Made in GF für die Region und die Welt

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1 Wirtschaftsmagazin für Stadt und Landkreis Gifhorn Ausgabe 2/2008 Made in GF für die Region und die Welt AUS DEM INHALT: Titelthema Produzierendes Gewerbe Seiten 6 21 Gifhorner Wirtschaftsvereinigung Branchenübergreifende Plattform Seiten 22 und 23 Unternehmensnachfolge Generationswechsel mit Umsicht gestalten Seiten Abgeltungsteuer Expertentipps zu Marktveränderungen Seiten 35 38

2 Informationsveranstaltung mit Kabarett und Musik mit Christoph Brüske gecko 816PA1 Abgeltungsteuer Altersvorsorge am 10. November 2008, 19 Uhr im CongressPark Wolfsburg Karten* gibt es bis 06. November in unseren Geschäftsstellen. * Mit einem Eintritt von 5,- Euro helfen Sie Kindern in der Region.

3 Inhaltsverzeichnis/Impressum 3 Seite 4 Seiten 15 Seite 30 Seite 38 Editorial Titelthema Netzwerk: Drei KMU-Partner Unternehmensnachfolge Reform der Erbschaftssteuer Bankentipp Beratung zahlt sich aus Seite 5 Seiten 16 Seite 31 Seite 39 Finanzmarktkrise IHK informiert Titelthema Baubranche sensibel bei Veränderungen Unternehmensnachfolge Infos Ratgeber Recht Klageverzichtserklärung Seite 7 Seite Seiten 32 Seite 42 Titelthema Landkreis als Global Player Gifhorner Wirtschaftsvereinigung Unternehmensnachfolge Neues Projekt der Projekt Region Braunschweig GmbH United Kids Foundations Claudia Kayser im Gespräch Seite 10 Seiten 24 Seite 33 Seite 43 Titelthema Auf zu neuen Märkten Existenzgründung Gründercoaching Unternehmensnachfolge Nachfolgeberatung IHK-Konjunkturbericht Handel wieder optimistisch Seite 11 Titelthema Export keine Einbahnstraße Seiten 25 Existenzgründung Professionell telefonieren Seite 34 Unternehmensnachfolge Ohne Nachfolge droht das Aus Sagen Sie uns Ihre Meinung: Der Gifhorner Wirtschaftsspiegel soll für seine Leser maßgeschneidert werden. Seite 12 Titelthema Potenzial im ländlichen Raum Seite 26 Existenzgründung Materialfluss im Visier Seite 35 Abgeltungsteuer Weichen frühzeitig stellen Äußern Sie Kritik, Lob und Ihre Wünsche. Aller-Zeitung Stichwort: Wirtschaftsspiegel Steinweg 73, Gifhorn. Seite 14 Titelthema Tradition im Wissenstransfer Seiten 29 Unternehmensnachfolge Generationswechsel mit Umsicht gestalten Seiten Abgeltungsteuer Expertentipp Die nächste Ausgabe des Gifhorner Wirtschaftsspiegel erscheint im März Impressum Herausgeber Verlag Adolf Enke GmbH & Co.KG Aller-Zeitung Steinweg Gifhorn Redaktion Viola Könecke, Katharina Gieße, Carsten Baschin (verantwortlich) Layout Heike Bode Verlagsleitung Claas Schmedtje Frank Hitzschke Anzeigenteil Hans-Georg Wolf (verantwortlich) Druck Voigt-Druck, Gifhorn

4 4 Editorial Liebe Leserinnen und Leser, mal ehrlich, bei den Nachrichten, die eben ohne Unterlass die Schlagzeilen beherrschen, kann einem angst und bange werden. Finanzmarktkrise heißt das alles beherrschende Stichwort. Die Folgen: Unabsehbar und in jedem Fall für Bund und Länder extrem kostenintensiv. Was der Mittelständler der Region davon am Ende zahlt, bleibt abzuwarten. Steht eine Rezession ins Haus? Sind die Kreditlinien von Unternehmern und Kunden gesichert? Die Fragen drängen, denn wie die aktuelle Ausgabe des Gifhorner Wirtschaftsspiegels zeigt, sind die Betriebe der Region fest eingebunden in das Gefüge internationaler Märkte. Während die diversen Produkte aus den Branchen des produzierenden Gewerbes in allen fünf Kontinenten gefragt sind, fungieren die Unternehmen auf regionaler Ebene gemeinsam als größter Arbeitgeber. Der aktuelle Gifhorner Wirtschaftsspiegel widmet sich der Thematik mit dem Ziel, die umfassende Bedeutung des produzierenden Gewerbes für die Region darzustellen insbesondere unter dem Gesichtspunkt der hohen Präsenz der Betriebe auf den internationalen Märkten. Fragen von großer Bedeutung Was auch immer die Krise bringt, in der Hoffnung auf einen möglichst schmerzfreien Verlauf bleiben die Fragen des betrieblichen Alltags von unverminderter Bedeutung. So beschäftigt sich die aktuelle Ausgabe des Gifhorner Wirtschaftsspiegels mit einem Thema, das für viele Mittelständler im Landkreis von zentraler Bedeutung ist: der Generationswechsel in der Geschäftsführung. Die demografische Entwicklung lässt auf die Tragweite der Thematik schließen. Für viele Unternehmen im Landkreis ist die Frage aktuell und in jedem einzelnen Fall bedeutet diese Phase eine Zäsur, die mit äußerster Sensibilität gehandhabt werden muss, um nicht zu scheitern. Last but not least Natürlich kann ein Wirtschaftsspiegel nicht an wichtigen gesetzlichen Neuregelungen vorbei. Da ist die Abgeltungssteuer ein wichtiges Thema, da sich jetzt noch durch frühzeitiges und geschicktes Taktieren einiges bewegen lässt. Der Wirtschaftsspiegel gibt wichtige Tipps und Hinweise. Last but not least gibt es einen ganz wichtigen neuen Zusammenschluss, den wir unseren Lesern vorstellen: Die Wirtschaftsvereinigung Gifhorn. Lesen Sie auch darüber mehr in unserem aktuellen Wirtschaftspiegel Ich wünsche Ihnen viel Spaß dabei Viola Könecke Mit gut Wohnungen und Einfamilienhäusern in Gifhorn, Meinersen und Brome ist die GWG der größte Vermieter vor Ort. Obwohl wir im eigentlichen Sinn gar kein Vermieter sind - Mieter sind bei uns nämlich Mitglieder und somit Mitbesitzer ihrer vier Wände! Lebenslanges Wohnrecht, kautionsfreie Wohnungen in einem sozial ausgewogenen Umfeld und viele weitere Mehrwerte prägen das genossenschaftliche Wohnen Marke GWG. Reparatur-, Notfall- und Sozialservice sorgen für ein rundum sicheres Wohngefühl, und mit der neuen Mitgliedskarte der GWG profitieren Sie von geldwerten Vorteilen in ganz Gifhorn. Mehr Infos zum maßgeschneiderten Wohnen für Singles, Paare, Familien und Senioren erhalten Sie unter: GWG GIFHORNER WOHNUNGSBAU-GENOSSENSCHAFT EG MITTEN IM LEBEN ZU HAUSE Mehr als gewohnt!

5 Finanzmarktkrise 5 IHK informiert Unternehmen bewahren Ruhe Die Börsen-Indizes befinden sich international auf Achterbahnfahrt, täglich gibt es neue Nachrichten von Bankenschieflagen oder sogar -pleiten. Die regionalen Unternehmen und Kreditinstitute gehen dennoch weiter sachlich und gelassen mit diesem Thema um, stellt Michael Zeinert, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg (IHK), fest. Dies bestätigt eine deutschlandweite Blitzumfrage, an der sich allein im hiesigen IHK-Bezirk über 100 Unternehmen beteiligten. Nur vereinzelt Kreditabsagen Das Ergebnis für die Region Lüneburg-Wolfsburg: Vier von fünf Betrieben sehen keinen Anlass, ihre Investitionsplanungen für das kommende Jahr zu korrigieren. Nur jeder Fünfte will demnach vorsichtiger investieren als geplant. Auch die viel befürchtete Kreditklemme durch die Finanzmarktkrise ist bei den Unternehmen bislang ausgeblieben. Dreiviertel der Betriebe berichten von gleichbleibenden Kreditkonditionen. Zwei von zehn Unternehmen verzeichneten schlechtere Bedingungen, aber nur vereinzelt wurden Kreditabsagen auf die Finanzmarktkrise zurückgeführt. Gegenüber einer ähnlichen IHK-Befragung im Frühjahr 2008 haben sich diese Ergebnisse kaum verändert. Die Liquiditätsprobleme im Bankensystem haben die regionale Kreditvergabe bislang kaum beeinträchtigt, folgert Zeinert aus diesen Ergebnissen. Gefahr: Konjunktureintrübung Angesichts des Ausmaßes der Finanzmarktkrise sei die Stimmung der befragten Unternehmen vergleichsweise robust, so Zeinert. Jeder zweite Firmenchef setze auf eine gleichbleibende Geschäftslage. Immerhin ein Drittel befürchte allerdings zurückgehende Geschäfte. Die große Gefahr aus Sicht der Unternehmen ist gegenwärtig nicht die Kreditseite, so der IHK- Chef, sondern die mögliche Eintrübung der Konjunktur. Nach seiner Einschätzung der Finanzmarktkrise befragt, weist Zeinert darauf hin, dass der deutsche Finanzsektor mit dem angloamerikanischen keinesfalls in einen Topf geworfen werden dürfe. Das dreigliedrige Bankensystem in Deutschland hat sich bislang als sehr stabil erwiesen. Die früher häufig kritisierte Kleinteiligkeit im Sparkassen- und Volksbankensektor hat sich hierbei vorteilhaft ausgewirkt. Das traditionell eher bodenständige Geschäft der Michael Zeinert, stellv. Haupt - geschäftsführer der IHK Wolfsburg-Lüneburg kleinen Institute werde künftig mit Sicherheit auch wieder zu einem wichtigen Spielfeld größerer Banken. Der verstärkte Wettbewerb im Kreditbereich werde dem Mittelstand mittelfristig zugute kommen, prognostiziert Zeinert. Solaranlagen Pelletkesselanlagen Holzkesselanlagen Kontrollierte Wohnraumlüftung Wärmepumpen Service Badmöbel Dampfduschen für Heizung & Trinkwasser Im Heidland Gifhorn de Fon: Wellness für zu Hause Fon: Gifhorn Braunschweiger Str. 71 Bäder komplett aus einer Hand Haben Sie die Nase voll von hohen Gas- und Ölpreisen? Jetzt neu: Unsere Ausstellung ist auch samstags von 9 13 Uhr geöffnet. 24-Stunden-Notdienst

6 Das Markenzeichen von Butting seit vielen Jahrzehnten hoch qualifizierte, erfahrene und eigenverantwortlich arbeitende Mitarbeiter.

7 Titelthema: Produzierendes Gewerbe 7 Zunehmend Umsätze auf internationalen Märkten Landkreis als Global Player Das produzierende Gewerbe ist einer der größten Arbeitgeber in der Region Gifhorn. Der Gesamtumsatz dieses Wirtschaftszweigs ist auf dem Weg nach oben. Während 2001 insgesamt 847 Mio. Euro in den verschiedenen Bereichen umgesetzt wurden, stieg die Summe im Jahr 2006 bereits Mio. Euro. Bei stagnierender Binnenkonjunktur wird ein zunehmender Teil der Umsätze auf internationalen Märkten erzielt. Exportbeteiligung und Exportvolumen von kleinen und mittleren Unternehmen in Niedersachsen sind in den zurückliegenden Jahren beachtlich gestiegen, wie das NIW nach einer Untersuchung für das niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr feststellt. Unterschiedliche Strukturen Auch der Landkreis Gifhorn ist längst ein Gobal Player, wie der Blick auf die Unternehmen im Landkreis zeigt. Insgesamt 42 mittelständische Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten zählen die Statistiker im Landkreis. Die sind von ganz unterschiedlicher Struktur und Ausrichtung. Natürlich stellen die Marktanalytiker fest, dass die niedersächsische Exportquote maßgeblich von industriellen Wanderungssaldo Großunternehmen insbesondere der Automobilindustrie getragen wird. Dieses Charakteristikum gilt auch für die Region Gifhorn. Nichts desto trotz agieren hier auch diverse Unternehmen unabhängig von der Fahrzeugindustrie. Sie haben aus eigener Kompetenz heraus den Weg auf internationale Absatzmärkte gefunden haben. Zum Teil gehen die internationalen Aktivitäten soweit, dass die Betriebe auf lokaler Ebene kaum von sich reden machen, während sie auf dem internationalen Parkett tatkräftig in Erscheinung treten. Ein Beispiel hierfür ist Con Slot im Wittinger Hafen. Die Referenzen Entwicklungs- und Vertriebsgesellschaft verweist auf Projekte, die bereits in den 70er Jahren bearbeitet wurden. Der Betrieb projektiert mit seinen technischen Filteranlagen internationale Auftraggeber unter anderem in der Erdölindustrie und in der Grundwasserförderung. Paradefirma im Landkreis Die Paradefirma im Landkreis ist das Familienunternehmen Butting. Der traditionsreiche Edelstahlverarbeiter verfügt über verbundene Unternehmen in China und Kanada und weitere Partner rund um den SG Wesendorf SG Papenteich SG Meinersen SG Isenbüttel SG Hankensbüttel SG Brome SG Boldecker Land - 38 Sassenburg Wittingen Stadt Gifhorn Stadt Landkreis Gifhorn Quelle: IHK Regionalbericht Wirtschaftsraum Braunschweig/Salzgitter/Wolfsburg Das Siegel der Lebenshilfe ist weltweit zu finden. Globus, u. a. im Oman, Saudi Arabien, Ägypten, Israel, Korea und Australien. Kürzlich ist ein neues verbundenes Unternehmen zur Butting-Gruppe gestoßen: das belgische MPE s.a. Durch diese Verbindung erwarteten die Leitungen beider Unternehmen ein dauer haftes, starkes Wachstum im Kernenergiesektor. Butting ist mit seiner firmeneigenen Akademie wie viele andere Mittelständler auch der Region eng verbunden. Dies darf als wichtiges Indiz dafür gelten, dass die Wertschöpfung aus internationalen Geschäften auf lokaler Ebene Wirkung entfalten kann. Ganz anders, aber ebenso bodenständig agiert RPT im Gifhorner Gewerbegebiet am Allerkanal. Der international agierende Modellbauer unterstützt einen Handballverein, die HSG RPT Isenhagen, die Gifhorner Mittelständler in den Turnhallen Norddeutschlands in der Regionalliga vertritt. Ein Beispiel für einen Mittelständler, der mit der Automobilindustrie auf dem Weltmarkt angekommen ist, ist die Hankensbütteler Kunststoffverarbeitung GmbH&Co.KG. Wie die Ingenieursgesellschaft IAV in Gifhorn oder der Bremsleitungs hersteller TI Auto motive in Isenbüttel. Betriebe wie die Lebenshilfe haben eine ganz andere wirtschaftliche Ausrichtung als die klassischen Mittelständler im Landkreis, aber auch hier wird für den internationalen Markt gefertigt. Salzstangen, Wurst und Bier Es sind weitaus nicht nur die technischen Betriebszweige, die in diesem Zusammenhang Erwähnung finden dürfen. Ebenso bedeutungsvoll sind die Unternehmen aus dem Bereich der Nahrungsmittelindustrie. Die Salzstangen von Lorenz Snack World finden sich in vielen europäischen Supermärkten, das Bier aus Wittingen schmeckt auch im Fernen Osten und die Emsland Group, ebenfalls mit Firmensitz in Wittingen, stellt modifizierte Stärken aus Kartoffeln für verschiedene Industriezweige unter anderem die Nahrungsmittel-, Papier-, Textil- und Klebstoffindustrie her. Nicht zuletzt ist ein großer traditionsreicher Hersteller von Wurstwaren in der Reihe zu nennen. Gmyrek ist zwar vielleicht noch nicht auf den internationalen Weltmärkten angekommen, aber der Familienbetrieb ist längst überregional für seine leckeren Spezialitäten bekannt.

8 8 Titelthema: Produzierendes Gewerbe Fortsetzung von Seite 7 Gifhorn Sozialversicherungspfl ichtig Beschäftigte im Durchschnitt des Jahres 2002 in Prozent 7,5% 20,5% 13,0% 21,3% Gebietskörperschaften, private Organisationen ohne Erwerbszwecke Öffentliche und private Dienstleister Finanzierung, Vermietung und unternehmensnahe Dienstleistungen Handel, Gastgewerbe und Verkehr 36,4% 1,4% Produzierendes Gewerbe Land- und Forstwirtschaft, Fischerei Ökonomische Eckdaten Fläche in km 2 (2001) Einwohner ( ) Sozialversicherungspfl ichtig Beschäftigte 2002 Arbeitslosenquote Jahresdurchschnitt 2002 in % Bruttowert schöpfung (BWS) 2000 pro Erwerbstätigem in T Euro Anteil an BWS in Niedersachsen 2000 in % Wachstum BWS in % ,1 43,7 1,3 25,1 Landkreis ist Gewinner Regionalbericht Wirtschaftsraum Braunschweig IHK: Seit Jahren entfaltet der Großraum Braunschweig als attraktiver Wirtschaftsraum erhebliche Anziehungskräfte. Nicht alle Regionen im Großraum profitieren im gleichen Maß. Der Landkreis Gifhorn ist einer der Gewinner in dem Prozess. Mehr als Bürger sind seit 2000 in die Region gezogen mit Zuzügen liegt der Landkreis Gifhorn an dritter Stelle. Das produzierende Gewerbe ist trotz leicht rückläufiger Beschäftigungszahlen einer der größten Arbeitgeber in der Region. Auch im Baugewerbe nahm die Zahl der Sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Landkreis ab: Von (2002) auf (2007). Dabei nimmt die Zahl der Betriebe im verarbeitenden Gewerbe ab, wie die Statistiken des Niedersächsischen Institut für Wirtschaftsforschung (NIW) belegen. Während es 2001 noch 50 Betriebe im produzierenden Gewerbe mit mehr als 20 Mitarbeitern gab, ist ihre Zahl im Jahr 2006 auf 42 gesunken. Das steht erstmal im Gegensatz zu dem Ergebnis des Wanderungssaldos der letzten sieben Jahre. Denn auch die Zahl der im produzierenden Gewerbe versicherungspflichtigten Beschäftigten ist rückläufig. Während ihre Gesamtzahl 2002 noch betrug, waren es in 2007 nur noch Ein Plus hat dabei keine Samtgemeinde zu verzeichnen. Auch die Zahlen für das verarbeitende Gewerbe lassen keine besseren Rückschlüsse zu. Während Menschen in 2002 in diesem Wirtschaftszweig beschäftigt waren, waren es 2006 nur noch bei Arbeitgebern in der Region. Info Was ist eigentlich produzierendes Gewerbe? Unter dem Obergriff produzierendes Gewerbe versammeln sich verschiedene Disziplinen der Rohstoffverarbeitung. Darunter das verarbeitende Gewerbe, das Güter oder Waren in Fabriken und Anlagen produziert und weiterverarbeitet, wobei ein hohes Maß an Mechanisierung und Automatisierung vonnöten ist. Des Weiteren kategorisiert das produzierende Gewerbe die Bereiche Bauwesen, Industrie, produzierendes Handwerk und Energieerzeugung. Das produzierende Gewerbe verarbeitet Rohstoffe und ist aufgrund dessen material- wie auch kapitalintensiv. Die Volkswirtschaftslehre beschreibt das produzierende Gewerbe als Sekundärsektor. Dem zufolge werden Produktionsgewinnung (Primärsektor), Produktionsverarbeitung (Sekundärsektor) und Dienstleistung (Tertiärsektor) differenziert. Die Drei-Sektoren-Hypothese wurde von C. Clark und Jean Fourastié in den 1930er Jahren entwickelt. Sie beschreibt die Verlagerung wirtschaftlicher Schwerpunkte auf höhere Sektoren als Grundlage für das Aufblühen von Bildung, soziale Sicherheit und Humanisierung der Arbeit.

9 Durch nichts aus der Spur zu bringen Mit dem elektronischen Stabilitätsprogramm ESC von Continental bleibt das Auto sicher in der Spur. ESC erkennt kritische Fahrsituationen sowie die Gefahr des Schleuderns bereits im Ansatz und greift korrigierend ein. Continental Teves AG & Co. ohg Werk Gifhorn Alfred-Teves-Straße Gifhorn Tel / 83-0 Fax /

10 10 Titelthema: Produzierendes Gewerbe Verschiedene Initiativen schaffen gute Basis Auf zu neuen Märkten Stabile Absatzmärkte und sichere Arbeitsplätze sind die Koordinaten, die gesunde mittelständische Unternehmen kennzeichnen. In dieser Hinsicht bietet die Internationalisierung gute Chancen. Sie eröffnet auch Unternehmen aus der Region neue Perspektiven für die Erweiterung ihrer Absatzmärkte und damit zur Sicherung vorhandener und Schaffung neuer Arbeitsplätze. In diesem Zusammenhang bietet beispielsweise die IHK regelmäßig Ländersprechtage an, bei denen Markteinstieg und Markterschließung, Unternehmensgründung, Recht und Steuern in aussichtsreichen Ländern thematisiert werden. Auch andere Initiativen, beispielsweise auf der Basis von Städtepartnerschaften, schaffen Kontakte, in dem sie Vertretern der Privatwirtschaft Kommunikationsmöglichkeiten und Austausch ermöglichen. Auch die Handwerkskammer hat die Zeichen der Zeit erkannt und reagiert. Das Projekt hier heißt NieZiB - Niedersächsisches Zentrum für internationale Berufsbildung. Die mit ESF-Mitteln geförderte Beratungsstelle, dient der internationalen Qualifizierung niedersächsischer Handwerker mit dem Ziel der Stärkung von fachlichen, sozialen, sprachlichen und interkulturellen Kompetenzen. Vor diesem Hintergrund gewinnt auch eine Berufsbildende Schule mit Europaprofil, wie die Gifhorner BBS II eine besondere Bedeutung, die bereits den Fachkräftenachwuchs für den Mittelstand mit entsprechende Kompetenzen auf den Weg schickt. Die Internationalisierung ist keine Einbahnstraße, sagt auch die Projekt Region Pro tieren Sie von erstklassigen Produkten gezielter Beratung und der meisterhaften Ausführung durch quali zierte Hände engagiert, zuverlässig und kompetent. Malerarbeiten Leistung aus Tradition Bodenbelagsarbeiten Starke Auftritte Bautenschutz Werte schützen Sonnenschutz Spiel mit Licht und Schatten RAULFS Maybachstraße 1 (05371) Gifhorn Die Pro s für Raum & Farbe Braunschweig (PRBS) und bat interessierte Unternehmer zu einer neuen Mittelstandinitiative mit dem Thema Internationalisierungskompetenz. Gründliche Vorbereitung Den Hintergrund bildet die Frage, ist der nationale Markt groß und attraktiv genug, um sich allein auf ihn zu konzentrieren? Für Unternehmen, die zukunftsfähig bleiben wollen, kann es sinnvoll sein, sich auf internationalen Absatzmärkten zu engagieren und diese für sich zu erschließen. Für den gewünschten Erfolg jedoch bedarf es gründlicher Vorbereitung. Eine ganze Reihe offener Fragen sind in diesem Zusammenhang zu klären: Es geht um Handelsund Zollbeschränkungen, um Zahlungsverkehr und Rechtsvorschriften und nicht zuletzt um die Überwindung sprachlicher Barrieren. Hier müssen sich die Betriebe, die sich international positionieren wollen gründlich vorbreiten besonders, wenn der Kontakt nicht in ein Nachbarland geht sonder außerhalb der EU Raum greifen soll. Um Fehler von Anfang an zu vermeiden muss das notwendige Knowhow im Betrieb gezielt als Grundlage ausgebaut werden. Vermittlung von Kompetenz Wichtige Grundlagen sind hier zunächst die passenden Kontakte und länderspezifische Informationen. Im Fokus der Mittelstandsinitiative Internationalisierungskompetenz stehen zum Beispiel ein gezielter Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten und die professionelle Unterstützung mit den Mitteln eines Zirkelkonzepts. Wir bieten die wichtigsten Kompetenzbausteine, die für Ihre geplante Entwicklung notwendig sind, wirbt Heinecke. Voraussetzung: Gute Basis Als Voraussetzung für eine gewinnversprechende Internationalisierung sollte das Unternehmen seinen Hauptsitz in der Region führen und zudem eigene Produkte oder Dienstleistungen anbieten oder mit aus der Region stammenden Produkten oder Dienstleistungen handeln. Von Vorteil sind eine Betriebsstruktur mit mindestens 20 Mitarbeitern und eine stabile Situation am heimischen Markt seit etwa vier Jahren. Im innovativ-technologischen Bereich sind auch kleinere und jüngere Unternehmen geeignet. Wenn die Basis gegeben ist, sollte der Unternehmer nach einer Systematik für seine Internationalisierungsaktivitäten suchen. Weitere Informationen Bei der IHK Lüneburg - Wolfsburg ist Ralf Bock für den Geschäftsbereich International zuständig. Tel / oder lueneburg.ihk.de. Für weitere Informationen zur Mittel standinitiative Internationalisierungskompetenz KMU International ist bei der Projekt Region Braunschweig (PRBS) Dr. Herbert Heinecke zuständig. Tel. 0531/ oder Herbert. Braunschweig.de.

11 Titelthema: Produzierendes Gewerbe 11 Mittelstand im Internationalisierungsprozess Export keine Einbahnstraße Für mittelständische Unternehmen ist der Beginn der Internationalisierung ein großer Schritt. Im Idealfall kann der Mittelständler erste Auslandskontakte bei Messen, über das Internet oder durch Delegationsreisen knüpfen. Vor einem gezielten Erschließen des Marktes bedarf es der exakten Unternehmensanalyse und der Erarbeitung einer methodischen Systematik. Doch bevor globale Beziehungen ausgebaut werden, müssen die innerbetrieblichen Strukturen auf den Prüfstand, wissen die Fachleute. Im Zentrum des Internationalisierungsprozesses eines Unternehmens steht daher zunächst der Kompetenzaufbau. Bevor ausländische Märkte in den Fokus genommen werden, sollten Organisationsstruktur und Kompetenz der Mitarbeiter in sprachlicher Hinsicht und bei rechtlichen Fragen dem Vorhaben angepasst sein. Die Intensivierung des Auslandsgeschäfts bei erfahrenen Unternehmen scheitert vor allem an Rechtssicherheit und bürokratischen Hemmnissen sowie an Informationsdefiziten und Marktzugangsproblemen, stellt das Niedersächsische Institut für Wirtschaftsforschung fest. Entwicklung des grenzüberschreitenden Warenhandels Index (1950 = 1), in konstanten Preisen, Zuwächsen in in Prozent, weltweit 1950 bis bis 2004 Index Quelle: World Trade Organisation (WTO): International trade statistics 2005 Stand: Arbeitsplätze sichern ,17 121,4 2,33 133,3 78,6 2,94 64,7 1, Jahr Im Fokus der Wirtschaftsförderer der Region steht vor allem die Unterstützung bei der Erschließung neuer Absatzmärkte: Unser Auftrag lautet, die Arbeitsplätze in der Region zu sichern und zu schaffen, so Dr. Herbert Heinecke, Projektkoordinator der Mittelstandsinitiative Internationalisierungskompetenz der Projekt Region Braunschweig GmbH. Manfred Krömer von der Wirtschaftsförderung des Landkreises Gifhorn kennt aus seinem Beratungsalltag unterschiedliche Varianten Entwicklung des Auslandsumsatzes des verarbeitenden Gewerbes Veränderungen zum Vorjahr ,7 % 6 % 1,7 % 3,7 % 3,5 % 7,0 % 5,8 % in Mio IHK Lüneburg-Wolfsburg, Dokument-Nummer: ,7 46,0 8,67 4,29 44,2 28,8 12,5 5,53 unternehmerischer Aktivitäten auf dem globalisierten Markt: Joint Ventures, deren Synergien wettbewerbsbezogene Vorteile versprechen, die auf regionaler Ebene gleichwohl zum Tragen kommen gehören ebenso dazu wie die Errichtung von Produktionsstätten im Sinne einer verlängerten Werkbank. Doch insbesondere die Verlagerung von Produktionskapazitäten in Billiglohnländer sei für Mittelständler nicht unproblematisch, wissen die Fachleute. Eine ausländische Niederlassung fordert ein hohes Maß an Managementkapazitäten, was bei knappem Personalbestand ein besonders kostenintensiver Faktor ist. Exportbeteiligung gestiegen 86,7 Wie die Grafik der IHK zeigt, sind Exportbeteiligung und Exportvolumen von niedersächsischen Unternehmen in den zurückliegenden Jahren beachtlich gestiegen. Das niedersächsische Institut für Wirtschaftsförderung (NIW) stellt bei einer Analyse fest: Außenwirtschaftliche Beziehungen im Sinne von Export sind keine Einbahnstraße. Je wichtiger das Auslandsgeschäft für Unternehmen wird, desto vielfacher 23,33 17,9 Warenexport 27,5 Warenproduktion 9,1 28,7 7,12 7,76 Zuwächse in Prozent 2006 Bundeszentrale für politische Bildung und dimensionsreicher gestaltet es sich. Für kleine forschungsund wissenschaftsintensive Unternehmen sei eine frühzeitige Internationalisierung gar unabdingbar, um langfristig wachsen und überleben zu können. Gute Chancen für Neueinsteiger bieten die vom NIW als Potenzialmärkte klassifizierten Länder. Finnland, Norwegen, Slowakei, Estland, Lettland, Litauen und Südafrika werden von Niedersächsischen Mittelstand gerne als Exportpartner genutzt, sie gelten als übersichtlich, dynamisch und aussichtsreich. Skeptisch zu betrachten sind dagegen Bosnien-Herzegowina, Serbien und Montenegro. Spanien Dänemark, Niederlande und Groß Britannien gelten als gut entwickelte Volumenmärkte, die zwar nicht an der Spitze der weltweiten Wachstumsdynamik stehen, aber über ein gesichertes Umfeld und damit günstige KMU-Einstiegsbedingungen bieten. Polen, Tschechien, Russ land sowie die Türkei bieten ebenfalls günstige Voraussetzungen für Exportgeschäfte. Da jedoch das wirtschaftliche und politische Umfeld häufig Änderungen unterliegt, gilt eine langfristige Festlegung auf einzelne Märkte nicht als sinnvoll.

12 12 Titelthema: Produzierendes Gewerbe Energiewirtschaft: Branche mit Aufwind Potenzial im ländlichen Raum In der Energiewirtschaft im Landkreis ist Bewegung. Die lässt sich sogar sehen. Fast wie Pilze schießen Biogasanlagen aus dem Boden. Lange brachliegende Flächen werden mit Mais bebaut und zur Erntezeit ist das Straßenbild geprägt von schweren landwirtschaftlichen Zugmaschinen vor ebenso schweren Anhängern randvoll mit Maishäcksel. Schulzentren und andere öffentliche Gebäude werden mit der Abwärme aus Biogasanlagen versorgt und von Hillerse nach Braunschweig führt jetzt eine Biogaspipeline. In der Berufsbildenden Schule II in Gifhorn wurde im vergangenen Sommer in einem bundesweit einmaligen Schulversuch der erste Jahrgang von Staatlich geprüften Technischen Assistenten für die Verarbeitung nachwachsender Rohstoffe entlassen. Erneuerbare Energien und insbesondere Biogasanlagen haben ein großes Potenzial für strukturschwache ländliche Räume. Das wird in der Region ganz offensichtlich gern genutzt: Die Strommenge, die aus Biogas gewonnen und ins Netz der LSW eingespeist wird, hat sich von 2005 bis 2007 mehr als verzehnfacht. Der Energiemix mit dem die LSW die Haushalte in ihrem Einzugsbereich versorgt, beinhaltet aktuell 19 Prozent aus erneuerbaren Energien. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 12 Prozent. Positiver Nebeneffekt ist eine deutlich geringere CO 2-Emission von 432g/kWh statt wie im Bundesdurchschnitt 520g/kWh. Dauerhafter Aufschwung Seit Beginn der 90er Jahre erfahren erneuerbare Energien einen dauerhaften Aufschwung. Seit vier Jahren ist die Nutzung von Biogas enorm auf dem Vormarsch. Der Grund für die positive Entwicklung sind die neuen Vergütungsregelungen für Strom Energieträger aus Biomasse aus dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG). Sie sind Grundlage für eine wachsende Zahl von Landwirten sich zum Aufbau eines neuen Betriebszweiges zu entscheiden: Die Produktion von Biogas. Die Wertschöpfung bei Errichtung und Betrieb von Biogasanlagen verbleibt zu einem hohen Teil in der Region. Die Errichtung erfolgt meist überwiegend durch lokale Gewerke und die Kosten für den laufenden Betrieb der Anlage kommen zum größten Teil ebenfalls lokalen Partnern zu Gute. Assoziierte Wirtschaftsbereiche sind unter anderem Anlagentechnik, Prozessanalyse und Rohstofflogistik. Dementsprechend umfangreich ist die Liste der Vorteile aus der Bioenergie für den ländlichen Raum. Sie stärkt die Strukturen, schafft Arbeitsplätze und ist durch die Reduzierung treibhauswirksamer Emissionen umweltfreundlich und gewährt zunehmend Unabhängigkeit von importierten fossilen Energieträgern. Langfristige Entwicklung Nach Angaben des 3N Niedersachsen Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe waren in Strommenge (kwh) Strommenge (kwh) Niedersachsen Mitte größtenteils landwirtschaftliche Biogasanlagen in Betrieb. Derzeit befinden sich dem 3N zufolge noch weitere 180 Biogasanlagen im Bau, in der Genehmigungs- oder Planungsphase. Investitionsschwerpunkte sind Info Strommenge (kwh) Wasserkraft Deponie-, Klär-, Grubengas Biomasse Geothermie Windenergie Solare Strahlungsenergie Summe Zusammensetzung der erneuerbaren Energien im Netz der LSW. Quelle: LSW Die Landwirtschaft setzt zunehmend auf Energieproduktion in Biogasanlagen. Was ist eigentlich Biogas? die klassischen Ackerbauregionen des Landes. Parallel ist die Zahl der Unternehmen, die sich mit dem Thema Biogas auseinandersetzen, in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Die Analyse des Netzwerkes zeigt, das viele Firmen aufgrund der Marktlage neues Personal eingestellt haben. Die Arbeitsplätze entstehen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Biogasnutzung. Bei der Rohstofflieferung, im Handwerk, bei Anlagenbauern und Komponentenherstellern, Zulieferern, bei Planung und Beratung, Forschung und Entwicklung. Deutschland ist heute führend auf dem Gebiet der Biogastechnologie. In Zukunft wird der Export weiter an Bedeutung gewinnen. Schon jetzt sind zahlreiche niedersächsische Biogasunternehmen im Ausland aktiv und legen so den Grundstein für die langfristige Entwicklung der Unternehmen. Biogas entsteht, wenn organische Materialien unter Luftabschluss (anaerob) vergoren werden ähnlich wie im Pansen von Wiederkäuern. Im Faulbehälter, dem Kernstück einer Biogasanlage, werden Energiepflanzen, Wirtschaftsdünger oder organische Reststoffe von Mikroorganismen zu einem methanhaltigen Gas umgewandelt. Der Heizwert von Biogas liegt im Mittel bei 5,5 kwh pro Kubikmeter. Es kann als Energieträger in zahlreichen Anwendungsfeldern genutzt werden. Das ausgegorene Substrat ist ein hochwertiger Dünger, der wieder auf den Acker ausgebracht wird. Derzeit wird Biogas weitestgehend in Blockheizkraftwerken zu Strom und Wärme umgewandelt. Der Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist und nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vergütet. Ein Teil der anfallenden Wärme wird für die Temperierung des Gärbehälters benötigt. Der andere Teil kann zur Beheizung von Gebäuden oder als Prozesswärme verwendet werden. Alternative Nutzungsmöglichkeiten zum Einsatz im Blockheizkraftwerk ergeben sich durch die Aufbereitung von Biogas zu Erdgasqualität. Durch diesen Veredlungsschritt kann es in das Erdgasnetz eingespeist oder direkt als Fahrzeugkraftstoff genutzt werden. Quelle: 3N-Niederschsen. Netzwerk. Nachwachsende Rohstoffe

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