Fachverband Metall NW Bilder des Jahres 2010

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1 Fachverband Metall NW Bilder des Jahres 2010

2 Inhaltsverzeichnis Vorwort 3 Interessenvertretung Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit 4 Organisationsreform und Unternehmertag Personalien Die gute Form im Handwerk 16 Innovationen aus Nordrhein- Westfalen 17 Services Neues und Etabliertes Delegation aus dem Kosovo zu Gast in NRW 5 Entwurf DIN Gebäudetreppen 5 Dreher-Ausbildung im Handwerk 6 Tarifabschlüsse mit Augenmaß 6 Erfolgreiche Lobbyarbeit in NRW 7 Präqualifikation im Baubereich 7 SOKA-BAU 7 Konferenz der Innungsgeschäftsführer 8 Metallsoftware Termine Herzstück des Verbandes 9 Fortbildung Zu Gast im Sauerland 11 Verzinkungsprozess 12 Befestigung von Vordächern 12 Treffen der Metallgestalter 13 Änderungen in den Normreihen 13 Öffnungstechniken 14 Flammrichten von Blechen, Rohren und Profilen 14 Neue Maschinenrichtlinien 15 Weiterbildung aktiv 15 Individuelle Unternehmensberatung 18 BWL aktuell 19 Merkblätter und Vertragsformulare bieten Hilfestellung 19 Neuerungen in der schweißtechnischen Norm 20 Initiative Profi im Kleinbetrieb 21 Geballtes Wissen 22 Unterstützung im Visier 23 Impressum Herausgeber: Fachverband Metall Nordrhein-Westfalen Ruhrallee 12, Essen Telefon: Telefax:

3 Vorwort 2010: Das Jahr der gemischten Gefühle Noch für das Jahr 2009 hatte ich die Überschrift Ein Jahr in schwierigem Fahrwasser gewählt. Für das Jahr 2010 hat sich das zumindest für einen Teil unserer Betriebe geändert. Die traditionellen Wirtschaftsprognosen zum Jahreswechsel strotzen vor Optimismus. Auch der Bundeswirtschaftsminister hat seine Wachstumsprognose für 2011 auf 2,6 % erhöht. Und unser Metallhandwerk? Martin Hunold, Vorsitzender Fachverband Metall NW Die Stimmung im nordrhein-westfälischen Metallhandwerk ist gut, aber nicht euphorisch. Immerhin beurteilen mehr als zwei Drittel der Metaller in NRW ihre aktuelle wirtschaftliche Lage als befriedigend oder besser. Dabei hat der Bereich der Feinwerkmechanik im Zeitvergleich stark aufgeholt. Hier ist im Vergleich zum dritten Quartal des Vorjahres eine signifikante Verbesserung der Lagebeurteilung festzustellen. Das größte Problem, dem sich die Betriebe jetzt stellen müssen, ist der Fachkräftemangel. Diesem stemmen wir uns mit Taten entgegen: einerseits Nachwuchswerbung, wo mit Unterstützung des organisierten Metallhandwerks jetzt das interaktive Jugendportal beroobi (www.beroobi.de) die Berufe des Feinwerkmechanikers und Metallbauers in einer zielgruppenspezifischen Passgenauigkeit präsentiert, die Ihresgleichen sucht. Andererseits wollen wir mit einer tarifvertraglichen Lebensarbeitszeit das Metallhandwerk für Fachkräfte attraktiv halten. Wer seine Plusstunden hier anspart, kann der Rente mit 67 ein Schnippchen schlagen. Die Tarifierung ist mit der CGM für das erste Halbjahr 2011 fest vereinbart. Darüber hinaus bot das vergangene Jahr zahlreiche Ausund Weiterbildungsveranstaltungen für Mitarbeiter und Inhaber. Die Rückmeldungen von den Teilnehmern bestärken uns, diese Aktivitäten auch 2011 weiter auszubauen. Auch die neue Landesregierung hat sich dem Handwerk nicht verschlossen. Das NRW-Wirtschaftsministerium hat eine Anschlussregelung zu den Vereinfachungen im Vergaberecht für öffentliche Auftraggeber und Hochschulen beschlossen, die im Rahmen der Konjunkturprogramme festgelegt wurden. Für den ablaufenden Handwerkerparkausweis als Einfahrerlaubnis in die Umweltzonen wurde eine sechsmonatige Verlängerung mit anschließender Übergangsregelung erreicht. Bei der Reform zur Finanzierung der Rundfunkgebühren will sich NRW dafür einsetzen, dass bei der Ermittlung der Beschäftigtenzahl Auszubildende nicht und Teilzeitbeschäftigte nur anteilig berücksichtigt werden. Auch 2011 wird kein leichtes Jahr werden. Dennoch oder gerade deshalb möchte ich Sie, meine lieben Kolleginnen und Kollegen, dazu animieren, sich noch stärker als bisher in Ihrer Innung und Ihrem Fachverband einzubringen und zwar auch mit den Themen, die Sie bewegen. Nur gemeinsam sind wir stark und lösen die vor uns liegenden Aufgaben und Probleme. 3

4 Interessenvertretung Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit Fachverband Metall NW unterstützt Gremienarbeit Die Mitarbeit in den Gremien des Metallhandwerks ist für den Fachverband Metall NW ein verpflichtendes Erfordernis erfolgreicher Verbandsarbeit. Der Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit im Bundesverband Metall setzt seit 1988 die für eine erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit im Metallhandwerk notwendigen Schwerpunkte. Unter Mitarbeit des Fachverbandes Metall NW wurden im Bereich der Image- und Nachwuchswerbung Projekte realisiert, die die Mitgliedsbetriebe aktiv in der Außendarstellung und bei der Suche nach Fachkräften unterstützen. Metallnachwuchs Image des Metallhandwerks Der Kampf um die Mitarbeiter von Morgen hat begonnen. Gerade die Mehrzahl unserer Mitglieder (Klein- und Kleinstbetriebe) drohen im Wettbewerb um qualifizierte Jugendliche mehr und mehr zurückzufallen. Damit Jugendliche für das Metallhandwerk begeistert werden können, wurden im Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit 2010 zwei neue Flyer erarbeitet, die breit gestreut werden können und über die Berufe aus den Bereichen Feinwerkmechanik und Metallbau informieren. wird gleichermaßen ausbildungswilligen Mitgliedsbetrieben als Plattform für ihre Nachwuchssuche gerecht, als auch Jugendlichen bei der Suche nach Ausbildungsplätzen. Die neue Imagebroschüre des Metallhandwerks ist da. Im Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit wurde mit dieser Broschüre ein Werbemittel geschaffen, das nicht nur ein modernes, zeitgemäßes Bild des Metallhandwerks entwirft, sondern auch über die vielfältigen Leistungen der Betriebe informiert. Jeder Metallbetrieb kann sie für seine eigene Arbeit nutzen. Sie ist gleichermaßen für den Banker wie für den Kunden, die Lehrer, Ausbildungsplatzbewerber, Partner und die Presse interessant. Aus der aktuellen Handwerks-Imagekampagne wurden Motive als neue Imageplakate für das Metallhandwerk aufgegriffen und mit dem M-Logo ausgestattet. 4

5 Interessenvertretung Die Delegation zu Gast bei Martin Hunold (3. v. r.) Betriebsbesichtigung Firma Dörken Werkzeugbau Delegation aus dem Kosovo zu Gast in NRW Die Wirtschaftsgesellschaft des Fachverbandes Metall NW (WDMH GmbH) hatte zusammen mit der Handwerkskammer Dortmund im Rahmen eines Projektes zur Förderung des Metallverbandes im Kosovo eine Delegation zu Gast. In der Zeit vom Mai 2010 lernten die Delegationsmitglieder die Organisation des Metallhandwerks und der Handwerkskammern kennen. Darüber hinaus besuchten sie Betriebe des NRW-Metallhandwerks. Da sich die Wirtschaftsstrukturen im Kosovo gerade erst entwickeln, ist es für den noch jungen Metallverband im Kosovo wichtig zu wissen, welches Leistungsangebot Metallbetriebe von einem Branchenverband erwarten. Bereits bei einem ersten Besuch im Kosovo Anfang März wurde in Interviews festgestellt, dass die Betriebe grundsätzlich ein ähnliches Leistungsangebot von ihrem Verband erwarten, wie es die Mitgliedsbetriebe des Fachverbandes Metall NW abrufen können. Insbesondere betriebswirtschaftliche und technische Unterstützung benötigen die dortigen Betriebe. Aber auch grundlegende Fragen, wie z. B. Lohn- und Tariffindung, sind für diese Betriebe wichtige Themen. So ist es nicht verwunderlich, dass das Leistungs- und Beratungsangebot des Fachverbandes Metall NW als vorbildlich angesehen wird. Aber nicht nur der Fachverband als solcher war für diese Betriebe von Interesse, sondern auch der Einblick in drei unserer Mitgliedsbetriebe. Die Delegation war in Betrieben verschiedener Größen und Fachrichtungen zu Gast, nämlich bei den Firmen MBH Hassink Maschinenbau & Blechtechnik GmbH (Ibbenbüren), Dörken Werkzeugbau GmbH (Ennepetal) und Metallbau Hunold (Olpe). Hier konnten die Gäste die jeweils breite Produktpalette kennenlernen und Einblicke in den Produktionsablauf nehmen. Außerdem konnten die Delegationsmitglieder den hohen technischen Standard und den effektiven und hohen Automatisierungsgrad bei den einzelnen Fertigungen kennenlernen. Auch für die besuchten Mitgliedsbetriebe gab es wichtige Erkenntnisse, zumal der Kosovo zwar nicht EU-Mitglied ist, seine Waren aber wie EU-Binnenmarktwaren behandelt werden. Hier können sich auch für NRW-Betriebe interessante Perspektiven ergeben. Entwurf DIN Gebäudetreppen Unter Federführung der technischen Beratungsstelle des Fachverbandes, Joachim Tewes, tagte Mitte Januar 2010 ein Arbeitskreis von Fachleuten, mit der Aufgabe eine inhaltliche Prüfung des erschienenen Entwurfes der DIN vorzunehmen. Sinn und Zweck der Prüfung war es, das praktikable Arbeiten mit der Norm für die Metallbauer zu entwickeln. Ausgearbeitet wurde eine Vielzahl von Änderungswünschen, die als Stellungnahme an den Normenausschuss nach Berlin weitergeleitet wurden. 5

6 Interessenvertretung Dreher-Ausbildung im Handwerk Zum 1. August 2010 ist die neue Ausbildungsverordnung zum Feinwerkmechaniker/zur Feinwerkmechanikerin in Kraft getreten. Damit konnte die im Jahr 2009 begonnene gemeinsame Initiative des Fachverbandes Metall NW, der zuständigen Handwerkskammern in NRW und dem Bundesverband Metall (BVM), eine eigene Ausbildung zum Dreher im Metallhandwerk zu installieren, erfolgreich zum Abschluss gebracht werden. Der eigenständige Ausbildungs-Schwerpunkt Zerspanungstechnik, neben den bestehenden Schwerpunkten Maschinenbau, Werkzeugbau und Feinmechanik, im Beruf Feinwerkmechaniker bietet damit die Möglichkeit der gemeinsamen beruflichen Grundbildung, Wechselmöglichkeit innerhalb des Ausbildungsberufes vor Erreichen der Fachstufe, Einbindung in das handwerkliche Aus- und Fortbildungssystem, Besuch der gleichen Berufsschule im 1. und 2. Lehrjahr im Gesamtberuf Feinwerkmechaniker, Besuch der Berufsschule in der Fachstufe mit Anbindung an Zerspanungsmechaniker. Tarifabschlüsse mit Augenmaß In der Tarifrunde 2010 konnte die Verhandlungskommission des Fachverbandes Metall NW mit der IG Metall (IGM) und der Christlichen Gewerkschaft Metall (CGM) tragbare Kompromisse erzielen. Den Betrieben geben diese Abschlüsse Planungssicherheit z. T. bis in das Jahr 2012, für die Mitarbeiter ein klares Signal, dass sie an der wenn auch nur langsam - wieder anziehenden Konjunktur teilhaben. IG Metall (IGM) Christliche Gewerkschaft Metall (CGM) Tarifergebnis Gewerbliche und angestellte Arbeitnehmer 60, - Euro Einmalzahlung als Ausgleich für zwei Nullmonate (November u. Dezember 2009) ab Entgelterhöhung von 1,9 % ab Entgelterhöhung von weiteren 2,2 %. Auszubildende Keine Einmalzahlung. Entgelterhöhung ab um Euro 15,00 und ab um weitere Euro 15,00. Laufzeit der Tarifverträge: Tarifergebnis Gewerbliche und angestellte Arbeitnehmer zwei Nullmonate für Oktober und November ab Entgelterhöhung um 3,2 % ab Entgelterhöhung von weiteren 2,0 %. Auszubildende Ab ,- / 515,- / 575,- / 635,- Euro ab weitere Erhöhung um jeweils 20,- Euro Die Leistungszulagen werden jeweils um 5,- Euro erhöht. Laufzeit der Tarifverträge: Der arbeitgeberseitige Zuschuss zur privaten Altersvorsorge im Rahmen des TV zur Altersvorsorgewirksamen Leistung erhöht sich ab Dezember 2010 auf monatlich 40,- Euro und ab November 2011 auf monatlich 45,- Euro. Für das Jahr 2011 wurde der Abschluss eines Tarifvertrages für Lebensarbeitszeitkonten vereinbart. 6

7 Interessenvertretung Erfolgreiche Lobbyarbeit in NRW Auch nach dem Machtwechsel in Düsseldorf hat das NRW-Handwerk seine erfolgreiche Lobbyarbeit bei der nordrhein-westfälischen Landesregierung weiter fortgeführt. Dabei konnten über unsere handwerklichen Spitzenverbände, den Unternehmerverband Handwerk NRW und den Nordrhein-Westfälischen Handwerkstag, Ergebnisse für unser Handwerk erzielt werden. Mit dem Handwerker-Parkausweis konnten bislang Umweltzonen auch dann befahren werden, wenn es keine Umweltplakette mehr für das Fahrzeug gab. Zum Jahresende 2010 lief diese Regelung aus. Sie wurde auf Druck des NRW-Handwerks bis zur Jahresmitte verlängert. Ab Juli 2011 wird es dann Ausnahmegenehmigungen geben, u.a. für teure Spezialfahrzeuge mit geringerer Laufleistung, bei besonderen wirtschaftlichen Härten ebenso wie bei anstehender Erneuerung des Fuhrparks. Die heraufgesetzten VOB-Wertgrenzen für freihändige Vergaben und beschränkte Ausschreibungen wurden zumindest für Kommunen ein Jahr verlängert. Auch hier konnte das NRW-Handwerk einen Erfolg verbuchen. Bei der Reform zur Finanzierung der Rundfunkgebühren, will sich NRW dafür einsetzen, dass bei der Ermittlung der Beschäftigtenzahl Auszubildende nicht und Teilzeitbeschäftigte nur anteilig berücksichtigt werden. Auch im Jahr 2011 werden wir in unseren Bemühungen weiter fortfahren, dass die Interessen des NRW-Handwerks bei der Landesregierung hinreichende Berücksichtigung finden. Präqualifikation im Baubereich Bei der Präqualifikation im Baubereich muss sich der Betrieb kostenpflichtig von einer Zertifizierungsstelle bescheinigen lassen, dass die Voraussetzungen für die Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen, wie z.b. Unbedenklichkeitsbescheinigung, Negativattest der SOKA-BAU etc. erfüllt sind. Der Fachverband Metall NW konnte verhindern, dass diese Präqualifikation unbedingte Voraussetzung für die Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen geworden ist. Da jedoch gleichzeitig der Gesetzgeber bei der so genannten Nachunternehmerhaftung im Bauhandwerk bei der Beauftragung von präqualifizierten Subunternehmern erhebliche Haftungsfreistellungen einräumt, wird es für immer mehr Betriebe im Metallbau und Stahlbau notwendig, sich präqualifizieren zu lassen. Hier hat der Fachverband Metall NW über seine WDMH GmbH die Möglichkeit geschaffen, dass sich seine Mitgliedsbetriebe zu erheblich günstigeren Konditionen präqualifizieren lassen können. Als besonderer Service wird dabei auch übernommen, alle notwendigen Bescheinigungen für den Betrieb einzuholen. SOKA-BAU Nach wie vor ist es für unsere Mitgliedsbetriebe im Bereich Metallbau und Stahlbau ein großer Vorteil, dass sie von der Verpflichtung zur Zahlung von Beiträgen an die SOKA-BAU ausgenommen sind. Diese Verpflichtung begründet sich in der Allgemeinverbindlichkeitserklärung der Sozialkassentarifverträge der Bauwirtschaft. Im Jahr 2010 betrug der Beitrag zur SOKA-BAU 19,8% der Lohnsumme. Gerade in wirtschaftlich schwieriger Zeit ist das eine nicht tragbare zusätzliche Belastung für unsere Mitgliedsbetriebe. Da bei immer mehr (auch privaten) Ausschreibungen ein so genanntes Negativ- Attest der SOKA-BAU verlangt wird, bietet der Fachverband Metall NW seinen Mitgliedsbetrieben nach wie vor den Service, dieses Negativ-Attest bei der SOKA-BAU anzufordern. Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn zuvor noch kein Negativ-Attest ausgestellt worden ist und der Betrieb innerhalb der letzten fünf Jahre seine Innungsmitgliedschaft begründet hat. Hier können sich erhebliche Nachforderungen seitens der SOKA-BAU ergeben. Es gilt, diese Nachforderungen, soweit sie nicht verhindert werden können, zumindest auf ein Minimum zu reduzieren. 7

8 Termine Konferenz der Innungsgeschäftsführer Zweitätige Arbeitssitzung in Langenfeld Zur jährlichen Konferenz der Innungsgeschäftsführer trafen sich am 6. und die Teilnehmer erstmalig zu einer zweitägigen Arbeitssitzung. Besuch der Schmiede von Michael Bauer-Brandes Herr Geschäftsführer Roland Westphal, Innung der Metallhandwerke Solingen, hatte dazu in das Hotel Gravenberg nach Langenfeld eingeladen und ein Programm zusammengestellt, das fachliche Informationen mit einem informativen und geselligen Rahmen verband. Dazu zählte insbesondere ein Besuch der Werkstatt von Schmiedemeister Michael Bauer- Brandes. Er demonstrierte den Teilnehmern in seiner Schmiede im historischen Schaltkotten unter der Müngstener Brücke sein weitgespanntes Produktionsprogramm alter und neuer Techniken. Im fachlichen Teil stand die Vorstellung des Arbeitsprogrammes des Fachverbandes Metall NW im Mittelpunkt. Hier galt es, wie immer die Meinungen und Themenanstöße der Innungsgeschäftsführer für die Verbandsarbeit aufzunehmen. Metallsoftware 2010 Die Highlights bleiben das Highlight Sie sind nicht nur einmalig, sondern auch aus Sicht der Metaller nach wie vor unverzichtbar auf einer jeden Metallsoftware die Highlights im 15 MinutenTakt. Nirgends sonst erhält man die Möglichkeit, in einer Stunde die hervorstechenden Eigenschaften von vier unterschiedlichen Branchenlösungen, sei es CAD oder ERP, zu vergleichen und sich dann anschließend ausführlich in der Messepräsentation zu informieren. Auch auf der Metallsoftware 2010 besuchten wieder annähernd 100 Besucher dieses einmalige Angebot. Dabei konzentrierte sich das Interesse bei dieser Metallsoftware klar auf die Anbieter von Branchen- CAD-Lösungen. Zwischen 9:30 Uhr und 12:00 Uhr in dieser Zeit präsentierten sich die führenden Anbieter aus diesem Segment war im Showroom kaum ein freier Platz. In den Messeräumen hingegen verteilten sich die Besucher recht schnell, so dass auch die übrigen Aussteller zahlreiche Kontakte realisieren konnten. Hierbei zählten nicht nur die bereits traditionell vertretenen ERP- und BDE-Anbieter zu den gewählten Anlaufstellen, auch der Bereich des Dokumentenmanagements verzeichnete reges Interesse. Software und insbesondere Branchensoftware ist für die metallhandwerklichen Unternehmen nach wie vor ein relevantes Thema. Wir beobachten jedoch mehr und mehr ein steigendes Interesse über die etablierten Hilfsmittel wie CAD und ERP hinaus. Lösungen zum Dokumentenmanagement und Customer-Relationship-Management treten ebenso in den Focus der Betriebe, wie verstärkt die Datensicherheit. Ich gehe davon aus, dass wir im kommenden Jahr genau zum letzteren Thema einen neuen Schwerpunkt der Metallsoftware setzten werden, kommentiert Stephan Lohmann, betriebswirtschaftlicher Berater beim Fachverband Metall NW und Organisator der Metallsoftware

9 Termine Herzstück des Verbandes Frühjahrstagung stellt Fachgruppenarbeit in den Mittelpunkt Die Frühjahrs-Mitgliederversammlung des Verbandes war auch in diesem Jahr wieder als offene Diskussionsrunde zu aktuellen Themen ausgerichtet. Am zeigten in der Gastronomie im Stadtpark Bochum die im Fachverband Metall NW gebildeten Fachgruppen Präsenz und gaben einen guten Einblick in Arbeitsweise und Aufgabenvielfalt. Stellten sich der Diskussion: v.l.n.r. M. Hunold, J. Tewes, C. Bürgel, F.-P. Mülfarth, H.-J. Zyche Delegiertenkreis Die fachliche Unterstützung der Mitgliedsbetriebe ist eine der zentralen Aufgaben des Verbandes. Problemstellungen aus den Betrieben werden regelmäßig in den Fachausschüssen der jeweiligen Fachgruppen diskutiert und nicht selten sind die erarbeiteten Ergebnisse die Basis einer Fachgruppenveranstaltung oder Seminarreihe. Die Fachgruppen geben damit wichtige Impulse für die tägliche Arbeit. Was bewegt zurzeit die Fachgruppen? Welche aktuellen Problemlösungen stehen an? Worauf müssen unsere Betriebe aktuell besonders achten? Diese und weitere Fragen beantworteten die Fachgruppenleiter unserer mitgliederstärksten Fachgruppen: Claus Bürgel (Stahlbau/Schweißen), Franz-Peter Mülfarth (Metallbau) und Hans-Jürgen Zyche (Metallgestaltung). Anregungen für neue Seminarthemen aus der sich anschließenden regen Diskussion wurden gerne aufgenommen. Der informative Vortrag von Joachim Tewes, Technischer Berater des Verbandes, zur neuen Schweißnorm EN 1090 rundete den ersten Versammlungsteil ab. Die Pause war wie immer bestens geeignet, Diskussionen in kleiner Runde fortzusetzen und Meinungen im Kollegenkreis auszutauschen. Erforderliche Regularien und Informationen zu aktuellen Themen bestimmten den zweiten Versammlungsteil. Die Herren Wilhelm Schrage und Peter Alsbach wurden einstimmig in den Berufsbildungsausschuss des Verbandes gewählt. Neue Serviceangebote vorgestellt Profi im Kleinbetrieb eine Initiative zur Unterstützung von metallhandwerklichen Kleinbetrieben in NRW. Als Kooperationsprojekt der regionalen Innungen mit dem Fachverband Metall NW geplant, zielt der Unternehmenscheck auf die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit gerade der kleinen Mitgliedsbetriebe ab. Stephan Lohmann, betriebswirtschaftlicher Berater des Verbandes, gab erste Einblicke. Präqualifizierung für baunahe Betriebe ein Thema mit wachsender Bedeutung. Geschäftsführer Matthias Runge informierte über Auswirkungen und Erfordernis. Dazu stellte er den neuen Rahmenvertrag der WDMH mit ZertBAU vor, den die WDMH im Rahmen des Verfahrens mit einem umfassenden Serviceangebot für Mitgliedsbetriebe begleitet. Nähere Informationen auch unter www. metallhandwerk-nrw.de im Bereich Rahmenverträge. Verbandsvorsitzender Martin Hunold 9

10 Termine Organisationsreform und Unternehmertag 2011 Das Technologiezentrum Umwelt in Oberhausen war am erneut Veranstaltungsort der Herbst-Mitgliederversammlung des Fachverbandes Metall NW. Die anstehende Strukturreform in der Organisation des Metallhandwerks stand als vorrangiges Thema auf der Tagesordnung. Ein weiteres Hauptthema war der Unternehmertag 2011, der am 6. und 7. Mai 2011 zusammen mit unserem niedersächsischen Schwesterverband stattfinden wird. Herbsttagung in Oberhausen Auf der gut besuchten Versammlung stellte der Vorsitzende, Martin Hunold, zunächst den Qualitätsclub 2020 als Handlungskonzept für eine umfassende Strukturreform vor, die der Bundesverband Metall (BVM) in den kommenden Jahren anstrebt und für deren Umsetzung er eine erhebliche Beitragserhöhung bis hin zu einer Beitragsverdoppelung einfordert. Kernstück dieses Konzeptes sind die vier Kompetenzfelder Berufsbildung, Bundesfachgruppen, Öffentlichkeitsarbeit und BWL/Recht/Finanzen, die jeweils mit zusätzlichen Mitteln (Personalund Sachmittel) ausgestattet werden. In diesen Kompetenzfeldern sollen neue Leistungen für die Mitglieder geschaffen werden. Dem gegenüber steht der zwischen Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen/Bremen abgestimmte Entwurf einer Strukturreform. Unter dem Motto Stärken stärken, Vorhandenes ausbauen, kooperieren basiert dieser Entwurf vordringlich auf Synergien aus einer optimierten Zusammenarbeit zwischen Bundesverband, Landesverbänden und Innungen. Nach zwar intensiver, in ihrem Delegiertenkreis Grundtenor jedoch einheitlich geführter Diskussion, votierten die Delegierten einstimmig dafür, den Vorstand mit der Durchsetzung des eigenen Konzeptes auf der Mitgliederversammlung des BVM zu beauftragten. Hierzu wurde er für seine Verhandlungen mit einem robusten Mandat ausgestattet. Tief im Westen überraschend anders ist das Motto des gemeinsamen Unternehmertages der Landesverbände NRW und Niedersachsen/Bremen am 6. und 7. Mai Vorsitzender Martin Hunold gab Einblicke in die Programmplanung der Veranstaltung, die mit Bochum als Veranstaltungsort und in Anlehnung an den alten Grönemeyer-Song ihrem Motto gerecht wird und sich als Innungsfahrt für das kommende Jahr empfiehlt. Fortbildung 2010 Wer in der heutigen Zeit seine Wettbewerbsfähigkeit aufrechterhalten will, kann sich einer kontinuierlichen Fortbildung nicht entziehen. Das Seminarangebot des Fachverbandes Metall NW etabliert sich dabei immer mehr zum festen Bestandteil metallhandwerklicher Fortbildung. Beginnend mit einem Workshop zur Ermittlung von Stunden- und Zuschlagssätzen über die Seminare zur Schweiß- und Sicherheitstechnik bis hin zu Themen wie Arbeitssicherheit, Qualitätsmanagement, Werbung und Verkauf. Eine Themenvielfalt, die bundesweit wohl einmalig ist. 10

11 Termine Zu Gast im Sauerland Gemeinsame Vorstandssitzung Landesverband Metall Niedersachsen/Bremen und Fachverband Metall NW in Olpe als exklusive Onlineversion zur Verfügung stellen. Vorstandstreffen im Sauerland Mittlerweile ist es ein guter Brauch geworden, dass die Landesverbände Niedersachsen/Bremen und Nordrhein-Westfalen in regelmäßigen Abständen zu gemeinsamen Vorstandssitzungen zusammenkommen. So folgten die beiden Vorstände am 28. April 2010 einer Einladung des nordrhein-westfälischen Vorsitzenden, Martin Hunold, nach Olpe. Nach einer informativen Betriebsbesichtigung der Firma Metallbau Hunold wurden aktuelle Themen, wie das gemeinsame Schulprojekt in Krefeld, die Verbesserung der gemeinsamen Mitgliederzeitschrift Metall aktuell, die Erhöhung der Effektivität beider Landesverbände und ihrer Kooperation miteinander sowie die Zusammenarbeit auf Bundesebene eingehend erörtert. Insbesondere die Kooperation zwischen beiden Landesverbänden zeigt, dass hier ein wesentlicher Gesichtspunkt zukünftiger Verbandsarbeit liegt. Allein so ist es für unsere Verbände möglich, eine Mitgliederzeitschrift wie Metall aktuell zu gestalten und ständig zu verbessern. So kann ab kommendem Jahr der Umfang pro Ausgabe von 16 auf 24 Seiten als zusätzlicher Nutzen für gut Betriebe im Metallhandwerk erhöht werden. Auch das Bildungsangebot für Betriebsinhaber und deren Mitarbeiter wird im Zusammenwirken beider Verbände weiter optimiert. So wird die dieses Jahr erstmalig in NRW erschienene Weiterbildungsbroschüre künftig gemeinsam herausgegeben. Damit ist allen Mitgliedern ein leichter Zugang zu sämtlichen Seminarveranstaltungen in Niedersachsen/Bremen und Nordrhein- Westfalen möglich. Langfristig sollen hier auch Bildungsangebote des Industrieverbands für Bausysteme im Metallleichtbau (IFBS) integriert werden. Kooperation bedeutet aber auch, dem Ehrenamt in den Innungen gemeinsame Hilfen zur Steigerung von Effektivität und Attraktivität der Innungsarbeit an die Hand zu geben. Hier werden beide Landesverbände ein Obermeister-Handbuch Da diese Zusammenarbeit über die Ländergrenzen hinweg mit geringen finanziellen Mitteln gute Früchte trägt, war es naheliegend, eine solche Form der Zusammenarbeit auch zwischen dem Bundesverband Metall und den einzelnen Landesverbänden zu diskutieren. Hier kamen beide Vorstände übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass dieses Kooperationsmodell mit seinem äußerst geringen Finanzbedarf auch ohne Weiteres auf den Bundesverband übertragen werden sollte. So kann der gemeinsame Einsatz von bereits vorhandenen Ressourcen, Fachwissen und besonderen Spezialkenntnissen Arbeit und Service für die Mitgliedsunternehmen bundesweit einfach, schnell und preiswert verbessern. Hierfür werden sich die Landesverbände Niedersachsen/Bremen und NRW nachhaltig auf Bundesebene einsetzen. Aber auch Kontakte unter den einzelnen Vorstandsmitgliedern kamen nicht zu kurz. Deshalb sind sich alle Beteiligten einig: Diese Form des Gedankenaustausches zwischen den beiden Landesverbänden soll weiter fortgeführt werden. Besonders positiv wurde bewertet, dass sich so eine gute Gelegenheit bietet, auch die Betriebe der einzelnen Vorstandsmitglieder kennenzulernen. Das wurde bereits jetzt schon als gute Tradition bezeichnet, die unbedingt weitergeführt werden soll. 11

12 Termine Auf der Feuerverzinkerei Essen-Vogelheim GmbH, einem Unternehmen des Voigt & Schweitzer Markenverbundes, trafen sich am rund 75 Mitglieder der Fachgruppen Metallbau und Stahlbau/Schweißen des Fachverbandes Metall NW. Eine Werksbesichtigung über den Ablauf des Verzinkungsprozesses bildete den gelungenen Veranstaltungsauftakt, die anschließenden Fachvorträge rundeten das Programm ab. Verzinkungsprozess vorgestellt Die Grundlagen des Verzinkens standen im Mittelpunkt des Vortrages von Jürgen Graf. Als Schwerpunkt der Veranstaltung galt jedoch der Fachvortrag zur neuen DAST-Richtlinie 022 durch Dr. Ing. Thomas Pinger. Anlass für diese Richtlinie waren Schäden an verzinkten Stahlkonstruktionen in Form von Rissen im Grundwerkstoff, die häufig durch die Zinkschicht überdeckt und somit zunächst visuell nicht zu erkennen waren. Dabei führte der Referent aus, dass die Richtlinie Anfang 2010 vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) in die Bauregelliste aufgenommen wurde. Diese Richtlinie stellt ergänzend zu den weiteren bereits geltenden Regelwerken (DIN EN ISO 1461 und DIN EN ISO 14713) ab Veröffentlichung den neuen Stand der Technik dar. Sie ist sowohl von den Planern und Herstellern von Stahlkonstruktionen als auch von der Verzinkungsindustrie allgemein zu berücksichtigen. Beide Vorträge fanden viel Beachtung. Im weiteren Veranstaltungsverlauf galt es auch, die Fachausschüsse Metallbau und Stahlbau/Schweißen neu zu wählen. Als Landesfachgruppenleiter wurden Franz- Peter Mülfarth, Brühl, für die Fachgruppe Metallbau und Claus Bürgel, Moers, für die Fachgruppe Stahlbau/Schweißen in ihren Ämtern bestätigt. Befestigung von Vordächern Vordächer gehören durch die Überkopfmontage zu den sicherheitsrelevanten Bauteilen. Daher sind entsprechende Vorschriften zu beachten. Hans Walter Goldelius informierte die rund 30 Teilnehmer in dem Seminar am über Lastannahmen nach DIN 1055 als auch über die Richtlinien TRLV/ TRPV. Weitere Schwerpunktthemen dieser Veranstaltung waren: Referent Hans Walter Goldelius, Olaf Sänger, (Hilti), Landesfachgruppenleiter Metallbau Franz-Peter Mülfarth der Einsatz geeigneter Dübel bei ver schiedenen Wandbaustoffen, wie Zie gelmauerwerk, Hohllochziegel, bei Mau erwerk mit Vorsatzschalen oder Dämm putz und ähnliche Materialien Klebegerechte Konstruktionsanforderungen bei der Verklebung von Metall/ Metall und Metall/Glas. 12

13 Termine Die Zeche Zollern in Dortmund bot am als geschichtsträchtiger Veranstaltungsort den Rahmen für das Treffen der Fachgruppe Metallgestaltung. Im Vordergrund stand ein interessantes Fachprogramm mit aktuellen Themen der Branche. Treffen der Metallgestalter So referierte Sabine Zentek, Fachanwältin für Urheber- und Medienrecht, Dortmund, zum Thema Designschutz sehr anschaulich, wie wichtig ein gesetzlicher Schutz der selbst entworfenen Unikate für die Demonstration bei den Kunden ist. Anja Klinkenberg, Diplom-Designerin aus Krefeld, stellte ihre Workshopreihe von der Anfrage über die Idee und Präsentation bis zum Auftrag den Teilnehmern vor. Eine Workshop-Reihe, die wegen ihrer Komplexität auch den Metallgestaltern und Auszubildenden angeboten werden soll. Bei den Neuwahlen des Fachausschusses Metallgestaltung wurde Hans Jürgen Zyche aus Hagen in seinem Amt als Vorsitzender bestätigt, Lutz Isselhorst aus Voerde zu seinem Stellvertreter gewählt. Weitere Mitglieder: Norbert Finke, Arnsberg, Peter Cüppers, Lippstadt und Manfred Schweppe, Dortmund. Die Veranstaltung fand mit einer Führung durch das Industriemuseum der Zeche Zollern ihren Abschluss. Fachausschuss Metallgestaltung Änderungen in den Normenreihen DIN zur DIN EN 1090 Alle Betriebe, die Bauprodukte herstellen (z. B. Geländer, Treppen, etc.), müssen die neuen europäischen Normen entsprechend umsetzen und ihren Betrieb zertifizieren lassen. Entsprechend groß war das Interesse an den Seminaren zur Vorstellung der neuen europäischen Normenreihe DIN EN 1090 als Ersatz für DIN und DIN V Seminarteilnehmer Neue Schweißnormen Den Teilnehmern wurden die wichtigsten Änderungen bei der Herstellung geschweißter Stahlbauten und Aluminiumkonstruktionen vorgestellt sowie die Zertifizierung von Betrieben nach DIN EN zur Verwendung des CE-Zeichens. 13

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