Seit 2012 führt die Begabtenförderung sogenannte Landesseminare

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1 26 Seit 2012 führt die Begabtenförderung sogenannte durch. Sie richten sich an Stipendiatinnen und Stipendiaten der Studienförderung, die in den entsprechenden Ländern mindestens ein Jahr studieren und dem Referat der Landesreferentin oder des Landesreferenten zugeordnet sind. Für diese Stipendiaten ist der Besuch des jeweiligen Landesseminars verpflichtend. Damit möchte die Begabtenförderung einerseits ihren Kontakt zu Stipendiaten im Ausland und andererseits den Austausch ihrer Stipendiaten untereinander fördern. Anteilige Fahrtkosten werden bei den n gemäß Hinweis bzw. vorheriger Absprache teilweise erstattet. Die Veranstaltungen werden auf den Pflichtenkatalog angerechnet. Landesseminar Großbritannien VS in Oxford Dr. Renate Kremer 60,- Euro Das Schottische Referendum 2014 Ginge es nach dem Schottischen First Minister, Alexander Salmond, so würde die Mehrheit der Schotten mit einem Ja im Referendum am 18. September 2014 den Weg in die Unabhängigkeit ebnen. Bis März 2016 soll diese dann umgesetzt und Schottland vollständig in die internationale Staatengemeinschaft integriert werden. Reine Wahlkampfpropaganda schimpfen Kritiker, lässt ein mögliches Ausscheiden Schottlands aus dem Vereinigten Königreich doch viele Fragen offen: Wie würde sich das Verhältnis Schottlands zur Europäischen Union gestalten? Wie konkurrenzfähig und stabil wäre eine schottische Wirtschaft? Mit welcher Währung würden die Menschen in Schottland bezahlen? Nicht weniger als internationale Abkommen stehen auf dem Spiel. So müssten die Beziehungen zur Europäischen Union, zur Nato, zu den Vereinten Nationen, zum Internationalen Währungsfonds und zur Weltbank neu gere-

2 27 gelt werden. Vor diesem Hintergrund scheint es fraglich, ob die Schotten durch die Unabhängigkeit gewännen oder ob sie, wie Premierminister Cameron behauptet, schon jetzt the best of both worlds genießen. Aber auch für das Vereinigte Königreich und die Europäische Union sind die Folgen kaum absehbar. Schottland, England, Vereinigtes Königreich die Vorgeschichte Was? Wie? Warum? Rund um das Referendum Mögliche politische, wirtschaftliche, völkerrechtliche Konsequenzen Schottland: ein europäischer Präzedenzfall? Zu diesem Seminar können sich nur Stipendiatinnen und Stipendiaten anmelden, die in Großbritannien mindestens ein Jahr studieren und die dem Referat von Frau Dr. Kremer zugeordnet sind. Für diese Stipendiaten ist der Besuch des Landesseminars verpflichtend. Fahrtkosten werden anteilig erstattet. Landesseminar Schweiz 2014 Der Berg ruft! Die alpinen Bergregionen im Spannungsfeld von Wirtschaft, Naturschutz, Kultur und Freizeit Rund zwei Drittel der Fläche der Schweiz zählen als Berggebiet. Umweltbelastungen durch Verkehrsaufkommen und menschliche Siedlungen sind in Gebirgsregionen wesentlich ausgeprägter und schwerwiegender als im Flachland. Dies gilt ganz besonders für die Alpen, die zwischen Wien und Nizza den Verkehr von 100 Millionen Erholungssuchenden pro Jahr und eine gewaltige Transitlawine verkraften müssen und dabei zu wesentlichen Teilen von den Touristen leben, die meist Ruhe, Natur und Kontakt zur einheimischen Bevölkerung suchen. Wie lösen die alpinen Regionen dieses Bün- VS in Graubünden Prof. Dr. Burkard Steppacher 100,- Euro

3 28 del von regionalen, nationalen und internationalen Problemen? Auf einer Berghütte in Graubünden wollen wir die Region über Meter in Vorträgen und Exkursionen erkunden und ihre wirtschaftliche, ökologische und kulturelle Bedeutung ausloten. Bergschuhe bzw. bergfeste Trekkingschuhe und ein wenig Kondition werden vorausgesetzt. Alle weiteren Details (Anreise, Checkliste für den Rucksack etc.) werden nach der Anmeldung mitgeteilt. Das Seminar richtet sich an die Stipendiatinnen und Stipendiaten der KAS, die 2013, 2014 und/oder 2015 einen Studienaufenthalt in der Schweiz durchführen. Fahrtkosten werden anteilig erstattet. VS in Haute-Savoie Peter Benninghoff 80,- Euro Landesseminar Frankreich Die Hochalpinregion Haute-Savoie bietet faszinierende Einblicke in die Beziehungen zwischen Mensch und Natur, zwischen ökonomischen und ökologischen Erfordernissen. Hier sind Chancen, gemeinsame Interessen, aber auch Grenzen der euregionalen Nachbarschaft Frankreichs mit Italien und der Schweiz unmittelbar zu spüren. Die Themenstellung verweist auf den Spannungsbogen zwischen einer zwar grandiosen, aber dennoch stark gefährdeten Bergwelt und dem Ringen um die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit dieser Region. Dieses einzigartige Gebiet spiegelt europäische Vielfalt, die Kraft der Natur, kulturellen Reichtum, aber auch Konflikte

4 29 und Annäherungen unter Nachbarn eindrucksvoll wider. Die Erkundung historischer Stätten und alpiner Landschaften, die Würdigung tief verwurzelter Traditionen und ein genauerer Einblick in die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sollen uns Erbe und Selbstverständnis der hier lebenden Menschen ebenso näher bringen wie ihre Zukunftsperspektiven. Das Seminar richtet sich an Stipendiatinnen und Stipendiaten, die zwischen 2013 und mindestens ein Semester in Frankreich studieren. Fahrtkosten werden anteilig erstattet. Zusatzseminar im Ausland Politisch-kulturelle Studienfahrt Europäischer Nachbar Litauen Litauen hat sich, auch in den langen Jahren der sowjetischen Okkupation, immer als Teil Europas betrachtet. Inzwischen ist das Land Mitglied der Europäischen Union und der NATO. Die Frage, ob Litauen wieder seinen Platz in der europäischen Familie einnimmt, wird indes nicht nur von Politik und Wirtschaft entschieden, sondern auch von der Akzeptanz, die es bei seinen europäischen Freunden erfährt. Das Seminar soll daher nicht nur politische und ökonomische Themen behandeln, sondern bei den Teilnehmern Interesse wecken für die litauischen Menschen und ihren Alltag, für ihre Gesellschaft, für ihre vielfach mit Deutschland verknüpfte Geschichte, für die Beharrlichkeit, mit der sie an ihrer Kultur und Lebensweise über Diktatur, Deportation und Überfremdung hinweg festgehalten haben. Im Rahmen des Seminars werden neben der Hauptstadt Vilnius auch Klaipeda (Memel) und die Kurische Nehrung im ehemaligen Ostpreußen besucht. ZS in Litauen Dr. Rainer Täubrich 450,-- Euro Bei eigener An- und Abreise mit günstigen Fluglinien nach Vilnius. Kooperationspartner: Hauptabteilung Europäische und Internationale Zusammenarbeit der Konrad-Adenauer- Stiftung, Auslandsbüro Litauen

5 30 DIE ALTSTIPENDIATEN UNTERSTÜTZEN STIPENDIATEN KAS-ALUMNI FÖRDERN INTERNATIONALE WEITERBILDUNG Seit jeher fühlen sich die Altstipendiaten der Konrad-Adenauer-Stiftung Ihnen, den jüngeren Stipendiatinnen und Stipendiaten, verbunden. Mehr als ehemalige Stipendiaten bilden inzwischen die weltweit vernetzte Familie der Altstipendiaten der KAS. Wir fördern Sie als aktive Stipendiaten sehr gern durch Beratung zu allen Fragen des Studiums oder der Berufswahl. Finanzielle Mittel stellen wir darüber hinaus über unseren Hilfs- und Sozialfonds der Altstipendiaten der KAS zur Verfügung. Traditionell fördern wir damit Seminare, das Kammerorchester und den Kammerchor Adenauers Vokalkabinett der Begabtenförderung, vor allem aber Stipendiaten und ehemalige Stipendiaten, die aus den unterschiedlichsten Gründen in Not geraten sind und unserer Hilfe bedürfen. Ganz besonders freuen wir uns aber, wenn Sie als Stipendiaten die Initiative ergreifen und ein Masterstudium im Ausland durchführen möchten. Die Bewältigung dieser Herausforderung und die sich ergebenden internationalen Erfahrungen werden Ihren späteren Berufs- und Karrierechancen nützen. Wir wissen, dass an renommierten Universitäten häufig hohe Kosten für Studiengebühren und Lebensunterhalt anfallen. Um dennoch möglichst vielen von Ihnen ein Auslands-Masterstudium bieten zu können, stellen wir seit 2012 rückzahlbare, zinslose Darlehen für Studiengebühren/College Fees bei Erst-Master-Studiengängen zur Verfügung. Ihre Referenten in der Begabtenförderung sind über die Frist und die grundlegenden Bedingungen Ihrer Bewerbungen informiert. Sie helfen Ihnen gern weiter. Die Jury und wir freuen uns auch in diesem Jahr auf Ihre Bewerbungen. Dr. Arne Frick Frank Siegmund Vorsitzender Vorstandsmitglied und Schatzmeister Altstipendiaten der Konrad-Adenauer-Stiftung e. V. Die Möglichkeit eines Doppel-Abschlusses in den USA hat mich in meiner Entscheidung für das Master-Studium entscheidend beeinflusst. Den spezialisierten Master in Automotive Management mit dem breiter aufgestellten MBA zu verbinden und gleichzeitig in den USA ein anderes Studien- und Lebensumfeld zu erfahren, sah ich als einmalige Möglichkeit für meine berufliche Zukunft an. Entschieden habe ich mich für das Programm an der Joseph M. Katz Graduate School of Business (KATZ) in Pittsburgh, Pennsylvania. Nach dem positiven Bescheid durch die KATZ ging es für mich darum, die zusätzlichen Kosten eines Master-Studiums in den USA aufzubringen: Visumgebühren, Mietaufwendungen, höhere Lebenshaltungskosten, teure Bücher und nicht zuletzt die Studiengebühren. Eine entscheidende Unterstützung bekam ich hier durch die KAS-Altstipendiaten, die mir ein zinsloses Auslands- Master-Darlehen gewährten. Für diese Hilfe bin ich außerordentlich dankbar. Die Konrad-Adenauer-Stiftung und die KAS-Alumni haben mir so überhaupt erst eine hervorragende akademische Ausbildung an der KATZ und eine einzigartige USA-Erfahrung ermöglicht. Jan F. Klein, junger Altstipendiat der Studienförderung

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