Nebenwirkungen der Kompressionstherapie -

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1 Body & Health Academy GmbH Lehrgang Gesundheits- und Sozialmanagement Nebenwirkungen der Kompressionstherapie - Mögliche Ursachen und deren Vermeidung Master Arbeit zur Erlangung des akademischen Grades Master of Business Administration (MBA) Eingereicht von: Akad. BO Sonja Koller Eingereicht bei: Dr. Alfred Obermayer Wien, im März 2011

2 Eidesstattliche Erklärung Ich erkläre an Eides Statt, dass ich die vorliegende Master Arbeit selbstständig und ohne fremde Hilfe verfasst, andere als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel nicht benutzt und alle den benutzten Quellen wörtlich oder sinngemäß entnommene Stellen als solche kenntlich gemacht habe. Gottsdorf, II

3 Inhaltsverzeichnis EIDESSTATTLICHE ERKLÄRUNG... II INHALTSVERZEICHNIS... III TABELLENVERZEICHNIS... V ABBILDUNGSVERZEICHNIS... VI ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS... VII ABSTRAKT... VIII 1 EINLEITUNG ARTEN DER KOMPRESSIONSTHERAPIE Verband Kompressionsstrumpf Intermittierende pneumatische Kompression (IPK) NEBENWIRKUNGEN DER KOMPRESSIONSTHERAPIE UND DEREN URSACHEN Häufigkeit von Nebenwirkungen aus der Literatur Häufigkeit von Nebenwirkungen nach der Art der Kompression VERMEIDUNG VON NEBENWIRKUNGEN DER KOMPRESSIONSTHERAPIE HYPOTHESE METHODEN STUDIENDESIGN Methodische Form der Studie Ethik STUDIENPOPULATION Einschlusskriterien Anwender: Einschlusskriterien Patienten: Einschlusskriterien Experteninterviews Studienpopulation gesamt DATENERHEBUNG STATISTIK AUSWERTUNG PATIENTENFRAGEBÖGEN AUSWERTUNG ANWENDERFRAGEBÖGEN Nebenwirkungen der Kompressionstherapie Bekannte Nebenwirkungen gesamt - alle Anwender...48 III

4 3.6.3 Mögliche Ursachen für Nebenwirkungen Mögliche Ursachen für Nebenwirkungen gesamt alle Anwender Möglichkeiten zur Vermeidung von Nebenwirkungen Möglichkeiten der Vermeidung alle Anwender EXPERTENINTERVIEWS DISKUSSION ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK LITERATURVERZEICHNIS ANHANG ANHANG A - FRAGEBÖGEN...84 ANHANG B: EXPERTENINTERVIEW MIT PROF. DR. HUGO PARTSCH...89 EXPERTENINTERVIEW MIT DR. CHRISTIANE STÖBERL...92 EXPERTENINTERVIEW MIT ANNEKE ANDRIESSEN, PHD., MA...93 EXPERTENINTERVIEW MIT GERHARD KAMMERLANDER, DGKP, ZWM, MBA...95 EXPERTENINTERVIEW MIT FRAU IRIS DISTELRATH, INTERNATIONALES...97 MARKETING...97 LEBENSLAUF IV

5 Tabellenverzeichnis Tabelle 1 Einteilung der Kompressionsklassen im deutschsprachigen Raum Tabelle 2: Nebenwirkungen und Ursachen Tabelle 3: Vermeidungsmöglichkeiten von Nebenwirkungen Tabelle 4: Studienpopulation gesamt Tabelle 5: Nebenwirkungen gesamt - alle Anwender Tabelle 6: Nebenwirkungen - Ärzte Tabelle 7: Nebenwirkungen gdgkp Tabelle 8: Nebenwirkungen Pflegehilfe Tabelle 9: Nebenwirkungen Physiotherapeuten Tabelle 10: Ursachen Nebenwirkungen gesamt - alle Anwender Tabelle 11: Ursachen für Nebenwirkungen - Ärzte Tabelle 12: Ursachen für Nebenwirkungen gdgkp Tabelle 13: Ursachen für Nebenwirkungen Pflegehilfe Tabelle 14: Ursachen für Nebenwirkungen - Physiotherapeuten Tabelle 15: Vermeidungsmöglichkeiten alle Anwender Tabelle 16: Vermeidungsmöglichkeiten Ärzte Tabelle 17: Vermeidungsmöglichkeiten - gdgkp Tabelle 18: Vermeidungsmöglichkeiten Pflegehilfe Tabelle 19: Vermeidungsmöglichkeiten Physiotherapeuten V

6 Abbildungsverzeichnis Abbildung 1: Häufigkeit der Nebenwirkungen aus der Literatur Abbildung 2: Nebenwirkungen bei verschiedenen Kompressionsarten Abbildung 3: Schnürfurche mit Blasenbildung beim Kompressionsstrumpf KKL II Abbildung 4: Anteil weiblicher/männlicher Anwender Abbildung 5: Verwendetes Material Abbildung 6: Tägliches Tragen des Kompressionstherapie Abbildung 7: Tragekomfort der Kompressionstherapie Abbildung 8: Angenehme Wirkung des Kompressionstherapie Abbildung 9: Unangenehme Wirkung der Kompressionstherapie Abbildung 10: Anlage der Kompressionstherapie Abbildung 11: Beschwerden aus Patientensicht Abbildung 12: Nebenwirkungen aus Patientensicht Abbildung 13: Einschätzung der Nebenwirkungen der Kompressionstherapie Abbildung 14: Auftreten von Nebenwirkungen Abbildung 15: Angabe zu Nebenwirkungen Abbildung 16: Kennen Sie mögliche Ursachen für Nebenwirkungen Abbildung 17: Möglichkeiten der Vermeidung von Nebenwirkungen sind bekannt Abbildung 18: Drucknekrose bei Kompressionstherapie Abbildung 19: Druckulcus durch Kompressionsverband bei pavk und fehlender Angehörigenschulung Abbildung 20: Hautirritationen unter mehrteiligem Kompressionsstrumpf Abbildung 21: Schnürfurchen bei MKS mit freier Fußspitze Abbildung 22: Ödembildung bei unsachgemäß angelegten PKV Abbildung 23: Unsachgemäß angelegter Kompressionsverband VI

7 Abkürzungsverzeichnis ABPI AIK CVI DGP gdgkp IPK k.a. KKL KZB LZB MKS mmhg MTS pavk PKV PTS Ankle brachial pressure index apparative intermittierende Kompression Chronische venöse Insuffizienz Deutsche Gesellschaft für Phlebologie gehobener Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege Intermittierende pneumatische Kompression keine Angabe Kompressionsklasse Kurzzugbinde Langzugbinde Medizinischer Kompressionstrumpf Millimeter Quecksilbersäule Medizinischer Thromboseprophylaxe Strumpf Periphere arterielle Verschlusskrankheit Phlebologischer Kompressionsverband postthrombotisches Syndrom VII

8 Abstrakt In meiner langjährigen Tätigkeit als Fachexpertin der Pflege im Bereich der Versorgung von chronischen Wunden mit dem Schwerpunkt offener Beingeschwüre habe ich eine Reihe von Nebenwirkungen der Kompressionstherapie beobachtet. Die Kompressionstherapie gilt als Goldstandard zur Behandlung von phlebologischen und lymphatischen Erkrankungen. Die Kompressionstherapie ist mit einer hohen wissenschaftlichen Evidenz erforscht. Indikationen und Kontraindikationen sind in Leitlinien abgefasst. Nebenwirkungen dieser Therapieform werden wenn überhaupt nur am Rande erwähnt. Dies hat mich dazu veranlasst, mich näher mit den Nebenwirkungen der Kompressionstherapie zu beschäftigen. Anhand einer multizentrischen Studie die ich im Rahmen dieser Master Arbeit durchgeführt habe wurden Nebenwirkungen der Kompressionstherapie, mögliche Ursachen und deren Vermeidung aus der Sicht von Patienten und Anwendern erhoben und den Angaben der Literatur gegenübergestellt. Mit Experten aus dem medizinischen und nicht medizinischen Bereich wurden Experteninterviews geführt die langjährige Erfahrungen mit der Kompressionstherapie haben. Die Erkenntnisse aus der Studie sollen auf mögliche Ursachen für Nebenwirkungen dieser Therapieform aufmerksam machen und Vermeidungsmöglichkeiten aufzeigen. Ziel dieser Master Arbeit soll den aktuellen Wissenstand zum Thema Nebenwirkungen der Kompressionstherapie offenlegen und den Nebenwirkungen dieser so wichtigen Therapieform mehr Beachtung zukommen lassen. Das Wissen über die Nebenwirkungen der Kompressionstherapie, mögliche Ursachen und deren Vermeidung wird in Zukunft bei der Behandlung von Patienten mit dieser Therapieform aufgrund der weiteren Entwicklung im Bereich der Gesundheitsversorgung eine nicht unwesentliche Rolle spielen. Anmerkung: In dieser Arbeit wird bewusst, aus Gründen der besseren Lesbarkeit, auf die Verwendung der Genderform verzichtet. Alle Personen- Berufs- und Funktionsbezeichnungen beziehen sich auf weibliche und männliche Personen. VIII

9 1 Einleitung Die Kompressionstherapie ist eine wissenschaftlich fundierte und weit verbreitete Behandlungsform für Venenerkrankungen, Lymphödem aber auch für diverse Beinschwellungen z.b. nach Unfällen. Kompression heißt im eigentlichen Sinne - Anwendung von Druck. Diese Wirkung macht sich die Kompressionstherapie zu nutze. Mittels verschiedenster Materialien die im Rahmen der Kompressionstherapie verwendet werden, wird Druck auf das Gewebe ausgeübt. Diese Materialien können Binden, Strümpfe oder pneumatische Pumpen sein. Es ist bekannt, dass sich Weichteile und Flüssigkeiten nicht zusammendrücken, also nicht komprimieren lassen. Somit wird der ausgeübte Druck der an der jeweiligen Stelle angewendet wird, an tiefere Strukturen weitergegeben. An den Extremtäten wird der Druck von den Muskeln an die Gefäße weitergegeben. Blutgefäße und Lymphgefäße lassen sich zusammendrücken. Daraus ergeben sich Flüssigkeitsverschiebungen innerhalb dieser Strukturen. Durch die Wirkung des Kompressionsverbandes auf die Mikrozirkulation kommt es zur Steigerung des Rückflusses im venösen und lymphatischen System. Der Kompressionsverband unterstützt die Pumpfunktion der Beinmuskulatur und sorgt für einen besseren Rücktransport des venösen Blutes und der Lymphe. Die oberflächlichen Venen werden komprimiert und die gestörte Funktion der Klappen wird wieder weitgehend hergestellt. Daraus resultiert eine verbesserte Strömungsgeschwindigkeit 1. Es sinkt auch das Risiko einer Thrombose. Auf Lymphgefäße wird durch den Druck des Kompressionsverbandes auf die Muskulatur gewissermaßen ein Massageeffekt ausgeübt. Der Rücktransport wird ebenso beschleunigt. Es wird eine normale Versorgung, als auch Entsorgung des Gewebes angestrebt. Die Kompressionsbehandlung ist ein essentieller Bestandteil der Therapie, die bei der Behandlung von Venenerkrankungen und Erkrankungen des Lymphsystems zur Anwendung kommt. Etwa Ödeme, Varikose, chronisch venöse Insuffizienz (CVI), Lymphödem, Lipödem, Ulcus cruris, Thrombosen und nach chirurgischen Eingriffen wie Varizenstripping. Auch bei seltenen Erkrankungen im Bereich der Venen z.b. bei angeborenen Hämangiomen oder kongenitalen Angiodysplasien 2. 1 Asmussen, Söllner, S Asmussen, Söllner 2004, S

10 Die Kompressionstherapie wird aber auch nach Verbrennungen und zur Narbenbehandlung eingesetzt. Ebenso ist der Kompressionsverband aus der Traumatologie nicht mehr wegzudenken. Bei bestehender arterieller Verschlusskrankheit wird zur Ödemreduktion eine milde Form der Kompressionstherapie angewendet. Ein wichtiges Einsatzgebiet der Kompressionstherapie ist die Prophylaxe. Auch wird die Kompressionstherapie in der Rehabilitation angewendet. Die Kompressionstherapie ist bei korrekter Ausführung nahezu nebenwirkungsfrei und lässt sich in Klinik und Praxis leicht durchführen 3. Die Ursprünge der Kompressionstherapie liegen Jahrtausende zurück. In der Sahara sind Malereien an Felsen zu finden, die bandagierte Beine zeigen. Diese stammen aus der Zeit um Jahre v. Chr. 4 Ob dies nun der Ursprung der Kompressionstherapie oder als eine Art Ritual anzusehen ist, darüber können wir nur spekulieren. Die alten Ägypter bandagierten sich die Beine, wie auch die Bauern aus dem römischen Reich. Es gilt die gleiche Annahme wie bei den Felsmalereien in Tassili v. Chr. wird im Papyrus Ebers 5 ausführlich die genaue Anlage eines Kompressionsverbandes bei varikös veränderteren Beinen beschrieben. Sogenannte Kompressionsgamaschen 6 werden seit im 18. Jahrhundert angelegt. Durch das Weben von Stoffen gab es erstmals Wundverbände, die nicht aus der Natur stammten. Daraus entwickelte sich im Laufe der Zeit auch der Kompressionsverband. Die erste dokumentierte Beschreibung der Wirkung von solchen Verbänden und Techniken werden von Hippokrates zwischen v. Chr. erwähnt. Er beschreibt erstmals eine Art Klebeverband, dieser wird als Cerat 7 bezeichnet. Bekannt ist auch, dass Heinrich der VIII eine Beinwunde hatte, die sehr langwierig war. Diese wurde mit in Weinessig getränkten Lederbändern verbunden. Der Weinessig verdunstete und das Leder wurde steif. Es kann als Vorgänger des Kompressionsverbandes ausgelegt werden 8. Die Kompressionstherapie wurde in den Jahrhunderten ständig weiterentwickelt. Anwendungsgebiete des Kompressionsverbandes reichen von offenen Beingeschwüren, als Therapie bei akuten Entzündungen von Extremitäten, sowie bei Verbrennungen. 3 Asmussen, Söllner 2004, S.7. 4 Vgl. Partsch, Rabe, Stemmer 1999,S.5. 5 Asmussen, Söllner 2004, S.8. 6 Asmussen, Söllner 2004, S.8. 7 Partsch, Rabe, Stemmer 1999, S.5. 8 Vgl. Beldon 2009,S.52. 2

11 Ab dem 19. Jhd. werden nicht nur unelastische Materialien verwendet. Paul Unna behandelte mit seinem Zinkleimverband dermatologische Erkrankungen an den Beinen. Heinrich Fischer behandelte erstmals die Thrombose mit einer neuen Art der Kompression und gleichzeitiger Mobilisation. Er verwendete einen Zinkleimverband und Stoffbinden. So erzeugte er einen individuellen Druck. Kompressionsstrümpfe wurden von Ärzten ab dem Mittelalter verwendet. Das verwendete Material war meist weiches Hundeleder. Diese Materialien waren anfangs noch unelastisch. Erste Probleme der Kompressionstherapie bei Langzeitbehandlung wurden 1676 angeführt. Er beschreibt das folgendermaßen. Der Verband wird vom Patient nicht ordentlich angelegt, das Aussehen war ebenfalls nicht ansprechend. Der Verband sollte die Form des Fußes annehmen. Nach der Einführung des Gummis und der Möglichkeit der Herstellung von feinen Gummifäden zum Weben wurden die ersten Kompressionsstrümpfe erzeugt 9. Die erste apparative Kompression stammt von Muray und Clany aus dem Jahre Die Wirkung wurde durch einen Wechsel von Druck und Sog des Gerätes erzeugt. Um 1930 wurden diese Geräte das erste Mal für Gefäßerkrankungen angewendet. In den USA wurde das erste Gerät zur Behandlung von arteriellen Verschlusskrankheiten angewendet. Durch eine Weiterentwicklung wurde die apparative Kompressionstherapie nun auch zur Behandlung des Lymphödems angewendet. 1.1 Arten der Kompressionstherapie In der Kompressionstherapie kommen grundsätzlich drei verschiedene Varianten zur Anwendung. Die jeweilige verwendete Art ist vom Krankheitsbild und der Indikation abhängig. Dabei gibt es folgende Möglichkeiten: der Kompressionsverband, Kompressionsstrumpf und die apparative Kompression mittels pneumatischen Pumpen. Die gewünschten Effekte sind bei allen Arten der Kompressionstherapie gleich. Einengung epi- und subfaszialer Venen Reduktion der venösen Kapazität Verbesserung der venösen Pumpfunktion Anstieg des Lymphtransportes 11 9 Partsch, Rabe, Stemmer 1999, S Ebenda S Piatek, Tautenhahn 2006, S

12 Nebenwirkungen die im Zusammenhang mit der Kompressionstherapie in der Literatur genannt werden sind Schnürfurchen, Nekrosen, Schmerzen, Ödeme, Allergien, Hautirritationen, Bewegungseinschränkung, Verschlechterung der Wundsituation bis zur Amputation, Ineffektivität 12, Verrutschen, Juckreiz, Hauttrockenheit, Schwitzen 13, Nervenschäden der peripheren Nerven z.b. des Nervus peroneus 14, Kontaktekzeme, Durchblutungsstörung, Kompartment Syndrom, Lungenembolie 15, Ulcera Verband Die Anlage eines Kompressionsverbandes erfolgt mit Binden. Beim Bindenmaterial kommen unterschiedliche Arten zur Anwendung. Der Hauptunterschied liegt im liegt im Kraft-Dehnungs-Verhalten 17. Gemeint ist hier das richtige Verhältnis zwischen Arbeits- und Ruhedruck. Der Arbeitsdruck wird auch als Muskeldruck oder temporärer Druck 18 bezeichnet. Der Arbeitsdruck ist der Druck der von innen gegen die Bandage drückt, wenn sich der Muskel kontrahiert. Der höchste Arbeitsdruck wird somit bei unelastischem, unnachgiebigem Bindenmaterial erreicht. Der Ruhedruck hingegen ist der Druck, den das verwendete Bindenmaterial auf den schlaffen Muskel ausübt. Somit ist der Ruhedruck als permanenter Druck 19 von außen zu sehen, der von der Binde ausgeht. Der Ruhedruck ist somit bei sehr elastischen Binden am höchsten. Die Effektivität der Therapie wird durch das verwendete Bindenmaterial erzielt. Die Literatur, die für diese Arbeit herangezogen wurde, spricht vom phlebologischen Kompressionsverband (PKV). Der phlebologische Kompressionsverband wird mittels Binden angelegt und ist als Therapieform bei phleblogischen und lymphatischen Erkrankungen nicht mehr wegzudenken. Deswegen wird in der Literaturerhebung beim Kompressionsverband, wo keine genaue Angabe der Bindenart eruierbar war, der Kompressionsverband als PKV angegeben. Der Druckverlauf beim Anlegen eines phlebologischen Kompressionsverbandes soll von distal nach proximal geringer werden. Der Punkt mit den höchsten Druckverhältnissen bei Anlage am Bein liegt im Bereich der Fessel. Für die optimale Wirkung des Kompressionsverbandes ist ausreichende Bewegung nötig, da nur durch Bewegung die Wirkung der 12 Berg 1993, S.234ff. 13 Reich Schupke et al. 2009, S Vgl.Perrin 2008, S Feuerstein 2004, S.1ff. 16 Piatek, Tautenhahn 2006, S Piatek, Tautenhahn 2006, S Asmussen, Söllner 2004, S Ebenda, S

13 Muskelpumpe und somit der Arbeitsdruck effizient aktiviert und genutzt werden kann. Unterschieden wird auch zwischen der Anlage eines Kompressionsverbandes am Unterschenkel oder bis zum Oberschenkel. Weitere Unterschiede gibt es bei der Art der verwendeten Fasern, in der Dehnung, Richtungselastizität, der Kraft der Binde, den Hafteigenschaften und in der Kantenbearbeitung. Bei der Anlage eines Kompressionsverbandes sind grundsätzliche Punkte zu beachten. Beim locker für den Verband hochgehobenen Bein präsentiert sich der Fuß meist in einer Spitzfuss- und Supinationsstellung. Das Anlegen eines Kompressionsverbandes in dieser Position würde unweigerlich schon nach dem Aufstehen und der ersten Belastung zu Schnürfurchen führen. Beim aufrechten Stand befindet sich das obere und untere Sprunggelenk in der Neutralposition 20. Besonders betroffen sind vor allem der Bereich der Knöchel, vorderen Schienbeinkante und vor allem der Bereich der Tibialis anterior Sehne. Die richtige Fußstellung von 0-Grad im oberen Sprunggelenk entspricht einem 90 Grad Winkel, ist zu beachten ebenso wie im unteren Sprunggelenk die Mittelstellung zwischen Pro- und Supination. Die zur Anlage eines Kompressionsverbandes unbedingt erforderliche Neuralposition im oberen und unteren Sprunggelenk lässt sich durch die aktive Mithilfe des Patienten verwirklichen. Ist der Patient nicht im Stande den äußeren Fußrand auf die Dauer des Anwinkelns anzuheben, so muss der Therapeut durch passives Hochhalten des lateralen Fußrandes durch Druck auf das 5. Metatarsalköpfchen diese Neutralposition herstellen. Hilfreich kann das Abstützen des Fußes oder die Verbandanlage im Sitzen sein. Sowie der richtige Beginn beim Zehengrundgelenk, die regelrechte Druckverteilung von distal nach proximal und Umschließen der Ferse. Zuvor muss jedoch eine genaue Indikation und Abklärung der Grundursache erfolgen. Besondere Vorsicht ist bei der Anlage eines Kompressionsverbandes bei Diabetikern gegeben, da bei diesen Patienten das Schmerzempfinden vermindert ist und ebenso ist die angiologische Situation vor Anlage abzuklären 21. Das Anlegen dieses Verbandes erfordert ebenso Erfahrung und ausreichende Materialkenntnis Vgl.Hepp, Debrunner 2004, S.188f. 21 Vgl. Piatek, Tautenhahn 2006, S Vgl. Wienert 1999, S.65. 5

14 Folgende Nebenwirkungen werden in der Literatur zum PKV beschrieben. Schnürfurchen, Schmerzen, Blasenbildung, iatrogene Hautschäden, Materialunverträglichkeit 23, Mazerationen 24 Nekrosen, Ulzera 25,Allergien, Ödeme, Ulzerationen im Bereich von prominenten Knochenvorsprüngen, Nervenschäden an den peripheren Nerven wie dem Nervus peroneus, Nervus tibialis 26. Ebenso werden beim PKV Nebenwirkungen wie Durchblutungsstörungen 27, Bewegungseinschränkung, fehlende oder mangelnde Compliance 28, Thrombose, gesteigerte Schweißbildung, Juckreiz, Rötung 29, Ineffektivität 30, Hautirritationen, das Tragen normaler Schuhe ist unmöglich 31, beschrieben Langzugbinde Die Langzugbinde (LZB) hat ein Dehnungsvermögen von 140% und mehr. Daraus ergeben sich ein hoher Ruhedruck und ein niedriger Arbeitsdruck. Durch die hohe Elastizität dieser Binde wird ein bestehendes Ödem bei Bewegung nur gering ausgeschwemmt. Der Druck ist jedoch in Ruhe umso höher, da die Binde eine hohe Rückstellkraft hat und die oberflächlichen Gefäße werden dadurch stark zusammengedrückt. Die tiefen Venen werden kaum komprimiert. Langzugbinden werden meist als Wechselverbände verwendet und werden nachts entfernt, da der Druck in Ruhe nicht toleriert wird. Weitere Anwendungsgebiete sind bei Schwangeren, um die oberflächlichen Venen zu komprimieren und als Thromboseprophylaxe bei Patienten die nicht mobil sind 32. Kontraindikationen der Langzugbinde sind die schwere arterielle Verschlusskrankheit, dekompensierte Herzinsuffizienz, septische Phlebitis, Sensibilitätsstörungen der Extremität, periphere Neuropathie, ebenso wie die Unverträglichkeit gegen das Material. Als Nebenwirkungen werden Gewebsnekrosen, Nervenschäden vor allem im Bereich von Knochenvorsprüngen 33 Schmerzen 34, sowie Schnürfurchen 35 angeführt. 23 Hach et al. 2007, S.51, 24 Williams, Keller 2004, S Perrin 2008, S Vgl. Partsch, Rabe, Stemmer 1999, S.248ff. 27 Vgl. Kammerlander 1998, S Vgl. Wienert 1999, S Vgl. Asmussen, Söllner 2004, S Vgl. Schuhmann 2009, S Vgl. Kammerlander 1998, S87 32 Vgl. Asmussen, Söllner 2004,S.123ff. 33 Vgl. Beldon 2009, S. 55ff. 34 Nusser 2009,S Jünger et al 2007,S.4. 6

15 Einschränkungen der Mobilität besonders im Bereich des Sprunggelenks und die fehlende Compliance den Kompressionsverband zu tragen, werden ebenso beschrieben. Aus einer Studie von Cornely geht hervor, dass 51,7% der Patienten die Therapie selbstständig abbrechen Kurzzugbinde Kurzzugbinden (KZB) haben gegenüber Langzugbinden einen hohen Arbeitsdruck und niedrigen Ruhedruck. Die Binden lassen sich etwa % dehnen. Durch den hohen Arbeitsdruck erreicht man mit Kurzzugbandagen in Kombination mit Bewegung eine optimale und rasche Entstauung. Durch den niedrigen Ruhedruck kann der Kompressionsverband mit Kurzzugbinden auch nachts getragen werden. Bei Kurzugbandagen soll auf eine gute Unterpolsterung geachtet werden, besonders an prominenten Stellen wie Knochenvorsprüngen 37. Kurzzugbandagen sind sowohl als Dauerverband und als Wechselverband anwendbar. Durch den niedrigen Ruhedruck neigt diese Verbandsform naturgemäß eher zum Verrutschen. Die Indikationen für KZB sind Varikose, Phlebothrombose, Ulcus cruris, Lymphödem und Lipödem. Ebenso kann die KZB zur Versorgung des Genitalödems, nach Sklerosierung und nach Venenoperationen angewendet werden 38, sowie zur Therapie aller Stadien der chronisch venösen Insuffizienz (CVI). Die Kontraindikationen sind gleich der Langzugbinde. Als Nebenwirkungen bei der Verwendung von Kurzzugbandagen werden Nekrosen durch Verrutschen 39, Schnürfurchen 40 angegeben Unelastischer Verband/Zinkleim/Alginatbinden Ein unelastischer Verband wie der Zinkleimverband hat einen sehr hohen Arbeitsdruck und keinen bis sehr geringen Ruhedruck. Der Haupteinsatz dieses Verbandes ist die rasche Entstauung. Das Besondere an der Zinkleimbinde ist, dass es sich entweder um eine starre Mullbinde oder eine Binde aus elastischem Gewebe aus Krepp handelt, welches mit einem Zinkgel getränkt ist. Wenn der Verband getrocknet ist wird dieser halbstarr und kann dadurch nicht verrutschen. Eine weitere positive Wirkung des Zinkleimverbandes ist die besondere Wirkung des Zinks auf die Haut. 36 Wienert 1999,S Vgl. Kammerlander 1998, S Vgl. Asmussen, Söllner 2004, S Vgl. Probst, Vasel Biergans 2004,S Vgl. Beldon 2009, S.55ff. 7

16 Zink wirkt juckreizstillend, endzündungshemmend und wird bei Ekzemen angewendet. Unterschiede bestehen bei der Anlage einer starren Zinkleimbinde und dem elastischem Material. Die starre Binde muss beim Anwickeln nach jeder Tour abgeschnitten werden. Aufgrund der Unnachgiebigkeit verzeiht dieses Material keine Anlagefehler. Voraussetzung für die Anlage dieses Verbandes ist eine spezielle Schulung, viel Erfahrung im Umgang mit dieser Art der Kompression 41. Indikationen für einen Zinkleimverband sind Varikose, Phlebothrombose, Postthrombotisches Syndrom sowie Ulcus cruris 42. Die Kontraindikationen sind gleich wie bei den Kurzzug und Langzugbinden. Als N e- benwirkungen finden sich in der Literatur eine mögliche allergisierende Wirkung 43 und Schnürfurchen 44 durch Verkanten der Binde und Verrutschen. Eine weitere Form von unelastischen Binden sind die Alginatbinden. Diese sind mit Calciumalginatpaste bestrichen. Auch bei diesen Binden gibt es die starre und die bielastische Variante. Die Indikationen und Kontraindikationen sind ident dem Zinkleimverband. Ein Vorteil dieser Binde ist die bessere Entfernung der Rückstände auf der Haut. Diese können einfach mit lauwarmem Wasser entfernt werden Spezialverbände Es gibt eine Reihe von speziellen Arten von Kurzzug-Kompressionsverbänden, die aufgrund der Anordnung verschiedener Verbände übereinander ein Verrutschen möglichst verhindern sollen layer Verband Der 4-Lagen-Kompressionsverband besteht wie schon der Name sagt aus mehreren verschiedenen Schichten. Beginnend mit einer Polsterschicht, darüber eine Fixierbinde, dann eine elastische Binde und als letzte Schicht wird kohäsives Bindenmaterial angelegt. Durch die Polsterschicht werden prominente Stellen vor Druck geschützt. Der Nachteil an diesem Verband ist, dass dieser sehr voluminös ist und es für den Betroffen kaum möglich ist, normales Schuhwerk zu tragen. Als Nebenwirkungen werden Hitzestau 46 und Verrutschen angegeben. 41 Vgl. Kammerlander 1998, S Vgl. Asmussen, Söllner 2004, S Vgl. Probst, Vasel Biergans 2004, S Vgl. Partsch, Rabe, Stemmer 1999, S Alegro medical Partsch, Stemmer, Rabe 1999, S.244 8

17 Verrutschen tritt besonders bei dünnen Beinen auf. Von der Druckverteilung kann der 4-Lagenverband mit der Kurzzugbinde verglichen werden 47.Diese Verbandart wird hauptsächlich im englischen Raum als Dauerverband verwendet 48. Die Indikation und die Kontraindikationen sind gleich wie bei den anderen Kompressionsverbänden. Aus der Steifheit der Verbände resultiert auch eine Bewegungseinschränkung des Sprunggelenks. Als Nebenwirkung dieser Verbandsart wird ein Druckschaden des Nervus peroneus beschrieben layer Verband Der 2-Lagen-Kompressionsverband ist zur Anwendung als Dauerverband gedacht. Dieser Kompressionsverband besteht aus 2 unterschiedlichen Binden. Die erste Binde ist eine Schaumstoffbinde, auf der die erste Schicht des Kurzzugmaterials aufgebracht ist. Die zweite Binde ist eine reine Kurzzugbinde. Die beiden Binden haften kohäsiv aneinander z.b. Coban2 Zur Anlage dieser Verbandart ist Erfahrung notwendig. Die Indikationen und Kontraindikationen sind ebenfalls gleich wie bei den anderen Materialien. Nebenwirkungen sind zu dieser Art der Kompression keine beschrieben Fischerverband Der Fischerverband hat sich aus dem Zinkleimverband weiterentwickelt. Diese Verbandstechnik wurde von Heinrich Fischer beschrieben. Die heutige Form des Fischerverbandes besteht aus einer Zinkleimbinde und einer Kurzzugbinde, die über den Zinkleimverband angelegt wird. Indikation und Kontraindikationen sind mit denen des starren Zinkleimverbandes gleich. Als Nebenwirkungen werden Schnürfurchen und Verletzungen bei der Verbandentfernung beschrieben Klebekompression Klebeverbände werden häufig zur Bandagierung der Oberschenkel angewendet. Diese dienen meist als Fixverbände. Bei den Klebebinden gibt es wie auch bei anderen Binden längselastische und auch querelastische Binden. Der Vorteil der längsund querelastischen Binden ist die bessere Führung der Binde bei der Anlage. 47 Vgl. Partsch, Stemmer, Rabe 1999, S Vgl. Kammerlander 1998, S Vgl. Usmani 2004, o.s. 50 Partsch, Rabe, Stemmer 1999, S Vgl. Partsch, Rabe, Stemmer 1999, S

18 Klebeverbände sind unumgänglich, wenn sehr starke Oberschenkel bandagiert werden müssen. Die Anlage der Klebeverbände erfordert Erfahrung im Umgang mit dem Material. Klebeverbände werden häufig nach Varizenoperationen angelegt. Ebenfalls kommen diese in der Traumatologie zum Einsatz. Die Kontraindikationen sind wie bei den oben angeführten Verbandsarten gleich. Als Nebenwirkungen werden Mazeration 52 durch Überlagerung der Klebetouren, Allergien auf die Klebemasse angegeben Unelastische Orthese Circaid Bei der unelastischen Orthese handelt es sich um eine besondere Art der unelastischen Kompression und diese wurde in den USA entwickelt. Diese Orthese wird am Unterschenkel angelegt. Sie besteht aus einer Reihe von Streifen mit unterschiedlicher Breite. Die Streifen können mit unterschiedlichem Kraftaufwand angezogen werden und haften mittels Klettverschluss. Unter dieser Orthese werden eine Kompressionssocke und ein Baumwollstrumpf angezogen. Es kann somit ein individueller Druck erzeugt werden. Die Kompression ist in der Regel auf für Patienten ohne Inanspruchnahme fremder Hilfe anzulegen. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass bei auftretenden Schmerzen jeder einzelne Abschnitt vom Patienten individuell gelockert werden kann. Eine Nebenwirkung dieser Therapiemethode ist eine Verlagerung der Stauung nach distal Von der Wirkungsweise ist Circaid mit der des Zinkleimverbandes vergleichbar. Die Indikationen und Kontraindikationen sind mit denen des Zinkleimverbandes gleichzusetzen Kompressionsstrumpf Kompressionsstrümpfe haben sich aus den Schnürstrümpfen des Mittelalters weiterentwickelt. Dort sollten sie die Binden ablösen, weil diese meist nicht korrekt angelegt wurden 55. Der Kompressionsstrumpf ist eine weitere Möglichkeit um eine Kompressionstherapie durchzuführen. Kompressionsstrümpfe kommen meist erst dann zum Einsatz, wenn eine Ödemreduktion und Ausschwemmung durch einen Kompressionsverband erfolgt ist. 52 Partsch, Rabe, Stemmer 1999, S Vgl. ebenda S Vgl. Partsch, Rabe, Stemmer 199, S Vgl. Partsch, Stemmer, Rabe 1999, S

19 Weiters werden Kompressionsstrümpfe in vielen Bereichen der Phlebologie eingesetzt. Die korrekte Bezeichnung der Kompressionsstümpfe lautet medizinischer Kompressionsstrumpf (MKS). Oftmals werden Stützstrümpfe im Zusammenhang mit dem Kompressionsstrumpf genannt. Diese Aussage ist jedoch nicht korrekt. Stützstrümpfe üben zwar einen geringen Druck aus (unter 13mmHg), fallen aber nicht unter die Bestimmungen des medizinischen Kompressionsstrumpfes. Die Wirkung des MKS liegt in der gleichmäßigen Druckverteilung am Bein um die verlorengegangene Elastizität der Venen teilweise wiederherzustellen und zu verbessern. Ebenso soll das Neuauftreten von Ödemen an den Extremitäten verhindert werden 56. Eingeteilt werden Kompressionsstrümpfe in Kompressionsklassen. Es werden in der Literatur vier Kompressionsklassen angegeben. Die Druckwerte der jeweiligen Kompressionsklasse ergeben sich aus dem jeweiligen minimalen und maximalen Druckwert an der Fessel 57. Die Klassen unterscheiden sich nach der Intensität des Andrucks auf das Bein. Kompressionsklassen (KKL) I-IV werden in RAL angegeben. RAL bezeichnet die Kompressionsklassen der Gütezeichengemeinschaft medizinischer Kompressionsstrümpfe. Für den Arm gibt es Kompressionsklassen I-III. Kompressionsklasse RAL Kompressionsdruck an der Fessel KKL I: mmhg gering KKL II: mmhg mäßig KKL III: mmhg stark KKL IV: > 49 mmhg sehr stark Tabelle 1 Einteilung der Kompressionsklassen im deutschsprachigen Raum Weitere Unterschiede bei den MKS gibt es in der Art wie diese gefertigt werden. Unterschieden werden flachgestrickte und rundegestrickte Strümpfe. Flachgestrickte Stümpfe haben eine Naht und eingelegt elastische Fäden. Diese Art der Strümpfe wird hauptsächlich für Maßstrümpfe verwendet, da hier auch hohe Kompressionsklassen hergestellt werden können. Rundstrickstümpfe sind nahtlos und maschinengeformt. Der Großteil der verordneten Strümpfe ist rundgestrickt. Ebenso haben Stümpfe verschiedene Längen, die bei Normstrümpfen genau definiert sind. 56 Vgl. Wienert 1999, S Partsch, Rabe, Stemmer 1999, S

20 Die Ausführungen und Längenmaße: Socke A B (Längenmaß) Wadenstrumpf A-C, Kniestrumpf A-D, Halbschenkelstrumpf A-F, Schenkelstrumpf A G. Kompressionsstrumpfhosen A-T. Diese Längenmaße sind besonders bei der Verordnung von MKS wichtig. Für die Armstrümpfe gibt es eigene Einteilungen. Eine weitere Unterteilung ist kurz, normal und lang, zur Berücksichtigung der individuellen Beinlänge. Die Stümpfe werden sowohl mit oder ohne geschlossene Fußspitze produziert. Bei geschlossener Fußspitze muss das Material locker und elastisch sein. Der Vorfuß kann bei diesen Strümpfen nicht inspiziert werden. Bei offener Fußspitze lässt sich die periphere Durchblutung und Sensibilität leicht kontrollieren. Nebenwirkungen bei MKS mit offener Fußspitze sind Hautveränderungen und Ödeme im Vorfußbereich 58. Die meisten Schenkelstrümpfe werden mit Haftrand produziert. Um ein Rutschen zu verhindern steht bei Modellen ohne Haftrand ein spezieller Kleber zur Verfügung. Adipöse Patienten, vor allem Frauen und Schwangere profitieren am meisten von Kompressionsstrumpfhosen. Die Wahl der Strumpfart und der Kompressionsklasse richtet sich nach der Diagnose, der Lokalisation der Abflussstörung und dem klinischen Befund 59 Vor einer Verordnung muss abgeklärt werden, ob der Patient überhaupt in der Lage ist sich die Strümpfe selbst anzuziehen bzw. ob eine andere Person zur Verfügung steht, die das Anziehen übernehmen kann. Bei der Verordnung der MKS sind einige grundsätzliche Punkte zu beachten. Bestimmung der Kompressionsklasse, das benötigte Längenmaß, Art der Befestigung, Anziehhilfe, Maßstrumpf oder Konfektionsware und welche Strickart erforderlich ist. Nebenwirkungen des MKS bei unsachgemäßer Handhabung sind Hautnekrosen und Druckschäden auf periphere Nerven Vgl. Wienert 1999, S.90ff. 59 Vgl. Leitlinie Medizinischer Kompressionsverband 2006, S Leitlinie Medizinischer Kompressionsverband 2006,S.7. 12

21 Wienert beschreibt Schmerzen, Ödeme, sogar Nebenwirkungen wie tiefe Beinvenenthrombosen 61, Allergien, fehlende oder mangelnde Compliance, Bewegungseinschränkung, Schwitzen, Ineffektivität 62, Kontaktekzeme 63. Allgemein angeführte Kontraindikationen die den MKS betreffen sind wie auch beim Kompressionsverband die fortgeschrittene periphere arterielle Verschlusskrankheit, septische Phlebitis, kardiale Dekompensation und Phlegmasia coerulea dolens. Als relative Kontraindikationen werden ausgeprägte nässende Dermatosen, Materialunverträglichkeit, ausgeprägte Sensibilitätsstörungen und Neuropathie als auch die primäre chronische Polyarthritis angeführt MKS der Kompressionsklasse I MKS der Kompressionsklasse I weisen Druckwerte zwischen mmhg auf. Die Indikationen für diese Kompressionsklasse sind schwere und müde Beine, Schwellneigung im Knöchelbereich oder Beine und Varikose ohne Ödeme. Die Kontraindikationen sind unter angeführt MKS der Kompressionsklasse II MKS der Kompressionsklasse II weisen Druckwerte zwischen 23-32mmHg auf. Die Indikation für diese Kompressionsklasse sind wie auch schon bei der KKL I angeführt müde und schwere Beine, ausgeprägte Varikose, chronisch venöse Insuffizienz (CVI). Ebenso kommen MKS der KKL II nach phlebologischen Eingriffen und nach Sklerosierung zum Einsatz, sowie in der Traumatologie nach Ödemen. Weitere Einsatzgebiete sind verstärkte Ödemneigung und oberflächliche Thrombophlebitis. Nach einem abgeheilten Ulcus cruris venosum wird der MKS zur Rezidivprophylaxe eingesetzt. Die Kontraindikationen sind unter angeführt. MKS der KKL II wirken über den Arbeitsdruck der Muskelpumpe und können abends ausgezogen werden MKS der Kompressionsklasse III MKS der Kompressionsklasse III weisen Druckwerte zwischen mmhg auf. Als Indikationen werden zusätzlich wie schon unter MKS der KKL II das postthrombotische Syndrom (PTS), Lymphödeme, Lipödeme genannt. Die Kontraindikationen sind unter angeführt.mks der KKL III werden abends auch ausgezogen. 61 Wienert 1999, S.84, 92, Vgl. Asmussen, Söllner 2004, S.166, Vgl. Wienert 1999, S Vgl. ebenda S.6,7. 13

22 MKS der Kompressionsklasse IV MKS der Kompressionsklasse IV weisen Druckwerte über 49 mmhg auf. Die Indikationen für diese KKL sind schweres PTS, schwere Neigung zu Ödemen, ausgeprägte Lymphödeme wie Elefantiasis und zur Nachbehandlung des Klippel-Trenaunay- Syndroms mit Lymphödem 65. Diese MKS sind sehr schwer anzuziehen, besonders für ältere Menschen. 66. MKS der KKL IV werden abends ausgezogen. Es gelten die gleichen Kontraindikationen wie bei den anderen KKL Spezielle Strumpfsysteme Seit einiger Zeit sind spezielle Strumpfsysteme zur Behandlung des Ulcus cruris venosum auf dem Markt. Diese Strumpfsysteme bestehen aus zwei verschiedenen Strümpfen, die übereinander appliziert werden. Der sogenannte Unterstrumpf hat eine geschlossene Fußspitze und dient in erster Linie zur Fixierung des verwendeten Verbandsmaterials und als Anziehhilfe für den eigentlichen Kompressionsstrumpf (z.b. Ulcer X von Sigvaris). Der Unterstrumpf weißt nur geringe Drücke auf. Beim Unterstrumpf des Venotrain ulcertec werden 10mmHg angegeben 67. Der Unterstrumpf wird Tag und Nacht belassen. Der Überstrumpf hat eine offene Fußspitze und übt den eigentlichen Kompressionsdruck aus. Dieser wird laut den einzelnen Herstellern unterschiedlich angegeben. Meist handelt es sich um eine KKL II. Dieses Strumpfsystem ist ein Wadenstrumpf A D. Der Einsatz der Strümpfe ist nur bei kleineren Ulzera indiziert. Die Strumpfsysteme erreichen laut Herstellerangaben Druckwerte bis 40mmHg. Damit entsprechen diese Strumpfsysteme einer KKL III Thromboseprophylaxe Strumpf Der medizinische Thromboseprohylaxe Strumpf (MTS) wie dieser Stumpf korrekt bezeichnet wird gehört nicht zur Gruppe der MKS. Die Druckwerte des MTS liegen zwischen 13 mmhg und maximal 18 mmhg. Die Wirkung des MTS liegt in der Beschleunigung des venösen Rückstroms bei immobilen Patienten und somit zur Thromboseprophylaxe 68, besonders vor und nach Operationen werden MTS deshalb angewendet. 65 Asmussen, Söllner 2004, S Vgl. Asmussen, Söllner 2004, S Bauerfeind Wienert 1999,S

23 MTS stehen als Kniestrumpf und als Schenkelstrumpf zur Verfügung. Schenkelstrümpfe verfügen über einen Haftrand. MTS haben bis auf wenige Ausnahmen eine offene Fußspitze. Diese ermöglicht eine genaue und einfache Inspektion des Vorfußes. Kontraindikationen des MTS sind gleich wie unter angeführt. Bei der Verordnung der MTS muss ebenso wie bei allen anderen Arten von Kompressionsstrümpfen auf die Passgenauigkeit geachtet werden. In der Literatur werden Nebenwirkungen wie Schnürfurchen, Blasenbildung und Nekrosen im Vorfußbereich sowie am Außenknöchel beschrieben. Weiters Fersen und Unterschenkelulzera und sogar Thrombosen der Femoralarterien 69. Anhand von Testungen von 700 gesunden Beinen von Frauen und Männern wurde festgestellt, dass für 23% der Patienten kein passender MTS vorhanden war 70. Besonders bei Patienten auf Intensivstationen und desorientieren Patienten muss auf solche Nebenwirkungen geachtet werden, v.a. wenn zusätzlich eine periphere arterielle Verschlusskrankheit und oder eine periphere Neuropathie vorliegt 71. Bei den MTS wird das höchste Nebenwirkungspotential in fehlender Compliance gesehen. Die Strümpfe werden als zu heiß und unangenehm beschrieben. Brennen, Schwitzen, Schmerzen und eine Bewegungseinschränkung des Sprunggelenks werden ebenso erwähnt Intermittierende pneumatische Kompression (IPK) Die IPK wird auch als apparative intermittierende Kompression (AIK) bezeichnet. Die Indikationen für eine IPK sind die Thromboseprophylaxe, ebenso als Entstauung bei venösen und lymphologischen Krankheitsbildern, als auch die Beeinflussung der arteriellen Durchblutung im ambulanten und stationären Bereich 73. Kontraindikationen sind neben den in erwähnten Punkten zusätzlich ausgedehnte Thrombophlebitis, Thrombose oder Thromboseverdacht, Erysipel, schwere nicht einstellbare Hypertonie, akutes Weichteiltrauma der Extremitäten, Neuropathie, okkludierende Prozesse im Lymphabstrombereich Vgl. Wienert 1999, S Wienert 1999,S Vgl. Leitlinie Medizinischer Thromboseprophylaxe Strumpf 2007, S Vgl. Probst, Vasel - Biergans 2004, S.340ff. 73 Leitlinie Intermittierende pneumatische Kompression 2007, S Ebenda, S.2. 15

24 Nebenwirkungen finden sich in der Literatur folgende: Schädigung des Nervus peroneus, Drucknekrose, Kompartment Syndrom, Lungenembolie, Genitalödem 75. Die Kompressionstherapie soll erst begonnen werden, wenn eine angiologische A b- klärung erfolgt ist und die arteriellen Druckverhältnisse abgeklärt sind. Bei Patienten mit Diabetes und einer neuro-ischämischen Beteiligung soll die Therapie erst begonnen werden, wenn dies und ebenso die kardiale Situation abgeklärt oder therapiert ist. Die Anlage eines Kompressionsverbandes darf erst nach Abklingen von schmerzhaften Entzündungen erfolgen Leitlinie Intermittierende pneumatische Kompression 2007, S Probst, Vasel Biergans 2004, S

25 17 Literatur Hach et al. 2007, S.51ff. Piatek, Tautenhahn 2006, S.208 Williams, Keller 2005, S.10.ff. PKV 24,5% k.a. Reich Schupke et al. 2009, S.80 PKV k.a. Fehlende Unterpolsterung, Nusser, 2009, S.18 falsche Wickeltechnik PKV k.a. Unsachgemäße Anlage, fehlende Unterpolsterung, zu feste Anlage Protz 2006,S.898 PKV k.a. Verrutschen, Anlagefehler, fehlende Übung PKV k.a. Unsachgemäße Anlage, zu hoher Druck PKV k.a Falscher Druck, falsche Materialwahl PKV k.a. Zu hoher Druck, Bandagierfehler, unsachgemäße Handhabung, fehlende Unterpolsterung PKV k.a. Fehlende Unterpolsterung, Anlage bei arteriellen Problemen, zu starker Zug PKV k.a. Falsche Anlagetechnik, ungeeignetes Material PKV k.a. Fehlendes Schmerzempfinden bei Diabetes, fehlende Erfahrung, fehlende Unterpolsterung Kammerlander 1998, S.87 Wienert 1999, S.84 Meuleneire 2009, S.17 Asmussen, Söllner 2004, S.166ff. Partsch, Rabe, Stemmer 1999,S.12 Partsch, Rabe, Stemmer 1999, S.230 Gericke 1999, S.46ff. Langzugbinde k.a. Unsachgemäßes Bandagieren Jünger et al. 2007, S.4 Zinkleimbinde k.a. Verkanten, Verrutschen Partsch, Rabe, Stemmer 1999,S.230 Zinkleimbinde k.a. Unsachgemäße Bandagierung Kammerlander KZB k.a. Verrutschen, Adipositas 1.2 Nebenwirkungen der Kompressionstherapie und deren Ursachen Kompression Häufigkeit Ursache Nebenwirkungen Schnürfurche PKV k.a. Verrutschen unsachgemäße Anlage, fehlende Kenntnisse/Wissen PKV k.a Unsachgemäßes Bandagieren, fehlende Unterpolsterung PKV k.a. Unsachgemäße Anlage, fehlende Patienteninformation, fehlende Erfahrung/Wissen, Verrutschen KZB k.a. Verrutschen, rasche Entstauung Fischerverband 1998, S.66 Partsch, Rabe, Stemmer 1999, S.230 Beldon 2009, S.55ff. k.a. Unsachgemäße Anlage Partsch, Rabe, Stemmer 1999, S.243

26 Nebenwirkungen Kompression Häufigkeit Ursache Schnürfurche MTS k.a. Verrutschen, fehlende Passgenauigkeit MTS k.a. Schlecht angezogene MTS, falsche Abmessung, fehlende Sensibilität bei Querschnittlähmung, fehlende Anwenderschulung Kompressionstherapie k.a. Diabetes, Neuropathie, falsche Anlage/Abmessung, zu hoher Druck, falsche Materialwahl, Verrutschen, fehlende Unterpolsterung Kompressions- k.a. Anwendung bei pavk, Literatur Wienert 1999, S.147 Schwaller, Geng 2005, S.700 Berg 1993,S. 238ff. Piatek, Tautenhahn therapie Diabetes 2006, S.208 Verrutschen Kompressionstherapie 29,1% k.a. Reich Schupke et al. 2009,S.80 Nekrose PKV k.a. Fehlende Abklärung Piatek, Tautenhahn 2006, S.208 Nekrose oder PKV 40% Fehlende Abklärung, Perrin 2008, S.27 Ulcus (29 Diabetes, von 73 arterielle Probleme, Personen) wenig qualifiziertes Personal PKV k.a. Unsachgemäßes Bandagieren, zu hoher Druck PKV k.a. Unsachgemäßes Bandagieren, zu hoher Druck PKV k.a. Unsachgemäße Anlage, fehlende Patienteninformation, fehlende Erfahrung/Wissen PKV k.a. Unsachgemäße Anlage, zu hoher Druck PKV k.a. Unsachgemäße Anlage, fehlende Unterpolsterung, zu feste Anlage PKV k.a. Zu hoher Druck, Bandagierfehler, unsachgemäße Handhabung, fehlende Unterpolsterung Wienert 1999, S.84 Jünger et al. 2009, S.4 Williams, Keller 2005, S.10.ff Wienert 1999, S.84 Protz 2006,S.898 Asmussen, Söllner 2004, S.166ff. KZB häufig Verrutschen Probst, Vasel- Biergans 2004, S.342 MKS k.a Unsachgemäße Handhabung Leitlinie MKS 2006, S.7 MKS 28% 10 von 36 Personen Fehlende Abklärung, kein ABPI bestimmt, Diabetes, arterielle Probleme, wenig qualifiziertes Personal Perrin 2008, S.27 MKS k.a. Schlechter Sitz Wienert 1999, S.84 MTS k.a. Verrutschen, fehlende Passgenauigkeit Wienert 1999, S.147 MKS k.a. Falsche Verordnung, schlechter Sitz, fehlende Compliance Rabe 2006, S.68 18

27 Nebenwirkungen Nekrose oder Ulcus Kompression Häufigkeit Ursache MTS 29% Fehlende Abklärung, 11 von kein ABPI bestimmt, 38 Diabetes, Personen arterielle Probleme, wenig qualifiziertes Personal MTS k.a. Lagerungsbedingt, pavk, Polyneuropathie, nicht ansprechbare Patienten 19 Literatur Perrin 2008, S.27 Leitlinie MTS 2007, S.1 IPK k.a. k.a. Leitlinie IPK 2007,S.3 Kompressionstherapie k.a. Fehlende personelle Qualifikation, fehlende Patientenschulung Kompressionstherapie Kompressionstherapie Kompressionstherapie Kompressionstherapie k.a. k.a. k.a k.a. Diabetes, Neuropathie, falsche Anlage/Abmessung, zu hoher Druck, falsche Materialwahl, Verrutschen, fehlende Unterpolsterung Anwendung bei pavk, Diabetes Anwendung bei arteriellen Problemen, fehlende sachkundige Einschulung, fehlende Kontrolle der arteriellen Situation Fehlende Abklärung, kein ABPI bestimmt, Diabetes, arterielle Probleme, wenig qualifiziertes Personal Uschock, Panfil, Schümmelfelder 2009, S.109 Berg 1993, S.238ff Piatek, Tautenhahn 2006, S.208 Partsch 2007, S.174 Partsch, Rabe, Stemmer 1999,S.229 PKV k.a. Unsachgemäße Bandagierung Wienert 1999, S.84 Nervenschäden der peripheren Nerven PKV k.a. Unsachgemäße Bandagierung hoher Druck Jünger et al. 2009, S.4 PKV k.a. Unsachgemäße Anlage, Protz 2006,S.898 fehlende Unterpolsterung, zu feste Anlage PKV k.a. Unsachgemäße Anlage, Wienert 1999, S.84 zu hoher Druck Nervus peroneus 4-layer- k.a. Zu hoher Druck Usmani 2004, o.s: Verband Nervus tibialis PKV k.a. Zu lange Wechselintervalle Partsch, Rabe, Stemmer 1999, 248ff. MKS k.a. Unsachgemäße Handhabung Leitlinie MKS 2006, S.7 MKS k.a. Nicht passender MKS Wienert 1999, S.118 MKS k.a. Falsche Verordnung, schlechter Sitz, fehlende Compliance Nervus peroneus IPK Einzeln Nervus peroneus IPK 1 Fall Andauernde Kompression des Fibulaköpfchens Rabe 2006, S.6 k.a. Leitlinie IPK 2007, S.3 Fukada 2006, o.s.

28 Nervus peroneus Nervus peroneus Häufigkeit k.a. Kompressionstherapie Kompressionstherapie Ursache Fehlende personelle Qualifikation, fehlende Patientenschulung Literatur Uschock, Panfil, Schümmelfelder 2009, S.109 k.a. Zu hoher Anlagedruck, Boatright 2010 o.s. k.a. Unzureichende Unterpolsterung Miller 2004, o.s. Nebenwirkungen Kompression Häufigkeit Nervenschäden Kompressionstherapie k.a. Kompressionstherapie Kompressionstherapie Kompression Ursache Fehlende Abklärung, kein ABPI bestimmt, Diabetes, arterielle Probleme, wenig qualifiziertes Personal Literatur Perrin 2008, S.27 k.a. Wenig qualifiziertes Personal Partsch, Rabe, Stemmer 1999, S.229 Wienert 1999, S.84 Jünger et al. 2004, S.4 Hach et al. 2007, S.51ff. PKV k.a. Unsachgemäße Bandagierung Nusser 2009, S.18 PKV k.a. Unsachgemäße Anlage, Wienert 1999, S.84 zu hoher Druck PKV k.a. Zu hoher Druck, Bandagierfehler, unsachgemäße Handhabung Asmussen, Söllner 2004, S.166ff. PKV k.a. Fehlendes Schmerzempfinden bei Diabetes, fehlende Erfahrung, fehlende Unterpolsterung Gericke 1999, S.46ff. PKV k.a. Fehlende Unterpolsterung, falsche Wickeltechnik, fehlende Abklärung, zu hoher Druck, zu wenig Übung Schmerz PKV k.a. Unsachgemäße Bandagierung hoher Druck PKV k.a. Unsachgemäße Bandagierung, hoher Druck PKV k.a. Verrutschen, unsachgemäße Anlage, fehlende Kenntnisse/Wissen Langzugbinde k.a. Sensibilitätsstörung, zu hoher Druck MKS k.a. Zu hoher Druck, falsche Materialwahl Kompressionstherapie k.a. Kompressionstherapie Kompressionstherapie k.a. k.a. Fehlende personelle Qualifikation, fehlende Patientenschulung Fehlende Abklärung, kein ABPI bestimmt, Diabetes, arterielle Probleme, wenig qualifiziertes Personal Anwendung bei PaVk, dermatologischen Erkrankungen, fehlende Unterpolsterung, zu hoher Druck Nusser 2009, S.11 Beldon 2009, S.55ff Asmussen, Söllner 2004, S.224 Uschock, Panfil, Schümmelfelder 2009, S.109 Perrin 2008, S.27 Berg 1993, S.238ff. 20

29 Nebenwirkungefigkeit Kompression Häu- Ursache Literatur Ödem MKS k.a. Offene Fußspitze Wienert 1999, S.92 Vorfuß Genitalödem IPK Selten k.a. Leitlinie IPK 2007, S.3 PKV k.a. Fehlende Fachkompetenz/Wissen, Beldon 2009, S.55 Bandagierfehler, falsches Material Vorfuß PKV k.a. Unsachgemäße Bandagierung fehlende Erfahrung Williams, Keller 2005, S.10ff. PKV k.a. Unsachgemäße Anlage, Protz 2006,S.898 fehlende Unterpolsterung, zu feste Anlage PKV k.a. Zu hoher Druck, falsche Anlagetechnik, fehlende Übung, Verrutschen Kammerlander 1998, S.66 Ödem Ulcus Lokalisation Ferse, Unterschenkel Knochenvorsprünge Untere Extremität PKV k.a. Falsche Anlagetechnik, ungeeignetes Material k.a. Diabetes, Neuropathie, falsche Anlage/Abmessung, zu hoher Druck, falsche Materialwahl, Verrutschen Anwendung bei pavk, Partsch, Rabe, Stemmer 1999, S.230 Berg 1993, S.238ff. Kompressionstherapie Kompressionstherapie k.a. Diabetes MTS k.a. Fehlende Passgenauigkeit Wienert 1999, S.147 MTS k.a. Kein ABPI erhoben, nicht korrektes Anziehen, fehlende/mangende Kontrolle bei der Patientenpflege, fehlende Abklärung, Diabetes, Sensibilitätsstörung PKV k.a. Zu hoher Anlagedruck, fehlende Kenntnisse/Wissen, PKV k.a. Fehlende Fachkompetenz/Wissen, Bandagierfehler, falsches Material PKV k.a: Anlagefehler, fehlende Erfahrung/Wissen Piatek, Tautenhahn 2006, S.208 Partsch 2008, S.29 Jünger et al 2009, S.4 Beldon 2009, S.55 Williams, Keller 2004, S.10ff. Ulcus PKV k.a. Fehlende Unterpolsterung, Anlage bei arteriellen Problemen, zu starker Zug PKV k.a. Verrutschen, unsachgemäße Anlage, fehlende Kenntnisse/Wissen Tibiakante Langzugbinde k.a. Zu hoher Druck, schmaler Gelenksumfang, fehlende Unterpolsterung PKV k.a. Falscher Anlagedruck, arterielle Problematik Partsch, Rabe, Stemmer 1999, S.12 Hach et al. 2007, S.51ff. Beldon 2009, S.55ff. Schlömer, Meyer 2004, S.4 21

30 Nebenwirkungen Kompression Häufigkeit Ursache Ulcus - Lokalisation PKV k.a. Zu hoher Druck, falsche Anlagetechnik, fehlende Übung, Scheuern des Verbandes MKS 3% Falsche Materialwahl, falsche Einweisung, zu lange Verweildauer, MKS k.a. Falsche Verordnung, schlechter Sitz, fehlende Compliance Kompressionstherapie Blasenbildung PKV k.a. Verrutschen, unsachgemäße Anlage, fehlende Kenntnisse/Wissen Durchblutungsstörung Literatur Kammerlander 1998, S.66 Partsch, Rabe Stemmer 1999, S.288f. Rabe 2006, S.68 k.a. Anwendung bei pavk Piatek, Tautenhahn 2006, S.208 Hach et al. 2007, S.54 MTS k.a. Verrutschen, Patienten die sich nicht artikulieren können, Intensivpatienten, Lähmungen PKV k.a. Zu hoher Druck, falsche Anlagetechnik, fehlende Übung, Hach et al. 2007, S.57 Kammerlander 1998, S.66 PKV k.a. Zu hoher Anlagedruck Probst, Vasel- Biergans 2004, S.325 Kompressionstherapie Allergie PKV Selten Latex, Gummi, Farbstoffe k.a. Anlage bei pavk Feuerstein 2004, S.1 Wienert 1999, S.84 PKV k.a. Fixierung mit Klebstoffen, Kautschuk, Latex, Parabene Partsch, Rabe, Stemmer 1999, S.231 PKV k.a. Bindenmaterial Leitlinie PKV 2009, S.3 PKV k.a: Mangelnde Hautkontrolle, Latex, Klebstoff Beldon 2009, S.55 Zinkleimbinde Selten Inhaltsstoffe Probst, Vasel- Biergans 2004, S.342 MKS k.a. Material Asmussen, Söllner 2004, S.224 Klebeverband Selten Klebemasse Partsch, Rabe, Stemmer 1999,S.226, 245 Kompressionstherapie Kompressionstherapie Kompressionstherapie Kompressionstherapie k.a. Inhaltsstoffe Uschock, Panfil, Schümmelfelder 2009, S.109 k.a. Inhaltsstoffe Perrin 2008, S.27ff. k.a. Inhaltsstoffe Berg 1993, S.238ff. 4 14% Gummiinhaltsstoffe Wienert 1999, S.67 22

31 Nebenwirkungefigkeit Kompression Häu- Ursache Literatur Kontaktekzem PKV k.a. Polyamid, Elastan, Leitlinie PKV 2009, S.9 Baumwolle, Viskose Kompressionstherapie k.a. Material Feuerstein 2004, S.1 MKS k.a. Zerstörung des Säuremantels Wienert 1999, S.67 durch Material, Farbstoffe, Latex, Hautirritation PKV k.a. Materialunverträglichkeit, Scheuern Kammerlander 1998, S.87 Kompressionstherapie k.a. Fehlende Hautpflege, Berg 1993, S.238ff. Material Schuppung Kompressionstherapie 21,8% k.a. Reich Schupke et al. 2009,S.80 Rötung PKV k.a. Fehlende Hautpflege, Material Asmussen, Söllner 2004, S.166ff. Juckreiz Kompressionstherapie k.a. Material Wienert 1999, S.166 Kompressionstherapie 32,7% k.a. Reich Schupke et al. 2009, S.80 PKV k.a. Mechanische Belastung durch Reibung des Verbandes Asmussen, Söllner 2004, S.166ff. Iatrogene Hautschädebandsmaterial PKV k.a. Kanten und Stufen von Ver- Hach et al. 2007, S.54 Hauttrockenheit Kompressionstherapie 58,5% k.a. Reich Schupke et al. 2009, S.80 Materialunverträglichkeit PKV k.a. Inhaltsstoffe Hach et al.2007, S.54 PKV k.a. k.a. Beldon 2009, S.55ff. PKV k.a. Bindenmaterial Nusser 2009, S.11 Partsch, Rabe, Stemmer 1999,S.245 PKV k.a. Zu dicke Verbände Williams, Keller Mazeration Klebeverband k.a. Bandagierfehler, Überlagerung der Touren Fehlende und mangelnde Compliance 2004, S.55ff. PKV 51,7% k.a. Cornely in Wienert 1999, S.84 PKV 66% Strumpf wird nicht vertragen subjektives Missempfinden Wienert 1999, S.118 MKS k.a. Missempfinden, ungeeignetes Material Asmussen, Söllner 2004, S.166ff. PKV 24% MKS passt nicht Wienert 1999, S.118 MKS k.a. Fehlende Patientenschulung Uschock, Panfil, Schümmelfelder 2009, S.109 PKV k.a. Fehlende Patientenaufklärung und Schulung Kammerlander 1998, S.87 PKV k.a. Unangenehmes Druckgefühl, Meuleneire 2009, schlechter Tragekomfort MTS Häufig Fehlender Tragekomfort, zu heiß, fehlende Patienteninformation 23 S.17 Probst, Vasel- Biergans 2004, S.340ff.

32 Gesteigerte Schweißbildung, Schwitzen Schwitzen Nebenwirkungen Bewegungseinschränkung Kompression Häufigkeit Ursache Literatur PKV k.a. Zu hoher Druck Wienert 1999, S.84 PKV k.a. Verband Wienert 1999, S.84 PKV k.a. Zu dicker PKV Partsch, Rabe, Stemmer 1999, S.12 Kompressionstherapie k.a. Falsches Material, Berg 1993, S.238ff. MKS k.a. Ungeeignetes Material Asmussen, Söllner 2004, S.224 MKS k.a. Starke Kompressionsstrümpfe Partsch, Rabe, Stemmer 1999,S.144 MTS k.a. Material Probst, Vasel- Biergans 2004, S.340ff. k.a. Material Wienert 1999, S.166 Kompressionstherapie Kompressionstherapie 21,8% k.a. Reich Schupke et al. 2009, S.80 PKV k.a. Material Asmussen, Söllner 2004, S.166ff. MKS k.a. Material Asmussen, Söllner 2004,S.224 MTS Häufig Material Probst, Vasel- Biergans 2004, S.340ff. MTS k.a. Verrutschen, Wienert 1999, Thrombose Femoralarterie fehlende Passgenauigkeit Thrombose PKV k.a. Unsachgemäße Anlage, fehlende Unterpolsterung, zu feste Anlage 24 S.147 Protz 2006,S.898 PKV k.a. Zu hoher Druck, Bandagierfehler, unsachgemäße Handhabung Asmussen, Söllner 2004, S.166ff. MKS k.a. Schlechter Sitz Wienert 1999, S.84 MKS k.a. Falsche Verordnung, schlechter Sitz, fehlende Compliance Rabe 2006, S.68 Lungenembolie IPK Selten k.a. Leitlinie IPK 2007, S.3 IPK Selten Anwendung bei Verdacht einer tiefen Beinvenenthrombose Berg 1993, S.240 Lungenödem Kompressionstherapie k.a. Fehlende kardiale Abklärung Feuerstein 2004, S.1f. Kardiale Dekompensatiotherapie Kompressions- k.a. Fehlende Abklärung, Gericke 1999, S.46ff. Kompartment Syndrom IPK Selten k.a. Leitlinie IPK 2007, S.3 Kompressionstherapie k.a. Anwendung bei Phlegmasia coerulea dolens Feuerstein 2004, S.1 Amputation PKV k.a. Arterielle Problematik, falscher Anlagedruck Schlömer, Meyer 2004, S.4 Kompressionstherapie k.a. Anwendung bei pavk Berg 1993, S.238ff. Kompressionstherapie k.a. Anwendung bei pavk Piatek, Tautenhahn 2006, S.208

33 Tragen normaler Schuhe unmöglich Ineffektivität Kompression Kompressionstherapie Nebenwirkungen Verschlechterung der Wundsituation Häufigkeit k.a. Ursache Ödeme, Allergie, unsachgemäße Anlage, fehlende Compliance Literatur Beldon S.55ff. PKV k.a. Unsachgemäße Bandagierung Williams, Keller 2005, S.10ff. PKV k.a. Falsche Anwendung der Pelotte Hach et al. 2007, S.54 k.a. Anwendung bei pavk Berg 1993, S.238ff. k.a. Zu dicke Verbände Beldon 2009, S.55ff. Kompressionstherapie Mehrlagen Kompressionsverband PKV k.a. Zu dicker Verband Kammerlander 1998, S.87 Kompressionstherapie k.a. Versteifung des Sprunggelenks Berg 1993, S.238ff. MKS k.a. Fehlende Compliance, Asmussen, Söllner fehlendes Wissen, 2004, S.166ff. fehlende Patienteninformation PKV k.a. Zu lockere Anlage Probst, Vasel- Biergans 2004, S.325 Schuhmann 2009, S.8 Piatek, Tautenhahn 2006, S.210 PKV Häufig Zu wenig Erfahrung, zu wenig Training Kompressionstherapie k.a. Schonhaltung, fehlende Beweglichkeit im Sprunggelenk Kompressionstherapie k.a. Versteifung des Sprunggelenks Gericke 1999, S.46 Tabelle 2: Nebenwirkungen und Ursachen 25

34 1.2.1 Häufigkeit von Nebenwirkungen aus der Literatur In der nachfolgenden Abbildung ist die Verteilung der in der Literatur erhobenen Nebenwirkungen aufgelistet. Nebenwirkungen - Literatur Verschlechterung Wunde Schwitzen Thrombose Ineffektivität fehlende Compliance Ödeme Bewegungseinschränkung Allergie Schmerz Ulcus Hautirritation Nervenschäden andere Nekrose/Ulcus Schnürfurche Abbildung 1: Häufigkeit der Nebenwirkungen aus der Literatur Unter Hautirritationen sind Kontaktekzeme, Juckreiz, Hautrockenheit und Mazeration angeführt. Unter - Andere sind Nebenwirkungen wie, Blasenbildung, Lungenembolie, kardiale Probleme, Amputation, Schuhprobleme und Durchblutungsstörung enthalten. 26

35 1.2.2 Häufigkeit von Nebenwirkungen nach der Art der Kompression Anhand der Abbildung 2 ist zu erkennen, dass Nebenwirkungen am Häufigsten beim phlebologischen Kompressionsverband beschrieben sind. Danach wird die Kompressionstherapie insgesamt genannt, welche einen nicht geringen Anteil für die Entstehung von Nebenwirkungen ausmacht. An dritter Stelle reihen sich der medizinische Kompressionsverband und danach der medizinische Thromboseprohylaxe Strumpf. Zählt man die verschiedenen Bindenarten zum phlebologischen Kompressionsverband dazu, dann kommt es zu einer doch sehr eindeutigen Aussage, bei welcher Kompressionsart die häufigsten Nebenwirkungen beschrieben sind. Die meisten Nebenwirkungen werden somit bei den Kompressionsverbänden erwähnt. Häufigkeit der Nebenwirkungen bei den verwendeten Materialien Fischerverband Klebeverband Zinkleim 4-layer-Verband LZB KZB IPK MTS MKS Kompressionstherapie PKV Abbildung 2: Nebenwirkungen bei verschiedenen Kompressionsarten 27

36 1.3 Vermeidung von Nebenwirkungen der Kompressionstherapie Um die im Kapitel 1.2 angeführten Nebenwirkungen zu vermeiden ist es erforderlich, theoretisches Wissen mit den praktischen Erfahrungen und Fertigkeiten in der Praxis zu vereinen. Laufendes Training und Fortbildung im Bereich der Kompressionsther a- pie sind eine wichtiges Kriterium um sichere, effiziente und effektive Maßnahmen gewährleisten zu können. Besonders wichtig ist ein vertrauensvolles Patienten Pflegeverhältnis und die richtige Materialwahl. Diese ist abhängig von der Compliance und eventueller Nichteinhaltung der vorgeschlagenen Therapieform. Des Weiteren ist der Lebensstil des Patienten in die Materialwahl mit einzubeziehen. Die Patienteninformation ist ein weiteres wichtiges Kriterium zur Vermeidung von Nebenwirkungen 77. Die aktive Mitarbeit, eine hohe Lernfähigkeit und Motivation bei der Anwendung von MKS kann Nebenwirkungen vermeiden. Bei der Anlage von PKV ist der Ankle brachial pressure index (ABPI) zu berücksichtigen um die korrekten Druckverhältnisse zu erreichen. Bei der Verwendung von MKS ist auf eine korrekte Verordnung und die richtige Materialwahl zu achten 78. Vor Verordnung von MKS muss erhoben werden, ob der Patient überhaupt in der Lage ist, sich die Strümpfe selbst anzuziehen beziehungsweise ob erforderliche Hilfsmittel benötigt werden 79. Genaue Abklärung und ausführliche Diagnostik wird angeführt, ebenso wie die Erhaltung der Beweglichkeit und der Mobilität durch physiotherapeutische Maßnahmen und Prävention 80.Unter der Kompressionstherapie ist die Hautpflege ein wichtiger Aspekt um mögliche Nebenwirkungen zu vermeiden. Die adäquate Schuhversorgung ist ebenso ein nicht zu unterschätzendes Kriterium zur Vermeidung Vgl. Beldon 2009, S.55ff. 78 Vgl. Jörgensen 2008, S.25ff. 79 Vgl. Partsch, Rabe, Stemmer 1999, S Vgl. Berg 1993, S.234ff. 81 Vgl. Kammerlander 1998, S

37 Vermeidungsmöglichkeiten Kompression Literatur Patientenschulung PKV Beldon 2009, S.55ff. PKV Williams, Keller 2005, S.10 PKV Probst, Vasel-Biergans 2004, S.340ff. MKS Uschok et al. 2009, S.212 Kompressionstherapie Asmussen, Söllner 2004, S 166ff. Kompressionstherapie Partsch, Rabe, Stemmer 1999, S.248 Patienteninformation/Aufklärung Kompressionstherapie Jörgensen 2008, S.25ff. Kompressionstherapie Kammerlander 1998,S. 87 Kompressionstherapie Asmussen, Söllner 2004, S.166ff. Kompressionstherapie Probst, Vasel-Biergans 2004, S340ff. PKV Williams, Keller 2005, S.10 PKV Berg 1993, S.234ff Anwenderschulung/Anleitung PKV Beldon 2009, S.55ff. PKV Jörgensen 2008, S.25ff. PKV Williams, Keller 2005, S.10 PKV Kammerlander 1998, S.66 PKV Probst, Vasel-Biergans 2004, S. 340ff. Anwenderschulung/Anleitung PKV Asmussen, Söllner 2004, S.166ff. PKV Jünger 2010, S.17 Kompressionstherapie Jörgensen 2008, S.25ff. Kompressionstherapie Partsch 2007, S.172 Aktuelles Wissen und Erfahrung Fachkompetenz/Qualifikation Kompressionstherapie Partsch, Rabe, Stemmer 1999, S.248 PKV Beldon 2009, S.55ff. PKV Williams, Keller 2005, S.10 PKV Kammerlander 1998, S.66 PKV Jünger et al., S.4 29

38 Vermeidungsmöglichkeiten Kompression Literatur Aktuelles Wissen und Erfahrung PKV Gericke 1999, S.46ff. PKV Jünger 2010, S.17 PKV Nusser 2009, S. 11ff. Dauerverband Partsch, Rabe, Stemmer 1999, S.243f. MTS Schwaller, Geng 2007, S.700 MTS Schwaller, Geng 2007, S.702 Kompressionstherapie Hach et al. 2007, S.51 Kompressionstherapie Jörgensen 2008, S.25ff. Kompressionstherapie Uschok et al. 2009, S.212 Kompressionstherapie Hach et al. 2007, S.51 Training und Übung PKV Beldon 2009, S.55ff. PKV Jörgensen 2008, S.25ff. PKV Schuhmann 2009, S.9 PKV Nusser 2009, S.11ff. MTS Schwaller, Geng 2007, S.702 Richtige Indikationsstellung PKV Beldon 2009, S.55ff. Kompressionstherapie Hach et al. 2007, S.51 Diagnostik und Abklärung Kompressionstherapie Berg 1993, S.234ff Kompressionstherapie Probst, Vasel-Biergans 2004, S.340ff. Kompressionstherapie Piatek, Tautenhahn 2006, S.210 MKS Wienert et al., 2006, S.4 PKV Jünger 2010, S.17 Berücksichtigung des ABPI Kompressionstherapie Jörgensen 2008, S.25ff. ABPI erheben Kompressionstherapie Partsch 2008, S.29 Kompressionstherapie Partsch 2007, S.172 Kennen der Kontraindikationen Kompressionstherapie Probst, Vasel-Biergans 2004, S.340ff. 30

39 Vermeidungsmöglichkeiten Kompression Literatur Kennen der Kontraindikationen Kompressionstherapie Hach et al. 2007, S.51 PKV Jünger et al Richtige Materialwahl PKV Beldon 2009, S.55ff. PKV Jünger 2010, S.17 MKS Meuleneire 2009, S.17 MKS Berg 1993, S.234ff. Kompressionstherapie Partsch, Rabe, Stemmer 1999, S.248 Materialkenntnis Kompressionstherapie Asmussen, Söllner 2004, S.166ff. Korrekte Verordnung MKS Jörgensen 2008, S.25ff. Genaue Abmessung MTS Schwaller, Geng 2007, S.700 MKS Berg 1993, S.234ff MTS Wienert et al. 2007, S.4 Korrekter Anlagedruck Kompressionstherapie Jörgensen 2008, S.25ff. Kompressionstherapie Partsch, Rabe, Stemmer 1999, S.248 PKV Schlömer, Meyer 2004, S.4. PKV Kammerlander 1998, S.71 PKV Nusser 2009, S.11ff. Korrekte Anlage PKV Jörgensen 2008, S.25ff. PKV Williams, Keller 2005, S.10 PKV Berg 1993, S.234ff. PKV Jünger et al PKV Gericke 1999, S.46ff. MTS Schwaller, Geng 2007, S.700 MTS Wienert 1999, S.147 Kompressionstherapie Boatright 2010, Abstract Kompressionstherapie Partsch, Rabe, Stemmer 1999, S

40 Vermeidungsmöglichkeiten Kompression Literatur Unterpolsterung PKV Berg 1993, S.234ff. PKV Asmussen, Söllner 2004, S.166ff. PKV Partsch, Rabe, Stemmer 1999, S.248 PKV Gericke 1999, S.46ff. PKV Jünger 2010, S.17 PKV Nusser 2009, S.11ff. Compliance des Patienten PKV Beldon 2009, S.55ff. MKS Jörgensen 2008, S.25ff. MKS Uschok et al. 2009, S.212 MKS Asmussen, Söllner 2004, S.166ff. MKS Rabe 2006, S.67 Motivation Kompressionstherapie Probst, Vasel-Biergans 2004, S.340ff. Akzeptanz der phebologischen Behandlung MKS Partsch, Rabe, Stemmer 1999, S.288 Aktive Mitarbeit des Patienten Kompressionstherapie Jörgensen 2008, S.25ff. PKV Williams, Keller 2005, S.10 MKS Asmussen, Söllner 2004, S.166ff. Patienten mit einbeziehen PKV Nusser 2009, S.11ff. Gutes Patienten Pflegeverhältnis PKV Kompressionstherapie Beldon 2009, S.55ff. Asmussen, Söllner 2004, S.166ff. Gutes Patienten Arzt- Pflegeverhältnis MKS Partsch, Rabe, Stemmer 1999, S.288 Einfache Handhabung Kompressionstherapie Jörgensen 2008, S.25ff. Kontrolle MKS Berg 1993, S.234ff. PKV Jünger 2010, S.17 Kompressionstherapie Asmussen, Söllner 2004, S.166ff. Adäquate Schuhversorgung PKV Kammerlander 1998, S.87 PKV Berg 1993, S.234ff. 32

41 Vermeidungsmöglichkeiten Kompression Literatur Erhaltung der Beweglichkeit/Mobilität PKV Berg 1993, S. 234ff. Physiotherapeutische Maßnahmen Kompressionstherapie Berg 1993, S.234ff. Richtige Lagerung - PKV Asmussen, Söllner 2004, S.166ff. Gelenksposition Hautpflege Kompressionstherapie Kammerlander 1998, S.87 PKV Asmussen, Söllner 2004, S.166ff. Prävention Kompressionstherapie Berg 1993, S.234ff. Tabelle 3: Vermeidungsmöglichkeiten von Nebenwirkungen Kompressionstherapie Piatek, Tautenhahn 2006, S

42 2 Hypothese 1. Die Kompressionstherapie, als phlebologische Standardtherapie, ist mit zahlreichen und schweren Nebenwirkungen behaftet (Abbildung 3). 2. Die Anwender kennen die möglichen Ursachen von Nebenwirkungen der Kompressionstherapie und deren Vermeidung. Abbildung 3: Schnürfurche mit Blasenbildung beim Kompressionsstrumpf KKL II 34

43 3 Methoden 3.1 Studiendesign Methodische Form der Studie Das Studiendesign wurde offen und multizentrisch angelegt. Es waren sowohl Gesundheitseinrichtungen in Niederösterreich, als auch eine extramurale Organisation beteiligt. Die Landeskliniken Mostviertel Melk, Amstetten, Scheibbs, Waidhofen an der Ybbs und Wiener Neustadt nahmen daran teil. Im extramuralen Bereich nahm die Sozialstation der Caritas Pöchlarn teil. Das Fachgebiet wurde interdisziplinär g e- wählt, mit dem Schwerpunkt Wundmanagement. Es wurden ebenso mit 5 Experten aus verschiedenen medizinischen und nicht medizinischen Bereichen die sich mit der Kompressionstherapie beschäftigen, Experteninterviews geführt Ethik Die Erkenntnisse dieser Studie können für den Bereich der Anwender der Kompressionstherapie genutzt werden. Es sollen die Nebenwirkungen, mögliche Ursachen und deren Vermeidung dargestellt werden und als mögliche präventive Maßnahmen genutzt werden. Die Patienten wurden vor dem Ausfüllen der Fragebögen über die anonyme Verwendung der Daten mittels Einverständniserklärung informiert. Der Fragebogen und die Einverständniserklärung sind im Anhang zu finden. Das gleiche gilt auch für die Fragebögen der Anwender. Die Fragebögen wurden nach Rückspr a- che mit den jeweiligen Pflegedienstleitungen per verschickt und über die Vorgehensweise informiert. Die Pflegedirektion hat in weiterer Folge die Fragebögen für Patienten und Anwender, sowie die Einverständniserklärungen an die Wundmanagerinnen vor Ort weitergeleitet. 3.2 Studienpopulation Die Studienpopulation setzt sich aus 2 Gruppen zusammen. Die erste Gruppe ist die der Anwender der Kompressionstherapie. Diese unterteilt sich wiederum in Ärzte, gehobener Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege (gdgkp), Pflegehilfe und Physiotherapeuten. 35

44 In den Interviews wurden Experten aus dem medizinischen, pflegerischen und dem Industriebereich befragt. Die zweite Gruppe sind die befragten Patienten mit Kompressionstherapie Einschlusskriterien Anwender: Alter: keine Einschränkung Geschlecht: weiblich und männlich Personengruppen: Alle Personen die in den genannten Gesundheitseinrichtungen und aus der extramuralen Organisation aus dem medizinischen und nicht medizinischen Bereich, die mit der Kompressionstherapie arbeiten. Zeitraum: Geplante Anzahl der teilnehmenden Anwender im Landesklinikum Mostviertel Melk: 98 Personen. Tatsächliche Anzahl der teilgenommenen Anwender im Landesklinikum Mostviertel Melk: 59 Personen. Teilnahmequote: 64% Einschlusskriterien Patienten: Alter: keine Einschränkung Geschlecht: weiblich und männlich Patienten die in den Wundambulanzen der jeweiligen Institutionen mit Kompressionstherapie betreut werden. Im extramuralen Bereich wurden keine Patienten befragt. Zeitraum: Geplante Anzahl an befragten Patienten: keine, ergeben sich aus der Zeitgrenze. Aus den Landeskliniken Mostviertel Amstetten, Scheibbs, Waidhofen an der Ybbs und dem Landesklinikum Wiener Neustadt sollten insgesamt 30 Fragebögen für Anwender und Patienten erhoben werden. Die genaue Zahl der Teilnehmer ist in der Tabelle 4 ersichtlich. 36

45 3.2.3 Einschlusskriterien Experteninterviews Alter: keine Geschlecht: weiblich und männlich Personengruppen: Personen aus dem Bereich der Medizin, der Pflege und der Industrie die über langjährige Erfahrung und Experten zum Thema Kompressionstherapie verfügen. Insgesamt wurden mit fünf Personen Experteninterviews im Zeitraum von Mai bis Oktober 2010 geführt Studienpopulation gesamt Insgesamt wurden 226 Fragebögen an Anwender und Patienten ausgegeben. Im angegeben Zeitraum wurden 185 Fragebögen retourniert. Die Rücklaufrate beträgt somit 82%. Institution Anwender Patienten Landesklinikum Mostviertel Amstetten 21 0 * Landesklinikum Mostviertel Scheibbs 26 4 Landesklinikum Mostviertel Waidhofen an der Ybbs 26 8 Landesklinikum Mostviertel Melk Landesklinikum Wiener Neustadt 7 8 Sozialstation Caritas Pöchlarn 5 0 Gesamt (**144) Tabelle 4: Studienpopulation gesamt *Im Landesklinikum Amstetten wollte kein Patient den Fragebogen ausfüllen. ** davon 3 ungültig 37

46 Zum Alter der befragten Patienten gab es von 7 Patienten keine Angabe. Der jüngste Teilnehmer der Patientengruppe war 30 Jahre, der älteste Teilnehmer war 86 Jahre alt. Bei der Gruppe der Anwender war die Erhebung des Altersdurchschnitts nicht möglich, da nur ein verschwindend kleiner Teil der Befragten ihr Alter preisgaben. Bei den befragten Patienten waren 18 Personen männlich und 23 Personen weiblich. Ein Fragebogen wurde ohne Altersangabe abgegeben. Die Verteilung der befragten Teilnehmer aus dem Anwenderbereich stellt sich in der nachfolgenden Graphik je nach Berufsgruppe farblich dar. Anteil weibliche/männliche Anwender männlich weiblich Physiotherapie 0 4 Pflegehilfe 9 4 DGKS/P 9 95 Ärzte 5 15 Abbildung 4: Anteil weiblicher/männlicher Anwender Insgesamt haben sich 20 Ärzte, 104 diplomierte Pflegepersonen, 4 Physiotherapeuten 13 Pflegehelfer und an der Studie beteiligt, deren Fragebögen zur Auswertung herangezogen werden konnten. Gesamt 141 Anwender (Abb.4). 3.3 Datenerhebung Die Datenerhebung erfolgte mittels Fragebögen für Anwender und Fragebögen für Patienten. Zuvor wurde von der Pflegedirektion das Einverständnis zur Durchführung der Studie eingeholt. Für beide Fragebögen gab es ebenso eine schriftliche Einverständniserklärung. Die Fragebögen samt Einverständniserklärung sind im Anhang beigefügt. Im Landesklinikum Mostviertel Melk wurden die Fragebögen der Anwender an die jeweiligen Stationen und Ärzte durch mich persönlich oder durch die Stationsleitungen verteilt. Auf den jeweiligen Abteilungen wurden Boxen bzw. Kuverts aufgestellt, wo in eine Box/Kuvert die ausgefüllten Fragebögen eingeworfen wurden, in die zweite Box/Kuvert wurden die Einverständniserklärungen eingeworfen. 38

47 In dem vordefinierten Zeitraum vom 26. März bis 20. April 2010 standen die Boxen/Kuverts zur Verfügung und wurden nach Ablauf der Zeit eingesammelt. Die Landeskliniken Mostviertel Amstetten, Scheibbs, Waidhofen an der Ybbs wurden zuvor über die Pflegedirektion im Landesklinikum Melk über die Durchführung der Studie und die Zustimmung zur Mitarbeit daran informiert. In weiterer Folge wurden an die oben angeführten Pflegedirektionen die Fragebögen für Anwender und Patienten samt Einverständniserklärungen elektronisch übermittelt und von dort aus in P a- pierform an die Wundmanagerinnen in den Kliniken weitergeleitet. Von dort wurden die Fragebögen verteilt und danach postalisch an das Landesklinikum Melk zu meinen Händen retourniert. Das Landesklinikum Wiener Neustadt wurde über die Wundmanagerin informiert und nach telefonischer Rücksprache mit der Pflegedienstleitung wurde die Erlaubnis zur Mitarbeit an der Studie erteilt. Auch hier wurden die Fragebögen elektronisch gesendet und postalisch retourniert. An die Sozialstation der Caritas Pöchlarn wurden die Fragebögen postalisch übermittelt und ebenso postalisch im vorgegebenen Zeitrahmen retourniert. Die Experteninterviews wurden mit Herrn Univ. Prof. Dr. Hugo Partsch und Herrn Gerhard Kammerlander gdgkp, persönlich geführt und mittels Diktiergerät aufgenommen. Mit Frau Dr. Christiane Stöberl, Frau Dr. Anneke Andriessen und Frau Distelrath wurden die Interviewfragen mittels elektronischer Datenübermittlung durchgeführt. Von allen Experten wurde die Zustimmung zur Verwendung der Daten eingeholt. 3.4 Statistik Die Datenerhebung erfolgte mittels anonymisierten Fragebögen in Hardcopy, die D a- ten wurden in Excel Dateien angelegt. Die Verwaltung der Daten erfolgt anonym mittels Excel Datenblatt. Die Experteninterviews wurden mit einem Diktiergerät aufgezeichnet und im Wortlaut übernommen und in einem Worddokument abgelegt. Nach der Korrektur durch die Interviewpartner wurden diese in die Arbeit eingebaut. Die elektronisch übermittelten Interviews wurden ebenfalls in einem Worddokument angelegt und verwaltet. Verwendet wurde eine deskriptive Methode. Die ausgewerteten Ergebnisse wurden in Grafiken und Diagrammen dargestellt. Ebenso wurden Tabellen erstellt. 39

48 3.5 Auswertung Patientenfragebögen Die Abbildung 5 zeigt, welche Art der Kompression der behandelnde Arzt dem Patienten verordnet hat. Bei dieser Frage sind Mehrfachnennungen möglich. Um den Patienten das Ausfüllen des Fragebogens so einfach als möglich zu gestalten, wurden alle Arten der Kompressionstherapie unter dem Wortlaut Kompressionsverband in der Frage angeführt. Verwendetes Material keine Angabe zur Bindenart Langzugbandage Kurzzugbandage Dauerkompressionverband KKL 2 Mehrteiliger Kompressionsstrumpf KKL 3 Zinkleim keine Angabe zur KKL Kompressionsstrumpf KKL 3 Kompressionsstrumpf KKL 2 Kompressionsstrumpf KKL Abbildung 5: Verwendetes Material Das Ergebnis spiegelt die in Österreich bevorzugte Wahl der Kompressionstherapie wider. Beachtenswert ist die hohe Akzeptanz des doch erst seit kurzer Zeit auf dem Markt befindlichen mehrteiligen Kompressionsstrumpf der KKLIII (Abb. 5). Der Kompressionsstrumpf der KKL II, Kurzzugbinde und mehrteiliger Kompressionsstrumpf KKL III ( Ulcusstrumpf ) werden gleich häufig angewandt und sind die mit Abstand die meist verordneten Produkte. 40

49 Die nächste Abbildung gibt Auskunft, ob die Patienten den Kompressionsverband täglich tragen, die Frage konnte mit Ja oder Nein beantwortet werden (Abb.6). Tägliches Tragen des Kompressionstherapie 12% ja nein 88% Abbildung 6: Tägliches Tragen des Kompressionstherapie 37 Patienten (88%) gaben an, den Kompressionsverband täglich zu tragen. 5 Patienten (12%) hingegen, trugen den Kompressionsverband nicht täglich (Abb.6). Als Gründe dafür wurden von den Patienten Schmerzen, Hitzewallungen, Staugefühl, schlechte Haftung am Oberschenkel bei Strumpfanwendung und das Drücken des Strumpfes angegeben, ebenso wurde als Grund angeführt, dass der Kompressionsverband umständlich sei. In Abb. 7 wurde die Frage nach dem Tragekomfort der Kompressionstherapie gr a- phisch dargestellt. Als Antwortmöglichkeit konnten die Patienten mit angenehm oder unangenehm beantworten. Ich empfinde das Tragen der Kompression 24% angenehm unangenehm 76% Abbildung 7: Tragekomfort der Kompressionstherapie 41

50 32 Patienten (76%) gaben an, das Tragen der Kompression sei angenehm. 10 Patienten (24%) empfanden das Tragen der Kompression als unangenehm, auch hier wurden mehrere Gründe dafür angeführt (Abb.7). Zur Frage ob das Tragen der Kompressionstherapie angenehm oder unangenehm ist, konnte dann im Freitext angeführt werden, warum so empfunden wurde. Von 32 Patienten die mit Ja geantwortet haben, machten 12 keine Angaben. In der Abb. 8 sind die Anmerkungen der 20 Patienten angeführt. Angenehm weil: Unterstützend, gut bandagiert, kein Zwicken 1 Kann in jeden Schuh 2 Tut mir gut 3 Guter Tragekomfort Keine Ödeme 4 4 Fester Halt 6 weniger Schmerzen 11 Abbildung 8: Angenehme Wirkung des Kompressionstherapie Warum die Kompressionstherapie als unangenehm empfunden wurde, wird in Abb. 9 dargestellt. Unangenehm weil: Nicht wollen Tragen normaler Schuhe unnmöglich Druck, passt nicht in den Schuh Beengend Schwitzen Wärmegefühl Verrutschen 3 Abbildung 9: Unangenehme Wirkung der Kompressionstherapie 42

51 Die nächste Frage sollte klären, ob die Patienten und oder die Angehörigen in der Handhabung des Verbandes geschult wurden. Diese Frage wurde mit Ja oder Nein beantwortet. 34 Personen (81%) gaben an, dass sie oder die Angehörigen geschult wurden. 8 Personen beantworteten die Frage mit Nein (19%). Wer den Patienten den Kompressionsverband anlegt ist in Abb. 10 ersichtlich. Es gab verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl, die gewählt werden auswählen konnten. Es ergab sich daher die Möglichkeit von Mehrfachantworten (Abb.10). Wer legt Ihnen den Kompressionsverband an? ohne Angabe Andere Ambulanz Facharzt Angehörige Hauskrankenpflege Krankenhaus Hausarzt selbst Abbildung 10: Anlage der Kompressionstherapie In Abb.11 wird beschrieben, ob der Kompressionsverband dem Patienten Beschwerden verursacht. Diese Frage konnte mit Ja oder Nein beantwortet werden. Bei der Antwort Ja hatten die Patienten die Möglichkeit mittels Freitext die aufgetretenen B e- schwerden anzugeben. 26 Patienten (65%) gaben an, dass ihnen der Kompress i- onsverband keine Beschwerden bereitet. Von den 14 Patienten (35%) die Beschwerden im Zusammenhang mit dem Kompressionsverband angaben, wurden von 2 Patienten nicht genauer dazu Stellung genommen. Die angeführten Beschwerden sind in der Abb.11 dargestellt. 43

52 Beschwerden aus Patientensicht Hitzewallung Blasenbildung Abdrücken Juckreiz Schmerzen Schwellung Ausschlag Beengtheit Schnüfurchen Schwitzen Abbildung 11: Beschwerden aus Patientensicht Die Patienten wurden befragt, wann die Beschwerden auftraten. Zur Auswahl standen die Antwortmöglichkeiten in der Nacht oder tagsüber. Von den 14 Personen die Beschwerden angaben, traten die Beschwerden tagsüber auf. 2 davon gaben zusätzlich auch nächtliche Beschwerden an. Die Angabe der Beschwerden die Patienten angaben, zeigen Übereinstimmungen mit den angegebenen Nebenwirkungen aus Patientensicht. Die Unterscheidung von Beschwerden und Nebenwirkungen ist schwierig, da diese vom Patienten teils subjektiv wahrgenommen werden. In der nachstehenden Abbildung werden die Nebenwirkungen aus Patientensicht dargestellt die mehr als 1-mal bei Patienten aufgetreten waren. Die Patienten hatten die Möglichkeit aus vorgegebenen Antworten zu wählen und im Punkt Andere nicht angeführte Nebenwirkungen anzuführen. Auch bei dieser Frage waren Mehrfachnennungen möglich (Abb.12). Abbildung 12: Nebenwirkungen aus Patientensicht 44

53 Unter dem Punkt - Andere sind Juckreiz, Schwitzen, Taubheitsgefühl und Hitzegefühl angeführt worden. Die Angaben zu dieser Fragestellung wurden nicht verbandsspezifisch beantwortet. Sie beziehen sich auf die verschiedenen von den Patienten getragenen Kompressionsarten. Unterschiede ergeben sich in den Angaben in der Abb.9. Dort wurden von 3 Patienten Verrutschen angegeben. Die letzte Frage sollte klären, welche Art der Kompression den Patienten die meisten Beschwerden bereitet hat. 7 von 13 Patienten hatten mit Kurzzugbinden die größten Probleme. Der Dauerverband machte 2 von 5 Patienten Probleme. Der mehrteilige Kompressionsstrumpf machte 5 von 13 Patienten zu schaffen und beim Kompressionsstrumpf der KKL II gaben 10 von 11 Patienten Probleme an. Dazu muss angeführt werden, dass die Patienten während ihrer Laufbahn verschiedene Arten der Kompressionstherapie angelegt bekamen. Ebenso nahmen auch Patienten zu dieser Frage Stellung, die bei den vorherigen Fragen zu Beschwerden oder Nebenwirkungen keine Angaben gemacht haben. 3.6 Auswertung Anwenderfragebögen Anhand der Fragebögen der Anwender wurden die verschiedenen Berufsgruppen aus den angeführten Institutionen zum Thema Nebenwirkungen der Kompressionstherapie befragt. Diese Berufsgruppen waren Ärzte, gdgkp, Pflegehilfe und Physiotherapeuten. In Abb. 13 wird dargestellt, ob die Anwender der Ansicht sind, ob die Kompressionstherapie Nebenwirkungen hat. Die Kompressionstherapie hat Nebenwirkungen keine geringe starke keine Angabe Physiotherapie Pflegehilfe DGKS/P Ärzte Abbildung 13: Einschätzung der Nebenwirkungen der Kompressionstherapie 45

54 Bei der Gruppe der gdgkp gab es Mehrfachnennungen, darum ergeben sich höhere Gesamtzahlen. 92 Anwender (61%) gaben an, dass die Kompressionstherapie geringe Nebenwirkungen hat (Abb.13). Anhand der Abb.14 ist zu sehen, ob Nebenwirkungen nie, selten, manchmal oder häufig auftreten. Auch bei dieser Frage wurden aus der Gruppe des gdgkp Mehrfachnennungen gemacht, dadurch auch ist auch hier die Gesamtsumme höher (Abb.14) Nebenwirkungen treten auf nie selten manchmal häufig keine Angabe Physiotherapie Pflegehilfe DGKS/P Ärzte Abbildung 14: Auftreten von Nebenwirkungen 83 Anwender (59%) sind der Ansicht, dass Nebenwirkungen selten auftreten.50 Anwender (33%) sind der Ansicht, dass die Nebenwirkungen manchmal auftreten. Das Nebenwirkungen nie auftreten, gaben 11 Anwender (8%) an. Häufig wird von 4 Anwendern (3%) angeführt. Zusätzlich wurde von 4 Anwendern auf dem Fragebögen Anmerkungen wie wenn die Kompression ordentlich angelegt wird treten nie Nebenwirkungen auf und ebenso von 4 Anwendern wurde bei häufig wenn die Kompression nicht sachgemäß angelegt wird angeführt (Abb.14). 46

55 3.6.1 Nebenwirkungen der Kompressionstherapie Abb.15 zeigt, ob den Anwendern Nebenwirkungen der Kompressionstherapie bekannt sind. Einmal kam von den und der Gruppe der gdkgp und der Pflegehilfe keine Angabe Sind Ihnen Nebenwirkungen der Kompressionstherapie bekannt ja Physiotherapie 4 0 Pflegehilfe 11 1 DGKS/P 97 6 Ärzte 18 2 nein Abbildung 15: Angabe zu Nebenwirkungen 130 Anwender (94%) sind Nebenwirkungen der Kompressionstherapie bekannt. 9 Anwender (6%) sind keine Nebenwirkungen bekannt. Die Anwender, die mit Ja geantwortet haben, hatten nun die Möglichkeit, die ihnen bekannten Nebenwirkungen anzuführen. Anhand der nachfolgenden Tabelle sind die angegebenen Nebenwirkungen aller Berufsgruppen dargestellt. 47

56 3.6.2 Bekannte Nebenwirkungen gesamt - alle Anwender Tabelle 5: Nebenwirkungen gesamt - alle Anwender Nebenwirkungen gesamt alle Anwender Nennung Prozent 100% n 141 Durchblutungsstörungen /bei pavk 58 14% Schnürfurchen/Einschnürungen/Abdrücken 57 14% Druckstellen/-ulkus/-läsion/Nekrose 56 14% Schmerzen 29 7% Ödeme/Stauung 32 8% Hautschäden/-defekte-/-probleme 23 6% Sensibilitätsstörungen/ Parästhesie 19 5% Allergie/Kontaktallergie/Ekzeme 19 5% Hautirritationen 17 4% Spannungsblasen/Blasenbildung 15 4% Juckreiz 14 3% Hauttrockenheit 12 3% Fehlende Wirkung/geringer Druck 10 2% Nervenschäden/Läsionen 8 2% Rötung 7 2% Verschlechterung der Wundsituation 5 1% Hitzestau 5 1% Materialunverträglichkeit 5 1% Kardiale Probleme/Lungenödem 5 1% Beeinträchtigung der Lebensqualität 5 1% Bewegungseinschränkung/Kontraktur/Spitzfuß 5 1% Thrombosegefahr 2 Hämatome 1 48

57 Bekannte Nebenwirkungen Ärzte Nebenwirkungen Ärzte n 20 Nennung Prozent 100% Durchblutungsstörung bei pavk 13 26% Ödeme 6 12% Läsion/Ulcus 6 12% Allergien/Kontaktallergie/Ekzem 6 12% Schmerzen 5 10% Schnürfurchen 5 10% Irritationen 3 10% Nervenschäden/Störung 2 4% Verschlechterung der Wundsituation 2 4% Lungenödem 1 2% Hämatome 1 2% Tabelle 6: Nebenwirkungen - Ärzte Die Ärzte gaben als häufigste Ursache von Nebenwirkungen Durchblutungsstörungen auch unter Anwendung bei pavk an. Ödeme, Stauungen und neuerliche Ulzera und Läsionen und Allergien sowie Ekzeme werden gleichhäufig genannt. 49

58 Bekannte Nebenwirkungen gdgkp Nebenwirkungen gdgkp n 104 Nennung Prozent 100% Druckstellen/-ulkus/-läsion/Nekrose 46 15% Schnürfurchen/Einschnürungen 46 15% Durchblutungsstörungen 39 13% Ödeme/Stauung 25 8% Schmerzen 19 6% Hautschäden/-defekte/-probleme 15 5% Spannungsblasen/Blasenbildung 14 5% Juckreiz 13 4% Sensibilitätsstörung/Parästhesien 14 5% Hauttrockenheit 12 4% Allergie/Ekzem 12 4% Hautirritationen 9 3% Rötung 7 2% Nervenschäden/-läsionen 6 2% Beeinträchtigung der Lebensqualität 5 2% Schwitzen/Hitzestau/Hitzeempfinden 5 2% Bewegungseinschränkung/Kontraktur/Spitzfuß 3 1% Verschlechterung der Wundsituation 3 1% Kardiale Probleme 3 1% Thrombosegefahr 2 1% Tabelle 7: Nebenwirkungen gdgkp Die Gruppe der diplomierten Pflegepersonen haben Druckstellen sowie neuerliche Ulzera und Nekrosen als häufigste Nebenwirkungen gleich auf mit Schnürfurchen angegeben. Als zweithäufigste Nebenwirkung wurde Durchblutungsstörung auch bei pavk angegeben. 50

59 Bekannte Nebenwirkungen Pflegehilfe Nebenwirkungen Pflegehilfe n13 Nennung Prozent Hautschäden/-defekte-/probleme 5 20% Schnürfurchen 5 20% Druckstellen 3 12% Durchblutungsstörung 3 12% Ödeme 2 8% Schmerzen 1 4% Hautirritationen 1 4% Sensibilitätsstörungen 1 4% Allergie 1 4% Spannungsblasen 1 4% Materialunverträglichkeit 1 4% Kardiale Probleme 1 4% Tabelle 8: Nebenwirkungen Pflegehilfe Die Pflegehilfe nannte am häufigsten Hautschäden/-probleme/-defekte als bekannte Nebenwirkungen. Gleich häufig wurden Schnürfurchen genannt Bekannte Nebenwirkungen Physiotherapeuten Nebenwirkungen Physiotherapeuten n4 Nennung Prozent Hautirritationen 4 23% Schmerzen 4 23% Sensibilitätsstörungen 4 24% Durchblutungsstörung 3 18% Ödem/Stauung 1 6% Bewegungseinschränkung 1 6% Gesamt % Tabelle 9: Nebenwirkungen Physiotherapeuten 51

60 3.6.3 Mögliche Ursachen für Nebenwirkungen In der Abb.16 wird wieder anhand der Berufsgruppen ersichtlich, ob den Anwendern mögliche Ursachen für Nebenwirkungen der Kompressionstherapie bekannt sind. 124 Anwender gaben an, mögliche Ursachen für Nebenwirkungen zu kennen. 15 hingegen (12%) gaben an, keine Nebenwirkungen der Kompressionstherapie zu kennen. 2 Anwender machten keine Angaben dazu. Kennen Sie mögliche Ursachen, die zu Nebenwirkungen der Kompressionstherapie führen ja Physiotherapie 4 0 Pflegehilfe 11 1 DGKS/P Ärzte 16 4 nein Abbildung 16: Kennen Sie mögliche Ursachen für Nebenwirkungen In den nachfolgenden Tabellen werden die möglichen Ursachen gesamt und nach den einzelnen Berufsgruppen dargestellt. 52

61 3.6.4 Mögliche Ursachen für Nebenwirkungen gesamt alle Anwender Ursachen gesamt alle Anwender n 124 Nennung Prozent 100% Anlagefehler 83 Zu straff/ zu fest/ zu eng angelegt 35 Fehlende Unterpolsterung 13 Zu hoher Druck 9 Anlagefehler gesamt % Falsches Material 27 9% Anwendung unter pavk 23 8% Nicht beachten der Kontraindikationen 13 4% Falsche Abmessung/Messfehler/Maße 10 3% Fehlende/keine Hautpflege 9 3% Unzureichende/fehlende Patienteninformation 8 3% Materialunverträglichkeit 7 2% Falsche Indikation 7 2% Fehlende Abklärung 7 2% Fehlende Compliance 6 2% Ödeme 6 2% Allergie 6 2% Fehlende Schulung 4 1% Verrutschen 4 1% Fehlendes Wissen/Können 3 1% Antikoagulation 3 1% Adipositas 3 1% Durchblutungsstörung Diabetes/Neuropathie 3 1% Falsche Fußstellung 2 1% Immobilität, unruhige Patienten hohe Außentemperatur, kardiale Dekompensation, Bewegungseinschränkung, psychiatrische Patienten mangelnde Zeit, Sparen beim Material, Patientenaussagen ernstnehmen, Tabelle 10: Ursachen Nebenwirkungen gesamt - alle Anwender 9 Jeweils 1- mal angeführt 3% 53

62 Die Hauptursache für Nebenwirkungen wurde von allen Anwendern in Anlagefehlern gesehen. Diese Ursache macht 47% der möglichen Ursachen für Nebenwirkungen aus. Die falsche Materialwahl spielt ebenso wie die Anwendung bei PaVk eine wichtige Rolle als mögliche Ursache. Wenig Augenmerk wurde von den Anwendern auf den Bereich der Abklärung und Indikationsstellung, sowie insgesamt gesehen auf Schulung und Wissen gelegt (Tab.10) Mögliche Ursachen Ärzte Ursachen Ärzte - n16 Nennung Prozent 100% Anlagefehler 10 Fehlende Unterpolsterung 3 Hoher Druck 2 Anlagefehler gesamt 15 37% Fehlende Schulung/Wissen 7 18% Anwendung unter pavk 5 12% Falsche Indikation 4 10% Mangelnde Hygiene 2 5% Fehlende Compliance, Allergie, hohe Außentemperatur, Antikoagulation, Ödeme, kardiale Dekompensation Tabelle 11: Ursachen für Nebenwirkungen - Ärzte 7 Jeweils 1-mal angeführt 18% Anhand dieser Auswertung zeigt sich, dass die Ärzte die Hauptursache der Nebenwirkungen in Anlagefehlern (37%) sehen. Fehlendes Wissen/Können ist für die Ärzte eine weitere häufige Ursache für Nebenwirkungen (Abb.11). Hier ist ein deutlicher Unterschied zu den möglichen Ursachen der gesamten Anwender (Tab.10). 54

63 Mögliche Ursachen gdgkp Ursachen gdgkp - n93 Nennung Prozent 100% Anlagefehler 65 Fehlende Unterpolsterung 8 Zu straff/zu eng/zu fest 36 Hoher Druck 1 Anlagefehler gesamt % Falsches Material 22 10% Anwendung unter pavk 15 7% Nicht beachten der Kontraindikationen 10 5% Fehlende/keine Hautpflege 9 4% Falsche Maße/Abmessung/Messfehler 9 4% Materialunverträglichkeit 7 3% Fehlende Abklärung 7 3% Fehlende unzureichende Patienteninformation 6 3% Fehlende Compliance 5 2% Verrutschen 5 2% Allergie 4 1% Ödeme 4 1% Neuropathie 3 1% Antikoagulation 2 1% Fehlendes Können, Bewegungseinschränkung, unruhige Patienten, mangelnde Zeit, Sparen beim Material, Patientenangaben ernst nehmen, psychiatrische Patienten, falsche Fußstellung Tabelle 12: Ursachen für Nebenwirkungen gdgkp 8 Jeweils 1-mal genannt 4% 55

64 Ebenso wie bei den Ärzten sind Anlagefehler (50%) die Hauptursachen für Nebenwirkungen. Danach folgt die falsche Materialwahl (10%). Im Gegensatz zu den Ärzten spielt Schulung und Wissen eine sehr untergeordnete Rolle als mögliche Urs a- che (Tab.12) Mögliche Ursachen Pflegehilfe Ursachen Pflegehilfe n11 Nennung Anlagefehler 4 Prozent Fehlende/ungenügende Unterpolsterung 2 Zu enger Verband 1 Anlagefehler gesamt 7 44% Anwendung bei PaVk 3 19% Falsches Material, Immobilität, falsche Fußstellung, Ödeme, Manipulation, fehlendes Können/Übung Tabelle 13: Ursachen für Nebenwirkungen Pflegehilfe 6 Jeweils 1-mal angeführt 37% Die Pflegehilfe sieht wie die Ärzte und das diplomierte Pflegepersonal die Hauptursache für Nebenwirkungen in Anlagefehlern. Als zweite häufigste Nebenwirkung wurde die Anwendung bei pavk genannt (Tab.13) Mögliche Ursachen Physiotherapeuten Ursachen Physiotherapeuten n4 Nennung Prozent 100% Anlagefehler 4 31% Nicht beachten der Kontraindikationen 3 23% Fehlende/unzureichende Patienteninformation 2 15% Fehlende Aufklärung 2 15% Falsches Material 1 8% Fehlendes Wissen 1 8% Tabelle 14: Ursachen für Nebenwirkungen - Physiotherapeuten 56

65 3.6.5 Möglichkeiten zur Vermeidung von Nebenwirkungen In Abb. Ist dargestellt, ob den Anwendern Vermeidungsmöglichkeiten von Nebenwirkungen der Kompressionstherapie bekannt sind, es konnte mit Ja oder Nein geantwortet werden. 2 Anwender machten dazu keine Angaben (Abb.17). Kennen Sie Möglichkeiten zur Vermeidung von Nebenwirkungen ja Physiotherapie 4 0 Pflegehilfe 11 1 DGKS/P Ärzte 15 5 nein Abbildung 17: Möglichkeiten der Vermeidung von Nebenwirkungen sind bekannt 120 Anwendern (86%) sind Vermeidungsmöglichkeiten von Nebenwirkungen bekannt. 19 Anwender (14%) hingegen kennen keine Möglichkeiten zur Vermeidung (Abb.17). Die Anwender die mit Ja geantwortet haben, konnten im Freitext angeben, welche Möglichkeiten ihnen bekannt sind. Die nachfolgenden Tabellen geben die gesamten Möglichkeiten (Tab.15) und die der einzelnen Anwendergruppen (Tab.16-19) an. 57

66 3.6.6 Möglichkeiten der Vermeidung alle Anwender Vermeidung gesamt alle Anwender n120 Nennung Prozent 100% Korrekte Anlage/richtiger Druck bezieht sich auf alle 57 Arten der Kompressionstherapie 19% Regelmäßige Kontrolle Verbandwechsel/Effektivität 44 Geeignete Wechselintervalle 15% Mitarbeiterschulung 27 9% Patienteninformation/Schulung/Angehörigenschulung 25 8% Aufklärung Korrekte Abmessung/Verordnung 24 8% Unterpolsterung 23 8% Hautpflege 16 5% Geeignetes Material 15 5% Abklärung und Diagnostik 13 4% Genaue Indikationsstellung 13 3% Genaue Anamnese 9 2% Aktuelles Wissen/ Kennen der Kontraindikationen 8 2% Patientenaussagen ernst/wahrnehmen 5 1% Ärztliche Anordnung 3 1% Einbindung von Fachexperten 2 1% Verbesserung des Materials, 2 1% Korrekte Informationsweiterleitung 2 1% Therapiestandards 2 1% Fortbildung, Patientencompliance, Hautkontrolle, Patient mit einbeziehen, Materialkenntnis, sachgerechte Materialpflege, fachübergreifende Diagnostik, Sorgfalt, Bewegung, korrekte Fußstellung, ausreichende Zeitressourcen, Begleiterkrankungen beachten, Tabelle 15: Vermeidungsmöglichkeiten alle Anwender 12 Jeweils 1-mal genannt 4% 58

67 Möglichkeiten der Vermeidung Ärzte Vermeidung Ärzte n 15 Nennung Prozent - 100% Korrekte Anlage/richtiger Druck bezieht sich auf alle 9 Arten der Kompressionstherapie 20% Regelmäßige Kontrollen Verbandwechsel/Effektivität, 8 17% geeignete Wechselintervalle Abklärung und Diagnostik 7 15% Schulung ohne genaue Angabe 4 9% Genaue Indikationsstellung 4 9% Geeignetes Material 4 9% Schulung Mitarbeiter 3 7% Schulung Patienten und Angehörige 2 4% Anamnese 2 4% Verbesserung des Materials 2 4% Bewegung 1 2% Tabelle 16: Vermeidungsmöglichkeiten Ärzte Für die Ärzte sind die korrekte Anlage ohne genaue Angabe des verwendeten Materials und regelmäßige Kontrollen des Verbandes auf Effektivität und geeignete Wechselintervalle die vorrangigen Vermeidungsmöglichkeiten. Erst an nächster Stelle kommen Abklärung und Diagnostik (Tab.16) Möglichkeiten der Vermeidung gdgkp Vermeidung gdgkp n 90 Nennung Prozent - 100% Korrekte Anlage/richtiger Druck bezieht sich auf alle 40 Arten der Kompressionstherapie 20% Regelmäßige Kontrollen Verbandwechsel/Effektivität, 26 geeignete Wechselintervalle 12% Patienteninformation/Schulung/Aufklärung 23 11% Mitarbeiterschulung 23 11% Korrekte Abmessung/Verordnung 23 11% Unterpolsterung 20 9% 59

68 Vermeidung gdgkp n90 Nennung Prozent - 100% Hautpflege 16 8% Genaue Indikationsstellung 9 4% Anamnese 6 3% Genaue Diagnostik und Abklärung 5 2% Aktuelles Wissen 5 2% Patientenaussagen ernst/wahrnehmen 5 2% Kennen der Kontraindikationen 2 1% Ärztliche Anordnung 2 1% Korrekte Informationsweiterleitung 2 1% Korrekte Fußstellung, ausreichende Zeitressourcen, Begleiterkrankungen beachten, Materialpflege, Therapiestandards Tabelle 17: Vermeidungsmöglichkeiten - gdgkp 5 Jeweils 1-mal genannt 2% Wie auch bei den Ärzten (Tab.16) sind für die Anwendergruppe des gdgkp die korrekte Anlage ohne genaue Angabe des verwendeten Materials und regelmäßige Kontrollen des Verbandes auf Effektivität und geeignete Wechselintervalle die vorrangigen Vermeidungsmöglichkeiten. Danach sehen die diplomierten Pflegepers o- nen eine wichtige Rolle in der Patienteninformation, Aufklärung und Schulung zur Vermeidung von Nebenwirkungen der Kompressionstherapie (Tab.17) Möglichkeiten der Vermeidung Pflegehilfe Vermeidung Pflegehilfe n11 Nennung Prozent - 100% Korrekte Anlage/richtiger Druck bezieht sich auf alle 6 Arten der Kompressionstherapie 45% Regelmäßige Kontrollen Verbandwechsel, Effektivität, 3 30% geeignete Wechselintervalle Einbindung eines Fachexperten 2 15% Patienteninformation, Schulung Mitarbeiter, Schulung Patienten/Angehörige, Patienten mit einbeziehen, Abklärung und Diagnostik, Anamnese, Materialkenntnis, Hautkontrolle, Tabelle 18: Vermeidungsmöglichkeiten Pflegehilfe %

69 Das Ergebnis deckt sich mit dem der beiden in Tab.16 und 17 Ergebnissen im Punkt der am häufigsten genannten Vermeidungsmöglichkeiten Möglichkeiten der Vermeidung Physiotherapeuten Vermeidung Physiotherapeuten n4 Nennung Prozent - 100% Patienteninformation/Aufklärung 3 30% Korrekte Anlage 2 20% Regelmäßige Kontrollen Verbandwechsel, Effektivität, 1 10% geeignete Wechselintervalle Schulung 1 10% Therapiestandards 1 10% Fortbildung 1 10% Patientencompliance 1 10% Tabelle 19: Vermeidungsmöglichkeiten Physiotherapeuten Die Physiotherapeuten haben anhand der Auswertung einen anderen Zugang zu dieser Thematik. Sie sind der Ansicht, dass die Patienteninformation und Aufklärung die effektivste Möglichkeit der Vermeidung darstellt. Erst danach kommen korrekte Anlage und regelmäßige Kontrollen. 3.7 Experteninterviews Im Rahmen der Erstellung dieser Arbeit habe ich mit führenden Experten der Kompressionstherapie aus den Bereichen der Medizin, der Pflege und aus dem Bereich der Hersteller Interviews geführt. Nach Einholung der Erlaubnis zur Veröffentlichung der Interviews, werden nun die Ergebnisse kurz zusammengefasst. Mit Herrn Univ. Prof. Dr. Hugo Partsch und Herrn Kammerlander wurden jeweils persönliche Gespräche geführt und diese wurden mittels eines Diktiergerätes aufgenommen. Mit Frau Dr. Christiane Stöberl, Frau Dr. Anneke Andriessen und Frau Iris Distelrath wurden die gestellten Fragen mittels beantwortet. Das gesamte Interview jedes Interviewpartners ist im Anhang nachzulesen. Prof. Partsch gibt im Interview an, dass jede wirksame Therapie auch Nebenwirkungen haben kann 82. Die Ursachen sind vom jeweiligen verwendeten Material ab- 82 Partsch 2010, Experteninterview. 61

70 hängig. Auf die Frage welche Nebenwirkungen in der Praxis beobachtet werden konnten, wurden folgende Nebenwirkungen genannt: Einschnürungen, Abschürfungen, kleine Hautläsionen auch bei immobilen Patienten, Schmerzen. Schwerwiegende Nebenwirkungen können bei Anlage einer Kompression bei bestehender pavk auf, Druckstellen, selten allergische Reaktionen. Die Frage nach den häufigsten Nebenwirkungen im Vergleich Kurzzugbinde vs. Langzugbinde meinte Prof. Partsch, dass dies vom Geschick der Anwender abhängt. Ein direkter Unterschied kann nicht festgestellt werden. Als mögliche Ursachen für Nebenwirkungen werden zu viel Druck bei dünnen Beinen (Laplace`sche Gesetz), fehlende Unterpolsterung, Geschick des Anwenders und dessen Erfahrung, Anwendung bei pavk, zu lange Wechselintervalle in Kombination mit Wundauflagen, Materialunverträglichkeiten und zu locker angelegte Kompressionsverbände angegeben. Zur Vermeidung von Nebenwirkungen empfiehlt Prof.. Partsch besonders dem ungeübten Anleger möglichst kurzfristige Kontrollen, Patientenangaben beachten und ernst nehmen sowie den richtigen Auflagedruck durch die korrekte Anlage der Verbände. Besonderen Wert in weiterer Zukunft sollen auf das Training und Schulung der Anwender who trains the trainer 83, Fortbildungen und Weiterbildungen für die Anwender, gelegt werden 84. Im Experteninterview mit Gerhard Kammerlander aus dem Bereich der Pflege ergaben sich folgende Erkenntnisse. Nebenwirkungen aus der Praxis wie Schwielenbildung, Entzündungen, Blasenbildung, Einschnürung, Drucknekrosen und Schmerzen wurden beobachtet. Zu den möglichen Ursachen kamen folgende Antworten: insuffiziente oder mangelnde angiologische Abklärung, fehlender Wundstatus und Erhebung der Differenzialdiagnosen, zu geringe Lehrinhalte zu dresem Thematik in der normalen Ausbildung, fehlende oder zu wenig Instruktion über Material, Gefahren und Nebenwirkungen, fehlende oder ungenügende Schulung der Angehörigen und Patienten aber auch der Anwender. Zeitmangel und Ressourcenmangel, Personalmangel, mangelnde sozialpolitische Unterstützung, Druck durch die Kassen, auch vom Pflegedienst 85 sind weitere Probleme die von Herrn Kammerlander angesprochen wurden. 83 Partsch 2010, Experteninterview. 84 Vgl. Partsch 2010, Experteninterview. 85 Vgl. Kammerlander 2010, Experteninterview. 62

71 Als Möglichkeiten der Vermeidung von Nebenwirkungen empfiehlt Kammerlander Schulungsmöglichkeiten die vielen Interessierten zugänglich sind, Verbesserung der Ressourcen, Patientenedukation. Wir haben heute katastrophal viel Wissen im positiven Sinne, wir haben einen schieren Überfluss an viel gutem Verbandsmaterial. Schlicht die Umgebungsbedingungen verhindern oft den optimalen Einsatz 86. Frau Dr. Stöberl gibt als mögliche Nebenwirkungen Nekrosen an Haut und Sehnen, Druckstellen, Schnürfurchen, Materialunverträglichkeit auf Farbstoffe, Kleber, Silicon der Haftbänder und Polstermaterial. Zur Vermeidung von Nebenwirkungen ist geschultes Personal, korrekte Anlage, richtige Indikation notwendig 87. Frau Dr. Andriessen sieht die Ursache für Nebenwirkungen oder unerwünschten Ereignissen in mangelnder oder fehlender Diagnostik, fehlende Bildung sowohl in B e- reichen der Ärzteschaft als auch von Patienten, ebenso wie geringe Schulungsraten im Bereich der Kompressionstherapie und zu wenig Wissen über die Technik und die verwendeten Materialien 88. Als Nebenwirkungen werden Schmerzen und Druck bei den verschiedenen Materialen angeführt. Auf die Frage, wie wichtig geschultes Personal in der Vermeidung von Nebenwirkungen ist, gab es eine klare Antwort es ist der einzige Weg!!! 89. Hautirritationen, Spannungsblasen, Hämatome, Schmerzen, Einschnürungen, insbesondere am Rist, Bewegungseinschränkung, Quetschungen, Schnürfurchen, Kribbeln, Taubheitsgefühl, Abbinden des Blutflusses, Verschlechterung bestimmter Hauterkrankungen, Mazeration, Allergien gegen einige Inhaltsstoffe (selten), G e- ruchsbildung 90 werden im Experteninterview von Distelrath angeführt. Auf die Frage, durch welche Ursachen Nebenwirkungen ausgelöst werden können, kamen Antworten wie falsche Anlage, unpassendes Schuhwerk, zu dicke Verbände und fehlende oder mangelnde Compliance des Patienten. Auf die Frage wo ihrer Meinung nach die meisten Nebenwirkungen auftreten, wurde die Langzugbinde genannt, die nächtliche Schmerzen und Abschnürungen verursacht. Als Möglichkeiten zur Vermeidung von Nebenwirkungen kamen folgende zur Sprache, das richtige Anwendertraining im B e- reich Material, Anlagetechnik, Unterpolsterung, Hautsituation und -schutz, Verwendung von Baumwollstrumpf unter dem Kompressionsverband, richtige Indikationsstellung, Feststellung des notwendigen Druckes, regelmäßige Kontrollen. 86 Kammerlander 2010, Experteninterview. 87 Vgl. Stöberl 2010, Experteninterview. 88 Vgl. Andriessen 2010, Experteninterview. 89 Andriessen Experteninterview. 90 Distelrath 2010, Experteninterview. 63

72 Für Distelrath ist es sehr wichtig, dass die Anlage eines Kompressionsverbandes durch geschultes Personal erfolgen soll, da dadurch ein Großteil der Nebenwirkungen vermieden werden könnten und die Compliance stark erhöht werden kann Diskussion Die erhobenen Daten werden in einer Gegenüberstellung der Nebenwirkungen der Kompressionstherapie aus der Patientensicht, sowie der Literatur und der Fragebögen der Anwender und Patienten in Diskussion gestellt. In der Zusammenschau aus Literatur und den Ergebnissen der Patientenfragebögen finden sich eine Reihe interessanter Erkenntnisse. Das Ergebnis über die Wahl des verwendeten Kompressionsmaterials spiegelt die österreichische Kultur der Kompressionstherapie wider. Die meisten Patienten wurden mit medizinischen Kompressionsstrümpfen versorgt. Eine hohe Zahl davon mit einem mehrteiligen Kompressionsstrumpf. Dies ist doch beachtenswert, da der sogenannte Ulkusstrumpf (Sprachgebräuchliche Verwendung für mehrteiligen Kompressionsstrumpf KKLIII) erst kurz am Markt ist. Nach dem Ulkusstrumpf werden die Patienten mit MKS der KKL II am zweithäufigsten versorgt. Ebenso wie die MKS der KKL II kommen fast gleichhäufig die Kurzzugbinden zum Einsatz (Abb.5). In einer Studie von Reich Schupke liegt die Hauptanwendung der Kompressionstherapie bei medizinischen Kompressionsstrümpfen mit einem Anpressdruck von mmhg, gefolgt vom Ulkusstrumpf 92. Die befragten Patienten gaben an, dass sie den Kompressionsverband täglich trugen (Abb.6). Es waren insgesamt 88% (37 von 42 Patienten). In der oben genannten Studie ergab sich ein Prozentsatz von 95% (105 von 110 Patienten). Im Gegensatz dazu beschreibt Wienert, dass nur 33% der Befragten die MKS regelmäßig trugen 93. Das Tragen der Kompressionsstrümpfe hat auch positive Auswirkungen auf die Patienten. 76% (32 von 42 Patienten) der befragten Patienten gaben an, dass sie das Tragen der Kompressionstherapie als angenehm empfinden (Abb.8). Dazu kamen Angaben wie weniger Schmerzen, fester Halt, keine Ödeme und guter Tragekomfort (Abb.9). Durch die Aussagen es tut mir gut, guter Tragekomfort lässt sich auch eine subjektive Verbesserung der Lebensqualität ableiten. In der Studie von Reich 91 Distelrath 2010, Experteninterview. 92 Vgl. Reich Schupke et al. 2009, S Vgl. Wienert 1999, S

73 Schupke gaben 37% der Befragten eine Symptomabnahme an. Daraus lässt sich klar erkennen, dass die Patienten die positive Wirkung der Kompressionstherapie erkennen und sich daraus auch eine Steigerung der Patientencompliance ergibt und eine hohe Akzeptanz dieser Therapieform gegeben ist. In der Patientenbefragung gaben die Patienten die meisten Probleme mit medizinischen Kompressionsstrümpfen der KKL II an. Gefolgt von Problemen mit der Kurzzugbinde an. Keine Probleme wurden beim Zinkleimverband angegeben (Abb.5), der allerdings nur einmal zur Anwendung gekommen ist. Gerade der Zinkleimverband neigt durch seine hohen Ansprüche beim Anlegen an den Anwender dazu, durch Anlagefehler Nebenwirkungen zu erzeugen. Er wird aus diesem Grund nur unter strenger Indikationsstellung und von geübten Anwendern angelegt. Eine mögliche Erklärung für die häufigen Probleme mit dem MKS der KKL II könnte sein, dass Kompressionsstrümpfe immer einen konstanten Anpressdruck aufweisen. Da im Gegensatz zu den Bindenverbänden die Druckverhältnisse je nach Anwender stark variieren können und meist die Anpressdrücke wie beim MKS nicht erreicht werden. Um Nebenwirkungen und Beschwerden zu vermeiden muss vor der Verordnung geklärt sein, dass der Patient sich den verordneten MKS auch selbst anziehen kann. Leider passiert es immer wieder, dass Patienten oftmals MKS verordnet bekommen, die nicht in der Lage sind sich die Strümpfe selbst anzulegen. Meist wird auch bei der Verordnung dieser Kompressionsstrümpfe nicht darauf geachtet, ob der Patient eventuelle Hilfsmittel und Anziehhilfen benötigt um den Strumpf anziehen zu können. Ein Beispiel aus der Praxis zeigt, dass es sehr wohl wichtig ist, das Ulcus cruris von der medizinischen Hauskrankenpflege versorgen zu lassen, es wird aber bei der Verordnung eines mehrteiligen Strumpfsystems nicht beachtet, dass die Patientin nicht in der Lage ist sich den zweiten Strumpf, den sie abends auszieht, am Morgen nicht mehr ohne fremde Hilfe anziehen kann. Die geplanten Verbandwechsel sollten hingegen nur 2 tägig durchgeführt werden. Wie man an diesem Beispiel aus der Praxis sieht, sind alleine bei der Wahl des geeigneten Kompressionsmaterials viele mögliche Fallen die zu Nebenwirkungen der Kompressionstherapie führen können, eingebaut. Oft fehlt es einfach an der Information über die richtige Anziehtechnik und leider wird erfahrungsgemäß richtige Umgang und der Pflege des Materials vergessen zu erklären. All dass sind Hindernisse die zum einen die Patientencompliance nicht gerade fördern, sondern auch potentielle Ursachen für Nebenwirkungen dieser 65

74 Therapieform darstellen. Trotzdem bietet der Kompressionsstrumpf bietet ein hohes Maß an Sicherheit und eine gleichmäßige Druckverteilung wird gewährleistet 94. In der Literatur werden Nebenwirkungen am häufigsten beim PKV beschrieben, dazu konnte ich insgesamt 80 Einträge in der Literatur erheben (44%). Zur Kompressionstherapie insgesamt konnten 38 Literaturstellen detektiert worden (22%). Danach folgt schon der MKS mit 24 Einträgen (14%) und der MTS mit 11 Einträgen (6%). Die gesamte Auswertung ist in Abb.2 ersichtlich. Die Wichtigkeit der Compliance bei der Anlage von Strümpfen wird in der Literatur beschrieben 95. Anhand einer Anwenderbeobachtung bei MTS geht hervor, dass für 23% der Patienten keine passenden MTS vorhanden sind 96. Die befragten Patienten gaben zu den Nebenwirkungen die mehr als 1-mal auftraten am häufigsten Schwitzen (26%) Schnürfurchen (18%) Schmerzen (13%) und Juckreiz (9%) an (Abb.8). In der Studie von Reich Schupke gaben die Befragten Patienten am häufigsten Hauttrockenheit (58,5%) Juckreiz (32,7%), Rutschen (29,8%) und Einschnürungen (24,5%) sowie Schwitzen (21,8%) an 97. Deutliche Übereinstimmungen der beiden Studien gibt es bei Juckreiz und Schwitzen. Bei den weiteren genannten Nebenwirkungen divergieren die Ergebnisse. Ein möglicher Grund für die hohe Prozentzahl beim Schwitzen könnte die gewählte Jahreszeit der Befragung gewesen sein. Es wäre ein Ansatzpunkt für die Hersteller, durch eine Optimierung der Materialeigenschaften, vermehrtes Schwitzen und Hauttrockenheit zu reduzieren bzw. zu vermeiden. Von einem Hersteller ist bekannt, dass dieser Aloe vera in die Fasern einbaut um der Hauttrockenheit entgegen zu wirken. Die Hälfte der Patienten gab an, dass sie sich den Kompressionsverband selbst anlegen. Etwa ein Drittel der Kompressionsverbände werden durch die Angehörigen angelegt. Nur ein geringer Teil beauftragt die Hauskrankenpflege (Abb.10). In der Literatur findet sich eine Originalarbeit zum Thema Compliance bei Patienten mit floridem Ulcus cruris venosum und Kompressionstherapie. Hier kommt es etwa zum gleichen Ergebnis bei der Selbstanlage des Kompressionsverbandes. Es legen sich auch etwa die Hälfte der Patienten den Kompressionsverband selbst an (37 von 73 Patienten). Ebenso wird der Pflegedienst in geringen Ausmaß angefordert (16 von 73). 94 Vgl. Jørgensen 2008, S.25ff. 95 Vgl. Asmussen, Söllner 2004, S Vgl. Wienert 1999, S Reich Schupke et al. 2009,

75 81% (34 von 42) der Befragten gab an, dass Sie oder die Angehörigen in der Handhabung des Verbandes geschult wurden. Es zeigt zwar, dass es eine hohe Schulungsrate gibt, diese lässt aber keine relevanten Rückschlüsse auf die Qualität der Schulungen zu. Zu bemerken ist jedoch, dass ein hoher Anteil der Patienten (88%) die Kompressionstherapie (Abb.7) akzeptiert und täglich trägt. Dies kann als positives Kriterium einer guten Schulung interpretiert werden. Dieses doch sehr gute Ergebnis ist sicher auch darauf zurückzuführen, dass in der Studie Patienten befragt wurden, die in Institutionen mit guten Strukturen im Bereich der Wundbehandlung in Betreuung sind. 12% der Patienten (5 von 42) trugen den Kompressionsverband nicht täglich (Abb.6). Die 10 Patienten (24%) die den Kompressionsverband als unangenehm empfanden und diesen deshalb nur widerwillig trugen oder gar nicht trugen gaben verschiedene Gründe an. Unter anderem wurde das Tragen von normalen Schuhen als unmöglich angegeben, zu viel Zeitaufwand oder sie wollten den Verband nicht tragen. Das Problem mit dem Schuhwerk und die Bequemlichkeit werden auch in der Literatur beschrieben. Besonders im Zusammenhang mit den 4-Lagen-Verbänden 98. Hier gilt wieder die Devise, vor der Wahl der geeigneten Kompressionstherapie auch das Umfeld des Patienten mit einzubeziehen und dem Patienten so zu informieren, dass sich der Schuh dem Verband anpasst und nicht der Verband dem Schuh. Das braucht natürlich einiges an Überzeugungsarbeit und spiegelt die Wichtigkeit eines guten Patienten-Anwenderverhältnisses wieder. Anhand der ausgewerteten Ergebnisse der Fragbögen und die Daten aus der Literaturrecherche treten Nebenwirkungen der Kompressionstherapie auf und diese werden von den Patienten auch als solche wahrgenommen. Umso wichtiger ist es, die Patienten vor Beginn der Therapie über mögliche Nebenwirkungen dieser Therapieform zu informieren und sie auch zu sensibilisieren. Auch die Prävention ist wichtig, hat aber in der Studie bei den Patienten und den Anwender keine Priorität. Dies zeigt aber, dass unser derzeitiges Gesundheitsdenken noch immer zu wenig Augenmerk auf die Prävention legt, sondern der gesamte Fokus auf die Behandlung gelegt wird. Positiv ist, dass es sich anhand der Studienauswertung um leichte Nebenwirkungen der Kompressionstherapie handelt. Die angebenen Nebenwirkungen und Beschwerden beziehen sich zum größeren Teil auf die Lebensqualität der Betroffenen, als 98 Vgl. Beldon 2009, S

76 größere schwerwiegende Folgen nach sich zu ziehen. Ein möglicher Grund für dieses Ergebnis liegt wahrscheinlich darin, dass die befragten Patienten durch geschultes Fachpersonal betreut werden, daraus lässt sich auch die hohe Schulungsrate ableiten. In der ärztlichen Literatur finden die Nebenwirkungen der Kompressionstherapie nur einen geringen Niederschlag, so berichtete Frau Dr. Stöberl in ihrem Vortrag zu diesem Thema in Pontressina. Es gäbe nur wenige Publikationen und einige Einzelbeobachtungen in Letterform, 99 beschreibt sie die wissenschaftliche Situation. Dieser Meinung ist auch Wienert, der in seinem Vorwort dies so beschreibt dieses Defizit existiere schon seit fast 200 Jahren es scheint fast, als wenn die Sache zu klein sei, um davon vieles zu sagen 100. Aber auch aus dem Bereich der Pflege gibt es nur einzelne Angaben zu Nebenwirkungen der Kompressionstherapie. Dies zeigt klar, dass die Kompressionstherapie zwar als Goldstandard besonders in der Versorgung von phlebologischen Krankheitsbildern darstellt, den Nebenwirkungen aber nur geringe Aufmerksamkeit geschenkt wird. Aus den Ergenissen der Studie ist eindeutig zu erkennen, dass den Berufsgruppen die mit der pflegerischen Betreuung der Patienten betraut sind, der Aspekt der Hautproblematik im Vordergrund steht. Die Schmerzen werden von der Gruppe der Physiotherapeuten als häufigste Nebenwirkung wahrgenommen. Sensibilitätsstörungen haben bei den Physiotherapeuten und dem gdgkp im Gegensatz zu den Ärzten und der Pflegehilfe einen hohen bzw. höheren Stellenwert bei den genannten Nebenwirkungen. Die Durchblutungsstörung als Folge der Kompressionstherapie stellt in Summe die häufigste genannte Nebenwirkung bei allen vier genannten Berufsgruppen dar. Besonders auffällig ist jedoch, dass die schweren Nebenwirkungen wie Nekrosen und Nervenläsionen in der Literatur am häufigsten beschrieben sind, jedoch in der Anwenderbefragung einen sehr geringen Stellenwert haben. Nekrosen werden bei allen verwendeten Kompressionsmaterialien angeführt, z.b. Perrin beschreibt in seinem Artikel 40% Nekrosen (62 von 147 Patienten) unter Kompressionstherapie 101. In den Experteninterviews wurden diese Nebenwirkungen ebenfalls beschrieben, jedoch mit dem Zusatz, dass diese selten auftreten. 99 Stöberl 2010, Vortrag Venalpina VI. 100 Wienert 1999, Vorwort, Die medizinische Kompressionstherapie. 101 Vgl. Perrin 2008, S.27ff. 68

77 Abbildung 18: Drucknekrose bei Kompressionstherapie Ein ganz anderes Bild ergibt sich, wenn Druckstellen/- ulkus/-läsion/-nekrose als eine Nebenwirkung angenommen wird. Hier ändern sich die Wertigkeiten (Tab.5). In der Literatur kommen diese Nebenwirkungen ebenfalls oft vor. Somit sind diese Nebenwirkungen die häufigsten, die in der Literatur zu finden sind (Tab.2). Abbildung 19: Druckulcus durch Kompressionsverband bei pavk und fehlender Angehörigenschulung Noch größer ist der Unterschied bei den nervalen Schäden, besonders des N. peroneus als Nebenwirkung. Von den 141 Befragten gaben gerade mal 8 Personen diese Nebenwirkung an (Tab.5). Von den 29 Literaturquellen waren 16 Erwähnungen 69

78 (Tab.2) zu finden der Großteil davon aus der Literatur im ärztlichen Bereich. Dies ist mit großer Wahrscheinlichkeit damit zu erklären, dass besonders die nervalen Schädigungen sehr selten auftreten. Hohe Übereinstimmungen in allen Bereichen ergaben sich im Zusammenhang mit Veränderungen der Haut, Hautirritationen, Rötung, Trockenheit, Schuppung, Ekzeme, diese wurden relativ häufig beschrieben. Allergien wurden sowohl in der Literatur (Tab. 2) als auch in der Anwendererhebung häufig beschrieben (Tab.5). Hautausschlag, Allergien und Juckreiz wurden ebenso von den Patienten als Nebenwirkung beschrieben, die mehr als 1- mal aufgetreten sind (Abb.12). Die Abb. 20 zeigt Hautirritationen unter einem mehrteiligen Kompressionsverband. Irritative Hautveränderungen können jedoch nicht allein den verwendeten Materialien zugeschrieben werden, es können ebenso Materialpflegefehler sein, als auch mangelnde Körperhygiene und mangelnde oder falsche Hautpflege. Dies konnte ich im Rahmen meiner Pflegetätigkeit häufiger beobachten. Abbildung 20: Hautirritationen unter mehrteiligem Kompressionsstrumpf Nachfolgend werden die Nebenwirkungen, die Patienten in den Fragebögen angaben, mit den Ergebnissen aus Literatur und Auswertungen der Anwenderfragebögen gegenüber gestellet. 70

79 Bei der Auswertung der Patientenfragebögen zu Nebenwirkungen die mehr als einmal aufgetreten sind, gab es die meisten Nennungen bei Schmerzen. 36% gaben Schmerzen unter der Kompressionstherapie an (Abb.12) Im Gegensatz dazu ergaben die Auswertungen der Anwender mit 7% eine deutlich niedrigeres Ergebnis (Tab.5). Mit den Literatureinträgen zu Schmerz als Nebenwirkung verhält es sich gleich wie bei den Anwendern (Tab.2). Es zeigt sich hier deutlich, dass der Schmerz als Nebenwirkung aus Patientensicht sich deutlich von den Daten der Literatur und der Anwenderbefragung unterscheiden. Alle Experten gaben Schmerzen als mögliche Nebenwirkung an. Es wäre wichtig im Rahmen der Kompressionsstherapie mehr auf die Schmerzsituation des Patienten eizugehen, zum Beispiel mittels eines Schmerztagebuches. Hier kann der Patient die vorliegende Schmerzsituation eintragen. So lassen sich auch mögliche schmerzauslösende Faktoren die auch Nebenwirkungen auslösen können aufzeigen und Vermeidungsmöglichkeiten ableiten. Abbildung 21: Schnürfurchen bei MKS mit freier Fußspitze Schnürfurchen als Nebenwirkung der Kompressionstherapie treten relativ häufig auf. Mehr als einem Drittel der befragten Patienten hat diese Nebenwirkung mehr als 1- mal erlitten (Abb.12). Auch in der Literatur (Tab.2) und von den Anwendern (Tab.5) wurde diese Nebenwirkung relativ häufig angeführt. Auch in der Praxis lassen sich Schnürfurchen häufig beobachten. In Abb. 21 sind Schnürfurchen bei nicht korrekter Anlage eines medizinischen Kompressionsstrumpfes KKL II zu sehen. Der Patient war nicht in der Lage den MKS selbständig 71

80 faltenfrei anzuziehen. Hier zeigt sich eine Konkruenz zwischen Literatur und Anwenderbefragung. Die Patienten haben widerum deutlich höhere Werte. W ieder führten alle 6 Experten diese Nebenwirkung an. Als dritthäufigste Nebenwirkung gaben ein etwa ein Drittel der Patienten Schwellungen und Ödeme an (Abb.9). Nur wenige Erwähnungen von Ödemen als Nebenwirkung finden sich in der Literatur (Abb.2). Aus der Studie geht hervor, dass 8% der Anwender Ödeme als Nebenwirkungen kennen (Tab.7). Hier zeigen sich wieder größere Gegensätze in den Angaben der Patienten zu Literatur und Anwendern. Diese Nebenwirkung wird von Patienten bedeutend häufiger wahrgenommen, als in der Literatur und in der Anwenderauswertung beschrieben. In Abb.22 ist ein Ödem bei unsachgemäß angelegtem Kompressionsverband entstanden. In der Praxis lassen sich Ödeme eher bei Kompressionsverbänden beobachten. Dies ist meist auf Anlagefehler zurückzuführen. Ödeme, besonders im Bereich des Vorfußes sind mir von MKS mit offener Spitze bekannt. Diese Ursache läßt sich durch die Verordnung eines anderen Strumpfsystems leicht beseitigen. Die Ödeme, die durch Anlagefehler entstehen, könnten durch vermehrte Schulung und Übung deutlich reduziert werden. Abbildung 22: Ödembildung bei unsachgemäß angelegten PKV Für Patienten stellt Schwitzen und Hitzegefühl als Nebenwirkung ein Problem dar. Diese Nebenwirkung wird von 5 Patienten beschrieben (Tab.8), in der Literatur fin- 72

81 den sich ebenfalls Angaben dazu. In der Studie von Reich-Schupke geben 28% ebenso Schwitzen an 102. Es wurden einige weitere Literatureinträge dazu gefunden (Tab.2). Für Patienten stellen Schwitzen, Hitzestau und Wärmegefühl eine erhebliche Belastung dar (Abb.11,12). Anhand der Patientenbefragung, warum Patienten den Kompressionsverband als unangenehm empfinden, gaben 5 von 10 Personen Schwitzen und Wärmegefühl als Grund an (Abb.12). Das sind allein die Hälfte der Patienten, die den Kompressionsverband als unangenehm empfanden. Diese Angaben decken sich zum Großteil mit den Erhebungen der Anwender und der Literatur und werden häufig beobachtet. In der Literatur werden Thrombosen als Nebenwirkung 7 mal beschrieben. In der Anwendererhebung kommt diese Nebenwirkung nur gerade mal von 2 Anwendern zur Angabe, in Form von Thrombosegefahr. Dies ist wahrscheinlich auf das seltene Auftreten dieser sehr schweren Nebenwirkung zurückzuführen. Die Hauptursache für Nebenwirkungen der Kompressionstherapie sind Anlagefehler. Wodurch diese Anlagefehler entstehen können anhand der weiteren Angaben abgeleitet werden. Anlagefehler stehen im hohen Maße im Zusammenhang mit falschen Druckverhältnissen der Kompressionstherapie. Diese werden als zu fester oder geringer Anlagedruck beschrieben (Tab.10). Anlagefehler und falsche Druckverhältnisse können durch den hohen Anteil an Selbstversorgung und Anlage der Kompressionsverbände durch Patienten und Angehörige resultieren. Obwohl ein Großteil der Patienten und Angehörigen angibt, dass sie geschult wurden gibt das keinen Aufschluss über die Qualität der Schulung und Anleitung. Für die Gruppe der Ärzte (Tab.11) und Pflege (Tab.11, 12) ist die Patientenschulung und Anleitung als Ursache nur am Rande ein Thema. Ebenso verhält es sich mit der Ursache der unzureichenden oder fehlenden Patienteninformation. Die Gruppe der Physiotherapeuten sieht hier eine der Hauptursachen von Nebenwirkungen (Tab.13). Auch die wenigsten Anwender sehen mögliche Ursachen in fehlendem Wissen oder fehlenden Übung der Anwender selbst oder zu wenige spezialisierte Anwender (Tab.10). In der Literatur finden mehrere Autoren, dass dies eine mögliche Ursache für Nebenwirkungen darstellt (Tab.2). 102 Vgl. Reich-Schupke 2009, S. 80 f. 73

82 Abbildung 23: Unsachgemäß angelegter Kompressionsverband Zu Anlagefehlern wie falsche Druckverhältnisse, fehlende Unterpolsterung und falsche Anlage, sowie Ineffektivität gibt es sowohl in der Literatur (Tab. 2) als auch in den Ergebnissen der Anwenderbefragung (Tab. 10) die meisten Angaben. Überraschenderweise sehen nur 7 Pflegepersonen von 120 befragten Anwendern (6%) eine Ursache in der fehlenden Abklärung, jedoch 7 Personen (6%) aus der Anwendergruppe sehen eine Ursache in falscher Indikationsstellung (Tab.10). Ein Zusammenhang mit fehlender Abklärung und falscher Indikationsstellung kann die hohe Zahl der Angaben zu Anlage bei pavk als Ursache für Nebenwirkungen gesehen werden (Tab.10), die sowohl in der Literatur als auch bei den Anwendern eine hohe Übereinstimmung ergeben (Tab.2). Anhand der Erkenntnisse sehe ich besonders im Bereich der Schulungen von Anwendern und den Patienten gleichermaßen ein erhebliches Defizit. Laufende Trainings und Übungseinheiten für Anwender wäre eine deutliche Qualitätsverbesserung und auch eine sicher deutliche Risikominimierung um Nebenwirkungen zu vermeiden. Fehlende Abklärung und falscher Indikationsstellung könnte mit standardisierten Abläufen bei bestimmten Krankheitsbildern entgegengewirkt werden. Es sollte kein PKV oder MKS ohne ein Mindestmaß an durchgeführter angiologischer Diagnostik angelegt werden. Obwohl dies in der Literatur oftmals beschrieben wird, kommt dies immer noch vor. Mangelnde oder fehlende Compliance wird in der Literatur der Pflege mehrmals als mögliche Nebenwirkung beschrieben. Ebenso finden sich auch in den Quellen aus Ärztesicht Angaben zu fehlender oder mangelnder Compliance (Tab.2). In den Er- 74

83 gebnissen der Auswertungen hingegen, finden nur 6 von 141 Befragten (4%), dass mangelnde oder fehlende Compliance eine mögliche Ursache für Nebenwirkungen (Tab.10). Dieses Ergebnis zeigt eindeutig, dass hier Verbesserungsbedarf besteht. Durch eine vermehrte Einbindung der Patienten und Angehörigen in die Behandlung, in Kombination mit Schulung und Information können mögliche Ursachen schon im Vorfeld auf ein Restrisiko minimiert werden. Die Förderung der Compliance wird in Zukunft einen besonderen Stellenwert einnehmen, da sich unser System in Richtung Selbstpflegemanagement entwickelt und der Patient aktiv an der Behandlung und ebenso an der Prävention eingebunden werden soll. Dazu gehört auch Patientenwahrnehmungen ernst zu nehmen und die Patientensituation richtig einzuschätzen um eine Patientenüberforderung zu vermeiden 103. In der Literatur finden sich Einträge über mögliche Vermeidungsstrategien durch die Verbesserung der Compliance, Motivation, aktive Mitarbeit und ein gutes Patienten Pflegeverhältnis, als auch ein gutes Patienten Arzt - Pflegeverhältnis (Tab.3). Dies ist auch aus ökonomischer Sicht ein zukünftig ein wichtiges Kriterium sein. Es muss uns gelingen, Patienten aktiv mit ins Boot zu holen, um gerade in der immer schwieriger werdenden Betreuungssituation, Nebenwirkungen der Kompressionstherapie möglichst zu vermeiden. Von allen befragten Berufsgruppen wurde am häufigsten (57 von 120) die korrekte Anlage des KPV als Möglichkeit der Vermeidung von Nebenwirkungen angegeben. Dies sind 19% der Anwender. Einigkeit herrschte auch, dass regelmäßige Kontrollen des Verbandes und der Effektivität, sowie geeignete Wechselintervalle (44 von 120, 15%) zielführend sind (Tab.15). Die Literatur sieht hier ebenso Potential, legt aber nicht das Hauptaugenmerk auf diesen Bereich. Im ärztlichen Bereich wird nachfolgend die richtige Diagnostik und Indikationsstellung mit 13 Angaben angeführt (Tab.3). Den Schwerpunkt zur Vermeidung von Nebenwirkungen sehen die Autoren der Literatur eindeutig im Bereich der Wissensvermittlung, Schulung, spezielle Kenntnis und Erfahrung. Die wichtigsten Vermeidungsstrategien liegen somit einerseits in der Mitarbeiterschulung mit ständigen Trainings und Übungen, spezielle Kenntnisse und Erfahrung die nicht nur die Anlagetechnik betreffen, sondern auch das Wissen über Kontraindikationen und die Materialkenntnis mit einschließen. Alle befragten Experten sind sich 103 Vgl. Partsch et al. 1999, S

84 einig, dass nur durch gut geschultes Personal mögliche Nebenwirkungen vermieden bzw. verringert werden können. Andererseits liegt sehr viel Potential zur Vermeidung in der Patientenschulung, Instruktion und Information. Bei den Anwenderergebnissen deckt sich dies nur im Bereich der Pflege und den Physiotherapeuten. Bei den Ärzten gibt es in der Auswertung gerade 2 Nennungen (4%) dazu (Tab.16). Es kann daraus geschlossen werden, dass der Großteil der Patienteninformation und Schulung von den Pflegepersonen durchgeführt wird, da die Pflege dies von 23-mal (11%) als Vermeidungsmöglichkeit angab (Tab.17.18). Pflege und Physiotherapeuten sehen hier ein enormes Vermeidungspotential. 76

85 5 Zusammenfassung und Ausblick Die Kompressionstherapie, als phlebologische Standardtherapie mit einer hohen wissenschaftlichen Evidenz, ist mit zahlreichen Nebenwirkungen behaftet. Schwere Nebenwirkungen dieser Therapieform sind selten aber kommen immer wieder vor. Dies zeigt sich anhand der in der Literatur erhobenen Zahlen, Daten und Fakten als auch in der Auswertung der Studie von Patienten und Anwendern verschiedener B e- rufsgruppen. Die angeführten Nebenwirkungen reichen von Hauttrockenheit über Schnürfurchen bis hin zu sehr schwerwiegenden Nebenwirkungen wie Thrombosen, Nervenschäden besonders des Nervus peroneus bis hin zur Lungenembolie. Sehr schwerwiegende Nebenwirkungen treten glücklicherweise nur sehr selten auf, leichte Nebenwirkungen wie Schnürfurchen und Hautirriationen und Allergien jedoch umso häufiger. Relativ häufig werden Nekrosen und Ulzerationen beschrieben, die zu den schweren Nebenwirkungen zu zählen sind. Nebenwirkungen können bei allen angewendeten Arten der Kompressionstherapie auftreten. Am häufigsten wurden in der Literatur zum phlebologischen Kompressionsverband Nebenwirkungen beschrieben. Nach der Kompressionstherapie im Allgemeinen wird nachfolgend dem medizinischen Kompressionsstrumpf häufig das Auftreten von Nebenwirkungen zugeschrieben. Patienten kommen zum ähnlichen Ergebnis. Die befragten Patienten gaben die meisten Probleme beim MKS der Kompressionsklasse II an. Danach werden die Kurzzugbinden genannt. Damit bestätigt sich die Hypothese, dass die Kompressionstherapie, als phlebologische Standardtherapie mit zahlreichen und zum Teil schweren Nebenwirkungen behaftet ist. Die zweite aufgestellte Hypothese geht der Frage nach, ob die Anwender mögliche Ursachen von Nebenwirkungen der Kompressionstherapie kennen, ebenso die Möglichkeiten der Vermeidung von Nebenwirkungen. Von den 141 Befragten kennen 9 Anwender keine Nebenwirkungen (6%) der Kompressionstherapie (Abb.15) und 15 Personen (12%) sind auch keine Ursachen dafür bekannt (Abb.16). Aus der durchgeführten Studie geht hervor, dass die Hauptursache für Nebenwirkungen Anlagefehler sind. Wie es aber zu diesen Anlagefehlern kommt, wird von den Anwendern mit praktischen Fehlern, wie fehlende Unterpolsterung, zu straff oder zu fest angelegt aber auch in fehlender Abklärung, Diagnostik und Indikationsstellung. 77

86 Warum es aber zu diesen praxisbezogenen Anlagefehlern kommt wurde von den wenigsten Befragten angegeben oder hinterfragt. Insgesamt nur 7 Anwender waren der Ansicht, dass fehlende Schulung, ebenso wie fehlendes Wissen oder Können Ursachen für Anlagefehler und somit Ursachen für teils schwere Nebenwirkungen der Kompressionstherapie sind. Ähnlich verhält es sich mit der Compliance der Patienten. Patientenaussagen ernst- und wahrnehmen wurde nur von einem einzigen Anwender angegeben. In der Literatur hingegen, waren die zuvor angeführten Ursachen einer der häufigsten Auslöser für Nebenwirkungen. Ebenso erstaunlich erscheint das Ergebnis, dass 19 Anwender keine Möglichkeiten zur Vermeidung von Nebenwirkungen kennen. Das sind immerhin 14% der Befragten Anwender (Abb.17). Diejenigen, die Möglichkeiten kennen, gaben die korrekte Anlage der Kompressionstherapie als beste Möglichkeit der Vermeidung von Nebenwirkungen an. Besonders wichtig ist den Anwendern auch die regelmäßige Kontrolle auf Effektivität. Als Vermeidungsmöglichkeit wird hier aber doch Wert auf Patienten- und Angehörigenschulung, sowie auf die Mitarbeiterschulung gelegt (Tab. 15). Die befragten Patienten wurden in einem hohen Prozentsatz geschult (81%). Dies sagt aber nichts über die Qualität der durchgeführten Schulung aus. Nur einen geringen Stellenwert hat anhand der Studienergebnisse aktuelles Wissen und genaue Diagnostik und Abklärung (Tab.15). Förderung der Compliance der Patienten und Ernst- bzw. wahrnehmen von Patientenangaben wird nur vereinzelt als Maßnahme zur Vermeidung angesehen, gerade mal von 1% der Befragten. Um eine korrekte Anlage der Kompressionstherapie zu gewährleisten, ist es meines Erachtens unumgänglich, noch mehr Wert auf die Patienten und Angehörigenschulung zu legen, die Compliance der Patienten zu fördern, diese aktiv in den Behandlungsplan mit einzubinden und die Anleger bedeutend mehr auf den Bereich der Patienten- und Angehörigenschulung zu sensibilisieren, da auch aus der Studie hervorgeht, dass die Mehrheit der Patienten sich die verordnete Kompressionstherapie selbst oder durch Angehörige anlegt oder angelegt wird. Eine optimale Patienten und Angehörigenschulung kann jedoch nur Erfolg bringend sein, wenn die Trainer über langjährige Erfahrung und aktuelles Wissen in der Handhabung und über alle Bereiche die diese Therapieform betrifft, verfügen. Ebenso ist eine vermehrte und kontinuierliche Durchschulung der breiten Basis an Mitarbeitern, im Besonderen im Bereich der Pflege, da zum größten Teil die Kompressionstherapie durch diese Berufsgruppe durchgeführt wird. 78

87 Der Frage von Herrn Univ. Prof. Dr. Hugo Partsch who trains the trainer? 104, Frau Dr. Andriessens Antwort auf die Wichtigkeit von gut geschulten Personal es ist der einzige Weg!!! 105 und Frau Distelraths Antwort zu geschultem Personal, dass dadurch die Compliance stark erhöht werden kann 106, ist aus der Sicht der Vermeidungsmöglichkeiten, nichts mehr hinzuzufügen. Somit kann die 2.Hypothese zwar bestätigt werden, es gibt aber noch einiges an Verbesserungspotential. Handlungsbedarf sehe ich in den Möglichkeiten der Vermeidung und in der Bewusstseinsbildung insbesondere darin, mehr darauf einzugehen, warum es überhaupt zu Anlagefehlern kommen kann. Daraus würden sich unweigerlich die nötigen Vermeidungsmöglichkeiten ableiten lassen. Für mich persönlich ist die wichtigste Basis und vielleicht auch die einfachste Möglichkeit Nebenwirkungen der Kompressionstherapie zu vermeiden, ein gutes und vertrauensvolles P a- tienten Pflege - Arztverhältnis! 104 Partsch 2010, Experteninterview. 105 Andriessen 2010, Experteninterview 106 Distelrath 2010, Experteninterview. 79

88 Literaturverzeichnis Alegro medical AM Alegro medical [Online]. - September Jänner Andriessen Anneke Nebenwirkungen der Kompressionstherapie [Interview] Oktober Bauerfeind Bauerfeind Österreich [Online] Jänner Beldon Pauline Wounds international [Online] November Berg Dagmar Kompressionstherapie des venösen und postthrombotischen Ulcus cruris. Möglichkeiten und Grenzen [Buchabschnitt] // Wundheilung 2., wesentlich erweiterte und völlig überarbeitete Auflage / Buchverf. Sedlarik Karel M.. - Jena, Stuttgart : Gustav Fischerverlag, Boatright Su Compression-Caused Peroneal Neuropathy:Commentary from a Biopsychologist [Artikel] // Sothern Medical Journal. - Jänner Volume S Distelrath Iris Nebenwirkungen der Kompressionstherapie [Interview] Oktober Feuerstein Phillip Wiener Kompressionsschule // Kontraindikationen der Kompressionstherapie. - Linz : [s.n.], 3. April Fukada H. PubMed.gov [Online] Februar November Gericke Andreas Die phasengerechte Behandlung des Ulcus cruris venosum, 2. überarbeitete Auflage [Buch] / Hrsg. AG Paul Hartmann. - Heidenheim : CMC Medical Information, Hach Wolfgang [et al.] VenenChirurgie. Leitfaden für Gefäßchirurgen, Angiologen, Dermatologen und Phlebologen 2. Auflage [Buch]. - Stuttgart, New York, : Schattauer GmbH, Hepp W. und Debrunner H. "0-Grad-Position" nach der Neutral Null Methode, Nulldurchgangsmethode [Artikel] // Orthopädisches Diagnostikum. - Stutgart : Georg Thieme Verlag, Bd

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90 Perrin Michel Skin necrosis as a complication in the treatment of venous disease an in prevention of venous thromboembolism [Artikel] // Phlebolymphology Volume S ISSN Peter D. Asmussen Brigitte Söllner Kompressionstherapie. Prinzipien und Praxis 1. Auflage [Buch]. - München : Urban & Fischer, Elsevier GmbH, Piatek S. und Tautenhahn J. Ulcus cruris venosum [Buchabschnitt] // Wundatlas. Kompendium der komplexen Wundbehandlung / Buchverf. Lippert Hans. - Stuttgart : Georg Thieme Verlag KG. Stuttgart, 1.Auflage 2001, 2. überarbeitete Auflage Probst Wiltrud und Vasel-Biergans Anette Wundmanagement. Ein illustrierter Leitfaden für Ärzte und Apotheker [Buch]. - Stuttgart : Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbh Stuttgart, Protz Kerstin Kompressionstherapie: ohne Wicklung keine Entwicklung [Artikel] // Die Schwester Der Pfleger / Hrsg. e.v. Offizielles Organ des Deutschen Berufsverbandes für Pflegende. - [s.l.] : Bibliomed Medizinische Verlagsgesellschaft mbh, November Jahrgang. - S ISSN Rabe Eberhard Merkblatt zur Verordnung von medizinischen Kompressionsstrümpfen (MKS) bei venösen und lymphatischen Krankheitsbildern [Artikel] = Merkblatt zur Verordnung von medizinischen Kompressionsstrümpfen (MKS) bei venösen und lymphatischen Krankheitsbildern // Vasomed. - 2/ Jahrgang. - S Reich Schupke Stefanie et al. Kompressionstherapie aus Patientensicht [Journal]. - Köln : Viavital Verlag GmbH, /2010 : Bd. 22. Jahrgang. Renner Regina, Gebhardt Carl und Simon Jan C Compliance hinsichtilcih der Kompressionstherapie bei Patienten mit floridem Ulcus cruris venosum [Artikel] // MedKlin S Renner Regina, Gebhardt Karl und Simon Jan C Springer Link [Online] = Compliance hinsichtlich der Kompressionstherapie bei Patienten mit floridem Ulcus cruris venosum. - Medizinische Klinik, 2010, November :1-6 (Nr.1). Schlömer Gabriele und Meyer Gabriele Wissensplattform Fachwissenschaft Gesundheit Universität Hamburg [Online]. - Mai

91 Schuhmann Hauke Richtiger Kompressionsdruck: Helfen Anwendungstraining und Druckmessgerät? [Artikel] // WundForum. Das Magazin für Wundheilung und Wundbehandlung. - 4/ Jahrgang. - S Schwaller Bruno und Geng Veronika Nur angepasste Strümpfe sind wirksam [Artikel] // Die Schwester, Der Pfleger. - September Jahrgang. - S ISSN Stöberl Christiane Nebenwirkungen der Kompressionstherapie [Interview] Oktober Stöberl Christiane Nebenwirkungen der Kompressionstherapie // Vortrag Venalpina VI. - Pontressina : [s.n.], Jänner Uschok Andreas, Panfil Eva Maria und Schümmelfeder Frank Kompressionstherapie [Buchabschnitt] // Expertenstandard Pflege von Menschen mit chronischen Wunden / Buchverf. Schiemann Doris / Hrsg. Pflege Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der. - Osnabrück : [s.n.], ISBN Wienert Volker [et al.] Deutsche Gesellschaft für Phlebologie [Online] April März Phlebologie/leitlinie-intermittierende-pneumatische-kompression-ipk-oder-aik.html. Wienert Volker [et al.] Deutsche Gesellschaft für Phlebologie [Online] April März Phlebologie/leitlinie-medizinischer-thromboseprophylaxe-strumpf-mts.html. Wienert Volker [et al.] Deutsche Gesellschaft für Phlebologie [Online] Oktober März Phlebologie/leitlinie-medizinischer-kompressionsstrumpf-mks-version html. Wienert Volker Die medizinische Kompressionstherapie. Vom phlebologischen Kompressionsverband bis zm medizinischen Kompressionsstrumpf [Buch]. - Berlin, Wien : Blackwell Wissenschfts- Verlag, Williams AF. und Keller M. Lymphödem - Verände in der Praxis [Konferenz] // European Wound Association Focus Document. - London : [s.n.], S

92 Anhang Anhang A - Fragebögen Sehr geehrte Damen und Herren! Im Zuge des Universitätslehrgangs Master of Business Administration in Gesundheits und Sozialmanagement beschäftigt sich meine Masterarbeit mit den Nebenwirkungen der Kompressionstherapie. Dazu werden mittels eines Fragebogens Daten erhoben und für diese Masterarbeit wissenschaftlich aufbereitet. Bitte nehmen Sie sich etwas Zeit und füllen diesen Fragebogen aus. Bitte retournieren Sie den ausgefüllten Fragebogen bis zum an folgende Adresse: DGKS Koller Sonja Landesklinikum Mostviertel Melk Stabsstelle Interdisziplinäre Betreuung Wundmanagement Krankenhausstrasse Melk EINVERSTÄNDNIS-ERKLÄRUNG Ich,., bin damit einverstanden, dass meine Angaben, meine Befunde und Daten anonymisiert für statistische Zwecke im Zuge der wissenschaftlichen Studie Nebenwirkungen der Kompressionstherapie - mögliche Ursachen und deren Vermeidung von Sonja Koller verwendet werden. Ort, am Unterschrift:.. Herzlichen Dank für Ihre Mitarbeit! Das Ergebnis dieser Studie ist nach deren Abschluss auf der Homepage des Karl-Landsteiner- Instituts für funktionelle Phelbochirurgie unter nachzulesen. 84

93 Fragebogen für Patienten Nebenwirkungen der Kompressionstherapie - mögliche Ursachen und deren Vermeidung Alter männlich weiblich Welche Art von Kompressionstherapie hat Ihnen Ihr Arzt empfohlen/angelegt Kompressionsstrumpf KL: Mehrteiliger Kompressionsstrumpf: Zinkleimverband/ Fischerverband: Dauerverband: ( Coban 2, Klebekompression) Bandagen: Kurzzug: Langzug: Sonstiges: Tragen Sie den Kompressionsverband täglich? Ja nein Warum nicht: Ich empfinde das Tragen der Kompression als angenehm: weil: unangenehm: weil: Wurde Ihnen/ Ihren Angehörigen die Handhabung des Verbandes erklärt und gezeigt/ geschult? Ja: Nein: Wer legt Ihnen den Kompressionsverband an? Selbst: Angehörige Hausarzt Facharzt: Krankenhaus: Ambulanz 85

94 Hauskrankenpflege: Andere: Verursacht Ihnen der Kompressionsverband Beschwerden? Ja nein Welche Wann treten diese Beschwerden auf? in der Nacht tagsüber Folgende Nebenwirkungen sind bei mir schon mindestens 1- mal aufgetreten? Schnürfurchen Schwellung/Ödeme Spannungsblasen Allergien Hautausschlag neue offene Stelle/ Druckulkus Nervenschäden Durchblutungsstörung Andere: Schmerzen Die größten Probleme hat mir dabei folgende Kompressionsmethode gemacht: Kompressionsstrumpf KL: II KL III Mehrteiliger Kompressionsstrumpf: Zinkleimverband/ Fischerverband: Dauerverband: ( Coban 2, Klebekompression) Bandagen: Kurzzug: Langzug: Sonstiges 86

95 Fragebogen zur Masterarbeit Anwender Nebenwirkungen der Kompressionstherapie, deren mögliche Ursachen und Vermeidung. Alter: männlich : Weiblich Beruf: Arzt/in DGKS/P Pflegehilfe Die Kompressionstherapie hat Nebenwirkungen Keine geringe starke Nebenwirkungen treten auf: Nie: selten: manchmal häufig Sind Ihnen Nebenwirkungen der Kompressionstherapie bekannt? Ja: nein welche: Bitte einfügen: Kennen Sie mögliche Ursachen, die zu Nebenwirkungen der Kompressionstherapie führen? Ja Welche: Bitte einfügen: Nein 87

96 Kennen Sie Möglichkeiten zur Vermeidung von Nebenwirkungen? Ja: Welche: Bitte einfügen Nein: 88

97 Anhang B: Experteninterview mit Prof. Dr. Hugo Partsch Das erste Interview führte ich mit Herrn Univ. Prof. Dr. Hugo Partsch am Wachauer Venensymposium im Juni Prof. Partsch gilt als Großmeister des phlebologischen Kompressionsverbands und beschäftigt sich schon seit mehr als vierzig Jahren mit dieser Thematik. Prof. Partsch ist mit der Publikation des Interviews einverstanden. Frage: Wie lange beschäftigen sie sich eigentlich schon mit der Kompressionsther a- pie: Prof. Dr. Partsch: Seit 1967 Frage: Sie als langjähriger Experte, wie würden sie die möglichen Nebenwirkungen bei Kompressionstherapie beurteilen? Treten sie gering, häufig oder weniger häufig auf aus Erfahrung. Prof. Dr. Partsch: Eine global schwierig zu beantwortende Frage. Prinzipiell muss man sagen, dass jede wirksame Therapie auch Nebenwirkungen haben kann, wobei bei der Kompressionstherapie es natürlich sehr darauf an kommt, wie diese Kompressionstherapie durchgeführt wird. So gesehen ist es schwer vergleichbar mit Tabletten oder Nebenwirkungen von Medikamenten, die intravenös oder intramuskulär verabreicht werden. Man müsste die Nebenwirkungen aufschlüsseln nach Verbänden, nach Strümpfen und auch natürlich nach der Indikation. Frage: Die Nebenwirkungen der Kompressionstherapie. Welche Nebenwirkungen haben sie in ihrer langjährigen Tätigkeit beobachten können? Prof. Dr. Partsch: Das häufigste was ich sehe, sind Einschnürungen, Abschürfungen bzw. kleine Hautläsionen, wo ein Verband z.b. auf- und abreibt, nicht exakt genug angelegt wurde oder auch dadurch, dass er locker wurde, zu Reiben beginnt. Selten, aber umso schwerwiegender sind Veränderungen, die bei einer arteriellen Durchblutungsstörung auftreten können. Frage: Welche ihrer Meinung nach, wo kommt es zu den häufigsten Nebenwirkungen im Vergleich Kurzzugbinde vs. Langzugtbinde, gibt es überhaupt Unterschiede? Prof. Dr. Partsch: Das hängt von den vorher genannten Faktoren ab, vor allem auch von dem Geschick des Anwenders und von seiner Erfahrung. Wenn man Kurzzugmaterial verwendet, sollte das auch gelernt und trainiert worden sein. Sehr häufig ist dies eben nicht der Fall, es werden schlechte Verbände angelegt und dann kann auch einmal eine Kurzzugbinde zu Nebenwirkungen führen. 89

98 Bei Patienten, die nicht genügend bewegen können, sind Nebenwirkungen oft von elastischem Material zu sehen, z.b. Schmerzen und Einschnürungsgefühl in der Nacht, aber auch Hautläsionen sind möglich bei immobilen Patienten mit einem elastischen Verband. Global gesehen fürchte ich (ich kenne auch keine Zahlen dazu) ist es schwierig, einen Unterschied zu finden um zu sagen, das ist das gefährlichste und das weniger gefährlich. Es hängt von sehr vielen Faktoren ab, vor allem vom Geschick des Bandagierers und seiner Erfahrung. Frage: Welche möglichen Ursachen führen zu diesen Nebenwirkungen der Kompressionstherapie. Sie haben ja schon sehr viel in die vorherigen Fragen eingebaut, was denken sie, sind die Hauptursachen für mögliche Nebenwirkungen? Prof. Dr. Partsch: Vom Patienten ausgehend würde ich sagen, sehr dünne Beine, sind besonders gefährdet, durch Druckstellen aufgrund des Laplace schen Gesetzes. Da muss man besonders vorsichtig sein. Auch wieder auf den Patienten bezogen spielt die Lokalisation am Bein eine große Rolle. Die meisten Nebenwirkungen gibt es in der Ristgegend durch Einschnüren von Verbänden, wenn beim Einbinden nicht maximal dorsal flektiert wird und die Strecksehne vorne genügend mit Watte gepolstert wurde. Wieder vom Pat. herkommend spielt sicherlich die arterielle Situation eine Rolle. Bei Pat. mit eingeschränkter arterieller Durchblutung sind Nebenwirkungen eher zu erwarten. Bei einem Ulkuspatienten können Nebenwirkungen vor allem dann auftreten, wenn der Verband in Kombination mit einer bestimmten Wundauflage zu lange belassen wird, wobei es bei einer starken Sekretion in der Umgebung zu einer Mazeration der Haut kommen kann, wodurch sich das Ulcus vergrößern kann. Zu möglichen Nebenwirkungen von Seiten des Materials kann ich keine konkreten Zahlen nennen. Frage: Welche Möglichkeiten der Vermeidung dieser Nebenwirkungen würden sie finden? Prof. Dr. Partsch: In Abhängigkeit von der Erfahrung des Anwenders, würde ich am Anfang Vorsicht vor zu hohem Druck empfehlen. Wenn man so einen Verband zum 1. Mal macht oder ein Anfänger ist auf diesem Gebiet und man will einen festen Verband anlegen, z.b. bei Thrombose oder Lymphödem, ist es ratsam, dem Pat. zu s a- gen, er soll einmal um den Häuserblock gehen und dann wieder kommen, besonders wenn er Schmerzen hat. Also möglichst kurzfristige Kontrolle. In der Regel kommen diese Leute zurück und sagen, es geht ihnen ganz gut. Wir wissen ja alle, 90

99 wenn man den Verband anlegt bei einem Ulkuspatienten, der keine Erfahrung damit hat, sagt der zuerst einmal: um Gottes Willen, das halte ich nicht aus, machen sie es nicht so fest. Wobei sich dann herausstellt, dass diese Pat. auch mit hohem Druck schlagartig weniger Schmerzen haben als vorher, wenn der Verband exakt angelegt wurde. Bei einem Kurzzugverband ist die wichtigste Stelle die Sehne in der Gegend des Sprunggelenks, die bei max. Dorsalflexion gut mit Watte gepolstert werden soll. Beim Anlegen soll Druck am distalen Unterschenkels höher sein und nach proximal abnehmen um. dort, wo der Verband am US aufhört, eine Einschnürung zu vermeiden. Frage: Wie wichtig ist generell, Kompression von geschulten Personen durchzuführen? Prof. Dr. Partsch: Dies gilt zumindest für die nachgiebigen Fixverbände, die einige Tage oben bleiben sollten. Da würde ich auch sagen, dies sollte ein geschultes Personal machen. Das ist ja der große Vorteil von elastischen Material, elastischen Binden und Strümpfen, dass die durchaus vom Patienten selbst oder von seinen Angehörigen gehandhabt werden können. Ein guter Kurzzugverband kann vom Pat. ohne Vorkenntnisse nicht selbst angelegt werden. Das muss man können und vor allem man muss es gezeigt bekommen. In einer kürzlich publizierten Studie aus Freiburg wurden Drucke unter Kurzzugverbänden gemessen und angestrebt, einen Druckbereich um 40 mmhg zu erreichen. Von den meisten Anwendern wurde ein Druck um, 20 erreicht. In der Regel werden Verbände nach unten delegiert, ohne dass den Bandagierern ein korrekter Verband gezeigt wird. Dann machen die Leute das 20 Jahre lang und sagen: ich bin erfahren. Aber eigentlich hat ihnen nie jemand gelehrt, wie ein guter Verband angelegt werden soll. Frau Koller: Die Wiener Kompressionsschule. Kompressionsverbände anlegen kann man nicht aus Büchern lernen. Irgendwann einmal muss man einen erfahrenen Menschen haben, der einem die Hand führt. Bei einer Thrombose einer Venenentzündung, einem Lymphödem möchte ich gerne eine feste Kompression haben. Fest ist ein Druck am distalen Unterschenkel zwischen 40 und 60 mmhg und das kann man heute messen. In Trainingskursen hat es sich bewährt, sich gegenseitig Verbände anzulegen. Man soll spüren, dass ein Kurzzugverband mit einem Druck von 60mmHg sich gar nicht so fest anfühlt. 91

100 Frage: Es geht jeder Weg immer mehr dahin, den Pat. in den ambulanten Bereich hinauszubringen. Wer macht dann eine adäquate Versorgung? Ist die Versorgung der Kompressionstherapie dann adäquat: Prof. Dr. Partsch: Das hängt von der Ausbildung der Anwender ab. Je schlechter die Ausbildungslage dieser Anwender ist, desto höher wird wahrscheinlich auch die Nebenwirkungsquote sein. Frau Koller: Zusammenfassend könnte man sagen, die Schulung der Anwender eine konkrete Diagnostik und Abklärung und dann eine Kompressionstherapie, die dem Zustandsbild entspricht, von der moderaten bei der PAVK bis zu einer starken Kompression beim Wundödem. Prof. Dr. Partsch: Der Anwender muss sich immer zunächst überlegen, wie hoch der Druck sein soll. Aus Angst, etwas anzustellen, wird oft zu locker bandagiert. Auch der zu lockere Verband kann natürlich Nebenwirkungen haben, weil er auf- und abrutscht und dann auf der Haut reibt. Frau Koller: D.h. in Zukunft wird es auch einfach wichtig sein, bedeutend mehr auf die Schulung zu achten. Antwort: Man muss das gezeigt bekommen. Zu diskutieren ist dabei oft die Frage Who trains the trainer, also wer trainiert den Trainer. Prof. Dr. Partsch: Allergische Reaktionen auf Kompressionsmaterialien sind selten. Häufiger sind Druckstellen, Hautläsionen durch unsachgemäß applizierten Verband, inhomogen applizierten Verband, Auf- und Abrutschen und Mazeration in der Umgebung von einem Ulcus. Daran ist aber meistens nicht die Kompression schuld, sondern die eine mangelhafte Sekretaufnahme durch den lokalen Wundverband Experteninterview mit Dr. Christiane Stöberl Frau Dr. Stöberl beschäftigt sich ebenso wie Prof. Dr. Hugo Partsch schon lange Zeit mit der Kompressionstherapie. Insbesondere setzt sich Frau Dr. Stöberl mit den N e- benwirkungen der Kompressionstherapie auseinander. Der eigentliche Input für diese Masterarbeit rührt hier her. Die erste Kontaktaufnahme war im Rahmen das AWA Kongresses im April 2010 in Wien. Das Interview wurde anhand eines Fragenkatalogs per im Oktober 2010 durchgeführt. Aus ihrer langjährigen Erfahrung stammen auch viele Publikationen zu diesem Thema. Frage: Wie lange beschäftigen Sie sich eigentlich schon mit der Kompressionstherapie? 92

101 Dr. Stöberl: Seit der Mitte der 80 iger Jahre. Verschiedenste Publikationen stammen aus dieser Zeit. Frage: Sie, als langjährige Expertin, wie würden sie die die möglichen Nebenwirkungen der Kompressionstherapie beurteilen? Treten sie ihrer Erfahrung nach - gering, häufig oder weniger häufig auf? Dr. Stöberl: Schwere Nebenwirkungen wie Nekrosen an Haut und Sehnen, treten selten auf, leichte Nebenwirkungen wie Druckstellen, Schnürfurchen treten häufig. Frage: Wo treten Ihrer Meinung nach die häufigsten Nebenwirkungen im Vergleich Bandagen, Kurzzug, Langzug, Kompressionsstrümpfe, halbstarre Verbände? Gibt es dabei überhaupt Unterschiede: Dr. Stöberl: Nebenwirkungen treten häufiger bei Langzug und Strümpfen auf. Dies ist im Vortrag der Venalpina V1 in Pontressina vorgestellt worden. Frage: Welche möglichen Ursachen führen Ihrer Meinung nach zu Nebenwirkungen der Kompressionstherapie? Wo sehen Sie die Hauptursachen für mögliche Nebenwirkungen: Dr. Stöberl: Druckläsionen, Abschnürungen durch mangelhafte Kompressionsversorgung, Materialunverträglichkeit auf Latex, Farbstoffe, Klebeauftrag, Silicon an Haftbändern und Polstermaterial. Frage: Wie wichtig ist für Sie die Durchführung und Anlage von Kompressionsverbänden durch geschultes Personal Dr. Stöberl: Geschultes medizinisches Personal ist das Um und Auf eines guten Kompressionsverbandes, Indikation und Durchführung müssen stimmen! Frage: Derzeit sind die Bestrebungen der Gesundheitspolitik dahingehend, die Betreuung der Patienten vermehrt in den extramuralen Bereich zu verlagern. Wer macht dort die adäquate Versorgung, besonders in ländlichen Regionen? Ist extr a- mural eine adäquate Versorgung gewährleistet: Dr. Stöberl: Nach meiner Erfahrung sind die mobilen Schwestern teilweise, auch durch unsere Kurse im Rahmen der Medizinischen Kompressionsschule, gut ausgebildet. Experteninterview mit Anneke Andriessen, PhD., MA Frau Andriessen beschäftigt sich schon seit vielen Jahren intensiv mit dem Thema der modernen Wundbehandlung und der Kompressionstherapie. Sie ist unter anderen Dozentin der WFI, Vortragstätigkeit weltweit, zum Beispiel bei der jährlichen Ox- 93

102 ford Summer School, Dozent an der TVU London, UK - Projektleiter für CRICP auf Lymphödem und andere Projekte. Ebenso gibt es von Frau Andriessen Publikationen zu diesem Themengebiet. Ein Auszug darüber ist im Anhang ersichtlich. Ich habe Frau Andriessen auf dem EWMA Kongress in Genf 2010 kennengelernt, wo Sie einen Workshop zum Thema Kompression hielt. Das Interview wurde anhand eines Fragenkatalogs per im Oktober 2010 abgehandelt. Frage: Wie lange beschäftigen Sie sich eigentlich schon mit der Kompressionstherapie? A. Andriessen: Die letzten 32 Jahre Frage: Sie, als langjährige Expertin, wie würden sie die die möglichen Nebenwirkungen der Kompressionstherapie beurteilen? Treten Sie ihrer Erfahrung nach gering, häufig oder weniger häufig auf: A. Andriessen: Die meisten der unerwünschten Ereignisse sind aufgrund mangelnder oder genauer Diagnose, fehlende Bildung sowohl für die Ärzte und die Patienten. Zu wenig Schulung zur Anwendung der Kompression. Schlechtes Follow-up und der Mangel an Wissen über die Systeme, sind weitere Gründe. Frage: Wo treten Ihrer Meinung nach die häufigsten Nebenwirkungen im Vergleich Bandagen, Kurzzug, Langzug, Kompressionsstrümpfe, halbstarre Verbände? Gibt es dabei überhaupt Unterschiede: A. Andriessen: Es gibt Unterschiede in der Steifheit Index und das ist mit klinischer Studie unterstützt. Eines der Hauptprobleme ist der Schmerz und Druck Ebenen, die nicht geduldet werden, insbesondere bei Patienten mit elastischer Kompression. Frage: Welche möglichen Ursachen führen Ihrer Meinung nach zu Nebenwirkungen der Kompressionstherapie? Wo sehen Sie die Hauptursachen für mögliche Nebenwirkungen: A. Andriessen: Mangel an Bildung der Ärzte und Pflege Frage: Wie wichtig ist für Sie die Durchführung und Anlage von Kompressionsverbänden durch geschultes Personal? A. Andriessen: Es ist der einzige Weg!!!! Frage: Derzeit sind die Bestrebungen der Gesundheitspolitik dahingehend, die Betreuung der Patienten vermehrt in den extramuralen Bereich zu verlagern. Wer macht dort die adäquate Versorgung, besonders in ländlichen Regionen? Ist extramural eine adäquate Versorgung gewährleistet? 94

103 A. Andriessen: Die Pflege macht die Betreuung. Es sollte die Möglichkeit zur digitalen Konsultation und Zugang zu einer Wundheilung Klinik da sein. Experteninterview mit Gerhard Kammerlander, DGKP, ZWM, MBA Herr Gerhard Kammerlander ist der Wegbereiter der modernen Wundbehandlung, speziell im Bereich der Pflege. Er ist diplomierter Gesundheits und Krankenpfleger und zeichnet für modernes Wundmanagement. Anhand seiner großen Erfahrung und Weiterentwicklung auf diesem Sektor, aber auch in der Schulung und Weiterbildung, ist Herr Kammerlander aus pflegerischer Sicht der ideale Ansprechpartner für dieses Experteninterview. Dieses Interview habe ich persönlich im Rahmen einer Fortbildung mit Herrn Kammerlander geführt und es wurde mittels Diktiergerät aufgenommen. Da wir uns schon sehr lange kennen, haben wir das Interview in der Du Form geführt. Gemeinsam mit Dr. Obermayer, haben diese zwei Menschen, mir das Wundmanagement näher gebracht, welches ich nun mit großer Freude weitertrage und sicher auch einen kleinen Teil zur Verbesserung der Lebensqualität dieser betroffenen Menschen beitrage. Frage: Wie lange beschäftigst du dich schon mit der Kompressionstherapie: G. Kammerlander: Seit November 1978 Frage: Sind dir Nebenwirkungen der Kompressionstherapie bekannt, bzw. welche hast du in deiner Laufbahn erlebt: G. Kammerlander: Bekannt leider Gottes eine Masse, erlebt viel zu viel. Das Wichtigste was mir gerade spontan einfällt natürlich das Übliche, das jeder kennt: Schwielenbildung bis hin zu massiven Entzündungen bis Blasenbildungen in diesen Druckbereichen, wo die Einschnürungen vorhanden sind. Ganz klar im Prinzip auch bei den Zehen, zwar seltener, aber immer wieder einmal Schwellungen durch unsachgemäßen Druck im Vorfußbereich oder im US-Bereich. Auch Drucknekrosen sind konnte ich des Öfteren sehen wie z.b.: im Hallux valgus Bereich, Achillessehne, Knöchel. Zum Glück sieht man nie größere Nekrosen, also Vorfußnekrosen etc. Schmerzen durch zu enge Bandagierung konnte ich recht häufig erleben. Das ganze wurde damals an der Dermatologie in Zürich Mitte 80er Jahre dann sukzessive verbessert, da haben wir damals die Lymphkompression modifiziert für die CVI- Patienten, d.h. alles nur noch mit Vliesunterpolsterung. Das haben wir damals mit der Physiotherapie zuerst gemeinsam optimiert. 95

104 Danach haben wir es auf der ganzen Dermatologie in Zürich eingeführt und seit den Erlebnissen an der Dermatologie, was das für ein Komfort und Sicherheitsvorteil ist, machen wir nur noch Unterpolsterung. Aber bis zum heutigen Tag, denke speziell ans WKZ -WundKompetenzZentrum Linz, erleben wir immer wieder aus dem ambulanten Bereich unsachgemäße bis gefährdende Kompressionen wenn die Patienten zu uns kommen zur Kontrolle. Frage: Welche möglichen Ursachen kennst du, die solche Nebenwirkungen auslösen: G. Kammerlander: Ich sehe zwei bis drei Hauptfehlerquellen. Nummer eins zu geringe Bildung. Nummer zwei in der normalen Ausbildung. Bis heute wird und wurde Kompressionstherapie die Wirkungsweise, das Material, die Materialkunde, die Vorund Nachteile einfach nicht oder zu wenig instruiert und vor allem bekannt gemacht. Die Kompression kannst du nicht alleine lernen. Da kannst du zwar wissen was grundsätzlich wichtig ist. Für eine sichere Kompression musst einfach ein paar hundert oder tausend Verbände machen und mit der Erfahrung kommt dann die Qualität. Das haben viele nicht. Weil sie einfach von vorne weg nicht genügend entweder Interesse haben, oder sie hätten Interesse, aber keiner bringt es ihnen richtig bei. Das ist einmal das Eine. Das Andere ist dann auch durchaus im ambulanten Bereich ein großes Problem, nämlich wer macht es. Macht es eine Krankenschwester oder ein Arzt, da haben wir schon genügend Fehlerquellen, oder macht es der Patient selbst oder ein Angehöriger. Hier stellt sich sodann die Frage der möglichen Instruktionsfähigkeit. Ich denke dass bereits in der Bildung vieles vom Grundfundament her fehlt. Wenn die Betroffenen dann selbst tätig sind, da hat man natürlich auch große mögliche D e- fizite. Warum? Weil viele Therapeuten (wir dürfen uns da jetzt nicht als Maßstab nehmen) nicht ordnungsgemäß und nicht ausführlich genug z.b. die Hauskrankenpflege, z.b. den Patienten oder die Angehörigen instruieren. Also, was man heute so im Neudeutsch sagt (Fr. Prof. Panfil) Patient Education. Wir haben früher dazu Instruktion gesagt, und an dieser mangelt es vielerorts. Auch, und da darf man den Ball nicht nur den Therapeuten zuschieben, ist Zeitmangel, Personalressourcenmangel und mangelnde sozialpolitische Unterstützung eine erhebliches Manko. Druck von den Kassen, Druck vom Pflegedienst. Man hat nur so und soviel Minuten Zeit,.also es gibt halt viele Faktoren, die tatsächlich ursächlich für dieses Dilemma mit verantwortlich sind. 96

105 Frage: Siehst du auch Ursachen in der fehlenden Abklärung: G. Kammerlander: Ja, natürlich. Das erlebst du genauso wie wir, dass es bei uns in weit über der Hälfte aller Fälle, die zu uns kommen, eine insuffiziente oder nicht aktuell vorliegende angiologische Abklärung vorliegt. Das heißt, wenn man Befunde vom Hausarzt einholt, den Patienten fragt, dann kommt man darauf, dass ein Gefäßstatus, nicht nur ein palpatorischer, sondern ein messbarer Befund einfach nicht vorliegt und irgendwann vor 10 oder 15 Jahren eventuell gemacht. Das ist leider noch immer häufig der Fall. Ohne entsprechenden Differentialdiagnosen und dem entsprechenden Wundstatus ist keine korrekte Therapie möglich. Frage: Welche Möglichkeiten der Vermeidung dieser Nebenwirkungen kennst du: G. Kammerlander: Schulungsmöglichkeiten schaffen wo Interessierte teilhaben können. Das ist das oft ein Problem. Ich glaube nicht, dass es wenige Interessierte gibt, es gibt genügend. Aber sie haben häufig einfach nicht die Möglichkeit. Sei es aus wegen der Kosten oder aus Zeitgründen. Der Druck auf die therapeutischen Möglichkeiten wird drastisch zunehmen, weil die Masse der Patienten welche Kompression und Wundtherapie benötigen natürlich steigen wird aufgrund der Altersstrukturen. Ein Kernproblem ist, wenn sich das System nicht verbessert (Sachressourcen, Zeitressourcen, Personalressourcen, Finanzressourcen), der Ausführende nicht die Möglichkeit hat sich verbessern zu können. Wir haben heute katastrophal viel Wissen im positiven Sinne, wir haben einen schieren Überfluss an viel gutem Verbandsmaterial. Schlicht die Umgebungsbedingungen verhindern oft den optimalen Einsatz. Experteninterview mit Frau Iris Distelrath, internationales Marketing Frau Iris Distelrath ist Produkt Managerin im internationalen Marketing einer führenden Herstellerfirma im Bereich der Kompressionsmaterialien. Es ist mir wichtig, auch die Hersteller zu befragen, da hier eine enge Verbindung zum Anwender besteht und gerade in der Frage der Vermeidung von Nebenwirkungen Potential vorhanden ist. Der Kontakt wurde ebenfalls am EWMA Kongress 2010 in Genf geknüpft. Das Interview wieder anhand eines Fragenkatalogs mittels erstellt. Frage: Wie lange beschäftigen Sie sich schon mit der Kompressionstherapie: 97

106 I. Distelrath: Unsere Firma beschäftigt sich schon seit vielen Jahrzehnten mit der Kompressionstherapie. Frage: Welche Nebenwirkungen der Kompressionstherapie sind Ihnen bekannt: I. Distelrath: Hautirritationen, Spannungsblasen, Hämatom, Schmerzen, Einschnürungen, insbesondere am Rist, Bewegungseinschränkung, Quetschungen, Schnürfurchen, Abschnürungen, Kribbeln, Taubheitsgefühl, Abbinden des Blutflusses, Verschlechterung bestimmter Hauterkrankungen, Mazeration, Allergien gegen einen der Inhaltsstoffe (selten), Geruchsbelästigung. Frage: Welche möglichen Ursachen führen Ihrer Meinung nach zu Nebenwirkungen der Kompressionstherapie. I. Distelrath: Rutschen, zu wenig Druck daher langsame oder keine Abheilung, falsches Anlegen, z.b. zu starkes Ziehen der Binde (kann später zu Quetschungen und sogar Irritationen bis hin zu Spannungsblasen/Hämatom führen), falsches Schuhwerk durch zu voluminöse Verbände, keine Compliance. Frage: Wo treten Ihrer Meinung nach die häufigsten Nebenwirkungen im Vergleich Bandagen, Kurzzug, Langzug, Kompressionsstrümpfe, halbstarre Verbände? Gibt es überhaupt Unterschiede: I. Distelrath: Langzug zu hoher Druck beim Anwickeln verursacht Abschnürungen und Nachtschmerz. Entgegenwirken: Training zum richtigen Anlegen (der richtige Druck, die richtige Technik, Einsatz von erforderlichen Materialien wie Hautschutz, Abpolsterung, Kompressionsbandage, Fixierung). Baumwollunterzug zur Schonung der gesunden Haut bei direktem Hautkontakt, Absichern der Indikation und des notwendigen Druckes, regelmäßige Kontrolle. Frage: Wie wichtig ist für Sie die Durchführung und Anlage von Kompressionsverbänden durch geschultes Personal? I. Distelrath: Sehr wichtig, da durch geschultes Personal/Angehörige viele Nebenwirkungen vermieden und auch die Compliance stark erhöht werden kann. Dies fördert den Heilungserfolg ungemein. 98

107 Lebenslauf Sonja Koller geboren am 12.August 1969, in Melk verheiratet, 1 Tochter Gehobener Dienst für Gesundheits und Krankenpflege - DGKS Zertifizierte Wundmanagerin AZWM Pflegefachfrau für Onkologische Pflege Fachlicher Werdegang: 2010 Abschluss Akademische Betriebsorganisatorin an der WWEDU in Wels seit 2009 Lehrgang universitären Charakters zum MBA in Gesundheits und Sozialmanagement an der Body and Health Academy in Wien 2009 Zertifizierte Wundmanagerin AZWM, Wien 2009 Einzelpersonenzertifizierung AZWM - TÜV Austria 2008 Zertifizierte Wundmanagerin cert, Frankfurt 2005 Weiterbildung Onkologische Pflege an der Vinzentinumakademie Linz 2000 Weiterbildung Zertifizierte Wundmanagerin WFI Kammerlander, 1989 bis jetzt DGKS im Landesklinikum Melk, Schwerpunkt Wundmanagement und onkologische Pflege 1988 Diplom gehobener Dienst für Gesundheits und Krankenpflege, Krankenhaus Hietzing 99

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