keine Veranstaltung in der Schweiz bringt die Branche in zwei Tagen so nah zusammen!» Die Messe besuchen vor allem Fachleute und Entscheider, die sich mit dem Thema Verpackungen aus den verschiedensten Bereichen beschäftigen. Aktuelle Branchenthemen werden 2012 zu attraktiven Schwerpunkten ausgebaut: So wird das Consumer Packaging verstärkt mit einem RETAIL INNOVA- TION PARK eine speziell gestaltete und gekennzeichnete Plattform inmitten des Messegeschehens.Gezeigt werden in diesem Sektor neue, innovative Lösungen, Produkte und Dienstleistungen für den Retail-Bereich. Einzigartiges finden die Besucher dort in Sachen Design, Konsumentenfreundlichkeit, Funktionalität und Nachhaltigkeit. Aktiv unterstützt wird der RETAIL INNOVA- TION PARK vom Schweizer Detailistenverband (sdv). Dazu kommt der Sonderbereich «Eco & Label Expo». Hier wird der Fokus auf Neuheiten, Kreativität und Innovation im Bereich Labeling und neueste Entwicklungen zum Thema Nachhaltigkeit in der Verpackung gesetzt. Wettbewerb und VIP-Anlass Parallel zu den Ausstellungen ist auch 2012 mit verschiedenen Events wieder volles Programm angesagt. Für alle Messebesucher wird darüber hinaus ein grosser Wettbewerb lanciert. Nähere Informationen zum Gewinn gibt es im Januar.«So viel sei vorab schon verraten: Jeder, der sich für die Messe als Besucher registriert und auch auf der Messe erscheint, hat die Chance einen attraktiven Preis zu gewinnen», sagt Pascale Rippstein, Projektleiterin der Messe. Gut informiert mit den learnshops TM,den kostenlosen Referaten Direkt in den Messehallen bietet die VERPACKUNG Schweiz 2012 an beiden Tagen für Besucher und Aussteller die Teilnahme an den kostenlosen learn- Shops mit branchenspezifischen Referaten aber auch aktuellen Themen im Bereich Marketing und Wirtschaft. Neu: KMU-Forum mit HSG- Experten Zentrale Veranstaltung im Rahmen der learnshopstm, wird das «KMU-Forum» sein. Von Experten des «Schweizerischen Instituts für Klein- und Mittelunternehmen» der Universität St. Gallen (KMU- HSG) erhalten Fachbesucher hier mit Input-Referaten hochkarätige Informationen rund um die Unterstützung und Förderung von KMU und werden Management-Themendiskutiert. Das Online-Tool für Messebesucher Mit einem Tool auf der Messewebsite erhalten Besucher die Möglichkeit, ihren Messebesuch anhand von Firmen-Präsentationen, Firmen-News, Messe-Specials und Pressemitteilungen usw. bis ins letztedetailvorzubereiten. Mit wenigen Clicks lässt sich zeitlich online viel vorbereiten, wasganz dem easy- Fairs -Konzept entspricht: Kosten- & Zeiteffizienz! Der Zutritt zur Messe ist für alle Besucher kostenlos.

19 Nur eine Ahnung genügt nicht... Der neue EKASTU Safety Katalog ist da! Fordern Sie den brandneuen EKASTU Safety Katalog 2012 jetztan! EKASTU Safety GmbH Gutenbergstrasse15 D Stuttgart Tel Fax Sie finden ihn auchunter SanArena Rettungs Schule...wir bieten Ihnen die Ausbildung Betriebssanitäter Betriebsnothelfer Reanimationskurse CZV Kurse Lassen Sie sich von unserem neuen Parcours überraschen! SanArena Rettungsschule,Zentralstrasse 12,8003 Zürich Telefon , Wir sind der schweizerische Systemlieferant für Persönliche Schutzausrüstungen mit eigener, flexiblerherstellung von Schutzhandschuhenund Schutzbekleidungen in Lotzwilundbei Kooperationspartnern in Ungarn undpolen. Überzeugen Siesich davonbei einembesuchbei unsinlotzwil oder auf unserem neu gestalteten Online-Shop Thomi+Co AG 4932Lotzwil PersönlicheSchutzausrüstungenvonKopf bis Fuss Telefon Telefax Zertifiziertes Qualitätsmanagement- System nach ISO 9001:2010 In unserem sehr ausgewogenen Handelsprogramm führen wir Persönliche Schutzausrüstungen u. a. folgender Hersteller: Ansell, Bruxelles/B Schutzhandschuhe Comasec GmbH, Neunkirchen/D Schutzhandschuhe Juba SA, Santo Domingo/E Schutzhandschuhe KCL, Eichenzell/D Schutzhandschuhe Mapa Professionnel, Neuilly/F Schutzhandschuhe Semperit GmbH, Wien/A Schutzhandschuhe Showa Best Gloves, Himeji/JAP Schutzhandschuhe Asatex AG, Bergheim/D Schutzbekleidungen BP Bierbaum-Proenen, Köln/D Schutzbekleidungen DuPont, Luxembourg/LUX Schutzbekleidungen Ma-gárKft, Sásd/H Schutzbekleidungen SioenNV, Ardooie/B Schutzbekleidungen Bollé Protection Sàrl,Villeurbanne/F Schutzbrillen Swiss One AG, Genève/CH Schutzbrillen Unico Graber AG, Hölstein Schutzbrillen JSP Ltd, Oxford/GB Schutzhelme Abeba,St. Ingbert/D Sicherheitsschuhe Baak GmbH &Co, Duisburg/D Sicherheitsschuhe Baltes GmbH, Heinsberg/D Sicherheitsschuhe Ejendals Jalas AB, Leksand/S Sicherheitsschuhe Fernandes LDA/2w4, Guimarães/P Sicherheitsschuhe ICC SA, Guimarães/P Sicherheitsschuhe JAL Group Lupos GmbH, Wetzlar/D Sicherheitsschuhe Maspica SRL, Casalserugo/I Sicherheitsschuhe Mondeox/Lytos, Asolo/I Sicherheitsschuhe Bekina B.V., Kluisbergen/B Sicherheitsstiefel Dunlop BV,Raalte/NL Sicherheitsstiefel Somaplaf SRL/SAD, S. Nicolo/I Sicherheitsstiefel Hellberg Safety AB, Stenkullen/S Gehörschutzprodukte Sperian, Lübeck/D Gehörschutzprodukte 3M (Schweiz) AG, Rüschlikon Atemschutzmasken Moldex-Metric, Walddorf/D Atemschutzmasken Scott, Skelmersdale/GB Atemschutzsysteme Protecta SA, Carros/F Fallschutz-Systeme Vertiqual, Targu Mures/ROM Fallschutz-Systeme Peter Greven Physioderm GmbH, Euskirchen/D Hautschutzprodukte Universal, Kungsbacka/S Augenduschsysteme Cederroths AB, Upplands/S Erste-Hilfe-Produkte H. Klar GmbH & Co, Wuppertal/D Warnschilder

20 20 Sicherheit und Gesundheit Strategische Partnerschaft der Swissi AG mit der SVTI-Gruppe Die Swissi AG und der Schweizerische Verein für technische Inspektionen (SVTI) sind übereingekommen, eine strategische Partnerschaft einzugehen. Gemeinsam wollen beide Partner ein Schweizer Kompetenzzentrum für technische Sicherheit und Risikomanagement etablieren. Finanziell wird die strategische Partnerschaft mit einer Mehrheitsbeteiligung des SVTI an der Swissi AG untermauert. Damit erfährt die bisherige ausschliesslich auf die Privatversicherer abgestützte Trägerschaft eine wesentliche Erweiterung. Die SVTI-Gruppe mit Sitz in Wallisellen beschäftigt rund 200 Mitarbeitende mit vorwiegend technischem Background. Als unabhängige Drittstelle führt der Verein SVTI Prüfungen und Inspektionen an insgesamt rund technischen Anlagen und Geräten jeglicher Art durch. Dabei handelt es sich meist um mandatsgebundene Aufgaben, zu deren Erfüllung der Verein über fünf Fachinspektorate verfügt: Kesselinspektorat, Eidg. Rohrleitungsinspektorat, Nuklearinspektorat, Eidg. Gefahren- gutinspektorat sowie Eidg. Inspektorat für Aufzüge. Neben der mandatsgebundenen Inspektoratstätigkeit des Vereins SVTI erbringt die SVTI-Gruppe noch weitere, ähnlich gelagerte Dienstleistungen, welche über eigene Tochtergesellschaften gebündelt sind: Die Swiss TSTechnical Services AG widmet sich der Sicherheit von technischen Einrichtungen und Geräten sowie der Sicherheit im Unternehmen und in der Unternehmensführung; sie unterhält auch eine Zertifizierungsstelle für Managementsystem, Produkte und Personen und bietet Ausbildungen an in den Bereichen Technik, Qualität und Management. Die IWM AG befasst sich mit der Sicherheit von Seilbahnen. Die IWT Institut für Werkstofftechnologie AG ist aus einem Spinoff der EMPA entstanden und führt Analysen und Prüfungen in den Bereichen der Werkstofftechnologie und der Schadensanalyse durch. Die Aktivitäten der Swissi-Gruppe und der SVTI-Gruppe ergänzen sich ideal. Die Swissi-Gruppe mit ihren rund 120 Mitarbeitenden wird sich auch künftig der integralen Sicherheit verschreiben: Brand- und Explosionsschutz, Prozesssicherheit, Chemikaliensicherheit, Arbeitssicherheit, Security,Risikomanagement und Business Continuity Management bleiben die Themenschwergewichte in der Beratung und in der Aus- und Weiterbildung der Swissi AG. Verwaltungsrat und Geschäftsleitung sind überzeugt, dass mit der strategischen Partnerschaft ein wichtiger weiterer Eckpfeiler in der Neuausrichtung des ehemaligen Sicherheitsinstitutes gesetzt ist. Die neu geschaffene Unternehmensgruppe wird ihre Marktposition in der betrieblichen Sicherheit nachhaltig stärken. Auch in Zukunft sind wir bestrebt, unseren Kunden als zuverlässiger Partner für Fragen der Sicherheit, des Risikomanagements und der Prävention zur Seite zu stehen. TABS 2012 bei der MOBA Mobile Automation in Limburg Der Tag der Arbeitsbühnensicherheit (TABS) findet am Dienstag, den 12. Juni 2012 bei der MOBA Mobile Automation in Limburg statt. Das übergeordnetethemaist «Tücken der Elektronik». Der komplette Tages-Ablauf mit allen einzelnen Themen und Referenten wird zu einem näheren Zeitpunkt bekanntgegeben. Im Zuge der Veranstaltung haben Besucher die Möglichkeit an der Besichtigung des MOBA- Werkes unter fachkundiger Führung teilzunehmen. Die Kapazitäten für die Werksführung sind auf maximal 60 Plätze begrenzt. Für die Tagung selbst stehen genügend Plätze zur Verfügung. TABS wird von der International Powered Access Federation (IPAF) und dem Vertikal Verlag ausgerichtet. Weitere Informationen zur Anmeldung und Anreise finden Sie unter Achtung: Frühbucherrabatt bis zum 30. April

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