Junggrüne Visionen für Schleswig- Holstein

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Junggrüne Visionen für Schleswig- Holstein"

Transkript

1 Junggrüne Visionen für Schleswig- Holstein Politischer Fahrplan der Grünen Jugend Schleswig Holstein Inhalt Inhalt...1 Präambel...2 Demokratie und Recht...2 Bildung...5 Umwelt, Klima & Energie...10 Wirtschaft und Finanzen...14 Geschlechtergerechtigkeit...16 Kulturelle Vielfalt und Aufnahmegesellschaft...18 Medien und Netzpolitik...21 Soziales, Gesundheit und Arbeit...23

2 Präambel Wir wollen uns zukünftig konstruktiv und kritisch in die Arbeit des grünen Landesverbandes und der grünen Landtagsfraktion einmischen, um die junggrüne Sichtweise inner- und außerparlamentarisch einzubringen. Junge Menschen haben sowohl das Recht als auch die Verantwortung zur politischen Partizipation. Das vorliegende Programm stellt für uns einen wichtigen Baustein dar, um dieses Teilhabeselbstverständnis in die Tat umzusetzen. Demographischer Wandel, soziale Mobilität, generationenübergreifende Teilhabe an politischer Verantwortung, Gleichstellung, Klimawandel und die ökologischen sowie sozioökonomischen Auswirkungen, Endlagerfrage, Durchlässigkeit des Bildungssystems, generationengerechte Finanz-, Wirtschaft- und Strukturpolitik, europäische Integration die gesellschaftspolitischen Herausforderungen aus Sicht der jüngeren Generationen sind weitreichend. Im Grund gibt es keinerlei politische Entscheidungen die an der Jugend vorbei gehen. Wir sind betroffen und wir sind die Akteur_innen von morgen. Bürger_innennähe und Widerspiegelung der gesellschaftlichen Vielfalt verstehen wir als Grundprinzipien unserer politischen Kultur. Deshalb brauchen wir Räume und Plattformen innerhalb derer unter anderem jugendspezifische Probleme, Perspektiven und Fragestellungen ernsthaft behandelt werden und eine eigenständige Position innerhalb des politischen Diskussionsprozesses einnehmen können. Das heißt wir wollen uns einmischen und mitgestalten. Unseren junggrünen Fahrplan für die Zukunft inklusive der zentralen politischen Zielsetzungen für Schleswig-Holstein werden wir im Folgenden vorstellen. Als Jugendverband haben wir unseren eigenen Kopf, und entwickeln, von Bündnis 90 / Die Grünen unabhängig, programmatische Diskussions- und Entscheidungsprozesse. Mit der Erstellung des junggrünen Selbstverständnisses im vergangenen Jahr, unserem Grundsatzprogramm auf Bundesebene, haben wir diese programmatische Selbstständigkeit bewiesen. Nun gilt es ein landespolitisches Konzept vorzulegen und unsere Schwerpunktsetzungen und Visionen für Schleswig-Holstein zu formulieren. Wir stellen dabei Schnittpunkte wie Unterschiede zum grünen Wahlprogramm selbstbewusst dar. Demokratie und Recht Wir leben in einer Demokratie und das ist gut so. Die Demokratie lebt von der Beteiligung der Bürger_innen. Doch in den letzten Jahren stand unsere Demokratie auf wackeligen Füßen: die Wahlbeteiligung sank (bis auf wenige Ausnahmen), rechtsextreme Parteien zogen in Landesparlamente ein und die Politik(er_innen)verdrossenheit stieg. Diesen Entwicklungen wollen wir auf mehreren Wegen entgegen treten. Dazu gehören der Abbau struktureller Benachteiligungen und das Ermöglichen von Mitarbeit auf allen Ebenen. Mehr (direkte) Demokratie wagen Mit der Stimme auf dem Wahlzettel unterstützen die Bürger_innen bei der Wahl einen

3 bestimmten Kandidaten / eine bestimmte Kandidatin bzw. eine politische Partei. Abgesehen von vorgezogenen Neuwahlen bestimmt diese Wahl 4 bzw. 5 Jahre lang die Politik in Bund bzw. Land. Doch selten stimmt man mit allen Punkten im Wahlprogramm der von ihm/ihr gewählten Partei überein. Es muss deshalb die Möglichkeit geben, fundamentale Entscheidungen unabhängig von der Tagespolitik von den Bürger_innen treffen zu lassen. Deshalb fordern wir die Einführung bundesweiter Volksentscheide sowie die Stärkung der Mittel der direkten Demokratie in Land und Kommunen. Die Artikel unseres Grundgesetzes bilden dabei den Rahmen für Volksentscheide, innerhalb dieses Rahmens kann über Grundsatzfragen abgestimmt werden. Der Jugend eine Stimme geben Die Jugendlichen in Schleswig-Holstein müssen mehr Gestaltungs- und Mitbestimmungsmöglichkeiten erhalten. In der Vergangenheit wurden viele Entscheidungen getroffen, die die Jugend betrafen, aber ohne deren Einbeziehung in die Entscheidungsfindung durchgesetzt wurden. Daher fordern wir die Herabsetzung des Wahlalters auf 14, da Jugendliche von diesem Alter an vor dem Gesetz mündig und unserer Meinung nach reif genug sind, selbst über ihr Handeln zu entscheiden. Wir fordern, dass eine Lösung gefunden wird um unter- 14 jährigen die Möglichkeit zu geben eine Wahlberechtigung individuell zu beantragen Des Weiteren sollten die Jugendbeiräte auf kommunaler Ebene für jede Kommune verbindlich werden. In vielen Gemeinden haben sich Jugendbeiräte erfolgreich etabliert und gestalten seither die Jugendarbeit der Gemeinde mit. Daher wäre es sinnvoll, einen Landesjugendbeirat ganz nach dem Vorbild der Landesschülervertretung ins Leben zu rufen, der eine beratende Funktion für z.b. Sozial- und Bildungsausschuss des Landtags einnimmt. Außerdem fordern wir alle demokratischen politischen Parteien auf, unter 30-jährige Kandidat_innen für die kommende Landtagswahl auf aussichtsreichen Plätzen aufzustellen. Jungendliche Sichtweisen, Interessen und Fähigkeiten gehören genauso in die parlamentarische Praxis, wie jene der älteren Generationen. Darüber hinaus wollen wir eine neue Form der Pluralität erreichen. Wahlrecht für Migrant_innen Wir fordern für alle Migrant_innen ein Wahlrecht auf kommunaler Ebene, im Land und im Bund. Vor allem auch Nicht-EU-Bürger_innen soll das Wählen auf kommunaler Ebene ermöglicht werden. Wer seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat, muss die Möglichkeit haben, die Politik vor Ort mitzugestalten und sich für die Gemeinschaft vor Ort einzusetzen. Dieses von der Staatsbürgerschaft abhängig zu machen, ist rückwärtsgewandt und diskriminierend.

4 Versammlungsgesetz reformieren Aufgrund der Förderalismusreform hat das Land Schleswig Holstein Gesetzgebungskompetenz beim Versammlungsgesetz bekommen. Dies wollen wir zu einer Reform des Gesetzes nutzen. Wir wollen ein Versammlungsgesetz, das vom Gedanken der Meinungs- und Demonstrationsfreiheit geprägt ist. Wir fordern die gesetzliche Verankerung einer objektiven, zivilen Demonstrationsbeobachtung, damit sich gewaltbereite Demonstrant_innen und Polizist_innen nicht gegenseitig, ohne Beweise, der Provokation beschuldigen können. Außerdem muss im Zuge einer Reform des Versammlungsgesetzes eine individuelle Kennzeichnungspflicht für Polizist_innen als Pendant zum Vermummungsverbot der Demonstrant_innen eingeführt werden. Da wir die Sicherheitsbedenken und den Schutz der Privatsphäre auch von Polizist_innen ernst nehmen und die Polizei ausdrücklich nicht unter Generalverdacht stellen wollen, soll diese Kennzeichnung grundsätzlich durch einen individuelle, leicht zu merkenden Identifikationsnummer (vorne und hinten der Uniform sichtbar) nach britischem und litauischen Vorbild geschehen. Auf Wunsch kann diese Kennzeichnung natürlich jederzeit gegen den eigenen Namen des/der Polizist_in getauscht werden. Ergänzend soll das Konfliktmanagement der Polizei gestärkt werden und mehr Polizist_innen zu Konfliktmanager_innen ausgebildet werden. Kein Überwachungsstaat Wir lehnen den Weg hin zu einer Totalüberwachung der Menschen ab. Denn Freiheit darf nicht gegen Sicherheit ausgespielt werden. Die Installation von Überwachungskameras an öffentlichen Plätzen lehnen wir ab,, es sei denn diese dienen dem nachweislich notwendigen Schutz von Personen. Eine Ausnahme stellen Videokameras auf Großveranstaltungen da, die zur Koordinierung der Rettungskräfte, Polizei und Sicherheitskräfte dienen. Eine Speicherung des Videomaterials lehnen wir in jedem Fall ab. Auch eine pauschale Vorratsdatenspeicherung lehnen wir ab, denn sie nimmt die Bürger_innen unter Generalverdacht. Statt Überwachungskameras an allen Ecken und grenzenloser Vorratsdatenspeicherung wollen wir das Übel an der Wurzel bekämpfen. Anstatt der Totalüberwachung sollte der Fokus auf die Bekämpfung der Ursachen gelegt werden, die zur Kriminalität und Terrorismus führen. Bei begründetem Tatverdacht und auf Richter_inbeschluss hin soll statt der alle Bürger_innen betreffenden Vorratsdatenspeicherung das sogenannte Quick Freeze - Verfahren angewandt werden, bei dem vorübergehend Telekommunikationsdaten einer verdächtigen Person gespeichert werden können. So ist die Strafverfolgung möglich, gleichzeitig werden aber die Bürger_innen nicht pauschal alle eines Verbrechens verdächtigt und es werden nicht von jedem/jeder die Kommunikationsdaten gespeichert.

5 Datenschutz muss gestärkt werden und bestehende Gesetze müssen vermehrt hinsichtlich ihrer Einhaltung überprüft werden. Wir fordern die Landesregierung auf, die Berichte des Landesdatenschutzbeauftragten nicht bloß zur Kenntnis zu nehmen, sondern aus Worten auch Taten folgen zu lassen und die vorgeschlagenen Verbesserungen umzusetzen. Eine aktuelle Entwicklung ist die Datensammelwut von Handyanbietern und Produzenten. Wir fordern, dass besonders der Aufenthaltsort einer Person im Regelfall nicht gespeichert werden darf. Das Recht auf Privatsphäre muss neu auf die Probleme die mit Internet und Mobiltelefonie entstanden sind, angepasst werden. Strafen mit Maß - Beschleunigung des Gerichtsverfahrens Den Ruf nach härteren Strafen für Jugendliche lehnen wir ab. Anstatt Jugendliche härter zu bestrafen sollen die Gerichtsverfahren beschleunigt werden, sodass kriminelle Jugendliche so schnell wie möglich nach der Tat die Konsequenzen ihres Handelns zu spüren bekommen. Wiedereingliederungsmaßnahmen und psychologische Betreuung sollen auf das Leben nach dem Strafvollzug vorbereiten. Aber auch wenn lediglich einige Stunden soziale Arbeit verordnet wurden, soll eine Beratung zu mindestens angeboten werden. Bildung Bildung ist ein Menschenrecht. Der gleichberechtigte, durchlässige Zugang zum Bildungssystem ist Grundvoraussetzung für soziale Mobilität und Chancengleichheit. Studien belegen, dass bereits in der frühkindlichen Bildung die Weichen für einen erfolgreichen Bildungsweg gestellt werden. Die Kindertagesstätten sind keine Betreuungssondern Bildungsinstitutionen und müssen in ihrer Bedeutung endlich vollwertig anerkennt werden. Wir befürworten die binnendifferenzierende Gemeinschaftsschule als Schleswig- Holstein weite Schulform und wünschen uns im staatlichen Bildungssystem mehr Mut zur Anwendung reformpädagogischer Ansätze. Der Themenbereich Bildung nimmt in der Gesellschaft einen sehr wichtigen Stellenwert ein. Durch die letzten beiden Landesregierungen wurde ein Bildungschaos verursacht, dass das gute Lernen in SH vehement erschwert hat. Nun müssen aus einer konstruktiven Ruhe heraus gemeinsam zukunftsfähige Konzepte entwickelt werden. Grundlage für ein gerechtes Bildungssystem ist nach Auffassung der Grünen Jugend Schleswig-Holstein eine Barrierefreiheit aller Bildungsangebote. Jeder Mensch hat ein Grundrecht auf Bildung und dieses darf nicht durch Schranken irgendeiner Form behindert werden. Die Grüne Jugend Schleswig- Holstein setzt sich für eine kostenlose Bildung auf allen Ebenen ein - die Bildung darf nicht vom eigenen Geldbeutel abhängen. Hierzu gehört auch die Kostenübernahme von Fahrtkosten zum Bildungsort (in angemessener Entfernung) in jedem Abschnitt des Bildungsweges im ÖPNV. Frühkindliche Bildung In der vorschulischen frühkindlichen Bildung sieht die Grüne Jugend Schleswig-Holstein die große Möglichkeit in den Kindern den Entdecker_in-Instinkt auszulösen. Kinder sollen

6 sich selbst die Themen suchen und durch selbstbestimmtes, freiheitliches Lernen ihrer Neugier nachgehen können und sich ohne Leistungsdruck mit den Themen auseinandersetzten. Neben der ersten Bildung ist besonders die Förderung des Verhaltens der Kinder in ihrem sozialen Umfeld eine Kernaufgabe der frühkindlichen Bildung. Das "Miteinander" gestalten und leben muss hier erlernt werden. Die Grüne Jugend Schleswig-Holstein setzt sich daher für eine Ausweitung der Schulpflicht um ein Jahr auf das letzte KiTa-Jahr ein. Es ist wichtig, dass Kinder bereits vor dem Eintritt in die Schule, die im Moment lediglich leistungsorientiert arbeitet, in einer freieren Umgebung die Spielregeln des Umgangs miteinander lernen. Diese Grundsätze bedürfen einer Lenkung durch genügend Betreuer_innen, die neben einer fairen Bezahlung auch in einer guten, ausgebauten Umgebung arbeiten können. Um die Qualität zu sichern und gleichzeitig allen den Zugang zur KiTa zu ermöglichen, sprechen wir uns für eine Sozialstaffelung der Beiträge aus. Langfristiges Ziel der Grünen Jugend Schleswig-Holstein ist es jedoch, eine kostenfreie KiTa zu schaffen. Schule Die Grüne Jugend Schleswig-Holstein setzt sich für ein radikales Umdenken im Raum Schule ein. Wir fordern, dass aus dem strukturkonservativen Lernraum ein neuer Lebensraum für die Schüler_innen wird, der zu einem großen Maße von den Schüler_innen selbstgestaltet ist. Wir fordern die Auflösung des klassischen Klassenkonzepts und setzten uns für selbstbestimmte Lerngruppen ein, die innerhalb eines Themenkanons ihre Lerninhalte weitgehend selbstbestimmen. Die Lehrer_innen übernehmen in diesem System eine Rolle als Lernbegleiter_innen, die unterstützen und helfen, sollte es zu Problemen kommen. In Hinblick auf Überbevölkerung, Rohstoffmangel oder Klimawandel muss die Bildung für nachhaltige Entwicklung zum Schwerpunktthema der Lehrpläne werden. Bildung für nachhaltige Entwicklung darf nicht weiterhin nur eine gutklingende Phrase sein, sondern muss endlich konkret umgesetzt werden wie es schon die Agenda 21 der Vereinten Nationen 1992 forderte. In diesem Kontext lehnen wir die Bewertung von Schüler_innen ausschließlich mit Schulnoten ab, da diese in ihrer aktuellen Form nicht ausreichend differenziert sind und keine tiefergehende Kritik äußern. Stattdessen fordern wir in der Grundschule eine schriftliche Bewertung der Schüler_innen durch die Lehrer_innen. In der Sekundarstufe fordern wir eine Bewertung, die sich aus Noten, welche nur fachliche Leistung widerspiegeln, und einer schriftlichen Bewertung zusammensetzt. Die Noten sollen in allen Klassenstufen in dem aus der gymnasialen Oberstufe bekannten 15-Punkte-System dargestellt werden. Die schriftliche Bewertung beinhaltet einerseits für jedes Fach einen Kommentar zum Lernverhalten und einen Kommentar zum Sozialverhalten allgemein. Doch sehen wir in diesen kurz umrissenen Ideen ein Ziel, dass mit vielen kleinen Einzelschritten erreicht werden kann. Der nächste, dringend notwendige Schritt in der Bildungspolitik in Schleswig-Holstein ist die Einführung eines Runden Tisches nach Bremer Vorbild, wo von allen Interessensvertretern und Parteien sich zusammenfinden um

7 ein Tragfähiges und durch die breite Masse getragenes Bildungskonzept für die nächsten Jahre zu entwickeln. Es ist ein sehr großes Problem in der Bildungspolitik, dass keine Stetigkeit herrscht, sondern eine Reform die nächste jagt zum Leidwesen der Schüler_innen und Lehrer_innen. An diesem Tisch müssen die bilddungssystematischen und finanziellen Fragen fest verabredet werden, dass sie länger als eine Legislaturperiode Bestand haben. Die Grüne Jugend Schleswig-Holstein setzt sich als ersten Schritt des längeren gemeinsamen Lernens für eine 6-jährige Grundschule ein, die mehr Freiraum für die Schüler_innen gibt sich zu entwickeln. Dieser Schritt ist eine wichtige Forderung, die in den Aufgabenbereich des Runden Tisches gehört. Das Thema demokratische Schule / schulinterne Demokratie ist jedoch ein Thema, an dem einige Stellschrauben sehr schnell bewegt werden können. Wir fordern auf der schulinternen Ebene die Schülerinnen und Schüler in allen Gremien zu beteiligen, im Moment ist es Sache der Schule diese Beteiligungsmöglichkeiten zu ge- oder verwehren. Dieses soll durch entsprechende Gesetzeslage verändert werden. Auch fordern wir der Landesschüler_innenvertretung einen festen Platz im Bildungsausschuss des Landtages einzuräumen und ihnen dadurch mehr Mitspracherechte zu gewähren. Dieses muss auch auf Kreisebene weiterverfolgt werden. Die Kürzungen im Bildungsbereich waren fatal. Das Ergebnis sind marode Schulen, zu wenig Kitaplätze und Hochschulen, die aus allen Nähten platzen. Um dies zu ändern, muss der Bund sich stärker an den Bildungsausgaben beteiligen, bspw. Durch das Abschaffen vom Kooperationsverbot. Auf Landesebene lehnen wir jede Kürzung im Bildungssystem ab. Freie Schulen Die Grüne Jugend Schleswig-Holstein sieht eine große Möglichkeit der Bereicherung der Bildungslandschaft in Schleswig-Holstein durch Schulen in freier Trägerschaft. In Schleswig-Holstein haben freie Schulen nur einen sehr geringen Anteil an der Gesamtzahl der Schulen, doch sie stellen einen sehr wichtigen Motor für neue Bildungskonzepte im Land dar. Jedoch werden freie Schulen nur zu 80% vom Staat unterstützt, wobei der zu Grunde liegende Schüler_innenkostensatz veraltet und nicht nachvollziehbar ist es mangelt an Transparenz seitens des Kultusministeriums. Ferner müssen freie Schulen sich für die ersten 3 Jahre komplett selbst finanzieren und bekommen lediglich ein Jahr der Finanzierung erstattet. 2 Jahre müssen selbst getragen werden, die Kosten belasten die Schulen als Kredite längerfristig. Die Grüne Jugend Schleswig-Holstein fordert die gleichberechtigte Finanzierung der freien Schulen mit 100% auf Grundlage eines transparent errechneten Schüler_innenkostensatzes. Auch ist eine volle Rückzahlung der Anfangsfinanzierung notwendig, um den Schulen die volle Ausgestaltung ihrer neuen pädagogischen Ansätze zu ermöglichen.

8 Angebot außerhalb des Lehrplans Wir fordern die Einbindung von (Sport-)Vereinen in den Schulalltag, denn die Vereine verzeichnen einen starken Rückgang in ihrer Mitgliederzahlen, vor allem hervorgerufen durch die immer steigende Leistungsanforderung an die jungen Menschen. Die Vereine sollen weiterhin Trainer_innen stellen, jedoch soll dieses Angebot in den Schulalltag integriert werden. Auch im kulturellen Bereich bieten sich diese Kooperationen mit Musikschulen oder Theatergruppen an. Es kann durch eine gemeinsame Arbeit und gemeinsame Ressourcennutzung das Angebot der Bildungseinrichtungen erweitert werden und besonders durch internationale Kooperationen der Horizont geweitet werden. Wir wollen offene Bibliotheken für alle Jahrgänge, um jedem Kind den Zugang zu Büchern und anderen Medien zu verschaffen. In diesem Rahmen sollte es Seminare zum Thema Umgang mit den neuen Medien und sozialen Netzwerken geben, die für alle Bibliotheksbesucher_innen einmal im Halbjahr verpflichtend sind. Dieses sollte mit gemeinsamen Treffpunkten für die Schüler_innen wie z.b. Schüler_innencaffes gekoppelt werden, dass die Möglichkeit zum Austausch und zusammen sein gestärkt wird. Zudem soll es schulinterne Nachhilfeangebote geben, beispielsweise von älteren Schüler_innen für Jüngere, um auch sozialschwächeren Kindern eine gute und günstige Unterstützung anzubieten. Damit überteuerte Nachhilfeagenturen keine Chance mehr haben. Deswegen ist eine kostenlose Hausaufgabenbetreuung, gerade für Jüngere dringend notwendig. Politische Bildung und Dritte in Bildungseinrichtungen Die Grüne Jugend Schleswig-Holstein begrüßt den Ausbau von politischen Veranstaltungen an Bildungseinrichtungen. Wir sehen es allerdings als unerlässlich allen sechs im Schleswig-Holsteinischen Landtag vertretenden Parteien hier die gleiche Möglichkeit zur Präsentation ihrer Standpunkte zu geben. Dieses ist in unseren Augen ein wichtiger Teil der politischen Bildung. Den Wahlkampf an Schulen lehnen wir jedoch konsequent ab. Wir sehen in der Einbindung von Dritten, wie zum Beispiel Unternehmen aus der Wirtschaft, Vereinen oder auch öffentlicher Arbeitgeber eine Bereicherung des Schulalltages. Es ist jedoch sehr wichtig, dass diese Besuche nicht unreflektiert als Unterrichtsersatz genutzt werden, sondern sie müssen kritisch hinterfragt, sowie vor- und nachbereitet werden. Außerdem muss allen gleichermaßen die Möglichkeit gegeben werden, sich vorzustellen. Die einseitige Bewerbung der Bundeswehr lehnen wir prinzipiell ab. Die Bundeswehr gehört unserer Meinung nach nicht an die Schulen, die sie dem Friedensgedanken, der durch Schulen vermittelt werden soll, grundlegend widerspricht. Kriegsspiele und Schule gehören nicht zusammen genau wie Planspiele, wo Schulklassen zur Teilnahme gezwungen werden. Solche Sachen dürfen nicht vorkommen. Die Grüne Jugend SH setzt sich für eine neutrale Befassung mit dem Themenkomplex

9 Bundeswehr und Armeen im Wirtschafts- und Politikunterricht ein. Ausbildung Die Grüne Jugend Schleswig-Holstein setzt sich für ein Recht auf einen Ausbildungsplatz und eine qualitativ hochwertige Ausbildung ein. Wir sehen es als Pflicht des Staates und der Gesellschaft allen Menschen, die die Schule beenden einen adäquaten weiteren Bildungsweg zu ermöglichen. In diesem Zuge sehen wir das Recht auf einen Ausbildungsplatz als einen Teil des Grundrechts auf Bildung an. Gleichzeitig hält die Grüne Jugend Schleswig-Holstein an dem Dualen System der Berufsausbildung fest. Doch sehen wir in der momentanen Struktur der Berufsschulen nur einen Ansatz. Sie müssen neben theoretischen Grundlagen, die für die Ausbildung benötigt werden auch die Aufgabe der Weiterbildung erfüllen und den eigenen Schulabschluss ergänzen. Wichtiger Schritt ist die Vernetzung der Berufsbildenden Institutionen mit den Allgemeinbildenden, da hier Überschneidungsbereiche genutzt werden könne um beide Akteur_innen zu stärken. Hochschule Die Grüne Jugend Schleswig-Holstein steht für eine Autonomie der Universitäten im Lande. Nur auf diese Art und Weise kann sich eine produktive wissenschaftliche Arbeit im Land voll entfalten. Es bedarf hier keinem Vorschreiben von Details auf Landesebene, das können die Universitäten selbst leisten. Vom Land müssen lediglich Dinge wie generelle Curricullae vorgegeben werden, um die Qualität von Hochschulen im Land zu sichern. Weiterhin ist es wichtig, dass sich ein selbstbestimmtes Studieren an den Fakultäten etabliert. Es ist essenziell, dass Studierende selbstständig ihre Aufgaben erkennen und auch lösen. Auf diese Art und Weise ist der Lernerfolg um einiges größer, als wenn sämtliche Inhalte durch einen Vortrag vorgegeben werden. Im Bereich der Lehrer_innenausbildung bedarf es dringend Reformen. Die Ausbildung von Realschullehrer_innen muss endlich gestoppt werden und stattdessen muss die Lehrer_innenausbildung an das jetzt bestehende Schulsystem in Schleswig-Holstein angepasst werden. Darüber hinaus stehen wir als Grüne Jugend Schleswig-Holstein für das kostenfreie Studieren. Wir lehnen jede Form von Studiengebühren ab, sei es im laufenden Studium, oder gar nachgelagerte Studiengebühren. Bildung ist für uns ein kostenloses Gut, zu dem alle Menschen der Gesellschaft im gleichen Maße Zugang haben müssen, ganz gleich ihrer sozialen Herkunft. Das Land Schleswig-Holstein hat sich in eine sehr missliche Lage gebracht. Das Land hat weniger Studienplätze, als es Schulabgänger_innen hat dazu kommen diverse Doppeljahrgänge und der Wegfall des Wehrdienstes, sodass mit einem großen Andrang an die Universitäten im Land zu rechnen ist. Diesem gilt es schnell zu begegnen durch das Schaffen neuer Studienplätze darüber hinaus dürfen Fragen wie Wohnungen für die Studierenden nicht außer Acht gelassen werden.

10 Die Grüne Jugend Schleswig-Holstein fordert eine Alternative zu dem umständlichen, ungerechten und bürokratischen BAföG. Wir sehen im dänischen Modell des SU eine gute Alternative. Es wird elternunabhängig an alle Studierenden und Schüler über 18 bezahlt und ermöglicht so eine schnelles und zielgerichtetes Studium. Im Gegenzug sehen wir eine Bildungsabgabe als eine gute Möglichkeit zur Gegenfinanzierung. Außerschulische Bildung Der Bereich der Außerschulischen Bildung hängt für die Grüne Jugend Schleswig-Holstein mit zwei wichtigen Akteur_innen zusammen. Zum einen sind es die Arbeitnehmer_innen, die ihre Angestellten weiterbilden, zum anderen die Volkshochschulen die über die eine persönliche Weiterbildung in den verschiedensten Disziplinen erfolgt. Diese möchten wir weiter fördern, gleichzeitig sie aber auch in die Pflicht nehmen, sich mit anderen Bildungsinstitutionen besser zu vernetzen. Gemeinsame Strukturen und Angebote können für alle Akteur_innen gewinnbringend sein und müssen verstärkt gefördert werden. Mobilität im Bildungssektor Die Grüne Jugend Schleswig-Holstein fordert neue Konzepte für die Anfahrtswege zu Schulen. In Kooperation mit dem ÖPNV und der öffentlichen Hand müssen Mobilitätspläne erarbeitet werden, so dass Kinder von umliegenden Dörfern schneller und günstig zur Schule/KiTa kommen können. In diesen Kontext gehört der Ausbau von Rad- und Fußwegen. Auch die Bildungseinrichtungen müssen durch entsprechende Fahrradstellplätze u.ä. die Konzepte unterstützen. Umwelt, Klima & Energie Es geht nur nachhaltig Damit auch die uns nachfolgenden Generationen die gleichen Chancen auf dieser Erde haben ist es wichtig, dass wir nachhaltig leben und wirtschaften. Denn nur das ist generationengerecht. Nachhaltiges Denken und Handeln muss in allen Politikfeldern Einzug halten. Von der Bildung für nachhaltige Entwicklung über Recyclingkreisläufe und ressourcenschonender Einsatz in der Wirtschaft bis hin zu einer erneuerbaren Energieversorgung. Nachhaltigkeit ist mittlerweile in aller Munde doch noch in zu wenig Fällen wird sie ernsthaft umgesetzt. Das muss sich ändern und zwar besser heute als morgen. Biodiversität schützen Die Erde beherbergt einen unglaublichen Artenreichtum. Und so gibt es auch in Schleswig Holstein eine große Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten. Mit dem Wattenmeer hat Schleswig Holstein zudem ein Ökosystem, das in dieser Form einmalig auf der Erde ist. Doch diese Vielfalt ist bedroht. Viele Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht, weil ihre natürlichen Lebensräume vom Menschen verkleinert, verändert oder ganz zerstört werden. Daher fordern wir u.a. die Ausweitung von Naturschutzgebieten. Auch die Wirtschaft kann von solchen Maßnahmen profitieren. Denn nur eine intakte Natur

11 bietet Anreize für Tourist_innen, in Schleswig Holstein Urlaub zu machen und Küsten und Binnenland zu erkunden. Zur Verminderung der Artenvielfalt trägt der Mensch auch durch Züchtungen und Gentechnik bei. In der Landwirtschaft werden dadurch nur noch wenige Tierarten und wenige Pflanzensorten verwendet. Die Folge ist eine Verarmung der genetischen Vielfalt. Wir sprechen uns klar gegen Gentechnik in der Landwirtschaft aus und sehen die Monopolstrukturen der großen Saatgutkonzerne mit Sorge. In Schleswig Holstein soll der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzenarten weiterhin verboten bleiben. Genauso soll es verboten sein, Patente auf Lebensformen zu erheben. Denn für uns ist die Biodiversität ein Gemeingut und kann nicht privatisiert werden. Umweltschutz ist gesund Umweltschutz zahlt sich aus und zwar für unsere Gesundheit. Denn nicht nur Tiere und Pflanzen leiden unter mit Abwässern verdreckten Flüssen, Smok oder Giftmüll. Umweltverschmutzung bedroht auch die Gesundheit der Menschen. Deshalb ist es auch so wichtig, die Akteure in die Verantwortung zu ziehen. Dabei soll generell gelten, dass die zurzeit anfallenden externen Kosten internalisiert werden sollen. Das heißt, dass die Verschmutzer_innen selbst die Kosten für Beseitigung oder für Folgeschäden tragen müssen, anstatt wie bisher meistens die ganze Gesellschaft. Dies ist für uns Grundsatz einer sozialen Umweltpolitik. Klimawandel als Querschnittsthema Der von Menschen verursachte Klimawandel ist eine der großen Gefahren der Zukunft. Deshalb muss in Schleswig Holstein mehr für die Reduzierung des Treibhausgasaustoßes wobei wir uns bewusst sind, dass LLGHGs und SIEC s unterschiedliche Aspekte haben, die unterschiedlich gehandhabt werden mussen. getan werden. Dabei soll Klimapolitik als Querschnittsthema gedacht werden. Zur Reduzierung der Treibhausgase muss die Wirtschaft genauso wie Privathaushalte beitragen. Einen großen Beitrag dabei kann die Gebäudesanierung leisten die gleichzeitig zur Beschäftigung lokaler Handwerksbetriebe führt. Doch auch die Förderung des ÖPNVs, der Ausbau von Fahrradwegen und Energiesparwochen an Schulen sind wichtige Maßnahmen, die gefördert werden müssen. Ein zentraler Punkt in der Klimapolitik ist die Energieversorgung wir müssen möglichst schnell eine Abkehr von fossilen Energieträgern schaffen und unsere Energie aus 100% erneuerbaren Energien beziehen. Unsere Zukunft ist erneuerbar Deshalb fordern wir, dass Deutschland, und gerade auch Schleswig Holstein, auf 100% Strom aus erneuerbaren Energien setzen und so zu einer Verminderung der Treibhausgasemission beitragen. Die Energieversorgung soll möglichst dezentral und auch autonom erfolgen. Um mit gutem Vorbild voran zu gehen und ein Bekenntnis zur Energiewende zu geben, fordern wir, dass alle öffentlichen Einrichtungen nur noch Ökostrom beziehen und so gut wie es geht selbst zu produzieren - beispielsweise mit

12 Solarzellen auf dem Dach. Außerdem sollen die Anstrengungen zur Energieeinsparung und Effizienzsteigerung vorangetrieben werden, denn je weniger Energie wir verbrauchen, desto schneller können wir auf 100% Erneuerbare Energien setzen. Außerdem muss der Netzausbau vorangetrieben werden und die Erforschung von geeigneten Energiespeichertechnologien, wie beispielsweise Gaskavernen gefördert werden. Eine wichtige Rolle dabei spielen die norwegischen Wasserkraftwerke, die einen Energieüberschuss aus Schleswig Holstein speichern könnten und uns umgekehrt mit Strom versorgen könnten, wenn hier zulande mal kein Wind weht. Deshalb muss sich die neue Landesregierung aktiv für die Verlegung eines Seekabels zwischen Deutschland und Norwegen einsetzen und Gespräche mit den Unternehmen, der Bundesregierung und der EU führen, sowie rechtliche Grundlagen für die Einspeisung aus Seekabeln verbessern. Dies kann beispielsweise durch eine Bundesratsinitiative erfolgen. Schleswig Holstein hat großes Potential besonders in der Windenergie. Um die Akzeptanz in der Bevölkerung zu erhöhen, sollen vor allem Bürger_innen-Windparks gebaut werden. Für uns bedeutet die Energiewende auch eine Chance für demokratischere Energie(versorgungs)strukturen. Wir setzen uns für Strukturen in öffentlicher (kommunaler) und Bürger_innenhand und lehnen eine Monopolbildung wie in der Atomwirtschaft ab. Biogasanlagen sollen hingegen keinen entscheidenden Beitrag zur Energieversorgung leisten. Denn sie führen dazu, dass immer mehr Maismonokulturen auf den Äckern zu finden sind. Diese Monokulturen führen zu einer Abnahme der Biodiversität, einem hohen Düngemitteleinsatz und zu Bodenerosion. Außerdem treten Biogasanlagen in Konkurrenz zu der Lebensmittelproduktion. Deshalb soll die Landesregierung beschließen, dass nur noch Anlagen gebaut werden dürfen, die biologische Abfälle aus der Landwirtschaft oder der Biotonne verwerten denn nur dann wird ein echter Mehrwert erzeugt. Erneuerbare Energien stehen für uns auch für eine generationengerechte Energiepolitik, denn nachfolgende Generationen werden kein großen Altlasten aufgebürdet. Ganz anders ist es mit der Atomkraft: Die Kernkraftwerke sind unsicher und es findet sich kein geeignetes Endlager für den Atommüll. Daher fordern wir den schnellstmöglichen Atomausstieg in Deutschland sowie internationale Bemühungen, um den Atomausstieg letztendlich global vollziehen zu können. Da wir eine Energiewende hin zu 100% Erneuerbaren Energien wollen, lehnen wir den Neubau von Kohlekraftwerken selbstverständlich ab. Auch vermeintlich klimafreundliche Kohlekraftwerke, die mit der CCS-Technologie ausgestattet werden, stellen für uns keine Alternative da. Denn die Abspaltung und unterirdische Lagerung von Kohlenstoff ist mit großen Risiken und Unsicherheiten verbunden. Wir sind deshalb dagegen, dass in Schleswig Holstein CCS-Speicher ausgewiesen werden. Landwirtschaft Die Landwirtschaft schafft die Lebensgrundlage für den Menschen. Doch sie hat auch einen enormen Flächenverbrauch und prägt das Landschaftsbild und die Umwelt. Durch

13 die Landwirtschaft werden Seen, Flüsse und das Grundwasser mit Düngemitteln, Pestiziden und Herbiziden belastet. Deshalb soll deren Einsatz reduziert und nur unter der Einhaltung strenger Grenzwerte erfolgen. Ideal ist für uns der Betrieb von Bio- Bauernhöfen, da die Ökologische Landwirtschaft der Umwelt weniger schadet. Daher fordert die Grüne Jugend Schleswig-Holstein die Wiedereinführung der Umstellungs- und Beibehaltungsförderung für Biobetriebe und im Gegenzug den Abbau von Subventionen für konventionelle landwirtschaftliche Betriebe. Die Grüne Jugend Schleswig-Holstein fordert ein Verbot der Massentierhaltung. Die Gier nach billigem Fleisch darf nicht auf Kosten der Tiergesundheit gehen. Wie fordern außerdem eine Einschränkung bei der Vergabe von Antibiotika und eine öffentlich zugängliche Datenbank, in welcher dokumentiert wird, in welchem Betrieb wie viele Medikamente verabreicht wurden. Außerdem soll das Verfüttern nicht artgerechter Futtermittel wie beispielsweise Tiermehl oder gentechnisch verändertes Futter verboten werden. Anhand verschiedener wissenschaftlicher Studien wird deutlich, dass die weltweit ausgestoßenen Treibhausgas-Emissionen zu großen Teilen von der Landwirtschaft verursacht werden, und im Speziellen von der Höhe der Tierbestände in der Massentierhaltung abhängig sind. Deshalb darf dieser Bereich nicht bei der Klimapolitik ausgeblendet werden. Es muss vielmehr klar gemacht werden, wie klimaschädlich der Fleischkonsum der Menschen ist. Die Initiative Veggie Day will durch einen wöchentlichen vegetarischen Tag auf dieses Problem aufmerksam machen. Wir unterstützen die Idee und fordern, dass in allen öffentlichen Kantinen der Veggie Day eingeführt wird. Tiere schützen Die Grüne Jugend Schleswig-Holstein setzt sich für konsequenten Tierschutz ein. Wir fordern die Einhaltung von Tierschutzstandards und stärkere Kontrollen in diesem Bereich. Wir sprechen uns gegen Massentierhaltung, Quälzuchten und jegliche Form von schmerzhaften Eingriffen wie z.b. das betäubungslose Kastrieren von Schweinen sowie das Brandmarken aus. Desweiteren sind wir gegen Pelzfarmen in Schleswig-Holstein. Die Standorte von Pelzfarmen dürfen nicht länger geheim gehalten werden, sondern jede_r Bürger_in soll sich ein Bild von den dortigen Haltungsbedingungen machen können und die Möglichkeit zum Protest bekommen. Wir sind für ein Wildtierverbot in Zirkussen. Die Zurschaustellung exotischer Tiere gehört nicht in unsere moderne Gesellschaft. Elefanten, Affen, Löwen und Co können stattdessen beispielsweise über Fernsehdokumentationen in ihrer natürlichen Umwelt erlebt werden. Wanderzirkusse können zudem keine artgerechte Tierhaltung ermöglichen.

14 Auch die Haltung von Tieren in Zoos sehen wir kritisch. Wenn keine artgerechte Tierhaltung möglich ist wie beispielsweise bei Eisbären oder Raubkatzen, sollte das Halten dieser Tiere verboten werden. Tierparks, die zur Bewahrung der Artenvielfalt beitragen, die Tiere artgerecht halten und wichtige Aufklärungsarbeit leisten (wie beispielsweise der Tierpark Arche Warder), begrüßen wir hingegen. Wirtschaft und Finanzen Wir setzen uns für ein Wirtschaften ein, dass im Einklang mit ökologischen und klimapolitischen Zielen steht, und deshalb auf Effizienzsteigerung statt Wirtschaftswachstum setzt und eine klimaneutrale Wirtschaft als übergeordnetes Ziel formuliert. Ökologie und Ökonomie müssen zusammen gedacht und bearbeitet werden. Deshalb fordern wir eine Abkehr von der Wachstumsideologie. Für uns sind Zahlen wie das Bruttoinlandsprodukt oder die Außenhandelsbilanz keine geeigneten Messgrößen, die etwas über den Lebensstandard und die Zufriedenheit der Bevölkerung aussagen können. Denn trotz Wirtschaftswachstum geht die Schere zwischen Arm und Reich in Deutschland immer weiter auseinander. Diesen Trend wollen wir umkehren und unser Ziel ist es, allen Menschen eine gleichberechtigte Teilhabe in dieser Gesellschaft zu ermöglichen. Die Grüne Jugend sieht sich als einen kapitalismus- und konsumkritischen Verband. Die neoliberale Entfesselungspolitik der Märkte sowie der Privatisierungswahn haben zu einer gefährlichen Situation auf den Märkten geführt. Staaten hängen an Banken und können sich nicht mehr souverän als Akteur_innen für die Menschen verhalten. Dieser Entwicklung muss Einheit geboten werden und die internationalen Märkte, insbesondere Banken, Ratingagenturen, sowie IWF, WTO und Weltzentralbank sind umzustrukturieren. Momentan liefert die Jahresbilanz eines Unternehmens nur den Finanziellen Aspekt an und vernachlässigt Fahrlässig den realen Nutzen für das Gemeinwohl. Daher setzen wir uns für eine verpflichtende Soziale Jahresbilanz ein, bei der der Gewinn für Umwelt und Gemeinde aufgelistet werden sollen. Bei einer sehr positiven Bilanz sind Steuervergütungen als Belohnung angemessen. Generationengerechte Haushaltspolitik Wir fordern einen generationengerechten Haushalt. Es kann nicht sein, dass wir heute auf Kosten der Generation von morgen leben. Dazu gehört für uns, dass an Bildung nicht gespart werden darf sowie die Einhaltung der vom Landtag beschlossenen Schuldenbremse. Die finanzielle Situation Schleswig-Holsteins ist so angespannt, dass der Schuldenberg alle Gestaltungsmöglichkeiten erdrückt. Gekürzt werden soll deshalb vor allem in Bereichen, die nur eine geringe nachhaltige Bedeutung haben und nicht unmittelbar notwendig sind. Gleichzeitig muss auch die Einnahmeseite des Landeshaushaltes betrachtet werden und neue Möglichkeiten für Steuereinnahmen generiert werden. Als Beispiel ist hier die Erhöhung der Grunderwerbssteuer zu nennen. Milliardengräber wie die Fehmarn-Belt-Querung, deren Nutzen nicht bewiesen ist, müssen

15 in Zukunft vermieden werden. Im Bereich Bildung, Klima- und Umweltschutz und eine nachhaltige Energieversorgung aus Erneuerbaren darf hingegen nicht gekürzt werden. Denn diese Investitionen zahlen sich für die Zukunft aus - nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich bieten diese Investitionen große Möglichkeiten. Auch steuerpolitisch muss das Land nachjustieren. Themen wie Küstenschutz gehen alle an - die Küstenschutzabgabe muss solidarisch von allen Kreisen getragen werden. Prinzipiell gilt das Motto - Starke Schultern müssen Verantwortung übernehmen! Die Kommunen müssen finanziell gestärkt werden, denn dort findet die Gestaltungsarbeit der Bürger_innen statt. Die Kommunalen Akteur_innen dürfen nicht zu Schuldenverwalter_innen gemacht werden, vielmehr müssen ihnen faire Gestaltungschancen eröffnet werden. Keine Privatisierung der Grundversorgungseinrichtungen Wir sprechen uns gegen die Privatisierung der öffentlichen Versorgungsinfrastruktur aus. Wasserversorgung, Abwasser- und auch Abfallwirtschaft müssen in öffentlicher Hand bleiben, um so eine qualitativ hochwertige und kostengünstige Versorgung der Bevölkerung gewährleisten zu können. Profitgier hat hier nichts zu suchen. Banken in Schleswig Holstein wieder zurück zu ihren Aufgaben führen Für uns sind Banken Geldhäuser, die den Geldfluss der Realwirtschaft organisieren und Unternehmen für Investitionen Geld leihen. Über diese grundlegenden Aufgaben hinaus können die Banken in einem gewissen Rahmen arbeiten, dieser muss jedoch klar definiert sein und durch staatliche Kontrollen gesichert werden. Wir fordern die Einführung einer Finanztransaktionssteuer. Außerdem darf es keine Banken mehr geben die to big to fail sind. Dies hat das Beispiel der HSH-Nordbank schmerzlich gezeigt. Denn to big to fail heißt, dass eine Bank auf Kosten der Steuerzahler_innen gerettet werden muss. Einer solchen Entwicklung muss daher Einhalt geboten werden. Die öffentlichen Sparkassen sowie die genossenschaftlich organisierten Banken sollen deshalb gegenüber Großbanken gestärkt werden. Sie haben sich in der Krise als sicherer Rückhalt bewährt und müssen in ihrer regionalen Struktur erhalten bleiben und gestärkt werden. Außerdem müssen die Investitionen von Banken ökologischen und sozialen Maßstäben genügen. Daher gilt: Bundes- und Landesbanken dürfen keine direkten und indirekten Investitionen im Waffensektor und Kinderarbeit tätigen. Gerechter und gewissenhafter Handel Wir setzen uns für den Ausbau des Handels mit Fair-Trade-Produkten ein und lehnen die neokolonialistische Ausbeutung ärmerer Länder durch die Industriestaaten ab. Es muss stärker auf die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards geachtet werden, denn immer noch sind Kinderarbeit und giftige Abwässer Realität. Die Einführung eines Gütesiegels für Produkte, die ohne Kinderarbeit hergestellt wurden, begrüßen wir. Außerdem fordern wir, dass sich Import und Export in Schleswig-Holstein an den ethischen

16 Grundsätzen der Bundesrepublik und der EU orientieren. Der Verkauf von Kriegswaffen oder das Handeln mit Produkten, die durch Kinderhand hergestellt wurden, muss schleswig-holsteinischen Unternehmen untersagt werden. Wir fordern die ökologische Verträglichkeit der Handelswege, dazu gehören unter anderem eine Förderung des Gütertransports auf der Schiene sowie eine Reduktion der Abgasgrenzwerte von Schiffen - hier soll Schleswig Holstein eine Vorreiterrolle übernehmen, was die Einführung internationaler Standards betrifft. Unabhängig gilt der Grundsatz: Regionale, saisonale und ökologische Produkte sollen bevorzugt konsumiert werden. Verkehr Wir fordern ein neues Verkehrskonzept für Schleswig-Holstein. Ökologisch, finanziell und wirtschaftlich fragwürdige Großprojekte wie die Fehmarn-Belt-Querung, die Elbvertiefung oder die A20 inklusive einer festen Elbquerung sind in jeder Hinsicht kontraproduktiv. Stattdessen unterstützen wir die Reparaturen der Kanalschleusen in Brunsbüttel. Die Mobilität im Land muss primär für die Menschen geschaffen werden. Daher fordern wir im Sinne des integrativen Shared-Space -Konzeptes die Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer_innen. Wir fordern langfristig einen kostenlosen ÖPNV, da hierdurch sowohl ein großer Zugewinn an Einsparung von Energie als auch das abbauen von der sozialen Schranke der Mobilität bedeutet. Auch fordern wir, dass das Bahnnetz in Schleswig-Holstein weiter ausgebaut wird und die Kosten für die Nutzung heruntergesetzt werden. Gleichzeitig sehen wir die Einführung einer PKW-Maut auf Autobahnen und Schnellstraßen und die Erhöhung der Ökosteuer auf Benzin als sehr sinnvoll an. Das dadurch generierte zusätzliche Geld kann in die Erhaltung der Straßen sowie in den Ausbau von Fuß- und Radwegen sowie des ÖPNVs investiert werden. Außerdem wird durch den erhöhten Preis ein Anreiz gesetzt, weniger mit dem Auto zu fahren. Außerdem soll die Taktung zwischen Bus und Bahn besser aufeinander abgestimmt werden. Für den Schiffsverkehr fordern wir eine bessere Anbindung über den Ausbau der Verladung auf die Eisenbahn. Doch muss die Schifffahrt auch in die Pflicht genommen werden für die Schleswig-Holsteinische Binnenschifffahrt müssen härtere Umweltschutzrichtlinien eingeführt werden. In Schleswig-Holstein fordern wir die Einführung des Tempolimits 120 auf Autobahnen. Geschlechtergerechtigkeit Die Grüne Jugend Schleswig-Holstein fordert eine geschlechtergerechte, emanzipative und pluralistische Gesellschaft, in der niemand auf Grund des Geschlechts, der sexuellen Orientierung oder anderer Eigenschaften diskriminiert, benachteiligt oder ausgeschlossen

17 wird. Die Hälfte der Macht Um die Unterrepräsentanz von Frauen in höheren Etagen von Wirtschaft und Politik, welche vollkommen widersprüchlich zur Qualifikation noch immer vorhanden ist, zu beseitigen, bedarf es mehr als Lippenbekenntnisse und freiwilligen Selbstverpflichtungen von den Unternehmen. Wir fordern eine konsequente, gesetzlich geregelte Frauenquote für alle Unternehmensvorstände und Aufsichtsräte von 50 Prozent. Auch das Wahlrecht muss unter dem Aspekt der Geschlechtergerechtigkeit überdacht werden. Als erster Schritt sollten die Landeslisten zur Hälfte mit Frauen besetzt sein müssen. Die politischen Parteien sind hierbei gefordert mit gutem Beispiel voran zu gehen. Die von CDU/CSU und FDP geforderte freiwillige Selbstverpflichtung der Wirtschaft ist umso unglaubwürdiger, wenn noch nicht einmal die Parteien selbst es schaffen, die Parlamente geschlechterparitätisch zu besetzen. Equal Pay Alle Menschen sollen den gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit bekommen unabhängig vom Geschlecht. Dafür brauchen wir eine höhere Wertschätzung von typischen Frauenberufen. Diese kann unter anderem durch einen flächendeckenden Mindestlohn herbeigeführt werden. Außerdem müssen in den typischen Frauenberufen verstärkt Professionalisierungsmaßnahmen gefördert werden, sodass sich beispielsweise Erzieherinnen durch ein Pädagogikstudium weiterqualifizieren können. Darüber hinaus fordern wir das Verbot von ungleicher Bezahlung bei gleicher Tätigkeit und Qualifikation innerhalb eines Unternehmens. Rollenbilder Aufbrechen! Wir lehnen vorgeformte Geschlechterrollenbilder ab. Jede und Jeder sollte sein Leben so gestalten können, wie sie oder er es für richtig und sinnvoll hält ohne sich dabei in eine Rolle drängen zu lassen. Gerade in der Berufswelt muss der Staat hierbei tätig werden. Damit junge Menschen eine weitere Perspektive bei der Berufswahl haben, müssen die Schulpraktika angepasst werden. Es muss für jede weiterführende Schule verpflichtend sein, ein zweiwöchiges Praktikum im technisch-wirtschaftlichen und ein weiteres im kulturell-sozialen Bereich für jede Schülerin und jeden Schüler festzulegen. Darüber hinaus fordern wir eine relative Geschlechterquote von 50 Prozent für alle Branchen und Unternehmen auf allen Ebenen. Dadurch wird das Rollendenken Stück für Stück ausradiert. Familienmodelle überdenken! Die einseitige Bevorzugung der Institution Ehe ist nicht mehr an der Realität orientiert. Lebenslange, heterosexuelle Bindungen mit zweier Partner_innen werden zur Ausnahme.

18 Aus diesem Grund müssen gesetzliche Regelungen gefunden werden, die jede Form des Zusammenlebens ermöglichen und gleichberechtigt behandelt werden. In diesem Zuge muss das Ehegattensplitting abgeschafft werden. Die daraus erhaltenen Steuermehreinnahmen werden in Form von Investitionen in Bildung direkt den Kindern zur Verfügung gestellt. Geschlechtergerechtigkeit im Landeshaushalt Wir brauchen die konsequente Anwendung des Genderbudgetings auf allen staatlichen Ebenen, insbesondere im Landeshaushalt, den Kommunalhaushalten und den schleswigholsteinischen Hochschulen. Das heißt, dass der Haushalt aus einer Geschlechterperspektive heraus analysiert werden soll um als Konsequenz die Staatsausgaben so umzuverteilen, dass die Finanzpolitik nicht mehr zur Diskriminierung eines Geschlechts beiträgt. Unserer Überzeugung nach wird es dadurch einen gerechteren Haushalt ohne beispielsweise Kürzungen an Frauenhäusern oder Mädchenclubs geben. Diese Einrichtungen sind wichtig um Mädchen und Frauen vor häuslicher Gewalt und Missbrauch zu schützen und müssen unabhängig von der Wirtschaftslage finanziert bleiben. Kulturelle Vielfalt und Aufnahmegesellschaft Die kulturelle Vielfalt in Deutschland und Europa sehen wir als Bereicherung an. Die Herausforderungen, die sich daraus ergeben, sind eine humane Flüchtlingspolitik, eine langsichtige Integrations- und Migrationspolitik, sowie eine Politik der Offenheit und Toleranz, die ernsthafte Strategien gegen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus verfolgt. Wir fordern in diversem Sinne endlich die Umsetzung einer Politik, die den Realitäten in die Augen schaut und einen ganzheitlichen Ansatz mit dem Ziel verfolgt, aus unserer Aufnahmegesellschaft eine Willkommensgesellschaft entstehen zu lassen. In diesem Sinne brauchen wir ein Bildungssystem, dass uns beginnend in der KiTa die interkulturellen und interreligiösen Realitäten unseres Landes aufzeigt und nahe bringt. Wir brauchen innerhalb der Schulen keine zusätzlichen Selektionsmechanismen durch voneinander getrennte Religionsunterrichte, sondern einen Religionsunterricht für alle, der den Dialog und toleranten Austausch fördert.

19 Rechtsextremismus Die rechte Gewalt steigt. Rassistische Ressentiments in unserer Gesellschaft sind Realität. Rechtsextremismus und Rechtspopulismus sind gesellschaftliche Probleme die nicht unter den Tisch gekehrt werden dürfen. Dazu gehört für uns eine neue Gedenkstätten- und Erinnerungskultur, sowie das aktive Fördern jüdischen Lebens in Schleswig-Holstein. Besonders unsere Generation, die die Verbrechen der Nationalsozialisten nur noch aus den Schulbüchern kennt, ist dieses zentral. Orte zum Gedenken und Erinnern hilft allen Menschen dabei, aus unserer Geschichte zu lernen und der menschenverachtenden Ideologie von Neonazis etwas entgegenzusetzen. Rechtsextremismus und auch latenter Rassismus und Antisemitismus müssen an unseren Schulen offen thematisiert werden. In zu vielen Haushalten gehört latenter Rassismus zum Alltag. Damit junge Menschen ihre Sprache und ihre Ressentiments, sowie jene ihres Umfeldes reflektieren können, brauchen wir eine aktive, gezielte Aufklärungsarbeit an den Schulen, die fester Bestandteil des Lehrplans ist. Interkulturelle Kompetenz sollte heute Standardvoraussetzung für Lehrerinnen und Lehrer sein. Das Land Schleswig-Holstein hält derzeit kein Konzept gegen rechtsextreme Gewalt vor. Wir fordern, dass die Politik auf die Realitäten reagiert denn Schleswig-Holstein ist im bundesweiten Vergleich an der Spitze, was rechte Gewalt angeht. Neben den alteingesessenen Kadern der rechten Parteien und den Kameradschaften, haben sich in den vergangenen Jahren immer mehr autonome rechte Gruppen formiert. Sie agieren aktionistisch, kaum kalkulierbar und extrem gewaltbereit. Wir glauben, dass man mit Angeboten wie Austeiger_innen-Programmen, Opferberatungsteams und Anti-Rechts-Kampagnen dieser Bedrohung wirksam und demokratisch entgegentreten kann. Kulturelle Vielfalt Integration heißt uns für nicht die Anpassung einer Minderheitskultur in die Mehrheitskultur. Assimilation kann nicht das Ziel sein. Aber wir wollen auch keine Kultur des Nebeneinanders, und die Entstehung von Parallelgesellschaften. Stattdessen fordern wir eine gleichberechtigte Vielfalt und eine Gesellschaft die kulturellen Unterschiede als bereichernde Selbstverständlichkeit anerkennt! Durch Bildung, Sichtbarkeit und Transparenz können viele Vorurteile abgebaut werden. Neben Ansätzen wie Anti-Rechts-Kampagnen und Toleranzförderung an Schulen (s.o.) fordern wir einen offenen und interreligiösen Religionsunterricht, um einen friedlichen Raum der Begegnung, des Kennenlernens und Diskutierens zu schaffen. Nur mit einem Religionsunterricht für Alle ist es möglich, jeder Religion den gleichen Stellenwert einzuräumen. Viele der in Deutschland lebenden Migrant_innen erfahren starke Benachteiligung auf dem Arbeitsmarkt dabei sind ihr kulturelles Wissen und ihre Sprachkenntnisse eine große Bereicherung. Wir fordern eine interkulturelle Öffnung im öffentlichen Dienst und die gezielte Förderung von interkultureller Kompetenz in den Behörden.

20 Wir wollen die bürokratischen Mauern einreißen und für eine anerkennungswürdig ausländischer / internationaler Hochschul-, Ausbildungs- und Berufsabschlüsse eintreten. Wir fordern die Aufhebung des Optionszwanges. Es gibt keinen Grund dafür, dass Jugendliche aus einem EU-Mitgliedsland die doppelte Staatsbürgerschaft erhalten und türkische Jugendliche sich zwischen der deutschen und der türkischen entscheiden müssen. Viele Menschen fühlen sich in mehreren Ländern zu Haus. Eine doppelte Staatsbürgerschaft ist daher Spiegel der multikulturellen Realität in Deutschland und untermalt den Charakter einer weltoffenen Gesellschaft. Flüchtlingspolitik Wir fordern ein einheitliches Asylsystem für Europa. Es kann und darf nicht sein, dass die Mittelmeeranrainer mit der Verantwortung Menschen auf der Flucht Schutz zu bieten, allein stehen. Wir wollen die Abschaffung der europäischen Grenzschutzagentur Frontex, denn mit der Zurückweisung von Flüchtlingen auf den europäischen Meeren bricht Frontex die Vereinbarungen in den Genfer Flüchtlingskonventionen. Wir wollen dem diskriminierenden Teufelskreis der deutschen Asylgesetzgebung Einhalt gebieten. So gilt es als Abschiebungsgrund wenn Flüchtlinge nicht selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen können, auf der anderen Seite unterliegen sie häufig strikten Arbeitsverboten. Wir fordern daher die Aufhebung jeglicher Arbeitsverbote, die bundesweite Aufhebung der Residenzpflicht und die Abschaffung der Abschiebehaft. Solange Flüchtlinge und Asylsuchende sich in Schleswig-Holstein aufhalten sollten sie unabhängig ihres Aufenthaltsstatus Zugang zu Arbeitsplätzen sowie Bildungs-, Sprachund Integrationsangeboten bekommen. Auch in Schleswig-Holstein leben viele Menschen in der Illegalität und somit ohne Zugang zu medizinischer Versorgung. Um noch schwerere Folgekrankheiten zu verhindern und behandelnde Ärzte nicht auf den Kosten sitzenzulassen, fordern wir die Einführung eines anonymen Krankenscheins. Wir fordern, eine dezentrale Unterbringung der Flüchtlinge mit festgelegten, menschenwürdigen Wohnbedingungen. Die beste Möglichkeit ist eine Unterbringung in städtischen Wohnungen und nicht in abgeschotteten Kasernen damit die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben gewährleistet werden kann. Kinderflüchtlinge sind besonders schutzbedürftig. Für minderjährige Flüchtlinge muss daher eine landesweite Stelle eingerichtet werden, die diesen Kindern nach ihrer Flucht bedarfsgerechte Hilfe bietet.

Das Youth Future Manifest

Das Youth Future Manifest Das Youth Future Manifest 1. Fassung, 18. September 2010 Präambel In den vergangenen drei Tagen haben wir, 120 Jugendliche aus Ländern aller Kontinente, uns mit dem Zustand unserer Welt befasst und erkannt,

Mehr

Wir sind die Partei DIE LINKE. Das wollen wir mit unserer politischen Arbeit. geschrieben in Leichter Sprache

Wir sind die Partei DIE LINKE. Das wollen wir mit unserer politischen Arbeit. geschrieben in Leichter Sprache Wir sind die Partei DIE LINKE Das wollen wir mit unserer politischen Arbeit geschrieben in Leichter Sprache 1 Herausgeber: Bundes-Geschäfts-Führung von der Partei DIE LINKE Kleine Alexanderstraße 28 10178

Mehr

Damit Würde Wirklichkeit wird

Damit Würde Wirklichkeit wird Evangelisch-lutherisches Missionswerk in Niedersachsen Stiftung privaten Rechts Georg-Haccius-Straße 9 29320 Hermannsburg Postfach 1109 29314 Hermannsburg Damit Würde Wirklichkeit wird Grundsätze der Entwicklungsarbeit

Mehr

T H E M E N S E R V I C E

T H E M E N S E R V I C E Interview Wichtig ist, was jemand weiß und kann Der DQR macht Aufstiegschancen sichtbar Anhand des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) lassen sich Bildungswege in Deutschland und europaweit leichter

Mehr

Das Wahl-Programm von CDU und CSU. Für die Bundes-Tags-Wahl. In Leichter Sprache

Das Wahl-Programm von CDU und CSU. Für die Bundes-Tags-Wahl. In Leichter Sprache Das Wahl-Programm von CDU und CSU. Für die Bundes-Tags-Wahl. In Leichter Sprache Erklärung: Das sind die wichtigsten Dinge aus dem Wahl-Programm. In Leichter Sprache. Aber nur das Original-Wahl-Programm

Mehr

WOFÜR WIR STEHEN. Fraktion der Progressiven Allianz der. Sozialdemokraten im Europäischen Parlament

WOFÜR WIR STEHEN. Fraktion der Progressiven Allianz der. Sozialdemokraten im Europäischen Parlament WOFÜR WIR STEHEN. Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten im Europäischen Parlament Für soziale Gerechtigkeit kämpfen, neue Arbeitsplätze schaffen, die Wirtschaft ankurbeln, die Finanzmärkte

Mehr

MITTEILUNG DER KOMMISSION. Ein verstärktes Engagement für die Gleichstellung von Frauen und Männern Eine Frauen-Charta

MITTEILUNG DER KOMMISSION. Ein verstärktes Engagement für die Gleichstellung von Frauen und Männern Eine Frauen-Charta EUROPÄISCHE KOMMISSION Brüssel, den 5.3.2010 KOM(2010)78 endgültig MITTEILUNG R KOMMISSION Ein verstärktes Engagement für die Gleichstellung von Frauen und Männern Eine Frauen-Charta Erklärung der Europäischen

Mehr

Kürzungen verschärfen die Krise! Unsere Alternative: Überfluss besteuern, in die Zukunft investieren

Kürzungen verschärfen die Krise! Unsere Alternative: Überfluss besteuern, in die Zukunft investieren Kürzungen verschärfen die Krise! Unsere Alternative: Überfluss besteuern, in die Zukunft investieren Ja zu Vorschlägen, die - Vermögen und Kapitaleinkommen höher besteuern und ein gerechteres Steuersystem

Mehr

Rede zum Haushalt 2014 Soziale Fraktion im Rat der Stadt Dorsten

Rede zum Haushalt 2014 Soziale Fraktion im Rat der Stadt Dorsten Rede zum Haushalt 2014 Soziale Fraktion im Rat der Stadt Dorsten Reinhild Reska Sehr geehrter Herr Bürgermeister, meine Damen und Herren, die Soziale Fraktion wird der Fortschreibung des Haushaltssanierungsplanes

Mehr

-Offenes Klima schaffen -Agieren auf Augenhöhe -ElternkoordinatorIn Brückenfunktion. -Kompetenzen zuweisen -Prioritäten setzen, Mut beweisen

-Offenes Klima schaffen -Agieren auf Augenhöhe -ElternkoordinatorIn Brückenfunktion. -Kompetenzen zuweisen -Prioritäten setzen, Mut beweisen RAA/ Eltern Wie lässt sich eine Zusammenarbeit in Schule mit allen Eltern systematisieren -Beiderseits Motivation heben -Entscheidung der Lehreru. Schulkonferenz Legitimation Teil des Schulprogramms -niedrigschwellige

Mehr

So bleibt Deutschland stark.

So bleibt Deutschland stark. FDP Unser Kurzwahlprogramm So bleibt Deutschland stark. Nur mit uns. Vier gute Jahre für Deutschland Damit Deutschland stark bleibt ie Freiheit des Einzelnen ist Grund und Grenze D liberaler Politik. Deshalb

Mehr

Kinderrechte stärken!

Kinderrechte stärken! Kinderrechte stärken! Eine Standortbestimmung 1. Präambel nach Janusz Korczak 2. Kinderrechte stärken, Mitbestimmung ermöglichen! für Eltern und Fachkräfte 3. Kinderrechte stärken, Mitbestimmung ermöglichen!

Mehr

Welche Werte sind heute wichtig?

Welche Werte sind heute wichtig? 1 Vieles, was den eigenen Eltern und Großeltern am Herzen lag, hat heute ausgedient. Dennoch brauchen Kinder Orientierungspunkte, um in der Gemeinschaft mit anderen zurechtzukommen. Alle Eltern wollen

Mehr

Abschnitt 8. Maßnahmen zur Gleichstellung von Frauen und Männern und Bestimmungen zur Frauenförderung gemäß 10 Abs 3 Z 10 FHStG idgf

Abschnitt 8. Maßnahmen zur Gleichstellung von Frauen und Männern und Bestimmungen zur Frauenförderung gemäß 10 Abs 3 Z 10 FHStG idgf Abschnitt 8. Maßnahmen zur Gleichstellung von Frauen und Männern und Bestimmungen zur Frauenförderung gemäß 10 Abs 3 Z 10 FHStG idgf Satzung FH OÖ, Version 1, 28.05.2014 Inhaltsverzeichnis Maßnahmen zur

Mehr

Grundsätze für das Bundesleben nach der Satzung der Marburger Burschenschaft Arminia e.v.

Grundsätze für das Bundesleben nach der Satzung der Marburger Burschenschaft Arminia e.v. Grundsätze für das Bundesleben nach der Satzung der Marburger Burschenschaft Arminia e.v. Die 1860 als eine deutsche Burschenschaft mit dem aus Liebe zum deutschen Vaterland entspringenden festen Vorsatz,

Mehr

LANDTAG MECKLENBURG-VORPOMMERN

LANDTAG MECKLENBURG-VORPOMMERN LANDTAG MECKLENBURG-VORPOMMERN Konferenz der Präsidentinnen und Präsidenten der deutschen und österreichischen Landesparlamente, des Deutschen Bundestages, des Bundesrates sowie des Südtiroler Landtages

Mehr

Information für Lieferanten der BOLL & KIRCH Filterbau GmbH

Information für Lieferanten der BOLL & KIRCH Filterbau GmbH Information für Lieferanten der BOLL & KIRCH Filterbau GmbH RICHTLINIE ZUR NACHHALTIGKEIT - 1 - Nachhaltigkeit Nachhaltigkeit ist ein langfristiger strategischer Erfolgsfaktor, nicht nur für die BOLL &

Mehr

WIR SIND. 1. STUDIERENDENORIENTIERT Bei uns stehen die Studierenden im Mittelpunkt.

WIR SIND. 1. STUDIERENDENORIENTIERT Bei uns stehen die Studierenden im Mittelpunkt. WIR SIND 1. STUDIERENDENORIENTIERT Bei uns stehen die Studierenden im Mittelpunkt. 2. EXZELLENT IN DER LEHRE Bei uns wird Theorie praktisch erprobt und erfahren. 3. ANWENDUNGSORIENTIERT Unsere Studiengänge

Mehr

unser FAIRständnis Beiträge von Schülerinnen und Schülern zum Fairtrade-Tag des Landes Steiermark Graz, 5.10.2009

unser FAIRständnis Beiträge von Schülerinnen und Schülern zum Fairtrade-Tag des Landes Steiermark Graz, 5.10.2009 unser FAIRständnis Beiträge von Schülerinnen und Schülern zum Fairtrade-Tag des Landes Steiermark Graz, 5.10.2009 Fairtrade als Erlebnis Um die 1000 Schülerinnen und Schüler haben am 5. Oktober 2009 das

Mehr

Gemeinsame Erklärung über Menschenrechte und Arbeitsbedingungen in der BMW Group

Gemeinsame Erklärung über Menschenrechte und Arbeitsbedingungen in der BMW Group Gemeinsame Erklärung über Menschenrechte und Arbeitsbedingungen in der BMW Group Präambel Die fortschreitende Globalisierung der Waren- und Kapitalmärkte ermöglicht es transnationalen Konzernen, globale

Mehr

Wie man mit Change Management IT-Projektkosten senken kann

Wie man mit Change Management IT-Projektkosten senken kann Wie man mit Change Management IT-Projektkosten senken kann ein Artikel von Ulrike Arnold Kaum ein Projekt wird in der vorgegebenen Zeit und mit dem geplanten Budget fertiggestellt. Und das, obwohl die

Mehr

// Geschichte der sole

// Geschichte der sole SolE SolE // Geschichte der sole // Stand der Dinge // Die Idee einer sole! // ihre Elemente // mögliche Zusammenhänge der sole // Ein Rechenbeispiel // Kniffliges was steht alles im Weg? // Lust auf mehr?

Mehr

Menschen mit Behinderungen haben die gleichen Rechte! Für eine inklusive Gesellschaft

Menschen mit Behinderungen haben die gleichen Rechte! Für eine inklusive Gesellschaft U N S E R P R O J E K T H E I S S T Z U K U N F T M A I 2 0 1 2 Menschen mit Behinderungen haben die gleichen Rechte! Für eine inklusive Gesellschaft DER VORSORGENDE SOZIALSTAAT Für eine inklusive Gesellschaft:

Mehr

Gemeinsamer Beschluss: Schnelles Internet für Brandenburg!

Gemeinsamer Beschluss: Schnelles Internet für Brandenburg! 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 Gemeinsamer Beschluss: Schnelles Internet für Brandenburg! Deutschland hat die Chance auf ein digitales Wirtschaftswunder und Brandenburg kann einen Beitrag dazu

Mehr

Die Antworten von DIE LINKE

Die Antworten von DIE LINKE 27 Die Antworten von DIE LINKE 1. Wahl-Recht Finden Sie richtig, dass nicht alle wählen dürfen? Setzen Sie sich für ein Wahl-Recht für alle ein? Wir wollen, dass alle Menschen wählen dürfen. Wir haben

Mehr

Die Magna Charta der Universitäten Präambel Die unterzeichneten Universitätspräsidenten und -rektoren, die sich in Bologna anlässlich der neunten Jahrhundertfeier der ältesten europäischen Universität

Mehr

Die Leitsätze sind langfristig ausgelegt. Sie zeigen die Absicht, Richtung und Bandbreite auf, die als Leitplanken für das Handeln in der Gemeinde

Die Leitsätze sind langfristig ausgelegt. Sie zeigen die Absicht, Richtung und Bandbreite auf, die als Leitplanken für das Handeln in der Gemeinde ist Lebensqualität Präambel Die Leitsätze sind langfristig ausgelegt. Sie zeigen die Absicht, Richtung und Bandbreite auf, die als Leitplanken für das Handeln in der Gemeinde dienen. 2 3 ABSICHT RICHTUNG

Mehr

RESOLUTION DER GENERALVERSAMMLUNG. verabschiedet am 29. November 1959

RESOLUTION DER GENERALVERSAMMLUNG. verabschiedet am 29. November 1959 RESOLUTION DER GENERALVERSAMMLUNG verabschiedet am 29. November 1959 1386 (XIV). Erklärung der Rechte des Kindes Präambel Da die Völker der Vereinten Nationen in der Charta ihren Glauben an die Grundrechte

Mehr

Kongress Armut und Gesundheit, Berlin, 9./10.03.2012 Abstract

Kongress Armut und Gesundheit, Berlin, 9./10.03.2012 Abstract Kongress Armut und Gesundheit, Berlin, 9./10.03.2012 Abstract Resonanz pädagogischer Fachkräfte auf ein interaktives Fortbildungsangebot zur Verwirklichung gesundheitlicher Chancengleichheit Grimm Iris,

Mehr

Europäische Initiativen für lokale Energieunternehmen

Europäische Initiativen für lokale Energieunternehmen CEDEC Die Finanzierung und Umsetzung der Energiewende Europäische Initiativen für lokale Energieunternehmen Rezé 13 Juni 2013 Ann KatrinSchenk, CEDEC PolicyOfficer Wer ist CEDEC? Europäischer Verband der

Mehr

Die vorliegenden Verhaltensmaßregeln dürfen allerdings auch höhere Anforderungen als die bestehenden Gesetze eines Landes enthalten.

Die vorliegenden Verhaltensmaßregeln dürfen allerdings auch höhere Anforderungen als die bestehenden Gesetze eines Landes enthalten. Verhaltensmaßregeln 1 Einführung Die folgenden Verhaltensmaßregeln sind der Mindeststandard zur Erreichung unserer Ziele, der ständigen Verbesserung unseres Produktionsumfelds und der Arbeitsbedingungen

Mehr

Gemeinsame Erklärung. des. Präsidenten der Kultusministerkonferenz. und der

Gemeinsame Erklärung. des. Präsidenten der Kultusministerkonferenz. und der Gemeinsame Erklärung des Präsidenten der Kultusministerkonferenz und der Vorsitzenden der Bildungs- und Lehrergewerkschaften sowie ihrer Spitzenorganisationen Deutscher Gewerkschaftsbund DGB und DBB -

Mehr

Datenschutz. im Rahmen der Diskussionsreihe Die Gegenwart der Zukunft. Thilo Weichert, Leiter des ULD

Datenschutz. im Rahmen der Diskussionsreihe Die Gegenwart der Zukunft. Thilo Weichert, Leiter des ULD Datenschutz im Rahmen der Diskussionsreihe Die Gegenwart der Zukunft Thilo Weichert, Leiter des ULD Landesbeauftragter für Datenschutz Schleswig-Holstein Goethe-Institut Moskau, 24.02.2011 Inhalt Datenspuren

Mehr

Reform der Lehrerbildung FAQ

Reform der Lehrerbildung FAQ Reform der Lehrerbildung FAQ 1. Welches Ziel hat die Reform? Baden-Württemberg verfügt über gute Schulen und über gute Lehrerinnen und Lehrer. Auf dem Erreichten kann sich das Land aber nicht ausruhen,

Mehr

Nachhaltigkeit. 36 Prozent können spontan nicht sagen, was sie mit Nachhaltigkeit verbinden. Assoziationen mit dem Begriff Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit. 36 Prozent können spontan nicht sagen, was sie mit Nachhaltigkeit verbinden. Assoziationen mit dem Begriff Nachhaltigkeit Nachhaltigkeit Datenbasis: 1.008 Befragte Erhebungszeitraum: 23. bis 25. Januar 2012 statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte Auftraggeber: Wissenschaftsjahr 2012 Zukunftsprojekt Erde/BMBF Auf

Mehr

Energie ein öffentliches Gut

Energie ein öffentliches Gut Energie ein öffentliches Gut 1 Energie - ein öffentliches Gut Öffentliche und private Güter Energieversorgung heute Alternativen Handlungsmöglichkeiten 2 öffentliche Güter Die enge wirtschaftswissenschaftliche

Mehr

Stellungnahme des AWO Bundesverbandes zum Antrag der Fraktion PIRATEN Mehr Leichte Sprache in Schleswig-Holstein Drs. 18/496 und zum Änderungsantrag

Stellungnahme des AWO Bundesverbandes zum Antrag der Fraktion PIRATEN Mehr Leichte Sprache in Schleswig-Holstein Drs. 18/496 und zum Änderungsantrag Stellungnahme des AWO Bundesverbandes zum Antrag der Fraktion PIRATEN Mehr Leichte Sprache in Schleswig-Holstein Drs. 18/496 und zum Änderungsantrag der Fraktionen SPD, BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN und der Abgeordneten

Mehr

Jeder Mensch ist anders. Und alle gehören dazu!

Jeder Mensch ist anders. Und alle gehören dazu! Jeder Mensch ist anders. Und alle gehören dazu! Beschluss der 33. Bundes-Delegierten-Konferenz von Bündnis 90 / DIE GRÜNEN Leichte Sprache 1 Warum Leichte Sprache? Vom 25. bis 27. November 2011 war in

Mehr

Wie schliessen wir die Stromversorgungslücke?

Wie schliessen wir die Stromversorgungslücke? Der Biomasse-Prozess Wie schliessen wir die Stromversorgungslücke? Ansätze Ideen Diskussionen Fakten Die Schweiz importiert aktuell mehr Strom aus dem Ausland, als sie exportiert. Mittel-bis längerfristig

Mehr

Choice Tasks Rahmenfragebogen Elektrizität. Vorschlag Universität St. Gallen Stefanie Heinzle Rolf Wüstenhagen

Choice Tasks Rahmenfragebogen Elektrizität. Vorschlag Universität St. Gallen Stefanie Heinzle Rolf Wüstenhagen Choice Tasks Rahmenfragebogen Elektrizität Vorschlag Universität St. Gallen Stefanie Heinzle Rolf Wüstenhagen Forschungsfragen Allgemein: Was sind die bestimmenden Faktoren bei der Wahl des Strompakets?

Mehr

Eltern wollen immer das Beste für ihr Kind. Fachpersonen wollen immer das Beste für ihre SchülerInnen.

Eltern wollen immer das Beste für ihr Kind. Fachpersonen wollen immer das Beste für ihre SchülerInnen. Zusammenarbeit mit Eltern im Kontext einer Institution 6. Heilpädagogik-Kongress in Bern am 2. September 2009 Netzwerk web Aufbau Drei Postulate Die Sicht der Eltern die Sicht der Fachleute Der Prozess

Mehr

Weniger Fleisch. Dafür besseres. Aus der Nähe und zur richtigen Zeit. Für Gerechtigkeit sorgen. Besser Bio.

Weniger Fleisch. Dafür besseres. Aus der Nähe und zur richtigen Zeit. Für Gerechtigkeit sorgen. Besser Bio. Weniger Fleisch. Dafür besseres. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung sagt: Gesund sind rund 15 Kilo Fleisch im Jahr. Deutschland liegt bei 90 Kilo. Massenhaft billiges Fleisch ist ohne Tierquälerei

Mehr

Schweizer Freundeskreis von Givat Haviva. Jüdische und arabische Menschen lernen, in Frieden zu leben

Schweizer Freundeskreis von Givat Haviva. Jüdische und arabische Menschen lernen, in Frieden zu leben Schweizer Freundeskreis von Givat Haviva Jüdische und arabische Menschen lernen, in Frieden zu leben Givat Haviva: Unesco-Preisträger für Friedenserziehung Givat Haviva ist die älteste und eine der bedeutendsten

Mehr

Nein zu Studiengebühren!

Nein zu Studiengebühren! JungsozialistInnen Schweiz Nein zu Studiengebühren! Positionspapier der JUSO Schweiz zu Studiengebühren Verabschiedet von der Delegiertenversammlung vom 22. Mai 2004 Oktober 2004 1. Einleitung Die Universität

Mehr

Schulstruktur und Bildungschancen

Schulstruktur und Bildungschancen Zukunftskreissitzung am 27. September 2011 Leitung: Dr. Bernhard Bueb Thesenpapier: Schulstruktur und Bildunschancen Schulstruktur und Bildungschancen WIR WISSEN HEUTE: In Deutschland korreliert die Schullaufbahnempfehlung

Mehr

I N F O R M A T I O N

I N F O R M A T I O N I N F O R M A T I O N zur mit Landesrat Rudi Anschober und Dr. David Pfarrhofer (market-institut) am 16. Dezember 2008 zum Thema "Aktuelle market-meinungsumfrage Die große OÖ Klimaumfrage: Oberösterreicherinnen

Mehr

Die hisa ggmbh ist Trägerin mehrerer Kinderbetreuungseinrichtungen mit einem vielfältigen

Die hisa ggmbh ist Trägerin mehrerer Kinderbetreuungseinrichtungen mit einem vielfältigen T R Ä G E R K O N Z E P T I O N Einleitung Die ist Trägerin mehrerer Kinderbetreuungseinrichtungen mit einem vielfältigen Familien ergänzenden Bildungs- und Erziehungsangebot. Entstanden aus der Elterninitiative

Mehr

Runder Tisch 2009 Die EU Agentur für f r Grundrechte und der Vertrag von Lissabon

Runder Tisch 2009 Die EU Agentur für f r Grundrechte und der Vertrag von Lissabon Runder Tisch 2009 Die EU Agentur für f r Grundrechte und der Vertrag von Lissabon 3. Dezember 2009 EU Agentur für f r Grundrechte, Wien ao. Univ.Prof.. Dr. Hannes Tretter Leiter des Ludwig Boltzmann Instituts

Mehr

Wir achten und schätzen

Wir achten und schätzen achten und schätzen Der Mensch und seine Einzigartigkeit stehen bei uns im Zentrum. begegne ich den Mitarbeitenden auf Augenhöhe und mit Empathie stehe ich den Mitarbeitenden in belastenden Situationen

Mehr

Schuldenbremse für Hessen: Eckpunkte des Ausführungsgesetzes zu Art. 141 HV

Schuldenbremse für Hessen: Eckpunkte des Ausführungsgesetzes zu Art. 141 HV Schuldenbremse für Hessen: Eckpunkte des Ausführungsgesetzes zu Art. 141 HV Wiesbaden, Juni 2013 1 Warum eine Schuldenbremse? Verschuldung, BIP und Steuern in Deutschland seit 1970 3.500% 3.000% nominales

Mehr

Ehrenamtliches Engagement in Hamburg und Schleswig-Holstein Wichtig und sicher!

Ehrenamtliches Engagement in Hamburg und Schleswig-Holstein Wichtig und sicher! Ehrenamtliches Engagement in Hamburg und Schleswig-Holstein Wichtig und sicher! Ehrenamtliche Tätigkeit und bürgerschaftliches Engagement in Hamburg und Schleswig-Holstein Viele Menschen in Hamburg und

Mehr

Bioeffizienzdorf Hessen 2010-2012 Ein Leitprojekt des Hessischen Umweltministeriums

Bioeffizienzdorf Hessen 2010-2012 Ein Leitprojekt des Hessischen Umweltministeriums Hessisches Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Bioeffizienzdorf Hessen 2010-2012 Ein Leitprojekt des Hessischen Umweltministeriums Die Erwartungen des Landes an das Projekt

Mehr

Das Grundrecht auf Datenschutz im Europarecht Wirkungen und Problemfelder. Ao. Univ.-Prof. Dr. Alina-Maria Lengauer, LLM

Das Grundrecht auf Datenschutz im Europarecht Wirkungen und Problemfelder. Ao. Univ.-Prof. Dr. Alina-Maria Lengauer, LLM Das Grundrecht auf Datenschutz im Europarecht Wirkungen und Problemfelder Ao. Univ.-Prof. Dr. Alina-Maria Lengauer, LLM Das Grundrecht auf Datenschutz im Europarecht 1. Zur Genese des Grundrechtes auf

Mehr

der Länder Rheinland-Pfalz, Berlin, Brandenburg, Bremen, Nordrhein-Westfalen

der Länder Rheinland-Pfalz, Berlin, Brandenburg, Bremen, Nordrhein-Westfalen Bundesrat Drucksache 581/13/10 13.10.10 Antrag der Länder Rheinland-Pfalz, Berlin, Brandenburg, Bremen, Nordrhein-Westfalen Entwurf eines Gesetzes zur nachhaltigen und sozial ausgewogenen Finanzierung

Mehr

Studienkolleg Köthen. Name, Vorname: DSH-Aufnahmetest Sommersemester 2004. Studienkolleg Köthen. Name, Vorname: Lesen

Studienkolleg Köthen. Name, Vorname: DSH-Aufnahmetest Sommersemester 2004. Studienkolleg Köthen. Name, Vorname: Lesen DSH-Aufnahmetest Sommersemester 2004 Lesen Sind Männer und Frauen gleichberechtigt? Im Grundgesetz steht: Niemand darf wegen seines Geschlechts benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand soll Vorteile

Mehr

Insgesamt ist die Auswertung der Befragung positiv ausgefallen. Die besten Ergebnisse erzielten wir in diesen Bereichen

Insgesamt ist die Auswertung der Befragung positiv ausgefallen. Die besten Ergebnisse erzielten wir in diesen Bereichen Städtische Kindertagesstätte Herrenbach Juni 2015 Liebe Eltern, wir möchten ihnen recht herzlich für Ihre Unterstützung in den letzten Wochen danken. Es war eine turbulente und spannende Zeit die wir gemeinsam

Mehr

Rede des Ministers für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein Dr. Robert Habeck zu TOP 36 a+b

Rede des Ministers für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein Dr. Robert Habeck zu TOP 36 a+b Rede des Ministers für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein Dr. Robert Habeck zu TOP 36 a+b TOP 36a) Entwurf eines Gesetzes zur Änderung wasser- und naturschutzrechtlicher

Mehr

FRAUNHOFER-INSTITUT FÜR KOMMUNIKATION, INFORMATIONSVERARBEITUNG UND ERGONOMIE FKIE UNSER FÜHRUNGSLEITBILD

FRAUNHOFER-INSTITUT FÜR KOMMUNIKATION, INFORMATIONSVERARBEITUNG UND ERGONOMIE FKIE UNSER FÜHRUNGSLEITBILD FRAUNHOFER-INSTITUT FÜR KOMMUNIKATION, INFORMATIONSVERARBEITUNG UND ERGONOMIE FKIE UNSER FÜHRUNGSLEITBILD FÜHRUNG BEI FRAUNHOFER VISION UND STRATEGIE»Wer seiner Führungsrolle gerecht werden will, muss

Mehr

Qualitätszentrierte Schulentwicklung mit dem Q2E-Qualitätsmanagement-Modell

Qualitätszentrierte Schulentwicklung mit dem Q2E-Qualitätsmanagement-Modell Qualitätszentrierte Schulentwicklung mit dem Q2E-Qualitätsmanagement-Modell 1. Schulentwicklung Unter Schulentwicklung verstehen wir ein aufeinander abgestimmtes System zur Weiterentwicklung der Schule,

Mehr

DIE GRUNDLAGEN DES DATENSCHUTZES

DIE GRUNDLAGEN DES DATENSCHUTZES DIE GRUNDLAGEN DES DATENSCHUTZES Herausforderungen der Zukunft Wie kann der Schutz der Privatsphäre organisiert werden, um zukünftigen Herausforderungen zu begegnen? Wie können die Innovationspotentiale

Mehr

Finanzgruppe Deutscher Sparkassen- und Giroverband

Finanzgruppe Deutscher Sparkassen- und Giroverband Finanzgruppe Deutscher Sparkassen- und Giroverband Statement Herr Werner Netzel Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes e.v. Einordnung Green Economy Die Sparkassen-Finanzgruppe

Mehr

Heiligenstadt: Heute ist ein sehr guter Tag für ein sehr gutes Gesetz! - Überblick über das neue Bildungschancengesetz

Heiligenstadt: Heute ist ein sehr guter Tag für ein sehr gutes Gesetz! - Überblick über das neue Bildungschancengesetz Presse Niedersächsisches Kultusministerium 03.06.2015 Heiligenstadt: Heute ist ein sehr guter Tag für ein sehr gutes Gesetz! - Überblick über das neue Bildungschancengesetz Zum 1. August 2015 tritt in

Mehr

Faktenblatt zu Hamburger Mentor- und Patenprojekten

Faktenblatt zu Hamburger Mentor- und Patenprojekten Faktenblatt zu Hamburger Mentor- und Patenprojekten Arbeitskreis Mentor.Ring Hamburg 40 Initiativen mit mehr als 2.000 ehrenamtlichen Mentorinnen und Mentoren In Hamburg haben sich in den letzten Jahren

Mehr

Insbesondere Befragte ab 60 Jahren würden am ehesten für die Welternährung bzw. die Bekämpfung des Welthungers spenden.

Insbesondere Befragte ab 60 Jahren würden am ehesten für die Welternährung bzw. die Bekämpfung des Welthungers spenden. Welternährung Datenbasis: 1.007 Befragte Erhebungszeitraum: 11. bis 15. August 2014 statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte Auftraggeber: K+S Aktiengesellschaft Angenommen, sie hätten eine Milliarde

Mehr

Gedruckt auf 100% Altpapier. Umschlag: 350g/qm Muskat. Innenseiten: 80g/qm Circle preprint Premium White

Gedruckt auf 100% Altpapier. Umschlag: 350g/qm Muskat. Innenseiten: 80g/qm Circle preprint Premium White Gedruckt auf 100% Altpapier Umschlag: 350g/qm Muskat Innenseiten: 80g/qm Circle preprint Premium White Weniger braucht mehr. Mit moveo ich bewege, der Initiative für Energie und Nachhaltigkeit hat sich

Mehr

FAHRPLAN FÜR EINE WIND- WASSERSTOFFWIRTSCHAFT IN DER REGION UNTERELBE

FAHRPLAN FÜR EINE WIND- WASSERSTOFFWIRTSCHAFT IN DER REGION UNTERELBE FAHRPLAN FÜR EINE WIND- WASSERSTOFFWIRTSCHAFT IN DER REGION UNTERELBE ChemCoast e. V. 19 Mitgliedsunternehmen aus Norddeutschen Bundesländern: Chemieparks, Logistikunternehmen, Wirtschaftsförderung Starke

Mehr

Home Office Day Deutschland

Home Office Day Deutschland Home Office Day Deutschland Eine Initiative der IndiTango AG _ Die IndiTango AG ist Home Office Day Initiator _ Wir verbinden Ökonomie und Ökologie mit dem Ziel, nachhaltig zu agieren und Verantwortung

Mehr

11. Potsdamer Forum Herausforderung Ausbildung

11. Potsdamer Forum Herausforderung Ausbildung 11. Potsdamer Forum Herausforderung Ausbildung Herausforderung Ausbildung Ines Rohde, Haupt-JAV Land Berlin Stand: 16.05.2013 2 Haupt-Jugend- und Auszubilde ndenvertretung für die Behörden, Gerichte und

Mehr

Gemeinschaftsschule Schule für die Zukunft. Stabsstelle Gemeinschaftsschulen, Schulmodelle, Inklusion (GSI)

Gemeinschaftsschule Schule für die Zukunft. Stabsstelle Gemeinschaftsschulen, Schulmodelle, Inklusion (GSI) Gemeinschaftsschule Schule für die Zukunft Stabsstelle Gemeinschaftsschulen, Schulmodelle, Inklusion (GSI) Themen Was ist eine Gemeinschaftsschule (GMS)? Bildungsstandards und Bildungsplan der GMS Lehr-

Mehr

Was ist für mich im Alter wichtig?

Was ist für mich im Alter wichtig? Was ist für mich im Alter Spontane Antworten während eines Gottesdienstes der 57 würdevoll leben können Kontakt zu meiner Familie trotz Einschränkungen Freude am Leben 60 neue Bekannte neuer Lebensabschnitt

Mehr

www.gruenkaeppchen.de

www.gruenkaeppchen.de BEI UNS IST ALLES BIO! Lieferservice für Privatkunden, Firmenobst, Gesundes für Kinder und Großverbraucher. www.gruenkaeppchen.de Das Grünkäppchen liefert BIO-LEBENSMITTEL Der Verkauf von Bio-Lebensmitteln

Mehr

Biodiversität Posten 1, Erdgeschoss 3 Lehrerinformation

Biodiversität Posten 1, Erdgeschoss 3 Lehrerinformation Lehrerinformation 1/6 Arbeitsauftrag Die SuS erleben am Ausstellungs-Beispiel die Vielfalt in der Natur. Sie erkunden die Ausstellung. Ziel Die SuS kennen Beispiele von und welch wichtige Bedeutung ein

Mehr

Bankenaktionstag 29. September in München Beitrag von Christian Felber und Renate Börger

Bankenaktionstag 29. September in München Beitrag von Christian Felber und Renate Börger 1 Bankenaktionstag 29. September in München Beitrag von Christian Felber und Renate Börger Ein anderes Bankenwesen ist nötig. Ein anderes Bankenwesen ist möglich. Beides möchten wir hier aufzeigen: Ein

Mehr

http://www.teleboerse.de/nachrichten/sorgenkind-frankreich-ezb-chef-kritisiert-parisarticle11919961.html

http://www.teleboerse.de/nachrichten/sorgenkind-frankreich-ezb-chef-kritisiert-parisarticle11919961.html Seite 1 von 7 Wirtschafts Artikel Sonstige Empfehlungen http://en.wikipedia.org/wiki/epic_rap_battles_of_history http://www.epicrapbattlesofhistory.com/ http://de.wikipedia.org/wiki/kesslers_knigge Das

Mehr

Fakten, Analysen, Positionen 39 Sparkassen sind in der Finanzmarktkrise noch wichtiger geworden

Fakten, Analysen, Positionen 39 Sparkassen sind in der Finanzmarktkrise noch wichtiger geworden S Finanzgruppe Deutscher Sparkassen- und Giroverband Fakten, Analysen, Positionen 39 Sparkassen sind in der Finanzmarktkrise noch wichtiger geworden Die Stabilität der Sparkassen angesichts der Finanzmarktkrise

Mehr

Interreg Italien-Österreich 2014-2020: Konsultation des Fachpublikums

Interreg Italien-Österreich 2014-2020: Konsultation des Fachpublikums Seite 1 Interreg Italien-Österreich 2014-2020: Konsultation des Fachpublikums Im Hinblick auf den Programmierungszeitraum 2014-2020 hat das Programm Interreg Italien-Österreich begonnen, eine Strategie

Mehr

Was ist eigentlich Inklusion?

Was ist eigentlich Inklusion? Was ist eigentlich Inklusion? 2 3 4 Inklusion alle mittendrin Inklusion Was ist das eigentlich? Viele Menschen haben den Begriff schon gehört. Aber was steckt genau dahinter? Und was bedeutet das für jeden

Mehr

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Sinn fürs Geschäft

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Sinn fürs Geschäft X1/3X Text: GLS Bank: Was unterscheidet die GLS Bank von anderen Banken? Die GLS Bank investiert ausschließlich in ökologische und soziale Projekte und Unternehmen. Wir finanzieren keine Unternehmen, die

Mehr

Mission Ein Auftrag! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. (Joh 20,21)

Mission Ein Auftrag! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. (Joh 20,21) Mission Ein Auftrag! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. (Joh 20,21) 1 Mission ein Auftrag! Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich

Mehr

Hinweise zum Erwerb der Fachhochschulreife, insbesondere zu den Praktikumsregelungen

Hinweise zum Erwerb der Fachhochschulreife, insbesondere zu den Praktikumsregelungen Niedersächsisches Kultusministerium Hinweise zum Erwerb der Fachhochschulreife, insbesondere zu den Praktikumsregelungen 1. Praktikumsregelungen für Schülerinnen und Schüler der Qualifikationsphase der

Mehr

Die Abteilungsleiter überwachen die Umsetzung des Grundsatzes im täglichen Geschäftsbetrieb, während dem Personalmanager folgende Aufgaben zufallen:

Die Abteilungsleiter überwachen die Umsetzung des Grundsatzes im täglichen Geschäftsbetrieb, während dem Personalmanager folgende Aufgaben zufallen: B GRUNDSATZ DER CHANCENGLEICHHEIT Domino UK Limited pflegt in seiner Rolle als Arbeitgeber den Grundsatz der Chancengleichheit. Ziel unserer Unternehmenspolitik ist sicherzustellen, dass Bewerber/-innen

Mehr

Jugendliche Flüchtlinge stärken

Jugendliche Flüchtlinge stärken Jugendliche Flüchtlinge stärken Ein Projekt des Vereins Iranischer Flüchtlinge in Berlin e.v. Gefördert vom Deutschen Hilfswerk SdbR aus Mitteln der ARD Fernsehlotterie Inhalt 1. Das Projekt 2.Zielgruppen

Mehr

Länderübergreifender Finanzausgleich statt Studiengebühren

Länderübergreifender Finanzausgleich statt Studiengebühren Länderübergreifender Finanzausgleich statt Studiengebühren Studienplatzbezogene Hochschulfinanzierung und Nachteilsausgleich - Positionspapier der SPD-Landtagsfraktion Statt für Studiengebühren tritt die

Mehr

UVP GLOSSAR. für die SLOWAKEI Deutsche Übersetzung

UVP GLOSSAR. für die SLOWAKEI Deutsche Übersetzung UVP GLOSSAR für die SLOWAKEI Deutsche Übersetzung Das Glossar wird in einer deutschen und einer slowakischen Variante erstellt, da AT und SK Verhältnisse unterschiedlich sein können Das vorliegende Glossar

Mehr

SPD für nachhaltige Schuldenbegrenzung, faire Altschuldenregelung und solide Haushalts- und Steuerpolitik

SPD für nachhaltige Schuldenbegrenzung, faire Altschuldenregelung und solide Haushalts- und Steuerpolitik Kiel, 12.01.2010, Nr.: 006/2009 Ralf Stegner und Birgit Herdejürgen: SPD für nachhaltige Schuldenbegrenzung, faire Altschuldenregelung und solide Haushalts- und Steuerpolitik Die SPD-Landtagsfraktion bringt

Mehr

Umgang mit Vielfalt. wie können Unternehmen davon profitieren? >>>>> Vorteile der Vielfalt

Umgang mit Vielfalt. wie können Unternehmen davon profitieren? >>>>> Vorteile der Vielfalt Eine Initiative der Europäischen Union Umgang mit Vielfalt wie können Unternehmen davon profitieren? Häufig gestellte Fragen Leitfaden für Opfer Erste Schritte Vorteile der Vielfalt Diskriminierungen erkennen

Mehr

Hessen. Wie wir uns verstehen. Diakonisches Werk in Hessen und Nassau und Kurhessen-Waldeck e.v. Selbstverständnis

Hessen. Wie wir uns verstehen. Diakonisches Werk in Hessen und Nassau und Kurhessen-Waldeck e.v. Selbstverständnis Hessen Wie wir uns verstehen Diakonisches Werk in Hessen und Nassau und Kurhessen-Waldeck e.v. Selbstverständnis 2 Selbstverständnis Diakonie Hessen Diakonie Hessen Selbstverständnis 3 Wie wir uns verstehen

Mehr

Nachfolgend werden die verschiedenen Hochschulzugangswege des beruflichen Bildungssystems in Rheinland-Pfalz dargestellt.

Nachfolgend werden die verschiedenen Hochschulzugangswege des beruflichen Bildungssystems in Rheinland-Pfalz dargestellt. Testseite Bund und Länder haben sich am 22.10.2008 im Rahmen der Qualifizierungsinitiative für Deutschland auf ein umfassendes Programm zur Stärkung von Bildung und Ausbildung verständigt. Im Focus stand

Mehr

Umverteilen statt Kürzen

Umverteilen statt Kürzen Attac Deutschland Umverteilen statt Kürzen Eine Alternative zum unsozialen Sparpaket der Bundesregierung. Kurzfassung Einleitung Haushaltskonsolidierung ist notwendig. Ebenso notwendig sind eine Umverteilung

Mehr

Kultusministerin Frauke Heiligenstadt stellt Konzept für ein modernes Abitur nach 13 Jahren ( G9 ) in Niedersachsen vor

Kultusministerin Frauke Heiligenstadt stellt Konzept für ein modernes Abitur nach 13 Jahren ( G9 ) in Niedersachsen vor Kultusministerin Frauke Heiligenstadt stellt Konzept für ein modernes Abitur nach 13 Jahren ( G9 ) in vor Auszug aus dem Koalitionsvertrag: Die rot-grüne Koalition nimmt den Wunsch zahlreicher Eltern ernst,

Mehr

Leitsätze. zur Ausrichtung der Altersheime der Stadt Zürich

Leitsätze. zur Ausrichtung der Altersheime der Stadt Zürich Leitsätze zur Ausrichtung der Altersheime der Stadt Zürich 27 Altersheime, ein Gästehaus und die Direktion verstehen sich als innovative und kundenorientierte Dienstleistungsbetriebe 1 Ältere Menschen,

Mehr

Lock-in Effekte durch das Emissionshandelssystem

Lock-in Effekte durch das Emissionshandelssystem Lock-in Effekte durch das Emissionshandelssystem Karin Holm-Müller Institut für Lebensmittel- und Ressourcenökonomik Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Definition Lock-in-Effekt Das Verbleiben

Mehr

Die Bundesrepublik Deutschland im internationalen Kontext der Politk für Menschen mit Behinderungen

Die Bundesrepublik Deutschland im internationalen Kontext der Politk für Menschen mit Behinderungen Die Bundesrepublik Deutschland im internationalen Kontext der Politk für Menschen mit Behinderungen Erfurt, 24.06.2010 Thüringer Fachforum zur UN-Behindertenrechtskonvention Dr. Valentin Aichele, LL.M.

Mehr

ProMosaik e.v. ein junger Verein

ProMosaik e.v. ein junger Verein ProMosaik e.v. ein junger Verein ProMosaik e.v. ist ein junger Verein, der 2014 in Leverkusen gegründet wurde und das Ziel verfolgt, sich weltweit für den interkulturellen und interreligiösen Dialog und

Mehr

Auf dem Weg zum Systemwechsel? Kopfpauschale und BürgerInnenversicherung im Vergleich

Auf dem Weg zum Systemwechsel? Kopfpauschale und BürgerInnenversicherung im Vergleich Mitgliederversammlung der Jungsozialistinnen und Jungsozialisten Braunschweig, 11.07.2012 G1 einstimmig beschlossen Auf dem Weg zum Systemwechsel? Kopfpauschale und BürgerInnenversicherung im Vergleich

Mehr

SCHLESWIG-HOLSTEINISCHER LANDTAG

SCHLESWIG-HOLSTEINISCHER LANDTAG SCHLESWIG-HOLSTEINISCHER LANDTAG Drucksache 16/743 16. Wahlperiode 06-04-26 Große Anfrage der Fraktion der SPD Wohnungsbaupolitik in Schleswig-Holstein Wir fragen die Landesregierung: Die Landesregierung

Mehr

Statement ZVEI-Präsident Friedhelm Loh. PK 5. Juni 2013, 9.00 Uhr, Berlin. Sehr geehrte Damen und Herren,

Statement ZVEI-Präsident Friedhelm Loh. PK 5. Juni 2013, 9.00 Uhr, Berlin. Sehr geehrte Damen und Herren, Statement ZVEI-Präsident Friedhelm Loh PK 5. Juni 2013, 9.00 Uhr, Berlin Sehr geehrte Damen und Herren, in drei Monaten wird der neue Bundestag gewählt. Wir entscheiden über die Politik, die Deutschland

Mehr

CHARTA DER DÄNISCHEN PRODUKTIONSSCHULEN

CHARTA DER DÄNISCHEN PRODUKTIONSSCHULEN CHARTA DER DÄNISCHEN PRODUKTIONSSCHULEN Der Verband der dänischen Produktionsschulen proklamiert hiermit den folgenden Text als die Charta für die grundlegenden Prinzipien der dänischen Produktionsschule

Mehr

Berührt von Gott, der allen Menschen Gutes will... 2 Wer sich von Gott geliebt weiß, kann andere lieben... 2 In wacher Zeitgenossenschaft die

Berührt von Gott, der allen Menschen Gutes will... 2 Wer sich von Gott geliebt weiß, kann andere lieben... 2 In wacher Zeitgenossenschaft die Berührt von Gott, der allen Menschen Gutes will... 2 Wer sich von Gott geliebt weiß, kann andere lieben... 2 In wacher Zeitgenossenschaft die Menschen wahrnehmen... 3 Offen für alle Menschen, die uns brauchen...

Mehr

Humanistische Lebenskunde

Humanistische Lebenskunde Humanistische Lebenskunde in Berlin und Brandenburg Copyright: contrastwerkstatt Fotolia.com Was ist Humanistischer Lebenskundeunterricht? Humanistische Lebenskunde ist ein freiwilliges Unterrichtsfach,

Mehr