Fakultät für Gesundheit und Soziales. Arbeitsbereich Sozialmanagement. Bachelorstudium Sozialmanagement. Masterstudium Services of General Interest

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1 Fakultät für Gesundheit und Soziales Newsletter 12/2013 Arbeitsbereich Sozialmanagement Bachelorstudium Sozialmanagement Masterstudium Services of General Interest 25. AUSGABE seit Nov Studium mit Zukunft

2 Prof. Dr. Markus Lehner Studiengangsleiter Editorial Wir freuen uns Ihnen den Newsletter Sozialmanagement Nr. 25 zu präsentieren! Liebe Leserinnen und Leser! Vor acht Jahren, im November 2005, erschien die Startnummer des Newsletter Sozialmanagement. Der Impuls dazu kam vom ersten Jahrgang der Sozialmanagement-Studierenden. In der Lehrveranstaltung Marketing und Öffentlichkeitsarbeit erarbeiteten sie Vorschläge für ein Kommunikationskonzept des damals noch wenig bekannten Studiengangs. Kernpunkt des Konzepts war ein -Newsletter damals ein noch wenig gebräuchliches Medium um kostengünstig Führungskräfte in der Sozialbranche, aber in Zukunft auch Absolventen erreichen zu können. Sie recherchierten auch einen ersten Bestand an -Adressen, eine Studentin erstellte einen Layout-Entwurf. Das Echo bei unseren Partnern war so positiv, dass dieser Newsletter seither dreimal im Jahr herausgegeben wird. 25. Newsletter SOMA! In diesen acht Jahren hat sich vieles verändert. Das Titelblatt unserer ersten Ausgabe 2005! Impressum: Herausgeber: FH OÖ Fakultät für Gesundheit und Soziales A-4020 Linz, Garnisonstraße 21 Redaktion: Dr. Markus Lehner, Dr. Paul Brandl Tel.: +43 (0) Design / Grafik: Elfi Wall 2007 erfolgte der Umstieg vom Diplomstudium zum Bachelor- und Masterstudium. Mit dem Begriff Arbeitsbereich Sozialmanagement fanden wir eine begriffliche Klammer für das Bachelorstudium Sozialmanagement und den entsprechenden Schwerpunkt des Masterstudiums Services of General Interest. Diese Entwicklung brachte eine größere Vielfalt an berichtenswerten Aktivitäten mit sich: Bachelorund Masterarbeiten, Projekte unterschiedlichen Zuschnitts in beiden Studien. Andererseits fiel der Verkürzung der Studiendauer auch manches zum Opfer, etwa die Auslandspraktika. Auch eine Einbindung der Studierenden in die redaktionelle Arbeit erwies sich abgesehen bei direkter Ansprache - als nicht mehr realisierbar. Das Grundkonzept wurde jedoch beibehalten: Der Newsletter soll Interessierte aus der Sozialbranche regelmäßig über unsere Aktivitäten informieren. Im Vordergrund stehen Projekte der Studierenden, aber auch die Berufspraktika und die besten Abschlussarbeiten. So sollen die potentiellen Arbeitgeber erfahren, was unsere AbsolventInnen können. Auch BewerberInnen soll damit ein realistisches Bild des Studiums vermittelt werden. Mit gelegentlichen Fachbeiträgen und Hinweisen auf Publikationen wollen unsere ProfessorInnen inhaltliche Akzente setzen. Inzwischen hat der Newsletter ca regelmäßige Bezieher im In- und Ausland. Wir hoffen, damit einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Sozialwirtschaft zu leisten. Markus Lehner Seite 2 Sozialmanagement 12/2013 University of Applied Sciences

3 TERMIN 7. Februar bis Uhr FH OÖ - Campus Linz Garnisonstraße Linz Einladung Forum Sozialmanagement 2014 Thema: Wie soziale Dienstleistungen wirken Gute Absichten zu haben reicht im Bereich sozialer Dienstleistungen schon lange nicht mehr aus. Der Blick richtet sich immer stärker auf die Frage, was diese Dienstleistungen bei den Empfängern und in der Gesellschaft bewirken. Mit dem Bekenntnis zu einer wirkungsorientierten Verwaltungsführung auf Ebene der Landes- wie der Bundesverwaltung hat auch der zentrale Aufraggeber der Sozialwirtschaft diesen Blickwinkel zu seinem Programm gemacht. Das 8. Forum Sozialmanagement 2014 stellt sich der Frage, wie man die Wirkungen sozialer Dienstleistungen messen kann. Das Thema Performance Measurement soll nicht nur von wissenschaftlicher Seite her beleuchtet werden, auch unterschiedliche praktische Zugänge zur Thematik werden vorgestellt und diskutiert. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Infos & Anmeldung: Programm: 9.00 Uhr Begrüßung HS1 Prof. Dr. Markus Lehner, FH OÖ Fakultät für Gesundheit und Soziales 9.10 Uhr Keynote Wirkungsorientiertes Performance Measurement Univ. Prof. Dr. Dorothea Greiling, Johannes Kepler Universität Linz Uhr Statement Effektive Performance aus Sicht der oö. Sozialwirtschaft eine Studie Katharina Friedl BA, FH OÖ Fakultät für Gesundheit und Soziales Uhr Statement Performance Measurement aus Sicht der Direktion Soziales und Gesundheit des Landes OÖ Direktor HR Dr. Matthias Stöger, Direktion Soziales und Gesundheit des Landes OÖ Uhr Pause Uhr Workshops (HS 2 und HS 7) Evaluierungen als Instrument des Performance Measurement Prof. (FH) Dr. Fritz Hemedinger, FH OÖ Fakultät für Gesundheit und Soziales Wirkungsmessung im Performance Measurement Prof. (FH) Dr. Thomas Prinz, FH OÖ Fakultät für Gesundheit und Soziales Uhr Podiumsdiskussion mit den ReferentInnen Uhr Mittagsbuffet, Ausklang Seite 3 Sozialmanagement 12/2013 University of Applied Sciences

4 TERMIN Februar 2014 Fachhochschule Nordwestschweiz Hochschule für Soziale Arbeit Olten / Schweiz Internationale Arbeitsgemeinschaft Sozialmanagement / Sozialwirtschaft Einladung Internationaler INAS-Fachkongress Sozialmanagement/Sozialwirtschaft 2014 Unter dem Leitthema Versorgung gestalten: Innovation Kooperation Vernetzung Konkurrenz findet vom 12. bis 14. Februar 2014 in Olten der Internationale INAS-Fachkongress Sozialmanagement/Sozialwirtschaft statt. Gesellschaftliche, sozialpolitische, wirtschaftliche, organisationale und wissenschaftliche Entwicklungen ziehen veränderte Bedarfslagen, neue Finanzierungs- und Steuerungsmodelle, Fragen der Wirkungsorientierung, der Effizienz und der Professionalisierung von Versorgung nach sich. Dies erfordert von Auftraggebenden und Anbietenden sozialer und gesundheitsbezogener Dienstleistungen Anpassungs- und Entwicklungsleistungen und ein stetiges Nachdenken über optimale Formen der Gestaltung von Versorgung, ihrer Rahmenbedingungen und der Zusammenarbeit innerhalb von Organisationen, zwischen ihnen und über sie hinaus. Die Internationale Arbeitsgemeinschaft Sozialmanagement/Sozialwirtschaft INAS e.v. und die Hochschule für Soziale Arbeit FHNW freuen sich, am Fachkongress die angesprochenen Themen mit Expertinnen und Experten aus Lehre und Forschung sowie Fach- und Führungskräften aus Praxis und Politik aus dem Inund Ausland zu diskutieren. Der Fachkongress in Olten wird vielfältigen Raum für den Austausch bieten und Impulse für die Gestaltung der Versorgung in der Zukunft geben. Programm, Anmeldung und weitere Informationen unter: Kontakt: Neuer Vorstand Internationale Arbeitsgemeinschaft Sozialmanagement/Sozialwirtschaft (INAS) Auf der Mitgliederversammlung der INAS am an der Evangelischen Fachhochschule Nürnberg wurde ein neuer Vorstand gewählt. Die INAS versteht sich als internationaler Zusammenschluss von Lehrenden und Forschenden im Bereich des Sozialmanagements und der Sozialwirtschaft an Hochschulen und Forschungsinstituten. Aktuell organisiert sie Mitglieder aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien. Aufgrund seines bevorstehenden Ruhestandes kandidierte der bisherige Vorsitzende, Prof. Dr. Herbert Bassarak (Fakultät Sozialwissenshaften an der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg), nicht mehr für den Vorstand. Die Mitgliederversammlung wählte in den dreiköpfigen Vorstand Prof. Dr. Agnès Fritze (Institut für Beratung, Coaching und Sozialmanagement an der Fachhochschule Nordwestschweiz), Prof. Dr. Paul Brandl (Studiengang Sozial- und Verwaltungsmanagement an der Fachhochschule Oberösterreich, Linz) und Prof. Dr. Armin Wöhrle (Fakultät Soziale Arbeit an der Hochschule Mittweida). Den Vorsitz führt Frau Agnès Fritze. Weitere Informationen unter: Seite 4 Sozialmanagement 12/2013 University of Applied Sciences

5 Bachelorarbeit von Barbara Holzinger Soziale Integration älterer Menschen durch Angebote der Tagesbetreuung Download: dokumente/bachelorarbeit_ Holzinger.pdf Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und veränderter Familienstrukturen müssen Angebote zur sozialen Integration älterer Menschen zur Verfügung gestellt werden, um dem Risiko der Vereinsamung und der damit verbundenen psychosomatischen Gesundheitsgefährdung entgegenzuwirken. Tagesbetreuungsangebote stellen eine Möglichkeit dar, soziale Beziehungen aufzubauen. Sie bieten den Besuchern eine Tagesstruktur, Sicherheit, Geborgenheit, Gemeinschaft, Pflege und die Förderung von Ressourcen und sie entlasten die Angehörigen. Ein wohnortnahes Angebot an Tagesbetreuungsplätzen ist notwendig, da die gute Erreichbarkeit ein wesentliches Kriterium für die Inanspruchnahme darstellt. Eine Möglichkeit dazu stellt die in Alten- und Pflegeheimen integrierte Tagesbetreuung dar. Dieses Konzept einer Einbindung der Tagesgäste in den Heimalltag wurde in Oberösterreich bisher in den Bezirken Braunau, Kirchdorf, Rohrbach und Wels-Land zur Versorgung mit Tagesbetreuungsplätzen umgesetzt. Anhand von Interviews mit den Personen, die für die Tagesbetreuung in den Alten- und Pflegeheimen dieser Bezirke zuständig sind, wurden Erfahrungen und Empfehlungen gesammelt und ausgewertet. Sie zeigen Vor- bzw. Nachteile auf machen deutlich, welche Ansprüche potentieller Nutzer erfüllt werden können. Bachelorarbeit von Michael Hroncek Venture Philanthropy - eine Einschätzung über das Potential einer alternativen Finanzierungsform für NPOs in Oberösterreich Download: dokumente/bachelorarbeit_ Hroncek.pdf Die vorliegende Bachelorearbeit beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit oberösterreichische Non Profit Organisations (NPOs) durch Venture Philanthropy (VP) finanziert werden könnten. Der Begriff Venture Philanthropy (VP) meint eine nicht staatliche, private Finanzierungsform für gemeinwohlorientierte Organisationen mit den Methoden des Finanzmanagement für neugegründete, risikoreiche Unternehmen. Stiftungen spielen bei diesem Konzept eine zentrale Rolle. Finanzielles und immaterielles Kapital wird dabei systematisch mit Managementwerkzeugen wie zum Beispiel Businessplänen, Exitstrategien und Wirkungsmessungen, zur Verfügung gestellt. In Europa (mit Ausnahme von Großbritannien) sind diese Aktivitäten eher ein Novum. Im Rahmen dieser Arbeit wurde eine empirische Studie mit explorativem Charakter bei mittleren und großen Unternehmen sowie bei eigennützigen Privatstiftungen in Oberösterreich durchgeführt. Durch die Datenrecherche und die Entwicklung einer Auswertungsmatrix wurde der Weg für ausgedehntere Forschungsarbeiten geebnet. Seite 5 Sozialmanagement 12/2013 University of Applied Sciences

6 Bachelorarbeit von Sabrina Kaineder Die Human Resource Scorecard in Non-Profit Organisationen am Beispiel der Blutzentrale Linz Download: dokumente/bachelorarbeit_ Kaineder.pdf Personal zählt zu den wichtigsten Faktoren in Non-Profit Organisationen. Die immer knapper werdenden finanziellen Ressourcen und eine hohe Personalintensität der Non-Profit Organisationen verlangen nach einer Professionalisierung des Personalmanagements, vor allem Wissen über geeignete Steuerungs- und Entscheidungsmechanismen. Ein Management Instrument, das dieser Entwicklung und den Anforderungen des Human Resource Management gerecht werden kann, ist die Balanced Scorecard mit ihrer Verknüpfung von strategischen mit operativen Zielen. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich zuerst mit dem formalen Konzept der Balanced Scorecard und stellt dar wie dieses für Non- Profit Organisationen adaptiert werden muss. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf den Personalbereich gelegt. Auf Grundlage der theoretischen Ergebnisse zeigt die Autorin, wie eine Human Resource Scorecard für den Personalbereich in Non- Profit Organisationen aussehen kann, um den theoretischen und praktischen Ansprüchen Rechnung zu tragen. Anhand einer Fallstudie in der Blutzentrale Linz wird für diese Non-Profit Organisation eine Human Resource Scorecard entwickelt. Bachelorarbeit von Karin Raab Personaleinführung im Kontext von Strategie, Struktur und Kultur. Konzept zur erfolgreichen Personaleinführung beim OÖ Familienbund als Element strategischen Personalmanagements. Download: dokumente/bachelorarbeit_ Raab.pdf Mit der Auswahl und Einstellung neuer Mitarbeiter/innen ist es nicht getan! Einerseits braucht es eine erfolgreiche Einführung neuer Mitarbeiter/innen als Voraussetzung für eine produktive und langfristige Mitarbeiterbindung. Andererseits gilt es Führungskräfte im Sinne einer hohen Arbeitgeberattraktivität bestmöglich im Einführungsprozess zu unterstützen. Dazu braucht es eine zielgerichtete und systematische Vorgehensweise bei der Integration neuer Mitarbeiter/innen. Diese Forderung wird in der vorliegenden Arbeit bei der Entwicklung eines Konzepts zur erfolgreichen Personaleinführung beim OÖ Familienbund aufgegriffen und realisiert. Als zukünftiger, verbindlicher Standard legt das Konzept den Fokus sowohl auf die Bedürfnisse der neuen Mitarbeiter/innen, als auch auf die der Führungskräfte. Neben den Erkenntnissen aus der Fachliteratur wurden bei der Auswahl und Konzeption der jeweiligen Maßnahmen sowohl die strategischen, strukturellen und kulturellen Rahmenbedingungen als auch die personalpolitischen Ziele der Organisation berücksichtigt. Seite 6 Sozialmanagement 12/2013 University of Applied Sciences

7 International Best Practice SGI-SOMA Jg München wir kommen! Am Anfang stand der Anspruch, dass es eine unvergessliche Studienreise des Studienschwerpunkts Sozialmanagement werden sollte. Grundlagen für den Erfolg: die gemeinsame Suche nach der Destination, die Entscheidung für das Verkehrsmittel, die Festlegung der Unterkunft und schließlich die Erarbeitung des Programms. In München starteten wir mit den Isar-Kliniken. Auf engsten Raum wird dort die Essensversorgung mittels Cook and Freeze bewältigt. Bis zu 120 Menüs stehen zur Auswahl. In der Küche werden nur die fahrenden Öfen mit der Tiefkühlkost und frischen Salaten bestückt. Auf der Station werden die Menüs zeitgerecht und entsprechend den Hygienevorschriften (HACCP) erhitzt. Ein nachfolgender Test einer Vielfalt an Menüs fiel sehr positiv aus. Der Rest des Nachmittags stand für die Reisegruppe zur freien Verfügung. Er wurde intensiv für eine Stadtbesichtigung inklusive Shopping- Tour genutzt. Am zweiten Tag stand die Hochschule München am Programm, wo wir uns das Thema E-Learning im Sozialmanagement gewünscht hatten. Frau Prof. Dr. Reinhilde Beck präsentierte nicht nur den Studiengang, sondern schilderte an Hand von Beispielen auch den Stand des E-Learnings im Sozialmanagement. Anschließend ging es wieder um das Thema Verpflegung. Eine teilnehmende Studentin, Christina Greinecker, schreibt ihre Masterarbeit zum Thema Verpflegungsformen im Katastrophenfall. Durch ihre Kontakte ist es gelungen auch eine zweite Art der Essensversorgung kennenzulernen: Cook & Chill. Im Hofbräuhaus führte uns Herr Resl von der Fa. Convotherm als Ausstatter der Öfen die dortige Aufbereitung des Essens vor. Anschließend konnten wir uns wiederum von der Qualität des Essens überzeugen. Wir waren beeindruckt und überlassen die wissenschaftliche Beurteilung Frau Greinecker. Am letzten Tag wollten wir innovative Projekte in Stadt und Land im Seniorenbereich kennenlernen. Für das Sozialreferat der Stadt München vermittelte uns die Projektleiterin, Frau Gramenz, die Ergebnisse eines gerade fertiggestellten Pilotprojektes zum Thema Präventive Hausbesuche für ältere Münchner. Dieses Projekt wurde in vier Modellregionen in München durchgeführt und liefert nun der Politik Informationen für die weitere Vorgangsweise in der Altenarbeit. Andere Erfahrungen machten wir in Eching, einer Gemeinde im Speckgürtel von München. Wir lernten das dortige Alten-Service-Zentrum durch die Leiterin, Frau Lebich, kennen. Sie schilderte die Entstehung der Einrichtung, die durch viel Eigeninitiative und freiwillige Mitarbeit entstanden ist. Die Einbindung der Senioren durch deren freiwillige Mitarbeit ist auch heute zentraler Bestandteil dieses Konzepts. Eine Führung durch das Haus schloss den Besuch ab. Die Exkursion war wirklich ein Erlebnis! Prof. (FH) Dr. Paul Brandl v.l.n.r.: Prof. (FH) Dr. Sebastian Martin, Prof. (FH) Dr. Paul Brandl, Kristina Juchum, Eva Plasch, Hanna Geyerlechner, Verena Brandstetter, Florian Mich, Andreas Zauner, Christina Greinecker, Mario Auinger, Herr Berger (München) Seite 7 Sozialmanagement 12/2013 University of Applied Sciences

8 Neu im Team Linda Tuttle Weidinger Linda Tuttle Weidinger, B.A., wuchs in den U.S.A. in New Jersey und Pennsylvania auf und kam 1982 nach ihrem Germanistik Studium am Wheaton College in Massachusetts als Fulbright Teaching Assistant nach Linz/Auhof, wo sie zwei Jahre lang die englischen Sprachkenntnisse der Schüler aufbauen durfte. In dieser Zeit begann sie immer mehr Gefallen an dem Land, den Menschen und der Sprache zu finden und fasste den Entschluss, sich im Jahr 1985 mit ihrem Mann im Mühlviertel niederzulassen. Sie hat eine erwachsene Stieftochter und ein zweijähriges Enkelkind. Tuttle Weidinger war bereits von als freiberufliche Lektorin an der Fachhochschule für Gesundheit und Soziales tätig und ist seit dem 1. Oktober 2013 in der Fakultät angestellt. Seit 1985 ist sie als Sprachtrainerin am WIFI OÖ und in diversen Firmen beschäftigt. Sie arbeitet außerdem als Prüferin für die University of Cambridge ESOL, als Dolmetscherin für das Oberlandesgericht Linz und als Übersetzerin. Tuttle Weidinger ist seit 2008 Vize-Präsidentin der Österreichisch-Amerikanischen Gesellschaft OÖ Buchvorstellung Bauer Günther, Einführung in das systemische Sozialmanagement Führung braucht eine gute Theorie des Feldes, der Organisation, der eigenen Tätigkeit. Führung ist ein Kunsthandwerk des Gestaltens von sozialen Prozessen. Und Führung ist eine Frage der Haltung, der Offenheit, der Authentizität, der Werte. Das Buch überzeigt auf allen diesen Ebenen (Univ.- Prof. Dr. Ralph Grossmann, Klagenfurt) Der Autor ist Geschäftsführer bei den Seniorenzentren der Stadt Linz und Lektor im Studium Sozialmanagement der FH OÖ. Das Buch ist 2013 im Carl-Auer Verlag erschienen. Näheres: Seite 8 Sozialmanagement 12/2013 University of Applied Sciences

9 Absolventenportrait Doris Pettighofer BA Was war die Motivation für das Studium? Bereits mit dem Abschluss meiner Lehre im Gastgewerbe war mir klar, dass ich meinen Bildungsweg noch fortsetzen werde. Wann und in welche Richtung es gehen würde, musste sich aber erst entwickeln. Der Lehre folgten eine Umschulung zur Floristin, eine Anstellung als Rezeptionistin, Familien- und Erziehungsarbeit und ehrenamtliche Tätigkeiten im Bereich der Alleinerziehendenarbeit. Aus all diesen Erfahrungen heraus erlebte ich immer wieder die Auswirkungen, die Erwerbsarbeitsumfeld und Rahmenbedingungen auf einzelne Menschen und in Folge auf deren Familie und die Gesellschaft haben. So entstand der Entschluss, meine berufliche Zukunft in den Sozialbereich zu lenken, vorzugsweise auf dem Gebiet der Verwaltung. Im Studium Sozialmanagement sah ich für mich die Chance, meine Kenntnisse und Erfahrungen durch eine fundierte Ausbildung zu erweitern und in einem für mich sinnvollen Arbeitsumfeld einzusetzen. Wie würden Sie im Rückblick das Studium bewerten? Aus heutiger Sicht betrachtet, hat das Studium meine Erwartungen voll erfüllt. Ohne zu übertreiben kann ich sagen, dass fast alle Lehrinhalte eine Relevanz in meinem beruflichen Alltag haben. Sie haben eine sehr gute Basis für mein heutiges berufliches umfangreiches Aufgabengebiet gelegt. Besonders hilfreich erwiesen sich zudem die vielseitigen Berichte der Vortragenden aus ihren beruflichen Tätigkeiten in sozialen Unternehmen und Erfahrungen mit öffentlichen Trägern. Hier wurde neben der Theorie viel praktisches Wissen vermittelt, das ich sehr gut verwerten kann. Insbesondere die realistische Darstellung der Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze haben mir bereits mehrmals einen Vorsprung verschafft. Einen weiteren Punkt möchte ich an dieser Stelle noch anbringen. Viele während des Studiums entstandene Kontakte und Freundschaften blieben bestehen und gehen weit über rein private Kontakte hinaus. Immer wieder gibt es berufliche Überschneidungen, aus denen auch schon punktuelle Zusammenarbeiten entstanden sind. Wie ist Ihr beruflicher Weg verlaufen? Bereits während des Studiums ergab sich für mich die ehrenamtliche Mitarbeit im Vorstand der Österreichischen Plattform für Alleinerziehende (ÖPA), und kurz nach meinem Abschluss stieg ich auf hauptamtlicher Ebene als Projektmanagerin im Verein ein. Dabei erstreckten sich meine Tätigkeiten von der Planung und Koordination von PolitikerInnengesprächen, Arbeitsgruppen und Projekten, Antragstellung und Berichtslegung bei den Fördergebern, Öffentlichkeitsarbeit bis zu Recherchearbeiten zu inhaltlichen Fragestellungen. Seit Oktober dieses Jahres bin ich mit der Leitung der Geschäftsstelle in Wien betraut. Als Interessenvertretung für Ein-Eltern-Familien und Mitglied im Familienpolitischen Beirat tritt die ÖPA bundesweit auf politischer und gesellschaftlicher Ebene für strukturelle Verbesserungen und vollwertige Teilnahme der Alleinerziehenden am gesellschaftlichen Leben ein. Vorrangig geht es in unserer Arbeit um die Existenzsicherung der Familien. Wir wollen nach wie vor bestehende Missstände aufzeigen und ihre Beseitigung anregen sowie die Ein-Eltern-Familien in ihrer gesellschaftlichen Anerkennung stärken. Dazu stellen wir unsere Expertise in direktem Kontakt mit politischen Entscheidungsträgern, Medien und MultiplikatorInnen zur Verfügung. Durch meine Mitarbeit bei der ÖPA sehe ich mein Berufsziel zu einem sehr hohen Anteil verwirklicht. Sehr wohl gab es seit Beginn des Studiums Höhen und Tiefen und auch manchmal Zweifel, doch grundsätzlich stellt sich die Entscheidung für das FH-Studium als gut heraus. Mit der Übernahme meiner neuen Funktion stellen sich neue berufliche Herausforderungen wer weiß, wohin der Weg führen wird. Seite 9 Sozialmanagement 12/2013 University of Applied Sciences

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