Pictet BVG-Indizes Eine neue Indexfamilie für Schweizer Pensionskassen

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1 Pictet BVG-Indizes 2015 Eine neue Indexfamilie für Schweizer Pensionskassen Pictet Asset Management Januar 2015

2 Inhalt Eine neue Indexfamilie 3 Rückblick auf die bestehenden BVG-Indizes 4 Grundsätze der Indexkonstruktion 5 Strategische Anlagekategorien 6 Taktische Anlagekategorien 8 Gewichtung der Anlagekategorien 9 Historische Analyse 10 Schlussfolgerung 13 Anhang 14 2 Pictet Asset Management

3 Eine neue Indexfamilie 10 Jahre sind seit der Lancierung der letzten Pictet BVG 2005 Indexfamilie verstrichen. Es schien uns an der Zeit, die Pictet BVG Indexfamilie, dem veränderten Marktumfeld anzupassen. Auch dieses Mal präsentieren wir eine Familie von drei Indizes, welche die Bedürfnisse eines breiten Spektrums von Pensionskassen abdecken sollte. Die Pictet BVG-Indizes 2015 bieten Schweizer Pensionskassen eine neue strategische Allokationsmöglichkeit. Diese Indizes lassen sich effizient umsetzen. Die Grundsätze, von welchen wir uns historisch bei der Formulierung der Indizes haben leiten lassen, haben weiterhin Bestand. Die Auswahl und Gewichtung der Anlagekategorien beruht nicht auf einer statistischen Optimierung, sondern auf ökonomischen Prinzipien. Bei der Festlegung der Gewichtungen der einzelnen Anlagekategorien orientierten wir uns an den Eigenschaften bzw. dem Risikoprofil der Pictet BVG 2000 Indexfamilie. Aus diesem Grund haben wir die bestehenden Bezeichnungen BVG-25, BVG-40 und BVG-60 beibehalten. PICTET BVG-INDIZES 2015, GEWICHTUNG IN % Anlagekategorie Indizes BVG BVG BVG Obligationen Schweiz SBI All AAA-BBB Industrieländer Citi World Government Bond Index* Schwellenländer BarCap EM LC Government Capped Unternehmen BarCap Euro-Aggregate : Corporates* Schweiz Swiss Performance Index Welt MSCI AC World Small Caps MSCI Small Caps World Schweizer Immobilien SXI Real Estate Funds Absolute Return HFRX Global Hedge Fund (*) Währungsexposure *Absicherung in CHF Quelle: Pictet Asset Management Wir weisen auf einige entscheidende Aspekte hin, welche unsere Überzeugungen für das nächste Jahrzehnt widerspiegeln. Strategische Anlageallokation in spezifischen Kategorien, d.h. - in Schwellenländeranleihen in Lokalwährung, - in Unternehmensanleihen in Euro, - in Small Caps, - in Absolute-Return-Strategien. Absicherung eines wesentlichen Anteils des Währungsrisikos. Ähnliche Risikoprofile wie in den BVG-Indizes RISIKEN UND RENDITEN DER PICTET BVG-INDIZES 2015 Januar 1994-Dezember 2014, Angaben in % BVG BVG BVG Rendite Risiko Rendite/Risiko Maximale Baisse Dauer der Aufholphase, in Monaten Tiefste Jahresrendite Quelle: Pictet Asset Management Pictet BVG-Indizes

4 Rückblick auf die bestehenden BVG-Indizes Seit 1985 veröffentlicht Pictet Asset Management Indizes, welche die durchschnittliche theoretische Performance der für die Anlagestrategie von Schweizer Pensionskassen repräsentativen Portfolios messen. Diese Indizes werden mit Bezug auf das Bundesgesetz über die berufliche Vorsorge mit der Abkürzung BVG bezeichnet. Die Vorsorgeeinrichtungen stützen sich bei der Festlegung der strategischen Allokation und der Performance- Messung stark auf die Pictet BVG- Indizes In diesen Indizes sind traditionelle Anlagekategorien, das heisst ausschliesslich Schweizer und internationale Obligationen und, enthalten. PICTET BVG-INDIZES 2000, GEWICHTUNG IN % Anlagekategorie Indizes BVG BVG BVG Obligationen Schweiz SBI AAA-BBB Euro BarCap Euro Aggregate Welt BarCap Global Aggregate Schweiz Swiss Performance Index Welt MSCI All Country (AC) Währungsexposure Quelle: Pictet Asset Management Gegenüber der Indexfamilie 2000 weisen die Pictet BVG-Indizes 2005 zwei Neuerungen auf: Einerseits eine breitere Diversifikation der Anlagekategorien, unter anderem durch das Hinzufügen von Immobilien, Hedgefonds und Private Equity. Andererseits einen verstärkten Fokus auf das Risikomanagement, beispielsweise durch die Absicherung des Währungsrisikos. PICTET BVG-INDIZES 2005, GEWICHTUNG IN % Anlagekategorie Indizes BVG-25 plus 2005 BVG-40 plus 2005 BVG-60 plus 2005 Obligationen Schweiz SBI AAA-BBB Welt BarCap Multiverse* Schweiz Swiss Performance Index Welt MSCI AC World IMI Immobilien Schweiz SXI Real Estate Funds Welt DJ Real Estate Securities Hedgefonds HFRX Global Hedge Fund* Private Equity LPX Währungsexposure *Absicherung in CHF Quelle: Pictet Asset Management 4 Pictet Asset Management

5 Grundsätze der Indexkonstruktion Mit den Pictet BVG-Indizes 2015 verfolgen wir folgende Ziele: Einbezug neuer Anlagekategorien im Vergleich zu den BVG-Indizes Bedingung ist allerdings, dass diese (1) von den Vorsorgeeinrichtungen gut akzeptiert werden und (2) gut investierbar sind. Eine detaillierte Begründung unserer Wahl der Anlagekategorien befindet sich im nächsten Kapitel. Erreichen ähnlicher Risikoprofile wie in den bestehenden Indizes. Möglichkeit einer effizienten Umsetzung, was durch die Verwendung von investierbaren und relativ eng definierten Anlagekategorien erreicht wird. Die Basis für den Aufbau der neuen BVG-Indizes 2015 bilden die BVG- Indizes 2000, ergänzend fliessen auch Überlegungen zu den Risiken und ihrer Vergütung ein. Risikoprämien: Berücksichtigung neuer Risikodimensionen wie Unternehmens- und Schwellenländeranleihen, Small Caps, Schweizer Immobilienfonds und Absolute-Return-Strategien. Nicht vergütete Risiken: Das Währungsrisiko wird nicht systematisch mit einer Prämie belohnt. Aus diesem Grund entschlossen wir uns für eine Absicherung des Währungsrisikos von Nominalwertanlagen. Davon ausgenommen sind jedoch Schwellenländeranleihen in Lokalwährung, bei welchen die entsprechenden Transaktionskosten oft zu hoch ausfallen. Für die Realwerte wie und Immobilien gleichen sich Währungsschwankungen langfristig über eine Anpassung des Marktwerts aus. Eine monetäre Abwertung geht in der Regel mit einem Anstieg des kurses einher, der sich stabilisierend auf den realen Wert auswirkt. Im vergangenen Jahrzehnt profitierten die BVG-Indizes 2000 von einem besonderen wirtschaftlichen Umfeld, das sich so nicht zwangsläufig wiederholen wird: den historisch tiefen Zinsen infolge der expansiven Geldpolitik der Zentralbanken, der Outperformance der Schweizer und der Finanzkrise von Pro Risikoeinheit tendieren die erwarteten Renditen in Richtung eines Gleichgewichtswerts. Wir sehen uns deshalb eher veranlasst, die Risiken ausgewogen zu diversifizieren, anstatt die jüngsten Gewinner gemäss einem Momentum-Ansatz höher zu gewichten. Pictet BVG-Indizes

6 Strategische Anlagekategorien Das Ziel einer möglichst breiten Diversifikation erfordert, so zu investieren wie die Indizes, welche sämtliche handelbaren bzw. Obligationen abbilden. Ein solches Vorgehen wäre zwar wünschenswert, ist aber z. B. bei Obligationen nicht umsetzbar. Wir gehen also pragmatisch vor: Priorität haben Erwägungen über die strategische Allokation, wobei die Wahl der einzelnen Anlagekategorien von der Verfügbarkeit von Anlagelösungen abhängt. 1. Obligationen in Schweizer Franken: ein Muss, da sie stark mit den Passiva der Vorsorgeeinrichtungen korrelieren. Wir haben uns für den SBI AAA-BBB entschlossen, einen aggregierten Index mit einem hohen Anteil an Unternehmensanleihen, insbesondere von ausländischen Emittenten. 2. Staatsanleihen von Industrieländern: eine interessante Anlagekategorie, eher wegen ihrer negativen Korrelation mit den märkten (Rolle als Fluchtwert) als wegen des Renditepotenzials. Die im dafür gewählten Citigroup World Government Bond -Index enthaltenen Währungen werden in Schweizer Franken abgesichert. 3. Staatsanleihen von Schwellenländern in Lokalwährung: attraktive Anlagekategorie, wegen der im Allgemeinen soliden Fundamentaldaten der Emittenten, wobei die Volatilität gelegentlich hoch sein kann. Wir ziehen den Lokalwährungsindex dem Dollar- Index vor, weil damit ein direktes Exposure gegenüber den Fundamentaldaten dieser Länder erzielt wird. Der Index in Dollar hängt dagegen stark vom US-Zinsniveau ab. Wir haben uns in diesem Segment für den BarCap EM LC Government Capped Index entschlossen. Das Rating von drei Schuldnern, die Ende Dezember % dieses Indexes darstellen, liegt derzeit zwar bei BB oder tiefer, doch im Durchschnitt wird diese Anlagekategorie mit einem soliden BBB+ bewertet. Auf die Absicherung des Währungsrisikos verzichten wir aufgrund der hohen Kosten. Zudem ist das Aufwertungspotenzial der Schwellenländerwährungen gemäss zahlreichen empirischen Studien wahrscheinlich. 4. Unternehmensanleihen: ein Segment des internationalen Anleihemarkts mit erheblicher Risikoprämie und einer wenig mit den Staatsanleihen korrelierten Performance. Zur Wahl des BarCap Euro-Aggregate: Corporates - Indexes ist Folgendes anzumerken: (1) Die berücksichtigten Anleihen gehören zur Kategorie Investment Grade und verfügen somit über ein Mindestrating von BBB. (2) Sie lauten auf Euro. Dies verringert zwar den Diversifizierungsgrad gegenüber einem globalen Index für Unternehmensanleihen, ermöglicht dafür die Absicherung des Währungsrisikos zu einem akzeptablen Preis. Wir weisen darauf hin, dass Ende Dezember % des Indexes auf nichteuropäische Schuldner entfielen. 6 Pictet Asset Management

7 5. Schweizer : die Kategorie mit der besten historischen Performance im Berichtszeitraum, was allerdings keine Garantie für die Zukunft darstellt. Der SPI erlaubt den Zugang zu Small Caps, bleibt aber sehr fokussiert. 6. Welt: Der MSCI All Country World -Index verbindet Titel aus Industrie- und Schwellenländern. Er weist den Vorteil einer dynamischen Allokation zwischen diesen beiden Segmenten gemäss ihren jeweiligen Marktwerten auf. 7. Internationale Small Caps: ein Segment des marktes mit einer spezifischen Risikoprämie. Wir beschränken unsere Allokation auf die entwickelten Märkte gemäss der Definition des MSCI Small Caps World, da die Small Caps aus Schwellenländern oft nicht ausreichend liquide sind. 8. Kotierte Schweizer Immobilienfonds: eine Anlagekategorie, die eine geringe Korrelation mit Obligationen und aufweist. Sie wird auch wegen ihrer Eigenschaft als Realwert geschätzt, welcher Schutz gegen Teuerung bietet. Wir beschränken das Anlageuniversum auf den Schweizer Markt des SXI Real Estate Funds, da kotierte internationale Immobilien mit 0,8 eng mit den Welt korreliert sind. 9. Absolute Return: eine aktiv bewirtschaftete Anlagekategorie mit dem Ziel positiver Renditen und eines gewissen Kapitalschutzes. Der HFRX Global Hedge Fund -Index ist eine gute Risiko-Benchmark für diese Art von Strategien. Für den BVG-Index 2015 verzichten wir auf die Bezeichnung Hedgefonds im Zusammenhang mit Offshore- Fonds. Wir ziehen die Bezeichnung Absolute Return" vor, da die Anlagelösungen nunmehr zahlreiche regulierte und transparente Fonds mit Domizil in Europa und Absolute-Return- Strategien einschliessen. Das Währungsrisiko ist in Schweizer Franken abgesichert. Zudem ist die Korrelation des aktiven Risikos mit dem Marktrisiko theoretisch gering. Im Rahmen des Portfolioaufbaus erachten wir diese Kategorie als attraktiv. Pictet BVG-Indizes

8 Taktische Anlagekategorien Wir runden dieses Kapitel mit einigen Bemerkungen über nicht einbezogene Anlagekategorien ab: Hochzinsanleihen oder High-Yield- Anleihen: Erschliessen zusätzliche Ertragsquellen. In der Regel sind sie nicht Teil der strategischen Allokation der Vorsorgeeinrichtungen, wahrscheinlich wegen der Wahrnehmung eines potenziellen Ausfallrisikos. Rohstoffe: eine wesentliche Komponente der Wirtschaftstätigkeit. Die angebotene Risikoprämie reicht nicht aus, um die hohe Volatilität dieser Anlagekategorie zu kompensieren und eine strategische Allokation zu rechtfertigen. Taktische Investitionen in Commodities können sich zur Absicherung gegen das Inflationsrisiko oder während konjunktureller Erholungsphasen als profitabel erweisen. Beteiligungskapital oder Private Equity: Die täglich verfügbaren Performance-Indizes bilden diesen Sektor nur sehr begrenzt ab, obwohl er an sich attraktive Chancen bietet. Langfristig könnte die Performance übrigens mit jener kotierter verglichen werden. Unseres Erachtens ist Private Equity eher ein Untersegment der anlagen als eine selbständige Anlagekategorie. Cash-Bestände: Zwischen dieser Anlagekategorie und den Verpflichtungen der Pensionskassen besteht kein ausreichender wirtschaftlicher Bezug, um eine strategische Allokation zu rechtfertigen. 8 Pictet Asset Management

9 Gewichtung der Anlagekategorien Für die Allokation der BVG-Indizes 2015 waren folgende Kriterien massgeblich: Keine Optimierung aufgrund historischer Performance-Werte. Vergangene Volatilitäts- und Korrelationsdaten dienen jedoch der Bemessung des zu erwartenden Risikos. Ein prospektiver Ansatz aufgrund wirtschaftlicher Argumente. Die Indizes und ihre Gewichtungen unterliegen einer ganzheitlichen Bewertung. Retrokompatibilität mit den BVG-Indizes 2000, von denen wir ausgehen; das heisst Verwendung ähnlicher Bezeichnungen und grundsätzlich eine Kontinuität der erhaltenen Risikoprofile. Ablehnung einer illusorischen Präzision. Wir arbeiten in 5%-Schritten. Dies zwingt uns zu klaren Entscheiden und führt zur Konstruktion leicht verständlicher Indizes. Im Vergleich zu den BVG-Indizes 2000 weisen die Pictet BVG-Indizes 2015 folgende Hauptmerkmale auf: Verringerung des Anteils von Obligationen zugunsten von Schweizer Immobilienfonds und Absolute-Return-Strategien, deren langfristiges Renditepotenzial höher ist. Innerhalb der Obligationen eine Untergewichtung der CHF- Obligationen zugunsten drei klar definierter Segmente: staatliche Emittenten aus Industrieländern, Schwellenländeranleihen in Lokalwährung sowie Unternehmensanleihen. Innerhalb der internationalen beziehen wir die Small Caps in unserem Allokationsraster ein. Absicherung des Währungsrisikos im Zusammenhang mit Obligationen (ausgenommen Schwellenländeranleihen) und mit Absolute-Return-Strategien. Pictet BVG-Indizes

10 Historische Analyse Obwohl in der Vergangenheit erzielte Resultate keine Gewähr für die künftige Entwicklung geben, so sind sie doch eine gute Grundlage, um das zu erwartende Risiko abzuschätzen und Portfolios aufzubauen. Für den Zeitraum 1994 bis 2014 verfügen wir über zuverlässige monatliche Performancedaten. Über diese einundzwanzig Jahre wiesen sämtliche Anlagekategorien positive Performance-Werte aus. Die Rendite/ Risiko-Profile sind uneinheitlich: Pro Risikoeinheit erzielten die die tiefsten Ergebnisse, für die Welt lag es beispielsweise bei 0,31, während es bei CHF-Obligationen 1,49 betrug. Gut abgebildet wird das Risiko anhand von Maximalverlusten: Die fahren manchmal starke Verluste ein, wie z.b. Small Caps mit 58,3% zwischen Mai 2007 und Februar HISTORISCHE RISIKEN UND RENDITEN IN CHF, JANUAR 1994-DEZEMBER 2014, IN % CHF Obligationen Staatsanleihen Industrieländer* Schwellenländer anleihen Unternehmensanleihen Euro* Schweiz Welt Small Caps Schweizer Immobilien Rendite Risiko Rendite/Risiko Maximale Baisse Dauer der Aufholphase, in Monaten n.a. Tiefste Jahresrendite *mit Absicherung in CHF Absolute Return* Quelle: Definition der Indizes im Anhang; Pictet Asset Management Die Absolute-Return-Strategien, hier am Beispiel des Hedgefonds-Indexes HFRX, erfüllten den gewünschten Kaptialschutz nicht immer. Der Maximalverlust betrug 27%. Mit einem Rendite/Risikoprofil von 0,35 schneidet diese Anlagekategorie im Vergleich zu den internationalen gut ab, umso mehr als ihre Korrelation mit anderen Kategorien relativ gering ist und damit ein interessantes Diversifikationspotenzial aufweist. Nachstehende Tabelle zeigt die Korrelationen und die historischen Volatilitätswerte. Die Erfahrung zeigt, dass sie langfristig relativ stabil sind. Mit Ausnahme der Schwellenländeranleihen liegt die Korrelation zwischen Obligationen und nahe bei Null. Schweizer Immobilienfonds haben eine Korrelation von weniger als 0,3. Die übrigen Verknüpfungen sind stärker: Die Obligationen sind unter sich durchschnittlich mit 0,6 korreliert, die mit 0,8. Die Absolute- Return-Strategien sind mit über 0,6 deutlich mit den verbunden, aber unabhängig von den Obligationen. 10 Pictet Asset Management

11 HISTORISCHE VOLATILITÄTSWERTE UND KORRELATIONEN IN CHF, JANUAR 1994-DEZEMBER 2014 Volatilität in % CHF- Obligationen Staatsanleihen Schwellenländeranleihen Industrieländer* Unternehmensanleihen Euro* Schweiz Welt Small Caps Schweizer Immobilien Absolute Return* CHF- Obligationen Staatsanleihen Industrieländer* Schwellenländer- Anleihen Unternehmensanleihen Euro* Schweiz Welt Small Caps Schweizer Immobilien Absolute Return* *mit Absicherung in CHF Quelle: Definition der Indizes im Anhang; Pictet Asset Management Betrachten wir jetzt das Verhalten der BVG-Indexfamilien anhand des Vergleichs in nachstehender Tabelle mit den Risikoprofilen 25, 40 und 60: Die Volatilität der einzelnen Profile der drei Indexfamilien sind sehr ähnlich: Sie beträgt rund 5% für die Risikoprofile BVG-25, 7% für die Risikoprofile BVG-40 und 10% für die riskanteren Profile. Der Maximalverlust und die Rendite/Risikokennzahlen sind ebenfalls ähnlich. Aus den historischen Daten geht kein wesentlicher Unterschied zwischen den Familien 2000, 2005 und 2015 hervor. Wir schliessen daraus, dass wir nicht der Versuchung des Data Mining erlegen sind. HISTORISCHE RISIKEN UND RENDITEN DER BVG-INDIZES, JANUAR 1994-DEZEMBER 2014, IN % Profil Jahrgang BVG-25 BVG-40 BVG Rendite Risiko Rendite/Risiko Maximale Baisse Dauer der Aufholphase, in Monaten Tiefste Jahresrendite Quelle: Pictet Asset Management Pictet BVG-Indizes

12 Nachstehende Grafiken zeigen die Entwicklung der BVG-Indizes. Im Berichtszeitraum war ein Jahr von vier negativ. Am ausgeprägtesten waren die Baisse von 2008 und die Erholung von Bei einem Einbruch der Märkte ist die Versuchung des Market Timing gross. % Oft ist es aber besser, die 20 Anlagen zu halten, da die Trendwenden schnell eintreten. Die Grafik rechts verdeutlicht die Dauer der Aufholphasen: Wie man anhand der Krisen in den Jahren 2000 und 2007 sehen kann, dauert es bis zu fünf Jahren um einstige Hochs wieder zu erreichen. 15 HISTORISCHE PERFORMANCE, JANUAR 1994-DEZEMBER Jahresrenditen 5 % BVG BVG plus BVG BVG BVG plus BVG Kumulierte Performance BVG BVG plus BVG BVG BVG plus BVG Quelle: Pictet Asset Management Pictet Asset Management

13 Schlussfolgerung Neben den Zahlen zeichnen sich die drei BVG-Indexfamilien 2000, 2005 und 2015 durch eine bemerkenswerte Entwicklung der Gewichtung der Anlagekategorien und damit der Risikofaktoren aus. Mit einem prospektiven Ansatz kann jeder Investor die Anlagephilosophie auswählen, die ihm am besten entspricht. Die Verwaltung einer Vorsorgeeinrichtung beginnt mit einer Detailanalyse ihrer Verpflichtungen. Daraus lässt sich ableiten, wieviel Volatilität ihrer Anlagen sie aushalten kann oder anders ausgedrückt wo das angemessene Risikoniveau liegt. Mit den Pictet BVG-Indizes 2015 bieten wir drei Risikoprofile an, welche folgende Überzeugungen widerspiegeln: Weiterführung der mit den BVG-Indizes 2000 angestrebten Diversifikation durch das Hinzufügen neuer Anlagekategorien: Schwellenländeranleihen, Unternehmensanleihen in Euro, Small Caps, Schweizer Immobilienfonds und Absolute-Return-Strategien. Tiefere Gewichtung von Obligationen vor allem in Schweizerfranken, da ihr Performance-Potenzial gering ist. Absicherung eines wesentlichen Anteils des Währungsrisikos von Nominalwertanlagen. Ziel der Pictet BVG-Indizes 2015 ist es, den Schweizer Vorsorgeeinrichtungen eine nachhaltige Lösung anzubieten, damit sie sich den mit der Entwicklung der Finanzmärkte einhergehenden Herausforderungen stellen können. Sie finden zusätzliche Informationen auf: Pictet BVG-Indizes

14 Anhang REFERENZINDIZES FÜR DIE HISTORISCHE ANALYSE, DEZEMBER 1993-DEZEMBER 2014 Anlagekategorie Periode Gewichtung Indizes CHF-Obligationen Dez Dez Pictet General Bond Index Dez Dez Swiss Bond Index Dez Dez Swiss Bond Index AAA-BBB Staatsanleihen, Industrieländer Dez Dez Citigroup World Government Bond Index Staatsanleihen, Schwellenländer Dez Dez Barclays EM Local Issue Dez Juni JPM GBI-EM Global Diversified Juni 2008-Dez BarCap EM LC Government Capped Unternehmensanleihen Dez Dez Citigroup World Government Bond Index 6 Lehman High Yield Dez Dez BarCap Euro-Aggregate Corporate Bond Index Schweiz Dez Dez Swiss Performance Index Welt Dez Dez MSCI AC World Welt, Small Caps Dez Dez FTSE Global Small Cap Dez Dez MSCI Small Caps World Schweizer Immobilienfonds Dez Dez Rued Blass Immobilienfonds Dez Dez SXI Real Estate Funds Absolute Return Dez März HFRI Fund of Funds März 2003-Dez HFRX Global Hedge Fund HISTORISCHE PERFORMANCE, PICTET BVG-INDIZES 2015, IN % BVG-25 BVG-40 BVG Quelle: Pictet Asset Management 14 Pictet Asset Management

15 Diese Unterlagen sind ausschliesslich für die Verteilung an professionelle Investoren bestimmt. Sie sind jedoch nicht für die Verteilung an Personen oder Einheiten vorgesehen, die die Staatsangehörigkeit oder den Wohn- oder Geschäftssitz in einem Ort, Staat, Land oder Gerichtskreis haben, in denen eine solche Verteilung, Veröffentlichung oder Verwendung gegen Gesetze oder andere Bestimmungen verstösst. Die bei der Ausarbeitung dieses Dokuments verwendeten Informationen stammen aus zuverlässigen Quellen, deren Genauigkeit und Vollständigkeit jedoch nicht garantiert werden können. Meinungen, Schätzungen oder Vorhersagen können jederzeit ohne vorherige Warnung geändert werden. Anleger sollten den Prospekt oder das Angebotsmemorandum lesen, bevor sie in von Pictet verwaltete Fonds investieren. Die steuerliche Behandlung hängt von der Situation der einzelnen Anleger ab und kann sich im Laufe der Zeit ändern. Die in der Vergangenheit erzielte Performance gibt keine Gewähr für deren zukünftige Entwicklung. Der Wert der Anlagen und deren Erträge kann steigen oder sinken und wird nicht garantiert. Es ist möglich, dass Sie den anfänglich investierten Betrag nicht zurückerhalten. Dieses Dokument wurde in der Schweiz von Pictet Asset Management SA und in den übrigen Ländern der Welt von Pictet Asset Management Limited, die der Financial Conduct Authority untersteht, erstellt und darf ohne Genehmigung von Pictet Asset Management weder ganz noch teilweise reproduziert oder (weiter)verbreitet werden. Für britische Anleger sind die Umbrella-Fonds Pictet und Pictet Total Return mit Sitz in Luxemburg als kollektive Anlagevehikel nach Abschnitt 264 des Gesetzes über Finanzdienstleistungen und -märkte von 2000 (Financial Services and Markets Act 2000) anerkannt. Schweizer Pictet- Fonds sind gemäss dem Schweizerischen Kollektivanlagengesetz (KAG) nur in der Schweiz zum Vertrieb zugelassen; sie gelten in Grossbritannien als nichtgeregelte Kollektivanlagen. Die Pictet-Gruppe verwaltet Hedgefonds, Dach-Hedgefonds und Dachfonds für Private-Equity-Fonds, die nicht für den öffentlichen Vertrieb in der Europäischen Union zugelassen sind und in Grossbritannien als nichtgeregelte Kollektivanlagen gelten. Für australische Anleger ist Pictet Asset Management Limited (ARBN ) von der australischen Bewilligungspflicht für Finanzdienstleistungen laut gesetz 2001 ausgenommen. Für US-Anlegern in den USA oder an US-Bürger verkaufte Anteile werden ausschliesslich im Rahmen von nicht-öffentlichen Platzierungen gemäss Ausnahmen von der SEC- Registrierung im Abschnitt 4(2) und Ausnahmen für Privatplatzierungen der Regulation D des US Securities Act von 1933 an akkreditierte Investoren und an qualifizierte Kunden gemäss dem Act von 1940 verkauft. Die Anteile der Pictet-Fonds sind nicht gemäss dem Gesetz von 1933 zugelassen und dürfen mit Ausnahme von Transaktionen, die nicht gegen die US-Wertschriften-Gesetze verstossen somit weder direkt noch indirekt in den USA angeboten oder verkauft werden oder einer US-Person angeboten oder an sie verkauft werden. Die Fonds-Verwaltungsgesellschaften der Pictet-Gruppe werden nicht gemäss dem Gesetz von 1940 zugelassen. Copyright 2015 Pictet - Veröffentlicht im Januar 2015 Pictet BVG-Indizes

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