Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept Stadt Gräfenberg

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1 Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept Stadt Gräfenberg Dokumentation der Ideen- und Projektwerkstatt Montag, Moderation: Herr Hacke / Frau König, GEO-PLAN, Bayreuth Herr Schmitz-Klopf / Frau Waidmann, RSP Architekten, Bayreuth Ort: Mittelschule Gräfenberg Beginn: Uhr Ende: ca. 21:45 Uhr Teilnehmer: 45

2 Inhalte 1. Ablauf Begrüßung Fachliche Einführung Ergebnisse der Arbeitsgruppen Abschluss / Weiteres Vorgehen...15 Anhang: Fotodokumentation der Arbeitsgruppen-Plakate Ablauf Beginn, Begrüßung 19:00 Uhr Fachliche Einführung Arbeit in thematischen Arbeitsgruppen Vorstellung der AG-Ergebnisse (AK1, AK2, AK3, AK4) Abschluss ca. 21:45 Uhr GEO-PLAN & RSP Architekten 1

3 2. Begrüßung Hans-Jürgen Nekolla, erster Bürgermeister der Stadt Gräfenberg, begrüßte die Teilnehmer der Ideen- und Projektwerkstatt im Rahmen der Erarbeitung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK). 3. Fachliche Einführung Als fachlichen Input zu Beginn der Veranstaltung stellte Herr Hacke anhand des nachfolgenden Folienvortrags die Ergebnisse der bisherigen Arbeitsschritte, im Speziellen der Auftaktveranstaltung, dar und erläuterte daraus ableitbare thematische Ansätze zur Konkretisierung von Handlungsbedarfen und Projektideen für das ISEK. Anschließend erläuterte er den weiteren geplanten Ablauf der Veranstaltung. GEO-PLAN & RSP Architekten 2

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10 4. Ergebnisse der Arbeitsgruppen Im Anschluss an den einführenden Vortrag hatten die Teilnehmer der Veranstaltung die Möglichkeit, sich in vier thematischen Arbeitsgruppen zusammenzufinden und dort Handlungsbedarfe sowie Projektideen zu den verschiedenen Handlungsfeldern des ISEK zu erarbeiten. Die Ergebnisse wurden auf Plakaten festgehalten und im Anschluss an die Gruppenarbeit im Plenum vorgestellt und kurz diskutiert. Teilnehmer in den Arbeitskreisen: AK 1: 15 Teilnehmer AK 2: 11 Teilnehmer AK 3: 13 Teilnehmer AK 4: 6 Teilnehmer GEO-PLAN & RSP Architekten 9

11 Arbeitsgruppe 1 Themenfeld Stadt- und Landschaftsplanung Handlungsbedarfe und Projektideen: 1. Verbesserung der Stadtgestalt in der Altstadt: - Infoveranstaltungen (z.b. zur Baukultur, Fördermöglichkeiten, etc.) - Städtebauliche Einzelberatungen - Gestaltungsbedarf bei privaten und öffentlichen / städtischen Gebäuden - Patenschaften (Bürgerinitiativen) für unter Wert genutzte Flächen - Wettbewerbe als Anreiz: z.b. Haus des Jahres - Potenzial Scheunenviertel (Nutzungskonzept, Infrastruktur) - Teilräumliche Entwicklungskonzepte (z.b. für das Scheunenviertel, Bahnhofstraße, Frankonia Wald, Bayreuther Straße, Kalkach Erlebnisweg, Neukauf-Grundstück, etc.) - Leerstandsoffensive (siehe auch Gewerbeentwicklung, Wirtschaft und Arbeit ) 2. Ruhender Verkehr (Anwohner, Wildparker, etc.) - Innerstädtische Stellplatzlösungen 3. Nutzerkonflikt Gewerbe Wohnen (Steinbruchproblematik) - Nutzungskonzepte für Steinbruchgebiet - Umgehungsstraße 4. Schlechte Begehbarkeit von Straßen-, Platzbereichen und Fußwegen - u.a. Ergebnisse AK - Fußgänger mitberücksichtigen 5. Naturschutz - Quellen, Stadtbrunnen, Bachläufe, Baumschutz mit berücksichtigen 6. Ortsteile in das ISEK einbeziehen Themenfeld Gewerbeentwicklung, Wirtschaft und Arbeit Handlungsbedarfe und Projektideen: 1. Leerstandsoffensive - Stationären Handel um Onlinehandel ergänzen - Leerstände auch online vermarkten - Nutzungskonzepte zur besseren Vermarktung erarbeiten - Informationen über Fördermöglichkeiten 2. Potenzial Scheunenviertel (Nutzungskonzept, Infrastruktur) 3. Gräfenberg ist super! - Erarbeitung eines Marketingkonzeptes - Wirtschaftsförderung GEO-PLAN & RSP Architekten 10

12 Arbeitsgruppe 2 Themenfeld Jugend, Familien und Senioren Handlungsbedarfe und Projektideen: 1. Attraktivierung des Freibades: - Service verbessern (z.b. Sonnenschirmverleih) - Schulen und Vereine einbinden - Veranstaltungen zur Attraktivierung des Bades (z.b. Volkstriathlon) - Familien-Events - Vernetzung der Homepages von Stadt und Freibad-Verein 2. Förderung der örtlichen Vereine und des ehrenamtlichen Engagements 3. Senioren: - Treffpunkte schaffen - nachfragegerechte Mobilitätsangebote - Nachbarschaftshilfe ausbauen 4. Schule: - Verbesserung der Mittagsbetreuung Räumlichkeiten / Verpflegungsqualität / Pädagogische Betreuung Themenfeld Infrastruktur und Daseinsvorsorge Handlungsbedarfe und Projektideen: 1. Barrierefreiheit: - Fahr- / Gehspuren am Marktplatz mit glatterem Pflaster - besser nutzbare, ebene Behindertenparkplätze (z.b. am Rathaus) 2. Fußwegekonzept für gesamte Stadt: - gezielte Wegeführungen (Fußgängerleitsystem) - Verbesserung der Fußgängersicherheit (insbes. Schulwege, Weg zum Freibad) 3. Parkflächenkonzept für die Innenstadt: - größere Entlastungsparkplätze im Umfeld (z.b. Möbelprofi ) - Kurzzeitparken am Marktplatz 4. Lösung Schulbusverkehr in der Bahnhofstraße (z.b. Ampel) 5. Prüfung Umsetzung Umgehungsstraße (Kasberger Str.) v.a. für den Schwerlastverkehr 6. WLAN-Hotspots in der Innenstadt 7. Nahversorgung: - erreichbare Angebote / Lieferservices zukunftsfähige Konzepte entwickeln - Online-Marktplatz auf Stadtebene - Einzelhändler und Bevölkerung für flexible Lösungen sensibilisieren GEO-PLAN & RSP Architekten 11

13 Arbeitsgruppe 3 Themenfeld Entwicklung der Innenstadt Abgrenzung des Innenstadtbereichs: - einschließlich des Scheunenviertels - bis Höhe Ärztehaus - bis ehem. Neukauf im Nordwesten Handlungsbedarfe: 1. Erreichbarkeit 2. Denkmäler (Raumzuschnitte, Raumhöhen etc.) / Nutzung (Wohnen in der Innenstadt): - für Familien mit Kindern - Senioren (Barrierefreiheit, Schwellen etc.) 3. Stellplätze für: - Bewohner, - Kunden und - Mitarbeiter (Langzeitstellplätze) 4. Initiativen sind von einem Macher abhängig Ideen für Handlungsfelder: 1. Fußwege: - Bahnhof über Friedhofsgässchen zum Zentrum - Bauunterhalt Friedhofsgässchen - Verbesserung der Querung der Bahnhofstraße im Kurvenbereich - Verbesserung Fußweg an Bahnhofstraße zum Gesteiger-Tor - Fußweg zum Schwimmbad an der Kalkach 2. Gestaltung (Ortsbild): - Anwohner / Eigentümer sensibilisieren und mobilisieren, - Möglichkeiten aufzeigen Informationen über gute Beispiele ( Haus des Jahres etc.) Förderkulisse aufzeigen - Kalkach als Erlebnisbereich einbeziehen - Kirchplatz 3. Ruhender Verkehr: - Vorschläge - 1 h mit Parkscheibe und Verkehrsüberwachung 4. Verkehr: - Verkehrsberuhigung Richtung B 2: in Stufen Hiltpoltsteiner Tor bis Abzweigung Jägersteig (Platzgestaltung im Mündungsbereich) Tempo 30 km/h bis Ärztehaus (B 2) GEO-PLAN & RSP Architekten 12

14 5. Organisation: - Marke Marktplatz vermarkten Marktplatz als Einheit Gesamtheit des dortigen Angebotes kommunizieren mehr als die Summe der Einzelhändler und Dienstleister (Beispiel Osterbrunnen etc.) mit gemeinsamer Werbung Wochenmärkten Öffnungszeiten überdenken Barrierefreiheit - Leitsystem (einheitliche Beschilderung) zu Gewerbe, Attraktionen, Freizeiteinrichtungen und Stellplätzen (z.b. hinter der VG) 6. Einzelhandel: - Vernünftige Kooperation mit dem Online-Handel GEO-PLAN & RSP Architekten 13

15 Arbeitsgruppe 4 Themenfeld Tourismus, Freizeit und Naherholung Handlungsbedarfe und Projektideen: 1. Tourismuspotenzial als Tor zur Fränkischen Schweiz (Bezug zu gut erhaltenen Stadttoren) wird bisher zu wenig ausgeschöpft, Attraktionen werden kaum beworben Stärken: Rad-, Wander- und Genusstourismus 2. Beschilderung und Besucherleitung verbessern: - Beschilderung / Infotafeln am Marktplatz und am Bahnhof - (Fuß-) Wegenetz ausbauen - zusätzliche Parkplätze notwendig (u.a. für Busse) 3. Potenziale: - qualitätsvolle Stadtführungen - Themenwanderwege in und um Gräfenberg (z.b. Kalkacherlebnisweg, Wanderweg zum Teufelstisch, Lindengasse, Märchenwanderweg) - Gräfenberg & Kunst - Radwanderweg (nach Vorbild Mountain-Bike-Schaukel ) - Kirchturm mit begehbarer Terrasse - Monument freilegen und neues Image verschaffen 4. Erweiterung des Freizeitangebotes: - fehlende Anziehungskraft des Ortskerns für Jugendliche Jugendtreff weiterentwickeln - Leerstände und Brachflächen umnutzen (z.b. Indoor-Klettern) 5. Beherbergungsangebot ausbauen: - Campingplatz (z.b. nahe Industriegebiet) einrichten - Stadtquartiere ausbauen - Leerstände als Touristenunterkünfte umnutzen GEO-PLAN & RSP Architekten 14

16 5. Abschluss / Weiteres Vorgehen Zum Abschluss bedankte sich Herr Schmitz-Klopf (RSP) im Namen des Planerteams sowie der gastgebende Bürgermeister Nekolla bei den Teilnehmern für die konstruktive Mitarbeit in den Arbeitskreisen. Auf den dargestellten Ergebnissen aufbauend, werden Ziele und Projektvorschläge im Rahmen von thematischen Arbeitskreisen weiterentwickelt. Die erste Arbeitskreis-Sitzung wird voraussichtlich im April stattfinden. Der genaue Termin wird zeitnah durch die Stadt bekanntgegeben. GEO-PLAN & RSP Architekten 15

17 Anhang: Fotodokumentation der Arbeitsgruppen-Plakate Abb. Themenfeld: Stadt- und Landschaftsplanung, Gewerbeentwicklung, Wirtschaft und Arbeit Abb. Themenfeld: Jugend, Familie und Senioren, Infrastruktur und Daseinsvorsorge GEO-PLAN & RSP Architekten 16

18 Abb. Themenfeld: Entwicklung der Innenstadt GEO-PLAN & RSP Architekten 17

19 Abb. Themenfelder: Tourismus, Freizeit und Naherholung GEO-PLAN & RSP Architekten 18

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