Studienberatung an deutschen Hochschulen Frühere Entwicklungen Neue Perspektiven zu gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen

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1 Dr. Gerhart Rott, Bergische Universität Wuppertal Qualitätsstandards in der Studienberatung an deutschen Hochschulen ELGPN WP 4 Field Visit, Berlin Mai 2009 Deutsche Fassung für die GIBeT-Fachtagung Information, Beratung und Therapie an Hochschulen: Qualität sichern und weiterentwickeln Heidelberg, Einführung 1 Überblick über Qualitätsstandards in der Studienberatung an deutschen Hochschulen Frühere Entwicklungen Neue Perspektiven zu gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen 2 Quellen: Hochschulrektorenkonferenz (HRK) Gesellschaft für Information, Beratung und Therapie an Hochschulen e.v. (GIBeT) Career Service Netzwerk Deutschland (CSND) 3 Studienberatungsstellen in Hochschulen der Bundesrepublik seit den 1970er Jahren GIBeT: Seit den 1990ern eine wichtige Basis, um den Expertenaustausch Neue Entwicklung von Careers Services in den letzten Jahren Einführung Kontext 1

2 4 Qualitätsstandards und Qualitätssicherung Qualitätsaspekte spielen schon während der frühen Etablierungsphasen eine wichtige Rolle Pilotprojekte bringen weitgefächertes Wissen über Verfahrensverbesserungen und Nutzerfreundlichkeit der Services 1990er: Erneutes Interesse für das Thema Studienberatung Neue, umfassende Resolution zur Studienberatung (HRK, 1994) 5 HRK Statement: Standards Minimale Qualifikationen: Hochschulabschluss Detailliertes Wissen über die verschiedenen Arten von Hochschulen und Studiengängen Wissen über Zugangsvoraussetzungen und Abschlüsse Beratungskompetenz Möglichst Erfahrung in der Hochschullehre oder praktische Erfahrungen außerhalb von Hochschulen 6 HRK Statement: Training Training und Weiterbildung: Spezifische Kurse für neue Mitarbeiter/innen; Angebote durch die Hochschulen Erfahrungsaustausch: Regelmäßiger Austausch auf Landesebene HRK bietet Unterstützung beim Austausch auf Bundesebene an 7 Qualitätsstandards und Qualitätssicherung Europaweit vergleichende Ansätze regten Forschung auf dem Gebiet der Studienberatungsstellen an Breite Diskussionen über Total Quality Management (TQM) ARGE (jetzt GIBeT): Bildung einer Arbeitsgruppe für Qualitätsmanagement in der Studienberatung 2

3 8 ARGE Arbeitsgruppe: Begründung EFQM Rahmen: EFQM Excellence Model EFQM Excellence Model sollte auf das Feld der Hochschulberatung übertragen werden Kohärenter, holistischer und systemischer Ansatz Selbstbewertung Flexibilität in Bezug auf den Arbeits- und Zeitumfang 9 Schlüsselelemente des EFQM Excellence Models Ergebnisorientierung Kundenorientierung Führung und Zielkonsequenz Management in Prozessen und Fakten Mitarbeiterentwicklung und -beteiligung Kontinuierliches Lernen, Innovation und Verbesserung Aufbau von Partnerschaften Verantwortung gegenüber der Öffentlichkeit 10 9 Gebiete der Bewertung (PLAN) (DO) (CHECK) 3. People 7. People management satisfaction 5. Management 1. Leadership 2. Policy and of processes 6. Customer 9. Business strategy satisfaction results 8. Impact on 4. Resources society Organisation Result Feedback (ACT) 11 RADAR Entwicklung einer RADAR Score Matrix Result (Ergebnisse) Approach (Vorgehen) Deployment (Umsetzung) Assessment und Review (Bewertung und Überprüfung) Vorschläge für ein fortlaufendes Lernen und einen stetigen Verbesserungsprozess Vorschläge zur Implementierung Source: 3

4 12 EFQM Excellence Model auf die Ebene der Studienberatung transferiert 2002: Handbuch für Studienberatungsstellen veröffentlicht, um eine Basis für Selbstassessment im Qualitätsmanagement zu schaffen 13 Trainings Umstrukturierung einiger Beratungsstellen Generelle Erweiterung von Qualitätsstandards und Steigerung des Bewusstseins für Qualitätssicherung Ergebnisse Workshops Ergebnisse 14 Begrenzte Umsetzung Begrenzte Reichweite der Implementierung wegen Beträchtlichen Personal- und Zeitaufwands Schneller Veränderungen der Hochschulumgebung Wachsender externen und internen Anforderungen für Beratungsstellen Das Interesse sank ab 2004/05 15 Einfluss Wichtiges Beispiel für die zukünftige Entwicklung von Qualitätsstandards und ihre Implementierung in der Hochschulberatung Einziges Modell zum Thema, das bis zu diesem Grad in der Hochschulberatung implementiert wurde Einfluss auf professionelle Organisationen (Vgl. GIBeT Standards) 4

5 16 GIBeT Standards Hoher Grad an Studierendenzentrierung Unterstützung in allen schwierigen Situationen während des Studiums Weitergabe aller Informationen, die dafür nötig sind, um angemessene Entscheidungen zu treffen Teil des Beratungsnetzwerks der Universität und dennoch unabhängig von den Konflikten innerhalb der Universität 17 CSND Neuer Fokus des CSND auf Qualitätsfragen: Arbeit an einem Statement zur Qualitätssicherung Formierung einer Arbeitsgruppe Qualitätssicherung in der Aus- und Weiterbildung von CS Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Formierung einer Arbeitsgruppe Qualitätssicherung bei der Gestaltung von Strukturen und Einbindung des CS in die Hochschule 18 Positionen von Organisationen HRK und GIBeT zögern, das Thema Qualitätsmanagement in der Studienberatung zu berücksichtigen Dennoch dazu bereit, in einem gewissen Maße an der Entwicklung allgemeiner Qualitätssandards mitzuwirken 19 Positionen von Organisationen GIBeT: Beteiligung an der Folgeveranstaltung des nfb und BMBF Qualitätsentwicklung und Professionalität in der Beratung für Bildung, Beruf und Beschäftigung Erster Schritt zur Eröffnung des Konsultationsprozesses HRK: Schlägt vor, bereits etablierte Akkreditierungsprozesse zu übernehmen Bisher keine Instrumente enwickelt 5

6 20 Fokus auf die Implementierung von Qualitätsstandards in der Hochschulbildung HRK Statement fokussiert das studierendenzentrierte Lehren und Lernen und betont die Rolle der Studienberatung und der Career Services 21 Die Implementation von Qualitätsstandards sollte alle Bereiche (auf zentraler und Fakultätsebene) der Unterstützung Studierender umfassen Verbindung zu strategischen Zielen der Hochschulen, insbesondere zur Qualität der Lehre und des Studiums -> Kompetenzorientierung Gegenwärtige und zukünftige Perspektiven Studienberatung könnte in das Zentrum der strategischen Entwicklung in deutschen Hochschulen rücken Neue Diskussionen können sich ergeben Herausforderung I Konzeptualisierung eines Qualitätsentwicklungsrahmen (Vgl. Schiersmann et al.) als ein mögliches Hilfsmittle zur Implementierung Generationenwechsel macht neue, institutionalisierte Ausbildungsmöglichkeiten nötig Das dynamische Zusammenspiel zwischen diesen beiden Tendenzen könnte eine erneute Diskussion über und Fokussierung auf Qualitätsstandards in der Studienberatung ermöglichen Herausforderung II Zusammenfassung 6

7 24 Vielen Dank! 7

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