6/14. Illustrierte Zeitschrift für Sicherheit und Gesundheit

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1 Illustrierte Zeitschrift für Sicherheit und Gesundheit Revue illustrée pour la Sécurité et la Santé Offizielles Organ Inhaltsverzeichnis Seite 4 / Index page 5 Schweizerische Tagung für Arbeitssicherheit (STAS): Psychosoziale Risiken ein Unfallrisiko Seite 7 Journée suisse de la sécurité au travail (JSST) Risques psychosociaux, risque d accident? page 52 Latente psychische Erkrankungen ein Sicherheitsrisiko Seite 9 Stress im Büro muss nicht sein Seite Leben Nutzen der Prävention mit Swiss Safety Seite 31 60ster Geburtstag des Groupement Romand de Médecine, d Hygiène et de Sécurité du Travail Seite ème anniversaire du Groupement Romand de Médecine, d Hygiène et de Sécurité du Travail page 41 Die Ergonomie in seiner Gesamtheit Seite 33 L ergonomie dans tous ses états page 45 SOS: travailleurs humanitaires dans le «viseur» page 47

2 Schalten Sie vor dem Reparieren die Anlage sicher aus. Diese Infos sind lebenswichtig: Stoppen Sie bei Gefahr die Arbeit. Auch Ihrer Familie zuliebe. Keine Arbeit ist so wichtig, dass man dafür sein Leben riskiert. Beachten Sie deshalb die lebenswichtigen Regeln der Suva zur Unfallverhütung. Denn alle haben das Recht, nach der Arbeit gesund nach Hause zu kommen.

3 Editorial Sommaire 3 Liebe Leserin, lieber Leser Das Gottlieb Duttweiler Institut (GDI) hat soeben mit dem Titel «Die Zukunft des Schlafens» (Neue Märkte in der Always-on-Gesellschaft) eine Studie veröffentlicht, welche die Anforderungen an unsere Ressourcen, das Grundbedürfnis bis zum neuen Statussymbol mit verschiedenen Thesen hinterfragt. Ob Powernap oder Kurzschlaf zwischendurch, die Menschheit kennt seit jeher als physiologische Antwort auf unsere innere Uhr, eine kurze Erholzeit. Schlaf wird zukünftig zu einem zentralen Pfeiler der Gesundheitsvorsorge. Genügend Schlaf verringert die Risiken für Herzprobleme, Bluthochdruck oder Diabetes. Wer genügend und gut schläft, verschafft sich wichtige Leistungsressourcen und verfügt über einen Schlüsselfaktor zum Erfolg. (www.gdi.ch). Stress und psychische wie auch physische Belastungen begleiten uns tagtäglich. Schon im 2002 wies eine Seco Studie auf die Belastung durch Stress hin. Bestimmt ist inzwischen viel zur Reduktion von Stress und zur Stärkung der Ressourcen passiert. Trotzdem hat der Druck nicht nachgelassen es sind ja viele Akteure involviert. Die Institutionen wie OSHA, EKAS, SECO und SUVA sowie die Weiterbildungstagungen gehen dieses Thema schwerpunktmässig an. Lesen Sie dazu die Beiträge über die Schweizerische Tagung für Arbeitssicherheit (STAS) Seite 7, Latente psychische Erkrankungen Seite 9 und psychosoziale Belastungen ein Unfallrisiko Seite 12. Last but not least, hat das Groupement Romand d Hygiène, de Médecine et de Santé du travail kürzlich ihr 60 Jahr Jubiläum gefeiert. Lesen Sie Seite 32. Ludwig Binkert, Herausgeber Chère lectrice, cher lecteur L institut Gottlieb Duttweiler (GDI) vient juste de publier, sous le titre «Die Zukunft des Schlafens» (l avenir du sommeil) Neue Märkte in der Always-on-Gesellschaft (de nouveaux marchés dans la société en continu), une étude qui, par différentes thèses, remet en question les exigences posées à nos ressources, les besoins élémentaires, jusqu aux nouveaux signes extérieurs de richesse. Faire une sieste éclair ou courte de temps en temps, l humanité connaît ce bref temps de récupération plutôt comme une réponse physiologique à notre horloge interne. Le sommeil va devenir un pilier central de la prévention de la santé. Dormir suffisamment diminue les risques cardiaques, l hypertension ou le diabète. Qui dort assez et bien, se constitue d importances réserves et dispose d un facteur clef de réussite. (www.gdi.ch). Le stress ainsi que les tensions physiques et mentales nous accompagnent au quotidien. En 2002 déjà, une étude du SECO a attiré l attention sur le stress et les tensions. Il est certain que depuis, on fait beaucoup pour réduire le stress et renforcer les ressources. La pression n a toutefois pas lâché prise - il est vrai qu elle implique bien des acteurs. Des institutions comme l OSHA, la CFST, le SECO et la Suva, ainsi que les séances de formation continue abordent ce sujet. Vous pouvez lire, dans ce contexte, les articles sur la Journée suisse de la sécurité au travail (JSST), les maladies psychiques latentes et les tensions psychosociales un risque d accident. Dernier point, mais non des moindres, le Groupement Romand d Hygiène, de Médecine et de Sécurité au Travail vient de fêter ses 60 ans. Voyez page 41.

4 Inhalt IZA Illustrierte Zeitschrift für Arbeitssicherheit und Gesundheit Fachzeitschrift für Arbeitssicherheit Gesundheitsschutz Gebäudesicherheit Offizielles Organ der suissepro (Schweiz.Vereinigung für Arbeitsmedizin,Arbeitshygiene und Arbeitssicherheit) Zielpublikum: Geschäftsführer,Abteilungsleiter, Sicherheitsingenieure, Sicherheitsbeauftragte, Ergonomen,Arbeitsmedizin und Arbeitshygiene,Vollzug Erscheint 6x jährlich Jahresabonnement CHF 80. (excl. Mwst) Schweizer Holz-Revue Wichtigste Zeitschrift in der Holz bearbeitenden und verarbeitenden Industrie Zielpublikum: Industrie für Zwischenprodukte, Möbelfabriken u.a.m, Gewerbe (Schreinereien, Zimmereien, Ladenplaner) und Zulieferer, Planer und Architekten Erscheint 8x jährlich Jahresabonnement CHF Editorial 6 Kolumne Arbeitsmedizin 12 Psychosoziale Belastungen ein Unfallrisiko? Arbeitssicherheit und Gesundheit 7 Psychosoziale Risiken ein Unfallrisiko 8 DAS Work+Health November Latente psychische Erkrankungen ein Sicherheitsrisiko 11 SGIG-Seminare «Motivation im Betrieb» Burnout eine unternehmerische Herausforderung, nicht einfach ein individuelles Versagen 15 Stress Burnout / Umgang mit den eigenen Ressourcen 17 Stress im Büro muss nicht sein. Die EKAS-Box weiss Rat 19 BGMnetzwerk.ch ERFA-Tag Herbst Erfahrungsaustausch der Schweizerischen Gesellschaft für Arbeitshygiene (SGAH) 23 Arbeitsschutz-Versäumnisse: Maskenträger sind meist ohne Training 26 aha!award 2014: die prämierten Projekte / Lösungen bei Anaphylaxie für den Schul- und Familienalltag 27 «Zwölfter Gefahrguttag 2014 in Luzern» Leben (Swiss Safety Erfa-Tagung vom ) 32 60ster Geburtstag des Groupement Romand de Médecine, d Hygiène et de Sécurité du Travail 33 Die Ergonomie in seiner Gesamtheit an der Fachhochschule Arc Jurassien (Bern, Jura, Neuchâtel) 34 Mit dem Erfolg wachsen die Anforderungen 35 maintenance Schweiz 2015 Branchentreffpunkt Nummer eins 37 Burnout eine bittere Realität der heutigen Arbeitswelt 36 Produkte 56 Verbände und Institutionen 58 Bezugsquellen 62 Impressum / Agenda / Vorschau EML Einkauf, Materialwirtschaft und Logistik Zielpublikum: Einkäufer, Logistiker, Management in Industrie und Gewerbe Erscheint 10x jährlich Jahresabonnement CHF 74. Psychosoziale Risiken ein Unfallrisiko lesen Sie Seite 7 Stress im Büro muss nicht sein lesen Sie Seite 17

5 Index 3 Sommaire 39 Colonne Sécurité du travail et promotion de la santé 39 Chaque jour, deux piétons sont grièvement ou mortellement blessés 40 Journée de présentation de cas et jubilé de 60 ème anniversaire ème anniversaire du GRMHST 44 Contraintes psychosociales un risque d accident? 45 L ergonomie dans tous ses états à la HE-Arc 46 Aventure à une hauteur de 67 mètres 47 SOS: travailleurs humanitaires dans le «viseur» 52 Risques psychosociaux, risque d accident? 53 Echange d expériences à la Société Suisse d Hygiène du Travail (SSHT) 54 Burnout une réalité amère dans le monde actuel du travail 56 Associations et sociétés 58 Fournisseurs 62 Impressif / Agenda / Prochain numéro L ergonomie dans tous ses états lisez page 45 Aventure à une hauteur de 67 mètres lisez page 46

6 6 Kolumne Alleinarbeit: neue Beurteilungsmethode Bis anhin galten die im SBA 150 «Alleinarbeitende Personen» beschriebenen Regeln zur Beurteilung von Alleinarbeit im Betrieb. Die Beurteilungskriterien waren umschrieben mit den Fragen «Welches ist die maximale Zeitspanne, in der die allein arbeitende Person Hilfe erhalten muss, um nicht Schaden zu erleiden, der auf verspätete oder nicht erbrachte Hilfe zurückzuführen ist?» und «Ist die betroffene Person nach dem Unfall noch mobil und handlungsfähig, sodass sie selbständig Hilfe herbeirufen kann?». Die im August 2014 erschienene Anleitung für Arbeitgeber und Sicherheitsbeauftragte «Alleinarbeit kann gefährlich sein» (Suva, Bestellnummer d) ersetzt das erwähnte SBA. Neu ist, dass die Zulässigkeit der Alleinarbeit nun mit der aus der «Methode Suva zur Beurteilung von Risiken an Arbeitsplätzen und bei Arbeitsabläufen» bekannten Risikomatrix beurteilt werden kann. Die zu treffenden Schutzmassnahmen werden jedoch nicht in 3 Risikozonen sondern in 4 Felder gegliedert. Explizit wird zudem darauf hingewiesen, dass man sich auf die Beurteilung der realistischen Gefahren beschränken kann. Das Schutzziel «Es ist zu gewährleisten, dass die allein arbeitende Person nach einem Unfall oder in einer kritischen Situation rechtzeitig Hilfe erhält» bleibt unverändert. Auch die Anforderungen an die allein arbeitenden Personen (psychische, körperliche und intellektuelle Eignung; psychosoziale Faktoren) und die Pflicht zur Instruktion bleiben im Wesentlichen gleich. In der neuen Anleitung wird nicht nur die Frage beantwortet «Wie können die Gefahren an Alleinarbeitsplätzen beurteilt werden?» sondern auch «Welche Arbeiten dürfen von allein arbeitenden Personen ausgeführt werden und welche nicht?» und «Wie sind allein arbeitende Personen zu überwachen?». Othmar Wettmann AEH Zentrum für Arbeitsmedizin, Ergonomie und Hygiene AG EMERGENCY Schulungszentrum AG Strengelbacherstr Zofingen Fon 041 / / Fax 062 / Ersthelfer-Ausbildungen 2015 BS-Refresher: / (1 Tg: 245.-) (Thema 2015: Schockformen) Nothelfer-Refresher/Niveau 1 (2 Tg: 590.-) (wird nur inhouse angeboten) Betriebssanitäterkurse BS (Niveau 1-3) BS 2: März/ Mai/ Juli Sept./ Dez. (945.-) BS 3-1: Juni/ Okt. (945.-) BS 3-2: Juni/ Nov. (945.-) Alle Kurse finden auf dem Übungsareal Bilfinger (vormals Chemiewehrschule Siegfried) statt Inhouse: individuelle Offerte verlangen Die Kurskosten beinhalten: - Kursunterlagen/Hand out/ Buch - Mittagessen, Znünikaffee - Gratisparkplätze

7 Psychosoziale Risiken ein Unfallrisiko Arbeitssicherheit und Gesundheit 7 Psychosoziale Risiken sind in aller Munde. Nur was steckt wirklich dahinter? Rund 350 Kaderpersonen und Akteure der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes haben sich am 23. Oktober in Luzern getroffen und anlässlich der 15. Schweizerischen Tagung für Arbeitssicherheit STAS 2014 darüber diskutiert, wie in Unternehmen gegen Dauerstress, Mobbing und Gewalt vorzugehen ist, um einem Unfall aufgrund dieser psychosozialen Belastungen vorzubeugen. Ob durch gezielte Prävention und Früherkennung von psychosozialen Risiken Unfälle vermieden werden können und ob diese Risiken überhaupt einen Unfallfaktor darstellen, war die zentrale Frage der Tagung im KKL Luzern. Höheres Arbeitstempo, Termindruck oder Stellenunsicherheit; die Anforderungen am Arbeitsplatz nehmen zu und erhöhen das Risiko einer psychosozialen Belastungsstörung. An der 15. Schweizerischen Tagung für Arbeitssicherheit STAS im KKL in Luzern nahmen namhafte Referenten diesen Trend unter die Lupe und dachten einen Schritt weiter. Unter dem Titel «Psychosoziale Risiken ein Unfallrisiko?» richtet sich die STAS 2014 an das obere Kader von Unternehmen, an Akteure der Arbeitssicherheit, des Gesundheitsschutzes sowie an Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen. Dass psychosoziale Risiken die Unfallgefahr direkt beeinflussen können, zeigt unter anderem der Auftritt von Prof. Dr. Norbert K. Semmer, Emeritierter Ordinarius Universiät Bern. «Stress kann dazu führen, dass Prioritäten bei der Arbeit falsch gesetzt und Sicherheitsvorschriften umgangen werden. In solchen Fällen erhöht sich die Verletzungsgefahr bei der Arbeit», sagt Semmer. Ulrich Fricker, CEO Suva Stress und Überlastung zu vermeiden und somit auch das Unfallrisiko tief zu halten. Dass aber die Verantwortung nicht allein bei den Vorgesetzten liegt, bestätigt Dr. med. Dieter Kissling, Leiter des Instituts Arbeitsmedizin in Baden. «Psychosoziale Belastungen am Arbeitsplatz sind häufig und können verschiedenste Ursachen haben. Führungskräfte aber auch Mitarbeitende fühlen sich oft hilflos. Daher ist es entscheidend, dass Mitarbeitende, Führungskräfte, Arbeitgeber und Kontrollorgane sich gemeinsam mit psychosozialen Risiken auseinander setzen und sich befähigen, solchen Risiken entgegenzuwirken», sagt Kissling. Unterstützung bieten die sowie das der Suva. Psychosoziale Risiken als Schwerpunktthema in Europa Die Suva organisiert im Auftrag der Eidgenössischen Koordinationskommission für Arbeitssicherheit (EKAS) alle zwei Jahre die Schweizerische Tagung für Arbeitssicherheit. Das gewählte Thema lehnt sich jeweils an die Europäische Kampagne der EU-OSHA. In den Jahren 2014 und 2015 setzt sich die EU- OSHA dafür ein, für die Bedeutung des Managements von Stress und psychosozialen Risiken bei der Arbeit zu sensibilisieren. Auch wenn die Bewältigung von psychosozialen Risiken und arbeitsbedingtem Stress schwierig zu sein Psychosoziale Risiken gehen alle etwas an Technische Hilfsmittel von heute sorgen dafür, dass Mitarbeitende während sieben Tage 24 Stunden erreichbar sind. Es stellt sich dabei die Frage, welche Rolle und Verantwortung dabei das Management hat, damit ihre Mitarbeitenden nicht ständig am Limit arbeiten und leben. BASF zum Beispiel hat seinen über Mitarbeitern davon 2000 in der Schweiz eine -Diät verordnet. Der weltgrösste Chemiekonzern will so verhindern, dass Mitarbeitende auch nach Feierabend ständig online sind und deshalb schneller ausbrennen. Für Unternehmen gilt es, frühzeitig zu erkennen, wenn Mitarbeitende psychosozialen Risiken ausgesetzt sind. Es ist eine anspruchsvolle Aufgabe des Managements, Podium mit Dario Mordasini, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, UNIA (anstelle von Luca Cirigliano, Leiter Arbeitsbedingungen, SGB)

8 8 Arbeitssicherheit und Gesundheit scheint, soll ein Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass mit diesem Phänomen ebenso logisch und systematisch verfahren werden kann wie mit anderen Risiken im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit. https://osha.europa.eu/de Aufgaben der EKAS Die Eidgenössische Koordinationskommission für Arbeitssicherheit EKAS fungiert im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz als Drehscheibe: Sie sorgt für die einheitliche Anwendung der Sicherheitsvorschriften in den Betrieben, die koordinierte Verteilung finanzieller Mittel und für eine partnerschaftliche, effiziente Zusammenarbeit von kantonalen Arbeitsinspektoraten, SECO, Suva und Fachorganisationen. Den Vorsitz über die 11-köpfige Kommission, in der auch die Delegierten der Arbeitgeberund Arbeitnehmerorganisationen mitwirken, hat die Suva. Mehr Informationen unter DAS Work+Health November 2014 Der Weiterbildungsstudiengang Arbeit+Gesundheit beruht seit mehr als 20 Jahren auf einer Kooperation der ETH Zürich respektive der Uni Zürich und der Uni Lausanne. Wurde bisher ein MAS Arbeit+Gesundheit angeboten, ist nun im März 2014 erstmals ein Diploma of Advanced Studies (DAS) Work+Health erfolgreich gestartet. Er integriert die 3 Fachvertiefungen Arbeitsmedizin, Arbeitshygiene und Betriebliches Gesundheitsmanagement in einen interdisziplinären 2-jährigen Studiengang. Der Studiengang wird während 4 Semestern berufsbegleitend absolviert und umfasst insgesamt 30 ECTS-Punkte, was ca. 900 Stunden Arbeitsaufwand entspricht. Aktuell nehmen am DAS insgesamt 22 Studierende in allen drei Fachvertiefungen teil. Die Unterrichtssprache ist an beiden Universitäten Englisch. Neben dem gesamten DAS können die einzelnen Module auch einzeln besucht werden. Der Weiterbildungsstudiengang DAS Work+Health richtet sich an alle Personen, die bereits ein Grundstudium auf mindestens Bachelorstufe absolviert haben und sich im Bereich Arbeit und Gesundheit weiterbilden möchten. Die meisten Module stehen jedoch als berufliche Weiterbildung allen Interessierten offen. Wir pflegen dabei den interdisziplinären Austausch; der Bezug zur aktuellen Praxis ist uns dabei ein besonderes Anliegen. Bitte melden Sie sich bei Interesse direkt an den Studiengangsleiter Sven Hoffmann; oder die Leiterin der Administration Frau Selina Naeff Auf der Homepage erhalten Sie aktuelle Informationen zu unserem Studiengang und den Modulen.

9 Arbeitssicherheit und Gesundheit 9 Latente psychische Erkrankungen ein Sicherheitsrisiko Technische Sicherheit samt sicherheitsoptimierenden Organisationsstrukturen sind heutzutage auf hohem Niveau steuerbar. Als unberechenbare Risikolücke gilt in den meisten Fällen jedoch der Mensch. Ein neuer Test zeigt die verdeckten Vulnerabilitätsfaktoren auf, welche zu Fehlentscheidungen in aussergewöhnlichen und komplexen Situationen führen können. Vorgaben von Arbeitsschutzvorschriften und weitreichenden technischen Automatismen allein haben sich nicht bewährt. Selbst bei hochkomplexen, eng gekoppelten Systemen, welche durch «streng vorgeschriebene Arbeitsschritte und unveränderliche Abfolgungen, an denen nichts geändert werden kann» gekennzeichnet sind, ist der Mensch nicht vernachlässigbar. Denn je höher der Automatisierungsgrad ist, umso mehr gehen das Erfahrungswissen und die damit verbundene Prozessnähe und Prozesstransparenz verloren (Ulich 1994). Um solchem vorzubeugen werden z. B. in Kernkraftwerken Operateure regelmässig an Simulatoren zum Handling von komplexen Situationen geschult. Denn letztlich ist jedes System ein Zwitter-System (Mensch-Maschine) und auf die Kompetenz und Eingriffsmöglichkeiten der Operateure angewiesen. Nicht alle Systeme weisen sicherheitstechnisch ein derart hohes Niveau auf, wie z. B. Kernkraftwerke, welche heute sogar inhärent sicher konstruiert werden könnten. In technisch weniger stark automatisierten Systemen ist der Umgang der Mitarbeitenden mit dem Verletzungs- und Gesundheitsrisiko oft individuell und hängt von persönlichen Erfahrungen, Risikowahrnehmung/-Bewertung/-Bereitschaft sowie von der aktuellen Motivationsebene ab. So können sich in einzelnen Unternehmensbereichen Sub- und Parallelkulturen bilden, was zu Diskrepanzen führen kann zwischen dem, was getan werden sollte und dem, was tatsächlich getan wird. Daraus können Sicherheitsrisiken nicht nur für Personen sondern auch für das Unternehmen entstehen. Es reicht nicht aus, dass die Unternehmensleitung eine Kultur der Sicherheit «will und sie selber lebt». Das Individuum, welches Sicherheit gewährleisten sollte, ist psychisch oftmals latent vorbelastet. Trotz Training können Per- Abb. 1: Verteilung der Werte für MB über eine Gruppe von 149 Personen mit höherer Ausbildung, die sich als völlig gesund einstuft sonen unter dem Stress des Notfalls aufgrund von bestens verdeckten, latenten psychischen Störungen versagen und in einer komplexen Situation sachlich falsch und/oder zeitlich verzögert handeln. Menschliches Versagen Wie lange dauert eine «Schrecksekunde»? «Im ersten Moment war ich wie gelähmt» ist oft zu hören. Die Erfahrung zeigt, dass in einer Notsituation innert Sekundenbruchteilen sehr viele Gedanken durch den Kopf schiessen. Nun hängt es davon ab, welche Qualität diese Gedanken haben. Zwischen ungebremsten blitzklaren Analysen der Situation und blockierenden Erstgedanken wie «Au Nein was mache ich jetzt» samt einer zeitlichen Verzögerung der zweckmässigen Reaktion, vergehen womöglich die zentral wichtigen Zehntelsekunden, die über die Vermeidung eines Unfalles entscheiden. Die Arbeitspsychologie berücksichtigt persönliche Merkmale nur ungenügend. Bezüglich Arbeitssicherheit wird auf folgende Massnahmen fokussiert (Büssing 1999, S. 207f.) a) Eine bedingungsbezogene Diagnosestrategie mittels Korrektur von Arbeitsbelastungen (Störungsvermeidung, Schichtplanoptimierung, Lärmreduktion, Unfallschutz, Reduktion sozialer Stressoren) und der Bereitstellung von Ressourcen. b) Eine personenbezogene Diagnosestrategie, welche sich auf Stressmanagement, Stressimmunisierung, Entspannungs- und Selbstkontrollmassnahmen, Methoden der Selbstorganisation usw. bezieht.

10 10 Arbeitssicherheit und Gesundheit Auch die «Depressive Tendenz» DT vermag eine schnelle Reaktion zu verzögern, weil dieses Persönlichkeitsmerkmal zusammenhängt mit einer ebenfalls unbewussten Lebenserfahrung, dass persönliche Wünsche und Ziele «nie» erreicht werden können. Gedanken von «Unvermögen» und fehlender Effektivität zählen auch dazu. Abb. 2: Verteilung der Werte für DÄ über eine Gruppe von 149 Personen mit höherer Ausbildung, die sich als völlig gesund einstuft Die Faktoren DÄ als auch DT werden von Betroffenen unterschiedlich verarbeitet: Während die einen sich resignativ zurücklehnen, setzen sich andere Personen gegen diese unangenehmen Gefühle zur Wehr und kompensieren sie durch eine Extraportion Leistung und Positivismus. Was bei erster Betrachtung einen durchaus guten Eindruck macht, kann zur Versagenskomponente in Notsituationen führen. Personen mit DÄ und MB sitzen zahlreich in gut dotierten Stellen und sind durch bisher gängige Analysen kaum erkennbar. Als unabdingbare Ergänzung dazu liefert das Zuger Stress-Persönlichkeits-Profil Informationen zur individuellen Stressverarbeitung. Zuger Stress-Persönlichkeits- Profil ZSPP Das Zuger Stress-Persönlichkeits-Profil ZSPP ist ein Online-Verfahren, welches Einschätzungen zu verschiedenen alltäglichen Einstellungen und Erfahrungen erhebt. Das ZSPP liefert nebst weiteren Faktoren vier, zur Risikoeinschätzung einer Person wichtige, latent weit verbreitete, subklinische Faktoren: Mentale Blockade MB Diffuse Ängstlichkeit DÄ Depressive Tendenz DT Mass der körperlichen und psychischen Symptomatik Die MB zeigt an, ob und in welchem Ausmass die geistige Wachheit, Leistungsfähigkeit und Lösungsorientierung eingeschränkt sind. MB kann ein vorübergehender Status sein z. B. bei einschneidenden Life-Events wie Trennung, Mobbing oder effektiver Überlastung. MB als Dauerzustand ist ein Indikator für verminderte Aufmerksamkeit und höhere Fehlerhäufigkeit. Unsere Daten zeigen, dass Top-Manager in diesem Faktor im Verhältnis zu Referenzgruppen durchgehend unterdurchschnittlich tiefe Werte aufweisen (ca. 25 bis 60 Punkte). Die Daten in Abbildungen 1/2 stammen von Personen, die sich a) als völlig gesund einstufen und zudem eine höhere Ausbildung ab FH/Maturität haben (n=149). Der Mittelwert einer Vergleichsgruppe von Personen, von denen erwartet wird, dass sie stressresistent sind (n=65), beträgt 74 Punkte. Ab diesem Wert liegt eine mittlere bis hohe MB vor. Auch «Diffuse Ängstlichkeit» DÄ kann die Qualität von Entscheidungen negativ beeinträchtigen. Gerade für den Fall des Systemversagens wären oftmals kreative kompetente Entscheidungen gefordert. DÄ zeigt sich z. B. in Form von Angst vor Versagen, Neuem oder Kontrollverlust. Der Mittelwert der Vergleichsgruppe «stressresistent» beträgt 22 Punkte (n=65). Werte ab 22 Punkten zeigen eine latente (bis hochgradige) Ängstlichkeit an. Weitere sicherheitsrelevante Persönlichkeitsfaktoren Das ZSPP misst nebst DÄ und DT weitere interne Stressoren wie irrationale Überzeugungen, welche einer negativen Selbstwertentwicklung entspringen und die im Notfall das mentale System blockieren, wie z. B. «alles hängt nun von mir ab» usw. Weitere Faktoren beziehen sich auf die Passung der Person mit dem Jobprofil. Dazu zählen u. a. Aussagen des ZSPP zum Sicherheits-/Risikoverhalten, zur Art und Weise der Informationsverarbeitung und zu Entscheidungsgewohnheiten. Der Abgleich zwischen der Stellenanforderung und den gemessenen Persönlichkeitsfaktoren ist professionelle psychologische Handarbeit. Wie vorangehende Daten und Abbildungen zeigen, kommen erhöhte Ausprägungen von MB und DÄ, welche im Notfall eine schnelle und sachliche Reaktion beeinträchtigen, in unerwartet hoher Anzahl vor. Erschreckend ist auch die offensichtliche Gewöhnung an eigene latente Störungen, sodass eine MB oder DÄ bei sich selbst nicht wahrgenommen wird. Diese reduzieren im Notfall aber

11 Arbeitssicherheit und Gesundheit 11 die mentale Verarbeitungskapazität, weil zuerst die psychische Stabilität gesichert werden muss. Und dabei vergehen folgenschwere (Zehntel-)Sekunden. Das Sicherheitsrisiko «Mensch» kann also weiter minimiert werden, wenn dieser über das ZSPP ganzheitlich eingeschätzt und gecoacht wird. Literatur Büssing André (1999) Psychopathologie der Arbeit. In: Hoyos/Frey (Hrsg.) Arbeits- und Organisationspsychologie. Weinheim Ulich Eberhard (1994) Arbeitspsychologie. 3. Auflage Stuttgart Autorin Dr. phil. Cornelia Nussle Achermann, psycon gmbh, Psychological Consulting, Dammstrasse 19, 6301 Zug SGIG-Seminare «Motivation im Betrieb» 2015 Die Studiengruppe für Gesundheitsschutz in Industrie, Dienstleistung und Gewerbe (SGIG) führt im Jahr 2015 die Bigorio-Seminare I bis III «Motivation im Betrieb» im ehemaligen Kapuzinerkloster «Convento Santa Maria dei frati cappuccini» in Bigorio TI durch. Alle Seminare beginnen am ersten Tag um 14 Uhr. Die Zahl der Teilnehmer ist grundsätzlich auf 20 beschränkt. Die Kosten pro Teilnehmer einschliesslich Übernachtung, Verpflegung und Dokumentation betragen für Mitglieder CHF 965. und für Nichtmitglieder CHF Seminar I «Wie bewege ich Mitarbeitende zu sicherheitsgerechtem Leistungsverhalten?» Datum: 22. bis 24. April 2015 Lernziele: Individuelles Risikoverhalten in verschiedenen Situationen erkennen und besser verstehen Gesetze und Ursachen von menschlichen Fehlhandlungen erkennen Die Motivationswaage auf Einzelpersonen anwenden und kommunizieren können. Personenbezogene Motive erkennen (Auswerten des Persönlichkeitsprofils nach DISG ) Grundlagen der Kommunikation im Zweiergespräch anwenden Seminar II «Wie bewege ich Gruppen zu sicherheitsgerechtem Leistungsverhalten?» Datum: 10. bis 12. Juni 2015 Lernziele: Gruppendynamik für sicheres Verhalten ausnützen Typische Planungsfehler in Teams erkennen und vorbeugen Betriebliche Sicherheitskonzepte ver- stehen und in der Gruppe umsetzen Richtiges Mass zwischen Vorschriften und Entscheidungsspielraum finden Wirksame Präsentationen vor Gruppen halten Gruppenverhalten unter Zeitdruck kennen Seminar III «Werkstatt für Sicherheit und Gesundheitsschutz: Wie plane und realisiere ich Aktionen und Programme in meinem Umfeld» Datum: 28. bis 30. Oktober 2015 Lernziele: Analysieren der mitgebrachten Fallbeispiele Kennenlernen wirksamer Präsentationsmittel und Auswählen der geeignetsten Planen und Umsetzen einer Aktion oder Kampagne Durchführen der Erfolgskontrolle und Messen der Resultate Für weitere Informationen: Veranstaltungen oder direkt bei Herr Dr. Bruno Marti, Tel und Frau Renata Nadig, c/o Suva, Tel (Montag bis und mit Donnerstag). Wichtiger Hinweis: Diese Seminare gelten als Fortbildungsveranstaltungen für Spezialistinnen und Spezialisten der Arbeitssicherheit gemäss der «Verordnung über die Eignung von Spezialistinnen und Spezialisten der Arbeitssicherheit» vom Kennen Sie die Neuheiten-Broschüre von Thomi schon? Die Firma Thomi + Co AG aus Lotzwil hat kürzlich zum ersten Mal eine Neuheiten-Broschüre herausgegeben. Auf 32 Seiten werden interessante, in letzter Zeit neu aufgenommene Artikel detailliert beschrieben und abgebildet. Alle Produkte sind bereits ab Lager lieferbar. Schauen Sie doch bitte in die Broschüre rein, die Sie auf finden oder unter der Mail-Adresse anfordern können. Die Produkte befinden sich auch schon im Online-Shop. Es ist sicherlich auch für Sie das eine oder andere spannende, problemlösende Produkt dabei! Speziell hervorheben möchten wir die flexiblen, daher komfortablen und preislich sehr attraktiven Schnittschutzhandschuhe FLEXIPRO PLUS von PROCO- VES der Schnittschutzstufen 4 und 5 und den Ausbau unserer dehnfähigen und daher äusserst komfortablen Berufsbekleidungslinie SICURELAST RE- FLEX um die Farben leuchtgelb/blau und leuchtrot/grau. Die Neuheiten-Broschüre ergänzt den weiterhin gültigen Katalog 104 und kann in diesen eingelegt werden. Gleichzeitig sind die beliebten Plakate «Gegen Wind und Wetter» und «Schuhe und Stiefel für Arbeit und Freizeit» neu herausgegeben worden.

12 12 Arbeitsmedizin Psychosoziale Belastungen ein Unfallrisiko? Am wurde die 9. Tagung zu den Berufsassoziierten Gesundheitsstörungen der Abteilung Arbeitsmedizin im Auditorium der Suva Rösslimatt in Luzern durchgeführt. Neben der Vorstellungen von Projekten, die durch die Arbeitsgruppe Progrès der Suva unterstützt wurden, stellte die Bedeutung der psychosozialen Belastungen in der Schweiz, die Rolle der Arbeitsmedizin und den Zusammenhang mit dem Unfallrisiko einen Schwerpunkt dar. Am Vormittag wurden die Ergebnisse der Studie «Schlafstörungen und Unfallrisiko» durch Katrin Uehli, Suva vorgestellt. Dabei konnte festgestellt werden, dass Arbeitnehmende mit Schlafproblemen ein 80% höheres Risiko für einen Berufsunfall hatten als Arbeitnehmende ohne Schlafprobleme. Durch die Elimination der Schlafprobleme könnten 16% aller Berufsunfälle verhindert werden. Nach diesen eindrücklichen Zahlen stelle PD Dr. Michael Schaub, Schweizer Institut für Sucht und Gesundheitsforschung die Ergebnisse der Studie Doping am Arbeitsplatz und in der Bildung vor. Die Erhebung erfolgte mittels eines Fragebogens via Internet. Von allen Umfrageteilnehmenden haben 4% mindestens einmal verschreibungspflichtige Medikamente oder Drogen zum Zweck der geistigen Leistungssteigerung oder Stimmungsaufhellung eingenommen, ohne dass ein medizinischer Grund dafür vorlag. Dabei waren meistens die Stimmungsaufhellung und deutlich weniger häufig die direkte Verbesserung der Gehirnleistung bezweckt. Nur ein kleiner Teil der Schweizer Bevölkerung hat Erfahrungen mit «Doping am Arbeitsplatz oder in der Bildung», welche über den Konsum von legalen, frei erhältlichen Substanzen wie Koffein oder Vitaminund Stärkungspräparate hinausreichen. Auf den ersten Blick sind die erhobenen Zahlen nicht besorgniserregend. Zu denken gibt aber die Zahl von 7% bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 15 bis 25 Jahren. Hier muss die weitere Entwicklung beobachtet werden. Behalten die Jugendlichen und jungen Erwachsenen dieses Verhalten bei? Wird nur in diesem Alter mit vermehrten Anforderungen in der Ausbildung und vielleicht sogar Ausprobieren vermehrt zu Medikamenten gegriffen, dieses Verhalten aber später nicht mehr beibehalten? Dies wäre dann anders zu beurteilen als eine weiterhin regelmässige Einnahme von Medikamenten zur Leistungssteigerung. Zum Abschluss des Vormittags berichteten Frau Dr. Jacqueline De Puy und Frau Dr. Nathalie Romain-Glassey über die Ergebnisse ihrer Studie «Gewalt am Arbeitsplatz». Sie präsentierten eine Zusammenstellung der Herausforderung und Rolle der Arbeitsmedizin sowie die Situation in der Schweiz im Umgang mit diesem Thema. Es stellte sich heraus, dass die Arbeitsmediziner wenig eingebunden sind. Es sind Notfallärzte und andere Spezialärzte involviert. Essentiell ist der Umgang mit Gewalt am Arbeitsplatz im Betrieb. Gibt es Unterstützung oder wird gar nicht auf diese Thematik eingegangen? Das Vorgehen in solchen Situationen sollte im Betrieb geregelt werden. Ebenso sollten sich die Fachspezialisten einbringen. Der Nachmittag war dem Thema psychosoziale Belastungen in der Schweiz gewidmet. Frau Prof. Brigitta Danuser setzte sich zu Beginn mit den berufsassoziierten Gesundheitsstörungen (BAGS) und der Rolle der Arbeitsmedizin auseinander. Die BAGS kommen häufig vor. Aber wo werden sie behandelt? Die Zahl von rund 200 Arbeitsmedizinern in der Schweiz erlaubt es nicht, dass die BAGS immer von Arbeitsmedizinern behandelt werden. Je nach Krankheitsbild sind Hausärzte, Psychiater, Rheumatologen involviert. Ihnen sind die Berufskrankheiten wie BAGS in der Regel ungenügend vertraut. Am Schluss ihrer Präsentation kam Frau Prof. Brigitta Danuser noch auf den kürzlich publizierten OECD Bericht zur psychischen Gesundheit in der Schweiz zu sprechen. In diesem Bericht wurde moniert, dass die Schweiz in der Primärprävention mehr tun könnte und auch die Verbindung zur Arbeitswelt ungenügend sei. Die Diskrepanz zwischen der hohen Zahl der BAGS und der tiefen Zahl von Arbeitsmedizinern wird eine Herausforderung beim Umgang mit den BAGS und den Berufskrankheiten bleiben. Was die Arbeitspsychologie zum Belastungswandel und Aufgabengestaltung beizutragen hat, führte Dr. Volker Schade, Bern aus. Er zeigte anschaulich die heutige Tendenz, die Arbeit in kleine Schritte zu unterteilen, wie dies früher bei der Fliessbandarbeit der Fall war. Heute sind die Aufgaben sehr komplex. Als Reaktion wird die Arbeit geteilt, verregelt und der Spielraum eingeschränkt. Dies steht aber im Gegensatz zu einer humanen Arbeitsgestaltung. Nur wenn Technik, Organisation und Mensch aufeinander abgestimmt und ganzheitliche Aufgaben und grosse Spielräume vorhanden sind, kann man von humaner Aufgabengestaltung sprechen und genau dies ist im besten. Zum Schluss dieser Veranstaltung zog Frau Dr. Claudia Pletscher, Chefärztin Arbeitsmedizin Suva das Fazit und hielt fest, dass den psychosozialen Risiken als Unfallfaktor Beachtung zu schenken ist und diese auch in die Risikoanalyse und in die Analyse der Unfälle einbezogen werden sollten.

13 Sicherheit und Vertrauen in allen medizinischen Fragen. Ausbildungen bei JDMT*: Betriebssanität: Fälle aus der Praxis Erfahrungen und Lehren Pandemie-Update: Lage weltweit Konsequenzen für die Schweiz Umgang mit gesundheitlichen Gefährdungen für Schlüsselpersonen Medizinische Herausforderungen bei der Arbeit im Ausland Gesundheitsfördernde Massnahmen im Betrieb: Praxiseinblicke Betriebssanität: Fälle aus der Praxis Erfahrungen und Lehren Pandemie-Update: Lage weltweit Konsequenzen für die Schweiz Umgang mit gesundheitlichen Gefährdungen für Schlüsselpersonen Medizinische Herausforderungen bei der Arbeit im Ausland Gesundheitsfördernde Massnahmen im Betrieb: Praxiseinblicke Betriebssanität: Fälle aus der Praxis Erfahrungen und Lehren Pandemie-Update: Lage weltweit Konsequenzen für die Schweiz Umgang mit gesundheitlichen Gefährdungen für Schlüsselpersonen Medizinische Herausforderungen bei der Arbeit im Ausland Gesundheitsfördernde Massnahmen im Betrieb: Praxiseinblicke Betriebssanität: Fälle aus der Praxis Erfahrungen und Lehren Pandemie-Update: Lage weltweit Konsequenzen für die Schweiz Umgang mit gesundheitlichen Gefährdungen für Schlüsselpersonen Medizinische Herausforderungen bei der Arbeit im Ausland Gesundheitsfördernde Massnahmen im Betrieb: Praxiseinblicke * Diese Ausbildungen dauern von Uhr und finden bei JDMT in Pfäffikon ZH statt. Für zusätzliche Informationen zu diesen und weiteren Ausbildungen sowie für Anmeldungen: Fon

14 14 Arbeitssicherheit und Gesundheit Burnout eine unternehmerische Herausforderung, nicht einfach ein individuelles Versagen Burnout ist in aller Munde. Entsprechende Symptome von Arbeitsbelastungen werden in der Arbeitswelt seit längerem beschrieben: fehlende Kreativität, Erschöpfung, Gereiztheit, Konzentrationsstörungen, andauernde Überforderungsgefühle, schlechter Schlaf, Depression und körperliche Schmerzen. Medizinisch handelt es sich bei fortgeschrittenem Burnout meist um eine Erschöpfungsdepression. Burnout ist eine Stress-Folgeerkrankung mit individuellen, für den Betroffenen hoch relevanten medizinischen Symptomen, die auch für den betroffenen Betrieb, gesamtgesellschaftlich und gesundheitsökonomisch sehr bedeutsam sind. Für Burnout gibt es verschiedene Ursachen in der Arbeitswelt: Ständiger Druck am Arbeitsplatz, Überstunden, Stress wegen permanenten Umstrukturierungen, fehlende Erfolgserlebnisse trotz hohem Leistungseinsatz, Angst vor Stellenverlust, wenig Erholungszeiten, immer weniger Kontakt zu Familie und Freunden. Doch auch individuelle Faktoren spielen mit: Perfektionismus, fehlende Flexibilität, die Schwierigkeit, auch Hilfe anzufordern. Über Burnout wird nicht gerne gesprochen. Familie, soziales Umfeld und der Betroffene selber tun jedoch gut daran, das Problem nicht zu verdrängen. Nicht zuletzt hat jeder Arbeitgeber ein Interesse daran, bisherige Leistungsträger nachhaltig von ihrem Leiden zu entlasten, damit sie wieder volle Leistung bringen. Von Burnout sind oft gut ausgebildete Angestellte des mittleren Kaders betroffen. Sie aus gesundheitlichen Gründen zu verlieren, kann sich kein Unternehmen leisten. Handeln ist also spätestens dann angesagt, wenn die Arbeitsleistung stark womöglich bis zur Arbeitsunfähigkeit beeinträchtigt ist. Burnout ist ein Teufelskreis, den ein Betroffener allein nicht so leicht durchbricht. Für eine Behandlung gilt die Regel: Je ausgeprägter ein Burnout ist, desto mehr stehen anfänglich Behandlungen im Zentrum, die auf Regeneration und Erholung zielen; in einer zweiten Phase sind langfristige Änderungen im Arbeitsund Freizeitverhalten sowie im persönlichen Bereich nötig. Bei beginnendem Burnout reichen arbeitsbezogene Massnahmen (z. B. Entlastung, klarere Zielsetzungen), ein Arbeits-Coaching und/oder ein verändertes Freizeitverhalten mit mehr Erholung, Sinn und Ausgleich aus. Bei einem mittelschweren Burnout helfen ambulante hausärztliche bzw. psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlungen weiter. Bei schweren Formen, bei denen die ambulant zu erzielenden Fortschritte nicht ausreichen und/oder dringend ein Umgebungswechsel angezeigt ist, sind stationäre Aufenthalte von meist 3-6 Wochen Dauer in einer Klinik für Psychosomatik, Psychiatrie und Psychotherapie angezeigt. Ärzte und Psychologen führen intensive Einzel- und Gruppenpsychotherapien durch, somatische Ärzte körperliche Abklärungen und Behandlungen. Zudem wird die körperliche und seelische Regeneration durch Physiotherapie, Massage, Aufbau der Fitness, Entspannung sowie Mal- und Musiktherapie gefördert. Wichtig ist, Burnout-Patienten gezielt auf den Wiedereinstieg ins private und berufliche Leben vorzubereiten und zu begleiten, verbunden mit Gesprächen mit den Angehörigen und dem Arbeitgeber. Über einen allfälligen Klinik-Aufenthalt hinaus hilft eine ambulanten Psychotherapie den Patienten, sich selber bewusster wahrzunehmen, heikle und belastende Situationen früh zu erkennen und neue Bewältigungsstrategien zu entwickeln, am Arbeitsplatz und im Freizeitverhalten sowie im Umgang mit sich selber. Nur so können die Fortschritte in einer Behandlung auch längerfristig weiter wirken und zu einer nachhaltigen Gesundung beitragen. Dr. med. Hanspeter Flury, Chefarzt und ärztlicher Direktor, Klinik Schützen Rheinfelden Burnout-Prophylaxe zielt individuell auf eine bessere Gestaltung von Arbeits- und Freizeitverhalten: Sinnvolle Aufgaben, erreichbare Ziele und ein produktives Arbeitsklima sind wichtig, ebenso genügend Erholung und seelischer und körperlicher Ausgleich. Ein Engagement für Burnout-Prophylaxe zahlt sich auch für Arbeitgeber aus: Denn wenn ein Arbeitnehmer sein seelisches Gleichgewicht dauerhaft bewahren und sich am Arbeitsplatz entfalten kann, ist er zufrieden und bringt auch auf lange Dauer die volle Leistung. Umgekehrt weist ein Burnout eines Mitarbeitenden nicht selten auf Schwierigkeiten und Probleme im Betrieb hin. In so einem Fall können spezielle Schulungen für Mitarbeitende und Führungspersonen einen nachhaltigen Beitrag zur Reduktion des Burnout-Risikos einerseits und für eine bessere Leistungsfähigkeit des Betriebs andererseits bringen. Eine frühe Auseinandersetzung mit der Leistungsfähigkeit von Arbeitnehmenden mindert also die Häufigkeit von Burnout und begünstigt Früherfassung und Frühbehandlung. Dies lohnt sich für Arbeitnehmer sowie Arbeitgeber auch aus volkswirtschaftlicher Perspektive.

15 Arbeitssicherheit und Gesundheit 15 SGIG Herbst-Tagung 2014 Stress Burnout / Umgang mit den eigenen Ressourcen Dr. Ruedi Knutti, Arbeit und Gesundheit Die SGIG-Tagung war ganz dem Themenkreis Stress und psychosoziale Risiken in der Arbeitswelt gewidmet. Nach einem Grundlagenreferat des Arbeitspsychologen Dr. Hans Kernen mit vielen konkreten Beispielen und ausgiebiger Diskussion folgte nach der Mittagspause die Praxis, animiert durch das Forum Theater Zürich. Den Abschluss bildeten Referat und Diskussion von und mit Margot Vanis vom SECO: Welche Unterstützung können die Vollzugsorgane des Arbeitsgesetzes bieten und was wird von den Unternehmen erwartet? Volle Leistung in der heutigen Arbeitswelt UND Gesundheit geht das überhaupt zusammen, ist das kein Widerspruch, mit dem wir in unserer kompetitiven, leistungsorientierten Gesellschaft leben müssen? Arbeit kann krank machen denken wir nur an chronischen Stress und das Burnout-Syndrom. Auch die «klassischen» Berufskrankheiten gibt es noch immer, wenn auch in wesentlich geringerem Ausmass als noch vor 50 oder 100 Jahren. Es gibt aber auch noch eine ganze andere Seite der Arbeit, wie der Arbeits- und Organisationspsychologe Dr. Hans Kernen 1 in seinem Referat betonte: «Berufstätigkeit und Arbeit sind auch entscheidende Voraussetzungen für ein erfülltes und die Gesundheit förderndes Leben» so Hans Kernen, und weiter «unter der Bedingung, dass es gelingt, seine Ressourcen nicht zu verschleudern und das Leben in Balance zu halten.» Belastungen gehören nicht nur zum Leben, es braucht sie auch. Das gilt für die physische Ebene, denken wir nur z. B. an die für die Genesung notwendige Ruhigstellung einer gebrochenen Hand oder eines Beines und wie lange es dann anschliessend dauert, bis die volle Muskelkraft wieder vorhanden ist. Es gilt ebenso für die psychische Ebene. Wichtig ist aber, dass auf die Anstrengung eine Erholungsphase erfolgt. Bleibt diese immer wieder aus, so kommt es zu chronischem Stress, der dann auch in einem Burnout enden kann. Um besser zu verstehen, wie wir trotz den Anforderungen der Arbeitswelt gesund bleiben können, hilft es, Gesundheit nicht einfach als einen Zustand zu verstehen, der vorhanden oder nicht vorhanden ist sondern als Ergebnis eines lebenslangen Prozesses der Auseinandersetzung zwischen gesundheits-fördernden (salutogenen) und krankmachenden (pathogenen) Kräften. Beide finden sich in jedem Menschen und daraus ergibt sich auch das generelle Rezept für Gesundheit: Die gesundheitsfördernden Kräfte, die eigenen Ressourcen stärken. Das tönt einfach, ist aber, wie wir wohl alle wissen, nicht (immer) so einfach umzusetzen. Wer sich mit der Thematik noch weiter auseinandersetzen möchte, dem empfehle ich einen intensivierten Blick in die von Hans Kernen zur Verfügung gestellten Unterlagen 2. Forum Theater Zürich 3 Nach der Mittagessens-Pause das Publikum wieder in den Bann zu ziehen, ist meistens keine leichte Aufgabe. Um dieses Problem zu umgehen, begann der Nachmittag mit einer Vorstellung des Forumtheaters Zürich. Mit wenigen Requisiten und mehrfach besetzten Rollen boten die drei SchauspielerInnen Szenen zum Thema des zwischenmenschlichen Umgangs wie auch Aspekten der Arbeitssicherheit aus dem Alltag eines Pflegeheim. Alles sehr witzig aber beim Forum Theater dient dies vor allem zur Einstimmung für den zweiten Teil, bei dem das Publikum nun aufgefordert wird, aufzuzeigen, was hier alles schief lief und dann konkret vorzuführen, wie und was man selbst besser machen würde. Forum Theater Zürich in Aktion mit dem Publikum

16 16 Arbeitssicherheit und Gesundheit Dr. Hans Kernen (Fotos R. Knutti) Margot Vanis, SECO Psychosoziale Risiken Was kann ein Betrieb präventiv unternehmen? Dies war das Thema von Margot Vanis 4 zum Abschluss der Tagung. Dass bei einer andauernden Belastung durch Stress am Arbeitsplatz mit gravierenden Störungen der Gesundheit bis hin zu einem Burnout zu rechnen ist, wird heute kaum noch bestritten. Nur schon aus rein betriebswirtschaftlichem Blickwinkel und unabhängig von gesetzlichen Vorschriften sollten deshalb psychosoziale Risiken angepackt werden. Noch fehlen im Betrieb aber oft die fachlichen und auch die zeitlichen Ressourcen. Die neu gestaltete Web-Plattform 5 bietet ein Instrument mit Informationen zum Thema Stress, zur Beurteilung der Stressgefährdung und für Hilfestellungen, bezogen sowohl auf die betriebliche wie auch auf die persönliche Situation. Oft wird die Prävention psychosozialer Risiken als (noch) schwieriger eingestuft als die anderer Gesundheitsgefährdungen. Doch auch in diesem Bereich gilt, so Margot Vanis: «Psychosoziale Risiken sind keine Ausnahme Sie lassen sich ebenso systematisch managen wie andere Risiken im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz.» Seit diesem Jahr hat das SECO zusammen mit den kantonalen Arbeitsinspektoraten deshalb auch einen Vollzugsschwerpunkt zu diesem Themenbereich gesetzt. Es lohnt sich auch hier, sich in die in den Referatsunterlagen auf der Website der SGIG (siehe Fussnote 2) angebotenen Informationen und Angebote zu vertiefen. 1 kernen resource management ag, Zürich, 2 Sept Margot Vanis, Arbeitspsychologin, SECO, Grundlagen Arbeit und Gesundheit, Bern 5 wird getragen von SECO, Suva und Gesundheitsförderung Schweiz Manchmal entscheiden Sekunden bereiten Sie sich jetzt auf den Notfall vor! Hiking Color up your Job Sicherheit gibt es jetzt auch in Farbe Aus unserem Kursangebot: Betriebssanitäter Betriebsnothelfer Reanimationskurse CZV Kurse Lassen Sie sich von unserem einzigartigen Parcours überraschen! Stuco AG Industrieweg 12. Postfach CH-3360 Herzogenbuchsee Tel Fax SanArena Rettungsschule Zentralstrasse 12, 8003 Zürich Telefon

17 Arbeitssicherheit und Gesundheit 17 Stress im Büro muss nicht sein. Die EKAS-Box weiss Rat Dr. Serge Pürro Zeitdruck? Ständig Stress im Büro? In vielen Betrieben des Dienstleistungssektors ist das keine Seltenheit. Dabei kann mit wenig Aufwand viel bewirkt werden. Die EKAS-Box, das online Präventionstool der Eidgenössischen Koordinationskommission für Arbeitssicherheit EKAS, zeigt einfache aber wirksame Tipps für den Büroalltag. Was ist eigentlich Stress Es ist nicht gerade angenehm, wenn einem das Wasser bis zum Halse steht. Termindruck, jede Menge Arbeit, Störungen und Unterbrechungen ohne Ende. Man fühlt sich gestresst. Aber was ist das eigentlich, Stress? Wir nehmen ihn vorwiegend psychisch wahr. Stress ist aber auch eine Reaktion des Körpers, der Hormone ausschüttet, die zusätzliche Energie in Muskeln und Hirn aktivieren. Kurzfristig werden wir leistungsfähiger. Das kostet uns aber viel Energie und erschöpft uns mit der Zeit. Stress vermindert zudem unsere geistige Flexibilität: Wir verlieren rasch den Überblick und handeln kopflos. Psychische Belastungen führen zu Arbeitsausfällen Stress und andere psychische Belastungen sind häufig ein Grund für Arbeitsausfälle und können hohe Kosten verursachen. Laut einer SECO-Studie von 2010 ist belegt, dass in der Schweiz Stress jährliche Absenz- und Behandlungskosten von schätzungsweise 4,2 Milliarden Franken verursacht. Eine Umfrage ergab, dass sich rund ein Drittel der Erwerbstätigen in der Schweiz häufig bis sehr häufig gestresst fühlt. Die EKAS- Box, das interaktive Präventionstool der Eidgenössischen Koordinationskommission für Arbeitssicherheit EKAS bietet für Mitarbeitende Tipps, die einfach anzuwenden sind, zur Stressreduktion und zum Umgang mit Zeitdruck. Im Flow arbeiten Ein gesunder, ausgeglichener Lebensstil sowie effizientes Arbeiten helfen, Stress zu vermindern. Damit man effizient Arbeit kann, muss die innere Einstellung stimmen. Davon überzeugt ist auch die Flow-Theorie. Ganz im Gegensatz zum negativen Stress, ist ein Flow bei der Arbeit sehr erstrebenswert. Ein Flow beschreibt den Zustand und das Glücksge- Zeitmanagement Beim erfolgreichen Zeitmanagement ist die Reihenfolge entscheidend: Die Agenda ist wie ein leerer Krug. Legt man die grossen Steine nicht zuerst in den Krug, fehlt anschliessend der Platz dafür. Führen Sie eine Wochenplanung und setzen Sie zuerst die grossen Steine, die wichtigen Aufgaben. Und dann erst die Kieselsteine. fühl, die sich einstellen, wenn man voll und ganz in einer Tätigkeit aufgeht und alles mühelos «fliesst». Gute Voraussetzungen dafür sind eine herausfordernde und erreichbare Aufgabe, Konzentration und eine entspannte, innere Haltung. Gut geplant ist halb erledigt Damit man diese entspannte Haltung einnehmen kann, braucht es eine gute Arbeitsplanung und noch wichtiger: Man muss den Kopf frei kriegen, damit man sich auf eine Aufgabe konzentrieren kann: Oft werden wir während der Arbeit von Kleinigkeiten abgelenkt, die uns plötzlich in den Sinn kommen: «Spesenabrechnung noch nicht gemacht» oder «Bankauszüge für Steuererklärung bestellen». Abhilfe kann ein Notizbuch für Pendenzen schaffen. Das kann auch ein Aufgaben der EKAS Die Eidgenössische Koordinationskommission für Arbeitssicherheit EKAS fungiert im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz als Drehscheibe: Sie sorgt für die einheitliche Anwendung der Sicherheitsvorschriften in den Betrieben, die koordinierte Verteilung finanzieller Mittel und für eine partnerschaftliche, effiziente Zusammenarbeit von kantonalen Arbeitsinspektoraten, SECO, Suva und Fachorganisationen. Den Vorsitz über die 11-köpfige Kommission, in der auch die Delegierten der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen mitwirken, hat die Suva. Mehr Informationen unter

18 18 Arbeitssicherheit und Gesundheit Postfach oder ein elektronisches Tool sein, in dem all die unerledigten Dinge rasch festgehalten werden, sobald sie einem in den Sinn kommen. Wozu die EKAS-Box sonst noch nützlich ist Die EKAS-Box bietet aber nicht nur Tipps zum Selbstmanagement im Büro, sondern auch Anregungen, wie man seinen Arbeitsplatz ergonomisch korrekt einrichtet und wie man Unfälle im Büro verhindern kann. Für Führungskräfte stellt die EKAS-Box zudem Informationen bereit, wie man Büroräume optimal plant und einrichtet und wie man Bürogebäude richtig unterhält und reinigt. Zudem bietet sie Tipps zur Arbeitsorganisation, wie Führungskräfte für ihre Angestellten motivierende Rahmenbedingungen bieten können. Die EKAS-Box entstand im Rahmen der EKAS-Aktion Prävention im Büro, die zum Ziel hat, auf die oft unterschätzten Risiken in Unternehmen des Dienstleistungssektors mit Büroarbeitsplätzen aufmerksam zu machen. Und ein Besuch der EKAS-Box lohnt sich jetzt doppelt. Sie bietet nebst praktischen Tipps zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz die Möglichkeit, bei der Teilnahme am Wettbewerb attraktive Preise zu gewinnen. Dieser läuft bis Ende Dezember Autor: Dr. Serge Pürro, Geschäftsführer der Eidgenössischen Koordinationskommission für Arbeitssicherheit EKAS, der zentralen Informations- und Koordinationsstelle für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz Selbsterkenntnis Stresshormone verändern unsere Selbstwahrnehmung. So neigen wir unter Dauerstress dazu, nicht mehr zu erkennen, wie erschöpft wir im Grunde sind. Stärken Sie Ihre Selbstwahrnehmung und vertrauen Sie auf die Einschätzung Ihrer Mitmenschen. Machen Sie den Umgang mit Druck und Stress zu einem offenen Thema. KURSANGEBOT SICHERHEIT ST. GEFAHREN BEIM SCHWEISSEN GASE UND IHRE EIGENSCHAFTEN GASFLASCHEN IM BRANDFALL GASE UND DEREN TRANSPORT ALBAN-RHEINWEG BASEL TELEFON IHR BERATER FÜR DIE ARBEITSSICHERHEIT BEIM SCHWEISSEN UND DEM UMGANG MIT TECHNISCHEN UND MEDIZINAL GASEN

19 Arbeitssicherheit und Gesundheit 19 BGMnetzwerk.ch ERFA-Tag Herbst 2014 Dr. Ruedi Knutti, Arbeit und Gesundheit Die Herausforderungen für das Betriebliche Gesundheitsmanagement BGM einer totalen Reorganisation, bei der kein Stein auf dem Anderen bleibt (am Beispiel des Berner Bildungszentrums Pflege) und Präsentismus der Kostentreiber, den kaum jemand wirklich ernst nimmt das waren die beiden Hauptthemen des ERFA-Tags vom 30. Oktober 2014 in Bern. Prof. Eberhard Ulich Wenn umstrukturiert wird und «kein Stein auf dem andern bleibt», dann ist ein gut durchdachtes und den Umbauplänen und den Betroffenen angepasstes Betriebliches Gesundheitsmanagement, kurz BGM, ganz besonders gefragt. Wie sich die neu gebildete und erbaute Institution Berner Bildungszentrum Pflege 1 diesen Herausforderungen stellte, liessen sich die TeilnehmerInnen am ERFA-Tag vom 30. Oktober 2014 gerne aus erster Hand erklären 2. Im Jahr 2005 hatte der Berner Regierungsrat die Gründung eines zentralisierten kantonalen Bildungszentrums Pflege auf tertiärem Bildungsniveau (HF) für Pflegeaus- und -weiterbildung beschlossen. Aus den bisher sieben Standorten und den auch kulturell unterschiedlichen Trägerschaften sollte eine einheitliche Institution im neuen Campus BZ Pflege in Bern Ausserholligen 3 entstehen. Seit 2011 ist nun der Campus BZ Pflege in Betrieb mit aktuell etwa 260 Mitarbeitenden und etwas mehr als 1200 Studierenden. rungspersonen, verbunden mit einem neuen Lehrplan, um nur die offensichtlichsten Punkte zu nennen. Dass solche Umbrüche im Jargon verharmlosend «Change Prozess» genannt nur mit einer gute Begleitung zum erwünschten Erfolg führen können, ist offensichtlich. Diese Unterstützung leistete das Personalamt des Kantons Bern, u. a. durch Coaching von Teams und Führungspersonen, aber auch mit «Kulturtagen» für alle Mitarbeitenden, bei denen u. a. die Chancen aufgezeigt wurden, die sich aus der neuen Diversität und einem Perspektivenwechsel ergeben können. Mit der Gründung der Berner Bildungszentrum AG im September 2007 war bereits das Schulsystem umgekrempelt worden, mit dem Umzug in den neuen Campus BZ Pflege Bern im Oktober 2011 ging der «Change» dann aber erst recht los, und es bestätigte sich dabei auch eine Faustregel für Change-Prozesse: Wenn man den Aufwand für die Strategieentwicklung gleich EINS setzt, dann braucht es für die effektive Veränderung der Strukturen nochmals das Zehnfache und für die noch Jahre andauernde Kulturentwicklung nochmals das Zehnfache der Strukturveränderung. Damit stellt sich für die BZ Pflege die Frage, wie die strukturellen und kulturellen Veränderungen unterstützt werden können. In welchen Bereichen sollte das neu eingerichtete Betriebliche Gesundheitsmanagement Einfluss nehmen, welche Ziele sollten gesetzt werden. Eine erste, grundsätzliche Analyse sollte bisher fehlendes Datenmaterial liefern und helfen, Handlungsfelder zu erkennen. Mit Unterstützung des iafob 4 wurde beschlossen, eine umfassende Mitarbeitenden-Befragung (MAB) durchzuführen. Die Auswertung der ersten Runde im Jahr 2012 ergab, dass in Bezug auf Dringlichkeit und Wichtigkeit folgende Handlungsfelder zuoberst auf der Prioritätenliste standen: «Umgang mit Verän- Was bedeutete das für die Mitarbeitenden? Kurz formuliert: die Schliessung von Schulen (nicht nur Standorten) und damit der Wechsel in eine andere Schule, eine neue Arbeitsplatzsituation, Grossraumbüros, neue Teams mit neuen Füh- Ausbildung im Lernbereich Training und Transfer (LTT)

20 20 Arbeitssicherheit und Gesundheit Pausengespräche (Fotos R. Knutti) derungen» (wohl wenig erstaunlich), «Doppelspurigkeiten und Leerläufe», «Bereichsübergreifende Zusammenarbeit», «Unklare Kompetenzverteilung», dann aber auch «Umgebungsbelastung». Daraus ergaben sich dann die thematischen Schwerpunkte und Ziele für die Fachgruppe BGM für die Jahre 2013 und Präsentismus eine Herausforderung für das betriebliche Gesundheitsmanagement 5 Präsentismus «Anwesenheit am Arbeitsplatz trotz gesundheitlicher oder anderweitiger Beeinträchtigung, die Abwesenheit legitimiert hätte» (dies die Definition von E. Ulich) war dem Schreibenden nicht unbekannt. Es verwundert nicht und ist auch gut belegt, dass Präsentismus Konzentrationsfähigkeit, Leistungsfähigkeit und damit Produktivität und Innovationsfähigkeit reduziert und entsprechend Fehleranfälligkeit und Unfallgefährdung erhöht. Dass dieses zwar nur schwer messbare «Phänomen» viel höhere Kosten verursacht als Absentismus, war dann für den Schreibenden doch eine schockierend neue Erkenntnis. Das besonders Üble am Präsentismus ist aber vor allem, dass er eine nicht zu unterschätzende Ursache für eine spätere Arbeitsunfähigkeit ist. Wer immer dafür wirbt, dass die Arbeitsbeteiligung der 60+-Jährigen erhöht wird, muss sich auch mit dem Präsentismus befassen. Was sind die Gründe, trotz gesundheitlicher Probleme an der Arbeit zu bleiben? Häufig genannt werden «Arbeit zu Ende führen wollen», «Kollegen nicht im Stich lassen», «Verantwortung gegenüber Kunden / Klienten» und auch «Vorgesetzte nicht enttäuschen». Offensichtlich Verhaltensweisen, die wir im Allgemeinen positiv bewerten, da sie unserem Arbeitsethos entsprechen. Zugleich ermöglicht Präsentismus dem Arbeitgeber, Kosten zu sparen und auf die notwendigen organisatorischen Massnahmen zu verzichten. Der Pferdefuss: Die Folgen frühzeitiger Arbeitsunfähigkeit sind von den Betroffenen und der Allgemeinheit zu tragen. Prof. Ulich fragt sich allerdings auch, ob nicht auch die Grundsätze guter Arbeitsgestaltung, wie «Vollständige Tätigkeiten» und «Autonomie» Präsentismus fördern. Sein Vorschlag, wie man Gegensteuer geben kann, heisst «differenzielle oder auch dynamische Arbeitsgestaltung», die eine Anpassung an die individuell unterschiedlichen Voraussetzungen und Bedürfnisse ermöglicht. Theorie in der Praxis erproben der Lernbereich Training und Transfer (LTT) Einen spannenden Einblick in die Ausbildung bot am Nachmittag die Führung durch den auf zwei Stockwerken eingerichteten Lernbereich, in welchem die Studierenden in einem realitätsnahen, sicheren und geschützten Umfeld ein erstes Mal pflegerische und pflegetechnische Handlungen üben können. Eine zentrale Lehr- und Lernmethode ist dabei auch der Einsatz von Simulationspatienten. Zum Rundgang durch den LTT gehörte denn auch eine eindrückliche Kostprobe mit einer schrulligen alten Dame, die sich später als junge Schauspielerin outete. 1 Berner Bildungszentrum Pflege 2 Referenten waren Alain Herzig, Leiter Fachbereich Services und Mitglied der GL; Peter Siggemann, Master of Public Health (MPH), Leiter Abteilung Bildungsgänge HF; Petra Kielmann, Diplom-Psychologin, Leiterin Fachgruppe BGM und als externe Unterstützung Dominik Egloff, lic. phil., MBA, Partner iafob 3 Als Tor zum Berner Oberland gibt es noch den zusätzlichen Standort Thun 4 Institut für Arbeitsforschung und Organisationsberatung (iafob), 5 Prof. Eberhard Ulich gründete nach seiner Emeritierung an der ETHZ 1997 das iafob in Zürich und ist diesem noch immer als Senior Partner verbunden. Dr. phil. Miriam Nido ist Organisationsberaterin am iafob

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