Der Markt der Informationstechnologie

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1 FAKTEN. FAKTEN. FAKTEN. Der Markt der Informationstechnologie Daten, Fakten, Trends aus dem Bereich Business-to-Business

2 Inhalt ITK-Markt S 1 IT-Markttrends S 5 IT-Business S 8 Hardware S 13 Peripherie S 20 Urheberrechtsabgabe S 23 Software & Services S 25 Kommunikationstechnologien S 31 Mobile Business S 36 IT-Security S 44 Jobs & Bildung S 48 Werbemarkt S 52 Kommunikation S 55 Anhang S 59 Wachstumstreiber ITK Software und Services sorgen für Wachstum Turn-around geschafft Positive Stimmung Entwicklungen und Trends im IT-Markt aus Expertensicht ITK für Industrie & Dienstleister Neue Rolle für IT-Manager Online-Business wird für Unternehmen immer wichtiger E-Government regiert die Zukunft Weltmarkt wächst Notebooks immer beliebter Servermarkt entwickelt sich gut Wachsender Halbleitermarkt Neue Prozessorgeneration Gute Zeiten für Drucker und Multitalente Groß, größer, Widescreen Initiative der IT-Industrie Positive Aussichten Business-Lösungen Hohe Relevanz von CRM Deutlicher Strukturwandel Trends der Telekommunikation: mobil und schnell UMTS hat den Durchbruch geschafft Investitionen in Kommunikation Breitband macht fi t für den Wettbewerb Unternehmen verlassen sich auf mobile Technologien Steigende Investitionen Megatrend Smartphones Schlüsseltechnologie RFID Mit Sicherheit erfolgreich Nachholbedarf bei KMU Content-Security Security made in Germany Deutschland hat mit Fachkräftemangel zu kämpfen Deutsche Schulen brauchen bessere Ausstattung mit PCs Bildungsstudie Deutschland Die Werbeinvestitionen im ITK-Markt gehen nach oben Infomagazine liegen vorne Entscheidend im B-to-B-Markt: Decision Network B-to-B braucht Print Communication Networks Übersicht CN 10.1 Trend zu ITK Verbände und Institutionen der Branche Download sowie Brancheninfos und Werbeinvestitionen unter

3 Vorwort Informationstechnologie Die deutsche Wirtschaft investiert wieder. Informationstechnologie und Telekommunikation (ITK) gehören zu den Branchen, die davon besonders profi tieren. Schließlich kann nur ein Unternehmen, das hier auf dem neuesten Stand bleibt, im Wettbewerb bestehen. In kaum einem anderen Markt ist der Innovationsdruck so groß wie bei ITK. Die Kunden produzieren immer mehr Daten und brauchen immer bessere Möglichkeiten, sie zu managen und zu speichern. Zudem geht der Trend immer mehr in Richtung Mobile Business mit Laptop, PDA und Smartphone. Während Outsourcing und Offshoring von IT für viele Unternehmen die erste Wahl ist, setzen andere auf eigene Lösungen und entwickeln z.b. die von ihnen benötigte Software noch Inhouse. Dies gilt natürlich vor allem für größere Firmen. Der Mittelstand gerät zunehmend als Kundengruppe ins Visier der Service-Anbieter. Wichtige Trends in diesem Bereich sind Software-as-a-Service oder On-Demand. Auch die Hardware wird immer leistungsstärker. Prozessoren mit immer mehr Kernen machen das Arbeiten mit hochkomplexen Daten einfacher. Speicherkapazitäten in Terabyte-Größe sorgen für die notwendige Archivierungsmöglichkeit. In Deutschland sind viele kleinere und mittlere ITK-Firmen erfolgreich, die sich allerdings Sorgen um einen qualifi - zierten Nachwuchs machen. An deutschen Schulen fehlt es häufi g am notwendigen IT-Equipment. FOCUS analysiert die aktuellen Entwicklungen im ITK- Markt. Daten und Fakten zu Marktentwicklung, Hard- und Software, Unternehmen, Bildung, Werbemarkt und Kommunikation bieten einen umfassenden Einblick in einen der wichtigsten Zukunftsmärkte. April 2007

4 ITK-Markt Wachstumstreiber ITK Die Wirtschaft in Deutschland hat sich spürbar erholt. Führende Forschungsinstitute prognostizieren für 2007 ein Wachstum von 1,5 bis 2,3 Prozent. Nach Informationen des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) sehen auch deutsche Unternehmen ihre Zukunft wie - der positiver. Der Aufschwung ist beständig, und Informationstechnologie und Telekommunikation (ITK) gelten als Wachstumstreiber für nahezu alle Bereiche der Wirtschaft, wie Angela Merkel am Abend der CeBIT-Eröffnung 2007 betonte Beschäftigte machen den ITK-Markt zu einem der größten in Deutschland. Deutschland zählt zu den Top 3 im Markt 2007 hat sich die Lage am weltweiten ITK-Markt weiter verbessert. Dies ist ein Ergebnis der Studie European Information Technology Observatory 2007 (EITO). Weltweit sollen mit ITK 2007 rund 2,1 Billionen Euro umgesetzt werden gegenüber ein Plus von 2,8 Prozent. Mit einem Anteil von 33 Prozent führt Europa den Markt an. Den größten ITK-Einzelmarkt bilden 2007 mit einem Anteil von 28,4 Prozent die USA. Mit 13,7 Prozent folgt Japan auf Platz 2 vor Deutschland mit einem Anteil von 6,5 Prozent, was einem Volumen von 138,4 Mrd. Euro entspricht. In diesen drei führenden Ländern ist der ITK-Standard bereits hoch, sodass die Wachstumsraten entsprechend niedriger ausfallen. Länder, die unter der Wendung Rest of the world zusammengefasst werden, verzeichnen mit gut 7 Prozent das höchste Wachstum. Insbesondere asiatische Länder, aber auch mittel- und osteuropäische Staaten investieren stark in Informationstechnologie und Telekommunikation. Für 2008 rechnen die Experten mit einem abgeschwächten Wachstum. Laut EITO könnten 2007 nur mit Informationstechnik rund 978 Mrd. Euro Umsatz erzielt werden. Auch hier sind die USA mit einem Marktanteil von 37,7 Prozent der führende Einzelmarkt. Rest of the world (6,5%) 24,8 Japan (1,2%) Weltweiter ITK-Markt 2007 (in %) Marktvolumen 2007: Mrd. EUR (2,8%) 13,7 Europa (2,9%) USA (4,7%) Zahlen in Klammer: Veränderung zum Vorjahr Quelle: EITO 2007 in Kooperation mit IDC ITe_01 20,5 USA 37,7 Weltmarkt USA Europa Japan Rest of the world Quelle: EITO 2007 in Kooperation mit IDC 33,1 28,4 IT- und TK-Markt 2007 nach Welt-Regionen (in %) 31,7 Europa Quelle: EITO 2007 in Kooperation mit IDC Jährliche Wachstumsraten nach Welt-Regionen (in %) 1,2 1,2 0,7 34,6 TK-Markt (1.137 Mrd. EUR) IT-Markt (978 Mrd. EUR) 2,9 2,9 2,9 13,8 Japan 13,5 4,2 4,0 3,8 4,7 4,7 4,3 33,9 6,5 6,2 14,2 Rest of the world ITe_ ,5 ITe_03 1

5 ITK-Markt Software und Services sorgen für Wachstum Mit einem Wachstum auf Vorjahresniveau rechnet EITO für den europäischen IT- und Kommunikationsmarkt: dies bedeutet ein Plus von 2,9 Prozent auf dann 668 Mrd. Euro soll der Umsatz weiter auf 687 Mrd. Euro steigen. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) geht davon aus, dass die europäische High-Tech-Branche weiter stabil zulegen wird. Mit einem Plus von 4,4 Prozent und einem Umsatz von 320 Mrd. Euro ist die Informationstechnik ein zuverlässiger Wachstumsträger. Software (plus 6,5 Prozent) und Services (plus 5,5 Prozent) boomen. Insbesondere gefragt sind Dienstleistungen wie Outsourcing, Consulting und System-Integration. Um 1,7 Prozent im Jahr 2007 und um 2,2 Prozent im Folgejahr soll der Hardware-Markt nach Auffassung von EITO wachsen. Wachstumsimpulse kommen hier von Notebooks und Multifunktionsgeräten, während Desktop-PCs weniger nachgefragt werden. Auch 2008 erwarten die Experten für die Informations technik ein Wachstum: Dann soll das Umsatz volu men bei 335 Mrd. Euro liegen (plus 4,7 Prozent). 4,2% 631 EU*-Markt für Informationstechnik und Telekommunikation (in Mrd. EUR) 2,9% 649 *Ohne Zypern und Malta Quelle: EITO 2007 in Kooperation mit IDC 2,9% ITK-Markt 2007 in der EU* nach Produktsegmenten (in %) Marktvolumen 2007: 668 Mrd. EUR Endkunden-Kommunikations- Equipment Office-Equipment Daten- & Netzwerk-Equipment 4,2 1,2 IT-Services 6,4 20,9 Carrier Services 43,8 11,4 2,9% Software 12,0 Computer-Hardware ITe_04 DSL und UMTS *Ohne Zypern und Malta Quelle: EITO 2007 in Kooperation mit IDC ITe_05 Der positive Trend fällt bei der Telekommunikation geringer aus. Europaweit wird für 2007 lediglich ein Wachstum von 1,5 Prozent auf 348 Mrd. Euro und für 2008 von 1,1 Prozent auf 352 Mrd. Euro erwartet. Mit einem Plus von 6,4 Prozent zeigen hier vor allem Festnetzdatendienste wie DSL einen starken Aufwärtstrend. Stark nachgefragt sind auch mobile Datendienste, Mobilfunk per UMTS sowie Internet-Telefonie. Wachstum im ITK-Markt verspricht sich BITKOM vor allem in den Bereichen Telematik und Navigation, Logistik und RFID, Sicherheitstechnologien, Elektronik im Gesundheitswesen sowie in der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung. 0,5 5,0 Erwartetes Marktwachstum 2007 in den Hauptländern (in %) 1,7 6,1 0,8 2,8 Großbritannien Spanien Nordeuropäische Staaten** *Ohne Zypern und Malta **Ohne Norwegen Quelle: EITO 2007 in Kooperation mit IDC Informationstechnik 1,9 2,1 Italien -0,3 3,5 Deutschland Telekommunikation 1,7 4,6 Frankreich 1,4 5,0 Benelux- Staaten ITe_06 2

6 ITK-Markt Turn-around geschafft Die ITK-Umsätze in Deutschland liegen 2007 laut BITKOM mit 138,4 Mrd. Euro 2 Prozent über dem Vorjahresniveau sollen sie bei gleichbleibendem Wachstum auf 141 Mrd. Euro steigen. Wie im europäischen Markt ist auch hierzulande die Informationstechnik der Wachstumstreiber. IT-Hardware, -Software und -Dienstleistungen machen 49 Prozent des Gesamtmarkts aus gelang der Branche der Turn-around zum Wachstum. Für 2007 wird eine Steigerung von 3,5 Prozent auf 72,5 Mrd. Euro erwartet. Wie in der gesamten EU sind Software (plus 5,7 Prozent) und Services (plus 4,9 Prozent) besonders wachstumsstark. Auf Grund der erfreulichen konjunkturellen Entwicklung und einer verbesserten Haushaltslage der öffentlichen Hand investieren gewerbliche Kunden, Behörden und öffentliche Einrichtungen wieder stärker in IT-Lösungen. Mit einem marginalen Minus von 0,5 Prozent bleibt der Hardware- Markt 2007 nahezu stabil auf dem Vorjahresniveau. Microsofts Betriebssystem Vista belebt den PC- Absatz 2007 sowohl im gewerbli chen als auch im privaten Bereich. 60,8 66,6 Deutscher Markt für Informationstechnik und Telekommunikation (in Mrd. EUR) Informationstechnik 1) Telekommunikation 2) 127,4 127,7 131,1 134,1 62,5 64, ) IT-Hardware, Software, IT-Services 2) TK-Hardware, TK-Dienste Quelle: BITKOM (März 2007) ,0 66,0 65,2 66,3 68,1 136,1 66,1 70,0 138,4 65,9 72,5 141,0 65,8 75, Deutscher IT-/TK-Markt Wachstumentwicklung (in %) Informationstechnik 1) Telekommunikation 2) 2,7-2,0 3,6 1,6 2,8 1,9 2,8 0,2 3,5-0,3 3,7-0,2 ITe_07 Trendthema Software und Services , ) IT-Hardware, Software, IT-Services 2) TK-Hardware, TK-Dienste Quelle: BITKOM (März 2007) ITe_08 Software und IT-Dienstleistungen verzeichnen ei nen regelrechten Nachfrageboom. Der Markt erlebt einen Para digmenwechsel hin zu Serviceorientierten Ar chitekturen (SOA), die Software- Anwendungen vereinfachen, optimieren und an die jeweiligen Nutzerbedürfnisse anpassen. Weitere Trends sind IT-Sicherheit, Kundenmanagement und branchenspezifi sche Anwendungen, z.b. in der Logistik oder im Maschinenbau. Im Wachstumsmarkt IT-Services unterstützen Anbieter Unternehmen bei der Einführung neuer Hard- und Software lösungen oder übernehmen gleich ganze IT- und Kommunikationsaufgaben. IT-Out sourcing ist ein wesentlicher Markttrend. Make or buy das sind die Alternativen für professionelle Anwender bei der ITK-Modernisierung. TK-Dienste (/-0%) Deutscher ITK-Markt 2007 nach Segmenten (%) Marktvolumen gesamt: 138,4 Mrd. EUR (1,7%) 40,8 2,2 Bürotechnik (3,3%) TK-Endgeräte (-1,0%) 3,6 *Einschließlich Datenkommunikation **Ohne Carrier-to-Carrier-Geschäft Zahlen in Klammern = Veränderung zum Vorjahr Quelle: BITKOM (März 2007) 22,0 IT-Services (4,9%) 12,9 Software (5,7%) 12,0 6,4 Computer-Hardware (-0,5%) Netzinfrastruktur* (-0,5%) ITe_09 3

7 ITK-Markt Deutschland im Mittelfeld Pro-Kopf-Ausgaben für ITK Top 15-Länder der EU* (in EUR) Im Durchschnitt gab jeder Deutsche rund Euro für ITK-Produkte und -Dienstleistungen aus, 1,4 Prozent mehr als im Jahr zu - vor. Deutschland belegt im EU-Vergleich damit nur einen Platz im Mittelfeld. Schweden, die Nummer eins in diesem Bereich, verzeichnet um 53 Prozent höhere Pro-Kopf-Ausgaben. Für die Deutschen besteht hier also scheinbar noch ein großer Nachholbedarf. Schweden Dänemark Großbritannien Niederlande Finnland Belgien/Luxemburg Österreich Irland Deutschland Frankreich EU Italien Spanien Portugal Slowenien Griechenland Positive Stimmung *Ohne Zypern und Malta Quelle: EITO 2007 in Kooperation mit IDC ITe_10 Insgesamt zeigen sich die Unternehmen der deutschen ITK-Branche laut BITKOM-Branchenbarometer bei ihren Geschäftserwartungen für 2007 optimistisch. Mit steigenden Erlösen rechnen rund 71 Prozent von ihnen, 18 Prozent gehen von einer stabilen Entwicklung aus, 12 Prozent befürchten ein Minus. Im boomenden Software-Geschäft rechnen 85 Prozent der Software-Anbieter mit einem Zuwachs. Outsourcing, Miet-Software, Consulting und System-Integration werden stark nachgefragt. Hardware-Hersteller rechnen trotz einer Belebung auf Grund fallender Preise nicht mit einem Umsatzzuwachs. In Deutschland besteht vor allem beim ITK-Einsatz im öffentlichen Sektor E-Government und E-Health erheblicher Nachholbedarf. Im BITKOM-Branchen barometer gaben 62 Prozent der Befragten an, dass die Politik dringend in puncto ausufernder Bürokratie eingreifen muss. 53 Prozent beklagen die hohe Belastung durch Steuern und Abgaben. 59 Prozent sehen Handlungsbedarf beim unflexiblen Arbeitsrecht. Trotz des weltweiten Wachstums im ITK-Bereich müssen sich die Unternehmen weiter stark engagieren. Gerade Firmenkunden müssen vom tatsächlichen Nutzen ihrer ITK-Investitionen immer wieder überzeugt werden. Der Wettbewerb in diesem High-Tech-Markt ist hart und setzt die Hersteller nach wie vor unter Druck. Der Konsolidierungsprozess ist hier noch nicht abgeschlossen. Software IT-Dienstleistungen IT-Hardware TK-Infrastruktur Aktuelle Belastungen, die Unternehmen am stärksten bremsen (in %) Bürokratie Steuern & Abgaben Arbeitsrecht Umsatzerwartungen 2007 im Vergleich zum Vorjahr (in %) Fallend Basis: BITKOM-Branchenbarometer 4. Quartal Quelle: BITKOM (Stand: ) Stabil 5,1 10,3 84,6 9,4 Steigend 17,0 73,6 22,2 22,2 55,6 25,0 25,0 50,0 23,5 36,1 40,3 Juni September November 48,6 53,3 56,7 58,8 57,9 61,5 59,3 Basis: BITKOM-Branchenbarometer 4. Quartal ; Durchschnittswerte der Branchenbefragungen im jeweiligen Kalenderjahr Quelle: BITKOM (Stand: ) 67,9 ITe_11 74,2 ITe_12 4

8 IT-Markttrends Entwicklungen und Trends im IT-Markt aus Expertensicht Im Auftrag von FOCUS führt die PbS AG kontinuierlich Expertenbefragungen in wichtigen Basisund Zukunftsmärkten durch. Die aktuelle Befragung zur Informationstechnologie zeigt, dass die Branchenprofi s die Marktentwicklung vor allem auf Grund des allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwungs positiv einschätzen. Sorgen bereiten ihnen lediglich die Auswirkungen der Globalisierung, die zu einem höheren Kostendruck führen. Deutschland weist eine überdurchschnittliche Anbieterdichte auf. Dennoch haben aus Sicht der Experten Spezialanbieter bei klarer Positionierung und durch Kompetenz gute Chancen, sich im Markt zu behaupten. Nach Meinung der Experten sind Security und Dokumentenmanagement die wichtigsten Trends im IT-Markt. Aus Sicht der Nach frager sind mobiler Datenzugriff und Konvergenz ebenfalls zentrale Themen. Anbieter sehen SOA, RFID und VoIP als Trends. Darin manifestiert sich vor allem die technische Orientierung der Anbieter: Die Nachfrager halten SOA eher für weniger wichtig. Untersuchungsdesign der FOCUS-Befragung Entwicklungen und Trends im IT-Markt Tracking-Studien mit einer Befragungswelle pro Jahr und pro Markt. In jeder Welle werden Fragen zu einem gleichbleibenden Thema (Entwicklung) und zu einem aktuellen Themenblock erhoben. Zielgruppen: Top-Excecutives (Vorstände, Geschäftsführer, Inhaber, Marketingleiter) aller relevanten Märkte Stichprobe: 27 qualitative Interviews von Anbietern 14 qualitative Interviews von Nachfragern 1 Expertengespräch zu car2car Kommunikation Methodik: Telefonische und persönliche Befragung, standardisierter Fragebogen mit offenen Fragen Rekrutierung des FOCUS-Befragungspools: Es wurde schriftlich und telefonisch ein Expertenpool von 300 Teilnehmern rekrutiert, davon haben an dieser Welle 42 Befragte teilgenommen Märkte 1. Welle: IT-Markt, Medien Security und Dokumentenmanagement Trendthemen bei Anbietern wie Nachfragern Bewertung der folgenden Trends durch die Experten sehr stark Mittelwerte: Skala 1 = sehr stark bis 5 = sehr schwach Kostenersparnis Security Offshoring IT Business Alignment RFID sehr schwach ITe_125 Anbieter Nachfrager Verbindung von IT- und Branchenwissen wird immer wichtiger ERP VoiP Dokumentenmanagement Frage: Wie beurteilen Sie die Bedeutung der folgenden Trends in 2007 im IT-Markt allgemein und für Ihr Unternehmen? Quelle: FOCUS-Befragung Entwicklungen und Trends im IT-Markt ITe_113 An ihre Mitarbeiter stellen die Anbieter im IT-Markt veränderte Anforderungen: Reine IT-Spezialisten sind weniger gefragt als solche, die darüber hinaus Branchen- und Fremdsprachenkenntnisse mitbringen. Weiterbildungsmaßnahmen und internes Wis sensmanagement werden damit zum Key Success Factor der IT-Firmen. Auch aus der Sicht der Nachfrager aus den Unternehmen zählt noch vor der technologischen Entwicklung die klare Kundenorientierung des IT-Anbieters. Er muss das Business seines Kunden kennen. Für Nachfrager sind Kosteneffizienz und Prozessoptimierung Themen, die den Markt treiben. Hinzu kommen aus Anbietersicht Technologieinnovationen, die für Nachfrager wiederum weniger Bedeutung Anbieter Barrieren für die IT-Branche in 2007* Mangel an Fachpersonal Innovationsträgheit Investitionsbereitschaft der Kunden Gesetzgebungen Bedeutung der IT Nachfrager Gesetzgebungen Kosten Mangel an Fachpersonal Frage: Welches sind die wesentlichen Barrieren für die IT-Branche heute? * Die häufigsten Nennungen (jeweils maximal 5 Nennungen) Quelle: FOCUS-Befragung Entwicklungen und Trends im IT-Markt ITe_114 5

9 IT-Markttrends haben. Business-Kunden wünschen sich von den IT-Unternehmen vor allem die inhaltliche Auseinandersetzung mit den Anforderungen der jeweiligen Fachabteilung. Anbieter Mangel an Fachpersonal Zukünftige Einflussfaktoren* Nachfrager Bei den Nachfragern ist kein Trend erkennbar Mangel an qualifiziertem Fachpersonal und Zeit Investitionsbereitschaft der Kunden Experten der Anbieterseite sehen den Mangel an Fachpersonal und die geringe Innovationsbereitschaft ihrer Kunden als wesentliche Barrieren im Business. Hinzu kommen die gesetzlichen Rahmenbedingungen. Letztere werden von den Nachfragern ebenfalls als Hindernis wahrgenommen. Gesetzliche Restriktionen betreffen vor allem den Markttrend Security. Zudem sorgen bei ihnen sinkende Margen für weniger IT-Investitionen. Den erfolgreichen Einsatz von IT im Unternehmen ver hindert aus Sicht der Nachfrager auch mangelnde Zeit, die für Prozessoptimierungen dringend benötigt würde. Nach Meinung der Anbieter wird der Mangel an Fachpersonal auch in Zukunft die größte Herausforderung darstellen und damit den Markt negativ beeinflussen. Auch in Sachen Software divergieren die Auffassungen von Anbietern und Nachfragern. Während Nachfrager Wert auf Support, glaubwürdige IT-Firmen und Stabilität der Software legen, geben Anbieter an, dass das Know-how des Anbieters und die Erfüllung der Kundenanforderungen entscheidend sind. Bedeutung der IT Fehler der Anbieter Frage: Welches sind die wesentlichen Barrieren für die IT-Branche in Zukunft? * Die häufigsten Nennungen (jeweils maximal 5 Nennungen) Quelle: FOCUS-Befragung Entwicklungen und Trends im IT-Markt Entscheidungskriterien für Software Kriterien für Open-Source-Software Nachfrager Support und Personalkompetenz Glaubwürdiger Anbieter Funktionalität Wirtschaftlichkeit Anbieter Größe des Kunden Know-how des Anbieters Erfüllung der KD-Anforderungen (der Nachfrager) Quelle: FOCUS-Befragung Entwicklungen und Trends im IT-Markt Kriterien für ein anwenderspezifisches System Nachfrager Kompatibilität Qualität der Technologie Stabile Lösung Anbieter Ziel des Unternehmens Know-how des Anbieters ITe_115 ITe_116 Kommunikation über Community/Intranet (in %) Anbieter* Nachfrager** Austausch über Community im Intranet möglich? 63 Austausch über Community im Intranet möglich? 13 Nutzen Sie diese? 61 Nutzen Sie diese?*** 80 Nutzen Sie Weblogs und Community Plattformen? 37 Nutzen Sie Weblogs und Community Plattformen? 46 Interesse für einen IT-Anbieter über diesen Weg? 35 Interesse für einen IT-Anbieter über diesen Weg? 64 *Basis: Befragte **Basis Befragte ***nur 5 Antworten Quelle: FOCUS-Befragung Entwicklungen und Trends im IT-Markt ITe_117 6

10 IT-Markttrends Neukundengewinnung ist wichtiges Ziel Bei fast allen Anbietern sind die strategischen Marketingziele für die nächsten zwei Jahre die Stärkung und der Ausbau der Marktposition sowie die Generierung von Neukunden. Die Kernbotschaften der IT-Firmen lassen sich in drei Felder aufteilen: Vertrauen in Kompetenz, Qualität der Leistung und Zuverlässigkeit der Produkte. Entscheidend für die Nachfrager in Bezug auf den Anbieter sind gute Betreuung, schnelle Reaktionszeiten, Branchenkompetenz und proaktives Handeln. Defi zite in der Betreuung sehen die Nachfrager in mangelndem Know-how, zu langsamen Reaktionszeiten und mangelndem Eingehen auf Kundenbedürfnisse. In der Werbung spielt das Internet die Hauptrolle Im Marketing-Mix ist das Internet der wichtigste Kommunikationskanal. Er ermöglicht einen schnellen und unkomplizierten Austausch, bei dem neben der Schriftform auch gleichzeitig Bilder und Videos eingesetzt werden können. Darüber hinaus setzen die Experten nach wie vor auf persönliche Kontakte und Events, da im Face-to-Face-Gespräch Vertrauen und Kompetenz direkt vermittelt werden können. O-Töne aus der FOCUS-Befragung Die Firmenlandschaft verändert sich mit Web 2.0-Geschäftsmodellen. Ein neuer Typus von Anbietern wird entstehen. Ronny Franke, Leiter Business Unit Information and Service Portals, T-Systems Multimedia Solutions GmbH, Dresden Die Treiber und damit Erfolgsfaktoren sind ein international einheitliches Erscheinungsbild, eine globale Message mit einer lokalen bzw. regionalen Umsetzung. Jörg Petzhold, Marketing Program Manager SAS Deutschland, Heidelberg Immer mehr innovative Unternehmen setzen Social Software Lösungen zur Steigerung des Markenerlebnisses und zur Stärkung der Kundenbindung ein. Intern bauen insbesondere Konzerne auf die Vernetzung ihrer Mitarbeiter und die Schaffung moderner Wissensplattformen mit Hilfe der Online Social Networks. Jörg Wilcke, Kaufmännischer Leiter der CONTENS Software GmbH, München Das Erfolgsrezept im Web 2.0 ist die Anonymität. Der Benutzer sollte nie das Gefühl haben, eingeloggt zu sein. Auch Portale mit Social Networking stehen unter dem Credo der Anonymität. Suresh Shamanna, Director of European Operations / Geschäftsführer der Europazentrale Liferay GmbH, Langen Quelle: FOCUS-Befragung Entwicklungen und Trends im IT-Markt Positiv bewertet für eine effiziente Kommunikation mit dem Kunden wird aus Anbietersicht das Intranet. Weblogs und Communities sind im Business bereits weit verbreitet. Um ein nutzerkritisches Feedback in Weblogs machen sich die Anbieter dabei keine Sorgen. Die Experten in Unternehmen (Nachfrager) wünschen Kommunikation und Information aus firmenunabhängigen Expertenrunden. Sie bevorzugen die proaktive Suche an stelle der ungefragten Zusendung von Werbung. Negativ bewertet werden aus Nachfragersicht dementsprechend Direktmarketing und Cold Calls. 7

11 IT-Business ITK für Industrie & Dienstleister Auch bei den ITK-Investitionen macht sich der Optimismus im Hinblick auf die Wirtschaftslage und die Entwicklung des eigenen Unternehmens bemerkbar. Rund 94,3 Mrd. Euro werden deutsche Firmen laut einer Befragung von TechConsult 2007 für ITK-Produkte und -Services ausgeben. Mit 3,3 Prozent liegt das Wachstum marginal un ter dem der Vorjahre (plus 3,6 Prozent). Großunternehmen ab 500 Mitarbeiter machen mit 47,4 Mrd. Euro rund die Hälfte des Investitionsvolumens aus. Die andere Hälfte wird von kleinen und mittelgroßen Firmen aufgebracht. Dabei kommt den Kleinbetrieben mit 1 bis 9 Mitarbeitern und einem Investitionsvolumen von 14,1 Mrd. Euro eine besondere Bedeutung zu. Die Studie IT-Budget von InformationWeek und Mummert Consulting kommt zu dem Ergebnis, dass deutsche Unternehmen jeden fünften Euro für Informationstechnologie ausgeben. Um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, decken vor allem mittelständische und kleine Unternehmen ihren Nachholbedarf. Betrachtet man den ITK-Absatz nach Branchen, so zeigt sich, dass die Industrieunternehmen sowie die 1,6 Mio. Dienstleister mit jeweils rund 20 Mrd. Euro den größten Teil des Investitionsvolumens ausmachen. Die öffentliche Hand investiert rund 14 Mrd. Euro in ITK der größte Teil davon, nämlich 32,2 Prozent, fließt in Einrichtungen für Erziehung und Unterricht. Gute Prognosen ITK-Investitionen 2007 nach Unternehmensgröße in Deutschland (in Mrd. EUR) Mitarbeiter und mehr Investitionsvolumen gesamt: 94,3 Mrd. EUR 37,1 10,3 500 bis 999 Mitarbeiter 9,3 Basis: Unternehmen Quelle: eanalyzer ; TechConsult GmbH (IT Market Briefing 12/06) 1 bis 9 Mitarbeiter 14,1 6,1 7,0 10,5 200 bis 499 Mitarbeiter 10 bis 19 Mitarbeiter 100 bis 199 Mitarbeiter ITK-Investitionen 2007 nach Branchen in Deutschland (in Mrd. EUR) Industrie Dienstleistungen Öffentliche Verwaltung Banken und Versicherungen Handel Telekommunikation Versorger 2,27 2,00 5,53 Basis: Unternehmen Quelle: eanalyzer ; TechConsult GmbH (IT Market Briefing 12/06) 9,76 IT-Budgets (in %) 13,99 Wie wird sich das gesamte IT-Budget in den folgenden Jahren im Vergleich zum Budget verändern? 20 bis 99 Mitarbeiter 19,23 ITe_53 20,76 ITe_54 Auch das IT-Service-Unternehmen Capgemini kommt in einer aktuellen Studie zu einer positiven Zukunftsprognose für das IT-Geschäft, wobei die Lage für 2009 noch vorsichtig eingeschätzt wird. Wichtig für eine wachstumsstarke Entwicklung ist die gestiegene Planungssicherheit. Lediglich 6 Prozent der befragten Unternehmen machen keine Angabe zu ihrem IT-Budget für Die Projekte scheinen also bereits fest geplant und das Geld entsprechend verteilt zu sein Basis: Alle Befragten (n = 83) Quelle: Studie IT-Budget 2007; Capgemini Weiß nicht/ keine Angabe IT-Budget sinkt IT-Budget bleibt unverändert IT-Budget steigt ITe_55 8

12 IT-Business Neue Rolle für IT-Manager Sparen und effi ziente Abläufe ermöglichen, das waren die zentralen Aufgaben der IT-Abteilungen in den letzten fünf Jahren. Doch nun müssen sich viele CIOs einer anderen Herausforderung stellen: Immer mehr Unternehmen fordern den Beitrag der IT zum Geschäftserfolg. Dies ist ein Ergebnis des aktuellen CIO-Survey von Gartner, bei dem mehr als IT-Manager über ihre Prioritäten und Budgeterwartungen befragt wurden. Dabei wurde unter anderem eine Diskrepanz zwischen den Zielen der IT-Manager und den Anforderungen ihrer Firmenchefs deutlich. Letztere erwarten von der IT deutlich mehr Engagement für das Wachstum des Unternehmens. Nach der Gartner- Untersuchung wollen die Firmen von zwei Dritteln der Befragten 2007 schneller wachsen als der Markt. Bislang fehlt der IT jedoch der Blick für das strategische Business, da ihre Hauptrolle im operativen Geschäft lag. Langfristig sollen die CIOs ihren Beitrag zu einer verbesserten Wettbewerbsfähigkeit ihres Unternehmens leisten und letztlich mit dafür sorgen, dass neue Kunden gewonnen werden. Um im Jahr 2007 erfolgreich zu sein, ist es erforderlich, das Unternehmen von anderen abzuheben, um die Kunden zu gewinnen und zu halten, betont Mark McDonald, Group Vice President von Gartner. Für Deutschland sehen die Marktforscher hier einen deutlichen Nachholbedarf. Spätestens für 2008 erwarten sie aber auch hierzulande angesichts des Aufschwungs ein Umdenken und damit wachsende IT-Budgets. Prognose: Budgetveränderungen in den nächsten fünf Jahren nach Bereichen (in %) Security Integration und Serviceorientierte Architekturen Business Intelligence Mobility/Wireless CRM Portale ERP, TCO, Harmonisierung Wird steigen Bleibt gleich Wird geringer Weiß nicht/keine Angabe IT Infrastruktur- und IT-Service-Management Basis: Alle Befragten (n = 95) Quelle: Studie IT-Trends 2007; Capgemini Rolle des Chief Information Officers (CIO) im Unternehmen (in %*) Dienstleister für die reibungslose Lieferung von IT Treiber von technischen Innovationen Vermittler zwischen Fachabteilung und IT Business Partner des Managements, verantwortlich für die Umsetzung der geschäftlichen Anforderungen in technische Lösungen Optimierer von Geschäftsprozessen Heutige Rolle des CIO *Top-2-Boxes (Werte 1 2 auf einer Skala von trifft voll zu (1) bis trifft überhaupt nicht zu (6)) Basis: Alle Befragten (n = 105) Quelle: Studie IT-Budget 2007; Capgemini 2007 Zentrale Herausforderungen im Unternehmen (in %) 39 Zukünftige Rolle des CIO ITe_56 92 ITe_57 Was sind die zentralen Herausforderungen, denen sich Ihr Unternehmen derzeit im IT-Bereich stellen muss? Industrialisierung der IT Sicherheit Standardisierung/Konsolidierung Anwendungsintegration 44,5 44,3 52,9 Kostenmanagement 41,9 Die immer kostengünstigere und effi zientere Erbringung von IT-Leistung führt zu einer hohen Stan dardisierung oder Industrialisierung der Prozesse. Immer mehr Unternehmen gehen dazu über, standardisierte Abläufe kostensparend auszulagern und nur noch die Leistungen selbst abzu wickeln, die zu speziell für eine Standardisierung sind. Flexibilisierung der Geschäftsprozesse Prozessorganisation Rolle der IT als interner Dienstleister Innovation Strategische Technologieentscheidungen 13,2 Neue Unternehmensstrategie 12,2 Business Continuity 10,2 Outsourcing 5,3 Architektur 5,3 Basis: High-Level-IT-Entscheider Quelle: IT-Entscheiderstudie, IDG Business Verlag GmbH 23,2 21,9 32,9 31,8 ITe_58 9

13 IT-Business Die Standardisierung ist denn auch für viele IT- Manager von besonderer Bedeutung. Das bestätigt die IT-Entscheiderstudie des IDG Business-Verlags. Als zentrale Herausforderung nennen die IT-Verantwortlichen hier an erster Stel le die Sicherheit. Direkt dahinter folgt der Themen komplex Standardisierung/Konsolidierung. Im Jahr 2004, als die Studie erstmals erhoben wurde, stand das Kostenmanagement noch an erster Stel le, das jetzt auf Rang vier hinter der Anwendungs integration liegt. Bis 10 Mitarbeiter (1,52 Mio.) Decision Network Gesamt Monitor PC Drucker Virenschutz Spezielle Software Kopiergeräte Anschaffungsplan nach Betriebsgröße in den nächsten 12 Monaten (Anteil in %) 10 bis 100 Mitarbeiter (0,91 Mio.) 3,33 Mio. in % 9,6 9,1 8,5 5,5 4,9 4,5 100 bis 500 Mitarbeiter (0,41 Mio.) 500 und mehr Mitarbeiter (0,47 Mio.) Mittelstand wird umworben Multifunktionsgerät Betriebswirtschaftliche Software Computergesteuerte Maschinen 3,7 3,1 2, Über 40 Prozent der Ausgaben für ITK werden vom Mittelstand generiert. Für 2007 erwartet die Mehrheit dieser Unternehmen zunehmende (26 Prozent), zumindest jedoch gleichbleibende (51 Prozent) Ausgaben für Produkte der Sprach- und Datenkommunikation (Quelle: Mittelstandsindex, Avaya und TechConsult). Die IT-Marktforscher von RM Consult kommen in einer Studie mit IT-Leitern zu ähnlichen Ergebnissen. Sie sehen vor allem den Mittelstand als Wachstumstreiber für die ITK. Es ist also nicht verwunderlich, dass sich IT-Anbieter vermehrt dieser Zielgruppe zuwenden. In den nächsten Jahren möchte z.b. SAP mit einer neuen Mittelstandssoftware die Zahl der Kunden aus dem Mittelstand deutlich erhöhen. Die Ausgabefreude bei kleinen und mittleren Unternehmen sieht RM Consult z.b. in der wachsenden Bedeutung Service-orientierter Architekturen (SOA) sowie im hohen Ersatzbedarf veralteter Systeme. Auch die aktuelle FOCUS-Studie Communication Networks 10.1 Trend bestätigt die Kaufabsichten deut scher Unternehmen. Für die 3,33 Mio. Entschei der im Decision Network hat die Anschaffung von Hard- und Software oberste Priorität. Überdurchschnittlichen Anschaffungsbedarf in fast allen Bereichen haben Unternehmen mit 100 bis 500 Mitarbeitern, aber auch große Konzerne, die ihre globale Wettbewerbsfähigkeit sichern müssen. Für ITK-Unternehmen spielen gerade die 60 bis 70 Prozent der Entscheider eine besondere Rolle, die an der Kaufentscheidung von EDV-Hard- und Software sowie Telekommunikation be teiligt sind. Weiteres Computerzubehör Hardware Computer-Software zur Bürokommunikation Betriebssystem Spamfilter Telefon(anlage) W-LAN bzw. kabelloses Netzwerk Visualisierungstechnik Elektronische Terminplaner Wireless LAN Adapter Apple Computer 2,8 2,8 2,6 2,4 2,1 1,8 1,6 1,2 0,9 0, Basis: Decision Network (Selbstständige (mind. 2 Beschäftigte), Freiberufler (mind. 1 Beschäftigter), ltd. Angestellte oder höhere Beamte, berufstätig) Quelle: Communication Networks 10.1 Trend Beteiligung am Entscheidungsprozess im Unternehmen (in %) Treffe die Kaufentscheidung zu einem konkreten Angebot oder Produkt Treffe die Entscheidung über den Etat, über Finanzierungsmöglichkeiten Prüfe und beurteile die technischen Möglichkeiten sowie die verschiedenen Bezugsmöglichkeiten Beschaffe Informationen, informiere andere Führe die Bestellung, Besorgung oder den Kauf durch Äußere Wünsche, weise auf Fehlendes hin, gebe Anregungen oder mache Vorschläge EDV-Hard- und Software Telekommunikation inkl. Auswahl der Internet-/Telefonprovider Basis: Entscheidungsbeteiligte im Decision Network (Selbstständige, Freie Berufe, ltd. Angestellte/Beamte, berufstätig) Quelle: Communication Networks 10.1 Trend / Potenzial: 3,15 Mio. 64,6 60,8 63,8 69,3 68,1 77,9 74,7 ITe_59 90,5 ITe_60 10

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